WIMSEI GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Johannes Standecker seit 25.4.2018 | Prokura |
Tino Dr. Weber seit 22.4.2014 | Geschäftsführer |
Alfons Wimmer seit 22.4.2014 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Viessmann Werke GmbH & Co KGAllendorf (Eder)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016I. Grundlagen des KonzernsKonzernstruktur Die Viessmann Group ist einer der international führenden Hersteller von Heiz-, Industrie- und Kühlsystemen. Das 1917 gegründete Familienunternehmen wird von einem Verwaltungsrat unter Vorsitz des Präsidenten, Prof. Dr. Martin Viessmann, geleitet. Der Gruppenumsatz im Geschäftsjahr 2016 betrug EUR 2,25 Mrd., wovon rund 55 % auf das Ausland entfielen. Beschäftigt wurden dabei insgesamt rund 12.000 Mitarbeiter. Mit weltweit ansässigen Gesellschaften für Produktion und Anlagenbau sowie Vertrieb sind sowohl die Konzernstruktur als auch die Vertriebsaktivitäten der Viessmann Group international ausgerichtet. Organisatorisch wird die Viessmann Group in drei separaten Divisionen geführt - Division Heizsysteme, Division Industriesysteme und Division Kühlsysteme. Jede Division bildet dabei eine eigenständige Organisationseinheit, in der Entwicklung, Produktion und Vertrieb unter der Gesamtverantwortung eines Mitglieds der erweiterten Geschäftsführung stehen. Neben diesen drei Divisionen bildet der Bereich Photovoltaik und Elektroniksysteme eine weitere Organisationseinheit innerhalb der Viessmann Group. Das umfassende Technologiespektrum lässt sich dahingehend wie folgt unterteilen:
Kunden- und Umweltorientierung Als Ergebnis des kundenorientierten Handelns des Konzerns - insbesondere auch unter Einbeziehung von Endkundenbedürfnissen - und der hohen Qualitätsstandards der Viess- mann Produkte, welche durch ein zertifiziertes, umfangreiches Qualitätsmanagementsystem gewährleistet werden, wurden im vergangenen Jahr die Portale heizungsprofi.de und heizung.de entwickelt und auf den Markt gebracht. Die Produkte der Viessmann Group haben eine hohe Energie- und Umwelteffizienz. Dies wird durch ressourcen- und umweltschonenden Maßnahmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette kontinuierlich optimiert sowie durch zertifizierte Umwelt- und Energiemanagementsysteme gewährleistet. Akquisitionen und Gründungen Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Viessmann Group Akquisitionen und Neugründungen vorgenommen, um die technologische Basis des Konzerns dem Strukturwandel der Branche entsprechend zu erweitern und insbesondere den durch die Digitalisierung hervorgerufenen Herausforderungen zu begegnen. Des Weiteren wurden die Akquisitionen und Neugründungen vorgenommen, um den Service innerhalb der Division Kühlsysteme zu stärken. Akquisitionen Zum 1. Mai 2016 hat Viessmann das Engineering Team des Kölner Soft- und Hardware-Entwicklers Kellendonk Elektronik übernommen und damit seine Kompetenz im Bereich des Internet of Things ausgebaut. Unter dem neuen Namen ithinx werden an den Standorten Köln und Duisburg Soft- und Hardware-Komponenten für Konnektivitätslösungen entwickelt. Ebenfalls im Mai wurde der Kältespezialist KKE GmbH Kälte-, Klima- und Energietechnik übernommen, um die Kompetenz bei Kühlsystemen für den Lebensmitteleinzelhandel auszubauen. Die Gesellschaft mit ihrem Hauptsitz bei Dresden beschäftigt 215 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von knapp 32 Mio. Euro. Gründungen Im Geschäftsjahr 2016 wurde neben weiteren Gesellschaften die Viessmann Digital GmbH gegründet, welche Software und Algorithmen für digitale Geschäftsmodelle entwickelt und bereitstellt. Ferner entwickelt sie insbesondere für die Viessmann Group digitale Prozesse. Des Weiteren wurde zusammen mit einem strategischen Partner in Barcelona, Spanien die Viessmann Service S.L. gegründet. Zweck dieser Gesellschaft ist die Installation von Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik sowie von Elektroanlagen und der Kundenservice für Haushaltsgeräte im Allgemeinen sowie Heizungs- und Gasanlagen. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2016 lagen die Schwerpunkte der Forschungs- und Entwicklungsarbeit vor allem in der Vorbereitung der Serieneinführung zukünftiger Schlüsseltechnologien, in der Weiterentwicklung etablierter Technologien sowie in der Begleitung der Markteinführung neuer Produkte und Systeme. Mit einem Investitionsvolumen von 50 Millionen Euro entstand seit Sommer 2014 am Viessmann Unternehmensstammsitz in Allendorf (Eder) ein innovatives Technikum, das im Jahre 2016 fertiggestellt wurde. Das neue Gebäude ist als Technologie-Zentrum für alle am Entstehungsprozess neuer Produkte beteiligten Bereiche konzipiert und soll sämtliche Ent- wicklungs- und Innovationsaktivitäten bündeln, transparent machen und optimieren. Das Technikum dient somit als zentrales Bindeglied zwischen Forschung und Entwicklung, dem Produkt- und Qualitätsmanagement sowie der Serienfertigung. Division Heizsysteme Als Teil von strombasierten Heizsystemen wurde ein Batteriespeicher entwickelt, welcher den Autarkiegrad für Privathaushalte erhöht. Unterstützt wird dies noch durch Energiemanagementfunktionen in der elektronischen Regelung. Im Bereich der Solarkollektoren wurde ein Projekt zur Entwicklung von thermisch schaltenden Absorbern, welche die Überhitzung der Anlagen im Stagnationsbetrieb vermeiden, mit einer erfolgreichen Markteinführung abgeschlossen. Weitere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten:
