Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegen HRB 1682
Vorher
Karl Kreutz GmbH
Eingetragen
26.5.1972
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 t
Gegenstand
1) Der Handel mit und die Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie der Handel mit Kraftfahrzeugteilen und Zubehörartikeln. 2) Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Unternehmen zu erwerben und/oder sich an ihnen - auch als persönlich haftender Gesellschafter - zu beteiligen. 3) Die Gesellschaft ist ferner zu allen Rechtsgeschäften und Maßnahmen berechtigt, die geeignet sind, den Gegenstand der Gesellschaft zu fördern. 4) Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu gründen und Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art zu pachten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ekrem Dogan
seit 8.9.2025
Prokura
Anja Henze
seit 9.2.2023
Prokura
Stefan Langenbach
seit 9.2.2023
Geschäftsführer
Martin Schneider
seit 8.9.2021
Prokura
Andreas Wilke
seit 28.6.2016
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Stiftung "Demokratie im Alltag"
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
6.400.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Hoppmann Autohaus GmbH

Siegen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die geplante Erholung der globalen Wirtschaft fiel im Jahr 2023 etwas besser aus als prognostiziert. Insbesondere die zweite Jahreshälfte entwickelte sich hierbei in einigen wichtigen Industrieländern, wie beispielsweise in den USA, deutlich besser als angenommen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für das Gesamtjahr 2023 von einem Zuwachs des weltweiten Bruttoinlandprodukts (BIP) um 3,1 % aus, wobei die konjunkturelle Entwicklung regional und im Jahresverlauf sehr unterschiedlich ausfällt. Verglichen zum Vorjahr, in dem das BIP weltweit um 3,5 % gewachsen war, ist die Wachstumsrate leicht gesunken. Die weltweite jährliche Inflationsrate wird für 2023 auf durchschnittlich 6,8 % beziffert und liegt damit deutlich unter dem hohen Vorjahreswert von 8,7 %.1

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Jahr 2023 um 0,3 %.2 Zu dieser Entwicklung trugen unter anderem die rückläufige Exportnachfrage und niedrige Investitionen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus bei. Auch Sonderfaktoren wie der besonders hohe Krankenstand und Streiks belasteten das Wirtschaftswachstum. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich ungeachtet aller Krisen im vergangenen Jahr stabil: Die Arbeitslosenquote lag 2023 bei durchschnittlich 5,0 %, nach 4,8 % im Vorjahr. 3 Die Teuerung für das Jahr 2023 wurde, wie im vorangegangenen Jahr, von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituationen beeinflusst, im Jahresverlauf zeigte sich jedoch insbesondere bei der Energie eine Entspannung bei der Preisentwicklung in Form geringerer Teuerungsraten sowie einer rückläufigen Preisentwicklung im Oktober und November 2023.

Für das Jahr 2024 prognostiziert der IWF für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 0,5 %.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Die Fahrzeugverfügbarkeit war im Vergleich zu 2022 deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kamen schwache Vorjahreswerte, deren Basiseffekt jedoch im Jahresverlauf immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten hatte.

Auch der deutsche Markt für Pkw konnte sich in dem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld behaupten und weist ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahresniveau aus. In 2023 stieg mit 2,84 Mio. Einheiten die Zahl der neu zugelassenen Fahrzeuge um 7 % gegenüber dem Vorjahreswert von 2,65 Mio. Fahrzeugen. Plug-in Hybrid-Fahrzeuge verzeichneten 2023 durch das Auslaufen staatlicher Förderprogramme einen Rückgang von ca. 51 %.

Die Neuzulassungen rein batterieelektrischer Fahrzeuge konnten hingegen um 11 % gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Auf Ganzjahressicht war ca. jeder vierte neu zugelassene Pkw in Deutschland entweder ein reines Elektro- oder ein Plug-in Hybrid-Fahrzeug.

Fast alle Marken konnten in 2023 den PKW-Absatz deutlich steigern. Erneut setzt VW die meisten Autos ab, danach folgen Mercedes, Audi, BMW. Opel wurde von Skoda überholt und belegt mit 144.901 Einheiten (Vorjahr 144.588) den 6. Platz im Ranking. Die ersten Plätze des Rankings werden also nach wie vor von deutschen Automobilmarken dominiert. Dies spricht dafür, dass deutsche Autokäufer weiter verstärkt auf die heimische Marken setzen.

Dennoch blieb die Situation für den Autohandel im Berichtsjahr dynamisch und volatil. Trotz des positiven Trends blieb die Fahrzeugproduktion um 12 % unter dem Niveau vor der globalen Krise in 2019. Bezogen auf die Umsatzentwicklung kann in der Gesamtbetrachtung zwar auf ein mehr als zufriedenstellendes Jahr zurückgeblickt werden, jedoch hat sich die Ertragssituation 2023 verschlechtert. Die durchschnittliche Umsatzrendite ist im Jahr auf 2,2 % gefallen (2022: 3,3 %).

Aus Sicht des Gebrauchtwagenmarktes war das Automobiljahr 2023 ein Jahr ohne Rekorde und fällt eher durchwachsen aus. Auch wenn der Markt im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas an Dynamik aufgenommen hat, bewegten sich die Preise immer noch auf einem recht hohen Niveau. Die durch die Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg bedingte Fahrzeugknappheit normalisierte sich im Laufe des Berichtjahres wieder. So wechselten im Jahr 2023 6,03 Millionen PKW die Besitzer. (2022: 5,64 Mio)

Für den europäischen Automarkt war das Jahr 2023 sehr zufriedenstellend im Hinblick auf die Neuzulassungen. Die Zulassungen in Europa für neue Pkw stiegen um 14 Prozent auf 12,8 Millionen Einheiten. In der EU wurden 10,5 Millionen PKW zugelassen. Am stärksten profitierten von der anhaltenden Kauflaune der Kunden die Elektroautos. In der EU legte deren Absatz um 37 % auf 1,5 Millionen Fahrzeuge zu. Weiter dominant bleiben aber die reinen Benziner mit 3,7 Millionen Neuzulassungen und einem Neuzulassungsanteil von 25,8 Prozent.

In den Werkstätten war die Auslastung 2023 rekordverdächtig hoch. Auch die Vorlaufzeiten für Werkstatttermine waren im Jahresmittel so hoch wie nie. In 2023 mussten Kunden im Schnitt 11,5 Tage auf einen Termin warten. Bedingt durch eine höhere Anzahl an Wartungen mit gestiegenen Kosten sowie die um 15,3 % höheren Kosten pro Unfallreparatur, verzeichnete das Geschäftsfeld Service und Reparatur ein Umsatzplus in Höhe von 17,7 % auf rund 33,8 Mio. Euro.

Geschäftsmodell des Unternehmens

In den einzelnen Standorten der Berichtsgesellschaft ergaben sich expansionsbedingt geringfügige Abweichungen. 2023 kamen zwei neue Niederlassungen hinzu. Die Berichtsgesellschaft besteht somit nunmehr aus den folgenden Standorten:

57072 Siegen, Eiserfelder Straße 196 (Hauptbetrieb)

57223 Kreuztal-Fellinghausen, Heesstraße 91

57290 Neunkirchen, Frankfurter Straße 4

51647 Gummersbach, Hückeswagener Straße 27

35683 Dillenburg, Berliner Straße 45

57074 Siegen, Martinshardt 13 (seit 01.08.2023)

57439 Attendorn, Mühlwiese 14 (seit 01.10.2023)

Branchenbedingt werden keine eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unterhalten. Veränderungen des Marktauftritts und der Abwicklung der Geschäftstätigkeit des Kfz-Handels werden analysiert und - soweit für das Unternehmen sinnvoll - umgesetzt.

Die Berichtsgesellschaft verfügt über ein besonderes Konzept der Mitbestimmung. So ist beispielsweise die Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in das höchste Beschlussgremium des Unternehmens (Wirtschafts- und Mitbestimmungsausschuss) zu erwähnen, was die Identifizierung der Belegschaft mit dem Unternehmen stärkt. Der Wirtschafts- und Mitbestimmungsausschuss ist derzeit mit mehr als 40 Personen besetzt, die sich aus den unterschiedlichen Geschäftsbereichen und Standorten der Unternehmensgruppe sowie aus dem Stiftungsvorstand rekrutieren. Der Ausschuss tagt alle zwei Monate für jeweils rund 4 Stunden. Daran lässt sich erkennen, wie hoch der dafür betriebene personelle Aufwand ist. Dennoch hält es die Berichtsgesellschaft für richtig und wichtig bezogen auf die Qualität der Entscheidungen und auch die Akzeptanz von Entscheidungen in der gesamten Belegschaft.

Vermögenslage

Zum 31. Dezember 2023 hat sich die Bilanzsumme der Berichtsgesellschaft vor dem Hintergrund eines gestiegenen Warenbestandes, wachsenden Forderungen sowie der Zunahme der Bankverbindlichkeiten auf 45,35 Mio. € (28,72 Mio. €) erhöht.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen unter Berücksichtigung von Zu- und Abgängen sowie Abschreibungen nahmen in Geschäftsjahr um 2.162 T€ zu (34,4 %). Die Zunahme erfolgte im Wesentlichen aus Vermietfahrzeugen. Ein weiterer Teil resultierte aus dem Zukauf von neuen Lackieranlagen der Lackiererei Thielmann. Das Anlagevermögen machte damit insgesamt ca. 18,6 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr: 21,9 %).

Ein weiterer wesentlicher Part der Aktivseite der Bilanz war der Vorratsbestand an Fahrzeugen des Umlaufvermögens sowie Ersatzteilen und Zubehör mit 25.332 T€ = 55,9 % (Vorjahr: 14.900 T€ = 51,9 %). Der Hauptanteil der Steigerung resultierte aus der Erhöhung des Neuwagenbestandes. Zum einen war die Bevorratung erforderlich, um den immer noch bestehenden erhöhten Lieferzeiten sowie der Produktknappheit entgegenzuwirken. Zum anderen kam es durch das Hochfahren der Serienproduktion des neuen Opel Astra zu Transportkonsolidierungen, was ebenso zu einer maßgeblichen Erhöhung des Neuwagenbestandes führte. Rund 2.905 T€ machte die Erhöhung im Ersatzteilbestand aus. Der Geschäftszweig Distrigo wurde im Berichtsjahr gezielt weiterentwickelt. Das Produktportfolio wurde um die Aufnahme des Fiat-Teilegeschäftes erweitert. Weitere, große Händler konnten akquiriert werden, was letztendlich zu der Erhöhung des Teilebestandes führte.

Das Eigenkapital betrug aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages 6.750 T€, was 14,9 % des Gesamtkapitals entspricht und aufgrund der Bilanzverlängerung zu einer Schwächung im Vergleich zum Vorjahr führte.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen um 15.686 T€. Wesentlichen Anteil daran hatten Konten, die ausschließlich der Finanzierung des Fahrzeugbestandes sowie der Teilefinanzierung dienten und durch diese abgesichert waren. Der Anteil dieser Verbindlichkeiten am Gesamtkapital beträgt damit rund 70 % (Vorjahr: 56 %).

Finanzlage

Insgesamt gab es im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Änderungen im Hinblick auf unsere Finanzstrategie. Der Bestand an liquiden Mittel verringerte sich zum 31. Dezember 2023 von 387 T€ auf 119 T€. Die Berichtsgesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen termingerecht und ggfs. unter Ausnutzung von Skontofristen nachzukommen. Die Gesellschaft finanziert sich ausschließlich durch Eigenmittel und klassische Finanzierungen durch Kreditinstitute. Risikobehaftete Finanzinstrumente wurden -wie in der Vergangenheit - nicht eingesetzt.

Währungskursrisiken bestehen nicht, da sowohl Absatz- als auch Einkaufsgeschäfte ausschließlich auf Basis der Währung "Euro" abgewickelt werden.

Im Jahr 2023 führten höhere Auszahlungen für die Übernahme des Autohauses Cavallaro in Attendorn, der Umzug von Distrigo in eine neue Lagerhalle, die Verlagerung der Personalabteilung in neue Räumlichkeiten sowie die Zahlung der Inflationspauschale in Höhe von 600 € pro Vollzeitkraft zu einem höheren Mittelabfluss.

Wesentliche Aufgaben des Finanzmanagements sind die kontinuierliche Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, die ständige Optimierung der Kapitalkosten sowie die Reduzierung der Risiken aus Finanzierungsmaßnahmen. Die finanzielle Steuerung der Hoppmann Gruppe erfolgt zentral durch die Finanzabteilung am Hauptstandort Siegen.

Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Gesamtumsatz der Berichtsgesellschaft um 12,51 Mio.€ auf 90,49 Mio.€.

Im Geschäftsbereich Neuwagenverkauf konnte durch Preis- und Volumeneffekte eine Umsatzsteigerung von 706 T€ realisiert werden. Bei den Gebrauchtwagen war ein Umsatzanstieg von rund 21,6 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 zu verzeichnen. Dieser basiert zum einen auf einer Steigerung der verkauften Fahrzeuge und zum anderen auf einer Erhöhung des durchschnittlichen Verkaufspreises (Verschiebung im Absatz-Mix zu höherpreisigen Fahrzeugen). Das Abteilungsergebnis DB III konnte im Geschäftsjahr 2023 aufgrund sinkender Bruttoerträge nicht vom Umsatzwachstum profitieren und sank um rund 343 T€.

Der Umsatz im Werkstattgeschäft fiel mit 5.647 T€ etwas stärker aus als im Vorjahr (5.059 T€). Dies ist primär auf die im ersten und letzten Quartal 2023 durchgeführte Erhöhung der Stundenverrechnungssätze sowie einen leichten Anstieg der Werkstattdurchläufe zurückzuführen.

Der Umsatz im Bereich Ersatzteile und Zubehör konnte auch in 2023 weiter gesteigert werden. Die in 2021 getätigte Expansion im Teilevertrieb (Distrigogeschäft) wirkte sich auch noch in 2023 positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Durch die Aufnahme des Fiat-Teilegeschäftes stiegen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 5.509 T€ (+19 %).

Die Aufwandsquote fiel in Relation zum Umsatz erneut leicht höher aus als im Vorjahreszeitraum, so dass sich in Summe ein Fehlbetrag von 2.547 T€ ergab. Dies entspricht einer Umsatzrendite von -2,8 % (Vorjahr: -1,3 %).

Im Vergleich zum Vorjahr unterliegt der Personalaufwand einer Veränderung von 2.740 T€, die den gestiegenen Personalbestand durch die Übernahme von zwei neuen Gesellschaften und der Neugründung des E-Bike-Stores widerspiegelt. Die Tariferhöhung 2023 lag bei 2,6 %, zusätzlich wurde die Inflationspauschale ausgezahlt.

Zusätzlich wurden vakante Stellen im administrativen Headoffice neu besetzt. Der Ausbau des Distrigo-Bereichs und die Auslastung der Kapazitäten führte zu einem Anstieg von Mehrarbeit und Zuschlägen. In Summe ergab dies eine deutliche Steigerung der Personalkosten, mit einigen Sondereffekten.

Bei den Auslieferungszahlen ergab sich im vergangenen Jahr folgendes Bild:

Der Neuwagen- wie der Gebrauchtwagenverkauf konnte in 2023 die Auslieferungszahlen um 321 Stück (+ 22 %) auf 2.525 steigern.

Prognosebericht

Im Vergleich zu den Erwartungen zu Beginn des Berichtsjahres zeigte das Jahr 2023 eine bessere Verfügbarkeit von Fahrzeugen, eine positive Volumenentwicklung und gute Auftragsbestände. Jedoch war das Jahr 2023 auch in vielen Bereichen von Personalnöten, Kapazitätsengpässen sowie hohen Kostenbelastungen geprägt, was sowohl kurz- als auch langfristig eine der größten Herausforderungen in der Branche sein wird.

In 2024 erwartet die Berichtsgesellschaft mit Blick auf die Zukunft, angetrieben durch positive Nachfragetrends, der Digitalisierung der internen Geschäftsprozesse und der damit zu erwarteten Verringerung der Komplexität einen deutlichen Zuwachs. In Verbindung mit den vorhandenen Auftragsbeständen und Vorbestellungen, der geplanten Geschäftsfokussierung im After Sales sowie den in 2023 zugekauften Firmen geht die Berichtsgesellschaft davon aus, dass sich der Gesamtumsatz um rund 12% im Vergleich zum Vorjahr steigern wird.

