Perstorp Service GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ines Dr. Rhotert seit 8.11.2021 | Geschäftsführer |
Carl Anders Mikael Gedin seit 21.7.2021 | Geschäftsführer |
Michaela Weise seit 18.4.2011 | Prokura |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Perstorp Chemicals GmbHArnsbergJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht 2023GrundlagenDie Perstorp Chemicals GmbH produziert am Standort Arnsberg-Bruchhausen einfache und spezielle Polyole, Formiate und Formaldehyd. Das Unternehmen ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Perstorp Holding GmbH, ebenfalls mit Sitz in Arnsberg. Mit der Perstorp Holding GmbH besteht seit dem 1. Januar 2013 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag, eingetragen im Handelsregister zu Arnsberg unter HRB 1900. Über die Perstorp Holding AB, Malmö/Schweden, die indirekt sämtliche Anteile hält, ist die Perstorp Chemicals GmbH verbundenes Unternehmen der Petronas Chemicals Group. Die Perstorp Chemicals GmbH hält ihrerseits 79,8 Prozent der Anteile an der Perstorp Service GmbH. Mit der Perstorp Service GmbH wurde ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen, der seit dem 1. Januar 2004 in Kraft ist und am 25. November 2014 aktualisiert wurde. Forschung und Entwicklung finden nicht am Standort Bruchhausen, sondern nur in der mittelbaren Muttergesellschaft in Schweden statt. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Der Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI) erläuterte die wirtschaftliche Lage der Branche im Jahr 2023 und seinen Ausblick für 2024 wie folgt: Ein schwieriges Jahr geht für die chemisch-pharmazeutische Industrie zu Ende. Die Hoffnungen auf eine Belebung der Konjunktur haben sich nicht erfüllt. Deutschland steckt in einer Krise, die nicht nur die Chemieindustrie betrifft. Die gesamte deutsche Wirtschaft leidet unter der schwachen Konjunktur und strukturellen Problemen. Um den Standort Deutschland zurück in die Erfolgsspur zu bringen, braucht es aus Sicht des Verbandes dringend einen tiefgreifenden Politikwechsel und einen Fokus auf eine wettbewerbsfähige Wirtschaft. Denn sie sichert die Basis für eine nachhaltige Zukunft. Für die Branche war 2023 ein schlechtes Jahr. Insgesamt ging die Chemie- und Pharmaproduktion um 8 Prozent zurück. Den Unternehmen fehlten zunehmend die Aufträge. Die Kapazitäten der Branche waren mit durchschnittlich rund 77 Prozent nicht ausgelastet. Damit liegt die Produktion seit neun Quartalen unterhalb der wirtschaftlich notwendigen Grundauslastung von 82 Prozent. In der Fein- und Spezialchemie lag der Produktionsrückgang bei 4 Prozent. Mit rund 230 Milliarden Euro lag der Branchenumsatz 12 Prozent niedriger als im Vorjahr. Besonders kräftig fiel der Rückgang im Inlandsgeschäft aus. Die Verkäufe sanken um 16 Prozent auf 86 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz lag mit 144 Milliarden Euro 10 Prozent niedriger als im Vorjahr. Zum Umsatzrückgang haben auch rückläufige Chemikalienpreise beigetragen. Die Erzeugerpreise für chemisch-pharmazeutische Produkte waren 2023 durchschnittlich rund 1 Prozent günstiger als im Vorjahr. In der Branche herrscht weiterhin Rezessionsstimmung. Sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen für die kommenden Monate sind negativ. Damit dürften weiter Aufträge im Chemiegeschäft fehlen. Der VCI geht deshalb für 2024 nicht davon aus, dass die Chemieproduktion wieder ansteigt. Beim Branchenumsatz wird ein Minus von 3 Prozent erwartet. Umsatzrückgang, sinkende Verkaufspreise und hohe Produktionskosten setzen die Gewinne der Unternehmen erheblich unter Druck. Diese Prognose bestätigen auch die Ergebnisse der aktuellen Mitgliederumfrage: Die Unternehmen rechnen kurzfristig nicht mit einem Aufschwung. 45 Prozent rechnen frühestens 2025 mit einer Besserung. Geschäftsverlauf Wesentliche finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung unseres Geschäfts sind Umsatz, das operative Ergebnis (EBITDA) und die Anzahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle. In 2023 ereignete sich drei meldepflichtige Arbeitsunfälle, somit konnte das Ziel von "NULL" meldepflichtigen Arbeitsunfällen nicht eingehalten werden. Die Verkaufsmengen aller Produktgruppen des Unternehmens sanken in 2023 auf 40.681 Tonnen gegenüber 57.426 Tonnen in 2022. Der Planwert (46.897 Tonnen) wurde wegen der schwachen Konjunktur und der daraus resultierenden zurückgegangenen Nachfrage nicht erreicht. Die Umsatzerlöse 2023 betrugen 73.471 TEuro und unterschritten die des Planwertes (89.255 TEuro) und des Vorjahres (118.454 TEuro) deutlich. Der Umsatzrückgang wurde durch die gesunkenen Verkaufsmengen und durch die gesunkenen Verkaufspreise verursacht. Die Nachfrage nach Pentaerythrit ist 2023 wegen den Auswirkungen des Ukraine Krieges und des neu aufgeflammten Nahostkonfliktes stark gesunken. In 2023 wurden 19.500 Tonnen Pentaerythrit (VJ 28.979 Tonnen) umgesetzt und der Planwert um 3.175 Tonnen unterschritten. Der Umsatz beträgt 35.956 TEuro (VJ 66.973 TEuro), wobei der größte Umsatzrückgang in der Eurozone stattfand. Die Verkaufspreise konnten nicht wie geplant durchgesetzt werden. Die überwiegende Anwendung für Pentaerythrit liegt nach wie vor im Bereich Lackharze. Die Nachfrage bei Calciumformiat lag das gesamte Jahr 2023 auf hohem Niveau, viele Aufträge konnten jedoch nicht ausgeführt werden, da Calciumformiat als Beiprodukt bei der Pentaerythrit Produktion entsteht und diese nachfragebedingt gedrosselt war. Die Verkaufsmenge betrug 15.350 Tonnen (VJ 22.426 Tonnen) und verfehlte den Planwert von 18.339 Tonnen um 2.989 Tonnen. Die Verkaufspreise bei Calciumformiat lagen über den Planwerten für 2023, jedoch sank der Umsatz wegen der gesunkenen Absatzmenge von 25.335 TEuro in 2022 auf 13.935 TEuro. Die Anwendungen für technisches Calciumformiat liegen überwiegend in der Bauindustrie und für die Feedgrade Qualität in den Futtermittelzusatzstoffen. Die Verkaufsmenge bei Di-Pentaerythrit liegt bei 414 Tonnen (Vorjahr 460 Tonnen), sie lag 127 Tonnen unter Plan. Die Verkaufspreise konnten beibehalten werden. Der Umsatz ging aufgrund rückläufiger Absatzmengen um 324 TEuro im Vergleich zum Vorjahr zurück und beträgt 2.426 TEuro (3.510 TEuro Plan). Di-Pentaerythrit ist das margenstärkste Produkt der Perstorp Chemicals GmbH und es wird alles unternommen, um die Ausbeute an Di-Pentaerythrit bei der Pentaerythrit Produktion weiter zu steigern. Die Verkaufsmenge der Sonderqualitäten Charmor 4.808 Tonnen (VJ 4.518 Tonnen) und Holtac 609 Tonnen (VJ 1.030 Tonnen) verfehlten die Vorjahresmenge um 131 Tonnen. Die Planmenge für 2023 wurde mit 76 Tonnen leicht überschritten. Diese Qualitäten werden hauptsächlich in flammhemmenden Lacken und als Stabilisator für PVC verwendet. Die Charmor Produkte erzielten einen Umsatz von 15.599 TEuro (VJ 15.892 TEuro) und bei Holtac beträgt er 2.740 TEuro (VJ 4.897 TEuro). Der Planwert für diese Produkte wurde um 2.242 TEuro unterschritten. Die Umsatzerlöse aus sonstigen Nebenerlösen, wie erhaltene Kommissionszahlungen etc., betragen 2.814 TEuro, im Vorjahr 2.609 TEuro. Die theoretische Produktionskapazität lag 2023 bei 50.808 Tonnen Penta (inkl. Di-Penta) bei 340 Produktionstagen. Aufgrund von erweiterten Stillständen und Reparaturen lag die planbare Produktionskapazität für 2023 bei 40.847 Tonnen Penta (inkl. Di-Penta). Die Gesamtproduktionsmenge lag 2023 bei 23.828 Tonnen. Nachfragebedingt wurden 15.056 Tonnen weniger produziert. Die Verluste durch Produktionsstörungen oder Defizite in der Qualität beliefen sich auf 1.963 Tonnen. Die Perstorp Chemicals GmbH hat sich über die Jahre auf Spezialitäten (Mikronisierte Qualitäten, Penta ICX, Calciumformiat etc.) ausgerichtet. Diese Spezialitäten können in anderen Standorten der Perstorp Gruppe in dieser Menge nicht hergestellt werden, sodass die Gesellschaft hier ein Alleinstellungsmerkmal hat. Di-Pentaerythrit ist weiterhin das Premium-Produkt im Produktportfolio der Perstorp Chemicals GmbH, welches das Wachstum nachhaltig verbessern soll. Unsere Kunden entwickeln Rezepturen für die sogenannten "High solid Harze", die auf Di-Pentaerythrit basieren und somit als "lösemittelfrei" ausgezeichnet werden können. In 2024 soll die DiPenta-Ausbeute weiter gesteigert werden. Desweiteren sind Versuche geplant, um das Portfolio um ein weiteres Produkt zu erweitern. Hierbei handelt es sich um einen technischen Reinheitsgrad von Pentaerythrit. Das Calciumformiatgeschäft liefert einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis. Calciumformiat war in 2023 nicht vom Rückgang der Nachfrage betroffen. Vermögenslage Die Vermögenslage ist insbesondere durch die durchgeführten Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie einen Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen gekennzeichnet. Ursächlich war die Reduzierung der Cashpool-Forderungen, die sich betriebsbedingt und aufgrund der getätigten Investitionen verringerten. Die Investitionen wurden in 2023 trotz Nachfragerückgang in der geplanten Höhe durchgeführt, dies spiegelt sich in der Abnahme des Cashpools wider. Die Anlagenintensität stieg von 28,1 Prozent auf 32,6 Prozent und der Deckungsgrad I lag bei 119,0 Prozent. Um den Kapitalfluss positiv zu beeinflussen, wurde in 2023 der Lagerbestand an Fertigprodukten deutlich reduziert. Gegenläufig stiegen allerdings die bilanzierten Emissionsrechte. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt an. Die Pensionsrückstellungen stiegen planmäßig; zusätzlich erdiente Ansprüche wurden teilweise durch den gestiegenen Zinssatz kompensiert. Die Steuerrückstellungen beinhalten Grunderwerbsteuer im Zusammenhang mit dem Anteilseignerwechsel im Vorjahr. Die sonstigen Rückstellungen sanken insbesondere aufgrund deutlich geringere Abgabeverpflichtungen von Emissionszertifikaten am Ende des Geschäftsjahres. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sanken insbesondere aufgrund stichtagsbeding deutlich geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von anderen Konzernunternehmen. Finanzlage Die Eigenkapitalquote stieg infolge der gesunkenen Bilanzsumme von 36,7 Prozent in 2022 auf 38,9 Prozent in 2023 an. Die Fremdkapitalquote (ohne Rückstellungen) ist von 46,6 Prozent in 2022 auf 43,4 Prozent in 2023 gesunken. Das Unternehmen ist in den Cash Pool der Perstorp AB eingebunden. Für den kurzfristigen Bedarf standen zum Ende des Geschäftsjahres Guthaben in Höhe von 60,9 Millionen Euro zur Verfügung. Das von Perstorp Financial Services AB, Schweden, bereitgestellte Darlehen über 253.193 TSEK wurde mit 29.741 TEuro in der Bilanz ausgewiesen. Es wurden Zinsen in Höhe von 373 TEuro kapitalisiert. Die Gesellschaft hat einen Rahmenvertrag über revolvierende regresslose Forderungsverkäufe abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Höhe der verkauften Forderungen 5.422 TEuro (VJ 5.987 TEuro). Ertragslage Die Umsatzerlöse betragen 73.471 TEuro in 2023; sie sanken um 38% gegenüber dem Vorjahr (118.454 TEuro). Die um die sonstigen Nebenerlöse bereinigten Verkaufserlöse belaufen sich auf 70.657 TEuro. Ein Budget der Verkaufserlöse wurde für das Gesamtjahr 2023 in Höhe von 89.255 TEuro aufgestellt, dies geschah jedoch vor Beginn des wieder aufflammenden Nahostkonfliktes. Der Nahostkonflikt begünstigt die Perstorp Chemicals GmbH gegenüber Anbieter aus Asien, da die Containerschiffe Umwege fahren müssen und somit höhere Logistikkosten verursacht werden. Dies verursacht einen leichten Preisvorteil der Perstorp Chemicals GmbH für Absatzmengen in Europa. Der Absatzverlust wegen der gesunkenen Nachfrage und die gesunkenen Verkaufspreise sind aber ausschlaggebend für die Planabweichung in Höhe von 18.598 TEuro. Das operative Ergebnis ohne Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beträgt 9.827 TEuro (VJ 11.558 TEuro). Durch die gesunkenen Absatzmengen und der gesunkenen Verkaufspreise konnte das Vorjahresergebnis nicht erreicht werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken insbesondere aufgrund von niedrigeren Logistikkosten bedingt durch die geringeren Verkaufsmengen und der Umkehr der Transferpricing Ausgleichszahlung. Musste die Perstorp Chemicals GmbH im Vorjahr 10.572 TEuro an die Perstorp AB abführen, erhielt sie in 2023 eine Ausgleichszahlung. Diese Transferpricing-Ausgleichszahlung der Perstorp AB ist in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 8.640 TEuro enthalten. Das EBIT ist positiv und beträgt 6.399 TEuro (VJ 8.449 TEuro). Die Fixkosten liegen unter dem des Planwertes. Das Zinsergebnis ist positiv und wird mit 22 TEuro ausgewiesen; im Vorjahr lag es noch bei -2.114 TEuro. Der Anstieg ist durch die Erhöhung der Zinssätze und die damit internen Zinszahlungen für das Cashpooling zu begründen. Ebenso ist das Finanzergebnis positiv und beträgt 783 TEuro nach -1.281 TEuro im Vorjahr. Im Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von 6.399 TEuro (VJ 8.449 TEuro) ist mit 761 TEuro zudem die Ergebnisabführung der Vertriebsgesellschaft, Perstorp Service GmbH, enthalten. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages werden 7.073 TEuro (VJ 7.128 TEuro) an die Muttergesellschaft, Perstorp Holding GmbH, abgeführt. Die Ertragslage muss in 2023 als unbefriedigend bezeichnet werden. Es wurde zwar ein Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung in Höhe von 7.073 TEuro (VJ 7.128 TEuro) ausgewiesen, dieser beinhaltet aber eine Ausgleichszahlung von Perstorp AB in Höhe von 8.640 TEuro. Investitionen Das Investitionsvolumen belief sich auf sehr hohem Niveau. Geplant waren Investitionen in Höhe von 6.841 TEuro für 2023 doch wegen Projekterweiterungen und - verzögerungen beliefen sich die Investitionen letztlich auf 6.922 TEuro. Von den getätigten Investitionen in Hohe von 6.922 TEuro entfallen 1.841 TEuro auf die Migration des DCS Systems für Penta B und den Formaldehydbetrieb, 1.111 TEuro auf eine gemeinsame Messwarte für die Betriebe. In die Anlagenstabilität und -verbesserung wurden 1.350 TEuro, in Sicherheit, Umweltschutz und Projekte für Verbesserung der Nachhaltigkeit wurden 779 TEuro und für die Kapazitätserweiterung 385 TEuro investiert. Für den Umbau der Anlagen auf Substitutionsenergien wurden 951 TEuro bereitgestellt und für diverse Kleinprojekte weitere 505 TEuro. Qualitätsmanagement (ungeprüft) Im Jahr 2023 fanden diverse interne und externe Audits im Werk statt, die im folgenden Auditprogramm zusammenhängend aufgeführt sind: Externe Audits aller Normen im Werk BHN: 1) DIN EN ISO 9001 und 14001 (aufgrund des globalen Zertifikates kein Audit in 2023) 2) FAMI QS (Rezertifizierungs- Audit vom 14. - 16.06.2023) 3) DIN EN ISO 50001 (Rezertifizierungs- Audit vom 09.11. - 13.11.2023) 4) ISCC-Plus (externes Audit 25.10. - 26.10.2023) Für die Normen ISO 9001 und 14001 wurde das externe Audit aufgrund des globalen Zertifikates in einem anderen Pentaerythrit-produzierenden Werk der Perstorp Gruppe durchgeführt. Die Audit- Reporte wurden durch die externen Zertifizierungsgesellschaften zugestellt. Die Korrekturmaßnahmen ("List of Findings") wurden im Intranet in das RC Dashboard-System eingepflegt und den Verantwortlichen zur Abarbeitung zugewiesen. In diesem System erfolgt auch die Nachverfolgung der Korrekturmaßnahmen aus allen externen und internen Audits. Alle internen Audits zu allen Normen des Werkes wurden durch den QMB Lars Beiling vorgenommen, bis auf das jährliche interne Audit für ISCC, bei dem Daniel Plothe als interner Auditor fungierte. Interne Audits aller Normen im Werk BHN:
Auch diese Korrekturmaßnahmen wurden in das RC Dashboard eingepflegt. Mitarbeiter Das Unternehmen beschäftigte zum Ende des Berichtsjahres 125 MitarbeiterInnen und 12 Auszubildende. Die Zahl der MitarbeiterInnen ohne Auszubildende ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Die Zahl der Auszubildenden liegt erheblich über dem Durchschnitt in der chemischen Industrie. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften für das Unternehmen soll auch langfristig durch die eigene Ausbildung gedeckt werden, so dass in den nächsten Jahren mit einer gleichbleibenden Anzahl der Auszubildenden zu rechnen ist. Das Unternehmen ist Mitglied des Arbeitgeberverbandes der Chemischen Industrie Westfalen, und es gelten die mit der IG BCE vereinbarten tarifvertraglichen Regelungen. Daneben besteht eine regional relevante Mitgliedschaft im Unternehmensverband Westfalen-Mitte. Im Jahr 2023 ereignete sich kein Umweltunfall mit Auswirkungen außerhalb der Werksgrenzen. Es gab keine Leckagen störfallrelevanter Stoffe. Alle ausgetretenen Stoffe wurden in den dazugehörigen Auffangräumen sicher aufgefangen und fachgerecht entsorgt. Es ereigneten sich drei meldepflichtige Unfälle mit Arbeitszeitausfall. Bei den internen Sicherheitsunterweisungen für eigene MitarbeiterInnen wurde erneut eine Beteiligung von 100% erreicht. Alle Sicherheitsunterweisungen wurden in elektronischer Form als E-Learning abgehalten. Als Wirksamkeitskontrolle folgte auf jede Unterweisung ein kurzer Test. Die Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilungen und Implementierung der Risiken in die Standard- Arbeitsanweisungen war auch im Jahr 2023 eine wichtige Aufgabe. Im Jahr 2024 wird die Überarbeitung der Gefährdungsbeurteilungen einschließlich einer Wirksamkeitskontrolle weiter verfolgt. Auch im Jahr 2023 haben wir mit Hilfe der "Roadmap BHN" die Themenbereiche des BHN Careway bearbeitet. Durch den Wandel der Sicherheitskultur in unserem Werk möchten wir die MitarbeiterInnen motivieren, an der Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz an ihren Arbeitsplätzen und werksweit mitzuwirken. Des Weiteren haben wir eine auf unsere Abteilungen zugeschnittene Roadmap entwickelt. Diese sollen uns helfen, abteilungsbezogen die Sicherheitslücken in unserem Werk zu schließen. Ziel für das Jahr 2024 ist es, alle MitarbeiterInnen in die Arbeit mit der "Roadmap" zu integrieren. Dies geschieht z.B. durch die Neuausrichtung des verhaltensbasierten Sicherheitsprozesses "Take Care". In 2022 wurde EAP, das Unterstützungsprogramm für Mitarbeitende und ihre Angehörigen, eingeführt und auch im Jahr 2023 stand Voiio als EAP-Partner unseren Mitarbeitenden und deren Angehörigen kostenlos und anonym zur Verfügung. Voiio bietet Hilfe und Unterstützung in jeder Lebensphase- und Situation. Mehr als 200 Experten, Coaches und Berater bieten ihre Hilfe zum Thema psychischer Gesundheit, Probleme am Arbeitsplatz und Beruf, Familie und soziales Umfeld, Sucht, Recht und Krisen und Schicksalsschlägen an. Anhand des monatlichen Reports, der uns von Voiio anonym zur Verfügung gestellt wird, ist weiterhin ein positiver Trend ersichtlich. Wir haben eine hohe Registrierungs- und Nutzungsquote und auch die Rückmeldungen aus der Belegschaft sind durchweg positiv. PrognoseberichtDer anhaltende russische Angriff auf die Ukraine und der neuaufgeflammte Nahost-Konflikt beeinflussen die globale und die deutsche Wirtschaft weiterhin negativ. Die Energiepreise bewegen sich noch immer auf einem hohen Level und beeinflussen die Produktionskosten negativ. Die leichte Entspannung auf der Seite der globalen Lieferketten ist wieder rückläufig. Wieder erreichen Containerschiffe aus Asien den europäischen Kontinent erst mit tage- oder sogar wochenlanger Verspätung. Der Angriff Russlands auf die Ukraine und die aktuellen Konflikte am Roten Meer verdeutlichen, wie stark die Lieferketten auch geopolitischen Risiken ausgesetzt sind. Verstärkt werden diese Probleme in Lieferketten noch durch fehlende Fachkräfte und Mangel an LKW-Fahrern, hierdurch ergeben sich verlängerte Lieferzeiten und verminderte Termintreue. Sorgen bereitete zudem die schwache Konjunktur in China, wo die chinesischen Bürger über ihre finanzielle Sicherheit besorgt sind und sich deshalb der Konsum nicht nachhaltig erholt. Hohe Kosten auf der einen Seite und eine abnehmende Nachfrage auf der anderen Seite führen zu einer Drosselung der globalen Chemieproduktion. Produktionsprobleme schlagen sich in Europa und besonders in Deutschland nieder und lassen die Produktion einbrechen. Die hohen Energie- und Rohstoffkosten machen hier den Betrieb von Anlagen teilweise unrentabel. Unternehmen haben bereits angefangen, Teile der Produktion ins Ausland zu verlagern. In einigen Ländern Asiens macht sich zudem eine schwächere Nachfrage bemerkbar. Die hohe Inflation in fast allen Ländern, die konstant hohen Zinsen und eine insgesamt unsichere Lage bremsen weltweit Konsum und Investitionen. Hinzu kommen die gestiegenen geopolitischen Risiken. Sanktionen gegen Russland wurden und werden verhängt. In Summe dürften diese Entwicklungen zu deutlich geringeren Wachstumsraten der Gesamtwirtschaft und zu einer weiterhin insgesamt schwachen Industrieproduktion führen. Die genauen Folgen sind jedoch weiterhin nicht vorhersehbar. Wie bereits in 2023 ist eine Prognose unter diesen Rahmenbedingen nicht verlässlich möglich, wir gehen aber zurzeit davon aus, dass Umsatz und operatives Ergebnis EBITDA gegenüber dem Vorjahr sinken werden. Insgesamt geht unsere Budget-Planung für 2024 von einem Verkaufsvolumen von 44.234 Tonnen (VJ 46.896 Tonnen Budget) und einem Umsatz von 68.895 TEuro (VJ 89.255 TEuro) sowie von einem im Vergleich zum Vorjahr stark rückläufigen, aber weiterhin positiven EBITDA aus. Die Höhe der Kapazitätsauslastung, die Verkaufsmengen und unsere Herstellkosten werden das Ergebnis maßgeblich bestimmen. Wir gehen basierend auf der aktuellen Auftragslage nicht von einer Vollauslastung für das Jahr 2024 für beide Anlagen aus, wobei die Planung für das erste Halbjahr 2024 eine Produktion mit beiden Anlagen vorsieht. Wir können uns den veränderlichen Marktbedingungen jederzeit flexibel anpassen. In 2024 soll sich das Investitionsvolumen trotz aller Ungewissheiten auf einem Rekordniveau bewegen. Dies ist ein starkes Zeichen in die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens und des Standortes. Es sind weitere Investitionen in Kapazitätserweiterungen und zur Realisierung aufgedeckter Verbesserungspotenziale in den bestehenden Anlagen geplant. Dies soll helfen, bei wieder verbesserter Konjunktur die dann erwartete Nachfrage nach unseren Produkten decken zu können. Geplant sind Investitionen in Hohe von 17.969 TEuro; wovon alleine 11.795 TEuro auf das "Wasser-Projekt" entfallen, welches die komplette Wasserversorgung und -kühlung des Werkes sicherstellen soll. Weitere 1.130 TEuro werden für die Verbesserung der Stromversorgung bereitgestellt. 2.208 TEuro werden für das DCS System Penta B und 1.000 TEuro für eine neue Dampfturbine aufgewendet. In andere Bereiche werden weitere 1.836 TEuro investiert, z.B. in die gemeinsame Messwarte, Büroumbauten und in diverse Kleinprojekte wie ein Legionellenbeseitigungsystem und Laugenbehälter im Energiebetrieb. Wir rechnen mit leicht sinkenden Herstellungskosten im Vergleich zu 2023 und sind zuversichtlich, dass wir die zuletzt vereinbarten Verkaufspreise bei unseren Kunden durchsetzen können. Die Methanol Verträge mit den Lieferanten MHM und Gelsenchem wurden um ein weiteres Jahr verlängert. Bei MHM und Gelsenchem konnten wir leicht bessere Konditionen vereinbaren. Da BP Ende 2022 die Methanol-Produktion vorübergehend eingestellt hat, haben wir Zusatzmengen (Versuchslieferungen) von dem Lieferanten Koch aus USA ausgehandelt, welcher als neuer Lieferant für Methanol aus USA 6.229 mt in 2023 lieferte. Die Ware wird über Rotterdam mit Bahnkesselwagen nach Arnsberg transportiert. Für 2024 beziehen wir den Rohstoff Methanol bei den identischen Lieferanten, allerdings haben sich die Abnahmemengen unter den Lieferanten verschoben. Die Hauptmenge wird die Firma Koch liefern, danach MHM und nur ca. 4.000 mt werden von Gelsenchem bezogen. Für Acetaldehyd haben wir mit Celanese und Sekab die Kontrakte verlängert. Je nach Bedarf wird Bio-Acetaldeyd , welches wir für unser Endprodukt Voxtar einsetzen, oder Standard-Acetaldehyd von Sekab bezogen. Bei beiden Lieferanten wird monatlich der Einkaufspreis für ihre Rohstoffe in der Preisformel berücksichtigt. Celanese basiert auf dem Ethylen-Preis und Sekab setzt Ethanol als Rohstoff ein. Bei Sekab ist die Preisformel identisch zu 2023, wobei wir die Preisformel bei Celanese unter Berücksichtigung des Gaspreises (Dutch CTF) neu verhandelt haben, was momentan zu einem geringeren Einkaufspreis führt. Bei sämtlichen einzukaufenden Produkten wie auch bei Roh- und Hilfs- und Betriebsstoffen ist weiterhin mit verlängerten Lieferzeiten zu rechnen. Bei den Gas- und Strompreisen erwarten wir, dass die Einkaufspreise weiter fallen. Unsere Fixkosten werden in 2024 auf konstant niedrigem Niveau gehalten. Für unsere Tochtergesellschaft, die Perstorp Service GmbH, erwarten wir ein positives Ergebnis. Für 2024 liegt unser Ziel bei meldepflichtigen Arbeitsunfällen wieder bei "NULL". ChancenberichtDie gesamte Perstorp Gruppe mit Sitz in Schweden wurde am 14.05.2022 an das in Malaysia ansässige Unternehmen "Petronas Chemicals Group Berhad" (PCG) verkauft. Dieser Verkauf wird beide Unternehmen aufgrund der starken Gemeinsamkeiten, Werte und Prioritäten weiter voranbringen und helfen, die Herausforderungen und Chancen der Zukunft erfolgreich zu meistern. Darüber hinaus partizipiert Perstorp Chemicals GmbH von der Stärke und marktführenden Position von PCG in Asien und dem pazifischen Raum. Die Petronas Chemicals Group Berhad ist der führende Chemieproduzent in Malaysia und zugleich einer der größten in Südostasien. Die Integration der Perstorp Gruppe in PCG ist erfolgreich angelaufen und es werden weiterhin Synergieeffekte im Supply Chain Bereich erarbeitet. Perstorp Chemicals GmbH hat sich über die Jahre auf Spezialitäten (Mikronisierte Qualitäten, Penta ICX, Calciumformiat etc.) ausgerichtet. Diese Spezialitäten können in anderen Standorten der Perstorp Gruppe in dieser Menge nicht hergestellt werden. Di-Pentaerythrit ist weiterhin das Premium-Produkt im Produktportfolio der Perstorp Chemicals GmbH, welches das Wachstum nachhaltig verbessern soll. Unsere Kunden entwickeln Rezepturen für die sogenannten "High solid Harze", die auf Di-Pentaerythrit basieren und somit als "lösemittelfrei" ausgezeichnet werden können. Auch das Calciumformiatgeschäft liefert einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis. Durch die kontinuierliche und konsequente Umsetzung von Verbesserungspotenzialen und die Durchführung von weiteren Investitionsprojekten zur Erhöhung der Produktionskapazität wird die Wettbewerbsfähigkeit weiterhin steigen. Die Umsetzung der Verbesserungsvorschläge und die Realisierung der Projekte wird sukzessive in den nächsten Jahren vorangetrieben. RisikoberichtDas Risikomanagement der Gesellschaft stellt sicher, dass alle zum jeweiligen Stichtag erkennbaren wesentlichen Risiken regelmäßig erfasst, bewertet und vorausschauend gesteuert werden. Risikoerfassung und Risikoberichterstattung gewährleisten, dass mögliche Fehlentwicklungen frühzeitig erkannt werden und Gegenmaßnahmen unverzüglich ergriffen werden können. Wesentlicher Bestandteil der Risikosteuerung ist der regelmäßige Planungsprozess sowie das umfangreiche Berichtswesen. Im Rahmen des Controllings werden monatlich die Ist-Größen den Ziel-Größen gegenübergestellt und Abweichungen analysiert, um gegebenenfalls unverzüglich steuernd einzugreifen. Neben den oben dargestellten Risiken im Rahmen des Ukraine- und Nahostkonfliktes und der daraus resultierenden steigenden Inflation verbunden mit Zinserhöhungen, bestehen folgende Risiken, die in absteigender Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgeführt werden: Im Produktionsbereich werden etwaige Risiken durch eine hohe Mitarbeiterqualifikation, klar definierte Sicherheitsstandards, die regelmäßige Wartung und durch die vorbeugende Instandhaltung der Anlagen minimiert. Möglichen Produktionsausfallrisiken wirkt das Unternehmen durch eine flexible Produktionssteuerung sowie entsprechende Versicherungsverträge, wo sinnvoll, entgegen. Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen in einer weiteren oder weiter andauernden Eintrübung des globalen Marktwachstums. Dazu tragen die außergewöhnlichen konjunkturellen Auswirkungen durch den Russland-Ukraine Krieg und dem neu aufgeflammten Nahostkonflikt bei. Für das erste Halbjahr 2024 gibt es keine wesentlichen Produktionseinschränkungen für die Perstorp Chemicals GmbH, danach muss die Sachlage neu beurteilt werden. Den kunden-, absatz- und marktbezogenen Risiken, die aus dem bestehenden Wettbewerb resultieren, begegnen wir durch Qualitätsoptimierung, stärkere Kundenbindung und durch effektive Kostenkontrolle. Der sinkenden Nachfrage werden wir mit einer genauen, auf die Marktlage abgestimmten, Produktionsplanung und Produktionsanpassung begegnen. Diese Produktionsanpassung kann durch Produktionsdrosselung, Verlängerung von Produktionsstillständen oder durch die Einführung von Kurzarbeit erreicht werden. Die zunehmende Knappheit benötigter Rohstoffe am globalen Markt und daraus resultierende Verteuerungen sowie die Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Energiekosten werden - wie in allen produzierenden Chemieunternehmen - fortwährend Druck auf die künftige Ertragslage ausüben. Wechselkursunsicherheiten können sowohl als Chance wie auch als Risiko aufgefasst werden. Einerseits ermöglichen sie Wechselkursgewinne, andererseits gefährden sie die Rendite, wenn sich der Wechselkurs in eine ungünstige Richtung bewegt. Da die Perstorp Chemicals GmbH ein Darlehen in SEK aufgenommen hat und außerdem einen erheblichen Teil ihrer Umsätze in USD fakturiert, ist es für sie bedeutsam, wie sich die Kurse in der Zukunft entwickeln werden. Die Perstorp Chemicals GmbH ist kein direkter Darlehensnehmer bei niedergelassenen Geschäftsbanken, sondern finanziert sich über den Mutterkonzern; in Anspruch genommene Darlehen werden verzinst. Unsere Gesellschaft bedient sich keiner derivativen Finanzinstrumente. Den Risiken von Forderungsausfällen wird durch ständige Analyse der Debitoren sowie dem Factoring entgegengewirkt. Die IT Systeme und Netzwerke können Ziel von Cyberangriffen oder Verstößen gegen die Informationssicherheit sein, was zur unbefugten Veröffentlichung und zum Missbrauch von vertraulichen Informationen über unser Unternehmen, unserer Mitarbeiter, Kunden oder Konsumenten führen könnte. Dies könnte unseren Betrieb stören oder unsere Einrichtungen oder die von Dritten beschädigen. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft beeinträchtigen oder gefährden könnten, beziehungsweise über das übliche Maß der Vorjahre hinausgehen, sind jedoch weder für das abgeschlossene Geschäftsjahr noch für die Zukunft erkennbar. Nachhaltigkeitsbericht (ungeprüft)Gesundheit und Sicherheit Die Arbeit mit Chemikalien ist die Basis unseres Unternehmens und erfordert, dass wir besonders darauf achten, Risiken zu mindern und Unfälle zu verhüten. Wir arbeiten systematisch daran, der gesamten Belegschaft und allen Auftragnehmern ein gesundes und sicheres Arbeitsumfeld zu bieten und lassen uns dabei von unserer Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinie (Health and Safety Policy), dem Responsible Care Managementsystem und unserem internen Programm zur Entwicklung einer Gesundheits- und Sicherheitskultur, dem Perstorp Careway, leiten. Alle Angestellten und Auftragnehmer, die an unseren Standorten tätig sind, müssen sich bewusst sein, welche Risiken die Arbeit mit unseren Produkten, Substanzen und Prozessen birgt. An jedem Arbeitsplatz müssen die Sicherheitsvorschriften und -maßnahmen befolgt werden, um die Verletzungsgefahr zu reduzieren und die Sicherheit zu erhöhen. Dazu gehört es auch, im Falle von Unfällen die standort- und prozessspezifischen Notfallroutinen zu kennen. Unsichere Verhaltensweisen und/oder Zustände melden wir immer und befolgen bei Bedarf die "Goldene Regel", die Arbeit sofort einzustellen. Die Sicherheitsvorschriften und -maßnahmen gelten gleichermaßen für alle Besucher eines Standorts, und der jeweilige Gastgeber ist dafür verantwortlich, dass sie deutlich kommuniziert und befolgt werden. Gesundheitsvorsorge Perstorp Chemicals GmbH unterstützt die physische und psychische Gesundheit der Belegschaft durch Gesundheitsvorsorge und die Förderung von Bewegung und Erholung. Respekt am Arbeitsplatz Bei Perstorp ist uns wichtig, dass alle Menschen gleichwertig sind. Bei uns sollen sich alle geschätzt und respektiert fühlen. Daher fordern wir von jedem und jeder Einzelnen auf Worte und Taten zu verzichten, die von anderen Kolleginnen und Kollegen oder Geschäftspartnern als demütigend, herablassend, beleidigend oder respektlos empfunden werden könnten. Nichtdiskriminierung und Diversität Jedwede Art der Diskriminierung oder Belästigung von Personen aufgrund von Alter, Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung, Geschlechtsidentität/-ausdruck, nationaler Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, genetischen Informationen oder anderen Persönlichkeitsmerkmalen oder Vorlieben wird von uns nicht toleriert. Diese Denkweise liegt all unseren Personalentscheidungen wie Stellenbeschreibungen, Einstellungen, Beförderungen, Sonderleistungen, Disziplinarmaßnahmen oder Kündigungen zugrunde. Wir sind überzeugt, dass uns Gleichheit und Vielfalt am Arbeitsplatz stärker machen und zu unserem Erfolg beitragen. Arbeitszeiten, Gehälter und Sozialleistungen Örtliche Gesetze und Vereinbarungen bezüglich Arbeitszeit, Überstunden, Entlohnung und Sonderleistungen sind für uns bindend. Weitere Informationen dazu enthält unsere Verfügbarkeitsrichtlinie (Availability Policy). Wir zahlen die Gehälter regelmäßig und orientieren uns dabei an den örtlichen gesetzlichen Vorgaben und der Marktsituation. Weiterbildung und Persönliche Entwicklung Wir sind bestrebt, unsere Mitarbeitenden in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung zu unterstützen und so die gegenwärtige und zukünftige Geschäftstätigkeit unseres Unternehmens zu stärken. Menschenrechte Wir respektieren die Menschenrechte jeder Person, die an unseren Arbeitsprozessen und unserer Wertschöpfungskette beteiligt ist und bemühen uns, sie zu schützen. Dazu kann jeder und jede Einzelne durch die Einhaltung der Grundsätze dieses Verhaltenskodex beitragen. In dieser Hinsicht nehmen wir aber auch unsere Lieferanten in die Verantwortung und fordern, dass diese ebenfalls die Menschenrechte respektieren; das wurde in der Anbieterrichtlinie (Vendor Policy) deutlich formuliert. Bei Bedarf unterstützen wir unsere Lieferanten, wenn sie Hilfe bei der praktischen Umsetzung benötigen. Strategie und Umwelt Anspruch von Perstorp ist es, das weltweit beste Spezialchemieunternehmen zu werden. Unsere Nachhaltigkeitsstrategie ist Ausdruck dieser Ambition - mit ehrgeizigen Umweltzielen und dem Verständnis, Nachhaltigkeit in Profitabilität zu übersetzen. Wir haben globale Ziele definiert und verpflichten uns das Pariser Klimaabkommen einzuhalten. Die dazugehörigen Ziele sind wissenschaftlich verifiziert (science based targets). Die Perstorp Chemicals GmbH wird ihren Anteil zum Erreichen dieser Ziele beisteuern. Die standortspezifischen Sustainability Roadmaps wurden 2023 fest implementiert und diente als Grundlage für Investitionen und Verbesserungen. Darin enthalten sind Maßnahmen um die Treibhaus Emissionen, Abfälle und den Wasserverbrauch an unserem Standort zu reduzieren. Wir werden die Eigenstromerzeugung in unserem Kraftwerk erhöhen und dadurch den externen "grauen" Stromeinkauf verringern. Des Weiteren werden wir "grünen" Rohstoff wie Bioacetaldehyd und "grüne" Energie, wie grünem Strom und Bioerdgas, einsetzen. Die grünen Rohstoffe haben direkten positiven Einfluss auf die Exposition der Treibhausgas am Standort. In 2023 wurde am Standort eine Energiebilanz-Studie durchgeführt, mit dem Ziel, den Energieverbrauch am Standort zu reduzieren. In 2024 wird weiter an der Studie gearbeitet und nach erfolgter Priorisierung, werden Vorstudien, zu den ausgewählten Themen durchgeführt. Die Planung der Kühltürme wird in 2024 an unserem Standort weiter fortgeführt. Das Projekt unterstützt, zum Wohle der Fischpopulation, die Erwärmung der Ruhr zu reduzieren und vermindert den Einsatz von Kühlwasser.
Arnsberg, den 17. Oktober 2024 Perstorp Chemicals GmbH Geschäftsführung Dr. Ines Rhotert Mikael Gedin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang 2023Perstorp Chemicals GmbH, mit Sitz in ArnsbergEingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Arnsberg unter HRB 1900I. Allgemeine HinweiseDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung wurde von der Möglichkeit, Berichtspflichten im Anhang statt in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfüllen, teilweise Gebrauch gemacht. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten, soweit nicht neue Erkenntnisse eine abweichende Bilanzierung bzw. Bewertung erforderten. Die Bilanzierung erfolgt unter dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. II. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und AusweismethodenBilanzierung und Bewertung der Aktivposten Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bilanziert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige, zeitanteilige Abschreibungen vermindert. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, vorgenommen. Die Berechnung der Abschreibungen basiert auf folgenden Nutzungsdauern:
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden auch in der Handelsbilanz entsprechend den steuerlichen Regelungen abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt (Niederstwertprinzip). Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahrens. Zu Zwecken der Bilanzklarheit und Vergleichbarkeit wurde ein zusätzlicher Gliederungspunkt unter den Vorräten ausgewiesen, der die Emissionsberechtigungen beinhaltet. Die Emissionsberechtigungen wurden zum Zeitwert angesetzt. Die unfertigen Erzeugnisse betragen 846 TEuro (VJ 683 TEuro). Sie bestehen aus den Silobeständen von 554 TEuro (VJ 335 TEuro), die wie die fertigen Erzeugnisse bewertet werden, und den Rohrleitungsbeständen (Betriebsstöcken). Die Rohrleitungsbestände (Betriebsstöcke) wurden mit 80% der Herstellkosten bewertet, der Abschlag wird vorgenommen, da sich in den Rohrleitungen ein Wasseranteil befindet. Sie wurden mit 292 TEuro (VJ 348 TEuro) angesetzt, es gab eine unfertige Charge (<1 TEuro). Die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen entsprechend dem steuerrechtlichen Mindestumfang berücksichtigt werden. Die Waren sind zu Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt anhand des Durchschnittswertverfahren. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Der pauschale Abschlag beträgt 1% auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen (ohne Intercompany Forderungen). Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Perstorp Holding GmbH, Arnsberg, werden grundsätzlich keine laufenden und latenten Steuern ausgewiesen. Aus diesem Grund werden auf Ebene der Perstorp Chemicals GmbH auch keine Auswirkungen aus dem "Mindeststeuergesetz"(sog. OECD Pillar-II) i.V.m. § 285 Nr. 30a HGB erwartet. Als internationaler Konzern ist die PETRONAS Chemicals Group weltweit tätig und fällt grundsätzlich in den Anwendungsbereich der OECD-Modellregelungen des Pillar Two. Die Pillar Two-Gesetzgebung wurde vom deutschen Gesetzgeber bereits beschlossen und tritt am 1. Januar 2024 in Kraft. Als Reaktion hierauf werden interne Prozesse so aufgesetzt, dass man den internationalen gesetzlichen Verpflichtungen ab dem Geschäftsjahr 2024 vollumfänglich gerecht werden kann. Da die Gesetzgebung im Berichtsjahr noch nicht in Kraft war, unterliegt die Gesellschaft dahingehend noch keiner Steuerbelastung. Unter Berücksichtigung der für den weit überwiegenden Teil der Länder in Anspruch zu nehmenden übergangsweisen Ausnahmeregelungen wird jedoch davon ausgegangen, dass sich der Ertragsteueraufwand resultierend aus der globalen Mindeststeuer nicht in einem wesentlichen Umfang auswirkt. Bilanzierung und Bewertung der Passivposten Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Monat Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Zinssatz beträgt 1,83% (Vorjahr 1,79%). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden wie im Vorjahr jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,75% und Rentensteigerungen von jährlich 2,0% zugrunde gelegt. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre einerseits (neuer Bewertungszeitraum) und dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahren andererseits (alter Bewertungszeitraum) ergibt, beträgt 388.029 Euro (VJ 860.928 Euro) (§ 253 Absatz 6 Satz 1 HGB n.F.).
Eine analoge Anwendung der Ausschüttungssperre kommt nicht in Betracht, weil § 301 AktG, der den Höchstbetrag der Gewinnabführung bestimmt, keinen ausdrücklichen Verweis auf die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB enthält. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt (§253 Absatz 1 Satz 2 HGB neuer Fassung). Bei der Rückstellungsbewertung wurden zukünftige Preis- und Kostensteuergerungen in die Bewertung einbezogen, teilweise wurden entsprechende Gutachten eingeholt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsumrechnung Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Zum Ende des Geschäftsjahres werden Bilanzposten zum Stichtag wie folgt bewertet: Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenmittelkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit < 1 Jahr) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Verbindlichkeiten (Restlaufzeit < 1 Jahr) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. III. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz
Der Gewinn des Geschäftsjahres 2023 der Perstorp Service GmbH, Arnsberg, in Höhe von 761 TEuro (VJ 833 TEuro) wurde im Rahmen des Gewinnabführungsvertrages an die Perstorp Chemicals GmbH, Arnsberg, abgeführt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 63.594 TEuro (VJ 73.898 TEuro). Sie resultieren in Höhe von 60.918 TEuro (VJ 66.829 TEuro) aus Cashpool und 2.676 TEuro (VJ 7.069 TEuro) aus Lieferungen und Leistungen. Forderungen gegen Gesellschafter bestehen nicht (VJ 721 TEuro). Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene und voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt 13.500.000,00 DM; ausgewiesen wird der in Euro umgerechnete Betrag von 6.902.440,40 Euro. Das gezeichnete Kapital wird zu 100 % von der Perstorp Holding GmbH gehalten. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 6.701 TEuro (VJ 8.291 TEuro) wurden für ausstehenden Lieferantenrechnungen 1.684 TEuro (VJ 1.142 TEuro), Erfolgsbeteiligung 15 TEuro (VJ 61 TEuro), Jubiläumsgelder 572 TEuro (VJ 655 TEuro), Kundenboni 523 TEuro (VJ 515 TEuro), die Verpflichtung zur Abgabe von Emissionsrechten 2.869 TEuro (VJ 5.155 TEuro), Urlaubsansprüche und Sondervergütungen 199 TEuro (VJ 302 TEuro) sowie Rechts- und Beratungskosten 83 TEuro (VJ 70 TEuro) gebildet. Des weiteren wurden Rückstellungen in Höhe von 756 TEuro (VJ 349 TEuro) für sonstige Positionen gebildet. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern betragen insgesamt 45.094 TEuro (VJ 54.028 TEuro). Sie bestehen in Höhe von 8.377 TEuro (VJ 17.748 TEuro) aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehnsverbindlichkeiten in Höhe von 29.741 TEuro (VJ 29.872 TEuro). Das interne Darlehen, mit Restlaufzeit von über einem Jahr, wird von der Perstorp Financial Services AB, Schweden gewährt. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, die im Wesentlichen die Ergebnisabführung betreffen, bestehen gegenüber dem Gesellschafter, Perstorp Holding GmbH, in Höhe von 6.975 TEuro (VJ 6.408 TEuro). Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit unter einem Jahr. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 10.805 TEuro (VJ 1.739 TEuro) beinhalten 8.640 TEuro (VJ 0 TEuro) Erträge aus der globalen Verrechnungspreisanpassung. Es handelt sich hier um einen Ertrag von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung in Sinner des § 285 Nr. 31 HGB. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 18.650 TEuro (VJ 32.824 TEuro) sind Konzernkosten und Aufwendungen aus der globalen Verrechnungspreisanpassung 3.371 TEuro (VJ 14.608 TEuro), geleistete Kommissionszahlungen in Höhe von 1.917 TEuro (VJ 2.015 TEuro), Ausgangsfrachten und Standgelder/Zollkosten 4.534 TEuro (VJ 8.356 TEuro) sowie Wechselkursverluste in Höhe von 2.751 TEuro (VJ 915 TEuro) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die ausgewiesenen Steuern betreffen den vororganschaftlichen Zeitraum und sind demnach periodenfremd. Sonstige Steuern Der Posten betrifft im Wesentlichen Grunderwerbsteuern, die im Rahmen des Erwerbs der Perstorp Gruppe durch die PETRONAS Chemicals Group Berhad (PCG), Malaysia, angefallen sind. V. Sonstige AngabenGeschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 waren Geschäftsführer der Gesellschaft:
Sie übten ihre Tätigkeiten hauptberuflich aus. Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Offenlegung der Bezüge der Geschäftsführer wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB. verzichtet, da nur ein Geschäftsführer von der Gesellschaft Bezüge erhält. Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Haftungsverhältnisse Aus einer Gewährleistung für fremde Leistungen (Erfüllung von Pensionsverpflichtungen an bereits ausgeschiedene Mitarbeiter) besteht zum Bilanzstichtag ein Haftungsverhältnis in Höhe von 458 TEuro. Das Risiko der Inanspruchnahme wird aufgrund der finanziellen Lage des Hauptschuldners als gering eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bis zu einem Jahr in Höhe von 110 TEuro (VJ 206 TEuro) sowie von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren in Höhe von 48 TEuro (VJ 141 TEuro) und keine hat eine Laufzeit länger als 5 Jahre (VJ 10 TEuro). In allen Fällen handelt es sich um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Gegenstände bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Maschinen und Anlagen nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Factoring Die Gesellschaft hat einen Rahmenvertrag über revolvierende regresslose Forderungsverkäufe abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2023 betrug die Höhe der verkauften Forderungen 5.422 TEuro (VJ 5.987 TEuro). Durch die Forderungsverkäufe werden die Liquidität gestärkt und die Finanzierungskanäle erweitert. Besondere Risiken liegen nicht vor. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbezüge zu verbundenen Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbunden Unternehmen in den Bereichen:
Die wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:
Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung. Außer der Vergütung des Geschäftsführers bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu natürlichen nahestehenden Personen. Abschlussprüfervergütung Das vereinbarte Honorar für das abgelaufene Geschäftsjahr des Abschlussprüfers beträgt 55,2 TEuro, ausschließlich für die Jahresabschlussprüfung, zuzüglich Spesen. Konzernverhältnisse Die Perstorp Chemicals GmbH gehört zur Perstorp Gruppe bei deren Muttergesellschaft, der Perstorp Holding AB, Schweden, sie in den Konzernabschluss einbezogen wird (kleinster Konsolidierungskreis). Der befreiende Konzernabschluss und Konzernlagebericht der Perstorp Holding AB werden beim schwedischen Handelsregister (Bolagsverket) und in englischer Sprache durch unsere direkte Muttergesellschaft, die Perstorp Holding GmbH, Arnsberg, im Bundesanzeiger offengelegt. Der Konzernabschluss der Perstorp Holding AB wird unter Anwendung der International Financial Reporting Standards aufgestellt. Die Perstorp Holding AB gehört zum Konzern der PETRONAS Chemicals Group Berhad (PCG), Malaysia, in deren Konzernabschluss sie einbezogen wird (größter Konsolidierungskreis). PETRONAS Chemicals Group Berhad ist am Hauptmarkt von Bursa Malaysia Securities Berhad (Bursa Malaysia) notiert. Daher ist PCG im Rahmen der Main Market Listing Requirements (MMLR) unter Bursa verpflichtet, seine detaillierten Finanzberichte und Leistungsanalysen vierteljährlich an Bursa Malaysia zu veröffentlichen. In Bezug auf Rechnungslegungsstandards und Governance wendet PCG die malaysischen Rechnungslegungsstandards (MFRS), die den IFRS entsprechen und den Companies Act 2016 in Malaysia an. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag (§ 285 Nr. 33 HGB n.F.), die nach Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und weder in der GuV noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet. Gewinnverwendung Der Jahresüberschuss in Höhe von 7.073 TEuro (VJ 7.128 TEuro) wird aufgrund des am 31. Januar 2013 geschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Perstorp Holding GmbH, 59759 Arnsberg, abgeführt.
Arnsberg, den 17. Oktober 2024 Perstorp Chemicals GmbH Geschäftsführung Dr. Ines Rhotert Mikael Gedin Entwicklung des Anlagevermögens
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Perstorp Chemicals GmbH, Arnsberg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Perstorp Chemicals GmbH, Arnsberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Perstorp Chemicals GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 17. Oktober 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
ppa. Britta Rohwedder, Wirtschaftsprüferin ppa. Christian Dornhöfer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 21. Oktober 2024 festgestellt. |
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