Division Industriesysteme Viessmann weitet sein Produktportfolio im Bereich der Energiespeicherung konsequent aus. Nachdem im Vorjahr die erste Power-to-Gas Anlage in Betrieb genommen wurde, konnte 2016 in Kooperation mit einem namhaften deutschen Automobilhersteller der erste Auftrag zu einem Batteriespeichersystem gewonnen werden. Hierbei handelt es sich um einen von einem Industrieunternehmen zu betreibenden Batteriespeicher mit rund 230 kWh in Kombination mit einer PV-Anlage. Aufgabe dieser Kombination und der intelligenten Steuerungssoftware ist die Optimierung des Eigenverbrauchs, die Spitzenlastkappung, der Notstrombetrieb und die Teilnahme am Regelenergiemarkt. Im Bereich der Großkessel wurden zur Vervollständigung des Portfolios Module für die Wasseraufbereitung entwickelt und in die Eigenfertigung übernommen. Der Einflammrohr- Vitomax konnte auf Basis neuer Regelwerke in der Dampfleistung von 25 t/h auf bis zu 32 t/h erweitert werden. Weitere Schwerpunkte waren die Optimierung der Low-NOx Baureihen im Dampfbereich, um der steigenden Nachfrage in den Märkten Rechnung zu tragen, sowie die Weiterentwicklung und Standardisierung SPS-basierter Steuerungstechnik für alle Großkessel. In der Holzfeuerungstechnik lag der Schwerpunkt auf der Standardisierung und Kostenoptimierung der Produkte. Division Kühlsysteme Mit der Präsentation auf der Messe Euroshop im Frühjahr 2017 wurde das Projekt des nachhaltigen Energiesystems "ESyCool green" abgeschlossen, welches in enger Zusammenarbeit mit einem Discounterunternehmen entwickelt wurde und mit welchem neue Maßstäbe zum effizienten Kühlen und Heizen mit Wärmepumpen-Systemen gesetzt werden. In den Filialen des Discounters wurde mit der Kältetechnik das größte Einsparpotenzial identifiziert, da diese rund 50 % des Gesamtstromverbrauchs ausmacht. Mit "ESyCool green" sind nun erhebliche Einsparpotenziale möglich. Dabei handelt es sich um ein modulares Energiesystem, das einem hohen ökologischen Anspruch an Gewerbekälte gerecht wird und auf natürliche Kältemittel setzt. Durch den Einsatz hocheffizienter Elektro-Wärme- pumpen mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan) soll zudem zukünftig auf fossile Brennstoffe zur Gebäudeheizung verzichtet werden. Diese sind bereits für den Betrieb mit selbsterzeugtem Strom aus Photovoltaik-Anlagen vorbereitet, versorgen über einen Kaltsolekreislauf die Kühlstellen im Markt und nutzen bei Bedarf die Abwärme zum Heizen des Gebäudes. An besonders kalten Tagen kann sehr effizient zusätzliche Wärme aus einem angeschlossenen Eis-Energiespeicher entzogen werden. Im Sommer steht das im Speicher gebildete Eis dann zur natürlichen Kühlung der Kühlregale und -zellen zur Verfügung. Im Bereich Kühlaggregate wurde in einem Projekt eine Leistungserweiterung bei den Deckenaggregaten mit konventionellem Kältemittel erreicht. Zudem wurde in 2016 die Entwicklung von Deckenaggregaten mit einem alternativen Kältemittel gestartet, bei welchen die ersten Feldversuchsanlagen im ersten Halbjahr 2017 zur Installation anstehen. Die LEHO-Regale sind überwiegend für neue Discounter-Vertriebskonzepte überarbeitet worden. Die Total-Energy-Variante auf Sole-Basis wurde nach den ersten Erfahrungen konstruktiv optimiert, um eine verbesserte Anlagenkonfiguration des Systems zu erhalten. Ferner ist ein Regalfacelift entwickelt und umgesetzt worden. Ein weiterer Fokus lag auf der Entwicklung einer völlig neuen Generation von Kühlregalen. Als erstes Produkt hieraus wird in 2017 ein neuer Verdampfer auf den Markt gebracht, welcher neben einem neuen Design die Nutzung von neuen innovativen Materialien bietet, um so die Produktqualität zu erhöhen und die Produktionskosten zu optimieren. Im Bereich Großwärmepumpen konzentrieren sich die wesentlichen Entwicklungsarbeiten des Jahres 2016 auf die Einführung zweier neuer Produkte, den Release-Wechsel eines bestehenden Produktes, bei welchem Verbesserungs- und Kosteneinsparungsmaßnahmen umgesetzt wurden, sowie auf die Unterstützung bei der Entwicklung eines Kältekreises auf der Basis natürlicher Kältemittel. Bei den neuen Produkten handelt es sich zum einen um eine speziell für hohe Vorlauftemperaturen und die industrielle Abwärmenutzung entwickelten Vitocal-Wärmepumpe, welche ein neuartiges Kältemittel nutzt. Zum anderen wurde auf Basis von Schraubenverdichtern eine leistungserweiterte Vitocal-Wärmepumpe entwickelt. Des Weiteren wurden zahlreiche Entwicklungen zur weiteren Kostenoptimierung im Standard- und Spezialmaschinenbau angestoßen. II. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Politische Konzepte als Reaktion auf die Energie- und Klimasituation sowie auf die Digitalisierung Die zentrale Herausforderung unserer Zeit ist neben dem Klimaschutz und der Gestaltung einer zukunftsfähigen Energieversorgung die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft, die mittlerweile auch in den Branchen voranschreitet, in denen die Viessmann Group aktiv ist. Um die fortschreitende Klimaerwärmung zu begrenzen, muss die Emission von Treibhausgasen minimiert werden. Das gilt vor allem für CO 2. Dies zwingt zur Einsparung fossiler Energieträger durch Effizienzsteigerung und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Sowohl die europäische als auch die nationale Politik haben daher verschiedene Konzepte und Zielsetzungen zur Reduktion der CO 2-Emission verabschiedet. Die deutsche Bundesregierung hat überdies die vollständige Energiewende, mit einer Abkehr von der Atomenergie, unumkehrbar eingeleitet. Mit dem Klimaschutzplan 2050 des Bundesumweltministeriums und dem Nationalen Aktionsprogramm Energieeffizienz (NAPE) des Wirtschaftsministeriums hat die Bundesregierung im Laufe des vergangenen Jahres, insbesondere in der Folge von COP 21 in Paris im Dezember 2015, ihre Ziele und Maßnahmen konkretisiert und die Steigerung der Energieeffizienz als zweite Säule der Energiewende fest etabliert. Bedeutung des Wärmemarkts Der Wärmemarkt hat mit etwa 40 % nach wie vor den größten Anteil am Energieverbrauch und damit auch an den CO 2-Emissionen. Außerdem ist der Heizungsbestand überaltert, nur 30 % der etwa 20 Mio. Anlagen sind auf aktuellem Stand. Konsequenz muss die deutliche Steigerung des Modernisierungstempos im Gebäudebestand sein. Durch die energetische Gebäudesanierung und den Einsatz moderner Heiztechnik könnte im Wärmesektor ein Drittel Energie gespart werden. Die für Deutschland genannten Fakten sind grundsätzlich auf die Europäische Union und Osteuropa zu übertragen. So gibt es in der EU 126 Mio. Wärmeerzeuger, wovon etwa 83 Mio. nicht auf dem aktuellen Stand der Technik sind. Somit müssten 66 % der Wärmeerzeuger dringend modernisiert werden. Diese Zahlen korrespondieren mit dem energetischen Zustand der Häuser. In der EU gibt es 170 Mio. Wohneinheiten, die zu 65 % vor 1975 erbaut wurden, so dass sie, vergleichbar zu den Wohngebäuden in Deutschland, über keine oder nur geringe Wärmedämmung verfügen. Somit sind in der EU, ebenso wie in Deutschland, etwa 40 % des Endenergieeinsatzes zur Gebäudebeheizung