Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 2084
Eingetragen
8.4.1980
Branche
Großhandel mit TextilienBeteiligungsgesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von modischen Textilien, insbesondere deren Im- und Export sowie der An- und Verkauf von Waren aller Art. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen. Sie ist insbesondere auch berechtigt, sich an anderen Unternehmen, die dem vorgenannten Zwecke dienen, zu beteiligen und deren Geschäftsführung zu übernehmen. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kemal Sahin
seit 12.7.2002
Geschäftsführer
Ahmet Cevdet Kalkan
seit 12.7.2002
Geschäftsführer
Franz-Josef Junk
seit 12.7.2002
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Kemal Sahin
98.87%
1.13%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Kemal Sahin
Istanbul/Türkei
4.274.200 €
98.87%
A**** C***** K*****
48.800 €
1.13%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SANTEX MODEN GmbH

Würselen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 01.01.2023 - 31.12.2023

Santex Moden GmbH

1 1. Darstellung des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft

1.1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam 2023 in einem krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Sie befindet sich in einem wirtschaftlichen Transformationsprozess bedingt durch die Herausforderungen des demographischen Wandels, der Digitalisierung und der Dekarbonisierung.

Nach Berechnungen des statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber 2022 um 0,3% gesunken. Höhere Finanzierungskosten bedingt durch mehrere Leitzinserhöhungen der Europäischen Zentralbank EZB (Stand seit September 2023: 4,5%) beeinträchtigen die wirtschaftliche Aktivität. Im produzierenden Gewerbe schlugen sich hohe Energie- und Baukosten sowie der Fachkräftemangel negativ nieder, während der Dienstleistungsbereich die Wirtschaft positiv stützen konnte. Hohe Inflationsraten senkten die Kaufkraft der Verbraucher und dämpften den Konsum, die verhaltene internationale Wirtschaftsentwicklung führte zu einer schwachen Auslandsnachfrage und belastete die deutsche Exportwirtschaft.

Branchensituation

Der Bekleidungs- und Textilhandel hat im vergangenen Geschäftsjahr mit einem geringen Umsatzplus von 1% abgeschlossen. Damit liegt der Zuwachs gegenüber dem immer noch als Benchmark geltenden Vor-Coronajahr 2019 nur bei 0,3%.

Beim stationären Bekleidungshandel, den Filialisten und Modehäusern, nahmen die Umsätze in 2023 um 3 bis 4% zu, notieren aber immer noch rund 5% unter dem Niveau des Jahres 2019. Zudem gehen diese Zahlen mit einer sehr inhomogenen Lage einher, in der es neben erfolgreichen Konzepten gleichzeitig eine Insolvenzwelle im Bekleidungs- und Schuhhandel gab. Auch der Versand- und Onlinehandel hat im vergangenen Jahr an Umsatz verloren, bedingt durch den Aufschwung in der Coronaphase liegt der Zuwachs gegenüber 2019 aber immer noch bei rund 30%. Der geschätzte Marktanteil des Versandhandels für Bekleidung, Haus- und Heimtextilien liegt bei rund 28%.

1.2. Geschäftsverlauf

Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Santex Moden GmbH einen Umsatz von 21,6 Mio. € erreicht und liegt damit wieder auf dem Niveau des Jahres 2021.

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 ist darüber hinaus geprägt von Beteiligungserträgen von 2,0 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €) sowie von einem Ertrag aus der Auflösung einer Einzelwertberichtigung von 2,3 Mio. €.

Die Santex Moden GmbH beschäftigte zum 31.12.2023 59 Mitarbeiter, darunter neun Auszubildende und sieben geringfügig Beschäftigte.

1.3. Ertragslage, Geschäftsergebnis

Die Ertragslage der Gesellschaft ist zahlenmäßig in folgender Tabelle erfasst.

2022
T€
2023
T€
Rohertrag 12.034,7 7.063,1
Personalkosten -2.672,6 -2.411,1
Abschreibungen -200,3 -204,2
sonstige Aufwendungen -6.756,6 -3.883,2
sonstige Erträge 148,3 41,9
Betriebsergebnis 2.553,5 606,5
außerordentliche Erträge 0,0 2.277,1
Beteiligungserträge 3.617,7 1.988,0
Zinserträge 102,4 238,5
Zinsaufwand -307,9 -271,0
Geschäftsergebnis 5.965,7 4.839,1
Ertragsteuern/sonstige Steuern -1.260,1 -476,0
Jahresüberschuss 4.705,6 4.363,1

Das Unternehmen erzielte einen Rohertrag in Höhe von 7.063,1 T€ (Vorjahr: 12.034,7 T€).

