Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 3613 BHV
Eingetragen
21.11.2005
Branche
Ambulante Betreuungsdienste für ältere MenschenAmbulante PflegediensteAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Gegenstand
Verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung durch die Förderung der Wohlfahrtspflege, der öffentlichen Gesundheitspflege, der Kinder- und Jugendhilfe, der Bildung und Erziehung sowie die selbstlose Unterstützung des in § 53 Abgabenordnung (AO) genannten Personenkreises. Der Satzungszweck der Unternehmung wird verwirklicht durch die Errichtung, den Betrieb und die Förderung von Einrichtungen und Diensten mit dem Gegenstand: psychosoziale Betreuung und Beratung; stationäre und ambulante Pflege und Betreuung, auch durch den Betrieb von Altenwohn- und Pflegeheimen; Gesundheitsvorsorge; artverwandte Tätigkeiten einschließlich zugehöriger Nebenleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Rannacher
seit 22.1.2025
Prokura
Meike Schulte
seit 22.1.2025
Prokura
Eckart Kroon
seit 10.3.2022
Geschäftsführer
Silke Rupietta
seit 14.9.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Bremerhaven e.V.
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

AWO Arbeiterwohlfahrt gem. GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AWO Pflegedienste GmbH

Bremerhaven

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen 1.288.218,00 1.445.547,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 62.433,00 84.758,00
II. Sachanlagen 1.225.785,00 1.360.789,00
1. Grundstücke mit Betriebsbauten 142.673,00 161.054,00
2. technische Anlagen und Maschinen 7.948,00 9.106,00
3. Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 1.027.758,00 1.103.209,00
4. Fahrzeuge 47.406,00 75.996,00
5. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 11.424,00
B. Umlaufvermögen 5.077.870,09 2.384.363,83
I. Vorräte 9.863,58 20.341,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.273.756,77 1.990.382,27
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 770.613,27 943.638,06
2. Forderungen gegen Gesellschafter 16.773,06 42.842,55
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.356.040,87 711.672,44
4. Forderungen aus öffentlicher Förderung 12.421,66 57.906,18
5. sonstige Vermögensgegenstände 117.907,91 234.323,04
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.794.249,74 373.640,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 155.107,83 113.650,06
Bilanzsumme, Summe Aktiva 6.521.195,92 3.943.560,89

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital 2.762.820,05 2.280.721,61
I. gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 2.255.721,61 2.682.458,02
III. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 482.098,44 -426.736,41
B. Rückstellungen 710.360,80 592.688,27
C. Verbindlichkeiten 2.819.885,86 910.307,62
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 152.601,76 148.143,22
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 94.169,76 198.177,95
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.627.507,57 5.007,67
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 413.161,11 45.426,93
5. sonstige Verbindlichkeiten 432.909,77 405.717,19
6. Verwahrgeldkonto 99.535,89 107.834,66
D. Rechnungsabgrenzungsposten 228.129,21 159.843,39
Bilanzsumme, Summe Passiva 6.521.195,92 3.943.560,89

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die AWO Pflegedienste GmbH, Bremerhaven, ist beim Amtsgericht Bremen unter HRB 3613 BHV eingetragen.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine mittelgroße Gesellschaft i. S. von § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft unterliegt mit ihren Pflegeeinrichtungen der Pflege-Buchführungsverordnung (PBV). Nach § 8 PBV brauchen Pflegeeinrichtungen, die Kapitalgesellschaften im Sinne des HGB sind, bei der Aufstellung, Feststellung und Offenlegung ihres Jahresabschlusses nach dem HGB die Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB nicht anzuwenden. Die Gesellschaft hat von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht und gemäß § 8 PBV im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 die Bilanz und die GuV nach den Vorschriften der PBV gegliedert und um die Anlagen 3a (Anlagennachweis) und 3b (Fördermittel) der PBV ergänzt.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (in der Regel drei Jahre) planmäßig linear abgeschrieben.

Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen linear auf Basis der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter, die einen Wert von EUR 250,00 aber nicht von EUR 1.000,00 übersteigen, werden in einem Sammelposten erfasst und im Wirtschaftsjahr der Bildung und den vier darauffolgenden Jahren jeweils um ein Fünftel abgeschrieben. Der Anlagennachweis im Sinne der PBV ist diesem Anhang als Anlage 1 beigefügt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit den am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Werten angesetzt. Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt worden. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von rund 2% auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen gebildet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden bis zum 31. Dezember des Geschäftsjahres geleistete Auszahlungen ausgewiesen, die einen Aufwand für folgende Geschäftsjahre darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Sonderposten aus Zuschüssen und Zuweisungen zur Finanzierung des Sachanlagevermögens werden in Höhe der bewilligten Finanzierungsmittel passiviert. Die planmäßige Auflösung des Sonderpostens erfolgt linear auf Basis der den geförderten Vermögensgegenständen zugrundeliegenden betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern. Die Auflösung des Sonderpostens wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als gesonderter Posten ausgewiesen. Auflösungen sind wegen der ausgelaufenen Nutzungsdauern letztmalig im Geschäftsjahr 2018 erfolgt. Der Fördernachweis im Sinne der PBV ist diesem Anhang als Anlage 2 beigefügt.

Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Aufzinsung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten "Zinsen und sonstige ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten werden ebenfalls zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden die bis zum 31. Dezember des Geschäftsjahres geleisteten Debitorenvorauszahlungen ausgewiesen, soweit sie Erträge für folgende Geschäftsjahre darstellen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Bilanz wurde nach Anlage 1 zu PBV gegliedert.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber dem AWO Kreisverband Bremerhaven e.V., Bremerhaven, als Gesellschafterin des Mutterunternehmens AWO Arbeiterwohlfahrt gemeinnützige GmbH der AWO Pflegedienste GmbH, werden unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen die Rückstellungen für Urlaub und Überstunden (TEUR 465), für die Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 12), für die Erstellung Steuererklärungen (TEUR 2) für die Archivierung (TEUR 4), für IT-Rechnungen (TEUR 10), für Ergänzungshilfen Wärme und Strom (TEUR 30), für die Berufsgenossenschaft (TEUR 3) sowie für mögliche Rückforderungen aus Zahlungen nach § 150 SGB XI (TEUR 184).

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Verbindlichkeitenspiegel

Restlaufzeit
< 1 Jahr > 1 Jahre 31.12.2023
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 152.601,76 EUR 152.601,76 EUR
Vorjahr 148.143,22 EUR 148.143,22 EUR
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 55.951,50 EUR 38.218,26 EUR 94.169,76 EUR
Vorjahr 104.008,17 EUR 94.169,78 EUR 198.177,95 EUR
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.627.507,57 EUR 1.627.507,57 EUR
Vorjahr 5.007,67 EUR 5.007,67 EUR
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 413.161,11 EUR 413.161,11 EUR
Vorjahr 45.426,93 EUR 45.426,93 EUR
5. Sonstige Verbindlichkeiten 432.909,77 EUR 0,00 EUR 432.909,77 EUR
Vorjahr 405.717,19 EUR 405.717,19 EUR
davon aus Steuern 83.117,17 EUR 83.117,11 EUR
Vorjahr 84.609,12 EUR 84.609,12 EUR
6. Verwahrgeldkonto 99.535,89 EUR 99.535,89 EUR
Vorjahr 107.834,66 EUR 107.834,66 EUR
Summe 2.781.667,60 EUR 38.218,26 EUR 2.819.885,86 EUR
Vorjahr 816.137,84 EUR 94.169,78 EUR 910.307,62 EUR

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren bestehen nicht.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 4 PBV nach Anlage 2 der PBV gegliedert.

Erträge i.S.d. § 285 Nr. 31 und Nr. 32 HGB

Die Erträge enthalten Erstattungen für Corona-Tests in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 115) und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 518 (Vorjahr: TEUR 118).

V. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

VI. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus der Anmietung von Räumlichkeiten bestehen derzeit jährliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.938 (davon TEUR 1.666 gegenüber dem Gesellschafter).

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte 2023 im Jahresdurchschnitt 424 (Vorjahr: 455) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

2023 2022
Vollzeitkräfte 100 110
Teilzeitkräfte / geringfügig 270 277
Mitarbeiter gem. § 267 Abs. 5 HGB 370 387
Auszubildende 31 33
Bundesfreiwilligendienst 11 3
Mitarbeiter gesamt 412 423

Konzernabschluss

Die AWO Pflegedienste GmbH wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der AWO Arbeiterwohlfahrt gem. GmbH, Bremerhaven, einbezogen. Der nach §§ 290 ff. HGB aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der AWO Arbeiterwohlfahrt gem. GmbH, Bremerhaven, werden im Unternehmensregister offengelegt.

Geschäftsführung

Herr Eckart Kroon, Bad Zwischenahn

Seine Haupttätigkeit ist die Führung der Geschäfte dieser Gesellschaft und weiterer Gesellschaften der AWO Gruppe Bremerhaven.

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung im Berichtsjahr wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 482.098,44 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bremerhaven, 17. Mai 2024

Eckart Kroon, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Die AWO Pflegedienste GmbH ist eine gemeinnützige Organisation, die Aufgaben der freien Wohlfahrtspflege erfüllt.

Alleinige Gesellschafterin ist die AWO Arbeiterwohlfahrt gem. GmbH, deren Gesellschafterin wiederum zu 100 % der AWO Kreisverband Bremerhaven e.V. ist.

Als mittelgroße Kapitalgesellschaft ist die AWO Pflegedienste GmbH zur Erstellung eines Lageberichts verpflichtet.

Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr.

2. Gegenstand der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft

Die AWO Pflegedienste GmbH betreibt stationäre, teilstationäre und ambulante Pflegeeinrichtungen in Bremerhaven sowie eine Fachschule für die Ausbildung in der generalistischen Pflege sowie der Altenpflegehilfe. Für die Konzerngesellschaften erbringt sie Leistungen der zentralen Verwaltung sowie IT-Dienstleistungen.

3. Finanzierungsgrundlage der Geschäftsbereiche

Die drei stationären Pflegeheime in Bremerhaven finanzieren sich über die mit den Pflegekassen ausgehandelten Entgelte. 2022 sind alle drei stationären Einrichtungen neu beantragt worden. Bei den beantragten Entgelterhöhungen für die Villa Schocken und für das Gerhard-van-Heukelum-Haus im Jahr 2022 erfolgte eine Einigung ohne Kürzungen nach Vorlage bei der Schiedsstelle im Geschäftsjahr 2023.

Die Inflation und die Tarifpflicht in der Pflege haben teilweise zu massiven Kostensteigerungen geführt, die wiederum stark ansteigende Eigenanteile der Pflegebedürftigen zur Folge haben.

In der ambulanten Pflege wird die häusliche Krankenpflege im Rahmen des SGB V mit den Krankenkassen abgerechnet sowie die Hauspflege und weitere Dienstleistungen nach dem SGB XI, und zwar in der Regel über die den Pflegebedürftigen zustehenden Pauschalen.

