Inoveo Immobilien GmbH & Co. KG
Selbe AdresseBauträger für Wohngebäude
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Frank Marker seit 11.6.2025 | Prokura |
Oliver Miehlich seit 24.5.2024 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
mivolta GmbHGräfelfingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen 1.1. Grundlagen des Unternehmens Die mivolta GmbH beliefert als Energieversorgungsunternehmen vornehmlich Haushalte und Kleinverbraucher mit Strom und Erdgas zu transparenten und fairen Konditionen. 1.2. Geschäftsverlauf a) Allgemeine Marktentwicklung im Strom- und Erdgasmarkt Für die folgenden Ausführungen werden aktuell vorliegende Zahlen des Bundesverbands für Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zum Bezugsjahr 2022 herangezogen (BDEW Jahresbericht: "Die Energieversorgung 2022). Verbrauchsentwicklung Der Erdgasverbrauch in Deutschland ist im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 13,4% gesunken. Dies ist auf den anhaltenden Ukrainekrieg und die damit einhergehenden gesunkenen Lieferungen aus Russland zurückzuführen. Weiterhin haben die günstigen Witterungsverhältnisse sowie die konjunkturelle Eintrübung zu Einsparungen geführt. Im Jahr 2023 ist in Folge weiter steigender Temperaturen einer weiteren Reduzierung des Erdgasverbrauchs für Haushaltskunden um 4,8% erfolgt. Nach dem relativ kühlen Jahr 2021 war 2022 gemeinsam mit 2018 das bislang wärmste Jahr in Deutschland mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,5°C (1991 - 2022: 9,3°C). Bis auf April, September und Dezember lagen die Temperaturmittel der Monate teilweise deutlich über dem jeweiligen Monatsmittel der Referenzperiode 1991 - 2020. Dementsprechend gingen die Gradtagzahlen, die einen Anhaltspunkt für die benötigte Heizenergie liefern, 2022 gegenüber 2021 um knapp 12% zurück. Der Stromverbrauch für Haushalte ist um 3% zum Vorjahr gesunken. Ebenso wie beim Gasverbrauch haben sowohl die Konjunktur als auch ein hohes Preisniveau zum Rückgang des Verbrauchs geführt. In 2023 ist ein weiterer Rückgang des Stromverbrauchs für Haushalte um 2,8% erfolgt. Im Wesentlichen sind Einsparungen aufgrund anhaltend hoher Energiepreise verantwortlich für den Rückgang des Stromverbrauchs. Für die kommenden Jahre wird jedoch ein Anstieg des Stromverbrauchs erwartet, da die Elektrifizierung in den Bereichen Verkehr und Gebäudewärme durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen voranschreitet. Preisentwicklung Im Jahr 2022 sind die Strompreise für Haushaltskunden im Vergleich zum Vorjahr um knapp 25% auf durchschnittlich 40,07 ct/kWh angestiegen. Dies ist zurückzuführen auf die sehr stark gestiegenen Strompreise im Großhandel. Im Jahresdurchschnitt 2022 lagen die Terminmarktpreise drei bis vier Mal höher als im Vorjahr, im Spotmarkt für die kurzfristige Beschaffung um mehr als doppelt so hoch. Als Folge sind die Endkundenpreise sukzessive angestiegen. Trotz der Abschaffung der EEG-Umlage zum 01.07.2022, die zu einer spürbaren Entlastung der Endkundenpreise führte, konnten somit nicht die gestiegenen Kosten für Beschaffung kompensiert werden. Die Strompreise für Haushaltskunden sind im Jahr 2023 kontinuierlich gesunken. Grund hierfür ist, dass die sehr stark gestiegenen Strompreise im Energiehandel aus 2022 nur mit Verzögerungen an die Endkunden weitergegeben wurden. Die Strompreisbremse, die im Jahr 2023 den Arbeitspreis für 80% des prognostizierten Jahresverbrauch auf 40 ct/kWh gedeckelt hat, sorgte für eine spürbare Entlastung der Stromrechnung für Haushaltskunden. Dieser Trend setzt sich auch in 2024 fort. Im