Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 185220
Eingetragen
15.4.2010
Branche
Vermietung von SchienenfahrzeugenReparatur und Instandhaltung von SchienenfahrzeugenBetrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge
Gegenstand
Beratung, Organisation, Betreuung und Abwicklung von Projekten und Erlebnissen rund um die Eisenbahn; insbesondere: Klärung in diesem Zusammenhang stehender technischer oder zulassungsrelevanter Sachverhalte und Problemstellungen, Vermieten, Kaufen und Verkaufen von Schienenfahrzeugen und komponenten, Beförderung von Personen und Gütern, Überführung/Beförderung von fabrikneuen oder bereits im Einsatz stehenden Schienenfahrzeugen, Vorbereitung und Durchführung von Versuchs- und Testfahrten mit Schienenfahrzeugen, Organisation von Instandhaltungen, Reparaturen und Modernisierungen eigener und fremder Schienenfahrzeuge und -komponenten, sach- und fachgerechte Lagerung/Abstellung von Schienenfahrzeugen, Schulung und Weiterbildung von Bahnpersonal; Organisation von Veranstaltungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Harald Klein
seit 25.7.2024
Geschäftsführer
Jörg Schurig
seit 15.4.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (4)

NameAnteil
25.00%
25.00%
Gösta Jonker
25.00%

Gesellschafter
Beta

4 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 4 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Alexander Dworaczek
München
8.334 €
25.00%
Jörg Schurig
München
8.334 €
25.00%
Gösta Jonker
München
8.334 €
25.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

RailAdventure GmbH

Pullach i.Isartal (vormals: München)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die RailAdventure GmbH ist ein in Pullach ansässiges Dienstleistungsunternehmen, welches in der heutigen Rechtsform seit 2010 besteht. Wir bieten spezielle Test- und Überführungsfahren für die Bahnindustrie sowie die hoch qualitative Abwicklung von Eisenbahnfahrten für den gehobenen Transport- und Eventbereich an. Darüber hinaus bieten wir für die Test- und Genehmigungsphase im Rahmen der Übergabe von Schienenfahrzeugen an den Endkunden eine Homebase für Prototypen in Form des "Zughotels by RailAdventure" an. Unsere Auftraggeber sind staatliche und private Unternehmen der Logistikbranche und Unternehmen der Eisenbahnindustrie sowie - für den Eventbereich - auch Privatkunden. Unser Leistungsspektrum passen wir laufend an den Bedarf unserer Kunden an.

Im Güterverkehrs- und Logistikmarkt haben wir uns seit unserer Gründung als fester Logistikpartner für die deutsche und europäische Eisenbahnindustrie positioniert. Wir erbringen Leistungen, die aufgrund ihrer Kostenstruktur von den großen Logistikdienstleistern nach unserer Auffassung nicht in unserer Qualität, preislichen Ausgestaltung und Schnelligkeit angeboten werden können.

Unser Betrieb ist in diesem Zusammenhang vor allem auf Dienstleistungen im Bereich der Erbringung von Eisenbahnverkehrsleistungen inkl. der Gestellung des erforderlichen Materials (Lokomotiven, Wagen) und Personals (Triebfahrzeugführer, Versuchsleiter, Servicetechniker) spezialisiert.

Ständige Innovationsmaßnahmen und Effizienzsteigerungen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolg unserer Dienstleistungen bildet.

lm Berichtsjahr haben wir die verfügbaren Kapazitäten erneut bis an ihre Grenzen ausgelastet und infolgedessen unseren Personalstamm durch weitere Neueinstellungen zukunftssicher ausgebaut.

1.2 Forschung und Entwicklung

Unsere Gesellschaft entwickelt ihr Angebotsportfolio auftragsbezogen stetig fort.

Eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung unterhalten wir nicht.

1. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gemäß der Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts (Nr. 019 vom 15. Januar 2024) ist das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr.

Die Präsidentin des statistischen Bundesamts Ruth Brand erläuterte am 15. Janaur 2024 in Berlin bei der Pressekonferenz des Statistischen Bundesamts, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 nach wie vor krisengeprägt war. Die Konjunktur wurde durch die anhaltend hohen Preise auf allen Wirtschaftsebenen trotz der jüngsten Rückgänge gedämpft. Aufgrund steigender Zinsen und einer geringeren Nachfrage aus dem In- und Ausland entstanden ungünstige Finanzierungsbedingungen. Die einsetzende Erholung der deutschen Wirtschaft nach dem schweren Einbruch im Corona-Jahr 2020 setzte sich im Jahr 2023 nicht weiter fort. Das BIP lag im Jahr 2023 um 0,7 % höher als im vor-Corona-Jahr 2019.

2.2 Branchenentwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 wird vom Verband der Bahnindustrie in Deutschland (VDB) e.V. bilanziert (Quelle: Mitteilung des VDB vom 20. März 2024): In Deutschland verzeichnet die Bahnindustrie mit einem Gesamtumsatz von Milliarden Euro 14,4 einen neuen Höchststand. Mit Milliarden Euro 10,4 ist das Fahrzeuggeschäft nach wie vor das stärkste Segment, aber die Infrastruktursparte nimmt deutlich zu. Ein zuverlässiger Indikator dafür, wie weit die Sanierungs- und Modernisierungspläne der Bundesregierung auf der Schiene vorankommen, ist der Infrastrukturbereich auf dem Heimatmarkt." "Und nun gibt es Bewegung", erklärte Andre Rodenbeck, Präsident des VDB.

Darüber hinaus wächst der Auftragseingang sowohl im Inland als auch im Ausland um 57 % auf ein historisches Hoch von Milliarden Euro 21,5. Inländische Aufträge in Höhe von Milliarden Euro 13 machen dabei etwa 60 % aller Eingänge aus. Im Bereich der Schienenfahrzeuge steigt das Auftragsvolumen um 64 %, während es im Bereich der Infrastruktur um 40 % steigt. Infrastrukturaufträge in Höhe von Milliarden Euro 3,6 gehen auf dem heimischen Markt ein - ein Wachstum von 29 %. "Die Auftragslage entwickelt sich von den Systemhäusern bis zum Mittelstand sehr stark."

