Stammdaten

Register
Amtsgericht Memmingen HRB 1683
Vorher
Alois Kober GmbH AL-KO Maschinenfabrik
Eingetragen
15.12.1978
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Haushalts- oder Hauswirtschaftsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Entwicklung und Produktion von Maschinen, Geräten und Fahrzeugteilen, Herstellung von Kunststoffartikeln aller Art sowie Vertrieb und Handel mit diesen und einschlägigen Produkten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Il-Kyu Lee
seit 2.2.2026
Prokura
Klaus Dr. Wilhelm
seit 31.7.2025
Prokura
Prokura
Erich Keilich
seit 6.2.2025
Prokura
Marco Gaglio
seit 10.10.2016
Prokura
Guido Kovermann
seit 30.6.2016
Prokura
Harald Hiller
seit 21.6.2007
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
DexKo International Holdings LLCUSA
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AL-KO VT Holdings GmbH
Germany
7.010.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALOIS KOBER GMBH

Kötz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Angabe gemäß § 328 HGB

Der Konzernabschluss der ALOIS KOBER GMBH, Kötz, für das Geschäftsjahr 2023 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 05.09.2024 gebilligt worden.

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

ALOIS KOBER GMBH, Kötz

Grundlagen der Gesellschaft

Die ALOIS KOBER GMBH stellt Produkte für die Fahrzeugtechnikindustrie im Bereich Freizeitfahrzeuge und Nutzanhänger her, insbesondere Komponenten für den Bau von Anhängern bis 3,5 t Gesamtgewicht inklusive Umbauten von leichten Fahrzeugen. Die Fertigung erfolgt im Inland primär im Stammwerk in Kötz. Bei Tochtergesellschaften im Inland, im europäischen Ausland sowie in Australien, China und Südafrika werden die gleichen oder sehr ähnliche Produkte für die regionalen Kunden gefertigt. Ein weltweites Netzwerk von Vertriebsgesellschaften ergänzt dabei die globale Marktpräsenz.

In 2021 übernahm Brookfield Business Partners L.P. die Anteile der DexKo Global Inc. von KPS Capital Partners LP. Daraus ergaben sich keine Auswirkungen auf die Gesellschaft. AL-KO Vehicle Technology Group GmbH, Kötz, hält wie bisher 100 % der Anteile an der AL-KO VT Holdings GmbH, Kötz, die wiederum 100 % der Anteile an der ALOIS KOBER GMBH, Kötz, hält.

Markt- und Absatzentwicklung

Weltwirtschaft

Wichtige Rahmenbedingungen, die für die Abschwächung der Weltkonjunktur im Vorjahr wesentlich verantwortlich waren, haben sich im Geschäftsjahr grundsätzlich verbessert. So sind die Energiepreise wieder gesunken, in China haben sich mit der Abkehr von der Null-Covid-Politik die Aussichten auf eine stetige Expansion verbessert, und Lieferengpässe behindern die wirtschaftliche Aktivität nicht mehr ungewöhnlich stark. All dies hat dazu beigetragen, dass die Weltkonjunktur im Verhältnis zum Vorjahr wieder besser Tritt gefasst hat. Bremsend wirkt allerdings die scharfe Straffung der Geldpolitik, die zu deutlich höheren Finanzierungskosten geführt hat und die Ausgabeneigung bremst. Auch die Finanzpolitik ist tendenziell restriktiv ausgerichtet. Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone betrug daher nur 0,6% nach 3,5 % im Vorjahr. Diese Rahmenbedingungen wirkten sich auf die Geschäftsentwicklung der Marktsegmente und Regionen aus.

Inlandsentwicklung

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kamen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen. Hohe Finanzierungskosten aufgrund Straffung der Geldpolitik bremsten den Bausektor im Inland stark ab. Die Wirtschaft in Deutschland verzeichnete 2023 ein negatives Wachstum von -0,3 % nach 2,7 % im Vorjahr, wobei die Beschäftigungsquote weiterhin leicht steigt. Die Zahl der Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt stieg um 0,7 % auf 45,9 Millionen.

Branchensituation

Das Jahr 2023 war durch große Unsicherheiten geprägt. Nach einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in 2022 durch den Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine, war auch 2023 weiterhin geprägt durch Rezessionsängste, den hohen Anstieg der Energiekosten und andauernde Probleme in den globalen Lieferketten.

Im Bereich Caravaning hat sich der Absatz weiter negativ entwickelt. Im Gegensatz dazu verzeichnet die Branche eine verstärkte Nachfrage bei Reisemobilen. Bei den motorisierten Reisemobilen trug insbesondere die mangelnde Verfügbarkeit von Triebköpfen in 2022 zur Belebung im Geschäftsjahr bei. Der Auftragsbestand der Industrie verbleibt insgesamt auf einem hohen Niveau. Indikatoren wie die Neuzulassungen in Deutschland und Europa bekräftigen nach wie vor den Trend zur boomenden Urlaubsform.

Im Bereich der Nutzanhänger zeigte sich ein gemischtes Bild im Jahr 2023. Während das erste Halbjahr noch durch hohe Zulassungen geprägt war, kam es durch die oben beschriebenen Einflüsse zu einem deutlichen Einbruch im zweiten Halbjahr. Insgesamt sind im Jahr 2023 nahezu 14% weniger Zulassungen zu verzeichnen.

Zusammenfassung der Markt- und Absatzentwicklung

Zusammenfassend musste auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im In- und Ausland eine verhaltene Entwicklung im Bereich Freizeit, aber auch im Nutzanhängersegment verzeichnet werden.

Geschäftsentwicklung

Vor dem Hintergrund der Markt- und Absatzentwicklung verringerten sich die Umsatzerlöse der ALOIS KOBER GMBH deutlich von EUR 404,8 Mio. im Vorjahr um EUR 41,2 Mio. bzw. 10,2 % auf EUR 363,6 Mio., damit konnte die Planung eines gleichbleibenden Umsatzniveaus bei geringeren Verkaufsmengen nicht erreicht werden.

Das EBITDA (Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, Finanzergebnis und Abschreibungen), welches als quantitative Steuerungsgröße und Erfolgsmaßstab eine wichtige Aussage über die Selbstfinanzierungskraft des Unternehmens liefert, beträgt im Geschäftsjahr 2023 EUR 52,4 Mio. nach EUR 35,8 Mio. im Vorjahr. Die Steigerung von 46,7 % übertraf dabei die Erwartungen, was im Wesentlichen aus geringeren als erwartete Materialkostensteigerungen resultiert.

