Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 5788
Vorher
LBF Lufttechnik GmbH
Eingetragen
17.1.2005
Branche
Herstellung von Rohrform-, Rohrverschluss- und Rohrverbindungsstücken aus StahlHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Präzisionsstahlrohren
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Wickelfalzrohren, Formstücken, geschweißten Rohren, Edelstahlrohrleitungssystemen, von diversen Teilen für Industrieanlagen sowie von Schallschutzvorrichtungen und Schwingungsdämpfern, Stahlfederisolatoren und Materialien zur Erschütterungs- und Körperschallisolierung von Maschinen, schalldämmende Hauben und Kabinen sowie verwandter Artikel und der Erwerb und die Verwertung von Schutzrechten die damit im Zusammenhang stehen sowie die Verzinkung eigener und fremder Waren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jürgen Nonnenmacher
seit 13.4.2012
Geschäftsführer
Franz Dirk Brandts
seit 17.1.2005
Geschäftsführer
Kai Hesseldieck
seit 17.1.2005
Geschäftsführer
Thomas Renner
seit 17.1.2005
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LBF Technik GmbH

Lauterbach (Hessen)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023

Die LBF Technik GmbH bietet ihren Kunden maßgeschneiderte Produkte und Komponenten im Bereich der Industrie-, Schall- und Schwingungstechnik sowie der Rohrleitungen und Behälter in der Prozesslufttechnik an.

Diese Produkte werden am Standort in Lauterbach durch die Gesellschaft vertrieben, technisch entwickelt und konstruiert und durch die Tochtergesellschaften LBF Produktions GmbH in Lauterbach/Hessen sowie durch die LBF Technika Wentylacyjna Sp. z o.o. in Stara Kamienica/ Polen produziert. An beiden Gesellschaften ist die LBF Technik GmbH zu jeweils 100 % beteiligt.

1. Geschäftliche Rahmenbedingungen und wirtschaftliches Umfeld

Auf globaler Ebene wurde das Wachstum für das Jahr 2023 auf 2,9 % geschätzt, wobei dieses Wachstum stark von den schnell wachsenden asiatischen Volkswirtschaften abhängig ist. Die Inflation hat sich weiter abgeschwächt und die realen Einkommen haben sich erholt. Es gab jedoch deutliche regionale Unterschiede in der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine und die Nachwirkungen der COVID-19-Pandemie, sowie die von den westlichen Zentralbanken vorgenommenen kräftigen Leitzinserhöhungen, haben die Weltwirtschaft im Jahr 2023 erheblich beeinträchtigt. Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass die Weltwirtschaft um 2,7 % wächst.

Im Jahr 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für Deutschland um 0,3 %, obwohl die Bundesregierung eine leichte Zunahme des BIP um 0,2 % erwartete. Die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine belasteten die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland merklich. Angesichts dieser Herausforderungen ergriff die Bundesregierung umfangreiche Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung und zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger. Trotz dieser Herausforderungen erwartet die Bundesregierung für das Jahr 2024 ein Wirtschaftswachstum von 1,8 %. Zusätzlich beinflussten die Inflation und die Zinsentwicklung die Investitonsbereitschaft im Jahr 2023 maßgeblich. Die Unsicherheit in diesen Bereichen führte zu vorsichtigeren Investionsentscheidungen der Marktteilnehmer.

2. Branchenentwicklung

Im Jahr 2023 zeigte die Metall- und Elektroindustrie in Deutschland eine bemerkenswerte Entwicklung.

Mit einem Jahresumsatz von EUR 1,4 Billionen ist sie die größte Industriebranche Deutschlands, die rund zwei Drittel der industriellen Wertschöpfung erbringt und über die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland erwirtschaftet.

Trotz eines leichten Rückgangs der Betriebszahl auf 25.571 konnte die Branche die Beschäftigtenzahl auf 3.933.801 erhöhen, was einem Anstieg von 1,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Die Entgeltsumme stieg um 5,0 % auf EUR 226 Milliarden, während der Umsatz um 16,1 % auf EUR 1.364 Milliarden anstieg. Die Exporte stiegen um 11,6 % auf EUR 840 Milliarden, und die Investitionen stiegen um 13,9 % auf EUR 39 Milliarden. Die FuE-Aufwendungen stiegen um 5,0 % auf 73 Milliarden Euro.

Diese Zahlen verdeutlichen die bedeutende Rolle, die die Metall- und Elektroindustrie in der deutschen Wirtschaft spielt.

3. Unternehmensspezifische Lage

Die LBF Technik GmbH konnte sich während des Geschäftsjahres 2022/2023 gut behaupten.