2.3 Geschäftsverlauf

Auch wir sehen das Jahr 2023 als sehr erfolgreich an; unsere Erwartungen haben sich zum größten Teil erfüllt. Den im April endenden Großauftrag konnten wir durch Neuaufträge kompensieren, so dass wir die erwarteten Mio EUR 40 Umsatzerlöse mit Mio EUR 43,7 deutlich übertroffen haben und sogar das gute Geschäftsjahr 2022 (Mio EUR 43,0) übertreffen konnten.

lm abgelaufenen Geschäftsjahr waren wir, wie im Vorjahr, überwiegend im Bereich von Überführungsfahrten tätig. Unsere Umsatz- sowie Gewinnentwicklung war stabil, wobei in der Umsatzverteilung deutliche Verschiebungen sichtbar wurden, die jedoch unseren Erwartungen entsprachen.

Wir verfolgen durch Beteiligungen strategisch eine Erweiterung im europäischen Ausland, um unsere Aufträge in dem betreffenden Land prozessstabiler realisieren und an deren Umsatzanteil partizipieren zu können. Teilweise stellen wir den Gesellschaften, an denen wir beteiligt sind, unsere Fahrzeuge zur Verfügung und senken so die Aufwände für unserem Materialeinsatz.

Unsere Investitionen erfolgten im Bereich der Eisenbahnfahrzeuge, unserer Büroinfrastruktur und des Finanzanlagevermögens. dem weiteren Ausbau unseres Bürogebäudes und im Finanzanlagevermögen.

2.4 Investitionen

Zum weiteren Ausbau unseres Geschäfts haben wir weiter investiert: Der Umfang unserer Investitionen i. H. v. 9.225 TEUR im Geschäftsjahr lag deutlich über den geplanten Investition (4 bis 5 Mio EUR), da wir mittelfristig geplante Investitionen vorziehen konnten. Wir haben die Investitionen wie geplant aus dem laufenden Cash-Flow sowie der Aufnahme von Bankkrediten (TEUR 3.800) finanziert. Ein großer Teil unserer Investitionen entfiel mit TEUR 2.800 auf die Erweiterung unseres Fahrzeugparks für eine weitere E-Lok und weitere branchentypische Transportmittel (Eisenbahnwagen). Darüber hinaus haben wir TEUR 1.100 in den weiteren Aus- und Umbau des Zughotels und unseres im Vorjahr erworbenen Grundstücks mit aufstehendem Gebäude in Pullach, welches uns als Bürogebäude dient, investiert. Ein Teil des Gebäudes in Pullach ist vermietet. Auch haben wir im Jahr 2023 weiter in unser Finanzvermögen investiert: So konnten wir durch einen weiteren Anteilskauf die Mehrheitsanteile an unserer französischen Tochtergesellschaft erwerben und weitere Investitionen in diesem Bereich für insgesamt TEUR 1.700 tätigen. Noch nicht abgeschlossene Investitionen für eine Halle zur Radsatzbearbeitung, für weiterentwickelte Loco-Buggies sowie für Außenanlagen in Pullach sind insgesamt in Höhe von TEUR 1.900 als Anzahlungen bilanziert.

Wir haben zum Bilanzstichtag 4 Beteiligungen in 3 europäischen Ländern. Unser Fokus liegt hierbei im strategischen Aufbau sowie der Marktpositionierung. Mit Erträgen aus den verbundenen Unternehmen und aus unseren Beteiligungen ist aus unserer Sicht erst mittelfristig zu rechnen, da die Gesellschaften die Erträge vorrangig zu weiteren Investitionen nutzen werden.

Trotz der weiterhin hohen Gesamtleistung haben wir im Geschäftsjahr mit 21,10% (Vj.: 17,56 %) einen noch größeren Teil unserer Gesamtleistung investiert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen erhöhten sich trotz der planmäßigen Abschreibung in Höhe von TEUR 3.354 (Vj.: TEUR 2.787) um TEUR 4.081auf TEUR 31.602.

Alle Investitionen dienten überwiegend der Sicherung und dem Ausbau unserer Wettbewerbsfähigkeit.

2.5 Finanzierungsmaßnahmen

Die Investitionsmaßnahmen wurden wie geplant aus unserem Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie aus Darlehen finanziert. Im Geschäftsjahr haben wir für Mio EUR 3,8 Darlehen für 2 Lokomotiven, wobei eine bereits im Vorjahr erworben wurde, sowie für eine Photovoltaikanlage aufgenommen. Kurzfristige Fremdmittel wurden zur Finanzierung der laufenden Betriebsaufwendungen eingesetzt. Durch die Aufnahme der neuen Darlehen haben wir im Geschäftsjahr einen positiven Saldo aus der Aufnahme und Tilgung von Bankdarlehen in Höhe von Mio EUR 1,8.

2.6 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz dem für uns wichtigsten Segment, den langfristige Überführungen, lag im Jahr 2023 bei TEUR 20.867 und reduzierte sich gegenüber 2022 deutlich um TEUR 6.020 (22,4%). Der starke Rückgang entsprach unseren Erwartungen, da in diesem Segment im Jahr 2022 ein Großauftrag enthalten war, der im Jahr 2023 im April endete. Wir konnten diesen jedoch gut mit anderen Aufträgen kompensieren.