Ein weiterer finanzieller Leistungsindikator zur Optimierung von Ergebnis und finanzieller Stabilität ist das Trade Working Capital. Es ist definiert als Saldo aus Vorräten, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (ohne Forderungen gegen verbundene Unternehmen) und geleisteten Anzahlungen im Umlaufvermögen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (ohne Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) und erhaltenen Anzahlungen. Das Trade Working Capital zeigt sich zum Stichtag 31. Dezember 2023 deutlich niedriger zum Vorjahr und beträgt EUR 9,5 Mio. (Vj.: EUR 15,3 Mio.). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR 3,9 Mio. sowie einem um EUR 1,5 Mio. geringeren Vorratsvermögen. Insgesamt bestätigte sich somit die erwartete Entwicklung, die allerdings deutlich über der ursprünglichen Planung lag, die lediglich eine moderate Verbesserung vorsah.

Zusammenfassend zeigt sich das Management jedoch insgesamt zufrieden mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr. Trotz der großen Unsicherheit im Markt und Schwierigkeiten gegen Jahresende konnte mit verschiedenen Maßnahmen gegengesteuert werden.

Weitere Einzelheiten werden nachfolgend dargestellt.

Investitionen

Die Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (EUR 0,1 Mio.) betreffen im Wesentlichen diverse Software-Lizenzen. Im Bereich Sachanlagevermögen betrugen die Investitionen des Geschäftsjahres EUR 6,4 Mio. Der Schwerpunkt bei den Investitionen lag dabei in der Erhaltung unserer Produktionskapazität sowie Aktualisierung der IT-Hardware.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 verringerte sich im Vergleich zu den Vorjahreswerten um EUR 100,7 Mio. auf EUR 243,7 Mio. Die Reduzierung resultiert dabei im Wesentlichen aus den Finanzierungen innerhalb der Gruppe.

Diese Entwicklung betrifft auf der Aktivseite im Wesentlichen die Abwertung der Anteile an verbundenen Unternehmen (EUR 17,1 Mio.), die Verringerung des Vorratsvermögens (EUR 1,5 Mio.) sowie insbesondere den Rückgang der Ausleihungen, Darlehen und Cash-Pool-Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 75,0 Mio.).

Auf der Passivseite sind insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 102,5 Mio. gesunken.

Finanzlage

Die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme von 7,1 % auf 10,1 % gestiegen. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft ist das Eigenkapital unverändert zum Vorjahr.

Die liquiden Mittel betragen EUR 2,3 Mio. nach EUR 7,5 Mio. im Vorjahr. Der Cashflow der operativen Geschäftstätigkeit beträgt EUR 52,9 Mio. nach EUR 25,3 Mio. im Vorjahr. Die laufende Geschäftstätigkeit wird weitestgehend aus dem Cashflow der operativen Geschäftstätigkeit finanziert. Das Liquiditätsmanagement bezweckt, dass die Gesellschaft jederzeit seine Zahlungsverpflichtung erfüllen kann. Dazu wurden die Zahlungsströme erfasst und über eine rollierende Planung die Liquidität wöchentlich überwacht und gesteuert.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Alois Kober GmbH konnten - wie vorstehend bereits erläutert - von EUR 404,8 Mio. im Vorjahr um EUR 41,2 Mio. bzw. 10,2 % auf EUR 363.6 Mio. nicht gesteigert werden.

Die Umsatzerlöse entfallen in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 auf nachstehende Kernsegmente & Absatzmärkte:

Segment Anteile in % 2023 Anteile in % 2022
Anhängerkomponenten 78,1 81,3
Fahrzeugumbauten 11,3 9,4
Service & After Sales 5,2 4,8
Konzerndienstleistungen 4,9 3,8
Sonstige Umsätze 0,5 0,7
Geografische Verteilung Anteil in % 2023 Anteil in % 2022
Deutschland 46,0 47,9
West- und Nordeuropa 32,1 29,8
Ost- und Südeuropa 18,1 18,6
Sonstige 3,8 3,7
Anteile Verbund Anteil in % 2023 Anteil in % 2022
Externe Kunden 57,6 59,9
Verbundene Unternehmen 42,4 40,1

Wesentliche Effekte in der Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich wie folgt dar:

Die Gesamtleistung (Umsatzerlöse inkl. Bestandsveränderung und aktivierte Eigenleistungen) ist mit EUR 363,8 Mio. deutlich um EUR 40,6 Mio. bzw. 10,0 % nur gesunken.

Die Materialaufwandsquote hat sich von 65,3 % auf 60,5 % verbessert. Die steigenden Rohstoffpreise konnten dabei durch Preiserhöhungen und Effizienzprogramme kompensiert werden. Insgesamt ergibt sich hieraus ein um EUR 3, Mio. gestiegener Rohertrag von EUR 143,7 Mio. nach EUR 140,3 Mio. im Vorjahr.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhen sich um EUR 3,0 Mio. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die Personalaufwendungen reduzierten sich bei einem gesunkenen, durchschnittlichen Personalbestand im Vergleich zum Vorjahr um Mio. 4,7 EUR. Hierbei ist jedoch anzumerken, dass im vierten Quartal 2023 Kurzarbeit eingelegt wurde.

Die sonstigen betriebliche Aufwendungen reduzierten sich um EUR 5,6 Mio. Der Rückgang um 12,8 % ist im Wesentlichen auf die Reduktion des Garantieaufwandes, das Ausbleiben von Verlusten aus Sachanlagenabgängen und Einzelwertberichtigungen und verringerte Vertriebsaufwendungen zurückzuführen.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich um EUR 25,0 Mio. auf EUR 7,4 Mio. Die Verschlechterung resultiert überwiegend aus Beteiligungsabwertungen, die um EUR 15,7 Mio. gegenüber dem Vorjahr anstiegen.

Der Aufwand aus Ertragsteuern enthält, bedingt durch bestehende Ergebnisabführungsverträge, im Wesentlichen ausländische Quellensteuern.

Insgesamt hat sich aufgrund der oben erläuterten Sachverhalte das Ergebnis nach Steuern um EUR 7,9 Mio. von EUR 62,0 Mio. auf EUR 54,1 Mio. verringert.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator, der nicht zur Steuerung verwendet wird, ist die Zufriedenheit unserer Kunden und die Qualität unserer Produkte. Für die AL-KO Fahrzeugtechnik Gruppe sind Kundenzufriedenheit und Qualität für die Positionierung am Markt wesentlich. Wir bieten professionelle Zubehörberatung direkt an der Haustüre. Dieses Konzept in Verbindung mit einer innovativen und digitalen Werbekampagne überzeugte im vergangenen Jahr nicht nur Endkunden in Deutschland, auch die Leserinnen und Leser der führenden europäischen Fachmagazine Promobil und Caravaning haben für AL-KO abgestimmt. So erhielt AL-KO VT auch 2023 verschiedene Auszeichnungen (1. Platz für Chassis Technologie, 2. Platz für Nivelliersysteme, 3. Platz für den Bike Trailer unserer Marke SA- WIKO sowie den European Innovation Award für unser ComfortDrive).

Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrierten sich schwerpunktmäßig auf die Entwicklung von hochwertigen Produkten und Dienstleistungen für Anhänger, Freizeit- und Nutzfahrzeuge sowie Spezialfahrzeuge, Bau- und Agrarfahrzeuge. Dabei stand sowohl die Entwicklung von Neuprodukten für OEM-Kunden als auch die Entwicklung von Zubehör für den Service- und Aftersales-Markt, über welchen die Endverbraucher unmittelbar angesprochen werden, im Fokus.

Der gesellschaftliche Ruf nach mehr Nachhaltigkeit führt dazu, dass die Elektromobilität auch in manchen der Sonderfahrzeugsegmente Einzug hält, in denen wir tätig sind; zuerst bei den leichten Nutzfahrzeugen insbesondere für innerstädtische Einsätze ("Last Mile Delivery"). In diesem Marktsegment konnte sich AL-KO bereits als führender Systemanbieter in den Bereichen Chassis, Achsen und Sitze etablieren. Im Bereich der Anhänger und Freizeitfahrzeuge wachsen wir zunehmend mit innovativer Elektronik, Mechatronik und ElektrohydraulikHydraulik, beispielsweise für die Fahrsicherheit, den Fahrkomfort und für die Niveauregulierung von Freizeitfahrzeugen, und begleiten engagiert die Herausbildung neuer "Mainstream"-Systemkonzepte im Antriebsbereich. Insgesamt arbeiteten 80 (2022: 87) Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklungsabteilung. Die gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr betrugen rd. EUR 9,2 Mio. (Gesamtjahr 2022: EUR 12,2 Mio.); dies entspricht rd. 2,5% der Umsatzerlöse.

Auch in den kommenden Geschäftsjahren werden die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in vollem Umfang weitergeführt.

Personal

Unsere Mitarbeitende tragen maßgeblich zum Erfolg der ALOIS KOBER GMBH bei. Unser Bestreben liegt darin Talente für unser Unternehmen gewinnen zu wollen, sie zu halten und dabei unterstützen, sich weiterzuentwickeln. Hierbei wollen wir weiterhin eine Arbeitsumgebung schaffen, die über Grenzen hinweg verbindet. Basis dafür ist eine offene Führungskultur, die auf gegenseitigem Respekt, Vertrauen und der notwendigen Leistungsbereitschaft beruht.

Der durchschnittliche Personalstand (ohne Auszubildende) lag zum 31. Dezember 2023 bei 818 (Vorjahr 877) Mitarbeitenden. Die Gesellschaft beschäftigte auch 44 (im Vorjahr 44) duale Studenten und Auszubildende.

Um Mitarbeitende bei der Gestaltung ihres Arbeitsumfelds aktiv einzubeziehen, werden Mitarbeiterbefragungen und Pulse Checks als interne Austausch-Instrumente eingesetzt. Dies erfolgt jährlich und die Ergebnisse werden an Mitarbeitende, Führungskräfte und Geschäftsführung kommuniziert. Unser Ziel besteht darin, dass das Mitarbeiter-Engagement auf hohem Niveau gehalten wird. Dazu haben wir uns im Rahmen der jährlich festgelegten Ziele verständigt, dass ein höheres Engagement unserer Mitarbeitenden erreicht werden soll im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt lag die Teilnahmequote unserer Mitarbeitenden im Jahr 2023 bei 75%. Dabei ergab die Befragung einen Engagement Level von 70%, was als Steigerung zum Jahr 2022 (60%) anzusehen ist. Wir streben an, diesen Wert in den nächsten Jahren zu steigern. Unsere Führungskräfte unterstützen wir durch ein Angebot an Maßnahmen dabei, gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden dezentral auf die individuellen Handlungsfelder einzugehen, die zu einer weiteren Stärkung des Mitarbeiter-Engagements beitragen.

Wir betrachten das Lernen und Entwickeln als wesentliche Erfolgsfaktoren für eine starke und zukunftsorientierte Unternehmenskultur und einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg unseres Unternehmens. Dabei kommt den Fähigkeiten und Kompetenzen unserer Mitarbeitenden eine besondere Bedeutung zu. Aus diesem Grund fördern wir das Lernen von unseren Mitarbeitenden. Individuelle Mitarbeiterentwicklung besteht im kontinuierlichen Lernen durch den Ausbau der eigenen Erfahrungen und Fähigkeiten, Weiterbildung oder auch der Annahme neuer Funktionsrollen. Das quartalsweise stattfindende Mitarbeitergespräch zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden fokussiert sich auf Themen wie Leistung, Zusammenarbeit, Feedback und Entwicklung. In diesen Gesprächen werden ihre individuellen Lernbedürfnisse definiert und an die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Stelle und unter Berücksichtigung von zukünftigen Bedarfen angepasst. Hierbei steht den Mitarbeitenden ein breites Spektrum an Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung.

Zielgrößen und Fristen zur Erhöhung des Frauenanteils in der Führungsebene

Die gesetzlichen Vertreter der ALOIS KOBER GMBH haben sich mit der Festlegung einer Zielgröße für den Frauenanteil in Führungspositionen zuletzt in 2022 befasst. Im Geschäftsjahr liegt die Frauenquote in der Geschäftsführung unverändert bei 0,0 % und den beiden darunter liegenden Führungsebenen aktuell bei 10,4 % (2022: 11,4 %). Der Rückgang resultiert aus Personalwechsel die nicht gleichgeschlechtlich nachbesetzt werden konnten.

Die gesetzlichen Vertreter sind der festen Überzeugung, dass es im Interesse der Gesellschaft liegt, die Geschäftsführer und Führungskräfte langfristig an die Gesellschaft zu binden und zu halten. Für die Geschäftsführung ist daher derzeit keine Erhöhung der Frauenquote geplant, sodass die Zielgröße 0 % beträgt.

Eine Änderung der Besetzung des Management-Teams ausschließlich zum Zweck der Erhöhung der Frauenquote halten die gesetzlichen Vertreter derzeit nicht für sinnvoll. Langfristig streben wir bis 2027 eine Erhöhung der Frauenquote auf etwa 14 % in den beiden unter der Geschäftsführung liegenden Führungsebenen an.

Umwelt- und Arbeitsschutz - Global EHS-Management

Mit der Einführung des Globalen (E)nvironment (H)ealth (S)afety-Managements im Jahr 2016 hat sich die AL-KO-Fahrzeugtechnik-Gruppe als global tätiger Konzern verpflichtet sichere Arbeitsstätten zu schaffen und zu erhalten, schonend mit der Umwelt und sparsam mit Ressourcen umzugehen.

Des Weiteren haben wir uns der Herausforderung gestellt, die Nullquote bei den Arbeitsunfällen (Vision "Zero A"), zur Vermeidung von körperlichem Leid und unnötigen Kosten, anzustreben.

