Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 107155
Vorher
HERO GmbH
Eingetragen
10.1.2000
Branche
Bearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Werkzeug- und Formenbau sowie die Fertigung von Kunststoffteilen und Baugruppen für die Automobil- und Elektroindustrie sowie für andere Industriezweige.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marc Kohler
seit 16.9.2022
Prokura
Geschäftsführer
Mike Liphardt
seit 23.7.2019
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
P**************** B*********
5.87%
V***** S****
2.90%

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
GNS KV GmbHEigenbeteiligung
13.05%

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Blue Cap 11 GmbH
Germany
17.750 €
71.00%
GNS KV GmbH
Germany
6.525 €
26.10%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

H+E Molding Solutions GmbH

Ittlingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht zum 31.12.2023

H+E Molding Solutions GmbH, Ittlingen

I.I. Grundlagen des Unternehmens

Die Firma H+E Molding Solutions GmbH, Ittlingen, (im folgenden H+E genannt) ist ein mittelständisches Unternehmen mit durchschnittlich 88 Beschäftigten. H+E hält 100 % der beiden Tochtergesellschaften H+E Kinematics GmbH (im folgenden Kinematics genannt) und der H+E Automotive GmbH (im folgenden Automotive genannt). Zusammen mit diesen Einzelgesellschaften bildet H+E eine Unternehmensgruppe von insgesamt über 190 Beschäftigten; der Mehrheitseigentümer dieser Gruppe ist die Blue Cap 11 GmbH, eine Tochter der Blue Cap AG (München). Die Wertschöpfung der Unternehmensgruppe deckt die Bereiche Entwicklung und Konstruktion, Werkzeugbau, Spritzgussproduktion und Montage von Baugruppen und Logistik ab.

Die Hauptkunden von H+E kommen vor allem aus den Branche Automobilindustrie. Die Produkte und Leistungen der H+E für diese Branchen umfassen unter anderem Türinnenbetätigungen, Kleiderhaken, Dachhaltegriffe, Zierleisten für Fahrzeuge sowie diverse Griffe und Öffnungsmechanismen.

Das Unternehmen treibt seine Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung kontinuierlich voran und greift hierbei auf die Entwicklungsressourcen der Gruppe zurück. Der Fokus liegt auf dem Bereich Bewegungstechnik in Kunststoff sowie im Bereich der Oberflächentechnik. In 2023 konnten durch in 2022 angemeldete neue relevante Patente im Kerngeschäft der Dachhaltegriffe mit BMW und LUCID Motors weitere Kunden gewonnen werden. Dadurch wird die Marktposition in diesem Bereich in Zukunft weiter gestärkt.

Durch Weiterqualifizierung des Personals in zielgerichtete Schulungsmaßnahmen, einer Verbesserung der IT-Infrastruktur und damit verbundenen erhöhten IT-Sicherheit und durch gezielte Investitionen in die Verbesserung der vorhandenen Produktionstechnik wurden weitere Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum geschaffen. Dies bietet die Chance, sich als Systemlieferant in einem globalen Markt weiter zu etablieren.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtkonjunktur und Branchenentwicklung

Die konjunkturelle Dynamik der Weltwirtschaft hat gegenüber dem Frühjahr nachgelassen. Stützende Impulse für die Weltkonjunktur kamen lediglich von der starken Binnennachfrage in den USA. In vielen anderen Regionen der Welt, wie im Euro-Raum, in Japan und im Vereinigten Königreich, belasteten die hohen Inflationsraten die privaten Konsumausgaben. Die schwache Binnennachfrage sowie der fragile Immobiliensektor in China dämpfen das Wachstum in der Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer. Da die Inflationsraten weltweit zurückgehen, dürfte die geldpolitische Straffung durch die Zentralbanken in den USA, im Euro-Raum und im Vereinigten Königreich ihren Höhepunkt nahezu erreicht haben. Trotzdem verbessern sich die Konsumaussichten in vielen fortgeschrittenen Volkswirtschaften lediglich graduell. Insgesamt bleibt der globale konjunkturelle Ausblick verhalten. Für das laufende Jahr erwartet der Sachverständigenrat ein Wachstum des globalen BIP um 2,7 %. Im Jahr 2024 dürfte es um 2,2 % steigen.

