HP Immo R66 GmbH
Selbe AdresseVerwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Pichler seit 10.3.2021 | Prokura |
Hubert Pichler seit 20.1.2003 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
I.C.S. Logistik & Transport GmbHFreilassingJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. C.S. Logistik & Transport GmbHI. Grundlagen des Unternehmens1. Geschäftsmodell Die I.C.S. Logistik und Transport GmbH betätigt sich als internationale Spedition und Anbieter von logistischen Dienstleistungen in den Bereichen Beratung zu Logistik- und Transportfragen und Abwicklung von Termin- , Kühl-, Planen- , Abschlepp-, und Fahrzeugtransporten sowie Lagerhaltung und Kommissionierung. Im Mittelpunkt der Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2022/23 standen die Abwicklung von Transporten jeglicher Art sowie die Lagerhaltung. Organisatorische Struktur Die Geschäftsbereiche der I.C.S. Logistik und Transport GmbH gliedern sich in die Organisationseinheiten Abwicklung von Transporten mit den Untereinheiten Deutschlandverkehr und internationaler Verkehr sowie Lagerhaltung. Rechtliche Struktur Hauptsitz der I.C.S. Logistik und Transport GmbH ist Freilassing. Zweigneiderlassungen, Betriebsstätten und Tochterunternehmen bestehen keine. 2. Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung ist das Unternehmen nicht tätig. II. Wirtschaftsbericht1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Überblick Markt, Branche, Konjunktur Die deutsche Wirtschaftsleistung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), lag nach Angaben des statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2022 preisbereinigt um 1,9 % höher als im Jahr 2021. Nach Angaben (Eurostat) stieg im dritten und vierten Kalenderquartal 2022 - verglichen mit den jeweiligen Vorjahresquartalen - das saisonbereinigte BIP um 1,4 % bzw. 0,9 %. In der Europäischen Union erreichte das BIP im gleichen Zeitraum ein Wachstum von 2,6 % und 1,7 % (Quelle: Eurostat). Angetrieben wurde dieses Wachstum von Nachholeffekten infolge der Corona-Pandemie. Während die Wachstumsraten in den ersten beiden Kalenderquartalen 2022 aber deutlich höher lagen, wurde dieser Effekt durch die Folgen des Ukraine-Kriegs verlangsamt. Ab dem dritten Quartal 2022 belasteten die stark ansteigenden Energiepreise, die hohe Inflationsraten und in der Folge das ansteigende Zinsniveau die europäische Wirtschaft. Die deutsche und die europäische Wirtschaft waren auch im Kalenderjahr 2023 von geopolitischen Ereignissen geprägt. Die Inflation lief im Jahresverlauf nur langsam zurück, das erhöhte Zinsniveau dämpfte das Wachstum. Hinzu kam der externe Schock des auflodernden Nahost-Konflikts im Oktober 2023. Über das gesamte Kalenderjahr 2023 schrumpfte das deutsche BIP preisbereinigt um 0,3 % (Quelle: Destatis). In den ersten beiden Kalenderquartalen lag das deutsche BIP, verglichen mit den Vorjahresquartalen, um 0,1 % niedriger bzw. 0,1 % höher. In der EU war ein Wachstum von 1,1 % und 0,5 % zu verzeichnen. Die Inflation lag in Deutschland im Juni 2022 bei 8,2 %, im Juni 2023 immer noch bei 6,8 %. In der EU waren 9,6 % im Juni 2022 und 6,4 % im Juni 2023 zu verzeichnen (Quelle: Eurostat; Basis: Harmonisierter Verbraucherpreisindex). Der Leitzins (Hauptrefinanzierungssatz) der Europäischen Zentralbank stieg im gleichen Zeitraum von 0,0 % auf 4,0 % an (Quelle: Europäische Zentralbank). Die gesamte Logistik-Branche in Deutschland konnte insbesondere infolge von Corona-Nachholeffekten ihre Umsätze im Kalenderjahr 2022 um 8,5 %, in 2023 um 2,5 % steigern (Quelle: Bundesvereinigung Logistik). Jedoch setzen die stark steigenden Treibstoffkosten die gesamte Branche seit Frühjahr 2022 unter Kosten- und Margendruck. Die Kostensteigerungen konnten nur teilweise durch Preissteigerungen an die Kunden weitergereicht werden. Der ifo-BVL-Logistikindikator, welcher die Geschäftslage, -erwartungen und -klima in der Branche widerspiegelt, verschlechterte sich zwar zu Beginn des Geschäftsjahres (Q3/2022) im Vergleich zum Vorquartal deutlich (von 90,9 auf 