DCC Technology Holdings (Germany) GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
John Louis Dunne seit 4.12.2025 | Geschäftsführer |
Alexander Tempel seit 14.11.2024 | Prokura |
René Erwin Karl Schülein seit 14.11.2023 | Geschäftsführer |
Padraic Joseph Little seit 14.11.2023 | Prokura |
Matthias Frey seit 22.5.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
COMM-TEC GmbHUhingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023/2024I. Grundlagen des Unternehmens 1. Allgemeines und Geschäftsmodell Die COMM-TEC GmbH hat ihren Sitz in 73066 Uhingen. Sie wurde im Jahre 1986 gegründet. Das Unternehmen hat sich vor allem im letzten Jahrzehnt zu einem der größten Distributoren für Präsentations- und Medientechnik in Deutschland und in Teilen Europas entwickelt. Wir bieten unseren Kunden im In- und Ausland technische Systemlösungen im Bereich der Steuerung und Nutzung von elektronischen Kommunikationsmedien an, mit denen Bild-, Ton- und sonstige Signale den individuellen Anwenderwünschen entsprechend erfasst, gespeichert, verändert, verstärkt, wiedergegeben und an andere Personen oder elektronische Einheiten verteilt werden können. Von unserem Firmensitz in Uhingen aus betreuen wir über ein Zentrallager Fachhandelskunden in ganz Deutschland. Vor Ort werden die Kunden zusätzlich schnell und flexibel durch unsere Gebietsverkaufsleiter unterstützt. Unser Vertriebskonzept basiert auf einer vollständigen Ausrichtung auf den qualifizierten Fachhandel. Diesem bieten wir eine sorgfältig ausgewählte Produktpalette an audiovisueller Medientechnik mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis an und gewährleisten eine zuverlässige, schnelle Auftragsabwicklung sowie wettbewerbsfähige Lieferzeiten. Neben kompetenter, professioneller Beratung unserer Kunden veranstalten wir Hausmessen und bieten in-house Schulungen, Webinare, Service und Reparaturarbeiten für unsere Kunden an. Der Aufbau bzw. Zukauf von 100%igen Tochtergesellschaften in Italien, Österreich, Schweiz und Spanien machte uns über die Jahre zu einem der führenden Distributoren für Präsentations- und Medientechnik in Europa. Das Geschäftsmodell der europäischen Tochtergesellschaften sowie deren Produktprogramm ist dem der COMM-TEC GmbH vergleichbar. Auch sie werden zumeist über das Zentrallager aus Uhingen heraus beliefert. Wir konkurrieren mit Wettbewerbern, die sich bezüglich Größe und Leistungsspektrum teilweise stark von uns unterscheiden. Um unsere Schlagkraft und Präsenz in diesem umkämpften und technologisch anspruchsvollen Umfeld nachhaltig zu stärken, erfolgte Mitte 2019 der Anschluss an die DCC-Gruppe in Irland. Wir sind nunmehr seit 01.07.2019 eine 100%ige Tochtergesellschaft der Technologie-Sparte des DCC Konzerns. Wir legen größten Wert auf qualitativ hochwertige und zuverlässige Produkte. Hier setzen wir auf starke Marken und die große Anzahl von loyalen langjährigen Herstellern und Partnern. Den Anforderungen eines sich ständig wandelnden Marktes der Präsentations- und Medientechnik wollen wir durch fortwährende Weiterentwicklung unseres Sortiments- und Leistungsportfolios gerecht werden. Auch hier helfen uns die Synergien im DCC Konzern. Unser Anspruch an eine qualifizierte Beratung und Unterstützung unserer Kunden ist hoch. Das bedingt, dass wir unser Sortiment im Detail kennen. Nachhaltige und langjährige Kundenbeziehungen sehen wir als wichtige Basis unseres Erfolgs an. Um eine hohe Qualität zu marktgerechten Preisen anbieten zu können, legen wir an unser Sortiment einen strengen Maßstab an. Wir führen deshalb nur ausgesuchte Produkte und Marken aus dem großen Angebot auf dem AV-Markt (Audio/Video-Markt). II. Wirtschaftsbericht 1. Allgemeine und branchenbezogene Rahmenbedingungen Unser Marktumfeld im Geschäftsjahr 23/24 (01.04.23-31.03.24), nachfolgend mit GJ23/24 abgekürzt, kann wie folgt beschrieben werden: Laut dem Sachverständigenrat haben die Corona-Pandemie und die Energiekrise in Europa und insbesondere