Michel Koch GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jan Fritsche seit 28.12.2020 | Prokura |
Eike Dr. Schmedes seit 28.12.2020 | Prokura |
Angela Fromm seit 12.6.2018 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Michel Koch GmbH i. G. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Führer GmbH & Co. KGAdelheidsdorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021AKTIVA
PASSIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2021 bis 31.12.2021
Der Finanzmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:
Konzerneigenkapitalspiegel 2021
Konzerneigenkapitalspiegel 2019
Konzerneigenkapitalspiegel 2018
Konzerneigenkapitalspiegel 2017
Konzernlagebericht 31. Dezember 2021
1. Grundlagen und Rahmenbedingungen des Konzerns 1.1 Unternehmenstätigkeit/ Geschäftsmodell Die Führer GmbH & Co. KG ist alleiniges Mutterunternehmen der Burchard Führer GmbH, welche ihrerseits bereits seit dem 31. Dezember 2015 jährlich bis einschließlich 31. Dezember 2018 einen handelsrechtlichen Konzernabschluss aufgestellt hat. Neben der finanziellen Beteiligung der Führer GmbH & Co.KG an der Burchard Führer GmbH nimmt diese auch gewisse zentrale Aufgaben wahr. Darüber hinaus ist die Führer GmbH & Co.KG im Hotel- und Gaststättenbereich sowie in der Baubetreuung tätig. Der Teilkonzern Burchard Führer GmbH stellt die wesentliche wirtschaftliche Geschäftsgrundlage des Konzerns dar. Aus diesem Grund wird im Lagebericht der Führer GmbH & Co.KG vorwiegend auf den Teilkonzern der Burchard Führer GmbH bzw. dessen Geschäftszweig eingegangen. Die Burchard Führer GmbH und deren Tochtergesellschaften sind im Bereich des deutschen Gesundheitssektors und Pflegemarktes aktiv und Betreiber diverser Altenpflege- und Behindertenpflegeeinrichtungen. Mit ihrem Zentralsitz in Dessau-Roßlau gehört die Burchard Führer GmbH zu den 30 größten privaten Pflegeheimbetreibern in Deutschland. Sie betreibt an ca. 40 Standorten stationäre Pflegeeinrichtungen, hauptsächlich in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Niedersachsen. Neben der klassischen stationären Versorgung werden ergänzend ambulante Versorgungsleistungen, Kurzzeitpflege und Cateringdienste angeboten. Darüber hinaus ist sie an zwei Standorten in der Behindertenbetreuung aktiv. Der Teilkonzern umfasst neben der Burchard Führer GmbH weitere 30 Tochtergesellschaften. Mit modernsten Einrichtungen und sehr gut geschultem Personal setzt die Burchard Führer GmbH innerhalb eines sich entwickelnden Marktes auf weiteres Wachstum sowohl durch Zukauf bestehender Einrichtungen als auch durch die Weiterentwicklung des eigenen Bestandes. 1.2 Entwicklung der Branche Die gesamte Weltwirtschaft und damit auch die Konjunktur in Europa und Deutschland wurde im zweiten Jahr in Folge auch 2021 erneut erheblich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie getroffen. Ganze Branchen kamen aufgrund von temporären Schließungsmaßnahmen, Einstellung des Waren- und Dienstleistungsverkehrs und erheblichen Reise- und Kontaktbeschränkungen zum Erliegen. Nur mit umfangreichen staatlichen Stützungsmaßnahmen konnte ein Kollaps der Weltwirtschaft verhindert werden. Trotz dieser Maßnahmen werden erhebliche negative Auswirkungen aus der Pandemie langfristige Beeinträchtigungen der Konjunktur mit sich bringen. Der Pflegesektor steht während der Pandemie weiterhin im besonderen Fokus. Als wichtiger Teil der Versorgungskette im Gesundheitswesen kommt der Pflegebranche bei der Versorgung der vulnerablen Personengruppen eine spezielle Funktion zu. Damit steht die Branche klar an erster Front bei der Bekämpfung der Virusausbreitung und ist somit erheblich von gesetzlichen Regelungen, Verfahrenserlassen und Anordnungen betroffen. In Summe gesehen steht damit die gesamte Branche vor der Herausforderung, die Versorgungssicherheit vollumfänglich aufrecht zu erhalten, umfangreiche Hygienemaßnahmen umzusetzen, um Leib und Leben von Bewohnern und Mitarbeitern bestmöglich vor Infektionsgeschehen zu schützen, andererseits den Bewohnern ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und gleichzeitig die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Betriebe zu begrenzen. Im zweiten Jahr der Pandemie kamen zudem die Herausforderungen aus der aktiven Umsetzung eines breit angelegten Testkonzeptes und der Impfkampagnen für Bewohner und Mitarbeiter als weitere Belastung hinzu. Trotz eines riesigen Spagats zwischen diesen einzelnen Aufgaben, ist die Pflegebranche auch Dank der umfangreichen staatlichen Unterstützungsprogramme im Jahr 2021 stabil durch die Pandemie gekommen. Während die 2. und 3. Infektionswelle im Jahreswechsel 2020 zu 2021 erhebliche negative Auswirkungen auf die Betriebe und die Bewohner hatten, verlief die 4. Infektionswelle zum Jahresende 2021 abgesehen von den quarantänebedingten Mitarbeiterausfällen und damit Problemen in der Sicherstellung der Versorgung im Hinblick auf die Bewohner vergleichsweise harmlos. Hier hat sich die hohe Impfquote bei den Bewohnern positiv bewährt. Die tatsächlichen langfristigen Auswirkungen auf die Branche werden sich wahrscheinlich erst im Jahresverlauf 2022 und den Folgejahren zeigen. Gleiches gilt für die generellen konjunkturellen Auswirkungen der Pandemie, welche auch Sekundäreffekte auf die Pflegebranche haben können. Der Gesundheitssektor und Pflegemarkt in Deutschland gilt konjunkturunabhängig als ein überproportionaler Wachstumsmarkt. Im Wesentlichen ist dies durch die allgemeine demografische Entwicklung in der Bevölkerungsstruktur und damit einer deutlichen Zunahme der Pflegebedürftigen bedingt. Waren im Jahr 2017 gemäß Analysen des statistischen Bundesamtes ca. 3,4 Mio. Menschen pflegebedürftig, sind es gemäß aktuellen Studien in 2019 bereits 4,1 Mio. Menschen und damit rd. 21 % mehr. Nach heutigen Prognosen werden es im Jahr 2040 schon ca. 5,0 Mio. Menschen sein. Mit einem leicht steigenden Anteil von inzwischen mehr als 50 % werden die pflegebedürftigen Menschen aktuell ausschließlich durch Angehörige versorgt. Ca. 20 % der pflegebedürftigen Menschen sind ausschließlich in stationären Einrichtungen versorgt. Die Versorgung der verbleibenden Menschen erfolgt durch die Einbindung von ambulanten Versorgungsstrukturen. Gemäß einer Studie von Roland Berger aus dem Jahr 2017 wird der Anteil der Menschen, welche professionelle Unterstützung in Anspruch nehmen müssen, aufgrund der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung deutlich zunehmen. Der deutsche Pflegemarkt ist seit 2005 jährlich um ca. 5 % gewachsen. Damit fiel das Wachstum deutlich größer als in der Gesamtwirtschaft in Deutschland aus. Mit ca. 50 Mrd. Euro Umsatz ist der deutsche Markt für Pflegedienstleistungen heute das drittgrößte Segment im Gesundheitswesen. Bis zum Jahr 2030 wird ein Wachstum auf bis zu 85 Mrd. Euro prognostiziert. Diese Entwicklung hat in den Jahren bis 2015 zu einer umfangreichen Investitionstätigkeit im Bereich der stationären Altenpflege geführt, was eine deutliche Ausweitung des Angebotes mit sich gebracht hat. Hier hat der Gesetzgeber deutlich in die Marktentwicklung eingegriffen. Mit den Pflegestärkungsgesetzen (PSG) II und III werden die ambulanten und teilstationären Versorgungsangebote überproportional im Vergleich zur stationären Versorgung gefördert. Die Strategie "ambulant vor stationär" wird damit konsequent weiter verfolgt und zeigt deutliche Auswirkungen im Markt. Gemäß der Pflegestatistik 2019 aus der "Altenheim" werden aktuell 80 % der 4,1 Mio. Pflegebedürftigen zu Hause betreut, lediglich 800.000 Pflegebedürftige leben in stationären Einrichtungen. Während die Investitionen im Bereich der stationären Versorgung hinsichtlich zusätzlicher Kapazitäten seit Jahren stagnieren, nehmen die Investitionen im ambulanten Bereich deutlich zu. Insbesondere die privaten Träger verbreitern hier ihr Versorgungsangebot durch Tagespflegen, ambulante Dienste und niederschwellige Angebote im seniorengerechten Wohnen. Seit 2005 ist die Anzahl der ambulant versorgten Menschen um insgesamt 108 % gestiegen, die Anzahl der in Heimen versorgten Menschen lediglich um 24,5 %. Die Neubauaktivitäten im Pflegeheimsegment hinken dem gesellschaftlichen Bedarf inzwischen deutlich hinterher (aus Care-Invest). Lt. Veröffentlichungen des Datendienstleisters Pflegemarkt.com ist die Zahl der Pflegeheime von 2018 bis 2021 lediglich um 2 % gestiegen. Die Zahl der Tagespflegeeinrichtungen wuchs im gleichen Zeitraum um 35 %, die