Jahr 2024 sinken zusätzlich die Steuern, Abgaben und Umlagen geringfügig. Der durchschnittliche Gaspreis für Haushalte ist im Jahr 2022 stark angestiegen. Erdgasheizer in einem Einfamilienhaus bezahlten Ende 2022 trotz der auf 7% abgesenkten Mehrwertsteuer durchschnittlich 20,04 ct/kWh und damit fast das Dreifache des Vorjahrespreises. Hauptgrund dafür sind die deutlich gestiegenen Gaspreise im Großhandel infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine. So haben sich die Gaspreise im Terminmarkt im Jahresmittel 2022 nahezu vervierfacht und im Kurzfristhandel fast verdreifacht. Im Jahr 2023 ist der durchschnittliche Gaspreis wieder deutlich gesunken. Wie beim Strom auch hat die Gaspreisbremse, die im Jahr 2023 den Arbeitspreis für 80% des prognostizierten Jahresverbrauch auf 12 ct/kWh gedeckelt hat, für eine spürbare Entlastung der Haushaltskunden gesorgt. Dennoch lagen die Gaspreise 2023 im Großhandel immer noch gut drei Mal höher als im Mittel der Jahre 2016 bis 2020. Entwicklung der Wechselbereitschaft Die Wechselbereitschaft ist sowohl im Strom- als auch im Gasbereich für Haushaltskunden weiterhin leicht angestiegen. Per Oktober 2022 haben laut BDEW: "Wechselverhalten im Energiemarkt 2022" 49,9% der Stromkunden und per August 2022 39,4% der Erdgaskunden bereits mindestens einmal den Anbieter gewechselt. Die Wechselbereitschaft ist im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben. Der prozentuale Anteil der Stromkunden, die bereits mindestens einmal den Anbieter gewechselt haben, ist zu 2022 unverändert bei 49,9% geblieben. Bei den Erdgaskunden gab es einen minimalen Anstieg auf 39,6%. Aufgrund des volatilen Marktes und erheblichen Preisschwankungen ist in den kommenden Jahren mit einem weiteren Anstieg der Wechselbereitschaft zu rechnen. Die Gründe für einen Lieferantenwechsel haben sich in den vergangenen Jahren ebenfalls geändert. Früher waren es nur Kostenaspekte, die Kunden zu einem Wechsel bewegt haben. Heute hingegen sind es zunehmend auch Themen wie Nachhaltigkeit und ökologische Aspekte. Entwicklung der Marktliquidität (gehandeltes Börsenvolumen) Das Börsenvolumen des Stromhandels am Terminmarkt der EEX ist gemäß dem EEX-Group Volume Report für den deutschen Markt gegenüber 2021 um 14% gesunken. Die Marktliquidität am europäischen Erdgasmarkt ist sowohl am Spot- als auch am Terminmarkt gegenüber dem Vorjahr deutlich um 112% angestiegen. Im europäischen Spotmarkt beträgt der Anstieg 85% und im europäischen Terminmarkt beträgt der Anstieg 164%. Die exorbitante Steigerung des Börsenvolumens am europäischen Erdgasmarkt aus 2022 konnte in 2023 nicht fortgeführt werden. Es kam nur zu einem Anstieg von 7% im Spotmarkt und zu 28% Anstieg im Terminmarkt. Für das Jahr 2024 ist mit einem nennenswerten Anstieg des gehandelten Börsenvolumens sowohl für Strom als auch für Erdgas zu rechnen. b) Entwicklung des Geschäftsfeldes Strom und Erdgas bei der mivolta Im Laufe des Kalenderjahres 2022 sind die Kundenzahlen zurückgegangen. Zwar wurden durch den Wiedereinstieg in das CC-Neugeschäft plangemäß neue Kunden akquiriert, diese Neukundenakquisition konnte den erhöhten Kundenweggang (vor allem nach den umfangreichen Preisanpassungen und der Einführung eines neuen IT-Abrechnungssystems) nicht ganz kompensieren. Für 2023 konnte dieser Trend fortgeschrieben werden. Umfangreiche Preisanpassungen aufgrund gestiegener Beschaffungskosten an den Strom- und Gasmärkten, nicht zuletzt in Folge des Kriegs in der Ukraine, haben aufgrund des damit verbundenen Sonderkündigungsrechts der Kunden zu einem gewissen, wenn auch