und zur Bereitstellung von Warmwasser notwendig. Division Heizsysteme Der deutsche Heiztechnikmarkt verzeichnete 2016 einen leichten Rückgang um 2 % auf 693.500 Wärmeerzeuger. Besonders rückläufig war dabei der Bereich der Heizwert-Technik von Gas- (-31 %) und Ölkesseln (-81 %), da diese Technik in Europa aufgrund der ErP Richtlinie nur noch in Ausnahmefällen verwendet werden darf. Davon profitiert die effizientere Brennwert-Technik. Hier wuchs das Marktvolumen bei Gas um 4 % und bei Öl um 12 %. Eine deutliche Erhöhung um 17 % konnte auch der Markt für Heiz-Wärmepumpen verzeichnen. Demgegenüber waren die Märkte für Biomassekessel (-4 %) und thermische Solaranlagen (-8 %) weiter rückläufig. Auch in anderen EU-Ländern war der ErP-Effekt deutlich zu spüren, so dass auch hier der Wegfall der Heizwert-Technik nicht durch den Anstieg der Brennwert-Technik kompensiert werden konnte. Dies wird mit Blick auf das Marktvolumen in Österreich, Italien, Rumänien und Ungarn deutlich, welches jeweils um 20 % sank. Der europäische Wärmepumpenmarkt befand sich insgesamt weiter in einer Aufwärtsentwicklung, die allerdings in einzelnen relevanten Ländern recht unterschiedlich verlief. Begünstigt wurde dieser Trend durch die wachsende Erkenntnis, dass mit der Wärmepumpe ein ökologisch anspruchsvolles Produkt zur Verfügung steht, das mit seinem hohen Anteil an absorbierter Energie aus der Umwelt einen nennenswerten Beitrag zur Reduzierung der CO 2-Emissionen leistet. Dies führte auch zu entsprechenden Förderprogrammen in einigen Ländern. Während sich der Absatz in Neubauten aufgrund der relativ günstigen Investitionen insgesamt weiter positiv entwickelte, wurde andererseits der Absatzanstieg beim Heizungsaustausch in vorhandener Gebäudesubstanz insbesondere in Deutschland durch die stark gestiegenen Strompreise gebremst. Die höheren Investitionskosten im Vergleich zu konventionellen Heizungen führten aufgrund der zunehmenden Preisdifferenz zwischen Strom und z. B. Erdgas zu sich verlängernden Amortisationszeiten. In Verbindung mit den stark gesunkenen Ölpreisen führte das zu einem leicht schrumpfenden Absatz auf dem deutschen Wärmepumpenmarkt. Außerhalb Europas zeigten die anderen großen Heiztechnik-Märkte nur wenig Wachstum oder sogar weitere Rückgänge. Exemplarisch sind hier China (+4 %), die USA (+2 %) oder Russland (-14 %) zu nennen. Division Industriesysteme Viessmann adressiert im Bereich Industriesysteme die Marktsegmente Industriekessel, Biomasseanlagen sowie Biogas. Im internationalen Umfeld ist im Wesentlichen ein stagnierender bis nur leicht zunehmender Markt für Industriekessel vorhanden, der geprägt ist von einem Verdrängungswettbewerb mit hohem Preisdruck. Die Trends zur Systemtechnik sowie zum sensiblen Umgang mit Emissionswerten (insbesondere Low-NOx) halten dabei weltweit an und eröffnen Differenzierungspotenziale. Ein zuverlässiger flächendeckender Service wird von der Industrie erwartet und ist häufig Einstieg in das Bestands- und Austauschgeschäft. Der Biomassemarkt bleibt mittelfristig auf niedrigem Niveau stabil. Auch hier werden Kundenservice und Ersatzteilgeschäft immer wichtiger. Es kommt ein breites Brennstoffspektrum mit schwankender Qualität zum Einsatz, z.B. verstärkt sich aktuell in Deutschland die Nutzung von Industrie-Resthölzern. KWK-Anlagen stehen derzeit aufgrund der gesetzlichen Rahmenbedingungen in den europäischen Kernmärkten nicht im Fokus. Im Biogasbereich sind die Marktpotenziale stark von häufigen regulatorischen Eingriffen geprägt. In Deutschland liegt der Fokus auf Kleinanlagen, während in einigen europäischen Ländern aktuell interessante Rahmenbedingungen für die Biomethanerzeugung auch im größeren Leistungsbereich bestehen und teilweise sogar ausgebaut werden. Dabei wird zunehmend auch der Kraftstoff- und Wärmemarkt als Absatzkanal für Biomethan in Betracht gezogen. In absoluten Zubauzahlen ist der Markt jedoch sehr klein im Vergleich zur ausgeprägten Wachstumsphase der Branche bis etwa 2014. Division Kühlsysteme Der Kühlmöbelmarkt in Europa verzeichnete auch im Jahr 2016 einen stabilen Aufwärtstrend, da einerseits in vielen Ländern weitere Supermärkte und Discounter, die auch zunehmend gekühlte bzw. tiefgefrorene Waren anbieten, errichtet und andererseits vorhandene Kühlmöbel kontinuierlich durch neuere Produkte ersetzt wurden. Dieser Austausch, der in der Regel nach 8-10 Jahren stattfindet, ist zunehmend motiviert durch das Bestreben, energieeffizientere Möbel mit geringeren Betriebskosten einsetzen zu wollen. In der Kühlmöbelindustrie wird diesem Bestreben durch eine intensive Entwicklungsarbeit Rechnung getragen. Insgesamt ist zukünftig davon auszugehen, dass der Bedarf an gekühlten Lebensmitteln und damit das spezifische Kühlmöbelvolumen je Lebensmittelfiliale ansteigen wird. Der Markt für Kühlzellen entwickelte sich in Europa parallel zum Kühlmöbelmarkt weiterhin in einem Aufwärtstrend, wonach in den Jahren 2015 und 2016 von einem Marktvolumen von insgesamt ca. EUR 1 Mrd. ausgegangen werden kann. Discounter, Supermärkte und Hotellerie bzw. Gastronomie deckten dabei etwa 75 % des Marktes ab. Technologisch zeichnete sich ein Fokus auf Energieeffizienz, verbunden mit alternativen Kältemitteln (z.B. CO 2 oder Propan) ab. Integrierte Systemlösungen, die Vernetzung von Kälte und Wärme in den Gebäuden sowie ein effizienter Betrieb mittels Fernüberwachung und attraktiven Serviceangeboten gewannen stark an Bedeutung. Der Markt für Großwärmepumpen entwickelte sich ähnlich wie in 2015 auch im Jahre 2016 mit einem leichten Aufwärtstrend. Auch im großen Leistungsbereich steht mit der Wärmepumpentechnologie ein ökologisch anspruchsvolles Produkt zur Verfügung, welches einen nennenswerten Beitrag zur CO 2-reduzierung beiträgt, da es die Energie aus der Umgebung zum Heizen von Gebäuden oder zur Bereitstellung von Warmwasser nutzt. Photovoltaikmarkt 2016 ergab sich weltweit eine Steigerung des Photovoltaik-Zubaus um über 20 % auf etwas mehr als 60 GWp gesamt. Dieser Zubau war geprägt durch starkes Wachstum in Asien - überwiegend in China und Indien. Ganz anders das Bild in Europa: Der starke Einbruch des durch Projekte getriebenen Marktes in England konnte vom restlichen Markt in Europa nicht ausgeglichen werden und führte