BERASCO Bau GmbH
Selbe AdresseVermietung von Baumaschinen und -geräten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sezer Seymen seit 22.12.2025 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Darijo Djekic | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BERASCO - GmbHSchönwalde-GlienJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtA. Grundlagen des UnternehmensDie BERASCO - GmbH (nachfolgend BERASCO) ist ein Generalunternehmer mit Kernaktivitäten im Bereich Erd- und Tiefbau, Verlegen von Lichtwellenleiter- und Kupferkabel, Leerrohrverlegung und Einblasen von Glasfasernetzen im Auftrag bundesweit tätiger Telekommunikationsunternehmen. BERASCO hat seinen Sitz in Schönwalde-Glien in Brandenburg. BERASCO arbeitet zur Akquise und Durchführung seiner Aufträge mit der FTTx Projektmanagement GmbH (nachfolgend FTTx), der BERASCO Projektmanagement GmbH (nachfolgend BPM) und der BERASCO Bau GmbH (nachfolgend BBau) zusammen, die ihren Sitz ebenfalls in Schönwalde-Glien haben. Die Gruppe unterhält für das Geschäft in Norddeutschland in Schleswig-Holstein bis Februar 2024 eine Betriebsstätte in Elmshorn und seit Januar 2023 eine Betriebsstätte in Bredenbek. Die Bauausführung mit Tiefbau, Leerrohrverlegung und Einblasen der Glasfaser erfolgen durch die BERASCO sowie die BBau; die Auftragsvermittlung, Abrechnung und Projektakquise erfolgen durch die FTTx sowie durch die BPM. Unser Unternehmensverbund ist im Wesentlichen als Generalunternehmer für Regionalgesellschaften der Deutschen Telekom (Telekom Deutschland GmbH) in den Gebieten Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen tätig. B. Wirtschaftsbericht 2023I. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Aufgrund anhaltender Belastungen - einschließlich hoher Inflation, steigender Zinsen, schwacher Auslandnachfrage sowie weiterhin spürbarer Auswirkungen des Ukraine-Kriegs - hat sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland nach einem Aufwärtstrend 2022 wieder deutlich abgeschwächt. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahresverlauf um rund 0,3 % gesunken. Diese negative Entwicklung wurde durch einen signifikanten Rückgang der Investitionen - insbesondere im Baugewerbe und bei Ausrüstungen - vorangetrieben, während der private Konsum nur leicht zulegte. Das BIP stagnierte im zweiten und dritten Quartal, im vierten Quartal kam es schließlich erneut zu einem Rückgang.1 Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der Konjunkturflaute bemerkenswert robust: Die Erwerbstätigkeit blieb auf Rekordniveau: Im vierten Quartal waren knapp 46,2 Millionen Erwerbstätige gemeldet - ein Plus von etwa 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Juni 2023 bei 34,71 Millionen, was gegenüber Juni 2022 einem Anstieg um 264.000 Personen bzw. 0,8 % entspricht. Sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitstellen trugen zu diesem Zuwachs bei; der Teilzeitanteil lag bei 30,0 %, nach 29,7 % im Vorjahr.2 Trotz stabiler Beschäftigungsverhältnisse stieg die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt deutlich an: Die Zahl der Arbeitslosen lag bei etwa 2,752 Millionen, ein Plus von 8 % gegenüber dem Vorjahr, was einer Arbeitslosenquote von rund 6,0 % entspricht. Die Hintergründe hierfür liegen am Zuwachs arbeitssuchender Migranten und Geflüchteter und vielen Arbeitssuchenden, die 2023 aus Fortbildungsmaßnahmen herauskamen und sich wieder arbeitssuchend meldeten.3 2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Nachfrage nach schnellem Breitband blieb 2023 in Fest- und Mobilfunknetzen ungebrochen. Insbesondere die Zahl der gebuchten Glasfaseranschlüsse, welche die BERASCO im Auftrag der Deutschen Telekom verlegt, stieg 2023 um 23,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieses Wachstum um 800 Tsd. gebuchte Anschlüsse lag damit 2023 nicht nur absolut, sondern auch relativ über dem Wachstum von 2022.4 Die Telekommunikationsbranche ist dabei unverändert von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt. Der Ausbau von modernen Glasfasernetzen wird weiter forciert: Neben den etablierten Telekommunikationsunternehmen ist eine Vielzahl kleinerer und regionaler Unternehmen in dem Markt aktiv.5 Trotz der Konkurrenz baut die Deutsche Telekom ihren Endkunden-Marktanteil bei den Breitbandanschlüssen kontinuierlich aus.6 Die Gesamtinvestitionen der Deutschen Telekom in Sachanlagen für ihre Festnetzinfrastruktur steigen seit 2022 kontinuierlich an und liegen 2025 bei rd. 5,2 Mrd. EUR.7 Dies hängt damit zusammen, dass sich die Telekom nach Abschluss ihres VDSL-Ausbaus jetzt sehr stark auf den Glasfaserausbau konzentriert. Die Schätzungen zu den Gesamtinvestitionen aller TK-Unternehmen im deutschen Festnetz liegen 2025 zwischen 12 und 15 Mrd. EUR, von denen der weit überwiegende Teil in Glasfaserinfrastrukturen investiert wurde.8 Der Bund unterstützt diese Investitionen weiterhin mit Fördermitteln. Die Ampelkoalition hatte die Förderung des Glasfaserausbaus in ländlichen Gebieten für das Jahr 2025 noch auf 1,2 Mrd. EUR festgelegt.9 II. GeschäftsverlaufDie Ertragssituation der BERASCO hat sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht verschlechtert, liegt aber noch deutlich über dem Niveau von 2021. Der Rückgang hängt damit zusammen, dass im Vorjahr Aufträge bzw. Leistungsabrufe des Hauptauftraggebers, die aufgrund coronabedingter Verzögerungen bei der Bewilligung von Bauaufträgen in den Kommunen in 2021 nicht ausgeführt werden konnten, nachgeholt wurden. Insoweit entspricht der Rückgang in 2023 gegenüber dem Vorjahr eher einer Normalisierung. Da die betrieblichen Aufwendungen noch stärker als die Erträge zurückgegangen sind, hat sich das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessert. Durch Wertberichtigungen von sonstigen Ausleihungen wurde das Gesamtergebnis allerdings nochmals belastet, wodurch nach zwei Verlustjahren wieder ein Jahresfehlbetrag entstanden ist. Die Gesamtleistung des Unternehmens ist in 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.263 auf TEUR 14.369 zurückgegangen. Nach Abzug des Materialaufwandes von TEUR 4.823 beträgt der Rückgang des Rohergebnisses mit TEUR 9.546 gegenüber 2022 (TEUR 11.061) insgesamt 14 %. Mit den anderen betrieblichen Erträgen (TEUR 494) und nach Abzug der Personalkosten von TEUR 4.766, der Abschreibungen von TEUR 546 und der übrigen Betriebsaufwendungen von TEUR 4.451 ergibt sich ein betrieblicher Gewinn von TEUR 277. Gegenüber dem Vorjahr, in dem außerplanmäßige Wertberichtigungen von TEUR 914 auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen wurden, hat sich das Betriebsergebnis von einem Verlust in 2022 von TEUR 87 um TEUR 364 auf einen Überschuss von TEUR 277 verbessert. Unter Einbeziehung des Finanzverlustes (TEUR 498) und der sonstigen Steuern von TEUR 22 verbleibt ein Jahresfehlbetrag von TEUR 243. Die Geschäftsführung hatte für das Jahr 2023 eine stabile Umsatzentwicklung sowie ein deutlich positiveres Jahresergebnis erwartet. Diese Prognosen haben sich bei einem Umsatzrückgang von 14 % und einem Jahresfehlbetrag von TEUR 243 nicht erfüllt. Allerdings ist das Jahresergebnis wie im Vorjahr durch einmalige Wertberichtigungen auf sonstige Ausleihungen von TEUR 375 belastet, und immerhin ist das Jahresergebnis um TEUR 833 angestiegen. III. Lage1. Ertragslage Die Umsätze von BERASCO sind im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.263 (14%) auf TEUR 14.369 zurückgegangen. Unter Berücksichtigung der anderen betrieblichen Erträge (TEUR 494) hat die Gesellschaft in 2023 eine Betriebsleistung von TEUR 14.863 (Vorjahr: TEUR 17.254) erzielt. Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022 um TEUR 748 (13 %) auf TEUR 4.823 verringert. Die Personalkosten sind um TEUR 250 (5 %) leicht zurückgegangen und haben das Ergebnis 2023 mit TEUR 4.766 belastet. Die Mitarbeiterzahl betrug zum Jahresende 104 (Vorjahr: 85) Beschäftigte (ohne Geschäftsführer und Auszubildende). Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer sank gegenüber dem Vorjahr von 106 auf 96 Personen. Die Abschreibungen (TEUR 546) haben sich im Vergleich zu 2022 um TEUR 3 verringert (1 %). Die sonstigen Aufwendungen sind im Vorjahresvergleich um TEUR 1.754 (28 %) auf TEUR 4.451 zurückgegangen. Der Rückgang hängt u.a. damit zusammen, dass im Vorjahr Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 1.315 vorgenommen wurden. Insgesamt führte der Rückgang der Betriebsleistung um TEUR 2.263 (14 %) im Vergleich zu 2022 nach Abzug der betrieblichen Kosten, die im Vorjahresvergleich um TEUR 2.755 (16 %) zurückgegangen sind, zu einem Anstieg des Betriebsergebnisses um TEUR 364 von einem Fehlbetrag von TEUR 87 im Vorjahr auf einen Überschuss von TEUR 277. Bei Zinserträgen von TEUR 122, Zinsaufwendungen von TEUR 246 und einer außerplanmäßigen Abschreibung auf Finanzanlagen von TEUR 374 bleibt ein Finanzverlust von TEUR 498. Das Jahresergebnis nach Steuern hat sich von einem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.076 im Vorjahr um TEUR 833 auf einen Jahresfehlbetrag von TEUR 243 verbessert. 2. Finanzlage a) Kapitalstruktur Das bilanzierte Eigen- und Fremdkapital (Bilanzsumme) beträgt zum Bilanzstichtag 2023 TEUR 7.392. Davon entfallen TEUR 1.085 (15%) auf mittel- und langfristiges Fremdkapital und TEUR 5.012 (68 %) auf kurzfristige Verbindlichkeiten. Hinzu kommen Rückstellungen von TEUR 690 (9 %). Die Eigenkapitalquote liegt wie im Vorjahr bei 8%. Die Liquidität zweiten Grades (Umlaufvermögen geteilt durch kurzfristiges Fremdkapital ohne Rückstellungen) hat sich mit 51 % (Vorjahr 50 %) leicht verbessert. Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, wobei TEUR 150 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren haben. b) Investitionen Zur Realisierung der Umsätze wurden im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in das Sachanlagevermögen von TEUR 154 vorgenommen. Davon entfallen TEUR 9 auf das Betriebsgrundstück Am Rosengarten 15-16 in 14621 Schönwalde-Glien, TEUR 74 auf technische Anlagen und Maschinen und TEUR 47 auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung und TEUR 23 auf geringwertige Wirtschaftsgüter. Die Finanzanlagen sind im Saldo um TEUR 1.309 zurückgegangen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Geschäftspartner haben sich um TEUR 1.519 vermindert und die sonstigen Ausleihungen haben sich um TEUR 210 erhöht. Außerdem wurden sonstige Ausleihungen mit TEUR 375 außerplanmäßig abgeschrieben. c) Liquidität Die Gesellschaft ermittelt ihren Cashflow in Anlehnung an den DRS 21. Danach ergibt sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 1.317). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR 788 (Vorjahr: TEUR 318). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -982 (Vorjahr: TEUR -1.419). Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 147 (19 %) auf TEUR 624 vermindert. Der Liquiditätspuffer zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen bei Verzögerungen von Bauprojekten hat sich damit gegenüber dem Vorjahr verringert. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist von TEUR 10.281 um TEUR 2.889 (28 %) auf TEUR 7.392 zurück gegangen. Der Rückgang auf der Aktivseite ergibt sich aus dem Rückgang des Anlagevermögens um TEUR 1.703 (26 %) und des Umlaufvermögens um TEUR 1.186 (31 %). Der Rückgang des Anlagevermögens resultiert aus einem Rückgang des Sachanlagevermögens um TEUR 394 (9 %) und einem Rückgang des Finanzanlagevermögens um TEUR 1.309 (65 %), davon TEUR 375 durch außerplanmäßige Abschreibungen. Der Rückgang der Sachanlagen resultiert aus Anschaffungen (TEUR 153) und Abschreibungen (TEUR 546). Der Rückgang des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 139 (11 %) und der liquiden Mittel um TEUR 146 (19 %). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 847 (85 %) gesunken. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind um TEUR 140 (74 %) auf TEUR 49 zurückgegangen. Auf die Erläuterungen im Anhang zu den Rechnungsabgrenzungsposten wird verwiesen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich mit dem Vorjahr mit 8% konstant geblieben. Der Verschuldungsgrad ((Fremdkapital + Rückstellungen) / Eigenkapital) ist mit 1.122 % (Vorjahr: 1.112 %) um 10%-Punkte leicht gestiegen, wodurch sich die Finanzierungsstruktur leicht verschlechtert hat. Die Umsatzrendite liegt bei -2% (Vorjahr: -6 %). Der EBITDA ist im Vorjahresvergleich von TEUR 442 um TEUR 359 auf TEUR 801 gestiegen. IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht1. Prognosebericht Die BERASCO befindet sich trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage in einem grundsätzlich positiven Marktumfeld mit langfristig gesicherter Geschäftsgrundlage. Insbesondere die Deutsche Telekom gibt mit ihrem Ziel bis 2030 25 Mio. Haushalte mit einem Glasfaseranschluss zu versorgen und dafür ab 2024 jährlich 2,5 Mio. neue Anschlüsse zu realisieren, ein hohes Tempo vor.10 Für den Telekom-Dienstleister BERASCO ergibt sich daraus eine stabile Perspektive für zukünftige Ausschreibungen von Glasfaser-Ausbauprojekten der Deutschen Telekom. Die Wettbewerbsunternehmen, die sich in den vorangegangenen Jahren auch mit hohen Investitionsankündigungen für die nächsten Jahren positioniert hatten, sehen das Ziel der letzten Bundesregierung aus dem Jahr 2022, bis 2030 eine flächendeckende Glasfaserversorgung zu realisieren, mittlerweile kritisch. Grund ist vor allem das „Festhalten“ der Deutschen Telekom am Kupfernetz insbesondere in den Gebieten, in denen Wettbewerber ihre Glasfasernetze ausbauen (wollen).11 Allerdings gab es 2024 aufgrund eines ungewöhnlichen Preiswettbewerbs mit kleinen neuen Mitbewerbern und verzögerter Auftragsauslösung aus bestehenden Rahmenverträgen einen erheblichen Umsatzeinbruch bei der BERASCO und auch innerhalb der BERASCO-Gruppe. Die Geschäftsführung erwartet jedoch für die künftigen Geschäftsjahre eine Konsolidierung und wieder steigende Umsätze. Die vertragsführenden Projektmanagement-Gesellschaften der BERASCO-Gruppe konnten jüngst weitere mehrjährige Rahmenverträge mit der Deutschen Telekom abschließen. Die BERASCO-Gruppe gilt bei dem Hauptauftraggeber unverändert als zuverlässiger Partner, der die qualitativen Anforderungen an die Umsetzung bei der Verlegung und dem Anschluss von Glasfaserkabeln erfüllt. Langfristig ist geplant, die BERASCO-GmbH aus dem aktiven Tiefbaugeschäft zurückzuziehen und die bauausführenden Arbeiten auf die zweite Tiefbau-Firma der Gruppe, die BERASCO Bau GmbH, zu konzentrieren. Die BERASCO-GmbH wird sich damit perspektivisch zu einem reinen Immobilien-/Asset-Verwaltungsunternehmen ohne Aktivitäten im Bauhauptgewerbe entwickeln. Die Bautätigkeiten der BERASCO-GmbH werden schrittweise reduziert. Das eigene Baupersonal der Gruppe wurde nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 bereits fast vollständig in die BERASCO Bau GmbH überführt. Bestehende Bauaufträge von BERSACO werden verstärkt mit Subunternehmen realisiert. Bei der schrittweisen Reduzierung der Bautätigkeit wird darauf geachtet, dass genügend Umsatz und Rohertrag pro Jahr im Unternehmen verbleiben, um den noch bestehenden Kapitaldienst sowie steuerliche Verpflichtungen vollumfänglich leisten zu können. Die Geschäftsführung erwartet vor diesem Hintergrund für das Geschäftsjahr 2024 einen starken Umsatzrückgang und einen erneuten, starken Anstieg des Jahresfehlbetrags. 