87,6 Punkte), überstieg in Q1/2023 mit 92,1 Punkten das Ausgangsniveau sogar und schloss mit zum Ende des Geschäftsjahres (Q2/2023) mit 89,1 Punkten ab (Quelle: ifo Institut). Diese Werte liegen aber deutlich unter dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre. Rechtliche Einflussfaktoren und politische Rahmenbedingungen Die Logistik-Branche unterliegt einer Vielzahl von Gesetzen und rechtlichen Anforderungen. Die wichtigsten Änderungen im Geschäftsjahr 2022/2023 waren: • Erhöhung des Mindestlohns von EUR 9,82 auf EUR 10,45 je Stunde ab 01.07.2022 und auf EUR 12,00 ab 01.10.2022 • Pflicht zur staatlichen Anerkennung von Ausbildungsbetrieben bis 02.12.2022 • Pflicht zum Einbau von smarten Tachographen für neu zugelassene Lkws ab 21.08.2023 (Quelle: Deutsche Verkehrs-Zeitung) Das ab 01.01.2023 geltende Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz trifft das Unternehmen aufgrund der Anzahl der Beschäftigten nicht. Das weiterhin gültige sektorale Fahrverbot in Tirol belastet die Branche. Es hat erhebliche Auswirkungen auf die schnelle und pünktliche Durchführung von Transporten nach und von Italien und führt dadurch weiterhin zu erheblichen Verwerfungen bei Planung und Durchführung von Transporten in und aus den südlich und östlich von Deutschland gelegenen Staaten. Seit dem Frühjahr 2022 wirkt sich auch die an den bayerisch-österreichischen Grenzen eingeführte Blockabfertigung für Lkws bei erhöhtem LKW-Aufkommen deutlich negativ auf die Planung, Durchführung und dadurch Kosten der Transportleistung aus. Ebenso belastet wurde die Branche im abgelaufenen Jahr durch die Erhöhung der Mautgebühren in Deutschland ab dem 01.10.2021 und in Österreich ab 2022 und nochmalige Erhöhung in beiden Ländern in 2023. 2. Geschäftsverlauf und Lage Der Geschäftsverlauf des Geschäftsjahres 2022/2023 war stark von den oben dargestellten gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Entwicklungen beeinflusst. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf als zufriedenstellend ein. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage war im Geschäftsjahr gut, wie nachfolgend dargestellt wird: a) Ertragslage Das Rohergebnis konnte im Geschäftsjahr um 19,5 % gesteigert werden. Dieser Anstieg konnte einerseits durch den weiterhin verringerten Einsatz von Subunternehmern und andererseits durch erhöhte Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen (insbes. LKWs) erreicht werden. Der Personalaufwand stieg infolge der Erhöhung der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 55 auf 64 und einem Anstieg des allgemeinen Lohnniveaus inkl. Erhöhung des Mindestlohns um 39,1 % an. Infolge einer weiter ansteigenden Investitionstätigkeit vor allem im Bereich des Fahrzeugbestands sind die Abschreibungen um 61,7 % gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren insbesondere von deutlich steigenden Energie- und Kraftstoffpreisen infolge des Ukraine-Kriegs geprägt. Zudem wurden die Mautgebühren in Deutschland und Österreich erhöht und die Kfz-Instandhaltung ist infolge des Ausbaus des Fahrzeugbestands höher. Insgesamt ergibt sich somit ein Anstieg von 23,0 %. Von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft ist eine aktuell durchgeführte steuerliche Sonderprüfung im Ausland. Zwar ist die Geschäftsführung weiterhin davon überzeugt, alle steuerlichen Anforderungen und Vorschriften auch im Ausland eingehalten zu haben. Aufgrund des aktuellen Prüfungsstands ist eine deutliche steuerliche Mehrbelastung dennoch nicht unwahrscheinlich, weshalb eine entsprechende Rückstellung erfasst wurde. Dies hat insbesondere Auswirkung auf die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen (+ 4.151,4 %). In der Folge sind die Steuern vom Einkommen und Ertrag geringer (- 48,9 %). Das Jahresergebnis liegt mit TEUR 390 deutlich unter dem Vorjahresniveau (TEUR 916). Bereinigt um den o.g. Sondereffekt ergibt sich ein Überschuss in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. All diese Effekte führten insgesamt zu einer Minderung des Jahresergebnisses um T€ 527.
