ERGO Versicherung Aktiengesellschaft

ERGO-Platz 1, 40477 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 36466
Vorher
VICTORIA Versicherung AktiengesellschaftVictoria Versicherung AktiengesellschaftERGO Versicherung AG
Eingetragen
23.9.1998
Branche
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem VersicherungsgeschäftTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
a) der unmittelbare Betrieb aller Arten der Schadenund Unfallversicherung mit Ausnahme der Kreditversicherung, b) der unmittelbare Betrieb der Rechtsschutzversicherung, c) der Betrieb der Rückversicherung in allen Zweigen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Carolin Pillmann
seit 8.4.2026
Prokura
Philip Dr. Laue
seit 8.4.2026
Prokura
Marius Dr. Mehring
seit 8.4.2026
Prokura
Dirk Heyde
seit 16.10.2025
Prokura
Tobias Klostermann
seit 16.10.2025
Prokura
Maurice Straub
seit 10.4.2025
Prokura
Verena Dr. Matthes
seit 10.4.2025
Prokura
Erwin Acs
seit 10.4.2025
Prokura
Christian Dr. Gabriel
seit 10.4.2025
Prokura
Daniel Schulz
seit 10.4.2025
Prokura
Irina Sedelnikova
seit 19.11.2024
Prokura
Eveline Kmita
seit 19.11.2024
Prokura
Eike Jonas Dr. Abraham
seit 19.11.2024
Prokura
Daniel Kreienkamp
seit 19.11.2024
Prokura
Peter Knaus
seit 30.7.2024
Vorstandsmitglied
Sina Dr. Hilgers
seit 15.4.2024
Prokura
Olaf Bläser
seit 15.1.2024
Vorstandsmitglied
Prokura
Eduard Stückelmaier
seit 24.10.2023
Prokura
Kai Wagnes
seit 24.10.2023
Prokura
Dr. Sebastian Rapsch
seit 24.10.2023
Vorstandsmitglied
Stephan Will
seit 24.10.2023
Prokura
Elena Dr. Lutz
seit 24.10.2023
Prokura
Svenja Dr. Mangold
seit 14.8.2023
Prokura
Florian Piechowiak
seit 14.8.2023
Prokura
Paul Höser
seit 14.8.2023
Prokura
Helena Biewer
seit 14.8.2023
Prokura
Florian Dr. Gallasch
seit 18.4.2023
Prokura
Karin Brandl
seit 30.8.2022
Prokura
Heiko Stüber
seit 19.2.2019
Vorstandsmitglied
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Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ERGO Versicherung Aktiengesellschaft

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Geschäftsbericht 2023 ERGO Versicherung AG

Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Struktur und Inhalt des Lageberichts entsprechen den Regelungen des Handelsgesetzbuches, wobei wir uns am Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 20 (DRS 20) orientiert haben.

Im Geschäftsbericht wurde jede Zahl und Summe kaufmännisch gerundet. Die Zahlen in Klammern weisen die Vorjahreswerte aus.

Im Interesse einer besseren Lesbarkeit wird davon abgesehen, bei Fehlen einer geschlechtsneutralen Formulierung sowohl die männliche als auch weitere Formen anzuführen. Die gewählten männlichen Formulierungen gelten deshalb uneingeschränkt auch für die weiteren Geschlechter.

Unser Unternehmen

Die ERGO Versicherung AG - nachfolgend auch ERGO Versicherung genannt - ist der Schaden-/Unfallversicherer der ERGO Group. Wir bieten unseren Kunden vielfältige Produkte und Serviceleistungen für den privaten, gewerblichen und industriellen Bedarf. Seit über 160 Jahren sind wir für unsere Kunden da.

Die ERGO Versicherung betrieb im Geschäftsjahr 2023 in Deutschland unverändert das selbst abgeschlossene und das in Rückdeckung übernommene Geschäft in fast allen Versicherungszweigen und -arten der Schaden- und Unfallversicherung. Einzelheiten hierzu enthält die Übersicht auf der Seite 46, die Bestandteil des Lageberichts ist. Das Kerngeschäft in Deutschland wird zudem durch Niederlassungen im europäischen Raum ergänzt.

Teil der ERGO Group innerhalb der Munich Re

Die ERGO Group AG bietet ihren Kunden über ihre Töchter international Produkte in allen wesentlichen Versicherungssparten an. In Kombination mit Assistance- und Serviceleistungen sowie einer individuellen Beratung wird dabei der Bedarf von Geschäfts- und Privatkunden gedeckt.

Die ERGO Group AG gehört zu dem DAX-Unternehmen Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer, der im Lebens-, Gesundheits- sowie Schaden-/Unfallgeschäft aktiv ist. Die Kunden der Munich Re profitieren insbesondere von der umfassenden Underwriting-Erfahrung und dem globalen und lokalen Marktwissen der Gesellschaft sowie der geschäftsfeldübergreifenden Expertise ihrer Mitarbeiter.

Die ERGO Versicherung AG ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der ERGO Deutschland AG, die wiederum eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der ERGO Group AG ist. Seit 2016 besteht ein Beherrschungsvertrag und seit 2023 ein Gewinnabführungsvertrag mit der ERGO Deutschland AG. Der kombinierte Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der ERGO Group AG und der ERGO Versicherung AG wurde zum 31. Dezember 2022 aufgehoben.

Unter dem Dach der ERGO Group AG steuern mit der ERGO Deutschland AG, ERGO International AG und ERGO Technology & Services Management AG drei separate Einheiten die Geschäfte der ERGO Group. Die ERGO Deutschland AG bündelt das Deutschlandgeschäft. Die ERGO International AG steuert das internationale Geschäft innerhalb der Gruppe. Die ERGO Technology & Services Management AG hat ein länderübergreifendes Mandat als globaler Technologie- und Service-Provider für die gesamte ERGO Group.

Die ERGO Digital Ventures AG bündelte bislang alle strategischen Digitalisierungsinitiativen innerhalb der ERGO Group. Seit Anfang 2024 verantwortet ein neues Ressort innerhalb der ERGO Group AG diese Digitalisierungsaktivitäten und zudem das Gruppenmarketing sowie die globalen Vertriebspartnerschaften.

Die Vertriebsgesellschaft ERGO Beratung und Vertrieb AG vereint in Deutschland die ERGO Ausschließlichkeitsorganisation (Agenturvertrieb), die ERGO Pro (Strukturvertrieb) und den Bancassurance-Kanal. Beim Agenturvertrieb stehen die Rundum-Beratung sowie die Bindung der Bestandskunden und der Ausbau von Neukunden im Mittelpunkt. Die ERGO Pro setzt insbesondere auf die Gewinnung neuer Kunden sowie neuer Vertriebspartner. Durch das Geschäftsmodell "Hybrider Kunde" der ERGO stehen dem Kunden über alle Online- und Offline-Kanäle dieselben Angebote zur Verfügung. ERGO verzahnt Kanäle wie persönliche Beratung, Telefon, Mail, Internet oder Chat. Dies wird durch die vereinheitlichte Management-Verantwortung für den Ausschließlichkeits- und Direktvertrieb sichergestellt. Ergänzt wird diese Vertriebsstrategie durch den neu erschlossenen Bancassurance-Kanal, der seit Anfang 2022 eingesetzt wird.

Der ERGO Maklervertrieb Schaden/Unfall ist von essenzieller Bedeutung für das Individualgeschäft. Kunden und Vertriebspartnern werden passgenaue Produkte und Services von hoher Qualität angeboten. Die Maklerbetreuer und Underwriter sind für die Makler vor Ort präsent und kümmern sich individuell um alle Anliegen. Die persönliche Betreuung wird zusätzlich durch den telefonischen Maklerservice abgerundet. Neben der engen Betreuung gehörte auch die Modernisierung der Makler-IT weiterhin zu den Kernthemen im Jahr 2023. Alle relevanten Poststücke können über die digitale Maklerpost via BiPRO-Schnittstelle zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus sind die Breitstellung des neuen digitalen Kfz-Schadenservice auf Basis einer BiPRO-Schnittstelle sowie einzelne Tarifrechner wichtige Schritte in Richtung digitaler Anwendungen und vereinfachter Prozesse.

Ein einheitlicher Innendienst - im Wesentlichen bestehend aus Mitarbeitern der ERGO Group AG - unterstützt die verschiedenen Gesellschaften und Vertriebsorganisationen der ERGO in Deutschland. Alle privatkundenbezogenen Serviceprozesse, wie die Bearbeitung von Anträgen und Vertragsangelegenheiten, werden im Ressort Operations gesteuert. Die Schaden- und Leistungsfälle werden zentral durch das Ressort Schaden bearbeitet. Das Ressort Individualgeschäft bedient unsere Kunden vom Angebot bis zum Vertrag aus einer Hand. Zudem werden Schaden- und Leistungsfälle zu speziellen Risiken ressortintern bearbeitet. Unternehmensfunktionen wie Rechnungswesen, Controlling, Finanzen und Personal sind zentral organisiert, ebenso die unter Solvency II definierten Schlüsselfunktionen: die Risikomanagement-Funktion, die Compliance-Funktion, die Interne Revision sowie die Versicherungsmathematische Funktion. Unser Unternehmen beschäftigt Mitarbeiter nur noch in geringem Umfang im Rahmen des Betriebs unserer Niederlassungen.

Die ITERGO Informationstechnologie GmbH (ITERGO) gehört als Teil der globalen Tech-Hub-Struktur zur Familie der Unternehmen der ERGO Technology & Services Management AG (ET&SM). Im Fokus ihrer Tätigkeit stehen hauptsächlich die ERGO Deutschland AG und deren Tochtergesellschaften, jedoch auch weitere Gesellschaften der ERGO Group. Mit zukunfts- und kundenorientierten IT-Lösungen leistet ITERGO, zusammen mit den weiteren Tech Hubs in Polen und Indien, einen wichtigen Beitrag für den Erfolg der ERGO Group.

Strategische Anlageentscheidungen werden in enger Abstimmung mit Munich Re und ERGO von der ERGO Versicherung getroffen. Die ERGO Versicherung hat die Verwaltung ihrer Vermögensanlagen über die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG in München zum größten Teil auf die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH und ihre Tochtergesellschaften übertragen. MEAG ist der gemeinsame Vermögensmanager von Munich Re und ERGO. Sie gehört zu den bedeutenden Asset-Management-Gesellschaften weltweit. Das von der MEAG für Munich Re, ERGO und Externe verwaltete Vermögen (Assets under Management) belief sich zum 31. Dezember 2023 insgesamt auf 340 (307) Mrd. €.

Unsere Kunden im Fokus

Wir wollen Versicherungen für unsere Kunden so einfach, schnell und bequem wie möglich gestalten. Deshalb verbinden wir unsere Beratung nahtlos mit modernen Mobile- und Online-Serviceleistungen. So können unsere Kunden flexibel entscheiden, wie und wo sie mit uns in Kontakt treten. Und weil gerade schwierige Themen und komplexe Sachverhalte nach wie vor am besten persönlich besprochen werden, ist die fachkundige Beratung über unsere angestellten und selbstständigen ERGO Berater, Makler und starken Kooperationspartner ein wesentlicher Teil unseres Leistungsangebots.

Unsere Produktpalette

Die aktuelle Produktgeneration der Privatkundensparten Haftpflicht und Hausrat folgt weiterhin der bekannten Logik aus Smart- und Best-Variante. Beide Produkte wurden in der Best-Variante von der unabhängigen Ratingagentur Franke & Bornberg ausgezeichnet. Die Privathaftpflichtversicherung erhielt dabei die Note "sehr gut" und die Hausratversicherung die Note "hervorragend". Darüber hinaus hat unsere Privathaftpflichtversicherung in der Best-Variante beim Produktrating der Stiftung Warentest mit der Note "sehr gut (1,0)" abgeschnitten. Diesen Weg wollen wir mit unserer neuen Wohngebäudeversicherung fortsetzen, welche 2023 ebenfalls in der Smart- und Best-Variante eingeführt wurde.

In der Unfallversicherung bieten wir neben einem umfassenden Grundschutz mit den Produkten Smart und Best eine Absicherung auf höchstem Niveau. Unser aktuelles Unfall-Produkt zeichnet sich durch eine hohe Kundennähe, einen intuitiven Aufbau und geringe Komplexität aus. Es wird in Ratings von Franke & Bornberg und Morgen & Morgen anhaltend sehr gut bewertet.

Die ERGO Kfz-Versicherung für Pkw und Zweiräder ist mit der umfassenden Grunddeckung und den zwei Produkten Smart und Best wettbewerbsfähig am Markt positioniert. Mit dem neuen Produkt haben wir insbesondere Leistungsverbesserungen für E-Autos vorgenommen. Den bisherigen Baustein "Elektro Plus" haben wir in den Grundschutz integriert und die Deckung entsprechend erweitert. Hiermit erhalten wir weiterhin Top-Produktbewertungen für unsere Produkte Smart und Best.

In der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung bieten wir weiterhin in nahezu allen relevanten Berufsgruppen eine adäquate Vermögensschaden-Haftpflicht Deckung an. Im Jahr 2023 wurden die neuen Konzepte für Rechtsanwälte bzw. Berufsausübungsgesellschaften und Berufsbetreuer aufgrund der gesetzlichen Veränderungen (BRAO-Reform und Einführung einer Pflichtversicherung) etabliert und umgesetzt.

In der Produktgruppe der Cyberversicherungen bieten wir ein Voll- und ein Kompaktprodukt an. Die sog. Branchentarife in der Cyberversicherung sind an die technischen Systeme angeschlossen und verbessern die vertrieblichen Möglichkeiten. Darüber hinaus haben wir Elemente zur Schadenprävention in das Produkt eingepflegt und weiten das Leistungspaket aus. Unsere Präsenz im Bereich der Online-Vergleichsportale konnten wir sowohl in der Vermögensschaden-Haftpflicht als auch in Cyber insbesondere durch bestehende und noch im Aufbau befindliche Kooperationen mit Vergleichsportalen ausbauen.

Die Erneuerung der Produktpalette für unsere gewerblichen Kunden ist planmäßig erfolgt. Basierend auf den Ergebnissen unserer Kundenbefragungen bieten wir unseren Kunden im Gewerbebereich einfache Haftpflichtversicherungsprodukte an, die sich durch einen umfangreichen Versicherungsschutz auszeichnen. Die Digitalisierung des Antrags- und Vertragserstellungsprozesses schreitet weiter erfolgreich voran. Ebenfalls überarbeitet wurde die Produktpallette in der industriellen Haftpflichtversicherung. Auch hier bieten wir in strukturierten Bedingungswerken und nach Analyse der Risiken adäquate Versicherungskonzepte für nationale und internationale Risiken an.

In der gewerblichen Sachversicherung bieten wir unseren Kunden klare und übersichtliche Produkte mit vielen Vorteilen. Diese bieten umfangreichen Schutz zu guten Konditionen. Die Nachfrage nach Annexprodukten der erweiterten Elementarversicherungen ist nach wie vor groß. Neben der Sachversicherung steigt auch die Nachfrage nach Ertragsausfallversicherungen. Die Auswirkungen von anhaltenden Lieferkettenproblematiken und Fachkräftemangel führen zu verlängerten Ertragsausfallschäden und somit zu einem erhöhten Fokus auf die Angemessenheit der Versicherungssummen.

In der Kautionsversicherung bieten wir mittelgroßen und großen Kunden maßgeschneiderte Lösungen zur Bereitstellung von Sicherheiten. Der Fokus liegt dabei vor allem in der Baubranche und im Maschinen- und Anlagenbau. Zusätzlich halten wir ein attraktives Produktangebot für Gewerbekunden bereit. Dieses wurde um ein neues Produkt der gewerblichen Mietkaution ergänzt. Um Verwaltungsaufwände und Bearbeitungszeiten für unsere Kunden zu reduzieren, bieten wir seit 2023 auch rein digitale Bürgschaften über die Plattform Trustlog an.

Mit unseren Produkten für das mittelständische Geschäft im Inland und im europäischen Ausland sowie durch die zur ERGO Group gehörende Köln.Assekuranz Agentur GmbH (KA) mit dem Fokus auf Transportgeschäft mit Großkunden verfügen wir über ein breites Produktspektrum. Im Mittelstands- und Großkundengeschäft greifen wir zudem auf unser internationales Netzwerk International Network of Insurance (INI) zurück, durch das wir unseren Kunden und deren Niederlassungen im Ausland gesetzes- und aufsichtsrechtlich konforme Produkte anbieten können. Unseren Kundenservice erweitern wir durch die Analyse der spezifischen Gefahren für unsere Kunden mit den Schwerpunkten "Naturkatastrophen" und "Man-Made-Risiken".

Bei den Technischen Versicherungen sind wesentliche Wachstumsträger die individuellen Lösungen für Großkunden sowie der Bereich der Elektromobilität. Auch das Geschäft unserer ausländischen Niederlassungen und der Versicherungsbedarf für erneuerbare Energien gewinnen weiter an Bedeutung. Für unsere Gewerbekunden bieten wir eine umfassende Produktpalette für alle Sparten der Technischen Versicherungen an.

In unserem Privatkundengeschäft Rechtsschutz unterscheiden wir nach den Produktlinien Smart und Best. Sowohl im Einstiegsprodukt Smart, als auch im Produkt Best ist eine Absicherung der individuellen Lebensbereiche möglich. Mit der Produktlinie Best kann der Versicherungsschutz um zahlreiche Mehrleistungen erweitert werden. Dazu gehört beispielsweise der vorgerichtliche Versicherungsschutz im Steuer- und Sozialrecht. Die Produktlinie Best zeichnet sich zudem durch umfassende Rechtsdienstleistungen aus. Dazu zählen z.B. der Dokumentencheck und die Unterstützung bei der Erstellung einer Patientenverfügung. Für unsere Firmenkunden bieten wir mit den Produktlinien Komfort und Premium ein umfassendes Portfolio an Produkten zur Absicherung gewerblicher Risiken an.

Hinweis: Nähere Informationen zu den genannten Ratings sind auf der jeweiligen Homepage der einzelnen Rating-Agenturen einsehbar.

Lagebericht

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Kapitalmarktentwicklung

Das Wachstum der Weltwirtschaft schwächte sich 2023 etwas ab. Vor allem in Europa ließ die wirtschaftliche Dynamik deutlich nach. So ging in Deutschland das Bruttoinlandsprodukt inflationsbereinigt leicht zurück 1 . Dagegen blieb die US-amerikanische Volkswirtschaft robust, und die chinesische Volkswirtschaft wuchs nach dem Wegfall der Pandemierestriktionen stärker als im Vorjahr. Die Inflationsraten fielen zwar, waren im Jahresdurchschnitt aber in Deutschland immer noch deutlich höher als im langjährigen Mittel.

Nach derzeitigen Hochrechnungen 2 wuchsen die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft 2023 nur schwach. Das Beitragswachstum in der Schaden- und Unfallversicherung war zwar stärker als im langjährigen Mittel. Jedoch gingen die Beiträge in der Lebensversicherung aufgrund einer schwachen Entwicklung der Einmalbeiträge zurück.

Infolge der weiterhin erhöhten Inflation strafften die Zentralbanken die Geldpolitik weiter. Nach den umfangreichen Leitzinsanhebungen im Vorjahr erhöhte die US-amerikanische Zentralbank (Fed) die Leitzinsen im Jahr 2023 um einen Prozentpunkt, sodass der Leitzinskorridor Ende des Jahres bei 5,25 % bis 5,50 % lag. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihren Zinsanhebungszyklus fort und straffte die Geldpolitik weiter. Der Zinssatz für die Einlagefazilität der EZB lag Ende 2023 auf einem Niveau von 4,00 %.

An den Kapitalmärkten haben konträr wirkende Kräfte im Jahr 2023 Spuren hinterlassen. Belastend wirkten die zunehmende geldpolitische Straffung durch die Zentralbanken, das gestiegene Niveau der Kapitalmarktzinsen sowie die wirtschaftliche Abschwächung, insbesondere in der Eurozone. Dem gegenüber standen die rückläufige Inflation, auch infolge sinkender Energiepreise, das erwartete Ende der Zinsanhebungszyklen der Zentralbanken sowie zum Jahresende hin zunehmende Erwartungen baldiger Leitzinssenkungen. Ausgehend von 2,6 % zu Jahresbeginn sanken die Renditen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen im Jahresverlauf auf 2,0 %. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen stiegen hingegen von 3,8 % auf 3,9 % an, auch da das US-Wachstum merklich widerstandsfähiger ausfiel als in der Eurozone. Der Zinsanstieg wurde zwischenzeitlich durch gestiegene Unsicherheit wegen der Zahlungsschwierigkeiten mehrerer regionaler US-Banken im Frühjahr unterbrochen.

Die Aktienmärkte legten im Jahr 2023 zu, auch wenn die zusätzliche geldpolitische Straffung belastete. So unterstützten die rückläufige Inflation wie auch die überraschend resiliente wirtschaftliche Entwicklung die Aktienmärkte, insbesondere in den USA. Des Weiteren entwickelten sich die Unternehmensgewinne positiv und Aktienmärkte profitierten im Jahresverlauf auch von zunehmenden Markterwartungen im Hinblick auf Leitzinssenkungen im Jahr 2024. In den USA trug zudem eine sehr positive Entwicklung der größten Technologieaktien zur positiven Gesamtentwicklung bei. In Summe legten der Preisindex Euro Stoxx 50 über 19 %, der deutsche Performanceindex DAX etwa 20 % und der Preisindex S&P 500 sogar etwas mehr als 24 % zu.

Im Vergleich zum Vorjahr bewegte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar in einem kleineren Band und legte in Summe leicht von 1,07 US-Dollar je Euro zu Jahresbeginn auf 1,10 US-Dollar je Euro zu. In der ersten Jahreshälfte belasteten unter anderem die Turbulenzen um US-Banken im Frühjahr den US-Dollar. Getrieben von der relativ besseren Wirtschaftsentwicklung in den USA legte der US-Dollar im dritten Quartal dann wieder zu, bevor zum Jahresende die Erwartungen hinsichtlich baldiger Leitzinssenkungen in den USA zunahmen und somit den US-Dollar belasteten.

Marktdaten-Quelle: Refinitiv Datastream

1 Quelle: Schätzung des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung

2 Quelle: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

Die Schaden- und Unfallversicherung im Jahr 2023 1

In der Schaden- und Unfallversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen im Jahr 2023 um 6,7 % (+4,4 %) auf 84,5 (79,1) Mrd. €. Der Schadenaufwand stieg um 12,7 % (-6,2 %). Die Schaden-/Kostenquote lag bei rund 98 % (94,6 %).

Entwicklung in den Sparten

In der Kraftfahrtversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 4,1 % (+1,1 %) auf 30,3 (29,1) Mrd. €. Infolge eines überdurchschnittlichen Elementarschaden-Jahres (Hagelereignisse im August 2023) und eines kräftigen Anstiegs des Schadendurchschnitts (bedingt durch hohe Inflation, eine äußerst dynamische Entwicklung der Kfz-Ersatzteilpreise sowie Engpässe in Werkstätten und bei Mietwagen) war beim Schadenaufwand eine Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 13,6 % (+8,2 %) zu verzeichnen. Sie betrug in Haftpflicht +11,5 % (+11,1 %) und in Vollkasko +16,5 % (+6,7 %). In Teilkasko erhöhte sich der Schadenaufwand um 16,5 % (-10,0 %). Insgesamt belief sich die Schaden-/Kostenquote in der Kraftfahrtversicherung auf rund 110 % (101,2 %), in Vollkasko auf rund 121 % (110,3 %) und in Teilkasko auf 105 % (95,0 %).

In der Sachversicherung nahmen die Beitragseinnahmen gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 13,3 % (+8,9 %) auf 28,9 (25,6) Mrd. € zu. Ursächlich waren die im Jahr 2022 signifikant gestiegenen Inflationsindizes, die daraus resultierenden Anpassungen der Versicherungssummen im Jahr 2023 sowie die weiterhin gestiegene Nachfrage nach Elementardeckung. Die nicht-privaten Sachsparten wuchsen mit +13,0 % ähnlich stark wie die privaten Sachversicherungen mit +13,5 %. Der Schadenaufwand in der Sachversicherung insgesamt stieg um 15,2 % (-27,3 %) auf 20,4 (17,7) Mrd. €. Trotz einiger auffallender Hagel- und Starkregenereignisse war das Schadengeschehen bezüglich versicherter Naturgefahren unterdurchschnittlich. Der Schadenaufwand in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung erhöhte sich - aufgrund signifikant gestiegener Inflation - um 10,0 % (-27,9 %). Die Schaden-/Kostenquote sank auf rund 98 % (106,4 %). In der Verbundenen Hausratversicherung wuchs der Schadenaufwand um 13,0 % (-28,3 %) und führte zu einer Schaden-/Kostenquote von 79 % (75,6 %). In Industrie/Gewerbe/Landwirtschaft stieg der Schadenaufwand um 22,0 % (-29,5 %), sodass sich die Schaden-/Kostenquote von rund 106 % (102,6 %) erhöhte. In den Technischen Versicherungen betrug die Schaden-/Kostenquote rund 81 % (78,1 %). Die Schaden-/Kostenquote in der Sachversicherung insgesamt sank im Vergleich zum Vorjahr insgesamt auf rund 96 % (97,5 %).

In der Allgemeinen Haftpflichtversicherung wuchsen die Beiträge um 3,0 % (4,2 %) auf 8,5 (8,3) Mrd. €. Die Schaden-/Kostenquote erhöhte sich nur geringfügig auf rund 85 % (84,1 %).

Die Vertragsstückzahlen in der Allgemeinen Unfallversicherung verringerten sich marginal auf 24,6 (24,9) Mio. Sie nahmen um 1,0 % (-1,1 %) ab. Die Beitragseinnahmen blieben unverändert bei 6,6 (6,6) Mrd. € und der Schadenaufwand nahm um 2,0 % (+5,9 %) zu. Insgesamt führte dies zu einer Schaden-/Kostenquote von 76 % (75,7 %).

In der Transport- und Luftfahrtversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen um 8,0 % (+10,5 %). Der Schadenaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 12,0 % (+19,0 %). Im Vergleich zum Jahr 2022 verringerte sich die Schaden-/Kostenquote auf rund 94 % (100,1 %).

In der Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadenversicherung erhöhten sich die Beitragseinnahmen um 5,0 % (+10,8 %). Wegen steigender Insolvenzzahlen nahm der Schadenaufwand erheblich um 44,0 % (+32,4 %) zu, woraus eine Steigerung der Schaden-/Kostenquote auf rund 82 % (67,7 %) resultierte.

In der Rechtsschutzversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen um 2,5 % (+3,4 %) auf 4,8 (4,7) Mrd. €. Der Schadenaufwand stieg um 6,0 % (+1,6 %) und die Schaden-/Kostenquote erhöhte sich auf rund 97 % (91,0 %).

1 Die Marktdaten stammen aus der durch den GDV am 24. November 2023 veröffentlichten "Hochrechnung des inländischen Direktgeschäftes in der Schaden- und Unfallversicherung 2023".

3

Geschäftsverlauf

Auf der Seite 46 dieses Berichtes führen wir die im Geschäftsjahr 2023 im selbst abgeschlossenen und im in Rückdeckung übernommenen Geschäft betriebenen Versicherungszweige und -arten auf.

Bestand und Neugeschäft

Im Geschäftsjahr 2023 lag das Neugeschäft mit 481 Mio. € deutlich um 56 Mio. € (+13,1 %) über dem Vorjahreswert. Den größten Zuwachs (+30 Mio. € bzw. +18,5 %) verzeichnete die Kraftfahrtversicherung. Ebenfalls positiv entwickelten sich die Feuer- und Sachversicherung (+18 Mio. € bzw. +11,9 %) infolge eines kräftigen Anstiegs in der Wohngebäudeversicherung und die Allgemeine Haftpflichtversicherung (+16 Mio. € bzw. +31,3 %) insbesondere im gewerblichen Geschäft. Dagegen verzeichneten die übrigen Sparten Rückgänge (Transportversicherung -4 Mio. € bzw. -30,4 %, Allgemeine Unfallversicherung -2 Mio. € bzw. -12,2 %, Rechtsschutzversicherung -1 Mio. € bzw. -3,3 %).

Mit 11,8 (11,8) Mio. Verträgen blieb die Zahl der selbst abgeschlossenen mindestens einjährigen Versicherungen nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr. Dabei verzeichnete insbesondere die Kraftfahrtversicherung einen deutlichen Zuwachs. Auch in den Feuer- und Sachversicherungen sowie der Haftpflichtversicherung und der Kautionsversicherung lag die Vertragszahl spürbar über dem Vorjahreswert. Dagegen entwickelten sich die Unfallversicherung sowie die Rechtsschutzversicherung, die Schutzbriefversicherung und die sonstigen Versicherungen rückläufig.

Die Entwicklung der Anzahl der Versicherungsverträge ist im Anhang dargestellt.

Ertragslage

Die Ertragslage der ERGO Versicherung ist geprägt durch die Beitragseinnahmen, die Aufwendungen für Versicherungsfälle, das versicherungstechnische Ergebnis sowie das Kapitalanlageergebnis und das Gesamtergebnis.

Diese Komponenten sowie die kombinierte Schaden-/Kostenquote gelten als bedeutsamste Leistungsindikatoren.

Entwicklung insgesamt

Beitragseinnahmen

Die gebuchten Bruttobeiträge verringerten sich im Geschäftsjahr 2023 im gesamten Geschäft - wie erwartet - um 3,8 % auf 4,87 (5,06) Mrd. €. Im selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen sie um 4,7 % auf 4,05 (3,86) Mrd. €.

Im in Rückdeckung übernommenen Geschäft sank das Beitragsvolumen - insbesondere durch die partielle Beendigung unseres in Großbritannien gezeichneten Geschäfts - auf 0,82 (1,20) Mrd. €.

Wir haben 202 (193) Mio. € für den Rückversicherungsschutz des selbst abgeschlossenen Geschäfts ausgegeben.

Die Selbstbehaltsquote blieb stabil bei 95,0 (95,0) %.

