HCK GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Wolfgang Bach seit 24.5.2023 | Kommanditist |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
2 von 3 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
EJOT Holding GmbH & Co. KGBad BerleburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernlagebericht 2021der EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad BerleburgGrundlagen des Konzerns Die EJOT Holding GmbH & Co. KG ist die Muttergesellschaft der weltweit tätigen EJOT-Gruppe. Zur EJOT-Gruppe gehören 7 Inlands- und 38 Auslandsgesellschaften. EJOT ist eine mittelständische Unternehmensgruppe und ein Spezialist der Verbindungstechnik. Die EJOT Kunden kommen in erster Linie aus der Automobil- und Zulieferindustrie, der Telekommunikations- und Unterhaltungselektronik sowie dem Baugewerbe. EJOT bietet eine breite Palette innovativer Verbindungselemente, insbesondere gewindefurchender Schrauben für Metalle und Kunststoffe, technische Umformteile aus Kunststoff und Metall, ein Komplettprogramm für die Befestigung der Außenhülle von Gebäuden und das ejotherm® Programm für die Befestigung von Wärmedämmverbundsystemen. EJOT erarbeitet in partnerschaftlicher Entwicklung mit den Kunden die Lösungen für deren Füge- und Befestigungsprobleme. Dabei ist es das Ziel, durch die Verwendung "intelligenter" EJOT Produkte die Qualität der Verbindung sicherzustellen und die Systemkosten der Verbindung zu senken. In Europa stellen zahlreiche eigene Produktions- und Vertriebsgesellschaften sowie Vertriebspartner die schnelle Verfügbarkeit unserer Produkte und den direkten Kundenkontakt sicher. Aber auch weltweit sind EJOT - oder unsere Produkte - verfügbar. Dazu sind wir mit Produktionsstätten und Vertriebsbüros in Amerika und Asien präsent. Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten dienen im Wesentlichen der Produkt Neu- und Weiterentwicklung und finden in den jeweiligen Produktions- aber auch Vertriebsgesellschaften statt. Die Kosten dazu werden nicht aktiviert. Gesellschafter der EJOT Holding GmbH & Co. KG sind: Komplementär EJOT Holding Verwaltungsgesellschaft mbH, die die Gesellschaft vertritt. Die EJOT Holding Verwaltungsgesellschaft ist nicht an der KG beteiligt.
Wirtschaftsbericht "Von 99 auf 100" - "Fokus auf die nächsten 100 Jahre" - Lieferengpässe prägen die Zeit Das neunundneunzigste Jahr unserer Firmengeschichte hat sich als das bisher erfolgreichste Jahr der EJOT-Historie verabschiedet. Dies zeigt sich in den Zahlen. Die Umsätze wuchsen um erstaunliche 18 % auf € 617,4 Millionen, die monatliche Schraubenproduktionsmenge erreichte die Größenordnung von einer Milliarde Teilen, die Beschäftigtenzahl stieg gruppenweit zum Jahresende um 218 zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an und das Gruppenergebnis (EBIT) von € 58,6 Mio. wurde in den Aufbau von Vorräten und Forderungen, Investitionen in Gebäude, Maschinen und Anlagen sowie in immaterielle Wirtschaftsgüter gesteckt. Die nüchternen Zahlen erwecken dabei den Eindruck, als ob unsere Gruppe auf einer hohen Welle ins Ziel gesurft wäre. Dem war nicht so. Wieder einmal erlebten wir ein Jahr mit zwei Gesichtern: Mit vollen Auftragsbüchern sind wir unter Volldampf in das Geschäftsjahr gestartet. In unserer Industriesparte waren wir von der Sorge getrieben, mit den sprunghaft angestiegenen Auftragsmengen nicht mehr fertig zu werden und letztlich bei unseren Kunden Bandstillstände zu verursachen - mit all den damit verbundenen negativen Konsequenzen. Dieser kräftige Rückenwind in der Industrie ließ mit dem Sommer nach und verwandelte sich im Herbst in sein Gegenteil. Nicht nur in der Automobilbranche, aber dort mit den für uns größten Auswirkungen, erfolgte eine stärkere Einbremsung. Fehlende Mikrochips führten zu Produktionsausfällen und Terminverschiebungen bei unseren Industriekunden. Auftragsbestände konnten nicht abgearbeitet werden und an zahlreichen Standorten musste wiederum das Instrument der Kurzarbeit greifen. Mikrochips waren nicht das Einzige, was in diesem Jahr gefehlt und Arbeit und Geld gekostet hat. Die Pandemie hat die weltweiten Lieferketten zum Zerreißen angespannt. Der coronabedingte Stillstand aus dem Frühjahr 2020 führte zum Herunterfahren der Stahl- und Grundstoffindustrie. Großanlagen, wie ein Stahlwerk kann man nicht einfach rauf- und runterfahren. Seecontainer blieben nicht nur auf der "Ever Given" im Suezkanal stecken, sondern auch wegen Auftragsmangel am alten Zielort. In Asien wurden Häfen gesperrt, weil es zu COVID 19-Infektionen gekommen war. So bildeten sich weitere Flaschenhälse und wir alle stellten fest, wie sensationell gut der internationale Warenverkehr bis dato funktioniert hatte und nun, wie bei Dominosteinchen, ein Teil der Kette nach dem anderen ins Stocken geriet. Damit einher gingen sprunghaft ansteigende Preise für all diese Güter. So erfasste uns eine Kostenwelle bei Stahl, Kunststoffgranulaten, Frachten und Energie, deren erste Folgen in der zweiten Jahreshälfte in unseren Büchern ankam, deren volle Auswirkung wir im kommenden Geschäftsjahr sehen werden. Dies alles stellte Mitarbeiter und Organisation vor große Herausforderungen. Die ohnehin schon angespannte Versorgungssituation wurde in Europa zur Monatsmitte Juli nochmals angespannter. Aufgrund der Starkregenfälle, insbesondere in den deutschen Bundesländern Rheinland-Pfalz sowie in Nordrhein-Westfalen, zerstörte das darauffolgende Hochwasser große Bereiche der Infrastruktur und zahlreiche Menschenleben. Ein Schwerpunkt war der Fluss Lenne und seine Zuläufe im Raum Altena, in dem viele unserer Dienstleister und Drahtzulieferer beheimatet sind und auch ein guter Teil der Wurzeln unserer Unternehmensgruppe liegen. Der Firmengründer, Adolf Böhl, ließ sich durch einen Altenaer Drahtzieher zur