Die Verbesserung der Sicherheitskultur in unseren Arbeitsstätten haben wir unter Einbeziehung von innovativen und auch erfolgsversprechenden Sicherheitsprogrammen wie nachfolgend aufgelistet erreicht:

Safety Stand Downs (Durchführung von Sicherheitsgesprächen und -unterweisungen)

Tiered 3 (Auditierung von Arbeitsstätten hinsichtlich Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit)

Dupont STOP Program (Maßnahmen zur Steigerung des Sicherheitsbewusstseins)

Lockout & Tagout (Sicherheit beim Reparieren und der Störungsbeseitigung in Maschinen)

Mit Abschluss des Jahres 2021 haben wir in unserem EHS-Management alle Standorte der ALOIS KOBER GMBH inkludiert: Die Unfallzahlen haben sich dadurch auf ein minimales Maß reduziert. Die im Unternehmen verwendete Unfallquote definiert sich nach den gemeldeten Unfällen mal 200.000 geteilt durch die Anzahl der gearbeiteten direkten und indirekten Stunden. Die Unfallquote betrug im Geschäftsjahr 1,3% (Vorjahr 3,8 %).

Im Geschäftsjahr konnten wir die Unfallquote im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern.

Risikomanagementziele und -methoden

Die ALOIS KOBER GMBH versucht durch eine systematische Erfassung und aktive Steuerung, die Wahrscheinlichkeit einer Realisierung von Risiken zu reduzieren und nicht vermeidbare Schäden so gering wie möglich zu halten. Neben Markt- und Konjunkturrisiken werden auch Betriebsrisiken (z. B. Liquidität) anhand verschiedenartiger Parameter quantifiziert. Zur Beobachtung der Marktentwicklung und zur Festlegung von Verkaufszielen werden im Wesentlichen die Auftragseingänge, Konjunkturdaten in den Zielmärkten, Marktstudien und die Einschätzung der Vertriebskräfte herangezogen.

Das Risikomanagement wird systematisch von den verantwortlichen Geschäftsführern und Fachabteilungen abgefragt. In Erweiterung hat die Gesellschaft in 2020 interne SOX-Kontrollen gemäß US-Standards eingeführt. Diese werden jährlich von Internal Audit geprüft und auditiert. Im Geschäftsjahr konnten keine schwerwiegenden Kontrolldefizite festgestellt werden.

Wesentliche Finanzinstrumente sind die Finanzanlagen, die konzerninternen Forderungen sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Im täglichen Management werden Verbindlichkeiten und Forderungen gesichtet, so dass die damit verbundenen Risiken abgeschätzt werden können. Ebenso wird das konzerninterne Cashpool-System kontinuierlich überwacht. Aufgrund der soliden finanziellen Konzernverhältnisse schätzen wir das Ausfallrisiko als gering ein. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Wesentliche Risiken bei den Verbindlichkeiten bestehen nicht; wesentliche Fremdwährungspositionen liegen nicht vor.

Chancen- und Risikobericht

Wir sehen Risiken insbesondere in den Lieferketten und den Logistikosten. Aufgrund geopolitischer Spannungen im Nahen Osten werden Lieferzeiten aus Fernost deutlich verlängert und verteuert. Diese Umstände betrachten wir derzeit mit hoher Aufmerksamkeit und versuchen diese Risiken bestmöglich auszugleichen. Zudem erwarten wir deutlich höhere Transportkosten die aus umweltpolitischen Entscheidungen wie die Erhöhung der LKW-Maut sowie der CO 2 -Steuer resultieren. Darüber hinaus erwarten wir für das Jahr 2024 mittlere Risiken aus den überdurchschnittlichen Tarifsteigerungen, diese erhöhen zusätzlich den Druck auf der Kostenseite und können nur teilweise durch Produktivitätssteigerungen aufgefangen werden. Risiken aufgrund von Währungskursveränderungen schätzen wir als gering ein. Aus unserer Sicht bestehen Risiken für die künftige Entwicklung in der konjunkturellen Entwicklung der Kernmärkte Freizeit und Industrie in Europa sowie im anhaltenden Preisdruck speziell im Segment Anhänger, welche in ihrer Bedeutung für die ALOIS KOBER GMBH als gering eingestuft werden.

Wesentliche Liquiditätsrisiken sehen wir aktuell mit Verweis auf die geordnete Finanzlage der Gesellschaft als auch der AL-KO Fahrzeugtechnik Gruppe nicht.

Als Chancen zeichnen sich insbesondere die Entwicklung hin zur Elektrifizierung des Antriebsstranges ab, die für die ALOIS KOBER GMBH und die gesamte Branche in Zukunft als Wachstumsbereich gesehen werden. Mehr Nachhaltigkeit fordert auch einen Wandel bei den Sonderfahrzeugsegmenten, in denen wir tätig sind. Hier möchten wir uns weiter als führender Systemanbieter etablieren und greifen Themen wie insbesondere "Last Mile Delivery" auf.

Darüber hinaus sehen wir den asiatischen Markt auf der Beschaffungsseite durchaus als wesentliche Chance da wir uns aufgrund niedriger Energiepreise und geringeren Lohnkostensteigerungen einen positiven Effekt erwarten. Dazu werden wir im kommenden Geschäftsjahr weitere Maßnahmen ergreifen um von den Kostenvorteilen zu partizipieren.

Prognosebericht

Der Reisemobil- und Caravan-Urlaub wird sich voraussichtlich in den kommenden Jahren weiter hoher Beliebtheit erfreuen. Die Zulassungszahlen für 2023 zeigen eine unterschiedliche Entwicklung in der Reisebranche. Während der Bereich Caravan 2023 in Europa im Dezember einen Rückgang der Zulassungszahlen von 8% gegenüber 2022 verzeichnet, sind die Zulassungen im Bereich Reisemobil im Dezember um 10% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Tendenziell entwickelt sich die Nachfrage weg von Caravan zu Reisemobilen und Kastenwagen. Hier sind die Auftragsbücher gut gefüllt und wir erwarten im ersten Quartal 2024 eine weiterhin steigende Branchenentwicklung auf dem europäischen Markt in diesem Segment. Der Caravan Bereich hat während der Corona Pandemie stark von den nicht verfügbaren Triebköpfen im Bereich Reisemobil profitiert und pendelt sich nun wieder auf "Vor-Corona-Niveau" ein.

Als einer der führenden Zulieferer der Reisemobilindustrie, mit einem Portfolio von Leichtbau-Chassis, Chassis-verbundenen Komponenten bis hin zu integrierter Elektronik und Sicherheitssystemen, wird die ALOIS KOBER GMBH 2024 von der insgesamt steigenden Nachfragesituation im Markt in diesem Segment profitieren. Dies trifft auch auf den Handel mit Zubehör und Ersatzteilen für die Freizeitfahrzeug-Industrie zu.

Der Bereich Nutzanhänger, der im Jahr 2023 rückläufig war, hat sich zuletzt leicht stabilisiert. Wie nachhaltig sich die Nachfrage in 2024 erholt, wird stark davon abhängen, wie sich der gewerbliche Bereich und insb. die Baubranche erholen wird. Angesichts der stagnierenden Bauindustrie ist der Ausblick allerdings nur verhalten optimistisch. Charakteristisch durch das Saisongeschäft im Nutzanhänger Segment rechnen wir in Q2 mit einer sich stabilisierenden Nachfrage.

