Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 750747
Eingetragen
19.11.2014
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Die pränatale Bestimmung, Analyse und Bewertung des Erbguts sowie Weiterentwicklung des Stands der Wissenschaft durch Studien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dirk Dr. Biskup
seit 19.11.2014
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

LE Beteiligungs GbR
Germany
11.250 €
45.00%
Germany
10.000 €
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cenata GmbH

Tübingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlage des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Wir sind im Bereich der nicht-invasiven Pränatal-Testung (NIPT) für deutsche und ausländische Kunden tätig.

Wir bieten den Harmony®-Test und den Rhesus-NIPT an.

Beim Harmony® Test handelt es sich um einen nicht-invasiven pränatalen Screeningtest (NIPT) auf numerische Chromosomenstörungen. Er zeichnet sich durch eine besonders gute klinische Validierung und hohe Zuverlässigkeit aus.

Während der Schwangerschaft werden DNA-Bruchstücke des ungeborenen Kindes aus dem Mutterkuchen (Plazenta) in das mütterliche Blut abgegeben. Der Harmony® Test ist ein hochentwickelter Screeningtest, der diese freien DNA-Bruchstücke aus dem Blut der Mutter untersucht, um das Risiko zu ermitteln, mit der das Kind an einer Trisomie 21, Trisomie 18, Trisomie 13 oder einer Störung der Geschlechtschromosomen (X/Y) erkrankt ist.

In zahlreichen klinischen Studien, durchweg in hochkarätigen Zeitschriften publiziert, konnte die hohe Zuverlässigkeit des Harmony® Tests belegt werden. In einer Metaanalyse an über 23.000 Schwangerschaften, erreicht der Harmony® Test für die Trisomie 21 eine Erkennungsrate von 99,3 %. Die Spezifität für die Trisomie 21 beträgt 99,96 %. (1)

Eine Anti-D-Prophylaxe wird in der 28. bis 30. Schwangerschaftswoche für alle RhD-negativen Frauen während der Schwangerschaft empfohlen. Diese Anti-D-Prophylaxe ist jedoch nicht notwendig, wenn auch das ungeborene Kind RhD-negativ ist.

Der Rhesus-NIPT ermöglicht seit kurzem bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche die nicht-invasive Bestimmung des kindlichen Rh-Faktors. Nicht-invasiv bedeutet, dass wir nur das Blut der Mutter benötigen, um den fetalen Rh-Faktor zu bestimmen. Es besteht also keinerlei Risiko für das ungeborene Kind, da für den Rhesus-NIPT lediglich eine Blutentnahme bei der Mutter erforderlich ist.

Ähnlich wie bei anderen nicht-invasiven pränatalen Tests wird die zellfreie fetale DNA, die im Blut der Mutter vorhanden ist, verwendet. Dabei wird das sog. "RHD-Gen" des ungeborenen Kindes untersucht. Statistisch gesehen sind etwa 40 % der Kinder von RhD-negativen Schwangeren auch RhD-negativ, entsprechend ist in 60 % der Tests ein RhD-positives Kind zu erwarten.

Mit dem Rhesus-NIPT kann bei jeder zweiten bis dritten Schwangerschaft von RhD-negativen Müttern eine unnötige Rh-Prophylaxe vermieden werden.

Die Zuverlässigkeit des Rhesus-NIPT ist sehr hoch. Wenn er nach der 20. Schwangerschaftswoche (19+0) durchgeführt wird, sind die Sensitivität und Spezifität:

- Sensitivität: 99,93 % (2)
- Spezifität: 99,61 % (3)

Der Rhesus-NIPT kann bereits ab der 12. Schwangerschaftswoche (11+0) durchgeführt werden. Dies führt jedoch zu einer leichten Verringerung der Genauigkeit: Die Empfindlichkeit vor der 20. Schwangerschaftswoche beträgt 99,91 % (statt 99,93 %). (4)

2. Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung betreiben wir in einem sehr geringen Umfang.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Marktsituation für NIPT ist in den letzten Jahren durch die folgenden Entwicklungen gekennzeichnet:

- Abrechenbarkeit von NIPT zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland.

- Es gibt weltweit nur wenige Testhersteller für NIPT; dies sind im Wesentlichen Roche, Illumina und BGI.

- Auf der Anwenderseite werden NIPT insbesondere von großen Laborketten angeboten.

Das Jahr 2023 war das erste volle Jahr, in dem NIPT zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherungen abgerechnet werden konnten. Der deutsche NIPT-Markt ist gewachsen, das Marktwachstum ist allerdings unter den Erwartungen geblieben.

Wir sind in Deutschland der einzige Anwender des Roche-NIPT (Harmony® Test).