2. Risikobericht a) Risiken Die Abhängigkeit der BERASCO von den Projektmanagement-Gesellschaften der BERASCO-Gruppe, die ihrerseits ausschließlich Rahmenverträge mit der Telekom haben, birgt eine hohe wirtschaftliche Abhängigkeit, die durch die laufenden Aufwendungen zur Ertrags- und Liquiditätsbelastung werden kann. Insbesondere in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 hat die strategische Neuausrichtung der Gesellschaft und der vor allem in 2024 mit Wettbewerbern der Telekom ausgetragene Preiswettbewerb Umsätze, Ergebnis und Liquidität schwer belastet. Um die Liquidität zu sichern, hat die Geschäftsführung verschieden Maßnahmen ergriffen. Dazu gehört, die Reduktion von Kosten, der Verkauf von Anlagevermögen und die Zuführung von Liquidität aus der BERASCO-Gruppe. Grundsätzlich können sich auch Mitbewerber um die Verlegung von Glasfasernetzen in den Ausbauregionen der Deutschen Telekom bewerben, in denen die BERASCO-Gruppe tätig ist. Waren bislang die regional verfügbaren Kapazitäten der im TK-Leitungsbau engagierten Tiefbauunternehmen deutschlandweit weitestgehend ausgeschöpft, kam es im Jahr 2024 zu einer Entspannung, auch weil die alte Bundesregierung die Fördermittel für den Glasfaserausbau im ländlichen Raum um rd. 1 Mrd. € gekürzt hatte und damit viele Projekte zeitlich verschoben wurden.12 Dies führte dazu, dass insbesondere im Ausbaugebiet Nord der Deutschen Telekom einzelne neue, kleinere Wettbewerber sehr günstige Angebote abgeben konnten. Die BERASCO-Gruppe hat sich daraufhin an einigen Ausschreibungen nicht beteiligt, weil die von der Telekom neu vorgegebenen Maximalpreise teilweise nicht wirtschaftlich waren. Zudem hat die Telekom 2024 Aufträge aus bestehenden Rahmenverträgen verspätet ausgelöst. Damit sind die Umsätze der BERASCO-Gruppe im Jahr 2024 deutlich zurückgegangen. Diese Situation hat sich jedoch in der ersten Jahreshälfte 2025 wieder normalisiert. Die BERASCO-Gruppe konnte zusätzlich zu den nun aktivierten Aufträgen aus bestehenden Rahmenverträgen erneut größere neue Rahmenverträge zu wirtschaftlichen Konditionen abschließen. Ein zukünftiger erneuter Umsatzrückgang ist damit jedoch nicht auszuschließen. Unerwartete Kostensteigerungen, etwa bei der Beschaffung von Anlagevermögen, Verzögerungen bei Projektabwicklungen, Gewährleistungsansprüche oder Forderungsausfälle können die Liquidität der Gesellschaft ebenfalls beeinträchtigen. Durch die verspätete Aufstellung der Jahresabschlüsse ruhen Gespräche mit den finanzierenden Banken über zusätzliche Kreditbeträge für die Finanzierung von Betriebsmitteln und -investitionen. Dies limitiert das Unternehmen bei der Übernahme zusätzlicher Aufträge, da Maschinenpark und Mitarbeiterstamm nicht kurzfristig angepasst werden können. Hinzu kommt, dass wegen der ausstehenden Vorlage von Jahresabschlüssen, im Januar 2026 die Kontokorrentlinie von TEUR 500 gekündigt wurde und bis Ende 2026 zurückgeführt werden soll. Auch für das vertraglich bereits vereinbarte Produktionsgeschäft birgt dies ein Risiko: Der Hauptauftraggeber, die FTTx, zahlt zwar nach Rechnungslegung zeitnah, allerdings muss BERASCO die eigenen Kosten zum Teil mehrere Monate vorfinanzieren. Auch hieraus können bei nicht ausreichendem Puffer Liquiditätsengpässe entstehen. Die Geschäftsleitung hat durch die Vereinheitlichung des Buchführungssystems und die Einstellung zusätzlicher qualifizierter Mitarbeiter dafür Sorge getragen, dass in Zukunft die Aufstellung der handelsrechtlichen Jahresabschlüsse innerhalb der gesetzlichen Fristen erfolgen kann. b) Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft verfügt über einen Kundenstamm, bei dem Forderungsausfälle die Ausnahme sind. Währungsrisiken bestehen nicht. Im Dezember 2019 wurde ein derivatives Finanzinstrument (Zinscap) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus dem variabel verzinslichen (EURIBOR) Darlehen bei der Berliner Sparkasse über TEUR 2.000 abgeschlossen (Laufzeit: 12/2019 bis 06/2026). Dem Zinscap liegt ein Grundgeschäft mit vergleichbarem, gegenläufigem Zinsrisiko (Mikro-Hedge) zugrunde. Das mit der aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.150. Zum Bilanzstichtag weist der Marktwert des Zinscap einen nicht realisierten Ertrag von TEUR 39 auf. 3. Chancenbericht Aufgrund der Pläne von Telekommunikationsunternehmen und Politik, Deutschland flächendeckend mit Glasfaserinfrastrukturen auszubauen, ist die Nachfrage nach TK-Leitungstiefbau langfristig gesichert. Bis Ende des Jahres 2025 werden erst 50 Prozent aller Haushalte mit einem Glasfaseranschluss versorgt sein.13 Der vollständige Ausbau Deutschlands mit Glasfasernetzen wird mind. bis zum Jahr 2030, nach Branchenschätzungen sogar deutlich darüber hinaus dauern.14 Zwar wird sich der Ausbau in den nächsten Jahren auf größere Städte konzentrieren15, wo deutlich weniger Meter pro Hausanschluss zu graben sind. Die Kosten, und damit der Umsatz pro Meter, liegen hier jedoch deutlich höher. Zudem verdient die BERASCO-Gruppe zusätzlich auch am Innenausbau der Glasfaserleitungen in den Geschosswohnungen. Zudem besteht für die BERASCO-Gruppe die Perspektive, sich am Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität zu beteiligen. Nach letzten Schätzungen muss die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte von aktuell rd. 172 Tsd. Ladepunkten16 bis 2035 auf über 800 Tsd. Ladepunkte erhöht werden.17 Dies erfordert die Verlegung von vielen Tsd. Kilometern Stromleitungen in ganz Deutschland. Die BERASCO-Gruppe verfügt über die entsprechenden Kompetenzen und technischen Ressourcen, um auch in diesem Markt Leitungstiefbau anbieten zu können. 4. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf der BERASCO-GmbH und der BERASCO-Gruppe war im Geschäftsjahr 2024 aufgrund der Preisgestaltung des Hauptauftraggebers nicht befriedigend. Während sich 2023 im Vorjahresvergleich Betriebsergebnis und Jahresergebnis verbessert haben, sind 2024 aufgrund von Umsatzrückgängen und nur verzögert realisierbaren Anpassungen bei den Kostenstrukturen Verluste entstanden, die erst 2025 und in den Folgejahren durch Anpassungsmaßnahmen und ein erneutes Umsatzwachstum ausgeglichen werden können. Die strategische Neuausrichtung der Gesellschaft hin zu einem Immobilien-/Asset-Verwaltungsunternehmen mit geringen Aktivitäten im Bauhauptgewerbe hat die schwierige wirtschaftliche Entwicklung, die sich auch auf die Liquidität ausgewirkt hat, in den Jahren 2024 und 2025 verstärkt. Aufgrund fester Planungen der Deutschen Telekom für den Glasfaserausbau bis 2030 ist damit zu rechnen, dass künftig wieder deutlich positive Ergebnisse erzielt werden.
