Elektroinstallation
ARGO-HYTOS GmbH
Industriestraße 9, 76703 Kraichtal, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Christian Seiler seit 21.4.2026 | Geschäftsführer |
Sigrid Maria Ackermann seit 21.8.2024 | Geschäftsführer |
Wolfgang Kimmich seit 7.12.2023 | Prokura |
Melanie Helena Müller seit 6.11.2023 | Prokura |
Ralph Stefan Bauer seit 28.2.2022 | Prokura |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
ARGO-HYTOS Group AG | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ARGO-HYTOS GmbHKraichtalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.09.2023Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Allgemeines und Geschäftstätigkeit der Gesellschaft Die ARGO-HYTOS GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der ARGO-HYTOS Group AG mit Sitz in Baar, Schweiz, und damit Teil der ARGO-HYTOS- Unternehmensgruppe. Die ARGO-HYTOS-Gruppe gehört seit 2022 zum Konzern der Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim, und dort zum Geschäftsbereich Turbo. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt weltweit Produkte der Fluidtechnik, insbesondere Filter, Ölpflegegeräte und Sensorik. Die ARGO-HYTOS GmbH vertreibt in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterhin Produkte der Steuer- und Regelungstechnik, insbesondere Ventile, Steuerblöcke und Aggregate des Schwesterwerkes ARGO-HYTOS s.r.o., Vrachlabi, in der Tschechischen Republik sowie Produkte aus der Filtertechnik des Werkes in Indien und Produkte aus dem Fluid Management des Werkes in Polen. Dabei versteht sich die ARGO-HYTOS GmbH als Anbieter von Standardkomponenten bis hin zu kundenspezifischen Systemlösungen in der Mobil- und der Stationär- Hydraulik. Die Strategie beruht auf modularen Produktkonzepten in Verbindung mit internationaler Wertschöpfung und Cross-Selling in allen Produktbereichen. Das Kundenportfolio erstreckt sich von Vertriebspartnern und Systemintegratoren über Kunden mit eher lokaler Ausrichtung bis hin zu international tätigen Großkunden. Hierbei werden unterschiedliche Anwendungsmärkte abgedeckt. Vorrangig sind dies die Bereiche Agrartechnik, Baumaschinen, Material Handling, Maschinenbau und Windenergie. Die ARGO-HYTOS GmbH hat das Geschäftsjahr in Anlehnung an den Voith-Konzern auf den Bilanzstichtag 30. September geändert. In diesem Jahr handelt es sich um ein Rumpfwirtschaftsjahr, das nur neun Monate umfasst (1. Januar 2023 bis 30. September 2023). Deshalb sind die effektiven Zahlen nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Im Wesentlichen werden die prozentualen Quoten zum Vorjahr analysiert und bewertet. 2. Forschung und Entwicklung Die ARGO-HYTOS GmbH in Kraichtal-Menzingen entwickelt Produkte in den Geschäftsbereichen Fluid Controlling (Filtertechnik, FCO) und im Bereich Fluid Motion Control Systems (Steuer- und Regelungssysteme, FMC). Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung des FCO-Produktportfolios im Bereich kundenspezifischer Komponenten- und Systemlösungen lag ein Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf der Identifikation innovativer Antriebslösungen für Off-Highway-Maschinen. Die mit Voith Turbo erarbeiteten Lösungen adressieren u.a. Themen zur Steigerung der Energieeffizienz und Automatisierung von Teilprozessen, um den zukünftigen Marktanforderungen gerecht zu werden. Im Bereich der Sparte Condition Monitoring & Electronics wurden die Entwicklungstätigkeiten am Standort minimiert, wenngleich wir noch Entwicklungspersonal am Standort haben, das den Knowhow-Transfer unterstützt. Ziel ist es, die Verantwortlichkeit der Sparte innerhalb der ARGO-HYTOS-Gruppe neu zu allokieren und mit dem Abschluss der noch offenen Produktentwicklungen dafür die Voraussetzungen zu schaffen. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Rumpfwirtschaftsjahr TEUR 3.031. 