in Deutschland deutliche Spuren hinterlassen. Die deutsche Wirtschaftsleistung liegt derzeit nahezu auf demselben Niveau wie zu Beginn der Corona-Pandemie vor knapp vier Jahren. Dabei verzeichnet Deutschland seit Beginn der Corona-Pandemie das geringste Wachstum aller Volkswirtschaften des Euro-Raums. Zwar kam Deutschland zunächst noch vergleichsweise gut durch die Corona-Pandemie, während der Energiekrise entwickelte sich Deutschland jedoch sehr schwach. Gegenüber dem Vorjahr dürfte die Wirtschaftsleistung laut dem Sachverständigenrat im GJ23/24 schrumpfen und im kommenden Jahr deutlich langsamer wachsen als in den 2010-er Jahren. 1 Gemäß statistischem Bundesamt (Destatis) lag die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt um 5,9% höher als in 2022. Damit fiel die Inflationsrate in 2023 geringer aus als im Jahr zuvor, wo die Inflationsrate noch bei 6,9% lag. Die Inflationsrate für das Jahr 2023 lag damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022, ist aber mit knapp 6% weiter auf einem hohem Stand. Wie das statistische Bundesamt weiter mitteilt, verteuerten sich im Jahresdurschnitt 2023 vor allem die Nahrungsmittel besonders stark. Zudem wurden die Teuerungen für das Jahr 2023, wie auch bereits im vergangenen Jahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituationen beeinflusst. Auf der anderen Seite zeigten sich jedoch auch Sondereffekte infolge der umgesetzten Entlastungsmaßnahmen, insbesondere für Energieprodukte, welche die Teuerung in diesen Bereichen milderte. 2
1 Sachverständigenrat zur Begutachtung der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung "Jahresgutachten
2023/24" (Abruf 12.06.2024),
https://www.sachverstaendigenrat-wirtschaft.de/jahresgutachten-2023
Laut Veröffentlichung des statistischen Bundesamts ist das preis- und kalenderbereinigte reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Gesamtjahr 2023 um 0,1% gesunken. Damit hat die deutsche Wirtschaft das Jahr 2023 im Minus beendet. In den ersten drei Quartalen stagnierte das BIP noch weitestgehend, wurde jedoch begleitet von schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Im Schlussquartal bremsten dann die rückläufigen Investitionen die Konjunktur, während der Konsum leicht zulegte. 3 Der Branchenverband Avixa prognostiziert der Pro-AV-Branche in den nächsten fünf Jahren ein Umsatzwachstum von fast 100 Millionen Dollar, womit der Umsatz in 2028 402 Milliarden Dollar erreichen soll. Die Pandemieerholung sieht Avixa zum aktuellen Zeitpunkt als weitgehend der Vergangenheit angehörig, was die Branche für ein gesundes Wachstum bis 2028 rüstet, auch wenn die Prozentsätze im Jahresvergleich langsam zurückgehen. Während das Jahr 2022 etwas besser abschnitt als ursprünglich erwartet, ging dies auf Kosten des Wachstums in 2023, da die Erholung von 2023 auf 2022 vorgezogen wurde. Per Saldo spiegeln die Umsatzzahlen für 2023 die gegenläufigen Auswirkungen von erhöhter Nachfrage und Deflation in einigen Kernkategorien wieder. Das größte Wachstum verzeichnet hierbei die APAC Region, was ihre Position als größter Pro-AV-Absatzmarkt stärkt. Den wohl größten Einfluss auf die Wachstumsrate hat die Rückkehr von Live-Veranstaltungen, die damit den Markt für Vermietung und Inszenierung wiederbelebt. Die EMEA Region verzeichnete 2022 aufgrund des Russland/Ukraine-Krieges das geringste Wachstum. Die Inflation ist höher und stützt daher das Wachstum im Jahr 2023 leicht. Vor allem der Markt für Live-Events in EMEA profitiert von der Rückkehr des Publikums nach dem Ende der Corona- Pandemie, was bedingt, dass vor allem die Kernsegmente im Zusammenhang mit Veranstaltungen in EMEA ein höheres Wachstum verzeichnen. Weiter sieht Avixa Unternehmen als größte Einnahmequelle für Pro-AV, wobei mehr Wachstum von Medien/Unterhaltung und Veranstaltungsstätten kommt. In diesem Zusammenhang steigt auch die Bedeutung der Cloud als wichtiger Bestandteil der Ausgaben (neben der Hardware) in diesen Bereichen. 4