Ein großer Anteil der prognostizierten Umsatzsteigerung wird im Geschäftsbereich Distrigo erwartet (+ 14,1 %). In den letzten beiden Jahren konnte Distrigo schon deutlich an Umsatz gewinnen. Durch den im Mai 2023 vollzogenen Umzug in die neue Lagerhalle wurden die Lagerflächen noch weiter vergrößert, so dass hierdurch das Portfolio um den Fiat-Ersatzteilevertrieb erweitert werden konnte. Für den Neuwagenbereich wird ein Anstieg der Auslieferungen von rund 7 % erwartet, was sich im Vergleich zum Berichtsjahr positiv auf den Deckungsbeitrag III auswirken sollte.

Im weiteren anspruchsvollen Marktumfeld des Gebrauchtwagensegmentes rechnet die Berichtsgesellschaft mit einem Umsatzplus von rund 14 %. Separate Zukäufe sollen weiter forciert werden, um weiterhin attraktive Ware anbieten zu können und um das geplante weitere Stückzahlenwachstum (+ 3 %) zu erreichen. Die sinkenden Bruttoerträge sollen mit diesen Maßnahmen kompensiert werden. In der Planung ist hierfür eine Erhöhung des DB III in Höhe von 497 TEUR auf 729 TEUR berücksichtigt.

Im Service- und Teilebereich werden wir weiter die Verbesserung des DB III vorantreiben, was einerseits über eine im Jahr 2024 geplanten Stundensatzerhöhung und andererseits über die Reduzierung der unproduktiven Stunden erreicht werden soll. Im November 2023 wurde bereits der Gewährleistungs- und Garantieverrechnungssatz um 12 % erhöht, was sich ebenso positiv auf die Umsatzentwicklung auswirken wird. Ein großes Margen-Potential ist im aktiven Teile- Vertrieb wie auch in der aktiven Marktbearbeitung zu erwirtschaften. Ebenso wird durch den Zukauf der Lackiererei Thielmann ein deutliches Wachstum erwartet. Es soll eine Verbesserung des DB III um 1.426 TEUR auf 2.522 TEUR erreicht werden.

Zielsetzung ist es, auch zukünftig in die Weiterbildung unserer Belegschaft zu investieren. Hierzu wird anhand der jährlich stattfindenden Feedback-Gespräche der Entwicklungsbedarf bei den Mitarbeitenden ermittelt, um so möglichst gezielte Fort- und Weiterbildungen zu ermöglichen. Außerdem steht vor dem Hintergrund des angespannten Arbeitsmarktes die Gewinnung gut ausgebildeter Fachkräfte und Auszubildenden im Fokus. Hier setzen wir auf gezielte Ansprache, spezielle Marketing-Kampagnen und - hinsichtlich der Ausbildung - auf die verstärkte Zusammenarbeit mit den Schulen der Region. Ein stabiles Arbeitsumfeld soll dazu beitragen, unsere Personalkosten gezielt zu steuern. Getragen von einer soliden IT-Systemlandschaft, sollte sich auch durch die vollzogene Portfolioerweiterung im kommenden Geschäftsjahr die aktuelle Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Stand des Vorjahres (Stand Dezember 2023) bewegen. Gestützt durch die Ausweitung des eigenen Portfolios, der hoch motivierten Mitarbeiter/-innen, Steigerung der Effizienz und der damit verbundenen Senkung der Fixkosten rechnet die Hoppmann Autohaus GmbH in 2024 mit einem fast ausgeglichenen Jahresergebnis vor Steuern. Jedoch können sich insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden politischen Unsicherheiten wirtschaftliche Veränderungen ergeben, die eine verlässliche Abschätzung auf die zu erwartende Geschäftsentwicklung der Berichtsgesellschaft nur eingeschränkt zulassen.

Die Berichtsgesellschaft blickt - fokussierend auf die Verbesserung der Profitabilität - trotz der Herausforderungen insgesamt mit Zuversicht auf das kommende Geschäftsjahr. Gleichzeitig sollen auf Basis von Effizienzverbesserungen Wachstumschancen wahrgenommen werden.

Chancenbericht

Chancen ergeben sich, wenn die Möglichkeit besteht, dass die tatsächliche Geschäftsentwicklung die geplante Entwicklung übertrifft oder wenn sich die Prognose infolge einer positiven Entwicklung verbessert. Mit der Fokussierung auf das Kerngeschäft sehen wir nachhaltige Chancen sowie weiteres Entwicklungspotential. Das Portfolio der gesamten Hoppmann Gruppe umfasst starke und bekannte Automarken. Durch die Mehr-Marken-Strategie ist die Gruppe im Wettbewerb positioniert und verfügt über die besten Wachstumgsgrundlagen. Mit der Gründung der Schwestergesellschaft Hoppmann Future GmbH zum 01.01.2024 hat die Hoppmann Gruppe einen weiteren Meilenstein gesetzt, und ihr Portfolio um das Geschäftsfeld "Photovoltaik-Ausrüster" erweitert. Im Zuge der steigenden Bedeutung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) gelten PV-Anlagen als wesentlicher Beitrag zur Nachhaltigkeit. Die aktuellen Entwicklungen zeigen vielversprechende Chancen auf, die sich in einem dynamischen Umfeld bieten, um die Geschäftsziele und Gesamtrendite nachhaltig zu stärken.