Es hat sich eine deutliche Verschiebung von den geplanten Überführungen (./. TEUR 6.020) hin zu den Ad-hoc Überführungen (+ TEUR 4.152) ergeben, wodurch sich auch die Abweichung zu unserer Planung erklärt. Die Überführungen stellen nach wie vor mit 48% der Gesamtleistung unseren größten Bereich dar, die Ad-Hoc-Überführungen liegen im Jahr 2023 bei 19% der Gesamtleistung und weit über unseren Erwartungen. Eine weitere deutliche Zunahme konnten wir im Bereich des Zughotels (+ TEUR 822, 12% der Gesamtleistung) sowie bei den sonstigen Umsätzen generieren (+ TEUR 1.440, 12% der Gesamtleistung). Der Bereich der Probefahrten ist quotal zum Umsatz gewachsen und liegt weiter bei 10% der Gesamtleistung.

Insgesamt liegt unsere Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2023 mit TEUR 43.709 über unseren Erwartungen und etwas über der Gesamtleistung des Vorjahres (TEUR 43.024). Wir sind mit der Umsatzentwicklung sehr zufrieden, da das Jahr 2022 durch den Sonderauftrag außergewöhnlich gut lief und wir dieses Leistungsniveau im Jahr 2023 zum zweiten Mal in Folge erreicht haben.

Die Auftragslage sehen wir insgesamt als gut an; der Auftragsbestand wird rollierend gemeinsam mit der Kapazitätsplanung angepasst. In unsere Planung ziehen wir Personal und Materialeinsatz ein.

2.7 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Rail Adventure GmbH erhöhte sich zum Bilanzstichtag nochmals deutlich von TEUR 41.904 im Vorjahr auf TEUR 45.826. Ursächlich sind die hohen Investitionen, die erwartungsgemäß zu einer deutlichen Erhöhung des Anlagevermögens (TEUR 35.365; Vj.: TEUR 29.759) führten. Unser Anlagevermögen hat, trotz der deutlich gestiegenen Bilanzsumme, im Jahr 2023 einen Anteil von 77,2% der Bilanzsumme (Vorjahr 71,0%).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten wir durch gutes Debitorenmanagement von TEUR 10.925 im Jahr 2022 auf TEUR 7.520 im Geschäftsjahr 2023 reduzieren.

Trotz des deutlichen Anstiegs der Bilanzsumme konnten wir entgegen unseren Erwartungen die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr leicht von 56,0% auf 58,5% steigern. Dies resultiert aus dem sehr hohen Jahresüberschuss des Jahres 2022, welcher zum größeren Teil thesauriert wurde.

Die Steuerrückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr leicht um TEUR 36 auf TEUR 1.674 erhöht. Die hohe Rückstellung resultiert aus der noch nicht erfolgten Veranlagung 2022, für das Geschäftsjahr 2023 sind die Vorauszahlungen an das Ergebnis angepasst. Die sonstigen Rückstellungen haben sich von TEUR 1.224 auf TEUR1.387 erhöht. Der Finanzierung des Anlagevermögens teils durch Darlehen führt zu einem Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 26,1% der Bilanzsumme (Vj: 22,9%).

Unsere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen konnten wir im Vergleich zum Vorjahr reduzieren, sie betragen TEUR 3.461 (Vj.: TEUR 5.179) zum Bilanzstichtag.

2.8 Finanzlage

Zur Entwicklung der Liquidität und der Finanzkraft der RailAdventure GmbH haben wir eine Kapitalflussrechnung erstellt, die zeigt, wie sich die Zahlungsmittel (Kassenbestände, Schecks sowie Guthaben bei Kreditinstituten) im Geschäftsjahr durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Den für uns relevanten Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit haben wir nach der indirekten Methode ermittelt.

Den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres (+ TEUR 3.873) haben wir hierbei zunächst um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge (+ TEUR 3.4341) und um die Bestandsveränderungen der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und des Verbundbereichs (+ TEUR 3.235) sowie der sonstigen Aktiva (./. TEUR 1.027) bereinigt. Ferner erfolgt eine Korrektur um die Bestandsveränderungen der Rückstellungen (+ TEUR 200), der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern und Beteiligungsunternehmen (./. TEUR 1.718) sowie der sonstigen Passiva (./. TEUR 280), so dass sich hieraus ein gegenüber dem Vorjahr verminderter Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit i. H. v. TEUR 7.721 (Vj.: TEUR 8.635) ergibt.

Wir nutzen das Verhältnis des Cash-Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Verhältnis zum bilanzierten Wert unseres Anlagevermögens zum 31. Dezember des Geschäftsjahres als finanziellen Leistungsindikator und für Steuerungszwecke unseres Unternehmens, da unsere Erträge aus der Verwendung des Anlagevermögens generiert werden. Unser Leistungsindikator hat sich im Jahr 2023 von 29,0 % auf 21,8 % noch deutlicher als erwartet reduziert, da sich durch die hohen Investitionen das Anlagevermögen deutlich erhöht hat. Da in den letzten Jahren unser Investitionsvolumen jeweils über den Abschreibungen lag, sehen wir unser Investitionsvolumen weiterhin als zukunftsweisend an.

Durch unsere hohen Investitionen weisen wir im Jahr 2023 entsprechend unserer Planung einen positiven Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR 1.848, Vj.: ./. TEUR 2.429) aus. Sämtliche Tilgungen bisheriger Kredite erfolgten im Jahr 2023 planmäßig.

Unser Finanzmittelbestand zum 31.12.2023 hat sich, obwohl wir die hohe Finanzierung überwiegend aus dem laufenden Cash-Flow getätigt haben, von TEUR 262 auf TEUR 784 erhöht. Dies resultiert zum größten Teil aus dem Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, aber auch aus der Aufnahme zusätzlicher Darlehen. Aufgrund unseres guten Debitorenmanagements sowie vorhandener, nicht ausgenutzter Kreditlinien können wir die fälligen Verbindlichkeiten bedienen.

Unsere Vermögens- und Kapitalstruktur zeigen die solide Struktur unserer Unternehmensfinanzierung.

Mit einer geordneten Vermögens- und Finanzlage sehen wir eine wesentliche Voraussetzung erfüllt, um auch künftig erfolgreich arbeiten zu können.