Die Fachschule erhält pro Schülerin/Schüler ein Schulgeld. Dieses wird bei Erstauszubildenden über die Ausbildungsumlage finanziert und bei Umschülerinnen/Umschülern über Bildungsgutscheine.

In den Vorjahren haben die Erträge aus dem Pflegerettungsschirm (§ 150 SGB XI) sowie die Erstattungen für Covid-Schnelltests eine nicht unwesentliche Rolle gespielt. Auch wenn die stationären Einrichtungen von größeren Ausbrüchen verschont geblieben sind, hat es Ertragsausfälle durch Minderauslastungen gegeben. Die erheblichen Zusatzkosten für zusätzliches (Fremd-Personal) in Quarantänefällen, für die Besuchsbegleitung, für erweiterte Hygienemaßnahmen und für Testungen wurden aber weiterhin über den § 150 SGB XI refinanziert. Um Sicherheit bei möglichen Rückforderungen zu haben, wurde für 25 % dieser Erträge vorsorglich eine Rückstellung gebildet. Auch die Zusatzkosten für Hygienematerial (Masken, Schutzanzüge etc.) wurden über den § 150 SGB XI erstattet und mit 25 % vorsorglich in die Rückstellung gebucht. Da die Frist zur Nachprüfung zwei Jahre beträgt, konnte die 2021 gebildete Rückstellung aufgelöst werden.

4. Belegungsstatistiken

Die AWO Pflegedienste GmbH betreibt 3 Pflegeheime mit zusammen 233 Plätzen. Die Auslastung lag 2023 bei durchschnittlich 92,77 %. Der Personalmangel und hohe Krankenstände verhindern aktuell eine bessere Auslastung.

Die Nachfrage nach Wohnungen im Betreuten Wohnen ist weiterhin gut. Alle bestehenden Immobilien sind voll ausgelastet.

Die Leistungen des ambulanten Pflegedienstes sind auch in 2023 weiter gesunken. Dies ist ebenfalls durch hohe Krankenstände und Fachkräftemangel bedingt. Weiter ist der ambulante Bereich stark von der Tarifpflicht in der Pflege betroffen, da hier die Entgelte nicht gleichermaßen mit den Lohnkosten steigen.

5. Leistungserlöse, Zuschüsse und Zinsen

Die AWO Pflegedienste GmbH hat 2023 Gesamterträge von rd. EUR 21,0 Mio. erwirtschaftet, wovon rd. 1,7 Mio. Euro sonstige betriebliche Erträge betreffen.

Hiervon entfallen 65,59 % auf die stationäre und teilstationäre Pflege, 13,72 % auf die ambulante Pflege, 2,50 % auf die Fachschule sowie 18,19 % auf die zentralen Verwaltungsleistungen für die anderen Konzernfirmen.

Von den Umsatzerlösen werden etwa 77 % für den Ausgleich der Personalaufwendungen sowie 29 % für Betriebs- und Verwaltungsaufwendungen (inkl. Abschreibungen) eingesetzt.

Da die von der Gesellschaft genutzten Immobilien zu großen Teilen im Eigentum der AWO Arbeiterwohlfahrt gem. GmbH stehen und von dort angemietet werden, spielt der Aufwand für Abschreibungen nur eine untergeordnete Rolle. Die Gesellschaft hat ein langfristiges Darlehen zur Finanzierung der IT-Infrastruktur, das zum Bilanzstichtag mit TEUR 94 valutiert.

6. Risikomanagement

Das Risikomanagement der AWO Bremerhaven zielt auf den systematischen und planvollen Umgang mit Risiken verschiedenster Art ab. Unter einem Risiko wird dabei ein Problem verstanden, welches noch nicht eingetreten ist. Der Zweck des Risikomanagements ist es, entweder zu verhindern, dass Risiken zu Problemen werden oder aber den Schaden beim Eintritt eines Risikos weitestgehend zu minimieren. Es dient somit der Schaffung von Transparenz, der Beseitigung von Unsicherheiten und ermöglicht die Nutzung von Chancen, da Risiken auch Chancen beinhalten können. Durch die konsequente Suche und Analyse möglicher Risiken wird zudem eine möglicherweise vorhandene Betriebsblindheit beseitigt.

Im Fokus stehen hierbei die interessierten Parteien, Kunden*innen, Mitarbeiter*innen, Mitglieder, Ehrenamtliche, Schüler*innen, Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Kostenträger und Behörden, die Politik und die Gesellschaft im Allgemeinen. Mithilfe einer regelmäßig durchgeführten Stakeholder-Analyse ermitteln wir die Anforderungen der interessierten Parteien. Darüber hinaus bietet uns die Stakeholder-Analyse die Möglichkeit, zu bewerten, wie groß das Interesse und der Einfluss der einzelnen interessierten Parteien ist und daraus Rückschlüsse auf mögliche Risiken zu ziehen, die von diesen interessierten Parteien ausgehen. Dies ermöglicht eine frühzeitige Reaktion, so dass Risiken minimiert oder verhindert werden können.

Um die Unternehmensgruppe AWO Bremerhaven mit ihren operativen Gesellschaften wettbewerbs- und zukunftsfähig zu halten, ist eine strategische Planung mit überprüfbaren Zielen und regelmäßiger Evaluation zwingend notwendig. Das betrifft nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch Bereiche wie Mitarbeiterzufriedenheit, Personalbindung und -gewinnung, Digitalisierung, Wissensmanagement, Kundenzufriedenheit und Image. Diesen Strategieprozess haben wir im Februar 2022 auf Konzernebene mit Geschäftsführung und Fachbereichsleitungen begonnen. Inzwischen sind auch die einzelnen Fachbereiche mit ihren Führungskräften aus den Einrichtungen und Diensten intensiv in die Beratungen eingestiegen, um passgenaue Ziele, Strategien und Maßnahmen zu entwickeln. In einem weiteren Schritt werden dann ausdifferenzierte und spezifische Planungen für all unsere Einrichtungen entwickelt. Diese Strategien sind jedoch nicht statisch, sondern dynamisch zu betrachten. Jede Strategie muss regelmäßig überarbeitet, gesteckte Ziele überprüft und weiterentwickelt oder gar völlig neu formuliert oder ergänzt werden.