Bei unserem Kerngeschäft stehen der Ausbau und die Festigung der Wettbewerbsfähigkeit im Fokus. Nachhaltige Chancen und weitere Entwicklungspotentiale liegen in der Erneuerung der Stellantis Corporate Identity. Hier soll eine neue einladende Einkaufsatmosphäre die Markenwahrnehmung forcieren und zur erfolgreichen Geschäftsentwicklung beitragen.

Beste Chancen sehen wir auch im Caravan-Geschäft: Laut GfK-Studie können sich mittlerweile über 14 Mio. Deutsche einen Urlaub im Reisemobil oder Caravan vorstellen. Unabhängigkeit und Flexibilität sowie die Nähe zur Natur machen Caravaning immer attraktiver. Der Verkauf unserer Wohnwagen und Wohnmobile der Marke Dethleffs wie auch unsere Caravan-Vermietungsgesellschaft Mc-Rent bieten enorme Chancen, auch in Zukunft zu wachsen. Mit der Einweihung unserer neuen Caravan-Fachwerkstatt mit 6 Arbeitsplätzen im April 2024 bietet die Hoppmann Gruppe besten Service auf neustem technischen Stand.

Um den Bekanntheitsgrad unseres traditionsreichen Unternehmens in der Öffentlichkeit weiter zu erhöhen, organisiert unser eigespieltes Marketing- und Eventteam ausgewählte und attraktive Veranstaltungen. Der Einsatz des Online-Marketings ist unverzichtbar, um auch die jüngere Zielgruppe verstärkt anzusprechen. Wir nutzen die sozialen Netzwerke, um über alle wichtigen Aktivitäten rund um unsere Marken zu berichten, auf unsere Veranstaltungen und Events hinzuweisen und um die Eindrücke im Nachgang zu den Veranstaltungen für uns und unsere Marken zu vermitteln.

Digitalisierung

Die Digitalisierung ist eine Voraussetzung für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg, und bleibt ein wesentlicher Bestandteil zur Optimierung der betrieblichen Effizienz. Die Lebenswirklichkeit der Menschen ist zunehmend digital und somit wird die Berichtsgesellschaft ihre vertrieblichen und administrativen Prozesse durch den Einsatz digitaler Techniken weiter optimieren und für die Zukunft positionieren. Die im Berichtsjahr gesetzten Aktivitäten werden die digitale Entwicklung weiter vorantreiben.

Zur Fokussierung auf die IT-Sicherheit wurde für den Hauptstandort Siegen eine zweite redundante Firewall implementiert. Des Weiteren wurde zur Optimierung der Leistung und Effizienz des Netzwerkes ein Core-Switch erneuert, um den Anforderungen des Datenverkehrs im Kernnetzwerk gerecht zu werden und um Ausfälle zu vermeiden. Die neuen Betriebe wurden in unsere IT-Systemlandschaft eingebunden und die neuen Mitarbeiter entsprechend geschult. Auch unsere Marketing- und E-Commerce-Aktivitäten legten in 2023 weiter den Fokus auf die fortschreitende Digitalisierung. Zufriedenheitsabfragen finden nunmehr ausschließlich digital statt. Unser Videomarketing wurde intensiviert, insbesondere der Einsatz von TikTok als Plattform bietet ein großes Potential für das Marketing und konnte bereits erfolgreich als Verkaufskanal eingesetzt werden. So konnten wir im Berichtsjahr noch mehr Menschen erreichen und unseren Kunden eine größere Bandbreite von Kontakt- und Interaktionsmöglichkeiten bieten.

Auch im Bereich Personal-Recruiting wird die Zukunft digital. Wir bauen unser Online-Recruiting aus, um talentierte Nachwuchskräfte für uns gewinnen zu können. Durch gezielte Werbung im Social Network können virale Effekte erzielt werden, die eine große Reichweite für Stellenanzeigen generieren.

Die Anfang 2024 durchgeführte Implementierung des digitalen Rechnungsworkflows sowie die Umstellung auf den Rechnungsversand per Email wird die Berichtsgesellschaft auch im neuen Geschäftsjahr im Hinblick auf die Digitalisierung weiter vorantreiben und Prozesse nachhaltig optimieren. Des Weiteren wird zur Minimierung des IT-Sicherheitsrisiko 2024 eine neue Aufklärungskampagne zu Phishing gestartet.

Risikobericht

Risiken zu steuern, ist die Grundlage für den unternehmerischen Erfolg der Berichtsgesellschaft. Die Hoppmann Autohaus GmbH ist im Rahmen ihrer unternehmerischen Aktivitäten einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Um auf Änderungen politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zu reagieren, wird zur nachhaltigen Sicherung der Unternehmensgruppe die allgemeine Risikosituation in regelmäßigen Abständen bewertet.

Eine Gesamtrisikolage ist weiter vorhanden: Der Automobilhandel befindet sich weiter in einer Phase des Wandels, die durch eine Vielzahl von Faktoren vorangetrieben wird.

Der Gebrauchtwagenmarkt wird von verschiedenen Effekten negativ beeinflusst. Steigende Zinsen, sinkende Preise und erhöhte Standzeiten werden sich hemmend auf die Bruttoerträge auswirken. Vor allem Elektroautos werden hier zum erhöhten Risiko beitragen und können voraussichtlich nur mit sehr starken Nachlässen verkauft werden. Durch den Mitte Dezember 2023 abrupten Wegfall der staatlichen Subvention für E-Autos wird die Unsicherheit bei den potenziellen Kunden für E-Autos größer und belastet die Händler zusätzlich mit einem erhöhten Beratungsaufwand.

