DEVA-Kunststofftechnik GmbHLiquidiert
32657 Lemgo, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Dag Peter Jessel seit 23.10.2015 | Geschäftsführer |
Thomas Friedemann Sturm seit 2.7.2015 | Geschäftsführer |
Thorsten Wobbe seit 1.6.2015 | Prokura |
Nils Waterboer seit 1.6.2015 | Prokura |
Marcus Dr. Bernards seit 2.4.2013 | Geschäftsführer |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DEVA-Kunststofftechnik GmbHLemgoJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014DEVA-Kunststofftechnik GmbH, LemgoA. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS 1. Allgemeines Die DEVA-Kunststofftechnik GmbH, Lemgo, ist eine 100 %-Tochtergesellschaft der E.l.S. Holding GmbH, Euskirchen, und ist dem Bereich Aviation Products bei der E.l.S.-Gruppe zugeordnet. Sie produziert technische Kunststoffteile und zählt vornehmlich auf dem Gebiet der Luft- und Raumfahrt in ihrem speziellen Marktsegment zu den führenden europäischen Herstellern. Das Produktprogramm umfasst neben Kunststoffspritzgießartikeln aus fast allen gängigen Materialien auch nahezu alle Hochtemperaturkunststoffe für die Herstellung von Kunststoffspritzgießartikeln in der Zivil- und Militärluftfahrt nebst Herstellung von Prototypen- und Spritzgießwerkzeugen für die Serienfertigung. Sitz und einziger Standort des Unternehmens ist in 32657 Lemgo, im Hengstfeld 26. Die Gesamtbetriebsfläche von rd. 3.500 m² befindet sich auf einem gepachteten Betriebsgelände von rund 11.500 m², wovon 4.300 m² noch als Reservegrundstück zur Verfügung stehen. Für die Grundstücke besteht eine Kaufverpflichtung zum 1. Januar 2017. Der Hauptabsatzmarkt ist mit ca. 85 % die Flugzeugindustrie, die übrigen 15 % entfallen auf die Büromöbel, Haushaltsgeräte- und Elektroindustrie sowie auf Medizintechnik, Schifffahrt und Werbemittel. Zuverlässigkeit, Präzision, Produktvielfalt, kurze Lieferzeiten, Fairness, Partnerschaftlichkeit und persönlicher Kontakt mit unseren Kunden bilden die Basis unseres Erfolgs. Dabei stehen die Wünsche unserer Kunden im Mittelpunkt einer kontinuierlichen Suche nach immer besseren Lösungen. 2. Mitarbeiter Der Personalbestand betrug zum Jahresende 87 Mitarbeiter, von denen 16 im technisch-kaufmännischen Bereich und 71 im übrigen gewerblichen Bereich tätig waren. Darüber hinaus bestanden zwei Ausbildungsverhältnisse. Die Anpassung an Beschäftigungsschwankungen wird durch flexible Arbeitszeiten (Zeitkonten) gewährleistet. Ergänzend werden in den Spitzenzeiten Leiharbeiter eingesetzt. 3. Forschungs- und Entwicklungsbericht Wir unterhalten eine eigene innovative Konstruktions- und Entwicklungsabteilung, um den besonderen Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden. lm Kalenderjahr 2014 haben wir ein europäisches Forschungsprojekt der kunststoffverarbeitenden Industrie aus dem Bereich Kunststoffschweißen abgeschlossen. Im Anschluss daran haben wir uns an der ersten Ausschreibungsphase eines Folgeprojektes beteiligt. B. WIRTSCHAFTSBERICHT 1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Volkswirtschaft hat in 2014 eine Steigerung des Bruttoinlandsproduktes von ca. 1,5 % erreicht. Damit lag das Bruttoinlandsprodukt nach einem moderaten Wachstum in den beiden Vorjahren sogar über dem Durchschnitt (1,2 %) der letzten zehn Jahre. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt war robust. lm Jahr 2014 war ein deutlicher Anstieg bei den Reallöhnen zu verzeichnen. Die Inflationsrate hat sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren reduziert und lag im Zeitraum von 2004 bis 2014 bei einem Mittel von 1,75 %. Die Flugzeugindustrie profitiert von einem anhaltenden Auftragsboom. Der Auftragseingang entspricht weiterhin dem Mehrfachen der Jahresproduktion. Als Folge dieser positiven Entwicklung sind die Auftragsbücher der Flugzeugindustrie für die folgenden acht Jahre gefüllt. Die Erhöhung der Jahresproduktion nahezu aller in Serie gefertigten Flugzeuge ist geplant und befindet sich derzeit mit einer Erhöhung um ca. 5 % in der Realisierungsphase. Mit der Auslieferung des Airbus A350 im abgelaufenen Jahr konnte ein weiteres Langstreckenflugzeug etabliert werden, für das die Gesellschaft zahlreiche