Ein Strategieprozess ist ein dynamischer, sich weiterentwickelnder Prozess, der sich im Grunde an den 5 Phasen des kybernetischen Regelkreises orientiert.

1. Phase Informations- und Analysephase

2. Phase Konzeptionsphase

3. Phase Gestaltungsphase

4. Phase Realisierungsphase

5. Phase Kontrollphase

Der Prozess ist auf allen Ebenen identisch, unterscheidet sich jedoch zum Beispiel in den Zielzeiträumen, den Inhalten der Maßnahmenplanungen oder den Auswirkungen vor Ort.

1. Phase: Informations- und Analysephase

Die Informationsanalyse basiert im Wesentlichen auf der Analyse der Stärken/Schwächen und Chancen/Risiken (SWOT). In diese Sammlung fließen Erkenntnisse ein, die aus Informationsquellen wie Kunden- oder Mitarbeiterbefragungen stammen, die Entwicklungen der Branche und den Einfluss gesetzlicher Vorgaben analysieren. Ziel ist es dabei immer, die Themen gemeinsam mit den Mitarbeitenden zu erarbeiten, um auf diese Weise die Mitarbeitenden mitzunehmen, um zum Beispiel brennende Spannungsfelder zu erkennen und die Ergebnisse schnell kommunizieren zu können. Die Ergebnisse der Schwächen und Risiken werden dann mit Punktwerten versehen, um eine Priorisierung der Themen und Ansätze vornehmen zu können. Dies erleichtert in der nächsten Phase die Fokussierung auf die wichtigen Themen.

2. Phase: Konzeptionsphase

Hier findet die Definition der eigentlichen Zielsetzung statt. Dabei stehen die definierten Ziele nicht unabhängig voneinander, sondern sind immer miteinander verbunden und es bestehen permanente Wechselwirkungen. Daher entsteht ein Zielsystem und keine Zielhierarchie. Entscheidend ist, dass nicht immer völlig neue Ziele definiert werden, sondern beispielsweise bestehende Ziele aus übergeordneten Strukturen (z.B. AWO-Werte oder Konzernstrategie etc.) oder dem Vorjahr übernommen oder übertragen werden können. Die Ausgestaltung kann aber sehr individuell vorgenommen werden. Zusätzlich muss eine Messbarkeit festgelegt werden (z.B. nach der SMART-Regel), an der dann die Zielerreichung auch gemessen werden kann. Hier eignen sich besonders Erfolgsfaktoren, an denen die Zielerreichung festgemacht werden kann.

3. Phase: Gestaltungsphase

Die Gestaltungsphase ist bei der Strategieentwicklung immer auf unterschiedliche Zeiträume festgelegt. Für die Einrichtungen sind die Zeiträume in der Regel auf ein bis zwei Jahre definiert, um so vor Ort konkrete Maßnahmen auch umzusetzen und sich nicht mit zu weitreichenden Planungen zu verzetteln. Das liegt zum Teil daran, dass zum Beispiel bauliche Entwicklungen nicht durch die Einrichtung selbst und direkt beeinflusst werden können. Auf der Ebene des Fachbereichs ist die Ausrichtung eher kurz- bis mittelfristig ausgerichtet und erstreckt sich zum Beispiel auf die Weiterentwicklung der Angebote oder Standorte etc.

Der Konzern ist auf allen zeitlichen Ebenen (kurz-, mittel- und langfristig) ausgerichtet und wirkt hier besonders auf übergeordnete Strukturen wie zum Beispiel einen einheitlichen Tarifvertrag oder einen einheitlichen Umgang mit Arbeitsverträgen etc. hin. Dies bedeutet nicht, dass Projekte oder Maßnahmen in Einrichtungen immer nur auf ein bis zwei Jahre auszurichten sind. Es ergeben sich aus der Analysephase immer kurz- und langfristige Projekte und Zielsetzungen, die dann in der jährlichen Überarbeitung auch nur überprüft oder überarbeitet werden können. Hier werden die konkreten Maßnahmen, die zur Zielerreichung benötigt werden, entwickelt. Die Maßnahmen können dabei unterschiedlich komplex und arbeitsintensiv oder auch teuer sein. Die Maßnahmen müssen auch regelmäßig überprüft werden, ob diese überhaupt zur Zielerreichung geeignet sind. Wichtig in der Gestaltungsphase ist besonders die regelmäßige und institutionalisierte Überprüfung und "Messung" der Zielerreichung und des jeweiligen Maßnahmen- oder Projektstatus.

4. Phase: Realisierungsphase

Es können nicht alle Projekte gleichzeitig durchgeführt werden, da es an personellen und finanziellen Ressourcen liegen kann oder Abhängigkeiten von Dritten (Kostenträgern etc.) bestehen. In der Realisierungsphase ist besonders in den Einrichtungen darauf zu achten, dass die Maßnahmen und Projekte auch zeitnah zu spürbaren Erfolgen führen.

