Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Lohr technologies GmbHLiquidiert
Carl-Zeiss-Straße 8, 42579 Heiligenhaus, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Lohr seit 8.1.2013 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 1.00% |
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% | |
BBS Vermögensverwaltungs-gesellschaft mbH | 24.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Lohr technologies GmbHHeiligenhausJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019Lagebericht1. Geschäftliche und organisatorische Grundlagen der LOHR technologies GmbH (LOHR) Als Partner der Industrie, vornehmlich der Automobilindustrie, fertigt die LOHR Scharniere und Beschläge. Wir verfügen über einen eigenen Werkzeugbau und sind in der Lage eigene Entwicklungen wie z.B. die von Hybridbauteile anzubieten. Das Angebot reicht von der Konzeptionierung bis zur Serienfreigabe. Die LOHR entwickelt und produziert Scharniere, Hybridbauteile sowie Stanz- und Feinstanzteile. LOHR verfügt über einen Produktionsstandort in Heiligenhaus, wo auch die Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen sowie der Vertrieb angesiedelt sind. Damit werden sämtliche betrieblichen Prozesse "Inhouse" am Standort abgewickelt. In der Produktion werden zurzeit 42 Mitarbeiter eingesetzt. Die Organisationsstruktur der LOHR wird durch eine zweidimensionale Struktur gekennzeichnet, in welcher zwischen prozessualen Einheiten und den entsprechenden normativen und gesetzlichen Anforderungen unterschieden wird. Als prozessuale Basis dienen Funktionen wie Beschaffung, Fräsen, Entwicklung und Montage, denen entsprechende interne Managementprozesse zugeordnet werden, die einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess unterworfen werden. Mit komplexen, selbst entwickelten Scharniersystemen hat sich die LOHR ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet und liefert als Full-Service-Supplier an Endkunden aus der Automobilbranche. Die LOHR hat die Zertifizierung nach DIN ISO 45001 zur Arbeits- und nach DIN ISO 27001 zur Informationssicherheit erfolgreich bestanden. Es bestehen weltweit sowohl Zertifizierungen nach ISO 14000:2004 als auch nach IATF 16949:2016, welche die hohen Qualitätsstandards dokumentieren. Auch bei Kundenaudits wurde ein Zufriedenheitsgrad von 90,0 % erreicht. Für den Bereich Entwicklung arbeiteten im Jahr 2019 durchschnittlich 6 Mitarbeiter (Vorjahr: 4) an insgesamt 6 Entwicklungsprojekten (Vorjahr: 3). Im Geschäftsjahr 2019 hat LOHR beim Deutschen Patent- und Markenamt 2 neue Patentrechte angemeldet, 20 interne Erfindungsmeldungen wurden im Jahr 2019 (Vorjahr: 10) abgegeben. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft ist gemessen am BIP im Berichtsjahr 2019 um ca. 3,0 % gewachsen. Im Jahr 2018 stieg das globale Bruttoinlandsprodukt um 3,6 %, so dass sich die Weltwirtschaft zwei Jahre in Folge relativ stark entwickelte. In Europa und China entwickelten sich die Bruttoinlandsprodukte zwar jeweils positiv, sind dabei jedoch weniger stark als im Vorjahr gewachsen. China weist mit einer Veränderung von 6,1 % ein um rund 0,7 % geringeres Wachstum als im Vorjahr auf, das Wachstum in Europa war mit 1,5 % um 0,7 % geringer als im Jahr 2018. Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2019 mit 1,5 % gewachsen und liegt damit 0,7 % unter dem Wachstum des Vorjahres. In Russland ist das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 % gestiegen. Damit stieg das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % moderat an. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltweite Automobilproduktion ist, gemessen an der Stückzahl produzierter PKW und leichter Nutzfahrzeuge mit einem Gewicht bis zu sechs Tonnen um 5,0 % gesunken. In Europa ging die Produktion um 1,0 % auf 21 Mio. Fahrzeuge zurück. In der gesamten Region Asien ist die Automobilproduktion im Berichtsjahr geringfügig um 0,5 % gesunken. In dem für die Industrie wichtigsten chinesischen Markt ist die Automobilproduktion erstmals zurückgegangen. Im Jahr 2019 sind in China mit 21,0 Mio. Fahrzeugen 2,6 % weniger als im Vorjahr produziert worden. Während auch in den USA ein geringer Zuwachs von 0,7 % erreicht worden ist, entwickelte sich die Automobilproduktion in Südamerika mit einem Wachstum von 5,0 % positiv. 2.2. Geschäftsverlauf LOHR ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2019 gestartet. Alle von LOHR gesteckten Ziele konnten realisiert werden. Unter anderem konnten wesentliche Neuprojekte gewonnen und die Produktion stetig ausgebaut werden. Geschäftsjahresentwicklung im Überblick Die Gesamtleistung stieg im Berichtszeitraum auf EUR 7,5 Mio. Euro oder 8,6 % im Vergleich zum Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vorjahr ist das Produktionsvolumen von 10 Mio. Einheiten leicht auf 12 Mio. Einheiten im Jahr 2019 gestiegen. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf die Projektanläufe vom Kunden Porsche zurückzuführen. Durch die gute internationale Positionierung der LOHR konnten im aktuellen Geschäftsjahr trotz des sich im zweiten Halbjahr 2019 eintrübenden Marktumfelds weitere Kundenaufträge hinzugewonnen werden. Bereits zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind die geplanten Jahresumsätze bis Ende 2022 mit jeweils mehr als 85,0 % durch Aufträge unterlegt. Hierbei handelt es sich sowohl um Neuaufträge mit neuen Kunden als auch um Nachfolgeaufträge mit bestehenden Kunden. Darüber hinaus sind weitere Akquisitionen in Vorbereitung. Wesentliche Ereignisse 2019 Die LOHR technologies GmbH blickt auf ein bewegtes und erfolgreiches Jahr 2019 zurück. Die Projektentwicklung im neuen Segment "Scharniere" für die ersten 3 Projekte unseres Kunden Bentley, wurden erfolgreich in 2018 abgeschlossen und lief in 2019 stabil in Serie. Der Prozess läuft störungsfrei und führt bereits zu regelmäßigen Umsätzen. Im Segment mechanische Öffnungssysteme konnte der SOP erfolgreich durchgeführt werden Parallel hierzu wurden in 2018/2019 das Dachscharnier für den neuen Porsche 992 Targa entwickelt. Das Fahrzeug wird im 2. Quartal 2020 im Markt eingeführt, sodass zu diesem Zeitpunkt auch die Serienfertigung der Teile in unserem Haus beginnt. Alle Prozesse wurden fristgerecht eingeführt und erfolgreich getestet. Ferner haben wir in 2019 die Entwicklung des Front- und auch des Heckklappenscharniers für den neuen VW ID4 (Elektromobilität) gestartet, die Bemusterung der Stufe 1 haben wir in 2020 erfolgreich bestanden. Die Serienproduktion begann im 3.Quartal 2020, das Fahrzeug wurde grade im Markt vorgestellt. Parallel dazu entwickeln wir derzeit das Frontklappenscharnier für den neuen Skoda (Elektromobilität), der in 2021 im Markt vorgestellt werden wird. Die Vorfinanzierungskosten dieser Aufträge werden jeweils als Projekt bankfinanziert. Ferner konnten im Segment mechanische Öffnungs- und Schließsysteme für einen bedeutenden Kunden neue Aufträge akquiriert werden. Neuentwicklungen / Neue Aufträge Mit den neuen Aufträgen (Beispiel Porsche) sind umfangreiche Projektentwicklungen verbunden gewesen, insbesondere die Erstellung der Prototypenwerkzeuge und Vorrichtungen haben in den letzten 3 Quartalen 2019 hohe Vorlaufkosten verursacht. Positiv anzumerken ist jedoch, dass man sich durch die Weiterentwicklung der Produktpalette positiv von Wettbewerbern abhebt und somit Wettbewerbsvorteile besitzt. Ferner ist es uns gelungen, durch dieses für unser Haus sehr herausragende Projekt weitere Aufträge zu erhalten, hier sind insbesondere die Nominierungen (Beauftragungen) für die Projekte VW ID, Skoda Frontklappe sowie für das Ford Diebstahlsicherungsblech zu nennen. Die Rechnungen werden grundsätzlich gestellt nach voller Leistungserbringung, Werkzeugkosten und Projektanlaufkosten aber erst bei Erreichen der festgelegten Bemusterungsstufen (Note 1) bezahlt und teilweise über den Teilepreis amortisiert. Diese Thematik begleitet uns bereits lange und ist auch in 2019 unterjährig sehr gut erkennbar. Weitere Besonderheiten: Für die neu entwickelten Produkte wurden aus wettbewerbsrelevanten Gründen auch Patente angemeldet, was wiederum die Kostensituation der G + V beeinflusst hat. Produktänderungen im Rahmen des Erstellungsprozesses der Werkzeuge für einzelne Projekte werden dem Kunden angeboten und separat bestellt. Auch diese Kosten muss LOHR zunächst für die Projektlaufzeit vorfinanzieren. Die Vorfinanzierungen werden weitgehend durch die Gesellschafter sichergestellt, führen allerdings auch zu hohen Zinsen und belasten das Ergebnis zusätzlich. LOHR hat im September 2019 im Rahmen des Strukturförderprogramms Horizon 2020 der europäischen Union einen nichtzurückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 1,9 Mio. Euro für die Markteinführung des Hybriden Scharniers erhalten. Mit Hilfe dieses Zuschusses wird LOHR in die Lage versetzt, das hybride Scharnier Interlogs flächendeckend in den Markt einzuführen und einen deutlichen Wettbewerbsvorteil zu den Mitbewerbern zu erarbeiten. Der Schwerpunkt liegt hier außerhalb der Automobilindustrie. Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick 2019 Wir definieren für uns als bedeutsamste steuerungsrelevante finanziellen Leistungsindikatoren das Umsatzwachstum, EBIT, EBIT-Marge und den Operativer Cashflow. Die LOHR hat ihre Prognose für das Geschäftsjahr 2019 erfüllt.
