Alujet
GmbH
Mammendorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
A.
Grundlagen des Unternehmens
Geschäftsmodell
Die Alujet GmbH ist ein führender Hersteller von
energieeffizienten Wind-, Luft- und Abdichtungssystemen
für das Bau- und Bedachungshandwerk. Das Unternehmen ist
Spezialist in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb
von professioneller Dämmtechnik für die Baubranche
und hat in seinem Portfolio diverse hochwertige Bausysteme
für Steildach, Flachdach, Fassade, Estrich/Boden,
Rohbau, Trockenbau und Haustechnik. Seit ihrer Gründung
im Jahr 1978 gehört die Produktion von Spezialfolien und
High-Tech-Klebeprodukten für den professionellen Einsatz
zu den Kernkompetenzen unseres Unternehmens.
Vertrieben werden die Produkte sowohl auf dem deutschen
Markt als auch in Österreich, Italien, Schweiz und
Frankreich. Der Vertriebsweg dieser hochwertigen Produkte
führt ausschließlich über den anerkannten
Baustoff- und Bedachungsfachhandel und wird durch die
regional in Deutschland tätigen
Außendienstmitarbeiter bis zum Profi-Verarbeiter und
Endkunden hin unterstützt.
Die Philosophie der ALUJET ist, durch eine
kontinuierliche Marktforschung die Marktbedürfnisse
frühzeitig zu erkennen und durch schnelles, strategisch
geplantes Handeln, Produkt- und Vertriebsvorteile für
seine Kunden zu entwickeln. Zu den Schlüsselkompetenzen
gehören überdurchschnittliches Service-Engagement
und hohe technische Kompetenz sowie eine zuverlässige
Lieferfähigkeit bei einem hervorragenden Preis- und
Leistungsverhältnis.
Unternehmensstruktur
Der Sitz der Gesellschaft ist Mammendorf im Landkreis
Fürstenfeldbruck. Hier sind auch die zentralen
Funktionen unseres Unternehmens gebündelt. Neben der
Zentrale sind Vertriebsmitarbeiter in neun Regionen in
Deutschland ansässig. Diese Mitarbeiter betreuen und
beraten unsere Kunden vor Ort und bedienen auch die
benachbarten Regionen des europäischen Auslands.
B.
Wirtschaftsbericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Entwicklung der Gesamtwirtschaft:
Die gesamtwirtschaftliche Lage des Jahres 2023 war
geprägt von gesunkener Investitionstätigkeit und
niedrigerem Konsum (staatlich wie privat). Aufgrund der
komplexen Situation der Weltwirtschaft hat sich auch der
Export rückläufig entwickelt. Während die Lage
am Energiemarkt sich nach den Verwerfungen des Vorjahres
wieder etwas beruhigt hat, wirkte sich die steigende Zinslast
gepaart mit anhaltend hohen Baukosten belastend auf die
allgemeine Baukonjunktur aus. Die Lage an den relevanten
Rohstoffmärkten hat sich im Verlauf des Jahres 2023
leicht entspannt, die Lieferkettenprobleme der vergangenen
Jahre hatten auf die Geschäftstätigkeit der Branche
keinen nennenswerten Auswirkungen mehr.
Die Inflationsrate lag unter den 6,9% des Vorjahres,
allerdings mit 5,9% im Jahresdurchschnitt weiterhin hoch. Das
preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war in 2023 um 0,3%
niedriger als im Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung verlief in
den verschiedenen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich.
Sonstige Dienstleister konnten wieder Zuwächse
verzeichnen, allerdings entwickelten sich diese
schwächer als im Vorjahresvergleich. Angeführt
wurde der Anstieg durch den Bereich "Information und
Kommunikation" (+2,6%) sowie "Öffentliche Dienstleister,
Erziehung, Gesundheit" (+1%); dagegen verlor der Bereich
"Handel, Verkehr und Gastgewerbe" nach einem starken Vorjahr
(-1%). Der Bereich "Produzierendes Gewerbe" (ohne Bau)
verschlechterte sich um 2%; Grund dafür war eine
deutlich niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung
sowie ein Rückgang im "Produzierendem Gewerbe" und in
energieintensiven Industriezweigen wie der "Chemie und
Metallindustrie".
Während im Kalenderjahr 2022 die staatlichen-,
aber vor allem die privaten Konsumausgaben aufgrund der
verschiedenen Nachholeffekte die Wirtschaftsleistung
stützen konnten, setzte sich der zum zweiten Halbjahr
erkennbare Abfall der Konsumausgaben im Wirtschaftsjahr 2023
fort. So nahmen private Konsumausgaben preisbereinigt um 0,8%
ab und erstmals seit 20 Jahren sank der Staatskonsum (-1,7%).
Trotz des niedrigeren Handelsvolumens mit dem Ausland,
mit -3,0% Importen und -1,8% Exporten, ergab sich im Saldo
ein positiver Außenbeitrag, der im Ergebnis das
Bruttoinlandsprodukt etwas stützen konnte.
