Diehl Metering GmbH
Industriestraße 13, 91522 Ansbach, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Jean-Claude Eugene Luttringer seit 20.2.2023 | Geschäftsführer |
Christoph Dr. Sosna seit 20.2.2023 | Prokura |
Florian Gottschling seit 21.3.2022 | Prokura |
Annette Geuther seit 20.7.2021 | Geschäftsführer |
Nicole Poepsel-Wunderlich seit 18.5.2021 | Prokura |
Reiner Edel seit 18.5.2021 | Geschäftsführer |
Matthias Wirsching seit 17.12.2020 | Prokura |
Christof Dr. Bosbach seit 10.4.2017 | Geschäftsführer |
Claudia Keller seit 4.2.2011 | Prokura |
Stefan Hecht seit 30.10.2002 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
1 von 5 angezeigt
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 90.02% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Diehl Stiftung & Co. KGNürnbergKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht Geschäftsjahr 2022der Diehl Stiftung & Co. KGKonjunkturelle RahmenbedingungenIm Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung wird ausgeführt, dass die wirtschaftliche Entwicklung 2022 wesentlich von dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den damit zusammenhängenden Auswirkungen und Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf die Energieversorgung, geprägt war. Die deutsche Wirtschaft habe sich dabei insgesamt als sehr widerstandsfähig gegenüber den bis in den späteren Jahresverlauf anhaltenden Lieferkettenengpässen, Rekordinflationsraten, den Handels- und Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland, den Unsicherheiten über eine mögliche Gasmangellage im Winterhalbjahr 2022/23 und der Einstellung russischer Gaslieferungen Ende August erwiesen (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2023 Seite 135). Im Ergebnis, so wird im Bericht festgestellt, stieg das preisbereinigte Bruttoinlandprodukt im Jahr 2022 um 1,9 Prozent und die Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik zum Jahreswechsel dürfte dank der der massiven staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen für private Haushalte und Unternehmen sowie deren Anpassungen an die hohen Energiepreise und die damit verbundenen Einsparungen von Gas kürzer und milder ausfallen als noch im Herbst erwartet (Quelle: ebd.). In der Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zum Jahresbeginn 2023 wurde hervorgehoben, dass die deutsche Wirtschaft 2022 besser durch die Krise gekommen sei, als es die historisch schlechten Unternehmenserwartungen noch im Herbst befürchten ließen. Dazu hätten sicherlich die Ende September angekündigten und dann schrittweise verwirklichten Flankierungsprogramme der Politik beigetragen. Dennoch sieht der DIHK die aktuelle Lage als weiterhin angespannt: Hohe Energiepreise, Inflation und ein weltweit merklich gebremstes Wachstum belasteten weiterhin viele Unternehmen. Hinzu kämen langfristige Herausforderungen wie Struktur- und Klimawandel, Demografie und Digitalisierung. Angesichts des bisher weniger schweren Verlaufs der Krise und den staatlichen Stützungsmaßnahmen würden sich die Lage-Einschätzungen stabilisieren; über alle Branchen hinweg würden gut ein Drittel der Unternehmen (34 Prozent) ihre Geschäftslage zu Jahresbeginn als "gut" bezeichnen (Quelle: Konjunkturumfrage der DIHK im Februar 2023). Geschäftliche Entwicklung der Diehl-GruppeAuf Konzernebene bilden die wesentlichen Steuerungsgrößen für die Geschäftsentwicklung sowohl Umsatz als auch Ergebnis (EBIT). Nach dem heftigen Einbruch im Corona-Krisenjahr 2020 konnte der Weg zurück zu alter Stärke nach 2021 auch im Berichtsjahr 2022 mit großer Energie weiter erfolgreich fortgesetzt werden. Der Konzernumsatz stieg auf 3.505,7 Mio € an und lag damit um 338,3 Mio € oder 10,7 Prozent über dem Wert des Vorjahres (3.167,4 Mio €). Das EBIT konnte mit einem Zuwachs um 147,1 Mio € auf 166,5 Mio € überproportional zum Umsatzwachstum gesteigert werden. Damit war 2022 für Diehl ein gutes Jahr unter schwierigen Bedingungen. Hervorzuheben ist, dass alle Einheiten über die verschiedenen Krisen der letzten Jahre hinweg eine eindrucksvolle Leistung erbracht haben. Die Gruppe kann sich auf weiteres profitables Wachstum konzentrieren. Damit hat sich die breite Aufstellung der Diehl-Gruppe erneut bewährt, um das Unternehmen insgesamt stabil auch durch schwierige Phasen zu führen. Sowohl Umsatz als auch Ergebnis liegen leicht über den Erwartungen. Der Teilkonzern Metall konnte seinen erfreulichen Wachstumskurs im Bereich der Elektrifizierung und Elektromobilität weiter fortsetzen, während der TK Controls mit der weltweiten Knappheit wichtiger Vorprodukte und einer abkühlenden Nachfrage im Home Appliance Segment zu kämpfen hatte. Hier gelang es jedoch, den im Vorjahr begonnenen Großserienanlauf von Invertern für Wärmepumpen durch die Gewinnung neuer großvolumiger Aufträge weiter abzusichern. Der Teilkonzern Defence stellt sich angesichts der veränderten Sicherheitslage auf eine weiter steigende Nachfrage ein. Bei Diehl Aviation markiert 2022 den Wendepunkt im Luftfahrtmarkt: Nach dem drastischen Rückgang der Geschäfte im Zuge der Corona-Krise und dem zeitweilig fast völligen Erliegen des Flugverkehrs konnte die gesamte Branche nun eine deutliche Wiederbelebung mit steigenden Volumina verzeichnen. Auch das Retrofit-Geschäft des Teilkonzerns konnte von dieser Entwicklung erfreulich profitieren. Im Stichtagsvergleich hat sich die Zahl der Beschäftigten um 415 Personen oder 2,6 % auf jetzt 16.550 Mitarbeiter erhöht. Der Aufbau fand insbesondere in den Teilkonzernen Defence (286) und Metall (93) statt. Vermögens- und Finanzlage Vor dem Hintergrund einer fortschreitenden Erholung des Geschäftsumfeldes in allen Teilkonzernen hat sich die Bilanzsumme der Diehl-Gruppe um 131,9 Mio € auf 2.330,6 Mio € erhöht. Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen durch gestiegene Investitionen in der gesamten Gruppe um 25,0 Mio € auf 649,3 Mio €. Bei den Vorräten ohne erhaltene und geleistete Anzahlungen ergab sich ein Anstieg von 239,9 Mio €, vor allem durch das gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch einmal gestiegene Auftragsvolumen. Der Anstieg der Vorräte wird bilanziell durch die um 391,3 Mio € angewachsenen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, saldiert mit geleisteten Anzahlungen von 19,9 Mio €, überkompensiert. Infolgedessen sinkt das Vorratsvermögen in Summe um 131,4 Mio €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich in Folge der wachsenden Nachfrage auf Kundenseite von 393,2 Mio € auf 420,6 Mio €. Der Anstieg der Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen von 37,4 Mio € resultiert ebenfalls aus dem Zuwachs geleisteter Anzahlungen im Hinblick auf das gestiegene Auftragsvolumen. Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital, hauptsächlich bedingt durch das nach dem Verlust des Vorjahres wieder positive Jahresergebnis in Höhe von 64,5 Mio €, um 47,0 Mio € auf 525,0 Mio €. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 21,7 % auf 22,5 %. Insbesondere durch den Verbrauch der Rückstellungen für Strukturanpassungen sanken die sonstigen Rückstellungen von 487,2 Mio € auf 426,4 Mio €. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist der Anstieg von 268,1 Mio € auf 299,0 Mio € im Wesentlichen auf das größere Geschäftsvolumen zurückzuführen. Die liquiden Mittel stiegen auf Grund der Zahlungseingänge aus erhaltenen Anzahlungen deutlich um 134,6 Mio € auf 254,2 Mio € und ergaben abzüglich der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten von 21,6 Mio € einen Finanzmittelbestand von 232,6 Mio € gegenüber 110,0 Mio € in 2021. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 122,6 Mio €. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg, bedingt durch den Zuwachs bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, um 245,1 Mio € von 42,5 Mio € auf 287,6 Mio €. Nach Abzug des negativen Cash-Flows aus Investitionstätigkeit von 118,9 Mio € ergab sich ein Free Cash-Flow von 168,7 Mio €. Aus dem Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit flossen im Berichtsjahr 46,8 Mio € ab. Vorleistungen Die Investitionen (Zugang Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände) erreichten mit 128,8 Mio € einen neuen Höchststand (Vorjahr 114,5 Mio €). Die größten Investitionen erfolgten bei der Diehl Defence KG, der Diehl Advanced Mobility (DAM), Diehl Controls Polska und Diehl Brass Solutions. So hat Diehl Metall bei der DBS weitere wichtige Investitionen in Hinblick auf Effizienzsteigerung, Dekarbonisierung und Wachstumsfähigkeit getätigt. Bei DMA in Teltow befindet sich das neue Produktionsgebäude für den Produktbereich Sensorhousing im Bau und bei der DAM konnten neue Produktionslinien planmäßig ihren Serienbetrieb aufnehmen. Bei Controls standen neben dem Ausbau von Diehl Controls Polska der Anlauf von Neuprojekten im Vordergrund, während bei Metering verstärkt in die globale Ausrichtung investiert wurde, so beispielsweise in das Smart Heating Laboratory in Luoyang. Im Bereich von Aviation wurde eine größere Investition in die Modernisierung und Rationalisierung der Produktion von Flugzeugpanels auf den Weg gebracht. Die Investitionstätigkeit bei Defence konzentrierte sich neben baulichen Erweiterungen, Rationalisierung und Ersatz an allen Standorten insbesondere auf die Erweiterung des im Vorjahr fertiggestellten Test- und Integrationscenters für Luftverteidigungssysteme in Röthenbach. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen 2022 mit 321,1 Mio € über dem Vorjahr (307,7 Mio €). Im Wesentlichen beruhen die Ausgaben auf Entwicklungen in den Teilkonzernen Defence und Aviation. Gesellschaftsrechtliche Veränderungen Im Berichtsjahr gab es wieder einige gesellschaftsrechtliche Veränderungen: Im Teilkonzern Metall hat die neu gegründete Gesellschaft Diehl Electronic Components (DEC) auf dem Gelände der Diehl SynchroTec ihre Arbeit in Wuxi, China als Sales Office & Warehouse innerhalb des Strategischen Geschäftsfeldes Diehl Metal Applications (DMA) aufgenommen. Die DEC soll mittelfristig die gesamte Wertschöpfungskette von DMA direkt vor Ort anbieten und den lokalen Markt China aus der Region heraus bedienen. Im Bereich von Diehl Controls hat die Diehl Controls Qingdao Co., Ltd., Qingdao, Shandong, in China ihre Tätigkeit aufgenommen. Neu gegründet wurde die Diehl Controls Romania S.R.L. in Brasov. Zum Konsolidierungskreis der Gruppe hinzugekommen ist außerdem die DD Immobilien Troisdorf GmbH. Die Abwicklung der Diehl Connectivity Solutions GmbH (DCS) im Berichtsjahr war die Konsequenz aus einer umfangreichen Untersuchung zur wirtschaftlichen Perspektive des Unternehmens mit dem aufgebauten Portfolio auf der Basis von datengetriebenen Geschäftsmodellen. Im Rahmen eines Personalkonzeptes sind zahlreiche Mitarbeiter in andere Teilkonzerne, in die Hauptverwaltung oder zu Kunden gewechselt, andere haben das Freiwilligenprogramm in Anspruch genommen. Metall Der Teilkonzern Metall konnte im Geschäftsjahr 2022 seine insgesamt erfolgreiche Entwicklung weiter fortsetzen und sowohl Umsatz als auch Ergebnis steigern. Dies geschah vor dem Hintergrund der massiven Einflüsse, die aus dem Krieg in der Ukraine mit allen Folgen für die deutsche und europäische Wirtschaft resultieren. Dazu gehören teils deutlich gestiegene Energie- und Vormaterialpreise sowie Versorgungsschwierigkeiten durch unterbrochene Lieferketten. Dass trotz der schwierigen Rahmenbedingungen die für 2022 gesteckten Umsatzziele des Teilkonzerns erreicht bzw. teilweise sogar übertroffen werden konnten, lag insbesondere an der schnellen Reaktion auf wechselnde Engpasssituationen in der Produktion, steigenden Rohstoffpreisen sowie einer hohen Flexibilität aller Beschäftigten in den unterschiedlichen Bereichen. Das Berichtsjahr war für das strategische Geschäftsfeld (SGF) Diehl Brass Solutions als energieintensives Unternehmen stark beeinflusst durch die extremen Verwerfungen auf den Energiemärkten. Dank dem großen Engagement aller Beteiligten konnten kritische Versorgungssituationen bei der Energiebeschaffung und Einflüsse der Corona-Pandemie jedoch erfolgreich gemeistert und die teils stark verunsicherten Abnehmermärkte erfolgreich bedient werden. Trotz zurückgehender Aufträge der Sanitärindustrie im dritten Quartal blieben die Produkte des SGF anhaltend gefragt. Von der weiteren Entwicklung der Konzeptidee "DBS Goes Green", die für energieeffiziente Prozesse, eine enge Anbindung der Recyclingkreisläufe und die nachhaltige Unternehmensentwicklung steht, um auf diese Weise die definierten Dekarbonisierungsziele zu erfüllen, verspricht sich das Geschäftsfeld weiteres Wachstum. Das strategische Geschäftsfeld Schmiedeteile konnte unter globaler Betrachtung im Berichtsjahr erneut eine Steigerung des Umsatzes verzeichnen, auch wenn sich in Europa die Auswirkungen des Ukraine-Krieges nicht vollständig kompensieren ließen. So konnten die massiv gestiegenen Vormaterialkosten insbesondere im Bereich Automotive nur teilweise an die europäischen Kunden weitergegeben werden. Insgesamt zeigte sich das globale Synchronringgeschäft jedoch weiterhin stabil, stark gestützt von den Aktivitäten der Diehl SynchroTec in China und einem guten Geschäftsverlauf bei Diehl do Brasil. Erfreulich hat sich der Geschäftsverlauf im Bereich Messing-Umformteile bei der deutschen Geschäftseinheit Diehl Metall Schmiedetechnik entwickelt. Hier konnte ein deutliches Wachstum in allen vier strategischen Produktlinien, insbesondere im Bereich der Zählergehäuse verzeichnet werden. Nach einem sehr starken ersten Quartal zeigte sich aufgrund der globalen Verunsicherung und anhaltender Krisen ein Abflachen der Auftragseingänge beim strategischen Geschäftsfeld Diehl Metal Applications. Wie bereits im Vorjahr konnte der Verknappung des Vormaterials durch ein professionelles Lieferantenmanagement mit hoher Flexibilität und enger Kundenabstimmung weitestgehend entgegengewirkt und die notwendige Versorgung der Kunden sichergestellt werden. Die deutlich gestiegenen Energiepreise und die teilweise Verdreifachung der Rohstoffpreise ließen sich allerdings nicht vollständig an die Kunden weitergeben. Die französischen Standorte hingegen haben im Bereich Umsatz und Ergebnis ihre Ziele übererfüllt. Auf dem Gelände der Diehl SynchroTec in China wurde die Neugründung Diehl Electronic Components als lokale chinesische Einheit der DMA etabliert, die bereits im Berichtsjahr erste Kundenumsätze realisieren konnte. Am Standort Teltow befindet sich ein neues Produktionsgebäude im Bau, um das wachsende Geschäft im Produktbereich "Sensorhousing" (Sensorgehäuse für die Automobilindustrie) aufzunehmen. Das strategische Geschäftsfeld Diehl Advanced Mobility ist mit dem Kernprodukt leistungsstarker Zellkontaktiersysteme, wie sie für die Kontaktierung von Batteriezellen in Hybrid- und Elektrofahrzeugen benötigt werden, nach wie vor erfolgreich tätig. Der Trend zur Elektromobilität ist ungebrochen und wird auch weiterhin durch gezielte wirtschaftliche Kaufanreize von der Politik unterstützt. In diesem Umfeld konnte das Geschäftsfeld den Umsatz weiter ausbauen. Dazu beigetragen haben auch die Inbetriebnahme und Optimierung zusätzlicher neuer Produktionslinien, die wie geplant in den Serienbetrieb gingen. Das Geschäftsfeld rechnet damit, in einem weiter aufnahmebereiten Markt den geplanten starken Wachstumspfad fortführen zu können. Trotz der anhaltenden weltweiten Unsicherheiten blickt Diehl Metall optimistisch in die Zukunft. Es gilt insbesondere die konjunkturellen Volatilitäten, anhaltend unkalkulierbare Energiepreise sowie mögliche Ressourcenengpässe weiterhin engagiert und konsequent zu meistern. Dank seiner zukunftsfähigen Produktpalette und der anhaltend hohen Einsatzbereitschaft seiner Belegschaft erwartet der Teilkonzern Metall daher, weiterhin ein nachhaltiger Umsatz- und Ergebnisträger für die Diehl-Gruppe zu sein. Controls Diehl Controls konnte im Berichtsjahr das Umsatzvolumen gegenüber dem Vorjahr weiter steigern. Allerdings zeigten sich in den traditionellen Märkten und Regionen unterschiedliche Entwicklungen. Während das Geschäftsvolumen in Europa und Nordamerika erneut gesteigert werden konnte, führte die gedämpfte Entwicklung der Konjunktur in China zu einem leichten Rückgang der dortigen Nachfrage. Insgesamt haben die globalen Unsicherheiten, die sich in Summe in inflatorischem Druck und einer allgemeinen konjunkturelle Eintrübung niederschlugen, vor allem in der zweiten Jahreshälfte zu Volumenreduzierungen in den Weiße-Ware-Märkten geführt. Sehr erfreulich entwickelte sich hingegen die Nachfrage im Bereich von Invertern und Bedienelementen für Heating, Ventilation, Air Conditioning und Refrigeration (HVAC/R), mit denen ein zweistelliges prozentuales Wachstum erzielt werden konnte. Ganz wesentlich verantwortlich für das anhaltende Wachstum sind zweifellos die Technologiestärke und die attraktiven Kundenlösungen von Diehl Controls, die das Kundenerleben und die Energieeffizienz in den Mittelpunkt stellen. Wie bereits im Vorjahr stand auch 2022 im Zeichen unerfreulicher Einschränkungen der Materialverfügbarkeit auf dem Weltmarkt. Zwar konnten im dritten und vierten Quartal Verbesserungen in der Liefersituation vieler Komponenten verzeichnet werden, doch die verbleibenden Engpässe erwiesen sich als ausreichend kritisch, um erneut massive Mehraufwendungen und die Notwendigkeit von Designänderungen zu verursachen. Das Management der angespannten Lieferkette war bei allen Beteiligten nur mit massivem Mehraufwand und viel Engagement möglich. Insbesondere das globale Beschaffungsnetzwerk von Diehl, die flexible Steuerung der Produktionskapazitäten und die großen Anstrengungen im Bereich der Entwicklung haben deutlich zur Absicherung von Kundenvolumen beigetragen. Diehl Controls ist mit seinem bewährten Kompetenzprofil in der Entwicklung und Fertigung kundenspezifischer Elektronikkomponenten dafür bekannt, jährlich wichtige Neuanläufe in allen Regionen zu vermelden. So konnten auch Im Berichtsjahr wieder zahlreiche neue Produkte für die globalen HVAC/R- und Appliance-Märkte an den Standorten des Teilkonzerns in Deutschland, Polen, China und Mexiko anlaufen. Der im Vorjahr begonnene Großserienanlauf von Invertern für Wärmepumpen konnte erfolgreich fortgesetzt werden, zwischenzeitlich stehen in Europa zwei Werke als Produktionsstätten für diesen Wachstumsmarkt zur Verfügung. Auch die Erweiterung der Produktionskapazitäten in Asien entwickelt sich planmäßig. Der Bau eines