Die LOHR prognostizierte für das Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzwachstum von 30 %. Hierbei ging die Geschäftsführung davon aus, dass das Umsatzwachstum im Jahr 2019 über der Prognose für die Absatzentwicklung in der weltweiten Automobilindustrie liegen wird. Das Umsatzwachstum der LOHR gegenüber dem Vorjahr lag bei 48,3 %. Das Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2019 wurde somit deutlich erreicht und ist im Wesentlichen auf Projektanläufe von Kunden zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2019 wurde ein EBIT von 1,017 Mio. Euro und eine EBIT-Marge von 13 % erreicht. Damit lag die Rendite oberhalb des prognostizierten Zielkorridors. Der operative Cashflow betrug im Geschäftsjahr 2019 -1,9 Mio. Euro und lag damit deutlich unterhalb der vorhergesagten Bandbreite von -2 Mio. Euro bis -2,5 Mio. Euro Hinsichtlich der Abweichung verweisen wir auf die Darstellung im Abschnitt Cashflow und Liquidität. 2.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2019 6,005 Mio. Euro (Vorjahr: 4,049 Mio. Euro) und haben sich im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Die Steigerung lag gegenüber dem Vorjahr bei 48,3 % und somit oberhalb des weltweiten Produktionswachstums für PKW und kleineren Nutzfahrzeugen. Die Gesamtleistung bestehend aus Umsatzerlösen und Bestandsveränderung in Höhe von 7,5 Mio. Euro lag mit 8,6 % über dem Vorjahreswert (6,9 Mio. Euro). Der Anstieg der Gesamtleistung ist auf die Projektanläufe und Neuprojekte in Höhe von 2,0 Mio. Euro zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2019 sah sich LOHR weiterhin einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt und hat ebenfalls die hohe Preissensitivität der Automobilhersteller zu spüren bekommen. In Bezug auf die Materialkosten waren hingegen stagnierende Rohstoffkosten zu verzeichnen, sodass eine Verbesserung der Kostensituation im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden konnte. Die LOHR konnte im Vergleich zum Vorjahr einen deutlich gestiegenen Rohertrag in Höhe von 4,8 Mio. Euro (Vorjahr: 4,2 Mio. Euro) erzielen. Im Bereich Personal ergaben sich für LOHR im aktuellen Berichtsjahr Kostenerhöhungen aufgrund Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie durch weitere Investitionen in zusätzliches Personal, um die Produktentwicklungskompetenz zu steigern, Innovationsprojekte voranzutreiben und die Produktepalette zu diversifizieren. Insgesamt sind bei LOHR Personalkosten in Höhe von 2,7 Mio. Euro (nach 2,2 Mio. Euro im Vorjahr) angefallen. Damit ergibt sich im Geschäftsjahr 2019 aufgrund von gleichzeitig gestiegener Gesamtleistungen eine Personalaufwandsquote von 36 % (Vorjahr: 32 %). Die in den vergangenen Jahren angestoßenen Effizienzmaßnahmen zur Kapazitäts- und Strukturanpassung werden die Kostensteigerung im Personalbereich dauerhaft verbessern. Im Geschäftsjahr 2019 konnte LOHR ein EBIT in Höhe von 1,017 Mio. Euro (Vorjahr: 0,694 Mio. Euro) und eine EBIT-Marge von 13,6 % (Vorjahr: 10,1 %) erwirtschaften. Darin enthalten ist die bereits beschriebene Bezuschussung des Horizon 2020 Projektes der europäischen Union. Das Finanzergebnis hat sich deutlich vermindert. Im Wesentlichen liegt dies an der Vorfinanzierung der Projekte und Start der Produktion der neuen Serienaufträge. 2.4. Finanzlage Cashflow und Liquidität LOHR erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen negativen operativen Cashflow in Höhe von 1,9 Mio. Euro nach EUR 3,0 Mio. Euro im Vorjahr.