2.9 Ertragslage

Die Gesamtleistung ist um TEUR 3.709 höher als unsere Erwartungen und mit TEUR 43.709 sogar um TEUR 685 höher als unser bisher höchster Umsatz des Jahres 2022.

Unsere Materialeinsatzquote hat sich entsprechend unserer Erwartungen von 37,5% auf 38,6% gegenüber dem Jahr 2022 nur unwesentlich geändert. Wir haben weiterhin hohe Fremdleistungen in Anspruch genommen, die überwiegend im Ausland anfallen und projektabhängig sind. Ein weiterer Kostenblock sind die Trassennutzungsgebühren (TEUR 4.282, Vj.: TEUR 2.796), die als regulierte Kosten an unsere Kunden weiterbelastet werden.

Durch den weiteren Aufbau unseres Personals hat sich unsere Personaleinsatzquote im Verhältnis zur Gesamtleistung erwartungsgemäß deutlich von 16,1 % auf 18,9 % der Gesamtleistung erhöht. Wir haben unser Personal aufgestockt, um dieses dem schnellen Wachstum der vergangenen Jahre anzupassen.

Die Abschreibungen haben sich erwartungsgemäß entwickelt. Aufgrund der hohen Investitionen in den letzten Jahren sind diese um TEUR 567 auf TEUR 3.354 gegenüber dem Jahr 2022 gestiegen.

Unsere sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich absolut um TEUR 3.514 auf nunmehr TEUR 9.823 deutlich erhöht. Auch im Verhältnis zur Gesamtleistung sind diese von 14,7 % auf 22,7 % gestiegen. Der Anstieg resultiert aus den um TEUR 3.223 gestiegenen Aufwendungen für Reparaturen für Instandhaltungen. Unsere Loks müssen in einem wiederkehrenden Turnus einer Revision unterzogen werden, was im Jahr 2023 einige Fahrzeuge betraf. Zudem erfolgten im Jahr 2023 mehr Wartungen als im Vorjahr. Die Entwicklung war vorhersehbar.

Wir haben im Jahr 2023 mit TEUR 3.873 einen erwartungsgemäß deutlich geringeren Jahresüberschuss (./. TEUR 4.287) als im Jahr 2022 erwirtschaftet, jedoch plangemäß das Jahr 2021 (TEUR 2.969) übertroffen. Der Rückgang resultiert zum großen Teil aus den deutlich gestiegenen Instandhaltungsaufwendungen sowie dem gestiegenen Personalaufwand. Die Kostensteigerungen waren vorhersehbar, so dass wir mit dem Jahresergebnis insgesamt zufrieden sind.

3. Prognosebericht

Aus heutiger Sicht erscheint folgende Prognose als realistisch:

Entwicklung der Gesellschaft und Gesamtaussage aus der Branchenentwicklung

Das Jahr 2022 war ein außergewöhnliches Jahr. Der ungeplante Großauftrag wurde zum Teil auch im Jahr 2023 umgesetzt, wird jedoch aufgrund des Auftragsendes dazu führen, dass wir in unserem wichtigsten Bereich der Überführungen rückläufige Umsätze ausweisen werden.

Wir sehen dies jedoch unproblematisch, da wir in allen Bereichen eine gute Auftragslage ausweisen und im Vergleich ohne den Großauftrag weiter wachsen werden. Aus der Jahrespressekonferenz 2023 der Verband der Bahnindustrie Deutschland e.V. geht hervor, dass das Auftragsvolumen im Jahr 2023 deutlich um 56,9% gegenüber dem Jahr 2022 angestiegen ist. Da wir mit ein bis zwei Jahren verzögert an dieser Entwicklung partizipieren, erwarten wir einen weiteren wachsenden Markt.

Wir gehen ebenfalls davon aus, dass sich die politische Ausrichtung in Deutschland in Bezug auf den Schutz der Umwelt und der Steigerung des öffentlichen Personenverkehrs mittelfristig in unserem Geschäft zu einer weiteren positiven Entwicklung führen wird.

Diese Chance möchten wir nutzen, um unsere gute Entwicklung weiter fortzuführen und auszubauen.

Gesamtaussage zur Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage

Wir rechnen im Jahr 2024 mit einem leichten Rückgang der Umsatzerlöse auf ca. TEUR 41.000. Der Rückgang wird aus dem Bereich der Überführungsfahrten resultieren, in dem wir durch den steigenden Marktdruck einen moderaten Rückgang erwarten. Auch im Bereich der kurzfristigen Überführungsfahrten gehen wir von einem deutlicheren Rückgang aus, da wir Ausgabeneinschränkungen am Markt beobachten konnten. Im Bereich der Probefahrten rechnen wir mit einer deutlichen Steigerung, da ein Großprojekt in diesem Segment im Jahr 2024 beginnt. Auch im Zughotel rechnen wir mit einem moderaten Zugang. Bei den übrigen Umsätzen rechnen wir mit einem moderaten Rückgang.

Im Bereich des Materialaufwands rechnen wir mit einem gleichbleibenden Verhältnis zur Gesamtleistung. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Bereich des Personalaufwands mindestens moderat steigen wird, um den Lohnaufwand der Inflation anzupassen und da wir durch weitere Personalaufstockung die Überauslastung der vergangenen Jahre vermeiden möchten.

Aufgrund unseres enormen Wachstums der letzten Jahre haben wir im Jahr 2023 notwendigerweise in unsere internen Strukturen investiert, um interne Prozesse noch effektiver und nachhaltiger zu gestalten. Diese Investition bindet interne Ressourcen und wird die Ertragslage des Jahres 2024 ebenfalls belasten, so dass wir kurzfristig nicht mit weiterem Wachstum rechnen. Sobald die Investitionen greifen, stehen wir weiterem Wachstum positiv gegenüber.