neuen zweiten Werkes im chinesischen Qingdao ist abgeschlossen; der Produktionsanlauf ist für Frühsommer des laufenden Jahres vorgesehen. Das weitere europäische Wachstum von Diehl Controls wird durch die Errichtung eines neuen Werkes im rumänischen Brasov angestrebt. Hier wurde mit den Planungen bereits begonnen; der Produktionsstart ist im zweiten Halbjahr 2024 vorgesehen. Die im Jahr 2021 angelaufene "Strategy TWENTY6" des Teilkonzerns wurde im vergangenen Jahr global ausgerollt. Im Rahmen dieser Strategie will Diehl Controls verstärkt Produkte für Märkte und Lösungen anbieten, die die Dekarbonisierung von Industrie und Gesellschaft unterstützen und auf diese Weise das Thema Nachhaltigkeit weiter in das Zentrum der eigenen Ausrichtung rücken. Bereits heute tragen die effizienten Antriebssteuerungen von Diehl Controls dazu bei, große Mengen von CO 2 -Emissionen durch den Betrieb von modernen Haushaltsgeräten einzusparen. Insgesamt stehen Energieeffizienz und Kundenerleben bei der Entwicklung neuer innovativer Inverterlösungen und Bedienelemente klar im Fokus aller Anstrengungen. Ebenfalls angeboten werden zwischenzeitlich Connectivity-Lösungen aus dem eigenen Hause, um Kunden den Einsatz digitaler Geschäftsmodelle zu ermöglichen. Gleichfalls im Rahmen der neuen Strategie wurden auch die Aktivitäten im Bereich der Batteriemanagementsysteme mit funktionaler Sicherheit verstärkt. Hervorzuheben ist, dass seit dem Berichtsjahr alle Werke von Diehl Controls der weltweiten Umweltnorm DIN ISO 14001 entsprechen. Im Rahmen der umfangreichen Bestrebungen, die Nachhaltigkeit des Unternehmens zu steigern, wurde auch der CO 2 -Fussabdruck für Scope 1, 2 und 3 ermittelt. Diehl Controls hat daraus eigene Ziele zur Reduzierung der CO 2 -Emissionen in Anlehnung an die "Science Based Initiative" festgelegt und verfolgt einen entsprechenden Maßnahmenplan. Die konjunkturelle Eintrübung sowie die punktuellen Engpässe bei Schlüsselkomponenten prägen die Erwartungen von Diehl Controls zumindest für das erste Halbjahr 2023. Allerdings werden diese negativen Effekte wohl durch die weiterhin dynamische Entwicklung der HVAC/R-Märkte kompensiert, sodass der Teilkonzern auch für das Jahr 2023 mit einem weiteren Umsatzwachstum rechnet. Defence Nach vergleichsweise moderaten Auswirkungen der Pandemiekrise in den Vorjahren stand das Geschäft für den Teilkonzern Defence 2022 eindeutig unter dem Eindruck der Zeitenwende, die der Krieg in der Ukraine nach seinem Ausbruch Ende Februar vor allem in Deutschland bewirkt hat. Diese gravierende Veränderung in der europäischen Sicherheitslage wird das Geschäftsumfeld von Diehl Defence zweifellos dauerhaft prägen, denn es steht zu erwarten, dass in den NATO-Staaten wie auch in den exportrechtlich gleichgestellten Ländern von einem nachhaltig erhöhten Ausrüstungsbedarf auszugehen ist. In den Kundenländern von Diehl Defence ist daher auf absehbare Zeit mit steigenden Verteidigungshaushalten und einer ebenfalls tendenziell höheren Verfügbarkeit von Mitteln zur Beschaffung von Rüstungsgütern zu rechnen. In Deutschland, auf dessen Streitkräfte etwa die Hälfte des Geschäftsvolumens von Diehl Defence entfällt, wird seit Sommer 2022 regierungsseitig an der Umsetzungsplanung eines Sondervermögens von 100 Mrd. Euro zur Beschaffung von Wehrmaterial als einmalige Ergänzung zu den jährlichen Verteidigungsetats gearbeitet. Eine abschließende, vollständige Entscheidung zur Verwendung des Sondervermögens steht derzeit noch aus. Diehl Defence sieht sich vor diesem Hintergrund mit seinen Produkten gerade im Bereich der bodengebundenen Luftverteidigung bestens positioniert. Diese Entwicklungen verleihen dem anhaltend stabilen Wachstumskurs, auf dem sich Diehl Defence seit einigen Jahren befindet, weiteren Schub. So waren im Berichtsjahr wiederum steigende Umsätze und eine hohe Zahl von Neueinstellungen zu verzeichnen, die sowohl zur Bewältigung des Wachstums im Teilkonzern, als auch aufgrund der demographischen Fluktuation erforderlich sind. Der Auftragsbestand der Diehl Defence GmbH & Co. KG ist vor allem durch weitere Vertriebserfolge für Systeme zur bodengebundenen Luftverteidigung (ground-based air defence, GBAD) erheblich gestiegen. Ein Programmhöhepunkt für das GBAD-System IRIS-T SLM war die Auslieferung einer ersten Gefechtseinheit an die Ukraine im September als ein Beitrag Deutschlands zur besseren Verteidigung der territorialen Integrität des Landes. Auch weitere Vertragsabschlüsse zu den Flugkörpern RAM Block 2B für die Deutsche Marine, RBS15 für Bulgarien sowie Folgeaufträge für den Flugkörper IRIS-T sorgen dafür, dass an allen Standorten und Gesellschaften von Diehl Defence für die nächsten Jahre eine erfreulich stabile Auslastung gesichert ist. Als weitere relevante Meilensteine sind im Berichtsjahr die Entwicklungen zur Abwehr von Hyperschallwaffen, die Genehmigung zur erneuten Produktion des vor mehr als 15 Jahren hergestellten Produkts SMArt 155 mit den heute eingesetzten Materialen und Technologien und die erfolgreiche Einsatzprüfung der Lenkmunition Vulcano 127 zu nennen. Ebenso kann der Lenkflugkörper Spike auf einen anhaltenden Erfolg verweisen. Weitere signifikante Auftragseingänge haben den Auftragsbestand für das Produkt erheblich gesteigert. Die AIM Infrarot-Module GmbH konnte im Berichtsjahr ihren Umsatz aus der Serienfertigung von IR-Detektoren um etwa 25 Prozent steigern und sowohl anhaltend hohe Stückzahlen an Kühlern ausliefern als auch im Marktsegment Raumfahrt weitere Erfolge verbuchen: Im April startete der erste deutsche Hyperspektralsatellit mit einem AIM-Detektor ins All und erfüllt seither die in ihn gesetzten Anforderungen. Auch die JUNGHANS Microtec GmbH verzeichnete einen Anstieg des Auftragseingangs. Vor allem die ersten Abrufbestellungen für den Artilleriezünder DM84 aus den bestehenden Rahmenverträgen mit dem deutschen Beschaffungsamt tragen hierzu bei. Die französische Tochtergesellschaft JUNGHANS T2M erhielt einen der größten Entwicklungsaufträge für die Sicherungseinrichtung des Flugkörpers MHT für Land- oder Luftkampfplattformen. Das anhaltende Wachstum des Geschäfts in allen strategischen Geschäftsfeldern erfordert auch weitere Investitionen in die Liegenschaften des Teilkonzerns. So wurde im Berichtsjahr am Standort Überlingen ein neues Lager- und Bürogebäude fertiggestellt und am Standort Röthenbach die Planungen zur Erweiterung des Test- und Integrationszentrums vorangetrieben. Zu den zukunftsweisenden Beschaffungsprojekten der kommenden Jahre wird das Future Combat Air System (FCAS) gehören. Die Unterzeichnung des Vertrages für die Entwicklungsphase 1B des neuen Kampfflugzeugs (New Generation Fighter, NGF) durch die führenden FCAS-Partner Ende 2022 stellen einen maßgeblichen Durchbruch für FCAS insgesamt auf dem Weg zu Flugdemonstrationen des NGF und anderer FCAS-Technologien dar. Diehl Defence bringt sich als langjähriger und zuverlässiger Partner der teilnehmenden Länder Deutschland, Frankreich und Spanien mit seiner breiten Expertise in das Projekt ein und beabsichtigt, neben den Bewaffnungsoptionen und Sensorlösungen unter anderem Anteile an einem unbemannten Begleitflugzeug (Remote Carrier) beizusteuern. Diehl Defence wird als integraler Teil eines familiengeführten Technologiekonzerns auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Sicherheits- und Verteidigungsvorsorge leisten. Dies geschieht insbesondere durch die Stärkung der eigenen Marktposition im Kerngeschäft, dem konsequenten Ausbau der Stellung als Systemanbieter im Bereich bodengebundener Luftverteidigung und durch die langjährig bewährte Strategie produktspezifischer Kooperationen mit ausgewählten starken Partnern auf internationalen Märkten. Aviation Das Geschäftsjahr 2022 markiert für Diehl Aviation den Wendepunkt im Luftfahrtmarkt. Nach dem drastischen Rückgang der Geschäfte im Zuge der Corona-Krise und dem zeitweilig fast völligen Erliegen des Flugverkehrs konnte die gesamte Branche nun eine deutliche Wiederbelebung mit steigenden Volumina verzeichnen; dies galt insbesondere im Bereich Single-Aisle, also der Flugzeuge für die Kurz- und Mittelstrecke. Gleichfalls positiv entwickelte sich der Umsatz, den der Teilkonzern mit seinem Ersatzteilgeschäft erzielte, da Fluggesellschaften weltweit ihre stillgelegten Flotten größtenteils wieder aktivieren konnten. Auch das Retrofit-Geschäft von Diehl Aviation profitierte von der Entwicklung mit seinen Upgrade Solutions - insbesondere für den A380 -, denn viele Airlines investierten verstärkt in die Erneuerung ihrer Flugzeugkabinen, um sich nach der Krise ansprechend zu positionieren. Während sich der Inlandsflugverkehr auf den großen Binnenmärkten auf einem sehr guten Weg befindet, demnächst wieder an das Vor-Corona-Niveau anzuknüpfen, verbesserte sich die Situation beim internationalen Flugverkehr aufgrund noch bestehender Reisebeschränkungen und anderer Unsicherheiten deutlich langsamer. Nachdem Diehl Aviation zu den großen Zulieferern für den Markt der Langstreckenflieger zählt, war der Teilkonzern von den nach wie vor geringen Produktionszahlen in diesem Segment sehr deutlich betroffen. Für Diehl Aviation sind die Auswirkungen der Luftfahrtkrise damit immer noch wahrnehmbar, wenngleich