Entsorgungsgesellschaft Querfurt mbHLiquidiert

06268 Querfurt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 201271
Eingetragen
23.11.1990
Branche
Sammlung nicht gefährlicher AbfälleEnergetische Verwertung von AbfällenSammlung gefährlicher Abfälle
Gegenstand
Einsammlung und Ablagerung von Hausmüll und hausmüllähnlichem Gewerbemüll, Sperrmüllabfuhr, Fäkalienentsorgung, maschinelle Straßenreinigung, Selbstbetreiben einer Deponie, Containerdienst und Recycling von Wertstoffen (Glas,Papier.Metall bzw. sowie Sonderabfall ). Die Gesellschaft ist berechtigt Kreisstraßen instandzuhalten und zu warten.

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Entsorgungsgesellschaft Querfurt mbH

Querfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht

I. Grundlagen der Gesellschaft

Die Entsorgungsgesellschaft Querfurt mbH ist beauftragter Dritter des Landkreises Saalekreis für die Entsorgung der angeschlossenen Haushalte und Gewerbebetriebe im Bereich des ehemaligen Landkreises Querfurt sowie für die Durchführung der Leistungen der Instandhaltung des Kreisstraßennetzes. Weiterhin ist die Gesellschaft im Bereich der Entsorgung von Industrie, Handel und Gewerbe tätig.

II. Wirtschaftsbericht

1. Entwicklung der Branche und Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2015 wurde maßgeblich geprägt durch den verhältnismäßig milden Winter bzw. durch eine sich gut entwickelnde Konjunktur in den Bereichen Industrie, Handel und Gewerbe.

Der Geschäftsverlauf der Entsorgungsgesellschaft Querfurt mbH basierte, wie in den Vorjahren, im Wesentlichen auf der Erfüllung der Verträge des Landkreises Saalekreises als beauftragter Dritter in den Bereichen Kommunalentsorgung sowie der Kreisstraßeninstandhaltung.

Die Leistungen im Bereich Gewerbeentsorgung haben eine untergeordnete Bedeutung.

Im letzten Quartal des Geschäftsjahres 2015 stiegen auf Grund von hohen Kapazitätsauslastungsgraden in den mitteldeutschen Abfallverbrennungsanlagen die Abfallpreise deutlich. Dieser Trend wird sich erwartungsgemäß im Folgejahr verschärfen, da die zur Verfügung stehenden Kapazitäten nicht ausgebaut werden.

2. Analyse des Geschäftsverlaufs

Die Umsatzerlöse verringerten sich zum Vorjahr um 96 T€ auf 2.640 T€. Dieser Rückgang betraf durchweg alle Bereiche der Gesellschaft. Der Materialaufwand stieg leicht um ca. 18 T€ auf 294 T€.

Die Personalkosten konnten um ca. 72 T€ auf 1.221 T€ gesenkt werden. Die Ursache hierfür waren Langzeiterkrankte Mitarbeiter die nur teilweise durch Leiharbeiter ersetzt wurden, sowie Einsparungen bei der Neubesetzung des Geschäftsführerpostens.

Die Abschreibungen verringerten sich im Geschäftsjahr um 50 T€. Investiert wurde 2015 in einen neuen Transporter mit Spezialaufbauten für den Kreisstraßendienst auf Leasingbasis sowie in geringwertige Wirtschaftsgüter im Bereich Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Gesamthöhe der Investitionen beträgt ca. 31 T€.

Das Betriebsergebnis nach Steuern beträgt 65 T€, was einer Erhöhung zum Vorjahr um ca. 30 T€ entspricht.

Im Geschäftsjahr 2015 beschäftigte die Gesellschaft, wie im Vorjahr, 38 Mitarbeiter sowie einen Geschäftsführer.

Die Summe des Eigenkapitals erhöhte sich um 57 T€ auf 1.480 T€.

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist gut und sehr solide. Verbindlichkeiten werden innerhalb ihrer Zahlungsfristen ausgeglichen.

III. Voraussichtliche Entwicklung sowie Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftstätigkeit

Der Kreistag des Saalekreises hat auf seiner Sitzung am 08. Juli 2015 mit großer Mehrheit den Beschluss gefasst, die kommunale Abfallentsorgung ab dem 01.01.2017 durch eine eigene Gesellschaft durchführen zu lassen. Zu diesem Zwecke ist eine Fusion der beiden mehrheitlich in Landkreisbesitz befindlichen kommunalen Gesellschaften, der Merseburger Entsorgungsgesellschaft mbH und der Entsorgungsgesellschaft Querfurt mbH, geplant. Durch diesen Vorgang werden sowohl die Standorte der Gesellschaften als auch die Arbeitsplätze mittel- bzw. langfristig gesichert.