Schönwalde-Glien, 23.02.2026 Sezer Seymen, Geschäftsführer A. Grundlagen des Unternehmens Die BERASCO - GmbH (nachfolgend BERASCO) ist ein Generalunternehmer mit Kernaktivitäten im Bereich Erd- und Tiefbau, Verlegen von Lichtwellenleiter- und Kupferkabel, Leerrohrverlegung und Einblasen von Glasfasernetzen im Auftrag bundesweit tätiger Telekommunikationsunternehmen. BERASCO hat seinen Sitz in Schönwalde-Glien in Brandenburg. BERASCO arbeitet zur Akquise und Durchführung seiner Aufträge mit der FTTx Projektmanagement GmbH (nachfolgend FTTx), der BERASCO Projektmanagement GmbH (nachfolgend BPM) und der BERASCO Bau GmbH (nachfolgend BBau) zusammen, die ihren Sitz ebenfalls in Schönwalde-Glien haben. Die Gruppe unterhält für das Geschäft in Norddeutschland in Schleswig-Holstein bis Februar 2024 eine Betriebsstätte in Elmshorn und seit Januar 2023 eine Betriebsstätte in Bredenbek. Die Bauausführung mit Tiefbau, Leerrohrverlegung und Einblasen der Glasfaser erfolgen durch die BERASCO sowie die BBau; die Auftragsvermittlung, Abrechnung und Projektakquise erfolgen durch die FTTx sowie durch die BPM. Unser Unternehmensverbund ist im Wesentlichen als Generalunternehmer für Regionalgesellschaften der Deutschen Telekom (Telekom Deutschland GmbH) in den Gebieten Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen tätig. B. Wirtschaftsbericht 2023 V. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen 5. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Aufgrund anhaltender Belastungen - einschließlich hoher Inflation, steigender Zinsen, schwacher Auslandnachfrage sowie weiterhin spürbarer Auswirkungen des Ukraine-Kriegs - hat sich die wirtschaftliche Lage in Deutschland nach einem Aufwärtstrend 2022 wieder deutlich abgeschwächt. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahresverlauf um rund 0,3 % gesunken. Diese negative Entwicklung wurde durch einen signifikanten Rückgang der Investitionen - insbesondere im Baugewerbe und bei Ausrüstungen - vorangetrieben, während der private Konsum nur leicht zulegte. Das BIP stagnierte im zweiten und dritten Quartal, im vierten Quartal kam es schließlich erneut zu einem Rückgang.1 Der deutsche Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der Konjunkturflaute bemerkenswert robust: Die Erwerbstätigkeit blieb auf Rekordniveau: Im vierten Quartal waren knapp 46,2 Millionen Erwerbstätige gemeldet - ein Plus von etwa 0,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Juni 2023 bei 34,71 Millionen, was gegenüber Juni 2022 einem Anstieg um 264.000 Personen bzw. 0,8 % entspricht. Sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitstellen trugen zu diesem Zuwachs bei; der Teilzeitanteil lag bei 30,0 %, nach 29,7 % im Vorjahr.2 Trotz stabiler Beschäftigungsverhältnisse stieg die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt deutlich an: Die Zahl der Arbeitslosen lag bei etwa 2,752 Millionen, ein Plus von 8 % gegenüber dem Vorjahr, was einer Arbeitslosenquote von rund 6,0 % entspricht. Die Hintergründe hierfür liegen am Zuwachs arbeitssuchender Migranten und Geflüchteter und vielen Arbeitssuchenden, die 2023 aus Fortbildungsmaßnahmen herauskamen und sich wieder arbeitssuchend meldeten.3 6. Branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Nachfrage nach schnellem Breitband blieb 2023 in Fest- und Mobilfunknetzen ungebrochen. Insbesondere die Zahl der gebuchten Glasfaseranschlüsse, welche die BERASCO im Auftrag der Deutschen Telekom verlegt, stieg 2023 um 23,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieses Wachstum um 800 Tsd. gebuchte Anschlüsse lag damit 2023 nicht nur absolut, sondern auch relativ über dem Wachstum von 2022.4 Die Telekommunikationsbranche ist dabei unverändert von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt. Der Ausbau von modernen Glasfasernetzen wird weiter forciert: Neben den etablierten Telekommunikationsunternehmen ist eine Vielzahl kleinerer und regionaler Unternehmen in dem Markt aktiv.5 Trotz der Konkurrenz baut die Deutsche Telekom ihren Endkunden-Marktanteil bei den Breitbandanschlüssen kontinuierlich aus.6 Die Gesamtinvestitionen der Deutschen Telekom in Sachanlagen für ihre Festnetzinfrastruktur steigen seit 2022 kontinuierlich an und liegen 2025 bei rd. 5,2 Mrd. EUR.7 Dies hängt damit zusammen, dass sich die Telekom nach Abschluss ihres VDSL-Ausbaus jetzt sehr stark auf den Glasfaserausbau konzentriert. Die Schätzungen zu den Gesamtinvestitionen aller TK-Unternehmen im deutschen Festnetz liegen 2025 zwischen 12 und 15 Mrd. EUR, von denen der weit überwiegende Teil in Glasfaserinfrastrukturen investiert wurde.8 Der Bund unterstützt diese Investitionen weiterhin mit Fördermitteln. Die Ampelkoalition hatte die Förderung des Glasfaserausbaus in ländlichen Gebieten für das Jahr 2025 noch auf 1,2 Mrd. EUR festgelegt.9 VI. Geschäftsverlauf Die Ertragssituation der BERASCO hat sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr leicht verschlechtert, liegt aber noch deutlich über dem Niveau von 2021. Der Rückgang hängt damit zusammen, dass im Vorjahr Aufträge bzw. Leistungsabrufe des Hauptauftraggebers, die aufgrund coronabedingter Verzögerungen bei der Bewilligung von Bauaufträgen in den Kommunen in 2021 nicht ausgeführt werden konnten, nachgeholt wurden. Insoweit entspricht der Rückgang in 2023 gegenüber dem Vorjahr eher einer Normalisierung. Da die betrieblichen Aufwendungen noch stärker als die Erträge zurückgegangen sind, hat sich das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessert. Durch Wertberichtigungen von sonstigen Ausleihungen wurde das Gesamtergebnis allerdings nochmals belastet, wodurch nach zwei Verlustjahren wieder ein Jahresfehlbetrag entstanden ist. Die Gesamtleistung des Unternehmens ist in 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.263 auf TEUR 14.369 zurückgegangen. Nach Abzug des Materialaufwandes von TEUR 4.823 beträgt der Rückgang des Rohergebnisses mit TEUR 9.546 gegenüber 2022 (TEUR 11.061) insgesamt 14 %. Mit den anderen betrieblichen Erträgen (TEUR 494) und nach Abzug der Personalkosten von TEUR 4.766, der Abschreibungen von TEUR 546 und der übrigen Betriebsaufwendungen von TEUR 4.451 ergibt sich ein betrieblicher Gewinn von TEUR 277. Gegenüber dem Vorjahr, in dem außerplanmäßige Wertberichtigungen von TEUR 914 auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen wurden, hat sich das Betriebsergebnis von einem Verlust in 2022 von TEUR 87 um TEUR 364 auf einen Überschuss von TEUR 277 verbessert. Unter Einbeziehung des Finanzverlustes (TEUR 498) und der sonstigen Steuern von TEUR 22 verbleibt ein Jahresfehlbetrag von TEUR 243. Die Geschäftsführung hatte für das Jahr 