Albomed GmbH
Hildebrandstraße 11, 90592 Schwarzenbruck, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nico Frankenstein seit 15.5.2024 | Prokura |
Stefan Huber seit 8.5.2018 | Prokura |
Sven Reese seit 16.6.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (5)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 61.00% | |
S***** H**** | 9.00% |
S*** R**** | 8.50% |
Ungelöste Beteiligungen (1)
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
6 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 6 angezeigt
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Albomed GmbHSchwarzenbruckJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FüR DAS GESCHäFTSJAHR 2023ALBOMED GMBHA. Grundlagen des Unternehmens Die ALBOMED GmbH wurde im Jahr 1999 in Unna, Nordrhein-Westfalen, gegründet und ist im Jahr 2015 nach Schwarzenbruck in Bayern umgezogen. Das Unternehmen produziert sterile Medizinprodukte für die Bereiche Ophthalmologie und Orthopädie. Hierbei liegt der Fokus auf der Herstellung als Lohnhersteller für Händler und Vertriebsunternehmen. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich im B2B. Mittels des ausgeprägten internationalen Netzwerkes werden die Produkte in weltweit über 48 Länder exportiert. Unter den Kunden befinden sich lokale, nationale Händler, nationale und internationale Hersteller von Medizinprodukten, Pharmakonzerne oder auch Apotheken. Unser Entwicklungsfokus bezieht sich auf innovative neue Produkte im Bereich von Gelen aus Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC) und Hyaluronsäure (HA), um so ein möglichst weites Spektrum an Anwendungen abdecken zu können. Die Forschung und Entwicklung findet sowohl Inhouse als auch in Kooperation mit wie z.B. Universitäten oder im Auftrag Dritter statt. Diesen bereits seit mehreren Jahren erfolgreich eingeschlagenen Kurs wollen wir auch in den kommenden Jahren so fortschreiten, da er maßgeblich zu dem Erfolg unseres Unternehmens beigetragen hat. Hierzu investieren wir massiv in den Ausbau der Fertigung und Sicherung des Standortes Unna. Als privat geführtes kleines mittelständisches Unternehmen fühlen wir uns besonders unseren Mitarbeitern stark verbunden. Wir investieren in die Weiterbildung unserer Mitarbeiter und bieten ihnen Unterstützung, um ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Kompetente und engagierte Mitarbeiter sind eine wichtige Grundlage für den Erfolg unseres Unternehmens. Auch fühlen wir uns den kommenden Generationen verpflichtet und sind daher u.a. zusätzlich zu den Zulassungsnormen freiwillig nach DIN ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert. B. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das weltweite Wirtschaftswachstum ist aufgrund von Kriegen, Sanktionen und Handelskonflikten im vergangenen Jahr etwas zurückgegangen und liegt laut IFW nun bei ca. 3,2% (Vorjahr 3,6%). In Deutschland fiel das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in 2023 auf 0,3% (Vorjahr +1,6%). Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2023 sehr durchwachsen. Ein wiederkehrender Wachstumstrend nach den vergangenen Covid-Jahren konnte aufgrund von Inflation, gestiegenen Zinsen, unstabiler Lieferketten usw. nicht festgestellt werden. Die Entwicklung im Bereich der Medizintechnik weist einen Zuwachs über dem allgemeinen gesamtwirtschaftlichen Wachstum auf. Die Branche ist im vergangenen Jahr mit 4,1% pro Jahr stärker gewachsen als die deutsche Volkswirtschaft und hat einen prognostizierten Zuwachs in 2024 von 5,4%. Allerdings sinkt die Profitabilität der Branche aufgrund der angespannten Lage in den diversen Gesundheitssystemen der Welt. Der Export spielt bei der Branche, der wiederum unter möglichen Handelskonflikten leiden kann, eine wichtige Rolle für die europäischen Hersteller. Gemessen am Gesamtumsatz der Branche macht das im Bereich Export ca. 67% aus und konnte 2023 sogar noch etwas ausgebaut werden. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen spielen für unser Unternehmen jedoch eine geringere Rolle als die branchenbezogenen, regulatorischen und demografischen Entwicklungen. Die steigende Lebenserwartung international betrachtet und die durch Migration wachsende Bevölkerung in Europa verändern die Gesundheitsversorgung. Auch haben weltweit immer mehr Personen Zugang zu medizinischer Versorgung. In Deutschland zum Beispiel ergeben sich dadurch für die ALBOMED GmbH sowohl neue Chancen als auch neue Herausforderungen. Laut Prognose des statistischen Bundesamtes wird die Bevölkerung in 2030 bei ca. 79,2 Mio. liegen. Die über 65-Jährigen bilden dabei den am schnellsten wachsenden Bevölkerungsanteil, der bis 2030 mit einem Anteil von ca. 21 Mio. um 23% wachsen wird. Diese Faktoren tragen unserer Ansicht nach zu einer steigenden Nachfrage nach medizinischen Leistungen bei und erhöhen den Kostendruck auf die Gesundheitssysteme. Während sich die Entwicklung des weltweiten Geschäftsklimas für das Jahr 2024 stabil andeutet, könnten die geänderten regulatorischen Rahmenbedingungen zu einer abflachenden Entwicklung im Bereich der Medizintechnik tendieren. Mit der EU-Verordnung für Medizinprodukte (Medical Device Regulation, "MDR"), die am 25. Mai 2017 in Kraft getreten ist und deren Übergangsfristen zwischenzeitlich mehrmals verlängert wurde, hat das Medizinprodukterecht in Europa eine grundlegende Revision erfahren. Die neue Regelung löst im Mai 2024 alle bisher geltenden entsprechenden Länderrichtlinien in der EU ab. Für Hersteller von Medizinprodukten enthält sie vielfältige zusätzliche und striktere Vorschriften, insbesondere bezüglich der Anforderungen an die klinische Entwicklung, technische Dokumentation und Marktüberwachung der Produkte. Dies erfordert zusätzliche Anstrengungen und Aufwand für die in diesem Markt tätigen Unternehmen, erhöht zugleich die Kosten als auch die Markteintrittsbarriere für eventuelle neue Anbieter. C. Analyse des Geschäftsverlaufs Umsatzentwicklung Der Umsatz der ALBOMED GmbH konnte im Jahr 2023 erneut gesteigert werden und ist um einen zweistelligen Prozentbetrag gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Das geplante Umsatzziel für 2023 wurde bereits Ende Oktober erreicht. Die Umsatzentwicklung der ALBOMED überstieg im vergangenen Jahr den Branchenwert aus Punkt B. Hierbei verlief der Zuwachs in den Hauptgeschäftsbereichen relativ analog. Der Bereich Ophthalmologie erzielte 60% (Vorjahr 62%) und der Bereich Orthopädie 39% (Vorjahr 38%) des Gesamtumsatzes. Der Zuwachs ist sowohl auf die Gewinnung von Neukunden als auch auf den Ausbau bzw. auf das Bestandsgeschäft sowie die Produktzulassung in weiteren Ländern zurückzuführen. Vor dem Hintergrund der geschilderten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung verlief die Umsatzsteigerung ohne größere saisonale Schwankungen, wie z.B. ein Sommertief, auf einem konstanten Niveau und vergleichbar mit früheren Betrachtungszeiträumen. Es konnten sowohl die nationalen Lieferungen als auch die Exporte im Jahr 2023 gesteigert werden. Der Exportanteil lag im Geschäftsjahr 2023 bei 71,2% (Vorjahr 70,8%), gemessen am Gesamtumsatz. Die Exportrate stieg im Jahr 2023 um 19% und somit deutlicher an als der nationale Zuwachs. Die Umsatzentwicklung verlief sehr positiv und analog der Produktion. Es ist allerdings zu berücksichtigen, dass nationale Kunden bedient wurden, welche eine 100%ige Exportquote haben. Unter Berücksichtigung dieser wird von einer Exportquote von etwa 80% ausgegangen. Hierbei liegt die ALBOMED GMBH etwas über dem allgemeinen Trend in der Medizintechnik, welcher einen hohen Exportanteil widerspiegelt. Der Umsatz wurde ausschließlich in Euro oder Dollar fakturiert, wobei der Euroanteil über 98% betrug. Daher ist das Risiko von Währungsverlusten sehr gering. Produktion Die positive Umsatzentwicklung ist auf Einmaleffekte sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung des Kundenstammes zurückzuführen. Dies zeigt sich im deutlichen Mengenwachstum der Fertigung wider. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Ausbringungsmenge insgesamt in Stück um 43,8% (Bereich Ophthalmologie 7,4%, Bereich Orthopädie 38,4%) gestiegen. Zur Optimierung der Abläufe wurde in die weitere Automatisierung investiert und damit die Kapazität im Vergleich zum Vorjahr nochmals erhöht. Beschaffung / Materialwirtschaft Durch die Steigerung in der Produktion ist auch die Menge des eingesetzten Rohmaterials gestiegen, das gilt sowohl für das Rohmaterial als auch die Komponenten, welche zugekauft werden. Die Materialkostenquote konnte nach einem deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise im Vorjahr um 2,6% von 47,2 % im Jahr 2022 auf 44,6% Jahr 2023 gesenkt werden. Personal Der Personalaufwand ist durch die Erhöhung von Umsatz bzw. Produktionsmenge um 389t. Euro in 2023 gestiegen. Dabei ist der Personaleinsatz hauptsächlich im Bereich der Produktion und Logistik erhöht worden, während im Verwaltungsbereich die Personalkosten stabil blieben. Derzeit sind im Durchschnitt 46 Mitarbeiter (inkl. Freelancer und Zeitarbeiter) bei der ALBOMED GmbH beschäftigt. Gemessen am gestiegenen Umsatz liegt die Personalkostenquote bei 8.4% (Vorjahr 9,4%). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die umsatzabhängigen Positionen wie z.B. die Logistikkosten sind ebenso gestiegen wie die mit den technischen Optimierungsmaßnahmen verbundenen Aufwendungen. Insgesamt haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 9% in 2023 erhöht. Im Rahmen der Digitalisierung wurden weitere Softwaresysteme in den Bereichen Regulatory Affairs, Qualitymanagement und Human Resources implementiert. Auch wurde in dem Geschäftsjahr das ERP-System von einer serverbasierten Version aus 2014 mit einer neuen Cloud-Version upgedatet, um die gestiegenen Anforderungen abzubilden. D. Analyse der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Vermögenslage Die Bilanzsumme der ALBOMED GmbH betrug im Berichtsjahr 22,1 Mio. Euro (Vorjahr 16,8 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug 82% (Vorjahr 86%). Das Anlagevermögen stieg 2,6 Mio. Euro an. Aufgrund der erhöhten Geschäftstätigkeit lag das Vorratsvermögen zum Ende des Berichtsjahres mit 5,1 Mio. Euro um 23% höher als das Vorratsvermögen zum Ende des Vorjahres. Im Vergleich zur Umsatzsteigerung fiel der Anstieg beim Vorratsvermögen geringer aus. Finanzlage Die Finanzlage der ALBOMED GmbH ist weiterhin auf einem stabilen Niveau. Die ALBOMED GmbH arbeitet im Bereich Finanzen mit drei unabhängigen deutschen Banken zusammen. Deren jährliches Ranking bescheinigt der ALBOMED eine sehr solide Finanzstruktur mit einem sehr guten Ranking. Für das vergangene Geschäftsjahr konnten auf Guthaben bei Banken nach den letzten Jahren der Nullzinsphase dieses Jahr wieder Zinsgewinne in der Höhe von über 40t. Euro erwirtschaftet werden. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten Verbindlichkeiten für Investitionen am Standort Otto-Brenner-Straße in Unna in Höhe von 237t Euro, sowie ein weiteres kleineres Darlehn in Höhe von 52t Euro vollständig getilgt werden. Für den Neubau wurden Kredite in Höhe von 4,52 Mio. Euro aufgenommen, welche allerdings erst im Jahr 2024 zur Auszahlung kommen. Im Rahmen des Neubaus in Unna wurden bereits Anzahlungen für Maschinen und Equipment in Höhe von 4,06 Mio. Euro geleistet. Größere Forderungen gegenüber Debitoren mussten, z.B. wegen Insolvenz derer, im Berichtszeitraum nicht abgeschrieben werden. Ertragslage Das Jahresergebnis der ALBOMED GmbH konnte nach einem positiven Jahresergebnis in 2022 nochmals gesteigert werden. Die Gründe dafür liegen u.a. darin, dass das Umsatzwachstum in risikobehafteten Märkten weiter stabil blieb, sich Neukunden gut entwickelten und sich bei relativ konstanten Fixkosten höhere Umsätze mit günstigerem Aufwand entwickelten. Zum anderen wurden Abläufe effizienter gestaltet, so dass die variablen Kosten wie Anlagen- und Personalkosten nicht im vergleichbaren Maße gestiegen sind wie die Umsätze. E. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag am 31.12.2023 haben sich keine weiteren Umstände ergeben, die noch im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 zu berücksichtigen gewesen wären. F. Analyse der Chancen und Risiken Durch die fortlaufende Optimierung von technischen, organisatorischen Abläufen und dem Ausbau der Digitalisierung streben wir eine weitere Steigerung der Effektivität an, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Hier haben wir bereits Maßnahmen ergriffen, die zu Effizienzsteigerungen führen sollen. Basierend auf diesen verbesserten Strukturen und Abläufen werden wir weiterhin in die Neukundenakquise und den Ausbau der Länderzulassungen investieren. Zukünftige Investitionen im kommenden Jahr werden darauf abzielen, die Produktionskapazitäten kontinuierlich zu erweitern, um etwaigen Margenreduzierungen durch steigende Stückzahlen entgegenzuwirken. Hierzu wird eine neue Produktionslinie für Sterilprodukte in Deutschland aufgebaut und weiter die