überschaubaren Kundenschwund geführt. Darüber hinaus musste auch die Vertriebsleistung bis auf weiteres reduziert werden. Dies hängt mit der Einführung eines neues IT-Abrechnungssystems zusammen. c) Umsatzentwicklung Im Geschäftsjahr 2022 erhöhte sich der Umsatz nach Abzug von direkt mit dem Umsatz verbundenen Steuern von TEUR 113.289 auf TEUR 169.522. Die Umsatzerhöhung ist das Ergebnis mehrerer gegenläufiger Effekte. Die durch den Kundenabgang bedingten Umsatzschmälerungen werden durch die Umsatzsteigerungen infolge der umfangreich durchgeführten Preisanpassung deutlich überkompensiert d) Investitionen Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 1 vorgenommen. Die Minderung des Sachanlagevermögens ist bedingt durch planmäßige Abschreibungen. e) Personal- und Sozialwesen Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2022 betrug 4 Mitarbeiter. Im Folgejahr 2023 ist die Anzahl der Mitarbeiter um weitere 2 Personen auf 6 Mitarbeiter gestiegen. Die vornehmliche Abwicklung der Kundenverwaltung erfolgt über die MCE Service GmbH. f) Umweltschutz Umweltrisiken oder Schutzmaßnahmen sind in unserer Branche nicht erkennbar bzw. zu treffen. 1.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 1.3.1 Vermögenslage Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2022 TEUR 9.176. Im Vorjahr betrug das Eigenkapital TEUR 3.256. Die Veränderung ergibt sich aus dem Gewinn 2022. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert TEUR 1.000. 1.3.2 Finanzlage Die Bank- bzw. Kassenguthaben betragen zum 31.12.2022 TEUR 9.952 gegenüber TEUR 6.873 im Vorjahr. Forderungen bestehen i.H. von TEUR 67.710. Im Vorjahr betrugen die Forderungen TEUR 21.927. Die Veränderung beträgt TEUR 45.783. Die zum 31.12.2022 gebildeten Rückstellungen betragen TEUR 55.701. Der Vorjahreswert der Rückstellungen betrug TEUR 10.258. Die Zunahme ist wesentlich dadurch bedingt, dass für 2022 deutlich höhere Rückstellungen für Netzentgelte gebildet werden mussten. Aufgrund des planmäßigen Geschäftsverlaufes im Jahre 2022 konnte die Gesellschaft jederzeit ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Langfristige Forderungen bzw. Verbindlichkeiten bestehen zum 31.12.2022 wie auch im Vorjahr nicht. Die Gesellschaft hat zum 31.12.2022 keinerlei Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten. Zinsrisiken bestehen somit nicht. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt hauptsächlich über Darlehen von zwei Gesellschaften mit denen Rangrücktrittsvereinbarungen bestehen. Die Darlehen konnten im Jahre 2022 von TEUR 6.257 auf TEUR 0 reduziert werden. 1.3.3 Ertragslage Die Gesellschaft erwirtschaftete im Jahre 2022 einen Jahresüberschuss von TEUR 5.921. Im Vorjahr wurde ein Jahresüberschuss von TEUR 20.199 erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse erhöhten sich im Berichtszeitraum von TEUR 113.289 auf TEUR 169.522. In den Umsatzerlösen enthalten sind Erlöse aus Stromlieferungen (TEUR 119.300; Vj. TEUR 84.774) sowie Erlöse aus der Lieferung von Gas (TEUR 50.222; Vj. TEUR 28.516). Der Materialaufwand erhöhte sich von TEUR 78.078 auf TEUR 147.152. Diese Position setzt sich im Wesentlichen aus dem Einkauf von Strom und Gas sowie den Netznutzungsentgelten zusammen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen bedingt durch die gestiegenen Beschaffungskosten. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 16.404 auf TEUR 17.048 beruht im Wesentlichen auf dem Anstieg der Verkaufsprovisionen sowie von Werbeaktionen. Die Aufwendungen für Strom- und Gassteuer haben sich von TEUR 9.077 auf TEUR 10.640 erhöht. Das Ergebnis nach Ertragsteuern verminderte sich von TEUR 20.199 auf TEUR 5.921. 