3 Statistisches Bundesamt: "Pressemitteilung Nr.
066 vom 23.02.2024- Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche
Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023"
(Abruf 12.06.2024),
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/02/PD24_066_811.html
Die großen Trends der kommenden Jahre sieht Avixa unter anderem im Bereich Digital Signage sowie Sicherheits- und Überwachungssysteme, angetrieben durch die fortwährende Neugestaltung von Verkehrsknotenpunkten. In vielen Teilen der Welt wird dazu zusätzlich aktuell in die Umstellung auf nachhaltige Energiequellen und die Verbesserung der Stromnetze investiert, was sich auch auf die AV-Branche (meist in Form von Kontroll- und Steuerungsräumen) auswirkt. Dieser Markt ist für die AV-Branche zwar nicht riesig, aber es ist ein Markt, den man im Auge behalten sollte, da dort die Investitionen auf höchster Ebene steigen. 5 Unsere Kunden (Absatzmittler, Systemintegratoren) waren weitgehend in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen vereinbarungsgemäß nachzukommen. Die durchschnittliche Relation des US Dollar zum Euro (GJ23/24= 1,08 / Vj. 22/23 = 1,04) mit einer Bandbreite von 1,047 bis 1,125 im Geschäftsjahr hatte einen gewissen eher positiven Einfluss auf die Wettbewerbs- und die Ertragssituation. Der Anteil der auf Dollarbasis eingekauften Produkte blieb relativ zum Gesamtvolumen etwa auf Vorjahresniveau. 6 2. Geschäftsverlauf Nachdem die Corona-Krise weitestgehend ihre negative Kraft verlor, stand das letzte Geschäftsjahr im Zeichen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Man musste Antworten auf hohe Energiekosten, erhöhte Transportkosten, höhere Inflationsraten, erhöhte Zinssätze und manche Unterbrechung von Logistikketten finden. Trotz gutem Kostenmanagement und teilweiser Weitergabe an unsere Kunden konnten die erhöhten Kosten nicht komplett kompensiert werden. Einzelne unserer Lieferanten hatten zum Teil sehr lange Lieferzeiten von mehreren Monaten. Da dies jedoch den gesamten Markt betraf, erlitten unsere Kunden hierdurch keinen Wettbewerbsnachteil. Comm-Tec hatte daher im Geschäftsjahr 2023/24 bis Ende Dezember einen sehr hohen Auftragsbestand, der erst gegen Ende des Geschäftsjahres auf einen moderat hohen Auftragsbestand abgebaut werden konnte. Der Geschäftsverlauf ist mit Umsatzspitzen zum Jahresende saisonal geprägt, was sich auch dieses Jahr durch einen in Oktober - Dezember erwirtschafteten 30%igen Umsatzanteil widerspiegelte. Unsere wichtigste Branchenmesse ISE fand nach mehreren Ausfällen, bedingt durch die Corona-Krise, dieses Geschäftsjahr wieder statt. Die Messe vom 30.01.24 bis 02.02.24 war erfreulicherweise wieder gut besucht, was zu einem regen Austausch über neuen Technologien und Projekte mit Kunden wie auch Lieferanten führte.
5 Avixa Germany GmbH: "Neue Studie von Avixa
prognostiziert der Pro-AV-Branche in den nächsten 5
Jahren ein Umsatzwachstum von fast 100 Milliarden Dollar"
(Abruf 12.06.2024),
https://www.avixa.org/de/%C3%BCber-avixa/Presse/2023/08/29/neue-studie-von-avixa-prognostiziert-derpro-av-branche-in-
3. Lage des Unternehmens Ertragslage Umsatz und Wareneinsatz Der Umsatz von 76,43 Mio. Euro im aktuellen Geschäftsjahr lag mit 17,6% deutlich unter Vorjahresniveau (GJ22/23: 92,73 Mio. Euro). Der Materialaufwand i.H. v. 64,44 Mio. Euro lag ebenfalls deutlich um 19,6% unter dem Vorjahresniveau (80,18 Mio. Euro). Dieser Rückgang der Materialaufwandsquote lässt sich zu einem kleinen Teil mit der vorteilhaften Entwicklung der USD/EUR Entwicklung des Geschäftsjahres erklären, zum größeren Teil jedoch auf den verkauften Produktmix zurückführen. Es wurden anteilig verstärkt erklärungsbedürftige Hersteller mit höherer Marge verkauft, um dem steigenden Wettbewerbsdruck in der Multidistribution vieler renommierter Hersteller etwas zu entgehen. Des Weiteren ist der Anteil der niedrigmargigen Verkäufe im Konzern anteilig gefallen. Der Umsatzrückgang ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass wichtige Lieferanten weitere Distributoren in unseren Märkten ernannten. Auch waren Kunden weiterhin vorsichtig und zurückhaltend, um in Konferenzraum- Ausstattungen zu investieren. Erfreulicherweise konnten die Umsätze bei höhermargigen Produkten nahezu gehalten werden. Kosten Durch konsequentes Kostenmanagement konnten die Betriebskosten (Personal- und Sonstiger betrieblicher Aufwand sowie Abschreibungen) auf einen Anstieg von 6,8% im Vergleich zum Vorjahr begrenzt