VTL Verwaltungs-GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Egerer seit 6.8.2024 | Geschäftsführer |
Katja Klüber seit 2.11.2023 | Prokura |
Patricia Geiter seit 2.11.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
MAVISTICS GmbHAufgelöst | 40.00% |
| 22.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbHFuldaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH ist eine der führenden Stückgutkooperationen in Deutschland. Der Hauptumschlagbetrieb (HUB) befindet sich in Fulda. Dort steht auf einer Grundfläche von 40.000 m 2 die knapp 10.000 m 2 große Umschlaghalle mit 114 Toren und die Zentrale des europaweiten Stückgutsystems. Von dort aus vernetzt VTL über 120 mittelständische Cargo-Unternehmen zu einem umfassenden und intelligenten, durch modernste IT unterstützten Dienstleistungsnetzwerk. Der zentrale Umschlagbetrieb (HUB) in Fulda sowie die regionalen HUBs Nord und West in Lehrte bei Hannover und Gelsenkirchen sind mit Direktverkehren vernetzt und ermöglichen einen Umschlag von mehr als 5.500 Stückgutsendungen täglich. So wird durch die Partner "vor Ort" und einer Vielzahl regionaler Leistungen in über 35 Ländern ein umfassendes Supply Chain-Angebot ermöglicht. Die Sendungsabwicklung erfolgt über ein Hub and Spoke-System, wodurch der Systempartner vor Ort den individuellen Service eines regionalen Anbieters mit der Leistungskraft eines europaweit agierenden Netzwerks in Deutschland und Europa kombinieren kann. Die Gesellschaft betreibt ihr Geschäft in gemieteten Räumen. 2. Forschung und Entwicklung VTL betreibt als Speditionsunternehmen keine eigene Forschung und Entwicklung. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3% niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1%. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0% zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85% des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (0,4%). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7% oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Der Kostendruck in der Stückgutlogistik war auch im Jahr 2023 vorhanden. Um 3,2 Prozent stiegen die sendungsbezogenen Abwicklungskosten im 2. Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vor allem der Personalkostenzuwachs (+4,6%) und die Sachkostenentwicklung (+4,1%) trugen zum Anstieg der gesamten Prozesskosten in den Stückgutnetzen der Speditionen bei. Wachsende Flächen-, Energie- und Versicherungskosten sowie Betriebskosten für digitale Technologien trieben die Kosten weiter nach oben. Auch die Einführung neuer Lkw-Mautsätze zum 1. Dezember 2023 machte sich im sechs-Monate-Vergleich bereits bemerkbar. Mit 23,7% schlug der Anstieg der Mautgebühren auf die sendungsbezogenen Wegekosten im Gesamtbetrachtungszeitraum durch. Zwar fließen die Mautkosten mit einem vergleichsweise geringen Anteil von derzeit 3,6% ein, gleichwohl wird diese Kostengröße wachsenden Einfluss auf den Gesamtindex bekommen. (Quelle: Pressemitteilung DSLV Stückgutindex) 2. Darstellung des Marktumfeldes Der deutsche Logistikmarkt hatte im Jahr 2023 ein Gesamtvolumen von 327 Milliarden Euro. Die Zahl aller in diesem Sektor beschäftigten Personen liegt bei 3,3 Millionen (Quelle: Fraunhofer Supply Chain Services). Damit ist die Logistik in Deutschland nach Automobilindustrie und Handel der drittgrößte Wirtschaftsbereich. Reine Anbieter von Logistikdienstleistungen erwirtschafteten einen geschätzten Anteil von knapp 50 Prozent (einschließlich Transport und Umschlag) vom Gesamtumsatz der Branche. Etwas mehr als die Hälfte des Umsatzes erbrachten die Unternehmen der verladenden Wirtschaft in Eigenleistung. Die Lkw-Fahrleistung auf Autobahnen gibt frühe Hinweise zur aktuellen Konjunkturentwicklung in der Industrie. Wirtschaftliche Aktivität erzeugt und benötigt Verkehrsleistungen. Daher besteht ein deutlicher ,Zusammenhang zwischen dem Lkw-Maut-Fahrleistungsindex und Indizes zur wirtschaftlichen Aktivität, insbesondere dem Produktionsindex im Verarbeitenden Gewerbe. Der