Beitragseinnahmen 2023 2022
selbst abgeschlossenes Geschäft (s.a.G.) Mio. € 4.045 3.864
Veränderung zum Vorjahr % + 4,7 + 5,4
in Rückdeckung übernommenes Geschäft Mio. € 824 1.197
insgesamt brutto Mio. € 4.869 5.061
Selbstbehaltsquote s.a.G. % 95,0 95,0

Aufwendungen für Versicherungsfälle

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 im gesamten Geschäft auf 3,05 (3,17) Mrd. €. Die Brutto-Schadenquote betrug 63,0 (63,9) %. Die Netto-Schadenquote lag bei 65,5 (62,2) %.

Im selbst abgeschlossenen Geschäft stiegen die Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto auf 2,53 (2,40) Mrd. €. Die Brutto-Schadenquote erhöhte sich auf 63,1 (62,7) %.

Der Anteil des Rückversicherers - bezogen auf die Brutto-Schadenaufwendungen im selbst abgeschlossenen Geschäft - betrug 41 (74) Mio. €. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung betrugen 2,49 (2,32) Mrd. €. Die Netto-Schadenquote lag bei 65,4 (64,0) %.

In dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft sanken die Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung auf 521 (596) Mio. €. Die zugehörige Schadenquote betrug 66,1 (56,1) %.

Insgesamt verzeichnete die ERGO Versicherung für eigene Rechnung Schadenaufwendungen in Höhe von 3,01 (2,92) Mrd. € und einen moderaten Anstieg der Netto-Schadenquote auf 65,5 (62,2) %.

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb

Im gesamten Geschäft verringerten sich die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb auf 1,43 (1,61) Mrd. €. Dabei sanken die Abschlussaufwendungen auf 564 (585) Mio. € wohingegen sich die Verwaltungsaufwendungen auf 1,03 (0,86) Mrd. € erhöhten. Die Kostenquote - das Verhältnis der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den verdienten Beiträgen - betrug brutto 29,5 (32,5) % und für eigene Rechnung 30,3 (33,5) %.

Die Combined Ratio bzw. kombinierte Schaden-/Kostenquote (Summe der Schadenaufwendungen und der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in % der verdienten Beiträge) lag brutto bei 92,5 (96,4) %. Für eigene Rechnung lag sie mit 95,9 (95,7) % - gegenüber einem erwarteten leichten Rückgang - leicht über dem Vorjahresniveau.

In Rückdeckung übernommenes Geschäft

Die ERGO Versicherung betrieb das in Rückdeckung übernommene Geschäft im Geschäftsjahr 2023 vor allem in den Bereichen Rechtsschutz, Transport, Kranken, Haftpflicht, Feuer und Sach sowie in den sonstigen Versicherungen und in der Kraftfahrtversicherung.

Das Beitragsvolumen verringerte sich - insbesondere durch die partielle Beendigung unseres in Großbritannien gezeichneten Geschäfts - auf 0,82 (1,20) Mrd. €.

Von dem Beitragsaufkommen entfielen im Wesentlichen 225 (210) Mio. € auf die Feuer- und Sachversicherungen, 212 (363) Mio. € auf die sonstigen Versicherungen, 149 (212) Mio. € auf die Rechtsschutzversicherungen, 88 (81) Mio. € auf die Kraftfahrtversicherungen, 70 (58) Mio. € auf die Haftpflichtversicherungen, 58 (101) Mio. € auf die Transportversicherungen sowie 19 (168) auf die Krankenversicherungen.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle verringerten sich - insbesondere durch geringere Aufwendungen in Verbindung mit der partiellen Beendigung unseres in Großbritannien gezeichneten Geschäfts - auf 520 (774) Mio. €.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen 277 (480) Mio. €.

Insgesamt war im Berichtsjahr ein versicherungstechnisches Bruttoergebnis von 46 (-116) Mio. € zu verzeichnen. Nach Berücksichtigung der Rückversicherung und vor Veränderung der Schwankungsrückstellung ergab sich ein Gewinn von 1 Mio. €, nach einem Verlust von 5 Mio. € im Vorjahr. Der Schwankungsrückstellung wurden im Berichtsjahr 37 (45) Mio. € zugeführt. Nach Veränderung der Schwankungsrückstellung ergab sich insgesamt ein versicherungstechnischer Verlust von 36 (50) Mio. €.

Veränderung der Schwankungsrückstellung

Der Schwankungsrückstellung haben wir 2023 im gesamten Geschäft einen Betrag von 70 (113) Mio. € zugeführt. Im selbst abgeschlossenen Geschäft belief sich die Zuführung auf 33 (69) Mio. €. Im in Rückdeckung übernommenen Geschäft betrug die Zuführung 37 (45) Mio. €.

Versicherungstechnisches Ergebnis

Im gesamten Versicherungsgeschäft erzielte die ERGO Versicherung 2023 einen versicherungstechnischen Bruttogewinn von 376 Mio. €, der - wie erwartet - deutlich über dem Vorjahresergebnis von 171 Mio. € lag. Im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft betrug das versicherungstechnische Bruttoergebnis vor Schwankungsrückstellung 330 (287) Mio. €. Im in Rückdeckung übernommenen Geschäft erzielten wir einen versicherungstechnischen Gewinn von 46 Mio. €, nach einem Verlust von 116 Mio. € im Vorjahr.

Insgesamt belief sich das Rückversicherungsergebnis im selbst abgeschlossenen Geschäft auf -122 (-69) Mio. € und im gesamten Geschäft auf -167 (42) Mio. €.

Der Gewinn für eigene Rechnung vor Veränderung der Schwankungsrückstellung lag mit 208 (218) Mio. € im selbst abgeschlossenen Geschäft moderat unter dem Vorjahresniveau. Im gesamten Geschäft lag er bei 209 (212) Mio. €.

Nach Zuführung zur Schwankungsrückstellung betrug der versicherungstechnische Nettogewinn 138 (99) Mio. €.

vereinfachte Ergebnisrechnung 2023 2022
Ergebnis brutto Mio. € 376 171
Rückversicherungsergebnis Mio. € - 167 42
Ergebnis f.e.R. vor Schwankungsrückstellung Mio. € 209 212
Veränderung der Schwankungsrückstellung Mio. € -71 -113
Ergebnis f.e.R. nach Schwankungsrückstellung Mio. € 138 99

Kapitalanlageergebnis

Das Kapitalanlageergebnis der ERGO Versicherung erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023, nach Kosten der Vermögensverwaltung und vor Abzug des technischen Zinsertrags, aufgrund der Kapitalmarktentwicklungen - wie erwartet - spürbar auf 159 (123) Mio. €.

Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen beliefen sich auf 231 (195) Mio. €. Die Abgangsgewinne gingen - nach dem durch den Verkauf der Anteile an zwei Tochtergesellschaften geprägten Vorjahr - auf 41 (91) Mio. € zurück. Die Erträge aus Zuschreibungen beliefen sich auf 17 (2) Mio. €. Hier wirkten sich Zuschreibungen auf Spezialfonds - bedingt durch die Erholung der Aktienmärkte und rückläufige Zinsen - erhöhend aus. Den Erträgen aus Kapitalanlagen standen im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringere Aufwendungen von insgesamt 129 (165) Mio. € gegenüber. Hier wirkten sich insbesondere die geringeren Abschreibungen auf Spezialfonds - aufgrund der Entwicklungen an den Finanzmärkten - entsprechend entlastend aus.

Gesamtergebnis

Im Geschäftsjahr 2023 erzielten wir ein gegenüber dem Vorjahr höheres versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung. Das Kapitalanlageergebnis verbesserte sich ebenfalls. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit - unter Berücksichtigung der sonstigen Erträge und Aufwendungen - belief sich auf 195 (113) Mio. €.

Die ERGO Versicherung ist in die körperschaft- und gewerbesteuerliche Organschaft der ERGO Group AG einbezogen. Die realitätsnahe Bewertung der Schadenrückstellung sowie steuerlich nicht ansetzbare Abschreibungen beeinflussten maßgeblich die Steuern vom Einkommen und Ertrag. Sie betrugen im Berichtsjahr -102 (-55) Mio. €.

Das Gesamtergebnis der ERGO Versicherung betrug 90 (38) Mio. €. Im Rahmen des bestehenden Gewinnabführungsvertrags wurde der Gewinn vollständig an die ERGO Group AG abgeführt.

Der aus der Entnahme aus der Kapitalrücklage resultierende Bilanzgewinn von 65 (-) Mio. € wird im Rahmen des Gewinnverwendungsvorschlags der Hauptversammlung zur Ausschüttung vorgeschlagen.

Entwicklung der Sparten

Nachfolgend stellen wir die Entwicklung der - gemessen an den Beitragseinnahmen - wesentlichen Versicherungszweige und -arten im selbst abgeschlossenen Geschäft der ERGO Versicherung dar.

Zusammensetzung der Beitragseinnahmen 2023 2022
selbst abgeschlossenes Geschäft
Unfallversicherung % 14,1 14,9
Haftpflichtversicherung % 18,9 19,0
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung % 11,0 11,0
Sonstige Kraftfahrtversicherungen % 8,0 8,1
Feuer- und Sachversicherung % 27,7 25,5
Rechtsschutzversicherung % 10,3 10,8

Unfallversicherung

Die gebuchten Bruttobeiträge gingen in der Unfallversicherung im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 % auf 570 (577) Mio. € zurück. Die Risiko-Unfallversicherung verzeichnete einen Rückgang um 0,9 % auf 554 (560) Mio. €. In der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR) reduzierte sich das Beitragsaufkommen erwartungsgemäß auf 15 (17) Mio. €. Diese wird nicht mehr gezeichnet. In der Kraftfahrt-Unfallversicherung blieben die Beiträge nahezu unverändert bei 0,5 Mio. €.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen brutto leicht auf 261 (259) Mio. €. Die Schadenquote erhöhte sich auf 45,9 (45,0) %.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich brutto auf 191 (207) Mio. €.

Insgesamt erzielte die ERGO Versicherung in der Unfallversicherung einen versicherungstechnischen Gewinn vor Rückversicherung von 159 (145) Mio. €. Nach Rückversicherung betrug der versicherungstechnische Gewinn 157 (138) Mio. €. Eine Schwankungsrückstellung war erneut nicht zu dotieren.

selbst abgeschlossenes Geschäft 2023 2022
Beitragseinnahmen Mio. € 570 577
Veränderung zum Vorjahr % - 1,3 - 1,0
Ergebnis brutto Mio. € 159 145
Ergebnis nach Schwankung f.e.R. Mio. € 157 138

Haftpflichtversicherung

In der allgemeinen Haftpflichtversicherung wuchsen die gebuchten Bruttobeiträge um 4,4 % auf 766 (734) Mio. €. Diese Entwicklung war insbesondere auf das gewerbliche und industrielle Geschäft zurückzuführen. Hier stiegen die Beiträge im Berichtsjahr - aufgrund des Geschäftsausbaus, auch im Niederlassungsgeschäft - um 5,0 % auf 660 (629) Mio. €. Die private Haftpflichtversicherung verzeichnete einen leichten Zuwachs um 0,8 % auf 106 (105) Mio. €.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle verringerten sich auf 351 (392) Mio. €. Die Schadenquote sank infolgedessen auf 46,1 (53,9) %. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb betrugen brutto 211 (209) Mio. €.

Vor Veränderung der Schwankungsrückstellung ergab sich ein versicherungstechnischer Bruttogewinn von 195 (122) Mio. €. Nach Rückversicherung haben wir einen versicherungstechnischen Gewinn von 168 (103) Mio. € erzielt. Im Berichtsjahr waren der Schwankungsrückstellung 9 (4) Mio. € zuzuführen. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung betrug 159 (99) Mio. €.

selbst abgeschlossenes Geschäft 2023 2022
Beitragseinnahmen Mio. € 766 734
Veränderung zum Vorjahr % + 4,4 + 6,0
Ergebnis brutto Mio. € 195 122
Ergebnis nach Schwankung f.e.R. Mio. € 159 99

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

Die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Beitragsaufkommen von 444 (425) Mio. € infolge der positiven Geschäftsentwicklung.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen - u.a. durch den Anstieg der Durchschnittsschäden infolge inflationär bedingter höherer Reparaturkosten - brutto um 11,1 % auf 328 (295) Mio. €. Die Schadenquote erhöhte sich infolgedessen auf 74,0 (69,5) %.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen brutto auf 105 (103) Mio. €.

Die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung verzeichnete insgesamt einen versicherungstechnischen Bruttogewinn vor Veränderung der Schwankungsrückstellung von 10 (25) Mio. €. Nach Abgabe an die Rückversicherer belief sich das versicherungstechnische Ergebnis vor Schwankung auf 9 (23) Mio. €. Der Schwankungsrückstellung wurden im Berichtsjahr 27 (46) Mio. € zugeführt. Danach ergab sich ein versicherungstechnischer Nettoverlust von 18 (23) Mio. €.

selbst abgeschlossenes Geschäft 2023 2022
Beitragseinnahmen Mio. € 444 425
Veränderung zum Vorjahr % + 4,4 + 1,6
Ergebnis brutto Mio. € 10 25
Ergebnis nach Schwankung f.e.R. Mio. € - 18 - 23

Sonstige Kraftfahrtversicherung

Unter den sonstigen Kraftfahrtversicherungen werden die Voll- und die Teilkaskoversicherung ausgewiesen. Die Kraftfahrt-Unfallversicherung wird dagegen der Unfallversicherung zugeordnet.

Die ERGO Versicherung verbuchte in den sonstigen Kraftfahrtversicherungen mit 325 (314) Mio. € ein um 3,6 % höheres Beitragsaufkommen als im Vorjahr. Dabei stiegen die Beitragseinnahmen in der Vollkaskoversicherung auf 285 (276) Mio. € und in der Teilkaskoversicherung auf 41 (38) Mio. €.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich - auch durch Belastungen aus Naturereignissen - brutto auf 327 (266) Mio. €. Die Schadenquote stieg auf 100,6 (84,3) %.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich brutto leicht auf 81 (80) Mio. €.

Das versicherungstechnische Bruttoergebnis vor Schwankung betrug im Berichtsjahr -84 (-32) Mio. €. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung sank auf -87 (-35) Mio. €. Der Schwankungsrückstellung wurden im Berichtsjahr 39 (15) Mio. € entnommen. Insgesamt belief sich das versicherungstechnische Ergebnis der Sparte auf -48 (-20) Mio. €.

selbst abgeschlossenes Geschäft 2023 2022
Beitragseinnahmen Mio. € 325 314
Veränderung zum Vorjahr % + 3,6 + 1,2
Ergebnis brutto Mio. € - 84 - 32
Ergebnis nach Schwankung f.e.R. Mio. € - 48 - 20

Feuer- und Sachversicherung

Die Zweige der Feuer- und Sachversicherung, welche die Verbundene Hausratversicherung, die Verbundene Gebäudeversicherung und die sonstige Sachversicherung umfassen, entwickelten sich wie folgt:

Feuerversicherung

Das Beitragsaufkommen stieg in der Feuerversicherung im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 96 (90) Mio. €.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich leicht auf 26 (24) Mio. €. Die Schadenquote sank auf 26,9 (27,6) %.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich brutto auf 16 (15) Mio. €.

Die Feuerversicherung wies im Jahr 2023 brutto vor Veränderung der Schwankungsrückstellung einen versicherungstechnischen Gewinn von 49 (47) Mio. € aus. Nach Beteiligung der Rückversicherer betrug das versicherungstechnische Ergebnis 33 (31) Mio. €. Der Schwankungsrückstellung haben wir im Berichtsjahr 11 (36) Mio. € zugeführt. Insgesamt verzeichnete die Sparte - nach einem Verlust von 5 Mio. € im Vorjahr - einen versicherungstechnischen Gewinn von 21 Mio. €.

selbst abgeschlossenes Geschäft 2023 2022
Beitragseinnahmen Mio. € 96 90
Veränderung zum Vorjahr % + 6,7 + 25,2
Ergebnis brutto Mio. € 49 47
Ergebnis nach Schwankung f.e.R. Mio. € 21 - 5

Verbundene Hausratversicherung

In der Verbundenen Hausratversicherung lag das Beitragsaufkommen im Geschäftsjahr 2023 mit 128 (124) Mio. € moderat über dem Vorjahresniveau.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich auf 50 (45) Mio. €. Die Schadenquote lag bei 39,8 (36,5) %.

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen auf 56 (54) Mio. €.

Vor Schwankung belief sich das versicherungstechnische Bruttoergebnis auf 18 (21) Mio. € und für eigene Rechnung auf 16 (20) Mio. €. Nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 2 Mio. € im Vorjahr war diese im Berichtsjahr nicht zu dotieren. Insgesamt erzielte die Sparte einen versicherungstechnischen Gewinn von 16 (22) Mio. €.

selbst abgeschlossenes Geschäft 2023 2022
Beitragseinnahmen Mio. € 128 124
Veränderung zum Vorjahr % + 3,1 + 1,6
Ergebnis brutto Mio. € 18 21
Ergebnis nach Schwankung f.e.R. Mio. € 16 22

Verbundene Gebäudeversicherung

In der Verbundenen Gebäudeversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen infolge des Geschäftsausbaus deutlich auf 368 (308) Mio. €.

Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich - insbesondere aufgrund von Belastungen aus Naturereignissen - auf 282 (261) Mio. €. Die Schadenquote betrug 79,2 (86,1) %.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich brutto auf 108 (98) Mio. €.

Das versicherungstechnische Bruttoergebnis vor Schwankung betrug im Berichtsjahr -43 (-64) Mio. €. Für eigene Rechnung ergab sich ein Verlust von 59 (67) Mio. €. Der Schwankungsrückstellung haben wir 2 (15) Mio. € entnommen. Somit betrug der versicherungstechnische Verlust nach Schwankungsrückstellung 57 (51) Mio. €.

selbst abgeschlossenes Geschäft 2023 2022
Beitragseinnahmen Mio. € 368 308
Veränderung zum Vorjahr % + 19,5 + 11,0
Ergebnis brutto Mio. € - 43 - 64
Ergebnis nach Schwankung f.e.R. Mio. € - 57 - 51

Sonstige Sachversicherung

Die in der Sonstigen Sachversicherung zusammengefassten Versicherungszweige und -arten sind auf Seite 46 aufgeführt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Sonstigen Sachversicherung insgesamt:

selbst abgeschlossenes Geschäft 2023 2022
Beitragseinnahmen Mio. € 527 462
Veränderung zum Vorjahr % + 14,0 + 15,5
Ergebnis brutto Mio. € - 17 17
Ergebnis nach Schwankung f.e.R. Mio. € - 47 - 12

Die - gemessen an den Beitragseinnahmen - größten der unter der Sonstigen Sachversicherung erfassten Versicherungszweige entwickelten sich wie folgt:

In der Gebäudeversicherung für Geschäfte und Betriebe stiegen die gebuchten Beiträge - aufgrund einer guten Neugeschäftsentwicklung sowie inflationsbedingter Summenanpassungen - auf 194 (180) Mio. €. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich - u.a. aufgrund gestiegener Großschadenlast - auf 168 (144) Mio. €. Die Schadenquote stieg auf 85,5 (83,5) %. Brutto vor Schwankung verzeichnete die Sparte einen versicherungstechnischen Verlust von 34 (30) Mio. €. Nach Rückversicherung ergab sich ein Verlust von 41 (35) Mio. €. Die Schwankungsrückstellung war nicht zu dotieren.

In den Technischen Versicherungen stiegen die gebuchten Bruttobeiträge - erneut insbesondere durch Zuwächse im E-Bike- und Cyber-Geschäft - auf 232 (192) Mio. €. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich - im Rahmen des Geschäftsausbaus sowie aufgrund gestiegener Basisschadenlast - auf 111 (75) Mio. €. Die Schadenquote stieg auf 52,8 (43,5) %. Der versicherungstechnische Gewinn belief sich im Geschäftsjahr 2023 brutto auf 28 (37) Mio. € und lag netto mit 12 (18) Mio. € unter dem Vorjahresniveau. Die Schwankungsrückstellung war erneut nicht zu dotieren.

In der Extended-Coverage-Versicherung lagen die gebuchten Bruttobeiträge mit 56 (49) Mio. € über dem Vorjahresniveau. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle stiegen - überwiegend aufgrund von Belastungen durch Naturereignisse - auf 72 (46) Mio. € an. Dies führte zu einer deutlich höheren Schadenquote von 131,7 (95,9) %. Vor Schwankung ergab sich brutto ein versicherungstechnischer Verlust von 28 (7) Mio. €. Für eigene Rechnung haben wir ein versicherungstechnisches Ergebnis von -34 (-10) Mio. € erzielt. Die Schwankungsrückstellung war erneut nicht zu dotieren. Insgesamt ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust von 34 (10) Mio. €.

In der Glasversicherung, die wir überwiegend gemeinsam mit den Produkten der Verbundenen Hausratversicherung und der Verbundenen Gebäudeversicherung anbieten, lagen die gebuchten Bruttobeiträge mit 34 (28) Mio. € spürbar über dem Vorjahresniveau. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle lagen mit 11 (10) Mio. € leicht über Vorjahresniveau. Die Schadenquote verringerte sich auf 33,6 (34,1) %. Insgesamt konnten wir - brutto wie netto - einen versicherungstechnischen Gewinn von 11 (8) Mio. € erzielen. Es bestand weiterhin keine Rückversicherung. Die Schwankungsrückstellung war nicht zu dotieren.

Rechtsschutzversicherung

Die Sparte verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert ein Beitragsaufkommen von 418 (418) Mio. €.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle verringerten sich brutto leicht auf 255 (256) Mio. €. Die Schadenquote betrug 61,1 (60,9) %.

Die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb beliefen sich auf 120 (120) Mio. €.

Die Rechtsschutzversicherung verzeichnete insgesamt einen versicherungstechnischen Bruttogewinn vor Veränderung der Schwankungsrückstellung von 43 (44) Mio. €. Nach Abgabe an die Rückversicherer belief sich der Gewinn vor Schwankung auf 42 (44) Mio. €. Eine Schwankungsrückstellung war wie im Vorjahr nicht zu dotieren.

selbst abgeschlossenes Geschäft 2023 2022
Beitragseinnahmen Mio. € 418 418
Veränderung zum Vorjahr % - 0,1 + 0,9
Ergebnis brutto Mio. € 43 44
Ergebnis nach Schwankung f.e.R. Mio. € 42 44

Vermögenslage

Kapitalanlagenbestand

Unser Kapitalanlagenbestand ohne Depotforderungen stieg auf 8,60 (8,02) Mrd. € an.

Unsere Kapitalanlagen waren auch in festverzinslichen Wertpapieren (einschließlich der in Investmentfonds enthaltenen Wertpapiere) investiert. Diese wiederum bestanden überwiegend aus Papieren von Emittenten mit guter bis sehr guter Bonität, worunter wir ein Rating von mindestens "A" gemäß Standard & Poor's verstehen. Wir beobachten risikobehaftete Investitionen im Rahmen unseres Risikomanagements genau, um gegebenenfalls Verkäufe oder ähnliche Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Die Kapitalanlagen sind detailliert mit den jeweiligen Entwicklungen im Anhang dieses Geschäftsberichts dargestellt.

Kapitalanlagen 2023 2022
Mio. € % Mio. € %
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 63 0,7 110 1,4
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen 1.290 15,0 1.095 13,7
Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.693 54,6 4.093 51,0
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.045 12,2 1.325 16,5
3. Sonstige Ausleihungen 1.271 14,8 1.185 14,8
4. Einlagen bei Kreditinstituten 0,0 0,0
5. Andere Kapitalanlagen 234 2,7 209 2,6
Summe 8.595 100,0 8.017 100,0
Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 581 - 580 -
Kapitalanlagen insgesamt 9.176 - 8.597 -

Bewertungsreserven

Auf der Seite 62 dieses Geschäftsberichts weisen wir die Zeitwerte der Kapitalanlagen aus.

Zeitwerte sind Momentaufnahmen und spiegeln die Marktsituation zu einem bestimmten Zeitpunkt wider. Sie entwickeln sich nicht stetig, sondern unterliegen vielmehr größeren Schwankungen.

Ende 2023 lagen die gesamten Bewertungsreserven der ERGO Versicherung per saldo bei 0,51 (0,38) Mrd. €. Der Anstieg resultierte insbesondere aus der Erholung an den Kapitalmärkten.

Versicherungstechnische Netto-Rückstellungen

Versicherungstechnische Netto-Rückstellungen 2023 2022
Mio. € % Mio. € %
Rückstellung für Beitragsüberträge 736 8,2% 706 8,3%
Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 7.179 80,0% 6.768 79,5%
Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung 80 0,9% 78 0,9%
Deckungsrückstellung 305 3,4% 345 4,1%
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 62 0,7% 77 0,9%
Schwankungsrückstellung 611 6,8% 540 6,3%
Versicherungstechnische Rückstellungen insgesamt 8.973 100,0% 8.514 100,0%

Der Anstieg der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle resultierte insbesondere aus Belastungen aus Naturereignissen in den Sparten Verbundene Wohngebäude und Kraftfahrt. Dem Anstieg der Schwankungsrückstellung im in Rückdeckung übernommenen Geschäft standen Rückgänge im selbst abgeschlossenen Geschäft insbesondere in den Kraftfahrtsparten gegenüber.

Finanzlage

Kapitalstruktur

Im Berichtsjahr blieb das Eigenkapital der ERGO Versicherung mit 489 Mio. € nahezu unverändert. Dabei weisen wir einen Bilanzgewinn in Höhe von 65 Mio. € aufgrund einer Entnahme aus der Kapitalrücklage aus, dessen Ausschüttung der Hauptversammlung vorgeschlagen wird.

Wesentliche Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages hat unsere Gesellschaft den Gewinn des Jahres 2022 an die ERGO Group AG abgeführt. Mit der ERGO Deutschland AG wurde im Jahr 2023 ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen, der bereits für 2023 gilt. Der Gewinnabführungsvertrag mit der ERGO Group AG wurde zum Ablauf des 31. Dezember 2022 aufgehoben.

Die ERGO Versicherung führte im Geschäftsjahr 2023 keine Finanzierungsmaßnahmen durch. Derzeit planen wir keine weiteren Finanzierungsmaßnahmen für das Jahr 2024.

Liquidität

Im Rahmen der detaillierten Liquiditätsplanung stellen wir sicher, dass wir jederzeit uneingeschränkt in der Lage sind, unseren fälligen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Der Liquiditätssaldo belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf 1,43 (1,05) Mrd. €. Wir haben unter Einbeziehung des Liquiditätsvortrages im Rahmen des Mandates der Strategischen Asset Allocation 1,46 Mrd. € wieder am Kapitalmarkt angelegt.

Zum Geschäftsjahresende 2023 betrug der Liquiditätsbestand 296 Mio. €, nach 325 Mio. € im Vorjahr. Hierunter fallen laufende Guthaben bei Kreditinstituten sowie die Forderung gegenüber der MEAG aus dem Cash Pooling, die unter den Anderen Kapitalanlagen ausgewiesen wird.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die ERGO Versicherung erzielte im Geschäftsjahr 2023 ein Gesamtergebnis von 90 (38) Mio. €, das im Rahmen der Gewinnabführung an die ERGO Group AG abgeführt wurde. Unsere Gesellschaft zeichnet sich durch eine stabile wirtschaftliche Situation aus. Die Ertragslage ist gut.

Wie erwartet hatte der Krieg in der Ukraine für die ERGO Versicherung weiterhin keine über die Betroffenheit aller Marktteilnehmer hinausgehende Auswirkung.

Lagebericht

Risikobericht

Ziele des Risikomanagements

Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Zu seinen Aufgaben gehört es, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen (§ 91 Abs. 2 AktG). Das Risikomanagement der ERGO verfolgt insbesondere das Ziel, die Finanzstärke zu erhalten, um die Ansprüche unserer Kunden zu sichern. Die zur Überwachung der Finanzstärke herangezogenen Kriterien sind innerhalb der Risikostrategie festgelegt. Ein weiteres Ziel ist, die Reputation der ERGO Group und aller Einzelgesellschaften zu schützen. Dazu setzen wir auf ein alle Bereiche umfassendes Risikomanagement. Die Vorgaben des Aktiengesetzes sowie die im Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) und der Delegierten Verordnung 2015/35/EU verankerten aufsichtsrechtlichen Vorgaben zur Geschäftsorganisation bilden hierfür den Rahmen.

Organisatorischer Aufbau des Risikomanagements

Die Risikomanagement-Organisation der ERGO Versicherung ist in die Risikomanagement-Prozesse der ERGO Group eingebunden. Der Bereich "Integriertes Risikomanagement" (IRM) stellt das gruppenweite Risikomanagement sicher. Dezentrale Risikomanagement-Strukturen in allen Bereichen der Gruppe unterstützen IRM hierbei. An der Spitze der Risikomanagement-Organisation steht der Chief Risk Officer (CRO). Die einzelnen dezentralen Risikoverantwortlichen berichten an ihn. IRM analysiert, bewertet und überwacht die identifizierten Risiken. Diese kommuniziert der CRO an den Risikoausschuss der ERGO Group AG und an den Vorstand der Gesellschaft. Unbeschadet der Gesamtverantwortung des ERGO Vorstands entscheidet der Risikoausschuss über die vom ERGO Vorstand nach der Geschäftsordnung übertragenen Angelegenheiten. Entscheidungen auf Ebene der ERGO Group, die unsere Gesellschaft tangieren, überprüft und ratifiziert der Vorstand unserer Gesellschaft. Zum Risikomanagement-System gehören Risikokriterien und entsprechende Risikomanagement-Steuerungsprozesse. Darüber hinaus dient das implementierte Risikomanagement-System der Förderung der Risikokultur. Die geschaffene Risikokultur verstärkt das Risikobewusstsein, fördert ein risikogerechtes Verhalten und unterstützt so das Erreichen unserer Unternehmensziele.

Durch diese Organisation können wir Risiken frühzeitig erkennen und aktiv steuern.

Festlegung der Risikostrategie

Die Risikostrategie greift die aus der Geschäftsstrategie resultierenden Risiken auf. Sie ist eine wichtige Grundlage für die strategische und operative Planung. Der Vorstand der Gesellschaft prüft und verabschiedet die Risikostrategie jährlich. Zusätzlich wird sie mit dem Aufsichtsrat der Gesellschaft besprochen.