3. Vertrieb Die ARGO-HYTOS GmbH ist Vertriebsstandort aller Produkte der ARGO-HYTOS-Gruppe in der Region DACH. Der Umsatz mit seinen OEMs ging im Rumpfgeschäftsjahr um 2% zurück. Auch mit den Systemintegratoren ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 9% zu verzeichnen. Bei den Händlern konnte der Umsatz im Gegensatz dazu um 9% gesteigert werden. Das gesamte Rumpfgeschäftsjahr war in fast allen Kundenbranchen durch eine Konjunkturverschlechterung und einen Abbau der aufgebauten Bestände geprägt. Dies machte sich vor allem bei den Filterelementen, als großer Teil der FCO-Sparte, bemerkbar. Die wichtigste Branche war auch im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr die Landtechnik. So wurden 26% des Umsatzes mit der Anwendung "Traktoren" erwirtschaftet. Neben dem DACH-Markt wurden 18% des Umsatzes mit dem AH-Intercompany-Vertriebskanal erwirtschaftet. Hier war der Umsatzrückgang am höchsten. Begründet ist dies mit der negativen Wirtschaftsentwicklung in bestimmten Ländern und Regionen (z.B. China) und mit dem Lagerabbau in den einzelnen Gesellschaften zum Geschäftsjahresende. B. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Lage in Deutschland Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2023 stellt sich zweigeteilt dar: Auf der einen Seite hat die binnenwirtschaftliche Dynamik im Zuge wieder leicht steigender Reallöhne und einer anhaltend positiven Investitionsentwicklung langsam an Fahrt aufgenommen. Auf der anderen Seite hat sich die Auslandsnachfrage im Zuge der noch schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung weiter eingetrübt. Aktuelle Frühindikatoren, wie Auftragseingänge und Geschäftsklima, aber auch die verhaltene Entwicklung der Weltkonjunktur, deuten auf ein erneut schwaches drittes Quartal hin; frühestens zum Jahreswechsel 2023/24 ist mit einer spürbaren konjunkturellen Belebung zu rechnen. Quelle: BMWK - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im September 2023_1 2. Branchenentwicklung im Maschinen- und Anlagenbau Das Rumpfgeschäftsjahr 2023 begann mit einem spürbar konjunkturellen Rückgang. Die Durststrecke hielt bis Ende September 2023 an. Im September konnten selbst einige Großaufträge einen abermals zweistelligen Rückgang der Bestellungen von deutschen Maschinen, Anlagen und Komponenten nicht verhindern. Der Auftragseingang verfehlte sein Vorjahresniveau preisbereinigt um insgesamt 13 %. Der Inlandsbedarf sank um 15 %, die Nachfrage aus dem Ausland fiel um 13 %. Die Bestellungen aus den Nicht-Euroländern (minus 7 Prozent) gingen dank einiger Großaufträge weniger kräftig zurück als die Aufträge aus den Euro-Partnerländern (minus 27 %). Nach wie vor fehlt es trotz vielfältiger Investitionsbedarfe an Impulsen, im Gegenteil: nicht enden wollende schlechte Nachrichten drücken auf die Laune der Investoren weltweit. VDMA Deutschland_Konjunkturbulletin_2023_11 3. Fluidtechnik-Branche Geschäftsumfeld Deutschland Kommend aus einer Boomphase, entwickelte sich die Hydraulik-Branche ab Frühling 2022 abwärts in die Abschwungphase, in welcher sie auch bis Ende September verweilte. Quelle: 04 ifo Konjunkturtest für die Hydraulik - September 2023, Seite 9 4. Lage der Gesellschaft Ertragslage Die Ertragslage der ARGO-HYTOS GMBH stellt sich im Jahr 2023 wie folgt dar:
Die Gesellschaft konnte in dem Rumpfwirtschaftsjahr einen Umsatz von TEUR 85.916 realisieren. Verglichen mit den Budgetzahlen für die Monate Januar bis September blieben die Umsätze deutlich unter den Erwartungen. Budgetiert war ein Umsatz von TEUR 97.685. Durch eine Bestandsveränderung im Bereich der fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurde die Betriebsleistung mit TEUR 86.046 positiv beeinflusst. Zum Jahreswechsel 2022-2023 mussten trotz intensiver Verhandlungen Preiserhöhungen im zum Teil zweistelligen Prozentbereich akzeptiert werden, um die durchgängige Warenverfügbarkeit für das Unternehmen sicherstellen zu können. Ab Q2 2023 konnten die Bezugspreise dann durch permanente Preisverhandlungen wieder sukzessiv gesenkt werden. Dies führte dazu, dass die Bruttomarge im Jahresvergleich und in Bezug auf die Betriebsleistung um 2,4 Prozentpunkte auf 43,2% gesunken ist. Preisverhandlungen wurden konsequent fortgesetzt und sorgten dafür, dass die prozentuale Veränderung nicht noch höher ausgefallen ist. Der sonstige betriebliche Aufwand (saldiert mit sonstigen betrieblichen Erträgen) liegt bei TEUR 11.170. In Bezug zur Betriebsleistung konnte die Quote von 14,4% auf 13,0% gesenkt werden. Im Rumpfwirtschaftsjahr 2023 ist die Personalkostenquote in Relation zur Betriebsleistung um 7% gestiegen. Aufgrund der Auftragslage wurde ab April 2023 im indirekten Bereich Kurzarbeit angemeldet. Im direkten Bereich konnte trotz vorgehaltener Flexibilität auf die reduzierten Umsätze nicht in vollem Umfang zeitnah reagiert werden. Die Abschreibungen im Rumpfwirtschaftsjahr liegen bei TEUR 1.490 und sind auf dem Niveau des Vorjahres, betrachtet man die durchschnittliche monatliche Abschreibung mit TEUR 166 zu TEUR 157 (VJ). Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern liegt mit TEUR 1.705 deutlich unter dem budgetierten Wert. In Relation zur Betriebsleistung ist die EBIT-Marge von 2,0% im Vergleich zum Vorjahr mit 4,9% um -59% gesunken. Somit liegt auch die Quote gegenüber den Budgetzahlen weit unter den geplanten Erwartungen. Vermögens- und Finanzlage Zum 30. September 2023 weist die ARGO-HYTOS GmbH ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 38.983 aus. Die Eigenkapitalquote liegt bei gestiegener Bilanzsumme bei 69% und ist um 5%-Punkte gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das langfristige Fremdkapital beinhaltet die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, Steuer- und sonstige Rückstellungen. Es ist gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um TEUR 1.388 auf TEUR 6.736 gestiegen. Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Das kurzfristige Fremdkapital ist um TEUR 3.293 auf TEUR 11.111 gestiegen. Diese Steigerung kam im Wesentlichen aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Lieferanten mit TEUR 1.808 und IC mit TEUR 988. Das Anlagevermögen ist im Rumpfwirtschaftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 313 gestiegen. Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände gab es eine Reduktion um TEUR -220, hauptsächlich bedingt durch die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres. Im Gegenzug wurde das Sachanlagevermögen durch planmäßige Investitionen neuer Produktionsanlagen und Werkzeuge um TEUR 534 erhöht. Maßgeblich wurde diese Position durch die Beschaffung einer hochautomatisierten Längsnahtklebeanlage beeinflusst. Es bestehen keine wesentlichen Investitionsverpflichtungen für die Zukunft. Das Umlaufvermögen ist um TEUR 5.563 gestiegen und beträgt TEUR 40.908. Dies beinhaltet im Wesentlichen die Positionen Vorräte mit TEUR 15.514, Forderungen mit TEUR 21.063 und Sonstige Vermögensgegenstände mit TEUR 605. Der Kassenbestand bzw. die Bankguthaben betragen TEUR 3.726. Zum Stichtag haben sich die Vorräte aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen plus fertige und unfertige Erzeugnisse um TEUR 486 auf TEUR 15.503 erhöht. Auch hat sich der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 5.437 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Cashflow aus der operativen Betriebstätigkeit betrug TEUR 5.603. Maßgeblich dafür waren das Betriebsergebnis (TEUR 2.889) und die Veränderungen im Working Capital mit TEUR 2.073. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug TEUR -5.640. In Sachanlagen wurden Cash wirksam TEUR -870 investiert. In den Finanzanlagen ist ein Darlehen an die Muttergesellschaft mit TEUR -5.000 berücksichtigt. 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ARGO-HYTOS führt, berichtet und analysiert regelmäßig nichtfinanzielle Leistungsindikatoren. Hier gibt es global vorgegebene, wie auch niederlassungsbezogene Indikatoren, welche im Führungskreis berichtet und analysiert werden, um dann entsprechende Maßnahmen daraus zu initiieren. Dazu zählen, neben der üblichen Erfassung von Qualitäts- und Arbeitssicherheit relevanter Kennzahlen, auch Risikoanalysen, Meldungen über Umweltunfälle sowie ein verstärktes Augenmerk auf Beinaheunfälle, um hier präventive Verbesserungen schnell zu erfassen. Des Weiteren haben wir neben einem betrieblichen Vorschlagswesen auch unser "Clever&Smart"-System, wo Mitarbeiter auch kleinere, alltagsrelevante Verbesserungsvorschläge einbringen können. Mit der Übernahme durch VOITH haben die Wichtigkeit von Compliance und das Augenmerk darauf zugenommen, inklusive der Einführung eines Compliance Officers. Im Jahr 2023 haben wir, in Zusammenarbeit mit VOITH Corporate Audit, eine Überprüfung unserer internen Prozesse und Regularien durchführen lassen. Die daraus abgeleiteten Verbesserungspotenziale sind entweder abgeschlossen oder noch in Umsetzung. 