Die dann entstandene kommunale Gesellschaft soll den Auftrag für die kommunale Entsorgung des gesamten Saalekreises sowie die Erbringung der Leistungen der Kreisstraßeninstandhaltung erhalten. Zu diesem Zweck wird die Investition auf dem Grundstück in Oppin um den Teil der kommunalen Abfallentsorgung erweitert. So werden, zusätzlich zu den Bauten für den Kreisstraßendienst, Stellplätze für Abfallsammelfahrzeuge, eine Umschlaghalle für die kommunalen Abfälle sowie ein Wertstoffhof errichtet. Die Investitionen für den Bau in Höhe von ca. 2,5 Mio. € werden durch die Merseburger Entsorgungsgesellschaft mbH realisiert. Der Standort in Querfurt wird um einen vergrößerten Wertstoffhof erweitert.

Für das Geschäftsjahr 2016 wird ein ähnliches positives Ergebnis wie in 2015 erwartet.

IV. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

 

Querfurt, 25. Mai 2016

Volker Huth, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen 2.026.566,22 2.294.472,83
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 976,00 1.397,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 976,00 1.397,00
II. Sachanlagen 2.025.590,22 2.293.075,83
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.400.435,40 1.487.071,40
2. technische Anlagen und Maschinen 310.405,24 527.023,81
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.248,63 10.847,62
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 306.500,95 268.133,00
B. Umlaufvermögen 296.239,83 387.457,11
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.780,11 78.482,68
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.292,70 35.258,16
2. sonstige Vermögensgegenstände 9.487,41 43.224,52
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 264.459,72 308.974,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 7.092,41 7.805,37
Bilanzsumme, Summe Aktiva 2.329.898,46 2.689.735,31

Passiva

   
  31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Eigenkapital 1.410.270,16 1.345.237,92
I. gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Kapitalrücklage 555.298,37 555.298,37
III. Gewinnrücklagen 2.208,78 2.208,78
1. gesetzliche Rücklage 2.208,78 2.208,78
IV. Gewinnvortrag 736.601,58 701.424,72
V. Jahresüberschuss 65.032,24 35.176,86
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 69.535,70 77.716,37
C. Rückstellungen 78.050,74 176.165,73
1. Steuerrückstellungen 3.414,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 74.636,74 176.165,73
D. Verbindlichkeiten 756.669,19 1.079.706,58
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 642.069,08 895.330,83
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 30.718,69 97.925,94
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 30.718,69 97.925,94
3. sonstige Verbindlichkeiten 83.881,42 86.449,81
davon aus Steuern 7.970,42 9.686,24
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 476,30 1.665,22
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 83.881,42 86.449,81
E. Passive latente Steuern 15.372,67 10.908,71
Bilanzsumme, Summe Passiva 2.329.898,46 2.689.735,31

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2015 - 31.12.2015
EUR
1.1.2014 - 31.12.2014
EUR
1. Umsatzerlöse 2.639.523,34 2.736.373,55
2. sonstige betriebliche Erträge 35.694,91 55.297,78
3. Materialaufwand 293.902,11 275.996,26
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 131.152,04 122.269,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 162.750,07 153.726,75
4. Personalaufwand 1.221.244,45 1.293.496,40
a) Löhne und Gehälter 1.001.375,43 1.058.311,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 219.869,02 235.184,47
davon für Altersversorgung 0,00 5.454,48
5. Abschreibungen 309.497,16 359.310,11
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 309.497,16 359.310,11
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 716.556,58 759.595,01
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 259,42 740,09
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 32.281,02 42.703,32
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 101.996,35 61.310,32
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 27.707,23 14.700,07
a) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 4.463,96 89,22
11. sonstige Steuern 9.256,88 11.433,39
12. Jahresüberschuss 65.032,24 35.176,86

Ergebnisverwendung

Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands / der Geschäftsleitung

Der Jahresüberschuss in Höhe von 65.032,24 € wird in den Gewinnvortrag eingestellt.

Anhang

Inhaltsübersicht

I. Allgemeine Angaben

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

III. Erläuterungen zur Bilanz

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

V. Sonstige Angaben

VI. Ergebnisverwendung

I. Allgemeine Angaben

Die Entsorgungsgesellschaft Querfurt mbH ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde jedoch nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften des HGB und den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) vom 25. Mai 2009 erstellt. Die Anwendung der geänderten Vorschriften erfolgte erstmals für das Geschäftsjahr 2010. Aus der Umstellung auf die Neuregelungen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergibt sich ein außerordentlicher Aufwand in Höhe von TEUR 7.