Auf Basis der letzten Schätzungen wird das
Wachstum des europäischen Bruttoinlandsprodukts im
Geschäftsjahr 2023 einen Wert von 0,5% erreichen und
damit leicht unter den Erwartungen der Sommerprognose der
EU-Kommission sein.
Branchenentwicklung Bauwirtschaft:
Die Bauwirtschaft hat in den Corona-Jahren 2020 und
2021 die Gesamtwirtschaft gestützt, wurde aber ab 2022
durch den Krieg in der Ukraine gebremst. Materialmangel,
deutlich zulegende Zinssätze und stark steigende
Baumaterial- und damit auch Baupreise sorgten für einen
Rückgang der Nachfrage und der Bautätigkeit.
Dennoch blieb die gesamtwirtschaftliche Bedeutung hoch.
2023 trug das Baugewerbe 6,2% zur
gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung bei. Der
Anteil des Bruttoinlandsproduktes, der für
Bauinvestitionen verwendet wurde, war mit 11,8% nahezu
doppelt so hoch. Der Anteil des Baugewerbes an der gesamten
Beschäftigung lag bei 5,8%.
Damit behauptet sich das Baugewerbe 2023 sowohl bei der
Produktion als auch bei der Beschäftigung noch vor
wichtigen deutschen Industriebereichen wie dem Maschinenbau
oder der Chemischen Industrie. Die Bauwirtschaft bleibt -
trotz der aktuellen konjunkturellen Schwäche - eine
Schlüsselbranche für Deutschland.
Das Bauhauptgewerbe hat 2023 einen baugewerblichen
Umsatz von 162,6 Mrd.€ erzielt, nominal waren es 1,4%
mehr als 2022. Der Wert lag mehr als doppelt so hoch wie zum
Ende der Baukrise 2005 und war der höchste
gesamtdeutsche Wert. Allerdings legten die Preise für
Leistungen des Bauhauptgewerbes mit 7,0 % deutlich
stärker zu. Es kam daher zu einem realen Rückgang
des Umsatzes von 5,2%. Dies war der dritte preisbereinigte
Umsatzrückgang in Folge, gegenüber 2020 summiert er
sich auf 15,3%.
Den deutlichsten realen Rückgang verzeichnete der
Wohnungsbau mit einem Minus von 11,5%. Diese Sparte wurde von
den steigenden Baupreisen und Zinsen besonders hart
getroffen. Bund, Länder und Gemeinden haben Ihre
Investitionsbudgets nicht in ausreichendem Maß an die
gestiegenen Baupreise angepasst, der reale
Umsatzrückgang in dieser Sparte lag bei 1,6%. Der
Wirtschaftsbau zeigte sich dagegen relativ robust und
verzeichnete mit einem realen Rückgang von 0,9% noch die
beste Entwicklung.
2023 wurden in Deutschland 260.071 Wohnungen zum Bau
genehmigt. Der Schwerpunkt lag mit 82% in neuen
Wohngebäuden. In diesem Segment haben die Wohnungen in
Mehrfamilienhäusern ihren Anteil seit 2010 sehr deutlich
von 41 auf 67% ausgebaut. 16% aller Wohnungen entfielen auf
genehmigungspflichtige Umbaumaßnahmen im Bestand, 2%
auf Wohnungen in neuen Nichtwohngebäuden.
2023 wurde der sowohl absolut als auch der prozentual
stärkste Genehmigungsrückgang seit 1991
verzeichnet, bei Wohnungen in neuen Wohngebäuden waren
es minus 30%. Der Wohnungsneubau hat vor allem unter den
gestiegenen Zinsen, zulegenden Baumaterial- und somit
Baupreisen, den gesunkenen verfügbaren Einkommen der
privaten Haushalte und dem nahezu kompletten Wegfall der
staatlichen Neubauförderungen gelitten. Auch
administrative Anforderungen und behördliche Auflagen
haben großen Einfluss auf Neubauten.
Geschäftsverlauf
Das abgelaufene Geschäftsjahr war gekennzeichnet
von einer anhaltend komplexen politischen wie
wirtschaftlichen Gesamtlage.
Die Alujet GmbH erzielte im Jahr 2023 Umsatzerlöse
in Höhe von 36,4 Mio. €, was einem Rückgang
von -10,1% gegenüber dem Vorjahresumsatz (40,5 Mio.
€) entspricht. Vom Umsatzrückgang waren alle
Produktbereiche gleichermaßen betroffen.
Der Rückgang der Absatzmenge, als Folge der sich
vertiefenden Krise der Bauindustrie, konnte durch stringente
Kostenkontrolle kompensiert werden und das erfreuliche
Ergebnis des Vorjahres gehalten werden.
C.