6. Gesamtaussage Das Rumpfwirtschaftsjahr 2023 war eine große Herausforderung für das Unternehmen, da sich die konjunkturelle Entwicklung in Europa nicht wie erhofft erholt hat. Die Nachfrage nach Waren in unseren Segmenten hat sich nicht wie gewünscht entwickelt, was uns einen Rückgang im Umsatz beschert hat. Einige unserer Kunden hatten noch volle Lager, die sie schrittweise auf ein normales Niveau heruntergefahren haben. Dies war ein Nachfolge-Effekt der schnelleren Erholung im Jahr 2022 nach Covid, wo Kunden aus Bedenken der Supply Chain überproportional Lagerbestände aufgebaut hatten. Die anhaltende höhere Inflation, dadurch einhergehende höhere Kosten für Material und auch die stärker steigenden Gehälter haben sich negativ auf unsere Profitabilität ausgewirkt. Obwohl China für uns eine untergeordnete Rolle spielt, hat die Öffnung Chinas nicht zu der gewünschten Verbesserung der globalen Wirtschaft geführt, was wir wiederum in den Zulieferungen an unsere Schwestergesellschaften erfahren mussten. Zusätzlich gab es zwei weitere Ereignisse, die wir in diesem Zeitraum in der Umsetzung haben/hatten. Zum einen verlagerten wir unser Fertigwaren-Lager und die Versandlogistik an einen externen Dienstleister, zum zweiten hat uns die Einführung eines neuen ERP-Systems, SAP S/4 HANA, stark in Anspruch genommen. Beide Projekte werden im Geschäftsjahr 2023/24 abgeschlossen. Zusammenfassend kann man sagen, dass wir trotz aller interner wie externer Einflüsse noch zu einem passablen Ergebnis gekommen sind, wenngleich sich die EBIT-Marge in Bezug auf das Unternehmensergebnis negativ entwickelt hat. C. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht 1. Managementsysteme ARGO-HYTOS Deutschland ist zertifiziert nach dem Qualitätsmanagementsystem ISO 9001:2015 (Matrixzertifizierung), dem Umweltmanagementsystem nach ISO 14001:2015 sowie dem Energiemanagementsystem nach ISO 50001:2011. Alle Zertifizierungen sind aktuell. Die nachhaltig in der ARGO-HYTOS-Gruppe implementierten Prozessstandards helfen dem Unternehmen, sich schnell auf Änderungen und Anpassungen einzustellen und schaffen Synergien in der Reduktion des Aufwands sowie der Umsetzung von Maßnahmen. Über dies hinaus konnten wir die Zertifizierung des Arbeitsschutzmanagementsystems nach ISO 45001 erfolgreich abschließen. 2. Risiko- und Chancenbericht Entsprechend den Forderungen, welche sich aus dem § 289 II HGB sowie dem Managementsystem DIN ISO 9001:2015 ergeben, wird das interne Risikomanagement durchgeführt. Unternehmensrisiken werden rollierend überprüft, bewertet und Maßnahmen davon abgeleitet. Die Hauptrisiken der Gesellschaft blieben im Rumpfgeschäftsjahr 2023 durch die geopolitische Lage weitestgehend konstant. Eingetretene Veränderungen hatten auf die Warenverfügbarkeit keinen Einfluss, da diese bereits frühzeitig durch verschiedene Maßnahmen sichergestellt wurde. Die Hauptabsatzmärkte von ARGO-HYTOS (Baumaschinen und Landmaschinen) befinden sich in einer konjunkturellen Rezessionsphase, welche sich nach heutigem Stand bis Ende 2024 fortsetzen wird. Als Chance für das kommende Geschäftsjahr sehen wir die geplante Einführung des neuen SAP-Systems S4HANA. Dies wird uns die Möglichkeit geben, unsere Strukturen und Ressourcen kosteneffizient zu formen und einzusetzen, um in einem volatilen Marktumfeld entsprechend schneller reagieren zu können. Durch die Übernahme der ARGO-HYTOS-Gruppe seitens des VOITH-Konzerns sehen wir bereits, erste positive Auswirkungen im Projektgeschäft, welche sich ab dem Jahre 2025 auf die Umsatzentwicklung auswirken wird. Zum einen werden wir in Kooperation mit VOITH TURBO ein größeres Produkt- und Kundenspektrum bedienen können. Projekte wurden bereits gestartet und diese werden sich im folgenden Geschäftsjahr auftragsrelevant erweisen. Zum anderen sehen wir auch Möglichkeiten, als Zulieferer für andere Geschäftsbereiche im VOITH-Konzern tätig zu werden. Erstgespräche haben bereits stattgefunden und diese werden im kommenden Geschäftsjahr vertieft. Auch mögliche Synergieeffekte dürfen hier nicht außer Acht gelassen werden. Hier gibt es bereits verstärkte Kooperationen im Bereich Compliance, Einkauf, R&D, Versicherung, IT, Personal Management und im Bereich der Energiewirtschaft. 