Nagel- (und späteren Schrauben-) fertigung bewegen, Hans-Werner Kocherscheidt, unser vor knapp 5 Jahren verstorbener Eigentümer, ging hier bis zum Abitur zum Gymnasium und viele Mitarbeiter unserer Aufbaujahre (1960-80) kamen zu uns vom "Lennewerk" in Altena. Mit der Flutkatastrophe wurde es zusätzlich eng in der Drahtversorgung. Dank weltweit angelegter Beschaffungsaktivitäten konnte ein hoher Anteil der Mengen, die aufgrund der wetterbedingten Ausfälle nicht regulär geliefert werden konnten, letztlich auch per Luftfracht beschafft werden. Der Wareneingang dieser Mengen erfolgte dann in der Zeit, in der die Produktionsmengen aufgrund der Mikrochip-Versorgung nicht mehr geliefert werden mussten. Differenzierter Verlauf in den Geschäftsbereichen 2021 war in unserer Construction Division ein starkes Jahr, insbesondere im Segment der Befestigung von Wärmedämmverbundsystemen. Das Wärmedämmungsgeschäft ist auch vom politischen Willen zur Energie- und CO 2-Einsparung getrieben. Da, wo es, wie in Italien und Frankreich, staatliche Förderung gegeben hat, erlebten wir eine Sonderkonjunktur. Der überraschend starke Bedarfsanstieg stellte sowohl unsere Produktionsstandorte als auch unsere Beschaffung vor große Herausforderungen. Wir haben schnell erkannt, dass wir hier mit Investitionen und Aktionen tätig werden mussten, um unsere Kapazität an den Standorten in der Schweiz und in Polen maximal auszufahren und zusätzlich zu erweitern. Neben unseren klassischen Dübeln und unseren weiteren Befestigungsteilen für diese Fassaden lief unsere neue Produktlinie "Profile" erfolgreich an und führte bereits zu weiteren Investitionen in den Kapazitätsaufbau am Standort in Litauen. Auch im Bereich "Building Fasteners" konnten wir uns sehr positiv entwickeln. Treiber waren hier u.a. EJOT Tezmak und EJOT U.K., die den Brexit und seine, schon mal schwierigen, Folgen exzellent bewältigten und im Umsatzwachstum mit an der Spitze der Unternehmensgruppe lagen. Wie geschaffen zum Bezug der neuen erweiterten Betriebsgebäude in Yorkshire, wo wir dank des letztjährigen Ausbaus nun über größere Produktionsflächen verfügen. Aber auch die für unsere Gruppe neuen Anwendungen, von Holzbau über die Verankerungstechnik bis hin zum Bereich "Distribution", mit dem wir die Profi-Baumärkte bedienen, trugen zur positiven Geschäftsentwicklung bei. Neu am Start war auch unser Digital-Start-Up, ClickBuild. Auch hier erwirtschaften wir erste Umsätze. Im weiteren Jahresverlauf mussten wir allerdings erkennen, dass wir unser ursprüngliches Geschäftsmodell auf den Prüfstand stellen und grundlegend überarbeiten müssen. In der Industrie-Sparte, die fast 60 Prozent des Außenumsatzes ausmacht, aber einen noch größeren Anteil aller Mitarbeiter der Gruppe beschäftigt, waren wir von der nachlassenden Automobilproduktion betroffen. Dies insbesondere in den Bereichen "Insert Molding" und "EJOSYST", die beide sehr stark automobilorientiert sind. Da es sich bei der Mikrochipkrise um ein weltweites Phänomen handelte, waren auch die Standorte in China und Nordamerika hiervon betroffen. Interessanterweise gelang es den großen Automobilherstellern, ihre Ergebnisse, trotz schwacher Produktionszahlen, hochzuhalten. Dies scheint ihnen gelungen, weil sie die Mikrochips klug den margenstarken Modellen zugewiesen haben und auf Rabattierungen und Sonderaktionen verzichteten. Die Marktnachfrage bleibt unverändert hoch, denn ihre Kunden wollen ja Autos kaufen, nun allerdings zu sehr langen Lieferzeiten. Mit der Auflösung dieses Mikrochip-Versorgungsengpasses dürfte dieser Branche - und auch uns - wieder der Druck auf die Steigerung der Produktionsmengen bevorstehen. Für den Bereich der Verbindungstechnik wurde der Produktionsrekord bereits geschildert. Aufgrund der über die Automobilindustrie hinaus reichenden Kundschaft wurden wir hier etwas geringer von der schwierigeren konjunkturellen Entwicklung des 2. Halbjahres getroffen. An unserem großen Standort in Thüringen konnten die hohen Investitionen, die wir in den Vorjahren in unsere Vergütungslinien gesteckt hatten, gut ausgenutzt werden. Dort entstand zudem eine erste interne Kapazität für Zink-Lamellenbeschichtungen, die maßgeblich von unseren Mitarbeitern konzipiert wurde und zu substanziellen Verbesserungen bei Materialeinsatz und Qualitätsüberwachung führt. Der Serienanlauf dieser Technik wird im Frühjahr 2022 erfolgen. International konnten wir sowohl in China als auch in der Türkei das hohe Produktionsniveau halten und ausbauen. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die Umsatzerlöse des EJOT Konzerns liegen im Jahr 2021 bei € 617 Mio. und sind im Vergleich zu 2020 um € 96 Mio. gestiegen. Im Ausland steigt der Umsatz überproportional, was zu einem weiter anwachsenden Auslandsanteil führt. Der Umsatz im Construction Bereich entwickelte sich aufgrund der guten Rahmenbedingen sehr positiv, auch der Industriebereich konnte den Umsatz wieder deutlich steigern. Die Gesamtleistung erhöhte sich um € 119 Mio. auf € 641 Mio. Der Materialaufwand stieg von € 197 Mio. auf € 259 Mio. an durch Preiserhöhungen und einen erhöhten Einkauf von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie die überproportionalen Aufwendungen für bezogene Leistungen im Geschäftsjahr. Daher fiel die Rohertragsmarge bezogen auf die Gesamtleistung auf 59,5 % (2020 62,3 %). Im Geschäftsjahr 2021 steht einer um € 119 Mio. gestiegenen Gesamtleistung ein um € 105 Mio. gestiegener Betriebsaufwand gegenüber. Durch diese Entwicklung und den Anstieg bei den sonstigen betrieblichen Erträgen erhöhte sich das Betriebsergebnis um € 21 Mio. auf € 58,6 Mio. Die Erhöhung des Betriebsaufwands wurde insbesondere durch die Steigerung des Materialaufwandes um € 63 Mio. (+31,9 %) und der Personalaufwendungen um € 24,9 Mio. (+13,4 %) getrieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um € 16,8 Mio. (+19,1 %) und die Abschreibungen leicht um 0,8 Mio. (+3,0 %). Die Materialaufwandsquote erhöhte gegenüber dem Vorjahr sich um 2,8 Prozentpunkte auf 40,5 %, die Personalaufwandsquote sank um 2,7 Prozentpunkte auf 33,0 Prozent. Unter Berücksichtigung des negativen Finanzergebnisses (inclusive € 0,2 Mio. Beteiligungsergebnis), von € 2,2 Mio. ergibt sich im Geschäftsjahr ein um € 20,0 Mio. erhöhtes Ergebnis vor Steuern in Höhe von € 56,4 Mio. Dies entspricht einer Umsatzrendite von 9,1 % nach 7,0 % im Vorjahr. Die Ertragsteuern erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr von € 10,4 Mio. auf € 18,9 Mio. Auf Basis der erläuterten Rahmenbedingen konnte eine sehr zufriedenstellende Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr erzielt werden. Hierzu haben insbesondere ein gutes Krisenmanagement und die internationalen Gesellschaften beigetragen; nur einige wenige Gesellschaften der EJOT-Gruppe konnten kein positives Ergebnis erzielen. Im Rahmen des Finanzmanagements konnten wesentliche Zielstellungen durch Bündelung der Finanzierungsbedarfe auf wenige wichtige Partner gehalten werden: Die Finanzierungssicherheit, die Finanzierungsflexibilität und attraktive Finanzierungskonditionen. Das Finanzergebnis im Konzern hat sich Vergleich zum Vorjahr um € 0,5 Mio. vermindert und liegt bei € -2,2 Mio. Ein wesentlicher Anteil der Zinsaufwendungen resultiert aus den bestehenden Gesellschafterdarlehen sowie aus Rückstellungen für Zinsen aus Steuerzahlungen. Als größte Investition im Jahr 2021 ist die Standortentwicklung von unserer türkischen Gesellschaft mit ca. 5 Mio. € zu nennen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stellt mit € 40 Mio. im Jahr 2021 die bedeutendste Finanzierungsquelle dar. Aus Investitionstätigkeit sind in diesem Zeitraum € 46 Mio. abgeflossen. Die Bankguthaben haben sich im Vergleich zum Vorjahr vermindert und liegen bei € 38 Mio. Die Kapitalstruktur entwickelte sich wie folgt: Das handelsrechtliche Konzerneigenkapital beträgt € 346 Mio. und ist im Vergleich zum Vorjahr um € 29 Mio. gestiegen. Die handelsrechtliche Konzerneigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 71 % (Vorjahr: 75 %). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um € 7,5 Mio. auf € 9,1 Mio. zum 31.12.2021. Die EJOT-Gruppe verfügt zum Bilanzstichtag 31.12.2021 über Bankguthaben in Höhe von € 38 Mio. und nicht ausgenutzte Kreditlinien von mehr als € 40 Mio. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um € 63 Mio. auf € 487 Mio. zum 31.12.2021. Von diesem Betrag sind € 176 Mio. in das Sachanlagevermögen investiert. Das gesamte Anlagevermögen, bereinigt um die Abschreibungen und Abgänge, liegt bei € 184 Mio. und damit € 20 Mio. über dem Vorjahreswert. Das Umlaufvermögen beträgt € 298 Mio. und liegt somit € 42 Mio. über dem Vorjahresniveau. Wesentliche Positionen im Bereich des Umlaufvermögens sind die Vorräte mit € 148 Mio., die im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen sind. In Relation zur Umsatzentwicklung haben sich die Vorräte überproportional erhöht. Die Forderungen betragen zum Bilanzstichtag € 109 Mio. (2020 € 99 Mio.) und sind somit in Relation zum Jahresumsatz unterproportional gestiegen. Die Bankguthaben liegen mit € 38 Mio. um € 7 Mio. unter dem Vorjahresniveau. Der Personalbestand beträgt zum 31.12.2021 3.794 Mitarbeiter und wurde gegenüber dem Vorjahr um 218 Mitarbeiter erhöht. Insgesamt hat sich im Jahr 2021 der Umsatz der EJOT-Gruppe sehr gut entwickelt. Marktanteile konnten nach unserer Einschätzung gehalten und auch weiter ausgebaut werden, sinnvolle Investitionen wurden getätigt, die Kapitaldecke konnte weiter aufgestockt werden, sodass die EJOT-Gruppe gut für den Wettbewerb und das Jahr 2022 gerüstet ist. Trotz der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weltweit konnte im Geschäftsjahr der Planumsatz überschritten werden, das Ergebnis liegt ebenfalls deutlich über dem Planniveau. Nachtragsbericht Hinsichtlich des Nachtragsberichtes verweisen wir auf die Darstellung im Anhang. Risiko- und Chancenbericht Die aktuelle Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei. Aktuell sind die Fallzahlen in vielen Ländern noch hoch, obwohl einige Länder wie England und Dänemark bereits die Schutzmaßnamen lockern. Problematisch ist vor allem die mögliche Ausbreitung von neuen Varianten. Die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell das Infektionsgeschehen wieder abflacht. Der Überfall russischer Truppen auf die Ukraine hat uns erschüttert und aufgezeigt, wie zerbrechlich Frieden, Freiheit und Demokratie in Europa geworden sind. Einen Angriffskrieg auf einen europäischen Nachbarstaat haben wir uns nicht mehr vorstellen können. Unsere Gruppe ist in beiden Staaten vertreten, in der Moskauer Region über unsere EJOT Wostok und in Kiev über die EJOT Ukraina. Unsere Sorge und Anteilnahme gelten dabei ganz besonders den Menschen in der Ukraine, die nun unter Lebensgefahr stehen. Sie gilt unseren Mitarbeitern in der Ukraine samt ihren Familien, aber auch den Menschen in Russland, die sich auch in schwierigen Zeiten unter hohem persönlichem Risiko für Frieden und Freiheit einsetzen. Es ist bitter, in unserem einhundertsten Jahr, in dem wir uns freuen und gemeinsam feiern wollten, so brutal aus der Normalität gerissen zu werden. Wir erfahren einen tiefen Einschnitt in unser Leben. Viele Dinge sind jetzt im Fluss, große Veränderungen zeichnen sich ab. Ein neuer "Eiserner Vorhang" könnte entstehen. Ob Präsident Putin es bei diesem Krieg bei dem Einmarsch in die Ukraine belässt oder den Krieg noch weitertragen wird, wissen wir heute noch nicht. Es ist aber davon auszugehen, dass der Angriff auf die Ukraine geopolitische, aber auch erhebliche wirtschaftliche