Die deutsche Wirtschaft hat sich im europäischen Vergleich besonders stark abgekühlt. So haben die privaten Haushalte und der Staat ihre Konsumausgaben reduziert. Die Industrie und die Bauwirtschaft zehren zwar noch von einem erhöhten Bestand an Aufträgen, allerdings gehen diese und auch die Neuaufträge deutlich zurück. Hinzu kommen Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Der Sachverständigenrat erwartet, dass die deutsche Volkswirtschaft sich erst im Verlauf des Jahres 2024 allmählich wieder erholt. Das außenwirtschaftliche Umfeld dürfte sich nur langsam verbessern und die Geldpolitik die Kreditvergabe weiterhin bremsen. Der Rückgang der Inflation in Kombination mit den hohen Lohnabschlüssen dürfte aber zu Realeinkommenssteigerungen führen. Hierdurch dürfte sich der private Konsum beleben. Der Sachverständigenrat erwartet für die Jahre 2023 und 2024 ein Wachstum des deutschen BIP von -0,4 % bzw. 0,7 %. Die Prognose ist mit erheblichen Abwärtsrisiken behaftet. So könnten eine ausbleibende Erholung in China, eine Verschärfung der weltpolitischen Lage, ein erneuter Anstieg der Energiepreise, eine stärkere Dämpfung der Nachfrage durch die Geldpolitik als erwartet oder ein zurückhaltendes Ausgabeverhalten der Verbraucher das Wachstum bremsen. Die Inflation in Deutschland und im Euro-Raum ist auf dem Weg der Normalisierung. Es ist allerdings zu erwarten, dass stark verzögerte Kostenüberwälzungen und neuer Druck von der Lohnentwicklung die Kerninflation im Euro-Raum noch bis ins Jahr 2025 hoch halten. Im EuroRaum rechnet der Sachverständigenrat mit Inflationsraten von 5,6 % bzw. 2,9 % in den Jahren 2023 und 2024. In Deutschland ist in diesem Jahr mit einer Inflation von 6,1 % zu rechnen. Im kommenden Jahr dürfte sie auf 2,6 % zurückgehen. Bei der Kerninflation in Deutschland ist mit Raten von 5,2 % im Jahr 2023 und 3,2 % im Jahr 2024 zu rechnen. Das Risiko eines erneuten Inflationsanstiegs ist nicht zu vernachlässigen, sollte die restriktive geldpolitische Ausrichtung nicht ausreichend lange aufrechterhalten werden. (Quelle: Sachverständigen Rat)

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) bilanziert das Autojahr 2023 mit gemischten Gefühlen. Trotz erneutem Wachstum produzierte die heimische Autoindustrie weiter deutlich weniger Fahrzeuge als im Vorkrisenjahr 2019.

Die Zahl der in Deutschland produzierten Pkw ist 2023 wieder deutlich gestiegen. Wie der Branchenverband VDA mitteilt, erreichte die Pkw-Inlandsproduktion vergangenen Dezember 264.500 Einheiten, was gegenüber dem Vorjahresvergleichsmonat einem Plus von rund 1 Prozent entspricht. Über das Gesamtjahr wurden in Deutschland 4,1 Millionen Pkw gebaut und damit 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings bleibt das vergangene Jahr damit auch 12 Prozent unter dem Produktionsniveau im Vorkrisenjahr 2019.

3,1 der 4,1 Millionen Pkw aus deutschen Werken gingen in den Export. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Zuwachs um 17 Prozent. Gegenüber 2019 mit 3,5 Millionen exportieren Pkw wurden jedoch 11 Prozent weniger Autos ausgeführt.

Für das Inlandsgeschäft ist die Bilanz im Vergleich zum Vorjahr mit gut 2,8 Mio. neuzugelassenen Pkw und einem Plus 7 Prozent ebenfalls positiv. Allerdings war auch dies deutlich unter Vorkrisenniveau: 2023 wurden 21 Prozent weniger Neufahrzeuge als 2019 zugelassen.

Bemerkenswert war nach Ansicht des VDA in Deutschland ein drastischer Rückgang bei den Neuzulassungen von Elektro-Pkw im Dezember. Gegenüber dem Vergleichsmonat 2022 betrug das Minus bei den PHEVs 74 und bei den BEVs 48 Prozent. Laut VDA zeigen sich hier deutlich die Auswirkungen eines veränderten Förderregimes. Über das Gesamtjahr 2023 ist die Zahl neuzugelassener BEVs allerdings um 11 Prozent gestiegen, drastisch rückläufig war hingegen der Markt für PHEVs der sich mit einem Minus von 51 Prozent halbierte.

(Quelle: welt.de/motor/news/article249361714/VDA-zieht-verhalten-positive-Bilanz-PKW-Markt-2023.html)

2. Geschäftsverlauf 2023

Eine starkes 1. Halbjahr kennzeichnete den Geschäftsverlauf, jedoch führten Lieferkettenproblematiken und die E-Mobilitätsflaute in der 2. Jahreshälfte zu einem negativen Effekt auf den Umsatz der H+E Molding Solutions im Jahr 2023. Mit 18.229 (VJ: 18.443 TEUR) lag der Umsatz etwa auf Niveau des Vorjahres, trotz temporärer Kurzarbeit im 4. Quartal.

Wie im Vorjahr konnte wieder ein positives Jahresergebnis erreicht werden; dem Vorjahresüberschuss von ca. 1.016 TEUR stand in 2023 ein Jahresüberschuss in Höhe von ca. 537 TEUR gegenüber. Die Ursache für die Verringerung war vor allem ein Einmaleffekt, und zwar die periodenfremde Berechnung von Forschungsaufwendungen durch Dritte.