zu einer Marktkontraktion um 10 % auf etwas über 7 GWp insgesamt. Auch in Deutschland war trotz sinkender Systempreise der Photovoltaikmarkt aufgrund anhaltender politischer Verunsicherung weiter rückläufig. Nach 1,5 GWp Zubau in 2015 wurden 2016 rund 1,05 GWp neu installiert. Insgesamt ist festzustellen, dass die Märkte mit den höchsten Wachstumsraten nach wie vor durch Großprojekte und Einspeisevergütungen getrieben sind. Etablierte Märkte wie u.a. Deutschland und Italien profitieren über den Eigenverbrauch selbst erzeugten Sonnenstroms und den Wunsch nach Autarkie der Endverwender. Geschäftsverlauf Ertragslage Der Umsatz der Viessmann Group betrug in 2016 rund EUR 2.253 Mio. (Vorjahr: EUR 2.223 Mio.). Der Anteil der Umsätze im Inland betrug 45 %, der Anteil im Ausland 55 % (Vorjahr: 44 % bzw. 56 %). Dabei entwickelten sich die Umsätze in den einzelnen Ländern unterschiedlich. Sowohl in Deutschland als auch in anderen wichtigen Märkten wie Frankreich, Italien, Österreich, Schweden, derTürkei, China sowie in Teilen Südosteuropas konnten Umsatzsteigerungen erzielt werden. Demgegenüber waren Umsatzrückgänge in Russland, Großbritannien, der Schweiz, Spanien, in den Niederlanden sowie in Kanada zu verzeichnen. Im Bereich der Wärmeerzeuger konnte der Absatz von Geräten mit Heiz- und Brennwert- Technik im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Marktbedingt weiter rückläufig war der Absatz im Bereich der Solarthermie. Das Handelsgeschäft mit Photovoltaik konnte aufgrund rückläufiger Märkte im Gegensatz zum Vorjahr keine Absatzsteigerung erzielen. Entsprechend der rückläufigen Entwicklung des deutschen Biogasmarkts in 2016 war der Umsatz des Bereichs Biogas rückläufig. Die Materialeinsatzquote konnte trotz der im Laufe des Jahres gestiegenen Beschaffungspreise für Stahl, Aluminium und Buntmetalle gegenüber dem Vorjahr leicht gesenkt werden. Der Aufbau von Mitarbeitern hat eine Erhöhung der Personalkosten zur Folge. Dabei wurden innerhalb der Viessmann Group besonders im Bereich digitaler Aktivitäten Mitarbeiter eingestellt. Des Weiteren beruht dieser Aufbau von Mitarbeitern auf den Akquisitionen des Engineering Teams der Kellendonk Elektronik und des Kältetechnikspezialisten KKE GmbH Kälte-, Klima- und Energietechnik sowie auf den Einstellungen zur Vorbereitung auf den Start der Produktion am neuen Produktionsstandort in Lipetsk, Russland. Angesichts der negativen konjunkturellen Entwicklung einer Vielzahl von Ländern in Europa und auch weltweit sowie der Wechselkursentwicklungen in einigen Ländern wie z.B. in der Türkei oder in Großbritannien, ist das erzielte Wachstum im Rahmen des Erwartungshorizonts. Die im Konzernlagebericht des Vorjahres getätigten Prognosen sind im Hinblick auf den Umsatz eingetroffen, im Hinblick auf das Ergebnis nicht. Finanz- und Vermögenslage Das Finanzmanagement wird zentral durch die Konzernobergesellschaft Viessmann Werke GmbH & Co KG wahrgenommen. Sie bestimmt die Allokation finanzieller Ressourcen und sichert die finanzielle Unabhängigkeit und Liquidität des Konzerns. Vorrangiges Ziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität und die Begrenzung finanzieller Risiken im Konzernverbund. Im Rahmen des zentralen Cash-Poolings übernimmt die Viessmann Werke GmbH & Co KG überschüssige Mittel von den Konzerngesellschaften und stellt ihrerseits Liquidität zur Verfügung. Dadurch werden ein vorteilhafter Finanzausgleich im Konzern gewährleistet und die Finanzierungskosten reduziert. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 46,7 Mio. (3,3 %) auf EUR 1.448,4 Mio. Dies resultierte im Wesentlichen aus einer Erhöhung des Anlagevermögens um EUR 60,9 Mio. Dabei ergaben sich bei den Geschäfts- oder Firmenwerten Zugänge von EUR 8,9 Mio. (vor Abschreibungen). Zudem wurden in 2016 insgesamt EUR 116,9 Mio. in Sachanlagen und EUR 13,2 Mio. in immaterielle Vermögensgegenstände (ohne Geschäfts- oder Firmenwerte) investiert (Vorjahr: EUR 86,5 Mio. bzw. EUR 26,8 Mio.). Wesentliche Investitionen waren der Neubau des Technikums sowie der Erwerb von Fertigungseinrichtungen und Software am Standort Allendorf (Eder). Weiterhin der Erwerb von Fertigungseinrichtungen am Standort der Viessmann Kühlsysteme in Hof, der Erwerb von Grundstücken und Gebäuden sowie weitere Gebäudeneu- und -umbauten im In- und Ausland. Ferner erfolgten Investitionen in Betriebsmittel, technische Anlagen, Server, Produktionsanlagen und Maschinen zur Erhöhung der Effizienz. Die liquiden Mittel haben sich vermindert, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich erhöht. Somit stand der Erhöhung des Anlagevermögens eine Verminderung des Umlaufvermögens um EUR 18,4 Mio. gegenüber. Unter Einbeziehung des separat ausgewiesenen Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung betrug die Eigenkapitalquote 29,8 % (Vorjahr: 31,7 %). Unter Einbeziehung der Gesellschafterdarlehen belief sich das wirtschaftliche Eigenkapital auf 45,2 % (Vorjahr: 47,7 %). Die Rückstellungen waren insgesamt mit EUR 280,2 Mio. um EUR 4,0 Mio. höher als im Vorjahr. Dies resultiert im Wesentlichen aus den Erhöhungen der Personalrückstellungen um EUR 6,4 Mio., der Garantierückstellungen um EUR 2,8 Mio., der Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen um EUR 1,5 Mio. und der Rückstellungen für Kundendienstleistungen um EUR 1,4 Mio. Diesen Erhöhungen stehen Verminderungen der Steuerrückstellungen um EUR 1,4 Mio., der Rückstellungen für Projektfolge und -zusatzkosten um EUR 3,2 Mio. sowie der übrigen sonstigen Rückstellungen um EUR 3,0 Mio. gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 32,7 Mio. erhöht. Mitarbeiter Die Viessmann Group beschäftigte am Stichtag 31. Dezember 2016 insgesamt rund 12.000 Mitarbeiter, wovon rund 500 Auszubildende sind. Dies sind rund 400 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. Durch ein vielfältiges Aus- und Weiterbildungsangebot bietet die Viessmann Group seinen Mitarbeitern Möglichkeiten zur Weiterentwicklung ihrer persönlichen und fachlichen Fähigkeiten. III. Prognose-, Chancen- und RisikoberichtPrognose der Viessmann Group Die Viessmann Group geht in 2017 von einem leichten organischen Wachstum beim Umsatz und im Ergebnis aus. Positive Entwicklungen werden in den europäischen Kernmärkten erwartet. In