Die Personalkosten sind mit 2.411,1 T€ im Vorjahresvergleich (2.672,6 T€) wieder gesunken, was im Wesentlichen auf eine deutliche Reduzierung von Sondervergütungen zurückzuführen ist, die in 2022 zu einem ungewöhnlich hohen Wert geführt hatten. Die sonstigen Aufwendungen verringerten sich im Vorjahresvergleich (6.756,6 T€) deutlich und liegen in 2023 bei 3.883,2 T€. Der Rückgang ist wesentlich auf Kosten zurückzuführen, die sich proportional zum Umsatz verhalten.

Der gesunkene Rohertrag schlägt sich in einem von 2.553,5 T€ auf 606,5 T€ gesunkenen Betriebsergebnis nieder.

Die Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen eine ausländische Schwestergesellschaft wird im Rahmen dieser Darstellung als außerordentlicher Ertrag von 2.277,1 T€ ausgewiesen.

Das Finanzergebnis tritt im Vorjahresvergleich aufgrund der von 3.617,7 T€ auf 1.988,0 T€ gesunkenen Dividende einer türkischen Beteiligungsgesellschaft mit einem niedrigeren Wert in Erscheinung.

Betriebsergebnis, außerordentliches Ergebnis und Finanzergebnis addieren sich zu einem positiven Geschäftsergebnis 2023 von T€ 4.839,1 (Vorjahr: 5.965,7 T€).

Es verbleibt im Jahr 2023 ein Jahresüberschuss von 4.363,1 T€ nach 4.705,6 T€ in 2022.

1.4. Vermögenslage

Die Vermögensstruktur der Santex Moden GmbH stellt sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag folgendermaßen dar:

31.12.2022
T€
31.12.2023
T€
Sachanlagen, immaterielle Anlagegüter 5.661,6 5.548,2
Finanzanlagen 21.588,8 21.588,8
Anlagevermögen 27.250,4 27.137,0
Warenbestand 2.184,1 1.053,0
Kundenforderungen 9.696,4 2.721,7
sonstige Forderungen 3.571,6 8.172,3
Liquide Mittel 1.006,5 3.993,8
Umlaufvermögen 16.458,6 15.940,8
Gesamtvermögen 43.709,0 43.077,8

Bei den Finanzanlagen handelt es sich um die Beteiligung an der türkischen Gesellschaft Avrupa Serbest Bölgesi Kurucu ve Isleticisi A.Ş. ("ASB"), einem Infrastrukturanbieter der in der Türkei gelegenen europäischen Freihandelszone.

Als wesentliche Veränderungswerte im Vorjahresvergleich ist die durch den Umsatzrückgang sowie Stichtagseffekte bedingte Verringerung der Kundenforderungen zu benennen.

1.5. Finanzlage

Die Finanzierungsstruktur der Gesellschaft kann tabellarisch wie folgt zusammengefasst werden:

31.12.2022
T€
31.12.2023
T€
Stammkapital 4.323,0 4.323,0
Kapital- und Gewinnrücklagen 216,2 216,2
Bilanzgewinn 26.133,6 30.496,7
Eigenkapital 30.672,8 35.035,9
Rückstellungen 2.330,0 990,4
Bankdarlehen 2.576,7 2.238,7
Lieferantenverbindlichkeiten 5.018,8 2.421,2
übrige Verbindlichkeiten 3.110,7 2.391,6
Fremdkapital 13.036,2 8.041,9
Gesamtkapital 43.709,0 43.077,8

Der Eigenkapitalausweis erhöhte sich in 2023 um den Jahresüberschuss von 4.363,1 T€. Gewinnausschüttungen wurden nicht vorgenommen. Die Eigenkapitalquote beträgt 81,3%.

Beim Fremdkapital ist die im Wesentlichen durch den Rückgang der Geschäftstätigkeit verursachte Reduzierung der Lieferantenverbindlichkeiten hervorzuheben. Eine weitere deutliche Veränderung ist die sowohl auf die Steuer- als auch die sonstigen Rückstellungen entfallende Verminderung der Rückstellungsposition zu nennen. Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten ein Darlehen zur Finanzierung des Erwerbs der Betriebsimmobilie einer inländischen Schwestergesellschaft.

Der Cash-Flow der Gesellschaft und seine Verwendung lassen sich vereinfacht wie folgt darstellen:

2022
T€
2023
T€
Jahresüberschuss 4.705,6 4.363,1
Abschreibungen 200,3 204,2
Cash-Flow I 4.905,9 4.567,3
Investitionen in das Anlagevermögen -20,6 -90,8
Darlehensaufnahmen/-tilgungen -1.977,7 -1.422,7
Cash-Flow II 2.907,6 3.053,8

Der positive Cash-Flow II spiegelt sich im Wesentlichen im Anstieg der liquiden Mittel (2.987,3 T€) wider.