Wir führen dies zurück auf unsere erfolgreichen Maßnahmen zur Stärkung der Vertriebsaktivitäten und die konsequente Umsetzung der Produkt- und Vertriebsstrategie. Daher war es uns möglich, selbst unter den Marktunsicherheiten nach Ausbruch des Ukrainekriegs neue Marktsegmente zu erschließen und einige vielversprechende Aufträge einzuwerben, sodass unsere Auftragsbücher während des Berichtsjahres und auch mit Blick in das neue Geschäftsjahr weiterhin gut gefüllt sind.

Die Kundenstruktur unseres Unternehmens ist breit gefächert, daher bestehen keine Abhängigkeiten von einzelnen Marktsegmenten oder Märkten. Da kein Kunde mehr als 5 % Umsatzanteil hat, bestehen daneben keine nennenswerten Abhängigkeiten von der wirtschaftlichen Entwicklung einzelner Kunden. Außerdem ist das Ausfallrisiko über eine Warenkreditversicherung abgesichert und die Forderungen sind an eine Factoring-Bank verkauft.

Die Gesamtleistung lag mit TEUR 42.347 um insgesamt TEUR 7.589 über dem Vorjahreswert von TEUR 34.758. Der Leistungszunahme standen entsprechend höhere Aufwendungen für bezogene Leistungen entgegen. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe blieben etwas unter dem Niveau des Vorjahres. Der Jahresüberschuss erhöhte sich um TEUR 1.350 von TEUR 557 im Vorjahr auf TEUR 1.907 im Geschäftsjahr. Die Vorjahresprognose einer Ergebniserhöhung im Bereich von 5 % bis 10 % wurde somit erfreulicherweise deutlich übertroffen.

In der Zukunft nutzen wir weiterhin unsere Produktionskapazitäten im Inland sowie unserer Tochtergesellschaft in Polen. Das erst vor Kurzem erneuerte Betriebsgelände in Polen schaffte die Voraussetzungen für eine deutlich effektivere Produktion und flexible Fertigungsmöglichkeiten.

Dies hatte im ersten vollen Geschäftsjahr, in denen die Fertigungseinrichtungen uneingeschränkt betrieben werden konnten, positive Auswirkungen auf die Kapazität und Leistungserbringung.

Vor diesem Hintergrund sieht sich die LBF Technik GmbH trotz nicht auszuschließender Preiserhöhungen im Materialbereich, geringerer Materialverfügbarkeit und erwarteten Lohnerhöhungen den Herausforderungen des Marktes gegenüber weiterhin gut gerüstet.

4. Ertragslage des Unternehmens

Die Gesamtleistung erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 7.589, wohingegen der Materialaufwand etwas weniger stark um TEUR 4.612 auf TEUR 33.479 stieg. Die Materialaufwandsquote hat sich daher gegenüber dem Vorjahr von 83,1 % auf 79,1 % reduziert. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit TEUR 135 etwas über dem Vorjahresniveau von TEUR 125. Infolge der gestiegenen Gesamtleistung hat sich das Rohergebnis zum 30. September 2023 auf TEUR 9.003 erhöht und lag damit um TEUR 2.987 deutlich über dem Vorjahreswert von TEUR 6.016.

Die Personalkosten sind mit TEUR 2.091 gegenüber TEUR 1.867 zum 30. September 2022 um ca. 12 % gestiegen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen erhöhten sich moderat gegenüber dem Vorjahr um TEUR 45 auf TEUR 287. Im Geschäftsjahr lagen die Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen mit TEUR 1.243 um TEUR 152 höher als im Vorjahr. Darin enthalten sind Anzahlungen für Anlagen im Bau in Höhe von TEUR 507.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Geschäftsjahr um TEUR 775 auf TEUR 3.822. Kostensteigerungen machten sich v.a. bei den Raumkosten (Strom/Gas/Wasser plus TEUR 99), bei den Versicherungen und Gebühren (plus TEUR 110) und Reparaturen und Instandhaltungen (plus TEUR 404) und Aufwendungen für Berufskleidung (plus TEUR 50) bemerkbar.

Erträge aus Beteiligungen wurden im Geschäftsjahr 2022/2023 wie schon im Vorjahr nicht vereinnahmt. Das Zinsergebnis verschlechterte sich geringfügig mit TEUR -50 gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR -33.

Vor dem Hintergrund der dargestellten Effekte erhöhte sich das Vorsteuerergebnis gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.927 auf TEUR 2.754. Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern und sonstigen Steuern wurde erneut ein Jahresüberschuss von TEUR 1.907 (im Vorjahr: TEUR 557) erzielt.