sich die Branche insgesamt auf einem erfreulichen Pfad der Erholung befindet. Abgesehen natürlich von weiter anhaltenden Herausforderungen in der Lieferkette, den Folgen von Energiekrise und Inflation sowie den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, die eine weitere Stärkung der Branche im Berichtszeitraum negativ beeinflusst haben und auch weiterhin eine Ungewissheit bedeuten. Es gilt festzustellen, dass es Diehl Aviation mit großen Anstrengungen gelungen ist, dem signifikanten Rückgang des Geschäfts im Zuge der Corona-Krise zu begegnen, um so das Unternehmen dauerhaft zu stabilisieren und wieder auf den Weg zu alter Stärke zurückzuführen. Dazu beigetragen hat in erster Linie ein 2021 gemeinsam mit den Sozialpartnern verabschiedetes umfassendes Zukunftskonzept und verschiedene organisatorische Veränderungen zur Verbesserung der Kundennähe, um noch flexibler und anpassungsfähiger auf dynamische Veränderungen im Markt reagieren zu können. Dazu gehört die im Berichtsjahr vorgenommene Gliederung des Unternehmens in vier strategische Geschäftsfelder, die jeweils von einem klar umrissenen Produktspektrum und spezifischen Kompetenzen gekennzeichnet sind. Zudem hat das Unternehmen 2022 eine neue langfristige Strategie mit vier zentralen Handlungsfeldern verabschiedet. Dazu gehören der Ausbau von Kundenbeziehungen und Marktaktivitäten, um zusammen mit einer erhöhten Operational Excellence die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg zu stärken. Eine stärkere Internationalisierung und der weitere Ausbau von Low-Cost-Standorten sind weitere erklärte Ziele der Strategie. Hier knüpft der Teilkonzern am anhaltenden Erfolg des ungarischen Standorts in Nyírbátor an, der 2022 bereits sein zehnjähriges Bestehen begehen konnte. Weiterhin will das Unternehmen seine Position als Innovationstreiber in der Luftfahrt ausbauen. Von besonderer Bedeutung für den weiteren Geschäftserfolg ist der Ausbau nachhaltiger und öko-effizienter Lösungen für die Luftfahrt. Mit seinem breiten Portfolio setzt das Unternehmen insbesondere auf die Entwicklung von Lösungen für die Gewichts- und Verbrauchsoptimierung von Flugzeugen sowie auf die Entwicklung von neuen recycelfähigen Materialien. Im Berichtsjahr konnte Diehl Aviation eine Reihe wichtiger Erfolge verbuchen, dazu zählt etwa die weitere Gewinnung von Kunden für attraktive Anwendungen im Bereich der Gepäckfächer. Mit dem Kunden Boeing konnte Diehl Aviation die Zusammenarbeit bei der Integration nachhaltiger Lösungen weiter ausbauen: So wurde an Bord des Boeing-Forschungsfliegers "EcoDemonstrator" erstmalig eine Grey Water Reuse Unit von Diehl Aviation im Flug getestet. Das System verwendet Wasser aus dem Handwaschbecken für das Spülen der Bordtoilette und spart damit bis zu 250 Kilogramm Frischwasser pro Flug auf einer Langstrecke. Positiv entwickelte sich für den Teilkonzern auch das Segment der vollelektrischen Fluggeräte. Mit dem Hersteller Volocopter konnte das Unternehmen seine Partnerschaft ausbauen. Auch Lilium - Hersteller eines vollelektrischen Jets - setzt auf die Kompetenzen von Diehl. Das Unternehmen hat Diehl Aviation für die Zusammenarbeit bei der Konzeption und Entwicklung der Kabine des Lilium Jets sowie als Integrator und Hersteller von Innenraumkomponenten inklusive des kompletten Beleuchtungssystems ausgewählt. Nachdem 2022 erstmals wieder die großen Luftfahrtmessen unter Beteiligung von Diehl Aviation stattgefunden haben, konnte sich Diehl hier erneut als führender und innovativer Zulieferer der Luftfahrt - gerade auch im Bereich nachhaltiger Lösungen - positionieren. Der auf den Messen sichtbare Optimismus der Branche wird auch von Diehl Aviation geteilt. Das Unternehmen sieht sich nach der Corona-Krise als gut gerüstet und zukunftsorientiert aufgestellt für die Herausforderungen des Marktes. Auf der anderen Seite wird der Kostendruck in der Branche insgesamt weiter hoch bleiben, was den weiteren Ausbau von Low-Cost-Standorten forcieren wird. Metering Diehl Metering konnte ungeachtet der anhaltenden Materialengpässe und der Energiekrise das solide Wachstum des Vorjahres aufrechterhalten. Insbesondere zum Jahresende war ein überdurchschnittlich hoher Auftragseingang zu verzeichnen, der zu einer positiven Erwartung auch im laufenden Jahr führt. Während die Metering-Branche insgesamt stark von den Engpässen bei wichtigen Komponenten und teilweise deutlichen Preissteigerungen betroffen war, konnte Diehl Metering durch das beispielhafte Engagement einer eigens eingesetzten Taskforce und entsprechender Ausweichstrategien die negativen Auswirkungen in der Produktion einigermaßen eingrenzen. Trotzdem wäre ohne diese fordernden Rahmenbedingungen ein höherer Umsatz möglich gewesen. Im Kerngeschäft konnte das Unternehmen seine Position als Lösungsanbieter im Bereich der Wasser- und Energiemesstechnik weiter erfolgreich ausbauen. So entwickelt sich die Expansion des Teilkonzerns in Nordamerika äußerst positiv. Der 2021 in Lisle (Illinois, USA) eröffnete Montagestandort steigert seine Produktionskapazitäten kontinuierlich, denn sowohl die Aufträge von Bestandskunden als auch neue Partner und Vertriebskanäle haben in den USA zu einer steigenden Nachfrage nach smarten Ultraschallwasserzählern beigetragen und der Teilkonzern etablierte sich in der Region als bevorzugter Lieferant für statische Wasserzähler. Auch in Lateinamerika entwickelt sich der Markt sehr erfreulich. Durch die Privatisierung des Sektors in Brasilien ergeben sich für Diehl Metering vielversprechende Wachstumsmöglichkeiten. Im Vereinigten Königreich führten die Green-Recovery-Maßnahmen der Regierung zu einem hohen Auftragseingang, während in Spanien Fördermittel des Europäischen Aufbauplans (NextGenerationEU) dem Teilkonzern halfen, mehrjährige Aufträge von Versorgern zu erhalten. In Frankreich konnte der Teilkonzern seine Position als Lösungsanbieter mithilfe von zusätzlichen Services wie IZAR Passive Drive-by in zwei wichtigen Städten stärken. Auch in der Region Südostasien (inkl. Australien) ergeben sich Wachstumspotentiale, denn in diesen Ländern steht eine stabile und gesicherte Versorgung nach den Krisen der vergangenen Jahre wieder deutlicher im Fokus. Zusammen mit globalen Partnern (z.B. SUEZ) aber auch mit lokalen Partnern wurden vielversprechende Projekte in Australien gestartet. Neue Möglichkeiten ergeben sich derzeit ebenso in Malaysia, da die Versorger hier auf der Suche nach Lösungen sind, um das Problem Non-Revenue Water anzugehen. Über das Kerngeschäft als Anbieter für Smart Metering-Lösungen hinaus hat der Teilkonzern auch das Spektrum seines Fachwissens und die Bandbreite seines Portfolios erweitert. Das neue Geschäftsfeld "Analytics & Services" setzt sich zum Ziel, aus den generierten Zählerdaten weiteren Mehrwert für die Kunden von Diehl Metering zu schaffen. Dieser Mehrwert wird deutlich über die Möglichkeit der reinen Verbrauchsmessung hinausgehen, denn die Kunden werden damit in die Lage versetzt, nicht nur Non-Revenue Water zu erfassen, sondern auch ihr Verteilnetz besser zu managen. Dies gilt analog auch für Fernwärmenetze. Im Bereich der IoT-Funknetze wurde nach der erfolgreichen Einführung des IoT Network Planning Service nun ein IoT Network Implementation Service vorgestellt, um die Kunden bei der Realisierung eines IoT-Netzwerks fachkundig zu unterstützen. Dieser neue Service wird nun über Deutschland und Österreich hinaus auch auf andere Vertriebsregionen ausgeweitet. Weiter ausgebaut wurde auch der Bereich Konnektivität, insbesondere die erweiterten Einsatzmöglichkeiten von mioty®4metering, einer drahtlosen Technologie, die auf dem weltweiten Standard mioty® aufsetzt. Hier konnten zusätzliche Funktionen für die Metering-Branche vorgestellt werden, sodass Versorger von der zuverlässigen Datenübertragung, dem besonders niedrigen Stromverbrauch, der großen Reichweite und der extremen Robustheit des Systems profitieren können. Im Berichtsjahr wurde der Standard in mehreren deutschen Städten erstmals angewendet und soll nun auch in anderen Regionen eingesetzt werden. Weiterhin positiv wird auch die Wasserverlustmanagement-Anwendung IZAR@SMART WATER 2022 angenommen, ebenso die Energieprognosemanagement-Anwendung IZAR@SMART ENERGY, die es Versorgern ermöglicht, ihr Fernwärmenetz zu überwachen und ihre Wärmeversorgung effizienter und zuverlässiger zu verwalten. Erklärtes Ziel von Diehl Metering ist es, den Kunden des Unternehmens einen zeitgemäßen verantwortungsbewussten Umgang mit Wasser- und Energieressourcen zu ermöglichen. Denn Nachhaltigkeit steht im Mittelpunkt aller Aktivitäten des Teilkonzerns. Ein Jahr nach der Unterzeichnung des Global Compact der Vereinten Nationen veröffentlichte Diehl Metering im Berichtsjahr dazu den ersten Fortschrittsbericht. Hier wird festgehalten, dass der Teilkonzern eine umfassende Bewertung seiner Treibhausgasemissionen durchgeführt hat und sich mittel- bis langfristige Ziele zur Reduzierung dieser Emissionen setzt. Angesichts der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen geht Diehl Metering auch im laufenden Jahr von anhaltenden Engpässen bei Komponenten und steigenden Energiekosten aus. Darauf hat sich der Teilkonzern eingestellt. Weiterhin ist geplant, der