Darstellung der Lage
Vermögenslage
Die folgende Bilanzübersicht zur
Vermögenslage zeigt die Entwicklung im
Jahresvergleich:
|
31.12.23
|
|
31.12.22
|
|
Veränderung
|
|
T€
|
%
|
T€
|
%
|
T€
|
A k t i v a
|
|
|
|
|
|
Anlagevermögen
|
2.398
|
30,7
|
2.025
|
28,1
|
373
|
Umlaufvermögen
|
5.402
|
69,3
|
5.180
|
71,9
|
222
|
Gesamtvermögen
|
7.800
|
100,0
|
7.205
|
100,0
|
595
|
P a s s i v a
|
|
|
|
|
|
Eigenkapital
|
4.657
|
59,7
|
4.139
|
57,4
|
518
|
Fremdkapital
|
3.143
|
40,3
|
3.066
|
42,6
|
77
|
Gesamtkapital
|
7.800
|
100,0
|
7.205
|
100,0
|
595
|
Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahr um 8,3% auf 7,8 Mio.€.
Das Anlagevermögen erhöhte sich
gegenüber dem Vorjahr um 373 T€.
Anlagenzugängen (546 T€) standen
Anlagenabgänge (11 T€) und Abschreibungen (162
T€) gegenüber.
Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 222
T€ gegenüber dem Vorjahr. Den Rückgängen
der Vorräte und der sonstigen
Vermögensgegenstände standen Erhöhungen bei
den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vor allem
bei den flüssigen Mitteln gegenüber.
Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahr um 518 T€ auf 4,6 Mio€. Die
Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 59,7%.
Die Erhöhung des Fremdkapitals um 77 T€ ist
mit 237 T€ auf die Erhöhung der Rückstellungen
und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit
105 T€ zurückzuführen. Dagegen haben sich die
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 27
T€ und die übrigen Verbindlichkeiten um 238 T€
vermindert.
Die Vermögenslage ist geordnet.
Finanzlage
Die Finanzlage der Gesellschaft wird durch die
Ergebnisse der Kapitalflussrechnung erläutert:
|
|
|
|
2023
|
2022
|
|
|
|
|
T€
|
T€
|
Cashflow aus
der laufenden Geschäftstätigkeit
|
|
|
4.838
|
2.852
|
Cashflow aus der
Investitionstätigkeit
|
|
|
|
-532
|
-87
|
Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit
|
|
|
|
-3.027
|
-2.835
|
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
|
|
1.279
|
-70
|
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode
|
|
|
134
|
204
|
Finanzmittelbestand am Ende der Periode
|
|
|
1.413
|
134
|
Im Berichtsjahr 2023 erhöhte sich der
Zahlungsmittelbestand des Unternehmens um 1.279 T€ auf
1.413 T€. Einem Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit von 4,8 Mio€ standen
Mittelbeanspruchungen aus der Investitionstätigkeit von
532 T€ sowie aus der Finanzierungstätigkeit von 3,0
Mio€ gegenüber.
Die Zahlungsbereitschaft war jederzeit
gewährleistet. Die Finanzlage ist geordnet.
Ertragslage
Die Ertragslage wird in folgender
Strukturübersicht dargestellt
|
2023
|
|
2022
|
|
|
T€
|
%
|
T€
|
%
|
Umsatzerlöse
|
36.351
|
100,0
|
40.448
|
100,0
|
Gesamtleistung
|
36.351
|
100,0
|
40.448
|
100,0
|
Materialaufwand/ bezogene
Leistungen
|
24.766
|
68,1
|
29.424
|
72,7
|
Rohertrag
|
11.585
|
31,9
|
11.024
|
27,3
|
andere laufende
betriebliche Erträge
|
178
|
0,5
|
172
|
0,4
|
Erträge für die Betriebsleistung
|
178
|
0,5
|
172
|
0,4
|
Personalaufwand
|
3.311
|
9,1
|
3.481
|
8,6
|
planmäßige
Abschreibungen auf Sachanlagen
|
162
|
0,4
|
153
|
0,4
|
Sonstige betriebliche
Aufwendungen
|
3.423
|
9,4
|
2.741
|
6,8
|
Sonstige Steuern
|
9
|
0,0
|
8
|
0,0
|
Aufwendungen für die Betriebsleistung
|
6.905
|
19,0
|
6.383
|
15,8
|
Betriebsergebnis
|
4.858
|
13,4
|
4.813
|
11,9
|
Zinsergebnis
|
-35
|
-0,1
|
-22
|
-0,1
|
Ergebnis vor Ertragsteuern
|
4.823
|
13,3
|
4.791
|
11,8
|
Ertragsteuern
|
-1.305
|
|
-1.296
|
|
Jahresüberschuss
|
3.518
|
|
3.495
|
|
Die Umsatzerlöse verminderten sich gegenüber
dem Vorjahr um 10,1% auf 36,4 Mio€. Ursächlich
für diesen Umsatzrückgang war die stark
rückläufige Baukonjunktur im Geschäftsjahr
2023.
Korrespondierend zum Umsatzrückgang vermindere
sich der Materialaufwand um 15,8% auf 24,8 Mio€.
Der Rohertrag erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahr um 5,1% auf 11,6 Mio€.
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
u.a. Sachbezüge der Mitarbeiter für KfZ-Nutzungen
und Versicherungsleistungen erfasst. Sie erhöhten sich
gegenüber dem Vorjahr um 6 T€.
