Rhein Papier GmbH
Plattling
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
LAGEBERICHT
DER GESCHÄFTSFÜHRUNG FÜR DAS
GESCHÄFTSJAHR 2023
1. Geschäftstätigkeit
1.1 Gegenstand des Unternehmens 1.2 Rechtliche
Struktur
2. Rahmenbedingungen und Grundlagen der Gesellschaft
2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 2.2
Europäischer Papiermarkt 2.3 Absatzmarkt,
Beschaffungsmarkt und R&D
3. Leistungsindikatoren
3.1 Wertmanagement von UPM und wesentliche
finanzielle Steuerungskennzahlen 3.2 Wesentliche nicht
finanzielle Leistungsindikatoren 3.3 Mitarbeiter 3.4
Frauenquote für Aufsichtsrat, Vorstand und die beiden
obersten Führungsebenen
4. Lage der Gesellschaft
4.1 Vergleich des prognostizierten und des
tatsächlichen Geschäftsverlaufs 4.2 Ertragslage
4.3 Vermögenslage 4.4 Finanzlage
5. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
5.1 Prognosebericht 5.2 Risikobericht 5.2.1
Risikomanagement 5.2.2 Risiken 5.3 Chancen bzw.
Erfolgspotentiale
1. Geschäftstätigkeit
1.1 Gegenstand des Unternehmens
Die Rhein Papier GmbH mit Sitz in Plattling besitzt
Papierfabriken an zwei Standorten.
Am Standort Hürth bei Köln werden auf einer
Papiermaschine Standard-Zeitungsdruckpapiere auf Basis von
recyceltem Altpapier produziert. Am 29.05.2024 wurde
bekanntgegeben, dass UPM die dauerhafte Schließung
der Zeitungspapierfabrik Hürth plant. Es ist geplant,
die Produktion spätestens Ende 2024 einzustellen und
den Standort kurz- bis mittelfristig zu liquidieren.
In Plattling / Niederbayern fertigte die Gesellschaft
nach Schließung der Papiermaschine 10 noch auf zwei
Papiermaschinen hochwertige Superkalandriertes Papier (SC)
- und Rollentiefdruckpapiere. Im Sommer 2023 wurde
beschlossen und bekanntgegeben, dass die Produktion am
Standort Plattling zum Jahresende 2023 eingestellt wird.
Der Standort soll kurz- bis mittelfristig liquidiert
werden.
Gemäß Gesellschafterbeschluss vom
06.06.2024 soll der Zweck der Gesellschaft bis zum
01.01.2025 geändert und die Satzung der Gesellschaft
entsprechend geändert werden. Der neue Gegenstand der
Gesellschaft wird die Vermögens- und
Pensionsverwaltung.
1.2 Rechtliche Struktur
Das Stammkapital der Gesellschaft wird von der
UPM-GmbH (95 %) sowie der UPM-Kymmene Oyj (5%) gehalten.
Die Gesellschaft hat mit der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH
einen Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen.
2. Rahmenbedingungen und Grundlagen der Gesellschaft
2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die Weltkonjunktur hielt sich angesichts des
Inflationsschocks und der massiven Straffung der
Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet, auch wenn die
wirtschaftliche Expansion moderat war. Die Inflation geht
inzwischen zügig zurück, und die Geldpolitik
beginnt voraussichtlich bereits im ersten Halbjahr 2024 mit
Zinssenkungen. Eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich
aber derzeit noch nicht ab. In den fortgeschrittenen
Volkswirtschaften bremsen eine hohe Unsicherheit über
die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, und
finanzpolitische Impulse fallen weg. In China bleibt die
wirtschaftliche Dynamik angesichts struktureller Probleme
verhalten.
Die deutsche Wirtschaft müht sich aus der
Stagnation. Im kommenden Jahr dürfte die
Wirtschaftsleistung wieder zulegen. Eine große
konjunkturelle Dynamik ist aber nicht absehbar. Vor allem
die recht kräftigen Zuwächse des real
verfügbaren Einkommens werden den privaten Konsum
anschieben. Die Zinswende belastet jedoch weiterhin die
Baubranche und größere Impulse seitens der
Weltwirtschaft lassen auf sich warten. Zudem wird die sich
nach dem Bundesverfassungsgerichtsurteil zum
Nachtragshaushalt 2021 abzeichnende Konsolidierung die
wirtschaftliche Expansion bremsen. Bezüglich der
genauen Ausgestaltung der Einsparungen besteht ebenso
Unsicherheit wie über deren wirtschaftliche
Auswirkungen. In der Prognose senken die zusätzlichen
Einsparungen die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts um
gut 0,3 Prozentpunkte im Jahr 2024. Die Inflation ist
deutlich gesunken. Für das laufende Geschäftsjahr
2024 und das kommende Jahr 2025 rechnen wir mit Raten von
2,3 Prozent (2024) und 1,8 Prozent (2025), nach 5,9 Prozent
im vergangen Jahr 2023. Die geringe wirtschaftliche Dynamik
hinterlässt Spuren am Arbeitsmarkt. Der demographische
Wandel und damit verbunden der Fachkräftemangel wirken
dem aber entgegen. Das Finanzierungsdefizit des Staates
dürfte von 2,5 Prozent in Relation zum
Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 auf 0,7 Prozent im Jahr
2025 zurückgehen. Der Schuldenstand wird im gleichen
Zeitraum von 66,1 Prozent auf 62,4 Prozent sinken.
2.2 Europäischer Papiermarkt
Die wesentlichen Erfolgsfaktoren in der
Papierindustrie setzen sich zusammen aus der
Papiernachfrage, den daraus resultierenden Papierpreisen
sowie der Kostenentwicklung für die Rohstoffe
Altpapier, Zellstoff, Holz und den Energieaufwendungen.
Der Nachfragerückgang nach grafischen Papieren
in unseren Kernmärkten Europa und den USA zeigte sich
im Jahr 2023 in einem noch nie gesehenen Ausmaß.
Nachdem 2022 im Vergleich zu 2021 einen Rückgang um
10% zeigte, was etwas über dem langjährigen Trend
liegt, ist der Rückgang von 2023 zu 2022 bei 24%. In
den USA zeigte sich im Jahr 2023 im Vergleich zu 2022 ein
Rückgang um 26%. Die von der Industrie vorgenommenen
Kapazitätsreduzierungen kompensieren diesen
Nachfragerückgang bei weitem nicht, so dass in der
Folge alle Hersteller mit niedriger
Kapazitätsauslastung arbeiteten.
2.3 Absatzmarkt, Beschaffungsmarkt,
F&E
1
Seit 2012 gilt für die Papierverkäufe
unserer Gesellschaft das aktuelle Vertriebsmodell. Alle
Aufträge werden seitdem über die UPM Sales Oy,
European Sales Company (Esco), abgerechnet. Die
Papierfabriken stellen der UPM Sales Oy das produzierte
Papier bereits zum Zeitpunkt der Fertigstellung in
Rechnung. Der Transferpreis an die neue
Vertriebsgesellschaft berücksichtigte bisher neben den
Logistikkosten auch die Marge der Esco, mit der u. a.
Kosten für Gewährleistung, Forderungsausfall
sowie die Provision für den Vertriebsaufwand abgedeckt
sind. Ein Abgleich der tatsächlich am Markt durch die
UPM Sales Oy erzielten Erlöse mit dem
Verrechnungspreis zum Zeitpunkt der Papierproduktion
erfolgt vierteljährlich. Die Produktionsplanung
für unsere Maschinen erfolgt zentral für alle
zentraleuropäischen UPM Fabriken im Bereich Supply
Chain.
Zu den wesentlichen Beschaffungsmärkten der
Gesellschaft gehören die Märkte für
Altpapier, Zellstoff, Holz und Energie. Die Forschung und
Entwicklung unseres Unternehmens basiert im Wesentlichen
auf der Zusammenarbeit mit den zentralen F&E
Einrichtungen unseres Konzerns. Schwerpunkte der
Entwicklungsaktivitäten sind die Sicherstellung einer
marktgerechten Papierqualität sowie die Senkung der
Produktionskosten. Auf die nachhaltige Verbesserung der
Energieeffizienz und der Rohstoffausbeute, die Reduktion
unserer umweltrelevanten Emissionen, die Reduzierung
unseres spezifischen Wasserverbrauchs und die Vermeidung
von Abfällen wird besonderes Augenmerk gelegt.
1 Forschung - und Entwicklung
3. Leistungsindikatoren
3.1 Wertmanagement von UPM und wesentliche finanzielle
Steuerungskennzahl
Wir wollen den Unternehmenswert von UPM weiter
steigern. Ein wesentlicher Bestandteil unserer Strategie
ist es, ein einheitliches, länder- und
divisionsübergreifendes Incentive-System zu
etablieren, das gleichzeitig die Motivation der Mitarbeiter
erhöht. Daher hat die Konzernzentrale seit 2008 ein
auf dem Konzern-EBITDA basierendes Bonus-System
eingeführt.
Der EBITDA
2 der Gesellschaft ist die zentrale Ziel- und
Steuerungskennzahl und der wesentliche finanzielle
Leistungsindikator für unsere Gesellschaft. Als
Hilfsindikator werden die Umsatzerlöse
herangezogen.
2 EBITDA: Ergebnis nach Steuern + Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag + Zinsaufwendungen -
Zinserträge + Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
3.2 Wesentlicher nicht finanzieller
Leistungsindikator
Als wesentlicher nicht finanzieller
Leistungsindikator wird die Unfallquote an unserem
Produktionsstandort angesehen. In 2012 wurde das
konzernweite Programm "step change in safety" als
Arbeitssicherheitsinitiative ins Leben gerufen. Die seitdem
eingeführten und umgesetzten Sicherheitsstandards
definieren die Mindestanforderungen an die
Arbeitssicherheit im Unternehmen.