Die negative Veränderung des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit, resultierte insbesondere aus der Vorfinanzierung der Serienanläufe und dem Bau von Werkzeugen für neue Projekte, einem gesteigerten EBITDA sowie dem Entfall von auszahlungswirksamen Sondersachverhalten im abgelaufenen Geschäftsjahr. Weiterhin musste das Vorratsvermögen im Vorjahresvergleich deutlich erhöht werden, um die Serienanläufe zu gewährleisten. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 0,25 Mio. Euro (Vorjahr: 0,84 Mio. Euro). Das Investitionsvolumen wurde zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit eingesetzt, indem vor allem in Kapazitätserweiterungen und Anlagen für Produktanläufe investiert wurde. Finanzschulden Die kurzfristigen und langfristigen Bankverbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 4,6 Mio. Euro (Vorjahr: 4,0 Mio. Euro). Dem standen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 0,2 Mio. Eurogegenüber, sodass sich zum Stichtag eine negative Nettoliquidität in Höhe von 4,4 Mio. Euro (im Vorjahr bestanden Nettofinanzverbindlichkeiten in Höhe von 3,8 Mio. Euro) ergab. Ende 2019 verfügte der LOHR über Kredit- und Factoringlinien in Höhe von 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro). 2.5. Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr steigerte sich die Bilanzsumme des um 2,5 Mio. Euro auf 14,5 Mio. (Vorjahr: 12,0 Mio. Euro). Die langfristigen Vermögenswerte wurden leicht abgebaut von 3,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2018 auf 3,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2019 und sind zu 69,7 % durch Eigenkapital gedeckt (Vorjahr: 59,4 %). Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich im Geschäftsjahr 2019 um EUR 2,7 Mio. auf 10,9 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 8,2 Mio. Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Steigerung der Vorräte zurückzuführen. Darüber hinaus haben sich zum Stichtag die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Das Eigenkapital stieg zum 31. Dezember 2019 um 0,2 Mio. Euro auf 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro), Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr auf 17,0 % angestiegen. Die langfristigen Schulden erhöhten sich zum 31. Dezember 2019 um 2,3 Mio. Euro auf 8,0 Mio. Euro (Vorjahr: EUR 5,7 Mio. Euro). Der Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Aufnahme von Darlehensverpflichtungen (5,0 Mio. Euro) Die kurzfristigen Schulden betragen zum 31. Dezember 2019 unverändert 4,0 Mio. Euro. 2.6. Gesamtbewertung der LOHR für das Geschäftsjahr 2019 Aus Sicht der Geschäftsführung verlief das Geschäftsjahr 2019 insgesamt zufriedenstellend. In einem sehr dynamischen Markt- und Wettbewerbsumfeld erzielte das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 48,3 % und lag damit oberhalb des prognostizierten Korridors von 20,0 % bis 25,0 %. Bezogen auf das EBIT, die EBIT-Marge und den operativen Cashflow haben sich die ursprünglichen Erwartungen erfüllt. Die im Vorjahr angekündigten Überlegungen und Maßnahmen zur Optimierung der Organisations- und Kostenstruktur wurden im Geschäftsjahr 2019 eingeleitet, sowie im Rahmen der Fortentwicklung der Unternehmensstrategie weitere Effizienz- und Wachstumspotentiale identifiziert wurden. Für 2020 hat sich das Unternehmen vorgenommen, diesen Prozess fortzuführen und somit wichtige Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum zu schaffen und den Unternehmenswert weiter zu steigern. 3. Chancen- und Risikobericht Im Chancen- und Risikoberichterstattung berichten wir über die wesentlichen Chancen und Risiken der LOHR. Risiken sind hierbei als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer negativen Planabweichung führen können, zu verstehen. Chancen sind dahingegen als künftige Entwicklungen oder Ereignisse, welche zu einer positiven Planabweichung führen, definiert. 3.1. Chancen und Risiken Strategische Risiken Die strategische Weiterentwicklung der LOHR liegt im ständigen Fokus der Geschäftsführung und wird infolgedessen permanent weiterentwickelt. Die Weiterentwicklung umfasst die kontinuierliche Effizienz- und Kostenoptimierung und ein aktives Management des Produktportfolios durch intensive Kooperation und Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten. Das Auftreten von Einzelrisiken kann eine mittlere Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben. Hervorzuheben ist hierbei die Markteintrittsstrategie für das hybride Scharniersystem im Rahmen unseres EU-Projektes. Mit Hilfe dieser Strategie werden weitere Märkte erschlossen und Produkte von Mitbewerbern substituiert. Die LOHR hat somit einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Wettbewerbsrisiken