5. Finanzlage

Die Zahlungsfähigkeit der LBF Technik GmbH war im Geschäftsjahr 2022/2023 zu jeder Zeit gegeben. Der positive operative Cashflow betrug im Berichtsjahr TEUR 2.971 nach TEUR 1.060 im Geschäftsjahr 2021/2022. Es wurden in moderatem Umfang zusätzliche Mittel in Form von Bankdarlehen verwendet, um die im Berichtsjahr getätigten Investitionen zu finanzieren.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr TEUR 1.233 (im Vorjahr: TEUR 1.069). Aus der Finanzierungstätigkeit resultierte infolge der Aufnahme von Darlehen ein Mittelzufluss von TEUR 342 (im Vorjahr Mittelzufluss aufgrund Aufnahme von Darlehen: TEUR 405). Unter Berücksichtigung von Ausschüttungen beläuft sich der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit auf TEUR 142 (im Vorjahr: TEUR 205). Die flüssigen Mittel, bestehend aus Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich kurzfristiger Kredite, stiegen gegenüber dem Vorjahr somit um TEUR 1.879 auf TEUR 3.020 zum 30. September 2023.

Unter Einbezug des Vorratsvermögens beläuft sich das Netto-Umlaufvermögen am Bilanzstichtag auf eine Überdeckung von TEUR 4.749 (im Vorjahr: TEUR 3.651).

Gemäß der Finanzierungsstrategie des Unternehmens wird das Anlagevermögen auch weiterhin durch das Eigenkapital und langfristige Kredite refinanziert und damit ein optimales Verhältnis aus Finanzierungskosten und Flexibilität erreicht.

6. Vermögenslage

Die Vermögenslage hat sich im Vergleich zum Vorjahr bei weitgehend ähnlicher Struktur deutlich um TEUR 3.678 auf TEUR 13.940 erhöht (im Vorjahr: TEUR 10.262). Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den Anstieg des Anlagevermögens, der sonstigen Vermögensgegenstände und der Zunahme der liquiden Mittel zurückzuführen.

Das Anlagevermögen erhöhte sich aufgrund der im Geschäftsjahr getätigten Ersatz- und v.a.

Erweiterungsinvestitionen sowie der geleisteten Anzahlungen auf Anlagen im Bau auf TEUR 2.959 gegenüber TEUR 2.009 im Vorjahr.

Betragsmäßig verringerte sich das Vorratsvermögen auf TEUR 3.419 im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 4.353, was vor allem auf die hohen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von TEUR 2.427 (Vorjahr TEUR 672) zurückzuführen ist.

Innerhalb des Bilanzpostens reduzierte sich der Bestand an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen geringfügig um TEUR 65. Der Bestand an unfertigen Erzeugnissen erhöhte sich dagegen erheblich um TEUR 868, während der Bestand an fertigen Erzeugnissen lediglich um TEUR 16 stieg. Die offen abgesetzten erhaltenen Anzahlungen stiegen ebenfalls deutlich um TEUR 1.755 auf TEUR 2.427.

Bei den Forderungen erhöhten sich stichtagsbezogen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 106 auf TEUR 311, die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen nahmen dagegen um TEUR 339 auf TEUR 746 ab. Die sonstigen Vermögensgestände, die im Wesentlichen die Forderungen gegenüber der Factoring-Bank beinhalten, erhöhten sich zum Stichtag um TEUR 1.955 auf TEUR 3.337. Die flüssigen Mittel lagen mit TEUR 3.126 um TEUR 1.938 über dem Vorjahreswert von TEUR 1.188. Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erhöhten sich um TEUR 3 auf TEUR 43.

Bei den Passiva erhöhten sich die Rückstellungen um TEUR 1.027 von TEUR 725 im Vorjahr auf TEUR 1.752 zum 30. September 2023, was auf den Anstieg der Steuerrückstellungen um TEUR 656 und den Anstieg der sonstigen Rückstellungen um TEUR 371 zurückzuführen ist.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen aufgrund von Neuaufnahmen von Darlehen bei planmäßiger Tilgung von Altdarlehen um TEUR 400 auf TEUR 1.177 zu. Ebenfalls erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Stichtag um TEUR 244 auf TEUR 2.047 und auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um TEUR 123 auf TEUR 1.644. Die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 641) stiegen ebenfalls moderat um TEUR 175 an.

