Stammdaten

Register
Amtsgericht Chemnitz HRB 28177
Eingetragen
20.6.2013
Branche
Herstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und AntriebselementenHerstellung von Nutzkraftwagen und NutzkraftwagenmotorenHerstellung von Personenkraftwagen und Personenkraftwagenmotoren
Gegenstand
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Komponenten für Verbrennungsmotoren, insbesondere Nockenwellen; Entwicklung, Produktion und Vertrieb verwandter Produkte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Catrina Ellena Cook
seit 11.6.2025
Prokura
Olivier Rabeyrin
seit 16.12.2024
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Sascha Laurisch
seit 25.6.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Linamar Hungary Autóipari és Gépgyártó Zártkörűen Működő RészvénytársaságHUN
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
Linamar GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Linamar Valvetrain GmbH

Crimmitschau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2022

I. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft ist als Linamar Valvetrain GmbH, Crimmitschau, (nachstehend "Gesellschaft" oder "LVT" genannt) unter der Nummer HR B 28177 im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz eingetragen.

LVT ist ein Tochterunternehmen des global agierenden Linamar-Konzerns mit internationalen Aktivitäten auf dem Gebiet der Antriebstechnik für die Automobilindustrie, Industrie und Schifffahrt.

Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Antriebskomponenten, insbesondere für die Kraftfahrzeugindustrie. Schwerpunkte der wirtschaftlichen Tätigkeit sind die Herstellung von innenhochdruckumgeformten Nockenwellen, sowie damit verbundenen Dienstleistungen.

LVT hat ferner einen Ergebnisabführungsvertrag mit der Linamar GmbH, Crimmitschau, (alleinige Gesellschafterin) geschlossen. Über den Ergebnisabführungsvertrag mit LVT besteht seit 1. Januar 2014 eine körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft mit der Linamar GmbH als Organträgerin.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes liegt das preisbereinigte Wirtschaftswachstum für 2022 bei 1,9% und lag damit um 0,8% unter dem des Jahres 2021. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Krieges in der Ukraine daraus resultierenden extremen Energiepreiserhöhungen.

Material- und Lieferengpässe setzten sich auch im Geschäftsjahr 2022 fort und wurden produktabhängig durch die Ukrainekrise verschärft. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 gut behaupten.

Entgegen den Prognosen des Jahres 2022, die von einer Rezession in Deutschland für 2023 ausgingen, wird nach dem letzten Jahreswirtschaftsbericht das Wachstum der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2023 bei ca. 0,2% liegen. Für 2024 geht der Sachverständigenrat von einem ähnlichen Wachstum wie in 2022 (1,3%) aus.

Der Ukraine Krieg, die massiv gestiegenen Energiekosten, die anhaltend hohe Inflation sowie die mit der Verunsicherung einhergehenden rückläufigen Nachfrage haben besonders im ersten Halbjahr 2022 zu rückläufiger Neuzulassung in Deutschland geführt. Erst im zweiten Halbjahr konnte der Trend umgekehrt werden - am Ende wurden nur 1% mehr Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahr. Damit bleiben die Neuzulassungen in Deutschland weiterhin weit (-26%) hinter den Vorkrisenzahlen des Jahres 2019 zurück.

Im Gesamtjahr 2022 wurden in der EU lediglich 9.255.930 neue Autos zugelassen und damit 4,6 % weniger als im Vorjahr. Das ist damit der niedrigste Wert seit über 20 Jahren. Ausschlaggebend für die Entwicklung in 2022 sind, wie in Deutschland auch, die Folgen des Ukraine - Krieges sowie die weiterhin existierenden Probleme in der Materialversorgung, vor allem bei der Verfügbarkeit von Mikrochips. Die Situation zwischen einzelnen Mitgliedsstaaten stellt sich sehr unterschiedlich dar. Während, wie bereits erwähnt, in Deutschland ein kleines Plus zu verzeichnen ist, muss Italien einen Rückgang von fast 10% feststellen, in Frankreich sind es knapp 8% Prozent und in Spanien ca. 5% weniger.

Der Volkswagen Konzern bleibt mit ca. 2,3 Mio. Fahrzeugen weiterhin der Marktführer in der EU. Es folgen Stellantis mit ca. 1,8 Millionen Fahrzeugen sowie der Renault-Konzern mit knapp einer Million Fahrzeugen.

Der Anteil batteriebetriebener Fahrzeuge in der EU ist in 2022 weiter gestiegen. Der Anteil an den Neuzulassungen erhöhte sich um 3% auf 12,1%. Hybride Autos erreichten einen Anteil von 22,6 Prozent.

Quellen: Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA); Statistisches Bundesamt, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Automobilhersteller-Verband ACEA

III. Geschäftsverlauf

Die LVT konnte sich insgesamt nicht von den schwankenden Entwicklungen in der Branche abkoppeln und verzeichnete steigende Umsätze, welche jedoch das Vorpandemieniveau aufgrund der unzureichenden Verfügbarkeit von Halbleitern nicht erreichten.

Die Gesellschaft hat gegenüber dem Vorjahr insgesamt eine Steigerung des Umsatzes in Höhe von 18,8% zu verzeichnen, welche insbesondere auf die Erholung der Wirtschaft im ersten Halbjahr 2022 zurückzuführen ist. Der erneute Rückgang der Kundenabrufe in der zweiten Jahreshälfte wurde weitestgehend durch die verminderte Produktion bei den Automobilherstellern und fehlender Bauteile begründet.