Im Markt der leichten Nutzfahrzeuge und den damit verbundenen Sonderchassis-Lösungen besteht eine stabile Nachfrage bei den Stammkunden. Durch Neukundengewinnung im Bereich der Elektromobilität und durch die Lieferung von Sonderachsen kann der Umsatz in diesem Segment moderat gesteigert werden.

Zudem spielt die ALOIS KOBER GMBH innerhalb der AL-KO Fahrzeugtechnik Gruppe eine zentrale Rolle als Produktions-, Logistik- und Absatzplattform für Deutschland und Europa, sodass entsprechend positive Effekte auf die Umsatzerlöse außerhalb und innerhalb der Gruppe erwartet werden.

Kostenseitig stellen die eingetretene Materialpreisentwicklung und der Ausblick für 2024 die Gesellschaft nach wie vor immer noch vor Herausforderungen. Es wird zwar weiter eine leichte Entspannung beobachtet, jedoch verbleiben die Materialpreise auf einem hohen Niveau, begleitet von hohen Energie- und Personalkosten sowie gestiegenen Frachtkosten, durch die Erhöhung der Lkw Maut und der CO 2 Steuer.

Mit Blick auf die globale gesamtwirtschaftliche Situation und die damit verbundenen Herausforderungen wird für das Geschäftsjahr 2024 ein moderater Umsatzanstieg im unteren einstelligen Prozentbereich und eine deutliche Steigerung des EBITDA erwartet. Das Working Capital wird in etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen.

 

Kötz, den 30. April 2024

ALOIS KOBER GMBH

Geschäftsführung

Harald Hiller

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.892.706,00 2.868
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.105.186,00 3.448
4.997.892,00 6.316
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 924.914,00 364
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.663.808,00 5.700
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.224.384,00 6.242
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.714.665,90 1.220
15.527.771,90 13.526
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 108.555.643,42 130.775
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 11.336
3. Beteiligungen 12.106.127,93 12.106
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 81.782,01 105
120.743.553,36 154.322
141.269.217,26 174.164
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.943.078,90 8.026
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.854.447,28 2.652
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 9.178.563,00 10.801
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0
19.976.089,18 21.479
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.738.672,02 6.115
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 71.984.663,27 134.061
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.035.987,08 879
79.759.322,37 141.055
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.276.682,92 7.461
102.012.094,47 169.995
C. Rechnungsabgrenzungsposten 457.834,65 300
243.739.146,38 344.459

Passiva

31.12.2023 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 7.010.000,00 7.010
II. Kapitalrücklage 14.065.178,04 14.065
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 3.552.562,35 3.553
IV. Jahresergebnis 0,00 0
24.627.740,39 24.628
B. Rückstellungen
1. Pensionsrückstellungen 39.982.077,00 39.947
2. Sonstige Rückstellungen 6.479.104,18 8.924
46.461.181,18 48.871
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 347.921,21 294
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 15.881.867,69 12.008
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 154.008.924,62 256.492
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.411.511,29 2.166
172.650.224,81 270.960
243.739.146,38 344.459

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 Vorjahr
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 363.642.765,73 404.829
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -108.611,03 -716
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 269.648,94 253
363.803.803,64 404.366
4. Sonstige betriebliche Erträge 5.593.498,56 2.617
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 207.549.401,57 250.413
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.511.124,44 13.681
220.060.526,01 264.094
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 48.379.678,93 50.489
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 10.472.064,58 13.036
58.851.743,51 63.525
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.499.952,64 5.645
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 38.025.906,82 43.588
9. Erträge aus Beteiligungen 18.640.295,14 23.251
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 13.366.769,22 13.166
11. Erträge aus Ausleihungen 182.025,19 639
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.029.735,30 1.786
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 17.099.000,00 1.351
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme 5.736.010,59 0
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.021.988,45 5.095
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 170.902,25 487
17. Ergebnis nach Steuern 54.150.096,78 62.040
18. Sonstige Steuern 24.924,46 24
19. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführter Gewinn 54.125.172,32 62.016
20. Jahresergebnis 0,00 0

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Hinweise

Die Firma ALOIS KOBER GMBH hat ihren Sitz in Kötz und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Memmingen (HRB 1683). Der Geschäftszweck ist die Entwicklung und Produktion von Maschinen, Geräten und Fahrzeugteilen sowie Vertrieb und Handel mit diesen und einschlägigen Produkten.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke in diesem Anhang gemacht.

B. Rechnungslegungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden - sofern nicht nachfolgend gesondert dargestellt - im Vergleich zum Vorjahr unverändert beibehalten.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen drei und 15 Jahren vorgenommen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts orientiert sich im Wesentlichen an den langfristigen Kundenbeziehungen und liegt im Rahmen einer vertretbaren Nutzungseinschätzung, der keine besonderen Umstände entgegenstehen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um lineare, planmäßige Abschreibungen vermindert. Die aktivierten Eigenleistungen (Herstellungskosten) werden, basierend auf Stundenaufzeichnungen der Mitarbeiter, unter Zugrundelegung eines nach Kostenstellen differenzierten Stundensatzes, ermittelt. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Anschaffungs-/Herstellungskosten einbezogen.

Die Abschreibungen werden wie folgt vorgenommen:

Nutzungsdauer Abschreibungsmethode Jahres-AfA in %
Bauten 30 Jahre linear 3,3
Technische Anlagen und Maschinen 6 - 10 Jahre linear 10,0 - 16,7
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre linear 6,7 - 33,3
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 15 Jahre linear 6,7 - 33,3

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des immateriellen und des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung, unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Auf den erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert erfolgen in diesem Fall in Anwendung des § 253 Abs. 5 Satz 2 HGB keine Zuschreibungen.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten, bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert, bewertet. Die Bestimmung der beizulegenden Werte der Anteile an verbundenen Unternehmen erfolgte auf Basis von Planungsrechnungen und DCF-Verfahren. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibung im Umfang der Werterhöhung zugeschrieben. In diesem Zusammenhang sind im Geschäftsjahr Abschreibungen in Höhe von TEUR 17.099 (im Vj.: TEUR 1.351) angefallen, die in den Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens ausgewiesen sind.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren werden mit dem gleitenden Durchschnittspreis bzw. deren niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Werten nach pauschalem Abzug von Anschaffungskostenminderungen (Skonti) bewertet. Für Lager- und Verwertungsrisiken werden Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen bzw. fertigen Erzeugnisse erfolgt mit den Materialkosten zuzüglich eines dem jeweiligen Fertigungsgrad entsprechenden, nach Kostenstellen differenzierten Maschinenstundensatzes, in den auch angemessene Teile der notwendigen, aktivierungsfähigen Verwaltungsgemeinkosten eingerechnet werden. Für die Bestimmung der Fertigungskosten (Fertigungseinzel- und Fertigungsgemeinkosten) werden Maschinenstundensätze herangezogen, die, ebenso wie die übrigen Zu- und Abschläge, anhand der für das laufende Jahr vorgegebenen Planzahlen aus der Kostenrechnung abgleitet werden und zum Ende des Jahres an die Ist-Zahlen angepasst werden. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Anschaffungs-/Herstellungskosten einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Wie im Vorjahr wird aus Wesentlichkeitsgründen entsprechend einer konzernweiten Vorgabe auf die Bildung einer Pauschalwertberichtigung verzichtet.