2. Geschäftsverlauf

Wir können auf ein in Summe gutes Geschäftsjahr zurückblicken. Die Umsätze sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 % gesunken. Der Jahresüberschuss ist auf einem stabilen Niveau.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens ist zufriedenstellend.

a) Ertragslage

NIPT und Rhesus-NIPT sind die einzigen Geschäftsbereiche der Cenata. Sämtliche Erträge gehen auf diese Geschäftsbereiche zurück.

Aufgrund der vergleichsweise geringen Erstattung durch die Krankenkassen hat sich der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 90 auf TEUR 1.236 leicht verringert.

Das Rohergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 517 auf TEUR 5.624 gesunken. Diese Entwicklung resultiert aus einer gestiegenen Materialeinsatzquote bezogen auf die Umsatzerlöse (plus 5,2-Prozentpunkte).

Nach der Kassenzulassung des Harmony® Tests im Jahr 2022 ist eine starke konzentriert auf einen unserer Hauptkunden zu verzeichnen. Die von diesem nachgefragten Dienstleistungen sind weniger personalintensiv, wodurch die Personalaufwendungen um TEUR 485 reduziert werden konnten.

Im Berichtsjahr betragen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag TEUR 577. Davon entfallen TEUR 529 auf das aktuelle Geschäftsjahr und TEUR 48 auf Nachzahlungen für Vorjahre. Aufgrund des niedrigeren Ergebnisses ist der Körperschaft- und Gewerbesteueraufwand für das Berichtsjahr um TEUR 34 gesunken.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist als sehr stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets sofort zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die EK-Quote liegt bei 55,3 % der Bilanzsumme.

Die sonstigen Rückstellungen betragen im Berichtsjahr TEUR 280 und sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 724 gesunken. Im Vorjahr waren darin Gutschriften an den Hauptkunden enthalten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen 40,6 % der Bilanzsumme und sind um 1,6-Prozentpunkte gesunken. Wie im Vorjahr entfällt der Großteil dieser Verbindlichkeiten auf unseren Hauptlieferanten. Dieser räumte uns ein längeres Zahlungsziel ein.

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 635. Im Vergleich zum Vorjahr nahmen insbesondere die Rückstellungen um TEUR 724 ab und die Vorräte um TEUR 327 zu. Im Berichtsjahr wurden keine Ausschüttungen und keine größeren Investitionen getätigt, was dazu führt, dass der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit den Finanzmittelfond um TEUR 630 erhöht.

c) Vermögenslage

Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir für ausgesprochen stabil.

Die Bilanzsumme beträgt TEUR 12.404 (Vorjahr: TEUR 11.854). Das Eigenkapital ist um den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.236 gestiegen. Die Eigenkapitalquote mit 55,3 % hat sich aufgrund des höheren Eigenkapitals bei einer nahezu konstanten Bilanzsumme deutlich erhöht (Vorjahr: 47,0 %).

Das Anlagevermögen ist durch unser Eigenkapital vollständig gedeckt. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Aufgrund der Kassenzulassung des Harmony® Test im Jahr 2022 entfällt der Großteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf den Hauptkunden. Hier wurde ein längeres Zahlungsziel eingeräumt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen zum Großteil aus Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerforderungen für das Berichts- und Vorjahr.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz und EBIT heran.

Der Umsatz und das EBIT sind gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken, was an den vergleichsweise geringen Erstattungen pro Test durch die Krankenkassen liegt.

III. Prognosebericht

Um die positive Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen, werden wir in Zukunft weiterhin die Kundenakquisition durch Verstärkung unseres Vertriebs forcieren. Dabei ist geplant, sich insbesondere auf deutsche gynäkologische Facharztpraxen zu konzentrieren.

Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens positiv. Der NIPT-Markt bietet nach wie vor Wachstumspotential.

Dem oben beschriebenen Marktrisiko begegnen wir durch kontinuierliche Verbesserung unserer Pipeline und die eventuelle Aufnahme neuer Tests sowie durch Kundenbindungsmaßnahmen.

Für das Jahr 2024 rechnen wir mit leicht steigenden Umsatzerlösen und einem leicht steigenden EBIT.

Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

IV. Chancen und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die branchenspezifischen Risiken sind einerseits die Abhängigkeit von wenigen NIPT-Anbietern und andererseits die Unberechenbarkeit der Kassenärztlichen Vereinigungen in Bezug auf die Erstattung von NIPT in Deutschland.

Ertragsorientierte Risiken

Ertragsorientierte Risiken in Deutschland bestehen, wenn der Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) beschließt, die Erstattung für NIPT zu senken oder deren Erstattung für schwangere Frauen einzuschränken.

Den Risiken der Nichtverfügbarkeit von IT-Systemen und Anwendungen sowie des Verlusts oder der Manipulation von Daten und vertraulicher Informationen wird durch stabile und redundant ausgelegte IT-Systeme, Back-up-Verfahren, Viren- und Zugangsschutz entgegengewirkt. Zusätzlich werden die Mitarbeiter regelmäßig bezüglich möglicher Gefahren sensibilisiert.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar.

Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen ebenfalls nicht.

Die Liquiditätslage ist gut, es sind keine Engpässe zu erwarten.

2. Chancenbericht

Unsere kontinuierlichen Investitionen in die Testsysteme, Schulung von Personal und Optimierung der IT sowie die Konzentration auf Kundenanforderungen verschaffen uns einen Vorsprung vor den Wettbewerbern. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen in unserem eigenen, in unseren Geschäftsräumen befindlichen Labor durch.

Dem Wettbewerb am NIPT-Markt werden wir auch weiterhin durch Erfahrung, Innovationen, Zuverlässigkeit, Kundenorientierung und ein hohes Maß an Qualität begegnen.

3. Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir gegebenenfalls in einem sich ändernden gesundheitspolitischen Umfeld. Vor dem Hintergrund unserer professionellen Pipelines, der Kundenorientierung, der Inhouse-Politik und der finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung künftiger Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind nicht erkennbar.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind selten. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Kreditlinien werden nicht in Anspruch genommen.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden oder verlangen Vorauskasse.

 

Tübingen, 01. Dezember 2024

gez. Dr. Dirk Biskup, Geschäftsführer

gez. Dr. Kai Lüthgens, Geschäftsführer

(1) Stokowski R, Wang E, White K, Batey A, Jacobsson B, Brar H, Balanarasimha M, Hollemon D, Sparks A, Nicolaides K, Musci TJ.: Clinical performance of non-invasive prenatal testing (NIPT) using targeted cell-free DNA analysis in maternal plasma with microarrays or next generation sequencing (NGS) is consistent across multiple controlled clinical studies. Prenat Diagn. 2015 Sep 1 (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/26332378/)

(2) Legler TJ et al, Arch Gynecol Obstet 2021 Apr 9. doi: 10.1007/s00404-021- 06055-1 (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33835210/)

(3) Legler TJ et al, Arch Gynecol Obstet 2021 Apr 9. doi: 10.1007/s00404-021- 06055-1 (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33835210/)

(4) Legler TJ et al, Arch Gynecol Obstet 2021 Apr 9. doi: 10.1007/s00404-021- 06055-1 (https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33835210/)

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 830.207,00 1.304.266,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.321,00 29.379,00
II. Sachanlagen 814.886,00 1.274.887,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 814.886,00 1.274.887,00
B. Umlaufvermögen 11.548.391,28 10.635.121,02
I. Vorräte 736.821,35 409.959,66
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.430.166,72 9.474.089,07
1. Forderungen gegen Gesellschafter 5.543,26 3.003,63
2. sonstige Vermögensgegenstände 9.424.623,46 9.471.085,44
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.381.403,21 751.072,29
C. Rechnungsabgrenzungsposten 25.503,59 24.094,16
Aktiva 12.404.101,87 11.963.481,18

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.854.076,48 5.618.265,49
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 5.593.265,49 4.267.280,91
III. Jahresüberschuss 1.235.810,99 1.325.984,58
B. Rückstellungen 279.952,00 1.004.414,13
C. Verbindlichkeiten 5.270.073,39 5.340.801,56
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 144.456,98 114.648,78
2. sonstige Verbindlichkeiten 5.125.616,41 5.226.152,78
Passiva 12.404.101,87 11.963.481,18

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 5.624.271,95 6.141.006,89
2. Personalaufwand 804.607,39 1.289.872,56
a) Löhne und Gehälter 642.024,39 1.037.193,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 162.583,00 252.679,11
davon für Altersversorgung 3.000,00 4.752,00
3. Abschreibungen 482.583,26 451.573,29
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 482.583,26 451.573,29
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.524.985,13 2.508.769,24
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.769,02
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.930,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 576.700,20 563.452,22
8. Ergebnis nach Steuern 1.236.234,99 1.327.339,58
9. sonstige Steuern 424,00 1.355,00
10. Jahresüberschuss 1.235.810,99 1.325.984,58

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Cenata GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Tübingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: 750747

Die Cenata GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Bilanz wird gemäß den Gliederungsvorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 HGB aufgestellt. Ergänzend dazu wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird gemäß den Gliederungsvorschriften des § 275 HGB aufgestellt.

Die größenabhängigen Erleichterungen für den Anhang für mittelgroße Kapitalgesellschaften werden teilweise in Anspruch genommen.

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige nutzungsbedingte, lineare Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und fünf Jahren.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt zwischen drei und 13 Jahren.

Umlaufvermögen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände sowie liquide Mittel sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Für erkennbare Risiken werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 25.000,00 EUR und ist unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Fremdkapital

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des zu erwartenden Erfüllungsbetrages, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sowie Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden zum Euro-Referenzkurs, veröffentlicht von der Europäischen Zentralbank am Bilanzstichtag umgerechnet.

3. Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen gegen Gesellschafter sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 5.543,26 EUR (Vorjahr: 3.003,63 EUR) enthalten. Diese betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, in Höhe von 185.927,32 EUR (Vorjahr: 191.935,84 EUR) enthalten, die noch nicht abziehbare Vorsteuern betreffen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 144.456,98 EUR (Vorjahr: 114.648,78 EUR) enthalten. Diese betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 3.957,07 EUR (Vorjahr: 593,44 EUR) und aus Steuern in Höhe von 57.074,08 EUR (Vorjahr: 147,842,09 EUR enthalten.

Die Verbindlichkeiten teilen sich in folgende Restlaufzeiten auf:

Stand 31.12.2023
EUR
Restlaufzeit bis zu 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit über 1 Jahr
EUR
davon Restlaufzeit mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 144.456,98 144.456,98 0,00 0,00
(Vorjahr) (114.648,78) (114.648,78) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 5.125.616,41 5.270.073,39 0,00 0,00
(Vorjahr) (5.125.616,41) (5.226.152,78) (0,00) (0,00)
Summe 5.270.073,39 5.270.073,39 0,00 0,00
(Vorjahr) (5.340.801,56) (5.340.801,56) (0,00) (0,00)

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 1.081.666 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

davon aus Miet- und Leasingverpflichtungen: 159.931 EUR
davon andere Verpflichtungen: 921.735 EUR

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren insbesondere aus Mietverträgen für Räume und Parkplätze sowie Service- und Wartungsverträgen für die Maschinen. Dadurch wird ein reibungsloser Ablauf der Maschinen gewährleistet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Sich eine insgesamt ergebende Steuerbelastung wird als passive latente Steuer angesetzt werden. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom entsprechenden Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht werden.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 2.216,23 EUR) enthalten.

Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung, soweit die Beträge nicht von untergeordneter Bedeutung sind, sind im Berichtsjahr wie folgt angefallen:

2023
TEUR
Außergewöhnliche Erträge
Schadensersatz 500,0

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 3.000,00 EUR (Vorjahr: 4.752,00 EUR) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2.565,38 EUR (Vorjahr: 7.071,70 EUR) enthalten.

5. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 42,75 Arbeitnehmer (Vorjahr: 45,25 Arbeitnehmer) beschäftigt.

Diese Arbeitnehmer waren im Geschäftsjahr in folgenden Bereichen tätig:

Forschung/Entwicklung/Vertrieb 24
Administration 18,75

Namen der Geschäftsführer

Dr. Dirk Biskup kaufmännische Geschäftsführung
Dr. Kai-Jürgen Lüthgens ärztliche Geschäftsführung

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Tübingen, den 01. Dezember 2024

gez. Dr. Dirk Biskup, Geschäftsführer

gez. Dr. Kai-Jürgen Lüthgens, Geschäftsführer

Anlagenspiegel

(alle Beträge in Euro) Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 286.082,81 0,00 0,00 286.082,81
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.659.015,50 8.532,26 46.382,22 2.621.165,54
Anlagevermögen 2.945.098,31 8.532,26 46.382,22 2.907.246,35
(alle Beträge in Euro) Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge (1) Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 256.703,81 14.058,00 0,00 270.761,81
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.384.128,50 468.525,26 46.374,22 1.806.279,54
Anlagevermögen 1.640.832,31 482.583,26 46.374,22 2.077.041,35
(alle Beträge in Euro) Buchwerte
31.12.2023 Vorjahr
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 15.321,00 29.379,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 814.866,00 1.274.887,00
Anlagevermögen 830.207,00 1.304.266,00

(1) zugleich Abschreibung des Geschäftsjahres

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Der vorstehende, zur Offenlegung bestimmte und nach §327 HGB verkürzte Jahresabschluss wurde von uns erstellt. Zur dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir mit dem Datum vom 13. Dezember 2024 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Cenata GmbH, Tübingen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cenata GmbH, Tübingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cenata GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Reutlingen, den 18. Dezember 2024

RWT Reutlinger Wirtschaftstreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Klaus Schabel, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa Christian Zaia, Wirtschaftsprüfer

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