Die wesentlichen Investitionen beziehen sich auf die Bereiche IT-Infrastruktur sowie technische Maschinen und Anlagen. Sie betrugen insgesamt rd. 500 TEUR und wurden aus Eigenmitteln finanziert.

Im Finanzierungsbereich konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten trotz einer Darlehensaufnahme zur Projektvorfinanzierung i. H. v. 1.250 TEUR erheblich reduziert werden.

Im Personalbereich war relevant, dass wir an unsere Mitarbeiter die Inflationsausgleichsprämie ausgezahlt haben. Des Weiteren haben wir Zeitarbeitskräfte in ein Festanstellungsverhältnis übernommen.

Der Ertragsteueraufwand verminderte sich auch durch die Investitionen in steuerlich nicht aktivierbare Vermögensgegenstände.

3. Lage des Unternehmens

Die finanzielle Lage des Unternehmens lässt sich wie folgt beschreiben:

Die Bilanzsumme hat sich im Berichtszeitraum von 20.605 TEUR im Wesentlichen aufgrund des Abbaus der Vorräte und der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf 18.599 TEUR vermindert. Die Veränderung des Eigenkapitals ist auf den fortzuschreibenden Jahresüberschuss in Höhe von 537 TEUR zurückzuführen, die Eigenkapitalquote steigt von 34 % auf 41 %.

Das Anlagevermögen machte ca. 57 % der Bilanzsumme aus (im Vorjahr: 50 %).

Den größten Anteil unseres Vermögens stellen die Beteiligungen an unseren Tochterunternehmen dar, weitere wesentliche Bestandteile unseres Vermögens waren in den Sachanlagen, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie den Vorräten gebunden, die im Verhältnis zur Bilanzsumme auf einem vergleichbaren Niveau wie im Vorjahr liegen.

Die Eigenkapitalquote von ca. 41 % stellt eine adäquate Größenordnung dar und bietet ausreichend Spielräume für zukünftiges Wachstum bzw. das Abfedern von wirtschaftlichen Schwankungen.

Der Anteil der Verbindlichkeiten ggü. Banken an der Bilanzsumme hat sich mit 41 % im Vergleich zum Vorjahr mit 47 % um 1.794 TEUR vermindert, im Gegenzug hat sich der Cashbestand ebenfalls um 855 TEUR gemindert.

Wir konnten wieder einen positiven Cash-Flow erwirtschaften. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses, der Abschreibungen sowie der Veränderungen in den Rückstellungen haben wir einen Cash-Flow in Höhe von 968 TEUR (Vorjahr: 1.241 TEUR) erwirtschaftet. Der Finanzmittelbestand1 ist mit 3.626 TEUR am Ende der Periode unter dem Vorjahreswert von 4.481 TEUR, was im Wesentlichen an der Tilgung der bestehenden Darlehen liegt.

Der Abfall der Gesamtleistung um ca. 5 % im Vergleich zum Vorjahr sowie die damit verbundene Verringerung des Rohertrages um ca. 3 % resultiert aus der schwachen 2. Jahreshälfte und einem veränderten Margenmix.

Die Personalkostenquote (Anteil Personalaufwand an der Gesamtleistung) hat sich in 2023 ggü. dem Vorjahr um 2,6 %-Punkte verschlechtert. Die Ursachen liegen im Wesentlichen an einer umfangreichen Übernahme von Leiharbeitskräften. Im Ergebnis liegt die Quote im Berichtsjahr bei etwa 31 % (im Vorjahr: 28 %).

Der Zinsaufwand von 262 TEUR verläuft auf Vorjahresniveau von 262 TEUR.

Die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren fassen die Lage zusammen:

Finanzieller Leistungsindikator 2023 2022
Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen zzgl. aktivierte Eigenleistung) 17.776 TEUR 18.672 TEUR
Rohertrag (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand) 9.911 TEUR 10.590 TEUR
EBIT (Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern) 856 TEUR 1.690 TEUR
Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Bilanzsumme x 100) 41 % 34 %
Kassenbestand/Liquidität 1. Grades 3.626 TEUR 4.481 TEUR
Vorratsintensität (Vorräte/Bilanzsumme) 13 % 14 %

Die wesentlichen Gründe für die Veränderung der o.a. finanziellen Leistungsindikatoren wurden in den o. a. Erläuterungen dargelegt.

Bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren konzentrieren wir uns vor allem auf die Kundenzufriedenheit (u. a. gemessen an der Reklamationsquote) und an der Mitarbeiterfluktuation.

1Finanzmittelbestand entspricht dem Saldo aus kurzfristigen Bankbeständen, Kassenbeständen und Kontokorrentkonten.