von Pflegediensten und Betreutem Wohnen um jeweils 13 %. Ursachen liegen u.a. an juristischen Vorgaben für den stationären Markt und vorgeschriebenen Einzelzimmerquoten, was zu entsprechenden Schließungen geführt hat. Auch nach Umsetzung der mit PSG II neu eingeführten Pflegegrade können die stationären Einrichtungen eine gleichbleibende bis leicht steigende Nachfrage und Auslastung verzeichnen. In den zurückliegenden Jahren beträgt die durchschnittliche Auslastung der Pflegeheime rd. 91 %. Die Auswirkungen der neuen Pflegegrade und die damit verbundenen Refinanzierungsmöglichkeiten für die stationäre Versorgung bleiben hingegen langfristig abzuwarten. Man kann jedoch davon ausgehen, dass zukünftig in den stationären Einrichtungen eher die hohen Pflegegrade (ab Stufe 3) versorgt werden. Die oben bereits erwähnte generelle Nachfragesteigerung durch Zunahme der Pflegebedürftigen dürfte jedoch kapazitätsauslastend für alle Bereiche der Altenpflege sein. Temporär gab es pandemiebedingt generelle Einbrüche in der Belegung zu rechnen, da besonders in der 2. und 3. Infektionswelle eine erhebliche Übersterblichkeit in den stationären Einrichtungen zu verzeichnen war. Mit Beginn der generalistischen Pflegeausbildung ist zudem eine gewisse Zurückhaltung in der beruflichen Erstausbildung zu beobachten, da dieses neue Instrument bislang praktisch unerprobt ist und diverse Unsicherheiten in der Umsetzung mit sich bringt. Die damit fehlenden Berufsabsolventen werden somit in zwei-drei Jahren dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen. Die statistisch benötigten Fachkräfte können nicht allein durch das nachwachsende Arbeitskräftepotential aufgefangen werden. Weiterhin sind vielfältige Bemühungen sowohl der privaten als auch der freigemeinnützigen Träger zur gezielten Rekrutierung und Integration ausländischer Fachkräfte zu beobachten. Bislang führen diese Bemühungen lediglich zu einer temporären und lokalen Entlastung des Arbeitsmarktes. Trotz politisch breit geführten Diskussionen zur gezielten Zuwanderung von Fachkräften kann nach wie vor nur unzureichend auf praktische Unterstützung und Förderung dieses Weges zurückgegriffen werden. Generell ist nach wie vor zu beobachten, dass der Gesetzgeber den Arbeitsmarkt allgemein als auch speziell in der Altenpflege durch regulatorische Gesetzgebung (z.B. Mindestlohn) deutlich beeinflusst. Parallel ist insbesondere das Thema der Vergütung in das allgemeine öffentliche politische Interesse gerückt. Dies hat sich durch die Corona-Pandemie aktuell nochmals deutlich verstärkt. Derzeit werden durch alle politischen Fraktionen in Deutschland sehr intensive Diskussionen über die Höhe der Vergütung in der Pflege geführt. Eine ehemals angedachte Allgemeinverbindlichkeit von Tarif-verträgen ist aktuell vom Tisch. Über das bereits beschlossene Tariftreuegesetz greift der Gesetzgeber jedoch quasi durch die Hintertür nochmals aktiv in die Vergütungssystematik in der Pflege ein. Die bislang intensiv diskutierte Umsetzung des Gesetzes wird sich im Jahresverlauf 2022 konkretisieren. Hier sind weiterhin intensive Bestrebungen der privaten Pflegeanbieter zu erkennen, sich über eigene Arbeitgeberverbände aktiv an der politischen Diskussion zu beteiligen. Obwohl sich die Lohnentwicklung in der Pflege bereits seit Jahren von der allgemeinen Lohnentwicklung in Deutschland positiv abgekoppelt hat, scheint es nach wie vor politischer Konsens zu sein, dass Lohnniveau in der Pflege allgemein weiterhin deutlich zu steigern. Eine Anerkennung dieser Lohnentwicklung durch die Kostenträger hat der Gesetzgeber im PSG III geregelt. Die zwischenzeitlich geführten Pflegesatzverhandlungen lassen mit einem gewissen Zeitversatz die Refinanzierung der gestiegenen Lohnkosten weitestgehend zu. Das nunmehr deutlich gestiegene Lohnniveau in der Pflege hat bislang zu keiner nachhaltigen Verbesserung der Beschäftigtensituation und damit einer höheren Fachkraftanzahl geführt. Vielmehr hat die angeheizte Vergütungsdiskussion zu einer deutlichen Verunsicherung der Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt und zu einer betriebswirtschaftlich zunehmend unkalkulierbaren Personalkostensituation auf Arbeitgeberseite geführt. Die bereits in der Vergangenheit umgesetzten deutlichen Steigerungen des Lohnniveaus als auch die aktuellen neuen diskutierten Vergütungen für Pflegekräfte führen auf breiter Front zu deutlich steigenden Preisen in der Seniorenbetreuung. Da die Anteile der Pflegekassen mit Umsetzung des PSG II ein feststehender Refinanzierungsbaustein sind, werden weitere Kostensteigerungen allein durch private Zuzahlungen der Pflegebedürftigen zu leisten sein. Erste statistische Hochrechnungen gehen davon aus, dass aufgrund zunehmender Altersarmut eine weitere Belastung der öffentlichen Kassen durch eine steigende Anzahl von Sozialhilfeempfängern droht. Der Anteil der Sozialhilfeempfänger in den stationären Einrichtungen ist aktuell bereits kontinuierlich ansteigend. Der Anbietermarkt für stationäre Altenpflege in Deutschland ist nach wie vor sehr kleinteilig segmentiert. Mit derzeit ca. 53 % stellen die freigemeinnützigen Träger aktuell den größten Anteil an den Betreibern. Der Anteil der privaten Betreiber ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gewachsen, der Anteil der öffentlichen Träger sinkt weiterhin. Darüber hinaus ist am Markt generell eine Konzentrationstendenz zu erkennen. Durch das breite Engagement von Kapitalinvestoren und internationalen Großkonzernen entstehen durch Übernahmen und Expansionen sukzessive größere Trägerstrukturen. Trotz allem haben die größten 10 Träger in Deutschland zusammen lediglich einen Marktanteil von ca. 13 % (aus pflegemarkt.com/2018). Bemerkenswert ist, dass unter den TOP-10-Betreibern in Deutschland inzwischen rd. 56 % der Plätze auf internationale Anbieter entfallen. Damit wird das Geschäftsmodell deutlich internationaler und kapitalmarktaffiner. Ähnliche Tendenzen sind bei den Gesundheitsimmobilien zu beobachten. Bei einem Rekordtransaktionsvolumen in 2020 von rd. 3,3 Milliarden EUR entfielen rd. 70 % auf internationale Investoren. Für 2021 wurde mit einer ähnlichen Größenordnung an Transaktionen gerechnet. Gleichfalls bleibt festzustellen, dass insbesondere bei den großen Trägern zunehmend auf Investitionen in eigenen Immobilienbestand verzichtet wird und die klassische Trennung von Investor und Betreiber wächst. Hierbei ist ebenfalls zu beobachten, dass professionelle Immobilieninvestoren und Kapitalanlegerstrukturen den Investorenmarkt dominieren. Die Führer GmbH & Co.KG tritt in diesem Markt als mittelständisch geprägtes Familienunternehmen und als erfolgreicher Restrukturierer und Käufer bzw. Übernehmer von Bestandseinrichtungen auf. Parallel verfolgt der Konzern die Weiterentwicklung der bereits bestehenden Standorte. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs 2.1 Allgemein Trotz eines zunehmend schwieriger werdenden Wettbewerbsumfeldes und gesetzlichen Reglementierungen sieht sich der Konzern gut positioniert auf dem Pflegemarkt. Darüber hinaus hat der Konzern aufgrund des familiären Gesellschafterhintergrundes als mittelständisch geprägtes Unternehmen im Kreis der großen Träger in der Seniorenpflege ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, welches für Marketing und Akquise zusätzliches Potential eröffnet. Dabei stand das Geschäftsjahr 2021 wie bei allen Unternehmen in Deutschland ganz im Zeichen der Corona-Pandemie. Zum einen war der Konzern mit erheblichen Mehraufwendungen im Bereich der Sachmittel für die Umsetzung der zusätzlichen Hygiene- und Schutzstandards konfrontiert. Zum anderen kam es zu Minderbelegungen aufgrund von gesetzlich begründeten Schließungsanordnungen und Aufnahmestopps. Weiterhin sind zusätzliche personelle Aufwendungen entstanden, die durch Infektionsgeschehen und Quarantänemaßnahmen begründet sind. Weitere Aufwendungen sind im Zusammenhang mit der gesetzlich verordneten Teststrategie in Seniorenpflegereinrichtungen entstanden, welche sich im Sachmittelbereich für die Anschaffung von Schnelltests und im Personalbereich bzw. bezogenen Fremdleistungen für die Durchführung der Schnelltest wiederspiegeln. Dem gegenüber stehen umfangreiche Erstattungsmaßnahmen gemäß §150 SGB XI sowie die Schnelltestrefinanzierung. Durch vielfältige unternehmerische Maßnahmen, welche Ihre Wurzeln bereits in den Vorjahren hatten, konnte im Geschäftsjahr 2021 nochmals eine