werden. Der Anstieg ist auf höhere Werbe- und Vertriebsaufwendungen sowie verstärkte Reisetätigkeiten zurückzuführen. Darüber hinaus sind die Abschreibungen aufgrund der Inbetriebnahme des neuen ERP-System zum 1. April 2023 angestiegen. Einen großen Kostenblock nehmen nach wie vor die Marketingkosten ein, welche jedoch zum Großteil über Lieferanten in sonstigen Erträgen kompensiert werden. Mitarbeitende Insgesamt waren im GJ 23/24 im Durchschnitt ca. 99 (Vj: 96) Mitarbeitende beschäftigt. Die Personalkosten sind einschließlich Provisionen und Gewinnbeteiligungen an die Mitarbeitende sowie Vergütungen an die Geschäftsleitung gegenüber dem Vorjahr um 2,1% gestiegen. EBIT Das Betriebsergebnis ohne Beteiligungserträge der Töchter, jedoch vor Finanzergebnis und Steuern, liegt im Berichtszeitraum GJ23/24 bei 0,5 Mio. Euro (Vj. 1,84 Mio. Euro) ca. 0,6% vom Umsatz (Vj. 2,0 %). Darüber hinaus zahlte uns die erfolgreich agierende italienische Tochter in diesem Geschäftsjahr eine Dividende in Höhe von 0,5 Mio. Euro. Aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr um 17,6% gesunkenen Umsatzerlöse, der gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie einer erforderlichen Sonderabschreibung auf eine spezielle Warenlagerkategorie, konnte das geplante EBIT von 0,9 Mio. EUR nicht erreicht werden. Zusammenfassend kann die Ertragslage in einem Jahr mit schwierigen Rahmenbedingungen als wenig zufriedenstellend bezeichnet werden. Zinsen Die Zinsaufwendungen sind von 0,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 1,28 Mio. Euro im Berichtsjahr angestiegen. Ursächlich hierfür war insbesondere der kräftige Anstieg des Zinsniveaus. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme der Firma ist im GJ 23/24 um 2,74 Mio. Euro auf 37,81 Mio. Euro gesunken. Auf der Aktivseite haben sich umsatzbedingte Vermögenswerte wie folgt entwickelt: Der Warenbestand konnte durch gezieltes Lagermanagement im Vergleich zum Vorjahreszeitpunkt um ca. 1,3 Mio. Euro gesenkt werden. Der Forderungsbestand ging im Einklang mit dem rückläufigen Umsatz etwas nach unten. Die Passivseite der Bilanz zeigt ein Eigenkapital in unveränderter Höhe von ca. 7,68 Mio. Euro und entspricht einer EK-Quote in Höhe von ca. 20,3 %. Rückstellungen mussten in Höhe von insgesamt 725 TEUR eingestellt werden. Fremdmittel von Kreditinstituten wurden bereits zum 31.03.20 komplett zurückgeführt. Die Darlehen der DCC Financial Services Unlimited Company aus dem DCC Konzernverbund haben sich zum 31.03.24 leicht erhöht auf 13,5 Mio. Euro (Vj: 13,0 Mio. Euro). Der Kreditrahmenvertrag läuft bis 31. Mai 2029 und beinhaltet eine Kreditlinie in Höhe von 28 Mio. Euro. Die Zinsen bemessen sich nach dem 3-Monats-EURIBOR zuzüglich eines festen Zuschlagsatzes. Im Einklang mit dem etwas reduzierten Lagerbestand sind die Lieferantenverbindlichkeiten um ca. 592 TEUR auf knapp 14,54 Mio. Euro gesunken. Die Lieferantenverbindlichkeiten entsprechen ca. 38,5% der Bilanzsumme. Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Die Muttergesellschaft stellt bei Bedarf ausreichend liquide Mittel zur Verfügung. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.
Der Finanzmittelfonds, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, beträgt zum Bilanzstichtag 1,84 MEUR (i. Vj. 3,23 MEUR). Es steht ausreichend Liquidität zur Verfügung, die uns jederzeit ermöglicht, unseren Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen und dort, wo angeboten, Skontiermöglichkeiten zu nutzen. Investitionen erfolgen grundsätzlich liquiditätsneutral in Höhe der Abschreibungen. Im Geschäftsjahr 22/23 wurde ein neues ERP System in Zusammenarbeit mit einem externen Partner auf unsere Bedürfnisse angepasst und entwickelt. Dieses wurde zum Start des Geschäftsjahres 23/24 zum 01.04.2023 erfolgreich in Betrieb genommen. Darüber hinaus gab es keine wesentlichen Neu-Investitionen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen zu unserer internen Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz und EBIT (ohne Beteiligungsergebnis) heran. Der Umsatz beträgt ca. 76,43 Mio. Euro und ist damit ungefähr 17,6% niedriger als im Vorjahreszeitraum (Vj. 92,73 Mio. Euro). Das EBIT (ohne Beteiligungsergebnis) fällt durch den geringeren erwirtschafteten Umsatz sowie gestiegene sonstige betrieblliche Aufwendungen und Abschreibungen um ca. 1,34 Mio. Euro auf nunmehr 0,5 Mio. Euro. Es steht jedoch weiterhin ausreichend Liquidität zur Verfügung, die uns jederzeit ermöglicht, unseren