III. Prognose sowie Chancen- und Risikobericht

Die großen Unsicherheiten und wirtschaftlichen Verwerfungen, die durch den Ukraine Krieg verursacht wurden, haben dazu geführt, dass die im Vorjahr in diesem Absatz abgegebene Prognose hinsichtlich des Ergebnisses nicht erreicht werden konnte.

Die deutsche Wirtschaft erholt sich in den kommenden Jahren, wenn auch verzögert. Gegenwärtig bremsen vor allem noch die schwache Auslandsnachfrage in der Industrie, der zögerliche private Konsum und die infolge der geldpolitischen Straffung höheren Finanzierungskosten für Investitionen. Doch ab Beginn des Jahres 2024 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder auf einen Expansionspfad einschwenken und nach und nach Fahrt aufnehmen. Die Exporte steigen infolge wieder wachsender ausländischer Absatzmärkte, und die privaten Haushalte weiten ihre Konsumausgaben aus. Denn ihre realen Einkommen erhöhen sich dank eines stabilen Arbeitsmarktes, kräftig steigender Löhne und rückläufiger Inflation deutlich. Die privaten Investitionen sinken hingegen zunächst noch und liefern erst 2026 wieder moderate Impulse. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) legt nach dieser Projektion 2024 kalenderbereinigt um 0,4 % zu, nach einem leichten Rückgang um 0,1 % im laufenden Jahr. In den Jahren 2025 und 2026 wächst die Wirtschaft um 1,2 % beziehungsweise 1,3 %. Im Vergleich zur Juni-Projektion wurde die BIP- Rate für 2024 deutlich und für 2025 leicht herabgesetzt. Maßgeblich sind eine schwächere Auslandsnachfrage, der langsamer anziehende Konsum und straffere Finanzierungskonditionen. Die Inflation in Deutschland ist auf dem Rückzug, aber für eine grundsätzliche Entwarnung ist es noch zu früh. Gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) dürfte die Teuerungsrate im laufenden Jahr auf jahresdurchschnittlich 6,1 % zurückgehen und sich im kommenden Jahr mehr als halbieren, auf 2,7 %. Die Teuerung von Energie lässt stark nach und auch bei Nahrungsmitteln ist sie deutlich rückläufig. Die Kernrate (ohne Energie und Nahrungsmittel) erreicht erst im laufenden Jahr ihren Höhepunkt von 5,1 %. Im kommenden Jahr geht auch sie deutlich auf 3,0 % zurück. Dann stellen Lieferengpässe kein so großes Problem mehr dar, und die Gewinnmargen normalisieren sich. Die geldpolitische Straffung entfaltet zunehmend ihre Wirkung. Ab 2025 lässt das starke Lohnwachstum deutlicher nach, wenngleich es weiter hoch bleibt. Daher geht die Kernrate graduell weiter auf 2,3 % im Jahr 2026 zurück. Die Gesamtrate ermäßigt sich auf 2,2 %. Sie liegt damit immer noch auf erhöhtem Niveau. Verglichen mit der Projektion vom Juni wurde die Inflationsrate 2024 spürbar und 2025 leicht abwärtsrevidiert (Quelle Deutsche Bundesbank).

Für den deutschen Pkw-Markt gehen wir für 2024 davon aus, dass das Volumen der Neuzulassungen leicht über dem Vorjahresniveau liegen wird. Bei den leichten Nutzfahrzeugen erwarten wir ebenfalls, dass die Zahl der Zulassungen 2024 den Vorjahreswert leicht übertrifft. In Westeuropa rechnen wir für 2024 mit einem Neuzulassungsvolumen von Pkw, das leicht über dem Niveau des Berichtsjahres liegen wird. Versorgungsengpässe bei Vorprodukten sowie Rohstoffen und die daraus resultierende eingeschränkte Fahrzeugverfügbarkeit können das Neuzulassungsvolumen weiter belasten. Für die großen Einzelmärkte Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien rechnen wir in 2024 mit einem Wachstum in unterschiedlich starken Ausprägungen zwischen leicht und spürbar (Quelle Prognosebericht VW).

Im Vergleich zu 2023 rechnen wir für 2024 zwar mit einer geringen Steigerung des Umsatzes von 18.229 TEUR auf 18.279 TEUR, - dies entspricht einem Anstieg vom ca. 0,3 %. Für 2025 rechnen wir mit einer weiteren Steigerung der Umsätze um ca. 2 %. Diese Planung beinhaltet für 2024 und 2025 eine Ergebnisbandbreite (Basis: EBIT) von 0,9 bis 1,0 Mio. EUR. Die Planung der H+E 2024 berücksichtigt, dass Preiserhöhungen gegenüber den Kunden durchgesetzt werden. Ohne diesen Effekt könnte sich die Ergebnissituation vor allem aufgrund der Margensituation, den Personalaufwendungen und der angesprochenen schlechteren Preise, an deren Erhöhung gearbeitet wird, verschlechtern.