steigenden Nachfrage der Kunden durch eine Erhöhung der Produktionskapazitäten nachzukommen und die Strategie zur Erweiterung und Diversifikation des Portfolios fortzusetzen. Auf diese Weise will Diehl Metering eine erneute Umsatzsteigerung erreichen und das anhaltende Wachstum weiter fortsetzen. Chancen, Risiken und AusblickDie Bundesregierung rechnet für den Jahresdurchschnitt 2023 vor dem Hintergrund des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine und dessen wirtschaftliche Folgen, die schwache Entwicklung der Weltwirtschaft sowie die im Vergleich zum Vorkrisenniveau anhaltend hohen Energiepreise und Inflationsraten, mit einem nur geringen Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,2 Prozent. Entgegen den Erwartungen vom Herbst 2022 wird es zu einem Rückgang des BIP im Jahresdurchschnitt jedoch voraussichtlich nicht kommen (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung 2023). Aus der Konjunkturumfrage des DIHK vom Februar lässt sich entnehmen, dass 2023 besonders die Industrieunternehmen von einer einsetzenden Entspannung im internationalen Lieferverkehr profitieren würden und in der Folge die Aufträge besser abgearbeitet werden könnten (Quelle: DIHK-Konjunkturumfrage vom Februar 2023). Der Blick auf die nächsten Monate sei zu Jahresbeginn deutlich weniger pessimistisch als noch im Herbst 2022, als die Stimmung der Unternehmen in Deutschland aufgrund von dramatischen Preissteigerungen und der Furcht vor Energieengpässen auf einem Tiefpunkt angelangt war. Zwischenzeitlich seien die Energiepreissteigerungen gestoppt und mit den Strom-, Gas- und Wärmepreisbremsen auch wieder mehr Planungssicherheit bei den Unternehmen eingekehrt. Auch habe der Binnenkonsum trotz Rekordinflation keine übermäßigen Einbrüche erlebt. Der DIHK sieht dennoch für die Unternehmen keinen Grund zu einem überschwänglichen Optimismus, denn eine trübe Weltkonjunktur, hohe Preisniveaus und weiterhin bestehende konjunkturelle und strukturelle Risiken würden die Unternehmen auch in diesem Jahr begleiten (Quelle ebd.). Das Unternehmen Diehl ist als international aufgestelltes und breit diversifiziertes Unternehmen stabil durch die verschiedenen Krisen der letzten Jahre gekommen und befindet sich praktisch wieder auf Vorkrisenniveau, um sich auf weiteres profitables Wachstum zu konzentrieren. Diehl ist insbesondere in den Bereichen Controls und Metall derzeit generell beeinträchtigt durch die in den letzten Monaten merklich verschlechterte weltwirtschaftliche Situation und die konjunkturelle Abkühlung, die sich in einer fühlbaren Kaufzurückhaltung niederschlägt. Hinzu kommt, dass neben der Pandemie Russlands Invasion in die Ukraine wichtige Rohstoffmärkte und Lieferketten erschüttert haben, deren Folgen sich in nahezu allen Teilkonzernen auswirken. Gleiches gilt für die sprunghaft angestiegenen Energiepreise. Der Krieg in der Ukraine hat den politischen Entscheidern gleichzeitig aber auch klargemacht, dass die zurückhaltenden Ausgaben für Landesverteidigung in den letzten Jahrzehnten die europäische Verteidigungsbereitschaft deutlich geschwächt haben. Bundeskanzler Scholz hat in diesem Zusammenhang von einer "Zeitenwende" gesprochen, die wohl langfristige Auswirkungen auf Art, Umfang und Geschwindigkeit von Beschaffungsmaßnahmen der Streitkräfte sowohl in Deutschland als auch bei anderen NATO-Partnern haben wird. Die Ausrichtung der Diehl-Gruppe als Konglomerat wird unter diesen Vorzeichen weiterhin eine stabilisierende Wirkung zeigen. Das im Unternehmen praktizierte Risikomanagementsystem lässt Risiken konjunktureller Art rechtzeitig erfassen und bewerten, damit zeitnah gegengesteuert werden kann. Diehl verfügt über eine umfassende Strategie zur Aufrechterhaltung und Sicherstellung der IT-Systeme (Back-up-Lösungen, Notfallrechenzentren) als auch zur Absicherung von vertraglichen Lieferverpflichtungen. Das zentrale CISO-Office stellt in enger Zusammenarbeit mit den IT-Spezialisten in allen Bereichen sicher, dass die Sicherheit der digitalen Anwendungen und Systeme im Unternehmen kontinuierlich weiterentwickelt wird. Trotz aller getroffenen und im Ernstfall zu treffenden Maßnahmen besteht naturgemäß noch ein verbleibendes Risiko vorübergehender Geschäftsunterbrechungen mit möglichen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis der Gruppe. Neben den oben dargestellten Risiken zeigen die Tätigkeitsbereiche der Gruppe eine Reihe von Besonderheiten: Im Teilkonzern Metall ist rund die Hälfte des Geschäftsvolumens von den Marktpreisen für Kupfer und Zink abhängig. Hohe Volatilität führt hier zu Schwankungen im Umsatz, die jedoch keinen Effekt auf die Beschäftigungssituation haben. Daher sind Umsatzprognosen für Diehl Metall grundsätzlich schwierig zu treffen. Deutlichen Einfluss auf die Wettbewerbssituation hat das Preisniveau für Strom und Gas. Hier ist der Teilkonzern darauf angewiesen, dass die Regierung bei der Sicherung des Energiestandorts Deutschland die energieintensiven Betriebe im Blick hat. Auf anhaltend gutem Weg sieht sich das Unternehmen angesichts der aktuellen Herausforderungen im Bereich der Elektromobilität. Diehl Metall unterstützt den Wandel vom klassischen Verbrennungsmotor hin zu umweltfreundlichen und klimaschonenden Antrieben durch die Entwicklung zukunftsweisender Lösungen beispielsweise durch Komponenten für Kühlsysteme und Leistungsmodule sowie Teile für die Sensorik bis hin zu Kontaktsystemen für Batteriespeicher. Das Thema nachhaltige Produktion erfährt für Diehl und die Branche dabei insgesamt zunehmend an Bedeutung. Für Diehl Controls steht auch das erste Halbjahr 2023 im Zeichen der konjunkturellen Eintrübung sowie punktueller Engpässe bei Schlüsselkomponenten. Allerdings werden diese negativen Effekte wohl durch die weiterhin dynamische Entwicklung der HVAC/R-Märkte (Heating, Ventilation, Air Conditioning und Refrigeration) kompensiert. Der Aufbau von neuen Standorten in China und Rumänien erhöht weiter die Profitabilität. Derzeit sind elektrische Wärmepumpen in Neubauten die am häufigsten installierte Heizung. Das Unternehmen Diehl Controls als Spezialist für elektronische Frequenzumrichter sieht daher in der Produktion dieser Umrichter einen immer wichtigeren Schwerpunkt seiner Aktivitäten. Der Markt für Wärmepumpen bietet ein enormes Potential, denn parallel zu ihrer wachsenden Verbreitung nehmen auch die Ansprüche der Verbraucher hinsichtlich der Regelbarkeit von Wärmepumpen zu. Das Home Appliance Geschäft dagegen bleibt auch in Zukunft wettbewerbs- und damit preisintensiv. Angesichts der veränderten Sicherheitslage stellt sich Diehl Defence auf eine weiter steigende Nachfrage ein. Gerade in weltpolitisch herausfordernden Zeiten wie diesen sieht sich das Unternehmen als anhaltend zuverlässiger und erfolgreicher Partner der Bundeswehr seit deren Gründung mit den Anforderungen der Truppe bestens vertraut. Soldaten schützen Personen und Einrichtungen, wehren Angriffe ab und müssen sich in Gefechten an den globalen Brennpunkten dieser Welt behaupten. Ihre Missionen sind gefährlich, ihre Ausbildung und Ausrüstung entscheidend für das Überleben und den Erfolg im Einsatz. Diehl wird auch weiterhin einen wichtigen Beitrag zur nationalen Sicherheits- und Verteidigungsvorsorge leisten. Dies gilt für nationale Beschaffungsvorhaben ebenso wie für Entwicklungsanteile an internationalen Kooperationsvorhaben. Das Wachstum des Unternehmens und der hierfür notwendige Kapazitätsaufbau (Personal, Infrastruktur, Lieferanten) bleibt auch für die kommenden Jahre eine Herausforderung. Für Diehl Aviation als einer der großen Zulieferer für den Markt der Langstreckenflieger sind die Auswirkungen der Luftfahrtkrise immer noch wahrnehmbar, da sich die Nachfrage in diesem Bereich deutlich langsamer als der Inlandsflugverkehr entwickelt. Dem Unternehmen ist es in den letzten beiden Jahren jedoch mit großen Anstrengungen gelungen, das Geschäft dauerhaft zu stabilisieren und wieder auf den Weg zu alter Stärke zurückzukehren. Dazu beigetragen hat insbesondere eine Neuausrichtung nach strategischen Geschäftsfeldern und produktseitig die Positionierung im Bereich nachhaltiges Fliegen. Die Erzielung von Profitabilität, insbesondere in den Bereichen Monuments und Supply Systems, bleibt nach der Reorganisation weiter eine wichtige Aufgabe. Vielversprechend ist auch die Zusammenarbeit mit führenden Anbietern elektrischer Flugtaxis im innovativen Wachstumsmarkt der Regional Air Mobility. Mit seinem breiten Portfolio setzt Diehl Aviation insbesondere auf die Entwicklung von Lösungen für die Gewichts- und Verbrauchsoptimierung von Flugzeugen sowie auf die Entwicklung von neuen recycelfähigen Materialien. Um der wachsenden Nachfrage auf dem amerikanischen Markt gerecht zu werden, hat Diehl Metering in Lisle/Illinois eine neue Produktionsstätte aufgebaut und dort mit der Montage des HYDRUS 2.0 begonnen. Die kontinuierliche Steigerung der dortigen Produktionskapazitäten machen deutlich, dass sowohl die Bestandskunden als auch neue Partner in den USA für eine steigende Nachfrage nach smarten Ultraschallwasserzählern stehen. China bietet zukünftig nicht nur Chancen bei Smart-Heating-Lösung, sondern auch Risiken - im Sinne des Wettbewerbs - auf der lokalen