5. Phase: Kontrollphase

Die Kontrollphase dient der Überprüfung der Maßnahmen und deren Sachstände aber auch besonders der Zielsetzung. Auch wenn nicht immer neue Ziele oder Maßnahmen dabei erarbeitet werden, kann an dieser Stelle eine Überprüfung der bisherigen Zielsetzung neue Erkenntnisse bringen. Die Ergebnisse fließen dann in den wiederkehrenden Strategieprozess ein und entwickeln das gesamte Unternehmen auf diese Weise weiter.

Dieses planvolle Vorgehen ist besonders im Bereich des Chancen- und Risikomanagements als eine zusätzliche Grundlage zur Ausrichtung des Unternehmens zu verstehen. Es werden frühzeitig und regelmäßig Analysen zu den Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken durchgeführt und entsprechende Ableitungen, Maßnahmen oder Reaktionen entwickelt.

7. Personalwirtschaft, Buchhaltung, IT

Auch die AWO Pflegedienste GmbH leidet unter dem allgemeinen Fachkräftemangel. Teilweise müssen Dienste in den stationären Einrichtungen bereits über Fremddienstleister besetzt werden, in der ambulanten Pflege können aufgrund fehlenden Personals keine zusätzlichen Aufträge angenommen werden.

Ein Schwerpunkt der Arbeit der nächsten Jahre wird daher die Steigerung der Attraktivität der Einrichtungen und der Gesellschaft als Arbeitgeberin sein. Ein wichtiger Schritt war hier die Umsetzung der Tarifpflicht in der Pflege mit der vollständigen Anwendung des TVPfliB. Dies hat nach den Erhöhungen 2021 nochmals, insbesondere bei den Pflegehilfskräften, zu deutlichen Gehaltssteigerungen geführt.

In diesem Zusammenhang stellte die Überführung der Ausbildung zur staatlich anerkannten Altenpflegerin/zum staatlich anerkannten Altenpfleger in die neue generalistische Pflegeausbildung ab 2020 eine besondere Herausforderung dar. Es ist gelungen, an der Ursula-Kaltenstein-Akademie 2022 einen zweiten Kurs zur generalistischen Pflege einzurichten.

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 419 Mitarbeiter. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten liegt bei 64,2 %.

Bereits seit 2021 ist die Digitalisierung des Rechnungseingangsbuches umgesetzt worden. Dies ermöglicht eine vereinfachte Buchung in der Finanzbuchhaltung und ein schnelles Auffinden von Belegen für z. B. Verwendungsnachweise.

Ein weiterer Bereich der Weiterentwicklung der Einrichtungen ist die Ausweitung der Fachanwendungen der Software Vivendi. Diese umfasst die Dokumentation, Leistungsabrechnung und Personaleinsatzplanung.

Seit 2022 hat der neue Leiter der Personalabteilung seine Arbeit aufgenommen. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Weiterentwicklung des Recruiting und der Digitalisierung der Arbeit der Personalabteilung.

8. Controlling

Das Zusammenspiel der Buchhaltungssoftware Diamant und Excel wird nicht nur zur Planung, Steuerung und Überwachung der Unternehmenserträge und -aufwendungen im Sinne der Haushaltskontrolle genutzt, sondern es werden auch Auswertungen für eine ordnungsgemäße Zuwendungsabrechnung sowie zur Einleitung von Entgeltvereinbarungen erstellt.

Auf wöchentlicher Ebene wird die Auslastung der großen stationären Einrichtungen überwacht.

Monatliche Auswertungen der einzelnen Kostenstellen ermöglichen es, Planabweichungen frühzeitig zu erkennen und ggf. notwendige Schritte einzuleiten.

Quartalsweise werden die Banken mittels eines Plan-Ist Vergleichs über die betriebswirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens informiert.

9. Klimaschutzmanagement, Energie-Management

Seit 1998 verpflichtet sich die AWO in ihrem Leitbild zu einem Handeln in sozialer, ökonomischer, ökologischer und internationaler Verantwortung. Vor diesem Hintergrund bekannte sich die AWO 2016 zur konsequenten Umsetzung des Pariser Klimaschutzziels von der Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C.

Bereits 2016 hat das Unternehmen ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt, das 2017 erneut zertifiziert wurde. Das strategische Ziel ist dort im Energiebericht mit 1,5 % Einsparung jährlich festgelegt. Eine erneute Re-Zertifizierung soll in die Zertifizierung des Qualitätsmanagementsystems nach AWO-Tandem-Modell (ausgehend vom Bundesverband der AWO Arbeiterwohlfahrt) integriert werden. 2022 wurde mithilfe eines Ingenieurbüros das Energieaudit durchgeführt.

Der Energieeinkauf wird im Verbundsystem mit der Bremer Heimstiftung umgesetzt, entsprechende Rahmenverträge sichern den kostengünstigen Bezug und berücksichtigen ökologische Aspekte. Aus diesem Grund war die AWO Pflegedienste 2023 noch nicht von Energiepreissteigerungen betroffen.

10. Qualitätsentwicklung

Die Unternehmens- und Qualitätspolitik der AWO Bremerhaven beinhaltet Grundsätze zur Orientierung für alle Mitarbeiter*innen. Unsere werteorientierte Arbeit erfolgt auf Grundlage des Leitbildes und des Grundsatzprogrammes des AWO Bundesverbandes.

