FinanceScout24 AGLiquidiert
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Errit Edgar Lothar Dr. Schlossberger seit 11.3.2008 | Vorstandsmitglied |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Scout 24 AG | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FinanceScout24 AGHamburgJahresabschluss zum 31. Dezember 2006E. Ergebnis der Prüfung des Berichtes des Vorstandes über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht)59. Der gemäß §312 AktG aufzustellende Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) ist uns vom Vorstand der Gesellschaft vorgelegt worden. Diesen Bericht haben wir gemäß § 313 Abs. 1 AktG geprüft. Über das Ergebnis dieser Prüfung haben wir einen gesonderten schriftlichen Bericht erstattet und dem Aufsichtsrat vorgelegt. 60. Da Einwendungen gegen den Bericht des Vorstandes nicht zu erheben waren, haben wir mit Datum vom 28. Juni 2007 gemäß § 313 Abs. 3 AktG den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." F. SchlussbemerkungDen vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses der FinanceScout24 AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2006 und des Lageberichts für dieses Geschäftsjahr erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen (IDW PS 450). Der von uns mit Datum vom 28. Juni 2007 erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B.V "Wiedergabe des Bestätigungsvermerks" enthalten.
Frankfurt am Main, den 28. Juni 2007 PricewaterhouseCoopers
Fell, Wirtschaftsprüfer Ppa. Wilke, Wirtschaftsprüfer Anlagen Bilanz zum 31. Dezember 2006Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2006
Anhang 20061. Allgemeine AngabenDer Jahresabschluss der FinanceScout24 AG wurde für das Geschäftsjahr 2006 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllte im Geschäftsjahr 2006 die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Für die Gliederung der Bilanz wurde das gesetzliche Gliederungsschema nach § 266 HGB zugrunde gelegt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach den Vorschriften des § 275 Absatz 3 HGB als Umsatzkostenverfahren gegliedert. Gegenstand des Unternehmens ist die Versicherungs- und Darlehensvermittlung sowie die Vermittlung sonstiger Finanzdienstleistungen und die Vermarktung der Daten im Online- und Offlinebereich. Davon umfasst ist insbesondere die Tätigkeit als Versicherungsmakler oder Versicherungsvertreter sowie die Vermittlung von Darlehen. Die Gesellschaft kann insbesondere in den vorgenannten Gebieten auch unmittelbar tätig werden. Im Übrigen ist die Gesellschaft befugt, alle Geschäfte durchzuführen oder Maßnahmen vorzunehmen, die den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind, Zweigniederlassungen zu errichten, sich an Unternehmen jeglicher Art zu beteiligen oder diese zu erwerben und Organschaftsverhältnisse - sei es als Ober- oder Untergesellschaft - einzugehen. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt € 728.823,00. Es ist eingeteilt in 728.823 Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von € 1,00 je Stückaktie. Bilanzstichtag für den Jahresabschluss ist der 31.12.2006. Der Jahresabschluss der FinanceScout24 AG wird beim Handelsregister Hamburg hinterlegt. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Grundsätzlich sind die steuerlich maßgebenden Werte bilanziert. Dabei ist das Niederstwertprinzip beachtet worden. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, entsprechend seiner Nutzungsdauer um planmäßige, lineare Abschreibungen auf Grundlage steuerlich anerkannter Höchstsätze vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von € 410,00 werden im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für einen Teil der Forderungen wurde eine allgemeine Pauschalwertberichtigung vorgenommen, daneben wurden in einer geringen Zahl auch Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle Ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie wurden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Rückzahlungsbetrag. 3. Erläuterungen zur BilanzAktiva Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage III, Seite 8 und 9) dargestellt. Das Umlaufvermögen umfasst hauptsächlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Unter dem Posten nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag werden die das Eigenkapital übersteigenden kumulierten Verluste ausgewiesen. Passiva Das gezeichnete Kapital wurde wie im Vorjahr mit € 728.823,00 in Form von nennwertlosen Stückaktien zu je € 1,00 ausgewiesen. Die Kapitalrücklage betrug zum Bilanzstichtag € 21.471.080,45. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von T€ 1.462 (Vj. T€ 2.636) setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber der Scout24 Holding GmbH München (T€ 16.614), der T-Online International AG (T€ 208) und der Scout24 GmbH (T€ 0,1) und resultieren aus dem Cash-Management, der Belieferung mit Datensätzen, aus Lizenzvereinbarungen sowie sonstigen Dienstleistungen. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse der FinanceScout24 AG resultieren aus der Anlage- und Abschlussvermittlung sowie der Veräußerung von Adressen für Geldanlagen, Versicherungsprodukte und für Kredite vorwiegend im B2C-Bereich. Für die FinanceScout24 AG ergibt sich eine Segmentabgrenzung aus den unterschiedlichen operativen Geschäftsfeldern. Eine Aufteilung nach regionalen Segmenten erfolgt nicht, da die Gesellschaft ausschließlich im Inland tätig ist.
Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2006 gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 6 HGB in Höhe von T€ 3.112 (Vj. T€ 4,085) setzt sich aus Löhnen und Gehältern in Höhe von T€ 2.603 (Vj. T€ 3.467) sowie sozialen Abgaben und sonstigen Personalaufwendungen in Höhe von T€ 509 (Vj, T€ 618) zusammen.
Der Materialaufwand für bezogene Leistungen des Geschäftsjahres 2006 gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 5 HGB beträgt T€ 8.168. Die sonstigen betrieblichen Erträge (T€ 989) enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 541) sowie Erträge aus Weiterbelastungen (T€ 319). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen umfassen vor allem Marketing- und Werbekosten (T€ 1.806), Rechts- und Beratungskosten (T€ 1.224), nicht abziehbare Vorsteuer (T€ 816) und EDV-Kosten (T€ 729). 5. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Nr. 3 HGB in Höhe von T€ 16; im Einzelnen haben diese Verpflichtungen folgende Laufzeiten:
Darüber hinaus hatte die Scout24 AG gegenüber der FS24 auf ein Darlehen über € 2,8 Mio verzichtet. Der Verzicht sieht vor, dass das Darlehen wieder auflebt, sobald FS24 dieses aus einem positiven Jahresergebnis und/oder Bilanzgewinn und/oder verfügbarer Liquidität (positiver Kassenbestand, Bankguthaben) zum Bilanzstichtag, d.h. jeweils zum Ende eines Geschäftsjahres, vollständig und ohne die Gefährdung der Ansprüche anderer Gläubiger und ohne einen Verstoß gegen die Kapitalerhaltungsvorschriften zurückzahlen kann und die Rückzahlung nicht im Widerspruch zum Rangrücktritt stehen würde. Diese Voraussetzungen liegen am 31. Dezember 2006 nicht vor, so dass keine Rückzahlungsverpflichtung aus der Besserungsabrede entstanden ist. Beschäftigte Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr 2006 betrug die durchschnittliche Mitarbeiterzahl 63. Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzt sich zusammen aus:
Gesamtbezüge des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat keine Vergütung erhalten. Vorstand Der Vorstand der Gesellschaft setzt sich zusammen aus:
Gesamtbezüge des Vorstandes Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen für das Jahr 2006 T€ 255. Mutterunternehmen Alleinige Gesellschafterin ist die Scout24 AG, Baar/Schweiz. Finanzierungszusage Zur Vermeidung einer materiellen Überschuldung hat die Scout24 Holding GmbH, München, eine Finanzierungszusage in Höhe von T€ 12.700 gegenüber der Berichtsgesellschaft ausgesprochen. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft ist über ihre Mehrheitsgesellschafterin, die Scout24 AG, Baar/Schweiz, in den Unternehmensverbund der Scout24-Gruppe eingebunden. Die Scout24-Gruppe ist in den Konzernabschluss der T-Online International AG, Darmstadt, eingebunden, welche in den Konzernabschluss der Deutsche Telekom AG, Bonn, eingebunden ist. Gewinnverwendung/GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand schlägt (in Übereinstimmung mit dem Aufsichtsrat) vor, den Bilanzverlust von T€ 37.303 auf neue Rechnung vorzutragen.