Das Systemaudit IATF 16949 im Jahr 2022 sowie das Energie- und Umweltaudit nach ISO 50001:2018 bzw. 14001:2015 wurden erfolgreich absolviert.

Lage

Ertragslage

Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Umsatzerlöse von T€ 20.816 auf T€ 24.721 u.a. aufgrund der gestiegenen Nachfrage in bereits bestehenden Projekten im Bereich Herstellung und Vertrieb von Nockenwellen und deren Komponenten. Die Umsatzerlöse betreffen in erster Linie Nockenwellen (T€ 24.523; Vorjahr: T€ 20.707).

Der Anteil der Herstellungskosten am Umsatz beträgt im Geschäftsjahr 95,3% (Vorjahr: 96,6%). Die Kosten für Rohstoffe und bezogene Leistungen erhöhten sich von T€ 13.541 auf T€ 17.381. Im Verhältnis zum Gesamtumsatz erhöhte sich ihr Anteil mit 70,3% (Vorjahr: 65,1%) leicht. Als Ursachen sind Veränderungen des Produktmixes, Kostensteigerungen im Bereich Energie sowie Rohmaterial und auch diverse Preiserhöhungen im Dienstleistungssektor zu nennen. Der Personalaufwand erhöhte sich insgesamt aufgrund gestiegener Kundenabrufe, anstehender Vorbereitung auf Neuprojekte sowie Inflationsanpassungen leicht um T€ 121 auf T€ 5.780. Die Personalkostenquote reduzierte sich aufgrund gestiegener Werksauslastung auf 23,4% (Vorjahr 27,2%). Die in den Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse enthaltenen Abschreibungen reduzierten sich um T€ 340 auf T€ 971.

Die Betriebserträge und -aufwendungen entsprechen im Wesentlichen dem normalen Geschäftsbetrieb sowie einer im Berichtsjahr hinzugekommenen angespannten politischen angespannten Situation in Europa.

Die Kostensteigerungen konnten jedoch nicht im vollen Umfang an die Kunden weitergegeben werden. Aufgrund gestiegener Umsätze verbesserte sich das Ergebnis nach Steuern hingegen um T€ 525 auf -T€ 361 (Vorjahresverlust: T€ 886). Der Verlust wird entsprechend dem bestehenden Ergebnisabführungsvertrags von der Linamar GmbH ausgeglichen.

Finanzlage

Die Finanzlage des Unternehmens ist als stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Gesellschaft finanziert sich grundsätzlich aus selbst erwirtschafteten Mitteln. Aus den Zahlungsmittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnten die Auszahlungen für Investitionen in die Erweiterung von vorhandenen Kapazitäten, sowie zur Bedienung von Neuprojekten in Höhe von T€ 1.595 (Vorjahr: T€ 2.025) größtenteils finanziert werden. Weitere Zahlungsmittelzuflüsse resultierten u.a. aus dem finanziellen Ausgleich des Vorjahresverlustes in Höhe von T€ 886 und schlugen sich in einer Erhöhung der Barreserven nieder. Die Barreserven werden im Rahmen des Cashpooling-Verfahrens der europäischen Linamar-Gruppe, in das die Gesellschaft integriert ist, verwaltet. Zum Stichtag besteht ein Cashpool-Guthaben in Höhe von T€ 1.411 (31. Dezember 2021: T€ 2.778).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat gegenüber dem Vorjahresstichtag um T€ 178 auf T€ 13.838 abgenommen. Auf der Aktivseite betrifft der Rückgang das Umlaufvermögen und deren gesunkener Forderungen gegen verbundene Unternehmen.

Das Anlagevermögen hat sich nach Investitionen von T€ 1.595, planmäßigen Abschreibungen von T€ 971 sowie Anlagenabgängen zu Restbuchwerten von T€ 63 um T€ 561 erhöht. Die Investitionen betreffen im Wesentlichen die Beschaffung von Maschinen für neue Projekte sowie den Aufbau von Produktionskapazitäten in der mechanischen Bearbeitung von Nockenwellen. Aufgrund der getätigten Investitionen hat sich die Anlagenintensität auf 34,4% (31. Dezember 2021: 29,9%) erhöht.

Auf der Passivseite bleibt das Eigenkapital durch die Ergebnisabführungsverpflichtung an die Linamar GmbH unverändert.

Die Bilanzsumme der Passivseite ist trotz erhöhter Geschäftstätigkeit im Bereich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf T€ 9.030 (Vorjahr T€ 9.472), zu denen ein langfristiges konzerninternes Darlehen in Höhe von T€ 8.000 rechnet, gesunken. Des Weiteren reduzieren sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf T€ 2.180 (Vorjahr T€ 2.244).

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Steuerung des Unternehmens basiert auf einem konzernweiten Bewertungssystem. Dieses besteht aus Kennzahlen der Bereiche Kunden-, Mitarbeiter- und finanzielle Zufriedenheit. Zu den Indikatoren gehören u. a. die Anzahl Kundenreklamationen, die Ausschussrate, fristgerechter Projektanlauf, die Fluktuationsrate, der Krankenstand, die Anzahl der Arbeitsunfälle, das operative Ergebnis, die Rentabilität und das Working Capital. Zur Bestimmung der wirtschaftlichen Lage werden angepasst an das konzernweite Reporting, nachfolgende Leistungsindikatoren hinzugezogen, die dem internen Controlling entnommen sind.