Nach der verschlechterten Unfallquote von 8,6
Unfällen pro 1 Million Arbeitsstunden im Jahr 2022 war
man im Lagebericht zum 31. Dezember 2022 von einem
deutlichen Rückgang des nicht finanziellen
Leistungsindikators ausgegangen. Dies konnte in 2023 mit
einer Unfallquote von 10,1 nicht erreicht werden.
3.3 Mitarbeiter
Der Personalbestand setzte sich im Berichtsjahr im
Durchschnitt wie folgt zusammen:
|
2023 |
2022 |
| Gewerbliche
Arbeitnehmer |
393 |
423 |
| Angestellte |
152 |
155 |
|
545 |
578 |
| Auszubildende |
5 |
11 |
|
550 |
589 |
Zum Stichtag waren 511 Mitarbeiter im Unternehmen
beschäftigt (Vj.: 582).
3.4 Frauenquote für Aufsichtsrat, Vorstand und die
beiden obersten Führungsebenen (§289f Abs. 4
HGB)
Der Aufsichtsrat hat im Juni 2021 folgende
Frauenquote für den Aufsichtsrat und die
Geschäftsführung beschlossen:
Der Aufsichtsrat der Rhein Papier GmbH hat insgesamt
drei Mitglieder, davon ein weibliches Mitglied. Das
derzeitige Verhältnis der Frauenrepräsentanz im
Aufsichtsrat der Gesellschaft liegt somit über 30% und
beträgt 33,33%. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, dieses
Verhältnis in Zukunft beizubehalten.
Die Geschäftsführung der Rhein Papier GmbH
besteht aus einer Person. Das derzeitige Verhältnis
der Frauenrepräsentanz in der
Geschäftsführung der Gesellschaft liegt somit
unter 30% und beträgt 0%. Der Aufsichtsrat
beabsichtigt, dieses Verhältnis in Zukunft
beizubehalten.
Im Juni 2021 stellte die Geschäftsführung
der Rhein Papier GmbH fest, dass derzeit die erste
Führungsebene unter der Geschäftsführung aus
den Leitern der Werke Plattling und Hürth besteht und
die zweite Führungsebene aus den Mill Management Teams
dieser Werke. Unter den Leitern der 2 Werke befindet sich
keine Frau und unter den 11 Mitgliedern der zwei Mill
Management Teams befindet sich ebenfalls keine Frau, was
einer Quote von 0% entspricht.
Vor diesem Hintergrund hat die
Geschäftsführung einstimmig beschlossen, dass die
bis zum 31.12.2025 zu erreichende Zielgröße
für den Anteil von Frauen als Mitglieder der ersten
und zweiten Führungsebene auf 0% festgelegt wird.
4. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft
4.1 Vergleich des prognostizierten und des
tatsächlichen Geschäftsverlaufs
Für das Jahr 2023 war die Gesellschaft in ihrem
Lagebericht 2022 neben nicht genau abschätzbaren
Einflüssen durch den Ukraine Krieg von einem
deutlichen Rückgang des EBITDA ausgegangen. Das EBITDA
(-112,1 Mio. €) verringerte sich deutlich
gegenüber dem Vorjahr (96,6 Mio. €),
hauptsächlich aufgrund eines deutlich geringeren
Geschäftsvolumens und infolge der Schließung des
Standorts Plattling (-110,1 Mio. €).
4.2 Ertragslage
Die Gegenüberstellung der Erfolgsrechnungen
für die Geschäftsjahre 2023 und 2022 zeigt
folgendes Bild der Ertragslage und ihrer
Veränderungen:
|
2023 |
2022 |
Veränderung |
|
T€ |
T€ |
T€ |
| Umsatzerlöse |
296.710 |
646.071 |
-349.361 |
|
Bestandsveränderung |
-2.363 |
-130 |
-2.233 |
| Sonstige betriebliche
Erträge |
42.904 |
101.252 |
-58.348 |
| Materialaufwand |
-243.740 |
-539.596 |
295.856 |
| Personalaufwand |
-40.033 |
-41.422 |
1.389 |
| Abschreibungen |
-179.869 |
-22.089 |
-157.780 |
| Sonstige betriebliche
Aufwendungen |
-165.528 |
-69.598 |
-95.930 |
| Sonstige Zinsen und
ähnliche Erträge |
4.970 |
560 |
4.410 |
| Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
-10.751 |
-7.087 |
-3.664 |
| Ergebnis nach
Steuern |
-297.700 |
67.960 |
-365.660 |
| Sonstige Steuern |
-535 |
-426 |
-109 |
| Ertrag aus
Verlustübernahme |
298.235 |
0 |
298.235 |
|
Jahresüberschuss |
0 |
67.533 |
-67.533 |
| Verlustvortrag |
-222.209 |
-289.742 |
67.533 |
| Bilanzverlust |
-222.209 |
-222.209 |
0 |
Der Rückgang der Umsatzerlöse um 54,07 % im
Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf den vor allem
mengenbedingten Rückgang der Erlöse aus
Papierverkäufen zurückzuführen. Die
Produktion der Rhein Papier GmbH lag mit 397.607 t um 47,2
% unter dem Vergleichswert des Vorjahres (753.000 t).
Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Regionen
ergibt folgendes Bild:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Umsätze im
Inland |
178.054 |
392.700 |
| Umsätze EU |
105.650 |
219.080 |
| Umsätze sonstiges
Ausland |
13.006 |
34.291 |
| Summe |
296.710 |
646.071 |
Die Umsatzverteilung ist aus der Fakturierung der UPM
Sales Oy an die Endverbraucher abgeleitet.
Der Rückgang der sonstigen betrieblichen
Erträge ist im Wesentlichen dadurch bedingt, dass im
Vorjahr Erträge iHv. 60,4 Mio. € aus der
zentralen Abwicklung von Derivaten in den sonstigen
betrieblichen Erträgen enthalten waren. Dieses Jahr
führte die Abwicklung von Derivaten zu sonstigen
betrieblichen Aufwendungen (-1,2 Mio. €). Die
periodenfremden Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen iHv. 1,7 Mio. € (Vj. 1,2 Mio.
€) und der Strompreiskompensation iHv. 33,5 Mio.
€ (Vj. 15,0 Mio. €) sind hingegen von 16,2 Mio.
€ auf 35,2 Mio. € gestiegen.
Die Materialaufwandsquote (Verhältnis des
Materialaufwands zu den Umsatzerlösen) beträgt im
Geschäftsjahr 82 % (Vj. 84 %). Die Materialaufwand hat
sich insbesondere aufgrund der gesunkenen Produktion sowie
den gefallenen Zellstoff- und Energiepreisen reduziert. Im
Materialaufwand ist ein Sondereffekt iHv. 4,2 Mio.€
aus der Schließung des Standorts Plattling enthalten.
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die
Personalaufwendungen um 1,4 Mio. € reduziert. Dies
resultiert im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen
für Löhne und Gehälter sowie
Altersversorgung. Im Personalaufwand sind Aufwendungen iHv.
2,3 Mio. € für Alterszeit infolge der
Schließung des Standorts Plattling enthalten.
Die Abschreibungen sind aufgrund
außerplanmäßiger Abschreibungen infolge
der Schließung des Standorts Plattling um 157,8 Mio.
€ gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen
insbesondere Instandhaltungen, betriebliche
Dienstleistungen, Verwaltungsaufwendungen sowie sonstige
Vertriebsaufwendungen. Der Anstieg um 96,0 Mio. €
beruht im Wesentlichen auf den Restrukturierungskosten
(103,6 Mio. €) für die Schließung des
Standorts Plattling. Konträr dazu hat sich der
Instandhaltungsaufwand aufgrund der niedrigeren Auslastung
um 7,7 Mio. € reduziert.
Der Anstieg der "Sonstigen Zinsen und ähnlichen
Erträge" ist auf die höheren Zinserträge aus
dem Cashpool-Guthaben bei der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH
zurückzuführen.
Der Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen
beinhaltet im Wesentlichen den Zinsanteil aus dem Darlehen
iHv. 120,0 Mio. € gegenüber der Konzernmutter UPM
Kymmene Oyj.
Die Gesamtkosten der Schließung des Standortes
Plattling in 2023 betragen 273,5 Mio. €.
4.3 Vermögenslage
Aus der folgenden Darstellung sind die wesentlichen
Veränderungen der Bilanzpositionen der Gesellschaft
ersichtlich:
|
31.12.2023 |
|
31.12.2022 |
|
Veränderung |
|
T€ |
% |
T€ |
% |
T€ |
| A k t i v a |
|
|
|
|
|
| Anlagevermögen |
20.528 |
4,2 |
216.962 |
43,2 |
-196.434 |
| Umlaufvermögen und
Rechnungsabgrenzungsposten |
465.336 |
95,8 |
284.701 |
56,8 |
180.635 |
| Gesamte Aktiva |
485.864 |
100,0 |
501.663 |
100,0 |
-15.799 |
| P a s s i v a |
|
|
|
|
|
| Eigenkapital |
169.215 |
34,8 |
169.215 |
33,7 |
0 |
| Fremdkapital |
316.649 |
65,2 |
332.448 |
66,3 |
-15.799 |
| Gesamte Passiva |
485.864 |
100,0 |
501.663 |
100,0 |
-15.799 |
Als wesentliche Veränderungen sind folgende
Positionen zu kommentieren:
Anlagevermögen
Der Rückgang des Anlagevermögens ergibt
sich im Wesentlichen aus Investitionen von 3,8 Mio. €,
die planmäßigen und
außerplanmäßigen Abschreibungen von 179,9
Mio. € deutlich unterschritten. Darüber hinaus
wurde Anlagevermögen wegen der
Veräußerungsabsicht in Folge der
Schließung mit 20,4 Mio. € in die sonstigen
Vermögensgegenstände im Umlaufvermögen
umgegliedert.
