Bitzer Kühlmaschinenbau GmbH
Selbe AdresseHerstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen, nicht für den Haushalt
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BITZER SESindelfingenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020KONZERNLAGEBERICHT 2020A. Grundlagen des KonzernsÜberblick über die BITZER Gruppe 1934 gegründet, ist BITZER heute ein international führender Spezialist für Kälte- und Klimatechnik mit Aktivitäten in den Bereichen Kältetechnik, Klimatisierung und Prozesskühlung, Transport sowie Services. Mit energieeffizienten, umweltschonenden und qualitativ hochwertigen Produkten und Dienstleistungen verbessert die BITZER Firmengruppe weltweit die Lebensqualität der Menschen - beispielsweise durch die Kühlung temperatursensibler Waren und zuverlässige Raumtemperierung. Mit Vertriebsgesellschaften und Produktionsstätten ist die BITZER Firmengruppe an 73 Standorten weltweit vertreten. Inklusive Handels- und Dienstleistungspartnern erstreckt sich der Fertigungs-, Entwicklungs- und Vertriebsverbund von BITZER über fast alle Länder der Welt. Als Komponentenhersteller für die Kälte- und Klimaindustrie zählt BITZER zu den Weltmarktführern. BITZER ist einer der weltgrößten unabhängigen Hersteller von Kältemittelverdichtern. Kältemittelverdichter sind einerseits entscheidend für die Lagerung und den Transport von temperatursensiblen Waren wie Lebensmitteln und Medikamenten und andererseits im Bereich Klimatisierung entscheidend für den Komfort. Perfektion und Präzision bestimmen das Handeln der BITZER Firmengruppe, Effizienz und Nachhaltigkeit ihr Denken. Mit fachlichem Können und großer Leidenschaft treibt BITZER Innovationen voran und wird dadurch dieser Verantwortung gerecht. Der Erfolg von BITZER beruht auf den Werten, die das Unternehmen sich seit seiner Gründung erarbeitet hat und die die Mitarbeiter 1 jeden Tag leben. Dieses Wertegerüst ist ein Ergebnis der langjährigen Erfolgsgeschichte und die Seele der BITZER Identität. Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner können sich auf diesen Unternehmenskodex verlassen, weil sie wissen, dass BITZER sich jetzt und künftig diesen Unternehmenswerten verpflichtet fühlt und damit einen Mehrwert für die Geschäftspartner und die Umwelt schafft. Mit rund 3.800 Mitarbeitern ist BITZER heute in vielen Ländern aktiv. Die Fertigungskapazitäten verteilen sich auf 19 Produktionsstandorte, die sich vor allem in Deutschland, China, den USA, Australien und in Brasilien befinden. Darüber hinaus verfügt BITZER in nahezu allen wichtigen Märkten über Vertriebsgesellschaften. Forschung und Entwicklung bündelt BITZER an den Standorten Deutschland, Dänemark und USA. Die BITZER SE mit Sitz in Sindelfingen ist das Mutterunternehmen der BITZER Gruppe. Sie hält direkt oder indirekt die Anteile an den zur BITZER Gruppe gehörenden Gesellschaften. Die BITZER SE nimmt die Funktion einer operativen und strategischen Managementholding wahr und erbringt Dienstleistungen für Gesellschaften der BITZER Gruppe. Aktionäre der BITZER SE sind Christiane Schaufler-Münch (51 Prozent) sowie THE SCHAUFLER FOUNDATION (49 Prozent). Diese Gesellschafterstruktur sichert die unternehmerische Selbstständigkeit und finanzielle Unabhängigkeit der Gruppe und bildet die Grundlage für ein nachhaltiges und profitables Wachstum. Flankiert von einer soliden Eigenkapitalquote von 60,1 Prozent verfügt die Gruppe über die Finanzkraft für ein stetiges und profitables Wachstum, dessen Entwicklung in langen Zeiträumen geplant werden kann. B. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und GeschäftsverlaufRegionale Schwerpunkte der BITZER Geschäftstätigkeit sind Europa, insbesondere Deutschland, Italien und Frankreich, sowie China und die USA. Dabei spielt die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) als wichtiger Indikator für das allgemeine Wirtschaftswachstum eine bedeutende Rolle für die Beurteilung der Geschäftsentwicklung. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft fiel im Zuge der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 in eine beispiellose Rezession. Mit einem Einbruch von 3,5 Prozent (Vorjahr: +2,8 Prozent) stellte das vergangene Wirtschaftsjahr die schlimmste Rezession seit der Weltwirtschaftskrise dar. Durch das Eingreifen von Zentralbanken und Regierungen mit Niedrigzinsen und Hilfsprogrammen fiel der Rückgang der Weltwirtschaft dennoch nicht so dramatisch aus wie zunächst erwartet. Für die Euro-Zone sagt der IWF für 2020 einen Wirtschaftseinbruch von 7,2 Prozent nach einem Wachstum von 1,3 Prozent im Vorjahr voraus. Für Deutschland rechnet der IWF mit einem Rückgang des BIPs um 5,4 Prozent (Vorjahr: +0,6 Prozent). Für Frankreich und Italien, die von der Pandemie stärker betroffen sind, wird mit deutlicheren Einbrüchen gerechnet. Für Italien wird ein Wirtschaftseinbruch von 9,2 Prozent (Vorjahr: +0,3 Prozent) sowie für Frankreich von 9,0 Prozent (Vorjahr: +1,5 Prozent) erwartet. Auch die USA-Wirtschaft erlebte einen starken Einbruch, der mit einem massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit einherging. Dank umfangreicher geld- und fiskalpolitischer Maßnahmen und der, trotz hoher Infektionszahlen, vergleichsweise moderaten behördlichen Einschränkungen konnte der Einbruch begrenzt werden. Für das abgelaufene Geschäftsjahr rechnet der IWF mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in den USA von 3,4 Prozent (Vorjahr: +2,2 Prozent). Am besten sehen die Prognosen für China aus, wo die Epidemie als erstes auftrat und früher eingegrenzt werden konnte. Bereits im Laufe des vergangenen Jahres konnte China wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehren. Für China wird ein Wachstum um 2,3 Prozent (Vorjahr: +6,0 Prozent) erwartet. Damit wäre China die einzige große Wirtschaftsnation, die 2020 gewachsen ist. Die für die BITZER Gruppe relevanten Währungen blieben in diesem rezessiven Umfeld weiterhin volatil. Die BITZER Gruppe fakturiert einen Großteil des Umsatzes in Euro. Daneben sind insbesondere der chinesische Renminbi und der US-Dollar von Bedeutung. Der Kurs des Renminbi schwankte im Jahr 2020 zwischen 7,55 und 8,30 und endete mit 7,97 zum Jahresende schwächer als im Vorjahr (7,81). Der Kurs des US-Dollars zum Euro bewegte sich im Jahresverlauf zwischen 1,07 und 1,23. Zum Jahresende war er mit 1,22 rund 8,9 Prozent schwächer als zum Jahresende 2019 (1,12). Die Entwicklung der Materialpreise bzw. der Preise für zugekaufte Komponenten wird im Wesentlichen von der Entwicklung der Rohstoffpreise beeinflusst. Da überwiegend Rohmaterialien wie Guss, Stahl, Aluminium und Kupfer zur Herstellung der von BITZER eingekauften Komponenten verwendet werden, wirken sich Schwankungen dieser Rohstoffe maßgeblich auf die Kosten aus. Für die wesentlichen Bauteile (Gussteile, Motoren) wurde mit den Lieferanten die Anwendung von Materialteuerungszuschlägen vereinbart. Diese werden auf Basis vereinbarter Indizes ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahr entwickelten sich die Indizes der für BITZER relevanten Rohstoffe weitgehend rückläufig. Lediglich bei Kupfer verzeichneten wir einen moderaten Anstieg der Preise. Bei den Energiekosten war dagegen ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. Überblick über den Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf 2020 war geprägt von dem Ausbruch der Corona-Pandemie, der in vielen Ländern, in denen wir tätig sind, zur schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte geführt hat. Durch konsequente Maßnahmen sowie erhebliche Anstrengungen konnten wir unseren Produktionsbetrieb und unsere Geschäftstätigkeit weitgehend aufrechterhalten. Die Nachfrage in unseren Geschäftsbereichen erwies sich als sehr robust. In Summe konnten wir der Krise auch mit Blick auf die Umsatz- und Ergebnissituation erfolgreich begegnen. Die BITZER Gruppe erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von 808,3 Mio. € (Vorjahr: 808,1 Mio. €). Damit lagen die Umsatzerlöse leicht über dem Niveau des Vorjahres und deutlich über unseren Erwartungen eines Rückganges im prozentual oberen einstelligen Bereich. Die Umsatzerlöse in der Region EMEA stiegen um 1,2 Prozent auf 388,4 Mio. €. Mit einem Anteil am Konzernumsatz von 48,0 Prozent (Vorjahr: 47,5 Prozent) hat die EMEA-Region weiterhin den größten Anteil am Konzernumsatz. In der Region Asien/Pazifik lag der Umsatz mit 306,3 Mio. € über dem Umsatz des Vorjahres von 300,9 Mio. €. Der Anteil am Gesamtumsatz stieg auf 37,9 Prozent (Vorjahr: 37,2 Prozent). In Nord- und Südamerika lag der Umsatz bei 113,7 Mio. € (Vorjahr: 123,4 Mio. €) und damit als Anteil am Konzernumsatz mit 14,1 Prozent (Vorjahr: 15,3 Prozent) unter dem Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr 2020 erzielte die BITZER Gruppe ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 72,7 Mio. € (Vorjahr: 66,5 Mio. €) und entwickelte sich damit deutlich besser als erwartet. Im Lagebericht 2019 gingen wir von einem deutlichen EBIT-Rückgang aus. Ertragslage Der Umsatz der BITZER Gruppe lag im Jahr 2020 mit 808,3 Mio. € (Vorjahr: 808,1 Mio. €) leicht über dem Vorjahreswert. Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen betrugen im Berichtsjahr 539,2 Mio. € und gingen gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozent zurück. Der Rückgang wurde durch gesunkene Rohstoffpreise sowie Kostenanpassungen als Reaktion auf die Covid-19-Pandemie verursacht. Die Materialaufwandsquote verringerte sich von 68,1 Prozent auf 66,7 Prozent. Insgesamt verbesserte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz von 31,9 Prozent auf 33,3 Prozent. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Kostenanpassungen führten auch in den anderen Funktionsbereichen zu Kostenreduktionen: Die Vertriebskosten gingen um 6,3 Prozent bzw. 4,8 Mio. € auf 71,4 Mio. € zurück. Zu diesem Rückgang führten auch Abschreibungen im Vorjahr aus im Rahmen einer Kaufpreisallokation aktivierten immateriellen Vermögensgegenständen sowie Kosteneinsparungen bei den Messe- und Reisekosten. Das Verhältnis der Vertriebskosten zu den Umsatzerlösen reduzierte sich von 9,4 Prozent auf 8,8 Prozent. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lagen die allgemeinen Verwaltungskosten mit 71,5 Mio. € ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 74,5 Mio. €. Der Anteil der allgemeinen Verwaltungskosten zu den Umsatzerlösen ist auf 8,8 Prozent (Vorjahr: 9,2 Prozent) gesunken. Im Bereich Forschung und Entwicklung lagen die Aufwendungen mit 44,7 Mio. € um 1,6 Mio. € bzw. 3,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Im Verhältnis zum Umsatz reduzierte sich ihr Anteil auf 5,5 Prozent im Vergleich zu 5,7 Prozent im Vorjahr. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen verschlechterte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf -8,8 Mio. € nach +5,5 Mio. € im Vorjahr. Maßgeblich hierfür waren insbesondere außerplanmäßige Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 3,8 Mio. € sowie Sondereffekte im Vorjahr aus der Veräußerung von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken an Produktionsstandorten in China und Australien in Höhe von 7,1 Mio. €. Das Finanzergebnis, der Saldo aus Finanzerträgen und Finanzaufwendungen sowie Abschreibungen auf Finanzanlagen, belief sich auf -3,8 Mio. € (Vorjahr: -3,9 Mio. €) und blieb damit weitgehend unverändert. Die Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen 18,8 Mio. € (Vorjahr: 21,0 Mio. €). Die Steuerquote verbesserte sich von 33,6 Prozent auf 27,3 Prozent. Die sonstigen Steuern lagen unverändert bei 2,9 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €). Der Konzernjahresüberschuss lag mit 47,1 Mio. € deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres von 38,7 Mio. €. Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Jahresende 2020 von 778,1 Mio. € um 22,8 Mio. € auf 800,9 Mio. €. Auf der Aktivseite stiegen insbesondere die Vorräte sowie der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Gegenläufig hierzu entwickelten sich die immateriellen Vermögensgegenstände. Auf der Passivseite erhöhte sich vor allem das Eigenkapital. Der Rückgang bei den immateriellen Vermögensgegenständen um 11,5 Mio. € bzw. 22,8 Prozent auf 38,9 Mio. € (Vorjahr: 50,4 Mio. €) resultiert aus Abschreibungen von im Rahmen von Kaufpreisallokationen angesetzten Vermögensgegenständen sowie aus außerplanmäßigen Abschreibungen von Geschäfts- und Firmenwerten. Die Vorräte erhöhten sich um 20,8 Mio. € bzw. 12,5 Prozent auf 188,0 Mio. € (Vorjahr: 167,2 Mio. €). Der Anstieg ist auf eine höhere Bevorratung zurückzuführen, die zur Sicherung der Produktion im Falle von Lieferengpässen vorgenommen wurde. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 Mio. € bzw. 14,3 Prozent auf 87,8 Mio. €. Das Eigenkapital stieg um 29,1 Mio. € bzw. 6,4 Prozent auf 481,0 Mio. €. Hierzu hat insbesondere der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss mit 41,7 Mio. € beigetragen. Eigenkapitalmindernd wirkten sich dagegen die Ausschüttungen in Höhe von 11,3 Mio. € sowie Währungseffekte in Höhe von 13,8 Mio. € aus. Im Verhältnis zum Anstieg des Eigenkapitals in Höhe von 6,4 Prozent stieg die Bilanzsumme mit 2,9 Prozent unterproportional und in Folge erhöhte sich die Eigenkapitalquote der BITZER Gruppe von 58,1 Prozent auf 60,1 Prozent. Finanzlage Die BITZER SE ist als Holdinggesellschaft der BITZER Gruppe zentral für das Finanzmanagement verantwortlich. Das Finanzmanagement zielt darauf ab, das nachhaltige Wachstum der Gruppe durch eine angemessene und ausreichende Finanzierungsstruktur zu unterstützen und die jederzeitige Zahlungsfähigkeit weltweit sicherzustellen. Hierzu stehen BITZER aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit und über verschiedene Fremdfinanzierungsbausteine ausreichend Finanzmittel zur Verfügung. Zum Stichtag 31.12.2020 beliefen sich die nicht ausgenutzten Kreditlinien auf 49,0 Mio. €. Die konzernweite Liquiditätssteuerung erfolgt soweit möglich über Cash-Pooling sowie interne Darlehen bzw. Geldanlagen zwischen der BITZER SE und deren Tochtergesellschaften. Hierdurch werden Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften optimal und kostengünstig in der gesamten BITZER Gruppe genutzt sowie lokaler Finanzierungsbedarf bei Tochtergesellschaften flexibel intern dargestellt. Dieser konzerninterne Finanzausgleich verringert das benötigte Fremdfinanzierungsvolumen, sodass ein positiver