Lkw-Maut-Fahrleistungsindex liefert somit eine grobe Annäherung an die Entwicklung der Industrieproduktion. Im Jahr 2023 haben mautpflichtige Nutzfahrzeuge rund 39,7 Milliarden Kilometer auf dem gebührenpflichtigen Streckennetz (rund 52.000 km) in Deutschland zurückgelegt. Das sind -3,9% weniger als im Jahr 2022. Wesentliche regulatorische Änderungen ergeben sich aus der zweistufigen Mautanpassung zum 01.12.2023 und 01.07.2024, die kurzfristig im Oktober 2023 von der Bundesregierung beschlossen wurde. Die Erhöhung der Mautsätze aufgrund der Einführung der CO 2 -Komponente zum 01.12.2023 hat massive Auswirkungen auf die Branche. Der Mautsatz für ein Fahrzeug Euro VI mit > 18 Tonnen und 5 oder mehr Achsen wurde von 19,0 Cent pro Kilometer auf 34,8 Cent erhöht. (Quelle: TollCollect). Dies entspricht einer Erhöhung von über 83%. Zum 1. Juli 2024 ist mit der Ausweitung der Mautpflicht auf Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen technisch zulässiges Gesamtgewicht dann ein weiterer Kostenschub zu erwarten. (Quelle: Pressemitteilung DSLV Stückgutindex) 3. Geschäftsverlauf und Lage Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in den ersten Monaten 2023 schlug auch auf die wirtschaftliche Situation bei VTL durch, so dass sich der negative Trend seit Mitte 2022 fortsetzte. Die Erwartung von VTL für 2023, dass die negative Entwicklung aus 2022 gestoppt wird, aber die allgemeine Wirtschaft auf einem niedrigen Niveau bleibt und VTL ein gleichbleibend niedriges Sendungsniveau hat, wurde leider erfüllt. Die Konjunktur ist konstant niedrig gewesen und es war eine Stagnation der Mengen bei gleichzeitiger Kostensteigerung zu verzeichnen. Dies führte dazu, dass VTL im Jahr 2023 eine Preiserhöhung durchgeführt hat. Die Sendungszahlen sind im Jahr 2023 um 88.767 Sendungen (-6,5%) auf 1.267.398 Sendungen gesunken. Bei der Tonnage war die Reduktion im Vergleich zum Vorjahr noch größer. Diese ist um 43.047 Tonnen (-7,6%) auf gesamt 521.473 Tonnen zurück gegangen. Während der Corona-Pandemie waren die Sendungsgewichte zurückgegangen und lagen im Jahr 2021 durchschnittlich bei 404 kg, im Jahr 2022 ist das Durchschnittsgewicht einer Sendung wieder auf 416 kg gestiegen. Durch die schwächelnde Konjunktur wurden die Sendungen im Jahr 2023 wieder leichter. Das durchschnittliche Sendungsgewicht lag im Jahr 2023 bei 411 kg. Der Umsatz im Jahr 2023 ist um T€ 401 auf T€ 76.724 gesunken. Die prozentuale Reduktion des Umsatzes liegt mit -0,5% deutlich niedriger als die Reduktion der Sendungen von -6,5%. Dieser Effekt ist auf die Preiserhöhung zurückzuführen. Im Jahr 2023 standen 0 Depotabgängen (Vorjahr: 3) 6 Zugänge (Vorjahr: 3) gegenüber. Wesentliche Einspeise- und damit Mengenveränderungen ergaben sich daraus nicht. Die wesentlichen Produktionskosten im HUB Fulda stellen sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:
Die größte Einsparung bei den Produktionskosten ergab sich bei den Hauptlaufkosten. Durch die sinkenden Mengen konnten Hauptläufe reduziert werden und die Kosten um nahezu 10% im Vergleich zum Vorjahr gesenkt werden. Eine weitere große Einsparung ergab sich bei den Treibstoffkosten. Durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine im Februar 2022 sind die Treibstoffkosten im Jahr 2022 massiv angestiegen. Im Jahr 2023 haben sich die Preise wieder reduziert, was wiederum eine Reduktion bei den abgerechneten Dieselzuschlägen der Unternehmer an VTL bedeutet. Die Kostenposition Dieselzuschlag hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ -171 reduziert. Die Personalkosten sind trotz nahezu gleichbleibenden Personalstand um T€ 91 gestiegen. Dies resultiert daraus, dass der Fachkräftemangel sowie die wirtschaftliche Situation in Deutschland zu starken Lohn- und Gehaltserhöhungen geführt haben. a. Darstellung der Vermögenslage Zur Analyse der Vermögenslage der Gesellschaft wurden die folgenden Vermögens- und Kapitalstrukturkennzahlen ermittelt:
Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um T€ 897 auf T€ 6.628 gesunken. Die Anlagenintensität liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um T€ 553 gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten resultieren aus der Finanzierung der Investitionen in 2022 in das Anlagevermögen und wurden im Berichtsjahr planmäßig getilgt. Die Rückstellungen sind um T€ 386 sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 154 gegenüber dem Vorjahr gesunken. b. Darstellung der Ertragslage Zur Analyse der Ertragslage der Gesellschaft wurden die folgenden Rentabilitätskennzahlen und Aufwandsstrukturkennzahlen ermittelt:
Aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der beiden letzten Geschäftsjahre ergeben sich durch Zusammenfassungen, Umgruppierungen und Saldierungen die folgenden Werte:
Das Rohergebnis (Umsatzerlöse - Materialaufwand (Spediteurleistungen)) hat sich von T€ 7.565 in 2022 um T€ 462 auf T€ 8.027 in 2023 erhöht. Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 91 bedingt durch die steigenden Löhne und Gehälter gestiegen. Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Investition in neue Auflieger Ende 2022 um T€ 207 angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind aufgrund höherer Reparatur- und Messekosten angestiegen. Der Jahresüberschuss sank gegenüber 2022 dementsprechend um T€ 216 auf T€ 162. c. Darstellung der Finanzlage Zur Analyse der Finanzlage der Gesellschaft wurden die folgenden Liquiditätsgrade ermittelt:
Die Liquiditätssituation der Gesellschaft ist unverändert positiv. Im Berichtsjahr sind keine Liquiditätsengpässe eingetreten. Nach der Finanzplanung für das Geschäftsjahr 2024 sind keine Liquiditätsengpässe absehbar. Die im Geschäftsjahr 2022 aufgenommenen Darlehen wurden planmäßig getilgt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von T€ 44 getätigt Die VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH war im Berichtszeitraum jederzeit in der Lage, die laufenden Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Die Gesellschaft führt entsprechend den Regelungen des Ergebnisabführungsvertrages den Jahresüberschuss an die VTL GmbH & Co. Holding KG ab. In der folgenden Übersicht sind die Zahlungsströme getrennt nach laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufbereitet und den entsprechenden Vorjahreswerten gegenübergestellt:
4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Geschäftsführung nutzt die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren für die Planung und Steuerung des Unternehmens: - Absatzvolumen
- Human Resources, Aus- und Weiterbildung sowie Gesundheits- und Arbeitsschutz Die eigenen und die Mitarbeiter in den Partnerunternehmen sind die Basis für den ökonomischen Erfolg des Netzwerkes. Deshalb ist das Wohlergehen der Mitarbeiter, der Arbeits- und Gesundheitsschutz ebenso wie die persönliche Förderung und Weiterbildung von grundlegender Bedeutung. VTL führt regelmäßig umfangreiche Schulungsprogramme zu den verschiedenen Themen im Bereich Gefahrgut, Brandschutz und Sicherheit durch, die sich jeweils an den Erfordernissen des Systems und des Netzes orientieren. Im Jahr 2023 wurde ein neues Tool eingeführt, mit dem die Schulungen jedem Mitarbeiter online zur Verfügung gestellt werden und die Wissensvermittlung im Eigenstudium erfolgt. Zu jeder Schulung muss ein Abschlusstest durchgeführt werden, der als Nachweis dient, dass die Mitarbeiter die Inhalte verstanden haben bzw. nachgeschult werden müssen. Der große Vorteil liegt in der Mehrsprachigkeit sowie der individuellen Bearbeitung der Schulung in Anpassung an die Arbeitszeit. - Umwelt-/Klimaschutz Das Thema "Grüne Logistik" bedeutet für VTL, Verantwortung zu übernehmen. So verfügt man seit Jahren über einen Network Carbon Footprint (NCF) und stellt CO 2 -Sendungstabellen zur Ermittlung von Emissionen einzelner Sendungen zur Verfügung. Dabei verfolgt VTL das Ziel, gemeinsam mit den Netzwerkpartnern Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die bei der Produktion der logistischen Dienstleistung CO 2 -Emissionen reduzieren. Seit 2023 bietet VTL das Produkt "Klick für die Umwelt" mit dem Partner und Kunden die Möglichkeit haben, die CO 2 -Emmissionen zu kompensieren. 