Russland ist eine Stabilisierung und leichte Erholung der Lage zu erwarten. Für China wird auch für 2017 eine positive Entwicklung unterstellt. Alle Geschäftsbereiche werden in 2017 zur Entwicklung beitragen. Ausnahme stellt hier das Biomasse- und Biogasgeschäft dar, welches sich auf einem niedrigen Niveau weiterhin eher schwach entwickeln wird. Chancen Neben Marktchancen, die sich in Einzelmärkten ergeben könnten, werden Chancen insbesondere durch neue Geschäftsmodelle im Zusammenhang mit dem weiter zunehmenden Trend zur Digitalisierung gesehen. Die Viessmann Group widmet sich dem Thema intensiv, insbesondere im Kontext der Entwicklung neuer Produkte im Bereich Hard- und Software sowie der Ausschöpfung neuer Potenziale im Marktzugang. Zudem kommt der Ausbau des Geschäfts der Division Kühlsysteme gut voran und bietet Wachstumspotenziale sowohl durch neue Produkte als auch durch angepasste Geschäftsmodelle, die eine verstärkte Serviceorientierung vorsehen. Risiken Bestehende Einzelrisiken, welchen der Konzern in seiner Geschäftstätigkeit ausgesetzt ist, werden nachfolgend erläutert. Beschaffungsmarktrisiken Im Bereich der Buntmetalle war die Preisentwicklung in den ersten drei Quartalen 2016 relativ stabil. Ab dem vierten Quartal 2016 sind die Preise um rund 30 % gestiegen. Trotz nachlassender Nachfrage aus China wird der Preis für Buntmetalle in 2017 weiter moderat steigen. Die Aluminiumpreise sind im Jahresverlauf 2016 um rund 23 % gestiegen. Auch in 2017 ist von einer weiteren moderaten Steigerung auszugehen. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten von Kupferfolien und der stark ansteigenden Nachfrage durch die E-Mobilität in diesem Bereich, wird in 2017 mit erheblichen Preissteigerungen bei Leiterplatten zu rechnen sein. Zudem gibt es im Bereich der Microcontroller Anzeichen für Preis- und Versorgungsprobleme. Nachdem die Stahlpreise ab Mitte 2016 deutlich gestiegen waren, scheint sich für 2017 zunächst eine Preisstabilität auf hohem Niveau anzukündigen. Die gestiegenen Preise von rund 90 EUR pro Tonne ab dem dritten Quartal 2016 und rund 120 EUR pro Tonne zum ersten Quartal 2017 führen jedoch auf der Beschaffungsseite zu deutlich höheren Bezugspreisen für das gesamte Jahr 2017. Die durchschnittliche Erhöhung wird bei rund 25% gegenüber dem Vorjahr liegen. Weitere Rohstoffe sind von untergeordneter Bedeutung. Finanzwirtschaftliche Risiken Zur Steuerung von Risiken aus Zins- und Wechselkursschwankungen werden im Bedarfsfall Finanzderivate ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. IT-Risiken Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne und externe Kommunikation basieren zunehmend auf Informationstechnologien. Eine anhaltende Störung oder ein Ausfall wesentlicher IT-Systeme könnte daher zu einem Datenverlust und einer Beeinträchtigung der Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. Weitere Risiken bestehen im Hinblick auf den unbefugten Zugriff auf sensible elektronische Unternehmensdaten. Diese Risiken werden durch beständige Investitionen in die IT-Infrastruktur und den Einsatz moderner Hard- und Software minimiert. Des Weiteren bestehen Backup-Systeme, Systeme zum Viren- und Zugangsschutz, Verschlüsselungssysteme und ein hoher Grad an interner Vernetzung. Regelmäßige Penetrationstests und ständige Überwachung der IT Sicherheit auf Möglichkeiten des unbefugten Zugriffs von innen und außen minimieren die Angriffsszenarien weiterhin. Risiken aus Akquisitionen Die Nutzung der erworbenen Synergie- und Marktpotenziale steht im Mittelpunkt jeder Akquisition. Hierbei besteht das grundsätzliche Risiko, dass diese Potenziale im Rahmen des Integrationsprozesses zumindest teilweise verloren gehen. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass die Annahmen zur Bewertung des Unternehmens in der Akquisitionsphase sich nach dem Kauf nicht materialisieren. Durch klare Zuordnung von Verantwortung in der Organisation sowie durch Integrationsprojekte, die teilweise mit externer Unterstützung durchgeführt werden, wird diesen Risiken entsprechend begegnet. Risiken des Anlagengeschäfts Im Gegensatz zum Seriengeschäft sind mögliche Risiken in der Division Industriesysteme im Einzelfall deutlich höher. Aufträge werden überwiegend kundenbezogen entwickelt und umgesetzt. Bestandteil des Geschäftsmodells ist teilweise die Übernahme von Gesamtprojekten mit vielen Unterlieferanten. Daher wird bereits im Rahmen der Vertragsgestaltung großer Wert auf die Begrenzung der Übernahme von Risiken bzw. deren Vermeidung gelegt. In der operativen Abwicklung werden mögliche Schäden im Rahmen des Risikomanagements überwacht. Risiken aus der Projektentwicklung im Bereich Biogas Das Projektgeschäft im Bereich Biogas ist durch den Wegfall der ENEV Förderung mit Risiken belastet. Aktuell sind nur im Ausland Projekte mit entsprechender Förderung für die Einspeisung von Strom und Gas realisierbar. Dabei handelt es sich in der Regel um Großprojekte, die wiederum finanziert werden müssen. Diese Finanzierung ist abhängig von der Risikoabwägung der exogenen Faktoren, die eine dauerhafte Umsetzung der Fördergrundlagen gewährleisten muss. Sollten insofern Projekte, welche aktuell für die Geschäftsjahre 2017 und Folgende in Planung sind, nicht realisiert werden können, könnte dies Umstrukturierungen in diesem Geschäftsbereich zur Folge haben. Die Umstrukturierungen könnten dann wiederum außerplanmäßige Abschreibungen von Vermögensgegenständen erfordern, welche momentan nicht bezifferbar sind, da sie je nach Szenario unterschiedlich zu bewerten wären. Eine Auswirkung auf die Ertragslage der kommenden Geschäftsjahre kann nicht ausgeschlossen werden, wird aber derzeit auch nicht erwartet. Die genannten, mit Risiken behafteten Projekte können jedoch auch Chancen bieten, wenn Investoren akquiriert werden können. In diesem Fall bestehen Projektentwicklungen mit nachhaltigen Margen. Gesamtaussage zur Risikosituation des Konzerns Die Gesamtrisikosituation des Konzerns ergibt sich aus den zuvor dargestellten Einzelrisiken. Um die Beherrschung dieser Risiken zu gewährleisten, besteht ein Risikomanagementsystem. Darüber hinaus sind nach den derzeit bekannten Informationen keine Risiken, die den Fortbestand des Konzerns gefährden könnten, erkennbar.