Unser Investitionsvolumen wird daher im Jahr 2024 nur etwa bei 50 % des Investitionsvolumens des Jahres 2023 und somit in etwa der Höhe der Abschreibungen liegen. Unser Anlagevermögen wird sich somit gegenüber dem Jahr 2023 nicht wesentlich verändern. Das Abschreibungsvolumen wird sich aus den hohen Investitionen des Jahres 2023 im Jahr 2024 gegenüber 2023 leicht erhöhen.

Die Investitionen werden wir primär durch die Aufnahme von Bankkrediten finanzieren. Wir erwarten einen ausgeglichenen Cash-Flow aus unserer Finanzierungstätigkeit. Wir gehen davon aus, dass unser Leistungsindikator Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zum Anlagevermögen leicht unter dem des Jahres 2023 liegen wird.

Unsere Aufwendungen für die notwendigen Instandhaltungsmaßnahmen zum Erhalt unseres Fahrzeugparks werden auch im Jahr 2024 unsere Ertrags- und Liquiditätslage belasten.

Da wir unserer Bilanz- und Ausschüttungspolitik treu bleiben und unsere Ergebnisse größtenteils reinvestieren, rechnen wir trotz wachsender Bilanzsumme mit einer in etwa dem Jahr 2023 entsprechenden Eigenkapitalquote.

Insgesamt gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von einem Jahresüberschuss aus, der deutlich unterhalb des Jahres 2023 liegt.

Die Geschäftspolitik wird im Wesentlichen unverändert bleiben.

Wir gehen davon aus, dass sich die politische Ausrichtung in Deutschland in Bezug auf den Schutz der Umwelt und Steigerung des öffentlichen Personenverkehrs mittelfristig in unserem Geschäft zu einer weiteren positiven Entwicklung führen wird.

Diese Chance möchten wir nutzen, um unsere gute Entwicklung weiter fortzuführen und auszubauen.

Chancen- und Risikobericht

Über die genannten Risiken hinaus haben wir für unser Unternehmen folgende Risiken identifiziert, die wir jedoch derzeit nicht quantifizieren können.

Risiko des moderaten Schienennetzes

Als Eisenbahnverkehrsunternehmen sind wir von der Infrastruktur der Deutschen Bahn mit unseren Inlandsumsätzen abhängig. Gemäß der Allianz pro Schiene e.V. wächst zwar seit Jahren der Eisenbahnverkehr sowohl bezüglich der Personenbeförderung, als auch im Schienengüterverkehr, das Schienennetz schrumpft jedoch und hat seit 1995 einen Rückgang von 11,8 % erlitten, während der Personenverkehr im selben Zeitraum um 46,8 % und der Güterverkehr sogar um 80,1 % angestiegen ist. Dies führt zu einem weiteren Anstieg überlasteter Schienenwege: während 2007 nur 187 km des Bundesschienennetzes überlastet waren, wird dies im Jahr 2024 bereits 1.169 km der 33.430 km des gesamten Schienennetzes betreffen (www.allianz-pro-schiene.de/themen/infrastruktur/schienennetz).

Allein die Deutschen Bahn AG sieht daher einen Investitionsbedarf in Höhe von rund 45 Milliarden EUR bis zum Jahr 2027. Bundestag und Bundesrat haben hierzu am 14. Juni 2024 dem Einigungsvorschlag für das Bundesschienenwegeausbaugesetz zugestimmt, welches die Finanzierung des Schienennetzes verbessern soll (Tipps für Verbraucher der Bundesregierung vom 14. Juni 2024). Auch gemäß dem Entwurf zum Bundeshaushalt 2025 soll in die vernachlässigte Schieneninfrastruktur durch Investitionen auch in den Neu- und Ausbau investiert werden. Dieses sieht der Allianz pro Schiene e.V. jedoch auch kritisch, da der Haushaltsplan vorsieht, das Eigenkapital der Deutschen Bahn zu erhöhen und dies über Abschreibungen zu höheren Trassenpreisen führen wird (Allianz pro Schiene e.V.: Pressemitteilung zum Haushalt 2025 vom 17. Juli 2024).

Da wir direkt von der Schieneninfrastruktur abhängig sind, können Kapazitätsengpässe aus notwendigen Baustellen dazu führen, dass wir Aufträge nicht oder nur verzögert ausführen können.

Risiko aus dem eigenen Wachstum

Die Geschäftsführung sieht ein moderates Risiko, dass die internen Optimierungen an die vergangenen Wachstumsphasen hohe Aufwendungen mit sich führen und so die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage belasten.

Risiken im Personalbereich

Wir haben durch unser hohes Wachstum in den vergangenen Jahren unseren Personalbestand deutlich aufgestockt und uns hierdurch erstmals auskömmliche Ressourcen geschaffen. Durch den hiermit verbundenen, gestiegenen Verwaltungsaufwand und eine erwartete Verminderung der Produktivität ergibt sich hierdurch das Risiko, dass die Personalaufwandsquote steigt. Darüber hinaus haben wir unsere Fixkosten durch diese Maßnahme erhöht.

Chancenbericht

Chancen aus der Klimawende

"Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Schienengüterverkehr bis zum Jahr 2030 auf 25 Prozent zu steigern und die Verkehrsleistung im Personenverkehr zu verdoppeln - auch um ihre Klimaziele zu erreichen." (Quelle: Fragen und Antworten zur Verkehrspolitik, Veröffentlicht am 16. März 2023 durch die Bundesregierung).

Wir sehen eine große Chance, an dem durch die Regierung geförderten Wachstum zu partizipieren, da wir unser Geschäft seit Jahren erfolgreich betreiben und wir uns bisher als Zuverlässiger Dienstleister etablieren konnten. Unser eigener Fahrzeugpark, unsere eigene Infrastruktur sowie unsere gut qualifiziertes und auskömmlich vorhandenes Personal sind unseres Erachtens eine gute Grundvoraussetzung, diese Chance zu nutzen.

