S-Service Center Essen GmbHLiquidiert

45127 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 18528
Eingetragen
20.5.2005
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Gegenstand
Die Durchführung/Abwicklung von BackOffice-Tätigkeiten und sonstigen Dienstleistungen für Sparkassen und sparkassennahe Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Klaus Günter Gerard
seit 12.2.2025
Liquidator
Liquidator
Jürgen Becker
seit 11.6.2019
Geschäftsführer

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

S-Service Center Essen GmbH

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ

AKTIVA

Einzelposten
Geschäftsjahr
EUR

Gesamt
Geschäftsjahr
EUR

Einzelposten
Vorjahr
EUR

Gesamt
Vorjahr
EUR

A. Umlaufvermögen

1.272.401,35

1.327.253,38

I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

28.815,39

597,48

II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

1.243.585,96

1.326.655,90

B. Rechnungsabgrenzungsposten

754,62

1.409,01

C. Aktive latente Steuern

35.082,89

68.659,21

Summe Aktiva

1.308.238,86

1.397.321,60



PASSIVA

Einzelposten
Geschäftsjahr
EUR

Gesamt
Geschäftsjahr
EUR

Einzelposten
Vorjahr
EUR

Gesamt
Vorjahr
EUR

A. Eigenkapital

434.877,98

431.983,77

I. Gezeichnetes Kapital

100.000,00

100.000,00

II. Gewinnrücklagen

117.315,23

117.315,23

III. Gewinnvortrag

214.668,54

138.762,13

IV. Jahresüberschuss

2.894,21

75.906,41

B. Rückstellungen

456.536,41

548.907,03

C. Verbindlichkeiten

416.824,47

416.430,80

Summe Passiva

1.308.238,86

1.397.321,60

ANHANG

S-Service Center Essen GmbH, Essen

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die S-Service Center Essen GmbH mit Sitz in Essen wird beim Amtsgericht Essen unter der Nummer HRB 18528 geführt.

Die S-Service Center Essen GmbH ist zum Bilanzstichtag eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB.

Die dem Jahresabschluss zugrundeliegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen dem Dritten Buch des Handelsgesetzbuches. Die entsprechenden Gliederungs- und Bewertungsvorschriften wurden beachtet. Die Erleichterungsmöglichkeiten nach § 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens zugrunde gelegt.

II. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Wertberichtigungen waren nicht erforderlich.

Der Rechnungsabgrenzungsposten wurde in Höhe der Ausgaben des Berichtszeitraumes angesetzt, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Posten des Eigenkapitals sind zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen werden in der Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle ungewissen Verbindlichkeiten zu erfüllen. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit wurde mit restlaufzeitabhängigen individuellen Zinssätzen gemäß Bundesbank und einer erwarteten Preis- und Kostensteigerung (Gehaltstrend) von 10,89 für das Jahr 2024 und 3,0 % ab dem Jahr 2025 vorgenommen.

Die Wertpapiere, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit dienen, wurden entsprechend dem durch das BilMoG geänderten § 246 Abs. 2 S. 2 HGB mit den Rückstellungen für Altersteilzeit verrechnet. Die Verrechnung der Wertpapiere erfolgte gem. § 253 Abs. 1 S. 4 HGB zum beizulegenden Zeitwert (Kurswert) zum 31. Dezember 2023.

Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

III. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

Die liquiden Mittel (EUR 1.243.585,96, VJ. EUR 1.326.655,90) betreffen ebenfalls die Gesellschafterin Sparkasse Essen, die zugleich Forderungen gegen verbundene Unternehmen darstellen.

Unter den aktiven latenten Steuern (EUR 35.082,89, VJ. EUR 68.659,21) gem. § 274 Abs. 1 HGB werden die Steuern ausgewiesen, die sich aufgrund von unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz (temporary concept) ergeben haben. Im Wesentlichen resultiert der Betrag aus Bewertungsunterschieden von Altersteilzeit- und Jubiläumsrückstellungen, die sich im Zeitablauf ausgleichen. Ferner unterliegt das aus Wertpapieren bestehende zu verrechnende Planvermögen Bewertungsunterschieden. Der Betrag der aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 35.082,89 unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Das Stammkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 100.000,00 und ist voll eingezahlt.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Altersteilzeitregelungen (TEUR 248, VJ. TEUR 338), Prämien und Sonderzahlungen (TEUR 127, VJ. TEUR 154), Abgeltung von Urlaub und Überstunden (TEUR 27, VJ. TEUR 27) und Jubiläen (TEUR 6, VJ. TEUR 8).

Die mit TEUR 475 (VJ. TEUR 522) angesetzten Rückstellungen für Altersteilzeit wurden mit den Wertpapieren, die ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit dienen und mit den Kurswerten zum 31. Dezember 2023 von TEUR 227 (VJ. TEUR 184) angesetzt wurden, gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet (Deckungs- bzw. Planvermögen), da diese Fondsbestände zur Sicherung von Altersteilzeitansprüchen abgetreten und verpfändet wurden. Die Buchwerte der Wertpapiere betrugen zum 31.12.2023 ebenfalls TEUR 227.

Im Einzelnen entwickelten sich die Positionen wie folgt:

Ausweis nach

Anschaffungskosten Zeitwert Verrechnung
Stand 01.01.2023 EUR EUR EUR
Wertpapiere 184.051,15 184.051,15 0,00

Rückstellung für

Altersteilzeit 521.789,36 337.738,21

Stand 31.12.2023

Wertpapiere 226.741,38 226.741,38 0,00

Rückstellung für

Altersteilzeit 475.150,72 248.409,34

Im Rahmen der Zusatzversorgung der Arbeitnehmer besteht bei der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK) eine zusätzliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung gemäß Versorgungstarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Insoweit liegt eine mittelbare Pensionsverpflichtung vor. Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht des Art. 28 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Rückstellungen für mittelbare Pensionsverpflichtungen gebildet.

Im Geschäftsjahr 2023 betrug die Umlage an die Rheinische Versorgungskasse TEUR 131 (Umlagesatz 7,75 %). Der von der Rheinischen Versorgungskasse ermittelte Ausgleichsbetrag beträgt zum 31.12.2023 EUR 14.922.710. Der Ausgleichsbetrag wurde versicherungsmathematisch ermittelt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen vollständig gegenüber der Gesellschafterin Sparkasse Essen und resultieren mit TEUR 370 aus der Rückerstattungen zu viel geleisteter Vorauszahlungen aus dem abgeschlossenen Auslagerungsvertrag (cost-up).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht gesichert.

Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung von TEUR 131 (Vorjahr: TEUR 147).

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge von insgesamt TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen sowie der Veränderung des Diskontierungszinssatzes von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 0). Die Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen wurden mit den Aufwendungen und Erträgen von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 0) aus Wertpapieren, die ausschließlich der Sicherung von Altersteilzeitverpflichtungen dienen, saldiert ausgewiesen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen von insgesamt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 4) enthalten Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen sowie der Veränderung des Diskontierungszinssatzes von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5). Die Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen wurden mit den Aufwendungen und Erträgen von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1) aus Wertpapieren, die ausschließlich der Sicherung von Altersteilzeitverpflichtungen dienen, saldiert ausgewiesen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten den Ertrag aus der Verminderung der aktiven latenten Steuern von EUR 33.576,32.

IV. Sonstige Angaben

Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr

- Herr Jürgen Becker, Marl,

- Herr Klaus Gerard, Gladbeck.

Zu Prokuristen waren bestellt:

- Frau Nora Erler, Essen.

Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführer sind nicht von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Den Geschäftsführern wurden im Jahr 2023 folgende Bezüge gewährt:

Herrn Jürgen Becker: EUR 83.977,61 (mittelbar durch zeitanteilige Umlage von der Muttergesellschaft Sparkasse Essen für Aufgaben in der S-Service Center Essen GmbH).

Herrn Klaus Gerard: EUR 131.308,37 (mittelbar durch Umlage von der Muttergesellschaft Sparkasse Essen für Aufgaben in der S-Service Center Essen GmbH).

Belegschaft

Im Jahresdurchschnitt waren 73 Arbeitnehmer beschäftigt.

Mutterunternehmen

Das Mutterunternehmen der S-Service Center Essen GmbH ist die Sparkasse Essen. Die Sparkasse Essen legt ihren Jahresabschluss beim elektronischen Bundesanzeiger offen.

Sicherheit

Aufgrund eines Dienstleistungsvertrages vom 27.06.2005 (in der Version vom 17.07.2014) zwischen der Sparkasse Essen, vertreten durch den Vorstand, und der S-Service Center Essen GmbH verpflichtet sich die Sparkasse Essen, der Gesellschaft den entstandenen Aufwand eines Geschäftsjahres (namentlich Personalaufwand sowie sonstige betrieblichen Aufwendungen) zuzüglich eines 0,5%igen Zuschlages zu erstatten. Der Vertrag begann am 01.07.2005 und wurde aufgrund der Übernahme weiterer Dienstleistungen mit Wirkung zum 01.02.2021 ersetzt. Der neue Vertrag ist auf unbefristete Zeit abgeschlossen und kann von jeder Partei mit einer Frist von einem Jahr zum 31.12. gekündigt werden. Dieser Vertrag stellt sicher, dass sämtliche Aufwendungen vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von der Muttergesellschaft übernommen werden. Ausnahme sind die Personalkosten für Serviceleistungen im Zusammenhang mit der Durchführung externer und interner Veranstaltungen, welche separat abgerechnet werden.

Ausschüttungssperre

Die aktiven latenten Steuern von EUR 35.082,89 unterliegt einer Ausschüttungssperre.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag haben sich nicht ergeben.

V. Verwendung des Ergebnisses

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.894,21 mit dem bestehenden Gewinnvortrag von EUR 214.668,54 auf neue Rechnung vorzutragen.

Essen, den 4. März 2024

_________________ _________________

Jürgen Becker Klaus Gerard

- Geschäftsführung - - Geschäftsführung -

 

Essen, den 04. März 2024

gez. Jürgen Becker, Klaus Gerard

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 09. April 2024

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