deutliche Ergebnisverbesserung im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Dabei konnte die regionale Marktposition an allen Standorten weiter gefestigt werden. Zudem werden an vielen Standorten die umfangreich begonnenen Investitionsmaßnahmen fortgesetzt, um weiteres Ertragspotential zu erschließen und die Angebotspalette an Dienstleistungen zu erweitern. Auf Basis einer gefestigten Unternehmensstruktur gilt das unternehmerische Hauptaugenmerk der inhaltlichen Weiterentwicklung der betrieblichen Prozesse sowie dem optimierten Einsatz der personellen Ressourcen. Die Zentralisierung von wesentlichen Managementaufgaben bringt nachhaltige Erfolge. Der Konzern verfügt über ein sehr gut qualifiziertes sowie engagiertes und leistungsfähiges Personal. Eine steigende durchschnittliche Beschäftigungsdauer verdeutlicht die Erfolge der Personalbindungsmaßnahmen. Darüber hinaus tragen derzeit 170 (i.Vj. 171) Auszubildende zu Altenpflegefachkräften aktiv zur Nachwuchssicherung bei. 2.2 Geschäftsentwicklung Alle hier vorgenommenen Zahlenangaben beziehen sich auf die im Konzernlagebericht enthaltene Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Unser Unternehmen konnte sich im Jahr 2021 erfolgreich am Markt behaupten. Das abgelaufene Geschäftsjahr stand ähnlich den Vorjahren wiederum unter Sondereinflüssen von erheblichen Investitionen. Die absolut ausschlaggebende Komponente war jedoch genau wie im Vorjahr die Corona-Pandemie und deren wirtschaftliche Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb. Während der sog. "zweiten und dritten Welle" der Pandemie zum Jahreswechsel 2020/2021 bis hin in das Frühjahr 2021 sind ein Großteil unserer Einrichtungen und Standorte erheblich von den Auswirkungen des massiven Infektionsgeschehens betroffen gewesen. Leider hat dies auch in vielen Standorten zu einer Übersterblichkeit bei unseren Bewohnern im Vergleich zu Vorjahreszeiträumen geführt. Hingegen konnte durch eine sehr hohe Impfquote bei den Bewohnern negative Entwicklungen in der "vierten Welle" (Spätherbst 2021/Jahreswechsel zu 2022) weitestgehend vermieden werden. Hier war eher die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit eine Herausforderung, da flächendeckend massive Mitarbeiterausfälle durch Quarantänen zu beklagen waren. Die damit einhergehenden vielschichtigen emotionalen, körperlichen und psychischen Belastungen aller unserer Mitarbeiter schlagen sich nur in Teilen in den Jahresabschlusszahlen nieder. Die umfangreichen Zusatzaufwendungen in Sachmitteln und Personal sowie ausbleibenden Umsätze durch Minderbelegungen auf der einen Seite und die erfolgten Erstattungen aus den Rettungsschirmen etc. auf der anderen Seite zeigen sich hingegen deutlich im Buchwerk. Umso erfreulicher ist jedoch, dass die Corona-Pandemie insgesamt im Geschäftsjahr 2021 abermals keine nachhaltig negativen Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns hatte. Aufgrund der sehr konsequenten Fortsetzung der bereits in den Vorjahren begonnenen Umsetzung von strategischen internen Maßnahmen, hat sich das operative Ergebnis erfreulich stabilisiert. Wir blicken damit auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2021 zurück. Der Pflegemarkt ist weiterhin stark in Bewegung und die Veränderungen machen inzwischen vor keinem Träger halt. Die Corona-Pandemie hat hier sicherlich viele Effekte nochmals dramatisch verstärkt. Trotz aller Dynamik und auch ungeplanten Situationen wie einer Pandemie hat sich die konsequente Fortsetzung der Unternehmensstrategie aus unserer Sicht bewährt. Investitionen in Personal zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern insbesondere im Fachkraftbereich sind ebenso notwendig wie gezielte Maßnahmen zur baulichen Modernisierung und Erweiterung unserer Einrichtungen. Denn nur moderne und zeitgemäß ausgestattete Einrichtungen mit ausreichend gut qualifiziertem und motiviertem Personal werden den zukünftigen Herausforderungen des Marktes gewachsen sein. Neben der weiterführenden Integration der in den Vorjahren neu erworbenen Einrichtungen in den Konzern sowie die Neueröffnung am Standort in Klosterreichenbach, galt im Berichtsjahr das Hauptaugenmerk der Umsetzung und Begleitung der strukturellen Neuausrichtung der Pflegelandschaft nach PSG II. Der nach Umstellung auf die Pflegegrade zum Jahresanfang 2017 sehr gute Case-Mix konnte durch intensive Arbeit in den Einrichtungen auch im Berichtsjahr auf einem guten Niveau gehalten werden. Dem Pflegegradmanagement kommt hierbei in der Steuerung von Auslastung und Personalmenge in Verbindung mit Erfüllung einer Fachkraftquote eine besondere Bedeutung zu. Darüber hinaus setzen wir weiterhin auf organisches im Konzern durch eine verbesserte Auslastung und Inbetriebnahme neu geschaffener Versorgungskapazitäten in zwei Einrichtungen. An Standorten mit nachhaltigen Personalengpässen und hohen Personalleasingaufwendungen kommen jedoch auch Angebotsreduzierungen zum Tragen, um am Ende das betriebswirtschaftliche Ergebnis zu stabilisieren. Hier kommen in der Zukunft vermehrt alternative Betreuungskonzepte im niederschwelligen Bereich zum Tragen. Zudem setzen wir weiterhin auf die konsequenten Nachverhandlungen von Kostensätzen mit den jeweiligen Kostenträgern. Im Berichtsjahr konnten wir flächendeckend deutlich positive Verhandlungsergebnisse erzielen, welche die teilweise erheblich vorfinanzierten Personalaufwendungen in eine Refinanzierung gebracht haben. Der Konzern ist derzeit in 10 Bundesländern mit einer Kapazität von 3.785 vollstationären Betreuungsplätzen tätig. In der Planung für das Geschäftsjahr 2021 war die Führer GmbH & Co. KG auf Basis eines eher konservativen Ansatzes nur von einer Gesamtleistung von TEUR 143.717 ausgegangen. Mit einer Gesamtleistung entsprechend der Darstellung in der Ertragslage in Höhe von TEUR 148.155 (i.Vj. TEUR 136.679) --konsolidiert-- übersteigt dies unter Berücksichtigung von außergewöhnlichen Effekten in Höhe von TEUR -9.444 (i.Vj. TEUR -2.876) deutlich unsere Erwartungen. Die ohne Bereinigung um Sondereffekte erzielte Gesamtleistung beträgt TEUR 157.599 (i.Vj. TEUR 139.555). Im Berichtsjahr kam es infolge der Corona-Pandemie zu temporären Minderbelegungen. Insgesamt ergaben sich damit Auswirkungen auf die Gesamtleistung, insbesondere die Pflegeerlöse in Höhe von TEUR 11.903 (i.Vj. TEUR 2.046). Kompensiert wurden diese Umsatzeinbußen durch Erstattungen im Rahmen des Pflegerettungsschirms, jedoch ohne Investitionskosten. Das Ergebnis vor außergewöhnlichen Sondereffekten beträgt TEUR 6.398 (i.Vj. 1.866 TEUR) und verdeutlicht damit die grundsätzlich stabile Entwicklung des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes. Die um außergewöhnliche Sondereffekte bereinigte Umsatzrentabilität beträgt im Berichtsjahr 4,3 % (i.Vj. 1,4 %). Unter dem Einfluss der Sondereffekte beträgt die Umsatzrentabilität im Geschäftsjahr 2021 4,4 % (i.Vj. 1,1 %) und hat sich damit deutlich positiv entwickelt. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen ein um TEUR 5.997 gemäß Ertragslage gestiegenes EBITDA. Das Kerngeschäft Pflege (einschließlich der Erlöse aus Leistungen nicht PflegeVG) hat sich konsolidiert betrachtet nach wie vor sehr erfreulich entwickelt und ist mit einem Anteil von 91,7 % (i.Vj 95,9 %) wesentlichster Umsatzbestandteil des Konzerns. Der Case-Mix der Pflegegrade hat sich im Berichtsjahr im Konzerndurchschnitt nur unwesentlich verändert (2020: 3,32; 2019: 3,38). Bei vielen Einzelbetrieben konnten wir trotz Pandemiebedingungen eine deutliche Stabilisierung der Umsatz- und Ertragslage verzeichnen. Darüber hinaus konnten viele Einrichtungen die Erfolge in den Vorjahren fortsetzen bzw. deutlich ausbauen. Insgesamt kann damit festgestellt werden, dass die überwiegende Anzahl der Unternehmen aus dem Konzernkreis sich im Wesentlichen erfreulich entwickelt haben. Die Personalaufwendungen sind aufgrund des Geschäftsmodells nach wie vor die größte Kostenposition. Hier wirkt sich vor allem die aktive Anpassung der Löhne unserer Pflegefachkräfte im Berichtsjahr deutlich auf die Personalkosten aus. Zum anderen führen die gesetzlichen Regelungen zu Mindestlohn und Pflege-Mindestlohn zu einem deutlichen Kostenanstieg. Insgesamt konnten diese Kostensteigerungen jedoch über angepasste Pflegesätze besser kompensiert werden. Die Personalkostenquote 1 beträgt im Berichtsjahr 62,2 % und liegt damit leicht unter den Planungsannahmen von ursprünglich 63,1 %.