Die liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit diese Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen, unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018G von der Heubeck-Richttafeln-GmbH) nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode), ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wurde ein Gehaltstrend von 3,3 % p.a. sowie einem langfristigen Rententrend von 2,0 % p.a. unterstellt. Um der Entwicklung des Verbraucherpreisindex Rechnung zu tragen, erfolgte im Geschäftsjahr zudem für die Leistungsempfänger eine einmalige, pauschale Anpassung des zugrundeliegenden Rententrends. Die erwartete Fluktuation beträgt, wie im Vorjahr, 0,0 % p.a. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei der Abzinsung pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt. Der zum Abschlussstichtag verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,83 %. Der Rechnungszinssatz basiert seit 2016 - entsprechend der gesetzlichen Neuregelung in § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB - auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre. Aufgrund der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,75 %; im Vj .: 1,44 %), sind die Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 439 (im Vj .: TEUR 1.980) niedriger angesetzt (ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB).

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in Höhe von TEUR 797 (im Vj.: TEUR 764) unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens beträgt TEUR 797 (im Vj.: TEUR 764). Die Anschaffungskosten betragen TEUR 785(im Vj.: TEUR 751).

Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) ist unter Anwendung von § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB in Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung).

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen der Pensionsrückstellungen und des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt.

Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird versicherungsmathematisch, unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018G von der Heubeck-Richttafeln-GmbH) entsprechend IDW RS HFA 3 n.F., ermittelt. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen erfolgte mit dem Barwert und Anwendung eines laufzeitadäquaten siebenjährigen durchschnittlichen Rechnungszinssatzes von 1,04 % (im Vj.: 0,51 %). Zukünftig erwartete Entgeltsteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen bei den Entgelten von 3,30 % (im Vj.: 3,0 %) ausgegangen.

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellung erfolgt als Barwert der künftigen Jubiläumszusendungen am Schluss des Geschäftsjahres, wobei die Zuwendung ratierlich über die Jahre der Unternehmenszugehörigkeit angesammelt wird. Die Mitarbeiterfluktuation wurde, wie im Vorjahr, mit 2,0 % p.a. unterstellt, die Abzinsung erfolgt mit einem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren (1,75 %; im Vj.: 1,44 %).

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden in Ausübung des Abzinsungswahlrechts nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem jeweils laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, werden entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi- temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden saldiert. Ein Aktivüberhang wird entsprechend dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht ausgewiesen.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlage zum Anhang) ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Anteilsbesitzliste

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt; die Umrechnung des Eigenkapitals ausländischer Beteiligungsunternehmen erfolgte zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, die Umrechnung der Jahresergebnisse erfolgte zum Jahresdurchschnittskurs des Geschäftsjahres. Bei den mit * markierten Beteiligungen besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

Name Beteiligungsquote Währung Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
Unmittelbarer Anteilsbesitz
Gewi. Anhängerbauteile GmbH, Chemnitz * 100 TEUR 172
AL-KO Technology Paderborn GmbH * 100 TEUR 5.160 n/a, es liegt ein Ergebnisabführungsvertrag vor
Aguti Produktentwicklung & Design GmbH, Langenargen * 100 TEUR 6.336
ALKO TEKNOLOJİ VE ARAQ LTD. ŞTİ. Ümraniye, Istanbul, Türkei 100 TEUR 2.509 2.877
AL-KO Brasil Participacoes Ltd., Säo Paulo, Brasilien 90 TEUR 2.033 393
AL-KO Technology Austria GmbH, Ramsau, Österreich 100 TEUR 2.705 -868
AL-KO INTERNATIONAL Pty. Ltd., Dandenong South, Australien 50 TEUR 21.627 -16.317
AL-KO VEHICLE TECHNOLOGY AFRICA(Pty.) Ltd., Vereeniging, Südafrika 100 TEUR 2.808 -382
AL-KO Machinery Co. Ltd., Yantai, China 100 TEUR 10.426 467
AL-KO Vehicle Components Romania S.R.L, Sura Mica, Rumänien 90 TEUR 2.930 347
AL-KO Technology Lithuania UAB, Kauno, Litauen 100 TEUR 256 199
AL-KO Technology CZ s. r.o., Vizovice, Tschechien 100 TEUR 1.647 820
AL-KO Technology Polska Sp. z o. o., Przeźmierowo, Polen 100 TEUR 4.238 1.933
AL-KO S.A.S. Louhans/Frankreich 100 TEUR 7.824 2.250
OOO "AL-KO Technology RUS", Moskau, Russland 100 TEUR 1.392 -804
AL-KO KOBER Holdings Ltd., London, Großbritannien 100 TEUR 5.674 887
AL-KO Kober AB, Göteborg, Schweden 100 TEUR 3.908 1.201
Toptron VTE Elektronik GmbH Menden/Deutschland 100 TEUR 25 0
AL-KO ESPANA S.A.U., Utebo-Zaragoza, Spanien 100 TEUR 1.999 742
De Haan Metaaltechniek B.V., Soesterberg, Niederlande 100 TEUR 1.198 8
E&P Hydraulics B.V., Nieuw-Vennep, Niederlande 100 TEUR 3.403 1.072
AL-KO KOBER B.V., Hengelo, Niederlande 100 TEUR 2.658 1.508
Hawk Holdings B.V., Varsseveld, Niederlande (non consolidated) 37,5 TEUR 4.462 2.098
Name Beteiligungsquote Währung Eigenkapital 31.12.2023 Jahresergebnis 2023
Mittelbarer Anteilsbesitz
AL-KO New Zealand Ltd., Auckland, Neuseeland 50 TEUR 0 0
C.M. Trailer Equipment Ltd., Ashburton, Neuseeland 50 TEUR 5.930 -5.122
AL-KO Chassis Systems Pty Ltd., Dandenong, Australien 50 TEUR 9.018 568
Hume Caravan & Camping Accessories Pty. Limited, Campbellfield, Australien 50 TEUR 6.751 973
Preston Chassis Industries Pty Ltd., Campellfield, Australien 50 TEUR 6.455 0
AL-KO KOBER Ltd., Southam, Großbritannien 100 TEUR 26.700 7.393
Bankside Patterson Ltd., Brandesburton, Großbritannien 100 TEUR 24.095 0
E&P Hydraulics UK Ltd., Blackburn, Großbritannien 100 TEUR 3.961 0
TCM Projects B.V. Wapse/Niederlande 100 TEUR 1.748 519
E&P Hydraulics France Sàrl, La Gravelle, Frankreich 50 TEUR 148 54

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Auf bestehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 243 (im Vj.: TEUR 127) gebildet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen TEUR 71.985 (im Vj.: TEUR 134.061). Sie resultieren in Höhe von TEUR 3.983 (im Vj.: TEUR 2.352) aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Des Weiteren resultieren die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 68.002 (im Vj.: TEUR 131.709) aus Darlehen und Cash-Pool-Forderungen und sind demnach den sonstigen Vermögensgegenständen zuzuordnen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 8 (im Vj.: TEUR 2.480) für Forderungen gegen die OOO "AL-KO Technology RUS", Moskau, Russland gebildet.