Trotz der erfolgten Ausschüttung an die Anteilseigner erhöhte sich das Eigenkapital am Bilanzstichtag unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses 2022/2023 auf TEUR 6.678 (im Vorjahr: TEUR 4.971). Die Eigenkapitalquote zum 30. September 2023 reduzierte sich infolge der Zunahme der Bilanzsumme von 48,4 % im Vorjahr auf 47,9 % zum Bilanzstichtag.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die LBF Technik GmbH trotz des intensiven Wettbewerbs und eines sich abkühlenden Marktumfelds weiterhin in einer sehr soliden Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage befindet.

7. Risiko- und Prognosebericht

Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf der Gesellschaft und zu den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Gesamtwirtschaft, Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zurzeit als realistisch ansehen. Die Annahmen und Erwartungen sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen das unvermeidbare Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch in ihrem Ausmaß tatsächlich eintreten.

Die deutsche Wirtschaft hatte im Jahr 2023 wieder einige Herausforderungen. Vor allem die Energiekrise und der anhaltende Krieg in der Ukraine beeinflusste die Wirtschaft in Deutschland maßgeblich. Trotz der Krisen wurde ein leichtes Umsatzwachstum von 0,2 % verzeichnet.

Eine weitere positive Nachricht ist das Rekordniveau bei den Erwerbstätigen, die Zahl ist im Vergleich zum Vorjahr um 333.000 Personen auf insgesamt 45,9 Millionen angestiegen. Der Anstieg spricht für den robusten Arbeitsmarkt in Deutschland, der Fachkräftemangel bleibt dagegen weiterhin ein zentrales Thema. Trotz der Maßnahmen der Bundesregierung zur Sicherung der Energieversorgung und der Förderung ereuerbarer Energien, die zu einer Preisentspannung führten bleiben weiterhin Unsicherheiten aufgrund der hohen und schwankenden Energiepreise.

Im ersten Quartal 2024 ist das BIP Deutschlands im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 % gestiegen.

Preisbereinigt ist es jedoch um 0,9 % niedriger. Das leichte Wachstum ist auf den Anstieg der Bauinvestitionen und den Exporten zurückzuführen. Private Konsumausgaben sind in diesem Zeitraum dagegen zurückgegangen. Die wirtschaftliche Lage bleibt herausfordernd, insbesondere aufgrund der schwachen Nachfrage nach Industrieprodukten aus dem Ausland, gestiegende Finanzierungskosten und globale Risiken wie die kriegerischen Konflikte im Nahen Osten.

Das Geschäft unseres Unternehmens war zu Beginn des Geschäftsjahres 2023/2024 gut ausgelastet, aber schwächer als im Vorjahr. Aufgrund der negativen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs, der Zinsen und der Inflationsentwicklung auf dem Markt beobachten wir einen verhaltenen Verlauf, wobei bei der Auftragsvergabe die terminliche Realisierbarkeit und der Preis das bestimmende Thema sind.

Die Materialknappheiten haben sich in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres insgesamt überholt und stellen derzeit keine besonderen Herausforderungen mehr dar.

Die Erzeugerpreise geben infolge der Beruhigung auf den Energiemärkten auf hohem Niveau leicht nach. Zuletzt beschleunigte sich der Trend nochmals. Nachdem sich zu Jahresbeginn Vorleistungen wie Industriemetalle verteuert hatten, schwächte sich dies nun wieder ab. Die Inflation hat sich inzwischen weiter ermäßigt.

Bedingt durch die Seitwärtsbewegung der Materialpreise und die damit einhergehende bessere Materialverfügbarkeit bauen wir unsere im vergangenen Jahr aufgebauten Lagerbestände kontinuierlich ab und erhöhen damit unsere liquiden Mittel. Die wichtige Fähigkeit, jederzeit produzieren und liefern zu können, ist nun auch wieder mit normalisierten Lagerbeständen gegeben.

Die beschichteten Rohrleitungen, ein spezielles Produkt der LBF Technik GmbH, das im Bau von Reinraumanlagen benötigt wird und die wiederum besonders in der Halbleiterindustrie genutzt werden, erfreuen sich derzeit einer starken Aufmerksamkeit. Diese Sparte ist besonders gefragt, da speziell im Halbleiterbereich im vergangenen Jahr deutlich wurde, wie stark die westliche Welt von asiatischen Produktionskapazitäten abhängig ist, weshalb nun politisch gewollt und gefördert konkret neue Projekte in der Realisierung sind. Zuletzt unterlagen wir in diesem Bereich bereits einem starken Wettbewerb aus Taiwan, aufgrund der gestiegenen Transportkosten und der längeren Lieferzeit hatten wir hier jedoch Standortvorteile, die es nun gilt gut zu vermarkten. Trotzdem erwarten wir in diesem Bereich im laufenden Geschäftsjahr einen gewissen Einbruch, da die meisten Projekte aufgrund der verhaltenen Entwicklung der Nachfrage verzögert umgesetzt werden.

