Valeo GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Fritz seit 4.7.2025 | Prokura |
Pawel Kolodziejczyk seit 27.3.2025 | Prokura |
Maike Weyh seit 2.10.2024 | Prokura |
Steffen Bauersachs seit 2.10.2024 | Prokura |
Jens Meyer seit 17.3.2020 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Valeo Holding Netherlands B.V. | 87.92% |
Equipement 11 43 rue Bayen | 10.00% |
Valeo Japan Co., Ltd. | 2.08% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Valeo Klimasysteme GmbHRodachJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31.12.2014(Vorjahr zum Vergleich)Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 2014I. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der Valeo Klimasysteme GmbH, Bad Rodach, für das Geschäftsjahr 2014 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und nach den Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die zum 01.08.2000 erworbene Betriebsstätte in Schweden wird seitdem in den Abschluss der Gesellschaft einbezogen. Diese Betriebsstätte besitzt ein eigenes Buchhaltungssystem, welches in der Währung SEK geführt wird. Die Umrechnung für den Jahresabschluss wurde mit dem von der Deutschen Bank am 31.12.2014 veröffentlichten Devisenkassamittelkurs durchgeführt. II. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr beibehalten. 1. Bilanz Hinsichtlich der Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2014 und dessen Zusammensetzung zum 31. Dezember 2014 verweisen wird auf die Anlage zum Anhang. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über einen Zeitraum von bis zu fünf Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. den Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend unserer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, angesetzt. Lieferantenskonti werden als Anschaffungskostenminderung berücksichtigt. In die Herstellungskosten gehen die gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB aktivierungspflichtigen Einzelkosten sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens ein. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen bei Geschäfts- und Wohnbauten linear über 50, 40, 33 und 25 Jahren. Nur bei den Zugängen ab 1. Oktober 1981 wird planmäßig mit den gestaffelten Sätzen nach § 7 EStG über 50 Jahre sowie bei den Zugängen bei Geschäfts- und Fabrikbauten ab 1. Oktober 1985 bis 31. Dezember 1990 mit den gestaffelten Sätzen nach § 7 Abs. 5 EStG über 25 Jahre abgeschrieben. Bei den übrigen Bauten (in Leicht- und Massivbauweise) und bei den Außenanlagen erfolgen die planmäßigen Abschreibungen linear überwiegend innerhalb von 8 bis 33 Jahren. Technische Anlagen und Maschinen werden in längstens 21 Jahren, andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung überwiegend in 8 bis 19 Jahren degressiv mit 20 % p.a. sowie für Zugänge vom 31.12.2005 bis 31.12.2007 mit 30% p.a. abgeschrieben. Von der degressiven Methode wird auf die lineare übergegangen, sobald dies zu höheren Abschreibungen führt. Für alle Zugänge ab dem 01.01.2008 wird nur noch die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Zugänge an Geräten der Bürokommunikation werden in sieben bis elf Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungsbeträge werden für Zugänge zeitanteilig ermittelt. Betragen die Anschaffungskosten zwischen 150 Euro und 1.000 Euro werden seit dem 01.01.2008 Sammelposten gebildet, welche mit 20% jährlich über 5 Jahre abgeschrieben werden. Die Unterschiedsbeträge zwischen den handelsrechtlichen Abschreibungen und den in Vorjahren vom Rechtsvorgänger in Anspruch genommenen steuerrechtlichen Sonderabschreibungen werden als Wertberichtigungen zum Anlagevermögen unter den Sonderposten mit Rücklageanteil ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2014 ergibt sich ein Wert von TEUR 323. Die Auflösungen im Berichtsjahr betrafen steuerliche Abschreibungen (TEUR 64) gemäß § 3 Zonenrandförderungsgesetz (TEUR 33) und Wertberichtigungen für einen Investitionszuschuss der Regierung Oberfranken (TEUR 31). Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Der Wertansatz der Vorräte entspricht dem Niederstwertprinzip. Den allgemeinen Lagerrisiken wurde durch Reichweitenabschläge Rechnung getragen. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB angesetzt. Einbezogen sind hier die Einzelkosten, angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Sofern die Gründe, die in der Vergangenheit zu einer Abwertung der Vorräte geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert bilanziert. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Seit zwei Monaten überfällige Forderungen wurden mit 25%, seit vier Monaten überfällige Forderungen mit 50% und seit acht Monaten überfällige Forderungen mit 100% abgewertet. Ansprüche gegen insolvente Unternehmen sind komplett einzelwertberichtigt. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag angesetzt. Forderungen in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr existieren nicht. Aufgrund der Gesetzesänderung in 2006 betreffend die Erstattung von Körperschaftsteuer-Guthaben ist eine Steuerforderung in Höhe von 640 TEUR mit einer Restlaufzeit bis 2017 bilanziert. Der Ansatz erfolgte mit dem Barwert. Der Gesamtbetrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer als einem Jahr beträgt TEUR 438. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 13.931 (Vorjahr: TEUR 22.415) betreffen hauptsächlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 10.326 (davon Schweden TEUR 467), Cashpoolguthaben mit TEUR 2.273 (davon Schweden TEUR 1.186) sowie Forderung aus Ergebnisabführungsvertrag i.H.v. TEUR 1.150. Guthaben bei Kreditinstituten und liquide Mittel werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Aus einem neuen Vertrag mit SOP in 2018 wurden quick savings in Höhe von 1,6 MEUR bezahlt und als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebucht. Dieser Betrag wird zum Zeitpunkt des Beginns der Serienlieferung über die gelieferten Stückzahlen anteilig aufgelöst. Ansonsten enthält der aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Eigenkapitalpositionen sind zum Nennwert angesetzt. Das Stammkapital beträgt wie im Vorjahr TEUR 10.469. Der Jahresüberschuss wird gemäß Gewinnabführungsvertrag an die Valeo GmbH jährlich abgeführt. Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde nach den Vorschriften in § 3 Zonenrandförderungsgesetz gebildet. Der Investitionszuschuss wurde als Projektförderung entsprechend den bayerischen regionalen Förderprogrammen für die gewerbliche Wirtschaft passiviert. Bei der Bilanzierung des Sonderpostens wurde das Beibehaltungswahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 3 EGHGB in Anspruch genommen. Rückstellungen für Pensionen wurden mit der Bewertungsperiode "Projizierte Einmalbeitragsmethode" auf Basis der "Richttafeln 2005G" von Dr. Klaus Heubeck berechnet. Dabei wurde ein Rechnungszins von 4,54% angesetzt. Als Gehaltstrend wurden 1,00%, als Rententrend 2,00% angenommen. Weiterhin wurde eine firmenspezifische Fluktuation unter Berücksichtigung altersabhängiger Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 5.094, der sich aus der geänderten Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen zum 01.01.2010 ergeben hat, wird auf 15 Jahre verteilt und als außerordentlicher Aufwand erfasst. Zum 31. Dezember 2014 besteht ein nicht passivierter Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 3.342 (Vorjahr TEUR 3.676). Sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 15.829 (davon Schweden TEUR 3.163) sind in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge angesetzt worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken zum Bilanzstichtag. Sie beinhalten vor allem Beträge im Zusammenhang mit bedingten Verpflichtungen gegenüber Gesellschaftern (TEUR 3.031 aus Schweden), Beträge Personalverpflichtungen TEUR 5.211 (davon Schweden TEUR 121), Gewährleistungen TEUR 1.433 (davon Schweden TEUR 0) und sonstige ungewisse Verbindlichkeiten TEUR 6.154 (davon Schweden TEUR 11). Langfristige sonstige Rückstellungen werden grundsätzlich mit dem ihrer Laufzeit entsprechendem Bundesbankzinssatz abgezinst. Im Geschäftsjahr wurden die Altersteilzeitrückstellungen analog zum Vorjahr gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit Ansprüchen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe des Aktivwertes von TEUR 373 verrechnet. Der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen entspricht dabei dem Zeitwert und den fortgeführten Anschaffungskosten. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Rückstellungen für Altersteilzeit betrug zum 31. Dezember 2014 TEUR 396. Die Rückstellung für die Altersteilzeit wurde ebenfalls auf Basis der "Richttafeln 2005G" von Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Dabei wurden ein Rechnungszins von 2,91% sowie ein Gehaltstrend von 1% zu Grunde gelegt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von weniger als einen Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr existieren nicht. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 7.273 (davon Schweden TEUR 2) betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit TEUR 6.093 (davon Schweden TEUR 2) und Verbindlichkeiten aus Cashpooling in Höhe von TE 1.166. Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft mit der Valeo GmbH, Bad Rodach, werden nach § 274 HGB ggf. anzusetzende Steuerlatenzen bei der Organträgerin berücksichtigt. Verbindlichkeitenspiegel
2. Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse der Gesellschaft ohne Betriebsstätte in Schweden (MEUR 224, Vj. MEUR 192) verteilen sich nach geographisch bestimmten Märkten wie folgt:
Sie entfallen in Bad Rodach im Wesentlichen mit TEUR 191.700 auf Serienprodukte für die Fahrzeugindustrie (Klimaanlagen, Bediengeräte, Batteriekühlungen sowie Gebläse), mit TEUR 15.386 auf Forschungs- und Entwicklungsleistungen inklusive Prototypen, mit TEUR 11.845 auf Werkzeuge sowie mit TEUR 5.895 auf Materialverkäufe. Die Umsätze unserer Betriebsstätte Schweden in Höhe von TEUR 454 entfallen im Wesentlichen auf Forschungs- und Entwicklungsleistungen innerhalb der EU. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge in Bad Rodach in Höhe von insgesamt TEUR 27.177 entfallen vor allem auf Erträge aus der Weiterverrechnung von Marketingkosten, Administrationskosten und Kosten der Abteilung Qualität (TEUR 11.931), Weiterverrechnung von Personalkosten (TEUR 12.711), Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen (TEUR 1.694) und Weiterverrechnungen an Lieferanten aufgrund Qualitätsmängeln (TEUR 542). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Schweden in Höhe von TEUR 1.486 entfallen überwiegend auf Weiterverrechnungen von Personal- und Administrationskosten. Aperiodische / periodenfremde Erträge Die periodenfremden Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 1.758 betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.694 (Vj. TEUR 6.513) sowie Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von TEUR 64 (Vj. TEUR 75). Die Auflösung von sonstigen Rückstellungen betreffen überwiegend Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 476, Vj. TEUR 5.703) und Rückstellungen für Abnahmeverpflichtungen gegenüber Lieferanten (TEUR 403, Vj. TEUR 805) sowie die Auflösung von Personalrückstellungen (TEUR 231, Vj. 0.) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Serviceleistungen des Gesellschafters (TEUR 6.953), Instandhaltungskosten (TEUR 2.787), sonstige Umlagen/weiterverrechnete Kosten (TEUR 3.070), Transportkosten (TEUR 3.607), Gewährleistungskosten (TEUR 2.349), Reisekosten (TEUR 1.921), Energiekosten (TEUR 1.703), Miet-, Pacht- und Leasingkosten (TEUR 1.626), Datenverarbeitungskosten (TEUR 572), Kommunikationskosten (TEUR 446), freiwillige soziale Aufwendungen und sonstige Personalkosten (TEUR 380), Aufwendungen für Versicherungen (TEUR 272), Rechts- und Beratungskosten (TEUR 221), Aufwendungen für Weiterbildungen (TEUR 150) und weitere Fremdleistungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Schweden in Höhe von TEUR 381 entfallen vor allem auf Positionen wie Währungsverluste, Mietkosten, Versicherungskosten, Frachtkosten und sonstige Verwaltungskosten. Periodenfremde Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Gewährleistungen in Höhe von TEUR 502 sowie Körperschaftsteueraufwendungen für die Ausgleichszahlung an die Minderheitsgesellschafter für die Jahre 2012 und 2013 in Höhe von TEUR 366. Außerordentliche Aufwendungen und Erträge Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind außerordentliche Aufwendungen für die ratierliche Zuführung zur Pensionsrückstellung nach BilMoG in Höhe von TEUR 340 (Vj. TEUR 340) entstanden. Finanzergebnis Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 2.406 setzt sich zusammen aus Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.629 und Zinseinnahmen der schwedischen Gesellschaft in Höhe von TEUR 223. Die Zinseinnahmen betreffen überwiegend das Cashpool-Konto. Beim Aufwand sind überwiegend Zinsaufwendungen aus der Zuführung von Pensionsrückstellungen nach BilMoG Vorgaben enthalten. Das schwedische Finanzergebnis in Höhe von TEUR 14 betrifft ausschließlich Zinseinnahmen ebenfalls überwiegend aus dem Cashpool-Konto. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Steueraufwand in Bad Rodach in Höhe von TEUR 588 betrifft im Wesentlichen den Aufwand für Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag. Der Ertrag bei den schwedischen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beträgt TEUR 636. Sie setzen sich zusammen aus einem Ertragssteueraufwand (TEUR 242) und einem latenten Steuerertrag (TEUR 878). Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern (TEUR 344) betreffen im Wesentlichen die pauschale Lohn- und Kirchensteuer mit Solidaritätszuschlag (TEUR 17), Kraftfahrzeugsteuer (TEUR 2), Grundsteuer (TEUR 49), Umsatzsteuer für Zwecke außerhalb des Unternehmens (TEUR 57) sowie die Stromsteuer (TEUR 219). II. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB liegen nicht vor. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Als nicht aus der Bilanz ersichtliche, sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3 a HGB ergeben sich folgende, in der Zukunft fällig werdende Beträge:
Von den zukünftig fälligen Beträgen bestehen TEUR 9.196 gegenüber verbundenen Unternehmen. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Verpflichtungen. Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung der Risiken aus den Schwankungen von Währungskursen wurden im Geschäftsjahr derivative Finanzinstrumente eingesetzt, die sich zum 31. Dezember 2014 wie folgt zusammensetzen:
Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:
Zum 31.12.2014 waren 845 Mitarbeiter (davon 436 Teilzeit) in Bad Rodach sowie 13 Angestellte in Schweden beschäftigt. Für die Mitarbeiter in Bad Rodach gilt der Tarifvertrag der Bayerischen Metallindustrie. Seit 01.01.2008 wird das Entgeltsystem nach dem neuen Entgelt-Rahmen-Abkommen "ERA", mit dem die bis 31.12.2007 getrennt erfassten Mitarbeitergruppen (Arbeiter und Angestellte) in ein einheitliches Entgeltsystem zusammengeführt sind, angewendet. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 38,5 Stunden. Die tariflichen Löhne und Gehälter wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr im Mai um 2,2% erhöht. Mitglieder der Geschäftsführung Die Geschäftsführung besteht aus folgenden Mitgliedern:
Von der Schutzklausel zur Unterlassung der Angabe der Geschäftsführervergütung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Aufsichtsrat Der aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen gebildete und zu einem Drittel aus Vertretern der Arbeitnehmer bestehende Aufsichtsrat setzte sich wie folgt zusammen:
Es wurden keine Vergütungen an die Aufsichtsratsmitglieder für ihre Tätigkeiten gezahlt. Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen Als nahe stehende Personen der Valeo Klimasysteme GmbH kommen grundsätzlich nur Mitglieder der Unternehmensleitung und des Aufsichtsrates sowie die Gesellschafterunternehmen Valeo GmbH, Bad Rodach / Deutschland, Equipment 11 S.A.S., Paris / Frankreich, und Valeo Japan Co., Ltd., Ohsato/Japan in Betracht. Mit Ausnahme der vertraglichen Geschäftsführervergütungen wurden mit diesen Personen und Unternehmen keine berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Honorare des Abschlussprüfers Das in 2014 als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers setzt sich wie folgt zusammen:
Gewinnabführungsvertrag Die Gesellschaft hat als Organgesellschaft seit dem 30.03.2012 mit der Valeo GmbH mit Sitz in Bad Rodach als Organträger einen Ergebnisabführungsvertrag, wirksam ab dem Beginn des 01.01.2012, geschlossen. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Valeo S.A Paris/Frankreich einbezogen. Diese Gesellschaft stellt den Konzernabschluss für den größten und auch kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Valeo S.A. wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des marchés financiers) und RCS Paris (Registre du Commerce et des Societes) Nr. 552 030 967 hinterlegt.