Forderungen gegen Gesellschafter bestehen wie im Vorjahr keine.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind unverändert zum Vorjahr keine Ansprüche enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

4. Eigenkapital

Der Posten "Gezeichnetes Kapital" der ALOIS KOBER GMBH, Kötz, beträgt EUR 7.010.000,00.

Das Jahresergebnis war aufgrund des Gewinnabführungsvertrages mit der AL-KO VT Holdings GmbH, Kötz, an diese abzuführen. Die Abführung umfasst dabei auch grundsätzlich ausschüttungsgesperrte Beträge; es bestehen jedoch ausreichend frei verfügbare Rücklagen.

5. Pensionsrückstellungen/Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 439 (im Vj.: TEUR 1.980), der gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB grundsätzlich ausschüttungsgesperrt ist.

6. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich von TEUR 3.252 (im Vj.: 3.986) und Rückstellungen für drohende Verluste aus Absatzgeschäften von TEUR 261 (im Vj.: TEUR 1.631). Weitere wesentliche Rückstellungen wurden für Gewährleistungsrisiken von TEUR 467 (im Vj.: TEUR 726) und ausstehende Kundengutschriften von TEUR 260 (im Vj.: TEUR 326) gebildet.

7. Verbindlichkeiten

Mit Ausnahme von Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren in Höhe von TEUR 10.070 (im Vj.: TEUR 13.070) haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Die Position erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen enthält Anzahlungen und Vorauszahlungen von Kunden in Höhe von TEUR 348 (im Vj.: TEUR 294).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 28 (im Vj.: TEUR 12) aus Lieferungen und Leistungen und TEUR 153.981 (im Vj.: TEUR 256.480) aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 55.140 (im Vj.: TEUR 167.545) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, welche vollumfänglich den sonstigen Verbindlichkeiten zuzuordnen sind.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 500 499
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 11 15
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1.901 1.652
2.412 2.166

Für sämtliche Verbindlichkeiten bestehen, mit Ausnahme branchenüblicher Eigentumsvorbehalte bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, keine Pfandrechte oder ähnliche Rechte.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt nach Tätigkeitsbereichen unterteilen:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Anhängerkomponenten 284.142 328.958
Fahrzeugumbauten 40.945 38.171
Service & Aftersales 18.760 19.476
Consulting 17.907 15.384
Sonstige Umsätze 1.889 2.840
363.643 404.829

Unter den sonstigen Umsatzerlösen werden im Wesentlichen Erlöse aus der Schrottverwertung sowie der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen ausgewiesen.

Die Absatzmärkte teilen sich wie folgt auf:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Deutschland 167.156 193.839
West- und Nordeuropa 116.782 120.718
Ost- und Südeuropa 65.676 75.408
Sonstige Länder 14.029 14.864
363.643 404.829

Die Aufteilung zwischen externen Kunden und verbundenen Unternehmen ist wie folgt:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Externe Kunden 209.494 242.684
Verbundene Unternehmen 154.149 162.145
363.643 404.829

2. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 4.204 (im Vj.: TEUR 649) enthalten; hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen. Es sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 267 (im Vj.: TEUR 981) enthalten; davon sind TEUR 18 noch nicht realisiert (im Vj.: TEUR 573).

3. Personalaufwand

Im Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 925 (im Vj.: TEUR 3.332) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 537 (im Vj .: TEUR 1.382); davon sind TEUR 313 noch nicht realisiert (im Vj .: TEUR 113). Es sind darüber hinaus periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 29 (im Vj .: TEUR 607) enthalten.

5. Abschreibung auf Finanzanlagen

Die Position enthält außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertmidnerung der AL-KO Technology Paderborn GmbH, AL-KO Brasil Comércio de Peças, ALKO VEHICLE TECHNOLOGY AFRICA PTY LTD, De Haan Metaaltechniek B.V.und der E & P Hydraulics B.V. in Höhe von TEUR 17.099 (im Vj .: TEUR 1.351).

6. Beteiligungsergebnis

Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 18.640 (im Vj.: TEUR 23.251) betreffen, wie im Vorjahr, vollumfänglich verbundene Unternehmen.

7. Erträge aus Ausleihungen

Die Erträge aus Ausleihungen in Höhe von TEUR 182 (im Vj.: TEUR 639) betreffen, wie im Vorjahr, vollumfänglich verbundenen Unternehmen.

8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge bzw. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge bzw. Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes bei den Pensionsrückstellungen, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens.

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betrugen TEUR 2.030 (im Vj.: TEUR 1.786) davon von verbundenen Unternehmen TEUR 2.017 (im Vorjahr TEUR 1.784).

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betrugen TEUR 4.022 (im Vj.: TEUR 5.095) davon mit verbundene Unternehmen TEUR 3.302 (im Vj.: 4.289). Unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen werden mit TEUR 716 (im Vj.: TEUR 704) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen ausgewiesen.

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB in der Gewinn- und Verlustrechnung:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 710 701
Ertrag aus Deckungsvermögen 1 5
709 696

D. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt wie folgt:

2023 Mitarbeiter Vorjahr Mitarbeiter
Angestellte 329 342
Gewerbliche Arbeitnehmer 490 535
Auszubildende 44 44
863 921

2. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Eine Hinterlegung von Kautionen für gemietete Gebäude ist - wie im Vorjahr - in Höhe von TEUR 2.697 nicht erfolgt. Der Betrag wurde stattdessen über Mietbürgschaften von Kreditinstituten gesichert. Diese Maßnahme dient im Wesentlichen der Liquiditätsverbesserung. Nennenswerte Risiken und/oder Chancen bestehen hieraus nicht.

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Gemäß § 73 AO haftet die Gesellschaft als Organgesellschaft für Steuern des Organträgers. Da der Organträger bisher seinen Verpflichtungen uneingeschränkt nachgekommen ist und über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, ist mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen. Bezüglich der Modellregelungen "Pillar Two" und den damit verbundenen steuerlichen Auswirkungen verweisen wir auf den Jahresabschluss des Organträgers "AL-KO Vehicle Technology Group GmbH", Kötz.