Die folgende Tabelle zeigt die aktuelle Entwicklung 2020 bis 2022:

Finanzielle Leistungsindikatoren 2022 2021 2020
Umsatz pro Mitarbeiter (ohne Auszubildende) T€ 202,6 T€ 189,2 T€ 149,6
Umsatzrendite * -1,46% -4,26% -0,87%
Non-cash working capital (ohne Cashpool und Ergebnisabführung Linamar GmbH) T€ -1.753 ** T€ -1.948 ** T€ 4.667

* Ergebnis vor Steuern (ohne Ergebnisaführung Linamar GmbH) / Umsatz

** ab 2021 Berechnungsgrundlage geändert

Die Vorjahreskennzahlen konnten verbessert werden. Insgesamt lagen die erreichten Umsätze (T€ 24.721) deutlich über dem Umsatz des Vorjahres (T€ 20.816). Somit stieg auch der Umsatz pro Mitarbeiter um 7,1% auf T€ 202,6. Positiv wirkten sich hierbei vor allem hochlaufende Neuprojekte aus. Zudem ist die Renditekennziffer gestiegen.

Die finanziellen Leistungsindikatoren zeigen, dass die finanzielle Lage der Gesellschaft wirtschaftlich stabil ist.

Seit 2021 wird das Non-cash working capital aus der Summe der Forderungen ohne Intercompany, Sonstige Forderungen, Vorräte und Rechnungsabgrenzung und abzüglich der Summe der Verbindlichkeiten ohne Intercompany, Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen ermittelt.

Zum 31.12.2022 beschäftigte die Gesellschaft 122 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 110). In den Bereichen Produktion und Logistik wurde im ersten Halbjahr vorwiegend im 3-Schichtmodell gearbeitet.

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit entwickelte sich wie folgt:

2022 2021
Männliche Arbeitnehmer 10 Jahre 11 Jahre
Weibliche Arbeitnehmer 12 Jahre 11 Jahre

Der Altersdurchschnitt veränderte sich bei den Mitarbeiterinnen auf 50 Jahre gegenüber dem Vorjahr (49 Jahre) leicht. Aufgrund von Neueinstellungen verringert sich der Alternsdurchschnitt männlicher Mitarbeiter auf 45 Jahre (Vorjahr: 46 Jahre). Die Fluktuationsrate (außerhalb Probezeit) beträgt insgesamt 6,6 % und ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund geringerer Renteneintritte um 1,6 %-Punkte gesunken.

Die Beschaffung von qualifiziertem Personal erweist sich weiterhin aufgrund der Arbeitsmarktsituation als sehr anspruchsvoll. Deshalb legt die Gesellschaft besonderen Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und des Managements.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt können für die Gesellschaft keine bestandsgefährdeten Risiken festgestellt werden. Unter Berücksichtigung der beschriebenen Chancen und Risiken, der Eintrittswahrscheinlichkeiten und der aktuellen Geschäftsaussichten erwartet die Geschäftsleitung keine besonderen oder aggregierten Risiken, die sich bestandsgefährdend für die Gesellschaft auswirken könnten.

Vorhandene Risiken, welche nicht die Ukraine-Krise betreffen, gelten als kontrollierbar, können aber, ähnlich wie die Chancen, auf die Prognosen wirken. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Finanzausstattung der Gesellschaft ist stabil und der Bedarf an liquiden Mitteln wird derzeit durch die bestehende Liquidität und die verfügbaren Kreditlinien abgedeckt.

Prognosebericht

Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes liegt das preisbereinigte Wirtschaftswachstum für 2022 bei 1,9% und lag damit um 0,8% unter dem des Jahres 2021. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2022 geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen.

Material- und Lieferengpässe setzen sich auch im Jahr 2023 fort und wurde produktabhängig durch die Ukrainekrise verschärft. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 gut behaupten.

Entgegen den Prognosen des Jahres 2022, die von einer Rezession in Deutschland für 2023 ausgingen, wird nach dem letzten Jahreswirtschaftsbericht das Wachstum der deutschen Wirtschaft für das Jahr 2023 bei ca. 0,2% liegen. Für 2024 geht der Sachverständigenrat von einem ähnlichen Wachstum wie in 2022 (1,4%) aus.

Der Ukraine Krieg, die massiv gestiegenen Energiekosten, die anhaltend hohe Inflation sowie die mit der Verunsicherung einhergehende rückläufige Nachfrage haben besonders im ersten Halbjahr 2022 zu rückläufiger Neuzulassung in Deutschland geführt. Erst im zweiten Halbjahr konnte der Trend umgekehrt werden - am Ende wurden nur 1% mehr Fahrzeuge zugelassen als im Vorjahr. Damit bleiben die Neuzulassungen in Deutschland weiterhin weit (-26%) hinter den Vorkrisenzahlen des Jahres 2019 zurück.

Im Gesamtjahr 2022 wurden in der EU lediglich 9.255.930 neue Autos zugelassen und damit 4,6 % weniger als im Vorjahr. Das ist damit der niedrigste Wert seit über 20 Jahren. Ausschlaggebend für die Entwicklung in 2022 sind, wie in Deutschland auch, die Folgen des Ukraine-Krieges sowie die weiterhin existierenden Probleme in der Materialversorgung, vor allem bei der Verfügbarkeit von Mikrochips. Die Situation zwischen einzelnen Mitgliedsstaaten stellt sich sehr unterschiedlich dar. Während, wie bereits erwähnt, in Deutschland ein kleines Plus zu verzeichnen ist, muss Italien einen Rückgang von fast 10% feststellen, in Frankreich sind es knapp 8% Prozent und in Spanien ca. 5% weniger.

Der Volkswagen Konzern bleibt mit ca. 2,3 Mio. Fahrzeugen weiterhin der Marktführer in der EU. Es folgen Stellantis mit ca. 1,8 Millionen Fahrzeugen sowie der Renault-Konzern mit knapp einer Million Fahrzeugen.

Der Anteil batteriebetriebener Fahrzeuge in der EU ist in 2022 weiter gestiegen. Der Anteil an den Neuzulassungen erhöhte sich um 3% auf 12,1%. Hybride Autos erreichten einen Anteil von 22,6 Prozent.

Laut einem Beschluss des EU-Parlaments ab 2035 sollen nur noch Elektroautos innerhalb der EU zugelassen werden. Dies wird sich mittel- bis langfristig auch auf unsere Produktion auswirken.

Insgesamt wird für 2023 ein Anstieg von ca. 13% auf knapp 12.7 Mio. bei den Neuzulassungen innerhalb der EU erwartet. Weltweit wird für die Neuzulassungen eine Zunahme von knapp 4 % auf 74,6 Mio. gegenüber dem Vorjahr prognostiziert.

Angesichts einer gegenüber den Vorjahren gesteigerten Auftragslage wird erwartet, dass sich der Umsatz für das Geschäftsjahr 2023 erhöhen wird. In 2023 wird erstmals nach den Krisenjahren 2020 bis 2022 ein positives Geschäftsergebnis nach Steuern erwartet. .

Quellen: Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA); Statistisches Bundesamt, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Automobilhersteller-Verband ACEA; Sachverständigenrat Wirtschaft; Dataforce

Zukunftsgerichtete Informationen

Bestimmte Informationen, die von der Gesellschaft in diesem Lagebericht veröffentlicht werden und kein Vortrag historischer Fakten sind, können zukunftsgerichtete Aussagen darstellen. Die Worte "kann", "würde", "könnte", "wird", "wahrscheinlich", "schätzen", "glauben", "erwarten", "planen", "prognostizieren" und ähnliche Ausdrücke sind als zukunftsgerichtete Aussagen gedacht. Leser werden darauf hingewiesen, dass solche Aussagen nur Vorhersagen sind und die tatsächlichen Ereignisse oder Ergebnisse erheblich abweichen können. Bei der Bewertung solcher zukunftsgerichteten Aussagen sollten die Leser insbesondere die verschiedenen Faktoren beachten, die tatsächliche Ereignisse oder Ergebnisse wesentlich von den in diesen vorausschauenden Aussagen abweichen lassen könnten.

Solche zukunftsgerichteten Informationen können mit erheblichen Risiken und Unsicherheiten verbunden sein, die dazu führen können, dass die Ergebnisse in der Zukunft wesentlich von denjenigen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen des Unternehmens oder in dessen Namen ausgedrückt oder impliziert wurden. Zu den Faktoren, Risiken und Unwägbarkeiten, die dazu führen können, dass die Ergebnisse von den gegenwärtigen Erwartungen abweichen, gehören unter anderem Veränderungen im Wettbewerbsumfeld, in dem das Unternehmen tätig ist, OEM-Outsourcing und -Insourcing, Rohstoffquellen und -verfügbarkeit, Arbeitsmärkte und Abhängigkeit von Schlüsselpersonal, Abhängigkeit von bestimmten Kunden und Produktprogrammen, technologischer Wandel in den Sektoren, in denen das Unternehmen tätig ist, und bei den Konkurrenten des Unternehmens, Verzögerungen bei der Produkteinführung oder betriebliche Probleme bei der Produkteinführung, Fremdwährungsrisiken, langfristige Verträge, die nicht garantiert sind; Akquisitions- und Expansionsrisiken, ausländische Geschäftsrisiken, Bedrohungen des öffentlichen Gesundheitswesens, zyklische und saisonale Schwankungen, Gerichtsverfahren und Versicherungsschutz, Kreditrisiken, Wetter, Emissionsstandards, Kapital- und Liquiditätsrisiken, Steuergesetze, Einhaltung von Wertpapiergesetzen und Corporate-Governance-Standards, Zinsschwankungen, Umweltemissionen und Sicherheitsvorschriften, Handels- und Arbeitsunterbrechungen, weltpolitische Ereignisse; Preiszugeständnisse an Kunden sowie staatliche, ökologische und regulatorische Maßnahmen.

Das Vorhergehende ist keine vollständige Liste der Faktoren, die sich auf die vorausschauenden Aussagen der Gesellschaft auswirken können. Diese und andere Faktoren sollten sorgfältig bedacht werden und die Leser sollten sich nicht unangemessen auf die zukunftsgerichteten Aussagen der Gesellschaft stützen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren oder die Gründe zu aktualisieren, aus denen heraus die tatsächlichen Ergebnisse erheblich von jenen der vorausschauenden Aussagen abweichen.

Risikobericht

Die Gesellschaft ist in das Linamar interne Risk Management System eingebunden. Regelmäßig, einmal in der Woche, finden Meetings der erweiterten Werksgeschäftsleitung (POC - Plant Operating Committee) statt, welchem Vertreter aller Betriebsbereiche angehören. Hier werden aktuelle Ergebnisse ausgewertet und auf Basis der neuesten Kundenabrufzahlen die weitere Produktion mit angepasstem Ressourcenbedarf geplant. Im Anschluss werden auf Gruppenebene die Business Unit Meetings (BUM) abgehalten. Dabei werden alle relevanten Risiken nach den Kategorien Kunde, Lieferanten, Mitarbeiter und Finanzen erläutert und ggf. an den COO (Chief Operating Officer) eskaliert.

Bezüglich der Planung finden ebenfalls verschiedene Tools Anwendung. Monatlich werden die mittel- und langfristigen Kundenbedarfe in einer Grobplanung bewertet und mit den vorhandenen Kapazitäten abgeglichen. Daraus können sich ggf. andere Schichtmodelle, veränderte Personalbedarfe oder eine Anpassung der Bestände ableiten. Quartalsweise erfolgt die Überarbeitung des Budgets (Forecast), um alle bekannten Veränderungen finanziell zu bewerten. Dies wird an Linamar Corporation übermittelt und dort konsolidiert.

Die im "Prognosebericht" dargestellten Risiken sowie auch die operativen und kurzfristigen Risiken im Zusammenhang mit dem Corona-Virus und Ukraine Krise unterliegen einer laufenden Kontrolle.

Branchenspezifische Risiken

Die Automobilindustrie als wesentlicher Kunde bestimmt die Geschäftserwartung der Gesellschaft. Die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen - messbar durch die Zulassungszahlen - bestimmt mit einer gewissen Verzögerung auch die Nachfrage nach unseren Erzeugnissen.

Weiterhin bestimmen Einschränkungen entlang der automobilen Wertschöpfungsketten die Versorgungslage auf den Automobilmärkten. Verschärft wird die aktuelle Lage zudem durch den von Russland initiierten Angriffskrieg in der Ukraine. Dazu kommen weitere potenzielle geopolitische Konflikte zwischen USA und China, die Auswirkungen auf die Lieferketten haben könnten.

Die Energie- und Rohstoffkrise ist zudem weiterhin ein aktuelles Thema, auch wenn sich die Lage zwischenzeitlich etwas entspannt hat.

Eine steigende Anzahl von Wettbewerbern, insbesondere aus Asien, könnte Auswirkungen auf den Absatz bzw. Umsatz haben.

Im März 2023 wurden laut KBA 281.361 PKW und damit 16,6% mehr PKW neu zugelassen als noch im Vorjahresmonat. Dies resultiert vor allem aus einem Zuwachs an gewerblichen Zulassungen. Die privaten Neuzulassungen steigen lediglich um 2,1%.

Die Anzahl der Elektro PKW (BEV) lag um +28 Prozent über dem Ergebnis aus dem Vorjahreszeitraums mit 44.125 Neuwagen. Die Anzahl der PKW mit hybridem Antrieb stieg um 11% auf 84.029 Neuwagen und bewirkten einen Anteil von 29,9% der Neuzulassungen.

Aufgrund der länderübergreifenden Verzahnung der Lieferketten in der Automobilindustrie kann mit Beeinträchtigungen durch längere Lieferwege und den zumindest zeitweiligen Wegfall von Zulieferern gerechnet werden. Langfristig ist eine Verschiebung der Nachfrage hin zu sparsameren oder alternativ angetriebenen Fahrzeugen zu vermuten. Zumindest wird der Trend zu batterieelektrischen Pkw sich fortsetzten.

Ertragsorientierte Risiken

Wenn die abgerufenen Stückzahlen der OEMs nicht den vertraglich vereinbarten Mengen entsprechen, entsteht eine Unterauslastung der Maschinen und Anlagen. Dies kann durch wirtschaftliche Rahmenbedingungen hervorgerufen werden, die weder durch unsere Kunden noch durch die Gesellschaft beeinflussbar sind. Den damit verbundenen Ertragsausfällen kann mit geringeren Rohstoffabrufen und Kurzarbeit teilweise begegnet werden. Die in 2022 gestiegenen Einkaufspreise für Stahl konnten bisher nur teilweise an die Kunden weitergegeben werden.

Bei der Währungsumrechnung, unter anderem im Rahmen der Umsatzplanungen, entsteht durch Wechselkursschwankungen zwischen dem Euro als Hauswährung und der Konzernwährung kanadischer Dollar eine Ergebnisauswirkung. Aufgrund von Neuprojekten, welche in US-amerikanischen Doller abgewickelt werden, werden Erträge bzw. Aufwendungen aus Währungsumrechnung zukünftig einer größeren Bedeutung zugeschrieben.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Guthaben, Darlehen, übrige Forderungen und Verbindlichkeiten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme.

Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsbedingungen gezahlt. Die kurzfristige Finanzierung der Gesellschaft wird überwiegend durch interne Konzernfinanzierungen gesichert. Zur Absicherung des Liquiditätsrisikos wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Ein- und Auszahlungen gibt.

Sofern in den finanziellen Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken vorhanden sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Um die Ausfallrisiken zu minimieren, unterhält die Gesellschaft ein entsprechendes Forderungsmanagement. Darüber hinaus werden Informationen über die Bonität des Kunden berücksichtigt und ausgewertet, bevor eine neue Geschäftsbeziehung angelegt wird.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Chancenbericht

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit, die Finanz- und Ertragslage sowie die Cashflows der Gesellschaft.

Die Ukrainekrise hat im vergangenen Jahr für eine Energie- und Rohstoffkrise ausgelöst. Im Jahr 2023 haben sich die Preise etwas stabilisiert, wobei eine vollständige Erholung auf Vorkrisenniveau voraussichtlich erst ab 2026 eintreten wird.

Das Management sieht die Chance für Wachstum weiterhin in den chinesischen und US-amerikanischen Märkten, welche durch die Hauptkunden der Gesellschaft beliefert werden. Verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sind eingeleitet und werden konsequent vorangetrieben mit dem Ziel, die Marktposition auf längere Sicht zu optimieren.

Dazu gehören der weitere Ausbau des Produktportfolios, die Produktoptimierung, die Optimierung von Produktionsprozessen, der Ausbau der Wachstumsregionen und neue Märkte in Verbindung mit der Internationalisierung sind mittel- bis langfristig die zentralen Wachstumstreiber. Die Integration in die Linamar-Gruppe und die daraus resultierenden Synergien bieten Wettbewerbsvorteile und das Potenzial von Kosteneinsparungen (z. B. Besteller bei der globalen Beschaffung von Rohstoffen). Darüber hinaus tragen die Mitarbeiter vor allem durch Innovationen zum nachhaltigen Wachstum und zur Steigerung der Profitabilität bei. Das Unternehmen verfügt über Instrumente zur Gewinnung, Entwicklung, Beibehaltung und Förderung von Mitarbeitern. Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Talente bei allen Mitarbeitern und für die firmeninterne Ausbildung, Weiterbildung und Qualifizierung und Nachfolgeplanung von Mitarbeitern werden dabei optimiert und unter der Zielvorgabe des Linamar-Konzerns weiterentwickelt. Wenn diese Maßnahmen und Methoden einen besseren Fortschritt erzielen können als erwartet, kann sich dies positiv auf den Umsatz, die Ertragslage und den Cashflow auswirken.

Die Integration in die Linamar Corporation bietet dem Unternehmen zusätzliche Synergien und Vorteile für die Wettbewerbsfähigkeit, die Internationalisierung, den Eintritt in neue Märkte und den Zugang zu neuen und anderen Kunden. Zum Beispiel kann dadurch auch das das Engagement auf dem chinesischen Markt beschleunigt werden. Ein weiterer Vorteil ist die Verbesserung der Fertigungstiefe und des Versorgungsportfolios, sodass sich die Geschäftseinheiten durch die Konzernstruktur optimal ergänzen können.

Die internationalen Automobilmärkte haben im ersten Quartal dieses Jahres 2023 mehrheitlich Zugänge verzeichnet. Dies wirkt sich durch die gestiegene Nachfrage kurz- bis mittelfristig auch den Absatz von unseren Produkten aus.

IV. Bericht über Zweigniederlassungen

Das Unternehmen unterhält keine Zweigniederlassungen.

 

Crimmitschau, den 29. September 2023

Die Geschäftsführung

Christon Charles Franks

Mirko Karlovski

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software und Lizenzen 2.879,03 8.647,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 238.424,59 266.943,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.880.129,65 2.585.964,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.065,70 114.583,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 540.275,42 1.217.443,46
4.751.895,36 4.184.935,51
4.754.774,39 4.193.583,24
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.207.691,80 1.023.717,68
2. Unfertige Erzeugnisse 1.300.335,52 862.295,78
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 716.876,58 546.561,01
3.224.903,90 2.432.574,47
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 426.779,86 295.920,71
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.794.384,22 7.024.235,46
3. Sonstige Vermögensgegenstände 491.185,02 60.689,05
5.712.349,10 7.380.845,22
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 125.931,91 250,19
9.063.184,91 9.813.669,88
C. Rechnungsabgrenzungsposten 20.372,67 9.380,89
13.838.331,97 14.016.634,01

Passiva

31.12.2022
31.12.2021
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 63.275,86 63.275,86
88.275,86 88.275,86
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 1.844.373,00 1.733.242,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 10.382,00
3. Sonstige Rückstellungen 381.578,26 156.754,73
2.225.951,26 1.900.378,73
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.180.193,68 2.244.144,51
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.029.605,98 9.472.243,95
3. Sonstige Verbindlichkeiten 314.305,19 311.590,96
(davon aus Steuern € 63.964,08; 31.12.2021 € 56.837,86)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 0,00; 31.12.2021 € 22.547,63)
11.524.104,85 12.027.979,42
13.838.331,97 14.016.634,01