2. Chancen, Risiken und Prognosen 2.1. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung (Prognosebericht) mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken 2.1.1. Prognosebericht Die Umsätze haben sich im Jahr 2022 gegenüber 2021 erneut sehr positiv entwickelt. Dabei haben hauptsächlich notwendige Preisanpassungen im Jahr 2022 zu einer Erhöhung der Umsätze beigetragen. Die prognostizierten Umsätze (ohne Energiesteuern) wurden mit TEUR 180.161 sogar übertroffen. Für das Jahr 2023 sind planmäßig Umsätze (ohne Energiesteuern) auf einem Niveau von etwa TEUR 145.000 zu erwarten. Der Umsatzrückgang ist dabei vornehmlich auf eine geringere Kundenbasis zurückzuführen. Das Ergebnisniveau für das Jahr 2023 wird sich dem Niveau von 2022 angleichen. 2.1.2 Risikobericht Im Rahmen des Risikocontrollings an die Entscheidungsträger, melden die Risikoverantwortlichen monatlich neu aufgetretene Risiken und den Änderungsbedarf bei der Bewertung bestehender Risiken. Auf dieser Grundlage werden Maßnahmen zur Risikobegrenzung und -steuerung entwickelt und umgesetzt. Dem Management der günstigen Strom- und Gasbeschaffung und intelligenter Kundenbindungsstrategien kommt eine entscheidende Bedeutung zu, wenn man sich dauerhaft im sehr wettbewerbsintensiven Energiemarkt erfolgreich etablieren will. Die Gesellschaft bezieht Strom und Gas von Drittgesellschaften, die über ein eigenes Beschaffungsmanagement verfügen. Ein weiteres Risiko entsteht durch den Ausfall von Kundenforderungen. Hier wurde und wird durch eine entsprechende Optimierung von Bonitätsprüfungen vor Aufnahme der Belieferung und auch durch interne Maßnahmen während der Belieferung entgegengesteuert, um einem etwaigen Zahlungsausfall vorzubeugen. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft verfügt über einen breit gefächerten Kundenstamm. Forderungsausfälle sind einkalkuliert. Zudem besteht mit einem Großteil der Kunden und Lieferanten eine langjährige Zusammenarbeit. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. 2.1.3 Chancenbericht Chancen ergeben sich insbesondere dadurch, dass durch besonders schlanke und effiziente Prozesse einerseits und durch innovative Produkte andererseits Vorteile gegenüber den Wettbewerbern geschaffen und gezielt ausgenutzt werden. Die Gesellschaft ist in ihrer Branche mittlerweile etabliert. Somit sollte sich die positive Entwicklung der Gesellschaft fortsetzen. 3. Sonstige Angaben 3.1 Forschungs- und Entwicklungsbericht Hier werden von der Gesellschaft keine Aktivitäten unternommen. 3.2 Nachtragsbericht Durch den Ukraine-Krieg haben die Strom- und Gaspreise an den Beschaffungsmärkten historische Höchststände erreicht. Die Gesellschaft ist mit ihren zu beschaffenden Mengen (immer bezogen auf ein Jahr mit normalen Witterungsbedingungen) preislich über Futures abgesichert. Sollten sich aufgrund von Witterungseinflüssen die Bedarfsmengen für den Kundenstamm erhöhen und diese am Spotmarkt nachbeschafft werden müssen, so können sich aufgrund der dort bis auf weiteres sehr hohen Preise trotz höherer Umsätze Ergebniseinbußen ergeben. Dies deshalb, weil die nachbeschafften Mengen weit höhere Kosten verursachen könnten als in der Preiskalkulation trotz der gebotenen Risikoaufschläge angesetzt. Auf diese Effekte könnte nur mit einer zeitverzögerten Preisanpassung reagiert werden, wodurch sich eine negative Ergebnisauswirkung nicht vollständig kompensieren lassen würde. 3.3. Zweigniederlassungen Es bestehen keine Zweigniederlassungen. Der Sitz der Gesellschaft ist Gräfelfing.