Die AWO Bremerhaven hat als Ziel, kundenorientiert, qualitativ, markorientiert, wirtschaftlich, professionell, interkulturell und nachhaltig zu sein. Aus dieser Unternehmens- und Qualitätspolitik werden folgende Qualitätsziele abgeleitet, die gemessen und bewertet werden:

• Gewährleistung gesetzlicher / vertraglicher Anforderungen

• Sicherstellung der Fachlichkeit

• Leitbild- und Werteorientierung in allen unseren Einrichtungen

• Transparenz in unserer Arbeit

• Verbindlichkeit gegenüber unseren Kooperationspartnern

Ziel ist es, bei der AWO Bremerhaven in allen Bereichen ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) aufzubauen, dass dieser Unternehmens- und Qualitätspolitik Rechnung trägt und nach dem AWO-Tandem-Modell zu zertifizieren. Das AWO-Tandem-Modell führt die AWO-Qualität und die ISO-Norm 9001 zusammen und ist als eigenes Normenwerk zertifizierbar.

Bei dem Auf- und Ausbau wird ein prozessorientierter Ansatz zur Verwirklichung der Ziele verfolgt. Dies bedeutet, dass die Anforderungen und Bedürfnisse der interessierten Parteien kontinuierlich ermittelt werden und die Ressourcen, die zur Erfüllung benötigt werden, bereitgestellt werden. Hierbei wird dem PDCA-Zyklus gefolgt. Die Dienstleistungserbringung wird geplant (Plan), durchgeführt (Do), überprüft (Check) und ggf. Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet (Act).

Den Nutzen eines prozessorientierten Qualitätsmanagementsystems sieht die AWO Bremerhaven in folgenden Aspekten:

• Förderung des Qualitätsgedankens auf Grundlage des AWO Leitbildes und der Qualitätspolitik auf allen Ebenen.

• Schaffung einer Technik, die gesetzten Ziele zu erreichen und dabei einen systematischen Verbesserungsprozess einzuleiten, zum Nutzen von Kunden/-innen, Mitarbeiter/-innen und Einrichtungen.

• Transparenz für alle (internen und externen) Funktionsstellen und Entscheidungsträger.

• Verbesserung der Kommunikation innerhalb der AWO Bremerhaven.

• Optimierung der festgelegten Verfahren und Beherrschung der Prozesse.

• Vermeidung von redundanten Arbeiten.

• Sicherung und systematische Verbesserung der jeweiligen Prozessabläufe.

• Erhalt des Erfahrungswissens bei Personalwechsel.

• Festlegung und Abgrenzung von Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten.

• Verringerung der Reaktionszeiten (und der Kosten) bei der Entwicklung neuer Leistungen, sowie bei Veränderungen im Markt.

• Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.

• Erleichterung von Nachweisen bei Haftungsfragen.

• Erhöhung der Mitarbeiter- und der Kundenzufriedenheit durch Qualitätsentwicklung.

Angestrebt wird eine Matrixzertifizierung. Matrixzertifizierung bedeutet, dass zum Zeitpunkt der Zertifizierung noch nicht alle Unternehmensbereiche ein fertiges Qualitätsmanagement haben müssen. Es wird aus der Anzahl der Einrichtungen eine Stichprobe gezogen, welche auditiert wird. Ein Vorteil in der Matrixzertifizierung liegt darin, dass sie kostengünstiger ist, als jeden Standort einzeln zu zertifizieren und das Unternehmen gewinnt Zeit, um andere Bereiche im weiteren Verlauf für die Zertifizierung vorzubereiten.

Die Vorteile einer Zertifizierung des QMS sind u. a. eine neutrale und unabhängige Bestätigung der Anwendung der standardisierten Vorgaben sowie die objektive Beurteilung der Wirksamkeit des QMS durch fachkundige Experten. Dabei kommt es zu einer kontinuierlichen Verbesserung des Systems durch begleitende Kontrolle der Korrekturmaßnahmen sowie einer externen Verpflichtung zur Fortschreibung des Systems durch die jährlich stattfindenden externen Audits und der Qualitätsentwicklung insgesamt.

Zertifizierungen minimieren automatisch auch Prüfanlässe für Ämter und Behörden. Steuerungsmöglichkeiten von hoheitlicher Stelle lassen sich daher sowohl in der leistungsrechtlichen wie auch in der ordnungsrechtlichen Beziehung zum Leistungserbringer durch solche Strategien erweitern. Nur wer Qualität systematisch und konsequent nachhaltig entwickelt und seine Ergebnisse offensiv kommuniziert, hat eine Chance auf die Mitgestaltung der Rahmenbedingungen.

Im Jahr 2023 galt es zudem, bestehende Zertifikate aufrecht zu erhalten. So konnten die Zertifikate nach ISO 9001 für die Arbeitsmarktprojekte und die Suchtberatungszentrale aufrechterhalten werden. Darüber hinaus konnte die Trägerzulassung nach AZAV (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung) für die Arbeitsmarktprojekte durch die Fachkundige Stelle "DQS GmbH" erneut bestätigt werden.

11. Markt- und Wettbewerbsumfeld

Entsprechend der demographischen Entwicklung bleibt die Nachfrage nach ambulanten, aber auch stationären Pflegeleistungen stabil.

Insbesondere im ambulanten Bereich führt bereits jetzt der Fachkräftemangel dazu, dass nicht mehr alle Anfragen erfüllt werden können. Im stationären Bereich führt der Fachkräftemangel mittlerweile dazu, dass Zimmer nicht belegt werden können.

12. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Das Jahresergebnis betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 482 (Vorjahr: -427 TEUR).

Die Betriebsleistung ist dabei um TEUR 2.017 auf TEUR 19.370 gestiegen. Die Gesamtleistung (inkl. sonstiger betrieblicher Erträge) ist um TEUR 870 auf TEUR 21.025 gestiegen. In dieser Leistung sind die Erstattungen für die Covid-Schnelltests von TEUR 71 (VJ: TEUR 319) enthalten.