Die Risikostrategie definiert die Risikoobergrenzen auf Basis der Risikotragfähigkeit der Gesellschaft. Die Einhaltung der Risikoobergrenzen überwachen wir anhand fester Schwellenwerte (Grenzen) und Frühwarnmechanismen in einer Ampel-Logik (Trigger). Diese Toleranzen orientieren sich an der Kapital- und Liquiditätsausstattung sowie der Ertragsvolatilität. Eine ausreichende Risikotragfähigkeit veranschaulicht die Fähigkeit des Unternehmens, Verluste aus identifizierten Risiken zu absorbieren. Aus diesen darf keine Gefahr für die Existenz der Gesellschaft resultieren.

Umsetzung der Risikostrategie und Risikomanagement-Kreislauf

Im Rahmen der Geschäftsplanung berücksichtigt der Vorstand die Risikostrategie. In der operativen Geschäftsführung ist diese ebenfalls verankert. Bei Kapazitätsengpässen oder Konflikten mit dem Limit- und Trigger-System verfahren wir nach festgelegten Eskalations- und Entscheidungsprozessen. Diese stellen sicher, dass Geschäftsinteressen und Risikomanagement-Aspekte in Einklang stehen.

Ein funktionierendes und wirksames Governance-System ist für eine effektive Unternehmenssteuerung und -überwachung von elementarer Bedeutung. Unsere Gesellschaft verfügt über ein Governance-System, das die unternehmensindividuelle Geschäftstätigkeit (Art, Umfang und Komplexität) sowie das zugrunde liegende Risikoprofil berücksichtigt. Ein Teil des Governance-Systems ist die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung, auch "Own Risk and Solvency Assessment" (ORSA) genannt. ORSA liegt ebenfalls in der operativen Verantwortung der Risikomanagement-Funktion und stellt eine Verbindung der Risikomanagement- und Planungsprozesse her. Der Vorstand hat die Gesamtverantwortung für ORSA.

Er hat eine aktive Rolle, ORSA zu gestalten, die Ergebnisse zu hinterfragen und zu entscheiden, ob gegebenenfalls weitere Maßnahmen erforderlich sind.

Die operative Umsetzung des Risikomanagements umfasst die Identifikation, Analyse, Bewertung und Steuerung von Risiken. Dazu gehört auch die daraus abgeleitete Risikoberichterstattung. Bei der Betrachtung der Risiken analysieren und bewerten wir die Risikolage auch mit Blick auf Kumulrisiken und wechselseitige Abhängigkeiten. Die Steuerung erfolgt anhand der in der Risikostrategie definierten qualitativen und quantitativen Größen. Die Betrachtung umfasst auch die ausgelagerten Prozesse und die damit verbundenen Risiken. Mit unseren Risikomanagement-Prozessen stellen wir sicher, dass wir Risiken kontinuierlich überwachen und bei Trigger- und Limitverletzungen bzw. Veränderungen des Risikoprofils Gegenmaßnahmen einleiten können.

Im Rahmen unseres Kapitalmanagement-Prozesses überwachen wir die Solvenzausstattung der Gesellschaft und ergreifen gegebenenfalls Maßnahmen.

Kontroll- und Überwachungssysteme

Unser "Internes Kontrollsystem" (IKS) ist ein System zum Management von operationellen Risiken. Es beinhaltet die folgenden Risikodimensionen: Risiken der finanziellen Berichterstattung, rechtliche Risiken sowie sonstige operationelle Risiken. Es adressiert einheitlich die operationellen Risiken auf Unternehmens-, Fachbereichs- und IT-Ebene, basierend auf den Geschäftsprozessen. Die Verantwortung für das IKS liegt beim Vorstand der Gesellschaft. Der Bereich IRM ist für das IKS organisatorisch und methodisch zuständig. Die Fachbereiche verantworten die Risiken und Kontrollen in ihren Geschäftsprozessen. Die Einbindung aller Geschäfts- und IT-Bereiche schafft ein einheitliches Risikoverständnis. Die Ergebnisse fließen in die regelmäßige IKS-Berichterstattung ein. Die IKS-Berichterstattung beinhaltet auch die gruppenintern ausgegliederten Prozesse samt ihren Risiken und Kontrollen und dient somit als Bericht über die Risiko- und Kontrollsituation zu den gruppenintern ausgegliederten Prozessen.

Im Rahmen einer kontinuierlichen Verbesserung überprüfen wir regelmäßig die Angemessenheit des IKS. Zur weiteren Verbesserung der Ausgestaltung des IKS werden die methodischen Elemente fortlaufend überprüft und überarbeitet. Diese sind in den Versicherungsgesellschaften und bei den wesentlichen gruppeninternen Dienstleistern der ERGO in Deutschland bereits umgesetzt und werden in den internationalen Versicherungsgesellschaften weiter sukzessive ausgerollt.

Die Revisionseinheit ERGO Group Audit (GA) bewertet bei ihren risikobasiert ausgewählten Prüfungen je nach Schwerpunkt der jeweiligen Prüfung u.a. die Angemessenheit der involvierten IKS-Elemente. Dies tut sie, indem sie das Design und die Funktionsfähigkeit der entsprechenden Kontrollen in den geprüften Prozessen und Anwendungen einschätzt. Dabei sind Prozesse des Risikomanagement-Systems regelmäßig und in jedem Jahr Bestandteil des jährlichen Prüfungsplans und der damit verbundenen Risikoanalyse und -bewertung durch GA. Jährlich und im Rahmen der GA-Berichterstattung beurteilt GA die Angemessenheit des IKS auf Basis der Revisionsergebnisse in der zurückliegenden Prüfungsperiode und der sonstigen Beobachtungen und nimmt zu den wesentlichen Prüfungsergebnissen auch im Bereich des Risikomanagement-Systems Stellung.

Risikoberichterstattung

Mit der Risikoberichterstattung erfüllen wir nicht nur aktuelle rechtliche Anforderungen, sondern stellen auch intern Transparenz für das Management her und informieren die Aufsicht und die Öffentlichkeit.

Die interne Risikoberichterstattung informiert das Management regelmäßig über die Risikolage. Bei einer signifikanten Veränderung der Risikosituation erfolgt eine sofortige Berichterstattung an das Management unserer Gesellschaft. Sie erfolgt auch bei besonderen Schadenfällen und Ereignissen.

Mit unserer externen Risikoberichterstattung wollen wir einen verständlichen Überblick über die Risikolage der Gesellschaft geben. Die Öffentlichkeit informieren wir über die aktuelle Risikosituation der Gesellschaft durch diesen Bericht und den "Solvency and Financial Condition Report" (SFCR), den Bericht über Solvabilität und Finanzlage nach Solvency II.

Wesentliche Risiken

Risiken sind mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen Prognose- bzw. Zielabweichung für das Unternehmen führen können. Wesentliche Risiken sind Risiken, die sich entsprechend negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken können.

Wesentliche Risiken entstehen aus den folgenden Risikokategorien. Auf risikokategorieübergreifende Inhalte gehen wir gesondert in einem eigenen Abschnitt zum Ende des Risikoberichts ein.

Versicherungstechnische Risiken

Risikoexponierung

Die versicherungstechnischen Risiken unserer Gesellschaft bestehen darin, dass die erhaltenen Beiträge zur Erfüllung unserer vertraglichen Verpflichtungen nicht ausreichen (Prämienrisiko). Zudem sind wir dem Risiko ausgesetzt, dass die gebildeten Schadenrückstellungen nicht ausreichen, um alle berechtigten Ansprüche zu erfüllen (Reserverisiko). Das Groß- und Kumulschadenrisiko resultiert aus hohen Haftungssummen oder aus Kumulereignissen.

Durch die Veränderung der Umweltbedingungen (z.B. durch den Klimawandel), die Entwicklung einzelner Risiken (z.B. Cyberrisiken) gerade im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung sowie gesundheitliche Entwicklungen ist das Risiko von Kumulereignissen in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Risikosteuerung unserer Gesellschaft gerückt (systemische Risiken). Wir beobachten intensiv mögliche Klimawandel-Auswirkungen auf die Schadenentwicklung sowie auf die Gestaltung zukünftiger Produkte. Aufseiten der Produkte sind wir als Sachversicherer mit in der Regel jährlich laufenden Versicherungs- und Rückversicherungsverträgen in der Lage, kurzfristige Anpassungen vorzunehmen, sollten sich nachhaltige Veränderungen der Schadenbelastung zeigen.

Darüber hinaus ist unsere Gesellschaft bei Unfallversicherungen mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR) sowie bei Renten aus Unfall-, Haftpflicht- oder Kraftfahrthaftpflichtschäden biometrischen Risiken ausgesetzt. Das bedeutet, dass sich Versicherungsleistungen (durch Tod, Langlebigkeit, Invalidität etc.) anders entwickeln, als unsere Gesellschaft dies zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses erwartet hat.

Risikominderung

Das Management der versicherungstechnischen Risiken nimmt im Risikomanagement-System unseres Unternehmens eine herausgehobene Stellung ein. Kernelemente dieses Managements sind die Kontrolle der Risikoverläufe und die Überprüfung der Annahmen für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen. Beiträge und versicherungstechnische Rückstellungen kalkulieren wir mit Sicherheitszuschlägen. So können wir langfristig die Erfüllung unserer Verpflichtungen sicherstellen.

Wir verringern die versicherungstechnischen Risiken durch geeignete Zeichnungsrichtlinien und aktuarielle Analysen. Dadurch können wir ungünstige Entwicklungen schnell erkennen und Gegenmaßnahmen früh einleiten.

2022 sowie 2023 haben wir als Ergänzung der Zeichnungsrichtlinien mehrfach aktualisierte "Underwriting Alerts" zum Krieg in der Ukraine herausgegeben. Diese geben bindende Vorgaben für Geschäfte mit Bezug zu Russland, Ukraine und Belarus und deren kontinuierliche Überwachung. Die Regelungen reflektieren Sanktionen, Zahlungen sowie Reputationsrisiken.

Seit mehreren Jahren legen wir einen großen Fokus auf die Steuerung systemischer Risiken. Zur Steuerung dieser Risiken haben wir 2023 zusätzliche "Underwriting Guidelines" herausgegeben, wie z.B. Vorgaben zu "Fronting", "Managing General Agents" sowie zu "ESG-Risiken".

Groß- und Kumulschadenrisiko

Die Rückversicherungsstrategie ist darauf ausgerichtet, die Exponierung aus Groß- und Kumulrisiken wirksam zu begrenzen und damit die Volatilität von Ergebnisgrößen sowie die benötigte Solvenzkapitalanforderung im Sinne einer wert- und risikoorientierten Ergebnissteuerung zu verringern. Aufgrund der Bonität der Rückversicherer unserer Gesellschaft gehen wir davon aus, dass die von den Rückversicherern übernommenen Haftungen auch in Stresssituationen (wie z.B. bei einem hohen Marktschaden) geleistet werden. Mithilfe von Schadeneinschlussklauseln sowie Liquiditätskriterien stellen wir sicher, dass auch aus hohen Zahlungsspitzen kein Liquiditätsrisiko entsteht.

Durch die Rückversicherungsprogramme unserer Gesellschaft begrenzen wir Risiken auf den in der Risikostrategie definierten Selbstbehalt. Bei Kumulrisiken werden auf Basis modellierter Schadenszenarien Schadeneintrittswahrscheinlichkeiten grundsätzlich mit Wiederkehrperioden von mindestens 200 Jahren geschützt. Dabei bedient sich unsere Gesellschaft im Wesentlichen traditioneller Rückversicherungslösungen. Bedarfsweise mindern wir die Auswirkungen hoher Einzelrisiken durch Mitversicherungsgeschäfte oder fakultative Rückversicherungsdeckungen. Zur Ermittlung des Rückversicherungsbedarfs analysieren wir regelmäßig die Brutto-/Netto-Exponierungen der Versicherungsbestände mit besonderem Fokus auf dem Bereich der Groß- und Kumulrisiken und leiten daraus Handlungsfelder für die Steuerung der Rückversicherungsstruktur ab. Die Spitzenrisiken unserer Gesellschaft sichern wir zu weiten Teilen über nichtproportionale Rückversicherungsprogramme ab. Daneben existieren proportionale Rückversicherungen in Form von Summenexzedenten (in der Sparte Technische Versicherungen) und Quotenrückversicherungen (im Wesentlichen in der Cyber- und der Kautionsversicherung).

Zudem zielt die Rückversicherungsstrategie darauf ab, gegebenenfalls Komplexität zu reduzieren und die Effizienz der Rückversicherungsstrukturen, u.a. für Naturkatastrophen, weiter zu optimieren. Exponierungen aufgrund der gruppenweiten Übernahme von Risiken über die Rückversicherung werden ebenfalls im Rahmen der traditionellen Rückversicherung geschützt.

Prämienrisiko

Ergänzend zu einer risikogerechten Kalkulation der Beiträge haben wir Zeichnungsrichtlinien, eine gezielte Annahmepolitik und ein systematisches Bestandscontrolling implementiert. Zusätzlich führen wir eine regelmäßige Prämiennachkalkulation durch. Dadurch gewährleisten wir, dass Prämieneinnahmen und Schadenzahlungen in einem angemessenen Verhältnis stehen.

In allen Sparten des Gewerbe- und Industriegeschäftes begrenzen wir Risiken durch Zeichnungsrichtlinien und Vollmachts- sowie Kompetenzregelungen. Diese Richtlinien und Regelungen orientieren sich innerhalb der Sparten am Wert des zu versichernden Risikos.

Besondere Entwicklungen wie die aktuelle Inflation sowie Auswirkungen des Klimawandels berücksichtigen wir explizit in der Tarifierung.

Reserverisiko

Die Bewertung der Schadenrückstellungen basiert auf Annahmen, die aus Analysen der historischen Schadenentwicklungen verschiedener Versicherungszweige resultieren. Diese enthalten auch Schadenrückstellungen für bereits eingetretene, aber noch nicht oder nicht ausreichend bekannte Schäden. Hier bilden wir Schadenrückstellungen für ungewisse Verpflichtungen. Zur Analyse dieser Daten setzen wir aktuarielle Methoden ein. Wir beobachten unsere Abwicklungsergebnisse und gewährleisten somit, dass die Bewertungsannahmen immer den aktuellen Kenntnisstand widerspiegeln. Besondere Entwicklungen wie die aktuelle Inflation berücksichtigen wir spartenindividuell. Die wesentlichen Sparten mit dem höchsten Inflationseinfluss im Rahmen der Reservierung sind die Kraftfahrthaftpflicht- sowie die Allgemeine Haftpflichtversicherung. Wir passen die Schadenrückstellungen an, sobald ein spartenindividueller Inflationsschock anzeigt, dass diese nicht ausreichend dotiert sind.

Die Gewerbe- und Industriesparten sind durch eine Heterogenität der Bestände geprägt. Im Rahmen der internen Risikomodellierung bewerten wir daher Basis-, Groß-, und Kumulschäden (einschließlich Schäden aus Naturkatastrophen) individuell. Wir testen daran ständig die Auswirkung der jeweils aktuellen individuellen Rückversicherungsstruktur. Bei Bedarf passen wir sie an.

Biometrische Risiken

Für Unfallversicherungen mit garantierter Beitragsrückzahlung (UBR) gemäß § 161 VAG bilden wir zur dauerhaften Erfüllbarkeit unserer Verpflichtungen Deckungsrückstellungen. Dies gilt auch für Renten aus Unfall-, Haftpflicht- oder Kraftfahrthaftpflichtschäden. Wir berechnen die Deckungsrückstellungen auf Basis biometrischer Rechnungsgrundlagen. Diese werden zu Vertragsbeginn festgelegt und enthalten die zu diesem Zeitpunkt für ausreichend erachteten Sicherheitsmargen. Wir prüfen den Risikoverlauf regelmäßig. Sollten sich die Rechnungsgrundlagen für einzelne Risiken im Laufe der Jahre als nicht mehr angemessen erweisen, passen wir sie an. Somit sind auch zukünftig wieder ausreichende Sicherheitsmargen vorhanden. Bei Bedarf sind Auffüllungen der Deckungsrückstellungen vorzunehmen. Zur Ermittlung der Deckungsrückstellungen für die UBR wenden wir die Sterbetafel "DAV 1994 T" an. Nach Einschätzung des Verantwortlichen Aktuars sind die verwendeten Annahmen angemessen und enthalten ausreichende Sicherheiten.

Risiken aus Kapitalanlagen

Wir investieren in die folgenden Anlageklassen: Aktien, Beteiligungen, Immobilien und Zinsträger. Dabei berücksichtigen wir die Kriterien Rendite, Sicherheit und Bonität. Aber auch die Aspekte Liquidität, Diversifikation sowie vor allem die Struktur der versicherungstechnischen Verpflichtungen sind für uns maßgebliche Steuerungsgrößen.

Bei den Kapitalanlagerisiken handelt es sich um Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken.

Marktrisiko

Das Marktrisiko drückt das Risiko von Verlusten oder negativen Einflüssen aus Kapitalmarktentwicklungen auf die finanzielle Situation eines Unternehmens aus. Es resultiert aus Preisänderungen und Schwankungen an den Kapitalmärkten. Im Wesentlichen besteht das Marktrisiko aus dem Zinsänderungsrisiko, dem Kursrisiko bei Aktien, dem Wertänderungsrisiko bei Immobilien und dem Wechselkursrisiko. Innerhalb des Zinsänderungsrisikos unterscheiden wir das Risiko durch Veränderungen der (Basis-)Zinskurven (z.B. Swap Rates, Volatilitäten) und das Credit-Spread-Risiko. Ein möglicher Rückgang der Marktwerte kann je nach Anlageklasse unterschiedliche Ursachen haben.

Im Jahr 2022 war ein starker Zinsanstieg zu verzeichnen, der sich weiterhin auf die Gesellschaft auswirkt. Durch die erhöhten Neu- und Wiederanlagezinsen bestehen verbesserte Ertragschancen. Zugleich hat der Anstieg der Marktzinsen Auswirkungen auf unsere festverzinslichen Kapitalanlagen, was zu einem Rückgang der Marktwerte und zur Entstehung stiller Lasten führt. Die Risikotragfähigkeit der Gesellschaft ist weiterhin gegeben.

Der größte Teil unserer Kapitalanlagen entfällt mit 79,7 (78,5) % auf Zinsträger (inkl. Depotforderungen). Hiervon sind 28,1 % in Staatsanleihen und 26,2 % in Pfandbriefen investiert. Das Zinsniveau und die emittentenspezifischen Renditezuschläge haben somit einen erheblichen Einfluss auf den Wert der Kapitalanlagen. Der Aktienanteil 4 beläuft sich auf 1,2 (1,2) %. Die durchgerechnete Aktienquote 5 beträgt 4,1 (3,8) %. In Beteiligungen haben wir 12,4 (12,7) % und in Immobilien 6,8 (7,7) % investiert.

Die Marktrisiken steuern wir durch eine zielgerichtete Abstimmung der zukünftigen Zahlungsströme aus Vermögensanlagen, Prämien und Verpflichtungen (Asset Liability Management). Zudem setzen wir geeignete Limit- und Frühwarnsysteme ein. Das Ziel ist die langfristige Sicherung des Kapitalanlageergebnisses. Dafür passen wir unser Asset Liability Management an sich verändernde Rahmenbedingungen an.

Mithilfe derivativer Finanzinstrumente begrenzen wir Marktrisiken an den Kapitalmärkten.

Bei der Ermittlung der Werte von Immobilien sind nicht in jedem Fall ständig verfügbare Marktwerte vorhanden. Daher sind Gutachten oder allgemein anerkannte Bewertungsverfahren erforderlich. Wir nehmen Wertanpassungen im Anlagevermögen vor, soweit wir Wertminderungen als dauerhaft annehmen oder Gründe für vorherige Wertminderungen entfallen.

Wechselkursrisiken gehen wir nur beschränkt und hauptsächlich in Spezialfonds ein. Diese überwachen wir laufend.

Aufgrund der Werthaltigkeit unserer Kapitalanlagen sehen wir für die Erfüllung unserer Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungsnehmern keine Gefährdungen.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt mögliche Verluste durch den vollständigen oder teilweisen Ausfall eines Kontrahenten. Es umfasst auch potenzielle Verluste aufgrund der Veränderung der Kreditwürdigkeit einer Gegenpartei. Ein Rating unterhalb des Investment Grades, also unterhalb von "BBB" gemäß Standard & Poor's, ist ein Indiz für eine schlechte Bonität bzw. für eine erhöhte Ausfallwahrscheinlichkeit eines Kontrahenten.

Das Kreditrisiko unserer Gesellschaft resultiert im Wesentlichen aus den Kapitalanlagen, welche der verabschiedeten Kapitalanlagestrategie folgen. Darüber hinaus ist das Kreditrisiko von den volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen abhängig. Wir haben Maßnahmen implementiert, um Emittenten mit erhöhtem Ausfallrisiko rechtzeitig zu erkennen. Zudem überwachen wir Konzentrationen in Abhängigkeit von Kontrahentenart und Rating. Auffallende Konzentrationen greifen wir zur näheren Untersuchung auf und leiten Handlungsempfehlungen daraus ab.

Das Ziel unserer Risikominderungstechniken ist die Begrenzung von potenziellen Verlusten durch Ausfälle oder Ratingveränderungen unserer Gegenparteien. Das konzernweit gültige Kontrahentenlimitsystem deckt die Überwachung des Ausfall- und Emittentenrisikos ab. Das aus derivativen Produkten resultierende Kontrahentenrisiko ist auf mehrere Emittenten verteilt, die beim Rating eine Mindestanforderung von Investment Grade erfüllen. Die Limits orientieren sich an der finanziellen Lage des Kontrahenten sowie an der vom Vorstand definierten Risikotoleranz.

Bei unseren Festzinsanlagen steuern wir das damit verbundene Kreditrisiko, indem wir Emittenten unter Berücksichtigung gesellschaftsspezifischer Risiko-Rendite-Aspekte auswählen und gruppenweit gültige Kontrahentenlimits beachten. Wir nutzen externe Emittentenratings sowie eigene Kreditrisikobeurteilungen. Der Großteil unserer Kapitalanlagen besteht aus Titeln von Emittenten mit guter bis sehr guter Bonität, worunter wir ein Rating von mindestens "A" gemäß Standard & Poor's verstehen. Bei den Zinsträgern entfielen zum Ende des Geschäftsjahres 76,5 (76,2) % der Anlagen auf die Ratingkategorien "A" oder besser.

Die Exponierung im Finanzsektor betrug nach Marktwerten zum Ende des Geschäftsjahres insgesamt 2,57 Mrd. €. Davon sind 1,68 Mrd. € (65,6 %) besichert.

1 Entspricht dem als Aktien definierten Investmentanteil an Aktienfonds sowie den direkt gehaltenen Aktien ohne Absicherung.

2 Entspricht - unabhängig vom Investmentanteil - allen Aktien nach Absicherung, ob direkt oder in Fonds gehalten (ökonomische Sicht).

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass ein Unternehmen nicht in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Gründe hierfür können mangelnde Fungibilität der vorhandenen Aktiva oder nicht ausreichende Liquidität sein. Es kann insbesondere in Wechselwirkungen mit versicherungstechnischen Risiken entstehen (vor allem durch hohe Schadenzahlungen) und wird durch das Liquiditätsrisikomanagement gesteuert. Die in der Risikostrategie verankerte Liquiditätsüberwachung stellt für unsere Gesellschaft sicher, dass ausreichend Liquidität vorgehalten wird, um unseren Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungsnehmern jederzeit nachkommen zu können. Auf Ebene der ERGO Group ist ein Prozess definiert, der ein strukturiertes Vorgehen im Falle von Liquiditätskrisen bzw. Liquiditätsengpässen vorgibt. Risikokonzentrationen hinsichtlich Liquidität liegen, vor allem aufgrund des hohen Bestandes an liquiden Kapitalanlagen, nicht vor.

Risikominderungstechniken für das Liquiditätsrisiko verfolgen das Ziel, die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie das Ausmaß der Verluste unserer Gesellschaft zu reduzieren. Im Berichtszeitraum hat unsere Gesellschaft eine Liquiditätsplanung zur Bestimmung bekannter und zukünftiger Zahlungsverpflichtungen durchgeführt. Diese überwachen wir und passen sie bedarfsgerecht an, um die Risikoexponierung zu begrenzen. Wir überwachen das Liquiditätsrisiko über die in der Liquidity Risk Policy verankerten Liquiditätskriterien. Die Erfüllung der Kriterien gewährleistet eine geordnete Steuerung des Liquiditätsrisikos und stellt eine ausreichende Liquiditätsausstattung unserer Gesellschaft sicher.

Durch das Asset Liability Management wird die Volatilität durch eine Abstimmung der zukünftigen Zahlungsströme aus Vermögensanlagen, Prämien und Verpflichtungen aktiv gemanagt. Darüber hinaus halten wir eine Liquiditätsreserve vor. Sie schützt uns vor unerwarteten Liquiditätsengpässen, z.B. bei unerwarteten Großschäden. Die Liquiditätsrisiken sind in unser Limit- und Trigger-System integriert.

Wesentliche Sicherungsgeschäfte

Mithilfe derivativer Finanzinstrumente sichern wir bei der ERGO Versicherung Marktrisiken im Kapitalanlagebereich ab.

Den überwiegenden Anteil der Fremdwährungen in Kapitalanlagen sichern wir mithilfe von Derivaten gegen Wechselkursrisiken ab. Das derzeit bestehende Aktienexposure schützen wir ebenfalls mittels derivativer Instrumente gegen Kursrückgänge.

Die verwendeten derivativen Finanzinstrumente überwachen wir im Rahmen unserer Trigger-Systematik. In diesem Zusammenhang erfolgt eine Beurteilung der Markt-, Kredit- und Liquiditätsrisiken. Zur weiteren Risikoreduktion treffen wir Collateral-Management-Vereinbarungen mit den jeweiligen Kontrahenten, um die Forderungen aus Derivategeschäften zu besichern.

Die getroffenen Sicherungsgeschäfte erfüllen ihre Funktion. Aus den Sicherungsgeschäften selbst sehen wir zum aktuellen Zeitpunkt keine wesentlichen Risiken.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Unsere Forderungen gegenüber Rückversicherern, Vermittlern und Kunden unterliegen grundsätzlich einem Ausfallrisiko. Zum Bilanzstichtag bestanden 84 (89) Mio. € ausstehende Forderungen, deren Fälligkeitszeitpunkt mehr als 90 Tage zurücklag. Wir haben Wertberichtigungen auf den Forderungsbestand vorgenommen, um Vorkehrungen zur Risikovorsorge zu treffen. So haben wir in den vergangenen drei Jahren im Durchschnitt 1,35 (1,28) % der zum jeweiligen Bilanzstichtag bestehenden Forderungen wertberichtigt. Unsere Vorkehrungen haben sich erfahrungsgemäß als ausreichend erwiesen.

Unsere Forderungen gegenüber Rückversicherern verteilen sich in Anlehnung an die Ratingklassifikation von Standard & Poor's folgendermaßen:

Kategorie 1 2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
AA 48.698 39.850
A 74.445 55.492
BBB und geringer 1.011 1.425
kein Ranking 30.953 36.296

1 Bei der Einteilung haben wir die Ratingklassifikation der internationalen Agentur Standard & Poor`s zugrunde gelegt.

Operationelle Risiken

Unter operationellen Risiken verstehen wir die Gefahr von Verlusten aufgrund von unangemessenen Prozessen, Technologieversagen, menschlichen Fehlern oder externen Ereignissen.

Aus dem Betrieb des Kernversicherungsgeschäfts können operationelle Risiken für die Gesellschaft entstehen, die in der Folge auch Rechtsrisiken nach sich ziehen können. Hierunter fallen insbesondere Risiken aus den vertragsrechtlichen Anforderungen an die Dokumentation, Information und Beratung von Kunden sowie die Gültigkeit von Vertragsklauseln.

Operationellen Risiken, die mit unserer Geschäftstätigkeit unmittelbar verbunden sind, begegnen wir mit einem systematischen, ursachenbezogenen Risikomanagement. So identifizieren, analysieren, bewerten und steuern wir operationelle Risiken im IKS. Die qualitative Bewertung erfolgt nach einem mehrstufigen Prinzip, bei dem zunächst die prozessinhärenten Risiken sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit von Kontrollen bewertet werden und anschließend das verbleibende Residualrisiko eingeschätzt wird. Die Bewertung erfolgt durch die jeweiligen Prozessverantwortlichen und wird durch die unabhängige Risikomanagement-Funktion überwacht. Darüber hinaus überwachen wir die Verfügbarkeit von internen Ressourcen für Linien- und Projekttätigkeiten. Im Falle knapper Ressourcen können wir somit zeitnah Maßnahmen initiieren. Zum Umgang mit Projektrisiken hat die Risikomanagement-Funktion Mindestanforderungen implementiert, die risikoreduzierend wirken.

Operationelle Fehler könnten außerdem im Zusammenhang mit dem Design oder der Preisgestaltung bei Produktimplementierungen auftreten.

Weitere wesentliche Risikotreiber operationeller Risiken sind Fehler in den IT-Systemen und manuelle Bearbeitungsfehler in den Geschäftsprozessen des versicherungstechnischen Kerngeschäftes, den dazugehörigen Unterstützungsprozessen (beispielsweise Rechnungslegungs- oder Finanzplanungsprozessen) sowie übergreifenden Managementprozessen. Manuelle Bearbeitungsfehler können insbesondere aus der fehlerhaften Erfassung, Verarbeitung und Weitergabe von Daten in den IT-Systemen oder (elektronischen) Unterlagen entstehen.

Operationelle Risiken im Bereich des Datenschutzes und der IT- und Informationssicherheit sind weitere Risikotreiber der Gesellschaft. Im Kontext des Datenschutzes bestehen die wesentlichen Risiken aus der Weitergabe von vertraulichen und sensiblen Kundendaten und -informationen (z.B. allgemeinen und sensiblen Vertragsdaten des Kunden) an unberechtigte Dritte. Im Kontext der IT- und Informationssicherheit sind vor allem Cyberrisiken zunehmende Treiber für das operationelle Risiko.