Umlaufvermögen und Rechnungsabgrenzungsposten
Das Umlaufvermögen inkl.
Rechnungsabgrenzungsposten ist im Vergleich zum Vorjahr um
180,6 Mio. € gestiegen, was im Wesentlichen auf die
Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstigen
Vermögensgegenstände zurückzuführen
ist. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den
Forderungen aus Verlustübernahme von 298,2 Mio.
€, während die Forderung aus dem Cashpooling um
91,0 Mio. € auf 125,7 Mio. € abnahmen.
Eigenkapital
Das Eigenkapital hat sich nicht verändert.
Fremdkapital
Der Rückgang des Fremdkapitals in Höhe von
15,8 Mio. € ist im Wesentlichen einerseits auf
geringere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
(-34,3 Mio. €) infolge der Schließung des
Standorts Plattling und andererseits auf geringere
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
(-40,4 Mio. €), hauptsächlich bedingt durch die
Abnahme der Verbindlichkeit aus der umsatzsteuerlichen
Organschaft, zurückzuführen. Die sonstigen
Rückstellungen sind durch vorgenommene Risikovorsorgen
im Zusammenhang mit der Schließung des Standorts
Plattling um 57,1 Mio. € gestiegen.
4.4 Finanzlage
Aus der folgenden Darstellung sind die wesentlichen
Veränderungen der Finanzlage unserer Gesellschaft
ersichtlich:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Jahresergebnis vor
Ergebnisübernahme |
-298.235 |
67.533 |
| Abschreibungen |
179.869 |
22.089 |
| Jahres-Cashflow |
-118.366 |
89.622 |
| Zahlungswirksame
Veränderung des Finanzmittelfonds |
-90.962 |
198.967 |
| Finanzmittelfonds am
Anfang der Periode |
216.668 |
17.701 |
| Finanzmittelfonds am
Ende der Periode |
125.706 |
216.668 |
Der Finanzmittelfonds ergibt sich aus
Cashpooling-Forderungen (T€ 125.696, Vj. T€
216.657) undGuthaben bei Kreditinstituten (T€ 10, Vj.
T€ 11).
Der Jahres Cash-Flow ist im Wesentlichen aufgrund des
Jahresergebnisses vor Ergebnisübernahme von 89,6 Mio.
€ auf -118,4 Mio. € gesunken.
Nach der Übernahme durch die UPM-Gruppe im Jahr
2011 wurden die zinstragenden Verbindlichkeiten neu
strukturiert. Sämtliche Darlehen von Dritten wurden
durch konzerninterne Kredite abgelöst. Dabei wurde der
größte Anteil von der Konzernmutter, UPM Kymmene
Oyj, als Darlehen mit einer Laufzeit bis 23. August 2024
gewährt. Das Darlehen beträgt zum 31. Dezember
2023 unverändert 120,0 Mio. €.
Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die
Integration in das Cash Pooling des UPM Konzerns jederzeit
sichergestellt (siehe Abschnitt 5.2.2 unter
Finanzwirtschaftliche Risiken).
Insgesamt wird die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage als nicht zufriedenstellend eingeschätzt.
5. Prognose-, Risiko- und Chancenbericht
5.1 Prognosebericht
Insgesamt rechnet das IfW für das Jahr 2024 mit
einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von
Kaufkraftparitäten - um 2,8 Prozent, nach 3,1 Prozent
im Jahr 2023. Für das Jahr kommende Jahr 2025 erwartet
das IfW ein Anziehen der Weltkonjunktur auf eine
Zuwachsrate von 3,2 Prozent.
Im Falle von Deutschland rechnet das IfW mit einem
Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für das laufende
Jahr 2024 von 0,9 Prozent. Im Jahr 2025 dürfte die
Wirtschaftsleistung um 1,2 Prozent zulegen und im
vergangenen Jahr 2023 fiel das Minus mit 0,3 Prozent etwas
niedriger aus als im Herbst erwartet (-0,5 Prozent).
Die Geschäftsführung erwartet, dass sich
der Nachfragerückgang nach graphischen Papieren weiter
fortsetzt, jedoch nicht im gleichen Maße wie im Jahr
2023, sondern im hohen einstelligen Prozentbereich. So
wurde im Mai 2024 die geplante Schließung der
Papiermaschine PM3 der Nordland Papier GmbH sowie die
Schließung des Standortes Hürth der Rhein Papier
GmbH zum Jahresende 2024 bekanntgegeben. Weitere
Kapazitätsreduzierungen in der Papierindustrie
können nicht ausgeschlossen werden, eine Aussage dazu
ist jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.
Weiterhin werden Maßnahmen z.B. im Rahmen des
SmartSpend Programms zur Verbesserung der Kostenstruktur
durchgeführt.
Die Auswirkungen des Ukraine-Krieges (siehe hierzu
auch 5.2.2) auf den Rest des Jahres, insbesondere im
Hinblick auf die Energiepreise, sind unsicher. Aus
derzeitiger Sicht sind stabile bzw. leicht steigende
Verkaufspreise zu erwarten. Zudem gehen wir davon aus, dass
die Rohstoffpreise in 2024 höher ausfallen werden.
Insgesamt wird, trotz der Schließung und Einstellung
der betrieblichen Aktivitäten, eine Verbesserung des
EBITDA im Vergleich zum Vorjahr erwartet.
Bei der Unfallquote erwarten wir für das Jahr
2024 einen deutlichen Rückgang.
5.2. Risikobericht
Die Rhein Papier GmbH betreibt ein ganzheitliches
Risikomanagement-System. Dabei stehen wir vor der
unternehmerischen Herausforderung, Risiken durch effiziente
Verfahren und ein angemessenes Risikobewusstsein so
kalkulierbar wie möglich zu machen. Entsprechend den
risikopolitischen Grundsätzen geht die Rhein Papier
GmbH Risiken kontrolliert ein - und nur dann, wenn ein
entsprechender Mehrwert zu erwarten ist. Das
Risikomanagementsystem ist nach Auffassung der
Geschäftsführung insgesamt ausreichend, um den
wesentlichen Risiken der Rhein Papier GmbH zu begegnen.
5.2.1 Risikomanagement
Die Rhein Papier GmbH ist als international
tätiges Unternehmen einer Vielzahl von Risiken
ausgesetzt. Diese Risiken sind untrennbar mit unserer
Geschäftstätigkeit verbunden, die darauf
ausgerichtet ist, Geschäftschancen optimal zu nutzen.
Gleichzeitig ist unsere Risikostrategie integraler
Bestandteil der umfassenden Konzern-Risikostrategie von
UPM.
Um dies sicherzustellen, haben wir die Risikopolitik
der Rhein Papier GmbH formuliert und mit der Festlegung von
Organisations- und Verantwortungsstrukturen ein umfassendes
Risikomanagementsystem eingerichtet. Das Risikomanagement
ist dabei sowohl auf zentraler Ebene als auch dezentral in
den Fachabteilungen und Funktionsbereichen angesiedelt. Als
Risiken definieren wir alle Beeinträchtigungen, die
den Unternehmenserfolg gefährden.
Ziel ist es, sowohl strategische und globale als auch
geschäftsspezifische Risiken aufzudecken, zu
überwachen und durch geeignete Maßnahmen zu
beherrschen. Bei der Rhein Papier GmbH bestehen
umfangreiche und etablierte Planungs-, Genehmigungs-,
Berichterstattungs- und Frühwarnsysteme, die in ihrer
Gesamtheit das Risikomanagementsystem bilden. Dieses
Risikomanagementsystem und seine Funktionsweise sind
dokumentiert.
Bei der Bewertung der Risiken wird die individuelle
Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Auswirkung auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft
zugrunde gelegt.
Durch regelmäßige Instandhaltung unserer
Anlagen wird Produktions- und Qualitätsrisiken
kontinuierlich entgegengewirkt.
5.2.2 Risiken
Mit unserer Geschäftstätigkeit sind
folgende Hauptrisiken verbunden. Als Hauptrisiken
zählen für uns Risiken mit einer mindestens
ertragsgefährdenden Auswirkung und/oder einer
mittleren bis hohen Eintrittswahrscheinlichkeit.