Die Personalkosten verminderten sich um 4,9% oder 170
T€ auf 3,3 Mio€.
Die planmäßigen Abschreibungen auf das
Anlagevermögen erhöhten sich gegenüber dem
Vorjahr um 9 T€ auf 162 T€.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten
sich gegenüber dem Vorjahr um 682 T€ auf
3.423 T€. Die Aufwandsquote erhöhte sich auf
9,4%.
Das Betriebsergebnis war gegenüber dem Vorjahr
weitgehend mit 4,8 Mio€ konstant.
Das Zinsergebnis zeigt die Zinsaufwendungen für
die Darlehensmittel und die Inanspruchnahme von
Kontokorrentkrediten.
Der Ertragssteueraufwand lag mit 1.305 T€ um 9
T€ über dem Vorjahreswert (1.296 T€). Die
Steuersätze blieben im Vorjahresvergleich
unverändert.
Der Jahresüberschuss (3.518 T€) liegt um 23
T€ über dem Vorjahresergebnis.
Die Ertragslage ist geordnet.
D. Nachtragsbericht
Besondere Ereignisse nach Ende des
Geschäftsjahres, die Auswirkungen auf die
wirtschaftliche Entwicklung unserer Gesellschaft haben
könnten, haben sich nicht ereignet.
E. Chancen und Risiken
Im Nachfolgenden legen wir den Fokus auf die für
uns wichtigsten Kriterien, wobei die Reihenfolge keine
Gewichtung darstellt.
1. Marktveränderungen:
Die spürbar nachlassende Baukonjunktur wirkte sich
auch auf unseren Absatz in allen Produktsparten aus und
zeigte sich im Umsatzrückgang von 10 % im
Geschäftsjahr 2023. Da sich dieser Umsatzrückgang
aus mengen- und preisindizierten Komponenten zusammensetzt
und die Preise durch Anpassungen im Vorjahr höher lagen
als in den Vorjahren, lag der mengenmäßige
Rückgang deutlich über diesem Wert. Für die
Entwicklung des Gesamtmarktes an Baustoffen - dieser
entwickelte sich im Geschäftsjahr 2023 stark
rückläufig - belief sich der Absatzrückgang
für unsere Produkte noch im moderaten Rahmen.
Die Nachfrage konnte zeitgerecht befriedigt werden. Da
der Rückgang der Neubautätigkeit derzeit weiter
anhält, ist mit einer Erholung der Baukonjunktur erst
nach einem deutlichen Rückgang der Zinsen oder der
Ausweitung staatlicher Förderprogramme zu rechnen.
Die Notwendigkeit energetischer Modernisierungen der
Altbausubstanz in Deutschland sowie der hohe Bedarf an
Wohnungen werden sich mittelfristig positiv auf die Nachfrage
nach unseren Produkten auswirken.
Auf dem Beschaffungsmarkt haben sich die
Lieferengpässe der letzten Jahre normalisiert. Die
Erhöhung der Lagerbestände, die sich als Reaktion
auf die Lieferengpässe ergeben hat, wurde wieder auf ein
Normalniveau zurückgeführt.
Die im Vorjahr erfolgte Verlagerung der Produktsparte
"PVC-Hart" auf einen neuen Partner ist abgeschlossen. Die
Umstellung der Beschaffungsketten hat sich zwischenzeitlich
eingespielt und läuft reibungslos.
2. Produkte:
Die laufende Weiterentwicklung unserer Produkte ist
eine Aufgabe, der wir uns ständig in enger
Zusammenarbeit mit unseren Industriepartnern widmen. Hierbei
rücken Anforderungen zur Erhöhung der
Energieeffizienz bei Gebäuden in jüngster Zeit
deutlich in den Vordergrund.
Daneben gewinnen Aspekte der Nachhaltigkeit und des
Klimaschutzes eine zunehmende Bedeutung für alle
Baumaterialien. Die Fortentwicklung der vorhandenen Produkte
unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten
bietet Chancen für die künftigen Märkte, die
es zu nutzen gilt. Die Alujet GmbH entwickelt Produkt- und
Systemlösungen gezielt unter dem Aspekt der
Nachhaltigkeit. Die so entwickelten Produkte werden von
neutralen Instituten geprüft und zertifiziert um sicher
zu stellen, dass sie als QNG-zugelassene Produkte
(Qualitätssigel Nachhaltiges Gebäude) bei den
Bauvorhaben eingesetzt werden können. Die Absicherung
bestimmter Produkte wird durch die Einräumung von
Markenrechten sichergestellt.
Neben der Lieferung von Standardprodukten gehört
auch die kundenindividuelle Anpassung und Konfektionierung
unserer Ware zu unseren Stärken am Markt.