Chancen aus guter Entwicklung im Schienenverkehr

Vergleicht man den Auftragseingang des Schienenverkehrs mit dem Jahr 2022, so ist dieser im Jahr 2023 um 57 % gewachsen (Quelle: Bundespressekonferenz des Verband der Bahnindustrie in Deutschland e.V. vom 20. März 2024). Unserer Erfahrung nach partizipieren wir von diesen Aufträgen mit einer Verzögerung von 2 bis 3 Jahren, so dass wir hier mittelfristig gestiegene Chancen sehen, weitere Aufträge zu akquirieren.

Die wesentlichen und konkreten Chancen haben wir bereits in unsere Planungen und Prognosen einbezogen. Weitere besondere und quantifizierbare Chancen sehen wir derzeit nicht.

Gesamtaussage

Neben den beschriebenen Risiken können wir ansonsten keine wesentlichen, geschäftsunüblichen Risiken oder gar bestandsgefährdende Risiken erkennen. Trotz der bestehenden Risiken gehen wir weiterhin von einer erfolgreichen Fortführung unseres Unternehmens aus. Die konsequente Fortsetzung unserer beschriebenen Unternehmensstrategie, die Anpassung der Strukturen an die Unternehmensgröße sowie der Erhalt des hohen Qualitätsniveaus auf dem für uns relevanten Zielmarkt wird u. E. dazu führen, dass wir auch das Geschäftsjahr 2024 erneut erfolgreich abschließen werden.

Nachtragsbericht

Wir verweisen hierzu auf unsere Ausführungen im Anhang.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 35.365.251,68 29.758.697,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 249.422,00 321.866,00
II. Sachanlagen 31.353.028,71 27.199.227,56
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.337.190,40 7.389.736,40
2. technische Anlagen und Maschinen 1.830.793,00 1.740.437,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.304.588,50 16.989.196,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.880.456,81 1.079.857,66
III. Finanzanlagen 3.762.800,97 2.237.603,84
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.517.769,54 50.000,00
2. Ausleihungen an Gesellschafter 469.384,37 260.000,00
3. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.308.029,48 80.000,00
4. Beteiligungen 467.617,58 959.438,12
5. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 888.165,72
B. Umlaufvermögen 10.152.103,99 11.907.208,22
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.367.845,09 11.645.492,22
1. Forderungen gegen Gesellschafter 10.274,01 86.449,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 187.405,57 15.813,69
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 148.529,77
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 75.000,00
4. sonstige Vermögensgegenstände 9.095.165,51 11.543.229,14
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 112.500,00 125.700,00
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 784.258,90 261.716,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 308.837,47 238.333,43
Aktiva 45.826.193,14 41.904.239,05

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 26.807.349,60 23.454.358,93
I. Gezeichnetes Kapital 33.336,00 33.336,00
II. Kapitalrücklage 411.666,00 411.666,00
III. Gewinnvortrag 22.489.356,93 14.849.209,15
IV. Jahresüberschuss 3.872.990,67 8.160.147,78
B. Rückstellungen 3.060.916,04 2.861.285,72
C. Verbindlichkeiten 15.790.754,63 15.524.263,40
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.971.749,53 9.603.545,26
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.722.869,14 2.233.360,71
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 9.248.880,39 7.370.184,55
2. sonstige Verbindlichkeiten 3.819.005,10 5.920.718,14
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.811.649,10 5.903.957,88
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 7.356,00 16.760,26
D. Rechnungsabgrenzungsposten 96.163,87 15.500,00
E. Passive latente Steuern 71.009,00 48.831,00
Passiva 45.826.193,14 41.904.239,05

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 27.155.277,44 27.438.705,05
2. Personalaufwand 8.264.486,96 6.934.720,44
a) Löhne und Gehälter 7.002.661,33 5.808.902,26
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.261.825,63 1.125.818,18
davon für Altersversorgung 50.551,36 45.406,80
3. Abschreibungen 3.354.369,54 2.787.077,82
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.354.369,54 2.787.077,82
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.956.867,02 6.591.429,96
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 23.772,15 18.797,02
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 143.938,06 17.797,69
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.917,73 2.665,00
davon Erträge aus Abzinsung 1.742,73
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 440.486,57 224.686,79
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.404.234,35 2.759.448,37
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 22.178,00 48.831,00
9. Ergebnis nach Steuern 3.881.688,79 8.161.804,36
10. sonstige Steuern 8.698,12 1.656,58
11. Jahresüberschuss 3.872.990,67 8.160.147,78

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist mit Sitz in München und ab dem ab 01.07.2024 in Pullach beim Amtsgericht München unter der Nummer HRB 185220 im Handelsregister eingetragen.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittleren Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Der Jahresabschluss per 31.12.2023 ist nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB (in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG)) und des GmbHG aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren i. S. d. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2023 wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 - 256 a HGB aufgestellt.

Die angewendeten Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungsgrundsätze des Vorjahres wurden grundsätzlich beibehalten.

AKTIVA

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten unter Einbezug der Einzelkosten sowie unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Sie basieren auf üblichen Nutzungsdauern. Die Zugänge des Geschäftsjahres wurden zeitanteilig abgeschrieben. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine Abschreibung auf den beizulegenden Wert. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert von über 250 EUR bis 800 EUR wurden aus Vereinfachungsgründen im Jahr des Zugangs aktiviert und vollständig abgeschrieben.

Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder einem ggf. niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Waren sind zu Anschaffungskosten oder ggf. den niedrigeren Marktpreisen am Bilanzstichtag unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert oder dem ggf. niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ggf. enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt. Guthaben in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs (EURO-Referenz-Kurs) zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls und zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Für Ausgaben, welche Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, ist ein entsprechender Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz gebildet worden.

PASSIVA

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert EUR 33.336,00 EUR und ist in voller Höhe eingezahlt.