2023 eine stabile Umsatzentwicklung sowie ein deutlich positiveres Jahresergebnis erwartet. Diese Prognosen haben sich bei einem Umsatzrückgang von 14 % und einem Jahresfehlbetrag von TEUR 243 nicht erfüllt. Allerdings ist das Jahresergebnis wie im Vorjahr durch einmalige Wertberichtigungen auf sonstige Ausleihungen von TEUR 375 belastet, und immerhin ist das Jahresergebnis um TEUR 833 angestiegen. VII. Lage 7. Ertragslage Die Umsätze von BERASCO sind im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.263 (14%) auf TEUR 14.369 zurückgegangen. Unter Berücksichtigung der anderen betrieblichen Erträge (TEUR 494) hat die Gesellschaft in 2023 eine Betriebsleistung von TEUR 14.863 (Vorjahr: TEUR 17.254) erzielt. Der Materialaufwand hat sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2022 um TEUR 748 (13 %) auf TEUR 4.823 verringert. Die Personalkosten sind um TEUR 250 (5 %) leicht zurückgegangen und haben das Ergebnis 2023 mit TEUR 4.766 belastet. Die Mitarbeiterzahl betrug zum Jahresende 104 (Vorjahr: 85) Beschäftigte (ohne Geschäftsführer und Auszubildende). Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer sank gegenüber dem Vorjahr von 106 auf 96 Personen. Die Abschreibungen (TEUR 546) haben sich im Vergleich zu 2022 um TEUR 3 verringert (1 %). Die sonstigen Aufwendungen sind im Vorjahresvergleich um TEUR 1.754 (28 %) auf TEUR 4.451 zurückgegangen. Der Rückgang hängt u.a. damit zusammen, dass im Vorjahr Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 1.315 vorgenommen wurden. Insgesamt führte der Rückgang der Betriebsleistung um TEUR 2.263 (14 %) im Vergleich zu 2022 nach Abzug der betrieblichen Kosten, die im Vorjahresvergleich um TEUR 2.755 (16 %) zurückgegangen sind, zu einem Anstieg des Betriebsergebnisses um TEUR 364 von einem Fehlbetrag von TEUR 87 im Vorjahr auf einen Überschuss von TEUR 277. Bei Zinserträgen von TEUR 122, Zinsaufwendungen von TEUR 246 und einer außerplanmäßigen Abschreibung auf Finanzanlagen von TEUR 374 bleibt ein Finanzverlust von TEUR 498. Das Jahresergebnis nach Steuern hat sich von einem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.076 im Vorjahr um TEUR 833 auf einen Jahresfehlbetrag von TEUR 243 verbessert. 8. Finanzlage c) Kapitalstruktur Das bilanzierte Eigen- und Fremdkapital (Bilanzsumme) beträgt zum Bilanzstichtag 2023 TEUR 7.392. Davon entfallen TEUR 1.085 (15%) auf mittel- und langfristiges Fremdkapital und TEUR 5.012 (68 %) auf kurzfristige Verbindlichkeiten. Hinzu kommen Rückstellungen von TEUR 690 (9 %). Die Eigenkapitalquote liegt wie im Vorjahr bei 8%. Die Liquidität zweiten Grades (Umlaufvermögen geteilt durch kurzfristiges Fremdkapital ohne Rückstellungen) hat sich mit 51 % (Vorjahr 50 %) leicht verbessert. Die mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten betreffen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, wobei TEUR 150 eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren haben. d) Investitionen Zur Realisierung der Umsätze wurden im Geschäftsjahr 2023 Investitionen in das Sachanlagevermögen von TEUR 154 vorgenommen. Davon entfallen TEUR 9 auf das Betriebsgrundstück Am Rosengarten 15-16 in 14621 Schönwalde-Glien, TEUR 74 auf technische Anlagen und Maschinen und TEUR 47 auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung und TEUR 23 auf geringwertige Wirtschaftsgüter. Die Finanzanlagen sind im Saldo um TEUR 1.309 zurückgegangen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Geschäftspartner haben sich um TEUR 1.519 vermindert und die sonstigen Ausleihungen haben sich um TEUR 210 erhöht. Außerdem wurden sonstige Ausleihungen mit TEUR 375 außerplanmäßig abgeschrieben. e) Liquidität Die Gesellschaft ermittelt ihren Cashflow in Anlehnung an den DRS 21. Danach ergibt sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 1.317). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR 788 (Vorjahr: TEUR 318). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -982 (Vorjahr: TEUR -1.419). Die liquiden Mittel haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 147 (19 %) auf TEUR 624 vermindert. Der Liquiditätspuffer zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen bei Verzögerungen von Bauprojekten hat sich damit gegenüber dem Vorjahr verringert. 9. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist von TEUR 10.281 um TEUR 2.889 (28 %) auf TEUR 7.392 zurück gegangen. Der Rückgang auf der Aktivseite ergibt sich aus dem Rückgang des Anlagevermögens um TEUR 1.703 (26 %) und des Umlaufvermögens um TEUR 1.186 (31 %). Der Rückgang des Anlagevermögens resultiert aus einem Rückgang des Sachanlagevermögens um TEUR 394 (9 %) und einem Rückgang des Finanzanlagevermögens um TEUR 1.309 (65 %), davon TEUR 375 durch außerplanmäßige Abschreibungen. Der Rückgang der Sachanlagen resultiert aus Anschaffungen (TEUR 153) und Abschreibungen (TEUR 546). Der Rückgang des Umlaufvermögens resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 139 (11 %) und der liquiden Mittel um TEUR 146 (19 %). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind um TEUR 847 (85 %) gesunken. Die Rechnungsabgrenzungsposten sind um TEUR 140 (74 %) auf TEUR 49 zurückgegangen. Auf die Erläuterungen im Anhang zu den Rechnungsabgrenzungsposten wird verwiesen. 10. Finanzielle Leistungsindikatoren Die Eigenkapitalquote ist im Vergleich mit dem Vorjahr mit 8% konstant geblieben. Der Verschuldungsgrad ((Fremdkapital + Rückstellungen) / Eigenkapital) ist mit 1.122 % (Vorjahr: 1.112 %) um 10%-Punkte leicht gestiegen, wodurch sich die Finanzierungsstruktur leicht verschlechtert hat. Die Umsatzrendite liegt bei -2% (Vorjahr: -6 %). Der EBITDA ist im Vorjahresvergleich von TEUR 442 um TEUR 359 auf TEUR 801 gestiegen. VIII. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 11. Prognosebericht Die BERASCO befindet sich trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage in einem grundsätzlich positiven Marktumfeld mit langfristig gesicherter Geschäftsgrundlage. Insbesondere die Deutsche Telekom gibt mit ihrem Ziel bis 2030 25 Mio. Haushalte mit einem Glasfaseranschluss zu versorgen und dafür ab 2024 jährlich 2,5 Mio. neue Anschlüsse zu realisieren, ein hohes Tempo vor.10 Für den Telekom-Dienstleister BERASCO ergibt sich daraus eine stabile Perspektive für zukünftige Ausschreibungen von Glasfaser-Ausbauprojekten der Deutschen Telekom. Die Wettbewerbsunternehmen, die sich in den vorangegangenen Jahren auch mit hohen Investitionsankündigungen für die nächsten Jahren positioniert hatten, sehen das Ziel der letzten Bundesregierung aus dem Jahr 2022, bis 2030 eine flächendeckende Glasfaserversorgung zu realisieren, mittlerweile kritisch. Grund ist vor allem das „Festhalten“ der Deutschen Telekom am Kupfernetz insbesondere in den Gebieten, in denen Wettbewerber ihre Glasfasernetze ausbauen (wollen).11 Allerdings gab es 2024 aufgrund eines ungewöhnlichen Preiswettbewerbs mit kleinen neuen Mitbewerbern und verzögerter Auftragsauslösung aus bestehenden Rahmenverträgen einen erheblichen Umsatzeinbruch bei der BERASCO und auch innerhalb der BERASCO-Gruppe. Die Geschäftsführung erwartet jedoch für die künftigen Geschäftsjahre eine Konsolidierung und wieder steigende Umsätze. Die vertragsführenden Projektmanagement-Gesellschaften der BERASCO-Gruppe konnten jüngst weitere mehrjährige Rahmenverträge mit der Deutschen Telekom abschließen. Die BERASCO-Gruppe gilt bei dem Hauptauftraggeber unverändert als zuverlässiger Partner, der die qualitativen Anforderungen an die Umsetzung bei der Verlegung und dem Anschluss von Glasfaserkabeln erfüllt. Langfristig ist geplant, die BERASCO-GmbH aus dem aktiven Tiefbaugeschäft zurückzuziehen und die bauausführenden Arbeiten auf die zweite Tiefbau-Firma der Gruppe, die BERASCO Bau GmbH, zu konzentrieren. Die BERASCO-GmbH wird sich damit perspektivisch zu einem reinen Immobilien-/Asset-Verwaltungsunternehmen ohne Aktivitäten im Bauhauptgewerbe entwickeln. Die Bautätigkeiten der BERASCO-GmbH werden schrittweise reduziert. Das eigene Baupersonal der Gruppe wurde nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 bereits fast vollständig in die BERASCO Bau GmbH überführt. Bestehende Bauaufträge von BERSACO werden verstärkt mit Subunternehmen realisiert. Bei der schrittweisen Reduzierung der Bautätigkeit wird darauf geachtet, dass genügend Umsatz und Rohertrag pro Jahr im Unternehmen verbleiben, um den noch bestehenden Kapitaldienst sowie steuerliche Verpflichtungen vollumfänglich leisten zu können. Die Geschäftsführung erwartet vor diesem Hintergrund für das Geschäftsjahr 2024 einen starken Umsatzrückgang und einen erneuten, starken Anstieg des Jahresfehlbetrags. 12. Risikobericht f) Risiken Die Abhängigkeit der BERASCO von den Projektmanagement-Gesellschaften der BERASCO-Gruppe, die ihrerseits ausschließlich Rahmenverträge mit der Telekom haben, birgt eine hohe wirtschaftliche Abhängigkeit, die durch die laufenden Aufwendungen zur Ertrags- und Liquiditätsbelastung werden kann. Insbesondere in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 hat die strategische Neuausrichtung der Gesellschaft und der vor allem in 2024 mit Wettbewerbern der Telekom ausgetragene Preiswettbewerb Umsätze, Ergebnis und Liquidität schwer belastet. Um die Liquidität zu sichern, hat die Geschäftsführung verschieden Maßnahmen ergriffen. Dazu gehört, die Reduktion von Kosten, der Verkauf von Anlagevermögen und die Zuführung von Liquidität aus der BERASCO-Gruppe. Grundsätzlich können sich auch Mitbewerber um die Verlegung von Glasfasernetzen in den Ausbauregionen der Deutschen Telekom bewerben, in denen die BERASCO-Gruppe tätig ist. Waren bislang die regional verfügbaren Kapazitäten der im TK-Leitungsbau engagierten Tiefbauunternehmen deutschlandweit weitestgehend ausgeschöpft, kam es im Jahr 2024 zu einer Entspannung, auch weil die alte Bundesregierung die Fördermittel für den Glasfaserausbau im ländlichen Raum um rd. 1 Mrd. € gekürzt hatte und damit viele Projekte zeitlich verschoben wurden.12 Dies führte dazu, dass insbesondere im Ausbaugebiet Nord der Deutschen Telekom einzelne neue, kleinere Wettbewerber sehr günstige Angebote abgeben konnten. Die BERASCO-Gruppe hat sich daraufhin an einigen Ausschreibungen nicht beteiligt, weil die von der Telekom neu vorgegebenen Maximalpreise teilweise nicht wirtschaftlich waren. Zudem hat die Telekom 2024 Aufträge aus bestehenden Rahmenverträgen verspätet ausgelöst. Damit sind die Umsätze der BERASCO-Gruppe im Jahr 2024 deutlich zurückgegangen. Diese Situation hat sich jedoch in der ersten Jahreshälfte 2025 wieder normalisiert. Die BERASCO-Gruppe konnte zusätzlich zu den nun aktivierten Aufträgen aus bestehenden Rahmenverträgen erneut größere neue Rahmenverträge zu wirtschaftlichen Konditionen abschließen. Ein zukünftiger erneuter Umsatzrückgang ist damit jedoch nicht auszuschließen. Unerwartete Kostensteigerungen, etwa bei der Beschaffung von Anlagevermögen, Verzögerungen bei Projektabwicklungen, Gewährleistungsansprüche oder Forderungsausfälle können die Liquidität der Gesellschaft ebenfalls beeinträchtigen. Durch die verspätete Aufstellung der Jahresabschlüsse ruhen Gespräche mit den finanzierenden Banken über zusätzliche Kreditbeträge für die Finanzierung von Betriebsmitteln und -investitionen. Dies limitiert das Unternehmen bei der Übernahme zusätzlicher Aufträge, da Maschinenpark und Mitarbeiterstamm nicht kurzfristig angepasst werden können. Hinzu kommt, dass wegen der ausstehenden Vorlage von Jahresabschlüssen, im Januar 2026 die Kontokorrentlinie von TEUR 500 gekündigt wurde und bis Ende 2026 zurückgeführt werden soll. Auch für das vertraglich bereits vereinbarte Produktionsgeschäft birgt dies ein Risiko: Der Hauptauftraggeber, die FTTx, zahlt zwar nach Rechnungslegung zeitnah, allerdings muss BERASCO die eigenen Kosten zum Teil mehrere Monate vorfinanzieren. Auch hieraus können bei nicht ausreichendem Puffer Liquiditätsengpässe entstehen. Die Geschäftsleitung hat durch die Vereinheitlichung des Buchführungssystems und die Einstellung zusätzlicher qualifizierter Mitarbeiter dafür Sorge getragen, dass in Zukunft die Aufstellung der handelsrechtlichen Jahresabschlüsse innerhalb der gesetzlichen Fristen erfolgen kann. g) Risiken in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und sonstige Verbindlichkeiten. Die Gesellschaft verfügt über einen Kundenstamm, bei dem Forderungsausfälle die Ausnahme sind. Währungsrisiken bestehen nicht. Im Dezember 2019 wurde ein derivatives Finanzinstrument (Zinscap) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus dem variabel verzinslichen (EURIBOR) Darlehen bei der Berliner Sparkasse über TEUR 2.000 abgeschlossen (Laufzeit: 12/2019 bis 06/2026). Dem Zinscap liegt ein Grundgeschäft mit vergleichbarem, gegenläufigem Zinsrisiko (Mikro-Hedge) zugrunde. Das mit der aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.150. Zum Bilanzstichtag weist der Marktwert des Zinscap einen nicht realisierten Ertrag von TEUR 39 auf. 13. Chancenbericht Aufgrund der Pläne von Telekommunikationsunternehmen und Politik, Deutschland flächendeckend mit Glasfaserinfrastrukturen auszubauen, ist die Nachfrage nach TK-Leitungstiefbau langfristig gesichert. Bis Ende des Jahres 2025 werden erst 50 Prozent aller Haushalte mit einem Glasfaseranschluss versorgt sein.13 Der vollständige Ausbau Deutschlands mit Glasfasernetzen wird mind. bis zum Jahr 2030, nach Branchenschätzungen sogar deutlich darüber hinaus dauern.14 Zwar wird sich der Ausbau in den nächsten Jahren auf größere Städte konzentrieren15, wo deutlich weniger Meter pro Hausanschluss zu graben sind. Die Kosten, und damit der Umsatz pro Meter, liegen hier jedoch deutlich höher. Zudem verdient die BERASCO-Gruppe zusätzlich auch am Innenausbau der Glasfaserleitungen in den Geschosswohnungen. Zudem besteht für die BERASCO-Gruppe die Perspektive, sich am Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität zu beteiligen. Nach letzten Schätzungen muss die Anzahl der öffentlichen Ladepunkte von aktuell rd. 172 Tsd. Ladepunkten16 bis 2035 auf über 800 Tsd. Ladepunkte erhöht werden.17 Dies erfordert die Verlegung von vielen Tsd. Kilometern Stromleitungen in ganz Deutschland. Die BERASCO-Gruppe verfügt über die entsprechenden Kompetenzen und technischen Ressourcen, um auch in diesem Markt Leitungstiefbau anbieten zu können. 