b) Finanzlage Die Finanzlage wird als gut eingeschätzt. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Jahresüberschuss zuzüglich Abschreibungen) beträgt im Berichtsjahr T€ 2.199. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können die notwendigen Investitionen finanziert werden. c) Vermögenslage
Das Gesamtvermögen hat sich im Geschäftsjahr um 49,5 % auf TEUR 16.880 erhöht. Geprägt ist das Vermögen von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 8.602) und Forderungen gegen Gesellschafter (TEUR 3.504). Die Anlagenintensität hat sich infolge der hohen Investitionsbereitschaft im Bereich des Fahrzeugbestands von 35,2 % im Vorjahr auf 51,0 % im Geschäftsjahr erhöht. Zugängen in Höhe von TEUR 12.283 stehen Abgänge mit TEUR 6.794 entgegen (jeweils Anschaffungskosten). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen in Höhe von TEUR 2.019 und somit knapp unter Vorjahresniveau. Forderungsverluste und Wertberichtungen mussten wie im Vorjahr nur in geringem Umfang vorgenommen werden. Die Forderungen gegen Gesellschafter erhöhten sich infolge mehrerer Auszahlungen von TEUR 84 auf TEUR 3.504. Der Bestand der liquiden Mittel konnte um TEUR 494 erhöht werden. Die Eigenkapitalquote, wenn auch infolge der verschlechterten Ertragslage und der erhöhten Außenfinanzierung von 68,9 % auf 48,4 % rückläufig, ist weiterhin solide. Die Steuerrückstellungen mussten insbesondere infolge der in der Ertragslage dargestellten steuerlichen Risiken im Ausland von TEUR 127 auf TEUR 455 erhöht werden. Die sonstigen Rückstellungen stiegen von TEUR 516 auf TEUR 607 an. Haupttreiber waren zu erwartende Kosten im Zusammenhang mit Instandhaltungen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.818 auf TEUR 4.138 erklärt sich vor allem mit Fahrzeugkäufen kurze Zeit vor dem Stichtag, die erst nach dem Stichtag bezahlt wurden. Die erhöhten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 3.035, Vorjahr: TEUR 977) resultieren aus mehreren unterjährigen Zahlungen von Schwestergesellschaften für die Gesellschaft. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf: Umsatzentwicklung, Betriebsergebnis und Branchenentwicklung. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzentwicklung, Deckungsbeitrag I, Umsatzrendite und den Cashflow heran. 4. Gesamtaussage Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als gut ein. Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist konstant. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei allen Lieferverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und kurzfristige Vermögenswerte gedeckt. III. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. IV. PrognoseberichtDie I.C.S. Logistik und Transport GmbH ist ein leistungsstarker Anbieter, der sich trotz der durch die Corona-Pandemie und Ukraine-Krise verursachten Probleme und Verwerfungen im Marktumfeld gut behaupten konnte. Die gesamtwirtschaftlichen Aussichten sind kurzfristig durchwachsen. In der zweiten Kalenderjahreshälfte sank das deutsche BIP um 0,3 % (Q3) bzw. 0,2 % (Q4), während in der EU nach 0,0 % Veränderung in Q3 ein Anstieg um 0,3 % in Q4 vorlag (Quelle: Eurostat). Für das Kalenderjahr 2024 geht die Bundesregierung von einem Wachstum von 0,2 % in Deutschland aus, die EU-Kommission von 0,9 % in der EU. Aufgrund des deutlichen Rückgangs der Inflation ab Herbst 2023 und einer Annäherung an das 2 %-Ziel der EZB wird ein erstes Absenken des EZB-Leitzinses im Sommer 2024 erwartet. Auch das Transport- und Logistikgewerbe in Deutschland sieht der kommenden Entwicklung skeptisch entgegen. Mit Werten zwischen 81,8 und 83,9 Punkten liegt der ifo-BVL-Logistikindikator im Zeitraum Q3/2023 bis Q1/2024 deutlich unterhalb des langjährigen Durchschnittswerts. Die I.C.S. Logistik und Transport GmbH ist ein leistungsstarker Anbieter, der sich trotz der gesellschaftlichen, geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Krisen