Die Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Abzinsung sonstiger Rückstellungen mit Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr erfolgt grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre unter Anwendung der so genannten Bruttomethode.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Devisenkassamittelkurs (EURO-Referenz-Kurs) zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls erfasst. Bei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger erfolgt eine Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs (EURO-Referenz-Kurs) zum Abschlussstichtag.

III. Bilanzerläuterungen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens zu Bruttowerten, einschließlich der Abschreibungen, ist aus dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu ersehen.

Im Vorjahr noch unter dem Bilanzposten Beteiligungen ausgewiesene Anteile an einem Unternehmen i. H. v. TEUR 178 werden nun zum Bilanzstichtag aufgrund einer Erhöhung der Beteiligungsquote unter dem Bilanzposten Anteile an verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Die Finanzanlagen enthalten eine Darlehensforderung gegen einen Gesellschafter-Geschäftsführer i. H. v. TEUR 160 (Vj.: TEUR 160), die mit 5 % p. a. für das Jahr 2023 (vorher: 1 % p. a.) verzinst wird. Die restliche Tilgung erfolgt nach einem zweiten Nachtrag zum Darlehensvertrag über eine Restlaufzeit von 3 Jahren und 4 Monaten (vorher: 6 Jahren und 5 Monaten) zu je TEUR 40 jeweils zum Aprilende. Die Darlehensforderung ist mit den Gesellschaftsanteilen des Gesellschafter-Geschäftsführers besichert.

Die Finanzanlagen enthalten eine Darlehensforderung gegen einen Gesellschafter-Geschäftsführer i. H. v. TEUR 300 (Vj.: TEUR 0,00), die mit 3,8 % p. a. verzinst wird. Die Tilgung erfolgt ab dem Jahr 2024 über eine Laufzeit von 9 Jahren zu je TEUR 10 in den ersten 3 Jahren, sowie je TEUR 50 in den folgenden 5 Jahren und TEUR 20 im letzten Jahr jeweils zum 15.05. beginnend mit dem 15.05.2024. Die Darlehensforderung ist nicht besichert.

Die Finanzanlagen enthalten eine Darlehensforderung gegen einen Gesellschafter-Geschäftsführer i. H. v. TEUR 9 (Vj.: TEUR 0,00), die mit 5,0 % p. a. verzinst wird. Die Tilgung erfolgt durch Verrechnung mit Ansprüchen auf Gewinnausschüttungen. Die Darlehensforderung ist mit den Gesellschaftsanteilen sowie den Gewinnausschüttungsansprüchen des Gesellschafter-Geschäftsführers besichert.

Die Finanzanlagen enthalten eine Darlehensforderung gegen einen Gesellschafter-Geschäftsführer i. H. v. TEUR 0 (Vj.: TEUR 100), die mit 3,0 % p. a. verzinst wurde. Die Tilgung erfolgte durch Verrechnung mit Ansprüchen auf Gewinnausschüttungen. Die Darlehensforderung war mit den Gesellschaftsanteilen des Gesellschafter-Geschäftsführers besichert.

Die Finanzanlagen enthalten eine Darlehensforderung an ein verbundenes Unternehmen i. H. v. EUR 1.308.029,48 (Vj.: an ein Unternehmen mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht i. H. v. EUR 888.165,72). Als Absicherung dient der zukünftig erwartete Ertrag. Weitere Sicherheiten bestehen nicht. Die Tilgung erfolgt spätestens am Ende der Laufzeit zum 29.12.2026.

Die Restlaufzeiten der Forderungen stellen sich wie folgt dar:

Gesamt bis 1 Jahr über einem Jahr davon über 5 Jahren
Forderungen aus L&L 7.519.760,79 7.519.760,79 0,00 0,00
Vorjahr 10.924.694,87 10.924.694,87 0,00 0,00
Forderungen gg. verb. Unternehmen 187.405,57 38.875,80 148.528,77 0,00
Vorjahr 15.813,69 15.813,69 0,00 0,00
Forderungen gg. Gesellschafter 10.274,01 10.274,01 0,00 0,00
Vorjahr 86.449,39 86.449,39 0,00 0,00
Forderungen gg. verb. Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 75.000,00 75.000,00 0,00 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Vermögensgegenstände 1.575.404,72 1.476.104,72 99.300,00 46.500,00
Vorjahr 618.534,27 531.634,27 86.900,00 38.900,00
Gesamt Geschäftsjahr 9.367.845,09 9.120.015,32 247.828,77 46.500,00
Vorjahr 11.645.492,22 11.558.592,22 86.900,00 38.900,00

Zu den sonstigen Vermögensgegenständen ist folgender "Davon-Vermerk" anzubringen:

- davon aus Steuern: 1.332.432,04 EUR (Vj.: EUR 403.190,85)

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 597), Rückstellung für ausstehende Rechnungen (TEUR 404), Rückstellung für Prozesskosten (TEUR 156) sowie Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (TEUR 63).

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Gesamt bis 1 Jahr über einem Jahr davon über 5 Jahren
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 11.971.749,53 4.221.447,41 7.750.302,12 2.543.969,50
Vorjahr 9.603.545,26 3.831.828,13 5.771.717,13 2.396.594,03
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 17.689,08 17.689,08 0,00 0,00
Vorjahr 35.000,00 35.000,00 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus L & L 3.461.260,33 3.461.260,33 0,00 0,00
Vorjahr 5.179.649,29 5.179.649,29 0,00 0,00
Verbindlichkeiten gg. Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 340.055,69 340.055,69 0,00 0,00
Vorjahr 706.068,85 706.068,85 0,00 0,00
Gesamt Geschäftsjahr 15.790.754,63 8.040.452,51 7.750.302,12 2.543.969,50
Vorjahr 15.524.263,40 9.752.546,27 5.771.717,13 2.396.594,03

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. 9.248.880,39 EUR sind durch Sicherungsübereignungen von Sachanlagevermögen besichert.