Um an die Umsatzzuwächse der vergangenen Jahre anzuknüpfen, haben wir den Vertrieb der Firmengruppe in 2023 personell verstärkt. Dieser Vorgang dürfte sich in der Zukunft positiv bemerkbar machen.

Das angestrebte Wachstum wird vorrangig organisch durch die Gewinnung von Neuprojekten und durch die Übernahme laufender Projekte von Dritten erreicht; ergänzend dazu bietet sich durch den Einstieg der Blue Cap AG als Hauptgesellschafter, der aktiv an einer Ausweitung des Geschäfts interessiert ist, auch die Möglichkeit anorganisches Wachstum zu erzielen.

Durch negative Mengenabweichungen in den nominierten Projekten, bedingt durch die Absatzschwäche der Kunden innerhalb Fahrzeugplattformen, werden die Projekte wirtschaftlich neu bewertet und Forderungen gegenüber den Kunden aufgemacht. Diese werden entweder als Claims aus Volumendefiziten (Einmal- bzw. Ausgleichszahlung) oder durch neue, nachhaltig höhere Verkaufspreise gefordert.

Das Jahr 2024 wird weiterhin geprägt sein durch Risiken am Beschaffungsmarkt. Vor allem die Energiebeschaffung stellt ein großes Problem dar. Die Kunststoffgranulatpreise haben einen Bodensatz erreicht und werden, auch durch geopolitische Verwerfungen mit Auswirkungen in der Logistikkette, wieder ansteigen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen können zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden.

Das Risiko zusätzlicher Umsatzausfälle unseres mittelbaren Kunden Daimler ist bisher noch nicht abzuschätzen. Bisher wurden nur Umsatzrückgänge einzelner Baugruppen verzeichnet, die aber an anderer Stelle kompensiert werden können.

Dem Risiko von Zahlungsausfällen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden wir weiterhin durch die Warenkreditversicherung vorbeugen.

Der Ukraine Krieg und weitere geopolitische Verwerfungen bringen auch negative Auswirkungen auf Wettbewerber mit sich. Daher sehen wir auch Chancen, Übernahmegeschäfte von wirtschaftlich angeschlagenen Marktbegleitern zu übernehmen. Hieran wird auch aktiv im Vertrieb gearbeitet.

Unseren Bedarf an Fachkräften decken wir weiterhin durch die Ausbildung im eigenen Unternehmen. Die kontinuierliche Qualifizierung stellt sicher, dass sich das Unternehmen weiter positiv entwickeln kann. Ein Risiko aus überdurchschnittlich steigenden Personalkosten oder -fluktuation sehen wir aktuell nicht.

Durch die Weiterentwicklung unseres vereinheitlichten QM-Systems versuchen wir für die gesamte Gruppe erfolgreiche Zertifizierungen sicher zu stellen. In 2023 wurde das Projekt zur TISAX (Informationssicherheit VDA ISA 27001) gestartet.

Auf der Produktseite sehen wir uns, ausgelöst durch den fundamentalen Wandel in der Automobilindustrie, mit kürzer werdenden Technologiezyklen und höheren Anforderungen an unsere Innovationskraft konfrontiert.

Der Bereich Forschung und Entwicklung ist im Unternehmen integriert und stellt in Zusammenarbeit mit den Produktionsabteilungen sicher, dass eingeführte Verfahren zur Oberflächenbehandlung von Kunststoffteilen weiterentwickelt werden, um Ausschusszahlen zu reduzieren und nachfolgende Veredelungsprozesse zu optimieren.

Den Bereich Automation sehen wir weiterhin als Chance und werden diesen stetig weiter in den Vordergrund rücken. Neben geplanten Investitionen in neue Anlagentechnik in der Produktion werden wir auch künftig Investitionen tätigen, um die Verfügbarkeit unserer Maschinen und Anlagen zu verbessern sowie die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Das gesamte Investitionsvolumen (einschl. Werkzeugbau, IT und QS) für 2024 beträgt geplant ca. 800 TEUR für H+E.

Dem Kapitalentzugs- und Zinsänderungsrisiko begegnen wir mit einer angemessenen Refinanzierung, einer kontinuierlichen Analyse der Finanzierungsbedarfe sowie einer aktiven Kommunikation mit unseren Finanzierungspartnern.

Unter Berücksichtigung der dargestellten Chancen und Risiken sehen wir uns für die Herausforderungen der kommenden Jahre robust aufgestellt.