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022
2021
1. Umsatzerlöse 24.720.805,43 20.816.196,27
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 23.569.295,62 20.113.016,43
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 1.151.509,81 703.179,84
4. Vertriebskosten 809,60 42.794,32
5. Allgemeine Verwaltungskosten 1.452.450,91 1.386.618,89
6. Sonstige betriebliche Erträge 189.682,43 50.498,15
(davon aus Währungsumrechnung € 2.559,93; Vorjahr € 59,98)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 53.305,48 13.220,38
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 194.548,19 196.147,21
(davon an verbundene Unternehmen € 162.222,19; Vorjahr € 162.222,21)
(davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen € 32.326,00; Vorjahr € 33.925,00)
9. Ergebnis nach Steuern -359.921,94 -885.102,81
10. Sonstige Steuern 769,30 668,10
11. Erträge aus Verlustübernahme 360.691,24 885.770,91
12. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

I. Allgemeine Angaben

Die LVT hat ihren Sitz in Crimmitschau und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Chemnitz (HR B-Nr. 28177).

Der Jahresabschluss der LVT zum 31. Dezember 2022 wurde nach den §§ 242 ff. und den §§ 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) erstellt. Es gelten die handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 Abs. 2 und 4 HGB).

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gem. § 275 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, teilweise im Anhang aufgeführt.

Die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden fortgeführt. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, von denen - soweit abnutzbar - planmäßige Abschreibungen abgesetzt sind. Abschreibungen werden linear im branchenüblichen Zeitraum vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um plan- und außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden bei beweglichen und unbeweglichen Anlagevermögen grundsätzlich linear vorgenommen. Der Abschreibungszeitraum entspricht der branchenüblichen Nutzungsdauer.

Die Vermögenswerte des Anlagevermögens werden wie folgt abgeschrieben:

Software: 3 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen: zwischen 3 und 13 Jahren

Betriebs- und Geschäftsausstattung: grundsätzlich zwischen 3 und 5 Jahren

In Bezug auf die Bilanzierung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird handelsrechtlich die steuerrechtliche Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind, werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagengitter als Abgang ausgewiesen, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut € 800 nicht übersteigen.

Die geleisteten Anzahlungen auf Sachanlagen werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit durchschnittlichen Einstandspreisen unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten, bestehend aus Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Abschreibungen, soweit fertigungsbedingt, unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Ausgaben/Einnahmen vor dem Abschlussstichtag werden, soweit sie Aufwand/Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, unter den aktiven/passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst.

Die Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe der Erfüllungsbeträge angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden, wie im Vorjahr, pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,78 % p.a. (31. Dezember 2021: 1,87 % p.a.). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden, wie im Vorjahr, jährliche Gehalts- und Rentensteigerungen sowie die erwartete Mitarbeiterfluktuation (2,0 %) zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Kurs im Entstehungszeitpunkt bewertet und, soweit kurzfristig, zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages und mangels Steuerumlagen erfolgt der Ausweis der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (inklusive latenter Steuern) bei der Organträgerin, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren mit T€ 3.023 (31. Dezember 2021: T€ 2.964) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr, mit T€ 1.411 (31. Dezember 2021: T€ 2.778) aus dem Finanzverkehr sowie mit T€ 361 (31. Dezember 2021: T€ 886) aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Weiterhin bestehen sonstige Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 491 (31. Dezember 2021: T€ 396).

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 1.844 (31. Dezember 2021: T€ 1.733).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren bzw. aus den vergangenen sieben Jahren beträgt zum Stichtag T€ 165 (31. Dezember 2021: T€ 250) und unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (T€ 114 31. Dezember 2021: T€ 41), ausstehende Rechnungen (T€ 151; 31. Dezember 2021: T€ 96) sowie Rechts- und Beratungskosten (T€ 30 31. Dezember 2021: T€ 20).

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Stichtag Gesamt
T€
≤ 1 Jahr
T€
> 1 Jahr
T€
davon > 5 Jahre
T€
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2022 2.180 2.180 - -
31.12.2021 2.244 2.244 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.12.2022 9.030 1.030 8.000 -
31.12.2021 9.472 1.472 8.000 -
sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2022 314 314 - -
31.12.2021 312 312 - -
31.12.2022 11.524 3.524 8.000 -
31.12.2021 12.028 4.028 8.000 -

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 8.014 (31. Dezember 2021: T€ 8.014) aus Darlehen nebst Zinsen und mit T€ 1.016 (31. Dezember 2021: T€ 1.458) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Die Laufzeit des endfälligen Darlehens endet am 4. November 2024.

IV. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Zusammenhang mit dem "Cash Concentration Contract" besteht eine gesamtschuldnerische Haftung zwischen der Linamar Financial, Luxembourg, und den teilnehmenden Gesellschaften, zu denen die LVT zählt. Von einer Inanspruchnahme ist aufgrund der guten finanziellen Lage der Linamar Financial und des Linamar-Konzerns nicht auszugehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen bestehen in Höhe von T€ 581 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 474).

Die Miet- und Leasingverträge betreffen den Fuhrpark, diverse Flurförderfahrzeuge sowie bestimmte Büro- und Geschäftsausstattungen (Kopierer, Drucker). In allen Fällen handelt es sich um sog. Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Objekte bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Objekte nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt.