Zur Besicherung eines langfristigen Kreditvertrages eines Mutterunternehmens haftet die Gesellschaft ferner aus verschiedenen Sicherungsverträgen in Höhe von TEUR 2.800.852.

Mit einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen wird aufgrund der soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DexKo-Gruppe nicht gerechnet.

Die Gesellschaft haftet gemäß Cash-Pool-Vereinbarung der AL-KO-Gruppe maximal bis zum Einlagebetrag der Cash-Pool-Teilnehmer. Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Einlagebetrag und damit die Höhe der Haftung TEUR 68.498 (im Vj.: TEUR 70.070). Mit einer Inanspruchnahme wird aufgrund der soliden Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Cash-Pool-Teilnehmer nicht gerechnet.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie aus Bestellobligo in Höhe von TEUR 94.866 (Vj.: TEUR 82.871). Davon betreffen in Höhe von TEUR 4.525 (Vj.: TEUR 3.732) verbundene Unternehmen. Die Miet- und Leasingverhältnisse dienen im Wesentlichen der Reduzierung der Kapitalbindung. Nennenswerte Risiken und/oder Chancen bestehen hieraus nicht.

Die Fristigkeiten der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Bis 1 Jahr 45.801 33.990
1 bis 5 Jahre 19.546 18.279
Über 5 Jahre 29.519 30.602
94.866 82.871

4. Organe der Gesellschaft

Geschäftsführer sind bzw. waren:

Harald Hiller (Vorsitzender der Geschäftsführung der AL-KO-Fahrzeugtechnik-Gruppe), Kötz

Gero Neumeier (Geschäftsführer Finanzen der AL-KO-Fahrzeugtechnik-Gruppe), Germering (bis 09.04.2024)

Die Angaben nach § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben entsprechend der Erleichterungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB. An ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene wurden Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 165 geleistet. Für ehemalige Geschäftsführer sowie deren Hinterbliebene wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.361 gebildet.

5. Mutterunternehmen/Konzernzugehörigkeit

Die ALOIS KOBER GMBH, Kötz, ist ein Konzernunternehmen der DexKo Global Holdings Inc., Novi, Michigan, USA, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen aufstellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts erfolgt nach den allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen der Vereinigten Staaten von Amerika ("US-GAAP"). Dieser wird im elektronischen Bundeanzeiger unter der AL-KO Vehicle Technology Group GmbH in englischer Sprache offengelegt.

Darüber hinaus wird die ALOIS KOBER GMBH, Kötz, in den Konzernabschluss der Brookfield Corporation, Toronto, Kanada, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen aufstellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts erfolgt nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS). Der Konzernabschluss der Brookfield Corporation, Toronto, Kanada, ist auf der Homepage des Konzerns unter https://www.bn.brookfield.com erhältlich.

Aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss der DexKo Global Holdings Inc., Novi, Michigan, USA, nach § 292 Abs. 1 HGB ist die Gesellschaft von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. Unterschiede zwischen den US-amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätzen und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, der Pensionsrückstellungen, der sonstigen Rückstellungen, bei der Bilanzierung der latenten Ertragsteuern und bei der Bilanzierung von Leasingverträgen.

6. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 172. Das Gesamthonorar betrifft in voller Höhe Abschlussprüfungsleistungen.

7. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es haben sich keine berichtenswerte Vorgänge nach dem Bilanzstichtag ergeben.

 

Kötz, den 30. April 2024

ALOIS KOBER GMBH

Geschäftsführung

Harald Hiller

Anlagenspiegel der ALOIS KOBER GMBH, Kötz, zum 31. Dezember 2023

Bruttobuchwerte
Stand am 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.880.126,73 98.174,70 89.166,60 320.282,28 9.747.185,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 5.142.136,55 0,00 0,00 0,00 5.142.136,55
15.022.263,28 98.174,70 89.166,60 320.282,28 14.889.322,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 910.733,80 621.032,88 0,00 0,00 1.531.766,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 47.549.178,38 1.811.750,96 817.617,39 672.494,59 49.506.052,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 39.095.953,66 2.440.377,97 128.260,14 1.860.671,07 39.803.920,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.220.417,66 1.529.292,37 -1.035.044,13 0,00 1.714.665,90
88.776.283,50 6.402.454,18 -89.166,60 2.533.165,66 92.556.405,42
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 132.598.696,41 29.000,00 0,00 5.622.052,99 127.005.643,42
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.336.138,07 0,00 0,00 11.336.138,07 0,00
3. Beteiligungen 12.106.127,93 0,00 12.106.127,93
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 105.181,49 3.324,23 0,00 26.723,71 81.782,01
156.146.143,90 32.324,23 0,00 16.984.914,77 139.193.553,36
259.944.690,68 6.532.953,11 0,00 19.838.362,71 246.639.281,08
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 01.01.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen Stand am 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.012.504,73 872.453,30 30.478,28 0,00 7.854.479,75
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.694.140,55 342.810,00 0,00 0,00 2.036.950,55
8.706.645,28 1.215.263,30 30.478,28 0,00 9.891.430,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 546.656,80 60.195,88 0,00 0,00 606.852,68
2. Technische Anlagen und Maschinen 41.849.455,38 1.665.283,35 672.494,59 0,00 42.842.244,14
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 32.853.729,66 2.559.210,11 1.833.403,07 0,00 33.579.536,70
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
75.249.841,84 4.284.689,34 2.505.897,66 0,00 77.028.633,52
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.823.740,55 17.099.000,00 472.740,55 0,00 18.450.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
1.823.740,55 17.099.000,00 472.740,55 0,00 18.450.000,00
85.780.227,67 22.598.952,64 3.009.116,49 0,00 105.370.063,82
Nettobuchwerte
Stand am 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.892.706,00 2.867.622,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.105.186,00 3.447.996,00
4.997.892,00 6.315.618,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 924.914,00 364.077,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.663.808,00 5.699.723,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.224.384,00 6.242.224,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.714.665,90 1.220.417,66
15.527.771,90 13.526.441,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 108.555.643,42 130.774.955,86
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 11.336.138,07
3. Beteiligungen 12.106.127,93 12.106.127,93
4. Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen 81.782,01 105.181,49
120.743.553,36 154.322.403,35
141.269.217,26 174.164.463,01

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Alois Kober GmbH, Kötz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Alois Kober GmbH, Kötz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungs-methoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Alois Kober GmbH, Kötz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Zielgrößen und Fristen zur Erhöhung des Frauenanteils in der Führungsebene" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die in Abschnitt "Zielgrößen und Fristen zur Erhöhung des Frauenanteils in der Führungsebene" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote),

aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlich falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahres-abschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieses Systems der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 30. April 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Volker Schöck, Wirtschaftsprüfer

Florian Sauter, Wirtschaftsprüfer

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