Zahlungsverpflichtungen termingerecht nachzukommen und dort, wo angeboten, Skontiermöglichkeiten zu nutzen. III. Prognosebericht Wir befinden uns aktuell in einem Umbruch unseres wirtschaftlichen Umfelds. Die vergangenen Jahre waren geprägt von den Auswirkungen der Corona- Pandemie und des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, welcher zu einem starken Anstieg der Energiekosten, Personalkosten und Inflation führte. Vor allem die Energiekrise hemmte die Entwicklung der deutschen Wirtschaft stark. Der Sachverständigenrat sieht daher die Wirtschaftsleistung im aktuellen Jahr schrumpfen und in den kommenden Jahren deutlich langsamer wachsen als in den 2010-er Jahren. Neben diesen Haupt-Einflussfaktoren gab es im vergangenen Jahr weitere Unsicherheiten, die die gesamtwirtschaftliche Lage massiv verunsichert haben. Allen voran der eskalierte Nahost-Konflikt der schlussendlich im Oktober 2023 im Gaza-Krieg resultierte. Der Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel hat die Welt erschüttert. Jenseits der damit verbundenen humanitären Krise, die Millionen von Menschenleben betrifft, hinterlässt der Nahostkonflikt auch dauerhafte Spuren auf das Wirtschaftsgeschehen, zuerst in der betroffenen Region, aber auch in Deutschland und der Welt insgesamt. Die angespannte geopolitische Lage, ausgelöst durch den Gaza-Krieg, ist damit nach der Corona-Pandemie und dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ein weiterer Bremsklotz für die Erholung der Wirtschaft, sowohl in Deutschland als auch weltweit. Denn die unsichere geopolitische und wirtschaftliche Lage bremst die Investitionstätigkeit vieler Unternehmen aus. Durch die Angriffe der Huthi-Rebellen sind weiterhin die Logistikketten negativ beeinflusst. Laut der Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen sich in den kommenden Monaten noch materialisieren werden, wenngleich die kurzfristigen Volatilitäten in den Märkten überstanden zu sein scheinen. 7 Die aktuellen in Deutschland erkennbaren Entwicklungen sind angesichts der im vergangenen Jahr stark gestiegenen Energiepreise und des hohen Anteils der energieintensiven Industriezweige an der deutschen Bruttowertschöpfung nicht überraschend. Ein noch gravierenderer Einbruch konnte durch wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Umstellung der Energieversorgung und Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Energiekrise verhindert werden. Das Jahresgutachten des Sachverständigenrats sieht in der mittel- und langfristigen Projektion des deutschen Produktionspotenzials, unabhängig von der aktuellen konjunkturellen Schwäche, deutliche Wachstumshemmnisse für die kommenden Jahrzehnte. 8
7 Institut der deutschen Wirtschaft
"Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf die deutsche
Wirtschaft" (Abruf 13.06.2024),
https://www.iwkoeln.de/studien/galina-kolev-schaefer-thomas-obst-thomas-puls-auswirkungen-des-nahostkonflikts-auf-die-deutsche-wirtschaft.html
Durch die demografische Alterung wird das inländische Arbeitsvolumen sinken. Gleichzeitig sind das Produktivitätswachstum und das Wachstum des Kapitalstocks, aber auch der Modernitätsgrad des Kapitalstocks, im Vergleich zu anderen europäischen Ländern seit Jahrzehnten rückläufig. Deutschland droht somit eine Alterung nicht nur seiner Bevölkerung, sondern auch seiner industriellen Basis. 9 Die mit der Inflation einhergehende Anhebung der Leitzinsen ist ein weiterer Kostentreiber für die Wirtschaft. So meldete das statistische Bundesamt für Mai 2024 weiterhin einen Anstieg der Inflationsrate zum Vorjahresmonat von 2,4%. Damit zieht die Inflationsrate aktuell wieder etwas an (im April und März 2024 lag der Anstieg nur bei 2,2% im Vergleich zum Vorjahresmonat), vor allem aufgrund der weiterhin steigenden Dienstleistungspreise. Die Energie- und Nahrungsmittelpreise dämpfen dagegen seit Jahresbeginn die Gesamtteuerung. Trotz der im Januar 2024 ausgelaufenen Preisbremse für Energieprodukte bei gleichzeitiger CO 2 -Preis-Erhöhung sowie dem Ende der Mehrwertsteuersenkung für Gas und Fernwärme im April 2024 verbilligten sich auch im Mai 2024 die Energieprodukte gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,1%. Die Inflationsrate ohne Energie lag im Mai 2024 bei +2,8%. Die Inflationsrate ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie, häufig auch als Kerninflation bezeichnet, lag bei +3%. Diese beiden Kenngrößen verdeutlichen hier nochmals, dass die Teuerung in anderen wichtigen