Die immer umfangreicher werdenden Auflagen des Herstellers gestalten die Geschäftsprozesse zunehmend komplexer. Darüber hinaus wird sich der Trend des eigenen Fahrzeugvertriebs des Herstellers weiter durchsetzen, was die Neuwagen-Margen weiter schmälern wird.

Die Abhängigkeit von Ergebnissen aus dem Fahrzeugvertrieb ist in einigen unserer Standorte sehr hoch. Aus diesem Grund wurden bereits beginnend ab dem Geschäftsjahr 2021 mit der Eröffnung des Distrigo-Standortes mit Stammsitz im Hauptbetrieb Siegen Maßnahmen definiert, um die Abhängigkeit vom Fahrzeugvertrieb zu reduzieren und die Ertragslage des Unternehmens stabil zu halten. Ebenso konnte durch den Zukauf eines weiteren Opel-Händlers in Attendorn sowie der Übernahme einer qualitativ hoch ausgestatteten Lackiererei unsere Reichweite vergrößert werden.

Weitere Risiken ergeben sich im Bereich Personal. Aufgrund der demographischen Entwicklung, dem jetzt schon spürbaren Fachkräftemangel sowie dem großen Konkurrenzkampf auf dem Arbeitsmarkt wird es zunehmend schwieriger, gut ausgebildete Mitarbeiter zu gewinnen. Um die Personalbeschaffungsstrategie effizienter zu gestalten, wurden bereits Maßnahmen definiert und umgesetzt, mit denen die Prozesse im Personalmanagement nachhaltig optimiert werden. Um Fach- und Führungskräfte langfristig an das Unternehmen zu binden, bietet die Unternehmensgruppe eine tarifgebundene Entgeltstruktur mit angemessenen Sozialleistungen und einer Vielzahl von weiteren Benefits.

Die Hoppmann Gruppe prüft und nimmt die Chancen der Digitalisierung kontinuierlich wahr. Die bestehenden IT-Systeme sowie die IT-Schutz- und Sicherheitseinrichtungen werden laufend weiterentwickelt und optimiert. Risiken, die im Schadensfall eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse aufgrund von IT-Systemausfällen oder den Verlust oder die Verfälschung von Daten zur Folge haben könnten, werden deshalb schnell identifiziert und entsprechend bewertet.

Finanzielle Risiken sind in der Zinsentwicklung zu erkennen. Im Rahmen der kurzfristigen Fremdfinanzierung unterliegt die Gruppe gerade in der Einkaufsfinanzierung von Gebrauchtwagen einem Zinsänderungsrisiko, weil diese in der Regel zu variablen Konditionen erfolgt.

Zusammengefasst sieht die Geschäftsführung weiterhin eine solide Basis für die zukünftige Entwicklung der Berichtsgesellschaft. Die Risikostruktur der Hoppmann Gruppe hat sich, trotz des Russland-Ukraine- sowie des Nahost-Krieges, verbunden mit deutlichen Energiekostensteigerungen sowie der alle Verbraucher betreffenden allgemeinen Inflation, im Geschäftsjahr 2023 nicht wesentlich verändert. Kostensteigerungen konnten anteilig an den Kunden weitergegeben werden. Aus heutiger Sicht wurden keine bestandsgefährdeten Risiken identifiziert, die die unternehmerische Tätigkeit der Hoppmann Gruppe gefährden könnten.

1 Statista

2 Destatis, Pressemitteilung Nr. 038

3 Statista, Arbeitslosenquote in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 2005 bis 2024

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 8.440.168,41 6.277.792,63
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 227.806,27 50.546,97
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 149.584,27 45.546,97
2. Geschäfts- oder Firmenwert 78.222,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 5.000,00
II. Sachanlagen 7.461.476,93 5.476.379,40
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.495,61 12.715,98
2. technische Anlagen und Maschinen 735.172,73 246.689,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.669.535,09 5.091.224,97
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.273,50 125.749,22
III. Finanzanlagen 750.885,21 750.866,26
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 750.000,00 750.000,00
2. Beteiligungen 885,21 866,26
B. Umlaufvermögen 36.883.139,82 22.414.917,21
I. Vorräte 25.431.878,05 14.900.470,14
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 99.819,83 24.488,24
2. fertige Erzeugnisse und Waren 25.332.058,22 14.203.322,19
3. geleistete Anzahlungen 0,00 672.659,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 11.332.533,11 7.127.832,02
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.257.334,24 5.774.248,79
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.083.329,80 694.782,56
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 16.338,83
4. sonstige Vermögensgegenstände 1.991.869,07 642.461,84
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 118.728,66 386.615,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.494,21 23.070,79
Bilanzsumme, Summe Aktiva 45.345.802,44 28.715.780,63

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.750.000,00 6.750.000,00
I. gezeichnetes Kapital 6.000.000,00 6.000.000,00
II. Gewinnrücklagen 750.000,00 750.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 750.000,00 750.000,00
III. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
B. Rückstellungen 1.872.374,33 1.715.349,38
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 503.254,00 504.778,00
2. sonstige Rückstellungen 1.369.120,33 1.210.571,38
C. Verbindlichkeiten 36.723.428,11 20.250.431,25
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.683.202,58 15.997.489,54
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 150.379,32 119.570,40
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 150.379,32 119.570,40
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 958.284,14 1.003.218,77
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.637.557,14 2.083.708,75
5. sonstige Verbindlichkeiten 2.294.004,93 1.046.443,79
Bilanzsumme, Summe Passiva 45.345.802,44 28.715.780,63