Wie in jedem volatilen Markt entstehen Risiken durch bestehende und neu hinzukommende Wettbewerber sowie durch Veränderung der derzeit existierenden Kundenstruktur und sich abzeichnende Konsolidierungstrends auf dem Absatzmarkt. Es existieren Schlüsselkunden, die einen nennenswerten Anteil an den Umsatzerlösen haben, nichtsdestotrotz ist die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern oder Zulieferern begrenzt, da die LOHR bei verschiedenen Kunden und mehreren Anwendungsbereichen vertreten ist. So könnten einzelne Produkte durch Konkurrenzprodukte substituiert werden, die Wahrscheinlichkeit einer vollständigen Beendigung der Geschäftsbeziehung durch den Kunden ist jedoch unwahrscheinlich und nur über einen langfristigen Zeitraum möglich. Ein solches Szenario würde zu mittleren Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage führen. Qualitätsrisiken Um den Qualitätsansprüchen der Kunden gerecht zu werden, ist bei LOHR ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem im Einsatz, das von weiteren qualitätsverbessernden Prozessen begleitet wird. Um sicherzustellen, dass alle Abteilungen diesem hohen Qualitätsanspruch genügen, lassen wir diese regelmäßig nach IATF 16949:2016 zertifizieren. Ferner werden unter anderem Methoden, wie Six Sigma oder Lean Management eingesetzt, um die Wahrscheinlichkeit des Eintretens von Gewährleistungs- oder Haftungsrisiken, die im Zusammenhang mit Qualitätsrisiken stehen, weiter zu reduzieren. Das Eintreten einzelner Risiken kann eine mittlere Auswirkung auf die Finanz- und Ertragslage der LOHR haben. Grundsätzlich sind Produkthaftungsrisiken versichert. Inwieweit die Versicherungen Leistungen zu erbringen haben, ist auf Einzelfallbasis zu prüfen. Produktionsrisiken Durch das einheitliche Produktionssystem, welches auf hohen technischen und sicherheitstechnischen Standards basiert, wird potentiellen Produktionsrisiken entgegengewirkt. Um die Eintrittswahrscheinlichkeit von Ausfallzeiten auf ein Minimum zu reduzieren und eine höchstmögliche Verfügbarkeit der Produktionsanlagen zu gewährleisten, besteht ein vorbeugendes Instandhaltungskonzept. Dieses sieht laufende Kontrollen sowie ständige Modernisierungen durch zielgerichtete Investitionen vor. Darüber hinaus sind für mögliche Schäden und damit einhergehende Betriebsunterbrechungen sowie andere denkbare Schadensfälle und Haftungsrisiken Versicherungen abgeschlossen, sodass gewährleistet ist, dass sich die finanziellen Folgen sich materialisierender Risiken nur ein geringes Risiko für die Finanz- und Ertragslage darstellen. Projektrisiken Neben projektübergreifenden Risiken, wie zum Beispiel Marktpreisrisiken oder Beschaffungsrisiken, bestehen auch projektspezifische Risiken. So können aus dem Umfang und der Komplexität von Kundenprojekten hinsichtlich Planung, Kalkulation, Ausführung und Abwicklung Risiken entstehen, welche zu technischen Problemen, Kostensteigerungen, Kapazitäts- oder Lieferengpässen und Qualitätsproblemen führen. Durch ein professionell aufgesetztes Projektmanagement und Meilensteinüberprüfungen innerhalb der einzelnen Projektphasen und umfangreiche Maßnahmen im Qualitätsmanagement werden die Risiken zwar minimiert, sind aber nicht gänzlich auszuschließen. Die Auswirkungen solcher Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind gering. Beschaffungsrisiken Bei der Beschaffung von Rohstoffen, Bauteilen und Komponenten bestehen Risiken hinsichtlich unerwarteter Lieferausfällen, Lieferverzögerungen, Lieferengpässen, Qualitätsproblemen oder Preissteigerungen. Es wird versucht diese Risiken durch fortlaufende Marktbeobachtung, strukturierte Beschaffungskonzepte und der Vermeidung von Lieferantenabhängigkeiten zu minimieren. Die Beschaffungsstrategie basiert unter anderem auf einer sorgfältigen Lieferantenauswahl, jährlichen Lieferantenüberprüfungen, Qualitäts- und Zuverlässigkeitskontrollen bei Lieferanten, Multiple Sourcing sowie dem Abschluss mittel- und langfristiger Lieferverträge. Der Eintritt einer solchen Situation ist möglich, das Schadenspotential jedoch unter Berücksichtigung der getroffenen Präventionsmaßnahmen sehr gering. IT-Risiken Die IT-Infrastruktur eines Unternehmens ist verschiedenen und über den Zeitablauf wachsenden Bedrohungen im Hinblick auf Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität ausgesetzt. Netzwerke können ausfallen, Betriebsstörungen und Betriebsunterbrechungen auftreten, Daten durch Programm- und Bedienfehler, Manipulation oder externe Einflüsse verfälscht, zerstört, ausgespäht oder gestohlen werden, sodass bei anwendungskritischen IT-Systemen, IT-Applikationen und Infrastrukturkomponenten die Steuerung der Geschäfts- und