Güterbereichen über der Gesamtteuerung lag. 10 Unser Branchenverband AVIXA sieht die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate unserer Branche in den nächsten 5 Jahren bei 5,6%. Die diesjährige Aktualisierung der Prognosen für die Pro-AV Industrie zeigt damit eine Rückkehr zu einer Wachstumsrate, die vor der Pandemie als normal angesehen worden wäre. Dieser erwartete Anstieg resultiert in einem prognostizierten weltweiten Gesamtumsatz von 402 Mrd. USD in 2028. Zusätzlich sieht AVIXA für die Zukunft eine Mischung aus Nachfragewachstum und Deflation, ausgelöst durch eine verbesserte Angebotssituation. Während das Jahr 2022 etwas besser abgeschnitten hat als ursprünglich erwartet, ging dies auf Kosten des Wachstums in 2023, da die Erholung von 2023 auf 2022 vorgezogen wurde. Per Saldo spiegeln die Umsatzzahlen für 2023 die gegenläufigen Auswirkungen von erhöhter Nachfrage und Deflation in einigen Kernkategorien wider. 11 Dies vorausgeschickt, erwarten wir in unseren aktuellen Planungsannahmen, dass sich die negativen Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine im Rahmen halten und es zu keinen weiteren extremen Eskalationen oder gar einem atomaren Angriff kommt. Der aktuell rezessiven Lage und der merklichen Investitionszurückhaltung vieler Kunden in Deutschland haben wir jedoch in unseren neuesten Planungen Rechnung getragen und planen vorsichtig den Umsatz nur noch etwas über Vorjahresniveau bei ca. 77 Mio. Euro. Erneut sehen wir durch die teilweise nicht auf die Kunden umlegbaren Kostenanstiege, durch erkennbar schwächere Nachlässe der Lieferanten für das kommende Geschäftsjahr eine noch schwächere Ertragslage der Gesellschaft. Neben einem Umsatzziel von 77 Mio. Euro, planen wir daher ein negatives EBIT von ca. 1,3 Mio. Euro.
9 Sachverständigenrat "Jahresgutachten
2023/24" Seite 4 (Abruf 13.06.2024),
https://www.sachverstaendigenratwirtschaft.de/fileadmin/dateiablage/gutachten/jg202324/JG202324_Gesamtausgabe.pdf
Zudem dürfte sich der Produktmix wieder etwas weiter zu den Herstellern mit anteilig etwas niedriger Handelsmarge hin verschieben. Der Druck auf die Margen wird dazu zusätzlich durch den weiter steigenden Wettbewerbsdruck in der Multidistribution bei vielen unserer Produkte erhöht. Dazu stand das vergangene Geschäftsjahr im Zeichen der Einführung des neuen ERP-Systems in unserer Zentrale in Deutschland. Hier wurde das ERP-System erfolgreich im April 2023 eingeführt. Das System wird nun sukzessive weiter auf unsere individuellen Bedürfnisse angepasst und daher auch dieses Geschäftsjahr weiter gewisse Ressourcen binden und Zusatzkosten verursachen. Die weiterhin vorsichtig positive Umsatz-Erwartungshaltung wird getragen durch die Nutzung von Synergien in der DCC-Gruppe, von Ausweitung unseres Produktportfolios sowie der Markteinführung vielversprechender Innovationen diverser Hersteller. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. Sollte eine erhebliche Verschlechterung eintreten, werden die Planwerte nicht einhaltbar sein und wir müssen die Umsatz- und Ertragserwartungen reduzieren und mit geeignetem Kostenmanagement oder gar Restrukturierungsmaßnahmen reagieren. IV. Chancen und Risikobericht 1. Risikobericht Allgemeine Risiken Die Ausmaße des Ukraine Konflikts, die rasante Zinswende der Zentralbanken und erste rezessive Tendenzen können die wirtschaftliche Situation und die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Daraus können für uns dann erhebliche Kostensteigerungs-, Umsatz- und Ergebnisrisiken entstehen (Risiko mittel). Risiken (mittel), welche aus zunehmendem Wettbewerbs- bzw. Margendruck von anderen Anbietern sowie durch eventuelle Herstellerpreis-Systemänderungen entstehen können und der zunehmenden Multi-Distribution, wollen wir mit der ständigen Umsetzung von produktivitätssteigernden Maßnahmen in Vertrieb und Operation ausgleichen. Unser aktiv betriebenes Risiko-Management-System gestattet uns, Chancen und Risiken zu bewerten und in bewusstes unternehmerisches Handeln umzusetzen. Die Tragweite und Wahrscheinlichkeit des Eintretens dieser Risiken versuchen wir, immer in Einklang mit den finanziellen Möglichkeiten zu sehen und bestandsgefährdende Situationen zu vermeiden. Wir setzen erhebliche Ressourcen in Form von Technologie- und Produkt-Scouting ein. Damit sind wir in der Lage, ein effizientes und am Puls der Entwicklungen ausgerichtetes Produkt-Portfolio-Management zu betreiben. Potentiale und Risiken können frühzeitig