In allen anderen Sparten verzeichneten wir durch die verhaltene Entwicklung im Besonderen der deutschen Wirtschaft ein spürbares Abflauen des Auftragseingangs, der durch die Kriegsfolgen des Ukrainekriegs und vor allem der Folgen der Bekämpfung der Inflation mit dem einhergehenden Zinsanstieg wesentlich initiiert wurde. Viele Unternehmen halten ihre Projekte vergabefertig in der Schublade und warteten auf deren Durchführbarkeit. Die Erfahrungen zeigen, dass Investitionen (und auch unterlassene Investitionen) unserer Industriekunden zu Nachfrageveränderungen und Auswirkungen auf die Auftragseingänge mit einem zeitlichen Versatz von drei bis sechs Monaten führen. Damit verbunden kann ein kurzfristiger Rückgang der Gesamtleistung und des Ergebnisses einhergehen.

Allerdings sind wir aufgrund flacher Hierarchiestrukturen auf Entscheiderebene und schlanker Organisationsstrukturen gut für die großen Herausforderungen der Branche gewappnet und in der Lage, uns jederzeit flexibel und rasch auf Änderungen des Marktes einzustellen. Durch die Entwicklung neuer Vertriebswege und neuer Vertriebswerkzeuge kommen wir den Wünschen unserer Kunden noch besser nach und haben viele Neukunden in neuen Märkten akquirieren können.

Die Chancen für eine weitere Verbesserung der Umsatz- und Ertragssituation sehen wir in der Produktionsstätte unserer Tochtergesellschaft in Polen, deren neuen Fertigungshallen bereits seit einiger Zeit in Betrieb genommen worden sind. Daher können kurzfristige Nachfrageänderungen im industriellen Bereich Behälterbau, Schallschutz und Rohrleitungsbau aufgefangen und abgearbeitet werden. Gerade in Zeiten abflauender Auftragsbestände, wie derzeit, ist der polnische Fertigungsstandort für die LBF unverzichtbar geworden. Da in Deutschland aufgrund des begrenzten und umkämpften Arbeitsmarktes für Facharbeiter im Metallbereich ein personeller Engpass entstanden ist, kann dieser in Polen flexibel durch das Fachpersonal ausgeglichen werden.

Durch die Verlagerung unseres Vertriebsschwerpunktes auf industrielle Behälter, Druckbehälter, Wärmetauscher und Edelstahlrohrleitungen, sowie industrielle Sonderkonstruktionen speziell im Bereich der Luftversorgung bei Rechenzentren entwickeln sich die Verkäufe in Europa und damit auch die Umsätze in verschiedenen Bereichen besser als bei vergleichbaren Untenehmen und wir sind damit für die Zukunft gut aufgestellt. Die Kompetenz im Bereich der Schall- und Schwingungsschutzsysteme und luftführender Leitungen, sowie die kostenoptimierten Fertigungsmöglichkeiten im Inland und die kostengünstigen Fertigungsmöglichkeiten im Ausland sichern außerdem unsere Wettbewerbsfähigkeit.

Wir beurteilen unsere Zukunftsperspektive im Bereich der Problemlösungen für Maschinenund Anlagenbauer in der Lebensmittel-, Umwelt- und Energietechnik positiv, sofern die Nachfrage nach unseren Produkten und Leistungen aufgrund der konjunkturellen Auswirkungen durch den Energiepreisanstieg und die höheren Zinsen sich wieder erholt. Insbesondere die beiden ersten Quartale des laufenden Geschäftsjahres sind bislang trotz der Inflationsbekämpfung und der Energiepreissteigerungen ähnlich wie in den Vorjahren verlaufen.

Unter dieser Annahme gehen wir davon aus, dass sich die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2023/2024 auf einem deutlich normaleren Niveau als in dem vergangenen Geschäftsjahr bewegen wird. Hinsichtlich des operativen Ergebnisses und des Jahresüberschusses gehen wir von einer Senkung im Vergleich zu 2022/2023 in der Bandbreite von bis zu 20 % aus.