Bei sämtlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen ggf. die branchenüblichen Eigentumsvorbehalte.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich überwiegend aus Lohn- und Kirchensteuer- Verbindlichkeiten (124 TEUR) sowie Umsatzsteuerverbindlichkeiten (121 TEUR) aus zusammen.

Zu den sonstigen Verbindlichkeiten ist folgender "Davon-Vermerk" anzubringen:

davon aus Steuern: 245.595,46 EUR (Vj.: 658.145,72 EUR)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 32.194,81 EUR (Vj.: 948,16 EUR)

Passive latente Steuern wurden auf den Unterschiedsbetrag der Handels- sowie Steuerbilanz unter Bezugnahme des durchschnittlichen Steuersatzes gebildet.

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt.

Stand zu Beginn des Geschäftsjahrs
EUR
Veränderung
EUR
Stand zum Ende des Geschäftsjahrs
EUR
Aktive latente Steuern 10.321 3.416 13.737
Passive latente Steuern -59.152 -25.594 -84.746
Gesamt -48.831 -22.178 -71.009

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft betreffen im Wesentlichen Erlöse aus der Durchführung von speziellen Test- und Überführungsfahrten für die Bahnindustrie sowie Erlöse aus Eisenbahnfahrten für den gehobenen Transport- und Eventbereich. Darüber hinaus erzielen wir Erlöse aus dem Bereich Zughotel.

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i. H. v. 138 TEUR.

Zu den sonstigen betrieblichen Erträgen ist folgender "Davon-Vermerk" anzubringen:

- davon aus Währungsumrechnung: 5.431,67 EUR (Vj.: 4.027,39 EUR)

Zu den Personalaufwendungen ist folgender "Davon-Vermerk" anzubringen:

- davon für Altersversorgung: 50.551,36 EUR (Vj.: 45.406,80 EUR)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Instandhaltungsaufwendungen i. H. v. 5.494 TEUR, Werbe- und Reisekosten i. H. v. 1.695 TEUR, Aufwendungen für Versicherungsbeiträge i. H. v. 720 TEUR sowie Beratungsaufwendungen i. H. v. 456 TEUR.

Zu den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist folgender "Davon-Vermerk" anzubringen:

- davon aus Währungsumrechnung 23.772,15 EUR (Vj.: 18.797,02 EUR)

Zu den Zinsen und ähnlichen Erträgen ist folgender "Davon-Vermerk" anzubringen:

- davon aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen: 132.716,08 EUR (Vj.: 0,00 EUR)

V. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft hielt im Geschäftsjahr die folgenden Beteiligungen:

Stand Eigenkapital Jahresergebnis
64,4% RailAdventure France (ehemals Trackfer SAS)
Paris (Frankreich)
Abschluss zum 31.12.2023 40,0% Hanson & Hall Rail Services Solutions Ltd., Derby (vereinigtes Königreich) ./.51 TEUR ./. 549 TEUR
Abschluss zum 31.05.2023
(Umrechnungskurs 31.12.2023: 0,86905 GBP = 1 EUR) 410 TEUR 410 TEUR
356 TGBP 356 TGBP
75,0% RailAdventure UK Ltd. (ehemals SLC Operations Ltd.)
Birmingham (vereinigtes Königreich)
Abschluss zum 30.09.2023
(Umrechnungskurs 31.12.2023: 0,86905 GBP = 1 EUR) ./. 1.877 TEUR ./. 588 TEUR
./. 1.631 TGBP ./. 511 TGBP
65,0% Railexperts B.V.
Soesterberg (Niederlande)
Abschluss zum 31.12.2022 18 TEUR 338 TEUR

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen resultierend aus der Anschaffung von Anlagevermögen i. H. eines Gesamtbetrags von 1.151 TEUR mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren 99 Mitarbeiter (Vj.: 87) im Unternehmen beschäftigt. Hiervon waren 86 (Vj.: 67) Personen als Angestellte und 13 (Vj.: 6) Personen als Aushilfe beschäftigt.

Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr waren als einzelvertretungsberechtigte Geschäftsführer bestellt:

01.01.2023 bis 31.12.2023 Herr Jörg Schurig, Dipl. Ing., München

01.01.2023 bis 31.12.2023 Herr Alexander Dworaczek, Eisenbahner im Betriebsdienst, München

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Organmitglieder der Gesellschaft wird von der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

VI. Nachtragsbericht

Wir haben zum 1. Juli 2024 unseren Gesellschafter Herrn Harald Klein als Geschäftsführer bestellt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 25.07.2024. Herr Klein verantwortet den Bereich Finanzen und Personal.

Ferner haben wir unseren Sitz von München nach Pullach im Isartal verlegt. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte ebenfalls am 25.07.2024.

Ein von uns im Finanzanlagevermögen ausgewiesenes Beteiligungsunternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich und an welchem wir 40 % der Anteile halten, hat eine am 31. Juli 2024 im dortigen Handelsregister veröffentliche Kapitalerhöhung vorgenommen, durch die wir nur noch zu 5 % an der Gesellschaft beteiligt sind. Wir halten die Kapitalerhöhung, der wir nicht zugestimmt haben, für nichtig und gehen rechtlich dagegen vor, daher gehen wir von keiner Auswirkung hierdurch auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage aus.

VII. Ergebnisverwendung

Über die Verwendung des Bilanzgewinns zum 31.12.2023 beschließt die Gesellschafterversammlung.

 

Pullach, 6. September 2024

Geschäftsführer:

Alexander Dworaczek

Harald Klein

Jörg Schurig

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die RailAdventure GmbH, Pullach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der RailAdventure GmbH, Pullach, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der RailAdventure GmbH, Pullach, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 6.09.2024

CAI GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Julia Zeidler, Wirtschaftsprüfer

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