Optimierung logistischer Abläufe zwischen den Standorten optimiert. Risiken für die zukünftige Entwicklung Die Produkte der ALBOMED GmbH werden weltweit vertrieben, hauptsächlich durch lokale Partner in den Vertriebsgebieten. Daher könnten globale wirtschaftliche und politische Entwicklungen die Absatzsituation negativ beeinflussen. Diese Rahmenbedingungen sind schwer vorherzusagen und kaum zu beeinflussen. Aktuell geht die Welt aufgrund von Krisen und Kriegen eher von einem pessimistischen Szenario aus. Auch zeichnet sich ein Rückgang des freien Handels ab und der Protektionismus nimmt stetig zu. Unsere Reaktion darauf wird von einer engmaschigen Beobachtung in ihrer Entwicklung abhängen, um rechtzeitig auf mögliche Veränderungen und Umsatzrückgänge reagieren zu können. Ähnliches gilt für die Entwicklung der Zulassungs- bzw. Registrierungsvorschriften weltweit. Die Anforderungen und die damit verbundenen Kosten der Zulassungen steigen sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU kontinuierlich an. Dies könnte zu weiteren Verzögerungen bei der Zulassung führen und im schlimmsten Fall bewährte Produkte aus dem Markt nehmen, was zu einem Versorgungsvakuum führen könnte. Der EU-Rat ist sich dieser Problematik bereits bewusst, allerdings gibt es noch keine konkreten Maßnahmen um hier gegenzusteuern. Nach Lieferengpässen und teilweise Rohstoffpreisexplosionen in den vergangenen Jahren haben sind die Preise für Rohstoffe und Betriebsbedarf wieder etwas entspannt. Auf der Vertriebsseite ist mit einem zunehmenden Wettbewerbs- und Preisdruck zu rechnen. Daher ist eine zeitgerechte Belieferung und persönliche Kundenbetreuung entscheidend für eine stabile Kundenbindung. Derzeit gehen wir noch von stabilen Verkaufspreisen für das Jahr 2024 aus. Durch kontinuierliche Verbesserungen und den Ausbau von effizienteren Strukturen streben wir an, die preisliche und qualitative Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Insgesamt halten wir die Risiken und finanziellen Auswirkungen für beherrschbar, insbesondere durch das implementierte Risikomanagement in unserem Qualitätsmanagementsystem. G. Prognose der zukünftigen Entwicklung Umsatzentwicklung / Produktion Da sich die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland sowie auch in anderen Ländern und in der weltweiten Gesundheitsbranche aus heutiger Sicht abflauen wird und Risiken wie Inflation, Rohstoffkosten, Bürokratie und Fachkräftemangel schwer zu bewerten sind, haben wir für das Folgejahr nur geringe Umsatzzuwächse eingeplant. Das DIW geht in Ihrer Prognose für 2024 wieder von einem BIP von 0,3% (im Vorjahr 2023 0,2%) aus. Eine deutlichere Steigerung wird erst wieder für 2025 prognostiziert. Für das kommende Geschäftsjahr planen wir derzeit aufgrund der beschriebenen Risiken eine Umsatzsteigerung entsprechend dem allgemeinen Wirtschaftswachstum der Branche. Um die steigenden regulatorischen Anforderungen und wachsenden Produktionsmengen entsprechend bewältigen zu können, baut die Albomed aktuell die Struktur, u.a. mit einer neuen Produktionslinie für Sterilprodukte, in Deutschland aus welche voraussichtlich ab Ende 2024 fertiggestellt wird. Beschaffung / Materialwirtschaft Durch die steigenden regulatorischen Anforderungen im Bereich der Medizintechnik und Pharmazie ist mit Preiserhöhungen bei den Rohstoffen in den kommenden Jahren zu rechnen. Die Weiterreichung der erhöhten Kosten ist derzeit nur sehr bedingt möglich. Forschung und Entwicklung Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, arbeiten wir fortlaufend an der Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Produkte. Unser Ziel ist es sowohl die Leistung, Handhabung und Sicherheit bestehender Produkte zu optimieren als auch neue Produktvarianten zu entwickeln. Dies beinhaltet sowohl Fortschritte in bestehenden Marktsegmenten als auch die Zusammenarbeit mit Partnern in anderen Bereichen, um neue Entwicklungen voranzutreiben. Die steigenden Kosten für Forschung und Entwicklung, einschließlich Investitionen in universitäre Partnerschaften, betrachten wir als eine lohnende und zukunftssichere Investition. Personal Die Infrastruktur wurde den steigenden Anforderungen und dem damit verbundenen Aufwand im Jahr 2023 bereits angepasst. Um zukünftig die neuen Aufgaben bewältigen zu können, insbesondere mit dem Aufbau