Lausitzer Früchteverarbeitung GmbH
Selbe AdresseSonstige Verarbeitung von Obst und Gemüse
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Werner Deharde seit 6.12.2004 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Werner DehardeLausitzer Früchteverarbeitung GmbH | 55.00% |
Christoph Maximilian DehardeLausitzer Früchteverarbeitung GmbH | 45.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lausitzer Food Ingredients GmbHSohland an der SpreeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für Offenlegungszwecke für das Geschäftsjahr 2022Lausitzer Food Ingredients GmbH, Sohland an der Spree1 Grundlagen der Gesellschaft Die Lausitzer Food Ingredients GmbH, Sohland an der Spree, (im Folgenden "LFI" oder "Gesellschaft" oder "Unternehmen") ist auf folgenden Gebieten tätig: - Verarbeitung von Obst und Gemüse, - die Herstellung von Konsumgütern wie Obst- und Gemüsekonserven, Suppen und Fertiggerichten, Konfitüren - Vertrieb der oben genannten Produkte an den Lebensmitteleinzel- und Großhandel - Vertrieb und Handel mit Frucht- und Gemüsezubereitungen, Getränkegrundstoffen und Aromen an die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Sohland an der Spree, dort befindet sich das Kernzentrum der Forschung und Entwicklung für die gesamte Lausitzer Gruppe, der Sitz der Geschäftsleitung und die Vertriebszentrale für die Produkte an die weiterverarbeitende Industrie. Die Gesellschaft betreibt darüber hinaus den Produktionsstandort am Standort "Steinberg" im Vogtland für den Bereich Konsumgüterprodukte. Die Gesellschaft ist nach FSSC 22000, IFS, Öko (Bio), Naturland sowie Halal und Koscher sowie einem integrierten Umweltmanagementsystem zertifiziert. Seit 2016 arbeitet die Gesellschaft nach den Sozialstandard SMETA 4 Pillar (SEDEX). 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Lage war weiter geprägt durch die Corona Pandemie und den Russland-Ukraine-Krieg. Nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist die Weltwirtschaft im Jahr 2022 um ca. 2,8 % (Vorjahr: 6,1 %) gewachsen. Für das Jahr 2023 werden 1,6 % prognostiziert. 2.2 Geschäftsverlauf Die Corona Pandemie und die hohe Inflationsrate bestimmten das Geschäftsjahr 2022. Der Umsatz erhöhte sich um 13,3 %, wobei der größte Teil in den Bereichen "weiterverarbeitende Industrie" und "Suppen und Fertiggerichte" erzielt wurde. Steigende Rohwarenpreise und die Lohnkostenentwicklung konnten teilweise an die Abnehmer weitergegeben werden. Durch die Konzentration von Produktgruppen an je einem Standort wurde die Produktion wesentlich effizienter und vorhandene Ressourcen besser genutzt. Dies beeinflusste die Kostenstrukturen wesentlich und half, die Entwicklungen aus Energie- und Ukrainekrise etwas aufzufangen. Die Umsatzerlöse liegen im Geschäftsjahr 2022 bei T€ 22.157 (Vorjahr: T€ 19.547) Der Jahresüberschuss 2022 beträgt T€ 52 (Vorjahr: T€ 22). Zusammengefasst hat das für 2022 erzielte Ergebnis die Erwartungen der Geschäftsführung übertroffen. Die Ertragslage des Unternehmens stellt sich wie im Vorjahr gut dar. Die Gesellschaft konnte ihren Marktanteil im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen behaupten und in Teilbereichen ausbauen. Die Vorbereitungen zur Integration des Produktionsstandortes "Ellefeld" verlief planmäßig und trug wesentlich zu dem positiven Ergebnis bei. 2.3 Prognose-Ist-Vergleich Für das Geschäftsjahr 2022 hatte die Geschäftsführung der Gesellschaft ein Ergebnis vor Steuern auf Vorjahrsniveau in einer Bandbreite von T€ 40 bis T€ 50 prognostiziert. Diese Einschätzung wurde jedoch vor dem Hintergrund verschiedener Unwägbarkeiten, wozu vor allem die Energiekrise und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf Produktkosten und Kaufverhalten sowie der Ukraine-Krieg und die damit intensivierte Steigerung der Beschaffungspreise zählten, eingeschränkt. Tatsächlich hat die Gesellschaft im Berichtsjahr ein Ergebnis vor Steuern von T€ 81 erzielt, welches damit über 60 % über der Ergebnisprognose liegt. Hintergrund ist, dass im Geschäftsjahr 2022 hauptsächlich durch Synergieeffekte aus der standortübergreifenden Nutzung aller verfügbaren Ressourcen und der teamübergreifenden Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Beschaffung und Verkauf effizienter gearbeitet wurde und damit Kostensteigerungen wegen hoher Beschaffungsmarktpreise aufgefangen werden konnten. Mit Blick auf den Ukraine-Krieg und äußerst volatiler Energiepreise haben die bis Ende 2022 abgeschlossenen Strom- und Gaslieferverträge die Kosten für den Energiebedarf der firmengruppe konstant gehalten. 