Folgen haben wird. Wir werden uns in den kommenden Tagen und Wochen mit den möglichen Auswirkungen auf uns, unser Geschäft, unsere Kunden und Lieferanten intensiv beschäftigen und prüfen, ob und wenn ja, welche Maßnahmen wir ergreifen müssen, um unsere Gruppe und unsere EJOT Familie gut und sicher durch diese bedrohliche Zeit zu führen. Der Strukturwandel in der Automobilindustrie birgt weitere Risiken, aber auch Chancen für technologieorientiere Unternehmen. Für EJOT ergibt sich hieraus ein Risiko aus einer möglichen verminderten Nachfrage nach unseren Produkten in Europa. Durch entsprechende Kostensenkungsmaßnahmen können wir hierauf flexibel reagieren, jedoch verbleiben bei starkem Auftragsrückgang entsprechende Ergebnisrisiken. Unsere Risikopolitik resultiert aus dem Bestreben nach einem nachhaltigen profitablen Wachstum. Ziele des Risikomanagements bei EJOT sind, mögliche Risiken schnellstmöglich zu identifizieren und zu minimieren sowie bestandsgefährdende Risiken auszuschließen. Im Rahmen eines Risikoreportings und des internen Berichtswesens werden diese Risiken seit einigen Jahren laufend überwacht. Um monetäre Auswirkungen von Risiken zu minimieren, werden, soweit realisierbar und wirtschaftlich sinnvoll, entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Die zunehmende Computerkriminalität führt zu steigenden Risiken hinsichtlich Sicherheit und Verfügbarkeit von Systemen und Netzwerken. Zur Risikominimierung setzen wir auf Schutzsysteme wie Firewalls und Virenscanner sowie auf die Schulung und Sensibilisierung unserer Mitarbeiter. Wir benötigen fortlaufend qualifizierte Mitarbeiter und der Wettbewerb um diese Mitarbeiter nimmt ständig zu. Ein Teil unseres zukünftigen Erfolges liegt darin, qualifizierte Mitarbeiter einzustellen, zu entwickeln und diese dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Daher bauen wir, mit verschiedenen Maßnahmen, unsere Position als attraktiver Arbeitgeber weiter aus, um diesem Risiko zu begegnen. Aus der Preisentwicklung auf den Rohstoffmärkten können sich Margenrisiken ergeben. Durch den partiellen Einsatz von Warenderivaten wirken wir der Preisvolatilität in den Rohstoffmärkten entgegen. Bedeutende Ausfallrisiken mit negativen Auswirkungen auf unser zukünftiges Geschäft sind aus heutiger Sicht noch nicht zu erkennen. Wesentliche Währungsrisiken bestehen für die EJOT-Gruppe nicht. In essentiellen Einzelfällen werden Währungsrisiken gegebenenfalls abgesichert. Durch veränderte Marktzinsen können sich negative Effekte ergeben. Aufgrund der offensiven Geldpolitik der Notenbanken befinden sich die Zinssätze jedoch auf einem historisch niedrigen Niveau und sorgen für günstige Finanzierungen im Unternehmen. Zinsänderungsrisiken werden bei EJOT aktuell nicht abgesichert. Beim Management von Waren-, Währungs- und Zinsänderungsrisiken setzt EJOT ausschließlich marktgängige Instrumente zur Sicherung der bestehenden Grundgeschäfte und der teilweise geplanten Einkäufe, niemals jedoch zu Spekulationszwecken, ein. Zur Absicherung von Risiken aus der Metallpreisentwicklung wurden Kaufoptionen über Primärnickel abgeschlossen. Durch Produktinnovationen, die internationale Ausrichtung, Automatisierung und Digitalisierung der EJOT Gruppe sehen wir gute Chancen für das weitere Wachstum in den nächsten Jahren. Voraussichtliche Entwicklung - Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Mit einer neuen Struktur in die nächsten 100 Jahre Mit dem Beginn des neuen Jahres stehen wir vor größeren Veränderungen und einem freudigen Ereignis: Wir feiern ein ganzes Jahr lang "100 Jahre EJOT". Dass unsere Gruppe damit schon über drei Generationen Bestand hat, ist ein gutes Zeichen - für uns, weil wir uns erfolgreich im Wettbewerb behauptet haben und für unsere Kunden, weil es Verlässlichkeit symbolisiert und Vertrauen stärken kann. Ein wichtiger Aspekt war für uns, dass wir hier "das Feuer schüren, aber nicht die Asche bewahren" wollen. Das heißt, unser Fokus soll im Blick auf "die nächsten 100 Jahre" liegen. Aus dieser Motivation haben wir im vergangenen Geschäftsjahr unsere Strukturen einer Überprüfung unterzogen und erste Schritte zu einer neuen Aufstellung unserer Gruppe unternommen. Dazu haben wir zum 1. Februar 2022 den Rechtsformwechsel von der EJOT GmbH & Co. KG zur EJOT SE & Co. KG vollzogen. In einem weiteren Schritt wird die EJOT Baubefestigungen GmbH Ende des ersten Quartals auf die EJOT SE & Co. KG verschmolzen. Die neue Rechtsform stärkt den Charakter des Familienunternehmens Europäischer Herkunft. Wir sehen die zunehmende technologische Dynamik, die die Digitalisierung, der sich abzeichnende Wandel in unserer Mobilität, aber auch die Anforderungen, den Klimawandel für uns alle verträglich zu gestalten, mit sich bringen werden. Werden die Lösungen dazu alle aus unseren traditionellen großen EJOT-Ländern kommen oder erwarten wir hier noch stärkere Impulse aus Nordamerika oder Asien? Wenn wir sicherer sein wollen, dass EJOT auch künftig bei diesen Veränderungen technologisch an vorderer Frontlinie stehen kann, dann müssen wir unsere Fühler außerhalb Europas weiter verstärken. Dies wird uns helfen, dass wir weiterhin mit den anspruchsvollsten und dynamischsten Kunden in Projekten zusammenarbeiten werden. Diese Zusammenarbeit ist eine der Voraussetzungen dafür, um in unserer Branche technologisch führend zu bleiben. Technologieführerschaft und Innovationskraft sind - und bleiben - die wichtigen Treiber unseres Erfolgs. Es bedeutet für unsere Gruppe, dass wir noch internationaler werden wollen. Wir haben erkannt, dass wir diese Zielsetzung auch organisatorisch verankern müssen und haben dazu zum Jahresende unsere Gruppenführung erweitert. Wir bilden ein Executive Team, das nicht nur den Stammsitz in Westfalen, sondern die großen Produktionsstätten, die wichtigen Vertriebsregionen und dann auch die Fokusregionen Asien und Amerika miteinschließt. Dazu lösten wir zum Jahresende die bestehende Geschäftsbereichsorganisation auf und haben zwei Market Units, "Industry" und "Construction" gebildet. Deren Aufgabe wird das Entwickeln und Vermarkten unserer Produkte sein. Die Produktion geht in eine an einheitlichen Standards und Kennzahlen orientierte Produktionsstruktur ein. Entstanden ist eine konsequente und internationale Matrixorganisation. Eine der ersten Aktivitäten aus dem Strategischen Projekt "EJOT 2025" ist der zunehmende Fokus auf die Regionen Asien-Pazifik sowie Nordamerika. Damit einher ging die Wieder-Gründung der EJOT Asia-Pacific in Singapore. Diese Veränderung unserer Ausrichtung haben wir auch in der Geschäftsführung unserer Gruppe vollzogen und mit Dr. Wolfgang Scheiding einen erfahrenen Schraubenfachmann gewinnen können, der sich zunächst der Stärkung unseres industriellen Asien- und Amerikageschäfts widmen wird. Der Ausblick Für das kommende Geschäftsjahr, dem Einhundertsten der Firmengeschichte, sind wir in unserer ursprünglichen Planung von einer ähnlichen konjunkturellen Lage, wie im gerade ablaufenden Jahr, ausgegangen. Die Automobilindustrie wird, zumindest im ersten Halbjahr, noch vom Mangel an Mikrochips geprägt sein. Das lässt uns die Erwartungen für die neue Market Unit Industry konservativ ansetzen. Auf dieser Basis erwarteten wir ein Umsatzwachstum von ca. 5 % bis 10 % und eine Ergebnisentwicklung im unteren Bereich dieser Spanne, das vor allem aus unseren neuen Geschäftsfeldern in der Market Unit Construction gespeist wird. Aufgrund des Krieges in der Ukraine sehen wir bei der ursprünglich Zielerreichung hohe Risiken. Eine angepasste Prognose ist jedoch aufgrund der hohen Unsicherheit momentan nur schwer möglich. Wir haben im Geschäftsjahr 2021 sehr viel an unseren Strukturen und unserer Organisation verändert. Dies ist für das neue Geschäftsjahr auch von Bedeutung. Neue Abläufe müssen sich finden und Verantwortlichkeiten werden angepasst. Im Frühjahr werden wir einen weiteren Schritt in der Neuaufstellung unserer deutschen Gruppe umsetzen und die noch neben der EJOT SE & Co. KG stehende EJOT Baubefestigungen GmbH mit der EJOT SE & Co. KG fusionieren. Das wird die Lieferprozesse zwischen den beiden Bereichen vereinfachen. Wir erwarten nicht, dass das überall reibungslos verlaufen wird. Da aber die handelnden Personen durchweg die Gleichen bleiben und über meist jahrzehntelange Erfahrung in unserem Geschäft verfügen, erwarten wir hieraus nur geringe Auswirkungen. Wir sind entschlossen uns weiterhin in der Leistungsspitze unserer Branche festzusetzen und arbeiten an vielen Stellhebeln: Produkten, Organisation, internationaler Aufstellung, Klima und unserem "EJOT-Geist", den wir gerade im Jubiläumsjahr zum Glänzen bringen wollen. Dies wird in den Projekten sichtbar, die im Laufe des Jubiläumsjahres umgesetzt werden. Beispiele sind der Go-Live der neuen Zink-Lamelle in Tambach, das neue Werk im türkischen Çerkezköy, ein neues Werk für EJOT-SORMAT in Finnland, das neue Tech Center Construction in Bad Laasphe, die Einweihung der neuen Standorte von EJOTATF und ASYST im mexikanischen San Luis Potosí und der Start der EJOT Asia-Pacific in Singapore. Eine große Herausforderung der kommenden Jahre wird der Umbau unserer Gruppe in Richtung Klimaneutralität werden. Dies ist wichtig. Unsere Gesetzgeber stellen immer schärfere Regeln (und höhere Kosten) auf, die Automobilkunden kündigen an, den CO 2-Rucksack unserer Produkte bei der Produktauswahl als zusätzliches Kriterium, wie den Preis, zu berücksichtigen und wir alle haben natürlich ein Interesse, unsere Welt lebenswert zu erhalten. Dazu werden wir uns im kommenden Jahr, nach der derzeit laufenden Ist-Aufnahme aller Standorte der Gruppe, konkrete Ziele setzen, die uns über das kommende Jahrzehnt begleiten werden. Dies bedeutet auch neue Chancen für unsere Gruppe dank unserer Produkte, die bereits heute große Potentiale für den Umbau unserer Wirtschaft von der fossilen Verbrennung hin zu klimafreundlicheren Technologien darstellt. Die Elektromobilität bietet uns - von der Batterietechnik über den Leicht- und Mischbau der Rohkarossen, den Ladestationen für Strom usw. - Ansatzpunkte für Schrauben, Forgings und Baugruppen. Die Gebäudeisolierung ist seit Jahren ein Renner und wird jetzt noch zusätzlich mit Förderprogrammen versehen. Die Solarindustrie erlebt ein starkes Wachstum, in das unsere Befestiger einfließen. Und unsere digitalen Services machen es unseren Kunden einfacher, ihre Bauteile "richtig" zu dimensionieren und Verschwendungen vorzubeugen. Schrauben sind zudem "lösbare Verbindungen", wie geschaffen für eine Kreislaufwirtschaft. Last but not least werden wir auch 2022 an unserer gelebten Praxis festhalten, dass nicht der Plan, das Budget, entscheidend sind, sondern unsere Anpassungsfähigkeit an neue Entwicklungen. Wir sind uns bewusst, dass Planungen im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld mit großen Unsicherheiten verbunden sind. Unsere Prognosen werden der aktuellen Entwicklung folgend monatlich angepasst. Der Bereich Forschung & Entwicklung nimmt in der EJOT-Gruppe weiterhin eine bedeutende Stellung ein, um auch zukünftig innovative Produkte mit Alleinstellungsmerkmalen am Markt anbieten zu können. Unsere Investitionen in neue Produkte und verbesserte Verfahren werden weiteren Kundennutzen bieten. Auch in der Zukunft will EJOT ein exzellenter Partner bleiben. Der Lagebericht enthält vorausschauende Aussagen zu unserer aktuellen Einschätzung zukünftiger Vorgänge und birgt somit eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Die tatsächliche Entwicklung der EJOT-Gruppe kann daher von den getroffenen Aussagen abweichen.
Bad Berleburg, 11. März 2022 Für die Geschäftsleitung gez. Christian Kocherscheidt gez. Wolfgang Bach gez. Ralf Birkelbach gez. Dr. Frank Dratschmidt gez. Dr. Rolf Künkel gez. Angelika Wetzstein gez. Dr. Wolfgang Scheiding KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021EJOT HOLDING GMBH & CO. KG, BAD BERLEBURGAKTIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021der EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburg1. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburg (Amtsgericht Siegen, HRA 7124), wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. 2. Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis besteht neben der EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburg, aus folgenden Unternehmen:
Im Geschäftsjahr gründete die EJOT Gruppe die TOV EJOT-Ukraina sowie EJOT Fastening Systems Asia Pacific Pte.Ltd in Singapure und hält bei beiden 100 % der Anteile. Mit ASYST Tecnologias de México besteht ein Joint Venture, an der die EJOT Gruppe mit 50 % beteiligt ist. Die Unternehmen unter gemeinsamer Führung sind gem. § 310 HGB quotal konsolidiert. Die nachstehenden Tochterunternehmen wurden gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da diese für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind:
3. Konsolidierungsgrundsätze Der EJOT-Konzernabschluss ist entsprechend § 299 Abs. 1 HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt worden. Dies ist gleichfalls der Stichtag, auf den alle anderen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ihren Jahresabschluss aufgestellt haben. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Die Innenumsatzerlöse und die übrigen konzerninternen Erträge wurden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet, sofern sie nicht als Bestandsveränderungen oder andere aktivierte Eigenleistungen auszuweisen sind. Diese Konsolidierungsmaßnahmen beinhalten auch die Verrechnung konzernintern weiterbelasteter Verwaltungskosten. Zwischengewinne aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen, die nicht durch Umsatz mit Dritten realisiert sind, werden im Konzernabschluss eliminiert. Zwischengewinne im Vorratsbestand wurden dadurch eliminiert, dass die am Bilanzstichtag vorhandenen konzerninternen Vorratsbestände um die entsprechenden Gewinnaufschläge und Verwaltungsgemeinkosten gemindert wurden. Auf die aus der Zwischenergebniseliminierung resultierenden Ergebnisauswirkungen wurden latente Steuern berechnet. 4. Währungsumrechnungen Laufende Bankguthaben bzw. -verbindlichkeiten sowie kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Sonstige Fremdwährungsbeträge werden mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt, wenn der Stichtagskurs bei Forderungen unter bzw. bei Verbindlichkeiten über dem gebuchten Wert liegt. Die in vom Euro abweichender Landeswährung erstellten Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden - mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird - zum jeweiligen von der EZB am Konzernbilanzstichtag bekannt gegebenen Referenzkurs (EUR 1/ Fremdwährung) umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der betroffenen Gesellschaften werden zum jeweiligen von der EZB bekannt gegebenen Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die Wechselkurse der für den Konzernabschluss der EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburg, wesentlichen Währungen außerhalb der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion haben sich wie folgt verändert: Währungen (Basis EUR 1)
5. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener inländischer Unternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen für die EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburg, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Die Abschlüsse ausländischer Konzernunternehmen sind über die Handelsbilanz II ("HB II") entsprechend angepasst worden, wobei unwesentliche Abweichungen von den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen bei den ausländischen Unternehmen beibehalten werden. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet; sofern erforderlich erfolgt eine Abschreibung auf den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert. Bei den zugegangenen Anlagegütern erfolgt die Abschreibung in 2021 linear. Die hauptsächlich aus steuerlichen Gründen angewendete degressive Abschreibungsmethode für bis 2010 zugegangene Vermögensgegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens wird unverändert fortgeführt. Der entgeltlich erworbene Geschäftswert wird in Anlehnung an den vorsichtig geschätzten Lebenszyklus der Produkte sowie die Nutzungsdauer der Absatzbeziehungen und des Knowhows über 10 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert unter Berücksichtigung von pauschalen Gängigkeitsabschlägen angesetzt. In den Herstellungskosten sind neben Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Zwischengewinne werden bei der Vorratsbewertung, insbesondere der ausländischen Tochterunternehmen, zum Bilanzstichtag eliminiert. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für erkennbare Risiken werden Einzelwertberichtigungen gebildet. Für das allgemeine Kreditrisiko erfolgt ein pauschaler Abschlag. Der Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks wurden zum Nominalwert angesetzt. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird gebildet für verschiedene Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, der Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Der aktive Ausgleichsposten für latente Steuern resultiert aus der Zwischenergebniseliminierung. Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen ist nach den Regelungen der IDW-Stellungnahme vom 19.6.2013 auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG - BGBI I Nr. 27 vom 28.5.2009 S. 1102) errechnet worden. Die Altersteilzeitrückstellungen wurden auf der Basis eines pauschalen durchschnittlichen Rechnungszinses nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB in Höhe von 1,35 % abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Bei den Berechnungen wurde ein Gehaltstrend von 2 % angenommen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung der Verpflichtungen notwendig ist. Die Verbindlichkeiten und erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. 6. Angaben zur Bilanz a) Anlagevermögen Die Entwicklung und Aufgliederung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Gegenstände des Sach- und Finanzanlagevermögens ist auf der nachfolgenden Seite im Anlagenspiegel dargestellt. Die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr ist aus den Darstellungen ebenfalls ersichtlich. Entwicklung des Konzernanlagevermögens der EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburgim Geschäftsjahr 2021
b) Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen Der Ausweis betrifft Forderungen gegen Unternehmen, die im Wege der Quotenkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen wurden. c) Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen zum Bilanzstichtag EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). d) Aktiver Ausgleichsposten für latente Steuern Der aktive Ausgleichsposten für latente Steuern in Höhe von EUR 2.634.118 wurde auf eliminierte Zwischengewinne auf konzerninterne Lieferungen in Höhe von EUR 7,1 Mio. mit einem konzernpauschalen Steuersatz in Höhe von 26 % gebildet sowie aus einer konzerninternen Veräußerung von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von EUR 4,7 Mio. mit dem Ertragssteuersatz der Schweiz von 16,5 %. Der sich aus der Veränderung der aktiven latenten Steuerunterschiede ergebende Differenzbetrag in Höhe von EUR 448.407 (Vorjahr: EUR -35.767) wurde erfolgswirksam als Ertrag in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" erfasst. Es bestehen aktive latente Steuerunterschiede nach § 274 Abs. 1 HGB zwischen den in den Konzern einbezogenen Handels- und Steuerbilanzen, im Wesentlichen hinsichtlich Drohverlustrückstellungen und der Wertansätze von Rückstellungen für Altersteilzeit. Das Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs.1 S. 2 HGB wurde in diesem Zusammenhang nicht ausgeübt. Die in der Konzernbilanz ausgewiesene Rückstellung für passive latente Steuern in Höhe von EUR 1.134.140 (Vorjahr EUR 891.003) resultiert im Wesentlichen aus der im Rahmen der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaft Sormat Oy aufgedeckten stillen Reserven (TEUR 237 per 31.12.2021; verwendeter Steuersatz 25 %) sowie aus Unterschieden zwischen den Handels- und Steuerbilanzen in den Bereichen Anlagevermögen, Vorräte und Rückstellungen bei drei Tochtergesellschaften (jeweils lokale Steuersätze der Tochterunternehmen). 7. Entwicklung des Konzerneigenkapitals a) Kapitalanteile Die Kapitalanteile der Kommanditisten blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert:
b) Rücklagen Die Rücklagen entwickelten sich wie folgt:
In den Rücklagen enthalten sind Rücklagen der Muttergesellschaft EJOT Holding GmbH & Co. KG in Höhe von EUR 90,3 Mio. Weiterhin wurden aktive (EUR 9,1 Mio.) und passive (EUR 19,4 Mio.) Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung aus Vorjahren mit den Rücklagen verrechnet. c) Konzernbilanzgewinn Die Überleitung vom Konzernjahresüberschuss zum Konzernbilanzgewinn ergibt sich aus den Posten 16 bis 21 der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. d) Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter hat sich in 2021 wie folgt entwickelt:
e) Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Die in vom Euro abweichender Landeswährung erstellten Bilanzen der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden - mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zu historischen Kursen umgerechnet wird - zum jeweiligen von der EZB am Bilanzstichtag bekannt gegebenen Referenzkurs (EUR 1/Fremdwährung) umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der betroffenen Gesellschaften werden zum jeweiligen von der EZB bekannt gegebenen Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die sich aus der Umrechnung der Fremdwährungen ergebenden Differenzen werden nach § 308a HGB im Eigenkapital unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Währungsdifferenzen aus der Zwischengewinneliminierung und der Schuldenkonsolidierung werden ebenfalls in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingestellt. 8. Rückstellungen
Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet und in Höhe des abgezinsten Erfüllungsbetrages ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 450 wurden mit dem verrechneten Deckungsvermögen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die sonstigen Rückstellungen enthalten vorwiegend Vorsorgebeträge für Tantiemen, Altersteilzeit, Erfolgsbeteiligungen, Garantien sowie für geleistete Mehrarbeit. Daneben wurden Rückstellungen für nicht genommenen Urlaub, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, sonstige Risiken im Personalbereich, Versorgungsrenten sowie Prozessrisiken und -kosten gebildet. Die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 3.636 wurden teilweise über Festgeldanlagen insolvenzfest gesichert und nach § 246 Abs. 2 HGB mit dem Nominalwert der Festgelder (TEUR 3.122) saldiert. 9. Verbindlichkeiten - Zusammensetzung Konzern EJOT Holding GmbH & Co. KG
Die Vorjahreszahlen sind in Klammern vermerkt. 10. Umsatzerlöse gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:
Die Umsatzerlöse nach Produktgruppen/Sparten haben nachfolgende Zusammensetzung:
11. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Buchgewinne aus Anlagenabgängen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen, Investitionszuschüsse und -zulagen und Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 17.325 (im Vorjahr: TEUR 10.447) enthalten. 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die ausgewiesenen Aufwendungen enthalten insbesondere allgemeine Verwaltungskosten, Personalnebenkosten, Zuführungen zu Rückstellungen, Ausgangsfrachten, Provisionen, Lizenzen, Miet- und Leasingaufwendungen, Rechts- und Beratungskosten, Dienstleistungsaufwendungen, Reise-, Werbe- und Messekosten, Reparaturkosten und Instandhaltung sowie Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 17.806 (im Vorjahr: TEUR 10.351). 13. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung in Höhe von TEUR 0 (im Vorjahr: TEUR 0) enthalten. 14. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von TEUR 65 (im Vorjahr: TEUR 80) enthalten. 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 7.822 (im Vorjahr: TEUR 0). 16. Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds enthält den Bestand an Zahlungsmitteln TEUR 38.450 (im Vorjahr: TEUR 45.017) abzüglich des Bestandes an jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - TEUR 8.091 (im Vorjahr: - TEUR 583). Der Finanzmittelfonds enthält Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 5.298 und jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 989 von quotal in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. 17. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 2a HGB Es bestehen keine Haftungsverhältnisse gegenüber Dritten, sondern nur sonstige finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag. Diese ergeben sich aus nachfolgender Aufstellung:
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: TEUR 28.137 (Vorjahr: TEUR 20.369) Mit den Miet- und Leasingverpflichtungen gehen regelmäßige Zahlungsverpflichtungen einher, denen die Gebrauchsüberlassung der Vertragsgegenstände gegenübersteht. 18. Derivative Finanzinstrumente gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 15 HGB Zur Absicherung von Risiken aus der Metallpreisentwicklung wurde am 3.12.2019 für den Zeitraum vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2022 ein Rohwarenswap auf Nickel zum Basispreis von EUR 15.756 pro metrische Tonne (Referenzpreis: Nickel-LME-CASH) abgeschlossen. Die Gesamtmenge beträgt 288 metrische Tonnen aufgeteilt auf je 8 Tonnen pro Monat des Gesamtzeitraumes. Der am Abschlussstichtag beizulegende Wert beträgt EUR 246.452,10. Die gesicherte Menge von 104 metrischen Tonnen entspricht etwa 25 % des Jahresbedarfs 2022 an in Draht enthaltenem Nickel. Mit diesem Sicherungsinstrument wird das Preisrisiko des Nickelbestandteils unserer Edelstahlprodukte gemindert. Somit bildet der Rohwarenswap zusammen mit den in 2022 geplanten Drahtbeschaffungsgeschäften eine Bewertungseinheit, deren Sicherungsbeziehung durch eine Sensitivitätsanalyse rechnerisch nachgewiesen wurde. Die buchhalterische Erfassung der Bewertungseinheit erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die geplanten Drahtbeschaffungsgeschäfte werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet, da ohne diese Transaktionen der operative Produktionsbetrieb nicht gewährleistet werden kann. 19. Zahl der beschäftigten Mitarbeiter gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 4 HGB Die Zahl der im Konzerngeschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug im Jahresdurchschnitt 3.705 (Vorjahr: 3.565), davon 1.731 Angestellte, 1.838 gewerbliche Arbeitnehmer und 124 Auszubildende. Davon entfallen im Durchschnitt 222 Mitarbeiter auf die Joint Ventures EJOTATF Fasteners de México, S. de R.L. de C.V., die ASYST Technologies LLC, EJOT - FEY Sistemas de Fixação Ltda und die EJOT Octaqon Fastening Systems Pvt. Ltd. Zum Konzernstichtag betrug die Zahl der Arbeitnehmer 3.794 (Vorjahr: 3.576), davon 1.775 Angestellte und 1.873 gewerbliche Arbeitnehmer sowie 138 Auszubildende. Davon entfallen zum Stichtag 222 Mitarbeiter auf die Joint Ventures EJOTATF Fasteners de México, S. de R.L. de C.V., die ASYST Technologies LLC, EJOT - FEY Sistemas de Fixação Ltda und die EJOT Octaqon Fastening Systems Pvt. Ltd. 20. Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Der Konzernabschlussprüfer hat für das Berichtsjahr 2021 nachfolgende Honorare erzielt:
21. Sonstige Angaben a) Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses einschließlich Anhang und Lagebericht nach den für Personen- und Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Folgende inländische Konzerngesellschaften machen für das Geschäftsjahr 2020 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch: EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburg EJOT GmbH & Co. KG, Bad Berleburg EJOT Baubefestigungen GmbH, Bad Laasphe EJOT International GmbH, Bad Berleburg EJOT Verwaltungs-AG, Bad Berleburg EJOT Invest International GmbH, Bad Berleburg ClickBuild GmbH & Co. KG, Bad Berleburg b) Für nachfolgende Gesellschaften wurde auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses gemäß § 291 HGB verzichtet, da diese einschließlich ihrer Tochtergesellschaften in den vorliegenden Konzernabschluss einbezogen wurden:
22. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen gemäß § 314 Nr. 13 HGB Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen wurden zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. 23. Angaben zum persönlich haftenden Gesellschafter des Mutterunternehmens Persönlich haftender Gesellschafter der EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburg, ist die EJOT Holding Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Voitsberg, Österreich. Ihr gezeichnetes Kapital beträgt EUR 40.000,00. 24. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und des Beirats des Mutterunternehmens a) Mitglieder der Geschäftsführung der EJOT Holding Verwaltungsgesellschaft mbH sind: Herr Dipl.-Kfm. Christian F. Kocherscheidt, Marketing und Qualitätsmanagement Herr Dipl.-Kfm. Wolfgang Bach, Finanzbuchhaltung, Controlling, IT und SCM Herr Dipl.-Ing. Ralf Birkelbach, Vertrieb Industrie Herr Dr.-Ing. Frank Dratschmidt, Patente & Technologie Herr Dr. Rolf Künkel, EJOTOP Frau Angelika Wetzstein, Personal, Recht und Umwelt Herr Dr. Wolfgang Scheiding, Vertrieb Industrie b) Mitglieder des Beirates sind: Herr Dr. Hans-Toni Junius (Vorsitzender) Herr Dr. Claus Dieter Hoffmann Frau Kathrin Susanne Kocherscheidt Herr Jean Dufour Herr Prof. Dr. Thomas Bauernhansl 25. Angaben zu den an die Geschäftsführung und den Beirat gewährten Leistungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung beliefen sich auf EUR 3.210.267,14. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Beirates beliefen sich auf EUR 229.750. Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführungs- und Beiratsmitglieder wurden nicht gewährt; Haftungsverhältnisse zugunsten dieser Personen sind nicht eingegangen worden. 26. Nachtragsbericht Aufgrund des Krieges in der Ukraine sehen wir bei der Erreichung unserer Umsatz- und Ergebnisziele hohe Risiken. Eine angepasste Prognose ist jedoch aufgrund der hohen Unsicherheit momentan nur schwer möglich. Wir verweisen auf unsere weiterführenden Ausführungen im Risiken- und Chancenbericht im Lagebericht.
Bad Berleburg, 11. März 2022 EJOT Holding KG Geschäftsführung gez. Christian Kocherscheidt gez. Wolfgang Bach gez. Ralf Birkelbach gez. Dr. Frank Dratschmidt gez. Dr. Rolf Künkel gez. Angelika Wetzstein gez. Dr. Wolfgang Scheiding Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021der EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburg
Konzerneigenkapitalspiegel für die Geschäftsjahre 2020 und 2021der EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburg
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der EJOT Holding GmbH & Co. KG, Bad Berleburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, 11. März 2022 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
gez. Dr. Werner Holzmayer, Wirtschaftsprüfer gez. Marcus Lauten, Wirtschaftsprüfer Die Billigung erfolgte am 5. April 2022. |
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