Die betrieblichen Aufwendungen haben sich um insgesamt TEUR 39 auf TEUR 20.543 erhöht. Die Steigerung ist im Wesentlichen durch leicht gestiegene Personalkosten begründet.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme ist um TEUR 2.578 auf TEUR 6.521 gestiegen. Das langfristig gebundene Vermögen (Sachanlagen) hat sich hierbei um TEUR 157 auf TEUR 1.288 verringert. Ein großer Teil der Investitionen von TEUR 150 fand in der IT-Infrastruktur (Hard- und Software) statt. Das Umlaufvermögen hat sich um TEUR 2.694 auf TEUR 5.078 erhöht. Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich dabei um TEUR 2.420 auf TEUR 2.794 erhöht.

Das Eigenkapital hat sich um den Jahresüberschuss 2023 (TEUR 482) auf TEUR 2.763 erhöht. Die Eigenkapitalquote beträgt 42,4 %.

Finanzlage

Das langfristig gebundene Vermögen in Höhe von TEUR 1.288 ist vollständig durch Eigenkapital in Höhe von TEUR 2.763 gedeckt. TEUR 1.537 können noch zur Mitfinanzierung des Umlaufvermögens eingesetzt werden, womit die Liquidität der Gesellschaft sichergestellt ist.

13. Abweichungen zum Wirtschaftsplan 2023

Die Erlöse in der ambulanten und der teilstationären Pflege sind wie im Vorjahr weiter zurückgegangen. Auf der Aufwandsseite fallen die Kosten für medizinischen und pflegerischen Sachaufwand und die Kosten für Personaldienstleister deutlich unter den geplanten Werten.

14. Chancen und Risiken

II. Besondere Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Preissteigerungen im Bereich Lebensmittel und Energie treffen insbesondere die Pflegeheime. Hier versucht die Zentralküche durch ein verändertes Einkaufsverhalten, die Steigerungen etwas aufzufangen, dennoch werden die Preise für die Verpflegung 2024 eventuell nochmals angehoben werden müssen. Die Energie kauft die Gesellschaft über das Bremer Kontor ein, die die Preise langfristig verhandeln, so dass die Preiserhöhungen hier etwas verzögert zum Tragen kommen.

Die kontinuierliche Verhandlung der Entgelte in der stationären Pflege spielt für die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft weiter eine große Rolle.

Sonstige Vorfälle von besonderer Bedeutung nach Schluss des Wirtschaftsjahres 2023 haben sich nicht ergeben.

III. Prognoseeinschätzung

Weiterhin ein wichtiges Arbeitsfeld wird die Personalentwicklung sein, um weiter attraktive Angebote auf dem Pflegemarkt machen zu können und Fachpersonal zu halten, zu gewinnen oder zurückzugewinnen.

Am 14. November 2023 beschloss der Aufsichtsrat die Einführung der Vergütung in Anlehnung an den TVöD als ersten Schritt zur grundsätzlichen Einführung des TVöD unter Einhaltung folgender Vorgaben:

• Im ersten Schritt werden nur die Entgelttabellen zur Anwendung gebracht.

• Die Umsetzung der Vergütungstabellen in den Einrichtungen erfolgt schrittweise nach einer erfolgreichen Refinanzierung mit den jeweiligen Kostenträgern.

• Erst nach der Umsetzung der Entgelttabelle und einer auskömmlichen Refinanzierung der Gehälter durch die Kostenträger legt die Geschäftsleitung ein Konzept zum weiteren Vorgehen vor.

Gespräche mit dem Betriebsrat und die Einigung auf eine Betriebsvereinbarung zur Anwendung des TVöD sind im 1. Quartal 2024 erfolgt. Eine evolutionäre Einführung mit den Kostenträgern hat begonnen.

Für das Geschäftsjahr 2024 wurde bei gleichbleibenden Umsätzen und gestiegenen Personalkosten aufgrund der beginnenden Umstellung auf TVöD und der geringen Auslastung ein geringeres positives operatives Ergebnis in Höhe von ca. TEUR 76 vorläufig budgetiert.

 

Bremerhaven, 27. Mai 2024

Eckart Kroon, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die AWO Pflegedienste GmbH, Bremerhaven

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss des AWO Pflegedienste GmbH, Bremerhaven, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht des AWO Pflegedienste GmbH, Bremerhaven, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den Rechtsvorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den

zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Delmenhorst, den 19. Juni 2024

AWP Abel, Wilke & Co. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft

Dipl .- Bw, Lothar Jeschke, Wirtschaftsprüfer

Matthias Blümel, Wirtschaftsprüfer

Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.2023 -31.12.2023 01.01.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Rohergebnis 18.577.670,25 16.894.890,34
2. Personalaufwand 14.847.119,06 -14.278.481,14
a) Löhne und Gehälter -10.943.900,51 -10.293.765,15
b) Sozialabgaben, Altersversorgung und sonstige Aufwendungen -2.296.612,09 -2.172.669,76
c) Sonstiger Personalaufwand -1.606.606,46 -1.812.046,23
3. Steuern, Abgaben, Versicherungen -167.453,68 -160.662,09
4. Mieten, Pacht, Leasing -2.390.538,97 -2.178.365,73
5. Zwischenergebnis 1.172.558,54 277.381,38
6. Abschreibungen -326.800,99 -364.870,24
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -302.984,48 -339.939,84
b) auf Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände -23.816,51 -24.930,40
7. Aufwendungen für Instandhaltung und Instandsetzung -203.940,79 -264.425,38
8. Sonstige ordentliche Aufwendungen -157.369,54 -71.102,87
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.349,06 -3.719,30
10. Ergebnis nach Steuern 482.098,44 -426.736,41
Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) 482.098,44 426.736,41