1 Personalkosten / Gesamtleistung entsprechend
der Ertragslage
Die in den Materialaufwendungen enthaltenen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem temporären Einsatz teurer Leiharbeitskräfte (TEUR 3.472; i.Vj. TEUR 2.008) ist im Vorjahresvergleich wieder deutlich gestiegen und ist überwiegend dem Ausbruchsgeschehen in der Pandemie sowie dem anhaltenden Fachkräftemangel geschuldet. Davon betrafen pandemiebedingte Sondereffekte Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.494 (i.Vj. TEUR 350). Insgesamt ist das Konzernjahresergebnis durch Aufwendungen für Instandhaltungen und Modernisierungen in Höhe von TEUR 2.991 (i.Vj. TEUR 2.497) belastet. Die Führer GmbH & Co. KG weist einen Konzernjahresüberschuss von TEUR 6.469 (i.Vj. TEUR 1.462) aus. Damit weicht das Ergebnis deutlich von den Planungsannahmen ab. Ursprünglich wurde mit einem Konzernjahresüberschuss von ca. TEUR 2.257 kalkuliert. Die Abweichungen resultieren im Wesentlichen aus über den Erwartungen gestiegenen Pflegeerlösen trotz Belegungsrückgang im Zusammenhang mit guten Ergebnissen aus den Pflegesatzverhandlungen. 2.3 Investitionen Die Investitionen im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 1.277 (i.Vj. TEUR 1.874). Die Zugänge resultieren im Wesentlichen aus Investitionen in die IT-Infrastruktur sowie die Hardwareausstattung. 2.4 Finanzierungsmaßnahmen Die Finanzierung der Investitionen in das Anlagevermögen hat die Gesellschaft aus dem laufenden Cash-Flow und dem Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit vorgenommen. Umfangreiche Investitionen in technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden teilweise über neue Leasingverpflichtungen refinanziert. Die Leasingaufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 2.319 (i.Vj. TEUR 2.020). 2.5 Personal- und Sozialbereich Die Anzahl der Mitarbeiter beträgt im Geschäftsjahr durchschnittlich 3.191 (i.Vj. 3.276). Im Jahresverlauf befanden sich 170 (i.Vj. 171) Auszubildende im Unternehmen, wovon sich 40 (i.Vj. 39) Mitarbeiter in einer berufsbegleitenden Ausbildung befinden. In den Bereichen Gesundheits- und Arbeitsschutz, z. B. Unfallschutz, Berufsunfälle etc. haben sich in 2021 keine besonderen Vorkommnisse ergeben. Des Weiteren sind wir stets bestrebt, unser Pflegepersonal fachlich auf dem neuesten Stand zu halten. Hierzu führen wir interne Schulungen durch bzw. nehmen unsere Mitarbeiter an extern angebotenen Weiterbildungen teil. Unser Hauptaugenmerk gilt hierbei neben der fachspezifischen Kenntnisvermittlung im Bereich Pflege, vor allem der persönlichen Weiterentwicklung unserer Führungskräfte. Insgesamt begegnen wir den Herausforderungen des Arbeitsmarktes mit einer Vielzahl von Maßnahmen. Kernstrategie bleibt die eigene Ausbildung und Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter, neben verstärkten Aktivitäten zur Mitarbeiterbindung über eine entsprechende Arbeitgeberattraktivität bis hin zu ergänzenden Maßnahmen im Bereich der Integration ausländischer Fachkräfte. 3. Darstellung der wirtschaftlichen Lage 3.1 Vermögenslage Die Vermögenslage des Konzerns Führer GmbH & Co. KG stellt sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt dar:
Das bilanzierte Anlagevermögen in Höhe von TEUR 45.222 (i.Vj. TEUR 47.784) stellt mit 55,5 % (i.Vj. 63,3 %) der Bilanzsumme die wesentliche Vermögensposition des Konzerns dar. Mit einem Anteil von 57,6 % (i.Vj. 55,8 %) dominieren die Grundstücke und Gebäude das Anlagevermögen. Diesen langfristigen Anlagegütern stehen entsprechend fristenkongruente Finanzierungsbausteine aus Eigen- und Fremdkapital gegenüber. Darüber hinaus stellen die Geschäfts- und Firmenwerte mit einem Anteil von 34,9 % (i.Vj. 36,8 %) einen wesentlichen Bestandteil des Anlagevermögens dar. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 3.097 resultiert im Wesentlichen aus Forderungen im Rahmen von Leistungen aus dem Corona-Rettungsschirm gemäß § 150 SGB XI und § 7Abs. 2 TestV, die Aufwendungen aus 2021 betreffen. Die Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 10.075 (i.Vj. TEUR 9.880) betreffen in Höhe von TEUR 938 (i.Vj. TEUR 690) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 9.137 (i.Vj. TEUR 9.190) sonstige Vermögensgegenstände. Die Zunahme der liquiden Mittel um TEUR 5.441 gegenüber dem Vorjahr korrespondiert mit der erfreulichen positiven Entwicklung des operativen Geschäftes. Wesentliche Änderungen der restlichen Vermögenspositionen haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht ergeben.
* Aufteilung 70 % Eigenkapital, 30 %
Fremdkapital
Bei einer Bilanzsumme von TEUR 81.434 (i.Vj. TEUR 75.475) beträgt das Eigenkapital TEUR 45.606 (i.Vj. TEUR 39.617) bzw. 56,0 % (i.Vj. 52,5 %) gemäß Anlage 1.1. Zur Betrachtung des wirtschaftlichen Eigenkapitals sind 70,0 % der ausgewiesenen Sonderposten aus Zuschüssen sowie der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung (TEUR 584; i.Vj. TEUR 730) zu berücksichtigen. Das wirtschaftliche bilanzierte Eigenkapital hat sich im Wesentlichen durch den Konzernbilanzgewinn erhöht und beträgt nunmehr TEUR 49.772 (i.Vj. TEUR 44.141). Damit wird eine Eigenkapitalquote gemäß der Vermögenslage des Konzerns von 61,1 % (i.Vj. 58,5 %) erreicht. Der Anstieg der Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Steuerrückstellungen (TEUR 1.869, i.Vj. TEUR 364). Aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung im operativen Bereich im Berichtsjahr ergeben sich höhere Körperschaftsteuerbelastungen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind eher von untergeordneter Bedeutung. Wesentliche Finanzierungskomponenten des Konzerns stellen nach wie vor die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 13.695 (i.Vj. TEUR 14.733) bestehen zu ca. 76,8 % (i.Vj. 76,8 %) aus mittel- bis langfristigen Finanzierungsbausteinen. 3.2 Finanzlage Der positive Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug in 2021 TEUR 8.380 (i.Vj. TEUR 1.817) und ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.563 deutlich gestiegen. Ursächlich hierfür ist vor allem das deutlich bessere Konzernjahresergebnis (TEUR 6.469, i.Vj. TEUR 1.462). Insgesamt zeigt sich damit die positive Entwicklung der laufenden Geschäftstätigkeit. Infolge gegenüber dem Vorjahr verminderter Investitionen in das Anlagevermögen beträgt der negative Cash-Flow aus Investitionstätigkeit TEUR -863 (i.Vj. TEUR -1.244) und führte neben einem negativen Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR -1.667 (i.Vj. TEUR -1.336), infolge gegenüber dem Vorjahr geringerer Kreditaufnahmen bei gleichzeitiger Tilgung und Zinszahlung, zu einem Finanzmittelbestand zum Bilanzstichtag von TEUR 10.433 (i.Vj. TEUR 4.583).
Die Führer GmbH & Co. KG war somit in der Lage, die laufenden Verpflichtungen aus bestehenden Darlehensverträgen aus dem Cash-Flow zu bedienen sowie die anfallenden finanziellen Verpflichtungen stets durch schnelle Zahlungen zu erfüllen.
3.3 Ertragslage Die nachfolgende Ertragslage weicht vom Zahlenwerk der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Anlage 1.2) dahingehend ab, als bei insbesondere den Ausweisen der Gesamtleistung, der Material-, der Personal- sowie der Instandhaltungsaufwendungen die auf Seite 11 aufgeführten Sondereffekte hinzugerechnet bzw. gekürzt wurden. Insoweit ergeben sich in der Ertragslage die zusätzlichen Zwischensummen "Ordentliches Unternehmensergebnis" und "Ergebnis vor Sondereffekten". Die Ertragslage des Konzerns stellt sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt dar:
Die Ertragslage des Konzerns ist im Berichtsjahr durch außergewöhnliche Sondereffekte durch die COVID-19-Pandemie geprägt. Als systemrelevante Branche findet die Pflege besondere Beachtung, indem wirtschaftliche Härten per Gesetz durch die Pflegekassen abgefedert wurden. So wurden auch in 2021 Mehraufwendungen im Personal- und Sachaufwand sowie Mindereinnahmen durch fehlende Belegungen auf Antrag finanziell entschädigt. Ergebnisbelastung durch außergewöhnliche Sondereffekte:
Das Konzernergebnis 2021 ist durch zusätzlichen Sachaufwand wie Schutzausstattung und Schnelltests sowie erhöhten Personaleinsatz durch Infektionsgeschehen und Testungen sowie Mindereinnahmen durch unzureichende (Nach-)Belegung beeinflusst. Die durch die Pandemie bedingten Einbußen finden jedoch weitestgehend Kompensation, so dass das deutlich verbesserte Konzernergebnis im Berichtsjahr im Wesentlichen auf rein operative und strukturelle Erfolge zurückzuführen ist. Nach wie vor ist das Konzernergebnis 2021 jedoch durch erhebliche Investitionen in Personal und Material belastet. Im Vergleich zum Vorjahr steht der Konzern als Erfolg der ergriffenen Maßnahmen jedoch deutlich besser da. Infolge der Corona-Pandemie kam es im Berichtsjahr zu Minderbelegungen (TEUR 11.903; i.Vj. TEUR 2.046). Durch den Corona-Schutzschirm wurden unsere Häuser in die Lage versetzt, Betten aus pandemischen Gründen nicht sofort nachbelegen zu müssen, indem Umsatzeinbußen im Bereich der Pflegekosten kompensiert wurden, jedoch ohne Investitionskosten. Der Materialaufwand war durch deutlichen Mehraufwand im medizinischen Bedarf sowie im Bereich der Schnelltests belastet, welcher jedoch weitestgehend im Rahmen des Rettungsschirms erstattet wurde. Die Corona-Pandemie verursachte auch in 2021 einen hohen temporären Aufwand für Leiharbeitskräfte, welcher im gewöhnlichen Geschäftsbetrieb durch strategische Maßnahmen bereits erheblich eingedämmt wurde. Die Aufwendungen lagen dafür bei insgesamt TEUR 1.494 (i.Vj. TEUR 350). Zusätzliche Personalkosten, insbesondere erhöhter Personaleinsatz, führten zu einem zusätzlichen Aufwand in Höhe von TEUR 1.229 (i.Vj. TEUR 3.120), der jedoch im Rahmen des Pflegerettungsschirms im Wesentlichen erstattet wurde. Die durchschnittliche Auslastung der insgesamt 3.780 Pflegebetten lag im Jahr 2021 deutlich unter der des Vorjahres (85,6 %; i.Vj. 89,9 %). Die Gesamtleistung laut Ertragslage betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 148.155 (i.Vj. TEUR 136.679), wovon TEUR 141.345 (i.Vj. TEUR 131.913) Erträge aus Pflegeleistungen einschließlich der Erträge, nicht Pflege-Versicherungsgesetz, betreffen und sich insgesamt 1.177.123 (i.Vj. 1.240.517) Belegungstage ergaben. Pflegeerträge in Höhe von TEUR -9.444 (i.Vj. TEUR -2.876) betreffen die korrigierten Sondereffekte. Die Umsatzerlöse laut Anlage 1.2 zu diesem Bericht sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 16.543 gestiegen. Ursächlich hierfür ist insbesondere der Anstieg der Erstattungen im Rahmen des Pflegerettungsschirms in Höhe von TEUR 19.584 (i.Vj. TEUR 4.922). Davon sind in den Pflegeerlösen TEUR 11.957 (i.Vj. TEUR 3.803) als Erlöse gemäß § 150 SGB XI und in den Umsatzerlösen gemäß § 277 Abs. 1 HGB TEUR 7.627 (i.Vj. TEUR 1.119) als Erlöse gemäß § 7 Coronavirus-Testverordnung enthalten. Die Erträge aus ambulanter, teilstationärer und vollstationärer Pflege sowie Kurzzeitpflege ohne die Erstattungen aus dem Rettungsschirm (TEUR 80.898, i.Vj. TEUR 81.314) haben sich trotz deutlich gesunkener Auslastung (85,6 %; i.Vj. 89,9 %) nur geringfügig verringert. Dieser Effekt ist insbesondere Ergebnis erfolgreicher Pflegesatzverhandlungen. Die übrigen Umsatzerlöse gemäß § 277 Abs. 1 HGB betreffen im Wesentlichen Erlöse Dienstleistungen für Dritte sowie die Erträge aus Hotels und Restaurants. Die Erträge aus Hotels und Restaurants standen in 2021 vollständig unter dem Einfluss der Verordnungen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie. Die erneuten Umsatzeinbußen konnten nur bedingt durch Kosteneinsparungen weitestgehend kompensiert werden, jedoch hat dieser Bereich innerhalb des Konzerns insgesamt keinen bedeutenden Anteil. Aufgrund der oben beschriebenen Situation durch die Corona-Pandemie sowie fehlender Fachkräfte im gewöhnlichen Geschäftsbetrieb sind in den Materialaufwendungen weiterhin bezogene Leistungen aus dem temporären Einsatz teurer Leiharbeitskräfte enthalten. Diese Aufwendungen (TEUR 3.472; i.Vj. TEUR 2.008) liegen mit ca. TEUR 2.000 über den geplanten Kosten und führten zu den Materialaufwendungen in Höhe von TEUR 27.858 laut Anlage 1.2. Angesichts diverser Regularien im Hinblick auf gesetzliche Vorgaben auf dem Arbeitsmarkt sowie notwendiger Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bindung von Fachkräften sind die Personalaufwendungen laut Anlage 1.2 um TEUR 4.209 auf TEUR 93.365 gestiegen und wurden für 3.191 Pflege- und Nichtpflegekräfte getätigt. Der Konzern weist in der Ertragslage zum Bilanzstichtag eine Materialaufwandsquote von 13,3 % (i.Vj. 13,9 %) sowie eine Personalaufwandsquote von 62,2 % (i.Vj. 65,1 %) auf. Die Sachaufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Mieten, Pachten und Leasing in Höhe von insgesamt TEUR 16.967 (i.Vj. TEUR 17.011). Die Aufwendungen für Instandhaltungen lt. Anlage 1.2 bewegen sich im Berichtsjahr analog dem Vorjahr auf einem nach wie vor sehr hohem Niveau und betragen TEUR 2.991 (i.Vj. TEUR 2.497). Das EBITDA laut Ertragslage beträgt im Berichtsjahr TEUR 11.455 (i.Vj. TEUR 5.458) und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 5.997 signifikant verbessert. Die EBITDA-Quote im Verhältnis zu den bestehenden Bankverbindlichkeiten von 83,6 % (i.Vj. 37,0 %) dokumentiert deutlich die ausreichende Schuldentilgungsfähigkeit und die bestehende Ertragskraft für weiteres Wachstum des Konzerns. Die Zinserträge in Höhe von TEUR 394 (i.Vj. TEUR 335) resultieren insbesondere aus Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen. Die Zinsaufwendungen für die vorhandenen Kreditverbindlichkeiten, die zur Finanzierung des Erwerbs sowie der Modernisierung der Pflegeheime aufgenommen worden sind, betragen im Geschäftsjahr 2021 TEUR 412 (i.Vj. TEUR 460). Insgesamt ergibt sich in 2021 ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 6.469 (i.Vj. TEUR 1.462). Die Geschäftsführung sieht das Geschäftsjahr 2021 als Resultat diverser Entwicklungen auf dem Pflegemarkt einschließlich der notwendigen Reaktionen im Konzern sowie der Investitionen in die Zukunft. Das positive Konzernergebnis 2021 und der positive Cash-Flow dokumentieren deutlich, dass der Konzern solide aufgestellt ist. 4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklungen Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen. Risiken Bestandsgefährdende oder existenzbedrohende Risiken der künftigen Entwicklung, auf die nach § 289 Abs. 1 HGB hinzuweisen wäre, bestehen nach Überzeugung der Geschäftsleitung nicht. Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Die Führer GmbH & Co. KG hat für das Erkennen von wesentlichen Risiken ein Kontrollsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen Versicherungen, die finanzielle Folgen auf Liquidität, Finanzlage und Ertragssituation limitieren. Die Gefahr aus unwägbaren Umweltrisiken im Unternehmen ist gering, da sämtliche Abfälle umweltgerecht entsorgt werden. Die politisch geführten Diskussionen zu Vergütungen in der Pflege können hinsichtlich ihrer langfristigen Auswirkungen derzeit nicht abschließend beurteilt werden. Die Auswirkungen aus dem Tariftreuegesetz und der nach wie vor unklaren Refinanzierung über die Pflegesätze kann die Ertragslage zukünftig belasten. Das Pflegestärkungsgesetz (PSG) III bringt nach PSG II weitere weitreichende Änderungen. Dies birgt Risiken insbesondere hinsichtlich der Refinanzierung von Personalkosten und den damit realisierbaren Pflegeerlösen. Die sich allgemein verschärfende Situation auf dem Arbeitsmarkt im Wettbewerb um gutes Fachpersonal und motivierte und engagierte Führungskräfte kann zu Risiken bei der Besetzung offener Stellen, insbesondere im Bereich der qualifizierten Fachkräfte sowie der Entwicklung des Führungspersonals führen. Ebenso führen neue gesetzliche Anforderungen auf Bundes- und Landesebene sowie der demografische Wandel zu neuen Herausforderungen in dem ohnehin angespannten Arbeitsmarkt. Eine abschließende Beurteilung lässt sich aufgrund der bestehenden Unwägbarkeiten derzeit nicht vornehmen. Sollte es durch gesetzliche oder landesrechtliche Vorgaben wie die zwingende Umsetzung der Einbettbetreuung zu einem Absinken der realisierbaren Pflegeerträge kommen und ein gleichzeitiger Ausbau der räumlichen Kapazitäten oder ein Abbau des Pflegepersonals nicht realisiert werden können, so hat dies negative Auswirkungen auf die Höhe der Pflegeerträge, der Personalkostenquote sowie das Konzernjahresergebnis. Darüber hinaus kann die Corona-Pandemie infolge von Erkrankungen an COVID-19 unabsehbare Folgen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und damit auch auf den Pflegemarkt haben. Zum einen geht die Pandemie mit erhöhten Anforderungen an die Pflegebranche einher, was den möglichst weitgehenden Schutz der Bewohner vor eventuellen Infektionen mit dem Virus angeht und erheblichen Zusatzaufwand in Sachen Hygiene und Kontrollmaßnahmen bedeutet. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Viruserkrankung insgesamt zu einer deutlichen Übersterblichkeit in der klassischen Bewohnerklientel für stationäre Seniorenpflegeeinrichtungen führen kann. Dies kann am Ende ggf. zu einer nachlassenden Nachfrage unserer angebotenen Dienstleistungen führen. Zum anderen könnten durch Eingriffe des Gesetzgebers in die Betriebsabläufe mögliche Belegungskapazitäten nicht oder nur in Teilen genutzt werden. Auch bei längerfristig andauernden temporären Einschnitten kann das Risiken für die wirtschaftliche Lage der Betriebsgesellschaften bedeuten. Darüber hinaus bestehen aufgrund der Corona Pandemie Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, wie unter Abschnitt 1.2 des Lageberichts bereits ausführlich dargestellt. Eine schwache wirtschaftliche Entwicklung oder eine Rezession wird negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt haben und in der Folge ein Finanzierungsproblem in den öffentlichen Kassen durch sinkende Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge mit sich bringen. Das stellt die langfristige Stabilität u.a. auch der Pflegeversicherung in Frage und damit auch die Sicherheit der kontinuierlichen Mitfinanzierung unserer Dienstleistungsangebote. Bei einer ggf. hohen Anzahl von Erwerbslosen und gleichzeitig weiter steigenden privaten Zuzahlungen für eine stationäre Versorgung kann dies u.U. negative Auswirkungen auf die Nachfrage nach Pflegeplätzen haben. Zunehmende geopolitische Spannungen sowie der Angriffskrieg auf die Ukraine können nachhaltig negative Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Produkten haben sowie Lieferketten unterbrechen. Dies kann zu deutlichen Kostensteigerungen führen, welche u.U. nur mit Zeitverzug in den Pflegesätzen nachverhandelt werden können. Zudem kann es zu Verzögerungen oder gar kompletter Verschiebung von Investitionsprojekten kommen, wodurch das Wachstum des Konzerns eingeschränkt werden könnte. Eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten für die beschriebenen Risiken lässt sich aufgrund der bestehenden Unsicherheiten jedoch nicht vornehmen. Chancen Die Chancen für eine positive Entwicklung liegen in der demografischen Entwicklung der Gesellschaft verbunden mit einer stetig zunehmenden Zahl an Pflegebedürftigen. Die strategische Positionierung des Konzerns am Markt als mittelständisch geprägter Betrieb mit gut funktionierenden Prozessen und umfangreichen Kompetenzen lassen weitere Wachstumschancen sowohl über Zukäufe als auch die Weiterentwicklung des Bestandes als realistisch erscheinen. Aufgrund der vielfältigen Aktivitäten zur Steigerung der Attraktivität des Konzerns als langfristig stabiler und werteorientierter Arbeitgeber, bestehen Chancen, sich im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte im Vergleich zu Mitwettbewerbern positiv zu entwickeln. Explizit sei hier auf die hohe Ausbildungsquote und die erfolgreiche Integration ausländischer Fachkräfte hingewiesen. Sollte die derzeit geführte Diskussion im Rahmen der Pflegereform zu einem Abschmelzen der allgemeinen Gehaltsunterschiede führen, kann das zusätzliche Chancen für einen nachhaltig aufgestellten mittelständisch geprägten werteorientierten Arbeitgeber bedeuten. Die Veränderungen im Zuge der Einführung des Pflegestärkungsgesetzes (PSG) III können zu moderaten Ertragssteigerungen in Folge einer besseren Refinanzierung von Personalkosten im Rahmen von Vergütungsverhandlungen führen. Künftig kann auch eine "angemessene Vergütung des Unternehmerrisikos" in Pflegesatzverfahren geltend gemacht werden. Die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bestehenden Risiken zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland können auch Chancen für den Konzern mit sich bringen. Zum einen kann mit einem stabilen Geschäftsmodell und damit einhergehender Beschäftigungssicherung in Verbindung mit weiterhin steigenden attraktiven Vergütungsmodellen ein positiver Effekt auf die angespannte Arbeitskräftesituation im Pflegemarkt entstehen. Die Stabilisierung der Arbeitsmarktlage in der Pflege würde sich in der Folge weiterhin positiv auf die Angebotsmöglichkeiten für Seniorendienstleistungen auswirken, denen aufgrund der allgemeinen demographischen Entwicklung auch weiterhin eine ausreichend große Menge an Nachfrage gegenüberstehen sollte. Darüber hinaus könnte bei einer allgemein sinkenden Nachfrage nach Handwerker- und Baudienstleistungen u.U. zukünftig eine schnellere, effizientere und auch kostenoptimierte Realisierung von Bau- und Investitionsprojekten möglich sein. Dies bietet in der Folge weitere optimierte Wachstumsoptionen und schnellere Projektrealisierungen. Die dargestellten Chancen können sich positiv auf die Höhe der Pflegeerträge sowie das Konzernjahresergebnis auswirken. Eine Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten lässt sich aufgrund der bestehenden Unsicherheiten nicht vornehmen. 5. Ausblick Ausgehend von der gefestigten Marktposition des Konzerns sowie den ersichtlichen Erfolgen der eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Betriebsabläufe und Strukturen zur Hebung weiterer Synergien im Konzern, ist eine nachhaltige Stabilisierung der Ertragslage und Rentabilität für die kommenden Jahre zu erwarten. Temporäre Schwankungen im Geschäftsverlauf können dabei nicht ausgeschlossen werden. Trotz eines allgemein schwieriger werdenden Geschäftsumfeldes und einer Verschärfung des Wettbewerbes sieht sich der Konzern für die zukünftigen Herausforderungen gut positioniert. Die Führer GmbH & Co. KG arbeitet konsequent an der erfolgreichen Strategie von Weitblick und unternehmerischer Nachhaltigkeit. Wertschätzendes und verbindliches Handeln, das stets von Effizienz bestimmt ist, bildet die Basis für zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg. Aus diesem Grund wollen wir aktuell vorrangig mit der kontinuierlichen Entwicklung der bestehenden Betriebe wachsen. Neben der Schaffung und Optimierung professioneller Strukturen differenzieren wir uns weiterhin im Markt durch regionale Stärke mit bewusst dezentralen, mittelständischen Entscheidungsstrukturen. Das Kerngeschäft Pflege ist solide aufgestellt und gut vorbereitet auf die anstehenden zu lösenden Probleme. Alle Herausforderungen geht die Führer GmbH & Co. KG konstruktiv an, mit dem Vorteil weitgehender Selbstbestimmung aus der Einheit von Betrieb und Immobilie (überwiegend in nahestehenden Unternehmen) der jeweiligen Einrichtung. Die deutlichen Steigerungen in allen relevanten Kostenpositionen in Verbindung mit teilweise nur nachgelagerten Anpassungsmöglichkeiten über Pflegesatzverhandlungen werden das Ergebnis voraussichtlich weiterhin belasten. Die Unsicherheiten auf den Energiemärkten und die drastisch gestiegenen Bezugskosten treffen den Konzern aufgrund fester Kontrakte derzeit noch nicht. Mittelfristig ist jedoch mit weiteren deutlichen Kostenbelastungen auf der gesamten Sachkostenebene aufgrund immens gestiegener Inflation zu rechnen. Parallel führen umfangreiche Investitionsmaßnahmen mit Kapazitätserweiterungen teilweise zu vorlaufenden Kostenpositionen, denen erst nachgelagerte Erlöse entgegenstehen. Ausgehend von den derzeitigen Erkenntnissen und Sachlagen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist anzunehmen, dass das Kerngeschäft Pflege langfristig keine größeren negativen Folgen aus der allgemeinen Krise davontragen wird. Nach Infektionsgeschehen in Einrichtungen kann es vorübergehend zu einer Belastung der Ertragslage durch nur langsam steigende Belegungszahlen kommen. Längerfristig gehen wir von einer Normalisierung des Geschäftsverlaufes aus. Durch einen aktuell starken Fokus auf die Pflegebranche, inzwischen sehr attraktiven Verdienstmöglichkeiten sowie vielfältigen Sonderprämien in Folge der Pandemie könnte der Arbeitsmarkt in der Pflege bei allgemeiner Zunahme von Erwerbslosenzahlen sogar profitieren. Eine große Herausforderung wird die Umsetzung des Tariftreuegesetzes sein. Die bisherige Vergütungssystematik des Konzerns ist in diesem Zusammenhang grundlegend zu überarbeiten und neu mit den Kostenträgern zu verhandeln. Die zu erwartenden deutlichen Steigerungen in der Vergütung werden aktuell noch bestehende Lohnunterschiede zwischen den verschiedenen Arbeitgeberklustern weitestgehend ausgleichen. Dies kann in der Folge positive Effekte für den Konzern als modern aufgestellter und mittelständisch werteorientierter Arbeitgeber haben. Hingegen werden die im Gegenzug deutlich steigenden Eigenanteil für die Bewohner u.U. negative Auswirkungen auf die Belegung haben können. Aus heutiger Sicht gehen wir für das neue Geschäftsjahr 2022 von einer stabilen Ertragslage und einem positiven Konzernjahresergebnis aus, im Vergleich zum Vorjahr jedoch mit einem leicht rückläufigen Konzernjahresüberschuss. Dabei rechnen wir mit einer leicht gestiegenen Gesamtleistung, inflationsbedingten Kostensteigerungen sowie einer weiter steigenden Personalkostenquote.