in den letzten Jahren gut behaupten konnte. Wir gehen aufgrund der Erfahrungen der letzten Geschäftsjahre, unser Kunden- und Mitarbeiterstruktur davon aus, dass wir in den nächsten Geschäftsjahren - selbst bei weiteren, nicht absehbaren Krisen - wirtschaftlich erfolgreich sein werden. Das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2023/2024 wird im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022/2023 deutlich höher erwartet. Der Cashflow 2023/2024 ist deutlich niedriger zu erwarten. V. Chancen- und RisikoberichtJede unternehmerische Tätigkeit ist mit allgemeinen sowie mit speziellen aus der Art der Betätigung resultierenden Risiken verbunden, die entweder aus den Geschäftsaktivitäten entstehen oder als Umweltbedingungen auf ein Unternehmen einwirken.Das Unternehmen verfügt über ein der Unternehmensgröße angepasstes Risikomanagementsystem, welches auf eine Begrenzung und Beherrschung der durch die Geschäftsführung definierten internen und externen Unternehmensrisiken ausgerichtet ist. Durch Risikoidentifikation, Risikomessung und Implementierung eines Risikobewusstseins bei allen Mitarbeitern soll eine nachhaltige Ertragsentwicklung des Unternehmens gewährleistet werden. Konkrete Risiken für die künftige operative Entwicklung sehen wir aufgrund der weiterhin guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht. Das Risikomanagement setzt sich im Wesentlichen aus den folgenden Komponenten zusammen: Risikoidentifikation: Die Geschäftsführung und das der Geschäftsführung direkt unterstellte Logistikmanagement sowie die Controlling Abteilung verfolgen eine laufende Überwachung der externen branchenbezogenen Entwicklungen und Risiken sowie die internen operativen Risiken. Risikomessung: Das permanent weiterzuentwickelnde Umsatz- und Kostencontrolling dient dazu auftragsbezogene Risiken und Entwicklungen möglichst frühzeitig zu identifizieren, so dass durch die Geschäftsführung rechtzeitig gegengesteuert werden kann. Hierbei bedient sich die Geschäftsführung regelmäßig betriebswirtschaftlicher Auswertungen und Statistiken. Risikobewusstsein/Risikokommunikation: Die Geschäftsführung der I.C.S. Logistik und Transport GmbH zielt darauf ab, ein ausgeprägtes Risikobewusstsein im Sinne einer "Fehler-Vermeidungskultur" vor allem bei den mit der direkten Auftragsabwicklung betrauten Mitarbeitern zu entwickeln. Ferner wird eine entsprechende Risikokultur auf allen Hierarchieebenen durch interne Schulungen und Unterweisungen angestrebt. Außerdem fördert die Unternehmensleitung eine unmittelbare und unverzügliche Kommunikation möglicher Risiken an die dafür vorgesehenen Stellen und hier insbesondere an die Geschäftsführung. Zur Fortentwicklung der Risikokultur des Unternehmens implementiert die Geschäftsführung entsprechende Rahmenbedingungen, die ein effektives Wirken ermöglichen. Hierunter fallen z. B. Personalauswahl, Mitarbeiterförderung, Beurteilungssystematik und zugehörige Sanktionsmechanismen. Im Rahmen der unternehmerischen Betätigung der I.C.S. Logistik GmbH werden durch die Geschäftsführung v.a. folgende unternehmerische Risikokategorien und Risikofelder identifiziert: • gesamtwirtschaftliche Risiken Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und Europa ist weiterhin angespannt. Wesentliches Wirtschaftswachstum wird kurz- und mittelfristig nicht erwartet. Hinzu kommen geopolitische Spannungen wie der Ukraine- und der Nahostkonflikt, welche auf Lieferketten und Ölpreise erhebliche Auswirkungen haben können. Auch die Schwäche der chinesischen Wirtschaft, weltweite politische Instabilitäten und ein zunehmender wirtschaftlicher Protektionismus belasten die Weltwirtschaft. • Branchenrisiken Der Logistikstandort Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Die Branche plagen nicht nur fehlende Fahrer, sondern auch Konkurrenz- und Termindruck, geringere Margen und eine schnelllebige Just-in-time-Lieferung. Hinzu