2.4 Personalentwicklung Der durchschnittliche Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um einen Mitarbeiter erhöht. Zum 31. Dezember 2022 waren 110 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführer) bei der LFI beschäftigt. 2.5 Forschung und Entwicklung Das Team unserer hochqualifizierten Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung bildet den Kern des Innovationszentrums der Lausitzer Gruppe und kann durch die jahrelangen Erfahrungen der Mitarbeiter die Entwicklungszeiten auch in den anderen Sparten zur Anwendung bringen. Die direkte Zusammenarbeit zwischen Entwicklung, Produktion und Kunden ermöglicht effizientes und zielorientiertes Arbeiten. Zudem kann das langjährige Know-how bei der Produktion und Abfüllung von Früchten jeglicher Konsistenz durch die enge Verzahnung im Unternehmen frühzeitig in die Entwicklung einfließen. Im Rahmen der Sortimentspflege wurden weitere Randprodukte ausgetauscht oder eliminiert. 2.6 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 2.6.1 Ertragslage Der Jahresüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 34 auf T€ 54 erhöht. Das Rohergebnis (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) liegt mit T€ 5.800 über dem Niveau des Vorjahres (T€ 5.161). Das geht insbesondere auf Zusammenlegung von Beschaffungsprozessen und gemeinsamer Nutzung vorhandener Ressourcen zurück. Die Fremdleistungen wurden durch Festanstellung von Mitarbeitern um T€ 119 reduziert. Im Gegenzug stiegen die Personalkosten, auch durch Anpassung der Löhne und Gehälter an die Inflationsrate. Kostensteigerungen ergaben sich außerdem bei den Abschreibungen um T€ 14. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um T€ 450. Der größte Steigerungsfaktor lag in den Bereichen Energie- und Transportkosten. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2022 ständig gesichert. Die flüssigen Mittel haben sich zum 31. Dezember 2022 um T€ 18 auf T€ 79 vermindert. 2.6.2 Vermögenslage Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar: Im Anlagevermögen wurden weitere Investitionen in Höhe von T€ 539 (Vorjahr: T€ 1.256) vorgenommen. Die Abschreibungen beliefen sich auf T€ 161 (Vorjahr: T€ 147). Die Vorräte haben sich im Geschäftsjahr um T€ 923 erhöht. Dies beruht zum Teil auf gestiegenen Einkaufspreisen sowie saisonbedingter Absicherung von Rohwaren, um den Anschluss an die neue Ernte garantieren zu können. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um T€ 98. Dies gelang durch die Anpassung von langfristigen Zahlungszielen an die gesetzlichen Bestimmungen für Frische- und Zwischenprodukte. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stiegen um T€ 259 und die sonstigen Verbindlichkeiten um T€ 58. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten reduzierten sich durch planmäßige Rückzahlungen um T€ 37 auf T€ 2.363. Der Anstieg der Gesamtverbindlichkeiten um T€ 1.125 basiert auf dem Bestandsaufbau und der Investitionstätigkeiten. Die Finanzierung durch die Hausbanken ist durch ausreichende Kreditlinien sichergestellt. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Die Corona Pandemie hatte noch Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2022. Durch zusätzliche Umsätze im Bereich Fruchtzubereitung/Getränkegrundstoffe und sonstige Handelswaren aus den Erzeugnissen der Firmengruppe sind die Auswirkungen auf das Gesamtunternehmen ausgeglichen. Der Russland-Ukraine-Krieg, die Energiekrise und durch den Klimawandel bedingte Ernteausfälle bedingen eine Rohwarenverknappung auf dem Weltmarkt und verursachen weitere Preissteigerungen. Für das Jahr 2023 erwarten wir einen gleichbleibenden in Höhe von 22 Mio. € Umsatz und ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von ca. T€ 80. Die Ertragslage soll genutzt werden, um in 2023 weiter zu investieren und uns in den angestammten Geschäftsfeldern weiter zu etablieren. 