 

Ittlingen, den 26.03.2024

Philipp Bentzinger

Mike Liphardt

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 10.517.272,27 10.362.136,59
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 285.609,31 32.652,50
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 285.609,31 32.652,50
II. Sachanlagen 1.017.036,96 1.114.858,09
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 352.794,00 411.380,00
2. technische Anlagen und Maschinen 263.058,49 282.499,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 362.874,41 420.978,59
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 38.310,06 0,00
III. Finanzanlagen 9.214.626,00 9.214.626,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.214.626,00 9.214.626,00
B. Umlaufvermögen 8.032.926,28 10.169.291,28
I. Vorräte 2.434.111,04 2.967.275,50
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 163.782,00 262.368,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.973.118,61 2.721.240,73
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 585.273,97 1.315.979,70
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.387.844,64 1.405.261,03
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.031.921,12 1.479.780,83
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.625.696,63 4.480.775,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 48.699,50 73.628,04
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.598.898,05 20.605.055,91

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.593.753,42 7.057.246,50
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 1.600.000,00 1.600.000,00
III. Gewinnvortrag 5.432.246,50 4.416.744,37
IV. Jahresüberschuss 536.506,92 1.015.502,13
B. Rückstellungen 1.586.620,24 1.512.074,58
C. Verbindlichkeiten 9.416.066,04 12.035.734,83
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.890.137,95 9.684.586,92
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.296.753,95 3.956.586,92
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.593.384,00 5.728.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 774.969,32 1.120.585,31
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 623.347,28 119.587,92
3. sonstige Verbindlichkeiten 750.958,77 1.230.562,60
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 751.222,77 1.230.355,56
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 202.321,40 1.082.211,51
D. Rechnungsabgrenzungsposten 2.458,35 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.598.898,05 20.605.055,91

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 10.635.594,98 11.465.152,76
2. Personalaufwand 5.464.465,65 5.252.544,06
a) Löhne und Gehälter 4.379.701,86 4.364.052,02
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.084.763,79 888.492,04
davon für Altersversorgung 18.574,70 22.274,95
3. Abschreibungen 356.680,04 414.273,67
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 356.680,04 414.273,67
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.958.233,77 4.108.829,77
davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB 2.352,00 2.352,00
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 95.359,15 8.233,08
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 262.438,18 262.044,80
davon an verbundene Unternehmen 31.345,50 21.937,83
davon aus Abzinsung 3.641,00 4.038,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 150.147,57 417.558,41
8. Ergebnis nach Steuern 538.988,92 1.018.135,13
9. sonstige Steuern 2.482,00 2.633,00
Jahresüberschuss 536.506,92 1.015.502,13

Anhang 31.12.2023

H+E Molding Solutions GmbH, Ittlingen

Allgemeine Hinweise

Die H+E Molding Solutions GmbH mit Sitz in Ittlingen ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer HRB 107 155 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses haben wir von den größenabhängigen Erleichterungen des § 288 HGB teilweise Gebrauch gemacht.

Sofern die gesetzlichen Vorschriften ein Wahlrecht vorgeben, gewisse Angaben sowohl in der Bilanz/GuV oder im Anhang zu machen, haben wir dieses Wahlrecht zu Gunsten des Anhangs ausgeübt.

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Geschäftsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber denen des Vorjahres nicht geändert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3 bis 7 Jahre) um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und wurde, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 250,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 1.000,00 wurden als Sammelposten aktiviert und über maximal fünf Jahre gewinnmindernd aufgelöst.

Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte wurden von der Gesellschaft, durch eine vorverlegte Stichtagsinventur Ende Oktober, körperlich aufgenommen. Die Bewertung der Vorräte zum Abschlussstichtag wurde durch eine Mengenfortschreibung sichergestellt. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgte zu Anschaffungskosten oder zu niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag. Die unfertigen Erzeugnisse wurden retrograd unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades und der zukünftig anfallenden Aufwendungen bewertet. Die fertigen Erzeugnisse wurden retrograd mit einem Bewertungsabschlag in Höhe von 17% bewertet. Das Materialwirtschaftssystem arbeitet nach dem FIFO-Prinzip. Die Grundsätze der verlustfreien Bewertung wurden beachtet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert ausgewiesen. Etwaigen risikobehafteten Posten würde durch Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen werden; das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung von 1 % des Nettoforderungsbestandes berücksichtigt.

Der Bestand der Barkasse sowie die Bankguthaben wurden mit dem Nominalwert bewertet.

Unter den Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden gemäß §§ 249, 253 Absatz 2 HGB in Höhe des sich auf Basis des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes ergebenden Wertes ausgewiesen. Als Berechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt.

Der Ansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgte mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag und berücksichtigte alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

2. Erläuterungen zur Bilanz

Finanzanlagen

Die Kennzahlen der Beteiligungen sind nachfolgend dargestellt:

Unternehmen Beteiligungsquote Anschaffungskosten
in TEUR
Eigenkapital zum 31.12.2023
TEUR
Jahresergebnis 2023
TEUR
H+E Kinematics GmbH 100% 5.145 4.744 1.321
H+E Automotive GmbH 100% 4.070 6.140 1.021

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden Forderungen in Höhe von 60.138,00 EUR mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr ausgewiesen.