Produktionsprozesse beeinträchtigt oder gestört werden können. Um ein solches Szenario zu vermeiden, erfordert es eine zunehmende Anzahl an präventiven und korrektiven Maßnahmen. Durch regelmäßige Investitionen und Sicherheitsupdates wird dafür gesorgt, dass die innerhalb der LOHR genutzte Soft- und Hardware stets dem neusten Stand der Technik entspricht. Ferner sind geeignete Backup- und Recovery-Systeme sowie zur Prävention Virenscanner und Firewalls implementiert, um potenzielle Risiken auf ein Minimum zu reduzieren. Das aus IT-Risiken mögliche Schadenspotential ist gering und somit für den Konzern mit geringen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verbunden. Compliance Risiken Die LOHR hat im In- und Ausland die unterschiedlichsten Gesetze und Vorschriften beachten. Daher kann es auch bei sorgfältiger Beachtung unter Umständen zu Verstößen gegen geltendes Recht kommen und vielfältige Schäden verursachen. Die Folgen solcher Compliance-Verstöße können sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie auf die Reputation der LOHR auswirken. Um etwaigen Risiken aus Compliance-Verstößen entgegenzuwirken werden regelmäßige Compliance-Workshops und Compliance-Audits durchgeführt, um das rechtmäßige Verhalten seiner Mitarbeiter zu fördern. Risiken aus rechtswidrigen Handlungen Einzelner sind dennoch nicht auszuschließen. Aufgrund der getroffenen Präventivmaßnahmen ist nur von geringen Auswirkungen für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auszugehen. Steuerliche Risiken Steuerliche Risiken können aus Änderungen der rechtlichen oder steuerlichen Struktur der LOHR sowie aus offenen Veranlagungszeiträumen entstehen. Im Rahmen von laufenden oder zukünftigen Betriebsprüfungen können Nachforderungen seitens der Steuerbehörden durch unterschiedliche Interpretationen von Sachverhalten festgesetzt werden. Darüber hinaus besteht grundsätzlich das Risiko zusätzlicher Steuerbelastungen durch Änderungen der Steuergesetze oder der Weiterentwicklung der Rechtsprechung. Aktuell werden die Auswirkungen auf die Finanzlage als gering eingeschätzt. Liquiditätsrisiken Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, das die LOHR seinen Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Liquiditätsrisiken können entstehen, wenn ein sich ergebender Finanzierungsbedarf nicht durch bestehende Eigen- bzw. Fremdfinanzierung gedeckt werden kann. Der Finanzierungsbedarf der LOHR war im Geschäftsjahr 2019 durch die bestehenden Finanzierungsinstrumente durchgehend gedeckt. Um das Liquiditätsrisiko zu überwachen und zu steuern, wird ein rollierender Liquiditätsplan mit einem Planungshorizont von bis zu zwölf Monaten erstellt, in dem sämtliche zahlungswirksamen Transaktionen der LOHR erfasst und bewertet werden. Um frühzeitig Finanzierungslücken zu identifizieren, wird den aus der Liquiditätsplanung ermittelten Werten der zur Verfügung stehende Finanzierungsspielraum gegenübergestellt. Kurzfristige Schwankungen des Cashflows werden tagesgenau beobachtet und können über Kreditlinien ausgeglichen werden. Hierfür steht der LOHR eine revolvierende Kreditlinie in Höhe von 0,5 Mio. Euro zur Verfügung. Weiterer Finanzierungsbedarf für das Wachstum oder unvorhersehbare Verschiebung von Projekten durch den Kunden, sowie ein nicht über die bestehenden Kreditlinien abdeckbarer Liquiditätsbedarf kann hohe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, wobei ein Eintritt einer solchen Situation unwahrscheinlich ist. Marktpreisrisiken Unter Marktpreisrisiken werden alle Risiken aus Veränderungen von Marktpreisen, wie Devisenkurse, Zinssätzen, Rohstoffen und Waren gefasst. Die Absicherung von Marktrisiken erfolgt durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen. So begegnet die LOHR Preisrisiken im Wesentlichen durch den Abschluss von Preisanpassungsklauseln, bei denen langlaufende Preisvereinbarungen im Zeitablauf adjustiert werden. Marktpreisrisiken aus Rohstoffpreisänderungen, die sich auf die Einkaufpreise für Rohstoffe und Waren auswirken, werden grundsätzlich durch Vereinbarungen von Preisgleitklauseln in Kunden- und Lieferantenkontrakten begrenzt. Insgesamt kann die Wettbewerbssituation der LOHR durch Marktpreisänderungen negativ beeinflusst werden, dennoch ermöglicht die überregionale Verteilung der Lieferanten und das Dual Sourcing diese Auswirkungen zu minimieren. Somit hat die Entwicklung von Marktpreisrisiken mittlere Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage der LOHR. Bonitätsrisiken Das Bonitäts- oder Kreditrisiko entsteht für die LOHR im Zusammenhang mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Ausfallrisiko in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kann