Hamburg, den 28. Juni 2007 Der Vorstand Anlagenspiegel
Lagebericht 2006Die FinanceScout24 AG ist eine Tochtergesellschaft der Scout24 AG. Die Scout24 AG gehört seit Anfang des Geschäftsjahres 2004 zur T-Online International AG. Die FinanceScout24 AG betreibt die Internet-Plattform www.financescout24.de, auf der dem Internet-User die Möglichkeit gegeben wird, Konditionsvergleiche für Personenversicherungen, Sachversicherungen, Ratenkredite, Hypothekendarlehen u.a. vorzunehmen. Die Nutzung der Internet-Plattform ist für den User kostenlos. Die persönlichen Daten des Users werden mit seinem Einverständnis von der FinanceScout24 AG als sogenannter "Lead" genutzt, d.h. es wird entweder mit dem User ein persönliches Beratungsgespräch vereinbart, um nach Analyse der persönlichen Situation geeignete Versicherungsverträge zu vermitteln, oder der Lead wird an Dritte (i.d.R. Versicherungen) verkauft. Für die persönliche Beratung nutzt FS24 einen Pool an selbständigen Finanzberatern, welche ausschließlich für FS24 tätig sind. Aus der Vermittlung von Versicherungsverträgen erzielt FS24 Provisionserlöse, welche anteilig an die Finanzberater weitergegeben werden. Das Geschäft im Jahr 2006 war gekennzeichnet durch eine Erhöhung im Bereich Personenversicherungen. Dies lag im Wesentlichen an der strukturierten ganzheitlichen Beratung im Bereich der Versicherung durch die Ausschließlichkeitsorganisation. Die Zahl der Finanzberater schwankte im Berichtsjahr, der Vertrieb wurde dabei weiterhin umstrukturiert und optimiert. Seit 2005 gibt es eine Finance Scout24 AG - Ausbildungsakademie und ein Traineeprogramm, welches den Aufbau neuer Finanzberater fördert. Daher haben sich die Nettoumsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr entsprechend insgesamt um +16,8 % verändert. ERTRAGSLAGEEs wurde im Geschäftsjahr 2006 ein Umsatz von 13,4 Mio. Euro (Vorjahr 11,5 Mio. Euro) erzielt. Die Ertragslage der Gesellschaft im Jahr 2006 verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr erheblich durch eine Erhöhung der Umsatzerlöse bei geringeren Aufwendungen. Das E-BITDA verbesserte sich auf T€ -3.487 (Vorjahr T€ -6.360), dies ist eine Erhöhung um +45,2 %. Der Jahresfehlbetrag betrug -4,9 Mio. Euro (Vorjahr 9,2 Mio Euro). Die Umsatzerlöse wurden im Geschäftsjahr 2006 mit durchschnittlich 127 Finanzberatern und 1.200 angeschlossenen Maklern erzielt. Zum Jahresende konnten 137 Finanzberater Geschäft einreichen. In der Allfinanzvertriebsliste der Internetseite www.cash-online.de, die von der Zeitschrift "cash-Magazin" betrieben wird, belegt FinanceScout24 AG den 13. Platz (Vorjahr 14. Platz) in der Rangliste der erfolgreichsten Allfinanzvertriebe. Im Hinblick auf die Entwicklung der Produktbereiche sind folgende Faktoren als wesentliche Komponenten zu nennen: Personenversicherungen Die Umsatzerlöse betrugen für das Jahr 2006 T€ 6,463 (Vorjahr T€ 4.176), Ursächlich für den Anstieg war eine Optimierung und Stärkung des Vertriebs. Der Anteil an vermittelten Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherungen innerhalb des Bereiches Personenversicherungserlöse lag im Geschäftsjahr bei 64 % (Vorjahr 69 %), der Rest verteilte sich auf die einzelnen Bereiche in der Krankenversicherung und Altersvorsorge. Kfz- und Sachversicherungen Die Umsatzerlöse für den Bereich betrugen in 2006 T€ 2.547 (Vorjahr T€ 3.111). Der im Vergleich zum Vorjahr verringerte Umsatz beruhte zum einen auf einem Preisverfall von Kfz-Leads sowie zum anderen auf einer gesunkenen Gesamtnachfrage nach Kfz-Leads. Durch Optimierungsmaßnahmen bei der Leadgewinnung soll die Qualität der Leads gesteigert werden, so dass das Preisniveau im Jahr 2007 gehalten werden kann, daneben soll der Bereich Sachversicherungen weiter ausgebaut werden. Ratenkredite Der Bereich Ratenkredite erhöhte sich im Geschäftsjahr, der Umsatz betrug im Geschäftsjahr T€ 2.083 (Vorjahr T€ 1.630). Gründe für den positiven Geschäftsverlauf liegen in der Optimierung der Zinskonditionen der Partnergesellschaften. Für das Geschäftsjahr 2007 sind wiederum neue Verträge ausgehandelt, so dass die Geschäftsführung von einer weiteren Steigerung der Umsätze ausgeht. Geldanlagen Der Bereich Geldanlagen erzielte Umsätze in Höhe von T€ 525 (Vorjahr T€ 391), und befindet sich weiterhin noch in der Aufbauphase. Mit einigen weiteren Fondgesellschaften konnten im Geschäftsjahr Kooperationen vereinbart werden, so dass sich dieser Bereich in den kommenden Jahren deutlich besser entwickeln wird. Baufinanzierungen Der Bereich Baufinanzierungen hat einen Umsatz von T€ 553 (Vorjahr T€ 1.078) erzielt, Aufgrund nichtoptimaler Zinskonditionen der Partnergesellschaften wurde Mitte des Geschäftsjahres entschieden den Bereich an die prohyp abzugeben. Durch diese Maßnahme wurden zum Ende des Jahres wieder konkurrenzfähige Zinskonditionen erreicht und es wird wieder von einer Verbesserung des Geschäftes ausgegangen. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEDie FinanceScout24 AG hat im Geschäftsjahr 2006 ihre Bilanzsumme um 28,9 % erhöht, ursächlich hierfür war die Erhöhung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrages bzw. eine Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich um 4,9 Millionen Euro erhöht und beläuft sich jetzt auf 15,1 Millionen Euro. Im Mai 2007 wurde daher seitens der Scout24 Holding GmbH, München, ein weiterer Rangrücktritt für Forderungen gegen die FinanceScout24 AG erklärt sowie im Juni 2007 eine Finanzierungszusage gegeben, da die Gesellschaft formal bilanziell durch den Geschäftsaufbau in einzelnen Bereichen sowie durch Umstrukturierungsmaßnahmen in weiteren Bereichen überschuldet ist. Im Geschäftsjahr 2006 wurde insbesondere in neue Software investiert, hier wurden bis Jahresende inklusive der geleisteten Anzahlungen T€ 212 investiert. In Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden T€ 37 investiert, so dass die Gesamtinvestition im Geschäftsjahr 2006 T€ 249 betrug. MITARBEITERZum Jahresende waren 41 Mitarbeiter beschäftigt. Das Management dankt allen Mitarbeitern für ihr großes Engagement und die Leistungen im Jahr 2006 bei der Umsetzung der Unternehmensziele. CHANCENIm Bereich der Personenversicherungen wird sich mit neuen Produktkombinationen wie beispielsweise beim Produkt Riesterrente für die FinanceScout24 AG eine gute Chance ergeben, den Umsatz weiter deutlich zu steigern. Durch die weitere Umstrukturierung des Vertriebes und einer weiterhin optimierten Ausbildung von Finanzberatern gehen wir davon aus, auf allen Produktfeldern eine deutliche Umsatzsteigerung zu erzielen. Durch die weitere Gewinnung geeigneter Finanzberater besteht hier ein zukünftiges Gewinnpotential. AUSBLICK /RISIKENIn einem unverändert schwierigen Marktumfeld erwarten wir einen weiterhin intensiven Wettbewerb in den einzelnen Bereichen. Insbesondere der Bereich Personenversicherungen wird sich durch die erhebliche Konkurrenz von Lebensversicherungsgesellschaften ändern, es ist mit diversen neuen Produktkombinationen zu rechnen. Dem Wettbewerb in diesem Bereich wollen wir uns mit Produktneuheiten und Werbekampagnen stellen. Ähnlich wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. gehen wir dabei bis zum Ende des Jahrzehnts von einem Beitragswachstum von etwa 6 % für den Bereich Lebensversicherungen, von etwa 5 % für den Bereich der privaten Krankenversicherung und von knapp 3 % für die Bereiche Schaden und Unfallversicherungen aus. Unsere intensive Kostenkontrolle und Deckungsbeitragsrechnung trägt dazu bei, das Ergebnis zu steigern, da kostenintensive Produkte vom Markt genommen werden können. Ebenso werden durch neue Abrechnungsprogramme und neue Prozessstrukturen Einsparungspotentiale erzielt werden können. Durch einen sinnvollen Ausbau des Finanzberaternetzes sollen weitere Umsatzpotentiale erschlossen werden. ABHÄNGIGKEITSBERICHTDer Vorstand der FinanceScout24 AG hat im Januar 2006 einen Abhängigkeitsbericht nach § 312 III Satz 3 AktG veröffentlicht, der mit folgender Schlusserklärung schließt: Die FinanceScout24 AG war im gesamten Geschäftsjahr 2006 von der Scout24 AG, Baar/Schweiz, im Sinne von § 17 AktG abhängig. Da mit der Scout24 AG kein Beherrschungsvertrag gemäß § 291 AktG bestand, war der Vorstand der FinanceScout24 AG zur Aufstellung eines Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG verpflichtet. Er erklärt zum Schluss des Berichtes gemäß §312 Abs. 3 AktG: "Die FinanceScout24 AG hat nach den Umständen, die ihr zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit einem verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und hat im Berichtsjahr weder auf Veranlassung noch im Interesse des herrschenden oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens Maßnahmen getroffen oder unterlassen."
Hamburg, den 28. Juni 2007 |
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