In den vergangenen Jahren konnten ein fortlaufender Anstieg von Cyberkriminalität und eine zunehmende Professionalisierung der Angreifer festgestellt werden. Cyberangriffe stellen somit insbesondere durch die steigende Digitalisierung des Geschäftsmodells und der Geschäftsprozesse eine ernstzunehmende Gefahrenquelle für ERGO dar. Weitere Gefahrenquellen können durch Sicherheitslücken in Programmen entstehen. ERGO ist auf solche Situationen vorbereitet. Es gibt definierte und geübte Prozesse zur Analyse der jeweiligen Schwachstelle und ihrer möglichen Auswirkungen auf das Unternehmen sowie zur Einleitung adäquater Gegenmaßnahmen.

Schwächen im Kontrollumfeld sowie in den zentralen IT-Systemen können Auswirkungen auf den operativen Versicherungsbetrieb haben und besitzen damit grundsätzlich kumulhafte Auswirkungen. Diesen Risiken begegnen wir durch geeignete Schutzvorkehrungen. Unser Ziel ist stets, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen sicherzustellen.

Die Erfüllung der regulatorischen "Versicherungsaufsichtlichen Anforderungen an die IT" (VAIT) hat für uns die höchste Priorität, die wir mit großem Aufwand und in kurzer Zeit in den inländischen Gesellschaften - gesteuert durch das Information-Security-Programm - umsetzen. Die identifizierten Verbesserungspotenziale und Handlungsbedarfe werden im Rahmen eines gruppenweiten Programms übergreifend koordiniert und gesteuert.

Die Vertrags-, Schaden- sowie Auszahlungssysteme für unsere Gesellschaft überschreiten die Schwellenwerte gemäß der "Verordnung zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen nach dem BSI-Gesetz" (BSI-KritisV) des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Aufgrund der bestehenden Unternehmensverträge ist die ERGO Group AG als Betreiber der kritischen Infrastruktur im Sinne des BSI-Gesetzes anzusehen. Als solcher weist die ERGO Group AG dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik alle zwei Jahre nach, dass ihre Vorkehrungen zur Informationssicherheit den branchenspezifischen Anforderungen gerecht werden.

Wir sehen es als wichtig an, die Mitarbeiter für mögliche Gefahren zu sensibilisieren und die bestehende Risikokultur weiter zu optimieren.

Unsere Business Continuity Management (BCM) Policy und Crisis and Emergency Management Policy definieren die Rahmenvorgaben für ein einheitliches Vorgehen im Hinblick auf das BCM und das Krisen- und Notfallmanagement. Ziele sind die Sicherstellung der Betriebskontinuität zeitkritischer Prozesse und der Schutz unserer Beschäftigten sowie unserer Infrastruktur und Assets in Notfällen und Krisen. Unsere Rahmenvorgaben erhöhen die Widerstandsfähigkeit der Funktionen, Prozesse und Standorte durch vordefinierte Prozesse und ermöglichen einen adäquaten Wiederanlaufprozess.

Das Business-Continuity-Management-System (BCMS) umfasst bereits für viele zeitkritische Prozesse Pläne zum Wiederanlauf und zur Fortführung des Geschäftsbetriebes (Business-Recovery-Pläne), die auf qualifizierten Business-Impact-Analysen basieren, und ergänzende Pläne (Resource-Recovery-Pläne) zur Wiederherstellung wesentlicher Nicht-IT-Ressourcen sowie Pläne zur Wiederherstellung des IT-Betriebes (Disaster-Recovery-Pläne). Eine Notfallorganisation sowie entsprechende Notfallpläne sind an allen relevanten Unternehmensstandorten eingeführt. Die Funktionsfähigkeit wird im Rahmen von Übungen und Tests überprüft.

Die quantitative Bewertung der wesentlichen operationellen Risiken erfolgt über einen szenariobasierten Ansatz. Die Ermittlung des Risikokapitals im internen Modell erfolgt auf Basis von strukturierten Experteneinschätzungen.

Reputationsrisiken

Unter Reputationsrisiken verstehen wir die Gefahr einer möglichen Beschädigung des Rufes der Gesellschaft infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z.B. bei Kunden, Geschäftspartnern oder Behörden).

Das Reputationsrisiko der ERGO Versicherung ist unter anderem geprägt durch die mediale Wahrnehmung der Schaden- und Unfallversicherung insgesamt. Derzeit sind hier keine signifikanten Risiken zu erkennen. Zudem führt unser exponiertes Unternehmensleitbild bei den Stakeholdern (insbesondere den Kunden) zu einer besonders hohen Erwartungshaltung an Professionalität und Qualität. Hier können operationelle Risiken in den Prozessen der Gesellschaft zu einem Anstieg des Reputationsrisikos führen.

Darüber hinaus können auch Reputationsrisiken der ERGO Group AG bzw. anderer ERGO Gesellschaften auf die Reputation der ERGO Versicherung ausstrahlen.

Die Auswirkungen reichen von reduzierten Chancen (Neugeschäft, Vertriebspartner etc.) bis hin zu administrativem Zusatzaufwand (z.B. Aufbereitung von Anfragen der Presse, Aufsicht, Ratingagenturen und Investoren).

Die Mindestanforderungen an den Umgang mit Reputationsrisiken haben wir in eine Richtlinie integriert. Dabei bildet die Richtlinie die Grundlage für ein einheitliches und strukturiertes Vorgehen beim Umgang mit Reputationsrisiken. Zur Identifikation, Bewertung und Minimierung von Reputationsrisiken haben wir einen Steuerungs- und Kontrollprozess eingerichtet. Zudem gibt es bei der ERGO Group AG ein "Reputation and Integrity Committee" (RIC). Auftrag des RIC ist, gemeldete (geschäftliche) Sachverhalte jedweder Fachbereiche der ERGO und ihrer Tochtergesellschaften, die potenzielle Reputationsrisiken darstellen, einer objektiven und einheitlichen Bewertung zuzuführen. Dies kann auf Veranlassung des Vorstandes oder anderer Fachbereiche (nach Vorevaluation durch die zuständigen Bereiche Compliance, Integriertes Risikomanagement oder Business Developement) geschehen.

Strategische Risiken

Wir bezeichnen strategische Risiken als Risiken aus falschen sich im Nachhinein als falsch herausstellenden Geschäftsentscheidungen bzw. der schlechten Umsetzung von bereits getroffenen Entscheidungen. Wir bilden auch die mangelnde Anpassungsfähigkeit an die Veränderungen in der Umwelt des Unternehmens in den strategischen Risiken ab. Strategische Risiken beziehen sich auf die vorhandenen und neuen Erfolgspotenziale. Sie treten oft mit einem zeitlichen Vorlauf, aber auch im Zusammenhang mit anderen Risiken auf.

Die ERGO Versicherung ist vielfältigen strategischen Risiken ausgesetzt. So können sich beispielswiese aus einem veränderten Kaufverhalten ("Internet") und durch die demografische Entwicklung Risiken ergeben. Weitere Risiken können sich durch Veränderungen bei den Wettbewerbern ergeben. Hierzu gehört insbesondere auch der Eintritt neuer Marktteilnehmer ("InsurTechs"). Darüber hinaus ist die ERGO Versicherung dem branchenübergreifenden Risiko des Fachkräftemangels ausgesetzt. Grund hierfür ist auch der demografische Wandel. Diese Risiken können sich negativ auf die Erreichung der Neugeschäftsziele auswirken.

Wir begegnen den strategischen Risiken, indem wir strategische Entscheidungsprozesse und Risikomanagement miteinander verzahnen. Dies umfasst kulturelle wie organisatorische Aspekte. Zur Identifikation, Bewertung und Steuerung strategischer Risiken haben wir einen regelmäßig wiederkehrenden Prozess, bestehend aus strategischem Dialog und jährlicher Planung, etabliert. Bei der Identifikation und Bewertung strategischer Risiken verfolgen wir einen qualitativen Ansatz.

Zudem greift das ERGO Strategieprogramm die strategischen Risiken auf und trägt somit zur Minimierung ebendieser bei. Das Anfang 2021 als Teil der "Munich Re Ambition 2025" gestartete neue ERGO Strategieprogramm befindet sich derzeit im vierten Jahr seiner Umsetzung. Der strategische Fokus liegt auf profitablem Wachstum. Dazu möchte die ERGO Group u.a. ihre Marktposition und Profitabilität in Deutschland verbessern und im internationalen Geschäft sowie im Bereich B2B2C und bei Direktangeboten wachsen. Auch die fortgesetzte Modernisierung der IT-Infrastruktur steht weiterhin im Fokus.

Entlang allen Reporting-Perspektiven verläuft die Umsetzung der Strategiemaßnahmen insgesamt überwiegend planmäßig. Dabei begegnen wir vereinzelten Herausforderungen in der IT-Umsetzung mit hoher Managementaufmerksamkeit.

Emerging Risks

Wir definieren Emerging Risks als Trends oder plötzlich eintretende Ereignisse, die sich durch ein hohes Maß an Unsicherheit in Bezug auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und ihre möglichen Auswirkungen auszeichnen.

Emerging Risks stellen nicht nur Risiken dar, sondern können auch Chancen und Geschäftspotenziale mit sich bringen. Es ist daher wichtig, dass Emerging Risks ganzheitlich betrachtet werden. Auf ERGO Ebene setzen wir uns schwerpunktmäßig mit Emerging Risks aus Erstversicherungssicht auseinander. Themen, die für die ERGO Group oder unsere Gesellschaft relevant sind, werden näher analysiert und bewertet. In diesem Zusammenhang betrachten wir z.B. auch die langfristigen Auswirkungen eines sich verändernden Klimas auf unsere Gesellschaft (siehe hierzu auch risikokategorieübergreifende Inhalte).

Sonstige Risiken

Änderungen in der Auslegung des nationalen bzw. internationalen Steuerrechts könnten Risiken für die Branche und unsere Gesellschaft nach sich ziehen. Auch können einzelne Gerichtsurteile rechtliche Folgen für unsere Gesellschaft haben. Außerdem können sie sich auf unsere Reputation auswirken. Bei laufenden Prozessen beurteilen und bewerten wir mögliche daraus resultierende Verpflichtungen zeitnah. Werden dabei potenzielle monetäre Aufwendungen identifiziert, berücksichtigen wir diese umgehend durch die Bildung von Rückstellungen.

Risikokategorieübergreifende Risiken

Bestimmte Risiken oder Ereignisse können auf mehrere Risikokategorien gleichzeitig ausstrahlen und eine übergreifende Auswirkung haben. Im Folgenden behandeln wir Nachhaltigkeitsrisiken (inkl. Klimawandelrisiken), Inflation, den Krieg Russlands mit der Ukraine sowie den Israel-Gaza-Konflikt einschließlich der damit einhergehenden Folgen.

Unter Nachhaltigkeitsrisiken verstehen wir alle Ereignisse oder Bedingungen aus den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, deren Eintreten tatsächlich oder potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation unserer Gesellschaft haben können. Diese Definition schließt klimabezogene Risiken in Form von physischen Risiken und Transitionsrisiken sowie die Interdependenzen zwischen beiden Risiken mit ein. Physische Risiken ergeben sich sowohl im Hinblick auf einzelne Extremwetterereignisse und deren Folgen als auch in Bezug auf langfristige Veränderungen klimatischer und ökologischer Bedingungen. Physische Risiken können auch indirekte Folgen haben. Transitionsrisiken bestehen im Zusammenhang mit der Umstellung auf eine kohlenstoffarme Wirtschaft.

Wir betrachten Nachhaltigkeitsrisiken nicht als separate Risikokategorie, weil sie auf alle bekannten Risikoarten einwirken und adressieren diese innerhalb der bestehenden Risikokategorien. Wir berücksichtigen Nachhaltigkeitsaspekte nicht nur in unserem Risikomanagement-Kreislauf, sondern auch in unserem Geschäftsbetrieb, unserem versicherungstechnischen Kerngeschäft sowie unserem Anlageportfolio. So bestehen z.B. Ausschlusskriterien bei Investitionen in Aktien und Unternehmensanleihen.

Darüber hinaus haben wir potenzielle Auswirkungen eines sich wandelnden Klimas anhand theoretischer Szenarien untersucht. Unsere Analyse umfasst sowohl kurz- und mittel- als auch langfristige Zeithorizonte. Klimawandelrisiken könnten sich potenziell auf das versicherungstechnische Risiko, das Marktrisiko, das Kreditrisiko, das operationelle Risiko, das Reputationsrisiko sowie das strategische Risiko auswirken. Für unsere Gesellschaft beurteilen wir aus heutiger Sicht und auf Basis aktueller Erkenntnisse die Auswirkungen eines sich wandelnden Klimas unter Berücksichtigung bestehender sowie künftig erwartbarer Anpassungsmaßnahmen als nicht wesentlich. Wir begründen dies damit, dass die Auswirkungen des Klimawandels eher langfristig im Bestand sichtbar werden würden und unsere (Risikomanagement-)Prozesse derart ausgestaltet sind, dass wir sachgerecht auf die Risiken eines sich wandelnden Klimas reagieren können. Dennoch könnten aus dem Klimawandel resultierende wetterbedingte Extremereignisse zu temporären Verwerfungen einzelner Finanztitel führen. Diese möglichen Auswirkungen können durch die Diversifikation der Kapitalanlagen kurzfristig ausgeglichen werden. Die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Gesellschaft beobachten wir weiterhin und führen auch zukünftig weitere Analysen durch.

Der anhaltende Krieg Russlands mit der Ukraine kann je nach Verlauf weiteren Einfluss auf die Risikosituation der Gesellschaft haben. Des Weiteren können auch andere geopolitische Konflikte oder kriegerische Auseinandersetzungen potenziellen Einfluss auf die Risikosituation unserer Gesellschaft nehmen. Hier ist insbesondere der Anfang Oktober 2023 ausgebrochene Israel-Gaza-Konflikt zu nennen. Dieser könnte im Falle einer Eskalation der Angriffshandlungen oder eines militärischen Eingreifens weiterer Staaten des Nahen Ostens erhebliche direkte und indirekte Auswirkungen auf die internationale Wirtschaft haben. Für unsere Gesellschaft könnten sich sowohl durch den Krieg Russlands mit der Ukraine als auch durch den Israel-Gaza-Konflikt mittelbare und unmittelbare Auswirkungen auf das Marktrisiko, das Kreditrisiko und weiter auf die operationellen Risiken (wie Cyberrisiken) ergeben. Unser Bestand an Investments hinsichtlich russischer bzw. israelischer Emittenten ist - gemessen am Gesamtportfolio - sehr gering und hat bei Ausfall der Emittenten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Solvenz unserer Gesellschaft. Eigene Investments hinsichtlich ukrainischer Emittenten bestehen derzeit nicht. Dennoch könnten Kriege bzw. militärische Konflikte zu einer längeren Phase der Unsicherheit und Volatilität an den Kapitalmärkten führen. Der weiterhin erwarteten volatilen Marktentwicklung tragen wir mit einer ausgewogen ausgerichteten Anlagestrategie Rechnung. Unsere Gesellschaft zeichnet weiterhin kein versicherungstechnisches Geschäft mit lokalen Kunden in den betroffenen Ländern. Die globalen ökonomischen Folgen des Krieges Russlands mit der Ukraine sowie der Israel-Gaza-Konflikt haben bislang keine wesentlichen Auswirkungen auf das Risikoprofil unserer Gesellschaft.

Im Jahr 2022 war die Inflation stark angestiegen. Im Jahr 2023 ergab sich jedoch gegenüber dem hohen Niveau ein Rückgang. Obwohl die Inflationsrate zum aktuellen Zeitpunkt immer noch über dem von der EZB ausgegebenen mittelfristigen Ziel von 2 % liegt, hat die Inflation gegenwärtig keine wesentliche Auswirkung auf die Solvenzsituation unserer Gesellschaft. Dennoch könnte eine dauerhaft erhöhte Inflation zu erhöhten Schadenkosten führen und somit zu einer Reduktion der Profitabilität dieser Sparten. Auch könnten sich abhängig vom weiteren Verlauf ggf. Auswirkungen auf das Stornoverhalten der Kunden und das Neugeschäft ergeben. Die aktuellen Marktentwicklungen werden in den Fachabteilungen, begleitet durch das Risikomanagement, beobachtet und es werden ggf. geeignete Handlungsempfehlungen daraus abgeleitet. Zudem haben wir durch eine Beitragsanpassung die Möglichkeit, die aktuelle Inflationsentwicklung mit einem Zeitverzug in Prämien umzusetzen.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die ERGO Versicherung verfügt über eine stabile Eigenmittelausstattung und über eine hohe Bonität des Kapitalanlageportfolios. Die Gesellschaft zeigt eine Überdeckung der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Solvenzkapitalanforderungen. Die Nutzung von Übergangsmaßnahmen haben wir nicht beantragt. Mit dem Bericht über Solvabilität und Finanzlage informieren wir die Öffentlichkeit einmal jährlich ausführlich über unsere Solvabilitätssituation. Zudem liegt die Bedeckung der versicherungstechnischen Verpflichtungen durch das Sicherungsvermögen nach Buch- und Marktwerten über den aufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Wir verfügen über ein Risikomanagement-System, welches in die Organisationsstruktur und die Entscheidungsprozesse des Unternehmens integriert ist. Das Risikomanagement-System ist so ausgestaltet, dass es sämtliche Risikokategorien des Versicherungsunternehmens umfasst. Durch die implementierten Strukturen und Prozesse erkennen wir Risikoentwicklungen frühzeitig und leiten diese der Risikosteuerung zu.

Zusammenfassend stellen wir fest, dass der Bestand der ERGO Versicherung und die Interessen der Versicherungsnehmer zu keinem Zeitpunkt gefährdet waren. Uns sind derzeit auf Basis der aktuellen Informationen keine Entwicklungen bekannt, die eine solche Bestandsgefährdung herbeiführen könnten. Erhöhte Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der weiteren Entwicklung externer Faktoren und ihrer unmittelbaren und mittelbaren sowie potenziell kumulierten Auswirkungen auf die Risikosituation der Gesellschaft. Insbesondere von Bedeutung sind hier der Krieg Russlands mit der Ukraine, der Israel-Gaza-Konflikt sowie die Inflation. Daher werden die Entwicklungen überwacht und regelmäßig sowie ggf. auch ad hoc analysiert. Falls erforderlich, werden geeignete Maßnahmen ergriffen.

Darüber hinaus ist uns zum aktuellen Zeitpunkt keine Entwicklung bekannt, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig negativ beeinflussen könnte. Insgesamt betrachten wir die Risikosituation unserer Gesellschaft auf Basis der aktuellen Informationen als tragfähig und kontrolliert.

Lagebericht

Chancenbericht

Als - gemessen an den Beitragseinnahmen - großer Schaden- und Unfallversicherer betreiben wir ein umfassendes Spektrum an Versicherungszweigen und -arten. Entsprechend vielfältig sind die Chancen und Risiken für unser Geschäft. Im Prognosebericht geben wir einen Überblick darüber, wie sich unser Geschäft unter den sich abzeichnenden Rahmenbedingungen voraussichtlich entwickeln wird. Dabei versuchen wir, uns so weit wie möglich auf langfristig wirksame Trends einzustellen. Überraschende und unvorhergesehene Entwicklungen können wir jedoch niemals ganz ausschließen. Um uns vor Risiken zu schützen, haben wir ein Risikomanagement-System etabliert, welches in die Organisationsstruktur und die Entscheidungsprozesse des Unternehmens integriert ist. Im Kapitel Risikobericht beschreiben wir dies ausführlich.

Wirtschaftliche Entwicklung und technischer Fortschritt

Wenn sich die für uns wichtigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen besser entwickeln als angenommen, eröffnen sich uns erweiterte Geschäftsmöglichkeiten. Geopolitische Entspannung, niedrigere Inflation sowie eine sich verbessernde wirtschaftliche Situation in Deutschland und in der Eurozone würden die Nachfrage nach Versicherungsschutz erhöhen.

Wichtige Trends sind der technische Fortschritt, insbesondere das wichtige Thema Digitalisierung, der demografische Wandel, Klimaschutz und die Transformation des Energiesektors sowie Veränderungen des rechtlichen und regulatorischen Umfelds. Sie prägen den Versicherungsbedarf der Kunden und unser Angebot.

Kundenorientierung und Versicherungsangebote

Die ERGO Versicherung ist ein Unternehmen mit einer guten Positionierung im Markt sowie einer hohen finanziellen Stabilität. Daher sind wir zuversichtlich, die sich bietenden Chancen im Wettbewerb erfolgreich nutzen zu können. Dies kommt auch unseren Kunden zugute. Sie profitieren von einer schnellen Anpassung von Produktlösungen an die Gegebenheiten neu entstehender oder sich verändernder Märkte und Regularien.

Die begonnene Überarbeitung des Produktportfolios in den Privatkundensparten werden wir in den kommenden Jahren konsequent fortführen. Hinsichtlich des Produktangebots in der Wohngebäudeversicherung haben wir dabei auch das durch die Unwetterereignisse im Sommer 2021 gestiegene Bewusstsein für die sog. Elementargefahren berücksichtigt. Hier sehen wir bei einer noch ausbaufähigen Marktdurchdringung vor dem Hintergrund der öffentlichen Diskussion Wachstumschancen.

Die gesetzliche Absicherung nach einem Unfall bleibt in finanzieller Hinsicht, aber auch mit Blick auf Hilfe- und Pflegeleistungen lückenhaft. Deshalb behält die private Unfallversicherung auch in Zukunft ihre Relevanz. Chancen ergeben sich ebenfalls durch eine Versicherungsdichte von nur 40 %. Potenzial sehen wir weiterhin im Ausbau unserer Marktposition im Bereich der Assistenz- und Reha-Leistungen. Wir machen hierdurch den Unfallschutz erlebbar und betreuen unsere Kunden in einer Notsituation. Die anhaltend hohe Inflation kann zu dauerhaft höheren Aufwänden für die Assistenz-Leistungen führen. Dieses Risiko haben wir im Fokus, um geeignet reagieren zu können. Der zunehmende demografische Wandel schafft sowohl neue Chancen als auch Risiken. Diese haben wir in der aktuellen Produktgeneration entsprechend berücksichtigt.

Mit unseren aktuellen Kraftfahrtprodukten Smart und Best erwarten wir eine weiterhin wettbewerbsfähige Marktposition. Franke & Bornberg bewertete unseren Tarif Smart mit der Ratingnote FFF (sehr gut). Der Tarif Best erhielt mit Bausteinen sogar die Höchstnote FFF+ (hervorragend). Die umfassenden Deckungen stellen die Kundenbedürfnisse in den Mittelpunkt. Dies gilt natürlich auch für unsere Schadenprozesse. Das aktuelle Inflationsumfeld führt auch bei ERGO in Kraftfahrt zu höheren Schadendurchschnitten. Dieser Entwicklung begegnen wir u.a. mit langfristigen Werkstatt-Kooperationsverträgen sowie Beitragsanpassungen im Bestand und Neugeschäft.

Bei industriellen und gewerblichen Großrisiken hat sich der Markt teilweise stabilisiert. Aufgrund unserer dezentralen Aufstellung sind wir nah am Kunden und so in der Lage, profitables Wachstum zu generieren. Für Unternehmen mit schweren Haftungsrisiken (z.B. pharmazeutische Hersteller, chemische Industrie, USA-Risiken etc.) sind die Kapazitäten weiterhin begrenzt. Hier vertrauen wir auch in Zukunft unserer Underwriting-Expertise und begleiten unsere Kunden mit individuellen Lösungen.

In der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung sehen wir weiterhin Wachstumspotenzial im Bereich der Online-Vergleichsportale. Teilweise wurden bereits digitale Tarifierungs-, Angebots- und Antragsprozesse etabliert bzw. sind noch im Aufbau. Darüber hinaus bieten sich trotz der sich verändernden Marktsituation weiterhin erhebliche Chancen im Bereich der D&O-Versicherungen, insbesondere wenn potenziellen Kunden eine stabile Partnerschaft mit einem Versicherer wie ERGO angeboten wird. Die mit der steigenden Anzahl von medienwirksamen Schadenfällen und der verstärkten Homeoffice-Nutzung verbundene Aufmerksamkeit der Cyberversicherung ermöglicht weiterhin Chancen zum Ausbau des Bestandes. Durch vertriebliche Unterstützungsmaßnahmen wird es unseren Vertriebspartnern noch einfacher möglich sein, unseren Kunden die Notwendigkeit einer Cyberversicherung näher zu bringen und für ein ERGO Produkt zu begeistern. Gleichzeitig halten wir die steigende Bedrohungslage durch Cyberkriminalität im Blick und betreiben aktive Schadenprävention sowie aktives Portfoliomanagement durch Einbindung von Dienstleistern. Darüber hinaus sehen wir Chancen in der Vertrauensschadenversicherung, insbesondere im Zusammenspiel mit der D&O- und Cyberversicherung.

In der industriellen Sachversicherung berücksichtigen wir bei der individuellen Beratung die geänderten Bedürfnisse der Kunden - im Fokus liegen beispielsweise die Summenanpassungen und Haftzeiten für Ertragsausfallschäden.

In der gewerblichen Sachversicherung werden wir in den kommenden Jahren unsere Produktpalette weiterentwickeln. Insbesondere werden wir in der gewerblichen Inhalts- und Betriebsgebäudeversicherung neue, zielgruppenorientierte Module anbieten.

In der Kautionsversicherung wollen wir auch zukünftig unseren Wachstumskurs weiter fortsetzen. Dabei haben wir für Unternehmen aller Größen attraktive Produktangebote. Das Geschäft über die Niederlassung in Frankreich wird ebenfalls zum Wachstum beitragen.

In der Transportversicherung bauen wir sowohl das Geschäft mit Großkunden als auch das mittelständische Geschäft weiter aus. Im europäischen Ausland erfolgt dies über unsere Niederlassungen, insbesondere in Frankreich. Die zur ERGO Group gehörende Köln.Assekuranz Agentur GmbH (KA) vermittelt uns schwerpunktmäßig Groß- und Mittelstandskunden, die wir mithilfe unseres internationalen Versicherer-Netzwerkes International Network of Insurance (INI) auch im außereuropäischen Ausland rechtskonform begleiten können. Die KA ist darauf spezialisiert, die Risiken der Groß- und Mittelstandskunden bei möglichen Naturkatastrophen zu analysieren. Hierdurch erhalten wir genaue Kenntnis über die Risikosituation des Kunden, um adäquaten Versicherungsschutz zu bieten. Die Analyse hilft dem Kunden auch, Schäden zu vermeiden. Auf dem international geprägten Markt der See-Schiffsversicherungen sind wir über Kooperationspartner und unsere Niederlassungen in Europa vertreten.

Die Technischen Versicherungen wollen den Wachstumskurs fortsetzen und die Marktposition weiter ausbauen. Hierzu wird der zunehmende Versicherungsbedarf für Risiken der Elektromobilität und erneuerbare Energien maßgeblich beitragen. Individuelle Versicherungslösungen für Großkunden und unsere ausländischen Niederlassungen sind ebenfalls wesentliche Wachstumstreiber. Um unser Geschäft mit Gewerbekunden weiter auszubauen, werden wir unsere Produkte noch attraktiver gestalten.

In der Sparte Rechtsschutz wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produktlinien Smart und Best kontinuierlich stärken. Unser Produktportfolio passen wir hierzu den unterschiedlichen Risiko- und Lebenssituationen unserer Kunden an. Privat- und Gewerbekunden werden wir weitere werthaltige Rechtsdienstleistungen anbieten. Die Wettbewerbsfähigkeit wollen wir auch durch die deutliche Vereinfachung unserer Deckungskonzepte steigern. Von Finanztest wurde unsere Rechtsschutz-Produktlinie Best mit "Gut" bewertet.

Wir nutzen die Potenziale der für uns tätigen Mitarbeiter und Vertriebspartner. Sie sichern unseren Erfolg mit ihrer Kompetenz und ihrem Engagement. Davon profitieren auch unsere Kunden. Ziel ist es, unser Qualitäts- und Leistungsniveau stetig auszubauen. Das eröffnet uns Chancen im Wettbewerb.

Die Digitalisierung ist in der Versicherungsbranche weiterhin ein zentrales Thema. Im Jahr 2022 hatten wir uns intensiv mit den Gewerbe-/Industrie-Themen beschäftigt. Auch im Jahr 2023 lag ein Schwerpunkt in diesem Segment. Wir haben uns mit den API-Schnittstellen zu Kunden, aber auch der ebenso wichtigen Anbindung von Makler-Häusern über die BIPRO-Schnittstelle R-Next in Schaden befasst. Inzwischen sind wir mit zwei großen Makler-Häusern in Kraftfahrt-Schaden live und eine weitere Anbindung ist aktuell in Vorbereitung.

BIPRO R-Next ist nicht nur "Einbahnstraße" für die Meldungen, sondern ermöglicht uns auch, über diese Plattform strukturierte Daten auszutauschen. Damit bieten wir unseren Kunden schnelle Regulierungswege. Aktuell arbeiten wir zusammen mit BIPRO an den Ausbaustufen für weitere Sparten.

Weiter haben wir uns mit AI befasst und arbeiten intensiv an der AI-gestützten Belegprüfung. In Kraftfahrt-, Sach- als auch auch Haftpflicht-Schaden gibt es hier große Fortschritte. Dadurch können wir die Prüfprozesse beschleunigen und erhalten viele weitere Erkenntnisse zu den Schadenbildern. Mit den Prüfdienstleistern generieren wir neue und schnelle Kundenprozesse und gleichzeitig viele zusätzliche strukturierte Daten für weitere Prozessverbesserungen.

Selbstverständlich verbessern wir ständig unsere Customer-Journeys durch weitere Automatisierungen und auch Optimierungen in den Systemen (Anpassung der Online-Meldungen, Statustracking, Bot-Lösungen). Zusammen mit Produktgebern haben wir zahlreiche weitere Lösungen an den Start gebracht (z.B. Nebenkostencheck in Rechtschutz-Leistung).