14. Gesamtaussage Der Geschäftsverlauf der BERASCO-GmbH und der BERASCO-Gruppe war im Geschäftsjahr 2024 aufgrund der Preisgestaltung des Hauptauftraggebers nicht befriedigend. Während sich 2023 im Vorjahresvergleich Betriebsergebnis und Jahresergebnis verbessert haben, sind 2024 aufgrund von Umsatzrückgängen und nur verzögert realisierbaren Anpassungen bei den Kostenstrukturen Verluste entstanden, die erst 2025 und in den Folgejahren durch Anpassungsmaßnahmen und ein erneutes Umsatzwachstum ausgeglichen werden können. Die strategische Neuausrichtung der Gesellschaft hin zu einem Immobilien-/Asset-Verwaltungsunternehmen mit geringen Aktivitäten im Bauhauptgewerbe hat die schwierige wirtschaftliche Entwicklung, die sich auch auf die Liquidität ausgewirkt hat, in den Jahren 2024 und 2025 verstärkt. Aufgrund fester Planungen der Deutschen Telekom für den Glasfaserausbau bis 2030 ist damit zu rechnen, dass künftig wieder deutlich positive Ergebnisse erzielt werden.
Schönwalde-Glien, 23.02.2026 Sezer Seymen, Geschäftsführer 1 Vgl.: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html, https://www.welt.de/wirtschaft/article250230016/BIP-sinkt-Deutsche-Wirtschaft-beendet-2023-mit-Minus-Investitionen-und-Flaute-am-Bau-bremsen.html 2 Vgl. https://statistik.arbeitsagentur.de/Statistikdaten/Detail/202312/analyse/analyse-arbeitsmarkt-zeitreihen/analyse-arbeitsmarkt-zeitreihen-d-0-202312-pdf 3 Vgl. https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023 4 Vgl. VATM (2025): 26. TK-Marktanalyse Deutschland 2025, Seite 17, online unter: https://www.vatm.de/wp-content/uploads/2025/05/VATM-Marktstudie-2025.pdf 5 Vgl. https://www.teltarif.de/bmds-bericht-stand-glasfaserausbau-deutschland/news/99038.html 6 Vgl.: VATM (2025): 26. TK-Marktanalyse Deutschland 2025, Seite 14. 7 Vgl.: VATM (2025): 26. TK-Marktanalyse Deutschland 2025, Seite 7. 8 Vgl. zusätzlich BREKO Marktanalyse 2025, S. 5 online unter: https://brekoverband.de/aktuelles/breko-marktanalyse/ 9 Vgl. https://www.heise.de/news/Glasfaser-Neue-Runde-fuer-Gigabitfoerderung-2-0-beginnt-vorzeitig-10254577.html 10 Vgl. https://www.telekom.com/de/konzern/details/glasfaser-kooperationen-beim-netzausbau-631492# 11 Vgl. https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/glasfaser-ausbau-deutschland-ziel-telekom-li.3244107 12 Vgl. https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/glasfaserausbau-bund-kuerzt-gigabit-zuschuss/100055672.html 13 Vgl. VATM (2025): 26. TK-Marktanalyse Deutschland 2025, Seite 20, online unter: https://www.vatm.de/wp-content/uploads/2025/05/VATM-Marktstudie-2025.pdf 14 Vgl. ANGA (2024): ANGA-Marktstudie 2030, S. 30, online unter: https://www.anga.de/stellungnahmen/anga-marktstudie-2030-glasfaserausbau-auf-dem-pruefstand/ 15 Vgl. https://www.teltarif.de/bmds-bericht-stand-glasfaserausbau-deutschland/news/99038.html 16 Vgl. https://www.ka-news.de/auto/elektroautos-wie-viele-ladestationen-gibt-es-aktuell-in-deutschland-9-9-25-110660268 17 Vgl. Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur (2024): Ladeinfrastruktur nach 2025/2030: Szenarien für den Markthochlauf, S. 51, online unter: https://www.now-gmbh.de/wp-content/uploads/2024/06/Studie_Ladeinfrastruktur-2025-2030_Neuauflage-2024.pdf BilanzAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
AnhangI. Allgemeine AngabenDie Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die größenabhängige Erleichterung des § 276 S. 1 HGB wurde nicht in Anspruch genommen. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden, soweit relevant, in Anspruch genommen. Angaben zum Registergericht: scroll
II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB). Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige (lineare und zeitanteilige) Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (Gebäude 33 Jahre, Außenanlagen 10-16 Jahre, Einbauten 8-10 Jahre, technische Anlagen und Maschinen 3 bis 14 Jahre, andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 11 Jahre) bilanziert. Bei digitalen Wirtschaftsgütern wird eine Nutzungsdauer von einem Jahr berücksichtigt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zu einem Wert von EUR 800,00 im Jahr des Zugangs aktiviert und vollständig abgeschrieben. Die Anschaffungskosten werden im Jahr der Anschaffung als Abgang erfasst. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen und die sonstigen Ausleihungen werden mit dem Nennwert als Anschaffungskosten bzw. bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Im Geschäftsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung der sonstigen Ausleihungen vorgenommen. Die unfertigen Leistungen werden in Höhe von 80 Prozent des Nettobetrages der im Folgejahr gestellten Ausgangsrechnungen an den Auftraggeber bilanziert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung einer Einzelwertberichtigung und einer Pauschalwertberichtigung von 1,5% auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet. Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert aktiviert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf. Das Eigenkapital wurde mit dem Nennbetrag angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten sämtliche erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und VerlustrechnungAuf den Anlagenspiegel (§ 284 Abs. 3 HGB) wird verwiesen. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen Darlehensforderungen an die Gesellschafterin FTTx Projektmanagement GmbH, Schönwalde-Glien (nachfolgend FTTx), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsanteile an der BERASCO-GmbH am 15.12.2021 vom Verkäufer übernommen wurden. Von der ursprünglichen Forderungshöhe von TEUR 2.019 wurden in 2023 durch Zahlungen bzw. Verrechnungen TEUR 1.519 getilgt. Zum Abschlussstichtag bestehen noch Forderungen von TEUR 500. Die Darlehen werden mit 4 % p. a. verzinst. Die Zinsforderungen ab dem 15.12.2021 von TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 93) werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen. Die Darlehen haben die folgenden Laufzeiten: scroll