erkannt werden und die Aktivitäten in Qualität und Quantität entsprechend angepasst werden. Aufgrund langjähriger Erfahrung im Markt mit Produkten mit kurzen Lebenszyklen kennen wir die damit verbundenen Risiken recht gut. Wir haben durch unser großes Spektrum im Produkt-Portfolio eine gute Verteilung der Risiken und Potentiale erreicht. Es bestehen gewisse Abhängigkeiten von Herstellern, falls Distributionsverträge unerwartet gekündigt werden oder eine weniger gut gelungene Produktentwicklung nicht erfolgreich im Markt umgesetzt werden kann. Wir waren im vergangenen Geschäftsjahr weniger von Lieferkettenprobleme betroffen als andere Anbieter. In der angebotenen Lieferzeit hatten wir meist Vorteile gegenüber dem Wettbewerb. Damit dies weiter so bleibt arbeiten wir stets daran, sehr gute Beziehungen zu unseren Lieferanten zu haben, damit wir bei deren Liefermöglichkeiten zumindest nicht benachteiligt werden und leisten uns bei erkennbaren aufkommenden Lieferproblemen gerne auch einen höheren eigenen Lagerbestand. Daher wird dieses Risiko für uns als eher gering eingeschätzt. Die Cyber Risiken für Firmen steigen Jahr für Jahr. Dieses Thema ist bei uns absolut top priorisiert. Wir haben hier einen extrem hohen Standard des Cyber Schutzes erreicht. Die konzerninternen IT-Internal Audits sowie extern beauftragte Penetration Test Firmen haben uns diesen hohen Standard bestätigt. Daher nehmen wir diese Cyber Bedrohungen sehr ernst, sehen das Risiko für uns aber höchstens als mittel an. Ertragsorientierte Risiken Wir gehen davon aus, unsere Marktanteile mittelfristig weiter ausdehnen zu können. Möglicherweise sind jedoch im Zuge weiterer Organisationsoptimierungen Zusatzkosten, z. B. durch ergänzende Programmierungen für unser neues ERP- System und weitere Digitalisierungsoffensiven zu erwarten (Risiko gering). Erste Anzeichen, dass Lieferanten bei Großabnahmen durch uns, weniger Rabatte geben, kann sich ebenfalls negativ auf die Ertragslage auswirken. Diese Annahme haben wir in der schwachen Ertragserwartung für das kommende Geschäftsjahr bereits berücksichtigt. Finanzwirtschaftliche Risiken Risiken aus möglichen Entwicklungen bezüglich der US-Dollar-Parität können wir nicht ausschließen. Ein größer werdender Anteil an nicht-Dollar basierenden Einkäufen wird angestrebt. Eine Bandbreite von +/- 5 % in der Dollarparität zum Euro können wir ohne größere Probleme bewältigen. Eine darüberhinausgehende Schwächung des Euro gegenüber dem US-Dollar kann nur durch entsprechende Anpassung unserer Preisgestaltung kompensiert werden (Risiko gering). Wir werden die zukünftige Paritätsentwicklung eng verfolgen und bei Bedarf Korrekturmaßnahmen einleiten. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sowie der finanzstarken Muttergesellschaft sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Personalrisiken Kompetenz und individuelle Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden sind Voraussetzungen für unseren unternehmerischen Erfolg. Die Verfügbarkeit von gut qualifiziertem Personal ist ein Engpassfaktor (mittleres Risiko). Unsere Mitarbeitenden bestmöglich weiterzuentwickeln und langfristig an das Unternehmen zu binden ist unsere zentrale Strategie um diesem Risiko zu begegnen. Der bereits länger geplante Wechsel in der Unternehmensleitung wurde zum 01.10.2023 mit dem Eintritt unseres neuen CEO für die DACH-Region abgeschlossen. 2. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite können wir durch intensive Preisverhandlungen für Projektgeschäfte einen Spielraum zur Verbesserung der Ertragslage nutzen. Dem Wettbewerb am Markt werden wir weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Leistungsqualität begegnen. Da der Branchenverband AVIXA für diese Geschäftsjahr insbesondere für unsere stärksten Geschäftsbereiche Collaboration-Lösungen und Digital Signage starke Wachstumsraten prognostiziert, dürften wir von der Entwicklung besonders gut profitieren können. Mit dem neu eingeführten aktuellen ERP-System sind wir IT-technisch bestens aufgestellt und können uns durch auf die Firma zugeschnittene interne Verbesserungen noch weiter verbessern und noch effizienter arbeiten. 3. Gesamtaussage Vor dem Hintergrund der herausfordernden Rahmenbedingungen wurden im Geschäftsjahr 2024/25 bereits entsprechende Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, um die Gesellschaft wieder zeitnah in die Gewinnzone zurückzuführen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.