Auch für den ERGO Maklervertrieb Schaden/Unfall nimmt die Digitalisierung einen wichtigen Stellenwert ein. Die konsequente Umsetzung von BiPRO-Normen optimiert die Prozesse und schafft Kapazitäten für den weiteren Ausbau von Kundenbeziehungen. Im Fokus steht die "digitale Maklerpost", die Dokumente sicher über eine BiPRO-Schnittstelle für den Empfang über das Maklerverwaltungsprogramm zur Verfügung stellt. Auf diesem Weg werden dem Makler alle relevanten Informationen effizient zur Verfügung gestellt und umweltschonend Papier eingespart. Darüber hinaus können einzelne ERGO Produkte vom Makler komfortabel online berechnet, beantragt und abgeschlossen werden. Dies ist nicht nur im Maklerportal, sondern auch in den relevanten Vergleichsprogrammen möglich. So wird ERGO auch im Maklermarkt wahrgenommen.

Munich Re hat für den Zeitraum 2021 bis 2025 ein neues Strategieprogramm aufgesetzt - Ambition 2025. Auch die ERGO Versicherung ist über die ERGO Group Teil dieses Programmes.

Relevanz der Nachhaltigkeit

Die ERGO Group legt Wert auf Nachhaltigkeit und verfolgt klare Ziele zur Reduktion von Emissionen im eigenen Geschäftsbetrieb, aus dem Versicherungsgeschäft und in Kapitalanlagen. Die gruppenweite Umsetzung wird maßgeblich durch die Abteilung für Nachhaltigkeit zentral gesteuert. Ökologische und soziale Aspekte berücksichtigen wir auch bei der Entwicklung von Versicherungslösungen. Unseren Ressourcenverbrauch im operativen Geschäftsbetrieb steuern wir mit einem umfassenden Umweltmanagement und gleichen verbleibende Treibhausgas-Emissionen durch den Kauf von entsprechenden Zertifikaten aus.

In der Kapitalanlage hat die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit eine große Bedeutung, insbesondere die Auswirkungen des Klimawandels. Wir betrachten das Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich und integrieren deshalb wesentliche ökologische, soziale und Governance-Aspekte (die sogenannten ESG-Aspekte) in unsere Anlageentscheidungen. Dies hilft uns dabei, über die klassische Finanzanalyse hinaus weitere Risiken und Chancen zu identifizieren. Wir sind überzeugt, dass dies zu langfristig verantwortlichen Investmententscheidungen führt. Unser Asset Manager MEAG verwendet jeweils mandatsspezifisch festgelegte ESG-Kriterien bei neuen Investmententscheidungen. Hierbei werden für Investments in Aktien und Unternehmensanleihen MSCI ESG-Ratings genutzt, sofern diese vorhanden sind. Für Staatsanleihen werden ESG-Länderratings von MSCI verwandt, wenn diese verfügbar sind.

Hinweis: Nähere Informationen zu den genannten Ratings sind auf der jeweiligen Homepage der einzelnen Rating-Agenturen einsehbar.

Lagebericht

Prognosebericht

Wir beurteilen und erläutern die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft nach bestem Wissen. Hierzu gehören die wesentlichen Chancen und Risiken. Die heute zur Verfügung stehenden Erkenntnisse über Branchenaussichten berücksichtigen wir. Gleiches gilt auch für die erwarteten zukünftigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Um die Entwicklung zutreffend einschätzen zu können, analysieren wir deren Trends. Dabei nehmen wir auch ihre wesentlichen Einflussfaktoren in den Blick. Die genannten Grundlagen können sich in der Zukunft unerwartet verändern. Insgesamt können daher die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft und deren Ergebnisse wesentlich von den Prognosen abweichen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Kapitalmarktentwicklung

Die Weltwirtschaft dürfte 2024 nur schwach wachsen. Wir erwarten einen sanften Abschwung in den USA, d.h. schwächeres Wachstum als 2023, und einen schwachen Aufschwung in Europa, d.h. nur geringfügig stärkeres Wachstum als 2023. Straffe Geldpolitik und das infolge von zwei Jahren mit sehr hoher Inflation stark gestiegene Preisniveau dürften das Wirtschaftswachstum weiterhin dämpfen. Kräftiges Lohnwachstum und robuste Arbeitsmärkte sollten die Konjunktur jedoch stützen. Wir gehen davon aus, dass die Inflation in Deutschland weiter nachlässt, aber im Jahresdurchschnitt 2024 immer noch deutlich über dem Zentralbankziel von 2 % bleiben wird.

Infolge der sinkenden Inflation könnten die Zentralbanken im Jahr 2024 dazu übergehen, die Geldpolitik zu normalisieren, indem sie damit beginnen, die Leitzinsen zu senken. Sowohl die Fed als auch die EZB werden zunächst aber vorsichtig agieren und die Inflationsdynamik weiterhin genau im Blick behalten. Der Druck für Anleiherenditen - insbesondere der Bundesanleihen und US-Staatsanleihen - nach oben dürfte in diesem Umfeld abnehmen, da sich das Wachstum voraussichtlich merklich verlangsamen oder nur langsam erholen wird. Das anhaltend hohe Inflations- und Leitzinsniveau sprechen allerdings gegen einen Zinsrückgang.

Das fundamentale Umfeld ist positiv für Aktienmärkte, da die Inflation weiter sinken sollte und die Zentralbanken die Leitzinsen senken dürften. Aufgrund des schwachen Wachstumsbildes besteht für die Unternehmen aber das Risiko, dass die Gewinnentwicklung nach unten geht. Zudem haben sich in den letzten Jahren die relativen Bewertungen mit dem Renditeanstieg merklich verschlechtert. In Summe spricht dies für moderat steigende Aktienmärkte.

Die Entwicklung der globalen Wirtschaft und der Kapitalmärkte ist vielfältigen Risiken ausgesetzt. Eine Eskalation geopolitischer Konflikte könnte zu wirtschaftlichen Einbrüchen führen. Außerdem könnte die straffe Geldpolitik die Finanzstabilität oder die Konjunktur stärker als erwartet beeinträchtigen, vor allem wenn sich die Inflation beispielsweise aufgrund höherer Lohnabschlüsse auf einem erhöhten Niveau verfestigen sollte. Auch könnte ein starker Anstieg der Energiepreise das Wachstum beeinträchtigen und die Inflation wieder anfachen.

Die Schaden- und Unfallversicherung im Jahr 2024 1 6

In der Schaden- und Unfallversicherung hält der GDV für das Jahr 2024 ein Beitragsplus von insgesamt 7,7 % für plausibel.

Die Kraftfahrtversicherung wird 2024 von Nachholeffekten geprägt. Kunden reagieren auf steigende Schadenhäufigkeit und -durchschnitte stärker mit Vertrags- oder Versichererwechsel, sodass der GDV hier ein Beitragswachstum von 10,0 % prognostiziert.

Aufgrund höherer Nominallöhne und Umsätze erwartet der GDV für die Allgemeine Haftpflichtversicherung ein Beitragsplus von 4,0 %. Trotz leichter Wachstumsimpulse aus der dynamischen Unfallversicherung dürfte sich der Vertragsbestand weiterhin rückläufig entwickeln, sodass der GDV für die Allgemeine Unfallversicherung eine Beitragsstagnation prognostiziert.

In der Verbundenen Wohngebäudeversicherung wird mit einer voraussichtlichen Steigerung der Beitragseinnahmen um 10,0 % und in der Verbundenen Hausratversicherung um 5,0 % gerechnet. Insgesamt ist bei den privaten Sachversicherungen eine Zunahme von 8,5 % zu erwarten. Für die nicht-privaten Sachversicherungen geht der GDV von einem Wachstum von 10,0 % aus, da Nachhaltigkeitsprojekte im Zuge der Energiewende weiter eine bedeutende Rolle spielen werden und ein größeres Ausmaß an Insolvenzen nicht zu erwarten ist.

Eine anziehende wirtschaftliche Entwicklung, dazu jedoch rückläufige Inflationsentwicklungen, aufgrund derer der besicherte Warenwert weniger stark steigt, sowie ein zunehmender Wettbewerb in diesem Sektor führen voraussichtlich für die Transport- und Luftfahrtversicherung insgesamt zu einem leichten Beitragsplus von 4,0 %.

In der Kredit-, Kautions- und Vertrauensschadensversicherung sorgen Großprojekte im Bereich der Nachhaltigkeit und Elektromobilität für Impulse. Um- und Neustrukturierung der Lieferketten und resilientere Handelsrouten eröffnen weiteres Potenzial, sodass eine Beitragserhöhung um 7,0 % zu erwarten ist. In der Rechtsschutzversicherung steigen die Beiträge voraussichtlich um 4,0 %.

1 Die Prognosedaten zur Beitragsentwicklung stammen aus der durch den GDV am 27. November 2023 veröffentlichten "Projektion der Geschäftsaussichten in der Versicherungswirtschaft Herbst 2023".

Entwicklung der Ertrags- und Finanzlage

Vor dem Hintergrund der im Abschnitt "Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Kapitalmarktentwicklung" beschriebenen Risiken für das Jahr 2024 und deren möglicher Einflüsse auf unser Geschäft sowie auf die Kapitalmärkte besteht eine erhöhte Prognoseunsicherheit.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir einen moderaten Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge im gesamten Geschäft. Dabei wollen wir in den gewerblichen und industriellen Versicherungssparten unsere Marktstellung weiter stärken und unseren Marktanteil im Privatkundengeschäft steigern.

Bei den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle gehen wir - analog zur Beitragsentwicklung - von einem moderaten Anstieg aus. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung wird 2024 voraussichtlich deutlich über dem Niveau des Jahres 2023 liegen. Insgesamt erwarten wir eine spürbar niedrigere Netto-Schaden-/Kostenquote als im Vorjahr.

Trotz der beschriebenen Risiken für die Kapitalmärkte rechnen wir mit einem deutlichen Anstieg des Kapitalanlageergebnisses gegenüber dem Jahr 2023.

Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2024 ein Gesamtergebnis, das deutlich über dem Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt.

 

Düsseldorf, 26. Februar 2024

Der Vorstand

Lagebericht

Übersicht zum Lagebericht:

Im Geschäftsjahr 2023 betriebene Versicherungszweige und -arten

Unfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

Sonstige Kraftfahrtversicherungen

Feuer- und Sachversicherung

Feuerversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Gebäudeversicherung

Sonstige Sachversicherung

Atomanlagen-Sachversicherung (indirekt)

Ausstellungsversicherung

Automatenversicherung

Einbruchdiebstahl- und Raub-Versicherung

Einheitsversicherung

Extended-Coverage-Versicherung

Fotoapparateversicherung

Garderobenversicherung

Gebäudeversicherung für Geschäfte und Betriebe

Glasversicherung

Jagd- und Sportwaffenversicherung

Kühlgüterversicherung

Leitungswasserversicherung

Musikinstrumenteversicherung

Reisegepäckversicherung

Sonstige Sachschadenversicherung

Sturmversicherung

Technische Versicherungen

Valorenversicherung

Versicherung von Kunstgegenständen

Warenversicherung in Tiefkühlanlagen

Transport- und Luftfahrtversicherung

Kautions-Versicherung

Schutzbriefversicherung

Rechtsschutzversicherung

Sonstige Versicherungen

Betriebsschließungsversicherung

Betriebsunterbrechungsversicherung

Campingversicherung

Filmausfallversicherung

Inhaltsversicherung für Geschäfte und Betriebe

Maschinengarantieversicherung (indirekt)

Mietverlustversicherung

Sonstige Vermögensschadenversicherung

Tank- und Fassleckageversicherung

Veranstaltungsausfallversicherung

Vertrauensschadenversicherung

Lebensversicherung (indirekt)

Krankenversicherung (indirekt)

Jahresabschluss

Jahresabschluss

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

Vorjahr
A. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.932.358 110.163.670
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 935.871.383 712.644.026
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 255.572.892 268.308.636
3. Beteiligungen 98.124.406 114.310.885
1.289.568.681 1.095.263.548
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.693.069.594 4.092.749.270
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.045.319.752 1.325.071.391
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 848.540.800 789.791.116
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 421.524.645 394.419.909
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 526.173 684.142
1.270.591.618 1.184.895.167
4. Andere Kapitalanlagen 233.648.113 209.319.006
davon: verbundene Unternehmen 233.648.110 (209.319.003) €
7.242.629.077 6.812.034.834
IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 580.669.098 579.530.027
davon an: verbundene Unternehmen 574.328.599 (572.159.996) €
9.175.799.214 8.596.992.079
B. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 178.194.527 162.630.898
2. Versicherungsvermittler 119.378.793 122.018.817
297.573.320 284.649.715
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 272.714.402 286.559.372
davon an: verbundene Unternehmen 122.442.769 (153.496.164) €
III. Sonstige Forderungen 213.664.003 193.447.858
davon an: verbundene Unternehmen 42.646.655 (42.742.983) €
783.951.725 764.656.945
C. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 3.137.684 3.141.907
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 62.091.233 116.075.095
III. Andere Vermögensgegenstände 109.219.133 101.295.497
174.448.050 220.512.498
D. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 31.128.615 27.480.939
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 11.317.011 14.538.603
42.445.626 42.019.541
Summe der Aktiva 10.176.644.614 10.176.644.614

Passivseite

Vorjahr
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 78.673.606 78.673.606
II. Kapitalrücklage 344.319.123 409.728.045
III. Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklage 818.067 818.067
IV. Bilanzgewinn 65.306.663 -
489.117.459 489.219.718
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 748.750.392 719.082.843
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 13.225.700 13.421.686
735.524.691 705.661.156
II. Deckungsrückstellung
Bruttobetrag 304.596.969 345.452.773
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 7.582.731.395 7.293.148.389
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 403.574.891 525.272.238
7.179.156.504 6.767.876.151
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag 80.546.753 77.993.547
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 195.225 436.000
80.351.527 77.557.547
V. Schwankungsrückstellung 610.754.138 539.870.830
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 53.903.244 62.629.242
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 8.308.369 14.770.732
62.211.613 77.399.974
8.972.595.443 8.513.818.432
C. Andere Rückstellungen
I. Steuerrückstellungen 25.968.103 16.164.194
II. Sonstige Rückstellungen 42.507.798 39.738.770
68.475.901 55.902.964
D. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 1.126.614 1.348.538
davon gegenüber: verbundenen Unternehmen 1.126.062 (1.348.345) €
E. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber:
1. Versicherungsnehmern 68.567.149 86.947.928
2. Versicherungsvermittlern 65.247.199 63.239.802
davon gegenüber: verbundenen Unternehmen - (-) €
133.814.348 150.187.731
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 21.070.071 38.342.273
davon gegenüber: verbundenen Unternehmen 11.363.648 (17.280.655) €
III. Sonstige Verbindlichkeiten 489.274.493 374.446.190
davon: aus Steuern 38.617.649 (36.897.385) €
gegenüber verbundenen Unternehmen 105.210.706 (128.053.924) €
644.158.912 562.976.193
F. Rechnungsabgrenzungsposten 1.170.284 915.218
Summe der Passiva 10.176.644.614 9.624.181.064

Bestätigung des Verantwortlichen Aktuars

Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten B. II. sowie unter Posten B. III. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist; für den Altbestand im Sinne des § 336 VAG ist die Deckungsrückstellung nach dem zuletzt am 5. Juli 1995 genehmigten Geschäftsplan berechnet worden.

 

Düsseldorf, 26. Februar 2024

Martin Birkenheier

Bestätigung des Treuhänders

Ich bestätige hiermit entsprechend § 128 Abs. 5 VAG, dass die im Vermögensverzeichnis aufgeführten Vermögensanlagen den gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Anforderungen gemäß angelegt und vorschriftsmäßig sichergestellt sind.

 

Düsseldorf, 26. Februar 2024

Andreas Sadlowski

Jahresabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 4.869.065.515 5.061.328.396
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 250.556.854 270.901.834
4.618.508.661 4.790.426.561
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge -29.373.572 -101.768.763
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den Bruttobeitragsüberträgen 196.217 901.989
-29.569.788 -102.670.753
4.588.938.872 4.687.755.809
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung 20.267.007 22.459.288
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 3.853.972 3.022.626
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 2.770.388.542 2.757.760.279
bb) Anteil der Rückversicherer 161.337.747 385.580.460
2.609.050.794 2.372.179.819
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 276.772.680 412.042.598
bb) Anteil der Rückversicherer -121.412.009 -133.153.676
398.184.689 545.196.274
3.007.235.483 2.917.376.093
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen (- = Aufwand)
a) Netto-Deckungsrückstellung 40.855.803 32.984.039
b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen 2.362.042 982.963
43.217.846 33.967.002
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für eigene Rechnung 25.746.441 28.221.817
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb 1.427.614.213 1.611.662.047
b) davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 35.793.527 42.990.104
1.391.820.686 1.568.671.943
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 22.608.241 20.176.797
9. Zwischensumme 208.866.845 212.758.075
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen (- = Aufwand) -70.883.307 -113.473.314
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 137.983.538 99.284.761
Vorjahr
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen 38.861.997 69.763.738
davon: aus verbundenen Unternehmen 35.862.477 (64.917.561) €
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon: aus verbundenen Unternehmen 115.002.388 (66.067.542) €
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.777.361 14.711.235
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 175.607.246 110.254.199
191.384.607 124.965.433
c) Erträge aus Zuschreibungen 16.525.398 2.385.026
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 41.383.000 90.914.231
e) Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- und Teilgewinnabführungsverträgen 493.645 593.730
288.648.647 288.622.158
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 20.722.471 22.974.995
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 108.423.132 132.470.059
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 213.847 9.712.572
d) Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 13.330
129.359.450 165.170.957
159.289.198 123.451.201
3. Technischer Zinsertrag -20.267.007 -22.459.288
139.022.191 100.991.913
4. Sonstige Erträge 146.060.079 75.832.051
5. Sonstige Aufwendungen 228.106.409 162.656.525
-82.046.330 -86.824.474
6. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 194.959.399 113.452.200
7. Außerordentliche Aufwendungen 2.022.264 9.095.090
8. Außerordentliches Ergebnis -2.022.264 -9.095.090
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 101.990.727 55.420.034
davon: Organschaftsumlage 90.632.636 (49.136.407) €
10. Sonstige Steuern 1.231.404 11.368.277
103.222.131 66.788.311
11. Aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 89.715.004 37.568.800
12. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag - -
13. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 65.408.922 -
14. Vermögensminderung durch Abspaltung -102.259 -
15. Bilanzgewinn 65.306.663 -

Jahresabschluss

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Die Bilanz haben wir unter Berücksichtigung der vollständigen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt (§ 268 Abs. 1 HGB).

Im Berichtsjahr haben wir den Abrechnungsprozess beim übernommenen Rückversicherungsgeschäft vereinheitlicht, indem der Abrechnungszeitpunkt für ERGO-internes und externes Geschäft angeglichen wurde. Dies führt im Berichtszeitraum bei konzerninterner Rückversicherung zu einer einmaligen Reduzierung der gebuchten Bruttobeiträge sowie -aufwendungen, hauptsächlich für proportional übernommenes Rückversicherungsgeschäft. Dabei ergeben sich Effekte von insgesamt untergeordneter Bedeutung auf das versicherungstechnische Ergebnis sowie die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres.

Wir weisen jede Zahl und Summe jeweils kaufmännisch gerundet aus.

Kapitalanlagen

Wir haben die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten ausgewiesen, vermindert um die zulässigen Abschreibungen. Sollte sich ein beizulegender niedrigerer Wertansatz ergeben, so haben wir diesen berücksichtigt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen haben wir mit den Anschaffungskosten bzw. mit den ihnen beizulegenden niedrigeren Wertansätzen bewertet. Der Bilanzwert der Personengesellschaften errechnet sich grundsätzlich aus unseren Einzahlungen und den anteiligen Bruttoergebnissen abzüglich der Rückflüsse und der zulässigen Abschreibungen.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen, Zeropapiere, Schuldscheinforderungen und Darlehen sowie die übrigen Ausleihungen haben wir zu Anschaffungskosten bewertet. Liegt eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vor, so werden diese mit dem Zeitwert bewertet. Differenzbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag haben wir jährlich unter Anwendung der kapitalmarktabhängigen Effektivzinsmethode amortisiert. Bei Endfälligkeit entsprechen die Bilanzwerte den Nennwerten.

Die Namensschuldverschreibungen sind dagegen mit dem Nennbetrag bewertet. Agio- und Disagiobeträge haben wir durch aktive und passive Rechnungsabgrenzung über die Laufzeit der Namensschuldverschreibungen verteilt.

Abschreibungen haben wir gemäß § 341b Abs. 1 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 S. 4 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip vorgenommen. Wertberichtigungen haben wir in ausreichender Höhe gebildet.

Aktien, Anteile an Investmentvermögen, andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere haben wir zu Anschaffungskosten angesetzt. Sie sind mit einem niedrigeren Börsenkurs, Rücknahmepreis beziehungsweise dem beizulegenden Wert oder einem entsprechenden Renditekurs bewertet, soweit die wie Anlagevermögen gehaltenen Wertpapiere einer dauerhaften und die wie Umlaufvermögen geführten Wertpapiere auch einer vorübergehenden Wertminderung unterliegen. Für die Berechnung des beizulegenden Werts von Anteilen an Spezial-Investmentvermögen folgen wir dem fachlichen Hinweis des IDW Versicherungsfachausschusses zur handelsrechtlichen Bewertung von Kapitalanlagen bei Versicherungsunternehmen nach § 341b HGB (IDW RS VFA 2). Der beizulegende Wert eines Anteilsscheins an einem Spezialfonds ergibt sich zum Zeitpunkt der Abschreibung aus der Summe der im Rahmen der Durchschau ermittelten beizulegenden Werte seiner Vermögensgegenstände und Schulden, geteilt durch die Anzahl der Anteilscheine. Dieser beizulegende Wert wird um potenzielle Zugänge fortgeschrieben. Bei Aktienbeständen gehen in die Ermittlung der beizulegenden Werte sowohl Ergebnisse von fundierten Analystenschätzungen als auch Marktwerte ein. Bei Rentenbeständen kommt als Vereinfachungsverfahren die Nominalwertmethode zum Einsatz, sofern die durchschnittlichen Anschaffungskosten der Schuldtitel im Fonds nicht über oder wesentlich unter den Nennwerten liegen. Ansonsten werden anstatt des Nominalwertes die fortgeführten Anschaffungskosten der Renten nach IFRS angesetzt. Liegt bei einem Rentenbestand eine dauerhafte Wertminderung aufgrund von Bonitätsproblemen des Emittenten vor, so wird der Marktwert als beizulegender Wert angesetzt. Wir haben von der Wahlmöglichkeit des § 341b Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht, nach dem die zur dauernden Vermögensanlage bestimmten Wertpapiere nach den für Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden können.

Zuschreibungen nehmen wir gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB höchstens bis zu den (fortgeführten) Anschaffungskosten vor. Aus Vorsichtsgründen stellt der Marktwert die Obergrenze für unsere Zuschreibung dar. Liegt der Buchwert über dem Marktwert und unter dem beizulegenden Wert, erfolgt daher keine Zuschreibung.

Derivate haben wir grundsätzlich zu den Anschaffungskosten oder zu ihrem niedrigeren beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Ein Verpflichtungsüberhang wird durch die Bildung einer Drohverlustrückstellung berücksichtigt. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte haben wir die Marktwerte am Bilanzstichtag herangezogen. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, ergibt sich der beizulegende Zeitwert nach marktkonformen Bewertungsmethoden.

Devisentermingeschäfte haben wir zusammen mit den ihnen zugrunde liegenden Kapitalanlagen als Bewertungseinheiten bilanziert.

Bei Investmentanteilen ergibt er sich aus der Summe der im Rahmen der Durchschau ermittelten Werte der gehaltenen Vermögensgegenstände und Schulden, im Verhältnis zur Anzahl der Anteilsscheine.

Die anderen Kapitalanlagen haben wir zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, gemäß § 341b HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 3 HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.

Die Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft haben wir mit Nominalbeträgen angesetzt.

Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 S. 1 HGB haben wir beachtet.

Zeitwertermittlung

Die Zeitwertermittlung der Kapitalanlagen haben wir wie folgt vorgenommen:

Grundstücke und Anteile an Grundstücksgesellschaften haben wir mit dem Ertragswert der Grundstücke nach der aktuellen Immobilienwertermittlungsverordnung bewertet. Die Bewertung erfolgte für jedes Grundstück einzeln zum 31. Dezember 2023, sofern keine Bewertungseinheit gebildet wurde.

Den Wert der Anteile an verbundenen Unternehmen und der Beteiligungen haben wir grundsätzlich nach einem Ertragswertverfahren oder nach dem sogenannten Net-Asset-Value-Verfahren festgestellt.

Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen haben wir mithilfe der Börsenkurse zum Jahresende 2023 bewertet.

Die Zeitwerte der Ausleihungen sowie der anderen Kapitalanlagen haben wir durch Abzinsung der erwarteten Cashflows unter Zugrundelegung von Zinsstrukturkurven sowie risikoadäquater Zuschläge bewertet, wobei diese Spreads in Abhängigkeit von Emittenten, Laufzeit und Rating ermittelt wurden. In Einzelfällen erfolgt die Ermittlung von Zeitwerten der sonstigen Ausleihungen aus der Ableitung von Zeitwerten börsennotierter Referenzanleihen.

Derivate haben wir mit dem Börsenkurs oder alternativ mit marktkonformen Bewertungsmethoden bewertet.

Bewertungseinheiten

Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Innerhalb der Bewertungseinheiten wird die Verrechnung zwischen dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft durchgeführt und die Bilanzwerte werden belassen.

Forderungen

Wir bilanzieren Forderungen grundsätzlich zum Nennwert, gegebenenfalls abzüglich geleisteter Tilgungen und unter Abzug von Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen.

Bei Forderungen an Versicherungsnehmer und -vertreter gibt es ein allgemeines Kreditrisiko. Hier nehmen wir pauschale Wertberichtigungen vor.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung bewerten wir zu den Anschaffungskosten, vermindert um die in Anlehnung an das Steuerrecht zulässigen Abschreibungen.

Übrige Aktiva

Die übrigen Forderungen und Vermögensgegenstände bewerten wir mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem Nennwert, erforderlichenfalls gemindert um Wertberichtigungen.

Beitragsüberträge

Die Beitragsüberträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft haben wir auf der Grundlage der Beitragsfälligkeiten grundsätzlich zeitanteilig ermittelt. In Teilen des zeichnungsjahrbasierten Geschäfts wurden Pauschalwertverfahren angewendet. In Transport und Transportnebenzweigen sowie in Einheit wurde von Erfahrungssätzen ausgegangen. Als nicht übertragungsfähige Einnahmeteile wurden entsprechend den steuerrechtlichen Vorschriften 85 % der Provisionen und sonstigen Bezüge der Vermittler angesetzt.

Die Beitragsüberträge für das übernommene Versicherungsgeschäft sind grundsätzlich anhand der Aufgaben der Vorversicherer einschließlich der Beträge aufgrund der Clean-cut-Vereinbarungen oder nach dem Bruchteilsystem ermittelt worden. Für Teile des auf Zeichnungsjahren basierenden übernommenen Versicherungsgeschäfts kommen für einen Beobachtungszeitraum von maximal drei Jahren handelsrechtlich übliche Näherungs- und Vereinfachungsverfahren zur Anwendung.

Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen haben wir entsprechend den Berechnungsmethoden des selbst abgeschlossenen beziehungsweise des übernommenen Versicherungsgeschäfts festgestellt. Die Bemessungsgrundlage ist durch Abzug von 92,5 % der Rückversicherungsprovisionen von den Rückversicherungsbeiträgen errechnet worden.

Deckungsrückstellung

Die Deckungsrückstellung in der Unfallversicherung wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften einzelvertraglich prospektiv nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Für beitragsfreie Versicherungen und Versicherungen mit abgekürzter Beitragszahlungsdauer wurde

bei der ERGO Versicherung

im Sonderbestand D.A.S. Versicherung

im Sonderbestand Hamburg-Mannheimer Sachversicherung

zusätzlich eine Verwaltungskostenrückstellung für beitragsfreie Zeiten gebildet.

Die einmaligen Abschlussaufwendungen beitragspflichtiger Versicherungen wurden bei der ERGO Versicherung sowie beim Sonderbestand D.A.S. Versicherung durch Zillmerung der Deckungsrückstellung berücksichtigt. Dabei wurden die handels- und aufsichtsrechtlichen Vorschriften beachtet. Der Zillmersatz betrug in der Regel 40 ‰ der Beitragssumme. Der Sonderbestand Hamburg-Mannheimer Sachversicherung ist ungezillmert.

Für Versicherungen mit einem Rechnungszins von 3,5 %, 3,25 %, 2,75 %, 2,25 % oder 1,75 % wurde die sogenannte Zinszusatzreserve gebildet. Der Referenzzinssatz im Sinne des § 5 Abs. 4 der Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV), der gemäß § 5 Abs. 3 dieser Verordnung ermittelt wurde, lag bei 1,57 % und damit unter dem Rechnungszins. Daher wurde für diese Versicherungen eine entsprechende Zinszusatzreserve innerhalb der Deckungsrückstellung gestellt.

Bei der Berechnung der Deckungsrückstellung wurde die Sterbetafel DAV 1994 T mit einem Rechnungszins von

3,5 % für Verträge mit einem Versicherungsbeginn bis Ende Juni 2000;

3,25 % für Verträge mit einem Versicherungsbeginn zwischen Juli 2000 und 2003;

2,75 % für Verträge mit einem Versicherungsbeginn zwischen 2004 und 2006;

2,25 % für Verträge mit einem Versicherungsbeginn zwischen 2007 und 2011;

1,75 % für Verträge mit einem Versicherungsbeginn ab 2012 zugrunde gelegt.

Trotz der verschiedenen gesetzlichen Senkungen des Höchstrechnungszinssatzes kamen auf Entscheidung der jeweiligen Gesellschaft bei der

ERGO Versicherung zwischen Juli 2000 und April 2001

D.A.S. Versicherung zwischen Juli 2000 und April 2001

Hamburg-Mannheimer Sachversicherung zwischen Juli 2000 und Juli 2004

Tarife, die mit einem Zinsfuß von 3,5 % kalkuliert sind, bei der

ERGO Versicherung ab Januar 2004

Hamburg-Mannheimer Sachversicherung ab Juli 2004 bis jeweils Dezember 2007

Tarife, die mit einem Zinsfuß von 3,25 % kalkuliert sind, und ab Januar 2008 bei der

ERGO Versicherung

Hamburg-Mannheimer Sachversicherung

Tarife, die mit einem Zins von 2,75 % kalkuliert sind, zur Anwendung.