Einfluss auf das Zinsergebnis entsteht. Sofern interne Darlehen in Fremdwährung abgeschlossen werden und kein "natural hedge" in der entsprechenden Währung besteht, wird dem Währungsrisiko durch betrags- und fristenkongruente Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) entgegengewirkt. Die Marktwerte dieser Devisentermingeschäfte waren zum Stichtag 31.12.2020 leicht positiv in Höhe von 9,5 T€. Zur Deckung des Fremdfinanzierungsbedarfs stehen der BITZER Gruppe ein Konsortialkreditvertrag sowie diverse kurz- und langfristige bilaterale Darlehen zur Verfügung. Am 14. Dezember 2018 wurde ein neuer Konsortialkreditvertrag in Höhe von 150,0 Mio. € (inkl. 50,0 Mio. € Erhöhungsoption) mit sechs nationalen und internationalen Banken abgeschlossen. Nach Nutzung beider Verlängerungsoptionen über jeweils ein Jahr hat der Vertrag eine Laufzeit bis zum 15. Januar 2026. Der Konsortialkredit wurde zum Stichtag 31.12.2020 in Höhe von 102,0 Mio. € in Anspruch genommen. Mit Datum vom 28. September 2016 wurde ein weiterer langfristiger Darlehensvertrag in Höhe von 50,0 Mio. € zur Finanzierung des neuen Headquarters abgeschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Zum Bilanzstichtag 31.12.2020 betrug das Restdarlehen 44,9 Mio. €. Die langfristigen Darlehen haben ein breites und weitgehend lineares Fälligkeitsprofil bis 2036 und sind in der Regel mit Grundschulden besichert. Bei Tochtergesellschaften gibt es nur vereinzelt lokale Betriebsmittellinien, die zur Optimierung der lokalen Disposition verwendet werden. Die BITZER Gruppe ist aufgrund der im Konsortialkreditvertrag vereinbarten variablen Zinssätze Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, wurden Zinsswaps in einer Gesamthöhe von 15,0 Mio. € abgeschlossen. Hiervon haben 10,0 Mio. € eine Laufzeit bis zum 31.07.2024 sowie 5,0 Mio. € eine Laufzeit bis zum 30.06.2025. Unter Berücksichtigung der ausbezahlten Festsatzkredite besteht ein angemessenes Verhältnis zwischen variablen und festverzinslichen Finanzierungsbausteinen gemäß der Unternehmensvorgabe. Der Marktwert zum Stichtag war negativ mit 1,0 Mio. €. Die Marktwerte werden wegen der Bildung einer Bewertungseinheit i. S. d. § 254 HGB nicht bilanziert. Die Entwicklung am Zinsmarkt wird weiterhin genau beobachtet, um je nach Einschätzung eine an die Finanzierung angepasste Absicherung von Zinsänderungsrisiken zu gewährleisten. Die Finanzierung der BITZER Gruppe ist damit aus Sicht des Vorstands angemessen und langfristig gewährleistet. Investitionen und Akquisitionen Die Zugänge zu immateriellen Vermögensgegenständen und in das Sachanlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2020 auf insgesamt 31,7 Mio. € (Vorjahr: 102,5 Mio. €). Die Investitionen betrafen hauptsächlich die Erweiterung von Kapazitäten und Produktivitätsverbesserungen sowie den Ersatz von Anlagevermögen. Mit den auf den Weg gebrachten Investitionsprojekten sind die Weichen gestellt, damit die BITZER Gruppe weiterhin profitabel wachsen und ihre Marktstellung langfristig ausbauen kann. Auch in den kommenden Jahren wird BITZER seine Investitionen auf Projekte konzentrieren, die für ein weiteres profitables Wachstum besonders wichtig sind. Cashflow Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit belief sich im Jahr 2020 auf 47,0 Mio. € (Vorjahr: 41,4 Mio. €). Zu dem Anstieg trug insbesondere der aus dem Geschäftsverlauf resultierende höhere zahlungswirksame Jahresüberschuss in Höhe von 94,5 Mio. € (Vorjahr: 68,8 Mio. €) bei. Negativ wirkte sich dagegen die Zunahme des Netto-Umlaufvermögens von 27,4 Mio. € im Vorjahr auf 47,5 Mio. € aus. Aus der Investitionstätigkeit resultierte ein im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019 deutlich geringerer Mittelabfluss von 30,0 Mio. € (Vorjahr: 60,9 Mio. €). Der Rückgang ist bedingt durch die Mittelabflüsse in Höhe von 32,5 Mio. € aus Konsolidierungskreiszugängen im Vorjahr. Die Nettoinvestitionen blieben mit Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens von 1,7 Mio. € (Vorjahr: 11,5 Mio. €) und mit Auszahlungen für Investitionen von 31,2 Mio. € (Vorjahr: 40,4 Mio. €) in Gegenstände des immateriellen Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens gegenüber dem Vorjahr dagegen weitgehend unverändert. Aus dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultierte im Berichtszeitraum ein Mittelabfluss von 10,3 Mio. € nach einem Mittelzufluss von 54,6 Mio. € im Vorjahr. Aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern sowie der Neuaufnahme von Finanzschulden resultierten Mittelzuflüsse in Höhe von 20,0 Mio. € (Vorjahr: 75,7 Mio. €). Dem standen Mittelabflüsse aus den Tilgungen und Rückzahlungen von Krediten in Höhe von 16,6 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €), aus Zinszahlungen in Höhe von 2,5 Mio. € (Vorjahr: 3,0 Mio. €) sowie aus den Gewinnausschüttungen in Höhe von 11,0 Mio. € (Vorjahr: 11,0 Mio. €) an die Aktionäre der BITZER SE und andere Gesellschafter in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) gegenüber. In der Summe erhöhten sich die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Vergleich zum Vorjahr von 76,8 Mio. € auf 87,8 Mio. €. Forschung und Entwicklung Die BITZER Gruppe verfügt im Inland über ein Entwicklungszentrum für Hubkolbenverdichter in Schkeuditz und ein Entwicklungszentrum für Schraubenverdichter in Rottenburg. Die Entwicklung von Scrollverdichtern ist im Entwicklungszentrum BITZER Scroll Inc., Syracuse, USA angesiedelt. 2020 wurden die Entwicklungskapazitäten für die Rohrbündelwärmeübertrager im Entwicklungszentrum für Wärmetauscher und Druckbehälter in Rottenburg gebündelt und weiter erhöht. Auch die Investitionen in Laborkapazitäten für Analysen und Prüfungen an Wärmeübertragern wurden in Rottenburg 2020 unverändert fortgeführt. Darüber hinaus wurde am Produktionsstandort Rottenburg-Hailfingen eine neue Entwicklungsabteilung für Verdichtersätze für das natürliche Kältemittel Ammoniak aufgebaut. Die Entwicklungsschwerpunkte der vergangenen Jahre, wie die Neu- und Weiterentwicklung von energieeffizienten Kältemittelverdichtern insbesondere für natürliche und sogenannte Niedrig-GWP-Kältemittel, Benutzerfreundlichkeit und die Erhöhung der Systemeffizienz durch verbesserte Abstimmung der Systemkomponenten stehen weiterhin im Fokus. Die bereits in den Vorjahren gestarteten Digitalisierungs-Aktivitäten wurden weiter verstärkt. Die deutlich gestiegene Marktnachfrage der von BITZER entwickelten Apps und IQModule honoriert und unterstreicht die Richtigkeit der BITZER Digitalisierungsstrategie. Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie hat BITZER auch im Geschäftsjahr 2020 weiter in hohem Maße in die Forschung und Entwicklung investiert und weiter an wichtigen Zukunftsthemen gearbeitet. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 44,7 Mio. € (Vorjahr: 46,3 Mio. €). Mitarbeiter Nahezu das ganze Jahr haben wir uns weltweit den Herausforderungen der Covid-19-Pandemieprävention gestellt. War zu Beginn des Jahres noch alles neu und unklar, konnten wir dennoch sehr schnell für alle unsere Standorte die richtigen Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter und die Funktionsfähigkeit des Geschäftes sicherzustellen. Angefangen bei Hygienemaßnahmen, Abstandsregelungen und Mund-Nasen-Schutz sowie dem regelmäßigen Lüften, über die Flexibilisierung von Arbeitszeiten und Ausweitung des mobilen Arbeitens zur Reduzierung von direkten Kontakten, bis hin zu arbeitsorganisatorischen und IT-technischen Lösungen ist ein umfängliches Spektrum umgesetzt worden. Gesteuert durch regelmäßige Pandemiepräventionssitzungen, zu Beginn täglich und bis heute zwei Mal wöchentlich mit allen deutschen Standorten, haben wir uns proaktiv und schnell auf die jeweiligen Entwicklungen eingestellt. Insbesondere sind BITZER Healthcare, Betriebsrat und Arbeitssicherheit gemeinsam - unter Einbindung des Betriebsarztes - intensiv im Austausch. Sie sind die Treiber - gemeinsam mit den Führungskräften - bei der Umsetzung von zielführenden, standortadäquaten Maßnahmen sowie für die Kommunikation zu unseren Mitarbeitern und zu externen Stellen. Auch international wurden in regelmäßigen Abständen Informationen geteilt. Im gesamten Jahr wurde dadurch sichergestellt, dass sich kein Mitarbeiter während der Arbeit bei BITZER angesteckt hat. Insgesamt wird die Arbeit wo immer möglich deutlich digitaler und arbeitsplatzunabhängiger durchgeführt. Besprechungen und Meetings werden über digitale Tools und Plattformen abgehalten. Der Austausch zu aktuellen Schwerpunkten erfolgt durch regelmäßige digitale Sessions. Mit der Entscheidung für SAP Success Factors wird die Digitalisierung von HR stark vorangetrieben. Die elektronische Personalakte wurde zum Ende des Jahres eingeführt. Die bereits gute Arbeitgeberreputation wird weiter ausgebaut. Eine Vielzahl erhaltener weiterer Arbeitgeberauszeichnungen von renommierten Instituten oder Fachmagazinen wie bspw. "Top Nationaler Arbeitgeber", "Deutschlands begehrteste Arbeitgeber", "Top Ausbildung 2020" bestärken uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die BITZER Gruppe weltweit 3.786 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.802). Davon waren in der EMEA-Region insgesamt 2.383 (Vorjahr: 2.392), in der Region Asien/Pazifik 871 (Vorjahr: 904) sowie in der Region Nord- und Südamerika 532 (Vorjahr: 506) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Umwelt Seit 1997 werden von BITZER in einem dreijährigen Rhythmus konsolidierte Fassungen der Umwelterklärungen vorgelegt. Seit 2004 veröffentlicht das Unternehmen zusätzlich eine jährliche Aktualisierung der Umwelterklärung mit anschließender Validierung durch einen unabhängigen Umweltgutachter. Mit den aktuellen Umwelterklärungen der BITZER Kühlmaschinenbau GmbH für den Stammsitz in Sindelfingen sowie für die Standorte Rottenburg und Hailfingen und auch der BITZER Kühlmaschinenbau Schkeuditz GmbH kann BITZER zum Thema Umweltmanagement auf über 20 Jahre erfolgreiche EMAS-Zertifizierung zurückblicken. Diese gibt allen Interessierten einen umfassenden Einblick in den momentanen Stand des betrieblichen Umweltschutzes. Mit der Veröffentlichung erfüllt BITZER auch die Anforderung von EMAS III. Die Zertifizierung dient dem Dialog mit Kunden, Lieferanten, Behörden und allen weiteren interessierten Gruppen und Personen. Umwelt- und Arbeitsschutz ist für BITZER eine betriebliche und gesellschaftliche Verpflichtung Der Schutz von Umwelt und Mitarbeitern ist für BITZER ein Teil der Zukunftssicherung. Die Unternehmensgruppe möchte ihrer gesellschaftlichen Verpflichtung gerecht werden und die Belastung der Umwelt und der eigenen Mitarbeiter durch die Herstellung und den Betrieb der BITZER Produkte möglichst gering halten. Zur Minimierung der Folgen möglicher umweltschutz- oder arbeitssicherheitsrelevanter Notfälle hat BITZER entsprechende Maßnahmen definiert. Darüber hinaus verpflichtet sich BITZER dazu, seine Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern, die einschlägigen Rechtsnormen einzuhalten und dieser Verpflichtung durch eine systematische Rechtsverfolgung und regelmäßige Überprüfung nachzukommen. Mit der interessierten Öffentlichkeit und den zuständigen Behörden steht das Unternehmen in einem offenen Dialog. Energieeffiziente Prozesse als Beitrag zum Klimaschutz BITZER betrachtet Energie nicht zuletzt aufgrund der steigenden Energiekosten und der zunehmenden öffentlichen Energie-Diskussionen als einen wichtigen Produktionsfaktor. Gleichzeitig leistet BITZER durch einen sparsamen und effizienten Einsatz von Energie einen Beitrag zum Klimaschutz. Aus diesem Grund strebt das Unternehmen nach einer kontinuierlichen Verbesserung seiner energetischen Leistung. Übergeordnetes Ziel ist es, Energieverschwendungen systematisch aufzuspüren und Produkte mit minimalem Energiebedarf herzustellen. Zur Erreichung dieses Zieles wird BITZER alle erforderlichen Ressourcen und Informationen verfügbar machen. Die Einhaltung der energiebezogenen Rechtsvorgaben ist dabei eine Selbstverständlichkeit. Produktbezogener Umweltschutz Für BITZER ist die Forschung, Entwicklung, Qualifizierung und Produktion von effizienten Verdichtern und Komponenten für umweltfreundliche Kältemittel von großer Bedeutung. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die saisonale Effizienz sowohl im Volllast- als auch Teillastbereich aller BITZER Produkte gelegt. Daher werden Umweltaspekte (wie Kältemittel, Effizienz, Werkstoffe) bereits frühzeitig in der Entwicklung berücksichtigt und bestehende Verdichter und Komponenten sowohl hinsichtlich der Konstruktion als auch deren Produktion laufend verbessert. Umweltrelevante Prozesse Die im Unternehmen für die Herstellung der Verdichter und Behälter angewandten Verfahren sind typisch für die metallverarbeitende Industrie: Spanabhebende Fertigung, Schweißen, Hartlöten, Lackieren, Montage sowie Prüf- und Testverfahren markieren die wichtigsten umweltrelevanten Fertigungsschritte an den Produktionsstandorten. Bewertung der Umweltaspekte Alle relevanten Auswirkungen der Tätigkeiten an den BITZER Standorten werden registriert, dokumentiert und jährlich bewertet. Die Bewertung hat zum Ziel, die wesentlichen Umweltaspekte, die eine bedeutende Auswirkung auf die Umwelt haben, zu identifizieren. In der jeweils gültigen Umwelterklärung werden zudem Umwelt- und Energieziele festgelegt und überwacht. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Das Berichtsjahr stand unter dem Einfluss der Covid-19-Pandemie. Die BITZER Gruppe hat die Herausforderung gut gemeistert. Während sich die Pandemie auf unsere Absatzregionen und -märkte auf unterschiedliche Weise und mit unterschiedlichen Aussichten auf Erholung ausgewirkt hat, ist es uns mit erheblichen Anstrengungen und Maßnahmen gelungen, unsere Geschäftstätigkeit weitgehend aufrecht zu erhalten und ein zuverlässiger Partner für unsere Kunden zu bleiben. Im Ergebnis konnten wir sogar den Umsatz des Vorjahres leicht übertreffen. Auch durch Corona bedingte Sondereffekte, wie beispielsweise dem Rückgang der Reise- und Messekosten, konnten wir das Ergebnis vor Zinsen und Steuern steigern. Damit verlief die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage deutlich besser als in unserer Prognose zunächst angenommen. Die wirtschaftliche Lage der BITZER Gruppe sehen wir als sehr solide und zufriedenstellend an. Die BITZER Gruppe besitzt die ausreichende finanzielle Flexibilität, um die zukünftigen Investitionen im Rahmen ihrer Wachstumsstrategie umzusetzen und um auf Veränderungen des Marktumfeldes reagieren zu können. Mit einer Eigenkapitalquote von 60,1 Prozent und ausreichenden finanziellen Reserven zeigt sich die Gruppe somit weiterhin in wirtschaftlich gesunder Verfassung. Die wirtschaftliche Lage der Gruppe beurteilen wir insgesamt positiv. C. Chancen- und RisikoberichtChancen- und Risikomanagement Zentrale Bestandteile des BITZER Chancen- und Risikomanagements sind neben der konzernweiten monatlichen Berichterstattung aller Konzerngesellschaften ein zentral bei der Muttergesellschaft geführtes Lieferantenscreening, weltweite Versicherungsprogramme sowie das Zins-, Währungs- und Finanzmanagement. Als weiterer Baustein besteht eine Innenrevision, die anhand jährlich wechselnder Prüfpläne eine regelmäßige Überprüfung aller wesentlichen in- und ausländischen Gesellschaften vornimmt und an den Vorstand berichtet. Dabei erfolgt bei Bedarf eine Anpassung an veränderte oder erweiterte Bedürfnisse. Markt- und Technologietrends Produktmarketing und Technik beobachten die Markt- und Technologietrends der Hauptmärkte Europa, China und USA zusammen systematisch. Die erkannten Chancen fließen in die Lastenhefte für Neuprodukte ein. Die möglichen Risiken aus den Trends und ihren Verknüpfungen werden in das Risikomanagement eingebracht. Daraus ergeben sich unsere wettbewerbsfähigen und innovativen Produkte, die wir den Kunden anbieten. Zur Beobachtung der Vorschriften in den Bereichen Energieeffizienz von kältetechnischen Produkten, Vermeidung von Treibhausgasemissionen und Nachhaltigkeit beim Materialeinsatz wird intensiv in europäischen und amerikanischen Verbänden mitgearbeitet und Stellung genommen. In anderen Märkten werden Informationen in Zusammenarbeit mit unseren Niederlassungen ermittelt. Das Thema Material Compliance wird in unseren Hauptmärkten immer wichtiger und in weiteren Märkten punktuell signifikant. Ebenso führen immer mehr einzelne Länder Effizienzvorgaben für kältetechnische Produkte ein, meist beginnend mit kleineren Klimageräten und Wärmepumpen. Bisher sind die Effizienzvorgaben in China, den USA oder der EU die jeweils strengeren, sodass passende Lösungen vorhanden sind. Für den Einsatz in Wärmepumpen in Gewerbe und Industrie wurden die Einsatzgrenzen verschiedener Hubkolben- und Schraubenverdichter wesentlich zu höheren Verflüssigungstemperaturen und für den Einsatz dafür besonders geeigneter Kältemittel erweitert. Hier kann in Zukunft ein wesentlicher Beitrag zur Vermeidung von Kohlendioxidemissionen durch Verbrennung fossiler Brennstoffe geleistet werden, insbesondere, da Strom aus regenerativen Quellen wie Wind- oder Wasserkraft hier gut eingesetzt werden kann. Die Regelungen zur Vermeidung der Emission fluorierter Treibhausgase werden in naher Zukunft überarbeitet. Die EU F-Gase-Verordnung wird wahrscheinlich noch während des Jahres 2021 als neuer Entwurf erscheinen. Das Kigali-Amendment des Montrealer Protokolls ist inzwischen von mehr als 100 Staaten der Welt ratifiziert und trägt die Systematik der F-Gase-Verordnung mit entsprechendem Zeitversatz in große Teile der Welt. In den USA wurde die Umweltbehörde EPA inzwischen ermächtigt, Maßnahmen zur Reduzierung der Emission von F-Gasen festzulegen. Alle dafür relevanten Produkte von BITZER sind inzwischen für Kältemittel mit niedrigerem Treibhauseffekt freigegeben und damit auf diese Szenarien vorbereitet. Beschaffung Auf der Beschaffungsseite stellen die generelle Verfügbarkeit von Rohstoffen und Komponenten sowie steigende Einkaufspreise von Rohstoffen und Energie potenzielle Risiken dar. Des Weiteren haben gesetzliche und politische Rahmenbedingungen einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Geschäftserfolg von BITZER. Das Unternehmen unterliegt weltweit umfassenden staatlichen Regulierungen. Um die vielfältigen, oftmals divergierenden Regelungen einzuhalten, sind erhebliche Anstrengungen erforderlich. Durch die Corona-Pandemie hat sich das Risiko von Lieferantenausfällen und Unterbrechungen in der Lieferkette erhöht. Produktionsausfälle, vermehrte Kurzarbeit, Insolvenzen bei unseren Lieferanten sowie eine Rückkehr zu lokalen Lieferquellen können zu Kapazitätsengpässen führen. Oberstes Ziel der Materialwirtschaft ist es insofern, die Versorgungssicherheit herzustellen und nachhaltig zu gewährleisten. Durch aktives Lieferantenmanagement und entsprechendes Risikomanagement auf internationaler Ebene wird das Risiko von unerwarteten Lieferengpässen so gering wie möglich gehalten. Dem aufgrund der Corona-Pandemie gestiegenen Risiko von Lieferengpässen begegnen wir zusätzlich durch eine stärkere Bevorratung. Durch die internationalen Aktivitäten und damit verbunden den Aufbau und die Pflege eines breiten Lieferantenportfolios sind die notwendigen Beschaffungsmarktkenntnisse vorhanden, um wettbewerbsfähige Einkaufspreise bei den Lieferanten zu erzielen. Finanzmanagement Die BITZER Gruppe unterliegt aufgrund ihrer global orientierten Aufstellung diversen finanzwirtschaftlichen Risiken. Diese werden jedoch für sich alleine oder in Kumulation mit anderen finanzwirtschaftlichen Risiken als nicht bestandsgefährdend betrachtet. Durch diverse Instrumente wird Liquiditäts-, Währungs-, Zinsänderungs-, Bonitäts- und Ausfallrisiken entgegengewirkt. Finanzderivate werden entsprechend der Unternehmenspolitik nur im Einklang mit dem Grundgeschäft abgeschlossen. Durch breit gestreute Fälligkeiten werden Risiken aus der Refinanzierung von Finanzverbindlichkeiten minimiert. Abhängig von der Liquiditätslage der einzelnen BITZER Gesellschaften wird die Liquidität in kurzfristigen Abständen überwacht und gesteuert. In Monatsberichten auf Einzel- und konsolidierter Ebene wird die Rentabilität einem Soll-Ist-Vergleich unterzogen sowie das Umlaufvermögen analysiert und überwacht und es wird, wenn nötig, bedarfsgerecht gegengesteuert. Personal, Digitalisierung und Rechnungslegung Entscheidend für den Erfolg von BITZER ist auch in dieser von Volatilität geprägten Zeit die zeitpunktgenaue Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern in den unterschiedlichsten Fachbereichen. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind umfassende Maßnahmen im Recruiting, Arbeitgebermarketing sowie in der Mitarbeiterentwicklung und -bindung notwendig. Die Schärfung unserer Arbeitgebermarke durch das Herausstellen von Alleinstellungsmerkmalen wird zukünftig die Anziehungskraft für potentielle Mitarbeiter weiter erhöhen. Auf Basis unserer fest etablierten Unternehmenskultur mit klarer Vision und Mission steht neben der gezielten individuellen Weiterentwicklung die nachhaltige Verankerung der Personalentwicklung im Vordergrund. Grundlage für Programme für Führungskräfte und Potenzialträger sind unsere Führungsleitlinien, die BITZER Kompetenzen sowie die Elemente von "BIPROS - Make people think". Ziel ist es, vorrangig Führungs- und Schlüsselfunktionen zukünftig vermehrt aus eigenen Reihen besetzen zu können. Eine sinnvolle Digitalisierung von HR-Prozessen, die vorausschauende Planung auf Basis von Daten und Fakten und die engere Verzahnung globaler HR-Aktivitäten unterstützen uns heute und werden es uns auch zukünftig immer weiter ermöglichen, der gestiegenen Komplexität und Dynamik gerecht zu werden. Eine klare Strategie auf Basis der gelebten Werte ist weiterhin der Zukunftstreiber, um die positive Entwicklung eines gesunden, weltweit agierenden Mittelständlers nachhaltig sicherzustellen. BITZER hat schon sehr früh ein umfassendes Digitalisierungskonzept ausgearbeitet. Dieses Konzept befindet sich in allen Bereichen in Umsetzung. Im internen Geschäftsablauf werden durch die digitale Transformation die Prozesse stets auf dem optimalen Stand gehalten. Auch die interne Kommunikation ist durch moderne Techniken unterstützt und optimiert. Mit dem BITZER Digital Network schafft BITZER für die 360-Grad-Sicht zum Kunden eine Internet of Things (IoT)-Lösung, die auch zu einer weiteren Vertiefung der Geschäftsbeziehung mit den Kunden führt. Der Konzernabschlussprozess der BITZER Gruppe basiert auf einer einheitlichen Bilanzierungsrichtlinie, die neben den Bilanzierungsvorschriften auch die wesentlichen Prozesse und Termine gruppenweit festlegt. Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Mitarbeiter erfüllen die qualitativen Anforderungen und werden in regelmäßigen Abständen geschult. Die Einhaltung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung, die Anwendung der Richtlinien sowie eine vollständige, richtige und zeitnahe Finanzberichterstattung werden mit Hilfe des internen Kontrollsystems kontinuierlich überwacht. Sonstige Risiken Über die in den einzelnen Bereichen beschriebenen Risiken hinaus existieren besondere Ereignisse, wie derzeit die Corona-Pandemie, die nicht vorhersehbar und deren Folgen nur schwer kontrollierbar sind. Aus dem weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie können sich Risiken für das weltweite Wirtschaftswachstum und in der Folge Risiken für die BITZER Gruppe vor allem im Hinblick auf Beschaffung, Produktion und Vertrieb ergeben. Zusammenfassende Darstellung von Chancen und Risiken Aufgrund der permanenten Optimierung der Kostenstrukturen durch einen etablierten, kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) sowie durch ständige Investitionen in Produktion und Logistik mit dem Ziel, Prozessabläufe zu automatisieren, nachhaltig zu optimieren und energiesparende Technologien einzusetzen, sieht sich die BITZER Gruppe für die Zukunft generell gut gerüstet. Die solide Kapitalausstattung der Gruppe stellt sicher, dass die notwendigen finanziellen Voraussetzungen vorhanden sind, um oben beschriebene Chancen für Wachstumspotenziale auch künftig nutzen zu können. Derzeit sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der BITZER Gruppe gefährden könnten. D. PrognoseberichtEntwicklung der Rahmenbedingungen Als weltweit agierende Gruppe sieht BITZER das Wachstum des globalen Bruttoinlandsproduktes und damit die Prognosen des Internationalen Währungsfonds (IWF) als wesentlichen Referenzwert für die eigene Entwicklung an. Die Weltwirtschaft wird sich im Geschäftsjahr 2021 voraussichtlich von der durch Covid-19 verursachten Rezession im abgelaufenen Geschäftsjahr erholen. Für das weltweite Wirtschaftswachstum rechnet der internationale Währungsfonds mit einer Zunahme von 5,5 Prozent nach -3,5 Prozent im Vorjahr. Neben der positiven Wirkung der Impfkampagnen setzt der IWF auf weitere Konjunkturspritzen in einigen Industriestaaten. Das Vor-Krisen-Niveau soll aber erst im Jahr 2022 wieder erreicht werden. Dabei zeigt der IWF deutliche Verschiebungen innerhalb der Weltwirtschaft. Nicht nur, dass einige Regionen von der Pandemie viel härter getroffen werden als andere, auch die konjunkturelle Erholung fällt höchst unterschiedlich aus. Risiken für die erwartete Erholung des Wirtschaftswachstums 2021 bestehen vor allem in der Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie, aber auch durch die nach wie vor ungelösten geopolitischen Konflikte. Die Wirtschaft der Euro-Zone bleibt voraussichtlich auch im Jahr 2021 stark geprägt durch die Corona-Pandemie und hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Insgesamt geht der IWF von einem Wachstum von rund 4,2 Prozent (Vorjahr: -7,2 Prozent) aus. Dabei rechnet er mit einem sehr unterschiedlichen Wachstum in den einzelnen Mitgliedsländern. Ein vergleichsweise starkes Wachstum von 5,5 Prozent (Vorjahr: - 9,0 Prozent) wird für die französische Wirtschaft erwartet. Mit 3,5 Prozent (Vorjahr: - 5,4 Prozent) bzw. 3,0 Prozent (-9,2 Prozent) werden für Deutschland und Italien dagegen schwächere Wachstumsraten prognostiziert. In China wird die Dynamik der Erholung weiterhin an Fahrt aufnehmen. Für China rechnet der IWF mit einem Wirtschaftswachstum von 8,1 Prozent (Vorjahr: 2,3 Prozent). Damit würde das Wachstum der chinesischen Wirtschaft im Jahr 2021 höher ausfallen als vor der Corona-Pandemie. Für die USA ist der IWF ebenfalls zuversichtlich, dass das Vor-Covid-19-Niveau bereits in 2021 übertroffen werden kann. Hier macht sich das angekündigte Konjunkturpaket des neuen US Präsidenten bemerkbar. Für die USA rechnet der IWF mit einem Wirtschaftswachstum von 5,1 Prozent (Vorjahr: -3,4 Prozent). Wir sind Währungsumrechnungseffekten ausgesetzt, vor allem beim chinesischen Renminbi und beim US-Dollar. Wir erwarten, dass sich die Volatilität an den globalen Devisenmärkten im Geschäftsjahr 2021 fortsetzen wird. Um die Risiken abzusichern, die sich aus den anhaltend volatilen Wechselkursen für das Geschäft von BITZER ergeben, werden Sicherungsgeschäfte vorgenommen, soweit dies für die einzelnen Währungen wirtschaftlich sinnvoll ist. Wir rechnen damit, dass diese Maßnahmen dazu beitragen werden, Ergebnisauswirkungen aus Währungseffekten im Geschäftsjahr 2021 zu begrenzen. BITZER geht davon aus, dass der Trend sinkender Preise an den Rohstoffmärkten nicht anhalten wird und die Preise wieder ansteigen werden. Wo Materialteuerungszuschläge vereinbart wurden, erfolgt die Anpassung der Preise automatisch, basierend auf der Entwicklung der Rohstoffpreise. Bei den Energie- und Personalkosten erwarten wir ebenfalls einen Anstieg. Geschäftsverlauf Auf Basis der geschilderten Prognose und Erwartungen gehen wir weiterhin von relativ stabilen Bedingungen in unserer Branche sowie für unseren Geschäftsverlauf aus. Beim Umsatz erwarten wir einen leichten Zuwachs im unteren einstelligen Prozentbereich. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern rechnen wir hingegen mit einem leichten Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die mit dieser Prognose verbundenen Risiken und Unsicherheiten sind ungewöhnlich groß und hängen stark von der weiteren Entwicklung der Covid-19-Pandemie ab. Weitere Infektionswellen und damit verbundene Lockdowns, Fortschritte bei der medizinischen Behandlung, Verfügbarkeit und Akzeptanz von Impfungen sowie mögliche Auswirkungen aufgrund schwacher Nachfrage sind zu Beginn des Geschäftsjahres 2021 sehr schwer vorherzusehen. Bei der Bewältigung der Krise kann BITZER auf eine solide Bilanz bauen. Über Fremdfinanzierungsbausteine stehen ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung. BITZER ist so in der Lage, die Finanzierung der Gruppe auch bei einer länger andauernden Krise sicherzustellen und notwendige Investitionen zu tätigen.