 

Lauterbach, den 6. September 2024

LBF Technik GmbH

gez. Kai Hesseldieck, Geschäftsführer

gez. Dirk Brandts, Geschäftsführer

gez. Jürgen Nonnenmacher, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 2.959.118,54 2.009.250,74
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 74.609,50 74.609,50
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 74.609,50 74.609,50
II. Sachanlagen 2.704.509,04 1.754.641,24
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 150.794,37 150.215,37
2. technische Anlagen und Maschinen 896.349,86 653.023,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 475.741,00 276.370,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.181.623,81 675.032,01
III. Finanzanlagen 180.000,00 180.000,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 180.000,00 180.000,00
B. Umlaufvermögen 10.938.347,58 8.212.861,32
I. Vorräte 3.418.844,40 4.352.957,80
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen, offen abgesetzt 2.426.526,99 672.029,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.393.649,25 2.671.687,06
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 746.018,26 1.084.552,52
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.647.630,99 1.587.134,54
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.125.853,93 1.188.216,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.960,61 40.117,90
Bilanzsumme, Summe Aktiva 13.940.426,73 10.262.229,96

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 6.677.880,04 4.970.460,67
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Gewinnvortrag 4.270.460,67 3.913.450,79
III. Jahresüberschuss 1.907.419,37 557.009,88
B. Rückstellungen 1.752.222,75 725.011,09
C. Verbindlichkeiten 5.509.467,94 4.566.321,20
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.177.460,32 777.009,20
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.643.794,03 1.520.482,03
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.688.213,59 2.268.829,97
D. Passive latente Steuern 856,00 437,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 13.940.426,73 10.262.229,96

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.003.401,78 6.015.485,57
2. Personalaufwand 2.090.820,53 1.867.227,11
a) Löhne und Gehälter 1.851.739,21 1.652.428,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 239.081,32 214.798,66
3. Abschreibungen 286.953,35 241.758,49
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 286.953,35 241.758,49
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.821.588,03 3.046.454,63
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 706,00 377,00
davon aus Abzinsung 706,00 377,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 50.925,12 33.859,70
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 816.970,74 239.989,12
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern -419,00 -35,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.936.850,01 586.573,52
9. sonstige Steuern 29.430,64 29.563,64
Jahresüberschuss 1.907.419,37 557.009,88

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023

A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft erfüllt die Voraussetzungen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Die Gesellschaft wird im Handelsregister B des Amtsgerichts Gießen unter der Nummer HRB 5788 geführt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden werden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

Das Realisationsprinzip bzw. das Imparitätsprinzip sowie der Grundsatz der Vorsicht (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) werden beachtet.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind in allen wesentlichen Belangen beibehalten worden.

Die Aufwendungen und Erträge sind auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen entgeltlich erworbenen Konzessionen und ähnliche Rechte werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear planmäßig abgeschrieben.

Die unter den Sachanlagen ausgewiesenen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, die technischen Anlagen und Maschinen, die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind jeweils zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer.

Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern sind:

Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4 Jahre
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15 - 25 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 - 13 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 11 Jahre

Geleistete Anzahlungen werden mit ihrem Nominalwert bilanziert. Der Bilanzansatz der Anlagen im Bau erfolgt zu Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden Einzelkosten, angemessene und anteilige Gemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung erfolgt die Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Bei den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei der Bewertung wird das LIFO-Verfahren angewendet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sind mit Herstellungskosten gemäß § 255 HGB bewertet, wobei von dem Wahlrecht der Einbeziehung angemessener Verwaltungskosten in die Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 S. 3 HGB kein Gebrauch gemacht wird. Die handelsrechtlichen Vorschriften zur verlustfreien Bewertung werden beachtet. Die Waren sind zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Anschaffungskostenminderungen bewertet.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vorräten offen abgesetzt und mit ihrem Nennwert bilanziert.

Sämtliche Posten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Uneinbringliche Forderungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung auf den Wert des realisierbaren Betrages abgeschrieben.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken für ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag dotiert. Die sonstigen Rückstellungen enthalten insbesondere abgegrenzte Aufwendungen für Urlaubsrückstände, Gewährleistungen, ausstehende Rechnungen, Boni und Gewinnbeteiligungen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen Abzinsungssatz zum Bilanzstichtag abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst.

Sämtliche Posten der Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bestehen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich aufheben, so wird eine sich daraus - nach Saldierung - insgesamt ergebende Steuerbelastung als passive latente Steuern in der Bilanz angesetzt. Von der Möglichkeit, aktive latente Steuern anzusetzen, wird kein Gebrauch gemacht.

Fremdwährungspositionen werden mit dem Zugangskurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet. Fremdwährungspositionen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden zum Bilanzstichtag unter Beachtung des Imparitätsprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Soweit die Restlaufzeit mehr als ein Jahr beträgt, finden die Vorschriften des § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB bzw. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB Anwendung.

B. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen sowie die Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der Anlagenspiegel.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben alle eine Restlaufzeit von nicht mehr als einem Jahr.

Im Interesse eines besseren Forderungsmanagements und zur Verbesserung der Liquiditätssituation hat die Gesellschaft die Kundenforderungen auf eine Factoring-Bank ausgelagert.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 746.018,26 (Vj. EUR 1.084.552,52) stellen zugleich "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" dar, die in der verkürzten Bilanz im Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" enthalten sind.

3. Rückstellungen

Von der Vorschrift § 327 Nr. 2 HGB (Befreiung von der Angabe nach § 285 Nr. 12 HGB) wurde Gebrauch gemacht.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.643.794,03 (Vj. EUR 1.520.482,03) stellen zugleich "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" dar, die in der verkürzten Bilanz im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" enthalten sind.

Restlaufzeiten:

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten: EUR 1.177.460,32 (Vj. EUR 777.009,20)

davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 105.484,62 (Vj. EUR 47.334,88)

davon Restlaufzeit mehr als ein Jahr: EUR 1.071.975,70 (Vj. EUR 729.674,32)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.643.794,03 (Vj. EUR 1.520.482,03) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.688.213,59 (Vj. EUR 2.268.829,97) haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr:

- davon aus Steuern: EUR 68.376,48 (Vj. EUR 108.409,11)

- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren beträgt EUR 644.382,84 (Vj. EUR 482.140,88) und betrifft ausschließlich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (EUR 1.177.460,32) sind mit Grundschulden besichert.

5. Passive latente Steuern

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf den temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB.

Da sich aufgrund der zulässigen Saldierung aktiver und passiver Differenzen ein Passivüberhang ergibt, wurden gemäß § 274 Abs. 1 HGB passive latente Steuern wie folgt gebildet:

Wertansätze
in EUR
handelsrechtlich Aktiva: (-) Passiva: (+) steuerlich (+) (-) Differenz
Aktivische Steuerlatenzen 0,00 0,00 0,00
Passivische Steuerlatenzen
Bank Polen 166.223,26 165.478,53 - 744,73
Rückstellung für
Aktenaufbewahrung 31.674,00 33.800,00 - 2.126,00
Aktivüberhang (+)/Passivüberhang (-) - 2.870,73
Steuersatz in % 29,825
Passive latente Steuern 30.9.2023 856,00
Passive latente Steuern 30.9.2022 437,00
Erhöhung Passive latente Steuern 419,00

Der zur Berechnung der Steuern verwendete Steuersatz setzt sich zusammen aus dem kombinierten Körperschaftsteuer-, Solidaritätszuschlag- und Gewerbesteuersatz, wobei von einem Gewerbesteuer-Hebesatz von 400 % ausgegangen wurde.

6. Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Volksbank Lauterbach-Schlitz eG: Bürgschaft in Höhe von EUR 1.500.000,00 zugunsten Gründstücksgemeinschaft Industriestraße 15 GbR; Valuta per 30.09.2023: EUR 238.029,83 Das Risiko einer Inanspruchnahme aus Verbindlichkeiten aus den Bürgschaften und aus den Gewährleistungsverträgen wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigte als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen zurzeit nicht vor.

7. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag 30. September 2023 bestanden neun Kfz-Leasingverträge. Im Januar 2027 endet der letzte Leasingvertrag. Die Gesamtbelastung aus den Verträgen beträgt bis dahin TEUR 114.

Mit Ausnahme der Halle für die Kulissenfertigung ist das gesamte Betriebsgelände mit aufstehenden Produktions- und Lagerungsgebäuden gepachtet. Die monatliche Pacht beträgt derzeit EUR 20.000,00 zzgl. Umsatzsteuer. Das Pachtverhältnis endet am 30. September 2024. Im Nachtrag zum Pachtvertrag wurde zudem neu vereinbart, dass sich nach Ablauf der Pachtzeit das Pachtverhältnis um jeweils zwei Jahre verlängert, wenn es nicht von einer der Vertragsparteien unter Einhaltung einer Frist von zwölf Monaten vor Ablauf der Pachtzeit gekündigt wird.

Die LBF Technik GmbH hat zwei Mietverträge für die Anmietung von Zimmern einschließlich Nebenräumen zum Zwecke der fallweisen Unterbringung von Mitarbeitern abgeschlossen. Für die Kündigung finden die Vorschriften der §§ 573 ff BGB Anwendung. Die monatliche Mietbelastung aus den beiden Verträgen beträgt zusammen EUR 1.950,00.