Bad Rodach, den 20. April 2015 Dr. Andreas Heinrich, Geschäftsführer Thomas Lerch, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens 2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20141. Grundlagen des UnternehmensDer Valeo Konzern gehört zu den weltweit führenden Automobilzulieferern. Die Valeo Klimasysteme GmbH ist innerhalb des Konzerns ein international tätiger Produktions-und Entwicklungsstandort und gehört zum Geschäftsbereich Thermische Systeme. Die Hauptaktivitäten am Standort Bad Rodach sind die Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Heizungs- und Klimasystemen sowie Batteriekühlsystemen für Personen- und Lastkraftwagen. Die Forschung und Entwicklung ist für den Erfolg eines Automobilzulieferers von strategischer Bedeutung. Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten verfolgen wir das Ziel, die Wettbewerbsposition von Valeo auszubauen. Vor allem durch innovative Lösungen für Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Komfort will sich Valeo Vorteile im Wettbewerb verschaffen. Das eigene Entwicklungszentrum erbringt dabei die überwiegende Anzahl seiner weltweiten Dienstleistungen für zukünftige Projekte im Rahmen von internen Aufträgen anderer Valeo-Standorte sowie externen Aufträgen unserer Hauptkunden. 2. Darstellung des Geschäftsverlaufs2.1 Entwicklung der Weltwirtschaft / Branche Die Weltwirtschaft konnte in 2014 preisbereinigt mit 2,7% 1 ebenso stark wachsen wie im Vorjahr. Wachstumsträger waren vor allem wieder die Schwellenländer mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten (China: +7,4%, Indien +6,1%). In Westeuropa gibt es insgesamt ein leichtes Wachstum vor allem in Spanien (+1,3%), Griechenland (+0,9%) und Großbritannien (+3,0%). In Frankreich (+0,4%) und Italien (-0,3%) dagegen bleibt die konjunkturelle Entwicklung weiterhin fragil 2. Die deutsche Wirtschaft konnte in 2014 mit einem Wachstum von 1,5% deutlich gegenüber dem Vorjahr zulegen. Das Wachstum basiert sowohl auf steigender Binnennachfrage aufgrund rückläufiger Rohölpreise im zweiten Halbjahr 2014 als auch auf steigenden Exporten infolge der Euro-Abwertung 3.
1 Ifo Konjunkturprognose 2014/2015
2 Ifo Konjunkturprognose 2014/2015
3 Ifo Konjunkturprognose 2014/2015
Die weltweiten PKW Neuzulassungen stiegen im Gesamtjahr 2014 um 4%. Träger dieser positiven Entwicklung sind vor allem China mit einem Absatzplus von +13% gegenüber 2013, die USA mit +6% und auch in Westeuropa stieg die Automobilnachfrage um 5% gegenüber dem Vorjahr. In Russland führten die Spannungen mit dem Westen aufgrund des Ukraine-Konflikts zu einem deutlichen Absatzrückgang. So ging die Zahl der neu zugelassenen PKW um -10% zurück. Auch Brasilien hatte in 2014 mit Problemen zu kämpfen. Hier ist gegenüber 2013 ein Negativwachstum von -7% zu verzeichnen. 4 Der deutsche Automobilmarkt entwickelte sich in 2014 ebenfalls positiv. Im Berichtsjahr wurden 3,04 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 3% mehr als im Vorjahr. 5
4 VDA Neuzulassungen, Statistik Jan 2015
5 VDA Neuzulassungen, Statistik Jan 2015
Dank des Neuanlaufs der Daimler C-Klasse sind die Gesamtumsatzerlöse bei der Valeo Klimasysteme GmbH im Geschäftsjahr 2014 auf 224,7 Mio. € gestiegen. Dabei haben sich die Umsätze der beiden Hauptkunden (95% der Produkterlöse) im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
2.2 Umsatz und Auftragsentwicklung Die Gesamtumsätze der Gesellschaft haben sich im Berichtsjahr um 32,6 Mio. € oder 16,9% im Vergleich zum Vorjahr auf 224,7 Mio. € erhöht. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft aus Produkten (überwiegend Heiz- und Klimaanlagen, Gebläse, Batteriekühlungen für die Fahrzeugindustrie) sind an den inländischen Standorten im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Mio. € (+6,2%) auf 191,7 Mio. € gestiegen. Für den Umsatzverlust bei BMW (-8,4%) ist der Auslauf des Kunden Mini (-50,7%) verantwortlich. Bei der 1er/3er-Serie ist der Umsatz (+2,5%) gestiegen. Hauptursache hierfür ist, dass der Umsatz zum Vorjahr hauptsächlich in China und Südafrika nochmals gesteigert werden konnte. Für das große Umsatzplus bei Daimler (+166,9%) ist hauptsächlich die C-Klasse in ihrem ersten Produktionsjahr mit 16,8 Mio. € verantwortlich. Beim Produktionsvolumen für das Daimler Truck-Geschäft der Actros Baureihe gab es ebenfalls einen Umsatzzuwachs von +63,4% bzw. 5,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Der interne Materialverkauf für die Daimler C-Klasse nach Südafrika erreichte in seinem ersten Produktionsjahr 5,9 Mio. €. Das Ersatzteilgeschäft konnte im Vergleich zum Vorjahr um 5,1% verbessert werden. Dank der Werkzeugerlöse der Daimler C-Klasse erhöhten sich diese in 2014 gegenüber dem Vorjahr um 11,0 Mio. € auf 11,8 Mio. €. Im Geschäftsjahr 2014 konnte beim Kunden BMW die 3er/4er-Serie für Klimaanlagen akquiriert werden. 3. Darstellung der LageIm Berichtsjahr konnte die Produktion in Bad Rodach bei Klimageräten um 4,1% gesteigert werden. Hauptgrund hierfür war der Neuanlauf der Daimler C-Klasse. Das Ergebnis vor Gewinnabführung beträgt -1,2 Mio. € und liegt damit -6,8 Mio. € unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Jahresergebnis beinhaltet auch den Jahresüberschuss in Höhe von +0,8 Mio. € der Betriebsstätte in Schweden. 3.1 Ertragslage Das operative Ergebnis als ein wesentlicher finanzieller Leistungsindikator beträgt 2014 insgesamt 1,9 Mio. € gegenüber 7,2 Mio. € im Vorjahr.