Weitere finanzielle Verpflichtungen resultieren aus dem Bestellobligo für Investitionen in Höhe von T€ 978.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von T€ 24.721 (Vorjahr: T€ 20.816) wurden entsprechend § 277 Abs. 1 HGB erfasst und resultieren vorwiegend aus Produktverkäufen (T€ 24.536; Vorjahr: T€ 20.739). Weitere Umsatzerlöse entfallen auf Schrotterlöse (T€ 96; Vorjahr T€ 76) und Erlöse aus dem Verkauf von Werkzeugen (T€ 89 Vorjahr T€ 0).

In den allgemeinen Verwaltungskosten sind die Aufwendungen für das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr (T€ 36 Vorjahr: T€ 20) enthalten. Es handelt sich hierbei um die Kosten der Abschlussprüfung.

Der Materialaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:

2022
T€
2021
T€
Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe 15.084 11.743
Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.297 1.798
17.381 13.541

Der Personalaufwand im Sinne des § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB (Gesamtkostenverfahren) setzt sich wie folgt zusammen:

2022
T€
2021
T€
Löhne und Gehälter 4.753 4.516
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.027 1.143
- davon für Altersversorgung T€ 93 (2021: T€ 250)
5.780 5.659

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Schadensersatz in Höhe von T€ 121 (Vorjahr: T€ 33), sowie periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 39 (Vorjahr T€ 1).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u.a. Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von T€ 15 (Vorjahr: T€ 1) sowie periodenfremde Aufenthalten.

VI. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung erfolgte durch die nachfolgenden Geschäftsführer:

Roger Fulton, Burlington/Kanada, Executive Vice President - HR, General Counsel and Corporate Secretary

(bis 3. März 2023),

Dipl. Betrw. Mirko Karlovsky, Zwickau/Bundesrepublik Deutschland, kaufmännischer Geschäftsführer

Salvatore Cocca, Northville, Michigan/USA (bis 16.Mai 2023)

Franks, Christon Charles, Frankfurt am Main (seit 16. Mai 2023)

Die Geschäftsführer sind nicht bei der Gesellschaft angestellt. Sie erhalten daher auch keine laufenden Bezüge von der Gesellschaft. Ebenso wurden ihnen weder Vorschüsse noch Kredite gewährt.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt hat die Gesellschaft 117 (Vorjahr: 112) Mitarbeiter, darunter 27 (Vorjahr: 28) Mitarbeiterinnen und 90 (Vorjahr: 84) Mitarbeiter, beschäftigt.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen

Bezug/Erbringung von Dienstleistungen

Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen

Finanzierungen (inkl. Cash-Pooling)

Abreden im Ein- oder Verkauf

Ergebnisabführungsvertrag

Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der Linamar Corporation, Guelph, Ontario/Kanada, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

Gesellschafter und Konzernbeziehungen

Die LVT wird über die die Linamar GmbH, Crimmitschau, in den Konzernabschluss der Linamar Corporation einbezogen. Die Linamar Corporation stellt für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf. Der Konzernabschluss der Linamar Corporation ist am Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird im Internet offengelegt (http://www.sedar.com/DisplayProfile.do?lang=EN&issuerType=03&issuerNo=00001239). Zudem wird der Konzernabschluss der Linamar Corporation zum 31. Dezember 2021 in deutscher Sprache im Bundesanzeiger offengelegt.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendung

Der Jahresverlust in Höhe von T€ 361 (Vorjahresverlust: T€ 886) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 wird aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages von der Linamar GmbH ausgeglichen.

 

Crimmitschau, den 29. September 2023

Mirko Karlovsky, Geschäftsführer

Christon Charles Franks, Geschäftsführer

Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2022
Zugänge
Umbuchungen
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software und Lizenzen 613.271,39 0,00 0,00 0,00 613.271,39
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 468.378,44 22.347,67 0,00 0,00 490.726,11
2. Technische Anlagen und Maschinen 10.028.300,18 1.006.919,36 1.217.443,46 242.228,10 12.010.434,90
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 321.479,81 25.175,71 0,00 0,00 346.655,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.217.443,46 540.275,42 -1.217.443,46 0,00 540.275,42
12.035.601,89 1.594.718,16 0,00 242.228,10 13.388.091,95
12.648.873,28 1.594.718,16 0,00 242.228,10 14.001.363,34
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022
Zugänge
Abgänge
31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software und Lizenzen 604.623,66 5.768,70 0,00 610.392,36
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 201.435,23 50.866,29 0,00 252.301,52
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.442.335,26 867.687,72 179.717,73 8.130.305,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 206.895,89 46.693,93 0,00 253.589,82
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
7.850.666,38 965.247,94 179.717,73 8.636.196,59
8.455.290,04 971.016,64 179.717,73 9.246.588,95
Buchwerte
31.12.2022
31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software und Lizenzen 2.879,03 8.647,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 238.424,59 266.943,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.880.129,65 2.585.964,92
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 93.065,70 114.583,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 540.275,42 1.217.443,46
4.751.895,36 4.184.935,51
4.754.774,39 4.193.583,24

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Linamar Valvetrain GmbH, Thale OT Warnstedt

Prüfungsurtei le

Wir haben den Jahresabschluss der Linamar Valvetrain GmbH, Thale OT Warnstedt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Linamar Valvetrain GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 15. Dezember 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Kremser, Wirtschaftsprüfer

ppa. Viktor Hromek, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 17.12.2023 festgestellt.

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