Anbieterseite. Die China-Strategie ist daher neu zu justieren. Trotz der Beeinträchtigungen angesichts anhaltender Engpässe bei Komponenten und steigender Energiekosten wird das Unternehmen der steigenden Kundennachfrage durch eine weitere Erhöhung der Produktionskapazitäten nachkommen und gleichzeitig die Strategie zur Erweiterung und Diversifikation des Portfolios fortsetzen. Auf diese Weise will Diehl Metering eine erneute Umsatzsteigerung erreichen und das anhaltende Wachstum weiter fortsetzen. Von anhaltend großer Bedeutung für die Gruppe und alle Teilkonzerne ist das Thema Nachhaltigkeit. Für Diehl indes grundsätzlich kein neues Thema, denn Umweltaspekte und wirtschaftliche Produktion gehören seit jeher zu den zentralen Kriterien der Unternehmensführung. Die gesellschaftliche Sichtweise der Nachhaltigkeit hat sich jedoch in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt zu einer ganzheitlichen Betrachtung in den definierten Dimensionen ESG (Environment, Social, Governance). Sowohl Kunden als auch Banken fordern immer mehr Transparenz und Verbesserungen in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen - ein Anliegen, das auch von Mitarbeitern und Bewerbern geteilt wird. Während in der Vergangenheit durch die Politik häufig freiwillige Ansätze bevorzugt wurden, wird mit der aktuellen Gesetzgebungsinitiative der EU eine klare Nachhaltigkeitsberichterstattung auch für Diehl verpflichtend. Diehl stellt sich dieser Herausforderung sehr offensiv, weil sich daraus Chancen für die Märkte der Zukunft ergeben und ein nachhaltiger Fortschritt der Gesellschaft möglich wird. Auch das laufende Jahr ist geprägt durch viele Unsicherheiten in den Planungen, beispielsweise aufgrund der Teileknappheit und anhaltend hoher Energiepreise im Zuge des Kriegs in der Ukraine. Auch die eingetrübte Weltkonjunktur und die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China wirken sich negativ auf die Märkte aus. Trotzdem bleibt Diehl insgesamt optimistisch. Das Unternehmen setzt auch 2023 darauf, trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen den eingeschlagenen Wachstumskurs zu halten und auszubauen. Voraussetzung dafür ist, dass in allen Bereichen weiter engagiert an der Erfüllung der gesetzten Ziele gearbeitet wird und dass die Energieversorgung in Deutschland zuverlässig und bezahlbar bleibt. Nach der Bewältigung der zurückliegenden Krisen rückt nun stärker die perspektivische Aufstellung des Unternehmens und der weitere Ausbau des Technologie-Portfolios ebenso in den Blick wie die Beschäftigung mit den entscheidenden Zukunftsthemen Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Die in den Teilkonzernen bestehenden Risiken werden aufgrund des etablierten Risikomanagementsystems aus Sicht der Diehl-Gruppe als mittel eingestuft. Angesichts der global schwierigen Rahmenbedingungen wird 2023 auch für die Diehl-Gruppe sehr herausfordernd werden. In der Abwägung von Chancen und Risiken stehen die Zeichen jedoch weiter auf Zuversicht und Wachstum, dank des ausbalancierten Portfolios der fünf Teilkonzerne. Erwartet wird ein Umsatz von rund 4 Mrd. € und eine weitere leichte Verbesserung des Ergebnisses.
Nürnberg, den 6. April 2023 Diehl Stiftung & Co. KG Die Geschäftsführung
Diehl Verwaltungs-Stiftung Dr. Klaus Richter Jürgen Reimer KONZERNBILANZ ZUM 31.12.2022DER DIEHL STIFTUNG & Co. KGAktiva
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1.1. BIS 31.12.2022DER DIEHL STIFTUNG & Co. KG
Konzernanhang Geschäftsjahr 2022der Diehl Stiftung & Co. KGI. Allgemeine ErläuterungenDie Diehl Stiftung & Co. KG mit Sitz in Nürnberg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Nürnberg unter der Nummer HRA 552 eingetragen. Der Konzernabschluss der Diehl Stiftung & Co. KG ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind einheitlich nach den in der Diehl-Gruppe geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Bei ausländischen Gesellschaften wird die Bilanzierung an die einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angepasst, soweit es für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Bedeutung ist. II. Konsolidierungskreis und assoziierte UnternehmenIn den Konzernabschluss werden neben der Diehl Stiftung & Co. KG 44 inländische und 25 ausländische Unternehmen einbezogen, auf die die Diehl Stiftung & Co. KG unmittelbar oder mittelbar beherrschenden Einfluss ausüben kann. Erweitert wird der Kreis der vollkonsolidierten Konzerngesellschaften ab dem Geschäftsjahr 2022 durch die Gründung von Diehl Controls Qingdao Co., Ltd., Qingdao, China, DIEHL CONTROLS ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien und DD Immobilien Troisdorf GmbH, Troisdorf. Es wurden 5 inländische Beteiligungen als assoziierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurden 11 Gesellschaften nicht konsolidiert. Zwei Gesellschaften sind gemäß § 296 Absatz 1 Nr. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da das Vermögen auf den jeweiligen Gesellschaftszweck beschränkt ist. Die Übersicht über den Anteilsbesitz und den Konsolidierungskreis findet sich in einer Anlage zum Anhang. III. KonsolidierungsgrundsätzeFür Tochterunternehmen erfolgt die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Hierbei werden die Vermögensgegenstände und Schulden zum vollen Zeitwert angesetzt und der Anschaffungswert der Beteiligung mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals zum Zeitpunkt des Erwerbs verrechnet. Ein nach Verrechnung auf der Aktivseite verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden entsprechend den Vorschriften der Equity-Bilanzierung weiterentwickelt. Die Einbeziehung erfolgt zum Erwerbszeitpunkt nach der Buchwertmethode. Zwischenergebnisse, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen im Verhältnis zu assoziierten Unternehmen wurde verzichtet, da der Einfluss auf das Gesamtbild der Verhältnisse von untergeordneter Bedeutung ist. Auf die ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgänge werden Steuerabgrenzungen vorgenommen, soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, WährungsumrechnungFür die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. 1. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige oder außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer werden grundsätzlich 3 Jahre zu Grunde gelegt, wenn sich nicht ein abweichender Zeitraum, z. B. aufgrund der Laufzeit von Nutzungsrechten, ergibt. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige oder außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Herstellungskosten selbsterstellter Anlagen beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen. Die Abschreibungen erfolgen für Neuinvestitionen linear. Den planmäßigen Abschreibungen liegen bei Gebäuden und Gebäudeteilen, je nach Beanspruchung, Nutzungsdauern zwischen 3 und 50 Jahren zu Grunde. Bei technischen Anlagen und Maschinen wie auch bei anderen Anlagen sowie Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung liegen die Nutzungsdauern im Bereich von 1 bis 25 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis 800 € werden im Inland im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Werkzeuge und Vorrichtungen wird mitunter ein Festwert gebildet. Außerordentlichen Wertminderungen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Der Wertansatz der Anteile an assoziierten Unternehmen wird entsprechend den Grundsätzen der Equity-Bilanzierung, ausgehend vom Buchwert, weiterentwickelt. Verzinsliche Ausleihungen werden mit den Nennwerten, unverzinsliche mit ihren Barwerten bilanziert. Wertpapiere des Anlagevermögens werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. 2. Umlaufvermögen Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen bewertet. Im Falle der Bewertung von Metallvorräten nach dem Niederstwertprinzip finden, soweit entsprechende Verkaufskontrakte zum Bilanzstichtag bereits vorliegen, die für den Metallanteil vertraglich vereinbarten Absatzpreise Berücksichtigung. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. Sie enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten für Material und Fertigungslöhne auch anteilige Gemeinkosten. Abwertungen für Lagerbestands- und Verwertbarkeitsrisiken werden in angemessenem Umfang vorgenommen. Soweit im Zeitpunkt der Bilanzerstellung Abwertungserfordernisse wegen im Erlös nicht voll gedeckter Selbstkosten erkennbar sind, werden zur verlustfreien Bewertung entsprechende Abschläge vorgenommen. Geleistete und erhaltene Anzahlungen sind mit dem Nennwert bilanziert. Erhaltene Anzahlungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB offen von den Vorräten abgesetzt. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten angesetzt. Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch Einzelwertberichtigungen und allgemeine Kreditrisiken sowie Kosten der Einziehung von Forderungen durch Pauschalwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen, die voraussichtlich erst nach einem Zeitraum von 12 Monaten eingehen, werden mit dem Barwert angesetzt. Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten, zum niedrigeren Börsenkurs oder zu Rücknahmewerten bilanziert. 