Bei der erstmaligen Aufstellung des Abschlusses nach BilMoG wurden die Vorjahreszahlen aufgrund des Wahlrechts des Artikels 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.

Die Gliederung der Bilanz erfolgte nach den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die allgemeinen Grundsätze der Gliederung, im Sinne § 265 HGB formuliert, fanden Beachtung. Den Besonderheiten der Gesellschaft entsprechend wurde die Gliederung der Bilanz erweitert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Nach den Bestimmungen des HGB bestehende Ausweiswahlrechte zwischen einem Ausweis in der Bilanz oder einer Angabe im Anhang wurden so aus-geübt, dass aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit insgesamt einer Angabe im Anhang der Vorzug gegeben wurde.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das bewegliche Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibungen sowie in Vorjahren vorgenommener Sonderabschreibungen bewertet.

Das Dienstleistungs- und Verwaltungsgebäude der Gesellschaft wurde zu Herstellungskosten aktiviert. In diese gingen in Höhe von TEUR 32 die bis zur Fertigstellung angefallenen Zinsen der Fremdkapitalbeschaffung ein.

Die Abschreibung des Gebäudes erfolgt planmäßig linear.

Das Grundstück wurde zu Anschaffungskosten bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Sinne der steuerlichen Vorschriften des § 6 Abs. 2a EStG behandelt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen wurden in Höhe von TEUR 2 einzelwertberichtigt.

Die flüssigen Mittel sind mit ihren Nominalwerten aktiviert.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse wurde mit dem Nominalwert angesetzt.

Für die Pensionsverpflichtung existiert eine Rückdeckungsversicherung, welche an den Pensionär verpfändet ist. Die Pensionsverpflichtung wurde anteilig i.H.v. TEUR 100 zum 30.06.2015 ausgezahlt.

Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach der Projected-Unit-Credit-Methode. Dabei wurde ein Rechnungszins von 4,21%, künftige Gehaltssteigerungen von 0% sowie die Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck zugrunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Latente Steuern werden für zeitliche, sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Höhe von TEUR 13 Forderungen gegen die Gesellschafter enthalten, dabei entfallen auf den Gesellschafter Landkreis Saalekreis Forderungen in Höhe von TEUR 10 und auf den Gesellschafter Stadt Querfurt Forderungen in Höhe von TEUR 3. Die Forderungen haben sämtlich eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind mit TEUR 7 Forderungen gegen das Finanzamt (Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer) zu verzeichnen.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von EUR 51.129,19 entspricht dem im Handelsregister eingetragenen Betrag von DM 100.000,00.

Der Saldo zwischen den im Rahmen der Verschmelzung der SDS GmbH auf die EGQ mbH übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden in Höhe von TEUR 53 wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die Sonderrücklagen gemäß DMBilG setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Rücklagen gemäß § 27 Abs. 2 DMBilG 503 503
Rücklagen gemäß § 17 Abs. 4 DMBilG 2 2
  505 505

Der Gewinnvortrag hat sich im Geschäftsjahr entsprechend dem Gewinnverwendungsbeschluss der Gesellschafter um den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2014 erhöht.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Urlaubs- und Überstundenguthaben (TEUR 14), Jahresabschluss- und Steuerberatungskosten (TEUR 14).

Die Rückstellungen für Pensionen sind den kurzfristigen Rückstellungen zuzurechnen. Die Pensionsverpflichtung wurde anteilig i.H.v. TEUR 100 ausgezahlt. Die Rückdeckungsversicherung wurde für die Teilauszahlung verwendet.

5. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
31.12.2015 Gesamt
TEUR
31.12.2014 Gesamt
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 226 231 185 642 895
Erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31 0 0 31 97
Sonstige Verbindlichkeiten 84 0 0 84 86
  341 231 185 757 1.078

Die Kreditverbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 1.834 mit einer Grundschuld, lastend auf dem Grundstück Am Stadtwege 9, Querfurt und auf dem Grundstück Oppin Flurstück 26/11 (TEUR 300), besichert.

Im Rahmen der Fahrzeugfinanzierung wurden die entsprechenden Fahrzeuge sicherungsübereignet.