Fertigungsaufträge durchführt. Die Luftfahrtbranche ist weiter im Wandel. lm Zuge der höheren Produktionsraten werden an die Prozesse der Hersteller und Zulieferer höhere Anforderungen gestellt und die Lieferketten optimiert. Dazu kommt es im Einkauf der großen Hersteller vermehrt zu einer Reduktion der Lieferanten bei gleichzeitiger Vergabe von umfangreicheren Paketen an weniger Lieferanten der ersten Lieferkette. Lieferanten, die nicht in der ersten Reihe direkt mit Projekten beauftragt werden können, haben nur die Möglichkeit, als Unterauftragnehmer in der zweiten Reihe beauftragt zu werden. Gespräche mit z. B. Airbus haben ergeben, dass die DEVA-Kunststofftechnik GmbH, Lemgo, gerne in der ersten Reihe gesehen wird. Da der gesamte Verkauf von Flugzeugen in USD abgewickelt wird und die Hersteller einen Teil der Wechselkursrisiken an ihre Unterlieferanten abgeben wollen, ist es in der Luftfahrtbranche zunehmend wichtiger, einen Teil des Geschäfts in USD zu realisieren. Insbesondere in den stark wachsenden Absatzmärkten wie beispielsweise Indien oder China ist die Erfüllung von Lieferverpflichtungen enorm wichtig. Airbus erfüllt diese in China z. B. mit der Errichtung einer Endmontagelinie für das Flugzeug vom Typ A320 und erwartet, dass die Zulieferer ebenso einen Anteil zur Erfüllung dieser Verpflichtungen übernehmen. Im Zuge der guten Konjunktur konnte bei den Kunden aus anderen Segmenten (Büromöbel, Maschinenbau, Haushaltsgeräte) ein weiterer Anstieg des Auftragsvolumens verzeichnet werden. Der Preisdruck hält trotz höherer Nachfrage unverändert an. Die Renditen werden zudem durch weiter steigende Material- und Energiepreise sowie durch höhere Lohnkosten belastet. 2. Ertragslage Die Umsatzerlöse unseres Unternehmens konnten im abgelaufenen Jahr erneut gesteigert werden. Mit einem Zuwachs von ca. 5 % sind sie jedoch unter unserer Planung geblieben. Insbesondere die Erlöse aus dem Luftfahrtbereich haben zu einem Anstieg um TEUR 665 auf TEUR 14.530 beigetragen. Aufgrund der Bestandsminderung ist die Gesamtleistung (ohne sonstige betriebliche Erträge) in Höhe von TEUR 14.230 auf einem ähnlichen Niveau zum Vorjahr geblieben. Die betrieblichen Aufwendungen ohne Abschreibungen sind im Vergleich zur Gesamtleistung überproportional gesunken, so dass daraus ein verbessertes operatives Ergebnis vor Abschreibungen resultiert. Das liegt vor allem daran, dass die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Aufwendungen für bezogene Leistungen weiter deutlich gesenkt werden konnten und somit eine Reduzierung der Materialaufwandsquote von 40,5 % im Vorjahr auf 33,7 % im aktuellen Jahr erreicht wurde. Insgesamt ergibt sich ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.445 (Vorjahr: TEUR 1.011), der unsere Planung deutiich übertroffen hat. Die Abschreibungen sind erneut leicht auf TEUR 1.002 angestiegen, da im abgelaufenen Jahr erstmals eine komplette Jahresabschreibung der von der DEVA-Kunststofftechnik GmbH, Lemgo, erworbenen beweglichen Vermögensgegenstände enthalten ist. Aufgrund der verbesserten Ertragssituation sind die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ebenfalls um TEUR 178 im Vergleich zum Vorjahr erhöht. 3. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist mit TEUR 13.264 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 915 gestiegen. Ursache dafür ist im Wesentlichen ein Anstieg bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die im Rahmen des Cash-Poolings in der E.I.S.-Gruppe deutlich zugenommen haben. Damit einhergehend hat sich der Bestand an liquiden Mitteln um ca. TEUR 602 auf TEUR 213 reduziert. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Lieferantenrechnungen werden unter lnanspruchnahme von Skonto bezahlt. Gegenüber der ehemaligen Anteilseignerin DEVA-Verwaltungen GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Lemgo, bestehen per 31. Dezember 2014 sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4.554. Hierbei handelt es sich um Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem Erwerb von Vermögensgegenständen von der DEVA Kunststofftechnik GmbH & Co. KG, Lemgo. Die Eigenkapitalquote konnte trotz der weiterhin hohen sonstigen Verbindlichkeiten auf 55,8 % erhöht werden und liegt damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 48,2 %). Aufgrund des Miet- und Pachtvertrags werden die Gebäude und Geschäftsräume bis Ende 2016 weiter angemietet und gepachtet. Investitionen in neue Anlagen und Maschinen werden von der DEVA-Kunststofftechnik GmbH, Lemgo, getätigt. lm Werkzeugbau sowie im Produktionsbereich wird weiter in moderne Maschinen investiert. 4. Zusammenfassende Feststellung Unsere Vermögens, Finanz- und Ertragslage ist geordnet. Wir sind jederzeit in der Lage, den fälligen Zahlunsverpflichtungen nachzukommen. C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 1. Risiken der künftigen Entwicklung lm Rahmen unserer Geschäftstätigkeit sehen wir uns mit folgenden wesentlichen Risikofeldern konfrontiert: Das Unternehmen ist aufgrund seiner Geschäftstätigkeit erheblich von den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere der Flugzeugindustrie, betroffen. Der globale Wettbewerb unter den Flugzeugbauern ist ausgeprägt, entsprechend hart ist der Wettbewerb unter den Zulieferern. Die Übernahme branchenfremder Standards, z. B. aus der Automobilindustrie zur Durchsetzung von Preiszugeständnissen, oder die Übertragung von Währungsrisiken an die Ausrüstungsindustrie verdeutlichen dies. An dieser Stelle sei auf Einsparprogramme seitens der Airbusindustrie hingewiesen, welche insbesondere langfristige Preisvereinbarungen, andere Zahlungsziele und Lieferkonditionen beinhalten. Da wir deutlich mehr als die Hälfte der Umsätze mit Luftfahrtkunden erzielen, würde der Verlust dieser Kunden ein wesentliches Risiko unserer Geschäftstätigkeit darstellen. Jedoch sei auch erwähnt, dass langfristige Abnahmeverträge bestehen. Auch im Jahr 2014 wurde mit den wesentlichen Kunden weiter über neue Rahmenverträge verhandelt, die eine unbegrenzte Laufzeit haben und die Preise für drei bis sieben Jahre festschreiben. Eine stagnierende oder gar rückläufige Konjunktur in diesen Bereichen kann sich mittelfristig auf die Auftragszahlen des Unternehmens und somit auf den Umsatz auswirken. Als Zulieferbetrieb für wenige Hauptabnehmer können sich negative Entwicklungen bei diesen Kunden unmittelbar auf unser Unternehmen auswirken. Da diese Unternehmen weltweit tätig sind, unterliegen sie ebenfalls allgemeinen Wechselkursrisiken mit entsprechenden Auswirkungen auf den Preis und die Nachfrage. lm Rahmen der Vertragsverhandlungen wurden wir angehalten, einen Teil des Umsatzes in USD zu fakturieren, da unsere Kunden auch in dieser Währung bezahlt werden. Wir versuchen entsprechend der USD-Einnahmen auch Zukäufe zu tätigen, z. B. Rohmaterial und Normteile in USD zu beziehen. Bei unseren Kunden ist eine Tendenz vorhanden, mehr und mehr Risiken hinsichtlich Produktentwicklung sowie Investions- und Finanzierungskosten auf die Zulieferer zu verlagern. Wir wägen die Risiken genau ab und nehmen daher Aufträge in Abhängigkeit von unserer bestehenden Kapazität und des geplanten Investitionsvolumens an. Bei dem Airbus A350 haben wir in die Entwicklung der Werkzeuge investiert, die mit der Produktion über einen Zeitraum der Herstellung von 200 Flugzeugen amortisiert werden. Um dem Risiko einer Programmverzögerung und damit einer langen Amortisierungsdauer zu begegnen, haben wir vertraglich vereinbart, dass die Restsumme spätestens Ende 2016 als Einmalzahlung beglichen wird. Bonitäts- oder auch Liquiditätsrisiken können wir aufgrund des ausreichenden Bestands an liquiden Mitteln und bestehender Kreditlinien sowie der Cash-Pooling-Vereinbarung nicht erkennen. Risikobehaftete Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Es bestehen grundsätzlich Währungsrisiken, die jedoch aufgrund des bislang geringen Umfangs von Fremdwährungsgeschäften überschaubar sind. Sofern die Fremdwährungsgeschäfte ansteigen, werden wir geeignete Sicherungsmaßnahmen ergreifen. Vorstehende Einflussfaktoren enthalten aber nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für die weitere Unternehmensentwicklung. So erhielten wir von der Luftfahrtindustrie Aufträge für neue zukunftsweisende Projekte. lm Jahr 2014 verbuchten wir einen guten Auftragseingang von Neuprojekten. Für das Jahr 2015 stehen weitere erfolgversprechende Ausschreibungen ins Haus. Diese Aufträge und Ausschreibungen werden zu einer langfristigen Umsatzerhöhung führen. Im Bereich der Büromöbel- und der Elektroindustrie beziehen einige Kunden aus Kostengründen viele einfache Werkzeuge und Serienartikel aus China und/oder anderen Billiglohnländern. Ein Weiterbestehen am Standort Deutschland ist nur durch beste Qualität, mehr Flexibilität, deutlich festere Kundenbindung, Gewissenhaftigkeit und Kompetenz sowie erstklassig geschulte Mitarbeiter möglich. Bei einigen Kunden kann man jedoch bereits tendenziell hören, dass die erhoffte und zugesagte Leistung, Qualität und Lieferzeit dieser neuen Zulieferer immer weniger eingehalten werden. Trotzdem werden auch wir für den Bau von einfacheren Werkzeugen gegebenenfalls ausgewählte und zuverlässige Zulieferer aus China auswählen. Unerwartete Rückschläge können sich unmittelbar auf das Käuferverhalten auswirken und zu Umsatzeinbußen führen. Bislang konnten wir uns allerdings gut im Markt behaupten und sind zuversichtlich, dass uns das auch in Zukunft gelingt. Mit unseren Lieferanten pflegen wir eine enge und partnerschaftliche Beziehung, die wir zum Teil durch gemeinsame Entwicklungen festigen. Um möglichen Engpässen oder Ausfällen zu begegnen, beobachten wir ergänzend den Beschaffungsmarkt. lm Rahmen der betrieblichen Tätigkeit ergeben sich vielfältige Risiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens erheblich beeinträchtigen können. Hierzu zählen auch mögliche technische Ausfälle, Brände und ähnliche Ereignisse, die zwar potenziell hohe Schäden verursachen können, deren Eintrittswahrscheinlichkeit jedoch verhältnismäßig gering ist. Diesen Risiken begegnet das Unternehmen neben vorbeugenden Maßnahmen wie Alarm- und Brandschutzanlagen mit Direktaufschaltung, entsprechenden Versicherungen, regelmäßigen Datensicherungen und einem speziellen "Werkzeugbunker" (feuersichere Stellplätze für nur langfristig wiederzubeschaffende kundeneigene Werkzeuge/Produktionsmittel). Gesamteinschätzung der Risikosituation Von den beschriebenen Risiken kann potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ausgehen. Jedoch sind unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Tatsachen und Umstände derzeit keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des Unternehmens in einem überschaubaren Zeitraum gefährden können. 2. Chancen der zukünftigen Entwicklung Für 2015 wird für Deutschland mit einer weiteren Belebung der Wirtschaft und einem damit verbundenen Wirtschaftswachstum von ca. 1,5 % gerechnet. Die Marktchancen im Luftfahrtbereich sind aufgrund der vorhergesagten Passagierzahlen positiv. So soll die Tourismusbranche in den nächsten zehn Jahren vor allem durch die Entwicklungen in China, Indien und Südamerika und den hohen Ersatzbedarf für Flugzeuge mit hohem Treibstoffverbrauch durch neue sparsamere und geräuschärmere Modelle doppelt so schnell wachsen wie die Weltwirtschaft. Die aktuellen weltweiten Krisenherde beeinflussen diesen Trend nicht, da sie insbesondere die Fluggesellschaften, die ihre Flugrouten ändern oder verlegen müssen, und weniger die Flugzeugbauer betreffen. Die Flugzeughersteller wie z. B. Boeing rechnen mit einem jährlichen Zuwachs der Flüge um 5 %, wovon auch wir indirekt profitieren dürften. ln den kommenden zwei Jahrzehnten wird mit einem Neubedarf von über 28.000 Flugzeugen mit einem Marktwert von USD 2.800 Mrd. gerechnet. Neue Flugzeugmodelle werden den Entwicklungsaufwand weiter ansteigen lassen und somit auch die Auslastung unseres Unternehmens, auch wenn es kurzfristig immer wieder zu Schwankungen in der Beschäftigung kommen kann. Durch die Zusammenarbeit mit den anderen Gesellschaften in der E.l.S.-Gruppe erfüllen wir auch die geforderten Größenanforderungen der Flugzeugbauer immer besser und haben so die Möglichkeit, auch an größeren Ausschreibungen der Flugzeughersteller teilzunehmen. Die Kaufzurückhaltung der letzten Jahre in der Büromöbelindustrie und die Veränderung der Büroarbeitsplatzlandschaft ergeben einen Nachholbedarf an modernen, funktionellen Büromöbeln. Hier steht im Vordergrund, die Effizienz des Angestellten zu steigern, und das geht nur mit einem Arbeitsplatz, der dem individuellen Anforderungsprofil des Mitarbeiters im Speziellen in Funktionalität entspricht. Qualitative Anforderungen werden gegenüber den Billigprodukten aus Fernost an Bedeutung gewinnen, wovon auch unser Unternehmen profitieren könnte. 3. Umsatz- und Ergebnisentwicklung Die bisherige Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis liegt im Rahmen unserer Erwartungen. Unter Berücksichtigung der bisherigen Entwicklung erwarten wir für das Wirtschaftsjahr 2015 einen aufgrund neu anlaufender Projekte und erhöhter Abnahme der Hauptkunden erneut steigenden Umsatz von ca. 5 % bis 10 %. Aufgrund und trotz des weiter erhöhten Kostendrucks erwarten wir ein etwa gleichbleibendes bis moderat steigendes positives Ergebnis vor Steuern. Dieses erwartete Wachstum entspricht der Erfahrung aus den letzten Jahren, in denen wir aufgrund des langfristigen Charakters des Geschäfts recht genau den Umsatz für die kommenden zwölf Monate prognostizieren konnten. D. NACHTRAGSBERICHT Ereignisse von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wäre, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Lemgo, den 18. Mai 2015 gez. Marcus Bernards, Geschäftsführer gez. Thomas Sturm, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2014DEVA-KUNSTSTOFFTECHNIK GMBH, LEMGOAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014DEVA-Kunststofftechnik GmbH, LemgoAllgemeine Angaben Der Jahresabschluss der DEVA-Kunststofftechnik GmbH, Lemgo, wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind grundsätzlich im Anhang aufgeführt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Die geltenden handelsrechtlichen Bewertungsvorschriften wurden unter Berücksichtigung der Fortführung der Unternehmenstätigkeit beachtet. Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden wurden beibehalten. Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen vermindert. Daneben sind im Anlagevermögen immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen aufgrund nur wirtschaftlicher Vermögenszuordnung bilanziert worden. Zivilrechtlich erfolgt der Eigentumsübergang gemäß Vertrag vom 18.02.2013 frühestens am 01.01.2017. Eine entsprechende Verbindlichkeit wurde passiviert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet worden. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen die Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten. Die Herstellungskosten der Halb- und Fertigteile wurden unter Berücksichtigung des Fertigungsgrades mit den Einzelkosten und angemessenen Teilen der notwendigen Gemeinkosten ermittelt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen wurden für erkennbare Einzelrisiken Wertberichtigungen gebildet. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden. Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag (ohne Umsatzsteuer), die erhaltenen Anzahlungen wurden auf der Passivseite mit dem Erfüllungsbetrag (ohne Umsatzsteuer) ausgewiesen. Die liquiden Mittel werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden grundsätzlich verrechnet ausgewiesen. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in EURO umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Guthaben bei Kreditinstituten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamitteikurs am Bilanzstichtag bewertet worden. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem zum Anhang beigefügten Anlagengitter ersichtlich; das Anlagengitter weist auch die Aufteilung der Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres aus. Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt T€ 22,2 (Vorjahr: T€ 32,4), diese sind unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen T€ 5.039,7 Forderungen gegen Gesellschafter (Vorjahr: T€ 2.143,8). lm Geschäftsjahr resultieren diese in Höhe von T€ 5.038,7 aus einer Cash-Pooling-Vereinbarung und in Höhe von T€ 1,0 aus Lieferungen und Leistungen. Eine gesonderte Besicherung wurde nicht vereinbart. Die Rechnungsabgrenzung dient der periodengerechten Gewinnermittlung. Die Beträge haben Forderungscharakter. in dem Posten sonstige Rückstellungen sind Rückstellungen für Personalkosten (T€ 258,3), Rückstellungen für Aufbewahrungspflicht (T€ 66,5), Rückstellungen für Gewährleistungen (T€ 68,8), Rückstellungen für Abschluss und Prüfung (T€ 35,0) sowie übrige (T€ 87,4) enthalten. Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt T€ 966,5 (Vorjahr: T€ 1.225,0).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind in Höhe von T€ 4.553,5 Verbindlichkeiten aufgrund von wirtschaftlicher Vermögenszuordnung erfolgter Bilanzierungen passiviert worden. Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von rund T€ 343,0 p. a. (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: T€ 96,0 p. a.) aus Leasingverträgen zur Nutzung von Maschinen mit festen Laufzeiten bis zum 01.08.2016, 15.08.2016 bzw. 01.10.2016 und aus Mietverträgen für das genutzte Betriebsgrundstück mit einer festen Laufzeit bis zum 31.12.2016 sowie eine anschließende Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von T€ 2.200,0. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 9,5 und periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 11,8 enthalten. Die Aufwendungen resultieren aus Forderungsverlusten, aus Versicherungsbeiträgen für das Vorjahr sowie aus der Verminderung eines erhaltenen Bonus für das Vorjahr. Die Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen. Zum 01.12.1997 wurde eine betriebliche Altersversorgung eingerichtet. Die berücksichtigten Mitarbeiter bekamen eine Kapitalzusage zum 65. Lebensjahr. Die Versorgung erfolgte über eine externe Unterstützungskasse, die zur Finanzierung der Zusagen Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen hat, dessen jährliche Versicherungsprämien von der Gesellschaft getragen werden. Die über die abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen garantierten Kapitalleistungen werden unter Umständen in bestimmten Fällen nicht in voller Höhe die Kapitalzusage an den jeweiligen Mitarbeiter erreichen. Bei Abschluss der Rückdeckungsversicherungen wurde damit gerechnet, dass die Überschussbeteiligung der Versicherung jedenfalls ausreicht, die Zusagen zu decken. Sofern das aktuell niedrige Zinsniveau noch sehr lange fortbesteht, ist jedoch davon auszugehen, dass hier Deckungslücken entstehen werden, für die die Gesellschaft ggf. einstehen muss. Die Kapitalzusagen für die hiervon betroffenen Mitarbeiter werden in durchschnittlich ca. 13 Jahren fällig. Die Steuern betreffen ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Sonstige Angaben Mit Wirkung vom 19.02.2013 werden die Anteile der DEVA-Kunststofftechnik GmbH zu 100 % von der E.l.S. Holding GmbH, Euskirchen, gehalten. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der E.l.S. Holding GmbH, Euskirchen, mit einbezogen, welche für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss wird beim elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Geschäftsführer im Geschäftsjahr waren: Herr Dr. Marcus Bernards, Dipl.-Ingenieur Herr Thomas Sturm, Dipl.-Ingenieur (seit 15.05.2015) Herr Dr. Florian Cramer, Kaufmann (bis 13.02.2015) Frau Petra Windmann, Dipl.-Ingenieurin (bis 15.05.2015) Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. lm Geschäftsjahr 2014 wurden durchschnittlich86,5 Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon waren 1 leitender Angestellter, 12,75 Angestellte und 72,75 gewerbliche Arbeitnehmer. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Lemgo, den 18. Mai 2015 gez. Dr. Marcus Bernards, Geschäftsführer gez. Thomas Sturm, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der DEVA-Kunststofftechnik GmbH, Lemgo, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, rnit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. lm Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 19. Mai 2015 PSP
Peters Schonberger GmbH
gez. Bernhard Winterstetter, Wirtschaftsprüfer gez. Andreas Bauer, Wirtschaftsprüfer Die Feststellung des Jahresabschlusses der DEVA-Kunststofftechnik GmbH, Lemgo, zum 31. Dezember 2014 erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 20. Dezember 2015. |
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