Ergänzend werden wegen der grundlegenden Bedeutung
auch die finanzwirtschaftlichen Risiken und die Risiken aus
regulatorischen Änderungen dargestellt.
| Risiko |
Auswirkung auf |
Grad der Auswirkung |
Eintrittswahrscheinlichkeit |
|
Beschaffungsmarktrisiko |
Ertragslage |
ertragsgefährdend |
hoch (> 75%)* |
| Absatzmarktrisiko |
Ertragslage und
Beschäftigung |
ertragsgefährdend |
hoch (> 75%)* |
| Finanzwirtschaftliche
Risiken |
Liquidität und
Ertragslage |
ertragsbelastend |
sehr niedrig (<
10%)* |
| Risiken aus
regulatorischen Änderungen |
Ertragslage |
stark
ertragsgefährdend |
mittel (<50%)* |
| Risiken aus
Rückzahlung Strompreiskompensation |
Liquidität und
Ertragslage |
ertragsbelastend |
nicht wahrscheinlich
(< 50%) |
| Sonstige Risiken |
Ertragslage Fehlfunktion
der IT-Systeme |
ertragsgefährdend |
mittel (<50%)* |
| Rechtliche Risiken |
Ertragslage |
stark
ertragsgefährdend |
mittel (<50%)* |
*innerhalb der nächsten 24 Monate
Beschaffungsmarktrisiko
Die Rhein Papier GmbH ist als produzierendes
Unternehmen der Papierindustrie dem Risiko der
Verfügbarkeit insbesondere von Holz, Altpapier und
Zellstoff sowie Energie für die Herstellung ihrer
Produkte ausgesetzt. Diese Rohstoffe unterliegen zudem in
besonderem Maße dem Risiko von z.T. erheblichen
Preisschwankungen. Um die Preis- und Bezugsrisiken der
Beschaffungsmärkte abzusichern, haben wir für
wichtige Rohstoffe langfristige Bezugsverträge
abgeschlossen und nutzt der UPM Konzern die Chancen der
Spot-Märkte für den Bezug zusätzlicher
Rohstoffmengen. Zur Deckung unseres Energiebedarfes nutzen
wir neben langfristigen Kontrakten die erweiterten
Instrumente des liberalisierten Energiemarktes.
Um Risiken aus den Beschaffungsmärkten für
die Geschäftstätigkeit und die
Ergebnisentwicklung frühzeitig zu erkennen und auf
Veränderungen rechtzeitig reagieren zu können,
werden die betroffenen Märkte von den zuständigen
Unternehmenseinheiten laufend beobachtet. Auf Grund der
sehr transparenten Absatzmärkte für unsere
Produkte ist die Weitergabe gestiegener Rohstoffpreise nur
begrenzt möglich.
Hinsichtlich Auswirkung des Ukraine-Krieges siehe
Abschnitt Ukraine-Krieg unter Sonstigen Risiken.
Absatzmarktrisiken
Der Papiermarkt ist durch intensiven Wettbewerb
geprägt, der sich insbesondere auf die erzielbaren
Verkaufspreise für unsere Produkte auswirkt. Der
starke Wettbewerbsdruck resultiert dabei aus noch
bestehenden Überkapazitäten und konjunkturellen
Nachfrageschwankungen.
In eher zyklisch geprägten
Geschäftsbereichen begegnen wir den Marktrisiken durch
die Anstrebung von Kostenführerschaft und
gegebenenfalls durch zeitnahe Kapazitätsanpassungen.
Die Produkte unserer Gesellschaft aus der
Papierproduktion werden über die europäische
Vertriebsgesellschaft unseres Konzerns, die UPM Sales Oy,
verkauft, die beim Verkauf die Kundenforderung in ihren
Büchern führt. Das Marktrisiko trägt jedoch
die Rhein Papier GmbH grundsätzlich selber.
Quartalsweise wird der von der UPM Sales Oy am Markt
erzielte Preis mit dem konzerninternen Verrechnungspreis
abgeglichen und die Differenz unserer Gesellschaft
erstattet bzw. belastet.
Hinsichtlich Auswirkung des Ukraine-Krieges siehe
Abschnitt Ukraine-Krieg unter Sonstigen Risiken.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Die Rhein Papier GmbH ist im Rahmen der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Währungs-, Zins- und Preisrisiken ausgesetzt. In den
Fällen, in denen eine Absicherung gegen diese Risiken
beabsichtigt wird, werden diese Positionen dem zentralen
Treasury der Muttergesellschaft gemeldet und auf
Konzernebene abgesichert. Zudem besteht ein Risiko
hinsichtlich der Werthaltigkeit von Produktionsmaschinen.
Wir sehen derzeit keine nachhaltige Auswirkung auf
die Werthaltigkeit von Produktionsmaschine durch den
Ukraine-Krieg (siehe auch Abschnitt Ukraine-Krieg unter
Sonstigen Risiken).
Die Liquidität der Gesellschaft ist durch die
Integration in das Cash Pooling des UPM Konzerns und die
Darlehensfinanzierung durch die UPM Kymmene Oyj jederzeit
sichergestellt. Die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH als
Muttergesellschaft des deutschen Teilkonzerns
übernimmtdas Cash Pooling der deutschen Gesellschaften
und damit auch der Rhein Papier GmbH. Die UPM-Kymmene
Beteiligungs GmbH ist selber wiederum in das Cash Pooling
der Konzernmutter UPM Kymmene Oyj eingebunden. Die UPM
Kymmene Oyj hat die Sicherstellung der finanziellen Mittel
der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH durch einen Letter of
Support vom 12. April 2024 für den Fall bis zum 30.
Juni 2025 garantiert sofern und soweit notwendig.
Durch das Cash Pooling werden die allgemeinen und
spezifischen Zahlungsstromschwankungen ausgeglichen. Die
diesbezügliche Verzinsung erfolgt zu
marktüblichen Bedingungen. Eine kurzfristige
Finanzmittelbeschaffung über die Finanzmärkte ist
nicht notwendig, sodass die Rhein Papier GmbH unmittelbar
keinen Finanzierungsrisiken ausgesetzt ist.
Die finanzielle Position der UPM-Gruppe ist auch
trotz der Ukraine-Krise stark. Der Verschuldungsfaktor
(Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA)
beträgt 1,55. Zudem bestehen zum 31. Dezember 2023
Barmittel und zugesagte ungenutzte Kreditlinien in
Höhe von 3,6 Mrd. EUR auf Ebene des UPM Konzerns.
Risiken aus regulatorischen Änderungen
Es besteht das Risiko, dass das Geschäftsmodell
der Gesellschaft grundlegend in Frage gestellt werden
könnte, sollte es zu gesetzlichen Änderungen bzw.
einer Abschaffung der bestehenden Ausgleichsregelungen
kommen. Da die diesbezüglichen Erstattungen
möglicherweise wesentlich durch geringe
Produktionstätigkeiten beeinflusst werden
könnten, ist das Unternehmen im ständigen Kontakt
mit den entsprechenden Behörden bzw. verfolgt die
Situation ständig.
Risiken aus Rückzahlung Strompreiskompensation
Investitionsverpflichtungen aus den
Strompreiskompensationen betreffend die Abrechnungsjahre
2021 bis 2024 sind spätestens bis zum 31.12.2024
abzuschließen und in 2025 nachzuweisen. Die
jeweiligen Anträge auf Strompreiskompensation wurden
mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns erstellt. Die
jeweiligen Anträge wurden von der zuständigen
Behörde, DEHSt, nahezu antragsgemäß
verbescheidet und die entsprechenden Summen ausbezahlt. Vor
diesem Hintergrund und vor dem Hintergrund der bereits
umgesetzten und geplanten Maßnahmen wird das Risiko
einer Rückzahlung der bewilligten
Strompreiskompensation als nicht wahrscheinlich (< 50%)
eingestuft.
Sonstige Risiken
Die Gesellschaft bedient sich bei den Prozessen im
Produktionsbereich und bei den globalen Funktionen
weitestgehend konzerneinheitlicher, globaler IT Systeme.
Diese werden durch die IT-Konzernfunktion betreut. Ein
konzernweites User Access Management System
gewährleistet die abgestimmte Nutzung der Systeme.
Qualitätsrisiken aus der Produktion unserer
Produkte wird durch eine kontinuierliche
Qualitätssicherung entgegengewirkt. Indikatoren
für das vorhandenen stabile Qualitätsniveau sind
niedrige Reklamationskosten.
Ukraine-Krieg
Geopolitische Spannungen, darunter der anhaltende
Krieg Russlands in der Ukraine, die jüngsten Konflikte
im Nahen Osten und die Spannungen zwischen wichtigen
Volkswirtschaften, z. B. zwischen China und den USA, sorgen
weiterhin für große Unsicherheit im Umfeld, was
sich auf das Wirtschaftswachstum, die Inflation und den
Welthandel auswirken kann.
Als Reaktion auf den Angriff Russlands auf die
Ukraine haben die Europäische Union sowie mehrere
Länder umfangreiche Sanktionen insbesondere gegen
Russland und Weißrussland verhängt. Die
Wirtschaftssanktionen und die Gegenmaßnahmen
Russlands haben es für UPM unmöglich gemacht,
seine Geschäftstätigkeit in Russland fortzusetzen
oder mit russischen Geschäftspartnern zu handeln.
Die vollständigen Auswirkungen der aktuellen und
potenziellen neuen Sanktionen, Gegensanktionen und
Marktentwicklungen werden erst mit der weiteren Entwicklung
der Situation bekannt werden. UPM beobachtet die Situation
genau und trifft seine Entscheidungen entsprechend.
Bestandsgefährdende Risiken bestehen zum
Abschlussstichtag nicht.
5.3 Chancen bzw. Erfolgspotentiale
Der UPM Konzern beschäftigt sich intensiv
mit detaillierten Marktanalysen, Marktszenarien und
-projektionen, den relevanten Treibern und kritischen
Erfolgsfaktoren und leitet daraus konkrete
geschäftsfeld- und marktspezifische Erfolgspotentiale
ab.
Für unsere Gesellschaft wird es unter den
genannten Rahmenbedingungen darauf ankommen, die
eingeleiteten Maßnahmen zur
Produktivitätssteigerung, Kostensenkung und
Strukturverbesserung konsequent und in den Konzernverbund
eingebettet weiterzuführen. Dabei werden wir weiterhin
darauf achten, die Technologie- und Kostenführerschaft
in Schlüsselbereichen anzustreben und die Chance zu
wahren, von einer konjunkturellen Belebung unmittelbar zu
profitieren.