Uhingen, 21. Januar 2025 gez. René Schülein gez. Matthias Frey gez. Eric Bousquet Bilanz zum 31. März 2024Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2023 bis 31. März 2024
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024Allgemeine Angaben Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 531896 in das Handelsregister B des Amtsgerichts Ulm eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das aktuelle Geschäftsjahr beinhaltet den Zeitraum 01.04.2023 bis zum 31.03.2024. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode verringert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 2 und 10 Jahren. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer auf der Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 2 und 20 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag ist nicht notwendig. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten berechnen sich aus den durchschnittlichen Einkaufspreisen zuzüglich eines Zuschlagsfaktors für Zoll- und Frachtaufwendungen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Vor dem Bilanzstichtag vereinnahmte Beträge werden als passiver Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in EUR umgerechnet. Bei Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr wurde das Anschaffungskosten- bzw. das Realisationsprinzip außer Acht gelassen. Aufwendungen und Erträge in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs des Tages ihrer Entstehung in EUR umgerechnet. Erläuterungen zur Bilanz Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben EUR 43.529,53 (im Vorjahr EUR 43.529,53) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 3.878.148,90 (im Vorjahr EUR 3.137.547,36) enthalten. Darüber hinaus beinhalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen solche gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von EUR 485.949,21 (im Vorjahr EUR 30.296,64). Forderungen gegen Gesellschafter sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen mit EUR 0,00 (im Vorjahr EUR 550,00) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen setzten sich im Wesentlichen aus folgenden Werten zusammen:
Im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel sind die Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten gegliedert.
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeitzeit größer 5 Jahre waren zum Stichtag nicht vorhanden. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten in Form des üblichen Eigentumsvorbehalts. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der DCC Technology Holdings (Germany) GmbH, Uhingen, (Amtsgericht Ulm, HRB 739604) ergeben sich für den Zeitraum keine Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind mit EUR 516.890,21 (im Vorjahr EUR 2.076.329,28) in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 537.548,12 (im Vorjahr EUR 806.443,88) enthalten. Gegenüber einem verbundenen Unternehmen hat die Gesellschaft eine Patronatserklärung abgegeben. Hierin wird erklärt, jederzeit alle Finanzmittel zur Verfügung zu stellen, um die Liquidität der Gesellschaft zu gewährleisten. Auch hier liegen keine Hinweise darauf vor, dass eine Inanspruchnahme droht, da das verbundene Unternehmen sämtlichen Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen gem. § 285 Nr. 3a HGB beträgt TEUR 1.546 (im Vorjahr 1.331). Hieraus bestehen keine Verpflichtungen aus Altersversorgung oder gegenüber verbundenen Unternehmen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 77.995,26 (im Vorjahr EUR 229.460,56) enthalten. Darüber hinaus wurden periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 23.800,00 (im Vorjahr 29.051,57) erfasst. Diese betrafen insbesondere eine Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (im Vorjahr: insbesondere aus der Realisierung verjährter Verbindlichkeiten). Für Altersversorgung wurden EUR 108.987,05 (im Vorjahr EUR 160.406,37) aufgewendet. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 69.095,86 (im Vorjahr EUR 70.569,26) enthalten. In den Zinsaufwendungen sind EUR 1.283.542,74 (im Vorjahr EUR 701.977,84) Zinsen an verbundene Unternehmen enthalten. Sonstige Angaben Ergebnisverwendung Die Gesellschaft führt ihr gesamtes Ergebnis aufgrund eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die DCC Technology Holdings (Germany) GmbH, Uhingen, (Amtsgericht Ulm, HRB 739604) ab. Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im abgelaufenen Geschäftsjahr Ø 99 Mitarbeiter, davon:
Geschäftsführung Als Geschäftsführer waren und sind bestellt:
Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 759. Anteilsbesitz
Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist Tochtergesellschaft der DCC plc, Dublin, Irland, und wird in deren Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Die COMM-TEC GmbH ist daher von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss zu erstellen, nach § 291 HGB befreit. Die DCC plc, Dublin, Irland, als oberstes Mutterunternehmen veröffentlicht den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellten Konzernabschluss beim Irish Companies Registration Office. Der Konzernabschluss ist auch über die Homepage der DCC plc verfügbar (www.dcc.ie). Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer berechnete Honorar für Abschlussprüferleistungen beträgt TEUR 73.
Uhingen, 21. Januar 2025 gez.René Schülein gez. Matthias Frey gez. Eric Bousquet Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die COMM-TEC GmbH, Uhingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der COMM-TEC GmbH, Uhingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der COMM-TEC GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 21. Januar 2025 KPMG
AG
gez. Göttgens, Wirtschaftsprüfer gez. Kröning, Wirtschaftsprüferin Ergebnisverwendung Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 23.01.2025 wird der Bilanzgewinn zum 31.03.2024 auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresfehlbetrag für die Zeit vom 01.04.2023 bis 31.03.2024 wurde gemäß dem abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag ausgeglichen. Hinweis nach § 328 Abs. 1a HGB Der vorliegende Jahresabschluss zum 31.03.2024 wurde mit Datum vom 23.01.25 festgestellt. |
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