geringe Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, wobei die Eintrittswahrscheinlichkeit aufgrund der Kundenstruktur derzeit als gering eingeschätzt wird. Chancen im strategischen Bereich Für die LOHR bieten die Elektromobilität und das hybride Scharnier weiteres Wachstumspotential, da sich mit zunehmendem Nachhaltigkeitsbewusstsein auch Innovationsbedarf herausbildet. Von den Umbrüchen auf dem Automobilmarkt hin zum Autonomen Fahren, Elektromobilität und Vernetzung erwartet die LOHR als Anbieter von automobilen Schließ- und Scharniersystemen von der technischen Weiterentwicklung, dass die Nachfrage nach immer hochwertigeren Systemen von Scharnieren neue Chancen eröffnet. Chancen im operativen Bereich Das Wachstum der hybriden Scharniersysteme ist der Wachstumstreiber der LOHR. Insbesondere als Partner für europäische Automobilhersteller im Premiumsegment ergeben sich im europäischen Raum aus der Auftragsgewinnung neue Chancen. Hier ist LOHR bereits mit zwei Vertriebsmitarbeitern aktiv und erwartet bei der Realisierung von positiven Markteffekten zusätzliches Wachstum. Auch in der zunehmenden Digitalisierung der Wirtschaft und den damit verbundenen Veränderungen sehen wir Chancen, mit denen sich die LOHR intensiv auseinandersetzt. Insbesondere in der erhöhten Effizienz der Unternehmensprozesse, Intensivierung der Datennutzung und Vernetzung von Produktionsstandorten und Maschinen sehen wir Potenziale, die zudem auch den Kundennutzen sowie deren Geschäftsmodelle zugutekommt. 3.2. Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken Nach eingehender Analyse der derzeitigen Risikosituation durch die Geschäftsführung ist die Einschätzung gegenüber dem Vorjahr unverändert. Für alle identifizierten Risiken wurden ausreichende Maßnahmen und Vorsorgen getroffen, sodass den identifizierten Risiken angemessen begegnet wird. Die von LOHR ausgegebene Prognose ist auch unter Berücksichtigung der gegebenen Risikopotentiale nicht gefährdet. Insgesamt sind keine bestandsgefährdenden Risiken zu erkennen, die alleine oder in Kombination mit anderen Risiken den Bestand des Unternehmens gefährden können. Zusätzlich können sich aus den Chancen risikominimierende Aspekte ergeben. 4. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet LOHR mit einem Umsatzwachstum von 3,0 bis 6,0 %, so dass LOHR damit stärker wachsen wird als die weltweite Automobilproduktion, für die im Jahr 2020 ein Wachstum in Höhe von etwa 1,5 % angenommen wird. Gestützt wird diese Erwartung durch die in der Berichtsperiode 2019 akquirierten Aufträge, sogenannte Neuprojekt-Umsätze, in Höhe von 1,2 Mio. Euro nach 2,0Mio. Euro im Vorjahr. Die Prognose für die EBIT-Marge beläuft sich auf 10,0 bis 13,0 % ohne Berücksichtigung von Sondereffekten und liegt damit auf einem ähnlichen Niveau wie 2019. Seit 2017 liefern wir an unseren Kunden Bentley Motors Serienteile für insgesamt 3 Fahrzeuge Durch diese Referenzprojekte ist uns der Markteintritt im Bereich der Leichtbauscharniere gelungen. Weitere OEM sind mittlerweile an unserer patentierten Leichtbautechnologie interessiert, für Porsche entwickeln wir, wie bereits erwähnt, derzeit das Targa-Scharnier für das Nachfolgemodell 911 Typ 992, welcher im Sommer 2020 vorgestellt wird. Die Bemusterung beginnt am 07.01.2020 Die Ausstellungen auf unterschiedlichen Messen sowie die Überarbeitung unserer Homepage haben gezeigt, dass sich LOHR als fester Entwicklungspartner und Full-Service-Supplier im VW Konzern weiter etablieren konnte. Dieses ist auch an den neuen Nominierungen für die VW Elektromobilsparte und Skoda Elektromobilsparte erkennbar. Wir gehen derzeit davon aus, dass wir diese Zusammenarbeit auch in 2020 weiter ausbauen werden und es uns gelingen wird, weitere gute Aufträge zu erhalten. In 2019 haben wir im 3. Quartal einen weiteren geplanten Meilenstein erreicht. Wir haben die EU-Ausschreibung im dritten Anlauf gewonnen und erhalten bis einschließlich 2021 Zuschüsse nach den Vorgaben Horizon 2020. Auf diese Förderzusage sind wir sehr stolz und können mit dieser Unterstützung nunmehr das patentierte interlog-System zur Marktreife bringen. Hierzu werden in den kommen zwei Jahren umfangreiche Investitionen getätigt, die zu 70,0 % seitens der EU gefördert werden. Das Interesse der Automobilisten an diesem Produkt ist sehr groß und sichert uns bei erfolgreicher Marktplatzierung signifikante Jahresumsätze für die Zukunft mit entsprechenden Deckungsbeiträgen. Durch den Ausbau des Direktvertriebs und die laufende projektbezogene Finanzierung von Entwicklungskosten sichern wir heute unseren technologischen Vorteil gegenüber unseren Wettbewerbern und die Basis für eine zukünftige erfolgreiche Wachstumsstrategie des Unternehmens.
