Reparatur und Instandhaltung von Krafträdern
JÜKE Systemtechnik GmbH
Trumpenstiege 2, 48341 Altenberge, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Max Jürgens seit 5.12.2024 | Geschäftsführer |
Steffen Hovestadt seit 5.12.2024 | Geschäftsführer |
Dominik Fockenbrock seit 6.11.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 4 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
EVORION Biotechnologies GmbHAufgelöst | 7.60% |
| 4.55% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
JÜKE Systemtechnik GmbHAltenbergeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtGeschäftsmodell des Unternehmens Die JÜKE Systemtechnik GmbH besteht seit dem Jahr 1990. Die Gesellschaft ist ein branchenübergreifend operierender Systemlieferant für Feinmechanik und Elektronik. Wir entwickeln, konstruieren und produzieren in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden Baugruppen, Systeme und komplette Lösungen. Unsere Kunden sind tätig in den folgenden drei Branchen: • Medizintechnik, Life Science • Analysen-, Bio- und Labortechnik • Optische Technologien Als Dienstleister in der Mechatronik bieten wir unseren Kunden neben unseren Fertigungs- und Montagemöglichkeiten auch unser Know-how für die Neu- und Weiterentwicklung ihrer Produkte sowohl in technischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht an. Wir übernehmen dabei auch die logistische Abwicklung der Projekte bis zur termingerechten Anlieferung bei unseren Kunden. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um 2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Positive Signale kamen lediglich vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben, dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333 000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Die staatlichen Haushalte beendeten das Jahr 2023 nach vorläufigen Berechnungen mit einem Finanzierungsdefizit von 82,7 Milliarden Euro. Das waren etwa 14 Milliarden Euro weniger als im Jahr 2022 (96,9 Milliarden Euro). Vor allem der Bund konnte sein Finanzierungsdefizit gegenüber dem Vorjahr erheblich verringern. Im Jahr 2022 hatten die Entlastungspakete der Bundesregierung zur Abmilderung der Energiekrise und Stabilisierung der Wirtschaft zu hohen Ausgaben geführt. Im Jahr 2023 erfolgten zwar ebenfalls umfangreiche Zahlungen für die Gas- und Strompreisbremse, es entfielen aber größtenteils die Ausgaben zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, zum Beispiel für Tests und Impfstoffe. Daneben zahlte der Bund auch weniger Transfers an Länder und Sozialversicherungen, deren Finanzierungssalden sich dadurch verschlechterten. Die anhaltende finanzielle Belastung durch die große Zahl an Geflüchteten machte sich vor allem bei den gestiegenen Ausgaben der Gemeinden bemerkbar, die ebenso wie Bund und Länder das Jahr 2023 mit einem Defizit abschlossen. Bezogen auf das BIP in jeweiligen Preisen ergibt sich für den Staat im Jahr 2023 eine Defizitquote von 2,0 %, die damit deutlich niedriger war als in den drei vorangegangenen Jahren. Sie liegt auch unterhalb des europäischen Referenzwertes von 3 % aus dem Stabilitäts- und Wachstumspakt, der allerdings bis einschließlich 2023 ausgesetzt war. (Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023) Branchenentwicklung Die drei Zielmärkte der Gesellschaft haben sich im Verlauf des Jahres 2023 folgendermaßen entwickelt: Medizintechnik Im Jahr 2022 konnten die rund 1.470 deutschen Medizintechnikhersteller nach Angaben des Statistischen Bundesamtes einen Gesamtumsatz von 38,39 Milliarden Euro erwirtschaften. Das entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von mehr als fünf Prozent. Der Inlandsumsatz lag bei 12,61 Milliarden Euro (plus drei Prozent), das Auslandsgeschäft erreichte einen Wert von 25,78 Milliarden Euro (plus sieben Prozent). Die Zahl der Beschäftigten hat 2022 ebenfalls zugelegt und stieg um 3,3 Prozent auf knapp 160.000 Mitarbeiter (Quelle: Spectaris-Jahrbuch 2022/2023 Medizintechnik). Analysen-, Bio- und Labortechnik Die 330 deutschen Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik erwirtschafteten im Jahr 2023 einen Umsatz von 11,22 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Während in Deutschland nur ein leichter Rückgang um 0,8 Prozent auf 5,26 Milliarden Euro zu verzeichnen war, lag das Auslandsgeschäft mit einem Umsatz von 5,96 Milliarden Euro um 6,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Dies führte zu einer leicht gesunkenen Exportquote von 53,1 Prozent. Mit der schwachen Umsatzentwicklung sank auch die Zahl der Beschäftigten um 0,7 Prozent auf rund 52.700 Mitarbeiter. Trotz der zahlreichen Herausforderungen und Unsicherheiten wird für 2024 wieder ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich für das Jahr 2024 erwartet. (Quelle: Spectaris- Trendreport ABL 2024) Optische Technologien Mit einem Jahresumsatz von mehr als 50,2 Milliarden Euro, die von 190.600 Beschäftigten erwirtschaftet werden, ist Deutschland führend auf dem europäischen Photonikmarkt. Über 40 Prozent der europäischen Photonikprodukte kommen aus Deutschland. Das durchschnittliche jährliche Branchenwachstum liegt bei sehr positiven 6,5 Prozent. (Quelle: Spectaris-Photonik, Trend Report Photonics 2023/202) Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Ertragslage Die Geschäftsentwicklung der JÜKE Systemtechnik GmbH war insgesamt sehr gut. Zu den konjunkturellen Rahmenbedingungen konnten Umsatz und Absatz gegenüber 2022 weiter gesteigert werden. Das Planziel für 2023 wurde erreicht. Im Berichtsjahr konnten wir die verfügbaren Produktionskapazitäten bis an ihre Grenzen auslasten. Die bedeutendsten finanziellen Leistungsindikatoren, die auch zur internen Steuerung des Unternehmens verwendet werden, stellen die Umsatzerlöse dar. Der Umsatz entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 positiv und konnte um TEUR 3.638 auf TEUR 30.472 (+13,6%) gesteigert werden. Der Anstieg des Umsatzes im Berichtsjahr resultiert sowohl aus Neuprojekten bei Bestandskunden als auch aus der Akquise von Neukunden. Wir haben einen Jahresüberschuss von TEUR 1.595 erzielt. Damit konnte das Ergebnis des Vorjahres (TEUR 624) um 155,9% gesteigert werden. Die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss/Eigenkapital) beträgt 14,6 % (Vorjahr: 6,7 %). Die Gesamtleistung stieg von TEUR 26.786 um 14,3 % auf TEUR 30.616. Die Umsatzrentabilität (Jahresüberschuss/Gesamtleistung) beträgt 5,3 % (Vorjahr: 2,4 %). Im Vergleich zum Vorjahr, aufgrund des stark gestiegenen Umsatzes, sind die Personalkosten mit einem Anstieg von 16,5 % höher ausgefallen als für das Jahr 2023 geplant. Das Ergebnis nach Ertragsteuern hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr stark verbessert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von TEUR 1.604 (Vorjahr: TEUR 633) erzielt. Vermögenslage Die Bilanzsumme der JÜKE Systemtechnik GmbH beläuft sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 17.972. Sie hat sich gegenüber dem Vorjahr 2022 (TEUR 16.409) um TEUR 1.563 (9,5%) erhöht. Wesentlicher Grund für den Anstieg der Bilanzsumme ist, dass neben der Erhöhung des Anlagevermögens auf der Aktivseite, auf der Passivseite durch die gute Ertragslage das Eigenkapital erhöht werden konnte. Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil vom Anlagevermögen an der Bilanzsumme von 34,5 % gekennzeichnet. Das Anlagevermögen erhöhte sich um TEUR 1.363. Die Investitionen im Anlagevermögen beliefen sich auf TEUR 1.882. Im Wesentlichen wurde in einen Erweiterungsbau (TEUR 1.334) investiert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten trotz Umsatzsteigerung um TEUR -1.029 auf TEUR 4.141 verringert werden. Die Forderungen wurden mittels einer Kreditausfallversicherung abgesichert. Die sonstigen Vermögensgegenstände verringerten sich auf TEUR 63 (Vorjahr: TEUR 238). Durch externe Beratung und Aufstockung des Personals im Bereich Logistik/Einkauf konnte sowohl die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt werden, wie auch die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen verbessert werden. Dieser positive Trend soll im Jahr 2024 weiter ausgebaut werden. Die Vorratsbestände haben sich jedoch gegenüber dem Vorjahr nur moderat um TEUR 570 (9,9 %) auf TEUR 6.323 erhöht. Die liquiden Mittel erhöhten sich um TEUR 849 auf TEUR 1.130. Das Unternehmen wird auch künftig seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen können. Die Kapitalstruktur ist durch einen Anteil vom Eigenkapital an der Bilanzsumme von 60,7 % gekennzeichnet (Vorjahr: 56,8 %). Das Eigenkapital konnte um TEUR 1.595 auf TEUR 10.908 erhöht werden. Darin enthalten ist eine Gewinnrücklage von TEUR 1.871. Die im Berichtsjahr erfolgte Einstellung aus dem Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 1.842 wurde vor dem Hintergrund des Ausscheidens eines Gesellschafters beschlossen. Mit Wirkung zum Beginn des neuen Geschäftsjahres 2024 werden dessen Gesellschaftsanteile gegen Zahlung einer Abfindung eingezogen. Finanzlage Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr gut und hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Die Nettoverschuldung (Fremdkapital abzüglich liquider Mittel) der Gesellschaft beträgt TEUR 5.934 (Vorjahr: TEUR 6.815). Unsere Finanzierung des Anlagevermögens erfolgte weitgehend aus Fremdmitteln. Trotzdem konnten unsere gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 4.819 auf TEUR 4.284 gemindert werden. Die bestehenden Darlehen wurden im Geschäftsjahr mit TEUR 1.076 getilgt. Im Berichtsjahr erwirtschaftete die Gesellschaft einen positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (TEUR 3.397). Infolge der hohen Investitionen in das Anlagevermögen weist die JÜKE Systemtechnik GmbH einen negativen Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit (TEUR -1.828) aus. Die Anlagendeckung (Eigenkapital/Anlagevermögen) beträgt 175,82 % (Vorjahr: 192,38 %). Durch die Auszahlung von Finanzkrediten, generierte die Gesellschaft trotz Tilgungen bisheriger Finanzkredite und Zinszahlungen einen positiven Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR 839). Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können. Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der JÜKE Systemtechnik GmbH kann insgesamt als sehr gut bezeichnet werden. Risikobericht Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Eine weitere Verschlechterung der Rahmenbedingungen könnte das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Produktrisiken Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln. Trotz ständiger Qualitäts- und Produktionsüberwachung ist es möglich, dass fehlerhafte Produkte, auch in größeren Mengen zurückgenommen werden müssen. Potenzielle Schadenersatzzahlungen in Verbindung mit den zuvor beschriebenen Risiken können das Ergebnis erheblich belasten. Investitions- / Finanzierungsrisiken Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet. Solche Risiken können eintreten durch Überschreiten des mit Banken vereinbarten Kreditrahmens oder einer steigenden Inanspruchnahme der Zahlungsziele. Personalrisiken Die JÜKE Systemtechnik GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals. Bestandsgefährdende Risiken Alle aufgeführten Risiken stellen derzeit keine Bestandsgefährdung dar. Andere bestandsgefährdende Risiken sind zurzeit nicht erkennbar. Bestandsgefährdende wirtschaftliche und rechtliche Risiken sowie Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht erkennbar. Risikomanagementziele und -methoden Vom Unternehmen wurden Maßnahmen getroffen, mit denen die Risikoerkennung, die Risikoanalyse und die Risikokommunikation sichergestellt werden. Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Die Frühwarnsysteme wurden zu einem Risikomanagement zusammengefasst. Zum internen Überwachungssystem gehören: - die Anwendung einheitlicher Richtlinien - der Einsatz zuverlässiger Software - die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals - Abweichungsanalysen - Arbeitsanweisungen - Regelungen zur Vertretungsvollmacht - Cyber-Überwachung Das Kontroll- und Risikomanagement basiert auf der Risikoerkennung, -bewertung und -steuerung. Es gibt bei der Gesellschaft eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen werden zentral über die Bereichsleiterbesprechungen gesteuert. Die im Bereich der Rechnungslegung eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt. Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Durch die eingesetzte Software finden programmierte Plausibilitätsprüfungen statt. Des Weiteren wurde eine Cyber-Versicherung abgeschlossen, um mögliche Risiken bei Cyberattacken bewältigen zu können. Unser Unternehmen hat das Ökoprofit-Zertifikat des Kreises Steinfurt erhalten, eine Anerkennung für unsere Bemühungen, umweltfreundliche Praktiken in unseren Geschäftsbetrieb zu integrieren. Diese Auszeichnung bestätigt unsere Anstrengungen, Ressourcen zu schonen, Abfälle zu reduzieren und umweltfreundliche Technologien zu implementieren. Darüber hinaus haben wir eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich weiterhin intensiv mit den Themen der Nachhaltigkeit befasst, um die ISO-Zertifizierung 14001 zu erlangen. Diese Norm legt internationale Standards für Umweltmanagementsysteme fest. Chancenbericht Chancen für die zukünftige Entwicklung resultieren insbesondere aus der Konzentration und Fokussierung auf die drei Zielmärkte der JÜKE Systemtechnik GmbH: • Medizintechnik, Life Science • Analysen-, Bio- und Labortechnik • Optische Technologien Diese Märkte sind ausgerichtet auf ein hohes Maß an Komplexität und Variantenvielfalt bei geringen Stückzahlen. Die JÜKE Systemtechnik GmbH bietet ihren Kunden neben Fertigungs- und Montagemöglichkeiten das hierfür notwendige Know-how für die Neu- und Weiterentwicklung von innovativen Produkten in entsprechend hochwertiger Qualität. Im Hinblick auf die Internationalisierung der Medizintechnikbranche und die Abkoppelung vom Binnenmarkt kommt der Gesellschaft ihre internationale Ausrichtung und mehrjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit international tätigen Kunden zugute. Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Produkte bildet. Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen haben wir eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Prognosebericht Auch im Jahr 2024 wird uns die Lieferfähigkeit unserer Lieferanten, fehlende Ressourcen für die benötigte Energie auch im Hinblick des andauernden Ukrainekrieges einen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit haben. Die Geschäftsführung hat diese Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung im Jahr 2023 in der Planung für 2024 berücksichtigt. Auf Basis der Planungsgespräche mit unseren Kunden erwarten wir leicht steigende Umsätze im Vergleich zum Berichtsjahr. Je nach Dauer und Verlauf des Krieges und die damit möglichen Veränderungen der geopolitischen Situation besteht das Risiko, für unsere Kunden im größtem Wachstumsmarkt (Asien und Indien), dass der geplante Umsatz für das Jahr 2024 bis zu 20 % einbrechen kann. BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangRechnungslegungsgrundsätze Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss der JÜKE Systemtechnik GmbH, Altenberge, für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft wird unter der Firma JÜKE Systemtechnik GmbH mit Sitz in Altenberge beim Amtsgericht Steinfurt unter der Registernummer HRB 2217 geführt. Gemessen an den für Kapitalgesellschaften geltenden Größenumschreibungen des § 267 HGB ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Gegenstände des Anlagevermögens werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Anschaffungskosten beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten und unter Berücksichtigung erforderlicher Bewertungsabschläge bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt zum nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag. Rückstellungen mit Laufzeiten von über einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Vermögensgegenstände und Schulden, die auf fremde Währungen lauten, werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Bilanzerläuterungen Anlagevermögen Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt. Finanzanlagen Unter den Finanzanlagen wird eine Beteiligung an der HEIMATBOOST GmbH, Steinfurt, ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die im Jahresabschluss ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind allesamt kurzfristig und innerhalb eines Jahres fällig. Eigenkapital Der Bilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von TEUR 7.143 (Vorjahr: TEUR 8.362). Rückstellungen Der Posten "Sonstige Rückstellungen" enthält Beträge für Urlaubs- und Tantiemeansprüche, Überstunden, Garantieansprüche, Berufsgenossenschaft, Jahresabschlusskosten sowie ausstehende Rechnungen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind wie folgt fällig:
* in Klammern befindliche Werte betreffen Vorjahreszahlen Die Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt u. a. durch Grundschulden auf der Betriebsimmobilie (TEUR 2.850). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) auf Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Sonstige Angaben Mitglieder der Geschäftsführung Geschäftsführer im Kalenderjahr 2023 waren: Herr Heinrich Jürgens, Altenberge Herr Martin Hovestadt, Greven Herr Dominik Fockenbrock, Telgte (ab 01. Juli 2023) Von der Befreiungsvorschrift zu den Bezügen der Geschäftsführer wird nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Mitarbeiter Anzahl der Mitarbeiter Die Anzahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt:
Ergebnisverwendung Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Gesellschafterversammlung soll der erzielte Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Altenberge, den 19. März 2024 Dominik Fockenbrock Heinrich Jürgens Martin Hovestadt Anlagenspiegel
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die JÜKE Systemtechnik GmbH, Altenberge Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der JÜKE Systemtechnik GmbH, Altenberge - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der JÜKE Systemtechnik GmbH, Altenberge, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Rheine, den 09. April 2024 Stolze
- Dr. Diers - Beermann GmbH
F. Beermann, Wirtschaftsprüfer J. Fink, Wirtschaftsprüfer Hinweis nach § 328 Abs. 1a S. 2 2. HS HGB: Wir weisen darauf hin, dass für die Offenlegung von zulässigen, größenabhängigen Erleichterungsvorschriften Gebrauch gemacht wurde. Der vorstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses und die ErgebnisverwendungMit Gesellschafterbeschluss vom 22.04.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt sowie beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von 8.736.756,45 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. |
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