Gräfelfing, 15.08.2024 Die Geschäftsführung BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Bilanz wurde gemäß § 266 HGB gegliedert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB erstellt. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbsterstellter immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde kein Gebrauch gemacht. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert angesetzt. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Bestehende Absatz- und Beschaffungspositionen bilanziert die Gesellschaft abweichend vom Einzelbewertungsgrundsatz unter Anwendung des IDW RS ÖFA 3 "Besonderheiten der Bilanzierung von Energiebeschaffungs- und Energieabsatzverträgen in handelsrechtlichen Abschlüssen von Energieversorgungsunternehmen". Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Angaben zur Bilanz Mitzugehörigkeitsvermerke Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden saldiert mit Abgrenzungsergebnissen aus der rollierenden Abrechnung ausgewiesen und setzen sich wie folgt zusammen: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: TEUR 29.505,7 (Vj. TEUR 10.322,5) davon aus Abgrenzung der Energieabrechnungen an Kunden (Strom): TEUR 122.356,1 davon aus Abgrenzung der Energieabrechnungen an Kunden (Gas): TEUR 51.029,6 davon erhaltene Abschlagszahlungen von Kunden (Strom): TEUR -106.397,8 davon erhaltene Abschlagszahlungen von Kunden (Gas) TEUR -46.141,9 Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen entfallen i. W. auf die Abgrenzung der Netzbetreiberkosten saldiert mit den dafür geleisteten Anzahlungen. Die sonstigen Rückstellungen werden saldiert mit Abgrenzungsergebnissen aus der rollierenden Abrechnung mit den Netzbetreibern ausgewiesen und setzen sich wie folgt zusammen:
Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr beträgt 0,00 Euro (Vorjahr: 0,00 Euro). Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt 0,00 Euro. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Zum 31. Dezember 2022 bestand eine Verpflichtung aus einer Bürgschaft in Höhe von TEUR 4.791,8. Ansonsten bestanden am Bilanzstichtag keine weiteren Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB. Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen ist nicht zu rechnen. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine wesentlichen finanziellen Verpflichtungen. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:
Alle Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Herr Schwärzer wurde im April 2024 als Geschäftsführer abberufen. In der Gesellschafterversammlung vom 29. April 2024 wurde Herr Oliver Miehlich, Kaufmann, zum Geschäftsführer bestellt. Honorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 24.593,30 Euro und gliedert sich wie folgt:
Vorgänge von besonderer Bedeutung Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahrs traten keine auf, über die zu berichten wäre. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt Euro 5.920.606,11 und wird auf neue Rechnung vorgetragen. sonstige BerichtsbestandteileUnterschrift der Geschäftsführung
Gräfelfing, den 15.08.2024 gez. Oliver Miehlich
Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkVERSAGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS An die mivolta GmbH Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen Wir waren beauftragt, den Jahresabschluss der mivolta GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - zu prüfen. Darüber hinaus waren wir beauftragt, den Lagebericht der mivolta GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 zu prüfen. Wir geben keine Prüfungsurteile zu dem beigefügten Jahresabschluss und dem beigefügten Lagebericht ab. Aufgrund der Bedeutung des im Abschnitt "Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalts sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu erlangen, und versagen daher den Bestätigungsvermerk. Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen Im Wirtschaftsjahr 2022 erfolgte eine umfassende Softwareumstellung bei der mivolta GmbH. Als Folge daraus konnten die Eröffnungsbilanzwerte aus dem Vorjahresabschluss nicht mehr ordnungsgemäß entwickelt werden. Des Weiteren ist in der Bilanz zum 31.12.2022 unter den sonstigen Verbindlichkeiten ein Betrag von 3.451 T€ erfasst, welcher sich aus der Datenmigration im Rahmen der Softwareumstellung ergeben hat. Die gesetzlichen Vertreter konnten entgegen § 320 HGB die für die Prüfung der Eröffnungsbilanzwerte und der sonstigen Verbindlichkeit von 3.451 T€ erforderlichen Aufklärungen und Nachweise nicht erbringen. Daher waren wir nicht in der Lage zu beurteilen, ob Anpassungen notwendig waren in Bezug auf die Eröffnungsbilanzwerte sowie die sonstigen Verbindlichkeiten im Jahresabschluss, einschließlich der zugehörigen Angaben. Dieser Sachverhalt hat umfassende Bedeutung auch für die Beurteilbarkeit der im Lagebericht erfolgten Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie der Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Es liegt in unserer Verantwortung, eine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchzuführen. Des Weiteren liegt es in unserer Verantwortung, einen Bestätigungsvermerk zu erteilen. Aufgrund des im Abschnitt "Grundlage für die Erklärung der Nichtabgabe von Prüfungsurteilen" beschriebenen Sachverhalts sind wir nicht in der Lage gewesen, ausreichende geeignete Prüfungsnachweise als Grundlage für Prüfungsurteile zu diesem Jahresabschluss und diesem Lagebericht zu erlangen. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Erding, 6. November 2024 R
& P Wirtschaftstreuhand GmbH
gez. Stefan Götz, Wirtschaftsprüfer |
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