3. Kunden:
Der Großteil unserer Kunden besteht aus
Händlern des Baustoff- und Bedachungsfachhandels in
Deutschland. Diese Kunden werden durch unsere
Außendienstmitarbeiter in neun Regionen individuell
betreut. Die Koordination der Lieferungen und die Logistik
erfolgt dabei über unsere Zentrale in Mammendorf. Neben
den Regionen in Deutschland werden auch benachbarte Regionen
im Ausland beliefert und betreut. Die Kundenstruktur ist
vielfältig und besteht Großteils aus regional
bedeutenden Baustoffhändlern. Wesentliche
Abhängigkeiten zu einzelnen Händlern oder
Handelsgruppen sind nicht gegeben. Durch die starke
Regionalisierung des Bauhauptgewerbes in Deutschland erwarten
wir mittelfristig keine wesentliche Veränderung unserer
Kundenstruktur.
Neben diesem dominanten Kundensegment wurde eine eigene
Produktlinie für den Vertrieb in Baustoffmärkten
für Endkunden geschaffen. Die Betreuung der Märkte
wird durch selbständige Vertriebspartner
gewährleistet, die für die Präsentation
unserer Produkte und den Märkten und die Schulung der
Mitarbeiter vor Ort verantwortlich sind. Der Marktbereich ist
im Hinblick auf unser Gesamtgeschäft von nachrangiger
Bedeutung.
Die Bonität unserer Kunden kann für die
Vergangenheit als gut bis sehr gut eingeschätzt werden.
Dies ist eine Folge der ausgesprochen erfreulichen
Baukonjunktur in den letzten Jahren. Für die Zukunft
könnte sich dies, bei einem spürbaren Rückgang
der Bauleistungen, verschlechtern. Wir erwarten jedoch keine
Bonitätskrise für den Bausektor mit stark negativen
Auswirkungen auf unsere Geschäftslage. Für
Neukunden haben wir hausintern einen Prozess zur
Bonitätsprüfung implementiert, um mögliche
Ausfälle zu vermeiden.
Irritationen ergaben sich kurzfristig im
Geschäftsjahr 2024 durch die Sanierungsnotwendigkeit der
BayWa AG, die als großer Baustoffhändler ein
bedeutender Kunde unserer Gesellschaft ist. Zwischenzeitlich
wurden alle Forderungen beglichen und das Sanierungskonzept
des Konzerns lässt auf eine Überwindung der
Unternehmenskrise und eine Fortsetzung der positiven
Zusammenarbeit hoffen.
4. Preise:
Im Jahr 2023 war die Bauwirtschaft in Deutschland von
erheblichen Unsicherheiten und Marktveränderungen
geprägt, die sich stark auf die Preisentwicklung
auswirkten. Inflation, steigende Zinsen, volatile
Rohstoffmärkte und ein Rückgang der
Bauaktivität beeinflussten die Kostenstrukturen und die
Preisgestaltung in der Branche. Gleichzeitig eröffnete
der zunehmende Fokus auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung
neue Möglichkeiten für Preisanpassungen und
Wertsteigerungen.
Die zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeit und der
Wunsch nach energieeffizienten Gebäuden eröffnet
neue Chancen zu Preisanpassungen. Insbesondere bei
spezialisierten, nachhaltigen oder energieeffizienten
Baustoffen können höhere Preise erzielt werden, da
diese Produkte oft knapper und teurer in der Herstellung
sind. Zudem ermöglichen staatliche Förderungen
für energieeffizientes Bauen, teurere Materialien
einzusetzen, ohne dass Bauherren den vollen Mehrpreis tragen
müssen.
5. Betriebsinterne Faktoren:
1. Personal:
Für unser Geschäft sind gut ausgebildete,
motivierte Fachkräfte notwendig. Diese konnten bisher
auf dem regionalen Arbeitsmarkt beschafft werden. Die
Fluktuation ist, da das Betriebsklima gut ist sowie unsere
Leistungen an die Mitarbeiter als marktgerecht zu bezeichnen
sind, gering. Leistungsgerechte Vergütungsbestandteile
(Erfolgsprämien) sichern die Zufriedenheit unserer
Mitarbeiter.
Im Bereich unserer Außendienstmitarbeiter werden
in den nächsten Jahren einige bewährte Mitarbeiter
das Rentenalter erreichen und damit altersbedingt
ausscheiden. Da hier die Regionalstruktur bei der
Neubesetzung zu beachten ist, erfolgt die Nachbesetzung
fallweise mit Hilfe von Personalagenturen, die auf den
Baustoffbereich spezialisiert sind. Auf den angespannten
Arbeitsmärkten ist eine fachkompetente Neubesetzung
eines Außendienstmitarbeiters eine anspruchsvolle und
schwierige Aufgabe.
2. Investitionen:
Investitionen beschränken sich 2023 auf
Ersatzbeschaffungen im Fuhrpark, auf die die Beschaffung und
Installation einer neuen Konfektionierungsanlage.sowie auf
die Lageroptimierung.
3. Finanzierung:
Durch unsere gute Ertragslage ist die Abhängigkeit
von Banken nicht gegeben. Bankkredite und
Leasingfinanzierungen wurden teilweise genutzt, um positive
betriebswirtschaftliche Finanzierungseffekte zu erzielen.
Grundsätzlich erfolgt die Finanzierung des Unternehmens
aber aus freien Liquiditätsmitteln.
Die gute Eigenkapitalausstattung des Unternehmens
ermöglicht eine kontinuierliche Weiterentwicklung aller
Betriebsfunktionen sowie eine ausreichende
Risikotragfähigkeit in einem schwierigeren
wirtschaftlichen Umfeld.
4. IT-Weiterentwicklung:
Die Alujet GmbH hat die Eintrittswahrscheinlichkeit von
IT-Risiken neu bewertet. Aufgrund eines Cyberangriffs wurde
der IT-Bereich durch Einsatz einer Managed Detection and
Response Software und einer neuen Netzwerksegmentierung auf
einen höheren Sicherheitsstandard gebracht. Darüber
hinaus wurde eine Cyberschutzversicherung abgeschlossen.
Die Weiterentwicklung unserer ERP-Software steht auch
in der Zukunft im Fokus unserer IT-Strategie.
6. Externe Faktoren:
Durch staatliche Auflagen und Anforderungen an Produkte
und Lieferketten steigen die Anforderungen unserer Produkte
stetig. Viele Auflagen, denen unsere Produkte unterliegen,
müssen hierbei bereits von unseren Lieferanten
berücksichtigt werden. Dies gilt für die
Produktsicherheit aber auch für die zutreffende
Kennzeichnung unserer Produkte. Unsere Aufmerksamkeit gilt
dabei der vertraglichen Absicherung dieser Maßnahmen
und der laufenden Überwachung zu Einhaltung der
Qualitätskontrolle.
Neben den Produktanforderungen sind die geltenden
Bestimmungen und Umweltstandards bei der Verarbeitung und dem
Transport unserer Produkte zu beachten.
7. Gesamtaussage zur Risikolage:
Zusammenfassend weisen wir darauf hin, dass die
vorstehend dargestellten Risiken nach unserer
Einschätzung weder einzeln noch zusammen das Unternehmen
in seiner Gesamtheit gefährden können. Im Vergleich
zum Vorjahr hat sich die Gesamtrisikolage durch die
nachlassende Baukonjunktur leicht erhöht. Die
bestehenden Herausforderungen der Beschaffungsmärkte
konnten reduziert werden. Die Gesellschaft beobachtet und
beurteilt die Situation regelmäßig und ergreift -
wenn möglich - frühzeitig risikominimierende
Maßnahmen.
F.
Forschungs- und Entwicklungsbericht
Die Gesellschaft betreibt Forschungs- und
Entwicklungsarbeiten in den Bereichen Bahnen,
Klebebänder, Kleber und Zubehör mit Hilfe von
umfangreichen Praxistests. Diese Weiterentwicklung der
Produkte ist wesentlich für die künftige
Ausrichtung unserer Produkte für den Markt und die
Erhaltung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Sie wird auch in
Zukunft unvermindert fortgeführt werden.
G. Prognosebericht
Die Erwartungen für die gesamtwirtschaftliche
Entwicklung des Jahres 2024 sind verhalten. Neben den
anhaltenden Effekten des Ukrainekriegs werden sich auch die
immer noch relativ hohen Finanzierungskosten und politische
Unsicherheiten auf das kommende Jahr auswirken. Es wird
erwartet, dass sich die zentralen Belastungsfaktoren der
Wirtschaft, insbesondere die Zinslast und politische
Unwägbarkeiten nicht abschwächen. Damit ist
kurzfristig keine konjunkturelle Trendwende zu erwarten.
Für das Jahr 2024 geht der
Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung von einem
Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 0,1% aus. Auch
für das Jahr 2025 wurde die Wachstumsprognose auf 1,0%
(vorher 1,5%) reduziert. Nach einer spürbaren Reduktion
der Inflationsrate im Jahr 2023 wird für das Jahr 2024
eine durchschnittliche Inflationsrate von 2,4%
prognostiziert. Damit könnten die Zinssätze durch
die IZB moderat gesenkt werden, was einen positiven Impuls
für das Wirtschaftsgeschehen darstellt.
Die Baukonjunktur bleibt weiterhin problematisch. So
wird für 2024 mit einem weiteren Rückgang der
fertiggestellten Wohnungen gerechnet. Die Anzahl der
Fertigstellungen liegt deutlich unter dem ausgegebenen Ziel
von 400.000 Wohnungen pro Jahr. Der Hauptverband der
Deutschen Bauindustrie erwartet einen Umsatzeinbruch von -
3,5% im Jahr 2024. Im Wohnungsbau wird mein einem
zweistelligen Umsatzeinbruch gerechnet.
Trotz der weiterhin volatilen Marktlage erwartet die
Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr 2024
ein positives Jahresergebnis. Mit einer leichten
Abschwächung der Nachfrage ist zu rechnen, wenn sich die
Baukonjunktur weiterhin abschwächt. Die wirtschaftlich
gute Lage der Alujet GmbH garantiert, dass derartige
Rückgänge unbeschadet überwunden werden
können. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sieht
man sich für die Zukunft gut gerüstet, um die
Herausforderungen des Marktes zu meistern und das Unternehmen
positiv weiterzuentwickeln.