Sindelfingen, den 31.03.2021 KONZERN-BILANZ zum 31. Dezember 2020Aktiva
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2020
Konzernanhang zum 31. Dezember 20201. GRUNDSÄTZE UND METHODEN1.1. Allgemeine Grundsätze Das Mutterunternehmen der BITZER Gruppe ist die BITZER SE mit Sitz in Sindelfingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart, Deutschland eingetragen (HRB 727317). Der Konzernabschluss der BITZER SE wird in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, erfolgen Angaben in Tausend Euro. Die Beträge sind jeweils kaufmännisch gerundet. Der Konzernabschluss der BITZER SE wurde gemäß §§ 290 ff. HGB erstellt. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der BITZER SE einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen und auf den Stichtag des Jahresabschlusses der BITZER SE erstellt. Zur besseren Klarheit und Übersichtlichkeit sind in der Konzernbilanz sowie in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Konzernanhang gesondert ausgewiesen und erläutert. 1.2. Angaben zum Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden die BITZER SE, Sindelfingen (Muttergesellschaft), 16 inländische und 38 ausländische Tochterunternehmen einbezogen. Eine inländische Gesellschaft wird nach § 290 Abs. 2 HGB als Zweckgesellschaft konsolidiert. Im Geschäftsjahr wurde die folgende Gesellschaft erstmalig konsolidiert:
Im Berichtsjahr wurde bei neun Unternehmen wegen deren untergeordneter Bedeutung für den Konzernabschluss auf eine Einbeziehung verzichtet. 1.3. Konsolidierungsmethode Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei allen einbezogenen Unternehmen bis 31. Dezember 2009 unverändert nach der Buchwertmethode. Gemäß dieser sind die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem anteiligen buchmäßigen Eigenkapital der Tochterunternehmen zu verrechnen. Mit Einführung des BilMoG wurde bei erstmals einbezogenen Unternehmen die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 S. 2 HGB) angewandt. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbs oder der erstmaligen Einbeziehung verrechnet. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag ist in der Konzernbilanz, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital auszuweisen. Ein aus der Erstkonsolidierung entstehender Geschäfts- oder Firmenwert ist planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abzuschreiben. Sollte die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich schätzbar sein, wird der Geschäfts- oder Firmenwert über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Ein passiver Unterschiedsbetrag ist grundsätzlich erfolgswirksam aufzulösen, soweit eine der Voraussetzungen des § 309 Abs. 2 Nr. 1 und 2 erfüllt ist. Bei den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie den Ertrags- und Aufwandsposten wurden die zwischen den einbezogenen Gesellschaften bestehenden Bilanzpositionen und Geschäftsvorfälle im Rahmen der Schuldenkonsolidierung nach § 303 HGB, der Zwischenergebniseliminierung nach § 304 HGB sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung nach § 305 HGB heraus gerechnet. 2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden über eine planmäßige Nutzungsdauer von 2 bis 5 Jahren abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über einen Zeitraum von 10 bzw. 15 Jahren linear abgeschrieben. Kann die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden, wird von § 253 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden planmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das abnutzbare Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer angesetzt. Hierbei gilt die Orientierung an den jeweiligen Höchstsätzen. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten. Im Berichtsjahr wurden neu angeschaffte Vermögensgegenstände degressiv abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 800 werden im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sind zum Nennbetrag bewertet. Anteile an verbundenen Unternehmen werden nach dem Grundsatz der Einzelbewertung zu Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen zu niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Die Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag ausgewiesen. Verzinsliche Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten, unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Darlehen zum Barwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Wert Rechnung getragen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellkosten oder zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten auf der Basis des Grundsatzes der verlustfreien Bewertung angesetzt. Als Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Abschreibungen erfasst. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bewertet. Die geleisteten Anzahlungen auf die Vorräte werden zum Nennwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Kurzfristige Forderungen in fremder Währung werden zu den am Abschlussstichtag gültigen Kursen bewertet. Langfristige Forderungen werden zu den zum Anschaffungszeitpunkt gültigen oder zu niedrigeren Kursen am Abschlussstichtag bewertet. Der Ansatz der sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihrem Nennwert bilanziert. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Das Eigenkapital der Abschlüsse der ausländischen Unternehmen wird mit dem historischen Kurs umgerechnet. Die übrigen Bilanzpositionen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag und die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Der Unterschiedsbetrag aus der differenzierten Umrechnung der Bilanzpositionen in Euro wurde innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die Pensionsverpflichtungen werden auf Grundlage versicherungsmathematischer Gutachten unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Eine zukünftig erwartete Fluktuationsrate von 1,27 % (Vorjahr: 3,00 %) sowie ein voraussichtlicher Rententrend in Höhe von 1,00 % (Vorjahr: 1,00 %) wurden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen betrug zum 31.12.2020 2,30 % (Vorjahr: 2,71 %). Bei dem Rechnungszins handelt es sich um einen durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren ergibt. Durch die erfolgte Verlängerung des Betrachtungszeitraums für die Berechnung des Durchschnittszinssatzes von sieben auf zehn Jahre ergibt sich ein Unterschiedsbetrag der Pensionsrückstellung zum 31.12.2020 in Höhe von 1.832 T€. Der Unterschiedsbetrag ist ausschüttungsgesperrt. Die Rückstellungen für Steuern und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt; erwartete Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre (gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung) abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Kurzfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zu den am Abschlussstichtag gültigen Kursen, langfristige Verbindlichkeiten in fremder Währung zu den zum Anschaffungszeitpunkt gültigen oder höheren Kursen am Abschlussstichtag bewertet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Derivative Finanzgeschäfte werden als schwebende Geschäfte grundsätzlich nicht bilanziert. Soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen einem Finanzgeschäft und einem Grundgeschäft besteht, wird gemäß § 254 HGB eine Bewertungseinheit gebildet. Zur bilanziellen Abbildung des wirksamen Teils der Bewertungseinheit wird die Einfrierungsmethode angewendet. Finanzgeschäfte, für die keine Bewertungseinheiten gebildet werden, werden einzeln zu Marktpreisen bewertet. Daraus resultierende Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern sind für sämtliche temporäre und quasi-permanente Differenzen zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen gebildet. Des Weiteren wurden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge aktiviert, soweit erwartet wurde, diese innerhalb der nächsten 5 Jahre realisieren zu können. Die latenten Steuern wurden auf der Grundlage der Steuersätze ermittelt, die zum Realisierungszeitpunkt erwartet werden. Diese basieren auf den am Bilanzstichtag verabschiedeten Regelungen. Die Steuersätze bewegen sich in einer Bandbreite zwischen 8 % und 35 %. Es wird vom Saldierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 3 HGB Gebrauch gemacht. 3. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ3.1. Immaterielle Vermögensgegenstände Die Aufgliederung und Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände stellt sich wie folgt dar:
In den Geschäfts- oder Firmenwerten sind 1.924 T€ enthalten, die im Jahresabschluss einbezogener Tochtergesellschaften entstanden sind. In den Zugängen zu den kumulierten Abschreibungen bei den Geschäfts- oder Firmenwerten sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 3.785 T€ enthalten. Zum Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung verweisen wir auf Textziffer 4.9. 3.2. Sachanlagen Die Aufgliederung und Entwicklung der Sachanlagen stellt sich wie folgt dar:
3.3. Finanzanlagen Die Aufgliederung und Entwicklung der Finanzanlagen stellt sich wie folgt dar:
3.4. Vorräte Die Vorräte setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
3.5. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
3.6. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern entfallen im Wesentlichen auf unterschiedliche Bilanzansätze von Vorräten und Rückstellungen. Passive latente Steuern betreffen im Wesentlichen unterschiedliche Bilanzansätze von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens. Im Berichtsjahr wurden passive latente Steuern in Höhe von 1.684 T€ mit den aktiven latenten Steuern saldiert. 3.7. Grundkapital Das Grundkapital in Höhe von 240.000 T€ setzt sich aus 240.000.000 auf den Namen lautende, nennwertlose Stückaktien zusammen. 3.8. Jahresüberschuss Der Jahresüberschuss wird als separater Posten in Höhe des Anteils der Aktionäre der BITZER SE dargestellt. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt vor Gewinnverwendung. 3.9. Ergebnisverwendung Nach dem deutschen Aktiengesetz bemessen sich die an die Aktionäre ausschüttbaren Dividenden nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der BITZER SE ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2020 der BITZER SE 13.000 T€ an die Aktionäre auszuschütten. 3.10. Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Arbeitsverhältnissen sowie Garantie- und Gewährleistungsrisiken. 3.11. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten setzen sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
1 Davon 53.524 T€ im Wesentlichen durch Grundschulden sowie Pfandrechte u. ä. Rechte gesichert. 2 Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus der Lieferung von Erzeugnissen. 4. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGDie Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Die Umsatzerlöse werden den zur Erzielung der Umsatzerlöse angefallenen Aufwendungen gegenüber gestellt. Die Aufwendungen werden im Wesentlichen den Funktionsbereichen Vertrieb, Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung zugeordnet. 4.1. Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten (Zielgebiete) Die Umsatzerlöse nach Regionen gliedern sich wie folgt:
4.2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind realisierte und unrealisierte Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 8.566 T€ (Vorjahr: 4.858 T€) enthalten. 4.3. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind realisierte und unrealisierte Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 10.712 T€ (Vorjahr: 5.628 T€) enthalten. 4.4. Abschreibungen auf Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beinhalten im Geschäftsjahr 2020 Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen, die nicht konsolidiert werden, aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderung in Höhe von 133 T€ (Vorjahr: 646 T€). 4.5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den übrigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 987 T€ (Vorjahr: 1.075 T€) enthalten. 4.6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:
4.7. Materialaufwand Die Aufteilung des Materialaufwands stellt sich im Berichtsjahr wie folgt dar:
4.8. Personalaufwand und durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter gliedert sich wie folgt auf:
4.9. Außergewöhnliche Aufwendungen Durch die außerplanmäßige Abschreibung von Geschäfts- und Firmenwerten ist ein außergewöhnlicher Aufwand in Höhe von 3.785 T€ entstanden. Dieser Aufwand ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. 5. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDer in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, d. h. Kassenbestände, Schecks, Guthaben und jederzeit veräußerbare Wertpapiere. Des Weiteren werden jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit in den Finanzmittelfonds einbezogen. 6. SONSTIGE ANGABEN6.1. Anteilsbesitzliste Der Anteilsbesitz stellt sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:
1) Die Gesellschaft ist nach § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Erstellung eines Lageberichts und der Offenlegung eines Jahresabschlusses befreit. 2) Die Gesellschaft ist nach § 264 a i. V. m. § 264 b HGB von der Verpflichtung zur Erstellung eines Lageberichts und der Offenlegung eines Jahresabschlusses befreit. 3) Gesellschaft nach § 290 (2) Nr. 4 HGB konsolidiert. 4) Gesellschaft nach § 296 (2) HGB nicht konsolidiert. Die Zusammenstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und des gesamten Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB und die Angaben zur Befreiung von Tochtergesellschaften von Bilanzierungs- und Offenlegungspflichten sind Bestandteil des testierten und im elektronischen Bundesanzeiger eingereichten Konzernabschlusses. 6.2. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden die folgenden Verpflichtungen:
Das Risiko der Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse als gering eingestuft. 6.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus Miet- und Leasingvereinbarungen ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von 15.389 T€ (Vorjahr: 15.821 T€). Bei BITZER UK Limited, Milton Keynes, Großbritannien ist für 2020 mit einer Unterdeckung aus einer mittelbaren Pensionsverpflichtung zu rechnen. Bei Annahme einer Inflation von 3,3 % und einer Verzinsung von 1,3 % ergibt sich eine mit dem Stichtagskurs umgerechnete Unterdeckung zum Bilanzstichtag in Höhe von 571 T€ (Vorjahr: -36 T€). 6.4. Derivative Finanzinstrumente Die BITZER Gruppe ist aufgrund der im Konsortialkreditvertrag vereinbarten variablen Zinssätze Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt durch den Einsatz von drei Zinsswaps. Die abgesicherten Zinsrisiken sowie die Marktwerte der Zinssicherungskontrakte, welche in Bewertungseinheiten einbezogen wurden, sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt:
Die Marktwerte der Zinsswaps werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Die Zinssicherungskontrakte haben eine Restlaufzeit zwischen 3 Jahren und 7 Monaten sowie 4 Jahren und 6 Monaten. Sowohl zu Beginn der Sicherungsbeziehung als auch zu jedem darauffolgenden Bilanzstichtag, an dem diese Sicherungsbeziehung besteht, erfolgt eine Messung ihrer Wirksamkeit. Außerdem wurden zwei Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Fremdwährungsrisikos abgeschlossen. Das eine Geschäft hat eine Laufzeit vom 21.12.2020 bis 22.02.2021. Das Nominalvolumen beträgt 27.500 TAUD. Am 31.12.2020 entspricht dies einem negativen Marktwert von 217 T€. Das andere Geschäft hat eine Laufzeit vom 30.10.2020 bis 29.01.2021. Hier beträgt das Nominalvolumen 7.000 TUSD. Am 31.12.2020 entspricht dies einem positiven Marktwert von 227 T€. 6.5. Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers Für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses und der in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Konzernunternehmen wurde in 2020 ein Honorar für Abschlussprüfungsleistungen von 205 T€, für Steuerberatungsleistungen von 156 T€ und für sonstige Beratungsleistungen von 7 T€ als Aufwand erfasst. 6.6. Nachtragsbericht Es haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. 6.7. Angabe der Gesamtbezüge der Organe für die Tätigkeit im Berichtsjahr Die Vorstände der Muttergesellschaft haben im laufenden Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von insgesamt 2.596 T€ (Vorjahr: 2.259 T€) erhalten. Es wird von der Befreiungsvorschrift des § 314 Abs. 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht und auf die Angabe der Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder verzichtet. 6.8. Angabe zu den Organen der Muttergesellschaft, BITZER SE Der Vorstand der Gesellschaft besteht aus:
Der Aufsichtsrat der Muttergesellschaft setzt sich wie folgt zusammen:
Sindelfingen, den 31.03.2021 BITZER SE Der Vorstand Rainer Große-Kracht Frank Hartmann Gianbattista Parlanti Christian Wehrle KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG für 2020
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL zum 31. Dezember 2020
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die BITZER SE, Sindelfingen Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der BITZER SE, Sindelfingen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BITZER SE für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 31. März 2021 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Denis Etzel, Wirtschaftsprüfer ppa. Markus Wanner, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsratsder BITZER SE an die AktionäreDer Aufsichtsrat erläutert im Folgenden seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2020 und erstattet den Bericht gemäß § 171 Abs.2 AktG. Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach dem Gesetz, Satzung und der Geschäftsordnung der Gesellschaft auferlegten Aufgaben wahrgenommen. Im Geschäftsjahr 2020 haben vier Präsenzsitzungen, an denen alle Aufsichtsratsmitglieder jeweils teilnahmen, stattgefunden. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden für 2020 negative Einflüsse auf Konzernumsatz und Ertragslage erwartet. Weltweit stabile Auftragseingänge und die Aufrechterhaltung der Produktion durch konsequente Maßnahmen führten jedoch zu einem erfolgreichen Geschäftsjahr. Wir wurden in alle für das Unternehmen grundlegenden Entscheidungen eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig und umfassend über die Geschäftspolitik und andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung und -planung, die finanzielle Entwicklung, die Ertragslage sowie die Liquiditätssituation der BITZER Gruppe. Wir haben den Vorstand beraten und überwacht. Die Abweichungen im Geschäftsverlauf und die vielen Herausforderungen durch die Pandemie wurden in den Sitzungen intensiv diskutiert. Darüber hinaus waren folgende Themen Bestandteil der Sitzungen:
Die Auswahl des Nachfolgers "Vertriebsvorstand" war eine wichtige Aufgabe und wurde in mehreren Auswahlstufen gemeinsam mit einem externen Personalberater gelöst. Die für die BITZER Gruppe bedeutenden Geschäftsvorgänge wurden von uns auf Basis der Vorstandsberichte ausführlich erörtert. Den Beschlussvorlagen hat der Aufsichtsrat nach Prüfung und Beratung zugestimmt. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020, der Konzernabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2020 und der Konzernlagebericht wurden von dem Vorstand aufgestellt und von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Unterlagen nebst Prüfungsbericht der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der Vorschlag des Vorstandes über die Verwendung des Bilanzgewinns lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor. Diese sowie die Jahresabschlüsse 2020 der BITZER Gruppe wurden eingehend besprochen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Gesellschaft, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für 2020 sowie den Gewinnverwendungsvorschlag geprüft und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfungen keine Einwendungen. Er hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2020 einstimmig gebilligt und den Jahresabschluss damit festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich einstimmig den vom Vorstand vorgeschlagenen Beschlüssen zur Gewinnverwendung und den Kapitalmaßnahmen an. Der Aufsichtsrat wird auch im laufenden Geschäftsjahr 2021 zur Geschäftsentwicklung und Strategie in mindestens vier gemeinsamen Sitzungen sowie auf Basis von telefonischen und schriftlichen Berichten beraten. Schwerpunkte sind die Umsatz-, Ergebnis-, Liquiditäts- und Beschäftigungsentwicklung der Gruppe, die Finanzlage sowie alle wesentlichen Beteiligungs-, Akquisitions- und Investitionsprojekte. Aus heutiger Sicht dürfte das Budget für 2021 durch die starken Auftragseingänge in den ersten Monaten des Jahres überschritten werden. Konzernumsatz und Ertragslage werden voraussichtlich in 2021 über dem Geschäftsjahr 2020 liegen. Negative Einflüsse auf die Geschäftsentwicklung sind durch die Corona-Pandemie (Supply Chain) sowie Materialpreissteigerungen jedoch nicht ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat wird die Unternehmensentwicklung eng begleiten. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen herzlich für ihre engagierte Arbeit und das gute Ergebnis trotz des pandemiebedingt schwierigen Geschäftsjahr 2020.
Sindelfingen, 21. Juni 2021 Für den Aufsichtsrat Christiane Schaufler-Münch, Vorsitzende Der Konzernabschluss zum 31.12.2020 wurde am 21.06.2021 gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
15 nahegelegene Organisationen
Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen, nicht für den Haushalt
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Wäscherei und chemische Reinigung für Privatkunden
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verlegen von Büchern
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer Gebäudeausrüstung
Wäscherei und chemische Reinigung für Privatkunden
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen