Stammdaten

Register
Amtsgericht Kiel HRB 21081 KI
Vorher
Einhundertsechsundvierzigste Topos Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
6.9.2019
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
die Durchführung von Speditionsgeschäften und Lagerei; die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften. Ausgenommen sind jedoch solche Tätigkeiten, die einer staatlichen Genehmigung bedürfen

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Imke Henrike Ahrens
seit 1.10.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Henrike Ahrens
Heikendorf
13.000 €
50.00%
Jens Fuchs
Mömlingen
13.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

17111 Logistik GmbH

Osterrönfeld

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der 17111 Logistik GmbH, Osterrönfeld

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die 17111 Logistik GmbH hat am 01.11.2019 den Geschäftsbetrieb der 17111 TRANSIT TRANSPORT & LOGISTIK GmbH & Co. KG im Wege eines Management-Buy-outs aus der Insolvenz übernommen und führt diesen fort. Alle Wirtschaftsgüter der Altgesellschaft wurden erworben und das gesamte Personal ist auf die Gesellschaft übergegangen.

Im Rahmen eines Businessplanes zur Restrukturierung der Gesellschaft wurden Maßnahmen beschlossen, um die Ertragskraft und die Liquidität in Zukunft zu sichern und zu steigern.

Kerngeschäft der Gesellschaft ist das Anbieten von Logistiklösungen schwerpunktmäßig in den Bereichen Stückgut (Teil- und Komplettladungen, Sammelgut) und Lagerlogistik. Daneben wird die Zollabwicklung incl. See- und Luftfrachttransporten als Geschäftsbereich geführt. Die Gesellschaft hat sich gut als zentraler Dienstleister für Beschaffungs-, Lager- und Distributionslogistik im Markt positioniert und ist einer der wenigen Third Party Logistic Service Provider (3PL) in Schleswig-Holstein mit enger Kundenbindung. Strategisch ist beabsichtigt, den Geschäftsbereich Lagerlogistik, gestützt auf die hohe Marktnachfrage, deutlich auszubauen.

Als ein sich in einer Phase der Restrukturierung befindliches Unternehmen sind für die Gesellschaft neben Umsatz und Ergebnis auch die Eigenkapitalquote (einschl. Gesellschafterdarlehen als wirtschaftliches Eigenkapital) und der Cashflow bedeutsame wirtschaftliche Leistungskennziffern.

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs

2.1 Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die weltwirtschaftliche Expansion zeigte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 nach einem durch Nachholeffekte geprägten starken Jahresbeginn angesichts hoher Inflationsraten und des anhaltenden Ukraine-Krieges gehemmt. Insgesamt ist die Weltwirtschaft im Berichtsjahr nur geringfügig gewachsen. Von der konjunkturellen Abschwächung waren vor allem das verarbeitende Gewerbe sowie die marktbestimmten Dienstleistungen betroffen. Seit dem Vorjahr bestehende Angebotsengpässe bei Energie, Rohstoffen und Vorprodukten beeinflussten die Industrieproduktion und den Welthandel insbesondere im ersten Halbjahr noch deutlich. Bei nachlassenden Lieferengpässen und einer sich entspannenden Lage in den Logistik-Netzwerken im zweiten Halbjahr konnten bestehende Aufträge abgearbeitet werden. Die Rohstoff- und Energiepreise haben angesichts der weltweiten Konjunkturabschwächung sowie der gedämpften Nachfrage aus China im zweiten Halbjahr 2022 wieder moderat nachgegeben. Die Auswirkungen der Störungen der weltweiten Seefrachtabläufe haben sich im Jahresverlauf verlagert und haben an Wirkung auf die Supply Chains der Kunden eingebüßt. Auf die Weltkonjunktur stützend wirkten fiskalpolitische Maßnahmen; Gegenläufige Auswirkungen hatten umfangreiche geldpolitische Programme zur Bekämpfung der hohen Inflation sowie der ausgeprägte Fachkräftemangel.

In den westlichen Volkswirtschaften hat sich die Konjunktur im vergangenen Geschäftsjahr abgeschwächt. Belastend wirkten die hohen Preissteigerungen und die deutlichen Zinserhöhungen der Zentralbanken. Das wirtschaftliche Wachstum der Eurozone verlangsamte sich deutlich vor dem Hintergrund der hohen Inflation, steigender Zinsen und der schwächelnden Weltkonjunktur trotz der stützenden Wirkung weitreichender Konjunkturprogramme insbesondere durch den Kaufkraftverlust der privaten Haushalte und die mangelnde Nachfrage aus dem außereuropäischen Ausland.

Die Länder Asiens verzeichneten im abgelaufenen Geschäftsjahr eine recht robuste Konjunktur. In China konnte zeitweise wieder ein hohes Produktionsniveau erreicht werden, allerdings belasteten insbesondere zu Beginn und Ende des Jahres weitreichende Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung sowie die damit einhergehenden sozialen Unruhen die chinesische Produktion und den Konsum. In Südostasien führte eine außergewöhnlich intensive Hitzewelle im Frühling zu Störungen der Wirtschaftsleistung. In den lateinamerikanischen Ländern blieb die Konjunktur aufwärtsgerichtet.

Die deutsche (Logistik-)Wirtschaft war im Geschäftsjahr 2022 ebenso wie die übrige Eurozone von dem allgemeinen konjunkturellen Abwärtstrend betroffen. Zum Ende des Jahres hat sich dieser hingegen vor dem Hintergrund sich stabilisierender Preise sowie verminderter Lieferkettenengpässe abgeschwächt. Allerdings wies die Industrie zum Jahresende deutlich rückläufige Neuaufträge auf. Die hohen Energiepreise belasteten die energieintensiven Industriezweige sowie die private Kaufkraft, während Investitionen durch die deutlichen Zinssteigerungen gedämpft wurden. Gegenläufig trugen Nachholeffekte insbesondere bei den Dienstleistungen positiv zur Entwicklung der deutschen Konjunktur bei.

Die rückläufigen Wachstumsraten des Welthandels im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 wirkten sich auch auf das Markt- und Wettbewerbsumfeld der Logistikbranche aus. Obwohl sich der Markt bis ins dritte Quartal hinein robust zeigte, führten die deutlichen Preissteigerungen bei Energie und Rohstoffen zu rückläufigen Umschlagmengen und zunehmenden Preisdruck.

Der Kontraktlogistikmarkt war nach wie vor von einem hohen Wettbewerbs- und Margendruck geprägt. Die positiven Nachholeffekte aus der Aufhebung der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung wurden im Jahresverlauf durch die konjunkturelle Abschwächung und die ausgeprägten Energiepreissteigerungen gedämpft. Problematisch erwiesen sich weiterhin die Knappheit von Lagerflächen angesichts einer sehr starken Nachfrage in diesem Bereich sowie der anhaltende Fachkräfte- und Fahrermangel. Der Fahrermangel ist im gewerblichen Güterkraftverkehr ein großes Problem. Es wird zunehmend schwierig, die benötigten Kapazitäten zu sichern.

Im Straßengüterverkehr gab es bei der Güterverkehrsleistung einen Rückgang, der mit 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr aber minimal ausfällt. Die Stückgutsysteme sind über das Jahr großen Schwankungen ausgesetzt. Die Systeme sind seit vielen Jahren auf höchste Effizienz ausgerichtet, optimiert und digitalisiert. Sie sind robust und können mit Mengenschwankungen umgehen. Extreme Aufkommensspitzen fordern die Systeme aber immer wieder aufs Neue heraus. Dies ist besonders dann der Fall, wenn diese Spitzen auf krankheitsbedingte Personalausfälle treffen. Eine besondere Aufgabe besteht für die Stückgutspediteure darin, den in den letzten Jahren immer größer gewordenen Anteil der B-to-C-Verkehre zu bewältigen. Die Zustellung an Privatpersonen ist deutlich aufwändiger. Die Konkurrenz auf dem nationalen und internationalen Stückgutmarkt ist groß. Der Preisfindung kommt eine große Bedeutung zu. Da wir fast überall Kapazitätsengpässe haben, konnte es gelingen, die Preise insgesamt anzuheben.

Die schwache Weltkonjunktur führte im Jahr 2022 zu einem deutlichen Rückgang der Seefrachtvolumina und damit zu einer Entspannung der weltweiten Staus vor den wichtigen Seefrachthäfen und spiegelt sich in der Entwicklung der Seefrachtraten wider. Diese sind im Jahresverlauf von ihrem historisch hohen Niveau bis zum Jahresende massiv gesunken und befanden sich zuletzt in etwa auf Vorkrisenniveau. Auch der Luftfrachtmarkt wies im Geschäftsjahr 2022 rückläufige Mengen gegenüber den Volumina des Vorjahres auf. Überkapazitäten führten hier zu einem deutlichen Rückgang der Luftfrachtraten.

2.2 Entwicklung der 17111 Logistik GmbH im Geschäftsjahr

Das noch immer durch die Krisen geprägte Umfeld führte bei 17111 Logistik GmbH zu einem schwachen Geschäftsverlauf im Jahr 2022. Der Umsatz des Geschäftsjahres hat mit 15,9 Mio. € insgesamt den geplanten Erwartungen entsprochen. Das Jahresergebnis fiel mit einem Verlust von -0,9 Mio. € jedoch infolge der negativen Entwicklung im Segment Sammelgut Eingang und Einmalkosten der neuen Logistikflächen schlechter aus als geplant. Hierdurch entstand zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von -0,75 Mio. €. Zur Sicherung der Finanzlage haben die Gesellschafter weitere Darlehen in Höhe von 0,9 Mio. € gewährt, die sich damit auf insgesamt EUR 1,05 Mio. € belaufen. Das wirtschaftliche Eigenkapital (als Summe aus Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen) beträgt damit 0,3 Mio. € (Vorjahr 0,3 Mio. €), Die Eigenkapitalquote (einschl. Gesellschafterdarlehen) hat sich von 12,4 % auf 7,8 %) vermindert. Der Cashflow beträgt -21 T€ (Vorjahr +114 T€).

Im - von coronabedingten Personalausfällen und damit Umsatzrückgängen betroffenen- Segment Sammelgut Eingang liegt der Umsatz unter Vorjahresniveau. Zudem belasten Sonderaufwendungen für die Beendigung verlustbringender Aktivitäten das Ergebnis des Segmentes Sammelgut Eingang stark.

Das Segment LagerLogistik verzeichnete dagegen einen deutlichen Umsatzanstieg von 106 %. Die Einmalkosten der Inbetriebnahme neuer Logistikflächen mindern das Ergebnis in diesem Segment.

Im Segment Sammelgut Ausgang (+ 20 %), im Segment Teil- und Komplettladungen (+ 24 %) und im Segment Luft/See/Zoll (+ 24 %) spiegelte die positive Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2022 das hohe Frachtratenniveau sowie die Nachholeffekte der Covid19-Krise wider mit einer erfreulichen Ergebnisentwicklung.

2.3 Mitarbeiter

Zum Ende des Geschäftsjahres gehörten 49 Mitarbeiter (Vorjahr: 64) zur Belegschaft unseres Unternehmens. Die Entlohnung der gewerblichen und kaufmännischen Mitarbeiter orientiert sich zum Teil an dem Verkehrstarif Schleswig-Holstein. Darüber hinaus bestehen auch einzelvertragliche Regelungen. In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z. B. Unfallschutz, Berufsunfälle u. ä. haben sich im Geschäftsjahr keine besonderen Vorkommnisse ergeben.

3. Darstellung der Lage

3.1 Ertragslage

Trotz der aktuellen Krisen sowie schwierigen konjunkturellen und branchenbedingten Rahmenbedingungen erzielte die 17111 Logistik GmbH einen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 Mio. € auf 15,9 Mio. €.

Hierbei konnte der Umsatz im Segment LagerLogistik im Vergleich zum Vorjahr um 106,0 % gesteigert werden. Demgegenüber waren im Segment Sammelgut Eingang rückläufige Umsatzerlöse und entsprechend sinkende Rohergebnisentwicklungen zu verzeichnen.

Die Gesamtleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr 2021 um 14,4 % erhöht, der Materialaufwand, im Wesentlichen bezogene Leistungen von Subunternehmern, steigt um 17,7 %.

Der Rohertrag der 17111 hat sich im Geschäftsjahr 2022 um 4,3 % gegenüber dem Vorjahr insgesamt leicht erhöht. Dagegen hat sich der Rohertrag im Segment Sammelgut Eingang aufgrund erhöhter Einstandskosten sowie Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Beendigung von Geschäftsaktivitäten deutlich rückläufig entwickelt.

Das geplante Periodenergebnis in Höhe von -0,26 Mio. € konnte nicht erzielt werden. Der Verlust beläuft sich für das Jahr 2022 auf 0,9 Mio. €. Erfolgreich umgesetzte umfangreiche Preiserhöhungen und Einsparungsmaßnahmen im Bereich des Materialaufwands, Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten in der Krise die Verluste im Segment Sammelgut Eingang nur zum Teil auffangen. Die außergewöhnlichen Einmalaufwendungen im Segment Sammelgut Eingang durch die Beendigung von Geschäftsaktivitäten und die Einmalkosten in der Lagerlogistik durch die neuen Flächen belasten das Ergebnis zusätzlich.

Auf betriebsbedingte Kündigungen konnte trotz des herausfordernden Marktumfeldes verzichtet werden. Die von der Regierung angebotenen Unterstützungen zur Weiterbeschäftigung wie Kurzarbeit wurden aktiv genutzt. Die Personalaufwendungen sanken um 1,1 % auf 2,78 Mio. €.

3.2 Finanzlage

Der Cashflow der 17111 Logistik GmbH beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf -0,21 Mio. €, der Banksaldo beträgt zum Bilanzstichtag 0,3 Mio. €. Hierbei wurden Mittelabflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 0,5 Mio. € und aus der Investitionstätigkeit von 0,4 Mio. € durch Mittelzuflüsse aus Gesellschafterdarlehen in Höhe von 0,9 Mio. € nahezu ausgeglichen. Für die Darlehen in Höhe von insgesamt 1,05 Mio. € haben die Gesellschafter den Rangrücktritt erklärt. Zur Sicherung der Finanzlage führt die Geschäftsführung derzeit mit mehreren Banken Verhandlungen zum Zweck der Gewährung einer Kreditlinie.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2022 die Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen beantragt, denen zum Teil bereits entsprochen wurde und zu zeitlich nachverlagerten Auszahlungen in 2023 geführt hat.

Die 17111 Logistik GmbH hat im Geschäftsjahr 2022 vor dem Hintergrund der gestiegenen Nachfrage in den Ausbau der Flächen für die Lagerlogistik durch die Errichtung von Leichtbauhallen und die Schaffung von Dauerarbeitsplätzen investiert. Dafür hat die Gesellschaft einen Antrag auf Förderung in Höhe von 0,3 Mio. EUR gestellt. Die Auszahlung der Förderung wird in 2023 erwartet.

Die Investitionen des Geschäftsjahres von 0,4 Mio. € wurden aus dem Cashflow finanziert.

Die Zahlungsfähigkeit war im Geschäftsjahr 2022 jederzeit gegeben, wobei der Liquiditätsbedarf jedoch durch Aufnahme von Gesellschafterdarlehen gesichert werden musste. Die Finanzlage ist infolge des 0,3 Mio. € betragenden Finanzmittelfonds weiterhin angespannt. Die Geschäftsführung geht auf der Grundlage ihrer Planung aber davon aus, dass die Liquidität vollständig gesichert und der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft im Planungszeitraum bis 2025 durchgehend gedeckt ist.

3.3 Vermögenslage

Gegenüber dem Vorjahr ergaben sich aufgrund des Jahresergebnisses und Investitionen Veränderungen in der Vermögensstruktur bei einer Bilanzsumme zum 31.12.2022 in Höhe von 3,9 Mio. €.

Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme beträgt 12,0 % und ist damit gegenüber dem Vorjahr (5,9 %) investitionsbedingt gestiegen. Die Investitionen des Geschäftsjahres beliefen sich auf 0,4 Mio. €, wobei über die üblichen Ersatzinvestitionen hinaus, in weiteren Logistikflächen am Standort, digitale Lösungen, neue Server und IT-Infrastruktur investiert wurde. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres 2022 betrugen insgesamt 56,9 T€, wesentliche Anlagenabgänge waren nicht zu verzeichnen.

Aufgrund des strengen Niederstwertprinzips und der Regeln zur verlustfreien Bewertung sind im Jahresabschluss sämtliche erkennbaren Risiken im Umlaufvermögen über Abwertungen und Rückstellungen berücksichtigt worden.

Bei den Forderungen gab es aufgrund der breit gefächerten Kundenstruktur und einem konsequenten Debitorenmanagement in Verbindung mit Kreditversicherungen keine gravierenden Ausfallrisiken.

Die Eigenkapitalquote hat sich infolge des Jahresverlusts von 0,9 Mio. € sowie der gestiegenen Bilanzsumme von 6,7 % auf -19,7 % verändert. Unter Berücksichtigung von Gesellschafterdarlehen incl. Rangrücktritt in Höhe von 1,05 Mio. € beträgt die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals an der Bilanzsumme 7,8 %.

Verpflichtungen aus der Teilnahme an einem Lademittel-Pool wurden durch Rückstellungen berücksichtigt und dabei den gestiegenen Marktpreisen angepasst.

Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss.

4 Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1 Risikomanagement

Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken haben wir ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt.

Als wichtigste Maßnahmen des Risikomanagements hat die 17111 Logistik GmbH zur Finanzierung der Logistikerweiterung den Zahlungszufluss aus Kundenforderungen optimiert. Weiterhin sollen Gesellschafterdarlehen den Finanzbedarf decken.

Den Risiken aus den Geschäftsbeziehungen mit Kunden begegnen wir mit Warenkreditversicherungen in Zusammenhang mit der Festlegung von Kreditlimits sowie regelmäßige Überwachung offener Forderungen und Bonitätsauskünften.

4.2 Marktbezogene Chancen und Risiken

Marktbezogene Chancen bestehen darin, dass sich die 17111 Logistik GmbH auf eine solide Kundenbasis, verlässliche Kooperationspartner in Logistiknetzwerken und einen qualifizierten sowie motivierten Personalstamm stützen kann. Dabei werden die innerbetrieblichen Strukturen und Prozesse fortlaufend an die Markterfordernisse angepasst.

Die aktuell starke Nachfrage nach logistischen Leistungen insbesondere im Bereich Lagerlogistik stellt eine wichtige Chance der künftigen Entwicklung im Kerngeschäft der 17111 Logistik GmbH dar.

Im Marktumfeld bestehen vor dem Hintergrund der aktuellen Krisen (Ukraine-Krieg) operative Risiken aus der daraus resultierenden Konsumzurückhaltung und dessen Auswirkungen auf die Nachfrage nach Logistikdienstleistungen. Darüber hinaus ergeben sich durch die geplanten Gesetzesänderungen mautrechtlicher Vorschriften weitere Aufgaben in Form von Preisverhandlungen mit den Kunden.

Herausforderungen bestehen auch mit der demografischen Entwicklung und dem sich weiter verstärkenden Wettbewerb um Fach-, Führungs- und Nachwuchskräfte. Aus diesem Grunde wird 17111 Logistik GmbH weiter nachhaltig agieren und in die Berufsausbildung investieren.

Schließlich ist die globale Logistikinfrastruktur durch den Ukraine-Krieg weiterhin stark beeinträchtigt. Es besteht fortwährend das Risiko, dass globale Supply-Chains verzögert oder gar unterbrochen werden bzw. dass nicht ausreichend Kapazitäten am Markt eingekauft werden können. Ferner erhöhen sich die Konjunkturrisiken aufgrund der nicht absehbaren Entwicklung dieser Krisen.

4.3 Planungs- und Liquiditätsrisiken

Die Geschäftsführung rechnet im Rahmen ihrer Planung zur Restrukturierung der Gesellschaft für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 mit sinkenden Umsatzerlösen, wobei die Rohertragsquote und auch das Ergebnis kontinuierlich zunehmen werden. Hierdurch werden ab dem Geschäftsjahr 2023 wieder positive Jahresergebnisse erwartet. Der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft ist dabei durchgehend gedeckt. Die ergriffenen Maßnahmen der Preiserhöhungen und Kostenreduzierungen sind erfolgreich, die Gesellschaft ist damit gut aufgestellt.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist derzeit angespannt. Sollten - entgegen unseren Erwartungen - die wesentlichen Annahmen aus dem Businessplan zur Restrukturierung der Gesellschaft nicht eintreten und eine in diesem Fall benötigte finanzielle Unterstützung durch Banken bzw. die Gesellschafter ausbleiben, ist der Bestand der Gesellschaft gefährdet.

4.4 Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Insgesamt ist aus der Sicht der Geschäftsleitung die Marktsituation der 17111 Logistik GmbH deutlich stärker durch ihre Chancen als durch Risiken geprägt, wobei allerdings die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, Rezession eine präzise Prognose erschweren. Vor allem gilt es, mittels eines konsequenten Risikomanagements die genannten Planungs- und Liquiditätsrisiken zu bewältigen. Dabei sind nach unseren Erkenntnissen derzeit keine konkreten Hinweise auf bestandsgefährdende Risiken vorhanden.

5. Prognosebericht

Wir planen mit einer Gesamtleistung für 2023 in Höhe von 13,9 Mio. €. Die Reduzierung zum Vorjahr erklärt sich durch Abbau verlustbringender Aktivitäten im Segment Sammelgut Eingang.

Beim Jahresergebnis rechnen wir mit einem Gewinn in Höhe von 0,16 Mio. €. Maßgebend dafür sind einerseits die Steigerung des Rohertrages um ca. 10 % und andererseits weitere Kosteneinsparungen in den Bereichen Personal und sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Das Eigenkapital wird sich infolge des geplantes Jahresgewinns von 0,16 Mio. € auf -0,59 Mio. € und der Cashflow auf 0,11 TEUR erhöhen. Unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1,0 Mio. € wird die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals an der Bilanzsumme 10,9 % betragen.

Die Anforderungen an die Logistik verändern sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Anhaltende Globalisierung, kürzere Produktlebenszyklen, Digitalisierung und Urbanisierung sind Treiber dieser Veränderungen. Die Branche profitiert dabei weiterhin von der steigenden Nachfrage nach Logistikdienstleistungen, die durch das E-Commerce-Geschäft sowie die Retourenbearbeitung im Business-to-Consumer-Geschäft zusätzlich verstärkt wird. Logistikdienstleister müssen vermehrt Geschäftsmodelle an Veränderungen, wie den steigenden Einfluss durch die fortschreitende Digitalisierung der Prozessketten, anpassen. Das Unternehmen wird in 2023 in Kommissioniertechnik für die LagerLogistik sowie in ein neues Kunden-Online-Tool für die Auftragserfassung investieren.

Zum 1. Januar 2023 wurde die deutsche Lkw-Maut angehoben. Diese wurde im Rahmen der Anpassung der Mauttabellen vollständig an die Kunden weitergegeben. Zum 1. Dezember 2023 sind im Rahmen des Dritten Gesetzes zur Änderung mautrechtlicher Vorschriften weitere erhebliche Änderungen bei der Lkw-Maut geplant. Das neueste Modernisierungspaket für Klimaschutz und Planungsbeschleunigung sieht hohe CO 2 -Aufschläge auf die Mautsätze vor. Mit diesen Aufschlägen werden sich die gegenwärtigen Mautsätze nahezu verdoppeln. Diese Mauterhöhungen machen Preisgespräche mit den Kunden erforderlich.

Die größte Herausforderung für das Güterkraftverkehrsgewerbe und die Kraftwagenspedition ist die Energiewende und die Abkehr von den fossilen Brennstoffen. Wohin die Reise gehen wird, welche Antriebstechniken, Elektromotor oder Brennstoffzelle, in Zukunft die kleinen und schweren Nutzfahrzeuge antreiben werden, ist noch offen. Die Lkw-Hersteller sind intensiv dabei, Antriebe zu entwickeln, die jedenfalls für sich genommen als weitgehend emissionsfrei gelten können.

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 465.127,08 130.259,76
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 48.349,00 28.758,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 48.348,00 28.757,00
II. Sachanlagen 416.778,08 101.501,76
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 260.328,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 156.245,00 88.912,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 205,08 12.589,76
B. Umlaufvermögen 2.649.177,01 2.031.238,34
I. Vorräte 2.279,18 3.798,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.347.049,78 1.706.470,99
1. Forderungen gegen Gesellschafter 326,80
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.346.722,98 1.706.470,99
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 63.425,14 63.258,14
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 299.848,05 320.969,27
C. Rechnungsabgrenzungsposten 28.970,16 60.160,93
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 746.853,38
Aktiva 3.890.127,63 2.221.659,03

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 0,00 149.870,33
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 124.870,33 300.640,28
III. Jahresfehlbetrag 896.723,71 175.769,95
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 746.853,38
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 2.172,00 6.960,00
C. Rückstellungen 394.118,11 330.898,78
D. Verbindlichkeiten 3.473.024,52 1.733.929,92
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 64.881,34 77.527,23
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 12.295,31 12.742,60
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 52.586,03 64.784,63
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.045.468,66 126.078,13
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 195.768,66 126.078,13
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 849.700,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.362.674,52 1.530.324,56
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.362.674,52 1.530.324,56
E. Passive latente Steuern 20.813,00
Passiva 3.890.127,63 2.221.659,03

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 4.416.512,43 4.479.706,34
2. Personalaufwand 2.787.719,03 2.818.597,89
a) Löhne und Gehälter 2.334.067,41 2.379.789,10
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 453.651,62 438.808,79
davon für Altersversorgung 11.357,37 1.290,00
3. Abschreibungen 56.877,34 31.564,96
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 56.877,34 31.564,96
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.448.946,97 1.816.059,30
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.118,76 609,20
davon Erträge aus Abzinsung 11,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 21.264,96 2.507,12
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 9,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -19.244,55 -29.728,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 20.813,00
8. Ergebnis nach Steuern -870.932,56 -158.685,73
9. sonstige Steuern 25.791,15 17.084,22
10. Jahresfehlbetrag 896.723,71 175.769,95

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022

17111 Logistik GmbH, Osterrönfeld

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: 17111 Logistik GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Osterrönfeld
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Kiel
Register-Nr.: HRB 21081 KI

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung basiert auf den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die 17111 Logistik GmbH hat am 01.11.2019 den Geschäftsbetrieb der 17111 TRANSIT TRANSPORT & LOGISTIK GmbH & Co. KG im Wege eines Management-Buy-outs aus der Insolvenz übernommen und führt diesen fort. Alle Vermögensgegenstände der Altgesellschaft wurden erworben und das gesamte Personal ist auf die Gesellschaft übergegangen. Im Rahmen eines Businessplanes zur Restrukturierung der Gesellschaft wurden Maßnahmen beschlossen, um die Ertragssituation und damit die Liquidität in Zukunft zu sichern und zu steigern. Zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2022 entstand ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von -0,75 Mio. €. Zur Sicherung der Finanzlage haben die Gesellschafter weitere Darlehen in Höhe von 0,9 Mio. € gewährt, die sich damit auf insgesamt EUR 1,05 Mio. € belaufen. Daher wurde der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

Die Finanzlage der Gesellschaft ist derzeit angespannt. Wenn - entgegen unseren Erwartungen - die wesentlichen Annahmen aus dem Businessplan zur Restrukturierung der Gesellschaft nicht eintreten und eine in diesem Fall benötigte finanzielle Unterstützung durch Banken bzw. die Gesellschafter ausbleiben, ist der Bestand der Gesellschaft gefährdet.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen unter Zugrundelegung von betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von drei Jahren bis acht Jahren vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen unter Zugrundelegung von betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von zwei Jahren bis vierzehn Jahren vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter, deren Anschaffungskosten innerhalb der Grenzen des § 6 Abs. 2 EStG lagen, wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögengegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit den Anschaffungskosten bewertet.

Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten werden gemäß § 253 Abs. 1 HGB zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Innerhalb des Postens Eigenkapital wurde das gezeichnete Kapital mit dem Nennwert bewertet.

Der Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des (Sach-)Anlagevermögens wird in Höhe der Anschaffungskosten für gefördertes Anlagevermögen erfolgsneutral gebildet und korrespondierend mit den Abschreibungen über den Zeitraum der jeweiligen Nutzungsdauer des Anlagevermögens erfolgswirksam aufgelöst. Darüber hinaus wird der Sonderposten bei einem Abgang von gefördertem Anlagevermögen in Höhe des bestehenden Restbuchwertes aufgelöst.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die im Vorjahr bestehende Rückstellung wurde mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bewertet wurden die Rückstellungen mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Abzinsung der sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgte mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die passiven latenten Steuern wurden für zukünftige Steuerbelastungen gebildet. Der zugrunde zu legende Steuersatz beträgt 27,9%.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeitsvermerke

Einzelne Sachverhalte können im vorliegenden Gliederungsschema mehreren Bilanzposten zugeordnet werden. Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit wird dazu folgende Erläuterung gegeben:

Die Mitzugehörigkeitsvermerke betreffen folgende Posten und Sachverhalte:

Unter den Forderungen gegen Gesellschafter werden EUR 326,80 (Vorjahr: EUR 0,00) ausgewiesen, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen.

Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden EUR 1.045.468,66 (Vorjahr: EUR 126.078,13) ausgewiesen, die sonstige Verbindlichkeiten betreffen.

Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Darstellung und die Entwicklung des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagenspiegel, der am Ende dieses Anhangs beigefügt ist. Die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich ebenfalls aus dem Anlagenspiegel.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der für EUR 1,00 erworbene Geschäfts- oder Firmenwert wurde aktiviert.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 63.425,14 (Vorjahr: EUR 63.258,14).

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind größere Beträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Dabei handelt es sich um Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag zu Einnahmen führen, aber zum Zweck der periodengerechten Gewinnermittlung bereits zum Bilanzstichtag als Einnahmen erfasst wurden.

Im Einzelnen waren folgende antizipative Sachverhalte zu berücksichtigen:

Vorsteuer im Folgezeitraum abzugsfähig (EUR 90.165,92), Forderung Körperschaftsteuer / Solidaritätszuschlag (EUR 36.843,76).

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden Rückstellungsarten enthalten. Rückzahlung Corona Überbrückungshilfen TEUR 171 (VJ: TEUR 0), Verpflichtungen Tauschgeschäfte Lademittel EUR 89 (VJ: TEUR 110), Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 44 (VJ: TEUR 43), Personalkosten TEUR 46 (VJ: TEUR 37), Nebenkostenabrechnungen 2021/2022 Vermieter TEUR 28 (VJ: TEUR 34), Rechts- und Beratungskosten TEUR 8 (VJ: TEUR 10), Schäden/Versand TEUR 3 (VJ: TEUR 6), Aufbewahrungspflicht TEUR 3 (VJ: TEUR 3), Sonstige TEUR 1 (VJ: TEUR 1).

Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit größer 5 Jahre Betrag
EUR
Sicherung Betrag
EUR
Vermerk
gegenüber Kreditinstituten 3.791,63 3.791,63 1
gegenüber Gesellschaftern 361.700,00 0,00 -

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Eigentumsvorbehalt

Latente Steuern

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt EUR 20.813,00.

Im Laufe des Geschäftsjahres gab es folgende Änderungen am Saldo der latenten Steuern: EUR 20.813,00.

Stand pass. latente Steuern 31.12.2021 0,00
Aufwand aus der Zuführung pass lat. Steuern 20.813,00
Stand pass. lat. Steuern 31.12.2022 20.813,00

Nicht in der Bilanz erscheinende Geschäfte

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Transaktionen sind weiterhin folgende Geschäfte aufzuzeigen:

Art der außerbilanziellen Geschäfte Zweck
Factoringvertrag mit der TARGO Factoring GmbH Verbesserung der Liquidität

Die Gesellschaft verkauft revolvierend Kundenforderungen an einen Finanzdienstleister, es werden im Wesentlichen Forderungen ohne Kontokorrent und Gegenforderungen verkauft. Durch den Verkauf erhält die Gesellschaft einen unmittelbaren Liquiditätszufluss, der zur Finanzierung des operativen Geschäfts eingesetzt werden kann. Hierfür erhält der Finanzdienstleister eine monatliche Handling-Fee sowie eine volumenabhängige Verzinsung, die sich am 3-Monats-Euribor orientiert. Durch die Unterlegung der Kreditgewährung seitens des Finanzdienstleisters mit den Kundenforderungen ist die Finanzierung günstiger als die Ausnutzung von Kreditlinien. Mit dem Verkauf der Kundenforderungen geht außerdem das Delkredererisiko auf den Finanzdienstleister über. Für die Gesellschaft entsteht nur dann ein Risiko, wenn die Dokumentation der überfälligen Kundenforderungen nicht fristgerecht an den Finanzdienstleister übergeben wird. Zum Abschlussstichtag wurden Kundenforderungen in Höhe von TEUR 913 (Vorjahr: TEUR 0) an den Finanzdienstleister verkauft.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-/Leasing-/Partner-/Wartungs- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von EUR 2.304.568,00 (VJ: EUR 1.092.363,00).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um: Corona-Überbrückungshilfen TEUR 244.

Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um: Einstellung in die Rückstellung für Rückzahlungen von Corona-Überbrückungshilfen TEUR 171.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 24
Angestellte 32
leitende Angestellte 0
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 56.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Frau Imke Henrike Heikendorf ausgeübter Beruf: Geschäftsführerin kaufmännisch
Herr Jens Fuchs Mömlingen ausgeübter Beruf: Geschäftsführer operativ

Vergütungen der Geschäftsführer

Von der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Abschlussprüferhonorar

Das gebuchte und zurückgestellte Honorar für die Abschlussprüfung beträgt TEUR 16,5. Weitere Leistungen wurden vom Abschlussprüfer nicht erbracht.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von EUR 896.970,72 wird zusammen mit dem Gewinnvortrag aus Vorjahren in Höhe von EUR 124.870,33 auf neue Rechnung vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Imke Henrike Ahrens

Jens Fuchs

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 04.07.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der 17111 Logistik GmbH, Osterrönfeld - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 17111 Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022nbis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

WESENTLICHE UNSICHERHEIT IM ZUSAMMENHANG MIT DER FORTFÜHRUNG DER UNTERNEHMENSTÄTIGKEIT

Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" im Anhang sowie die Angaben im Abschnitt "4.3. Planungs- und Liquiditätsrisiken" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Finanzlage der Gesellschaft derzeit angespannt ist und dass, sollten - entgegen den Erwartungen der gesetzlichen Vertreter - die wesentlichen Annahmen aus dem Businessplan zur Restrukturierung der Gesellschaft nicht eintreten und eine in diesem Fall benötigte finanzielle Unterstützung durch Banken bzw. die Gesellschafter ausbleiben, der Bestand der Gesellschaft gefährdet ist. Wie in den Angaben im Abschnitt "Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" des Anhangs und in Abschnitt "4.3. Planungs- und Liquiditätsrisiken" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in

Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen

 

Flensburg, 2. November 2023

BDO AG
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