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 90.494.781,80 77.989.956,90
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 75.331,59 14.029,99
3. sonstige betriebliche Erträge 1.040.429,82 53.390,42
4. Materialaufwand 70.401.263,73 60.509.626,53
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 69.957.032,10 60.165.656,25
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 444.231,63 343.970,28
5. Personalaufwand 15.833.704,98 13.093.700,48
a) Löhne und Gehälter 13.013.394,92 10.796.325,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.820.310,06 2.297.374,55
6. Abschreibungen 1.576.385,81 1.117.799,48
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.576.385,81 1.117.799,48
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.700.507,24 4.160.475,63
8. Erträge aus Beteiligungen 25,74 25,27
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 112.500,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.905,41 5.770,13
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 620.031,83 279.762,24
davon aus Abzinsung 1.726,28 1.579,34
12. Ergebnis nach Steuern -2.497.419,23 -985.691,65
13. sonstige Steuern 49.812,00 40.051,50
14. Erträge aus Verlustübernahme 2.547.231,23 1.025.743,15
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

1. Die Firma der Gesellschaft lautet "Hoppmann Autohaus GmbH" mit Sitz in Siegen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte beim Amtsgericht Siegen unter der Nr. HRB 1682.

2. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den allgemeinen Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 264 ff. HGB unter Berücksichtigung der Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftervertrags aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB und nach § 42 GmbHG.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren des § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit wurde eingehalten.

B. Bilanzierungs- und Bewertsmethoden

1. Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, angesetzt.

Die Abschreibungen im Anlagevermögen erfolgten in 2009 und 2010 grundsätzlich degressiv, soweit dies zu höheren Abschreibungen führte, im Übrigen linear. Bewegliche, selbständig nutzbare Anlagegüter mit Anschaffungskosten über Euro 250,00 und bis Euro 1.000,00 werden seit dem Monat 01.2023 nach § 6 Abs.2 a EStG in einem Sammelposten aktiviert und über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschrieben.

Die Möglichkeit, niedrigere Wertansätze, die aufgrund steuerrechtlicher Abschreibungsregelungen vor dem 01.01.2010 entstanden waren, fortzuschreiben (Art. 67 Abs. 4 EGHGB), wurde in Anspruch genommen. Es erfolgten im wesentlichen keine Bewertungskorrekturen.

2. Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten - unter Beachtung von § 253 Abs. 3 S. 6 HGB - bewertet.

3. Die Vorräte wurden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Dem Lagerrisiko wurde durch ausreichende Abschläge Rechnung getragen.

4. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Dem Kreditrisiko wurde durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.

5. Die Rückstellungen wurden mit dem Betrag angesetzt, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

6. Die Pensionsrückstellungen werden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Die Jubiläumsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 1,74 % gebildet.

7. Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

C. Angaben zur Bilanz 31.12.2023

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

2. Die Pensionsrückstellung wurde auf der Basis der Richttafeln Dr. Heubeck (Sterbetafeln 2018 G) ermittelt. Das Gutachten ging von einem Zinssatz von 1,87 % und einer Rentendynamik von 1,60 % aus. Der Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt 17.245,00 € (Ausschüttungssperre).

3. Die sonstigen Rückstellungen umfassten im Wesentlichen:

- Garantieverpflichtungen mit rd. 208 T€ (Vj.: 265 T€)

- Jahresabschluss- und Archivierungskosten mit rd. 136 T€ (Vj. 117 T€)

- Personalkosten mit rd. 817 T€ (Vj. 764 T€)

4. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten waren gesichert:

- durch Grundpfandrechte auf Grundstücken der Muttergesellschaft 906.037,36 € (Vj.: 767.773,84 €)

- durch sonstige Pfandrechte auf bewegliche4r Vermögensgegenstände 15.091.452,18 € (Vj.: 13.105.587,92 €)

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen

Unternehmen handelte es sich in Höhe von 776.474,36 € um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 3.408.320,80 € um Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin.

In den sonstigen Verbindlichkeiten waren enthalten:

- Verbindlichkeiten aus Steuern mit 159.726,07 € (Vj. 128.410,27 €)

- Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit 65.000,51 € (Vj.: 24.420,36 €)

- Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mit 350.000,00 € (Vj. 350.000,00 €)

5. Verbindlichkeitenspiegel

davon mit einer Restlaufzeit
Stand 31.12.2023
von bis zu einem Jahr
von mehr als einen bis fünf Jahre
von mehr als fünf Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.683.202,58 31.391.782,58 291.420,00 0,00
Vj.: 15.997.489,54 15.997.489,54 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 150.379,32 150.379,32 0,00 0,00
Vj.: 119.570,40 119.570,40 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 958.284,14 958.284,14 0,00 0,00
Vj.: 1.003.218,77 1.003.218,77 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.637.557,14 1.075.057,14 562.500,00 0,00
Vj.: 2.083.708,75 1.021.208,75 812.500,00 250.000,00
sonstige Verbindlichkeiten 2.294.004,93 2.184.508,19 109.496,74 0,00
Vj.: 1.046.443,79 957.075,96 89.367,83 0,00
Verbindlichkeiten insgesamt 36.723.428,11 35.760.011,37 963.416,47 0,00
Vj.: 20.250.431,25 19.098.563,42 901.867,83 250.000,00

D. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. In den Sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung enthalten mit 97,320.26 € (Vj.: 92.479,36 €)

2. Die Personalkosten beinhalten auch Aufwendungen für Mitarbeiter, die verbundenen Unternehmen zur Verfügung gestellt sind. Die Erträge aus den weiterbelasteten Kosten (1.964.631,30 €, Vj.: 1.680.287,54 €) sind in den Umsatzerlösen erfasst.