5. Gesamtaussage Das Wirtschaftsjahr 2023 wurde durch die schwache allgemeine wirtschaftliche Entwicklung belastet, weshalb der Umsatz und das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr gesunken sind. Die Sendungszahlen sind im Jahr 2023 um 88.767 Sendungen (-6,5%) auf 1.267.398 Sendungen gesunken. Bei der Tonnage war die Reduktion im Vergleich zum Vorjahr noch größer. Diese ist um 43.047 Tonnen (-7,6%) auf gesamt 521.473 Tonnen zurückgegangen. Der Rohertrag stieg auf T€ 8.027 um T€ 462 gegenüber dem Vorjahr. Demgegenüber standen jedoch gestiegene Personalkosten (+T€ 91), erhöhte Abschreibungen (+T€ 207) sowie gestiegene sonstige Kosten (+T€ 208), weshalb das Ergebnis um T€ 216 gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Unverändert verfügt die Gesellschaft über ausreichende Liquidität. Die gute Liquiditätssituation und die seit Jahren beständig guten Ergebnisse geben dem Unternehmen die notwendige Sicherheit, um nachhaltig die Netzwerkstabilität in Deutschland zu gewährleisten und notwendige Investitionen und Innovationen umzusetzen. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht VTL ist einer Vielzahl von allgemeinen und wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind oder sich aus externen Einflüssen ergeben. Um unternehmerische Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und aktiv zu steuern, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt, an deren Verbesserung ständig gearbeitet wird. Dieser Bericht enthält vorausschauende Aussagen von VTL zur aktuellen Einschätzung künftiger Vorgänge, die ausschließlich auf den Umständen am Tag der Erstellung des Jahresabschlusses basieren. Diese Aussagen sind einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Dazu gehören neben der konjunkturellen Entwicklung insbesondere auch die Geschäftsentwicklung der Branche und der Systempartner, die Änderungen von Gesetzen, Bestimmungen und behördlichen Richtlinien, insbesondere soweit sie Fahrzeugemissionen, Kraftstoffverbrauch und Sicherheit betreffen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder eine dieser Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. 1. Prognose Für das Jahr 2024 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 0,2 Prozent erwartet. Das ist weniger als in der Herbstprojektion des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz angenommen worden war. Damals ging die Bundesregierung von einem BIP-Wachstum um 1,3 Prozent in diesem Jahr aus. Die Erhöhung der Mautkosten zum Jahresende 2023 und Mitte 2024 führt dazu, dass VTL-Partner die Preise anpassen müssen, um ihre Rentabilität aufrechtzuerhalten. Die Erhöhung wird grundsätzlich zu höheren Preisen für Transportdienstleistungen führen, was wiederum Auswirkungen auf Verlader und Kunden haben wird. Aus diesem Grund gehen wir für 2024 lediglich von einer Steigerung der Sendungszahlen im unteren einstelligen Prozentbereich aus. Da VTL im April 2024 die Umschlaggebühren erhöht hat, um den gestiegenen Kosten im Bereich Personal, eigenen Mautausgaben und Anstieg der sonstigen Kosten in der Systemzentrale Rechnung zu tragen, gehen wir von einem steigenden Umsatz im Vergleich zum Jahr 2023 aus. Das prognostizierte Jahresergebnis 2024 wird leicht über den Wert des Jahres 2023 liegen, wenn sich die Mengen und Kosten nicht signifikant ändern. Die Sendungszahlen im 1. Quartal 2024 zeigen jedoch ein positives Signal und lagen ca. 3 % über dem budgetierten Wert, so dass die Hoffnung auf eine schnellere wirtschaftliche Erholung in Deutschland besteht. 2. Risiken Da das Geschäftsmodell von VTL stark von den Partnern und deren Kundenaufkommen abhängig ist, besteht ein wirtschaftliches Risiko aufgrund von sinkenden Sendungszahlen sowie möglichen Partnerausfällen. Um möglichen Ausfällen vorzubeugen, betreibt VTL eine kontinuierliche Depotakquise zur Verdichtung des Netzwerkes sowie der Stärkung durch Mengenzuwächse über Neupartner. Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden weitestgehend durch Ausfallbürgschaften der Systempartner, die regelmäßig überprüft und angepasst werden, begrenzt. Mit Hilfe der installierten Controlling-Instrumente sollen Risiken frühzeitig identifiziert werden, so dass man zeitgerecht reagieren kann. Allerdings gehen wir grundsätzlich davon aus, dass in der Branche die Anzahl der insolventen Unternehmen im Jahr 2024 deutlich steigen wird. Dies ist u.a. der Vorfinanzierung der erhöhten Mautkosten und dem möglichen Zahlungsausfalls eigener Kunden geschuldet. VTL ist aufgrund der Vernetzung mit den Partnern zum Datenaustausch auf eine funktionierende IT angewiesen. Daher besteht ein großes Risiko in den kommenden Jahren darin, Opfer eines Cyberangriffs zu werden. Dies resultiert daraus, dass datengetriebene Geschäftsmodelle in der Logistik immer mehr Einfallstore für Cyberkriminelle bieten, um Logistikketten zu infiltrieren, Warenströme umzuleiten oder Betriebe lahmzulegen. Wir investieren daher regelmäßig in die IT-Sicherheit. 3. Chancen Durch die aktuell schwache konjunkturelle Lage und die gleichzeitigen Kostensteigerungen sind alle Unternehmen aufgefordert, Einsparungen durch Effizienzgewinn zu erzielen. Aus diesem Grund hat auch VTL begonnen, die Prozesse in den verschiedenen Bereichen zu hinterfragen. Dies gibt nun die Möglichkeit, langfristig die Prozesse zu verschlanken und z. B. fehlendes Personal aufgrund Fachkräftemangel durch digitale Lösungen oder einfachere Prozesse auszugleichen. Im Bereich Nachhaltigkeit führt die konsequente Bepreisung des CO 2 -Austoßes im Rahmen der Maut dazu, sich mit alternativen Antriebsmöglichkeiten zu befassen. VTL prüft aktuell, ob die Investition in eine E-Tankstelle für LKW auf dem eigenen Gelände sinnvoll umsetzbar ist, um den Partnern die Möglichkeit zu geben, die Hauptläufe auf E-LKW umzustellen. Für VTL würde dies die Möglichkeit geben, tagsüber die Ladeleistung auch an externe LKW-Unternehmen anzubieten und damit ein weiteres Geschäftsfeld zu eröffnen. 4. Risikomanagementziele und Finanzinstrumente Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zu den im Unternehmen eingesetzten Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sowie Verbindlichkeiten. Wesentliche Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten bestehen nicht. Die Unternehmensleitung verfolgt seit Jahren eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko bzw. gegen Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden Ausfallbürgschaften von den Systempartnern eingefordert. Die Bonität der Partner wird regelmäßig überprüft. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement, ein effizientes Mahnwesen und die Ausfallbürgschaften der Systempartner. Die VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH konzentriert alle wichtigen Unternehmensteile mit kurzen Wegen in der Geschäftsführung, wodurch bedeutende Entwicklungen schnell erkannt und notwendige Maßnahmen getroffen werden können. Die kontinuierliche Überprüfung der Finanzzahlen, der operativen Kennzahlen sowie der generellen wirtschaftlichen Entwicklung ermöglichen eine Bewertung und Kontrolle des Geschäftsverlaufes. Durch ein umfassendes monatliches Planungs- und Berichtswesen wird sichergestellt, dass die Geschäftsführung über mögliche Risiken regelmäßig und zeitnah informiert wird und somit unmittelbar notwendige Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Wir sind bestrebt, Lieferverbindlichkeiten kurzfristig zu begleichen. Das Risikomanagement der VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH ist dazu geeignet, Risiken, die den Bestand oder die Fortentwicklung wesentlich beeinträchtigen können, rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Die allgemeine wirtschaftliche Situation und die Lage in der Branche werden ständig analysiert. Es sind derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennbar. Die Geschäftsleitung geht von dem Fortbestand des Unternehmens aus.