kommen immer schlankere Prozesse in den Lieferketten und veränderte Rahmenbedingungen durch neue Stadt- und Umweltauflagen. Ein besonderes Hemmnis in der gesamten Branche ist der Fachkräftemangel, insbesondere im Berufsfeld der Lkw-Fahrer. Die rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen bringen zusätzliche Herausforderungen. Neue Gesetze und Verordnungen erreichen die Branche in hoher Anzahl und mit teilweise sehr kurzer Reaktionszeit. Auch ein stetig steigender Bürokratieaufwand ist zu verzeichnen. Infrastrukturell sind fehlenden Rastplätze und die sich weiter verschlechternde Situation bei Straßen und Brücken als weitere Risikofaktoren zu nennen. Hinzu kommt das Risiko weiterer Beschränkungen wie Fahrverboten und Blockabfertigungen. • Bonitäts- und Finanzierungsrisiken Ausfallrisiken der Kunden werden grundsätzlich durch ein konsequentes Debitorenmanagement minimiert. Bei Neukunden werden in der Regel aktuelle Bonitätseinkünfte eingeholt. Durch die Ukraine Krise und die sich androhende Wirtschaftskrise treten bislang keine wesentliche Veränderungen im Zahlungsverhalten der Kunden auf. Es bleibt aber abzuwarten, ob durch die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht evtl. eine Verlagerung von Insolvenzen in die Zukunft stattfinden wird. Unser Unternehmen unterliegt derzeit geringen Finanzierungsrisiken, da sie auf keine kreditgewährenden Banken angewiesen ist. Dennoch nutzt die Gesellschaft Leasing als Instrument zur Finanzierung betrieblicher Kfz's. Das deutlich gestiegene Fremdfinanzierungsniveau wird sich künftig negativ auf die Leasingraten und damit die Ertragskraft auswirken. Es ist unsere Aufgabe, die steigenden Kosten am Markt durchzusetzen. Auf Grund unserer Ertragsstärke und unser sehr guten Eigenkapitalausstattung sehen wir uns jederzeit in der Lage auch künftigen Finanzierungsbedarf mit eigenen Mitteln zu decken. • Haftungsrisiken Unser Unternehmen hat für eventuell auftretende Haftungsrisiken entsprechende Transportversicherungen abgeschlossen. Hier ist für ausreichend Risikovorsorge gesorgt. Fremdwährungsrisiken sind nicht vorhanden, da ausschließlich in € fakturiert wird. Finanzinstrumente zur Absicherung von Transaktionen bzw. Sicherungsgeschäfte werden nicht eingesetzt. • IT-Risiken Das Unternehmen hat im Bereich der Logistik aktuelle Hard- und Software im Einsatz, um möglichen Risiken der Informationstechnologie zu begegnen und Arbeitsabläufe zu optimieren. Durch den Einsatz von IT-Systemen besteht zwangsläufig die Gefahr einer Abhängigkeit, die das Risiko eines Systemausfalls und von Systemfehlern in sich bergen. Die IT-Infrastruktur hat ein hohes Maß an Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit zu gewährleisten. Derartigen Risiken werden durch Notfallpläne, Datensicherungen, Zugriffschutzsysteme begegnet. • unternehmensspezifische Chancen Die I.C.S. Logistik GmbH ist bestrebt, auch künftig seinen Kunden optimale Dienstleistungen im Bereich Logistik und Transport anzubieten. Wir verkennen nicht, dass auch für kommende Geschäftsjahre neue Herausforderungen auf uns zukommen. Durch unsere Flexibilität und unser leistungsstarkes Angebot sehen wir uns diesen Herausforderungen gewachsen. Liquiditätsrisiken, das operative Geschäft unterjährig finanzieren zu können, bestehen keine. Finanzierungsrisiken sind nicht erkennbar, da das Unternehmen, wie bereits geschildert, sämtliche Investitionen aus eigenen Mitteln finanzieren kann. Weitere Chancen werden in der Digitalisierung gesehen. Durch den konsequenten Einsatz von Digitalisierung und mittelfristig auch von künstlicher Intelligenz können interne Prozesse verbessert sowie Kosten gesenkt werden. Darüber hinaus wird im Risikofaktor "Fachkräftemangel" auch eine Chance gesehen. Durch gute Kontakt nach (Süd-)Osteuropa könnte es - in Relation zu Wettbewerbern - gelingen, einen Vorteil bei der Anwerbung von Mitarbeitern zu erlangen.