Da die Deckungsrückstellung zu diesen Verträgen mit dem jeweils zum Versicherungsbeginn gültigen Höchstrechnungszinssatz berechnet wird, wurden unter Beibehaltung des tariflichen Reservebeitrags entsprechende Auffüllungsbeträge ermittelt.

Ab 2009 konnte die UBR

bei der ERGO Versicherung

bei dem Sonderbestand Hamburg-Mannheimer Sachversicherung

auch gegen Einmalbeitrag abgeschlossen werden. Diese wurde aufgrund einer Entscheidung der Gesellschaft mit einem Zinsfuß von 2,75 % kalkuliert. Da bei diesen Verträgen mit einem

Vertragsbeginn zwischen 2009 und 2011 die Deckungsrückstellung mit einem Höchstrechnungszins von 2,25 %

Vertragsbeginn ab 2012 mit einem Höchstrechnungszins von 1,75 % berechnet wird,

wurden unter Beibehaltung des tariflichen Reservebeitrages entsprechende Auffüllungsbeträge ermittelt. Das Sofortguthaben selbst wird bei einem Vertragsbeginn zwischen 2009 und 2011 mit 2,25 % verzinst. Bei einem Vertragsbeginn ab 2012 wird das Sofortguthaben mit 1,75 % verzinst und unter Beibehaltung der tariflichen Bestimmungen auf 2,25 % aufgefüllt.

Die Deckungsrückstellung jeder Versicherung wurde bei der ERGO Versicherung sowie bei den beiden Sonderbeständen mindestens in Höhe des jeweiligen garantierten Rückkaufswertes und mindestens in Höhe der Deckungsrückstellung der garantierten beitragsfreien Leistung angesetzt. Soweit die Deckungsrückstellung bei der ERGO Versicherung und bei dem Sonderbestand D.A.S. Versicherung durch Zillmerung negativ geworden wäre, wurde sie entsprechend den Rechnungslegungsvorschriften auf null angehoben. Diese Auffüllungsbeträge wurden als Forderungen gegenüber den Versicherungsnehmern aktiviert.

In der Deckungsrückstellung ist bei

der ERGO Versicherung

den Sonderbeständen D.A.S. Versicherung und Hamburg-Mannheimer Sachversicherung

auch die Deckungsrückstellung für die beitragsfreie Weiterführung der Kinder-Unfallversicherung beim Tode des Versicherungsnehmers enthalten.

Für Versicherungen des Altbestandes der ERGO Versicherung im Sinne von § 336 VAG ist die Deckungsrückstellung nach dem genehmigten Geschäftsplan berechnet worden. Bei den anderen beiden UBR-Beständen ist kein Altbestand vorhanden.

Die Rückstellung für das übernommene Versicherungsgeschäft entspricht im Allgemeinen den Aufgaben der Vorversicherer.

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält folgende Positionen:

Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle (ohne Renten-Versicherungsfälle)

Renten-Deckungsrückstellung

Spätschadenrückstellung

Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen

Die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle (ohne Renten-Versicherungsfälle) für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft wurde weit überwiegend einzeln für die noch nicht abgewickelten Schäden festgestellt. Auch für Wiederinkraftsetzungsfälle und unerkannte Großschäden wurden angemessene Beträge zurückgestellt. In der Standard-Unfallversicherung sowie in der Kinder-Unfallversicherung mit Sofort-Police erfolgte weit überwiegend eine Einzelreservierung.

Forderungen aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen wurden bei der Bewertung der einzelreservierten Schäden mindernd berücksichtigt, soweit sie aktivierungsfähig waren. Sofern sie bereits abgewickelte Versicherungsfälle betrafen, wurden sie von der Gesamtrückstellung des Versicherungszweigs abgesetzt.

Die Rückstellung für das übernommene Versicherungsgeschäft entspricht im Allgemeinen den Aufgaben der Vorversicherer. Für Teile des auf Zeichnungsjahren basierenden übernommenen Versicherungsgeschäfts kommen für einen Beobachtungszeitraum von maximal drei Jahren handelsrechtlich übliche Näherungs- und Vereinfachungsverfahren zur Anwendung. Sie enthält auch die Beträge aus Rückversicherungsübernahmen mit Clean-cut-Vereinbarung.

Die in der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthaltene Renten-Deckungsrückstellung wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften berechnet. Für die laufenden Renten aus Unfall- und Haftpflichtversicherungen wurde die Sterbetafel DAV 2006 HUR zugrunde gelegt.

Der Rechnungszins beträgt für die Unfallrenten

bis zum 30. Juni 2000 eingetretene Verpflichtungen 4 %;

ab 1. Juli 2000 eingetretene Verpflichtungen 3,25 %;

ab 1. Januar 2004 eingetretene Verpflichtungen 2,75 %;

ab 1. Januar 2007 eingetretene Verpflichtungen 2,25 %;

ab 1. Januar 2012 eingetretene Verpflichtungen 1,75 %;

ab 1. Januar 2015 eingetretene Verpflichtungen 1,25 %;

ab 1. Januar 2017 eingetretene Verpflichtungen 0,90 %;

ab 1. Januar 2022 eingetretene Verpflichtungen 0,25 %.

Für die Haftpflichtrenten beträgt der Rechnungszins

bis zum 31. Dezember 2021 eingetretene Verpflichtungen 0,9 %

ab 1. Januar 2022 eingetretene Verpflichtungen 0,25 %.

Für bereits eingetretene oder bereits verursachte, aber noch nicht gemeldete Schäden wurden Spätschadenrückstellungen gebildet. Dies gilt nicht für die Einheits- und Teile der Transportversicherung. Die Ermittlung der Rückstellungen erfolgte generell für jede Sparte auf der Grundlage von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit. Hierbei wurden die Stückzahl und der Aufwand am Geschäftsjahres-Schaden gewichtet und der Spätschadentrend mit in die Berechnung einbezogen. Für Teile des auf Zeichnungsjahren basierenden Versicherungsgeschäfts kommen für einen Beobachtungszeitraum von maximal drei Jahren handelsrechtlich übliche Näherungs- und Vereinfachungsverfahren zur Anwendung. Für Risiken in der Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung und der Vertrauensschaden-Versicherung wurden die Anzahl und der Durchschnittsbetrag aus entsprechenden Spätschadenmeldungen der letzten Jahre abgeleitet. Auch hier wurde der Spätschadentrend mit in die Berechnung einbezogen. Für die Kautionsversicherung wird ebenfalls der in der Vergangenheit beobachtete Spätschadenaufwand berücksichtigt. In Teilen des französischen Geschäfts haben wir die pauschalen Teilschadenrückstellungen nach französischem Recht auskömmlich reserviert. Zusätzlich wurden für Risiken durch die Coronavirus-Pandemie in Teilen des selbst abgeschlossenen Geschäfts Spätschadenrückstellungen gebildet.

In Rechtsschutz haben wir die Rückstellung für Geschäftsjahresschäden aus den Jahren 2014 und früher individuell ermittelt. Für Geschäftsjahresschäden der Jahrgänge 2015 und später wurde die Rückstellung anhand von Durchschnittswerten berechnet. Sowohl für die unbekannten als auch für die bekannten Spätschäden erfolgte die Bewertung mit Durchschnittssätzen. Die bekannten Spätschäden der Jahrgänge 2014 und früher wurden individuell bewertet. Die Ermittlung der Durchschnittswerte und die Ermittlung der Anzahl der zu reservierenden Schäden beruhen auf der Grundlage von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit.

Die Berechnung der Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen erfolgte nach den steuerrechtlichen Vorschriften. Innerhalb der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle haben wir nach § 341g HGB zusätzlich eine Rückstellung für Schadenermittlungsaufwendungen in Höhe des mutmaßlichen Bedarfs gebildet.

Folgende Bestandteile der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle haben wir einzeln pro Vertrag bewertet:

Rückstellung für noch nicht abgewickelte Rückkäufe,

Rückgewährbeträge,

Austrittsvergütungen.

Die Anteile der Rückversicherer an

der Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle (ohne Renten-Versicherungsfälle),

der Renten-Deckungsrückstellung,

der Spätschadenrückstellung

sind entsprechend den Berechnungsmethoden des selbst abgeschlossenen beziehungsweise übernommenen Versicherungsgeschäfts ermittelt worden. Im Unfallgeschäft bewerten wir einen konzerninternen retroaktiven Rückversicherungsvertrag nach Art der Schadenversicherung. Von der Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen wurden Anteile der Rückversicherer nur in dem Umfang abgesetzt, wie sich die Rückversicherer an diesen Aufwendungen beteiligen.

Rückstellung für Beitragsrückerstattung

Der innerhalb der Rückstellung für Beitragsrückerstattung für die Schlussüberschussanteile zu Unfallversicherungen mit Beitragsrückzahlung zu bildende Schlussüberschussanteilfonds wird nach der Verschmelzung der D.A.S. Versicherung und der Hamburg-Mannheimer Sachversicherung mit der ERGO Versicherung im Jahr 2010 bei allen drei Beständen nach den handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der jeweiligen Fälligkeitszeitpunkte berechnet. Die dabei bei Ablauf fälligen Schlussüberschussanteile errechnen sich bei der ERGO Versicherung und bei dem Sonderbestand D.A.S. Versicherung grundsätzlich als Deckungsrückstellung einer beitragsfreien Versicherung mithilfe der zum Berechnungszeitpunkt erreichten Anwartschaft. Bei dem Sonderbestand Hamburg-Mannheimer Sachversicherung entspricht der Anteil der bei Ablauf fälligen Schlussüberschussanteile dem Verhältnis der abgelaufenen Versicherungsdauer beziehungsweise der Aufschubfrist zur gesamten Versicherungsdauer und bei den Tarifen der Gewinnverbände UBR 08 und UBR 09 dem zum Berechnungszeitpunkt erreichten Wert der Schlussgewinnbeteiligung.

Die Berechnung erfolgte bei allen UBR-Beständen einzelvertraglich nach der prospektiven Methode und unter impliziter Berücksichtigung der Ausscheidewahrscheinlichkeiten mit einem Diskontzinssatz von0,3 %.

Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen

Die Rückstellung zum Ausgleich der Schwankungen im jährlichen Schadenbedarf sowie die Rückstellungen für die Versicherung von Atomanlagen- und Pharma-Risiken haben wir entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften berechnet.

Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen haben wir gemäß dem voraussichtlichen zukünftigen Bedarf gebildet. Zur Ermittlung der Rückstellung für die erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung mit mehrjährigem Beobachtungszeitraum im deutschen Versicherungsgeschäft der Technischen Versicherungen wurde eine statistische Berechnungsmethode angewandt. Entsprechend den Rechnungslegungsvorschriften wird diese Rückstellung unter den sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen ausgewiesen. Die Anteile der Rückversicherer sind analog den Berechnungsmethoden des selbst abgeschlossenen beziehungsweise übernommenen Versicherungsgeschäfts ermittelt worden.

Andere Rückstellungen

Für die sonstigen Rückstellungen erfolgte der Ausweis in Höhe des Barwerts nach der Nettomethode.

Die Rückstellung für Vorruhestandsleistungen bilanzieren wir in Höhe des Barwerts der zukünftig zu erwartenden Leistungsverpflichtungen. Grundlage waren ein Rechnungszins von 0,92 % und ein Gehaltstrend von 2,0 %.

Übrige Passiva

Verbindlichkeiten, die vorstehend nicht gesondert dargestellt sind, haben wir mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Es besteht eine gewerbe- und körperschaftsteuerliche Organschaft zur ERGO Group AG. Die ERGO Group AG als Organträgerin hat in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB im Geschäftsjahr aktive latente Steuern bilanziert.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung rechnen wir im Zugangszeitpunkt mit den gültigen Devisenkassamittelkursen um. Aktiva und Passiva, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, bewerten wir grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Aktiva und Passiva, deren Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, bewerten wir grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips.

Bilanzierungsstetigkeit

Soweit nicht anders erläutert, haben wir die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unverändert beibehalten.

Jahresabschluss

Anhang

Erläuterungen der Bilanz: Aktivseite

Entwicklung der Aktivposten A. I bis A. III. im Geschäftsjahr 2023 Bilanzwerte Vorjahr
Tsd. €
Zugänge
Tsd. €
Umbuchungen
Tsd. €
Abgänge
Tsd. €
A. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 110.164 756 -42.106
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 712.644 393.074 -104.477
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 268.309 3.389 -16.125
3. Beteiligungen 114.311
Summe A. II. 1.095.264 396.463 -120.601
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.092.749 606.331 0
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.325.071 352.264 -632.032
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 789.791 168.856 -111.656
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 394.420 68.604 -41.496
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 684 18 -176
4. Einlagen bei Kreditinstituten 0 3.976.500 -3.976.500
4. Andere Kapitalanlagen 209.319 4.704.679 -4.680.350
Summe A. III. 6.812.035 9.877.251 -9.442.210
insgesamt 8.017.462 10.274.471 - -9.604.918
Entwicklung der Aktivposten A. I bis A. III. im Geschäftsjahr 2023 Zuschreibungen
Tsd. €
Ab- schrei- bungen
Tsd. €
Bilanzwerte Geschäftsjahr
Tsd. €
A. I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0 -5.881 62.932
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -65.369 935.871
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 255.573
3. Beteiligungen 98 -16.285 98.124
Summe A. II. 98 -81.654 1.289.568
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 14.877 -20.888 4.693.070
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 17 0 1.045.320
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 1.550 0 848.541
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen -3 421.525
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 526
4. Einlagen bei Kreditinstituten 0
4. Andere Kapitalanlagen 233.648
Summe A. III. 16.444 -20.891 7.242.629
insgesamt 16.542 -108.426 8.595.130

A. Kapitalanlagen

Die Aufstellung über den Anteilsbesitz befindet sich auf der Seite 79.

Die Gesellschaft hielt am 31. Dezember 2023 bei folgenden inländischen Investmentfonds Anteile von mehr als 10 %:

Marktwert
Tsd. €
Buchwert
Tsd. €
Differenz
Tsd. €
Im Geschäftsjahr 2023 erhaltene Ausschüttung
Tsd. €
Aktienfonds 115.724 112.342 3.382 1.505
MEAG Revo 104.802 104.802 0 1.307
MEAG Nachhaltigkeit I 10.922 7.540 3.382 198
Rentenfonds 4.475.872 4.553.025 -77.154 81.964
MEAG Vidas Rent 3 220.533 220.533 0 2.679
MEAG ESUS 250.207 255.415 -5.208 8.342
MEAG HM Sach 1 990.002 1.030.098 -40.096 19.217
MEAG Kapital 2 1.983.721 2.011.746 -28.025 29.891
MEAG Multi Sach 1 336.345 340.080 -3.735 10.618
MEAG VLA 695.065 695.153 -88 11.217
Immobilienfonds 33.222 27.703 5.519 1.282
MEAG European Prime Opportunities 33.222 27.703 5.519 1.282

Zeitwerte der Kapitalanlagen

Bilanzwert 2023
Tsd. €
Zeitwert 2023
Tsd. €
Bewertungsdifferenz
Tsd. €
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 62.932 216.211 153.279
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 935.871 1.430.817 494.946
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 255.573 254.335 -1.238
3. Beteiligungen 98.124 175.427 77.303
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.693.070 4.624.819 -68.251
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1.045.320 963.629 -81.691
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 1 858.891 807.103 -51.788
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 421.525 406.783 -14.742
c) Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 526 526 -
4. Andere Kapitalanlagen 233.648 233.648 -
IV. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 580.669 580.669 -
insgesamt 1 9.186.150 9.693.966 507.816
davon Kapitalanlagen des Sicherungsvermögens, die in die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer einzubeziehen sind 391.377 391.956 579

1 Unter Berücksichtigung von Agio/Disagio

Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sind mit einem Bilanzwert von 4.472.537 Tsd. € und einem Zeitwert von 4.404.286 Tsd. € sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

mit einem Bilanzwert von 1.045.320 Tsd. € und einem Zeitwert von 963.629 Tsd. € der dauernden Vermögensanlage gewidmet.

Unterbliebene Abschreibungen auf Finanzinstrumente

Außerplanmäßige Abschreibungen wurden nicht durchgeführt, sofern die Wertminderungen nur von vorübergehender Dauer sind. Dies betrifft folgende zu den Finanzanlagen des Direktbestandes gehörende Finanzinstrumente:

Bilanzwert 2023
Tsd. €
Zeitwert 2023
Tsd. €
Bewertungsdifferenz
Tsd. €
Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 4.332.492 4.255.340 -77.152
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 691.999 593.169 -98.830
Namensschuldverschreibungen 402.995 351.507 -51.488
Schuldscheinforderungen und Darlehen 201.549 176.787 -24.762
insgesamt 5.629.035 5.376.803 -252.232

Bei den Aktien, Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich bei der aktuellen Marktentwicklung aufgrund unserer Erwartungen nur um eine voraussichtlich vorübergehende Wertminderung.

Die Wertminderung ist für Inhaberschuldverschreibungen, Namensschuldverschreibungen sowie Schuldscheinforderungen und Darlehen nur von vorübergehender Dauer, weil der Buchwert einem dauerhaft beizulegenden Wert entspricht, der auf der Meinung einer Mehrzahl unabhängiger externer Analysten beruht (MEAG-Verfahren).

Derivative Finanzinstrumente

Art Bilanzposition Buchwert
Tsd. €
Zeitwert
Tsd. €
Nominalvolumen
Tsd. €
Währungskursrisiken
Devisentermingeschäfte Short sonstige Forderungen 70.445 - 92 116.840
sonstige Verbindlichkeiten - 59.270 - -
Zinsrisiken
Vorkauf Darlehen (Infrastruktur) sonstige Rückstellungen - - 3.524 28.443
Aktien- und Indexrisiken
Aktienoptionen Long sonstige Kapitalanlagen:
Aktien, Investmentanteile u. andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere - - -

Bewertungseinheiten

Am Bilanzstichtag bestanden die in der nachfolgenden Tabelle aufgeführten Mikrosicherungsbeziehungen:

Grundgeschäft Absicherungsgeschäft / Höhe des abgesicherten Risikos Art des Risikos Methode zur Messung der Effektivität
USD-Forderung (sonstige) Devisentermingeschäft Währungskursrisiko Critical-term-match-Methode
Nominalvolumen: 129.068 Tsd. USD Nominalvolumen: 129.068 Tsd. USD
Laufzeit bis 2031 abgesichertes Risikovolumen: -518 Tsd. €
Laufzeit bis 2031

A. III. 4. Andere Kapitalanlagen

Unter den anderen Kapitalanlagen sind Einlagen aus dem Cash Pooling ausgewiesen.

B. III. Sonstige Forderungen

Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Verrechnungskonten aus dem Dienstleistungsverkehr mit verbundenen Unternehmen, Forderungen aus Gewinngemeinschaften und realisierten Devisenderivaten.

C. III. Andere Vermögensgegenstände

In diesem Posten sind zwei Forderungen in USD enthalten, die in den Jahren 2025 und 2031 zurückgezahlt werden. Die Forderungen in Höhe von 101.573 Tsd. € sind mit einem Effektivzins von 4,45 % abgezinst worden.

D. II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten

Hier werden im Wesentlichen die Agien auf Namensschuldverschreibungen in Höhe von 11.234 Tsd. € ausgewiesen.

Jahresabschluss

Anhang

Erläuterungen der Bilanz: Passivseite

A. I. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt am Bilanzstichtag 78.673.605,86 € und ist eingeteilt in 3.077.444 voll eingezahlte Stückaktien. Der auf eine Stückaktie entfallende rechnerische Betrag am Grundkapital beträgt 25,56 €.

A. II. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage reduziert sich im Geschäftsjahr um 65.408 Tsd. € aufgrund einer Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von 65.307 Tsd. € sowie einer Vermögensauskehrung ohne Anteilsgewährung eines Tochterunternehmens in Höhe von 102 Tsd. €.

B. Versicherungstechnische Rückstellungen

Versicherungstechnische Brutto-Rückstellungen insgesamt davon: Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle davon: Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 1.490.647 1.525.870 1.080.465 1.078.929 0 0
Haftpflichtversicherung 2.797.734 2.703.926 2.639.007 2.559.772 30.013 21.216
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 741.666 741.929 659.631 686.030 72.252 45.669
sonstige Kraftfahrtversicherungen 119.763 135.822 114.038 91.406 0 38.849
Feuer- und Sachversicherung 1.342.579 1.197.782 831.227 728.396 250.834 241.393
davon:
Feuerversicherung 205.937 197.109 70.093 73.825 124.146 112.783
Verbundene Hausratversicherung 59.714 56.243 29.838 27.523 0 0
Verbundene Gebäudeversicherung 452.853 397.410 252.951 207.121 126.688 128.610
sonstige Sachversicherung 624.074 547.021 478.346 419.927 0 0
Transport- und Luftfahrtversicherung 311.496 276.483 286.115 249.625 1.746 1.357
Kautions-Versicherung 56.389 39.517 50.185 33.432 0 0
Rechtsschutzversicherung 883.636 860.907 799.102 776.758 0 0
Schutzbriefversicherung 5.545 5.498 1.745 1.649 0 0
sonstige Versicherungen 356.589 363.870 268.572 305.267 67.779 40.326
Summe 8.106.120 7.851.604 6.730.129 6.511.265 422.624 388.810
übernommenes
Versicherungsgeschäft 1.275.163 1.186.574 852.602 781.883 188.130 151.061
gesamtes
Versicherungsgeschäft 9.381.283 9.038.178 7.582.731 7.293.148 610.754 539.871

B. IV. Rückstellungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung

ERGO Versicherung

Unfallversicherung mit Beitragsrückzahlung 2023
Tsd. €
Bruttobetrag
selbst abgeschlossene Versicherungen
Stand am Ende des Vorjahres 1.007
Entnahme durch Zuteilung von Überschussanteilen 1.067
Zuführung aus dem Überschuss 1.682
Stand am Ende des Geschäftsjahres 1.623
davon entfallen:
a) auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 276
b) auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile und Schlusszahlungen 133
c) auf den Teil des Schlussüberschussanteilfonds, der für die Finanzierung von Schlussüberschuss-
anteilen und Schlusszahlungen zurückgestellt wird, jedoch ohne Beträge nach Buchstabe b) 336
d) auf den ungebundenen Teil (Rückstellung für Beitragsrückerstattung ohne die Buchstaben a) bis c)) 878

Sonderbestand Hamburg-Mannheimer Sachversicherung

Unfallversicherung mit Beitragsrückzahlung 2023
Tsd. €
Bruttobetrag
selbst abgeschlossene Versicherungen
Stand am Ende des Vorjahres 1 9.886
Entnahme durch Zuteilung von Überschussanteilen 1.755
Zuführung aus dem Überschuss 2.967
Stand am Ende des Geschäftsjahres 11.097
davon entfallen:
a) auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 278
b) auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile und Schlusszahlungen 1.801
c) auf den Teil des Schlussüberschussanteilfonds, der für die Finanzierung von Schlussüberschuss- 4.429
anteilen und Schlusszahlungen zurückgestellt wird, jedoch ohne Beträge nach Buchstabe b)
d) auf den ungebundenen Teil (Rückstellung für Beitragsrückerstattung ohne die Buchstaben a) bis c)) 4.589
1 inklusive Leistungsplus

Sonderbestand D.A.S. Versicherung

Unfallversicherung mit Beitragsrückzahlung 2023
Tsd. €
Bruttobetrag
selbst abgeschlossene Versicherungen
Stand am Ende des Vorjahres 216
Entnahme durch Zuteilung von Überschussanteilen 16
Zuführung aus dem Überschuss 18
Stand am Ende des Geschäftsjahres 218
davon entfallen:
a) auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte laufende Überschussanteile 0
b) auf bereits festgelegte, aber noch nicht zugeteilte Schlussüberschussanteile und Schlusszahlungen 21
c) auf den Teil des Schlussüberschussanteilfonds, der für die Finanzierung von Schlussüberschuss-
anteilen und Schlusszahlungen zurückgestellt wird, jedoch ohne Beträge nach Buchstabe b) 6
d) auf den ungebundenen Teil (Rückstellung für Beitragsrückerstattung ohne die Buchstaben a) bis c)) 191

C. II. Sonstige Rückstellungen

2023
Tsd. €
Rückstellung für unverdiente Provisionen 35.700
Rückstellung für ausstehende Rechnungen 1.741
Rückstellung für Jahresabschlussaufwendungen 1.215
Rückstellung für Gehalts-, Urlaub- und Zeitguthaben 1.134
Rückstellung für Vorstandstantiemen 34
übrige Rückstellungen 2.684
insgesamt 42.508

F. Rechnungsabgrenzungsposten

Hier werden im Wesentlichen die Disagien auf Namensschuldverschreibungen in Höhe von 883 Tsd. € ausgewiesen.

Jahresabschluss

Anhang

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Versicherungstechnische Rechnung

I. 1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung

gebuchte Bruttobeiträge verdiente Bruttobeiträge verdiente Nettobeiträge
2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 569.553 576.991 568.468 576.770 565.063 573.898
Haftpflichtversicherung 766.172 733.574 759.937 726.837 735.815 707.133
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 443.813 424.936 443.599 424.842 441.220 422.739
sonstige Kraftfahrtversicherungen 325.290 313.944 325.220 315.684 321.688 312.653
Feuer- und Sachversicherung 1.118.757 984.241 1.083.889 948.166 944.172 820.535
davon:
Feuerversicherung 96.112 90.043 95.182 87.474 80.648 73.702
Verbundene Hausratversicherung 128.039 124.229 126.898 123.861 125.578 122.286
Verbundene Gebäudeversicherung 367.811 307.777 356.431 303.580 331.139 281.949
sonstige Sachversicherung 526.795 462.192 505.378 433.251 406.808 342.598
Transport- und Luftfahrtversicherung 246.634 261.788 249.436 260.105 239.234 240.126
Kautions-Versicherung 23.358 23.311 23.220 22.633 20.827 20.026
Rechtsschutzversicherung 418.009 418.372 417.915 419.613 417.745 419.215
Schutzbriefversicherung 18.565 18.213 18.591 18.162 18.591 18.162
sonstige Versicherungen 114.569 109.124 112.800 107.484 96.592 92.172
Summe 4.044.800 3.864.494 4.003.120 3.820.295 3.800.994 3.626.659
übernommenes Versicherungsgeschäft 824.266 1.196.835 836.572 1.139.264 787.945 1.061.097
gesamtes Versicherungsgeschäft 4.869.066 5.061.328 4.839.692 4.959.560 4.588.939 4.687.756

I. 2. Technischer Zinsertrag für

eigene Rechnung

Der technische Zinsertrag aus der Renten-Deckungsrückstellung wurde aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestandes der Rückstellung berechnet. Der technische Zinsertrag für die UBR-Versicherung wurde aus den Vermögenserträgen der hierfür besicherten Kapitalanlagen ermittelt.

I.4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung sind um den Gewinn aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung, der sich in einem angemessenen Rahmen bewegt hat, vermindert.

Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle

2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 261.058 259.363
Haftpflichtversicherung 350.595 391.635
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 328.387 295.459
sonstige Kraftfahrtversicherungen 326.958 266.156
Feuer- und Sachversicherung 721.201 605.526
davon:
Feuerversicherung 25.652 24.105
Verbundene Hausratversicherung 50.455 45.368
Verbundene Gebäudeversicherung 282.153 261.491
sonstige Sachversicherung 362.941 274.561
Transport- und Luftfahrtversicherung 190.780 215.756
Kautions-Versicherung 35.829 15.594
Rechtsschutzversicherung 255.161 255.608
Schutzbriefversicherung 10.328 9.677
sonstige Versicherungen 46.978 80.859
Summe 2.527.464 2.395.634
übernommenes Versicherungsgeschäft 519.697 774.169
gesamtes Versicherungsgeschäft 3.047.161 3.169.803

I. 7. a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb

2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 191.253 207.423
Haftpflichtversicherung 210.969 209.395
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 105.474 103.079
sonstige Kraftfahrtversicherungen 80.965 80.350
Feuer- und Sachversicherung 328.894 295.068
davon:
Feuerversicherung 15.962 15.406
Verbundene Hausratversicherung 55.505 54.344
Verbundene Gebäudeversicherung 107.545 97.708
sonstige Sachversicherung 149.882 127.611
Transport- und Luftfahrtversicherung 64.695 67.462
Kautions-Versicherung 7.605 7.975
Rechtsschutzversicherung 120.176 120.169
Schutzbriefversicherung 5.362 5.318
sonstige Versicherungen 35.099 35.837
Summe 1.150.537 1.132.076
übernommenes Versicherungsgeschäft 277.078 479.586
gesamtes Versicherungsgeschäft 1.427.614 1.611.662

Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb entfallen 563.517 (585.021) Tsd. € auf Abschluss- und 864.098 (1.026.641) Tsd. € auf Verwaltungsaufwendungen.

I. 11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung

2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 157.014 138.313
Haftpflichtversicherung 158.936 98.810
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung - 17.828 - 22.924
sonstige Kraftfahrtversicherungen - 47.910 - 19.952
Feuer- und Sachversicherung - 66.217 - 46.742
davon:
Feuerversicherung 21.380 - 4.957
Verbundene Hausratversicherung 16.308 21.845
Verbundene Gebäudeversicherung - 56.634 - 51.428
sonstige Sachversicherung - 47.271 - 12.202
Transport- und Luftfahrtversicherung - 14.179 220
Kautions-Versicherung - 22.291 - 421
Rechtsschutzversicherung 42.422 43.523
Schutzbriefversicherung 2.979 3.133
sonstige Versicherungen - 18.636 - 44.393
Summe 174.174 149.567
übernommenes Versicherungsgeschäft - 36.190 - 50.282
gesamtes Versicherungsgeschäft 137.984 99.285

Rückversicherungssaldo 1

2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung - 2.102 - 6.426
Haftpflichtversicherung - 27.466 - 19.522
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung - 960 - 2.084
sonstige Kraftfahrtversicherungen - 2.490 - 3.353
Feuer- und Sachversicherung - 66.762 - 63.998
Transport- und Luftfahrtversicherung - 3.793 20.387
Kautions-Versicherung - 2.099 - 2.304
Rechtsschutzversicherung - 162 - 372
sonstige Versicherungen - 23.906 - 9.415
Summe - 129.740 - 87.085
übernommenes Versicherungsgeschäft - 45.294 110.699
gesamtes Versicherungsgeschäft - 175.034 23.613

1 - = zugunsten der Rückversicherer.