Unterstützt wird dies durch den von E.ON
durchgeführten Bau eines Biomassekraftwerks auf dem
Gelände des UPM Papierwerks in Hürth, welches
voraussichtlich im Jahr 2024 in Betrieb genommen wird. Das
Kraftwerk wird neben der Wärmeversorgung des Werks
Hürth auch erneuerbare Energie in das Stromnetz
einspeisen und so zur Kostenreduktion sowie zur
Energiewende und zum Klimaschutz beitragen.
Die in 2023 durchgeführten
Instandhaltungsmaßnahmen und Investitionen dienten
ebenso im Wesentlichen der Effizienzsteigerung und
Kostensenkung.
Chancen und Risiken können sich aus der
Entwicklung der Angebots- und Nachfragesituation sowie der
Rohstoff- und Energiepreise ergeben. Wichtige Ziele sind in
Zukunft die Stabilisierung der Margen unserer Produkte
sowie die weitergehende Ergebnisverbesserung durch diverse
Einsparungen. Damit wollen wir die
Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft insgesamt
verbessern und so die Voraussetzungen für weiteres
profitables Wachstum schaffen.
Plattling, den 7. Juni
2024
Rhein
Papier GmbH Die Geschäftsführung
Christian
Thaler
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Aktiva
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
€ |
€ |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
| Entgeltlich
erworbene Konzessionen, gewerbliche |
|
|
| Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte |
|
|
| sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
174.758,71 |
605.376,12 |
|
174.758,71 |
605.376,12 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten |
|
|
| einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken |
14.757.080,67 |
187.016.432,42 |
| 2.
Technische Anlagen und Maschinen |
3.860.600,55 |
22.143.491,13 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
507.620,88 |
4.290.012,22 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
1.228.158,31 |
2.906.650,32 |
|
20.353.460,41 |
216.356.586,09 |
|
20.528.219,12 |
216.961.962,21 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| I.
Vorräte |
|
|
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
6.366.285,70 |
39.959.732,93 |
| 2.
Unfertige Erzeugnisse |
285.458,51 |
2.648.167,06 |
|
6.651.744,21 |
42.607.899,99 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
2.371.222,77 |
6.999.792,75 |
| 2.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
428.146.704,24 |
224.591.288,02 |
| (davon
gegen Gesellschafter € 964.706,12; |
|
|
| Vorjahr
€ 5.928.927,63) |
|
|
| 3.
Sonstige Vermögensgegenstände |
27.500.110,84 |
6.781.701,97 |
|
458.018.037,85 |
238.372.782,74 |
| IV.
Kassenbestand, |
|
|
| Guthaben
bei Kreditinstituten und Schecks |
10.239,74 |
11.159,87 |
|
464.680.021,80 |
280.991.842,60 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
655.368,27 |
3.708.985,67 |
|
485.863.609,19 |
501.662.790,48 |
Passiva
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
€ |
€ |
| A.
Eigenkapital |
|
|
| I.
Gezeichnetes Kapital |
4.000.000,00 |
4.000.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
387.423.244,46 |
387.423.244,46 |
| III.
Bilanzverlust |
-222.208.558,65 |
-222.208.558,65 |
|
169.214.685,81 |
169.214.685,81 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
17.317.226,11 |
18.348.110,27 |
| 2.
Steuerrückstellungen |
398.390,41 |
80.200,00 |
| 3.
Sonstige Rückstellungen |
101.702.044,77 |
44.615.641,88 |
|
119.417.661,29 |
63.043.952,15 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
56.430.263,10 |
90.732.210,67 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
135.953.952,02 |
176.343.553,84 |
| (davon
gegenüber Gesellschaftern €
128.561.875,15; |
|
|
| Vorjahr
€ 134.902.311,31) |
|
|
| 3.
Sonstige Verbindlichkeiten |
4.847.046,97 |
2.328.388,01 |
| (davon
aus Steuern € 2.847.413,34; Vj. €
334.215,50) |
|
|
|
197.231.262,09 |
269.404.152,52 |
|
485.863.609,19 |
501.662.790,48 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom
1. Januar bis 31. Dezember 2023
|
2023 |
2022 |
|
€ |
€ |
| 1.
Umsatzerlöse |
296.709.619,27 |
646.070.603,97 |
| 2.
Verminderung des Bestands an |
-2.362.708,55 |
-130.340,37 |
| unfertigen
Erzeugnissen |
|
|
| 4.
andere aktivierte Eigenleistungen |
205,95 |
0,00 |
| 5.
Sonstige betriebliche Erträge |
42.903.924,02 |
101.252.194,82 |
| 6.
Materialaufwand |
|
|
| Aufwendungen
für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
|
|
| und
für bezogene Waren |
-243.740.016,47 |
-539.596.464,25 |
| 7.
Personalaufwand |
|
|
| a)
Löhne und Gehälter |
-32.648.435,52 |
-32.613.854,25 |
| b)
Soziale Abgaben und Aufwendungen |
-7.384.843,88 |
-8.808.337,10 |
| für
Altersversorgung und für Unterstützung |
|
|
| (davon
für Altersversorgung |
|
|
| €
822.612.03; Vorjahr € 2.337.708,79) |
|
|
| 8.
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
| des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
-179.868.931,09 |
-22.089.018,58 |
| 9.
Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-165.528.371,69 |
-69.598.342,34 |
| 10.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
4.970.111,26 |
560.168,81 |
| (davon
aus verbundenen Unternehmen |
|
|
| €
4.902.066,15; Vj. € 555.562,36) |
|
|
| 11.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
-10.751.035,70 |
-7.087.057,28 |
| (davon
an verbundene Unternehmen |
|
|
| €
9.803.919,99; Vj. € 5.923.836,88) |
|
|
| 12.
Ergebnis nach Steuern |
-297.700.482,40 |
67.959.553,43 |
| 13.
Sonstige Steuern |
-534.857,70 |
-426.072,14 |
| 14.
Erträge aus Verlustübernahme |
298.235.340,10 |
0,00 |
| 15.
Jahresüberschuss |
0,00 |
67.533.481,29 |
| 16.
Verlustvortrag |
-222.208.558,65 |
-289.742.039,94 |
| 17.
Bilanzverlust |
-222.208.558,65 |
-222.208.558,65 |
Anhang
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis 31. Dezember 2023 (Registergericht Deggendorf,
HRB 5032)
A. Allgemeine Angaben
Die Gesellschaft ist eine große
Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.
Die Zahlenangaben im Jahresabschluss erfolgen in der Bilanz
und GuV in Euro (€), im Anhang in T€.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Rhein
Papier GmbH wird nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches sowie unter Anwendung der
rechtsformspezifischen Vorschriften erstellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem
Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2
HGB aufgestellt.
Die gesetzlichen Gliederungsschemata der §§
266 bzw. 275 HGB wurden unverändert angewandt.
B. Besonderer Geschäftsvorfall des
Geschäftsjahres 2023
Im Sommer 2023 wurde beschlossen und bekanntgegeben,
dass die Produktion am Standort Plattling zum Jahresende
2023 eingestellt wird. Ein Sozialplan inkl.
Interessensausgleich wurde mit den Beschäftigten
vereinbart. Der Standort soll kurz- bis mittelfristig
liquidiert werden. Risiken, die sich aus der Bewertung von
Vermögensgegenständen oder durch die
Schließung entstandenen Verpflichtungen ergeben,
wurden im vorliegenden Jahresabschluss angemessen
berücksichtigt.
Das Anlagevermögen von Plattling wurde wegen der
geplanten Veräußerungsabsicht umgegliedert in
die sonstigen Vermögensgegenstände.
Durch diese Geschäftsvorfälle sind einzelne
Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung mit
den angegebenen Vorjahreswerten nur eingeschränkt
vergleichbar.
C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden,
Währungsumrechnung
Die
immateriellen Vermögensgegenstände wurden
zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um
planmäßige, lineare Abschreibungen bewertet.
Zugänge werden ab 1. Januar 2010 nach der
wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben und liegen
zwischen 3 und 10 Jahren.
Das
Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten vermindert um planmäßige und,
falls erforderlich, um außerplanmäßige
Abschreibungen angesetzt. Die Herstellungskosten der
selbsterstellten Anlagen umfassen Material- und
Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile notwendiger
Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen wurden nicht einbezogen.
Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear
über eine Nutzungsdauer von 25 bis 50 Jahren
vorgenommen, bei Bauten auf fremden Grundstücken
linear über eine Nutzungsdauer von 10 bis 50 Jahren
und bei technischen Anlagen und Maschinen sowohl linear als
auch degressiv über eine Nutzungsdauer von 4 bis 20
Jahren. Die Papiermaschinen und Streichmaschinen werden
planmäßig linear sowie degressiv zum jeweils
gültigen Höchstsatz über eine Nutzungsdauer
von 10 Jahren abgeschrieben.
Außerplanmäßige Abschreibungen auf
Sachanlagen werden vorgenommen, soweit eine dauerhafte
Wertminderung vorliegt. Zuschreibungen erfolgen, falls der
Grund für in der Vergangenheit vorgenommene
außerplanmäßige Abschreibungen nicht mehr
vorliegt.
Die Gesellschaft ist der wirtschaftliche
Eigentümer des Kraftwerks Plattling. Die
Anschaffungskosten des Kraftwerks entsprechen dem Barwert
der fest für das Kraftwerk zu entrichtenden Zahlungen.
Das Kraftwerk ist unter den Grundstücken,
grundstücksgleichen Rechten und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken ausgewiesen und hatte eine
planmäßige Nutzungsdauer von 30 Jahren.Das
Kraftwerk Plattling wurde infolge der Schließung
außerplanmäßig vollständig
abgeschrieben.
In gleicher Weise wie das Kraftwerk wurden Maschinen,
Gebäude sowie Betriebs- und
Geschäftsausstattungen auf den niedrigeren
beizulegenden Wert abgeschrieben.
Andere Anlagen und Betriebs- und
Geschäftsausstattungen werden linear über eine
Nutzungsdauer von 3 bis 20 Jahren abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten
bis 250 € werden als Betriebsausgabe abgesetzt.
Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und
Herstellungskosten zwischen 250 € und 1.000 €
wurde ein Sammelposten gebildet und um 1/5 gewinnmindernd
aufgelöst. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
werden zum Nennwert angesetzt.
Die
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit den
durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. unter Beachtung
des Niederstwertprinzips mit den niedrigeren
Wiederbeschaffungs- oder Marktpreisen angesetzt. Die
Bewertung von Betriebsmaterial und Ersatzteilen erfolgt zu
durchschnittlichen Anschaffungs- und Herstellungskosten.
Wertminderungen wegen mangelnder Gängigkeit werden
durch entsprechende Abwertungen auf den niedrigeren
beizulegenden Wert berücksichtigt.
Ersatzteile werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Abwertungen auf den
niedrigeren beizulegenden Wert werden anhand des
Gängigkeitsabschlags gebildet. Risiken, die sich aus
der vorgesehenen Veräußerung von Roh-, Hilfs-
und Betriebsstoffen am Standort Plattling ergeben, wurden
aufwandswirksam berücksichtigt.
Die Herstellungskosten der
unfertigen Erzeugnisse umfassen neben den direkt
zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und angemessene Teile
der Materialgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital
wurden in die Herstellungskosten nicht einbezogen. Vom
Wahlrecht herstellungsbezogene allgemeine Verwaltungskosten
in die Bewertung einzubeziehen, wird kein Gebrauch gemacht.
Auf eine verlustfreie Bewertung wurde geachtet.
Unentgeltlich erworbene CO2-Emissionszertifikate
werden gemäß IDW RS HFA 15 zum Erinnerungswert
angesetzt. Am Jahresende befanden sich noch 87.651
unentgeltlich erworbenen CO2-Emissionszertifikate mit einem
Zeitwert von 78,90 € pro Zertifikat im Bestand.
Die
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind grundsätzlich
zum Nennwert bilanziert. Erkennbaren Risiken wird durch
entsprechende Einzelwertberichtigungen, dem allgemeinen
Ausfallrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung
getragen. Die aus dem Anlagevermögen umgegliederten
Vermögensgegenstände sind zum niedrigeren
beizulegenden Wert, der dem erwarteten
Veräußerungswert entspricht, bewertet.
Die
Guthaben bei Kreditinstituten werden zum
Nominalbetrag angesetzt.
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einem
Zeitraum in den folgenden Geschäftsjahren zuzurechnen
sind, werden abgegrenzt und als
aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.
Das
gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage
sind zum Nennbetrag angesetzt.
Den Pensionsrückstellungen liegen
versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die
Berechnung erfolgt nach der projizierten
Einmalbeitragsmethode (Projected Unit Credit Method) mit
einem durchschnittlichen Marktzinssatz zum 31.12.2023 der
vergangenen zehn Geschäftsjahre von1,83 % (bei einer
angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren), unter Anwendung
der Heubeck-Richttafeln 2018 G. Die Rentendynamik wird mit
2,00 % p.a., die Lohn- und Gehaltssteigerung mit 0 % p. a.
und eine unternehmensspezifische
Fluktuationswahrscheinlichkeit zwischen 0 % und 5,10 %
angesetzt. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6
Satz 3 HGB beträgt T€ 91. Im Falle der
Verpfändung von Ansprüchen aus
Rückdeckungsversicherungen erfolgt eine Saldierung mit
den Pensionsrückstellungen. Die Ansprüche aus
Rückdeckungsversicherungen werden zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, was dem
beizulegenden Zeitwert entspricht.
Für die Berechnung der
Altersteilzeitrückstellungen
(versicherungsmathematische Gutachten) liegen ebenso die
Heubeck-Richttafeln 2018 G, ein durchschnittlichen
Marktzinssatz der letzten sieben Jahre bei einer
Restlaufzeit von drei Jahren von 1,08 % sowie eine
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,50 % zu Grunde.
Die Altersteilzeitverpflichtungen wurden durch eine
doppelseitige Treuhandschaft besichert, sodass die
Voraussetzungen für saldierungspflichtiges
Vermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
erfüllt sind. Infolgedessen werden die Verpflichtungen
mit den Vermögenswerten saldiert.
Die fondsakzessorischen Verpflichtungen aus
Lebensarbeitskonten werden in Höhe der
korrespondierenden Wertpapiere angesetzt. Da die
Voraussetzungen für saldierungspflichtiges
Vermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB
erfüllt sind, werden die Verpflichtungen mit den
Vermögenswerten saldiert, sodass es zu keinem
Bilanzausweis kommt.
Die
Steuerrückstellungen und sonstige
Rückstellungen werden nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung zum notwendigen
Erfüllungsbetrag bilanziert.
Die
sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten sowie
drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Dabei
werden alle Verpflichtungen abgedeckt, die dem Grunde nach
erkennbar sind, aber in ihrer endgültigen Höhe
noch nicht feststehen. Sie sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h.
einschließlich zukünftiger Preis- und
Kostensteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit
einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem
laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzins der
vergangenen sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank
ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.
Verbindlichkeiten sind gemäß § 253
Abs. 1 Satz 2 HGB mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in
fremder Währung sind mit dem jeweiligen
Mittelkurs (Devisenkassamittelkurs) unter Beachtung des
Anschaffungswert- bzw. Imparitätsprinzips am
Entstehungstag bewertet. Zum Bilanzstichtag sich ergebende
Verluste aus Kursänderungen sind berücksichtigt.
Bei Restlaufzeiten unter einem Jahr wurden auch Gewinne aus
Kursänderungen am Bilanzstichtag berücksichtigt.
Währungsgewinne und -verluste werden in der Gewinn-
und Verlustrechnung unsaldiert ausgewiesen.
Latente Steuern werden aufgrund des
ertragsteuerlichen Organschaftsverhältnisses mit der
UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH als Organträgerin nicht
bilanziert. Steuerumlagen für laufende Ertragssteuern
werden nicht vorgenommen.
Umsatz wird in dem Zeitpunkt realisiert, in dem die
Gefahr des zufälligen Untergangs der
veräußerten Ware auf die UPM Sales Oy
übergegangen ist. Die Umsätze aus Vermietung und
realisiert.
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
Zur Bilanz
Aktiva
Anlagevermögen
Die Aufgliederung des Anlagevermögens und dessen
Entwicklung im Geschäftsjahr ist in der Anlage zum
Anhang dargestellt.
Die Umgliederung im Anlagespiegel betrifft
sämtlich bisher am Standort Plattling ausgewiesenen
Vermögensgegenstände, deren
Veräußerung vorgesehen ist.
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Von den sonstigen Vermögensgegenständen
haben T€ 808 (Vj. T€ 845) eine Restlaufzeit von
mehr als einem Jahr. Sämtliche übrige Forderungen
und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine
Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Dieser Posten beinhaltet zum größten Teil
Forderungen gegen die UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH
resultierend aus Cash Pooling mit T€ 125.696 (Vj.
T€ 216.657) sowie aus Forderungen aus
Verlustübernahme mit T€ 298.235. Des Weiteren
sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen
diverse Konzerngesellschaften enthalten.
Sonstige Vermögensgegenstände
Die Zunahme der sonstigen
Vermögensgegenstände betrifft mit T€ 20.403
die vorgenommene Umgliederung von bisher als
Anlagevermögen ausgewiesenen
Vermögensgegenständen, die nunmehr zur
Veräußerung bestimmt sind. Die sonstigen
Vermögensgegenstände enthalten des Weiteren vor
allem Erstattungsansprüche aus diversen Steuern,
ausstehende Forderungen sowie debitorische Kreditoren.
Rechnungsabgrenzungsposten
In den Rechnungsabgrenzungsposten sind zum
Bilanzstichtag 2023 vorausbezahlte Stromabschläge
sowie vorausbezahlte Versicherungen enthalten.
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt zum
31. Dezember 2023 T€ 4.000 und ist voll einbezahlt.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt
unverändert zum Vorjahr T€ 387.423.
Bilanzverlust
Der Verlustvortrag in Höhe von T€ 222.209
ist durch für Übernahme des Verlusts im Rahmen
des Ergebnisabführungsvertrags unverändert.
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen enthalten
Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Renten. Es
wurden Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen
in Höhe von T€ 283 (Vj. T€ 296) saldiert.
Zum Bilanzstichtag beträgt der beizulegende
Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände
T€ 283 und der Erfüllungsbetrag der verrechneten
Schulden T€ 610. Die Anschaffungskosten des
Deckungsvermögens betrugen T€ 400.
Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im
Wesentlichen Beträge für Verpflichtungen im
Personalbereich u.a. für Restrukturierung infolge der
Schließung des Standort Plattling,
Rückstellungen für Verpflichtungen aus der
Schließung, für Energie, öffentlichen
Verpflichtungen aus Rekultivierung, für ausstehende
Rechnungen sowie Rückstellungen für drohende
Verluste aus Einkaufskontrakten.