Allendorf/Eder, den 3. Mai 2017 Viessmann Komplementär B.V. Prof. Dr. Martin Viessmann, Präsident Joachim Janssen, CEO Klaus Gantner Dr. Ulrich Hüllmann Maximilian Viessmann Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016Aktiva
Angaben zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungAnlage zur Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016 gemäß § 13 Abs. 3 Satz 2 PublG i.V.m. § 5 Abs. 5 Satz 3 PublG
Die Bewertungs- und Abschreibungsmethoden sowie die Zahl der Beschäftigten sind im Konzernanhang erläutert bzw. angegeben. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2016I. Allgemeine AngabenMutterunternehmen ist die Viessmann Werke GmbH & Co KG mit Sitz in Allendorf/Eder. Sie ist im Handelsregister beim Amtsgericht Marburg unter HR A 3389 eingetragen. Die Viessmann Werke GmbH & Co KG ist gemäß § 11 PubIG zur Aufstellung und Offenlegung eines Konzernabschlusses verpflichtet. In Anwendung der von § 13 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 5 Abs. 5 Satz 3 und § 9 Abs. 2PublG eingeräumten Erleichterungen soll die Gewinn- und Verlustrechnung nicht offengelegt werden, die Angaben nach § 5 Abs. 5 Satz 3 PubIG sind in einer Anlage zur Bilanz enthalten. II. Konsolidierungskreis und KonsolidierungsgrundsätzeIn den Konzernabschluss wurden neben der Viessmann Werke GmbH & Co KG als Mutterunternehmen die Abschlüsse der in der Liste Anteilsbesitz (Anlage 3 zum Konzernanhang) aufgeführten in- und ausländischen Tochtergesellschaften einbezogen. a) Erst- und Entkonsolidierungen Infolge des Anteilserwerbs oder der Neugründung wurden folgende Gesellschaften erstmals in den Konzernabschluss einbezogen: ithinx GmbH, Allendorf/Eder, KKE GmbH Kälte-, Klima- und Energietechnik, Wilsdruff, Viessmann Digital GmbH, Allendorf/Eder, WATTx Invest GmbH, Allendorf/Eder, Viessmann Industriesysteme GmbH, Allendorf/Eder, Viessmann Refrigeration Solutions GmbH, Allendorf/Eder, Viessmann Kühlsysteme Austria GmbH, Gallneukirchen/Österreich, Viessmann Zwei GmbH, Allendorf/Eder, VITO Ventures Fonds I GmbH & Co. KG, Allendorf/Eder, VITO Ventures Verwaltungs GmbH, Allendorf/Eder, Viessmann Service S.L., Gavä (Barcelona)/Spanien. Die ithinx wurde erstmals in den Konzernabschluss einbezogen, da sie infolge der Aufnahme der Geschäftstätigkeit in 2016 nicht mehr von untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ist. Infolge Verkauf oder Liquidation wurden folgende Gesellschaften entkonsolidiert: BVS S.r.l, Lecco/Italien und W Beratungs GmbH, Allendorf/Eder. Für die BIO Energie Europark GmbH, Allendorf/Eder, fand infolge einer Anteilsveräußerung der Übergang zur Equitykonsolidierung statt. Eine inländische Gesellschaft ist durch Verschmelzung aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Diverse Tochterunternehmen wurden umfirmiert. b) Konsolidierungsgrundsätze Die Aufstellung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach den folgenden Grundsätzen:
Die im Vorjahr angewendeten Konsolidierungsmethoden wurden beibehalten. III. Währungsumrechnung1. Die Umrechnung der Bilanzwerte der einbezogenen ausländischen Gesellschaften erfolgte, soweit die Abschlüsse nicht in Euro aufgestellt wurden, bis auf das Eigenkapital, das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, einheitlich zu dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Der Differenzbetrag zum jeweiligen Einstandskurs wird erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die sich aus den unterschiedlichen Abschlussstichtagskursen ergebenden Umrechnungsdifferenzen im Brutto- Anlagengitter wurden mit den jeweiligen Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. kumulierten Abschreibungen erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. 2. In den Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Gesellschaften, soweit nicht in Euro aufgestellt, sind alle Aufwendungen und Erträge grundsätzlich zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet worden. Die Unterschiedsbeträge aus der Anwendung unterschiedlicher Umrechnungskurse zwischen der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz wurden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. 3. Bei der Währungsumrechnung in den Einzelabschlüssen wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Transaktionen während des Geschäftsjahres sind zum jeweiligen Tagesdurchschnittskurs umgerechnet worden. IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und deren Änderungen1. Sämtliche Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind, soweit sie noch nicht nach den deutschen handelsrechtlichen Gliederungsund Bewertungsvorschriften aufgestellt waren und soweit die Abweichungen wesentlich waren, entsprechend angepasst worden. 2. Soweit bei der Kapitalkonsolidierung die Beteiligungsbuchwerte niedriger als der Betrag des aufzurechnenden Eigenkapitals sind, ergibt sich ein passiver Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung. Dieser wird in einem gesonderten Bilanzposten nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Soweit die Beteiligungsbuchwerte höher als die entsprechenden Eigenkapitalanteile waren, sind die sich ergebenden Unterschiedsbeträge in Höhe von TEUR 143.231 als Geschäfts- oder Firmenwert, in Höhe von TEUR 39.441 durch Aufdeckung von stillen Reserven abzüglich stiller Lasten aktiviert und in Höhe von TEUR 969 in Vorjahren mit den Rücklagen verrechnet worden. Die Equity Werte der Microgen Engine Corporation Holding B.V., Ar Doetinchen/ Niederlande und der Bio Energie Europark GmbH, Allendorf/Eder, sind zum Abschlussstichtag negativ. 3. Immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Die entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten werden planmäßig unter Annahme einer Nutzungsdauer von 2 bis 10 Jahren und die Geschäfts- oder Firmenwerte über 3,5, 8 bzw. 10 Jahre ab Erwerbszeitpunkt abgeschrieben. Die jeweilige Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes wird dabei für jede Gesellschaft individuell anhand ihrer Technologie, ihren Mitarbeitern und ihrer langfristigen Kundenbeziehungen sowie anhand erwarteter Synergieeffekte begründet. In diesem Zeitraum erfolgt zudem unabhängig von der planmäßigen Nutzungsdauer eine jährliche Überprüfung der Werthaltigkeit des erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes. 4. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige und bei außergewöhnlichen Wertminderungen um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen bemessen sich unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 1 bis 31 Jahren für das bewegliche Sachanlagevermögen und längstens 54 Jahren für das abnutzbare unbewegliche Anlagevermögen überwiegend nach der linearen Methode. Bei den einbezogenen Auslandsgesellschaften sind die dort festgelegten Nutzungsdauern für die jeweiligen Wirtschaftsgüter in den Konzernabschluss übernommen worden, soweit sie mit den deutschen Rechnungslegungsvorschriften vereinbar sind. 5. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. bei assoziierten Unternehmen zum fortgeschriebenen Wert at equity bilanziert. Ausleihungen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich eventueller Tilgungszahlungen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. 6. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren sind zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wiederbeschaffungspreis bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten, wobei in angemessenem Umfang Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen auf das der Fertigung dienende Sachanlagevermögen einbezogen sind. Zur verlustfreien Bewertung und zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind auf Einzelermittlungen beruhende Abwertungen vorgenommen worden. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgt mit dem Nennbetrag. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte wurden, soweit ihnen aktivierte Herstellungskosten gegenüberstanden, mit dem Erfüllungsbetrag ohne Umsatzsteuer offen von dem Posten "Vorräte" abgesetzt. 7. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel sind mit dem Nennbetrag bzw. Barwert angesetzt. Für die in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Kreditrisiken bestehen angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Das in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltene Körperschaftsteuerguthaben wurde mit 4 % abgezinst und mit dem Barwert angesetzt. 8. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden mit Anschaffungskosten bewertet. 9. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Abgrenzungen bis zu drei Jahren. 10. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen aufgrund von temporären Differenzen. Von dem Aktivierungswahlrecht für latente Steuern aus den einbezogenen Einzelabschlüssen wurde kein Gebrauch gemacht. In der Konzernbilanz werden aktive (TEUR 11.550) und passive latente Steuern (TEUR 2.910) saldiert ausgewiesen. 11. Die Posten des Eigenkapitals werden gemäß § 9 Abs. 3 PubIG in einem Posten zusammengefasst. 12. Investitionszuschüsse und -Zulagen sind in einen Sonderposten eingestellt worden, der zur periodengerechten Abgrenzung entsprechend den Abschreibungen der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst wird. 13. Die Rückstellungen für Pensionen entfallen auf in- und ausländische Gesellschaften. Sie sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildet worden. Die zugrunde liegenden Annahmen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Sonstige Vermögensgegenstände (Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen) sind, soweit es sich um nach §246 Abs. 2 Satz 2 HGB zu verrechnende Vermögensgegenstände handelt, zum Zeitwert bewertet und in der Bilanz mit den Pensionsrückstellungen saldiert ausgewiesen worden. Der beizulegende Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen und die Anschaffungskosten der Rückdeckungsversicherungen betragen TEUR 255. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt TEUR 317. Als Rechnungszins für die Rückstellungen für Pensionen, Abfertigungen (Österreich, Frankreich, Italien und Türkei), Jubiläum und Hinterbliebenenbezüge wurde im Wesentlichen ein zum 31. Dezember 2016 qualifiziert geschätzter Zins bei einer Laufzeit von 15 Jahren verwendet. Dieser wurde durch Fortschreibung des von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Zehn-Jahres-Durchschnittszins für die Pensionen und pensionsähnliche Abfertigungen (Österreich und Frankreich) bzw. Sieben-Jahres-Durchschnittszins für die Hinterbliebenen sowie des sich bei einer durchschnittlichen mittleren Restlaufzeit ergebenden Durchschnittszins für die übrigen Abfertigungen und Jubiläum jeweils zum 30. September 2016 bzw. 30. November 2016 bzw. 31. Dezember 2016 ermittelt bzw. veröffentlicht. Die Vereinfachungsregelung des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde in Anspruch genommen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinses aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 5.904. Die sich hieraus ergebende Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 5.904. Die Gesellschaft macht von der Möglichkeit des Wahlrechts aus der Veränderung des Rechnungszinses Gebrauch und hat den Differenzbetrag aus Dienstzeitaufwand und den im Geschäftsjahr erbrachten Leistungszahlungen im operativen Ergebnis als Personalaufwand erfasst. Aus mittelbaren Pensionszusagen - im Rahmen einer Pensions- und Unterstützungskasse - besteht ein Fehlbetrag in Höhe von TEUR 282. Unter Inanspruchnahme von Artikel 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB erfolgt keine Passivierung der mittelbaren Pensionszusagen. Die sonstigen Rückstellungen tragen in angemessenem Umfang und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung sowie unter Berücksichtigung der kaufmännischen Vorsicht allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung. Die Rückstellungen wurden zum notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Deutschen Bundesbank nach Maßgabe der Rückstellungsabzinsungsverordnung veröffentlichten Sieben-Jahres-Durchschnitts- zins zum 31. Dezember 2016 abgezinst worden. Im Rahmen der Rückstellung für Altersteilzeit wurden die unentziehbaren Möglichkeiten der Arbeitnehmer zur Inanspruchnahme der Altersteilzeitregelung, die aus laufenden Verträgen resultieren, in Höhe der voraussichtlich entstehenden Aufstockungsbeträge und der Erfüllungsrückstände berücksichtigt. Die für diese Verträge entstehenden Abfindungsverpflichtungen gemäß § 6 TV-BB bzw. § 12 des Tarifvertrags zum flexiblen Übergang in die Rente (TV FlexÜ) wurden ebenfalls in den sonstigen Rückstellungen bilanziert. 14. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt, Rentenverpflichtungen mit dem Barwert passiviert. V. Erläuterungen zur Konzernbilanz1. Anlagevermögen Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens erfolgt gemäß § 268 Abs. 2 HGB nach der so genannten Bruttomethode und ist aus der Anlage 1 zum Konzernanhang ersichtlich. Für gewährte Bankgarantien wurden Wertpapiere des Anlagevermögens, in Höhe TEUR 416 verpfändet. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Wechsel in Höhe von TEUR 5.065 enthalten. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 367 enthalten. 3. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern entfallen ausschließlich auf Sachverhalte aus dem Konzernabschluss (Konsolidierungsmaßnahmen). Für die Berechnung der latenten Steuer wurde der Steuersatz des Unternehmens, bei dem sich die zugrundeliegende Differenz umkehrt (11 %) bzw. ein Konzernsteuersatz von 20 % zugrunde gelegt. Die sich ergebende latente Steuer resultiert im Wesentlichen aus der Zwischengewinneliminierung, aus der Schuldenkonsolidierung sowie der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der Kapitalkonsolidierung. 4. Eigenkapital Die im Handelsregister eingetragenen Hafteinlagen betrugen am Abschlussstichtag TEUR 100.000. 5. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Garantierückstellungen und Rückstellungen aus dem Personal- und Sozialbereich. 6. Verbindlichkeiten Die für die einzelnen Verbindlichkeiten bestehenden Restlaufzeiten ergeben sich aus dem Verbindlichkeitenspiegel (Anlage 2 zum Konzernanhang). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, durch Sicherungsübereignung von einzelnen Gegenständen des Sachanlagevermögens, Vorräten, Forderungen sowie durch Verpfändung von Bankguthaben (TEUR 428) gesichert. Aus der Lieferung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Halbfabrikaten und Waren sowie Gegenständen des Sachanlagevermögens resultieren die üblichen Eigentumsvorbehalte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen. 7. Außerbilanzielle Geschäfte Insgesamt bestehen sechs Sale-and-Lease-back-Verträge für Immobilien. Durch Abschluss dieser Verträge wurden in den Vorjahren und im Geschäftsjahr liquide Mittel freigesetzt. Aus den Leasingverträgen ergeben sich in den nächsten max. 12 bis 109 Monaten monatliche Leasingraten von durchschnittlich TEUR 163. Die resultierenden Zahlungsverpflichtungen der Folgejahre sind in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen enthalten. 8. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse aus der Begebung und Übertragung von Wechseln in Höhe von TEUR 738. Da die begünstigten Gesellschaften ihren Verpflichtungen nachkommen und keine Anzeichen für eine Verschlechterung der Bonität vorliegen, wird mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen nicht gerechnet. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Wartungs-, Service- und Dienstleistungsverträgen ergeben sich folgende Aufwendungen:
Das Bestellobligo für Investitionen beträgt TEUR 12.687. Aus Werbe- und Sponsoringverträgen ist mit Aufwendungen in Höhe von TEUR 16.857 zu rechnen. Es bestehen keine besonderen Chancen und Risiken. 10. Derivative Finanzinstrumente Innerhalb des Konzerns werden derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Sicherung von Zins- und Währungspositionen eingesetzt, um durch Wechselkurs- bzw. Zinsschwankungen bedingte Währungsrisiken bzw. Finanzierungskosten zu minimieren. a) Zinsswaps Innerhalb der Viessmann Gruppe wurden zur Absicherung von variabel verzinslichen Darlehen (Grundgeschäfte) zwei Zinsswaps (Payer-Swaps) mit Bezugsbeträgen von insgesamt TEUR 1.292 abgeschlossen. Mit Hilfe der Payer-Swaps sollte das Risiko ausgeschaltet werden, infolge eines erwarteten Anstiegs der Marktzinsen, höhere Zinszahlungen aus den variabel verzinslichen Darlehen leisten zu müssen. Die Laufzeiten der Payer-Swaps enden entsprechend mit den zum Zeitpunkt des Abschlusses der Zinsswaps geplanten Laufzeiten der Grund geschäfte. Der Abschluss der Vereinbarungen erfolgte zu marktüblichen Festzinssätzen. Die zu erhaltenden variablen Zinssätze orientieren sich am 1-Monats-EURIBOR bzw. 6-Monats-EURIBOR. Für die abgeschlossenen Payer- Swaps wurde aufgrund des Übereinstimmens aller wesentlichen Bedingungen des Grund- und Sicherungsgeschäfts eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB gebildet (Micro-Hedge). b) Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte Devisentermin- und Devisenswapgeschäfte wurden ausschließlich für Sicherungszwecke im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit eingesetzt. Hintergrund ist die Reduzierung der Fremdwährungsrisiken im Rahmen bereits durchgeführter bzw. geplanter Transaktionen in Fremdwährung. Zum Abschlussstichtag sind folgende Währungsrisiken abgesichert:
Die Devisentermingeschäfte wurden zum Teil im Zusammenhang mit geplanten Umsätzen in Fremdwährung (Grundgeschäfte in CHF, PLN, USD bzw. NOK) und zum Teil im Zusammenhang mit bereits entstandenen, noch nicht fälligen Fremdwährungsforderungen abgeschlossen. Sie dienen der (Teil)absicherung des Kursrisikos der zu späteren Zeitpunkten eingehenden Zahlungen in Fremdwährung. Das kalkulierte Volumen der antizipativen Teilabsicherung für künftige Zahlungseingänge aus Grundgeschäften orientiert sich dabei an den aus der Vergangenheit und der Planung abgeleiteten, mit hoher Sicherheit entstehenden Umsätzen. Darüber hinaus wurden über CHF 7.240.000 vier Devisenswapgeschäfte abgeschlossen, die zur Absicherung von Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit Fremdwährungsbankbeständen dienen. Laufzeit und Volumen der Devisenswapgeschäfte ergeben sich aus der Liquiditätsplanung. Die Laufzeiten der Sicherungsgeschäfte betragen zum 31. Dezember 2016 zwischen 1 und 24 Monaten. Die geplanten (Teil-) Zahlungseingänge aus den Grundgeschäften und die abgeschlossenen Devisentermin- bzw. -swapgeschäfte bilden für jede Währung eine Bewertungseinheit im Sinne des § 254 HGB. Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte sind gegenläufig und weisen die gleiche Sensitivität zum Basis- wert/Tageskurs auf. Die Wertänderungen gleichen sich nach Abwicklung der jeweiligen Positionen aus. Hinsichtlich der Höhe der jeweiligen Teilabsicherung handelt es sich um Micro-Hedges und Portfolio-Hedges. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird anhand der "Critical-Terms-Match"-Methode beurteilt. Zur bilanziellen Abbildung wird die Einfrierungsmethode verwendet. Weitere derivative Finanzinstrumente, die nicht Sicherungszwecken dienen, wurden entsprechend den Treasury-Grundsätzen der Viessmann Gruppe nicht abgeschlossen. 11. Vergleichbarkeit der Konzernbilanz Durch die erstmalige Einbeziehung von in 2016 neu erworbenen bzw. gegründeten Tochterunternehmen wurden die Posten der Konzernbilanz wie folgt beeinflusst:
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und VerlustrechnungEine Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß § 13 Abs. 3 Satz 2 i.V.m. § 5 Abs. 5 und § 9 Abs. 2 PubIG nicht veröffentlicht, die erforderlichen Angaben wurden in einer Anlage zur Bilanz publiziert. 1. Ausweisänderungen durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) Die Vergleichszahlen des Vorjahres aus den Umsatzerlösen sind aufgrund der erstmaligen Anwendung des § 277 Abs. 1 HGB i. d. Fassung des BilRUG nicht vergleichbar. Im Berichtsjahr resultiert daraus eine Erhöhung um TEUR 12.367 (vergleichbarer Vorjahresbetrag: TEUR 3.830). 2. Umsatzerlöse Nach den statistischen Aufzeichnungen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
3. Abschlussprüferhonorar Das Gesamthonorar für den Konzernabschlussprüfer entfällt in Höhe von TEUR 635 (davon TEUR -17 für Vorjahre) auf Abschlussprüfungsleistungen für einbezogene Einzelabschlüsse und den Konzernabschluss sowie in Höhe von TEUR 49 auf andere Bestätigungsleistungen. VII. ErgebnisverwendungDer Jahresüberschuss 2016 des Mutterunternehmens wird den Gesellschafterkonten gutgeschrieben. VIII. Sonstige Angaben1. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt beschäftigte der Konzern folgende Mitarbeiter:
2. Geschäftsführung Die als Aufwand gebuchte Vergütung der Mitglieder der Geschäftsführung der Komplementäre für ihre Tätigkeit im Konzern betrug im Geschäftsjahr 2016 TEUR 3.629. Für ehemalige Geschäftsführer wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.596 gebildet. 3. Anteilsbesitz Die Aufstellung des Anteilsbesitzes erfolgt in einer gesonderten Anlage (Anlage 3 zum Konzernanhang). 4. Befreiung von der Aufstellung von Lageberichten und der Offenlegung der Jahresabschlüsse von Tochtergesellschaften Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Viessmann Werke GmbH & Co KG haben für die in der Aufstellung des Anteilsbesitzes (Anlage 3 zum Konzernanhang) entsprechend gekennzeichneten Unternehmen befreiende Wirkung im Sinne von § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB. IX. NachtragsberichtNach Ablauf des Geschäftsjahrs 2016 ist folgendes Ereignis eingetreten, das von wesentlicher Bedeutung ist und zu einer veränderten Beurteilung der Lage des Konzerns führen könnte: Die Schmack Biogas GmbH hat Anfang Mai 2017 erklärt, keine neuen Aufträge aus dem Geschäft der Planung und Erstellung neuer Biogasanlagen anzunehmen. Die Höhe der finanziellen Auswirkungen kann noch nicht beziffert werden.
Allendorf/Eder, den 3. Mai 2017 Viessmann Komplementär B.V. Prof. Dr. Martin Viessmann, Präsident Joachim Janssen, CEO Klaus Gantner Dr. Ulrich Hüllmann Maximilian Viessmann Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens (Konzern-Anlagengitter) in EUR 31.12.2016
VerbindlichkeitenspiegelViessmann Werke GmbH & Co KG
Anteilsbesitzder Viessmann Werke GmbH & Co KG
1) Befreiung Offenlegung gemäß §
264 Abs. 3 HGB
Bescheinigung zum offenzulegenden Konzernabschluss und KonzernlageberichtVorstehende, zur Offenlegung bestimmte Konzernbilanz nebst Anlage zur Konzernbilanz, Konzernanhang und Konzernlagebericht entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der Viessmann Werke GmbH & Co KG, Allendorf/Eder, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, freiwillig aufgestellter Kapitalflussrechnung und freiwillig aufgestelltem Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgren- zung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Dillenburg, den 3. Mai 2017 WESTTREU
GmbH
Schlappig-Klockhaus, Wirtschaftsprüferin Droste, Wirtschaftsprüfer Eine Verwendung oder Weitergabe der obigen Bescheinigung zum offenzulegenden Konzernabschluss und Konzernlagebericht bedarf, außer in den gesetzlich vorgesehenen Fällen, unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Konzernabschlusses und/oder des Konzernlageberichts in einer von der bescheinigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unsere Bescheinigung zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird insbesondere verwiesen. |
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