Gemäß dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB werden die latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Der sich zum 31. Dezember 2015 ergebende passive Überhang der latenten Steuern in Höhe von TEUR 15 resultiert aus steuerlichen Differenzen, insbesondere aus dem unterschiedlichen Ansatz des Sachanlagevermögens (TEUR 60) (passive latente Steuern in Höhe von TEUR 17). Gegenläufig wirken sich aktive Latenzen, insbesondere aus dem Ansatz eines Firmenwertes (TEUR 3) und eines Vorratsbestandes (TEUR 3) (aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2) aus.

Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz in Höhe von 28,6 % zugrunde gelegt. Neben der Körperschaftsteuer von 15 % und dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % wurde der unternehmensindividuelle Gewerbesteuersatz von 12,8 % berücksichtigt.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2015
TEUR
2014
TEUR
Veränderung
TEUR
Kreisstraßeninstandsetzung 1.691 1.748 -57
Öffentliche Abfallentsorgung 637 648 -11
Containerdienst einschließlich Wertstoffrecycling 264 297 -33
Straßenreinigung 30 29 1
Sonstige 18 14 4
  2.640 2.736 -96

Die Umsatzerlöse aus der öffentlichen Abfallentsorgung werden im Entsorgungsgebiet des alten Landkreises Querfurt erzielt. Die Kreisstraßeninstandhaltung erfolgt im Bereich des gesamten Saalekreises.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen Erträge aus Schrottverkäufen (TEUR 5), Wertstoffe (TEUR 5) und Erträge aus Veräußerung von Vermögensgegenständen (TEUR 7).

3. Steueraufwand

Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen aus der Bildung passiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 4 berücksichtigt.

V. Sonstige Angaben

1. Geschäftsführung

Herr Albert Berthold, Mücheln bis 30.06.2015.

Herr Volker Huth, Gräfenhainichen ab 01.07.2015.

2. Tätigkeitsbezüge, Pensionen

Auf die Angabe der im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Leasingverträgen sowie Mietverträgen resultieren künftige sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 92. Davon sind TEUR 35 langfristig.

4. Gesamthonorar des Abschlussprüfer

Für das Berichtsjahr fielen Honorare für die Jahresabschlussprüfung (TEUR 8), für die Steuerberatung (TEUR 2).

5. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ohne Geschäftsführer) betrug:

2015 Personen 2014 Personen
Gewerbliche Arbeitnehmer 33 34
Passivphase Altersteilzeit 0 0
Angestellte 4 4
Auszubildende 1 0
  38 38

VI. Ergebnisverwendung

Der Geschäftsführer der Entsorgungsgesellschaft Querfurt mbH schlägt vor, den Jahresüberschuss (EUR 65.032,24). auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Querfurt, den 25. Mai 2016

Volker Huth, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand am 01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software 22.429,30 0,00 0,00 22.429,30
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 22.429,30 0,00 0,00 22.429,30
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2.482.672,57 0,00 0,00 2.482.672,57
2. technische Anlagen und Maschinen 3.140.465,64 0,00 111.624,27 3.028.841,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattungen 512.258,49 3.222,60 3.283,64 512.197,45
4. Anlagen im Bau 268.133,00 38.367,95 0,00 306.500,95
  6.403.529,70 41.590,55 114.907,91 6.330.212,34
Gesamtes Anlagevermögen 6.425.959,00 41.590,55 114.907,91 6.352.641,64
kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Software 21.032,30 421,00 0,00 21.453,30
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 21.032,30 421,00 0,00 21.453,30
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 995.601,17 86.636,00 0,00 1.082.237,17
2. technische Anlagen und Maschinen 2.613.441,83 216.608,00 111.613,70 2.718.436,13
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattungen 501.410,87 5.607,01 3.069,06 503.948,82
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  4.110.453,87 308.851,01 114.682,76 4.304.622,12
Gesamtes Anlagevermögen 4.131.486,17 309.272,01 114.682,76 4.326.075,42
Restbuchwerte
Stand am 31.12.2015
EUR
Stand am 31.12.2014
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Software 976,00 1.397,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 976,00 1.397,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.400.435,40 1.487.071,40
2. technische Anlagen und Maschinen 310.405,24 527.023,81
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaustattungen 8.248,63 10.847,62
4. Anlagen im Bau 306.500,95 268.133,00
  2.025.590,22 2.293.075,83
Gesamtes Anlagevermögen 2.026.566,22 2.294.472,83

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 08.06.2016 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Entsorgungsgesellschaft Querfurt mbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftervertrages liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Entsorgungsgesellschaft Querfurt mbH sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Entsorgungsgesellschaft Querfurt mbH und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Eine Verwendung des oben wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen

 

Halle (Saale), den 25. Mai 2016

Henschke und Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. (FH) Marcus van den Broek, Wirtschaftsprüfer

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