Im Übrigen haben die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Eigenkapital

Das im Handelsregister eingetragene Stammkapital beträgt 25 TEUR und ist voll eingezahlt.

Der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 536.506,92 EUR wird zusammen mit dem verbleibenden Gewinnvortrag in Höhe von 5.432.246,50 EUR auf neue Rechnung vorgetragen.

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Zum 31.12.2023 besteht eine Zusage gegenüber einem ehemaligen Angestellten. Entsprechend der Neuregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie wurde die Verpflichtung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz bei einer angenommenen Laufzeit von 10 Jahren von 1,82 % abgezinst, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Gegenüber der Abzinsung auf der Grundlage des Durchschnittszinssatzes von 7 Jahren (1,70%) ergibt sich eine Unterdotierung von 2,9 TEUR (zum 31.12.2022: 9,1 TEUR). In Höhe dieses Betrages liegt eine Ausschüttungssperre vor (§ 253 Abs. 6 HGB).

Mit der Änderung der Bilanzierungsvorschriften durch das BilMoG war eine Änderung der Bewertung der Pensionsverpflichtungen notwendig geworden. Die Anpassung der Unterschiedsbeträge nach der neuen Berechnung erfolgte zum 01.01.2010 in Höhe von 35.280,00 EUR und wird über einen Zeitraum von 15 Jahren verteilt. Der Aufwand für das Geschäftsjahr aus der Anpassung wird gem. Art 67 Abs. 7 EGHGB unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Zum 31.12.2023 beträgt der Unterschiedsbetrag noch 2,3 TEUR (zum 31.12.2022: 4,7 TEUR).

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen sind mit einem Wert in Höhe von 841.738,62 Euro (Vorjahr: 777.738,62 EUR) gestiegen und umfassen weiterhin Steuernachzahlungen aus den Vorjahren 2020 bis 2022 (777,70 TEUR).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von 158 TEUR (VJ: 0 TEUR), für Tantiemen und variable Vergütungsbestandteile in Höhe von 131 TEUR (VJ: 142 TEUR) und für Überstunden und Urlaubsansprüche in Höhe von 124 TEUR (VJ: 161 TEUR).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt (Angaben in EUR):

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit Gesamt
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 31.12.2023 31.12.2022
1. Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 2.988.807,51 4.901.330,44 0,00 7.890.137,95 9.684.586,92
2. Verbindlichkeiten aus LuL 443.716,89 0,00 0,00 443.716,89 628.882,87
3. Verbindlichkeiten aus LuL ggü. verbundenen Unternehmen 572.647,92 0,00 0,00 572.647,92 38.580,84
4. Verbindlichkeiten aus Ausleihg. ggü. verbundenen Unternehmen 202.321,40 0,00 0,00 202.321,40 1.082.004,47
5. Sonstige Verbindlichkeiten 307.241,88 0,00 0,00 307.241,88 601.679,73
4.514.735,60 4.901.330,44 0,00 9.416.066,04 12.035.734,83

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Ausfallbürgschaften der R+V Versicherung AG sowie durch Sicherungsübereignung von diversen Maschinen und des Warenlagers sowie einer selbstschuldnerischen Bürgschaft eines Gesellschafter-Geschäftsführers besichert. Weiter wurden die Beteiligungen an der H+E Kinematics GmbH sowie H+ E Automotive GmbH verpfändet.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der H+E Kinematics GmbH in Höhe von 572,4 TEUR (VJ: 38,6 TEUR) sowie ein Darlehen, dass die H+E Automotive GmbH der H+E Molding Solutions GmbH gewährt hat. Das Darlehen valutiert zum 31.12.2023 mit 202,3 TEUR (VJ: 1.082 TEUR).

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gesellschaft tätigte Erlöse mit inländischen und ausländischen Abnehmern. Die Abnehmerstruktur stellt sich wie folgt dar:

2023
EUR
% 2022
EUR
%
Umsatzerlöse
Inland 11.689.017,53 64 11.841.692,84 64
Ausland 6.540.261,55 36 6.601.561,79 36
18.229.279,08 100 18.443.254,63 100

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Fremdarbeiten 898 TEUR (Vj: 1.022 TEUR), Leasing- und Mietaufwendungen 797 TEUR (VJ: 1.038 TEUR); davon 344 TEUR für Leasing und 453 TEUR für Mieten, Kosten der Warenabgabe 547 TEUR (VJ: 623 TEUR), Aufwand für Wartung und Instandhaltung TEUR 532 (VJ: 648 TEUR); davon 508 TEUR aus Reparaturen und Instandhaltungen von Anlagen und 24 TEUR aus Instandhaltung von Gebäuden sowie für Beratungsleistungen 129 TEUR (VJ: 48 TEUR); davon 87 TEUR aus Rechts- und Beratungskosten und 42 TEUR aus sonstigen Beratungskosten.