Der Rückversicherungssaldo ergibt sich aus den verdienten Beiträgen der Rückversicherer sowie den Anteilen der Rückversicherer an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle und den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.

II. Nichtversicherungstechnische Rechnung

II. 2. Aufwendungen für Kapitalanlagen

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB i. V. m. § 277 Abs. 3 Satz 1 HGB wurden in Höhe von 33.373 Tsd. € vorgenommen.

II. 3. Technischer Zinsertrag

Hierbei handelt es sich um die rechnungsmäßigen Zinsen auf die Brutto-Renten- und Brutto-Beitragsdeckungsrückstellungen, die entsprechend den Vorschriften der Rechnungslegungsverordnung in die versicherungstechnische Rechnung umgruppiert werden.

II. 4. Sonstige Erträge

In den sonstigen Erträgen sind Währungskursgewinne von 111.340 Tsd. € sowie Erträge aus der Auflösung der Verbindlichkeiten aus den Restrukturierungsprogrammen von 4.587 Tsd. € enthalten.

II. 5. Sonstige Aufwendungen

In den sonstigen Aufwendungen sind insbesondere Währungskursverluste von 115.734 Tsd. € sowie Aufwendungen aus der Aufzinsung von Altersteilzeit-, Vorruhestands- und Pensionsrückstellungen sowie der pensionsähnlichen Verpflichtungen in Höhe von 292 Tsd. € enthalten.

II. 7. Außerordentliche Aufwendungen

Die Ausübung des Wahlrechts des Art. 67 Abs. 1 EG-HGB, die erforderliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen bei der ERGO Group AG, mit der die Gesellschaft einen Schuldbeitritt vereinbart hat, auf maximal 15 Jahre zu verteilen, führt zu einem außerordentlichen Aufwand in Höhe von 1.422 Tsd. €.

Darüber hinaus wurden im Rahmen einer Auslagerung von Pensionsverpflichtungen ausstehende BilMoG-Ansammlungsbeträge vollständig zugeführt, die in Höhe von 7.073 Tsd. € zu einem zusätzlichen außerordentlichen Aufwand führten.

Der Rest resultiert aus BilMoG-Aufwendungen im Rahmen der Konzernverrechnung.

Jahresabschluss

Anhang

Sonstige Angaben

Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge

2023 Stück 2022 Stück
selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Unfallversicherung 1.479.202 1.538.609
Haftpflichtversicherung 1.596.701 1.592.944
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung 1.515.501 1.465.297
sonstige Kraftfahrtversicherungen 1.158.753 1.109.636
Feuer- und Sachversicherung 2.030.089 2.015.284
davon:
Feuerversicherung 10.231 10.189
Verbundene Hausratversicherung 926.268 930.342
Verbundene Gebäudeversicherung 463.640 452.185
sonstige Sachversicherung 629.950 622.568
Kautions-Versicherung 31.230 28.230
Rechtsschutzversicherung 1.971.898 1.996.321
Schutzbriefversicherung 940.392 951.674
sonstige Versicherungen 1.112.300 1.116.037
insgesamt 11.836.066 11.814.032

Gebundene Aktivwerte

Am 31. Dezember 2023 lagen Verpfändungen in Höhe von 4.881 (5.106) Tsd. € vor.

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind

Es bestanden die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem normalen Lieferungs- und Leistungsverkehr.

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund der Mitgliedschaft im Verein Verkehrsopferhilfe e.V. sind wir verpflichtet, dem Verein die für die Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen, und zwar entsprechend unserem Anteil an den Beitragseinnahmen aus dem selbst abgeschlossenen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsgeschäft des vorletzten Geschäftsjahres. Hieraus lässt sich kein signifikantes Risiko für unsere Gesellschaft ableiten.

Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft und Versicherungsstelle Wiesbaden sind wir für den Fall, dass eines der übrigen Mitglieder der Versicherungsgemeinschaft ausfällt, gehalten, dessen Leistungsverpflichtungen im Rahmen unserer quotenmäßigen Beteiligung zu übernehmen. Darüber hinaus sind wir nach Auflösung des Deutschen Luftpools am 31. Dezember 2022 während der Laufzeit der vertraglichen Nachhaftungsfristen verpflichtet, eine Nachforderung der geschäftsführenden Gesellschaft AGCS SE auszugleichen, sofern die im Luftpool zurückgestellten Mittel nicht ausreichen, um die Verpflichtungen zu erfüllen. Das Risiko einer Inanspruchnahme der vorgenannten Haftungsverhältnisse schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der übrigen Mitglieder als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

Die ERGO Group AG hat mit unserer Gesellschaft den Schuldbeitritt zu Pensionszusagen vereinbart. Sie bilanziert die dafür von uns erhaltenen Deckungsmittel sowie die Pensionsrückstellungen und erfüllt im Außenverhältnis sämtliche Pensionsverpflichtungen. Daraus bestanden am 31. Dezember 2023 gesamtschuldnerische Haftungen von 95.563 Tsd. €. Für die Aufwendungen aus der geänderten Bewertung nach BilMoG wurde das Verteilungswahlrecht in Anspruch genommen, sodass sich ein noch nicht gezahlter Restbetrag in Höhe von 1.422 Tsd. € ergibt.

Die ERGO Group AG ist im Innenverhältnis zur ERGO Versicherung verpflichtet, die Pensionsverpflichtungen der ERGO Versicherung im Außenverhältnis zu erfüllen. Dementsprechend realisiert sich die gesamtschuldnerische Haftung der ERGO Versicherung nur in dem Fall, dass die ERGO Group AG als Gesamtschuldner aus Unvermögen zur Leistung an die Berechtigten ausfällt. Bei der ERGO Group AG handelt es sich allerdings um eine Finanzdienstleistungsholding, die aufgrund eigener Kapitalstärke von unabhängigen Ratingagenturen jeweils mit für eine Holdinggesellschaft sehr guten Ratings bewertet wird. Das Risiko einer gesamtschuldnerischen Haftung wird vor diesem Hintergrund nicht gesehen.

Die Gesellschaft hat mittelbare Pensionszusagen erteilt. Im Rahmen des Wahlrechts nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB bildet die Gesellschaft hierfür keine Rückstellungen. Nach dem zum 1. April 2021 veröffentlichten Rechnungslegungshinweis "IDW RH FAB 1.021", der ab dem Bewertungsstichtag 31. Dezember 2023 verpflichtend anzuwenden ist, erfolgt die Ermittlung des Fehlbetrags ab diesem Jahr abweichend zu den Vorjahren. Der Fehlbetrag aus diesen Versorgungsverpflichtungen betrug zum Bilanzstichtag 1.369.941 €.

Einzahlungsverpflichtungen aus dem Beteiligungsbereich bestanden in Höhe von 145.858 Tsd. €, davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 145.858 Tsd. €. Für eventuelle Verluste aus einer Beteiligung haften wir gesamtschuldnerisch zusammen mit einem verbundenen Unternehmen in unbegrenzter Höhe.

Darüber hinaus bestanden Verpflichtungen in Höhe von 28.443 Tsd. € aus Infrastruktur-Projekten und in Höhe von 4.674 Tsd. € aus Bestellungen von Dienstleistungen.

Die Gesellschaft hat eine Garantieerklärung im Zusammenhang mit ihrem Beteiligungsengagement abgegeben. Diese beläuft sich auf 410 Tsd. € und entfällt auf verbundene Unternehmen. Die Garantie war nicht zu passivieren, da die zugrunde liegende Verbindlichkeit durch die betroffenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden kann bzw. mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Zum 1. April 2014 hat ERGO die Vertriebe in der Vertriebsgesellschaft ERGO Beratung und Vertrieb AG zusammengeführt. Wir haften für diejenigen Forderungen der betroffenen Mitarbeiter, die vor der Ausgliederung begründet wurden. Das Risiko einer Inanspruchnahme sehen wir als gering an.

Die Gesellschaft hat für vormals ausschließlich in ihrem Auftrag und aktuell im Auftrag der ERGO Beratung und Vertrieb AG tätige Versicherungsvermittler die uneingeschränkte Haftung aus der Vermittlung ihrer Versicherungsprodukte übernommen. In diesem Zusammenhang besteht das Risiko einer Inanspruchnahme. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme sehen wir hier ebenfalls als gering an.

Wir rechnen zum Stichtag nicht mit einer Belastung der zukünftigen Ergebnisse aus den eingegangenen Verpflichtungen.

Regelungen zur Globalen Mindestbesteuerung

Zur einheitlichen Umsetzung von Regelungen zur Globalen Mindestbesteuerung innerhalb der Europäischen Union haben sich die EU-Mitgliedstaaten am 15. Dezember 2022 auf eine gemeinsame Richtlinie geeinigt. Diese Richtlinie musste bis zum 31. Dezember 2023 in nationales Recht umgesetzt werden. In Deutschland traten diese Regelungen durch das Mindeststeuergesetz (MinStG) zum 1. Januar 2024 in Kraft.

Eine etwaige Steuerbelastung nach diesem Gesetz träfe ab dem Geschäftsjahr 2024 allein die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG in München. Sofern solche etwaigen Mehrbelastungen von dieser in Zukunft umgelegt würden, wäre die Auswirkung auf die Gesellschaft allenfalls marginal.

Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr beschäftigten wir durchschnittlich 65 Mitarbeiter im Innendienst.

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

2023
Tsd. €
2022
Tsd. €
Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB
für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 53.540 49.059
Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 131 128
Löhne und Gehälter 7.458 6.620
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 2.300 2.075
Aufwendungen für Altersversorgung 7.304 11.156
insgesamt 70.734 69.038

Gesamtbezüge des Aufsichtsrats

und des Vorstands

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen 46 Tsd. €.

Die Aufwendungen für Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf 2.130 Tsd. €.

Ehemalige Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen erhielten von der Gesellschaft 2.056 Tsd. €. Für laufende Pensionen und Anwartschaften für diesen Personenkreis hat die ERGO Group AG Pensionsrückstellungen in Höhe von 47.209 Tsd. € bilanziert. Daneben besteht aus der Ausübung des Wahlrechtes nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB ein noch nicht bilanzierter Betrag in Höhe von 505 Tsd. €. Für beide Beträge haftet unsere Gesellschaft mit.

Abschlussprüferhonorar

Die Angaben zum Abschlussprüferhonorar erfolgen befreiend im Konzernabschluss der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG in München.

Gesellschaftsorgane

Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats

Dr. Edgar Jannott

Aufsichtsrat

Edward Ler (seit 01.01.2024)

Vorsitzender

Mitglied des Vorstands der ERGO Group AG

Dr. Clemens Muth (bis 31.12.2023)

Vorsitzender

Mitglied des Vorstands der ERGO Group AG

(bis 31.12.2023)

Christian Diedrich

stellv. Vorsitzender

Mitglied des Vorstands der ERGO Group AG i. R.

Theodoros Kokkalas

Vorsitzender des Vorstands der ERGO Deutschland AG

Vorstand

Olaf Bläser (ab 01.01.2024)

Vorsitzender

Ressort Zentralaufgaben

Koordinierung im Vorstand

Grundsatzfragen der Geschäftspolitik, Aufsichtsbehörden und Verbände

Angelegenheiten des Aufsichtsrats

Geschäftsfeldentwicklung Schaden/Unfall

Datenschutz

Revision (Ausgliederungsbeauftragter)

Ressort Maklergeschäft

Maklervertrieb Schaden/Unfall

Ressort Schaden Komposit Deutschland

Schaden Komposit (außer Vermögensschaden-Haftpflicht, Transport, Technische Versicherung, Kaution)

Ressort ERGO Mobility Solutions Strategie, Operations, Business Development und Vertrieb des Mobility Solutions Geschäfts

Ressort Individualgeschäft (kommissarisch)

Individualgeschäft in der Sach- und Haftpflichtversicherung sowie Vermögensschadenhaftpflicht, Technische Versicherung, Transport, Kaution, und Kraftfahrt-Flotte/Kooperationen (Spartenmanagement)

Ordnung der Rückdeckung in dem vorgenannten Geschäftsfeld Strategie, Operations, Business Development und Vertrieb des Mobility Solutions Geschäfts

Gewerbliches und industrielles Geschäft in den Zweigen der Sach-, Haftpflicht-, Vermögensschadenhaftpflicht-, Transport-, Kautions- und Technische Versicherung sowie Kraftfahrt-Flotte/Kooperationen und Gruppen-Unfallversicherung (Betrieb)

Regulierung von Schäden in den Zweigen der Transport-, Kautions-, Vermögensschaden-Haftpflicht und Technischen Versicherung Industrial Business Development (IBD)

Mathias Scheuber (bis 31.12.2023)

Vorsitzender

Ressort Zentralaufgaben

Koordinierung im Vorstand

Grundsatzfragen der Geschäftspolitik, Aufsichtsbehörden und Verbände

Angelegenheiten des Aufsichtsrats

Geschäftsfeldentwicklung Schaden/Unfall

Datenschutz

Revision (Ausgliederungsbeauftragter)

Ressort Schaden Komposit Deutschland

Schaden Komposit (außer Vermögensschaden-Haftpflicht, Transport, Technische Versicherung, Kaution)

Ressort Maklergeschäft

Maklervertrieb Schaden/Unfall

Dr. Christian Gründl (bis 31.12.2023)

Ressort Individualgeschäft

Individualgeschäft in der Sach- und Haftpflicht¬versicherung sowie Vermögensschadenhaftpflicht, Technische Versicherung, Transport, Kaution, und Kraftfahrt-Flotte/Kooperationen (Spartenmanagement)

Ordnung der Rückdeckung in dem vorgenannten Geschäftsfeld

Gewerbliches und industrielles Geschäft in den Zweigen der Sach-, Haftpflicht-, Vermögensschadenhaftpflicht-, Transport-, Kautions- und Technische Versicherung sowie Kraftfahrt-Flotte/Kooperationen und Gruppen-Unfallversicherung (Betrieb)

Regulierung von Schäden in den Zweigen der Transport-, Kautions-, Vermögensschaden-Haftpflicht und Technischen Versicherung

Industrial Business Development (IBD)

Christian Molt (bis 30.09.2023)

Ressort Kunden- und Vertriebsservice

Operations Inland (Eingangsmanagement; Kunden- und Vertriebsservicecenter; Betrieb Komposit: Antrags- und Vertragsservice Tarifgeschäft Haftpflicht, Sach, Kraftfahrt, Schutzbrief, Rechtsschutz, Unfall)

Compliance (Ausgliederungsbeauftragter und verantwortliche Person für das Geldwäsche-Risikomanagement)

Dr. Sebastian Rapsch (ab 01.10.2023)

Ressort Kunden- und Vertriebsservice

Operations Inland (Eingangsmanagement; Kunden- und Vertriebsservicecenter; Betrieb Komposit: Antrags- und Vertragsservice Tarifgeschäft Haftpflicht, Sach, Kraftfahrt, Schutzbrief, Rechtsschutz, Unfall)

Compliance (Ausgliederungsbeauftragter und verantwortliche Person für das Geldwäsche-Risikomanagement)

Heiko Stüber

Ressort CFO

Rechnungslegung

Credit- und Cashmanagement

Controlling

Steuern

Risikomanagement (Ausgliederungsbeauftragter)

Aktuariat

Versicherungsmathematische Funktion (Ausgliederungsbeauftragter)

Dr. Feriha Zingal-Krpanic

Ressort Tarifgeschäft

Tarifgeschäft in den Zweigen Sach- und Haftpflicht-, Kraftfahrt- (ohne Kraftfahrt-Flotte/Kooperationen), Schutzbrief-, Rechtsschutz- und Unfallversicherung (Spartenmanagement, ohne Gruppen-Unfall)

Ordnung der Rückdeckung in dem vorgenannten Geschäftsfeld

Ausländische D.A.S.-Gesellschaften

Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB

Kapitalanteil unmittelbar
in %
Kapitalanteil mittelbar
in %
Eigenkapital 1
in Tsd.€
Ergebnis 1
in Tsd. €
Inland
Autobahn Tank & Rast Gruppe GmbH & Co. KG, Bonn 0,69 -139.897
Autobahn Tank & Rast Management GmbH, Bonn 0,69 45 3
Bionic General Partner GmbH, Frankfurt am Main 3 2,00 25
Bionic GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 3 2,00 0
carexpert KFZ-Sachverständigen GmbH, Mainz 25,00 1.392 -107
Earlybird DWES Fund VII GmbH & Co. KG, München 2,86 146.810 -13.293
ERGO Grundstücksverwaltung GbR, Düsseldorf 60,00 169.157 6.177
ERGO Infrastructure Investment Komposit GmbH, Düsseldorf 100,00 4.446 2.225
ERGO Private Capital Komposit GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,00 362.294 36.831
ERGO Private Capital Vierte GmbH & Co. KG, Düsseldorf 100,00 36.017 1.605
ERGO SU Erste Real Estate GmbH & Co.KG, Düsseldorf 3 100,00 10
KA Köln.Assekuranz Agentur GmbH, Köln 4 100,00 25
LEGIAL AG, München 100,00 8.396 696
Merkur Grundstücks- und Beteiligungs-GmbH, Düsseldorf 4 5 100,00 2.297
Nürnberger Beteiligungs-AG, Nürnberg 0,89 745.656 49.749
Schrömbgens & Stephan GmbH Versicherungsmakler, Düsseldorf 100,00 2.147 288
T&R MLP GmbH, Bonn 0,69 29
T&R Real Estate GmbH, Bonn 0,69 140.859 -10
Teko - Technisches Kontor für Versicherungen GmbH, Düsseldorf 30,00 144 34
Victoria Vierter Bauabschnitt GmbH & Co. KG, Düsseldorf 4,90 61.522 3.622
Victoria Vierter Bauabschnitt Management GmbH, Düsseldorf 100,00 33 1

7

Kapitalanteil unmittelbar
in %
Kapitalanteil mittelbar
in %
Eigenkapital 1
in Tsd.€
Ergebnis 1
in Tsd. €
Ausland 2
Compenso GP LLC, Wilmington, Delaware 3 100,00 3
D.A.S. Difesa Automobilistica Sinistri, S.p.A. di Assicurazione, Verona 49,99 42.109 -327
D.A.S. Société anonyme belge d'assurances de Protection Juridique, Brüssel 99,99 44.415 4.368
DAS Holding N.V., Amsterdam 50,00 1,00 113.653 -13.251
DAS Law Limited, Bedwas 100,00 -19.514 -2.299
DAS Legal Expenses Insurance Company Limited, Bedwas 100,00 21.861 -317
DAS Legal Services B.V., Amsterdam 100,00 1.707 -1.138
DAS Nederlandse Rechtsbijstand Verzekeringmaatschappij N.V., Amsterdam 100,00 107.270 -11.564
DAS Services Limited, Bedwas 100,00 4.392 6.516
DAS UK Holdings Limited, Bedwas 100,00 54.145 161
ERGO UK SPECIALTY LIMITED, London 100,00 3.045 267
FREE MOUNTAIN SYSTEMS S.L., Madrid 10,00 113.395 1.150
Haley Silva LP, Wilmington, Delaware 3 100,00 31.684
JRP (London) Limited, London 100,00 441 -1
JRP Insurance Management Limited, London 100,00 4.756 -155
JRP Underwriting Ltd., London 100,00 5 1
Laren Silva I LP, Wilmington, Delaware 3 100,00 31.684
MPL Claims Management Ltd., London 100,00 105 61
MPL LEGAL SERVICES Ltd., London 3 100,00 0
Stichting Aandelen Beheer D.A.S. Holding, Amsterdam 100,00 378 93
Taishan Property & Casualty Insurance Co. Ltd., Jinan, Shandong Province 24,90 295.529 -45.748
Wind Fund I AS, Oslo 3,00 138.763 -11.175

1 Die Angaben beziehen sich auf den letzten verfügbaren Jahresabschluss.

2 Die Fremdwährungsbeträge des Ergebnisses wurden mit dem Jahresdurchschnittskurs und das Eigenkapital zum Jahresendkurs umgerechnet.

3 Gründung bzw. Zugang im 2023, daher nur Ausweis des Grundkapitals.

4 Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf.

5 Es besteht ein Beherrschungsvertrag mit der ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf.

Gruppenzugehörigkeit

Die ERGO Versicherung Aktiengesellschaft mit Sitz am ERGO-Platz 1, 40477 Düsseldorf wird in Düsseldorf beim Amtsgericht unter der Handelsregisternummer HRB 36466 geführt.

Die ERGO Deutschland AG, Düsseldorf, ist alleinige Anteilseignerin der ERGO Versicherung AG. Die Mitteilungen entsprechend § 20 Abs. 4 AktG liegen vor.

Zwischen der ERGO Versicherung AG und der ERGO Deutschland AG besteht seit 2016 ein Beherrschungsvertrag.

Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft Aktiengesellschaft in München (Munich Re), München, zum 31. Dezember 2023 einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss und -lagebericht der Munich Re sind über die Internetseite des Unternehmensregisters zugänglich. Daneben sind sie auf der Internetseite der Munich Re verfügbar. Somit liegen die Voraussetzungen zur Befreiung unserer Gesellschaft von der Konzernrechnungslegungspflicht vor.

Gewinnverwendungsvorschlag

Wir schlagen der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn in Höhe von 65.306.663 € zur Zahlung einer Dividende zu verwenden. Dies entspricht gerundet einer Dividende je Aktie von 21,22 €.

 

Düsseldorf, 26. Februar 2024

Der Vorstand

Olaf Bläser

Dr. Sebastian Rapsch

Heiko Stüber

Dr. Feriha Zingal-Krpanic

Jahresabschluss

Anhang

Anlage

Erläuterungen zur Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer für die Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung, Renten aus der Kinder-Invaliditäts-Zusatzversicherung und der Leistungsart Unfallrente

Entstehung der Überschüsse

Um die zugesagten Versicherungsleistungen über die in der Regel lange Versicherungsdauer hinweg sicherzustellen, bilden wir Rückstellungen. Dabei werden die Annahmen über den Zins, die Kosten und den Risikoverlauf so vorsichtig gewählt, dass die Erfüllbarkeit der Leistungen in jedem Fall gesichert ist. Zudem werden die hierfür erforderlichen Mittel angelegt und erbringen Kapitalerträge. Aus diesen und den Beiträgen werden die zugesagten Leistungen erbracht sowie die Kosten für Abschluss und Verwaltung der Verträge gedeckt. In dem Maße, wie die tatsächliche Entwicklung der Kosten, des Risikoverlaufs und der Erträge aus den Kapitalanlagen günstiger verläuft als kalkulatorisch angenommen, entstehen Überschüsse, an denen wir die Versicherungsnehmer beteiligen. Die Überschussermittlung erfolgt nach den Vorschriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes und des Handelsgesetzbuches und den zu diesen Gesetzen erlassenen Rechtsverordnungen. Die Überschussbeteiligung besteht aus laufenden Überschussanteilen und einem einmaligen Schlussüberschussanteil sowie der Beteiligung an den Bewertungsreserven.

Verwendung der Überschüsse

Der im Geschäftsjahr erwirtschaftete und für die Versicherungsnehmer bestimmte Überschuss wird der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) zugeführt. Grundsätzlich dürfen die Mittel der RfB nur für die Überschussbeteiligung unserer Kunden verwendet werden. Zudem enthält die RfB neben den Überschussanteilen, die im folgenden Geschäftsjahr den Versicherungsnehmern gutgeschrieben werden, auch die Mittel zur Finanzierung der Schlussüberschussbeteiligung. Die Angemessenheit der Überschussbeteiligung wird von dem Verantwortlichen Aktuar aufgrund gesetzlicher Vorgaben überwacht.

Nachfolgend werden die Überschussanteile und ihre Verwendung beschrieben.

Überschussanteile

Die im Folgejahr fälligen jährlichen Überschussanteile bestehen bei der ERGO Versicherung und bei den beiden Sonderbeständen aus verschiedenen Teilen, die sich in den tariflichen Bemessungsgrößen und in den Überschussanteilsätzen unterscheiden. Die jährlichen Überschussanteile werden überwiegend am Ende eines Versicherungsjahres zugeteilt.

Der Schlussüberschussanteil wird bei Ablauf oder Beginn der Beitragsrückzahlung in voller Höhe zugeteilt. Bei Fälligkeit einer Leistung aus der Kapitalversicherung vor Ablauf wird - gegebenenfalls nach einer Wartezeit - eine reduzierte Schlussüberschussbeteiligung gewährt.

Die Mittel für die Überschussanteile werden den Überschüssen des Geschäftsjahres oder der Rückstellung für Beitragsrückerstattung entnommen. Die einzelnen Überschussanteile bemessen sich an unterschiedlichen vertragsindividuellen Maßstäben, die unter anderem vom Tarif abhängen können. Die Höhe der Überschussanteile wird vom Vorstand der ERGO Versicherung unter Beachtung der maßgebenden aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen jährlich festgelegt und im Geschäftsbericht veröffentlicht.

Beteiligung an den Bewertungsreserven

Seit dem 1. Januar 2008 werden die Versicherungsnehmer der Unfallversicherungen mit garantierter Beitragsrückzahlung direkt an den Bewertungsreserven der entsprechenden Sonderbeständen der ERGO Versicherung beteiligt. Hierzu wird die Höhe der Bewertungsreserven, die auf das den jeweiligen UBR-Verträgen zugeordnete Sicherungsvermögen entfallen, monatlich ermittelt und der auf die einzelnen überschussberechtigten Verträge entfallende Anteil nach einem verursachungsorientierten Verfahren zugeordnet. Bei Vertragsbeendigung wird der für diesen Zeitpunkt ermittelte Betrag zugeteilt.

Verwendung der Überschussanteile

Die jährlichen Überschussanteile werden bei der ERGO Versicherung und bei dem Sonderbestand D.A.S. Versicherung zur Erhöhung der Unfallleistungen sowie zur Erhöhung der Rückzahlungssummen durch Ansammlungsguthaben verwendet (Leistungsbonus).

Je nach Vereinbarung mit dem Versicherungsnehmer können bei dem Sonderbestand Hamburg-Mannheimer Sachversicherung die jährlichen Überschussanteile verwendet werden

als Einmalbeitrag für eine zusätzliche beitragsfreie Versicherungssumme (Bonussumme). Dadurch erhöht sich jährlich der Versicherungsschutz,

zur verzinslichen Ansammlung für Tarife vor Tarifgeneration 2005: Die Überschussanteile werden mit dem Zins angesammelt, der für die Beitragskalkulation verwendet worden ist,

zur verzinslichen Ansammlung ab Tarifgeneration 2005: Der Überschussanteilsatz auf das angesammelte Gewinnguthaben gibt den gesamten Ansammlungszinssatz an.

Die Überschussanteilsätze für das 2024 beginnende Versicherungsjahr werden im folgenden Abschnitt festgesetzt. Ist ein Überschussanteilsatz nicht aufgeführt, so wurde für den Überschussanteilsatz null erklärt. Darüber hinaus werden die Maßstäbe für die einzelnen Überschussanteile erläutert sowie Hinweise auf ihre Zuteilung und die mögliche Verwendung gegeben.