und Inbetriebnahme der neuen Fertigungslinie, werden wir 2024 weitere Mitarbeiter in den entsprechenden Fachabteilungen einstellen. Sonstige betriebliche Aufwendungen Im letzten Jahr sind unsere Ausgaben unter anderem für Messen, Kongresse und Medical Writing weiter angestiegen. Zusätzlich müssen wir mit weiter steigenden Softwarekosten für die Erweiterung unserer Automatisierungs- und Digitalisierungsprojekte rechnen. Diese Investition betrachten wir als einen wichtigen Schritt in die Zukunft, da sie dazu beiträgt, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Marke zu erhalten und sogar im Bereich der medizinischen Öffentlichkeitsarbeit auszubauen. Ertragsentwicklung Für das laufende Geschäftsjahr 2024 erwarten wir erneut ein stabiles Ergebnis. Unser Ziel ist es, das positive Ergebnis aus dem Vorjahr 2023 zu festigen. Wir sind zuversichtlich, dass die ALBOMED GmbH auf einer soliden Basis steht, welche wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen können. Die Investition in die Zukunft durch eine neue Fertigungslinie wird sich im Aufwand z.B. bei Personalkosten 2024 widerspiegeln und zu steigenden Kosten führen. Diese geplanten Kosten sind in Abhängigkeit mit dem Projektfortschritt und werden voraussichtlich im Quartal 4 anfallen. Dies sehen wir aber als den richtigen Schritt zum richtigen Zeitpunkt, da hiermit der weitere erfolgreiche Fortbestand gesichert wird. Unsere vielfältige Kundenstruktur, das breite Produktspektrum und unsere Investitionen in Personal und Infrastruktur legen den Grundstein dafür das volle Potenzial des Marktes zu nutzen.
Schwarzenbruck, 30.04.2024 Sven Reese Peter Halfwassen Quellen: 1. DeStatis, Statistisches Bundesamt - www.destatis.de 2. BvMed - www.bvmed.de 3. Roland Berger | Global MedTech 2023 BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang 2023der Albomed GmbH, 90592 SchwarzenbruckA. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss auf den 31.12.2023 Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Schwarzenbruck und ist unter der Nummer HRB 31852 im Handelsregister beim Amtsgericht Nürnberg eingetragen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Albomed GmbH ist entsprechend den handelsrechtlichen und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt worden. Die Albomed GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne § 267 Abs. 2 HGB. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß § 242 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden die Gliederungsvorschriften nach § 266 und § 275 HGB in Anspruch genommen. Die Form der Darstellung, insbesondere der Gliederung des Jahresabschlusses, entspricht den gesetzlichen Regelungen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. B. Angaben zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Es sind keine Umstände erkennbar, die dazu führen, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild nicht vermittelt (§ 264 Abs. 2 HGB). Die Angabe der Werte der Bilanz zum 31.12.2023 entspricht in ihrer Zusammensetzung und Ermittlung denen zum 31.12.2022. Insofern sind die Beträge vergleichbar und keine Anpassungen erforderlich gewesen. Gliederung und Bewertung erfolgten entsprechend den Vorschriften des HGB. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert zum Vorjahr angewendet. Aktiva: Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anlagengegenstände werden entsprechend der geschätzten betriebsindividuellen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs direkt in voller Höhe abgeschrieben. Bei den Finanzanlagen sind die Wertpapiere zu Anschaffungskosten bewertet. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschlägen Rechnung getragen. Wertabschläge haben sich im Berichtsjahr nicht ergeben. Der Ansatz von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten; alle erkennbaren Einzelrisiken und das allgemeine Kreditrisiko werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Einzelrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weiterhin eine Pauschalwertberichtigung des Forderungsbestandes vorgenommen. Die Bewertung der liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten. Ausgaben, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt. Die Gesellschaft macht von ihrem Wahlrecht Gebrauch und verzichtet auf einen Ansatz von aktiven latenten Steuern. Aus der Bewertung des Anlagevermögens resultieren geringfügige Bewertungsunterschiede im Vergleich zur Steuerbilanz. Passiva: Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. C. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Das Anlagengitter gemäß § 268 Abs. 2 HGB ist dem Anhang beigefügt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben im Wesentlichen Restlaufzeiten von weniger als einem Jahr. Lediglich die Forderungen gegen Gesellschafter haben eine Restlaufzeit mehr als einem Jahr. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Beträge vorhanden, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen. Zum 31.12.2023 bestehen Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von 212.278 EUR. Mit Darlehensvertrag vom 23.12.2019 wurde dem Geschäftsführer ein Darlehen in Höhe von 200.000 EUR gewährt. Die Tilgung erfolgt durch Ausschüttungen, hiervon werden jeweils 80% zur Tilgung des Darlehens verwendet. Der Stand des Darlehens zum 31.12.2023 beträgt 53.646 EUR. Rechnungsabgrenzungsposten Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist kein Disagio enthalten. Eigenkapital Das im Handelsregister eingetragene gezeichnete Kapital beträgt 50.000,00 EUR. Sonstige Rückstellungen Bei den unter der Bilanzposition "Sonstige Rückstellungen" bilanzierten Beträgen handelt es sich im Wesentlichen um eine Rückstellung für erhaltene Zuschüsse, Gewährleistungen sowie Jahresabschlusskosten. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.
Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von 1.100.000 EUR durch Grundschulden besichert. Unter der Position "sonstige Verbindlichkeiten" sind keine Beträge für Verbindlichkeiten ausgewiesen, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen (§ 268 Abs. 5 Satz 3 HGB). Haftungsverhältnisse Es bestehen keine Haftungsverhältnisse i.S.d. § 251 HGB. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Es wurde von der Erleichterungsvorschrift des § 276 Satz 1 HGB Gebrauch gemacht, wonach in der Gewinn- und Verlustrechnung die Positionen 1 bis 5 des verbindlichen Gliederungsschemas des § 275 Abs. 2 HGB zum Posten Rohergebnis zusammengefasst werden dürfen. Bezüglich der Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen sowie nach geographisch bestimmten Märkten beziehen wir uns auf die Erleichterungen nach § 288 Satz 2 HGB. Wesentliche außergewöhnliche oder periodenfremde Erträge und bestehen nicht. Wesentliche außergewöhnliche oder periodenfremde Aufwendungen bestehen nicht. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten Nachzahlungen für Vorjahre in Höhe von 113.193 TEUR. E. Nachtragsbericht Zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Jahresabschlusses sind keine wertbegründenden Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. F. Sonstige Angaben Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 32 Mitarbeiter beschäftigt. Prüfungs- und Beratungsgebühren Auf die Angabe der Prüfungs- und Beratungsgebühren wird unter Anwendung der Vorschriften des § 288 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB i.V.m. § 285 Nr. 17 HGB verzichtet. Geschäftsführung Zum Geschäftsführer sind Herr Peter Halfwassen, Kaufmann, sowie Sven Reese, Betriebswirt, bestellt. Bezüglich weiterer Angaben, insbesondere der Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung, beziehen wir uns auf die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB.
Schwarzenbruck Peter Halfwassen, Geschäftsführer Sven Reese, Geschäftsführer Anlagespiegel zum 31. Dezember 2023Albomed GmbH
sonstige Berichtsbestandteile
gez. Sven Reese Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 08.04.2024 festgestellt. BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERSAn die Albomed GmbH, Schwarzenbruck Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Albomed GmbH, Schwarzenbruck, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Albomed GmbH, Schwarzenbruck, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht der Albomed GmbH für das vorherige, am 31.12.2022 endende Geschäftsjahr, die Grundlage für die Vergleichsangaben im Jahresabschluss und Lagebericht zum 31.12.2023 sind, wurden nicht geprüft. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lünen, den 14. August 2024 ANT
Revision GmbH
Anna Trillmann, Wirtschaftsprüferin |
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