Unter den sonstigen Ausleihungen werden Darlehen an Unternehmen der BERASCO-Gruppe und an Personen mit Organstellung ausgewiesen. Die Darlehen an die Unternehmen der BERASCO-Gruppe betragen zum Abschlussstichtag TEUR 211 (Vorjahr: TEUR 1), wovon TEUR 135 die Seymen Altyapi Ltd., Türkei, und TEUR 76 die BERASCO Bau GmbH betreffen. Die unter den sonstigen Ausleihungen auszuweisenden Darlehen an die Geschäftsführer, Sezer und Burcu Seymen, von TEUR 1.288 (Vorjahr: TEUR 914) wurden, um ein Ausfallrisiko bis auf einen Erinnerungswert von EUR 1,00 außerplanmäßig abgeschrieben. Die Darlehen haben eine Laufzeit von 2-4 Jahren und werden mit 4% p.a. verzinst. Sie können variabel zurückgezahlt werden. In den Liefer- und Leistungsforderungen sind Forderungen gegen Unternehmen aus der BERASCO-Gruppe mit TEUR 2.370 (Vorjahr TEUR 2.524) aktiviert, die mit TEUR 1.382 einzelwertberichtigt wurden, um dem Ausfallrisiko Rechnung zu tragen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 153 (Vorjahr: TEUR 1.000) betreffen Forderungen gegen die Gesellschafterin FTTx. Davon entfallen TEUR 150 (Vorjahr: TEUR 93) auf Zinsforderungen aus den Ausleihungen an verbundene Unternehmen und TEUR 3 (Vorjahr: 907) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten von TEUR 49 betreffen mit TEUR 23 im Voraus berechnete Zinsen für Bankdarlehen zur Finanzierung des Fuhrparks mit einer Laufzeit bis zu 5 Jahren, mit TEUR 16 ein Disagio für einen langfristigen Kredit bei der Berliner Sparkasse über TEUR 2.000 mit einer Laufzeit von 07/2019 bis 06/2029 und mit TEUR 10 weitere Ausgaben, die wirtschaftlich das Folgejahr betreffen. Die in 2020 aktivierten Gebühren der Seymen Altyapi Ltd. für die Vermittlung von Fachpersonal aus der Türkei wurden in Darlehen umgewandelt und unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen (siehe vorstehende Erläuterung), da das zugesagte Personal nicht zur Verfügung gestellt werden konnte. Die sonstigen Rückstellungen von TEUR 690 (Vorjahr: TEUR 619) ergeben sich aus rückständigem Urlaub (TEUR 209; Vorjahr: TEUR 218), Rechtsstreitigkeiten (TEUR 268; Vorjahr: TEUR 178), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 135; Vorjahr: TEUR 133), Gewährleistung (TEUR 72; Vorjahr: TEUR 84) sowie Archivierung (TEUR 6; Vorjahr: 6). Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt: scroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 2.039 sind durch Grundpfandrechte in Höhe von TEUR 2.500 und selbstschuldnerische Bürgschaften des ehemaligen Gesellschafter-Geschäftsführers in Höhe von TEUR 2.500 gesichert. Darüber hinaus besteht Eigentumsvorbehalt für eine im Mietkauf finanzierte Bohranlage. Im Dezember 2019 wurde ein derivatives Finanzinstrument (Zinscap) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus dem variabel verzinslichen (EURIBOR) Darlehen bei der Berliner Sparkasse über TEUR 2.000 abgeschlossen (Laufzeit: 12/2019 bis 06/2026). Dem Zinscap liegt ein Grundgeschäft mit vergleichbarem, gegenläufigem Zinsrisiko (Mikro-Hedge) zugrunde. Das mit der aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.150. Zum Bilanzstichtag weist der Marktwert des Zinscap einen nicht realisierten Ertrag von TEUR 39 auf. IV. Sonstige finanzielle VerpflichtungenZum Bilanzstichtag bestehen die folgenden Verpflichtungen: scroll
V. Sonstige AngabenDie strategische Ausrichtung der Gesellschaft hat sich nach dem Geschäftsjahr 2023 geändert. Dies geht mit einem deutlichen Rückgang des Umsatzes und einer erheblichen Reduzierung des Personalbestands bereits im Geschäftsjahr 2024 einher. Die Gesellschaft wird zwar noch Bautätigkeiten durchführen, aber die Überlassung der Immobilie an andere Unternehmen der BERASCO-Gruppe wird an Bedeutung gewinnen. Durch den Preiswettbewerb mit anderen Anbietern insbesondere im Geschäftsjahr 2024 und die strategische Neuausrichtung der Gesellschaft hin zu einem Immobilien-/Asset-Verwaltungsunternehmen mit geringen Aktivitäten im Bauhauptgewerbe, sind in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 hohe Verluste entstanden. Die Liquidität wurde durch Verkauf von Anlagevermögen, Gesellschaftereinlagen und Finanzierung innerhalb der BERASCO-Gruppe sichergestellt. Im Januar 2026 hat das finanzierende Kreditinstitut wegen der verspäteten Vorlage von Jahresabschlüssen, die Kontokorrentlinie von TEUR 500 gekündigt. Die vollständige Rückführung der Linie, die zum Bilanzstichtag mit TEUR 426 valutiert, soll bis Ende 2026 erfolgen. Von der FTTx, der Gesellschafterin der Gesellschaft, hat die Gesellschaft in 2023 eine Bohranlage für TEUR 385 gemietet, bei der für die Miete nicht belegt werden konnte, dass das Vermietungsgeschäft zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen ist. Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 96 (Vorjahr: 106) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon waren 88 (Vorjahr: 97) gewerbliche Arbeitnehmer und 8 (Vorjahr: 9) Angestellte. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt. scroll
Es ist vorgesehen, den Jahresfehlbetrag von TEUR 243 mit dem Gewinnvortrag von TEUR 823 zu verrechnen.
Schönwalde-Glien, 23.02.2026 Sezer Seymen, Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 02.03.2026 festgestellt. BestätigungsvermerkAn die BERASCO - GmbH, Schönwalde-Glien Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BERASCO - GmbH, Schönwalde-Glien, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BERASCO - GmbH, Schönwalde-Glien, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Erläuterungen der Geschäftsführung im Anhang und Lagebericht, insbesondere auf den Nachtragsbericht im Anhang (V. Sonstige Angaben) sowie die Erläuterungen zur Liquidität, zu dem Prognosebericht und zu den Risiken im Lagebericht (B.III.2. Buchst. c) Liquidität und B.IV. 1. Prognosebericht und B.IV.2. Risikobericht), in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass durch den Preiswettbewerb im Geschäftsjahr 2024 und die strategische Neuausrichtung der Gesellschaft die Gesellschaft und die BERASCO-Gruppe in den Geschäftsjahren 2024 und 2025 in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist. Wie im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 25.02.2026 WP-W Dr. von Waldthausen GmbH Dr. von Waldthausen, Wirtschaftsprüfer |
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