3. Rückstellungen / Verbindlichkeiten Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem versicherungsmathematischen modifizierten Teilwertverfahren bewertet. Den Berechnungen werden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Bei der Bewertung werden Annahmen über die zukünftigen Entwicklungen bestimmter Parameter berücksichtigt. Als Lohn- und Gehaltstrend wird für 2023 eine Steigerung von 5,2 % für tarifliche Mitarbeiter sowie 4,25 % für außertarifliche Mitarbeiter verwendet. Für alle zukünftigen Jahre beträgt der Lohn- und Gehaltstrend 3,3 % p.a. Die Rentendynamik wird mit 2,10 % p.a. angenommen. Die Abzinsung erfolgt entsprechend dem von der Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren festgesetzten Zinssatz von 1,79 % p.a.. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und alle erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages einschließlich zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst. Die Abzinsung erfolgt entsprechend der Restlaufzeit der Rückstellung mit dem von der Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren. Soweit zwischen Metalleinkaufskontrakten und dem Metallanteil von Verkaufskontrakten keine Bewertungseinheiten gebildet werden, unterliegen diese Positionen einer Überprüfung hinsichtlich drohender Verluste. Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. 4. Währungsumrechnung Bewertungsstichtag für die Umrechnung fremder Währungen ist bei Anlagegütern grundsätzlich der Tag der Anschaffung, bei Forderungen und Verbindlichkeiten der Entstehungstag. Kurzfristige Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag unter Berücksichtigung des Imparitätsprinzips bewertet. Bilanzpositionen von Fremdwährungsabschlüssen werden zu Bilanzstichtagskursen umgerechnet. Die Umrechnung der einzelnen Eigenkapitalpositionen erfolgt zu historischen Kursen, das Jahresergebnis wird zum Durchschnittskurs des Jahres umgerechnet. Die Umrechnung der Positionen der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt zum Durchschnittskurs des Jahres. Differenzen zwischen Stichtagskurs, historischen Kursen und Durchschnittskursen werden ergebnisneutral im Kapital des Teilkonzerns Diehl Stiftung & Co. KG oder in den Anteilen übriger fremder Gesellschafter ausgewiesen. Differenzen gegenüber der Vorjahresumrechnung werden erfolgsneutral berücksichtigt. Im Rahmen einer konzerneinheitlichen Risikomanagementstrategie werden Währungsrisiken grundsätzlich abgesichert. Bewertungseinheiten werden entsprechend § 254 HGB gebildet und dokumentiert. Bei Deckung mit Termingeschäften erfolgt die Bewertung mit den entsprechenden Sicherungskursen. Forderungen und Verbindlichkeiten in gleicher Währung und mit annähernd gleicher Laufzeit werden, soweit sie sich betragsmäßig decken, zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode (kompensatorische Bewertung) angewendet. Der ineffektive Teil wird nach dem Imparitätsprinzip bilanziert. Dies hat zur Folge, dass positive Marktwerte in der Bilanz nicht ausgewiesen werden und für negative Marktwerte nur dann eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet wird, wenn sich aus der gebildeten Bewertungseinheit ein Negativüberhang ergibt oder bei einer offenen Position ein Verlust entsteht. V. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. In der Spalte "Veränderungen" werden alle Veränderungen des Anfangsbestandes aufgrund der Zu- und Abgänge des Konsolidierungskreises und aufgrund von Währungsumrechnungsdifferenzen ausgewiesen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den jeweiligen Positionen haben folgende Beträge eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr:
3. Aktive und passive latente Steuern Steuerabgrenzungsposten (aktiv und passiv) ergeben sich aufgrund von Bewertungsunterschieden in Handels- und Steuerbilanz, steuerlichen Verlustvorträgen sowie Konsolidierungsmaßnahmen, sofern sich die Differenzen in Zukunft ausgleichen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden unsaldiert ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt für inländische Gesellschaften mit Steuersätzen von 12 % - 13 % (Personenhandelsgesellschaften) oder 28 % - 33 % (Kapitalgesellschaften). Bei ausländischen Tochtergesellschaften werden die individuellen landesrechtlichen Steuersätze (11 % - 34 %) herangezogen. Der aktive Steuerabgrenzungsposten in Höhe von 164.027 T€ ergibt sich im Wesentlichen durch die Bildung latenter Steuern auf unterschiedliche Bewertungsansätze in der Handels- und Steuerbilanz (Pensionsrückstellungen, unterschiedliche Bewertungsansätze sowie Abschreibungsmethoden oder -dauern in Anlage- und Umlaufvermögen sowie sonstige Rückstellungen), steuerliche Verlustvorträge sowie durch Zwischenergebniseliminierungen in Anlage- und Vorratsvermögen. Die passiven latenten Steuern in Höhe von 14.032 T€ resultieren im Wesentlichen aus steuerlichen Sonderabschreibungen, unterschiedlichen Bewertungsansätzen in der Handels- und Steuerbilanz sowie dem nur steuerlich zulässigen Ansatz von Rücklagen (z.B. § 6b EStG).
4. Eigenkapital Der Eigenkapitalspiegel wird nach den Grundsätzen des DRS 22 erstellt. 5. Rückstellungen Wertpapiere des Anlagevermögens, welche der Finanzierung von Lebensarbeitszeitkonten dienen, wurden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den entsprechenden Rückstellungen in Höhe von 9.148 T€ saldiert (Verrechnung Planvermögen). Die Anschaffungskosten betrugen 8.186 T€. Deckungskapital zur Insolvenzsicherung von Lebensarbeitszeitkonten in Höhe von 4.335 T€ wurde mit den entsprechenden Rückstellungen in Höhe von 6.067 T€ verrechnet. Forderungen gegen Rückdeckungsversicherungen für Deferred Compensation wurden mit korrespondierenden Pensionsrückstellungen für rückgedeckte Deferred Compensation verrechnet (Verrechnung Planvermögen). Die historischen Anschaffungskosten und der beizulegende Zeitwert der verrechneten Forderungen gegen Rückdeckungsversicherungen betragen 11.565 T€. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsrückstellung für rückgedeckte Deferred Compensation entspricht dem Aktivwert aus der Rückdeckungsversicherung (11.565 T€). Aufwendungen und Erträge wurden in Höhe von 245 T€ verrechnet. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Gewährleistung, für ausstehende Rechnungen, für Vertragstrafen, für Langzeitkonten, für Tantiemen und Gratifikationen, für Gleitzeitüberhänge und für Abfindungen und Freistellungen (ohne Altersteilzeit). 6. Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten und die Aufgliederung der einzelnen Verbindlichkeitsposten nach ihrer Restlaufzeit sind in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Die Gesamtsumme der gewährten Sicherheiten für eigene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 5.587 T€, in Form verpfändeter Konten und Grundschulden. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf:
7. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Für ihre Geschäftstätigkeit setzt die Diehl-Gruppe Terminkontrakte ein, um Risiken im Zusammenhang mit Währungs- und Metallpreisschwankungen zu bewältigen, die sich zwischen dem Abschluss- und dem Erfüllungsdatum ergeben. Die Devisentermingeschäfte schließen die Gesellschaften mit der Diehl Stiftung & Co. KG ab. Diese wiederum schließt geeignete, im Wesentlichen betrags- und fristengleiche Kontrakte mit Banken. Der Einsatz dieser Kontrakte erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt internen Kontrollen und bleibt auf die Absicherung der Geschäftsvorfälle in Fremdwährung beschränkt. Das Nominalvolumen und die Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Der Marktwert von Devisen- und Warentermingeschäften errechnet sich auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Terminwertes für die jeweilige Restlaufzeit des Kontraktes im Vergleich zum kontrahierten Terminwert (Mark-to-Market-Methode). Zur Absicherung von Geschäftsvorgängen in Fremdwährung werden Devisentermingeschäfte eingesetzt und Bewertungseinheiten gebildet, die Risiken zum Bilanzstichtag in Höhe von 43 Mio € abdecken. Die Bewertung von Fremdwährungspositionen erfolgt im Rahmen von Mikro-, Makro- und Portfoliohedges. In die Bewertungseinheiten werden Fremdwährungsforderungen (239,4 Mio €), liquide Mittel (21,2 Mio €), Fremdwährungsverbindlichkeiten (119,5 Mio €), noch nicht in der Bilanz enthaltene fest kontrahierte Geschäfte (492,7 Mio €) sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen (1.503,4 Mio €) einbezogen. Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen betreffen hauptsächlich erwartete Aufträge oder Beschaffungsvorgänge. Gegenläufige Wertänderungen und Zahlungsströme dieser Grund- und Sicherungsgeschäfte werden sich im Wesentlichen bis Oktober 2025 voraussichtlich in voller Höhe ausgleichen. Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte unterliegen demselben Risiko. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko vollständig ausgleichen. Die prospektive Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag überwiegend mittels der Critical-Terms-Match-Methode festgestellt. Dabei wird sichergestellt, dass die wertbestimmenden Faktoren (Nominalwert, Laufzeit, Währung) bei Grundgeschäft und Sicherungsinstrument übereinstimmen. Die einzelnen Hedge-Beziehungen werden daher jeweils über die gesamte Sicherungsperiode als wirksam eingestuft. Gleiches gilt für die rückwirkende Ermittlung der bisherigen Wirksamkeit, auch hier wird überwiegend mittels Critical Terms Match nachgewiesen, dass alle wertbestimmenden Faktoren zwischen dem abgesicherten Teil der Grundgeschäfte und dem absichernden Teil der Sicherungsinstrumente übereinstimmen. In diesen Fällen kann keine bilanziell relevante Unwirksamkeit bezogen auf die Bewertungseinheiten entstehen. Die Metallpreisrisiken aus Metallbeschaffungs- und Metallabsatzverträgen (schwebende Geschäfte) resultieren aus der Veränderung der Preise für Primärmetalle, Schrotte und erstellter Halbzeuge zwischen Kontrahierungs- und Erfüllungszeitpunkt. Ein- und Verkaufskontrakte, die nicht durch physische Gegengeschäfte abgedeckt sind, werden mit entsprechenden Börsenpositionen gesichert. Zur Absicherung der Metallpreisrisiken (schwebende Geschäfte) werden Rohstofftermingeschäfte (Futures und Forwards) abgeschlossen. Im Rahmen der Bewertung werden sowohl Mikro- als auch Portfoliohedges gebildet. Die in den Portfoliohedges zusammengefassten Grundgeschäfte weisen hochgradig homogene Risiken auf. Bei den Sicherungsgeschäften wird die Vertragsmenge jeweils so gewählt, dass sie mit der Vertragsmenge der Grundgeschäfte - bezogen auf die jeweiligen Primärmetallinhaltsanteile - übereinstimmt. Grund- und Sicherungsgeschäfte werden mit den folgenden Marktwerten (Terminwert zum Bilanzstichtag im Vergleich zum kontrahierten Terminwert) in die Bewertungseinheiten einbezogen:
Für die Bewertungseinheiten sind die Wertänderungen der schwebenden Absatz- und Beschaffungsgeschäfte über einen Zeitraum von bis zu 12 Monaten gesichert. Die gegenläufigen Wertänderungen dieser Grund- und Sicherungsgeschäfte werden sich über die nächsten 12 Monate voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen. Die Messung der Effektivität der gebildeten Bewertungseinheiten erfolgt mit Hilfe der "Dollar-Offset-Methode" in kumulierter Form unter Berücksichtigung vorgegebener Risikolimits. Bei der "Dollar-Offset-Methode" werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsgeschäfte ab dem Designierzeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der "Dollar-Offset-Test" wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt. Zum Bilanzstichtag wurden Rückstellungen in Höhe von 16 T€ gebildet. Die Höhe der mit Mikro bzw. Portfoliohedges abgesicherten Risiken beträgt 0,5 Mio €, d.h. in dieser Höhe wurden zum Abschlussstichtag negative Wertänderungen vermieden. In die Bewertungseinheiten wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen im Volumen von 9,8 Mio € einbezogen. 8. Haftungsverhältnisse Zum Stichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von 40,4 Mio € (Vj. 43,3 Mio €) sowie aus Gewährleistungsverträgen in Höhe von 30,9 Mio € (Vj. 89,4 Mio €). Gegenüber assoziierten Unternehmen bestanden zum Stichtag Haftungsverhältnisse in Höhe von 33,2 Mio € (Vj. 34,3 Mio €). Aufgrund der bisherigen Geschäftsentwicklung der einzelnen Gesellschaften, zu deren Gunsten die Haftungsverhältnisse bestehen, ist mit einer Inanspruchnahme aus den ausgewiesenen Haftungsverhältnissen nicht zu rechnen. Mittelbare Pensionsverpflichtungen werden nicht in der Konzernbilanz ausgewiesen. Der entsprechende Fehlbetrag gegenüber verbundenen, nicht konsolidierten Unternehmen ist in den Haftungsverhältnissen (Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen) in Höhe von 2,4 Mio € (Vj. 2,8 Mio €) enthalten. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Aus längerfristigen Verträgen bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 407,1 Mio €. Diese betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, preislich noch nicht fixierte Mengenkontrakte für Metall (Einkauf), Verpflichtungen aus Bestellobligo, Verpflichtungen aus Warentermingeschäften (Metall), Offsetverpflichtungen sowie Rückzahlungsverpflichtungen von Entwicklungskostenzuschüssen. Gegenüber assoziierten Unternehmen bestanden zum Stichtag sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 0,3 Mio € (Vj. 38,9 Mio €). VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
Der Auslandsumsatz wird überwiegend im europäischen Ausland, in China sowie in Nordamerika erzielt. 2. Sonstige betriebliche Erträge Enthalten sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 13,4 Mio € (Vj. 7,0 Mio €). 3. Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung erfolgten in Höhe von 0,4 Mio €. Davon betroffen ist hauptsächlich der Posten Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in der Gewinn- und Verlustrechnung. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 12,4 Mio € (Vj. 4,8 Mio €) sowie sonstige Steuern in Höhe von 5,5 Mio € (Vj. 5,3 Mio €) enthalten. 5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge / Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthält Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 2,0 Mio € (Vj. 0,8 Mio €). Im Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 21,7 Mio € (Vj. 56,6 Mio €) enthalten. 6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Hierunter ausgewiesen sind die Körperschaftsteuer, die Gewerbeertragsteuer, latente Ertragsteuern sowie vergleichbare ausländische Ertragsteuern. 7. Periodenfremde Erträge / Aufwendungen Periodenfremde Erträge entstanden in Höhe von 97,7 Mio €. Diese resultieren überwiegend aus Erträgen aus Auflösung nicht in Anspruch genommener Rückstellungen. Periodenfremde Aufwendungen entstanden in Höhe von 7,7 Mio €. Diese resultieren überwiegend aus Aufwendungen für Steuern der Vorjahre. 8. Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung Im Geschäftsjahr traten keine Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und Bedeutung auf. VII. Sonstige Angaben1. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Kommanditgesellschaft Diehl Stiftung & Co. KG, Nürnberg, erfolgt durch deren Komplementärin Diehl Verwaltungs-Stiftung, Nürnberg. Deren gesetzliche Vertreter sind die Mitglieder des Vorstandes:
2. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung wird nach den Grundsätzen des DRS 21 in Form der indirekten Methode erstellt. Der Finanzmittelbestand besteht aus Kassenbeständen und Bankguthaben nach Abzug jederzeit fälliger Verbindlichkeiten. Die Auszahlungen an Gesellschafter enthalten Ausschüttungen an fremde Anteilseigner sowie die im Wesentlichen im Rahmen der Steuerveranlagung der Gesellschafter der Diehl Stiftung & Co. KG erfolgten Entnahmen. 3. Mitarbeiter
4. Angaben zu Abschlussprüferhonoraren
5. Nachtragsbericht Zwischen dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 und dem 6. April 2023 sind bei den in den Teilkonzernabschluss einbezogenen Gesellschaften keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens gehabt hätten. 6. Angaben gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands belaufen sich im Berichtsjahr auf 10.174 T€. Die Bezüge ehemaliger Mitglieder des Vorstands und ihrer Hinterbliebenen betragen 1.035 T€, die Pensionsrückstellungen gegenüber diesem Personenkreis betragen 14.764 T€. 7. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Diehl Stiftung & Co. KG, Nürnberg, wird in den Konzernabschluss der Diehl Verwaltungs-Stiftung, Nürnberg, einbezogen, welcher beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und im Bundesanzeiger bekannt gemacht wird. 8. Ergebnisverwendung der Diehl Stiftung & Co. KG Das Jahresergebnis von 24.764 T€ wird satzungsgemäß in Höhe von 11.690 T€ zum Ausgleich der Verlustsonderkonten der Gesellschafter im Eigenkapital verwendet. Der verbleibende Betrag wird zu gleichen Teilen den Rücklagen zugeführt und den Gesellschaftern gutgeschrieben. 9. Besondere Vorschriften für Personenhandelsgesellschaften Folgende Personenhandelsgesellschaften sind durch den Einbezug in den Konzernabschluss und durch die Offenlegung des Konzernabschlusses von der Offenlegungspflicht ihrer Jahresabschlüsse gemäß § 264b HGB befreit:
Außerdem sind folgende Kapitalgesellschaften von der Offenlegung ihres geprüften Jahresabschlusses gemäß § 264 Abs. 3 HGB befreit:
Nürnberg, den 6. April 2023 Diehl Stiftung & Co. KG Die Geschäftsführung
Diehl Verwaltungs-Stiftung Dr. Klaus Richter Jürgen Reimer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS DES KONZERNS (T€)
ANTEILSBESITZ DES KONZERNS ZUM 31. DEZEMBER 2022
RESTLAUFZEITEN DER VERBINDLICHKEITEN DES KONZERNS ZUM 31. DEZEMBER 2022
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022DER DIEHL STIFTUNG & CO. KG
Der Finanzmittelbestand wurde um 21,6 Mio € (31.12. VJ 9,6 Mio €) jederzeit fälliger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderer kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten reduziert. Entwicklung des Konzern-Eigenkapitalsder Diehl Stiftung & Co. KG
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Diehl Stiftung & Co. KG, Nürnberg Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Diehl Stiftung & Co. KG, Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Diehl Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 3. Mai 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Thorsten Dzulko, Wirtschaftsprüfer ppa. Harald Hofmeister, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 03.05.2023 gebilligt. |
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