Insbesondere zusätzliche Qualitätskosten von -4,7 Mio. € und Rückstellungen für den Ende 2014 verabschiedeten Sozialplan von -1,3 Mio. € reduzierten das Operative Ergebnis deutlich gegenüber 2013. Die wesentlichen Aufwandsposten sind im Anhang dargestellt. 3.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme reduzierte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um -10,5% auf 101 Mio. €. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind im Vergleich zum Vorjahr aus der nachfolgenden Aufstellung ersichtlich:
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich unwesentlich um 0,8 Mio. € im Berichtsjahr reduziert. Die Reduzierung der Vorratsintensität ergibt sich überwiegend aus der Abnahme des Werkzeugbestandes für die Daimler C-Klasse. Die Verschlechterung der Eigenkapital- und Umsatzrentabilität sind überwiegend auf das negative Nettoergebnis vor Ergebnisabführung im Berichtsjahr (-120,4% im Vergleich zum Vorjahr) zurückzuführen. Die Investitionen des Geschäftsjahres 2014 betrugen 3,45 Mio. € (1,5% der Umsatzerlöse) und lagen damit unter dem Vorjahresniveau (-1,5 Mio. €). Investiert wurde hauptsächlich in Produktionslinien, Werkzeuge und Vorrichtungen für die Daimler C-Klasse sowie in neue Prüf- und Testausrüstungen für das FuE-Zentrum. Aus einem neuen Vertrag mit SOP in 2018 wurden Quick Savings in Höhe von 1,6 Mio. € bezahlt und als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten gebucht. Dieser Betrag wird zum Zeitpunkt des Beginns der Serienlieferungen über die gelieferten Stückzahlen anteilig aufgelöst. 3.3 Finanzlage Der Finanzmittelbestand setzt sich aus den flüssigen Mitteln in Höhe von 3,5 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) und dem Cash-Poolbestand bei der Valeo Bank Intern in Höhe von 1,1 Mio. € (Vorjahr: 16,7 Mio. €) zusammen. Im Berichtsjahr reduzierte sich somit der Finanzmittelbestand um 13,5 Mio. €. Grund für diese Reduzierung ist hauptsächlich das stark reduzierte operative Ergebnis in 2014. Wie bereits in den Vorjahren wurden die Investitionen vollständig aus eigenen Mitteln finanziert. Der Gewinn aus 2013 in Höhe von 5,6 Mio. € wurde gemäß des Gewinnabführungsvertrages im Dezember 2014 an die Gesellschafter Valeo GmbH, Bad Rodach / Deutschland, Equipment 11 S.A.S., Paris / Frankreich, und Valeo Japan Co., Ltd., Ohsato/Japan abgeführt. Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling der Valeo Gruppe einbezogen. In dessen Rahmen kann die Gesellschaft auf Tagesbasis auf die angelegten Finanzmittel jederzeit zugreifen. Auch in den kommenden Jahren konzentrieren sich die Investitionen auf zukunftsweisende Projekte, die für den Erfolg der Produkte besonders wichtig sind und die Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sichern. Dabei wird der Umfang der Investitionen im Rahmen der Kostensenkungsprogramme immer einer genauen Prüfung unterzogen. Der Investitionsbedarf für 2015 ist auf 2,5 Mio. € geplant. Diese Summe betrifft überwiegend Neu- und Ersatzinvestitionen für Maschinen, Montagelinien sowie Prüf- und Testanlagen für das Entwicklungszentrum. Der Bestand der liquiden Mittel nach Abführung der Gewinne 2014 ist so geplant, dass keine Finanzierungsprobleme entstehen sollten. Die Gesellschaftsfinanzierungspolitik verfolgt das Ziel, jederzeit über ausreichend Liquiditätsreserven zu verfügen, um den operativen sowie strategischen Finanzbedarf der Gesellschaft sicherstellen zu können und darüber hinaus eine ausreichende Reserve zur Abfederung unvorhergesehener Ereignisse zur Verfügung zu haben. Die Liquiditätssicherung erfolgt auf der Grundlage einer mehrjährigen Budget- und Finanzplanung und einer zwölf Planmonate umfassenden, monatlich rollierenden Liquiditätsplanung. Die Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit stellen die wichtigste Liquiditätsquelle des Unternehmens da. Fremdfinanzierungen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht benötigt. 3.4 Gesamtaussage der Unternehmensleitung Nach Auffassung der Geschäftsleitung hat sich die wirtschaftliche Lage des Unternehmens verschlechtert. Im Jahr 2014 wurde das operative Ergebnis um -73,9% bzw. -5,4 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr reduziert - trotz Anstieg des Umsatzes des Unternehmens um 17% auf 224,7 Mio. €. Der Anstieg der Qualitätskosten um 4,7 Mio. € war maßgeblich für die Reduzierung. Diese wurden aber im letzten Quartal des Berichtsjahres wieder auf Budget-Niveau reduziert. Die künftige Entwicklung der deutschen Autohersteller bietet gute Chancen, ist aber gleichzeitig mit großen Herausforderungen verbunden. Dabei sollte es uns gelingen, Wachstum und Effizienz nachhaltig zusammenzuführen. 