Adelheidsdorf, 15. Juli 2022 Führer Großmoor GmbH Vertreten durch deren Geschäftsführer Burchard Führer Jan Fritsche Dr. Eike Schmedes BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Führer GmbH & Co.KG, Adelheidsdorf, Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Führer GmbH & Co.KG, Adelheidsdorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Führer GmbH & Co.KG, Adelheidsdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, 15. Juli 2022 ECOVIS
Audit AG
Dipl.-Fin.wirt Andreas Frericks, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Ralph Riese, Wirtschaftsprüfer Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2021
Konzernanhang 31. Dezember 2021A. Allgemeine Angaben Der Konzernabschluss der Führer GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2021 wird nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (§ 290 ff. HGB) in Verbindung mit den Vorschriften der Verordnung über die Rechnungs- und Buchführungspflichten der Pflegeeinrichtungen (Pflege-Buchführungsverordnung - PBV) aufgestellt (§ 3 ff. PBV). Die Führer GmbH & Co. KG ist seit dem 1. Januar 2019 100 %ige Gesellschafterin der Burchard Führer GmbH, die ihrerseits bis zum 31. Dezember 2018 einen Konzernabschluss aufgestellt hat. Die Burchard Führer GmbH macht von dem Wahlrecht des § 292 Abs. 1 HGB Gebrauch und verweist darauf, dass die Führer GmbH & Co. KG im Sinne der genannten Vorschrift einen befreienden Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 aufstellt und offenlegt. Der Konzernabschluss der Führer GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 umfasst die Jahresabschlüsse der Führer GmbH & Co. KG (Konzernmutter) sowie der Burchard Führer GmbH und deren Tochtergesellschaften. Alle Unternehmen des Konsolidierungskreises haben ihren Jahresabschluss zum Stichtag 31. Dezember 2021 aufgestellt. Die Betragsangaben erfolgen grundsätzlich in Euro (EUR). Die Gliederung der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt gemäß § 330 Abs. 1 HGB nach der Pflege-Buchführungsverordnung. Da das Mutterunternehmen ihren Jahresabschluss nicht nach den Vorschriften der Pflege-Buchführungsverordnung aufgestellt hat, wurden die Ausweise der Gewinn- und Verlustrechnungen der Führer GmbH & Co. KG auf das Gliederungsschema der Pflege-Buchführungsverordnung übergeleitet. Gemäß §§ 265 Abs. 5 und 6, 298 Abs. 1 HGB wurden zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit das Bilanzgliederungsschema um Posten erweitert bzw. Posten angepasst. Aus demselben Grund wurden Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung ergänzt bzw. Bezeichnungen von Posten entsprechend ihrem Inhalt angepasst. Die Erweiterungen des Gliederungsschemas der Konzernbilanz betreffen die Ausweise "Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen". In diesen Posten sind alle Sachverhalte bilanziert, die die Verbindungen zu weiteren Unternehmen und Personen der Unternehmensgruppe Burchard Führer betreffen, die nicht im Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses enthalten sind. Die gesetzlich vorgeschriebenen Mitzugehörigkeitsvermerke sind im Konzernanhang genannt. Der Ausweis der Verbindlichkeiten aus Verwahrgeldern gegenüber den Bewohnern der Pflegeheime erfolgt in der Konzernbilanz unter dem Posten sonstige Verbindlichkeiten und wird im Konzernanhang betragsmäßig erläutert. Der Konzernanhang wurde unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften (§ 313 f. HGB) erstellt. B. Angaben zum Konsolidierungskreis Der Konsolidierungskreis des mehrstufigen Konzerns umfasst neben dem Mutterunternehmen, der Führer GmbH & Co. KG, Adelheidsdorf, die Burchard Führer GmbH, Dessau-Roßlau sowie die folgenden Tochterunternehmen, an denen die Führer GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2021 direkt oder indirekt mehr als 50 % der Stimmrechte hält:
1) (indirekt) Tochterunternehmen der
Hannoverania Seniorenpflege GmbH
5) (indirekt) Tochterunternehmen der Michel Koch
GmbH
Der Konzernabschluss der Führer GmbH & Co. KG (Mutterunternehmen) zum 31. Dezember 2021 ist als sogenannter mehrstufiger Konzern konzipiert, da das Mutterunternehmen lediglich an der Burchard Führer GmbH zu 100 % beteiligt ist. Die Burchard Führer GmbH hält wiederum 30 Beteiligungen an den zuvor aufgeführten Unternehmen (Enkelgesellschaften). Die Burchard Führer GmbH hat seit dem 31. Dezember 2015 jährlich einen handelsrechtlichen Konzernabschluss aufgestellt. C. Angaben zu Konsolidierungsgrundsätzen und -methoden Im Konzern wurden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§ 297 ff. HGB). Die Kapitalkonsolidierung erfolgt für die Erstkonsolidierungen nach der Neubewertungsmethode. Demnach wird das konsolidierungspflichtige Eigenkapital mit einem Betrag angesetzt, der sich aus einer vollständigen Neubewertung aller Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergibt. Bezüglich des Erwerbes eines Teilkonzerns verweisen wir auf die Ausführungen zu den Angaben zum Konsolidierungskreis. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich auf den Erwerbsstichtag. Bei sukzessivem Erwerb erfolgt die Konsolidierung erst zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandene passive Unterschiedsbeträge aus Kapital-konsolidierung werden gesondert zwischen Eigenkapital und Fremdkapital in der Konzernbilanz ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge aus Kapitalkonsolidierung in Gesellschaften, die bereits lange Tochterunternehmen der Burchard Führer GmbH sind, wurden lediglich im bestehenden Teilkonzern der Burchard Führer GmbH in die Konzerngewinnrücklagen eingestellt und somit in die Aufrechnung des Teilkonzerneigenkapitals der Burchard Führer GmbH einbezogen. Entstandene passivische Unterschiedsbeträge, bei denen es sich um (sogenannte) technische Unterschiedsbeträge aufgrund einer zulässigen Unterbewertung der Anteile im Rahmen eines Anteilstausches handelt, werden erfolgsneutral in die Kapitalrücklage umgegliedert. Aktive Unterschiedsbeträge aus Kapitalkonsolidierung, die einen Geschäfts- oder Firmenwert darstellen, werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 bis 12 Jahren abgeschrieben. Zum Bilanzstichtag wird ein Niederstwerttest hinsichtlich der Beurteilung des Geschäfts- und Firmenwertes durchgeführt. Sollte eine dauerhafte Wertminderung vorliegen, wird außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert vorgenommen. Zwischenergebnisse werden eliminiert, sofern sie nicht für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind. Im Rahmen der Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden die Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den verbundenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. D. Ausweisänderungen gegenüber dem Vorjahr Aufgrund der nachfolgend dargestellten Ausweisänderungen ist die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr eingeschränkt. Gegenüber den Vorjahren wurde eine Korrektur des Ausweises der Kapitalanteile bzw. des Konzernjahresüberschusses vorgenommen. Die Ausweiskorrektur auch für die Vorjahre erfolgt dahingehend, dass die aus Einzelabschlussebene der Muttergesellschaft vorgenommene Verrechnung des Jahresergebnisses mit den Kapitalanteilen des Kommanditisten, gleichlautend auch in der Konzernbilanz erfolgt. Die ergebnisneutrale Ausweiskorrektur beträgt insgesamt TEUR 463 (i.Vj. TEUR - 41). Darüber hinaus wird im Berichtsjahr die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erstmalig bis zum Konzernbilanzgewinn (i.Vj. Konzernbilanzverlust) fortgeführt. Gleichlautend erfolgt der Ausweis im Eigenkapital der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021. E. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die entgeltlich erworbenen und im Konzernabschluss (bzw. im Teilkonzernabschluss der Burchard Führer GmbH) bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus unterschiedlichen Sachverhalten, die ganz überwiegend im Zusammenhang mit Erwerben von weiteren Teilbetrieben bestanden. Es handelt sich dabei neben Erwerben von ambulanten Pflegeeinrichtungen beispielsweise auch um den Erwerb von Hotelausstattungen und damit zusammenhängenden Vorräten. Für die einzelnen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden individuelle Nutzungsdauern im Wege kaufmännischer Schätzungen festgelegt, die zwischen 5 und 12 Jahren variieren. Den Schätzungen lagen dabei insbesondere Vertragslaufzeiten als auch die Altersstruktur der Bewohner zu Grunde. Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstandene Firmen- und Geschäftswerte werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 bis 12 Jahren planmäßig linear abgeschrieben. Der Schätzung der individuellen betrieblichen Nutzungsdauer liegen folgende ermessenbehaftete Annahmen zu Grunde:
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet; für das allgemeine Kreditrisiko bestehen pauschale Abschläge. Die liquiden Mittel werden zum Nominalbetrag angesetzt. Zu den Ausweisen des Konzerneigenkapitals vgl. den Konzern-Eigenkapitalspiegel in der Anlage 1.4 . Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen resultiert aus in Vorjahren vereinnahmten und passivisch ausgewiesenen Investitionszuschüssen und -zulagen. Der Posten wird entsprechend der jeweiligen Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst. Die Rückstellungen für Pensionen wurden entsprechend der nach den versicherungsmathematischen Gutachten ermittelten Werte bilanziert. Als Bewertungsverfahren wurde die Projected-Unit-Methode angewendet. Der Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden nachfolgende biometrische und ökonomische Annahmen zugrunde gelegt:
Die jeweiligen Intervalle der "Dynamik der anrechenbaren Bezüge" und der "Anpassung der laufenden Renten" werden aus den betreffenden Einzelgutachten der Einzelgesellschaften zusammengefasst. Es wurde unterstellt, dass die Renten monatlich in gleicher Höhe gezahlt werden. Die Annahmen zum Gehalts- und Rententrend stützen sich auf in der Vergangenheit beobachteten Entwicklungen, berücksichtigen das nationale Zins- und Inflationsniveau und die Arbeitsmarktentwicklung. Basis für die Schätzung der durchschnittlichen Lebenserwartung bilden anerkannte biometrische Rechnungsgrundlagen. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank für den Stand Monatsende 12/2021 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt 1,87 %. Die Berechnung erfolgt unter Berücksichtigung von Rententrends und Gehalttrends. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gem. § 253 Abs. 2 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zins gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt. Latente Steuern beruhen auf den temporären Unterschieden zwischen den Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht der Pflege-Buchführungsverordnung. F. Erläuterungen zur Konzernbilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und die Entwicklung der in der Konzern-Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Geschäftsjahr 2021 sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die einzelnen Posten des Anlagevermögens sind im Konzern-Anlagenspiegel (Anlage 1.5a) dargestellt. Der Geschäfts- und Firmenwert setzt sich wie folgt zusammen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und deren Restlaufzeiten werden nachfolgend im Forderungsspiegel angeben:
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.149 (i.Vj. TEUR 4.125) enthalten. Die Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 938 (i.Vj. TEUR 690) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 9.137 (i.Vj. TEUR 9.190) sonstige Vermögensgegenstände. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2021 ist im Konzern-Eigenkapitalspiegel (Anlage 1.4) dargestellt. Die Kapitalanteile in Höhe von TEUR 146 (i.Vj. TEUR 163) resultieren aus dem Einzelabschluss der Muttergesellschaft Führer GmbH & Co.KG. Die Zusammensetzung der Kapitalrücklage (TEUR 40.127; i.Vj. TEUR 40.127) ergibt sich in Höhe von TEUR 36.543 (i.Vj. TEUR 36.543) aus dem Einzelabschluss des Mutterunternehmens. Der Konzernjahresüberschuss 2021 in Höhe von TEUR 6.469 (i.Vj. TEUR 1.462) wirkt sich in voller Höhe eigenkapitalerhöhend aus. Der Konzernbilanzgewinn (i.Vj. Konzernbilanzverlust) hat sich wie folgt entwickelt:
Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Der Auflösungsbetrag für das Geschäftsjahr 2021 beläuft sich auf TEUR 303 (i.Vj. TEUR 303). Passivischer Unterschiedsbetrag Der aus der Kapitalkonsolidierung im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandene passivische Unterschiedsbetrag beträgt TEUR 876 und betrifft in Höhe von TEUR 742 die Pflegeheim Paudritzsch GmbH, in Höhe von TEUR 118 die Holsatia Seniorenpflege GmbH und in Höhe von TEUR 16 die HWS GmbH. Im Berichtsjahr erfolgte eine erfolgswirksame ratierliche Auslösung in Anlehnung an die Nutzungsdauer der Anlagegüter von TEUR 146. Rückstellungen Die Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen. Die unter Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen ausgewiesenen Verpflichtungen von TEUR 1.303 (i.Vj. TEUR 1.071) beinhalten Im Berichtsjahr ausschließlich Pensionsverpflichtungen. Im Vorjahr enthielten die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 212 verrechnete Vermögenswerte aus dem Abschluss einer Rückdeckungsversicherung. Bei den verrechneten Vermögenswerten handelte es sich um eine Rückdeckungsversicherung in Form einer Lebensversicherung, welche im Berichtsjahr aufgrund Erreichung der Altersgrenze an die betroffene Betriebsgesellschaft in voller Höhe ausgezahlt worden ist. Die Bewertung zum Stichtag erfolgt anhand eines Gutachtens. Der Unterschiedsbetrag, der sich zu der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz für sieben Geschäftsjahre ergibt (1,35 % i.Vj. 1,6 %) beträgt im Berichtsjahr TEUR 79 (i.Vj. TEUR 107). Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 2.883 (i.Vj. TEUR 2.824), Rückstellungen für Jahresabschlusserstellung/ Steuererklärungen in Höhe von TEUR 240 (i.Vj. TEUR 194) und Rückstellungen für Archivierung in Höhe von TEUR 101 (i.Vj. TEUR 100). Die Personalrückstellungen resultieren insbesondere aus ausstehenden Urlaub sowie Überstunden. Verbindlichkeiten Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten und deren Restlaufzeiten werden nachfolgend im Verbindlichkeitenspiegel angegeben:
Die zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 13.695 (i.Vj. 14.733) sind in voller Höhe durch Grundschulden mittels Grundbucheintragungen besichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber Träger der Einrichtung/ Gesellschafter in Höhe von TEUR 260 (i.Vj. TEUR 298) enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 135 (i.Vj. TEUR 25) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von TEUR 5 (i.Vj. TEUR 39) sonstige Verbindlichkeiten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Verwahrgeldern von TEUR 707 (i.Vj. TEUR 659). Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 649 (i.Vj. TEUR 631) und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit von TEUR 2 (i.Vj. TEUR 7). Latente Steuern Die Berechnung der latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgt unter Berücksichtigung des § 274 Abs. 2 HGB. Die anzusetzenden passiven latenten Steuern ergeben sich im Wesentlichen aus der Neubewertung der Immobilien und betragen TEUR 1.496 (i.Vj. TEUR 1.541) zum 31. Dezember 2021. Die Bewertung der passiven latenten Steuern erfolgte auf Basis des Steuersatzes von 15,825 % (i.Vj. 15,825 %) (Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag). G. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren unter Berücksichtigung der Vorschriften zur Pflege-Buchführungsverordnung gewählt. Da das Mutterunternehmen des Gesamtkonzerns Führer GmbH & Co. KG als auch das Mutterunternehmen des Teilkonzerns Burchard Führer GmbH, im Gegensatz zu allen Tochterunternehmen, ihren Jahresabschluss gemäß den Vorschriften des HGB und nicht nach den Vorschriften der Pflege-Buchführungsverordnung aufgestellt hat, wurden die Ausweise der Gewinn- und Verlustrechnung der Führer GmbH & Co. KG und der Burchard Führer GmbH auf das Gliederungsschema der Pflege-Buchführungsverordnung übergeleitet. Gesamtleistung Die Gesamtleistung setzt sich bei Abgrenzung nach Tätigkeitsfeldern wie folgt zusammen:
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 335 (i.Vj. TEUR 640) enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich um Erträge aus Rückvergütungen und Erstattungen für Vorjahre sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen belaufen sich auf TEUR 96 (i.Vj. TEUR 168) und betreffen insbesondere Rückstellungen für Abschlusserstellung, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Archivierungskosten. Darüber hinaus sind in Höhe von TEUR 146 (i.Vj. TEUR 146) Erträge aus der Auflösung des Unterschiedsbetrages aus der Kapitalkonsolidierung enthalten. Personalaufwendungen Die Aufwendungen für die Altersversorgung belaufen sich insgesamt auf TEUR 158 (i.Vj. TEUR 233). Abschreibungen Die Abschreibungen auf Anlagevermögen belaufen sich insgesamt auf TEUR 3.823 (i.Vj. TEUR 3.839). Einzelheiten zur Entwicklung des Anlagevermögens sind der Anlage zum Anhang zu entnehmen. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 283 (i.Vj. TEUR 291) enthalten. Im Wesentlichen handelt es sich um Aufwendungen aus Weiterbelastungen sowie Nachzahlungen von Beiträgen und Gebühren. Zinsaufwendungen Die Aufwendungen aus der Aufzinsung der Rückstellungen für Pensionen belaufen sich auf TEUR 33 (i.Vj. TEUR 35). Steuern In dem Posten Steuern, Abgaben und Versicherungen in Höhe von TEUR 4.550 (i.Vj. TEUR 2.202) sind neben der Grundsteuer von TEUR 43 (i.Vj. TEUR 43) auch die Körperschaftssteuer inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 1.572 (i.Vj. TEUR 426) enthalten. In dem Posten sind in Höhe von TEUR 46 (i.Vj. TEUR 46) Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuer enthalten. H. Sonstige Angaben Mitarbeiterzahl im Konzern Die Mitarbeiteranzahl zum 31. Dezember 2021 lag bei 3.191 (i.Vj. TEUR 3.276) im Jahresdurchschnitt. Darin enthalten sind im Jahresdurchschnitt 2.203 (i.Vj. TEUR 2.258) Pflegekräfte und 988 (i.Vj. TEUR 1.018) Nicht-Pflegekräfte. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Am Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 lagen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 140.957 (i.Vj. TEUR 159.706) vor. Die genannten Verträge haben dabei eine durchschnittliche Laufzeit zwischen 2 und 10 Jahren.
Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds ist der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. In der Kapitalflussrechnung entspricht er dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks". Im Berichtsjahr enthält der Finanzmittelbestand ausschließlich Schecks, den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Honorar des Konzernabschlussprüfers Das vom Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Honorar beträgt:
Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens laut Registergericht
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch die Führer Großmoor GmbH, Adelheidsdorf, und deren Geschäftsführer vertreten:
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird entsprechend § 286 Abs.4 HGB verzichtet. Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB Alle Gesellschaften aus der Konzernanteilsübersicht (Abschnitt B. Angaben zum Konsolidierungskreis) mit Ausnahme der HWS GmbH, Stößen, nehmen die Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 4 HGB in Anspruch. Entwicklungen/ Ereignisse nach Bilanzstichtag Die Folgen der seit Anfang 2020 fortschreitenden Ausbreitung des Coronavirus sind auch in 2022 noch nicht abschließend abschätzbar. Auch die Folgen der seit Ende Februar 2022 fortschreitenden Ukraine-Krise vor allem im Bereich der Preisentwicklung auf dem Energiesektor sind noch nicht abschätzbar. Beide Ereignisse können sich jedoch auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage spürbar auswirken. Wir verweisen dazu auf unsere Erläuterungen in Anlage 1.6 Konzernlagebericht unter Pkt. 4 und 5. Darüber hinaus sind keine Entwicklungen und Ereignisse von besonderer Bedeutung mit Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten. Vorschlag der Konzernergebnisverwendung Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens, der Führer GmbH & Co.KG, wird den Gesellschafterkonten zugewiesen.
Adelheidsdorf, 15. Juli 2022 Führer Großmoor GmbH Burchard Führer Jan Fritsche Dr. Eike Schmedes Vertreten durch deren Geschäftsführer |
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