Im Geschäftsjahr 2023 waren außergewöhnliche Aufwendungen, die auch gleichzeitig periodenfremd waren, in Höhe von 443 TEUR angefallen. Sie waren durch nachträglich berechnete Dienstleistungen für Projektarbeiten der Schwestergesellschaft H+E Kinematics verursacht.

4. Sonstige Angaben

Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss für den größten Konzernkreis wird durch die Blue Cap AG mit Sitz in München erstellt. Der Abschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31.12.2023 bestanden folgende Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:

2023
EUR
1. Mietverpflichtungen 2.121.994,52
(Vorjahreswerte) 1.709.912,00
2. Leasingverpflichtungen 214.297,70
(Vorjahreswerte) 382.564,61

Mit Hilfe der Leasinggeschäfte entlasten wir unsere Bilanz und damit unsere Eigenkapitalquote. Die Vorteile der Miet- und Leasinggeschäfte liegen in der einfacheren Finanzierung der Vermögensgegenstände. Demgegenüber stehen die Nachteile der Übergabe am Ende oder dass die Verträge gekündigt werden könnten. Risiken bestehen weiterhin auch insbesondere darin, dass Geschäftspartner bei Liquiditätsproblemen der Gesellschaft die Vermögensgegenstände zur Sicherung ihrer Ansprüche einziehen können, so dass die Gesellschaft vorübergehend in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt wäre.

Mitarbeiter

Unsere Gesellschaft beschäftigte in 2023 durchschnittlich 88 Mitarbeiter:

2023 2022
Angestellte 28 30
Gewerbliche 60 61
Gesamt 88 91

Geschäftsführung

Im Berichtsjahr 2023 wurde die Geschäftsführung wahrgenommen von Herrn Philipp Bentzinger, Leiter Strategie und Vertrieb Herrn Mike Liphardt, Leiter Entwicklung und Produktion

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Unter Verweis auf § 286 Abs. 4 HGB erfolgen zu den Bezügen der Geschäftsführung keine Angaben.

 

Ittlingen, 28.02.2024

Philipp Bentzinger

Mike Liphardt

Anlagespiegel

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 790.539,90 38.819,42 0,00 0,00 829.359,32
2. Anzahlungen immaterielle VermG 0,00 232.198,73 0,00 0,00 232.198,73
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 790.539,90 271.018,15 0,00 0,00 1.061.558,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.013.795,95 4.246,48 0,00 0,00 1.018.042,43
2. technische Anlagen und Maschinen 4.149.873,82 126.146,63 0,00 0,00 4.276.020,45
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.117.989,53 72.778,44 0,00 0,00 2.190.767,97
4. Anzahlungen auf technische Anlagen und Maschinen 0,00 38.310,06 0,00 0,00 38.310,06
Summe Sachanlagen 7.281.659,30 241.481,61 0,00 0,00 7.523.140,91
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 9.214.626,00 0,00 0,00 0,00 9.214.626,00
Summe Finanzanlagen 9.214.626,00 0,00 0,00 0,00 9.214.626,00
Summe Anlagevermögen 17.286.825,20 512.499,76 0,00 0,00 17.799.324,96
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge BP-Anpassung Stand 31.12.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 757.887,40 18.061,34 0,00 0,00 775.948,74
2. Anzahlungen immaterielle VermG 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 757.887,40 18.061,34 0,00 0,00 775.948,74
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 602.415,45 62.832,98 0,00 0,00 665.248,43
2. technische Anlagen und Maschinen 3.867.374,32 145.412,47 -175,17 0,00 4.012.961,96
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.697.010,94 130.373,25 -509,37 0,00 1.827.893,56
4. Anzahlungen auf technische Anlagen und Maschinen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 6.166.800,71 338.618,70 -684,54 0,00 6.506.103,95
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 6.924.688,11 356.680,04 -684,54 0,00 7.282.052,69
Buchwerte
Zuschreibungen Geschäftsjahr Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 53.410,58 32.652,50
2. Anzahlungen immaterielle VermG 232.198,73 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 285.609,31 32.652,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 352.794,00 411.380,50
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 263.058,49 282.499,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 362.874,41 420.978,59
4. Anzahlungen auf technische Anlagen und Maschinen 0,00 38.310,06 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.017.036,96 1.114.858,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 9.214.626,00 9.214.626,00
Summe Finanzanlagen 0,00 9.214.626,00 9.214.626,00
Summe Anlagevermögen 0,00 10.517.272,27 10.362.136,59

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. P. Bentzinger, Gesellschafter-Geschäftsführer, am 23.05.2024

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 23.05.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die H + E Molding Solutions GmbH, Ittlingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der H + E Molding Solutions GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der H + E Molding Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bilde der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bielefeld, den 28.03.2024

Arcotas GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Welge, Wirtschaftsprüfer

Nisser, Wirtschaftsprüferin"

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