Des weiteren wurden im Berichtsjahr mehrere Mietverträge geschlossen:

Befristeter Mietvertrag über eine Wohnung vom 1. Dezember 2022 bis 1. Dezember 2023 mit einer monatlichen Mietbelastung von EUR 1.800,00. Die monatliche Mietbelastung beträgt EUR 1.800,00.

Befristeter Mietvertrag über eine Wohnung vom 1. Mai 2023 bis 1. Juni 2024 mit einer monatlichen Mietbelastung von EUR 300,00 pro Person. Im September 2023 belief sich die Monatsmiete auf EUR 1.500,00.

Unbefristeter Mietvertrag über eine Wohnung ab dem 1. November 2022 mit einer monatlichen Mietbelastung von EUR 900,00. Es gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen.

Die LBF Technik GmbH hat am 1. Januar 2013 acht Einzel-Mietverträge für die Anmietung gebrauchter Maschinen abgeschlossen. Die Verträge sind jederzeit jeweils mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende von beiden Seiten kündbar. Die monatliche Mietbelastung aus den acht Verträgen beträgt zusammen EUR 6.790,00 zzgl. Umsatzsteuer.

C. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von EUR 744,73 (Vorjahr EUR 0,00).

D. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 22 Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt.

2. Organe

Als Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Kai Hesseldieck, Kaufmann

Herr Dirk Brandts, Kaufmann

Herr Jürgen Nonnenmacher, Kaufmann

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 285 Nr. 9a HGB wird Gebrauch gemacht.

3. Beteiligungen

Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der LBF Produktions-GmbH, Lauterbach. Das Eigenkapital dieses Unternehmens beträgt zum 30. September 2023 EUR 713.135,61. Das Jahresergebnis beträgt zum 30. September 2023 EUR 26.695,36.

Außerdem hält die Gesellschaft 100% der Anteile an der LBF Inwestycje Sp.zo.o., Stara Kamienica, Polen. Das Eigenkapital dieses Unternehmens beträgt gemäß dem letzten vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 PLN 1.192.870,20 (EUR 254.630,07). Das Jahresergebnis 2022 beträgt PLN 38.025,19 (EUR 8.116,86).

Die Gesellschaft hält weiterhin 100% der Anteile an der LBF Technika Wentylacyjna Sp.zo.o., Stara Kamienica, Polen. Das Eigenkapital dieses Unternehmens beträgt gemäß dem letzten vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 PLN 18.850.863,16 (EUR 4.068.393,29). Das Jahresergebnis 2021 beträgt PLN 1.279.975,59 (EUR 276.244,33). Zum Testatszeitpunkt des Jahresabschlusses 30. September 2023 der LBF Technik GmbH lag der Jahresabschluss der LBF Technika Wentylacyjna Sp.zo.o. noch nicht vor. Aus diesem Grund wurden das Eigenkapital und das Jahresergebnis zum 31. Dezember 2021 angegeben.

4. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- oder Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ergeben.

5. Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.907.419,37 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Lauterbach, 6. September 2024

LBF Technik GmbH

gez. Kai Hesseldieck, Geschäftsführer

gez. Dirk Brandts, Geschäftsführer

gez. Jürgen Nonnenmacher, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.10.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 320.557,06 0,00 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 69.609,50 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 390.166,56 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 533.507,84 5.821,79 0,00 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 1.931.135,57 382.898,90 98.921,00 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.715.448,32 347.299,66 15.924,37 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 675.032,01 506.591,80 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 4.855.123,74 1.242.612,15 114.845,37 0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 180.000,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 180.000,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.425.290,30 1.242.612,15 114.845,37 0,00
kumulierte Abschreibungen 30.09.2023
EUR
Buchwert 30.09.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 315.557,06 5.000,00 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 69.609,50 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 315.557,06 74.609,50 0,00 0,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 388.535,26 150.794,37 5.242,79 0,00
Technische Anlagen und Maschinen 1.318.763,61 896.349,86 139.572,90 0,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.571.082,61 475.741,00 142.137,66 0,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.181.623,81 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 3.278.381,48 2.704.509,04 286.953,35 0,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 180.000,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 180.000,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 3.593.938,54 2.959.118,54 286.953,35 0,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

1.10.2022 - 30.9.2023

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 163.640,88 EUR.

1.10.2021 - 30.9.2022

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 168.824,76 EUR.

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 24.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LBF Technik GmbH, Lauterbach

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LBF Technik GmbH, Lauterbach, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LBF Technik GmbH, Lauterbach, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 7. September 2024

Ring-Treuhand GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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gez. MÜLLER, Wirtschaftsprüfer

gez. RENKL, Wirtschaftsprüfer

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