Beim Ausweis der Rückstellungen werden
Vermögensgegenstände, welche zur
Insolvenzsicherung für Verpflichtungen aus
Lebensarbeitszeitkonten auf Depotsperrkonten angelegt sind,
verrechnet.
Zum Bilanzstichtag beträgt der beizulegende
Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände
T€ 3.500 und der Erfüllungsbetrag der
verrechneten Schulden T€ 5.066. Die Anschaffungskosten
des Deckungsvermögens betrugen T€ 3.450.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten (Vorjahreszahlen in Klammern)
stellen sich wie folgt dar:
|
Davon mit
einer Restlaufzeit |
Gesamt |
|
bis 1 Jahr |
1 bis 5 Jahre |
über 5 Jahre |
31.12.2023 |
|
€ |
€ |
€ |
€ |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
30.920.913,28
(47.235.494,77) |
25.509.349,82
(43.496.715,90) |
0,00
(0,00) |
56.430.263,10
(90.732.210,67) |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
135.953.952,02
(56.343.553,84) |
0,00
(120.000.000,00) |
0,00
(0,00) |
135.953.952,02
(176.343.553,84) |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
4.847.046,97
(2.328.388,01) |
0,00
(0,00) |
0,00
(0,00) |
4.847.046,97
(2.328.388,01) |
| Verbindlichkeiten
insgesamt |
171.721.912,27
(105.907.436,62) |
25.509.349,82
(163.496.715,90) |
0,00
(0,00) |
197.231.262,09
(269.404.152,52) |
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen sind konzerninterne Kredite enthalten. Davon
wird der größte Anteil von T€ 120.000 von
der Konzernmutter, UPM Kymmene,Oyj als Darlehen mit einer
Laufzeit bis zum 23. August 2024 gewährt. Die an den
12-Monats-Euribor gekoppelten Zinszahlungen sind jeweils
jährlich zu entrichten; diese sind in den
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i.
H. v. T€ 1.125 (Vj. T€ 853) enthalten. Der
Restbetrag setzt sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus
dem sonstigen Leistungsverkehr. Die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen betreffen wie im Vorjahr im
Wesentlichen die Verbindlichkeit gegenüber der
Kraftwerk Plattling GmbH.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen und
Haftungsverhältnisse
|
bis zu
1 Jahr |
2. Jahr |
3. Jahr |
4. Jahr |
5. ff Jahr |
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
|
Instandhaltungsvertrag |
700 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Sonstiges |
112 |
58 |
0 |
0 |
0 |
| Summe |
812 |
58 |
0 |
0 |
0 |
Im Geschäftsjahr 2015 wurde mit der Valmet
Plattling GmbH (vormals Metso Mill Plattling GmbH),
Plattling, ein Instandhaltungsvertrag über die
Instandhaltung der Produktionsanlagen, zunächst
über fünf Jahre vom 1. Januar 2016 bis zum 31.
Dezember 2021, geschlossen, der bis zum 31. Dezember 2024
verlängert wurde. Im Zusammenhang mit der
Schließung des Standorts Plattling wurde der Vertrag
zum 31.01.2024 gekündigt.
Zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse (im Wesentlichen Zeitungsdruck-
und Magazinpapier) teilen sich geographisch wie folgt auf:
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Bundesrepublik
Deutschland |
178.054 |
392.700 |
| übrige EU |
105.650 |
219.080 |
| Übriges
Ausland |
13.006 |
34.291 |
| Summe |
296.710 |
646.071 |
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen
mit T€ 35.224 (Vj. T€ 16.198) periodenfremde
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
und der Strompreiskompensation enthalten. Des Weiteren
waren in den sonstigen betrieblichen Erträgen im
Vorjahr Erträge aus der konzerninternen
Weiterverrechnung von Erträgen aus der zentralen
Abwicklung von Derivaten mit T€ 60.439 enthalten.
Materialaufwand
Für die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden
infolge der Schließung des Standorts Plattling
Abwertungen in Höhe von T€ 4.215
berücksichtigt.
Personalaufwand
In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung sind
T€ 70 für die Sozialabgaben aus Kurzarbeitergeld
saldiert enthalten.
Im Personalaufwand sind Aufwendungen iHv. T€
2.342 für Alterszeit infolge der Schließung des
Standorts Plattling enthalten.
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und
Sachanlagen
Infolge der Schließung des Standorts Plattling
wurden T€ 163.439 außerplanmäßige
Abschreibungen auf Sachanlagen vorgenommen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen im
Wesentlichen Instandhaltungen, betriebliche
Dienstleistungen, Verwaltungsaufwendungen und sonstige
Vertriebsaufwendungen. Des Weiteren sind Aufwendungen in
Höhe von T€ 103.560 für die Schließung
des Standorts Plattling enthalten. Aufwendungen aus
Kursverlusten sind mit T€ 1 (Vj. T€ 11)
enthalten. Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind
nicht angefallen.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Zinsaufwand aus der Aufzinsung von
Rückstellungen für Pensionen, Altersteilzeit,
Jubiläumsverpflichtungen und Sterbegeld beläuft
sich auf T€ 337 (Vj. T€ 338).
Daneben ist im Wesentlichen der Zinsanteil aus dem
Darlehen iHv. 120,0 Mio. € gegenüber der
Konzernmutter UPM Kymmene Oyj enthalten.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Im Jahr 2012 wurde mit der UPM-Kymmene Beteiligungs
GmbH, Augsburg, ein Ergebnisabführungsvertrag und eine
ertragsteuerliche und umsatzsteuerliche Organschaft
begründet. Auf Grund der Organschaft fallen keine
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag an.
Sonstige Steuern
Die sonstigen Steuern enthalten im Wesentlichen die
Grundsteuer und die Lohnsteuer.
Die Gesellschaft fällt grundsätzlich in den
Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen
Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur
globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28.
Dezember 2023 in Deutschland in Form des
Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das
MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach
dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG
ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion
zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15%
aufweist. Da das MinStG für das Geschäftsjahr
2023 für die Gesellschaft noch keine Anwendung findet,
entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine
Steuerbelastung aus dem MinStG. Die Gesellschaft ist
derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der
wesentlichen Auswirkungen von Pillar Two nach Inkrafttreten
der Gesetzgebung zu treffen. Aufgrund der Komplexität
der Anwendung der Gesetzgebung und der Ermittlung sind die
quantitativen Auswirkungen der in Kraft getretenen
Gesetzgebung derzeit noch nicht verlässlich
abschätzbar.
E. SONSTIGE ANGABEN
Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers
Auf die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers
wird gemäß § 285 Nr. 17, dritter Teilsatz
HGB verzichtet, da diese Angaben im Konzernanhang der
UPM-Kymmene Oyj, Helsinki, Finnland, erfolgen.
Ergebnisverwendung
Mit der UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH (UKB) besteht
ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrag. Der
Verlust wird in Höhe von T€ 298.235 von der
UPM-Kymmene Beteiligungs GmbH übernommen.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 31.
Dezember 2023
Am 29.05.2024 wurde bekanntgegeben, dass UPM die
dauerhafte Schließung der Zeitungspapierfabrik
Hürth plant. Es ist geplant, die Produktion
spätestens Ende 2024 einzustellen.
Eine erste Einschätzung des Einmalaufwands nach
IFRS beträgt 43 Mio.€. Die Auswirkung nach HGB
ist derzeit noch nicht bekannt und kann erst nach Abschluss
der Verhandlungen mit dem Betriebsrat berechnet werden.
Gemäß Gesellschafterbeschluss vom
06.06.2024 soll der Zweck der Gesellschaft bis zum
01.01.2025 geändert und die Satzung der Gesellschaft
entsprechend geändert werden. Der neue Gegenstand der
Gesellschaft wird die Vermögens- und
Pensionsverwaltung.
Daneben sind keine weiteren Vorgänge von
besonderer Bedeutung nach dem 31.12.2023 bekannt.
Organe, Geschäftsführung
Der Geschäftsführer der Rhein Papier GmbH
ist bis 31.12.2023 Herr Massimo Reynaudo. Seit 01.01.2024
ist Herr Christian Thaler Geschäftsführer. Die
Geschäftsführer sind jeweils verantwortlich
für alle Belange der Gesellschaft.
Die Geschäftsführung erhält von der
Gesellschaft keine Bezüge.
Für die Pensionsverpflichtungen gegenüber
früheren Mitgliedern der Geschäftsführung
und ihren Hinterbliebenen sind insgesamt T€ 5.438 (Vj.
T€ 5.382) zurückgestellt; die laufenden
Leistungen an diesen Personenkreis betrugen im
Geschäftsjahr T€ 474 (Vj. T€ 424).
Dem Aufsichtsrat gehören an:
Winfried Schaur, Executive Vice President Technology
and UPM Biorefining, UPM-Kymmene Oyj (Vorsitzender);
Ulrich Wienbeuker, Papenburg, Vice President HR,
Nordland Papier GmbH (stv. Vorsitzender)
Helmut Faber, Plattling, Betriebsratsvorsitzender der
Rhein Papier GmbH
Die Aufsichtsratsmitglieder erhielten im
Geschäftsjahr keine Bezüge.