Heiligenhaus, den 24. Mai 2020 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der Lohr technologies GmbH wurde auf Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegeben Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht Firmenname laut Registergericht: Lohr technologies GmbH Firmensitz laut Registergericht: Heiligenhaus Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Wuppertal Register-Nr.: HRB 24714 Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Gesellschaft macht von dem Ausweiswahlrecht des § 268 Abs. 5 S. 2 HGB Gebrauch und setzt die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten ab. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern sowie passive latente Steuerverpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. Abweichend zum Vorjahr wurden jedoch wegen einer Veränderung der Beteiligungsverhältnisse die Verbindlichkeiten gegenüber vormals stillen Beteiligten in Höhe von 1.558.333,00 EUR innerhalb der Bilanz als Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ausgewiesen. Ferner wurden abweichend zum Vorjahr weitere Verbindlichkeiten gegenüber stillen Beteiligten und Gesellschaftern in Höhe von 915.000,00 EUR innerhalb der Bilanz als Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von 1-5 Jahren ausgewiesen. Grund dafür ist, dass die stillen Beteiligten sich gegenüber einem finanzierenden Kreditinstitut verpflichtet haben, ihre Forderungen gegenüber der Gesellschaft in vorgenannter Höhe solange in der Gesellschaft zu belassen, wie dem Kreditinstitut Ansprüche aus einem Kontokorrentkredit und einer Projektfinanzierungslinie gegen die Gesellschaft gegenwärtig zustehen oder künftig noch erwachsen. Die Fälligkeit der Verbindlichkeiten gegenüber den stillen Beteiligten wurde daher von der Geschäftsführung unter Beachtung des Vorsichtsprinzips mit einer Restlaufzeit von 1-5 Jahren geschätzt. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forschungs- und Entwicklungskosten Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 1.050.000,00 EUR. Davon entfallen 15.859,80 EUR auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Angaben aktiven Rechnungsabgrenzungsposten Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten mir EUR 168.825,80 abgegrenzte Finanzierungsanteile langfristiger Darlehen. Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern Der Wert der Forderungen gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf 138.164,51 EUR (Vorjahr: 112.855,50 EUR). Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 545.409,00. Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:
Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten Kosten für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, für die Erstellung der betrieblichen Steuererklärungen sowie Personalkosten. Passive latente Steuern Der Saldo der passiven latenten Steuern beläuft sich zum 31.12.2019 auf EUR 172.247,00. Im Geschäftsjahr wurde ein Betrag von EUR 5.595,00 aufgelöst. Der Ansatz beruht auf der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in der Handelsbilanz (545.409,00 EUR) und abweichender Abschreibungen auf Sachanlagen in der Steuerbilanz (6.310,00 €). Der angenommene Ertragssteuersatz beträgt 31,22 %. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt EUR 562.586,57 (Vorjahr: EUR 717.451,16). Aufgliederung der Verbindlichkeiten und Sicherungsrechte mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten und Sicherungsrechte der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten: 1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen 2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen 3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten 4 = Sicherungsübereignung Vorräte 5 = Sicherheitsabtretung Forderungen 6 = Eigentumsvorbehalt Aufgliederung der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit < 1 Jahr Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 1.926.180,57 und von den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 857.555,72 innerhalb eines Jahres fällig. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind insgesamt innerhalb eines Jahres fällig. Angabe zu Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 5.676.102,89 (Vorjahr: EUR 2.305.897,20). Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind keine Haftungsverhältnisse zu vermerken. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Bei den Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich im Einzelnen um Investitionszuschüsse in Höhe von EUR 853.506,29. Die Personalaufwendungen enthalten Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 11.343,12. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Person geführt: Herrn Stefan Lohr, Bad Salzuflen, Dipl.-Kaufmann. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 296 Abs. 4 HGB verzichtet. Nachtragsbericht Zwischen dem 31. Dezember 2019 und dem Datum, an dem der Abschluss 2019 aufgestellt wurde, sind Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LOHR erwartet werden. Im Januar 2020 begann innerhalb Chinas der Ausbruch der heute bekannten Corona Pandemie. Die LOHR hatte bereits im Februar 2020 mit einer Ausbreitung auch in Europa gerechnet und hat die in China befindlichen Werkzeuge rechtzeitig außer Landes bringen lassen, sodass keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Liefersituation zum Endkunden der LOHR eingetreten sind. Zeitgleich wurden durch die Hausbank HVB die Projektlinien erweitert, sodass genügend Liquidität im März bereitstand und LOHR in den harten, durch die Bundesregierung ausgerufenen, Lockdown gehen konnte. Die Umsätze der Kunden sind um bis zu 90,0 % in den Monaten April bis August eingebrochen und LOHR hatte im Rahmen der Coronahilfen das KFW Programm Unternehmerkredit in Anspruch genommen. Wir gehen davon aus, dass die Mitarbeiter der Produktion in der zweiten Jahreshälfte nicht mehr in Kurzarbeit gehen müssen und der Umsatz sich auf dem Vorjahresniveau stabilisiert. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresüberschuss beträgt 212.909,99 EUR. Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von 546.003,57 EUR, der zu verwenden ist. Auf neue Rechnung werden 546.003,57 EUR vorgetragen.
Heiligenhaus, 24. Mai 2020 sonstige Berichtsbestandteile
Heiligenhaus, den 24. Mai 2020 gez. Stefan Lohr Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 26.05.2021 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Lohr technologies GmbH, Heiligenhaus VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Eingeschränktes Prüfungsurteil Wir haben den Jahresabschluss der Lohr technologies GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lohr technologies GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil Die Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.125 T€ konnte nicht mit hinreichender Sicherheit nachgewiesen werden. Die angeforderten Saldenbestätigungen wurden durch die Debitoren weder positiv noch negativ bestätigt. Durch alternative Prüfungshandlungen konnte ebenfalls keine hinreichende Sicherheit über die Werthaltigkeit der Forderung aus Lieferungen und Leistungen in der oben genannten Höhe erlangt werden. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere am Ausweis der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung. Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oberhausen, den 28. April 2021 Rhein-Ruhr
Consult GmbH
Stefan Hesse, Wirtschaftsprüfer |
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