Fulda, den 02. Mai 2024 Johanna Broese, Geschäftsführerin BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Angaben zur Identifikation der Gesellschaft
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen Für den Jahresabschluss der Gesellschaft finden die Rechnungslegungsvorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften Anwendung. Die im Berichtsjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben keine nennenswerten Änderungen gegenüber denen des Vorjahres erfahren. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden planmäßig vorgenommen. Zur Anwendung kommt die lineare Abschreibungsmethode. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Positionen zum Anlagevermögen werden mit ihren historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen in einem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. Anteilsbesitz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen zum Bilanzstichtag € 2.183,18 (Vorjahr: T€ 79). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen zum Bilanzstichtag € 1.622.763,57 (Vorjahr: T€ 2.002). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Bilanzstichtag € 546.765,02 (Vorjahr: T€ 580). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten gegen den Gesellschafter und enthalten aufgrund einer umsatzsteuerlichen Organschaft mit der VTL GmbH & Co. Holding KG, Fulda, auch die Umsatzsteuerverbindlichkeiten. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen zum Bilanzstichtag € 90.856,90 (Vorjahr: T€ 66). III. ERGÄNZENDE ANGABEN Geschäftsführer Geschäftsführer der Gesellschaft ist: Frau Johanna Broese Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Aufsichtsrat Herr Herbert Rothschild (Vorsitzender), Speditionskaufmann, Herr Heinz Hintzen (stellvertretender Vorsitzender), Speditionskaufmann, Herr Marc Eckhardt, Speditionskaufmann, Herr Nils Heidenreich, Speditionskaufmann, Herr Jürgen Frömberg, Speditionskaufmann. Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit keine Vergütung. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verpflichtungen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus mehrjährigen Pachtverhältnissen von rd. T€ 2.577 (Vj.: 3.337) sowie aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von rd. T€ 1.760 (Vj.: T€ 1.565). Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB von T€ 27 (Vj.: T€ 138). Diese entfallen ausnahmslos auf Bürgschaften. Die Haftungsverhältnisse sind eingegangen zu Gunsten von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird aufgrund der Situation des Beteiligungsunternehmens als gering eingestuft. Mitarbeiter Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 123 (Vj. 123) Arbeitnehmer beschäftigt.
Ergebnisabführung Der Jahresüberschuss wird gemäß Gewinnabführungsvertrag der VTL GmbH & Co. Holding KG, Fulda zugeführt.
Fulda, 02. Mai 2024 Die Geschäftsführung Johanna Broese Anlage zum Anhang ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH, Fulda Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH, Fulda - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VTL Vernetzte-Transport-Logistik GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Kassel, 24. Mai 2024 FACT GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Uwe Schweickert, Wirtschaftsprüfer Matthias Schäfer, Wirtschaftsprüfer Feststellung Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 18. Juni 2024 festgestellt. |
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Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen