Strube GmbH & Co. KGLiquidiert

38387 Söllingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRA 200906
Eingetragen
29.4.2010

Historie

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Konzern- und Jahresabschlüsse

Strube GmbH & Co. KG

Söllingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2013 bis zum 30.06.2014

Jahresabschluss zum 30. Juni 2014 und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/2014

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Bilanz zum 30. Juni 2014

Anlagenspiegel zum 30. Juni 2014

Gewinn- und verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014

Anhang für das Geschäftsjahr 2013/2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/2014

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Ich habe den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Strube GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Meine Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von mir durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Ich habe meine Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Ich bin der Auffassung, dass meine Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für meine Beurteilung bildet.

Meine Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hildesheim, den 13. November 2014

Dipl.-Kfm. Claus Hellberg, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 30. Juni 2014

AKTIVA

  30.06.2014 30.06.2013
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   45.586,00 192.961,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.367.879,51   3.922.887,61
2. technische Anlagen und Maschinen 3.576.603,00   3.468.900,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.164.043,58   944.961,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.294.061,28   247.689,92
    11.402.587,37 8.584.438,53
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 956,66   956,66
2. Beteiligungen 83.171,56   83.171,56
    84.128,22 84.128,22
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 891.044,59   1.970.527,94
2. unfertige Erzeugnisse 13.315.780,93   12.495.583,04
3. fertige Erzeugnisse und Waren 2.192.147,77   530.343,78
4. geleistete Anzahlungen 0,00   640.000,00
    16.398.973,29 15.636.454,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.421.781,45   24.987.061,81
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.346.833,00   7.570.101,90
3. sonstige Vermögensgegenstände 19.728.971,06   10.796.144,27
    68.497.585,51 43.353.307,98
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr Euro 11.613.366,65 (Euro 36.379,00)      
III. Wertpapiere      
1. sonstige Wertpapiere   185.000,00 137.500,00
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   11.439.694,14 10.698.152,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten   26.957,68 116.899,32
    108.080.512,21 78.803.842,47

PASSIVA

     
    30.06.2014 30.06.2013
  Euro Euro Euro
A. Eigenkapital      
I. Kapitalanteile der Kommanditisten      
1. Haftkapital 3.000.000,00   3.000.000,00
2. bewegliches Kapital 25.595.763,78   24.010.647,82
    28.595.763,78 27.010.647,82
II. Rücklagen      
1. andere Rücklagen   995.949,00 995.949,00
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 74.233,00   69.165,00
2. Steuerrückstellungen 543.645,97   1.631,91
3. sonstige Rückstellungen 46.019.636,63   32.783.050,19
    46.637.515,60 32.853.847,10
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.798.000,00   0,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 414.800,00 (Euro 0,00)      
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren Euro 724.000,00 (Euro 0,00)      
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.441.582,14   16.885.601,52
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 26.441.582,14 (Euro 16.885.601,52)      
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.250,00   1.250,00
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 1.250,00 (Euro 1.250,00)      
- davon gegenüber Gesellschaftern Euro 1.250,00 (Euro 1.250,00)      
4. sonstige Verbindlichkeiten 2.577.526,69   1.056.547,03
    31.818.358,83 17.943.398,55
- davon aus Steuern Euro 1.376.535,43 (Euro 184.424,21)      
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 14.614,96 (Euro 47.177,38)      
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr Euro 2.549.911,54 (Euro 1.028.759,98)      
D. Rechnungsabgrenzungsposten   32.925,00 0,00
    108.080.512,21 78.803.842,47

ANLAGENSPIEGEL

Für das Geschäftsjahr 2013/2014

  Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.07.2013 Zugänge Abgänge Umbuchungen
Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 907.353,65 3.210,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 907.353,65 3.210,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.763.570,47 544.145,49 0,00 72.049,90
2. technische Anlagen und Maschinen 10.537.593,76 367.470,90 0,00 198.559,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.904.521,33 602.976,48 391.490,89 0,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 247.689,92 2.329.503,43 12.522,80 -270.609,27
Summe Sachanlagen 20.453.375,48 3.844.096,30 404.013,69 0,00
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 958,66 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 83.171,56 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 84.130,22 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 21.444.859,35 3.847.306,30 404.013,69 0,00
  Anschaffungs-, Herstellungskosten 30.06.2014 kumulierte Abschreibungen 01.07.2013 Abschreibungen Geschäftsjahr + sonstige Zugänge
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 910.563,65 714.392,65 150.585,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 910.563,65 714.392,65 150.585,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.379.765,86 2.840.682,86 171.203,49
2. technische Anlagen und Maschinen 11.103.624,03 7.068.693,76 458.327,27
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.116.006,92 1.959.560,33 367.076,89
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.294.061,28 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 23.893.458,09 11.868.936,95 996.607,65
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 958,66 2,00 0,00
2. Beteiligungen 83.171,56 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 84.130,22 2,00 0,00
Summe Anlagevermögen 24.888.151,96 12.583.331,60 1.147.192,65
  Abgänge kumulierte Abschreibungen 30.06.2014 Buchwert 30.06.2014
Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 864.977,65 45.586,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 864.977,65 45.586,00
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.011.886,35 4.367.879,51
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 7.527.021,03 3.576.603,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 374.673,88 1.951.963,34 1.164.043,58
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 2.294.061,28
Summe Sachanlagen 374.673,88 12.490.870,72 11.402.587,37
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 2,00 956,66
2. Beteiligungen 0,00 0,00 83.171,56
Summe Finanzanlagen 0,00 2,00 84.128,22
Summe Anlagevermögen 374.673,88 13.355.850,37 11.532.301,59

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2013 bis 30. Juni 2014

    Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse   99.418.418,04 90.448.181,83
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   1.484.258,60 814.236,13
3. sonstige betriebliche Erträge   8.374.613,46 2.789.136,25
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung Euro 172.978,25 (Euro 183.598,29)      
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilf s- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren   59.252.377,48 55.013.134,22
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 7.185.318,42   6.144.240,36
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.294.343,89   1.136.172,36
    8.479.662,31 7.280.412,72
- davon für Altersversorgung Euro 22.134,88 (Euro 17.286,90)      
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   1.147.192,65 1.019.745,99
7. sonstige betriebliche Aufwendungen   36.336.198,91 26.566.899,76
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung Euro 160.450,90 (Euro 264.604,94)      
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   1.797.884,07 52.071,30
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen Euro 1.757.007,86 (Euro 0,00)      
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   695.600,15 134.402,16
- davon an verbundene Unternehmen Euro 1.250,00 (Euro 1.250,00)      
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen Euro 469.029,83 (Euro 6.669,00)      
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   5.164.142,67 4.089.030,66
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.966.432,16   537.948,28
12. sonstige Steuern 37.462,96   27.922,37
    2.003.895,12 565.870,65
13. Jahresüberschuss   3.160.247,55 3.523.160,01
14. Einstellungen in Gesellschafterkonten   3.160.247,55 3.523.160,01
15. Bilanzgewinn   0,00 0,00

Anhang zum 30. Juni 2014

1. Angaben zum Jahresabschluss

1.1 Angaben zur Bilanz

Sachanlagen

Die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen, bewertet worden. Die Herstellungskosten umfassen lediglich die Kosten der bezogenen Leistungen, da es sich um Fremdherstellungen handelt. Bei den Verwaltungsgebäuden, Betriebsgebäuden, anderen Bauten und Gebäudeeinrichtungen wurden nach BiLMoG Fördergebietsabschreibungen im Wirtschaftsjahr 2010/2011 zugeschrieben. Für die geringwertigen Wirtschaftsgüter zwischen 150,00 EUR bis 1.000,00 EUR ist ein Sammelposten gemäß § 6 Abs. 2a EStG gebildet worden, der über 5 Jahre aufgelöst wird. Ab 01.01.2010 ist das Wahlrecht der So-fortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 410,00 in Anspruch genommen worden.

Finanzanlagen

Die Bewertung des Finanzanlagevermögens erfolgt bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu Anschaffungskosten.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zum Einkaufspreis bewertet worden.

Bei den unfertigen Erzeugnissen handelt es sich zum einen um Zuckerrübensamen, die mit den Herstellungskosten bewertet worden sind. In die Herstellungskosten gehen die Einzelkosten für das Rohmaterial, Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie ein angemessener Teil der Abschreibungen ein. Abwertungen für voraussichtlich nicht mehr absetzbare Erzeugnisse werden aufgrund der Produktions- und Verkaufsdaten aus dem internen Rechnungswesen nach Durchschnittswerten der letzten sechs vor dem Berichtsjahr gelegenen Wirtschaftsjahre vorgenommen. Voraussichtlich nicht mehr absetzbare Bestände an unfertigen Erzeugnissen und Saatgutabfall sind zu den voraussichtlichen Verkaufspreisen bewertet.

Bei den fertigen Erzeugnissen handelt es sich um das Sonnenblumensaatgut, welches entgegen dem Vorjahr mit den Herstellungskosten bewertet wurde. Durch diese Änderung der Bewertungsmethode sind wir zu einer genaueren Ermittlung der Herstellungskosten gelangt. In die Herstellungskosten gehen die Einzelkosten für das Rohmaterial sowie die Kosten für die Aufbereitung, Vermehrung und das Beizen ein. Zu den Waren gehören sowohl das Mais- als auch das Erbsensaatgut. Beide wurden mit den Anschaffungskosten bewertet.

Aufgrund gesunkener beizulegender Stichtagswerte ist eine Abwertung für das Maissaatgut in Höhe von TEUR 35,5 vorgenommen worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Diese werden mit dem Nennwert angesetzt. Zinslose Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden mit dem Barwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist das allgemeine Kreditrisiko durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt worden. Ausfallrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen angemessen berücksichtigt worden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 9.346.833,00.

Forderungen gegenüber SES Vanderhave wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 3,20 % zum Bilanzstichtag abgezinst. Es wird die Bruttomethode angewandt.

Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt worden. Guthaben in Fremdwährungen sind zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Wertpapiere des Umlaufvermögens

Wertpapiere sind zum Tageswert angeschafft und am Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs bewertet worden, soweit dieser unterhalb der Anschaffungskosten lag.

Latente Steuern

Nach BiIMoG sind die latenten Steuern auf Wertunterschiede von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen Handels- und Steuerbilanz abzugrenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleichen. Der unternehmensindividuelle Steuersatz wird typisiert vereinfacht mit 15% Gewerbesteuer angenommen.

Danach ermitteln sich die latenten Steuern für die einzelnen Geschäftsvorfälle wie folgt:

  Handelsbilanz Steuerbilanz + Ergänzungsbilanz Differenz Latente Steuern 15 %
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 845.518,00 845.518,00 A: 126.827,70
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.963.049,00 3.129.145,00 833.904,00 P: 125.085,60
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Einzelwertberichtigungen 4.558.300,00 2.999.500,00 1.558.800,00 A: 233.820,00
Sonstige Vermögensgegenstände 19.728.971,06 19.633.588,89 95.382,17 P: 14.307,33
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 74.233,00 59.107,00 15.126,00 A: 2.268,90
Sonstige Rückstellungen 45.034.090,63 42.018.302,66 3.035.787,97 A: 452.368,20
Summe       A: 675.891,87

A: = Aktiva

P: = Passiva

Aus der Ermittlung der latenten Steuern der einzelnen Geschäftsvorfälle ergibt sich insgesamt eine Steuerentlastung. Gemäß § 274 HGB besteht keine Pflicht diese Steuerentlastung als aktive latente Steuer in der Bilanz auszuweisen. Dieses Wahlrecht wurde von der Gesellschaft in Anspruch genommen.

Eigenkapital

Ausgewiesen werden das im Handelsregister eingetragene Haftkapital von EUR 3.000.000,00, das bewegliche Kapital in Höhe von EUR 25.595.763,78 sowie eine Gewinnrücklage in Höhe von EUR 995.949.00.

Rückstellungen

Diese werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle erkennbaren Risiken mit dem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag gebildet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betragen EUR 74.233,00. Als Bewertungsverfahren ist die Projected Unit Credit Methode (PUC-Methode) mit einem Rententrend von 1% und einem Gehaltstrend von 1,64% angewandt worden. Der Wert der Pensionsverpflichtungen wird nach versicherungsmathematischen Methoden auf Basis der Richttafeln 2005G von Prof. Klaus Heubeck mit einem Zinsfuß von 4,76 % errechnet. Die Vereinfachungsregel, den Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren zu verwenden, wurde genutzt. Die Veränderung der Pensionsrückstellung, die auf einer Zins-satzänderung beruht, wurde innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen betragen EUR 46.019.636,63. Dabei sind wesentliche Rückstellungen aufgrund von Lizenzentgelten in Höhe von EUR 41.958.687,63 und die Urlaubs- und Überstundenrückstellungen in Höhe von EUR 272.900,00 enthalten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz in Höhe von 3,20 % zum Bilanzstichtag abgezinst. Es wird die Bruttomethode angewandt.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zu den Erfüllungsbeträgen.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betragen EUR 207.352,64.

Das Darlehen gegenüber der Commerzbank AG hat eine Laufzeit bis zum 31.03.2021. Als Sicherheit dienen der Bank die Globalzession der Forderungen der Strube GmbH & Co. KG aus Warenlieferungen und Leistungen gegen die Drittschuldner sowie die Sicherungsübereignung des Warenlagers bzw. der Vorräte der Strube GmbH & Co. KG.

Grundlagen der Fremdwährungsumrechnung

Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgte jeweils zum amtlichen Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt der Entstehung der jeweiligen Leistung. Zum Stichtag wurde eine Bewertung der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten zum amtlichen Devisenkassamittelkurs vorgenommen. Es gibt keine Fremdwährungsposten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

1.2 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen im Wirtschaftsjahr 2013/2014 wie folgt auf:

  EUR
Umsatzerlöse Rübensamen 89.397.686,11
Umsatzerlöse sonstige Fruchtarten 6.487.982,48
Umsatzerlöse Lizenzen/Züchterabgaben 4.050.000,00
Gewährte Skonti -517.250,55
  99.418.418,04

Sonstige betriebliche Erträge

Der Ausweis betrifft u.a. Kursgewinne aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von EUR 172.978,25.

Periodenfremde Erträge

Der Ausweis betrifft u.a. die Auflösung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 155.266,29, die Erträge aus Entschädigungen in Höhe von EUR 4.083.145,93, die Erträge aus der Zuschreibung zu Wertpapieren in Höhe von EUR 47.500,00, die Herabsetzung der Einzelwertberichtigung in Höhe von EUR 1.150.000,00 sowie die Zinserträge aus der Abzinsung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 1.757.007,86. Des Weiteren wurde unter den periodenfremden Erträgen die Weiterberechnung des Know-how-Transfers gem. der durchgeführten Außenprüfung in Höhe von EUR 1.000.000,00. berücksichtigt.

Periodenfremde Aufwendungen

Zu den periodenfremden Aufwendungen gehört die Gewerbesteuer aus der Betriebsprüfung für die Kalenderjahre 2009-2012 in Höhe von insgesamt EUR 950.603,68 sowie die dazugehörigen Zinsaufwendungen nach § 233a AO in Höhe von insgesamt EUR 162.358,25. Weiterhin wurde die Weiterberechnung des Know-how-Transfers gemäß der durchgeführten Außenprüfung in Höhe von EUR 1.000.000,00 und die Zinsen aus der Abzinsung von Forderungen in Höhe von EUR 465.615,83 berücksichtigt.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Ausweis betrifft u.a. Kursverluste aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von EUR 160.450,90.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Ausweis betrifft u. a. die Haftungsvergütung gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.250,00, Zinsaufwendungen nach § 233a AO in Höhe von insgesamt EUR 162.358,25, Zinsen aus der Abzinsung von Forderungen in Höhe von EUR 465.615,83 sowie Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 3.414,00.

2. Sonstige Angaben

Zur Geschäftsführung und Vertretung als persönlich haftende Gesellschafterin ist die Firma Strube Verwaltungs GmbH, Söllingen, berechtigt und verpflichtet. Diese verfügt über ein gezeichnetes Kapital in Höhe von EUR 25.000,00.

Als Geschäftsführer der Firma Strube Verwaltungs GmbH sind neben Frau Sina Isabel Strube (Master of Science Agriculture) seit dem 05.09.2013 Herr Dr. Christoph Hauser (Bereichsleiter Verwaltung) und Herr Dr. Christian Putensen-Strube (Leiter Vertrieb Pioniermärkte) als Geschäftsführer bestellt. Dr. Hermann-Georg Strube (Agrarökonom) wurde am 05.09.2013 als Geschäftsführer der Firma Strube Verwaltungs GmbH abberufen. Die Vergütungen belaufen sich auf EUR 589.948,39.

Die durchschnittliche Zahl der während des Wirtschaftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 177, dabei handelt es sich um 124 Vollzeitkräfte, 18 Teilzeitkräfte und 35 Aushilfen.

Die für das Berichtsjahr berechneten Honorare für den Abschlussprüfer betragen für die Abschlussprüfung EUR 10.150,00.

Der Umfang der Steuerbelastung der Steuern vom Einkommen und Ertrag ist ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zurückzuführen.

Die Gesellschaft ist an mehreren Gesellschaften beteiligt. Die Angabe von Name, Sitz und Beteiligungsquote erfolgt, sofern die Gesellschaft mindestens 20 % der Anteile besitzt.

Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses erfolgt nicht, sofern die Gesellschaft, über die zu berichten ist, ihren Jahresabschluss nicht offen zu legen hat und die berichtende Gesellschaft weniger als die Hälfte der Anteile besitzt.

Die Gesellschaft ist an folgenden Gesellschaften verbunden bzw. beteiligt:

Name und Sitz der Gesellschaft   Beteiligungsquote Eigenkapital Ergebnis
%
Strube RUS in RUB 66,67 10.053.000,00 -3.045.000,00
(Russland) 31.12.2013 in EUR   222.855,74 -67.501,81

 

Söllingen, den 13. November 2014

Sina Isabel Strube

Dr. Christian Putensen-Strube

Dr. Christoph Hauser

Lagebericht zum 30. Juni 2014

Politisches und wirtschaftliches Umfeld

Gegenstand der Unternehmung

Die Gesellschaft war im Wirtschaftsjahr 2013/2014 in der Forschung und Entwicklung von Sorten sowie im Einkauf, in der Aufbereitung, der Lagerung und im Vertrieb von Saatgut tätig. Die Aktivitäten unterteilten sich in die Fruchtarten Zuckerrüben, Weizen, Sonnenblumen, Mais und Gemüseerbsen an den Standorten der Hauptniederlassung Söllingen, Niedersachsen, und der Zweigniederlassung Schlanstedt, Sachsen-Anhalt. Daneben bedient sich die Gesellschaft zweier Repräsentanzen in Bela-rus und China. Die Forschung und Entwicklung von Sorten sowie deren Vermehrung wurden an den Kooperationspartner Strube Research GmbH & Co. KG delegiert.

Allgemeine konjunkturelle Lage

Auch weiterhin lastet die Wirtschaftskrise im Euroraum auf der deutschen Wirtschaft. Die Unternehmen halten sich nach wie vor mit Investitionen zurück, der sonst so starke Außenhandel schwächelt noch immer. Dies ist ebenfalls auf den langen, harten Winter 2012/2013 zurückzuführen. Er bremste Bautätigkeiten und Teile der Industrieproduktionen. Mit Hilfe der Konsumbereitschaft der privaten Haushalte konnte das BIP im ersten Vierteljahr 2013 preis-, saison- und kalenderbereinigt dennoch um 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal wachsen.

Mit Beginn des Frühjahrs 2013 erholte sich die Wirtschaft etwas. Die Bautätigkeiten stiegen durch die besseren Witterungsverhältnisse an und auch die Industrie verstärkte die Produktion. Allerdings hielten sich die Unternehmen mit Investitionstätigkeiten weiterhin zurück. Zwar förderte die wirtschaftspolitische und konjunkturelle Entwicklung und vor allem die günstigen Finanzierungsbedingungen die Bereitschaft zu Investitionen, jedoch verringerten die Unternehmen ihre Ausrüstungsinvestitionen spürbar.

Im Verlauf des Jahres 2013 hat sich die deutsche Wirtschaft etwas erholt und ist weiter gewachsen. Zwar hat sich das Wachstum im Vergleich zu den beiden Vorjahren etwas abgeschwächt, aber dennoch befindet sich die deutsche Konjunktur in einem moderaten Aufschwung. Das preisbereinigte BIP war um 0,4 % höher als im Vorjahr. Dies ist besonders auf die Binnenwirtschaft und den privaten Konsum zurückzuführen. Durch steigende Einkommen und verbraucherfreundliche Preise mit einer Jahresteuerungsrate von 1,3 % stieg die Konsumfreude der privaten Haushalte an.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich 2013 von dem leichten Wirtschaftswachstum weitestgehend unberührt. Nach dem Jahreswechsel stieg zwar die Anzahl der registrierten Arbeitssuchenden auf 7,3 %, saisonbereinigt ist die Arbeitslosigkeit jedoch um 28.000 im Vergleich zum Vormonat gesunken.

In den kommenden Monaten ist angesichts der moderaten, wirtschaftlichen Aufwärtstendenz weiter mit einer leichten Zunahme an Beschäftigung und sich stabilisierenden Arbeitslosenzahlen zu rechnen.

Branchenentwicklung

Aus Sicht der Landwirtschaft verlief die Getreideernte 2013 in Deutschland wider Erwarten gut. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anbaufläche von ca. 6,5 Millionen Hektar Getreide um 0,1 %. Es wurden 47,8 Millionen Tonnen Getreide geerntet. Damit wurden 5,2 % mehr geerntet als im Vorjahr. Insgesamt liegt die Getreideernte sogar 5,4 % über dem sechsjährigen Durchschnittswert.

Der Proteingehalt des Winterweizens liegt auf dem gleichen Niveau wie im vergangenen Jahr und damit 0,4 % über dem Durchschnitt der letzten 10 Jahre.

Durch die starke Dürre in den USA und den Ernteausfällen ist im Jahr 2013 eine weltweite schlechte Getreideernte zu verzeichnen. Auf Grund dessen sind die Getreidepreise im Vergleich zum Vorjahresniveau um 25 - 35 % gestiegen.

Der Rübenanbau erfolgte 2013/14 in 30.663 landwirtschaftlichen Betrieben. Die Rübenanbaufläche verminderte sich um 8,6 % auf 315.548 ha. In den 20 Zuckerfabriken wurden rund 21 Mio. t Rüben zu Zucker verarbeitet, wodurch sich der Zuckerertrag um 586.000 t (14,6 %) im Vergleich zum Vorjahr verringerte.

Bezüglich der Zuckermarktordnung wurde eine Entscheidung getroffen. Die EU-Kommission, der Agrarrat und das EU-Parlament haben sich geeinigt und teilten mit, dass zum 30.09.2017 die Zuckermarktordnung auslaufen wird. Damit wird ab diesem Datum kein Rübenmindestpreis mehr gegeben sein. Den Rübenanbauern, Zuckerfabriken bzw. betroffenen Unternehmen bleibt nicht viel Zeit, die notwendigen Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Zuckerwirtschaft umzusetzen.

Der Boom der Biogasindustrie fand im Jahr 2013 sein Ende. So wurden 2013 nur noch 205 Anlagen fertig gestellt, was einen Rückgang von 40 % zum Vorjahr bedeutet. Zudem sind fast 50 % aller Neubauten Mini-Biogasanlagen mit einer Leistung von nur bis zu 75 kW. Auch für das Jahr 2014 wird ein weiterer Rückgang prognostiziert, demnach werden 2014 geschätzt nur 180 Anlagen gebaut.

Im Energiepflanzenanbau werden verstärkt spezielle Biogas-Sonnenblumen als Nachfolge verwendet. Dadurch ist eine Vielfalt im Energiepflanzenanbau gewahrt. Im Bereich der Sonnenblume ist der Anbau 2013 in Deutschland zurückgegangen (von 26.000 auf 22.000 ha).

Ertragslage

Im Wirtschaftsjahr 2013/2014 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von 99.418 T€ (Vorjahr: 90.448 T€). In mehr als 30 Ländern wurde Saatgut verkauft.

Die geringere Zuckerrübenernte führte zu einem Bestandsabbau von 304 T€.

Sonstige betriebliche Erträge betrugen 8.375 T€ (Vorjahr: 2.789 T€) und sind somit gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus Entschädigungen, der Herabsetzung der Einzelwertberichtigungen und einem periodenfremden Ertrag im Zusammenhang mit dem Know-How-Transfer.

Die Materialaufwendungen, inkl. Bestandsveränderungen für fertige und unfertige Erzeugnisse, haben sich absolut erhöht und sind in Relation zu den Umsätzen gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen 36.336 T€ (Vorjahr: 26.567 T€). Hierbei sind die Kosten für Lizenzen im Verhältnis zum Umsatz deutlich gesunken. Die Erhöhungen des Gewährleistungsaufwands sowie die Einstellung der Einzel-wertberichtungen aufgrund der Krise in Osteuropa und periodenfremde Aufwendungen wirken dem allerdings entgegen.

Vermögens- und Finanzlage

Die liquiden Mittel betrugen 11.440 T€ und sind gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Entwicklung ist durch den Aufbau der Verbindlichkeiten und der Rückstellungen begründet.

Zur Finanzierung unserer gegenwärtigen umfangreichen Investitionstätigkeit haben wir im Berichtsjahr ein Bankdarlehen von 2.798 T€ aufgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stiegen auf 68.498 T€ (Vorjahr: 43.353 T€) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen auf 26.442 T€ (Vorjahr: 16.886 T€). Die sonstigen Rückstellungen sind gestiegen auf 46.020 T€ (Vorjahr 32.783 T€).

Für das Wirtschaftsjahr 2013/2014 hat sich ein operatives Ergebnis in Höhe von 5.164 T€ (Vorjahr: 4.089 T€) ergeben.

Aufgrund des stabil niedrigen internationalen Zinsniveaus wurden Zinssicherungsinstrumente in Form eines Swaps eingesetzt. Durch den globalisierten Ein- und Verkauf in den entsprechenden Fremdwährungen haben wir die Chance genutzt, die Handelsspanne der Währungskonvertierung zu optimieren. Durch die Integration eines Treasury Systems konnte das Kursrisiko minimiert werden.

Der Cashflow (Jahresfehlbetrag/-überschuss + Abschreibungen) des Unternehmens beträgt 4.307 T€ (Vorjahr: 4.543 T€). Die Eigenkapitalrendite (Jahresüberschuss / Eigenkapital x 100) beträgt 10,7 % (Vorjahr: 13,0 %) und der Umsatz pro Mitarbeiter 562 T€ (562 T€).

Personal

Der durchschnittliche Personalbestand im Berichtszeitraum hat sich von 161 im Vorjahr auf 177 erhöht. Hierbei wurden u.a. die Abteilung Produktmarketing, das Controlling sowie die Produktion weiterentwickelt. Die Personalkosten betrugen 8.480 T€ (Vorjahr: 7.280 T€) und sind somit gestiegen.

Wir legen in der Personalentwicklung Wert auf umfassende Ausbildungs- und Entwicklungskonzepte, die unsere Mitarbeiter in verschiedenen Berufsphasen dabei unterstützen, ihre persönlichen und fachlichen Fähigkeiten zu erhalten und weiterzuentwickeln. Insbesondere durch das Unternehmenswachstum, die damit einhergehende Vielfalt der Mitarbeiter und stärkere Vernetzung weltweit, ist es von besonderer Bedeutung, internationalen Austausch durch interkulturelle Schulungsmaßnahmen zu unterstützen.

Produktsegmente im Überblick

Zuckerrübe

Für die Gesellschaft war insgesamt eine Umsatzsteigerung bei Zuckerrübensaatgut um 9,28 % von 81,44 Mio. € auf 89,00 Mio. € zu verzeichnen. Umsatzsteigerungen sind vor allem in den westeuropäischen Ländern erkennbar.

Unsere Umsätze werden unter der Forderung "Sicherheit statt Umsatz" generiert. Vorkasse und Absicherung durch Warenkreditversicherer bleiben wesentliche Instrumente des Risikomanagements.

Getreide, Sonnenblumen und andere Fruchtarten

In Osteuropa wurde durch unser Vertriebssystem Mais-, Gemüse- und Sonnenblumensaatgut als Handelsware verkauft.

Der Verkauf von Winter- und Sommerweizensaatgut war aufgrund der erfolgreichen Sorteneinführung in Osteuropa weiter stark steigend. Wir versuchen über zusätzliche Anmeldungen das Sortenportfolio zu erweitern und ständig zu erneuern.

Innovationen

Für die Fruchtart Zuckerrüben wurden im Berichtszeitraum neue Sorten zugelassen, weitere Zulassungen erfolgen in 2015. Das weit über 100 Sorten umfassende Pro-duktportfolio bildet die Grundlage für eine nachhaltige und kontinuierlich erfolgreiche Marktbearbeitung.

Für den Weizen werden mittel- und osteuropäische Märkte stetig ausgebaut. Im Wirtschaftsjahr 2013/2014 stand ein gutes Sortiment vertriebsfähiger Winter-, Wechsel-und Sommerweizensorten zur Verfügung. In der Zukunft werden international wieder neue Kandidaten mit vielversprechenden Ergebnissen zum Verkauf bereit stehen.

Auch in den neuen Märkten entwickelt sich der Umsatz kontinuierlich positiv. Ungeachtet dessen wird die Entwicklung von leistungsfähigen Sortentypen bei Zuckerrüben, Weizen und Sonnenblumen in allen Ländern auch zukünftig konsequent vorangetrieben.

Im Berichtszeitraum stand der Gesellschaft ein überschaubares Sortiment an Sonnenblumensorten für den internationalen Vertrieb zur Verfügung. Schwerpunktmärkte sind zunächst Süd- und Osteuropa, die züchterischen und produktionstechnischen Strukturen werden in den kommenden Jahren nachhaltig weiterentwickelt. So stehen auch 2014 abermals Kandidaten zur Zulassung an. Eine kontinuierliche Sortenzulassung wird als Basis für eine beständige Umsatzsteigerung in diesem neuen Segment zu etablieren sein.

Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden mit 3.847 T€ (Vorjahr: 1.483 T€) getätigt. Im Wesentlichen wurden hiermit in die Erweiterungen der Saatgutaufbereitungsanlage und in die Gebäudeinfrastruktur des Hauptsitzes investiert.

Aussichten 2014/2015

Die Zuckermarktordnung läuft Ende September 2017 aus. Negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft sind bisher nicht zu verzeichnen. Um auf das Risiko der Veränderungen jederzeit flexibel und angemessen reagieren zu können, bereitet sich die Gesellschaft in allen Aktivitäten darauf vor. Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und politischer Risiken in Zukunftsmärkten werden die Geschäftsaktivitäten dort entsprechend risikobewusst und angemessen sensitiv entwickelt. Die wichtigsten Märkte im Saatgutbereich bilden weiterhin die mittel- und westeuropäischen Länder. Unabhängig davon steht die länderübergreifende Entwicklung leistungsfähiger Produkte für die Fruchtarten Zuckerrüben, Weizen und Sonnenblumen auch zukünftig im Fokus.

Die Entwicklung leistungsfähiger Zuckerrübensorten wurde im Berichtszeitraum kontinuierlich fortgesetzt. Im Vordergrund stehen rizomaniaresistente und mehrfachtolerante Produkte für das In- und Ausland. International vermarktet die Gesellschaft inzwischen weit über 100 Sorten. Die in Süd-West-Europa durchgeführten Vermehrungen stellten die Versorgung mit Qualitätssaatgut für das gesamte internationale Sortenspektrum sicher. Die Kapazitäten im Bereich des aktivierten Saatgutes wurden angepasst, um die steigende Nachfrage zu befriedigen.

Wir prüfen stetig, inwieweit Saatgutproduktionen für Zuckerrüben und Weizen in den östlichen Absatzgebieten den internen Qualitätsstandards entsprechen könnten und ob diese kostengünstiger sein könnten. Einige Mitbewerber haben dort bereits aus Gründen der Marktstrategie eigene Sortenprüfstationen und zusätzlich zum Teil auch eigene Saatgutproduktionsorganisationen im Aufbau. Die Aktivitäten hinsichtlich Prüfung des Aufbaus von Vermehrungen für Zuckerrüben und Weizen in östlichen Absatzgebieten wurden fortgeführt. Grundvoraussetzung für den Aufbau dort ist die Sicherung interner Qualitätsstandards in Verbindung mit Kostenführerschaft.

Für den Vertrieb von Weizen werden mittel- und osteuropäische Auslandsmärkte weiter ausgebaut. Im Jahr 2014 stehen international mehr als zehn Weizensorten zur Zulassung an.

Interne sowie externe Synergieeffekte durch strategische und internationale Forschungs- und Züchtungskooperationen werden konsequent genutzt und ausgebaut.

In "Neuen Märkten" werden die Umsätze weiter steigen. Eigene neue Vertriebsstrukturen stabilisieren die Umsätze für Zuckerrübensaatgut maßgeblich.

Sowohl bei Zuckerrüben als auch bei Weizen sind wiederum leichte Umsatzsteigerungen durch die international anhaltenden hervorragenden Sortenleistungen sowie Verbesserungen in den Vertriebsstrukturen zu erwarten. Das Sonnenblumengeschäft wird nachhaltig in allen Bereichen aufgebaut.

Anhaltend wachsende Umsätze im Gemüsesaatgutsektor sind eine Bestätigung der erfolgreichen Vertriebsstrategie in diesem neuen Geschäftsfeld.

Verhandlungen mit neuen internationalen Kooperationspartnern sollen den Weg in ein breiteres Produktportfolio für das internationale Vertriebssystem ebnen. Hier sind ergänzende Fruchtarten und das eigene Portfolio der Sonnenblume in den Fokus gerückt.

Aufgrund der übergeordneten unklaren Auswirkungen der Finanzkrise bleibt ein großes Augenmerk auf Instrumente des ganzheitlichen Risikomanagements gerichtet. Einige Beispiele dafür sind Währungssicherung, Zinssicherung, Vorauskasse oder Bonitätsprüfung. Die Finanzierung der Gesellschaft ist durch langfristige Verträge und durch die sehr gute Eigenkapitalausstattung gesichert.

Die zurzeit im Bau befindlichen Anlagen werden im neuen Wirtschaftsjahr fertiggestellt. Wesentliche Kapazitätserweiterungen sind gegenwärtig nicht geplant, Ersatzinvestitionen werden laufend vorgenommen.

Unsere Lieferantenbasis stellt einen bedeutenden Einflussfaktor für uns dar, entsprechend sorgfältig wählen wir unsere Zulieferer aus. Zu den Auswahlkriterien zählen unter anderem ihre Leistungsstärke und Innovationskraft sowie die Zukunftsfähigkeit. Gute Zusammenarbeit ist der Schlüssel dafür, dass eine genaue Anlieferung von Teilen und Komponenten in höchster Qualität garantiert ist. Um die Kapitalbindung möglichst gering zu halten, optimieren wir kontinuierlich die Bestände entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Neben den bereits dargestellten sind keine weiteren nennenswerten Chancen der künftigen Geschäftstätigkeit erkennbar. Aufgrund der politischen Risiken in Osteuropa sind die künftigen Entwicklungen in unseren Absatzmärkten schwer einschätzbar. Bilanziell haben wir ausreichend für eine solche eventuelle Belastung Vorsorge getroffen. Wir haben Rückstellungen für Lizenzentgelte gebildet. Die Rechtsbeziehung zu unserem Kooperationspartner befindet sich gegenwärtig in Klärung. Mit einem Bescheid ist noch im Geschäftsjahr 2014/2015 zu rechnen. Darüber hinaus sehen wir gegenwärtig keine bedeutsamen Risiken der künftigen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft.

Das Motto "Effektivität und Sicherheit müssen den Umsatz begleiten" hat sich bewährt. Die ständige Personalentwicklung sichert durch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter die immer höher werdenden Anforderungen durch neue Technologien im Forschungs- und Entwicklungsbereich ab. Der Personalbestand wird den steigenden Anforderungen der Gesellschaft laufend angepasst.

Für das Wirtschaftsjahr 2014/2015 wird mit einem stabilen operativen Jahresergebnis gerechnet. Nach dem Abschlussstichtag des vorherigen Geschäftsjahres wurde der Generationswechsel vollzogen, dadurch wurde die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sichergestellt. Gleichzeitig wurde die Geschäftsführung personell breiter aufgestellt. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag haben sich nicht ereignet.

 

Söllingen, den 13. November 2014

Sina Isabel Strube

Dr. Christian Putensen-Strube

Dr. Christoph Hauser

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