2. Voraussichtliche Entwicklung

Nach einem wirtschaftlich schwierigen Jahr 2023 sieht es auch für 2024 noch nicht nach einer konjunkturellen Trendwende im deutschen Binnenmarkt aus. Die Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen verschlechtert sich, der Auftragsbestand der Industrie nimmt ab, auch hohe Krankenstände und Streiks lassen erwarten, dass sich - auch in Verbindung mit einer restriktiven Haushaltspolitik der öffentlichen Hand - die wirtschaftlich schwache Gesamtsituation zumindest im 1. Halbjahr 2024 fortsetzen dürfte.

Das IFO-Institut geht erst im 2. Halbjahr von einer konjunkturellen Erholung und einer gesamten BIP-Erhöhung um 0,2% zum Vorjahr aus. Bezüglich der Inflationsrate prognostiziert das Institut für Deutschland einen Rückgang von 5,9% im Jahr 2023 auf 3,1% im laufenden Jahr. Hiervon dürften Industrie- und Konsumkonjunktur profitieren. Allerdings bleibt abzuwarten, wie nachhaltig dieses Szenario sein wird, da neben den geopolitischen Unwägbarkeiten auch finanz- und wirtschaftspolitische Reformen umgesetzt werden müssten, was aber bisher nur zögerlich angegangen wird. Dies lähmt den Konsum und die Investitionsbereitschaft, sodass eine konjunkturelle Erholung mit einem Fragezeichen versehen bleibt.

In diesem fragilen Umfeld ist es nur folgerichtig, dass auch die Retailkunden der Santex Moden GmbH nach wie vor mit Vorsicht und Zurückhaltung agieren. Insbesondere im Zielgruppensegment der Erwachsenen (vorwiegend Herren) hat die Konsumnachfrage nachgelassen, lediglich im Kinderbereich stellt sich die Lage vergleichsweise stabil dar. Demzufolge fallen die Budgets für die langfristigen Bestellungen unserer Kunden kleiner aus und die Einkäufer reagieren eher mit kurzfristigen Nachbestellungen, falls Trends dies erforderlich machen. Insgesamt ist damit eine valide Planung für unser Unternehmen nicht einfach. Wir sehen das Unternehmen mit den flexiblen Bezugsoptionen hinsichtlich der Lieferzeiten und auch hinsichtlich der Preisbedingungen allerdings gut aufgestellt, um den volatilen Kundenwünschen zu entsprechen.

Auf dieser Grundlage streben wir für das laufende Geschäftsjahr Umsatzerlöse auf dem Niveau des Jahres 2023 sowie ein positives Betriebsergebnis an. Prognosen über das Jahr 2023 hinaus können derzeit nicht hinreichend sicher gegeben werden.

 

Würselen, den 23. April 2024

gez. Dipl. Ing. Kemal Sahin, Geschäftsführer

gez. Ahmet Kalkan, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 27.136.970,54 27.250.412,54
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54.007,00 12,00
II. Sachanlagen 5.494.207,40 5.661.644,40
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.405.130,40 5.564.025,40
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.077,00 97.619,00
III. Finanzanlagen 21.588.756,14 21.588.756,14
1. Beteiligungen 21.588.756,14 21.588.756,14
B. Umlaufvermögen 15.882.221,58 16.446.520,50
I. Vorräte 1.053.000,00 2.184.100,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.835.389,52 13.255.949,24
1. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.045.144,61 3.258.942,80
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.790.244,91 9.997.006,44
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.993.832,06 1.006.471,26
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.745,11 1.389,96
D. Aktive latente Steuern 54.865,00 10.652,00
Aktiva 43.077.802,23 43.708.975,00

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 35.035.898,11 30.672.808,11
I. Gezeichnetes Kapital 4.323.000,00 4.323.000,00
II. Kapitalrücklage 165.123,76 165.123,76
III. Gewinnrücklagen 51.129,19 51.129,19
IV. Gewinnvortrag 26.133.555,16 21.427.896,98
V. Jahresüberschuss 4.363.090,00 4.705.658,18
B. Rückstellungen 990.423,83 2.330.034,58
C. Verbindlichkeiten 7.051.480,29 10.706.132,31
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.238.720,27 2.576.706,52
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 345.658,34 337.986,25
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.893.061,93 2.238.720,27
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.812.760,02 8.129.425,79
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.282.674,05 6.370.014,43
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.530.085,97 1.759.411,36
Passiva 43.077.802,23 43.708.975,00

