Stammdaten

Register
Amtsgericht Offenbach am Main HRB 41259
Vorher
International SOS Emergency Services (Deutschland) GmbH
Eingetragen
29.10.2004
Branche
Erbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und AltenpflegebedarfErbringung von ergotherapeutischen Dienstleistungen
Gegenstand
1) Entwicklung und Vertrieb von medizinischen Assistenzdienstleistungen für Reisende und Ausländer, die deutschen und/oder österreichischen Unternehmen angehören, sowie Einrichtung und Betrieb einer Alarmzentrale; 2) Vertrieb der Dienstleistungen gemäß Ziffer 1) an Unternehmen in Deutschland und Österreich.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nicolas Sommer
seit 8.12.2025
Prokura
Nicholas Peters
seit 20.8.2024
Geschäftsführer
Melanie Hermann
seit 8.5.2023
Prokura
Stefan Dr. Esser
seit 12.2.2015
Prokura
Beate Hanssen
seit 27.8.2014
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Blue Cross Travel Services B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Blue Cross Travel Services B.V.
Netherlands
2.830.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

International SOS GmbH

Neu-Isenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2023 bis zum 30.06.2024

Bilanz zum 30. Juni 2024

Aktivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3,00 3,00
3,00 3,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 403.371,54 350.444,35
403.371,54 350.444,35
403.374,54 350.447,35
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Noch nicht abgerechnete Leistungen 939.135,28 841.680,62
939.135,28 841.680,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 275.835,95 2.622.038,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.367.220,70 14.400.126,55
3. Sonstige Vermögensgegenstände 407.966,48 639.680,86
8.051.023,13 17.661.845,80
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 11.687.388,29 1.785.615,76
11.687.388,29 1.785.615,76
20.677.546,70 20.289.142,18
C. Rechnungsabgrenzungsposten 117.256,87 95.427,52
21.198.178,11 20.735.017,05

Passivseite

Vorjahr
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.830.000,00 2.830.000,00
II. Bilanzverlust 2.830.000,00 2.830.000,00
davon Verlustvortrag 471.430,25 EUR (Vorjahr 603.394,56 EUR) -131.199,23 -471.430,25
-131.199,23 -471.430,25
2.698.800,77 2.358.569,75
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 229.548,84 0,00
2. sonstige Rückstellungen 1.483.865,77 1.662.122,11
1.713.414,61 1.662.122,11
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 835.309,51
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 EUR (Vorjahr 835.309,51 EUR)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.511.262,73 2.384.794,73
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.511.262,73 EUR (Vorjahr 2.384.794,73 EUR)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.691.136,08 4.091.881,92
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.691.136,08 EUR (Vorjahr 4.091.881,92 EUR)
4. sonstige Verbindlichkeiten 379.321,24 583.207,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 379.321,24 EUR (Vorjahr 583.207,00 EUR)
davon aus Steuern 378.468,61 EUR (Vorjahr 450.519,19 EUR)
7.581.720,05 7.895.193,16
D. Rechnungsabgrenzungsposten 9.204.242,68 8.819.132,03
21.198.178,11 20.735.017,05

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024

Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 45.911.763,27 46.188.234,07
2. Verminderung des Bestands an noch nicht abgerechneten Leistungen 97.454,66 -298.882,41
3. Sonstige betriebliche Erträge
davon aus Währungsumrechnung 223.560,95 EUR (Vorjahr 31.665,76 EUR) 2.929.195,67 2.839.391,12
4. Materialaufwand
Aufwendungen für Rettungseinstätze und Rettungsmaterial -20.509.423,81 -22.268.165,10
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -10.593.722,23 -10.602.881,69
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.811.393,14 -1.732.777,72
-12.405.115,37 -12.335.659,41
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -111.646,89 -109.007,65
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
davon aus Währungsumrechnung 132.012,05 EUR (Vorjahr 24.347,97 EUR) -15.539.387,16 -13.987.185,53
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen 271.233,89 EUR (Vorjahr 168.125,81 EUR) 271.233,89 168.125,81
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -303.843,24 -64.886,59
10. Ergebnis nach Steuern 340.231,02 131.964,31
11. Jahresüberschuss 340.231,02 131.964,31
12. Verlustvortrag -471.430,25 -603.394,56
13. Bilanzverlust -131.199,23 -471.430,25

Anhang für das Geschäftsjahr 2023/2024

Allgemeine Informationen

Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Registerinformationen

Die Gesellschaft ist unter der Firma International SOS GmbH mit Sitz in Neu-Isenburg im Handelsregister des Amtsgerichts Offenbach am Main unter der Nummer HRB 41259 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (drei Jahre; lineare Methode) um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wird entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer nach Maßgabe der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge zum Sachanlagevermögen werden ebenfalls zeitanteilig vorgenommen.

Die Bewertung der unfertigen und Leistungen, ausgewiesen in den Vorräten erfolgt auf Basis der erhaltenen oder noch abstinence Rechnungen der Leistungserbringer.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für alle risikobehafteten Posten werden angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Auszahlungen, die Aufwendungen nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst Einzahlungen, die Erträge nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Latente Steuerüberschüsse werden entsprechend dem bestehenden Ansatzwahlrecht nicht aktiviert.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Satz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die davon in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Erläuterungen zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Kursdifferenzen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt, vergl. Anlage 3 zum Anhang.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie die Weiterberechnung von Kosten in Höhe von 7.367 TEUR (Vorjahr: 14.400 TEUR). In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen den Gesellschafter in Höhe von 4.675,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden hauptsächlich für Urlaubsansprüche, Überstunden, Boni, Prüfungskosten und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet.

in TEUR 30.06.2023 30.06.2024
Bonus 421 585
Sales Commission 189 217
Holiday leave 288 402
Restructuring 316 43
Outstanding invoices 522 292
Others -73 -55
1.662 1.484

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie die Weiterberechnung von Kosten in Höhe von 5.691 TEUR (Vorjahr: 4.092 TEUR). In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmens sind Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von 18.512,44 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) enthalten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nicht besichert. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der Factoring Bank sind abweichend von Vorjahr im Geschäftsjahr verrechnet worden, da es sich um echtes Factoring handelt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet die Abgrenzung von Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, die regelmäßig über einen Zeitraum von einem oder zwei Jahren eingezogen werden.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten hauptsächlich Umlagen innerhalb der AEA- Gruppe.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Geschäftsräume der International SOS GmbH sind angemietet. Für das gemietete Objekt fallen jährliche Mietaufwendungen in Höhe von 247 TEUR an. Der Mietvertrag läuft bis zum 28. Februar 2027 für die Geschäftsräume in Neu-Isenburg. Die Geschäftsräume in Wien können mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden.

Darüber hinaus bestehen Fahrzeugleasingverpflichtungen in Höhe von 96 TEUR. Die Leasingverträge haben eine Laufzeit von drei Jahren und enden im Wesentlichen zwischen 2024 und 2027.

Geschäftsführung

Zu Geschäftsführern der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres folgende Personen bestellt:

Frederic Balme, President Government Services Deutschland, Frankfurt am Main

Nicholas Peters, Managing Director, Frankfurt am Main since 1 July 2024

Torsten Heinrich Reuter, Head of Assistance, Mainhausen

Dominik Schärer, Head of Region Europe-Tricare, Frankfurt am Main

Herr Torsten Heinrich Reuter und Herr Dominik Schärer wurden mit Wirkung zum 30. Juni als Geschäftsführer abberufen.

Der ausgeübte Beruf entspricht der Position im Leitungsorgan.

Gesamtvergütung der Geschäftsführung/Vergütung ehemaliger Vorstandsmitglieder

Es wird von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 144 (50 Männer und 94 Frauen) Mitarbeiter beschäftigt.

Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von 340.231,02 EUR soll mit dem bestehenden Verlustvortrag verrechnet werden.

Konzernverhältnisse

Die AEA International Holdings Pte. Ltd, Singapur, stellt als oberstes Mutterunternehmen (größter und kleinster Konsolidierungskreis) einen Konzernabschluss auf. Die Hinterlegung des Konzernabschlusses erfolgt am Sitz der Gesellschaft in Singapur.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichen finanziellen Auswirkungen sind nach dem Bilanzstichtag nicht eingetreten.

Erleichterungen

Die Gesellschaft hat als mittelgroße Kapitalgesellschaft von den Erleichterungen des § 288 Abs 2 HGB Gebrauch gemacht.

 

Neu-Isenburg, 9. April 2025

Die Geschäftsleitung

Frederic Balme

Nicholas Peters

Angaben zur Feststellung

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 10. April 2025.

Lagebericht für 2023/24

1. a. Geschäftliches und wirtschaftliches Umfeld

1. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die International SOS GmbH entwickelt und vertreibt marktführende und innovative Gesundheits- und Reisesicherheitsdienstleistungen für international tätige Mitarbeiter von Unternehmen. Darüber hinaus betreibt das Unternehmen ein 24-Stunden Assistance- Center in Neu-Isenburg, welches eines von weltweit 27 Assistance-Centern der International SOS Gruppe ist.

International tätige Unternehmen expandieren zunehmend in herausfordernde Länder und Regionen, in denen gesundheitliche Risiken, zivile Unruhen und Terrorismus heutzutage Realität für die reisenden und entsandten Mitarbeiter, sowie deren Angehörigen geworden sind. Der Erfolg global agierender Unternehmen hängt stark von der Leistungsfähigkeit dieser Mitarbeiter ab. Dazu haben die Arbeitgeber die gesetzliche Pflicht ihre Mitarbeiter vor und während dem Auslandsaufenthalt zu unterstützen. In diesem Segment hat sich die International SOS Gruppe weltweit seit Jahren erfolgreich als verlässlicher Partner etabliert.

Die Hauptprodukte der International SOS GmbH sind:

Medizinische Unterstützung

Betriebsmedizinische Unterstützung

Reisesicherheits-Assistenz

Medizinische- und Reisesicherheitsberatungen

Informations-Dienstleistungen und Beratungen

Schulungen

In Deutschland und Österreich hat sich die International SOS GmbH in den letzten Jahren mit einer stetig wachsenden Kundenbasis zu einem der führenden Marktanbieter entwickelt. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr konnten wieder neue Kunden, sowohl aus den verschiedenen DAX-Indizes, als auch aus dem Mittelstand hinzugewonnen werden. Außerdem erwerben unsere Kunden zusätzliche neue Produkte aus unserem Produktportfolio.

Die Firmen agieren in den unterschiedlichsten Branchen (Maschinen- und Anlagenbau, Technologie, Automotive, Transport, Energie, Handel, Pharma und Chemie, Dienstleistungen, Krankenversicherungen, etc.) und sichern dadurch eine relativ konjunkturunabhängige Geschäftsentwicklung.

Das Kernsegment „Reisesicherheit" im Produktportfolio des Unternehmens ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor und unterliegt stetig steigender Komplexität, die nur eine globale Organisation wie International SOS mit mehr als 1.200 Standorten in 90 Ländern meistern kann.

1.b. Darstellung des Geschäftsverlaufs im Berichtsjahr

Die zahlreichen Krisen der letzten Jahre rund um den Globus sind ein Beispiel für das Konzept der Perma-Krise, bei der unterschiedliche und sich oft überschneidende Großereignisse die Vorbereitungs- und Krisenreaktionsfähigkeiten von Organisationen herausfordern. Als globales Beratungsunternehmen befassen wir uns mit einem breiten Spektrum von Herausforderungen, Trends und Chancen im Bereich Gesundheit und Sicherheit. Dazu gehören der Schutz von Mitarbeitern, die Begrenzung von Risiken, die Reduzierung von Zwischenfällen sowie die Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Mitarbeitern und der Gemeinschaft. Dieses breite Spektrum an Dienstleistungen hat uns geholfen, die leichte Rezession, unter der der deutsche Markt leidet, abzufedern.