Mammendorf, 30. September
2024
ALUJET GmbH
Mammendorf
gez.
Reinhard Weigl, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
2.398.488,43 |
2.024.964,35 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
5.915,00 |
7.318,00 |
| II.
Sachanlagen |
2.366.273,43 |
1.991.346,35 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
1.400.067,35 |
1.442.854,35 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
688.316,00 |
188.525,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
277.890,08 |
227.412,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
0,00 |
132.555,00 |
| III.
Finanzanlagen |
26.300,00 |
26.300,00 |
| 1.
Anteile an verbundenen Unternehmen |
25.000,00 |
25.000,00 |
| 2.
Sonstige Finanzanlagen |
1.300,00 |
1.300,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
5.343.327,88 |
5.125.512,73 |
| I.
Vorräte |
2.695.500,21 |
3.735.606,01 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.234.816,14 |
1.256.361,94 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
1.413.011,53 |
133.544,78 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
58.633,68 |
54.448,95 |
| Aktiva |
7.800.449,99 |
7.204.926,03 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
4.656.953,10 |
4.139.204,38 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II.
Bilanzgewinn |
4.631.953,10 |
4.114.204,38 |
| davon
Gewinnvortrag |
4.114.204,38 |
3.619.491,95 |
| B.
Rückstellungen |
992.480,16 |
754.619,55 |
| C.
Verbindlichkeiten |
2.146.686,73 |
2.306.222,10 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
664.235,06 |
691.017,17 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
736.250,00 |
736.250,00 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
746.201,67 |
878.954,93 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
4.330,00 |
4.880,00 |
| Passiva |
7.800.449,99 |
7.204.926,03 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
11.762.738,82 |
11.196.860,54 |
| 2.
Personalaufwand |
3.310.664,38 |
3.480.827,46 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.868.578,45 |
3.015.491,12 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
442.085,93 |
465.336,34 |
| davon
für Altersversorgung |
25.506,12 |
25.743,40 |
| 3.
Abschreibungen |
162.017,65 |
153.480,41 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
162.017,65 |
153.480,41 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
3.423.323,77 |
2.740.858,37 |
| 5.
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens |
78,00 |
78,00 |
| 6.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
228,85 |
1.459,99 |
| 7.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
34.895,32 |
24.264,84 |
| 8.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
1.305.495,36 |
1.295.880,62 |
| 9.
Ergebnis nach Steuern |
3.526.649,19 |
3.503.086,83 |
| 10.
sonstige Steuern |
8.900,47 |
8.374,40 |
| 11.
Jahresüberschuss |
3.517.748,72 |
3.494.712,43 |
| 12.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
4.114.204,38 |
3.619.491,95 |
| 13.
Ausschüttung |
3.000.000,00 |
3.000.000,00 |
| 14.
Bilanzgewinn |
4.631.953,10 |
4.114.204,38 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der
§§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der
ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften aufgestellt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
Alujet GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Mammendorf |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
München |
| Register-Nr.: |
144739 |
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu
Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung
unterlagen, um planmäßige Abschreibungen
vermindert.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem
Anschaffungskostenbetrag von EUR 800,00 wurden im
Geschäftsjahr vollständig abgeschrieben.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach
der voraussichtlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände linear vorgenommen.
Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und
bewertet:
- Anteile an verbundenen Unternehmen zu
Anschaffungskosten
- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten
Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag
vorliegende niedrigere Wert angesetzt.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am
Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.
Alle erkennbaren Risiken, die sich aus
überdurchschnittlicher Lagerdauer, verminderter
Nutzbarkeit sowie gesunkenen Wiederbeschaffungskosten
ergeben, wurden durch entsprechende Abwertung
berücksichtigt.
Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller
erkennbaren Risiken bewertet. Des Weiteren wurde eine
pauschale Wertberichtigung vorgenommen.