Personalstand (Jahresdurchschnitt)
|
2023 |
2022 |
|
Anzahl |
Anzahl |
| Gewerbliche
Arbeitnehmer |
393 |
423 |
| Angestellte |
152 |
155 |
|
545 |
578 |
| Auszubildende |
5 |
11 |
|
550 |
589 |
Angaben zum Mutterunternehmen und Konzernabschluss
Das Stammkapital der Gesellschaft wird zu 95% durch
die UPM GmbH, Augsburg und zu 5% durch die UPM-Kymmene Oyj,
Helsinki, Finnland, gehalten.
Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den
befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht der
UPM-Kymmene Oyj, Helsinki, Finnland, zum 31. Dezember 2023
einbezogen, die den Konzernabschluss und Konzernlagebericht
für den größten und kleinsten
Konsolidierungskreis aufstellt. Der Konzernabschluss und
Konzernlagebericht werden im elektronischen Bundesanzeiger
in englischer Sprache bekannt gemacht.
Derivative Finanzinstrumente
Die Muttergesellschaft UPM-Kymmene Oyj hat für
die Gesellschaft Warentermingeschäfte über den
Bezug von 62.630 MWh Strom in 2024 abgeschlossen mit einem
Nominalwert von 4,7 Mio. EUR. Es handelt sich hierbei um
finanziell gelieferte Warenterminkontrakte auf den
Strombezug mit dem Basiswert des EEX Futures für
Deutschland bzw. Österreich mit der
Muttergesellschaft. Der beizulegende Zeitwert wurde auf
Basis einer Discounted-Cashflow-Berechnung unter Verwendung
der Börsenpreisnotierungen und der risikofreien
Zinsstrukturkurve vorgenommen. Der positive beizulegende
Zeitwert in Höhe von 0,8 Mio. EUR wurde nicht
bilanziert, da bei schwebenden Geschäften der Ansatz
nur für negative beizulegende Zeitwerte erfolgt. ).
Plattling, den 7. Juni
2024
Rhein
Papier GmbH Die Geschäftsführung
Christian
Thaler
Entwicklung
des Anlagevermögens im Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis 31. Dezember 2023
|
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
Umbuchung |
| I.
Immaterielle |
€ |
€ |
€ |
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
| Entgeltlich |
|
|
|
| erworbene
Konzessionen, |
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte |
|
|
|
| sowie
Lizenzen an solchen |
|
|
|
| Rechten
und Werten |
9.841.398,26 |
66.770,00 |
-37.624,04 |
|
9.841.398,26 |
66.770,00 |
-37.624,04 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche |
|
|
|
| Rechte
und Bauten |
|
|
|
| einschließlich
der Bauten auf |
|
|
|
| fremden
Grundstücken |
427.899.559,61 |
0,00 |
2.300,00 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
|
| Maschinen |
961.276.411,36 |
2.950.876,66 |
1.507.660,60 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
35.994.503,67 |
484.158,36 |
542.853,73 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
|
|
|
| und
Anlagen im Bau |
2.906.650,32 |
336.698,28 |
-2.015.190,29 |
|
1.428.077.124,96 |
3.771.733,30 |
37.624,04 |
|
1.437.918.523,22 |
3.838.503,30 |
0,00 |
|
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten |
|
Umgliederung |
Abgänge |
31.12.2023 |
| I.
Immaterielle |
€ |
€ |
€ |
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
| Entgeltlich |
|
|
|
| erworbene
Konzessionen, |
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte |
|
|
|
| sowie
Lizenzen an solchen |
|
|
|
| Rechten
und Werten |
-9.433.647,44 |
0,00 |
436.896,78 |
|
-9.433.647,44 |
0,00 |
436.896,78 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche |
|
|
|
| Rechte
und Bauten |
|
|
|
| einschließlich
der Bauten auf |
|
|
|
| fremden
Grundstücken |
-240.455.708,47 |
4.900,00 |
187.441.251,14 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
|
| Maschinen |
-768.770.690,48 |
157.200,00 |
196.807.058,14 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
-27.602.989,62 |
5.096,14 |
9.413.430,00 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
|
|
|
| und
Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
1.228.158,31 |
|
-1.036.829.388,57 |
167.196,14 |
394.889.897,59 |
|
-1.046.263.036,01 |
167.196,14 |
395.326.794,37 |
|
Abschreibungen |
|
01.01.2023 |
Zugänge |
| I.
Immaterielle |
€ |
€ |
| Vermögensgegenstände |
|
|
| Entgeltlich |
|
|
| erworbene
Konzessionen, |
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte |
|
|
| sowie
Lizenzen an solchen |
|
|
| Rechten
und Werten |
9.236.022,14 |
104.801,10 |
|
9.236.022,14 |
104.801,10 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücks- |
|
|
| gleiche
Rechte und Bauten |
|
|
| einschließlich
der Bauten |
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
240.883.127,19 |
153.985.318,21 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
| Maschinen |
939.132.920,23 |
21.379.883,93 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
31.704.491,45 |
4.398.927,85 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
|
|
| und
Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
|
1.211.720.538,87 |
179.764.129,99 |
|
1.220.956.561,01 |
179.868.931,09 |
|
Abschreibungen |
|
Umgliederung |
Abgänge |
31.12.2023 |
| I.
Immaterielle |
€ |
€ |
€ |
| Vermögensgegenstände |
|
|
|
| Entgeltlich |
|
|
|
| erworbene
Konzessionen, |
|
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte |
|
|
|
| sowie
Lizenzen an solchen |
|
|
|
| Rechten
und Werten |
-9.078.685,17 |
0,00 |
262.138,07 |
|
-9.078.685,17 |
0,00 |
262.138,07 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücks- |
|
|
|
| gleiche
Rechte und Bauten |
|
|
|
| einschließlich
der Bauten |
|
|
|
| auf
fremden Grundstücken |
-222.179.374,93 |
4.900,00 |
172.684.170,47 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
|
| Maschinen |
-767.409.146,57 |
157.200,00 |
192.946.457,59 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
-27.192.514,04 |
5.096,14 |
8.905.809,12 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
|
|
|
| und
Anlagen im Bau |
0,00 |
0,00 |
0,00 |
|
-1.016.781.035,54 |
167.196,14 |
374.536.437,18 |
|
-1.025.859.720,71 |
167.196,14 |
374.798.575,25 |
|
Restbuchwerte |
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
| I.
Immaterielle |
€ |
€ |
| Vermögensgegenstände |
|
|
| Entgeltlich |
|
|
| erworbene
Konzessionen, |
|
|
| gewerbliche
Schutzrechte und |
|
|
| ähnliche
Rechte und Werte |
|
|
| sowie
Lizenzen an solchen |
|
|
| Rechten
und Werten |
174.758,71 |
605.376,12 |
|
174.758,71 |
605.376,12 |
| II.
Sachanlagen |
|
|
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche |
|
|
| Rechte
und Bauten |
|
|
| einschließlich
der Bauten auf |
|
|
| fremden
Grundstücken |
14.757.080,67 |
187.016.432,42 |
| 2.
Technische Anlagen und |
|
|
| Maschinen |
3.860.600,55 |
22.143.491,13 |
| 3.
Andere Anlagen, Betriebs- |
|
|
| und
Geschäftsausstattung |
507.620,88 |
4.290.012,22 |
| 4.
Geleistete Anzahlungen |
|
|
| und
Anlagen im Bau |
1.228.158,31 |
2.906.650,32 |
|
20.353.460,41 |
216.356.586,09 |
|
20.528.219,12 |
216.961.962,21 |
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Rhein Papier GmbH, Plattling
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES
UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Rhein Papier GmbH,
Plattling, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023
und der Gewinn- und Verlustrechnung für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rhein
Papier GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung
zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB
(Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den
deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht
erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben
genannten Erklärung zur
Unternehmensführung.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die
sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen die Erklärung zur
Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB
(Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich
geprüften Bestandteil des Lageberichts.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir
die Verantwortung, die oben genannten sonstigen
Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die
sonstigen Informationen
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wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften
Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der
Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
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anderweitig wesentlich falsch
dargestellt erscheinen.
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Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen
wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
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gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
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beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
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ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
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beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
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beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Gesellschaft.
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führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
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Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE
ANFORDERUNGEN
Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
Prüfungsurteil
Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre
Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur
Führung getrennter Konten für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
eingehalten hat.
Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach
§ 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung
getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen
eingehalten.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der
Pflichten zur Führung getrennter Konten in
Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter
Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach
§ 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.
(07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach
diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt
"Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten
nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir
sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des
IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das
Qualitätsmanagement in der
Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir
sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur
Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b
Abs. 3 EnWG zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrats für die Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3
Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie
als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur
Führung getrennter Konten einzuhalten.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung der Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b
Abs. 3 EnWG.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten
nach § 6b Abs. 3 EnWG
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter
ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5
EnWG zur Führung getrennter Konten in allen
wesentlichen Belangen eingehalten haben.
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in
den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser
Prüfungsurteil zur Einhaltung der
Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
beinhaltet.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach
§ 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung
getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung
der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3
Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar
erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet
wurde.
München, den 7. Juni
2024
PricewaterhouseCoopers
GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Alexander
Fiedler, Wirtschaftsprüfer
ppa.
Uta Menne, Wirtschaftsprüferin
Feststellung des
Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 26.
Juni 2024 festgestellt.
Beschluss
über die Ergebnisverwendung
Der bereits vor dem Abschluß des
Ergebnisabführungsvertrages ausgewiesene und durch
Gewinne in Vorjahren reduzierte Bilanzverlust in Höhe
von EUR 222.208.558,65 wird auf das neue Jahr vorgetragen.
Die Fassung eines Gewinnverwendungsbeschlusses im
Übrigen unterbleibt.
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