Das Unternehmen überwacht seine Leistung genau und erstellt monatliche Abschlüsse, die von der Geschäftsleitung eingehend geprüft und mit dem Vorjahr, dem Budget und der rollenden 3-Monats-Prognose verglichen werden. Die Analyse deckt alle Schlüsselbereiche ab:

Vertriebsleistung: Die KPIs konzentrieren sich auf fakturierte Verkäufe und deren Treiber - Neugeschäft, Kontoverlängerung, Preis/Population und nicht verlängerte Verträge.

Finanzielle Leistung: gemessen auf EBIT- und NEBITDA-Ebene mit Schwerpunkt auf Bruttogewinnwachstum und Gemeinkostenkontrolle.

Betriebskapital und Cashflow: Die Indikatoren, die verfolgt werden, sind der Prozentsatz der eingezogenen Forderungen, der Saldo der Forderungen, die älter als 60 Tage sind, der Zeitpunkt der vertraglichen Rechnungsstellung sowie die Nettobarmittelerzeugung.

Im Geschäftsjahr 23/24 hat die International SOS GmbH die in ihrem Jahresbudget1 festgelegten Erwartungen erfüllt.

1 Die Darstellung des Budgets erfolgt aufgrund der Konzernberichterstattung in Abweichung von der Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren

Das Bruttobetriebsergebnis, der wichtigste Wachstumsindikator für das Geschäft, lag geringfügig über dem Budget (+2% auf 14.509 TEUR gegenüber dem Budget von 14.215 TEUR), was vor allem auf höhere Leistungen im Bereich der Patienten- Unterstützung zurückzuführen ist, die die unterdurchschnittliche Leistung bei den Abrechnungen für Assistenz-Zentren mehr als ausgleichen.

Die indirekten Gemeinkosten waren 2% höher als veranschlagt, was auf den Inflationsdruck bei den meisten externen Diensten und die Auswirkungen der Rückkehrpolitik auf die Reisekosten, sowie auf einige unvorhergesehene Ausgaben im Bereich der externen Beratung zurückzuführen ist.

Insgesamt und als Ergebnis dieser Faktoren landete das NEBITDA bei 1.213 TEUR, ein Plus von 88 TEUR oder 8% gegenüber dem Budget.

Unter Berücksichtigung der höheren Zinserträge (271 TEUR, 70 TEUR mehr als geplant) erreichte der Gewinn vor Steuern 644 TEUR gegenüber einem Plan von 386 TEUR.

Das Unternehmen hält alle für sich relevanten Umweltstandards ein.

2. Situation des Unternehmens

2.a. Darstellung der finanziellen Leistungsfähigkeit

Im GJ23/24 blieben die Gesamteinnahmen weitgehend stabil (45.912 TEUR, -0,5% gegenüber 46.188 TEUR im Vorjahr), da ein Rückgang bei den Abrechnungen für Assistenz-Center-Dienstleistungen den Anstieg bei den sonstigen Dienstleistungen ausglich.

Die Umsatzkosten für Rettungseinsätze und Rettungsgeräte sanken im Vergleich zum Vorjahr (-10,66%) auf 20.509 TEUR (Vorjahr: 22.268 TEUR).

Der Personalaufwand blieb mit 12.405 TEUR (Vorjahr: 12.336 TEUR) in etwa auf dem Niveau des Vorjahres, wobei die Anzahl der Mitarbeiter im Berichtszeitraum stabil blieb.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 15.539 TEUR (Vorjahr: 13.987 TEUR) stiegen um 11%, was hauptsächlich auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist, darunter das allgemeine Inflationsumfeld, erhöhte Beratungskosten sowie Markennutzungsgebühren.

Im Geschäftsjahr 2023/24 erwirtschaftete das Unternehmen einen Jahresüberschuss von 340 TEUR (Vorjahr: 132 TEUR).

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen in Deutschland, einschließlich einer Rezession im Jahr 2023 und einer Stagnation im Jahr 2024, hat International SOS erfolgreich ein positives Finanzergebnis erzielt.

2.b. Darstellung der Aktiva und Passiva

Im Geschäftsjahr 2023/24 wurden Investitionen in Höhe von 165 TEUR in die Betriebs- und Geschäftsausstattung und insbesondere in die Erneuerung der üblichen IT- Ausstattung und die Renovierung von Gebäuden getätigt.

Dies führte zu einem Anstieg des Anlagevermögens um 15 %.

Die noch nicht abgerechneten Leistungen sind mit 939 TEUR gegenüber dem Vorjahr leicht auf 842 TEUR gesunken. Dabei handelt es sich um von Dienstleistern erhaltene Leistungen, die dem Endkunden noch nicht in Rechnung gestellt wurden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.510 TEUR oder rund 84% gesunken. Dies ist im Wesentlichen auf die Umgliederung des Factoringvertrages zurückzuführen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Factorer werden im Jahresabschluss mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um 7.033 TEUR gesunken. Der im Juni 2023 getätigte temporäre Transfer liquider Mittel an die Gruppe wurde Anfang Juli 23 vollständig zurückgezahlt. Der Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen führte zu einem Anstieg der Bankguthaben.

2.c. Darstellung der Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 10.095 TEUR ist im Wesentlichen auf den Jahresüberschuss in Höhe von 340 TEUR, den Rückgang der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 7.033 TEUR, den Abbau der Vorräte um 97 TEUR, den Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1.510 TEUR und den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 1.599 TEUR bei gleichzeitigem Abbau der Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten in Höhe von 874 TEUR zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -165 TEUR (Vorjahr: 109 TEUR) betrifft die Zugänge zur Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die International SOS GmbH finanziert sich im Wesentlichen aus dem eigenen Cashflow.

Per Saldo ergab sich ein Finanzmittelbestand von 11,7 Mio. EUR.

Insgesamt ist die Lage des Unternehmens stabil. In den Jahren 2023/2024 hat sich die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage des Unternehmens weiterhin zufriedenstellend entwickelt.

Das Unternehmen war in der Lage, seinen Zahlungsverpflichtungen während des gesamten Haushaltsjahres nachzukommen, ohne dass zusätzliche externe oder interne Finanzmittel benötigt wurden.

Der Unternehmenswert eines Unternehmens wird nicht nur durch finanzielle, sondern auch durch nichtfinanzielle Faktoren bestimmt. In jüngerer Zeit hat sich unsere Nachhaltigkeitsvision auf die Bereiche Umwelt, Soziales und Corporate Governance (ESG) ausgeweitet. Das bedeutet, dass alle unsere Maßnahmen von der Sorge um das Wohlergehen unserer Mitarbeiter und der Gemeinschaften, in denen wir tätig sind, untermauert werden. Dazu gehört auch ein ethisches Verhalten im Umgang mit Lieferanten, Kunden und anderen Interessengruppen.

3. Risiken und Chancen für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens

Nach einer Analyse der Bundesbank kommt die deutsche Wirtschaft nach einer etwa zweijährigen Schwächephase langsam wieder auf die Beine.

Unsere Kunden sehen sich mit verschiedenen Risiken für die wirtschaftlichen Aussichten konfrontiert, die beispielsweise aus geopolitischen Konflikten und Handelsspannungen resultieren. Die Risiken für die Inflation sind derzeit eher aufwärtsgerichtet. Obwohl die Inflationsrate in Deutschland weiter zurückgeht, bleibt sie mit 1,6% im September 2024 weiterhin hoch. Das breite Portfolio an Kunden und Dienstleistungen hilft uns, das Risiko der Kundenabhängigkeit zu mindern

Ein etwaiger Finanzierungsbedarf könnte bei Bedarf aus den Eigenmitteln der Gruppe gedeckt werden, aber das Unternehmen verfügt über eine starke Liquiditätskapazität. Darüber hinaus verleihen die globale Präsenz der Gruppe, ihr fortgeschrittenes medizinisches und sicherheitstechnisches Fachwissen, ihre hohen Qualitätsstandards und ihr sowohl geografisch als auch sektoral sehr breit gefächertes und ausgewogenes Kundenportfolio der Gruppe eine Solidität und eine Präsenz, die für potenzielle neue Marktteilnehmer nur schwer zu erreichen ist und für Wettbewerber ernsthafte Markteintrittsbarrieren darstellt.

Die letzte Covid-Pandemiekrise hat gezeigt, dass das Unternehmen in der Lage ist, sich an unerwartete kritische Situationen anzupassen.

Inmitten der anhaltenden Krise zwischen Israel und Gaza unterstützt International SOS seine Kunden weiterhin mit aktuellen Informationen zur Lage, Evakuierungshilfe und der Beantwortung von Hilfsanfragen.

Der diesjährige Welttag der psychischen Gesundheit mit dem Thema "Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz" ist eine wichtige Mahnung für Unternehmen, Maßnahmen zum Schutz der psychischen Gesundheit und des Wohlbefindens ihrer Mitarbeiter zu ergreifen. In Anlehnung an dieses Thema ermutigt International SOS seine Kunden weltweit, die entscheidende Bedeutung des psychischen Wohlbefindens und der Widerstandsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu erkennen.

4. Prognosebericht

Da die Welt weiterhin mit beispiellosen Herausforderungen konfrontiert ist, darunter geopolitische Spannungen, extreme Wetterereignisse, Krankheitsausbrüche und wirtschaftliche Unsicherheit, sind wir zuversichtlich, dass International SOS unsere Kunden auch in unsicheren Zeiten unterstützen und ihnen helfen wird, ihre Mitarbeiter in einer Welt mit sich verändernden Risikoprofilen weltweit zu schützen.

Die International SOS GmbH diversifiziert sich weiter im Bereich der staatlichen Dienstleistungen und hat im vergangenen Jahr (Juni 2024) einen neuen Auftrag vom International Center Migration Policy Development (ICMPD) erhalten, der von der EU GD HOME finanziert wird. Dies ist eine Anerkennung der Expertise von International SOS im Bereich des Gesundheitswesens in den Herkunftsländern, die von europäischen Regierungsorganisationen, die an Rückkehr- und Reintegrationsprogrammen beteiligt sind, sehr geschätzt wird.

Für das kommende Geschäftsjahr (24/25) plant das Unternehmen einen Umsatz von 57.822 TEUR, mit einem Bruttobetriebsergebnis von 18.155 TEUR, das zu einem NEBITDA-Ziel von 4.153 TEUR und einem Gewinn vor Steuern von 3.4692 TEUR beiträgt.

Das aggressive Wachstumsziel für das geplante Bruttobetriebsergebnis (+3.646 TEUR) erklärt sich hauptsächlich durch den neuen ICMPD-Vertrag (+1.617 TEUR) und in geringerem Maße durch das Wachstum der Health & Security Subscriptions Services (+1.272 TEUR) und der Near Patient Assistance Services +697 TEUR.

2 Die Darstellung des Budgets erfolgt aufgrund der Konzernberichterstattung in Abweichung von der Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Umsatzkostenverfahren

Aufgrund der Unvorhersehbarkeit einiger unserer Tätigkeiten ist die Planung immer eine Herausforderung, und nach acht Monaten Tätigkeit im neuen Geschäftsjahr ist das neue ICMPD-Programm viel langsamer als erwartet angelaufen, obwohl das Geschäft gut läuft.

Trotz dieser zeitlichen Komponente schätzt der Vorstand die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2024/2025 insgesamt als positiv ein, da sowohl die Umsätze als auch die Gewinne im Vergleich zum Vorjahr weiterhin stark ansteigen.

5. Zweigstellen

Die International SOS GmbH betreibt eine Niederlassung in Österreich - in Wien -, die die Geschäftsentwicklung auf dem österreichischen Markt erleichtern soll. Das österreichische Kundenportfolio macht heute 1,83% des Gesamtumsatzes aus.

 

Neu-Isenburg, 9. April 2025

Das Management

Frederic Balme

Nicholas Peters

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die International SOS GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der International SOS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der International SOS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den J ahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und M aßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt werden wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt werden wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 9. April 2025

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