Sonstige Vermögensgegenstände wurden unter
Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das
Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten
Steuern, sowie die Steuern für das Vorjahr.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle
weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden
alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen
übernommen werden.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht
statt.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der
Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
54.863,12
|
1.018,43
|
0,00
|
0,00
|
55.881,55
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
54.863,12
|
1.018,43
|
0,00
|
0,00
|
55.881,55
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
2.038.707,79
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2.038.707,79
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
497.752,89
|
542.404,05
|
0,00
|
0,00
|
1.040.156,94
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
794.675,76
|
135.754,25
|
31.924,37
|
0,00
|
898.505,64
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
132.555,00
|
-132.555,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
3.463.691,44
|
545.603,30
|
31.924,37
|
0,00
|
3.977.370,37
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
25.000,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
25.000,00
|
2. Genossenschaftsanteile
|
1.300,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
1.300,00
|
Summe Finanzanlagen
|
26.300,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
26.300,00
|
Summe Anlagevermögen
|
3.544.854,56
|
546.621,73
|
31.924,37
|
0,00
|
4.059.551,92
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
47.545,12
|
2.421,43
|
0,00
|
0,00
|
49.966,55
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
47.545,12
|
2.421,43
|
0,00
|
0,00
|
49.966,55
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
595.853,44
|
42.787,00
|
0,00
|
0,00
|
638.640,44
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
309.227,89
|
42.613,05
|
0,00
|
0,00
|
351.840,94
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
567.263,76
|
74.196,17
|
20.844,37
|
0,00
|
620.615,56
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
1.472.345,09
|
159.596,22
|
20.844,37
|
0,00
|
1.611.096,94
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2. Genossenschaftsanteile
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Anlagevermögen
|
1.519.890,21
|
162.017,65
|
20.844,37
|
0,00
|
1.661.063,49
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
5.915,00
|
7.318,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
5.915,00
|
7.318,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
1.400.067,35
|
1.442.854,35
|
2. technische Anlagen und
Maschinen
|
0,00
|
688.316,00
|
188.525,00
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
277.890,08
|
227.412,00
|
4. geleistete Anzahlungen
und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
132.555,00
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
2.366.273,43
|
1.991.346,35
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
|
0,00
|
25.000,00
|
25.000,00
|
2. Genossenschaftsanteile
|
0,00
|
1.300,00
|
1.300,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
26.300,00
|
26.300,00
|
Summe Anlagevermögen
|
0,00
|
2.398.488,43
|
2.024.964,35
|
Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen
Die Rückstellungen beinhalten folgende Positionen:
Rückstellung für
Gewährleistung allgemein
|
361 T€
|
Rückstellung für
Gewährleistung Einzelbewertung
|
301 T€
|
Rückstellung für
Aufbewahrungsverpflichtung
|
16 T€
|
Rückstellung für
Abschluss und Prüfung
|
41 T€
|
Rückstellung für
nicht genommenen Urlaub
|
57 T€
|
Rückstellung für
Jahresprämien und Tantiemen
|
60 T€
|
Rückstellung für
Berufsgenossenschaft
|
25 T€
|
Rückstellung für
Steuern
|
131 T€
|
Betrag der Verbindlichkeiten und der zugehörigen
Sicherungsrechte
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten,
die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert
sind, beträgt 267.666,60.Euro.
Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen
sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:
Es bestehen Buchgrundschulden i. H. v. 2.210.000,00
Euro.
Angabe zu Restlaufzeitvermerken
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr beträgt 1.644.304,14 Euro
(Vorjahr: 2.018.461,90 Euro). Darin enthalten sind
Verbindlichkeiten aus Steuern i. H. v. 569.236,49 Euro sowie
im Rahmen der sozialen Sicherheit i. H. v. 57.579,22 Euro.
Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit
größer einem Jahr beträgt
502.382,59 Euro (Vorjahr: 287.760,20 Euro).
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Am Bilanzstichtag beläuft sich der Gesamtbetrag
der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der
Bilanz enthalten sind und nicht nach § 268 Absatz 7 oder
Nummer 3 HGB anzugeben sind auf jährlich 182.348,58
Euro.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
Arbeiter
|
|
10,00
|
Angestellte
|
|
18,75
|
leitende Angestellte
|
|
6,00
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt damit
|
34,75
|
|
vollzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
29,75
|
teilzeitbeschäftigte
Mitarbeiter
|
|
5,00
|
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn
Reinhard Weigl (Leiter Geschäftsbetrieb) geführt.
Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3
HGB
Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde
verzichtet, da diese für die Darstellung der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von
untergeordneter Bedeutung ist.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Die Gesellschaft weist einen Jahresüberschuss von
3.517.748,72 Euro aus.
Es wurde eine Ausschüttung von 3.000.000,00 Euro
vorgenommen. Zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
von 4.114.204,38 Euro ergibt sich ein Bilanzgewinn von
4.631.953,10 Euro.
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
Unterschrift der Geschäftsführung
Mammendorf, 30.09.2024
gez.
Reinhard Weigl, Geschäftsführer
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 30.09.2024 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
An die Alujet GmbH:
Prüfungsurteile
Ich habe den Jahresabschluss der Alujet GmbH - bestehend
aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe
ich den Lagebericht der Alujet GmbH für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse · entspricht
der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen
Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften
geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt
unter Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.
Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
und · vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen
Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die
von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für meine
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten
- falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten
- falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie
einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine
wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche
Darstellungen können aus Verstößen oder
Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung übe ich
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifiziere und beurteile ich die Risiken
wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -
falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht,
plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
ist bei Verstößen höher als bei
Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinne ich ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteile ich die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehe ich Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der
erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich
zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteile ich die Gesamtdarstellung, den
Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses
einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss
die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter
Beachtung der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
vermittelt.
· beurteile ich den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage des Unternehmens.
· führe ich Prüfungshandlungen zu
den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis
ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von
den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen
Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Ich erörtere mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während
meiner Prüfung feststelle.
Oberhaching, 27. September
2024
Richard
Matzinger Wirtschaftsprüfer
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