Anlagennachweis AWO Pflegedienste GmbH 2023

Entwicklung der Anschaffungswerte zu Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 375.464,21 2.608,48 0,00 378.072,69
II. Sachanlagen
1.1 Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschl. der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 278075,75 0,00 4.983,98 273.091,77
1.2 darunter: Betriebsbauten und Außenanlagen 278.075,75 0,00 4.983,98 273.091,77
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten einschl. der Wohnbauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00
4.1 Technische Anlagen 13.834,00 0,00 0,00 13.834,00
4.2 darunter: in Betriebsbauten und in Außenanlagen 13.834,00 0,00 0,00 13.834,00
5.1 Einrichtugen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 2.254.320,66 158.762,00 33.389,04 2.379.693,62
5.2 darunter: in Betriebsbauten, in Außenanlagen, GWG's und Festwerte in Betriebsbauten 2.254.320,66 158.762,00 33.389,04 2.379.693,62
6. Fahrzeuge 528.159,43 0,00 6.438,90 521.720,53
7.1 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11.424,00 -11.424,00 0,00 0,00
7.2 darunter: für Betriebsbauten 11.424,00 -11.424,00 0,00 0,00
Summe 1,1.2,4.2,5.2,6 3.085.813,84 147.338,00 44.811,92 3.188.339,92
Anlagevermögen Gesamt 3.461.278,05 149.946,48 44.811,92 3.566.412,61
Entwicklung der Abschreibungen
01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Entnahme für Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 290.706,21 24.933,48 0,00 315.639,69
II. Sachanlagen
1.1 Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschl. der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 117.021,75 14.090,00 692,98 130.418,77
1.2 darunter: Betriebsbauten und Außenanlagen 117.021,75 14.090,00 692,98 130.418,77
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten einschl. der Wohnbauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00
4.1 Technische Anlagen 4.728,00 1.158,00 0,00 5.886,00
4.2 darunter: in Betriebsbauten und in Außenanlagen 4.728,00 1.158,00 0,00 5.886,00
5.1 Einrichtugen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 1.151.111,66 234.213,00 33.389,04 1.351.935,62
5.2 darunter: in Betriebsbauten, in Außenanlagen, GWG's und Festwerte in Betriebsbauten 1.151.111,66 234.213,00 33.389,04 1.351.935,62
6. Fahrzeuge 452.163,43 28.590,00 6.438,90 474.314,53
7.1 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.2 darunter: für Betriebsbauten 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 1,1.2,4.2,5.2,6 1.725.024,84 278.051,00 40.520,92 1.962.554,92
Anlagevermögen Gesamt 2.141.460,76 302.984,48 40.520,92 2.015.731,05
Restbuchwerte:
31.12.2023 31.12.VJ.
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 62.433,00 84.758,00
II. Sachanlagen
1.1 Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Betriebsbauten einschl. der Betriebsbauten auf fremden Grundstücken 142.673,00 161.054,00
1.2 darunter: Betriebsbauten und Außenanlagen 142.673,00 161.054,00
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten einschl. der Wohnbauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00
4.1 Technische Anlagen 7.948,00 9.106,00
4.2 darunter: in Betriebsbauten und in Außenanlagen 7.948,00 9.106,00
5.1 Einrichtugen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 1.027.758,00 1.103.209,00
5.2 darunter: in Betriebsbauten, in Außenanlagen, GWG's und Festwerte in Betriebsbauten 1.027.758,00 1.103.209,00
6. Fahrzeuge 47.406,00 75.996,00
7.1 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 11.424,00
7.2 darunter: für Betriebsbauten 0,00 11.424,00
Summe 1,1.2,4.2,5.2,6 1.225.785,00 1.360.789,00
Anlagevermögen Gesamt 1.288.218,00 1.445.547,00

Anlagennachweis der Förderungen

a) Nachweis der Förderungen nach Landesrecht

Entwicklung der Anschaffungswerte
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
5.1 Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 968,40 0,00 0,00 0,00 968,40
5.2 darunter: in Betriebsbauten, in Außenanlagen, GWG's 968,40 0,00 0,00 0,00 968,40
Summe 968,40 0,00 0,00 0,00 968,40
Entwicklung der Abschreibungen
01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Entnahme für Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
5.1 Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 968,40 0,00 0,00 968,40
5.2 darunter: in Betriebsbauten, in Außenanlagen, GWG's 968,40 0,00 0,00 968,40
Summe 968,40 0,00 0,00 968,40
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
5.1 Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 0,00 0,00
5.2 darunter: in Betriebsbauten, in Außenanlagen, GWG's 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00

b) Nachweis der Förderungen nach sonstigem Recht

Entwicklung der Anschaffungswerte
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
5.1 Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 31.741,26 0,00 0,00 477,27 31.263,99
5.2 darunter: in Betriebsbauten, in Außenanlagen, GWG's 31.741,26 0,00 0,00 477,27 31.263,99
Summe 31.741,26 0,00 0,00 477,27 31.263,99
Entwicklung der Abschreibungen
01.01.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Entnahme für Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
Sachanlagen
5.1 Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 31.741,26 0,00 477,27 31.263,99
5.2 darunter: in Betriebsbauten, in Außenanlagen, GWG's 31.741,26 0,00 477,27 31.263,99
Summe 31.741,26 0,00 477,27 31.263,99
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Sachanlagen
5.1 Einrichtungen und Ausstattungen ohne Fahrzeuge 0,00 0,00
5.2 darunter: in Betriebsbauten, in Außenanlagen, GWG's 0,00 0,00
Summe 0,00 0,00

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Insolvenzbekanntmachungen

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Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

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29 nahegelegene Organisationen

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