3. Von den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens entfallen auf Ausleihungen an verbundene Unternehmen 22.500,00 € (Vj.: 112.500,00 €)

4. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsen aus den Rückstellungsveränderungen enthalten mit 10.429,69 € (V.: 10.175,91 €)

E. Sonstige Angaben

1. Es bestehen jährliche Zahlungsverpflichtungen aus

- Miet- und Leasingverträgen über bebaute Grundstücke in Höhe von ca 926.248,24 €

- davon gegenüber verbundenen Unternehmen von 669.460,00 €

- und über bewegliche Vermögensgegenstände in Höhe von 62.368,32 €

2. Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer betrug: 2023 2022
in Siegen, Eiserfelder Straße 204 164
in Kreuztal-Fellinghausen 24 24
in Dillenburg 22 17
in Gummersbach 18 17
in Siegen Martinshardt 18 0
in Neunkirchen 10 8
in Attendorn 9 0
305 230
- geringfügig Beschäftigte 55 61
- teilweise mit Monatsbezügen unter 100,00 € 360 291
Außerdem waren beschäftigt:
Auszubildende 51 48

3. Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers wird verzichtet, weil dieses im Konzernanhang angegeben wird.

4. Geschäftsführer war zum Bilanzstichtag:

- Herr Andreas Wilke, Geschäftsführer, Siegen (Strategischer Geschäftsführer)

- Herr Stefan Langenbach, Geschäftsführer, Siegen (Operativer Geschäftsführer)

Die Angaben nach §285 Nr. 9 und b HGB unterbleiben mit Verweis auf §286 Abs. 4 HGB.

5. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Martin Hoppmann GmbH, Siegen, einbezgen, die den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis aufstellt. Dieser Konzernabschluss wird im elektronischem Unternehmensregister veröffentlicht.

 

Siegen, 29.05.2023

gez. Andreas Wilke, Geschäftsführer

gez. Stefan Langenbach, Geschäftsführer

Anlagespiegel

ANLAGENSPIEGEL

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 256.208,66 127.658,30 0,00 5.000,00 388.866,96
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 80.000,00 0,00 0,00 80.000,00
3. geleistete Anzahlung 5.000,00 0,00 0,00 -5.000,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 261.208,66 207.658,30 0,00 0,00 468.866,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 47.306,30 4.321,63 0,00 0,00 51.627,93
2. technische Anlagen und Maschinen 1.510.082,72 233.568,95 118.267,67 366.143,13 1.991.527,13
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.825.962,22 5.425.870,53 3.310.373,60 0,00 9.941.459,15
4. geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau 125.749,22 282.667,41 0,00 -366.143,13 42.273,50
Summe Sachanlagen 9.509.100,46 5.946.428,52 3.428.641,27 0,00 12.026.887,71
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 750.000,00 0,00 0,00 0,00 750.000,00
2. Beteiligung 866,26 18,95 0,00 0,00 885,21
3. Wertpapier des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 750.866,26 18,95 0,00 0,00 750.885,21
Summe Anlagevermögen 10.521.175,38 6.154.105,77 3.428.641,27 0,00 13.246.639,88
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Euro
Geschäftsjahr
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Stand 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 210.661,69 28.621,00 0,00 0,00 239.282,69
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 1.778,00 0,00 0,00 1.778,00
3. geleistete Anzahlung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 210.661,69 30.399,00 0,00 0,00 241.060,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 34.590,32 2.542,00 0,00 0,00 37.132,32
2. technische Anlagen und Maschinen 1.263.393,49 108.213,02 115.252,11 0,00 1.256.354,40
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.734.737,25 1.435.231,79 898.044,98 0,00 3.271.924,06
4. geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.032.721,60 1.545.986,81 1.013.297,09 0,00 4.565.410,78
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Wertpapier des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 4.243.382,75 1.576.385,81 1.013.297,09 0,00 4.806.471,47
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwerte Stand 31.12.2023
Euro
Stand 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 149.584,27 45.546,97
2. Geschäfts- und Firmenwert 0,00 78.222,00 0,00
3. geleistete Anzahlung 0,00 0,00 5.000,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 227.806,27 50.546,97
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 14.495,61 12.715,98
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 735.172,73 246.689,23
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 6.669.535,09 5.091.224,97
4. geleistete Anzahlung und Anlagen im Bau 0,00 42.273,50 125.749,22
Summe Sachanlagen 0,00 7.461.476,93 5.476.379,40
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 750.000,00 750.000,00
2. Beteiligung 0,00 885,21 866,26
3. Wertpapier des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 750.885,21 750.866,26
Summe Anlagevermögen 0,00 8.440.168,41 6.277.792,63

Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

1.1.2023 - 31.12.2023

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 350.000,00 EUR.

1.1.2022 - 31.12.2022

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 350.000,00 EUR.

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die Hoppmann Autohaus GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hoppmann Autohaus GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hoppmann Autohaus GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Solingen, 31. Mai 2024

Ebbinghaus Partnerschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Mark Ebbinghaus, Wirtschaftsprüfer

Dr. Christoph Adams, Wirtschaftsprüfer

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