Freilassing den 24.09.2024 Hubert Pichler, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes und der Satzung der Gesellschaft zu beachten Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
2. Gliederungsgrundsätze Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach dem Schema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB und entspricht grundsätzlich der Gliederung des Vorjahres. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungskosten bis 800 EUR) wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt. Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet: - Ausleihungen zum Nennwert Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Forderungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Bei zweifelhaften Forderungen wurden Einzelwertberichtungen entsprechend der Ausfallwahrscheinlichkeit angesetzt. Einem latenten Ausfallrisiko wurde durch Ansatz einer pauschalen Wertberichtigung Rechnung getragen. Die Sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennbetrag bewertet Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwand nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt und entspricht dem Handelsregistereintrag. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffende noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Diese sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden entsprechend § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgen bei den Forderungen mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs am Abschlussstichtag. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. 4. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagespiegel zu entnehmen.
Finanzanlagen Die sonstigen Ausleihungen betreffen solche gegen den GmbH-Gesellschafter i. H. v. 321.000,00 € (Vorjahr 321.000,00 €). Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr (Vorjahreszahlen in Klammern)
Mitzugehörigkeitsvermerk In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 35 T€ enthalten. Sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche in Höhe von 0,00 € (Vorjahr: 2.475,59 €) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Verbindlichkeiten Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten (Vorjahreszahlen in Klammern).
Mitzugehörigkeitsvermerk In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 128 T€ enthalten. Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von 3.423 T€ sind durch Eigentumsvorbehalte auf Fahrzeuge des Anlagevermögens abgesichert. Latente Steuern Aus den in § 274 HGB genannten Sachverhalten resultieren latente Steuerbe- und Steuerentlastungseffekte. Die Gesellschaft hat diese Effekte auf der Basis eines Körperschaftsteuersatzes (inklusive Solidaritätszuschlag) von 15,83 % und eines Gewerbesteuersatzes von 12,3 % unter Zugrundelegung des Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 18 ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden verrechnet. Nennenswerte Unterschiedsbeträge entfallen auf folgende Bilanzpositionen: Passive latente Steuern: Sachanlagevermögen, unterschiedliche steuerrechtliche Abschreibungsmethoden bei der Bewertung von Betriebs- und Geschäftsausstattung Aktive latente Steuern: andere Rückstellungen, unterschiedliche Parameter und steuerrechtlich nicht berücksichtigte Rückstellungen Saldiert ergibt sich ein Überhang passiver latenter Steuern, für den Passivierungspflicht gilt. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen 2.819 T€ sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Diese Verträge lösen in im nachfolgenden Geschäftsjahr Zahlungen i.H.v. voraussichtlich 1.887 T€ aus. Das Obligo aus am Stichtag offenen Bestellungen beträgt 1.049 T€ . 5. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen
6. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: - Herr Hubert Pichler, wohnhaft in Salzburg/AT, Kaufmann und Kfz-Meister Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer Der Geschäftsführer ist zugleich Gesellschafter der Gesellschaft. Die in der Bilanz ausgewiesenen Ausleihungen und Forderungen gegen Gesellschafter sind auch solche gegen den Geschäftsführer. Zu den zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:
Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis in vollem Umfang auf neue Rechnung vorzutragen. Unterzeichnung
Freilassing, 24.09.2024 gez. Hubert Pichler, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25.09.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkZu dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss, wurde die größenabhängigen Erleichterungen nach § 276, 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem ausführlichen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den unten aufgeführten Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die I.C.S. Logistik & Transport GmbH, Freilassing Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der I.C.S. Logistik & Transport GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30.06.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der I.C.S. Logistik & Transport GmbH, Freilassing, für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.06.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter Anwendung der IDW Prüfungsstandards für weniger komplexe Einheiten durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können; • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben; • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben; • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann; • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt; • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens; • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Trostberg, 25.09.2024 M&P
Revision und Treuhand GmbH
Gez. Daniel Zeus |
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