4. Nachtragsbericht4.1 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Es bestanden keine besonderen Vorgänge nach dem Bilanzstichtag. 5. Prognosebericht5.1 Ausblick Für das laufende Jahr erwartet die Ifo-Konjunkturprognose ein weiteres Wachstum der Weltwirtschaft mit einer Zunahme des globalen Bruttoinlandsprodukts um 3,0% und für Europa um 0,9%. Für Deutschland rechnet die Ifo-Konjunkturprognose in 2015 wie im Vorjahr mit einer Wachstumsrate von durchschnittlich 1,5%. Auch im Jahr 2015 werden der chinesische und der US-amerikanische Markt bei der Pkw-Nachfrage weiter zulegen. Aus heutiger Sicht ist mit einem weltweiten Zuwachs in der Größenordnung von 4% bis 5% zu rechnen. Für Westeuropa rechnet man mit einem Plus von 2%. Nachdem der westeuropäische Pkw-Markt über Jahre hinweg deutlich zurückgegangen ist, erwartet die Automobilindustrie für 2015 wie in 2014 in Westeuropa eine weitere Markterholung. Dank der konjunkturellen Belebung ist in den wichtigsten Ländern von einer Verbesserung der Nachfragesituation auszugehen. Auch für Deutschland wird dieser Trend erwartet. Der Ausblick zeigt für Valeo für das Geschäftsjahr 2015 steigende Umsatzerlöse. Die weiterhin vorhandenen allgemeinen Unsicherheiten über die künftigen Wirtschaftsentwicklungen bleiben für Valeo eine starke Herausforderung. Ein Schwerpunkt bleibt die Gewährleistung der Profitabilität. Mit flexiblen Maßnahmen wie Senkung der Materialkosten, Anpassung der Produktionskapazitäten sowie weiteren Programmen zu Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen sollen auch weiterhin positive Ergebnisse erwirtschaftet werden. Um dies zu gewährleisten wurde Ende 2014 ein Restrukturierungsplan für den Standort Bad Rodach erstellt. Auf Basis unserer Annahmen zur Geschäftsentwicklung werden operative Ergebnisse über dem Niveau von 2014 erwartet. Zukünftig beabsichtigt das Unternehmen, die Marktanteile bei den deutschen Kunden zu erhöhen. Es ist beabsichtigt, das Wachstum auch in den Folgejahren vollständig aus dem erwirtschafteten Cashflow zu finanzieren. Es gilt anzumerken, dass durch die hohen Unsicherheiten in den Märkten eine Vorhersage nach wie vor sehr schwierig ist. 6. Chancen- und RisikoberichtRisikomanagementsystem: Das im Valeo-Konzern gültige Risikomanagementsystem "Internal Control" ist auch am Standort Bad Rodach implementiert. Zusätzlich wurde dieses Risikomanagementsystem um standortspezifische Komponenten erweitert. Dieses System beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und entspricht im vollen Umfang den Konzern- und BilMoG-Richtlinien. Dabei werden die Risiken zunächst nach ihrer Herkunft identifiziert und anschließend mit ihrer erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und den daraus resultierenden finanziellen und sonstigen Auswirkungen klassifiziert und quantifiziert. Gleichzeitig werden Maßnahmen zur Risikominimierung und Beseitigung ergriffen, welche bis zur Risikobeseitigung einer kontinuierlichen Überwachung durch die Unternehmensleitung unterliegen. Je nach Art und Herkunft der Risiken erfolgen die Meldungen durch die einzelnen Abteilungen kontinuierlich, monatlich, quartals- und halbjährlich sowie jährlich und haben individuell festgelegte Vorschauzeiträume zwischen einem Monat bis zu drei Jahren. Die identifizierbaren Risiken erstrecken sich auf alle potentiellen Bereiche und entfallen im Einzelnen auf:
Die Gesellschaft unterliegt einer ständigen externen Kontrolle durch Prüfungen im Valeo-Verbund (z.B. Valeo 1000 und Valeo 5000) sowie durch externe Gesellschaften (Wirtschaftsprüfung, ISO-, QS- und VDA-Zertifizierungsstellen). Ziel des unternehmerischen Handelns ist es, die Risiken zu minimieren und potenzielle Chancen zu nutzen, um so den Unternehmenswert zu steigern und die gesteckten Ziele zu erreichen. Im Rahmen unserer Auswertungen des Risikomanagement-Systems haben wir keine bestandsgefährdenden Risiken identifiziert. Die Gruppe hat Risiken aus ungewissen Verbindlichkeiten im Hinblick auf Gerichts-oder Schiedsverfahren, die sich aus dem normalen Geschäftsablauf ergeben. Bekannte oder zu klärende Schadensersatzansprüche und Rechtsstreitigkeiten, die Valeo oder seine Tochtergesellschaften betreffen, wurden am Geschäftsjahresende einem Review unterzogen. Auf der Grundlage der Beratung des Legal Counsel wurden alle notwendigen Rückstellungen gebildet, um die Risiken in diesem Zusammenhang abzudecken. Ende Juli 2011 wurden gegen eine Vielzahl von Automobilzulieferern (einschließlich Valeo) von den US-amerikanischen, europäischen und japanischen