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.382.107,95 12.183.075,21
2. Personalaufwand 2.411.062,00 2.672.581,42
a) Löhne und Gehälter 2.039.144,19 2.306.635,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 371.917,81 365.945,98
davon für Altersversorgung 1.322,71 0,00
3. Abschreibungen 204.190,37 200.297,69
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 204.190,37 200.297,69
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.883.161,76 6.756.583,29
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 3.513,03 77,81
5. Erträge aus Beteiligungen 1.987.984,93 3.617.731,30
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 238.470,81 102.391,07
davon Erträge aus Abzinsung 419,75 266,21
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 271.038,14 307.939,58
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 21,66
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 439.938,22 1.224.697,13
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 44.213,00
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 37.186,00
9. Ergebnis nach Steuern 4.399.173,20 4.741.098,47
10. sonstige Steuern 36.083,20 35.440,29
11. Jahresüberschuss 4.363.090,00 4.705.658,18

Anhang zur Bilanz zum 31. Dezember 2023 und zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Santex Moden GmbH, Würselen

HRB 2084, Amtsgericht Aachen

I. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Angaben gem. § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB

a) Bilanzierungsmethoden

Sämtliche bilanzierungsfähigen Vermögensgegenstände und Schulden wurden gem. den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der handels- und steuerrechtlichen Bilanzierungsvorschriften in der Bilanz zum 31.12.2023 erfasst.

Es wurde kein Gebrauch von Bilanzierungshilfen gemacht.

b) Bewertungsmethoden

aa) Aktiva

Die einzelnen Gegenstände des Anlagevermögens wurden mit ihren Anschaffungskosten aktiviert. Die Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens werden um die planmäßigen Abschreibungen vermindert.

Auf der Grundlage der von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen bei Einbezug betriebsindividueller Besonderheiten wurde die Nutzungsdauer der einzelnen Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens bestimmt. Die daraus abgeleiteten Abschreibungen werden sowohl bei dem Altbestand wie auch bei den Zugängen des Berichtsjahres nach der linearen Methode vorgenommen. Die erworbenen geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden gem. § 6 Abs. 2 EStG zu 100% abgeschrieben.

Die Handelswaren sind grundsätzlich im Wege der Einzelbewertung zu Anschaffungskosten (Wareneinkaufskosten zzgl. angefallener Anschaffungsnebenkosten) bewertet worden.

Für Bestandsrisiken sind bei Berücksichtigung des Prinzips der verlustfreien Bewertung im Einzelnen Abschläge vorgenommen worden.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Für spezielle Risiken sowie für das allgemeine Kreditrisiko sind bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen abgesetzt worden.

Forderungen in Fremdwährungen sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet worden.

Die aktiven latenten Steuern wurden im Rahmen des Aktivierungswahlrechtes des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der rechnerischen Postendifferenz zwischen der Handels- und Steuerbilanz zum 31. Dezember 2023 sowie unter Berücksichtigung der ertragsteuerlichen Belastungssätze des Jahres 2023 ermittelt und aktiviert.

bb) Passiva

Die Rückstellungen wurden mit dem Betrag passiviert, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei zwei Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde eine Abzinsung gem. § 253 Abs. 2 HGB vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Posten in Fremdwährungen sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

2. Anlagengitter

Darstellung gem. § 284 Abs. 3 HGB

a) Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten zum 31.12.2022
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Abschreibungen (kumuliert)
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
aa) Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.234,94 54.0000,00 13.373,66 13.854,28 7,00 12,00
2. geleistete Anzahlungen 0,00 54.000,00 0,00 0,00 54.000,00 0,00
27.234,94 54.0000,00 13.373,66 13.854,28 54.007,00 12,00
bb) Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 6.366.079,27 0,00 0,00 960.948,87 5.405.130,40 5.564.025,40
2. technische Anlagen und Maschinen 205.787,25 36.755,37 24.578,11 128.887,51 89.077,00 97.619,00
6.571.866,52 36.755,37 24.578,11 1.089.836,38 5.494.207,40 5.661.644,40
cc) Finanzanlagen 21.588.756,14 0,00 0,00 0,00 21.588.756,14 21.588.756,14
28.187.857,60 90.755,37 37.951,77 1.103.690,66 27.136.970,54 27.250.412,54
Abschreibungen (kumuliert zum 01.01.2023)
Euro
Zugänge bei den Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Abgänge bei den Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Abschreibungen (kumuliert zum 31.12.2023)
Euro
aa) Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.222,94 0,00 13.368,66 13.854,28
bb) Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grund- Stücken 802.053,87 158.895,00 0,00 960.948,87
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 108.168,25 45.295,37 24.576,11 128.887,51
910.222,12 204.190,37 24.576,11 1.089.836,38
937.445,06 204.190,37 37.944,77 1.103.690,66

I. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Beteiligungen

Angaben gem. § 285 Nr. 11 HGB

Es besteht eine Beteiligung an der Avrupa Serbest Bölgesi Kurucu ve Isleticisi A.Ş., Corlu, Türkei. Mit Anschaffungskosten von TEUR 21.588,8 hält die Santex Moden GmbH einen Anteil von 24,62%. Gemäß des Jahresabschlusses der Avrupa Serbest Bölgesi Kurucu ve Isleticisi A.Ş. zum 31. Dezember 2023 beträgt das Eigenkapital dieser Gesellschaft TEUR 13.451,5 und der Jahresüberschuss TEUR 5.863,3.

2. sonstige Rückstellungen

Erläuterungen gem. § 285 Nr. 12 HGB

Die "sonstigen Rückstellungen" enthalten insbesondere Beträge für Lizenzvergütungen, Schadenersatzansprüche, Prüfungskosten für den Jahresabschluss, Boni, Nachzahlungen für Mietnebenkosten, Beiträge, Tantiemen, Archivierungskosten sowie Aufwendungen für künftige Betriebsprüfungen.

3. Verbindlichkeitenspiegel

Angaben gem. § 285 Nr. 1a, 1b, 2 HGB

Verbindlichkeitenposten Gesamt
EUR
Davon mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren
EUR
Davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr
EUR
Davon durch Grundpfandrechte gesichert
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.238.720,27 429.344,17 345.658,34 1.832.470,27
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.421.220,41 0,00 2.421.220,41 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 2.391.539,61 540.878,90 899.914,64 0,00
7.051.480,29 970.223,07 3.666.793,39 1.832.470,27

4. Forderungen gegen Gesellschafter

Angaben gem. § 42 Abs. 3 GmbHG

Es bestehen Forderungen gegen Gesellschafter von EUR 3.543,94 (Vorjahr: EUR 0,00).

5. sonstige finanzielle Verpflichtungen

Angaben gem. § 285 Nr. 3a) HGB

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen (Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und Lizenzverträgen der Gesellschaft) beläuft sich auf TEUR 1.479,0.

6. Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB

Angaben gem. § 268 Abs. 7 HGB und § 285 Nr. 27 HGB

Die Gesellschaft hat für eine inländische Schwestergesellschaft eine selbstschuldnerische Bürgschaft zur Kreditsicherung gegenüber der Sparkasse Aachen über TEUR 1.338,1 übernommen. Die Haftung ist durch Grundschulden gesichert. Eine Passivierung dieses Haftungsverhältnisses als Verbindlichkeit ist nicht erforderlich, da die Primärschuldnerin über eine ausreichende Bonität verfügt.

7. Außerordentliche Erträge

Angabe gem. § 285 Nr. 31 HGB

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten einen Ertrag aus der Auflösung einer Einzelwertberichtigung von TEUR 2.277,1.

III. Sonstige Angaben

1. Angaben zur Geschäftsführung gem. § 285 Nr. 9a), 10 HGB

a) Mitglieder der Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft sind

Herr Dipl.-Ing. Kemal Şahin, Kaufmann und

Herr Dipl.-Ing. Ahmet Cevdet Kalkan, Kaufmann.

b) Gesamtbezüge

Im Jahr 2023 betrugen die Gesamtbezüge der Geschäftsführung TEUR 338,0.

2. Arbeitnehmer

Angaben gem. § 285 Nr. 7 HGB

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 48 Mitarbeiter.

Festangestellte 41
Aushilfen 7
48

3. Verwendung des Ergebnisses

Angaben gem. § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Würselen, den 23. April 2024

gez. Dipl. Ing. Kemal Sahin, Geschäftsführer

gez. Ahmet Kalkan, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 03.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Santex Moden GmbH, Würselen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Santex Moden GmbH, Würselen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Santex Moden GmbH, Würselen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hürth, 23. April 2024

Thesing • Peeters & Baumann Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. C. Illing, Wirtschaftsprüfer

gez. H. Baumann, Wirtschaftsprüfer

Hinweis gem. § 328 Abs. 1a Satz 2 HGB:

Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den aufgestellten Jahresabschluss ohne Inanspruchnahme der größenabhängigen Aufstellungs- und Offenlegungserleichterungen.

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