3.2 Risikobericht Die Gesellschaft als produzierendes bzw. handelndes Unternehmen mit ihren Absatzgebieten ist vor allem im Inland den unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt. Die Geschäftstätigkeit bietet zum einen Chancen in Form von Umsatz- und Wachstumspotenzialen, birgt zum anderen aber auch Risiken. Ziel der verschiedenen Maßnahmen zur Risikoidentifizierung und -minimierung ist es, frühzeitig und umfassend alle möglichen Risiken zu erfassen und entsprechende, definierte Gegenmaßnahmen einzuleiten, um eine hohe Risikoreduzierung zu gewährleisten. Risiken entstehen besonders im Rahmen des Kerngeschäfts, sowohl auf Absatz- als auch auf Beschaffungs- und Produktionsseite. Die Faktoren lassen sich nachfolgenden Gruppen unterscheiden: Operative Risiken Das Geschäft des Unternehmens ist abhängig von der konjunkturellen Entwicklung und wird insbesondere durch die Intensität des privaten Konsums beeinflusst. Dem Konkurrenzdruck innerhalb der Branche, getrieben durch eine fortlaufende Konzentration auf Kundenseite muss ebenfalls Rechnung getragen werden. Auf Lieferantenseite ergeben sich Risiken, die infolge der volatilen Energie- und Rohstoffpreise entstehen. Steigende Rohstoff- und Transportpreise können möglicherweise nicht immer vollständig an den Kunden/Markt weitergegeben werden. Die Unternehmensentwicklung wird durch die Geschäftsführung laufend überwacht und im Rahmen einer aktuellen Beurteilung von Chancen und Risiken durch entsprechende Maßnahmen angepasst. Für das Jahr 2023 ist die Umstrukturierung im Bereich der Vertriebsstrukturen geplant. Für alle drei Unternehmensstandorte mit Konsumgüterprodukten - Ellefeld, Steinberg und Sohland - wird eine zentrale Vertriebseinheit am Standort Ellefeld aufgebaut. Im Gegenzug wird der Standort Sohland die Funktion des Zentraleinkaufes für die gesamte Gruppe übernehmen. Liquiditätsrisiken Forderungsausfälle stellen ein permanentes Risiko des operativen Geschäfts dar; sie können die Liquidität des Unternehmens beeinträchtigen. Allerdings kann hier aufgrund der hohen Anzahl von Kunden ein unterdurchschnittliches Ausfallrisiko konstatiert werden. Dieses Risiko wird in einem aktiven Forderungsmanagement ständig bewertet. Die Forderungen der Handelsketten sind durch Bürgschaften abgesichert. Währungsrisiko Der Bezug von Roh- und Hilfsstoffen findet zum Teil aus dem Ausland statt. Ein schwacher Euro schlägt sich somit auf die Einstandskosten nieder. Dieses Risiko wird ständig evaluiert und zum Teil durch alternative Lieferanten im Euroraum abgemildert. Personalrisiken Personalrisiken bestehen generell in dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel und der altersbedingten Fluktuation, auch getrieben durch die Rente mit 63 Jahren. Seit 2014 sind vorher offene Stellen mit gutem Personal besetzt. Dabei kam es zu einem ersten Generationenwechsel im Unternehmen. Zur weiteren Fachkräftesicherung arbeitet die LFI eng mit Universitäten, Fachhochschulen und anderen Bildungsträgern zusammen. Neue Stellenbesetzungen basieren auch auf dieser Kooperation. In den Regionen "Oberlausitz" und "Vogtland" lässt sich der Standortvorteil zu den angrenzenden EU-Partnerländern Polen und Tschechische Republik nutzen. Zudem bilden wir verstärkt selbst aus. 3.3 Chancenbericht Die intensiven finanziellen und organisatorischen Maßnahmen der Gesellschaft sind von den Geschäftschancen getrieben, die mittel- und langfristig die Risiken dominieren. So verfügt die Gesellschaft heute über attraktive Produkte und eine ausbaufähige Kundenstruktur. Die Produktions- und Kostenstruktur wird weiterhin ein profitables Geschäft ermöglichen. Durch die Bündelung von Vertriebsressourcen, einem marktkonformen Produktmix, die Konzentration auf margenträchtige Produktlinien und die Umsetzung neuer Vertriebskonzepte wird es gelingen, die bestehenden Geschäftschancen zu nutzen.