Kartellämtern kartellrechtliche Untersuchungen im Hinblick auf Bauteile und Systeme eingeleitet, die an die Automobilindustrie geliefert werden. Zur Aufklärung und Begleitung der Untersuchung hat Valeo auf Gruppenebene eine renommierte Rechtsanwaltsgesellschaft hinzugezogen. Das Management der Gruppe und die Geschäftsführung können zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Ergebnis dieser Untersuchungen und die möglichen Auswirkungen auf die Gesellschaft nicht voraussehen. Auch wenn das Ergebnis der Untersuchungen zur Zeit unklar ist, könnten sich die Untersuchungen jedoch - wegen der Höhe der Bußgelder, die von den Behörden erhoben werden könnten und der sich daraus ergebenden Konsequenzen - materiell negativ auf die zukünftige Ertragslage der Gruppe und der Gesellschaft auswirken. Nach Auffassung der Geschäftsführung ist jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Rückstellung für etwaige Verbindlichkeiten zu bilden. Nach bestem Wissen der Geschäftsführung und unter Ausschluss dieser kartellrechtlichen Verfahren, gab und gibt es darüber hinaus keine laufenden, anhängigen oder noch zu erwartenden bundesrechtlichen, gesetzlichen oder anderen Verfahren, die in der jüngeren Vergangenheit oder in der Zukunft einen nennenswerten Einfluss auf die finanzielle Lage oder Wirtschaftlichkeit der Gesellschaft oder der Gruppe gehabt haben, beziehungsweise haben könnten. Valeo kann jedoch nicht die Möglichkeit von neuen Rechtsstreitigkeiten ausschließen, die sich aus derzeit unbekannten Ereignissen oder Tatsachen ergeben könnten oder deren Risiken zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht bestimmt und/oder quantifiziert werden können. Solche Rechtsstreitigkeiten könnten deshalb einen bedeutenden negativen Einfluss auf die Nettoeinnahmen der Gruppe haben. Sonstige Risiken & Chancen Währung und Zinsen: In 2014 bestanden nur ein sehr geringer Teil der Erlöse der Valeo Klimasysteme in Fremdwährungen (überwiegend USD und SEK). Das transaktionsbezogene Wechselkursrisiko für USD und SEK wird durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Aufgrund des geringen Anteils anderer Fremdwährungen wurde im Geschäftsjahr auf die Möglichkeit verzichtet, andere Währungskurse über die französische Valeo-Zentrale (Valeo Bank Intern) systematisch für die 6 nächsten Monate zu sichern. Valeo Klimasysteme betreibt sonst keine derivativen Geschäfte mit Finanzinstrumenten für Zinsen und Währungen. Konjunktur: Ein grundsätzliches Risiko besteht in der generellen Abhängigkeit von den oligopolistischen Strukturen und dem stetigen Preisdruck in der Automobilbranche. Obwohl sich die finanzielle Situation der meisten Automobilhersteller im vergangenen Geschäftsjahr deutlich verbessert hat, beobachtet Valeo die Entwicklung der Automobilkonzerne ständig. Darüber hinaus bestehen folgende konjunkturelle Risiken, welche auf den zukünftigen Geschäftsverlauf Auswirkungen haben können:
Finanzen: Zu den zentralen Aufgaben zählen die Koordination und Lenkung des Finanzbedarfes innerhalb des Unternehmens sowie die Sicherstellung der finanziellen Unabhängigkeit. In diesem Zusammenhang optimiert der Valeo-Konzern auch die Konzernfinanzierung und begrenzt die finanzwirtschaftlichen Risiken über das konzernweit einheitliche Treasury-Reporting System. Es besteht ein steigender Kostendruck seitens der Automobilhersteller bei gleichzeitigem Verdrängungswettbewerb und bei steigenden Rohstoffpreisen. Für die Weitergabe von Preisreduzierungen an Subzulieferer bestehen begrenzte Möglichkeiten. Dem Ausfallrisiko der Subzulieferer kann durch entsprechend variable Auftragsvergabe und der verstärkten Integration der Zulieferer begegnet werden. Aufgrund der Verschärfung der zukünftigen Umweltauflagen und aufgrund der Entwicklung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen ist mit einem höheren Forschungs- und Entwicklungsaufwand sowie höheren Stückkosten für Klimaanlagen und Batteriekühlungen zu rechnen. Qualität: Die steigenden Qualitätsanforderungen durch die Hersteller zwingen zu einer verstärkten und auch kostenintensiven Tätigkeit in diesem Bereich. Regelmäßige Audits sowie Produktkontrollen werden hier seitens Valeo gemäß den Konzernrichtlinien sowie den Kundenforderungen durchgeführt. Für Schadens- und Haftungsrisiken bestehen Versicherungen, die eventuelle finanzielle Auswirkungen auf Liquidität und Ertragslage begrenzen. Eine permanente Erfüllung der Kundenqualitätsstandards ist neben dem Preis natürlich auch die Basis für Nachfolgeaufträge und somit eine Chance für die Zukunft zugleich. Im abgelaufenen Jahr haben sich die