Überschussanteilsätze ERGO Versicherung

Gewinnverband Überschussanteilsatz Maßstab Zuteilung Verwendung
Gewinnverband A1
Unfallversicherung
mit garantierter
Beitragsrückzahlung (UBR)
Zinsüberschussanteil
Tarife UBR 001, UBR 021, 0 % Überschussberechtigtes Deckungskapital und ggf. Ansammlungsguthaben Am Ende des Versicherungsjahres, erstmals am Ende des zweiten Versicherungsjahres Finanzierung einer Erhöhung der überschussberechtigten Unfallleistungen um 2 % 1 der Anfangs- summen für jedes nach dem zweiten Versicherungsjahr begonnene Versicherungsjahr; verzinsliche Ansammlung des nicht benötigten Teils
UBR 101, UBR 105,
UBR 109, UBR 111,
UBR 121, UBR 125,
UBR 129, UBR 131,
UBR 135, UBR 139,
UBR 201, UBR 205,
UBR 209, UBR 211,
UBR 221, UBR 225,
UBR 229, UBR 231, Bei Versicherungen nach den Tarifen UBR 201 bis UBR 249 und UBR 108001 bis 109089 nur verzinsliche Ansammlung
UBR 235, UBR 239,
UBR 241, UBR 245,
UBR 249
Tarife UBR 108001, UBR 108005, 0,5 % Am Ende des Versicherungsjahres
UBR 108009, UBR 108011,
UBR 108021, UBR 108025,
UBR 108029, UBR 108031,
UBR 108035, UBR 108039,
UBR 108051, UBR 108055,
UBR 108059, UBR 108061,
UBR 108071, UBR 108075,
UBR 108079, UBR 108081,
UBR 108085, UBR 108089
UBR 109001, UBR 109005,
UBR 109009, UBR 109011,
UBR 109021, UBR 109022,
UBR 109025, UBR 109026,
UBR 109028, UBR 109029,
UBR 109031, UBR 109032,
UBR 109035, UBR 109036,
UBR 109038, UBR 109039,
UBR 109051, UBR 109055,
UBR 109059, UBR 109061,
UBR 109071, UBR 109072,
UBR 109075, UBR 109076,
UBR 109078, UBR 109079,
UBR 109081, UBR 109082,
UBR 109085, UBR 109086
UBR 109088, UBR 109089

1 Sofern der Zinsüberschussanteil dafür ausreicht

8

Überschussanteilsätze ERGO Versicherung

Gewinnverband Überschussanteilsatz Maßstab Zuteilung Verwendung
Zinsüberschussanteil
Tarife UBR 109001, UBR 109005, 1 % Sofortguthaben Am Ende des Versicherungsjahres Verzinsliche Ansammlung
UBR 109009, UBR 109011,
UBR 109021, UBR 109022,
UBR 109025, UBR 109026,
UBR 109028, UBR 109029,
UBR 109031, UBR 109032,
UBR 109035, UBR 109036,
UBR 109038, UBR 109039,
UBR 109051, UBR 109055,
UBR 109059, UBR 109061,
UBR 109071, UBR 109072,
UBR 109075, UBR 109076,
UBR 109078, UBR 109079,
UBR 109081, UBR 109082,
UBR 109085, UBR 109086,
UBR 109088, UBR 109089
Grundüberschussanteil
Tarif UBR 001 1,5 % Tariflicher Jahresbeitrag vor Versicherungsteuer Während der Beitragszahlungsdauer zu Beginn des Versicherungsjahres, erstmals zu Beginn des dritten Versicherungsjahres Verzinsliche Ansammlung
Tarife UBR 021, UBR 105, 2 %
UBR 125, UBR 135,
UBR 205, UBR 225,
UBR 235, UBR 245,
UBR 108005, UBR 108025,
UBR 108035, UBR 108055,
UBR 108075, UBR 108085,
UBR 109005, UBR 109025,
UBR 109026, UBR 109035,
UBR 109036, UBR 109055,
UBR 109075, UBR 109076,
UBR 109085, UBR 109086
Tarife UBR 101, UBR 109, 0 %
UBR 111, UBR 121,
UBR 129, UBR 131,
UBR 139, UBR 201,
UBR 209, UBR 211,
UBR 221, UBR 229,
UBR 231, UBR 239,
UBR 241, UBR 249
UBR 108001, UBR 108009,
UBR 108011, UBR 108021,
UBR 108029, UBR 108031,
UBR 108039, UBR 108051,
UBR 108059, UBR 108061,
UBR 108071, UBR 108079,
UBR 108081, UBR 108089,
UBR 109001, UBR 109009,
UBR 109011, UBR 109021,
UBR 109022, UBR 109028,
UBR 109029, UBR 109031,
UBR 109032, UBR 109038,
UBR 109039, UBR 109051,
UBR 109059, UBR 109061,
UBR 109071, UBR 109072,
UBR 109078, UBR 109079,
UBR 109081, UBR 109082,
UBR 109088, UBR 109089,

Überschussanteilsätze ERGO Versicherung

Gewinnverband Überschussanteilsatz Maßstab Zuteilung Verwendung
Zuführung zur
Bemessungsgröße für den
Schlussüberschussanteil 1
Tarife UBR 108001, UBR 108005, 0 % Überschussberechtigtes Deckungskapital zuzüglich Bemessungsgröße für die Schlussüberschussbeteiligung und ggf. Ansammlungs- und Sofortguthaben Zum Ende des Versicherungsjahres
UBR 108009, UBR 108011,
UBR 108021, UBR 108025,
UBR 108029, UBR 108031,
UBR 108035, UBR 108039,
UBR 108051, UBR 108055,
UBR 108059, UBR 108061,
UBR 108071, UBR 108075,
UBR 108079, UBR 108081,
UBR 108085, UBR 108089
UBR 109001, UBR 109005,
UBR 109009, UBR 109011,
UBR 109021, UBR 109022,
UBR 109025, UBR 109026,
UBR 109028, UBR 109029,
UBR 109031, UBR 109032,
UBR 109035, UBR 109036,
UBR 109038, UBR 109039,
UBR 109051, UBR 109055,
UBR 109059, UBR 109061,
UBR 109071, UBR 109072,
UBR 109075, UBR 109076,
UBR 109078, UBR 109079,
UBR 109081, UBR 109082,
UBR 109085, UBR 109086
UBR 109088, UBR 109089
Schlussüberschussanteil
Tarife UBR 001, UBR 021 0 % der Versicherungsdauer, höchstens jedoch Ansammlungsbetrag der Zinsen (Rechnungszins zuzüglich Zinsüberschussanteilen 3 auf das überschussberechtigte Deckungskapital Bei Ablauf bzw. Beginn der Rückzahlung, Rückkauf oder Tod nach einer Bestandszeit von mindestens acht Jahren oder einem Drittel der Versicherungsdauer Auszahlung mit der Versicherungsleistung bei Beendigung der Versicherung durch Ablauf, Tod der versicherten Person oder Kündigung beziehungsweise Erhöhung der Rückzahlungsraten
UBR 101, UBR 105,
UBR 109, UBR 111,
UBR 121, UBR 125,
UBR 129, UBR 131, 0 % 2
UBR 135, UBR 139,
UBR 201, UBR 205,
UBR 209, UBR 211,
UBR 221, UBR 225,
UBR 229, UBR 231,
UBR 235, UBR 239, zusätzlich 0 % 2 Nur bei Ablauf bzw. Beginn der Rückzahlung oder Tod sowie Rückkauf in den letzten zwei Versicherungsjahren
UBR 241, UBR 245,
UBR 249

1 Der Schlussüberschussanteil wird bei Tod, Kündigung (bei Tod oder Kündigung wird ein verminderter Schlussüberschussanteil gezahlt) oder Ablauf beziehungsweise Beginn der Rückzahlung fällig, sofern die Versicherung mindestens 10 Jahre oder ein Drittel der Versicherungsdauer bestanden hat.

Er beträgt 100 % der Bemessungsgröße für die Schlussüberschussbeteiligung. Er wird mit der Versicherungsleistung ausgezahlt beziehungsweise zur Erhöhung der Rückzahlungsraten verwendet.

2 Für Zinsen der 2024 oder früher endenden Versicherungsjahre können abweichende Überschussanteilsätze gelten. Diese können dem jeweiligen Geschäftsbericht entnommen werden.

3 Ohne Berücksichtigung der Wartezeit für Zinsüberschussanteile.

9

Überschussanteilsätze ERGO Versicherung

Gewinnverband Überschussanteilsatz Maßstab Zuteilung Verwendung
Sockelbeteiligung 1
Garantierter
Ansammlungszins
Tarife UBR 001, UBR 021 3,5 % Ansammlungsguthaben Hinzu kommt der Zinsüberschussanteil
Tarife UBR 101, UBR 105, 3,25 %
UBR 109, UBR 111,
UBR 121, UBR 125,
UBR 129, UBR 131,
UBR 135, UBR 139
Ansammlungszins
Tarife UBR 201, UBR 205, 3,25 % Ansammlungsguthaben Hinzu kommt der Zinsüberschussanteil
UBR 209, UBR 211,
UBR 221, UBR 225,
UBR 229, UBR 231,
UBR 235, UBR 239,
UBR 241, UBR 245,
UBR 249
Tarife UBR 108001, UBR 108005, 2,75 %
UBR 108009, UBR 108011,
UBR 108021, UBR 108025,
UBR 108029, UBR 108031,
UBR 108035, UBR 108039,
UBR 108051, UBR 108055,
UBR 108059, UBR 108061,
UBR 108071, UBR 108075,
UBR 108079, UBR 108081,
UBR 108085, UBR 108089,
UBR 109001, UBR 109005,
UBR 109009, UBR 109011,
UBR 109021, UBR 109022,
UBR 109025, UBR 109026,
UBR 109028, UBR 109029,
UBR 109031, UBR 109032,
UBR 109035, UBR 109036,
UBR 109038, UBR 109039,
UBR 109051, UBR 109055,
UBR 109059, UBR 109061,
UBR 109071, UBR 109072,
UBR 109075, UBR 109076,
UBR 109078, UBR 109079,
UBR 109081, UBR 109082,
UBR 109085, UBR 109086,
UBR 109088, UBR 109089

1 Eine Sockelbeteiligung wird bei Beendigung der Versicherung im Jahr 2023 nicht gewährt.

10

Überschussanteilsätze Sonderbestand Hamburg-Mannheimer Sachversicherung

Gewinnverband Überschussanteilsatz Maßstab Zuteilung Verwendung
Gewinnverband A1
Unfallversicherung
mit garantierter
Beitragsrückzahlung (UBR)
Zinsüberschussanteil
UBR 94, UBR 00 0 % Bemessungsgröße 1 Überschussguthaben Zu Beginn des Versicherungsjahres (nach Ablauf einer vertragsindividuellen Wartezeit) Erhöhung des Rückzahlungsanspruchs durch Bonus
0 %
0 % Erhöhung der Unfalltod- und Unfallinvaliditätssummen 2 Zu Beginn des Versicherungsjahres Erhöhung der Unfallsummen durch Bonus, sofern für mindestens zwei Jahre Beiträge gezahlt wurden Erhöhung des Rückzahlungsanspruchs durch Bonus
UBR 04 0 % Bemessungsgröße 1 Überschussguthaben Zu Beginn des Versicherungsjahres (nach Ablauf einer vertragsindividuellen Wartezeit) Zu Beginn des Versicherungsjahres
0 %
0 % Erhöhung der Unfalltod-, Unfallinvaliditäts- und Unfallrentensummen 2 Erhöhung der Unfallsummen durch Bonus, sofern für mindestens zwei Jahre Beiträge gezahlt wurden Verzinsliche Ansammlung
UBR 05 0 % Überschussberechtigtes Deckungskapital während der Beitragszahldauer Zu Beginn des Versicherungsjahres, erstmals zu Beginn des dritten Versicherungsjahres
0,5 % Überschussberechtigtes Deckungskapital während der Rückzahlungsphase
3,25 % Ansammlungsguthaben
0 % Erhöhung der Unfalltod-, Unfallinvaliditäts- und Unfallrentensummen 2 Zu Beginn des Versicherungsjahres Erhöhung der Unfallsummen durch Bonus, sofern für mindestens zwei Jahre Beiträge gezahlt wurden

11 1 Die mit der abgelaufenen Dauer steigende Bemessungsgröße wird in der Versicherungsurkunde genannt.

2 UBR 00 inkl. Unfallrentensummen

Überschussanteilsätze Sonderbestand Hamburg-Mannheimer Sachversicherung

Gewinnverband Überschussanteilsatz Maßstab Zuteilung Verwendung
Zinsüberschussanteil
UBR 08 0,5 % Überschussberechtigtes Deckungskapital Am Ende des Versicherungsjahres, erstmals am Ende des zweiten Versicherungsjahres Verzinsliche Ansammlung
3,25 % Ansammlungsguthaben
UBR 09 0,5 % Überschussberechtigtes Deckungskapital Am Ende des Versicherungsjahres, erstmals am Ende des zweiten Versicherungsjahres Am Ende des Versicherungsjahres Verzinsliche Ansammlung
3,25 % Ansammlungsguthaben
1 % Sofortguthaben Verzinsliche Ansammlung
Schlussüberschussanteil
UBR 94, UBR 00
UBRK 0,33 • t % Erreichter Rückzahlungsanspruch einschließlich des Überschussguthabens im Leistungsfall für jedes der t Jahre der Beitragszahlungsdauer bis zum Leistungsfall Bei Ablauf, bei Tod der versicherten Person, sofern bereits Bonusguthaben vorhanden ist 1 Auszahlung mit der Versicherungsleistung bei Beendigung der Versicherung durch Ablauf, Tod der versicherten Person oder Kündigung
UBRE, UBRS 0,13 • t %
0 % Erreichter Rückzahlungsanspruch einschließlich des Überschussguthabens Zuteilung und dem- entsprechende Auszahlung bei Ablauf
UBR 04
UBRK 0,33 • t % Erreichter Rückzahlungsanspruch einschließlich des Überschussguthabens im Leistungsfall für jedes der t Jahre der Beitragszahlungsdauer bis zum Leistungsfall Bei Ablauf, bei Tod der versicherten Person, sofern bereits Bonusguthaben vorhanden ist 1 Auszahlung mit der Versicherungsleistung bei Beendigung der Versicherung durch Ablauf, Tod der versicherten Person oder Kündigung
UBRE, UBRS 0,13 • t %
0,15 % Erreichter Rückzahlungsanspruch einschließlich des Überschussguthabens Zuteilung und dem- entsprechende Auszahlung bei Ablauf
UBR 05
UBRK 0,35 • t % Erreichter Rückzahlungsanspruch im Leistungsfall für jedes der t Jahre der Beitragszahlungsdauer bis zum Leistungsfall Bei Ablauf, bei Tod der versicherten Person, nach einer Bestandszeit von mindestens zwei Jahren 1 Auszahlung mit der Versicherungsleistung bei Beendigung der Versicherung durch Ablauf, Tod der versicherten Person oder Kündigung
UBRE, UBRS 0,15 • t %
0,15 % Erreichter Rückzahlungsanspruch einschließlich des Überschussguthabens Zuteilung und dementsprechende Auszahlung bei Ablauf

12 1 Bei Kündigung wird ein verminderter Schlussüberschussanteil gewährt.

Überschussanteilsätze Sonderbestand Hamburg-Mannheimer Sachversicherung

Gewinnverband Überschussanteilsatz Maßstab Zuteilung Verwendung
Sockelbeteiligung 1
Zuführung zur Bemessungs-
größe für den Schluss-
überschussanteil 2
UBR 08, UBR 09 0 % Bezugsgröße 3 Zum Ende des Versicherungsjahres

13 1 Eine Sockelbeteiligung wird bei Beendigung der Versicherung im Jahr 2023 nicht gewährt.

2 Der Schlussüberschussanteil wird bei Tod, Kündigung (bei Tod oder Kündigung wird ein verminderter Schlussüberschussanteil gezahlt) oder Ablauf

beziehungsweise Beginn der Rückzahlung fällig, sofern die Versicherung mindestens 10 Jahre oder ein Drittel der Versicherungsdauer bestanden hat.

Er beträgt 100 % der Bemessungsgröße für die Schlussüberschussbeteiligung. Er wird mit der Versicherungsleistung ausgezahlt beziehungsweise zur Erhöhung der Rückzahlungsraten verwendet.

3 Die Bezugsgröße ist die Summe aus dem überschussberechtigten Deckungskapital, dem vorhandenen Guthaben aus der verzinslichen Ansammlung und der erreichten Bemessungsgröße.

Überschussanteilsätze Sonderbestand D.A.S. Versicherung

Gewinnverband Überschussanteilsatz Maßstab Zuteilung Verwendung
Gewinnverband A1
Unfallversicherung
mit garantierter
Beitragsrückzahlung (UBR)
Zinsüberschussanteil
Tarife UBR 001, UBR 021 0 % Überschussberechtigtes Deckungskapital und ggf. Ansammlungsguthaben Am Ende des Versicherungsjahres, erstmals am Ende des zweiten Versicherungsjahres Finanzierung einer Erhöhung der überschussberechtigten Unfallleistungen um 2 % 1 der Anfangssummen für jedes nach dem zweiten Versicherungsjahr begonnene Versicherungsjahr; verzinsliche Ansammlung des nicht benötigten Teils
UBR 101, UBR 105,
UBR 109, UBR 111,
UBR 121, UBR 125,
UBR 129, UBR 131,
UBR 135, UBR 139
Grundüberschussanteil
Tarif UBR 001 1,5 % Tariflicher Jahresbeitrag vor Versicherungsteuer Während der Beitragszahlungsdauer zu Beginn des Versicherungsjahres, erstmals zu Beginn des dritten Versicherungsjahres Verzinsliche Ansammlung
Tarife UBR 021, UBR 105, 2 %
UBR 125, UBR 135
Tarife UBR 101, UBR 109, 0 %
UBR 111, UBR 121,
UBR 129, UBR 131,
UBR 139
Schlussüberschussanteil
Tarife UBR 001, UBR 021 0 % der Versicherungsdauer, höchstens jedoch Ansammlungsbetrag der Zinsen (Rechnungszins zuzüglich Zinsüberschussanteilen 3) auf das überschussberechtigte Deckungskapital Bei Ablauf, Rückkauf oder Tod nach einer Bestandszeit von mindestens acht Jahren oder einem Drittel der Versicherungsdauer Auszahlung mit der Versicherungsleistung bei Beendigung der Versicherung durch Ablauf, Tod der versicherten Person oder Kündigung
0 % 2
zusätzlich 0 % 2 Nur bei Ablauf oder Tod beziehungsweise Rückkauf in den letzten zwei Versicherungsjahren

14 1 Sofern der Zinsüberschussanteilsatz dafür ausreicht

2 Für Zinsen der 2024 oder früher endenden Versicherungsjahre können abweichende Überschussanteilsätze gelten.

Diese können dem jeweiligen Geschäftsbericht entnommen werden.

3 Ohne Berücksichtigung der Wartezeit für Zinsüberschussanteile

Überschussanteilsätze Sonderbestand D.A.S. Versicherung

Gewinnverband Überschussanteilsatz Maßstab Zuteilung Verwendung
Schlussüberschussanteil
Tarife UBR 101, UBR 105, 0 % der Ansammlungsbetrag der Zinsen (Rechnungszins zuzüglich Zinsüberschussanteilen 2 ) auf das überschussberechtigte Deckungskapital Bei Ablauf, Rückkauf oder Tod nach einer Bestandszeit von mindestens acht Jahren oder einem Drittel der Versicherungsdauer Auszahlung mit der Versicherungsleistung bei Beendigung der Versicherung durch Ablauf, Tod der versicherten Person oder Kündigung
UBR 109, UBR 111, Versicherungsdauer höchstens jedoch
UBR 121, UBR 125,
UBR 129, UBR 131,
UBR 135, UBR 139 0% 1
zusätzlich Nur bei Ablauf oder Tod beziehungsweise Rückkauf in den letzten zwei Versicherungs- jahren
0 % 1
Sockelbeteiligung 3
Garantierter Ansammlungszins
Tarife UBR 001, UBR 021 3,5 % Ansammlungsguthaben
Tarife UBR 101, UBR 105, 3,25 % Hinzu kommt der Zinsüberschussanteil
UBR 109, UBR 111,
UBR 121, UBR 125,
UBR 129, UBR 131,
UBR 135, UBR 139

1 Für Zinsen der 2024 oder früher endenden Versicherungsjahre können abweichende Überschussanteilsätze gelten.

Diese können dem jeweiligen Geschäftsbericht entnommen werden.

2 Ohne Berücksichtigung der Wartezeit für Zinsüberschussanteile

3 Eine Sockelbeteiligung wird bei Beendigung der Versicherung im Jahr 2024 nicht gewährt. 15

Kinder-Invaliditäts-Zusatzversicherung

Wenn bereits für mindestens ein Jahr Rente bezogen wurde, so wird die laufende Rente am 1. Januar 2024

bei einem Rentenbeginn vor 2011 nicht erhöht,

bei einem Rentenbeginn zwischen 2012 und 2014 um 0,05 % erhöht,

bei einem Rentenbeginn zwischen 2015 und 2016 um 0,55 % erhöht,

bei einem Rentenbeginn zwischen 2017 und 2021 um 0,90 % erhöht,

bei einem Rentenbeginn ab 2022 um 1,55 % erhöht.

Für Renten aus dem Sonderbestand D.A.S. Versicherung und aus dem Sonderbestand Hamburg-Mannheimer Sachversicherung ist die Erhöhung gleich.

Leistungsart Unfall-Rente mit Überschussbeteiligung

Bei laufenden Rentenzahlungen wurde die Rente am

1. Januar 2024 erhöht, sofern bereits für mindestens ein Jahr eine Rente bezogen wurde. Dabei richtet sich die Überschussbeteiligung bei allen seit 2012 eingeführten Tarifgenerationen ausschließlich nach der zugrunde liegenden Bedingungsversion. 2023 liegt die Erhöhung für Rentenzahlungen auf Basis der Bedingungen

KT2012U, KT2021U und KT2015U, Stand 01.10.2015 bei 0,0 %,

KT2014VU, KT2015VU und KT2015U, Stand 01.01.2016 und KT2017U bei 0,05 %.

Bei allen anderen laufenden Rentenzahlungen hängt die Überschussbeteiligung vom Rentenbeginn ab. Wenn bereits für mindestens ein Jahr eine Unfall-Rente bezogen wurde, so wurde die laufende Rente am 1. Januar 2024

bei einem Rentenbeginn vor 2011 nicht erhöht,

bei einem Rentenbeginn zwischen 2012 und 2014 um 0,05 % erhöht,

bei einem Rentenbeginn zwischen 2015 und 2016 um 0,55 % erhöht,

bei einem Rentenbeginn zwischen 2017 und 2021 um 0,90 % erhöht,

bei einem Rentenbeginn ab 2022 um 1,55 % erhöht.

Für Renten aus dem Sonderbestand D.A.S. Versicherung und aus dem Sonderbestand Hamburg-Mannheimer Sachversicherung ist die Erhöhung gleich.

Gewinnbeteiligung für die Unfallversicherung

Für die überschussberechtigten Unfallversicherungen - ausgenommen Gruppen-Unfallversicherungen - wird auf die Leistungen für Invalidität, Unfall-Rente und den Todesfall bei in den Jahren 2023 bis 2025 eintretenden Unfällen eine Überschussbeteiligung gewährt. Sie beträgt nach Ablauf:

des zweiten Versicherungsjahres 3 %

des fünften Versicherungsjahres 5 %

des zehnten Versicherungsjahres 7,5 %

des fünfzehnten Versicherungsjahres 10 %

des zwanzigsten Versicherungsjahres 15 %

des fünfundzwanzigsten Versicherungsjahres 20 %

des dreißigsten Versicherungsjahres 25 %

Für die gewinnberechtigten Gruppen-Unfallversicherungen im Sonderbestand Hamburg-Mannheimer Sachversicherung wird die Gewinnbeteiligung (Leistungsplus) im Jahr 2025 auf 0 % festgesetzt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ERGO Versicherung Aktiengesellschaft, Düsseldorf

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ERGO Versicherung AG, Düsseldorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ERGO Versicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt:

Bewertung der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt:

Die im Jahresabschluss der Gesellschaft ausgewiesene Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft unterteilt sich vor allem in die Brutto-Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle, deren Bewertung sich jeweils nach den Vorschriften des § 341g HGB richtet.

Die Bewertung der Brutto-Teilschadenrückstellung für bekannte Versicherungsfälle erfolgt dabei einzeln je Schadenfall in Höhe des erwarteten Aufwands und basiert auf den Erkenntnissen und Informationen zum Stichtag sowie den Erfahrungen aus ähnlichen Schadenfällen. Für Teilbestände wird eine Pauschalreservierung auf Basis historischer Schadenfälle vorgenommen.

Die Brutto-Teilschadenrückstellung für unbekannte Versicherungsfälle wird überwiegend auf Basis der Erfahrungen aus Vorjahren (Schadenanzahlen und Schadendurchschnitte), der aktuellen Bestandsentwicklung und der Beobachtungen der Schadenmeldungen im Geschäftsjahr unter Anwendung anerkannter versicherungsmathematischer Verfahren ermittelt. Unter bestimmten Bedingungen kommen nach § 341e Abs. 3 HGB Näherungsverfahren im Sinne des § 27 RechVersV zur Anwendung.

Der voraussichtliche Schadenaufwand wird für beide Teilschadenrückstellungen unter Beachtung des besonderen handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips nach § 341e Abs. 1 Satz 1 HGB geschätzt.

Aufgrund der Schätzungen und Annahmen bestehen Unsicherheiten in der Ermittlung der voraussichtlichen Schadenhöhe für beide Brutto-Teilschadenrückstellungen und damit Ermessensspielräume. Daher besteht das Risiko, dass die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft insgesamt und in den einzelnen Versicherungszweigen (insbesondere in den Long-Tail-Sparten) nicht ausreichend bemessen ist. Zudem macht die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft einen hohen Anteil an der Bilanzsumme aus. Daher handelt es sich hierbei um einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt.

Der bedeutsame Prüfungssachverhalt bezieht sich infolge der geringen Ermessensspielräume nicht auf die unter den Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgewickelten Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft enthaltenen Renten-Deckungsrückstellungen und die Rückstellungen für Schadenregulierungskosten.

Prüferisches Vorgehen:

Die Prüfung der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft haben wir vor allem wie folgt durchgeführt:

Wir haben uns mit den Prozessen der Schadenbearbeitung und der Ermittlung der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft durch Nachvollziehen der Bearbeitung einzelner Schadenfälle von der Schadenmeldung bis zur Abbildung im Jahresabschluss befasst. Dabei haben wir die in diesen Prozessen identifizierten Kontrollen, welche sowohl die vollständige und richtige Erfassung der Versicherungsfälle als auch die Bewertung nach handelsrechtlichen Vorgaben sicherstellen, auf Wirksamkeit beurteilt.

Weiterhin haben wir die bei der Bewertung der Brutto-Teilschadenrückstellungen für bekannte und unbekannte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft verwendeten versicherungsmathematischen Verfahren und Methoden auf ihre Geeignetheit für die Bewertung der jeweiligen Brutto-Teilschadenrückstellung und die Nachvollziehbarkeit der verwendeten Parameter beurteilt.

Ferner haben wir im Rahmen einer risikoorientierten Stichprobe von einzelnen bekannten Versicherungsfällen für verschiedene Versicherungszweige und -arten anhand der Schadenaktenlage untersucht, ob die hierfür jeweils gebildeten Rückstellungen unter Berücksichtigung der vorliegenden Informationen und Erkenntnisse zum Bilanzstichtag ausreichend bemessen sind. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Höhe der pauschal reservierten Schäden, die bei der Erstreservierung angesetzt wird, gewürdigt.

Zur Beurteilung der ausreichenden Bemessung der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft insgesamt haben wir eigene Schadenprojektionen für ausgewählte Versicherungszweige bzw. -arten auf der Grundlage mathematisch-statistischer Verfahren durchgeführt. Den hierbei von uns ermittelten besten Schätzwert haben wir mit der gebildeten Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft verglichen und auf dieser Basis die insgesamt ausreichende Bemessung der Rückstellung beurteilt.

Ferner haben wir beurteilt, ob die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft in den Vorjahren nach aktuellen Erkenntnissen ausreichend bemessen war, um die tatsächlich eingetretenen Schadenfälle insgesamt zu decken. Auf dieser Basis haben wir die Qualität der Schätzungen der Vergangenheit ("Soll-Ist-Vergleich") nachvollzogen. In diesem Zusammenhang haben wir die Auskömmlichkeit der gebuchten Brutto-Teilschadenrückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft auch anhand der Abwicklungsergebnisse gewürdigt.

Die Pauschalreservierung auf Basis durchschnittlicher Schäden sowie ihre Entwicklung im Zeitablauf haben wir nachvollzogen.

Für die Ermittlung der Teilschadenrückstellung für unbekannte Versicherungsfälle haben wir vor allem die nachvollziehbare Ableitung der vom Vorstand der Gesellschaft für die Schätzung der Spätschadenreserve des Geschäftsjahres zugrunde gelegten Parameter (insbesondere Schadenanzahl und durchschnittliche Schadenhöhen) gewürdigt.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir eigene Spezialisten mit Kenntnissen der Versicherungsmathematik eingesetzt.

Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen gegen die Bewertung der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft ergeben.

Verweis auf zugehörige Angaben:

Die Angaben zur Bewertung der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft sind im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" des Anhangs enthalten. Angaben zur Zusammensetzung der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Geschäft für die betriebenen Versicherungszweige bzw. -arten finden sich im Abschnitt "Erläuterungen zur Bilanz - Passiva/ Versicherungstechnische Brutto-Rückstellungen".

Sonstige Informationen

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrates verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden, für den Geschäftsbericht vorgesehenen Bestandteile, von denen wir eine Fassung bis zur Erteilung dieses Bestätigungsvermerks erlangt haben, insbesondere

den Bericht des Aufsichtsrates sowie

die Darstellungen "Auf einen Blick" und "Die ERGO Versicherung im 3-Jahres-Überblick",

aber nicht den Jahresabschluss, nicht die in die inhaltliche Prüfung einbezogenen Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 27. März 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 13. Juni 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Abschlussprüfer der ERGO Versicherung AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen bzw. für die von diesem beherrschten Unternehmen erbracht:

Freiwillige Prüfungen von Jahresabschlüssen,

Bestätigungsleistungen zu Meldungen an Dritte,

Prüferische Durchsicht des Reporting Packages zum Halbjahr.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Dr. Markus Horstkötter.

 

Köln, 18. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Horstkötter,Wirtschaftsprüfer

Altegör, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

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Wir haben im Berichtsjahr die Geschäftsführung des Vorstands laufend überwacht und beratend begleitet. Hierzu haben wir uns durch Berichte des Vorstands über die Geschäftsentwicklung der Gesellschaft sowie über alle weiteren wichtigen Angelegenheiten unterrichten lassen. Darüber hinaus wurden die Lage und Entwicklung der Gesellschaft sowie grundlegende Fragen der Geschäftsführung in zwei Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand eingehend besprochen.

Prüfungsmaßnahmen gemäß § 111 Abs. 2 S. 1 AktG waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erforderlich.

Die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Köln, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 sowie den Lagebericht geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Nach unserer eigenen Überprüfung haben wir den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 und den Lagebericht sowie den Bericht des Abschlussprüfers in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats, an der auch der Abschlussprüfer teilgenommen hat, abschließend erörtert. Wir hatten keine Einwendungen zu erheben. Insbesondere sind uns keine Risiken bekannt geworden, denen im Jahresabschluss nicht ausreichend Rechnung getragen worden ist. Wir billigen den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023, der damit festgestellt ist.

Auch der Verantwortliche Aktuar hat an der Bilanzsitzung teilgenommen und uns die wesentlichen Ergebnisse seines Erläuterungsberichts zur versicherungsmathematischen Bestätigung vorgestellt. Einwendungen oder zusätzliche Anmerkungen haben wir auch insoweit nicht zu erheben.

Die Besetzung der Gesellschaftsorgane während des Berichtszeitraums ist im Anhang zum Jahresabschluss dargestellt. Wir danken den ausgeschiedenen Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, insbesondere Herrn Dr. Muth, Herrn Scheuber, Herrn Molt und Herrn Gründl für ihre Tätigkeit für die ERGO Versicherung Aktiengesellschaft.

Zudem danken wir dem Vorstand und allen Mitarbeitern für ihre Leistungen, ihren tatkräftigen Einsatz und die im Berichtsjahr erzielten Erfolge.

 

Düsseldorf, 15. April 2024

Der Aufsichtsrat

Edward Ler, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Christian Diedrich, Stellv. Vorsitzender

Theodoros Kokkalas

Herausgeber:

ERGO Versicherung AG

ERGO-Platz 1

40198 Düsseldorf

Tel. 0800 3746-000

Fax 01803 123460

E-Mail kontakt@ergo.de

www.ergo.de

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