Sohland an der Spree, 29. Februar 2024 Dipl.-Kfm. Werner Deharde Bilanz für OffenlegungszweckeAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für Offenlegungszwecke
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022 für OffenlegungszweckeLAUSITZER FOOD INGREDIENTS GMBH, SOHLAND AN DER SPREEA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Lausitzer Food Ingredients GmbH (kurz "LFI" oder "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Sohland an der Spree und ist unter HRB 16149 beim Amtsgericht Dresden eingetragen. Seit 1. März 2019 besitzt das Unternehmen einen Produktionsstandort in Steinberg/Vogtland. Der Jahresabschluss der LFI für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist nach den Größenmerkmalen des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Da die Merkmale für eine mittelgroße Kapitalgesellschaft zum 31. Dezember 2022 zweiten Mal in Folge überschritten wurden, treten die Rechtsfolgen ab diesem Geschäftsjahr ein (§ 267 Abs. 4 Satz 1 HGB). Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Gemäß § 265 Abs. 5 HGB wurde das Gliederungsschema der Bilanz um die Position "Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen" erweitert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten worden. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die handelsrechtliche Bilanzierung und Bewertung sind unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vorgenommen worden. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen gemäß den voraussichtlich wirtschaftlichen Nutzungsdauern, angesetzt. Für abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten zwischen EUR 250,01 und EUR 800,00 wurde bis 2019 gemäß § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Wirtschaftsjahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Für die Folgejahre wurde vom Wahlrecht für geringwertige Wirtschaftsgüter Gebrauch gemacht und diese Wirtschaftsgüter wurden sofort abgeschrieben. Umlaufvermögen Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten unter Anwendung der gewogenen Durchschnittsmethode. Darüber hinaus werden Abwertungen auf den zum Stichtag auszuweisenden geringeren beizulegenden Wert berücksichtigt. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden mit Herstellkosten bewertet. Die Herstellkosten beinhalten Materialeinzel- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der Materialgemein- und Fertigungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens. Für Nutzungs-, Gängigkeits- und Reichweitenrisiken werden die notwendigen Wertabschläge vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgenstände sind zum Nennwert angesetzt. Bank- und Kassenguthaben sind zum Nominalbetrag angesetzt. Das Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen kaufmännischer Vorsicht in angemessenem Umfang gebildet. Der Ansatz erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt ebenfalls zum Erfüllungsbetrag. C. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Sachanlagen Die Entwicklung des Anlagevermögens wurde gemäß § 284 Abs. 3 HGB in der Bruttodarstellung im Anlagenspiegel dargestellt. Umlaufvermögen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Eigenkapital Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt EUR 100.000. Rückstellungen Die Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistung (TEUR 63 Vj. TEUR 58,2), ungewisse Verbindlichkeiten (TEUR 83,5 Vj. TEUR 85,6) und ausstehenden Urlaub (TEUR 71,8 Vj. TEUR 56,8). Sonderposten Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen enthält Zuschüsse zum Anlagevermögen, die durch die SAB gewährt werden. Die Bewertung erfolgt zum Nennwert. Der Sonderposten wird in Höhe der geförderten Investitionen gebildet und korrespondierend zu den Abschreibungen der begünstigten Gegenstände des Anlagevermögens erfolgswirksam aufgelöst. Die Investitionszuschüsse sind gemäß der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" des Freistaates Sachsen für im Geschäftsjahr 2016, 2017 und 2019 angeschaffte Vermögensgegenstände gewährt worden. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und verbundenen Unternehmen beinhalten ausschließlich Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten. D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von EUR 7.639,61 (Vj.: EUR 2.665,38) Erträge aus Währungsumrechnung enthalten. E. Sonstige Angaben Während des Geschäftsjahres 2022 waren durchschnittlich 110 Arbeitnehmer (Vj.: 109) bei der Gesellschaft beschäftigt. Haftungsverhältnisse und Sonstige finanzielle Verpflichtungen Für die Gesellschaft besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung hinsichtlich einer für die Gesellschafterin Lausitzer Früchteverarbeitung GmbH eingeräumten Rahmenkreditlinie in Höhe TEUR 1.200. Diese wurden am Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und nicht nach § 251 HGB auszuweisen sind, bestehen in Form eines Mietvertrages mit einer Gesamtbelastung von TEUR 138 (Vj.: TEUR 1.590). Im Rahmen der Förderung der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" wurden der Gesellschaft zweckgebundene Fördermittel (Investitionszuschüsse) in Höhe von insgesamt TEUR 308 von der SAB gewährt. Insbesondere bei nicht zweckgebundener Verwendung der Mittel kann der Zuwendungsbescheid zurückgenommen oder widerrufen werden. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen der Lausitzer Früchteverarbeitung GmbH, Sohland an der Spree. Die Lausitzer Früchteverarbeitung GmbH ist aufgrund der grössenabhängigen Befreiung nach § 290 in Verbindung mit § 293 HGB nicht zu der Aufstellung eines Konzernabschlusses im Sinne des § 285 Nr. 14 und Nr. 14 a HGB verpflichtet. Ein freiwilliger Konzernabschluss wird von der Lausitzer Früchteverarbeitung GmbH nicht aufgestellt. ErgebnisverwendungsvorschlagAuf Vorschlag der Geschäftsführung soll der Jahresüberschuss mit dem Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorgetragen werden. E. Nachtragsbericht Die Corona-Pandemie und der Ukrainekrieg haben die wirtschaftliche Tätigkeit des Unternehmens im Geschäftsjahr 2022 stark beeinflusst. Dies setzt sich auch 2023 in Bezug auf stabile Lieferketten fort. Die angespannte Situation im Bereich der Rohwarenbeschaffung hat sich durch die Energiekrise weiter verstärkt und die Kostenentwicklung im Bereich fossiler Energieträger und Transport haben die Kostenstruktur belastet. Es ist jedoch gelungen, diese an unsere Kunden und Verbraucher weiterzugeben. Die Geschäftsführung blickt unter Berücksichtigung der Auftragslage positiv in die Zukunft des Unternehmens.
Sohland an der Spree, 29. Februar 2024 Dipl.-Kfm. Werner Deharde, Geschäftsführer Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25. März 2024 festgestellt. Anlagenspiegel für OffenlegungszweckeAnschaffungs- und Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers für OffenlegungszweckeAn die Lausitzer Food Ingredients GmbH, Sohland an der Spree Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Lausitzer Food Ingredients GmbH, Sohland an der Spree - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lausitzer Food Ingredients GmbH, Sohland an der Spree, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die eingeschränkte Prüfungsurteile Das Vorhandensein der im Vorratsvermögen ausgewiesenen Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe in Höhe von T€ 2.180 sowie Fertige Erzeugnisse und Handelsware in Höhe von T€ 1.171 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über deren Bestand gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, 11. März 2024 Gräwe
& Partner GmbH
Dr. Meyer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde aufgrund der Inanspruchnahme von Erleichterungen nur teilweise offengelegt. Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss. ErgebnisverwendungsbeschlussDer Jahresüberschuss 2022 in Höhe von EUR 54.787,13 wird auf neue Rechnung vorgetragen. |
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