Qualitätskosten im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Mio. € erhöht. Grund hierfür waren bis zum 3. Quartal 2014 hohe Ausschusskosten und zusätzliche Sortierungen. Bei der Liefertreue gab es seitens der Kunden keine Beschwerden. Alle Lieferungen konnten pünktlich den Kunden übergeben werden. Personal: Der Erfolg eines Herstellers technologisch fortschrittlicher und qualitativ hochwertiger Produkte hängt maßgeblich von qualifizierten Fach- und Führungskräften sowie einer hohen Einsatzbereitschaft ab. Personalrisiken erwachsen Valeo im Wesentlichen aus der Fluktuation von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen. Die Aufmerksamkeit der Personalarbeit richtet sich daher auf eine zielorientierte und bedarfsgerechte Personalentwicklung der Mitarbeiter. Qualifiziertes Personal in einem intensiven Wettbewerb zu gewinnen und zu binden ist eine ständige Herausforderung. In Deutschland zeigt sich ein zunehmender Mangel an qualifiziertem, insbesondere technisch ausgebildetem Personal. Diese Tendenz macht sich besonders in unserem Forschungs- und Entwicklungszentrum bemerkbar und erfordert entsprechende unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen und Weiterbildungen sowie eine permanente Ausrichtung des Unternehmens am Arbeits- und Bewerbermarkt. Ende 2014 wurde ein Restrukturierungs-Plan für den Standort Bad Rodach verabschiedet. Dieser enthält neben Erhöhung der Altersteilzeitquote auch eine Reduzierung der strukturellen Belegschaft. Zusammenfassende Bewertung: Die Gesamtbetrachtung der Risiken und Chancen zeigt, dass die Valeo Klimasysteme GmbH überwiegend leistungswirtschaftlichen und finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt ist. Die Abhängigkeit von wenigen Großkunden birgt ebenfalls ein gewisses Geschäftsrisiko und kann nachhaltig die Umsatz- und Ergebnisentwicklung beeinflussen. Ziel ist es, dieses Risiko durch die Gewinnung von neuen Marktsegmenten zu minimieren. Andererseits bieten sich aufgrund der langjährigen und vertrauensvollen Zusammenarbeit auch Chancen hinsichtlich der Vergabe neuer Aufträge. Es sind für die Geschäftsleitung keine einzelnen Risiken zu erkennen, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Das Unternehmen ist so aufgestellt, dass sich bietende Geschäftschancen genutzt werden können. 7. Personal- und SozialbereichIm Geschäftsjahr 2014 waren zum Bilanzstichtag 858 Mitarbeiter (davon 442 Teilzeit) in Bad Rodach und in Göteborg beschäftigt.
In den genannten Personalzahlen sind 13 Angestellte (Vorjahr: 7 Angestellte) unserer Betriebsstätte in Schweden enthalten. Insgesamt ist die Anzahl der Mitarbeiter im Unternehmen um 2,6% im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Der Aufbau des Personalstandes ist vor allem in den Bereichen Produktion, Marketing sowie Forschung und Entwicklung erfolgt. Die allgemeine Fluktuationsrate ist im Unternehmen sehr gering. Für die Mitarbeiter in Bad Rodach gilt der Tarifvertrag der Bayerischen Metallindustrie. Seit 1.01.2008 wird das Entgeltsystem nach dem neuen Entgelt-Rahmen-Abkommen "ERA", mit dem die bis 31.12.2007 getrennt erfassten Mitarbeitergruppen (Arbeiter und Angestellte) in ein einheitliches Entgeltsystem zusammengeführt sind, angewendet. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 38,5 Stunden. Die tariflichen Löhne und Gehälter wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr im Mai um 2,2% erhöht. 8. Finanzielle BeteiligungenDie Valeo Klimasysteme GmbH war in 2014 an keiner Gesellschaft beteiligt. 9. GewinnabführungsvertragDie Gesellschaft hat am 30.03.2012 einen neuen Gewinnabführungsvertrag mit der Valeo GmbH mit Sitz in Bad Rodach als herrschende Gesellschaft rückwirkend auf den 01.01.2012 geschlossen. Die Gesellschafterversammlung hat mit Beschluss vom 30.03.2012 zugestimmt. Der auszugleichende Jahresfehlbetrag zum 31.12.2014 beträgt TEUR 1.150. 10. Zweigniederlassungen der GesellschaftMit Datum vom 1. August 2000 hat die Valeo Klimasysteme GmbH ein Verkaufsbüro als Betriebstätte unter dem Namen "Valeo Climate Control Sweden, filial till Valeo Klimasysteme GmbH Tyskland" mit Sitz in Göteborg, Schweden, errichtet. Hauptgegenstand der Betriebstätte ist die Betreuung der Kunden vor Ort.
Bad Rodach, den 20. April 2015 Valeo Klimasysteme GmbH Dr. Andreas Heinrich, Geschäftsführer Thomas Lerch, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Valeo Klimasysteme GmbH, Bad Rodach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 2. Juli 2015 MAZARS
GmbH
Schäfer, Wirtschaftsprüfer Eichler, Wirtschaftsprüfer |
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