3. Prognosebericht Für das folgende Geschäftsjahrsehen wir gewissen Unsicherheiten, da die Auftragslage bei unseren größten Bestandskunden (in erster Linie im Hauptmarkt DACH) stark rückläufig ist. Auch von unseren Schwestergesellschaften bekommen wir sehr gemischte Informationen, wie sich die Nachfrage in naher Zukunft entwickeln wird. In Summe budgetiert die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023/2024 eine deutliche Steigung des EBIT, was zu einer Ertragssteigerung auf EBIT-Marge von 2,5 Prozentpunkten, in Bezug auf die Betriebsleistung, führen wird. Der Umsatz für das kommende Geschäftsjahr wird auf dem Niveau von 2022 erwartet. Die Risikosituation hat sich nicht entschärft, da der Krieg in der Ukraine weiter besteht und die inflations- sowie politisch bedingten Verwerfungen in vielen wichtigen globalen Wirtschaftsräumen unverändert hoch sind.
Kraichtal, 25. Juli 2024 Martin Kroboth, Geschäftsführer Sigrid Ackermann, Geschäftsführerin BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis 30. September 2023A. Allgemeine AngabenAngaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zur Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft wird in den IFRS-Konzernabschluss der Voith GmbH & Co. KGaA, Heidenheim, zum 30. September 2023 einbezogen. Die JMV SE & Co. KG stellt als oberstes Mutterunternehmen zum 30. September 2023 einen Konzernabschluss nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und einen Konzernlagebericht für den größten Konsolidierungskreis auf. Beide Konzernabschlüsse werden im Unternehmensregister veröffentlicht. Die ARGO-HYTOS GmbH hat das Geschäftsjahr in Anlehnung an den Voith-Konzern auf den Bilanzstichtag 30.09. geändert. Das Geschäftsjahr ist daher ein Rumpfwirtschaftsjahr, das nur 9 Monate umfasst (1. Januar 2023 bis 30. September 2023). Deshalb sind die Werte der Gewinn- und Verlustrechnung nicht mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Im Wesentlichen werden daher die prozentualen Quoten zum Vorjahr analysiert und bewertet. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den §§ 238 ff. HGB. Wahlrechte wurden, soweit möglich, in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften ausgeübt. Posten in fremden Währungen wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. B. Angaben zu BilanzpositionenAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Die Nutzungsdauern des abnutzbaren Anlagevermögens wurden auf der Basis der betrieblichen Gegebenheiten geschätzt. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bewertet. Für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände wird das Aktivierungswahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB ausgeübt. Der Ansatz erfolgt zu Herstellungskosten, Zinsen für Fremdkapital werden nicht berücksichtigt. Angesetzt werden Nutzungsdauern von 5 bis 15 Jahren. Der Buchwert beträgt per 30. September 2023 TEUR 1.067 (i. Vj. TEUR 1.234). Im Vorjahr waren unter den immateriellen Vermögensgegenständen Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 126 ausgewiesen, welche im Rumpfgeschäftsjahr bei den Sachanlagen ausgewiesen werden. Die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, gegebenenfalls vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet. Angesetzt werden Nutzungsdauern von 3 bis 33 Jahren. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die im Rumpfgeschäftsjahr zugegangenen geringwertigen Anlagegüter bis EUR 800 wurden nach § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Anlagegüter mit einem Wert von über EUR 800 wurden entsprechend der betrieblichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen wurden nicht eingerechnet. Umlaufvermögen Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Rohmaterialien, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden mit dem gleitenden Durchschnittspreis bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen. Fremdkapitalzinsen und allgemeine Verwaltungskosten kamen nicht zum Ansatz. Nicht gängiges und schwer verwertbares Vorratsvermögen wurde mit dem niedrigeren beizulegenden Wert oder dem Schrottwert angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert ausgewiesen. Die Risiken im Forderungsbestand sind durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von EUR 4.618.703 (Vj. EUR 4.152.760) zugleich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegenüber Gesellschaftern bestanden in Höhe von EUR 8.526.604 (Vj. EUR 3.436.415). Sämtliche Forderungen haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Liquide Mittel wurden mit dem Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) auf der Basis eines Zinssatzes von 1 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre) und der Richttafel 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Es wurde ein Rententrend von 2,20 % p.a. berücksichtigt. Der Gehaltstrend und die Fluktuation wurden mit 0 % angesetzt, da keine aktiven Anwärter in die Berechnung einzubeziehen waren. Die Sollrückstellung nach § 253 Abs. 2 HGB in der Fassung des BilMoG beträgt EUR 2.747.467. Der Unterschiedsbetrag gemäß Art. 67 Abs. 1 EGHGB aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG betrug am Übergangsstichtag EUR 503.230. Zum 1. Januar 2023 stand noch ein Betrag von EUR 67.080 offen. Hiervon wurden im Berichtsjahr 1/15 bzw. EUR 33.550 der Rückstellung zugeführt, sodass ein noch nicht als Rückstellung ausgewiesener Unterschiedsbetrag von EUR 33.530 verbleibt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren von 1,66 % beträgt im Rumpfgeschäftsjahr EUR 48.555. Dieser Betrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen werden für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten angesetzt, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind. Für solche Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, soweit diese auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen, wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen und diese Abflüsse zuverlässig ermittelt werden können. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung bestimmt, wobei je nach Charakteristik der Verpflichtung geeignete Schätzverfahren und Informationsquellen genutzt werden. Bei einer Vielzahl ähnlicher Verpflichtungen wird die Gruppe der Verpflichtungen als Ganzes betrachtet. Als Schätzverfahren wird auf die Erwartungswertmethode zurückgegriffen. Bei Vorliegen von Bandbreiten möglicher Ereignisse mit gleicher Eintrittswahrscheinlichkeit wird der Mittelwert angesetzt. Einzelne Verpflichtungen (z. B. Rechts- und Prozessrisiken) werden regelmäßig mit dem wahrscheinlichsten Ergebnis bewertet, soweit nicht aufgrund besonderer Wahrscheinlichkeitsverteilungen andere Schätzungen zu einer angemesseneren Bewertung führen. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, aktuelle Kosten- und Preisinformationen sowie Einschätzungen bzw. Gutachten von Sachverständigen und Experten genutzt. Soweit zur Bestimmung des Erfüllungsbetrags Erfahrungswerte oder aktuelle Kosten- und Preisinformationen herangezogen werden, erfolgt eine Fortschreibung dieser Werte auf den voraussichtlichen Erfüllungszeitpunkt. Zu diesem Zweck wird auf geeignete Preisentwicklungsindikatoren (z. B. Rohstoffpreisindizes oder Inflationsraten) zurückgegriffen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Zur Abzinsung werden Marktzinssätze vor Steuern verwendet, die Laufzeit und Risiko (soweit nicht bereits bei Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt) der Verpflichtung widerspiegeln. Erstattungsansprüche werden nicht mit Rückstellungen saldiert, sondern getrennt aktiviert, sobald deren Realisation so gut wie sicher ist. Die sonstigen Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet worden. Die wesentlichen Posten betreffen:
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von EUR 4.763.505 (Vj. EUR 3.775.424) zugleich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von EUR 163.120 (Vj. EUR 1.173.199). Diese werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Latente Steuern Ausgewiesen wird ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern. Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aufgrund der unterschiedlichen handels- und steuerbilanziellen Bewertung der Pensions-, Jubiläums- und Urlaubsrückstellung, der Passivierung von Drohverlustrückstellungen sowie der Passivierung von Leasingverbindlichkeiten. Passive latente Steuern wurden aufgrund der Aktivierung von Entwicklungskosten sowie der Aktivierung von Leasingmaschinen gebildet. Es wurde ein Steuersatz von 28 % zugrunde gelegt. Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern auf zeitliche Bewertungsunterschiede ist den folgenden Posten zuzuordnen:
C. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsätze wurden zu 44 % (Vj. 59 %) im Inland und zu 56 % (Vj. 41 %) im Ausland erzielt. Auf die zwei größten Geschäftsbereiche Fluid Controlling bzw. Fluid Motion Control entfallen 67 % (Vj. 67 %) bzw. 31 % (Vj. 29 %) des Umsatzes. Die restlichen 2% entfallen auf die übrigen Geschäftsbereiche. Es wurden periodenfremde Erträge aus Rückstellungsauflösungen in Höhe von EUR 152.363 erzielt. Der Gewinn aus dem Abgang von Anlagevermögen belief sich auf EUR 231 (Vj. EUR 1.278). Die Verluste aus dem Abgang des Anlagevermögens betrugen EUR 2.167 (Vj. EUR 16.903). Die Erträge aus aktivierten Eigenleistungen enthalten keine Erträge aus der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug im Rumpfgeschäftsjahr TEUR 3.031. D. Sonstige AngabenEs bestehen Verpflichtungen aus nicht aktivierten Leasingverträgen von insgesamt TEUR 738, die innerhalb der nächsten fünf Jahre fällig werden, und aus Mietverträgen für Räume von TEUR 153, die in den nächsten 3 Jahren fällig werden. Die Gesamtverpflichtung aus nicht aktivierten Leasing- und Mietverträgen beträgt TEUR 891. Das als Aufwand verbuchte Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 146. Darüber hinaus wurden vom Abschlussprüfer keine Leistungen erbracht. Bezüglich der Gewinnrücklage und des Gewinnvortrags besteht eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von EUR 879.611 und gemäß § 253 Abs. 6 HGB für den Unterschiedsbetrag bei der Ermittlung der Pensionsrückstellung in Höhe von EUR 48.555. Insgesamt unterliegt ein Betrag in Höhe von EUR 928.166 einer Ausschüttungssperre. Die Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB ermittelt sich aus den aktivierten selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 1.067.452 abzüglich der hierauf entfallenden latenten Steuer von EUR 298.887 sowie des Betrags des Aktivüberhangs der latenten Steuern von EUR 111.046. Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren: Jörg Stech, Managing Director bis 31.07.2023 Reiner Christmann, Managing Director bis 30.11.2023 Erich Hofer, Managing Director bis 14.06.2024 Martin Kroboth, Managing Director ab 01.12.2023 Sigrid Ackermann, Managing Director ab 14.06.2024 Die Bezüge der derzeitigen Geschäftsführer werden nach § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Die für Bezüge der ehemaligen Organmitglieder und ihrer Hinterbliebenen gebildete Rückstellung beträgt TEUR 2.747. Aus dem Unterschiedsbetrag aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG verbleiben EUR 33.530, die im nächsten Jahr der Pensionsrückstellung zugeführt werden müssen. Die Angabe der Bezüge der ehemaligen Organmitglieder unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Im Jahr 2023 wurden durchschnittlich 450 Personen beschäftigt (Berechnung nach § 267 Abs. 5 HGB):
Nach dem Schluss des Rumpfgeschäftsjahrs traten keine Vorgänge von besonderer Bedeutung auf, über die zu berichten wäre.
Kraichtal, den 25. Juli 2024 Martin Kroboth, Geschäftsführer Sigrid Ackermann, Geschäftsführerin Angaben für Feststellung und Gewinnverwendung: Die Gesellschafterversammlung hat am 26.08.2024 den Jahresabschluss festgestellt und zur Gewinnverwendung folgenden Beschluss gefasst: Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen. Anlagespiegel
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.08.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ARGO-HYTOS GmbH, Kraichtal-Menzingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ARGO-HYTOS GmbH, Kraichtal-Menzingen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ARGO-HYTOS GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 geprüft. 1. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriftenund vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 30. September 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGBerklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGBunter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungdurchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriftenin allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGBunter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungdurchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. 1. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Karlsruhe, den 25. Juli 2024 KPMG
AG
Schwebler, Wirtschaftsprüfer Nagel, Wirtschaftsprüferin |
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