Stammdaten

Register
Amtsgericht Schwerin HRB 6898
Vorher
Jackon GmbH
Eingetragen
7.7.2000
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von sonstigen chemischen Erzeugnissen a. n. g.Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von chemischen Produkten aller Art und die Vornahme von technischen Entwicklungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Reinhard Braun
seit 2.12.2025
Geschäftsführer
Alan Moss
seit 16.10.2025
Geschäftsführer
Ville Samuli Nurminen
seit 16.10.2025
Geschäftsführer
Pol Nabben
seit 16.10.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BEWI RAW Holding B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Bewi Insulation Norge AS
Norway
2.500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

BEWI RAW GmbH (vormals: Jackon GmbH)

Wismar

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

BEWI RAW GmbH, Wismar

(bis zum 02.07.2024: Jackon GmbH, Wismar)

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Jackon GmbH ist zu 100 % eine Tochtergesellschaft der Jackon AS, Fredrikstad/Norwegen, und wird in den Konzernabschluss der BEWI ASA Trondheim/Norwegen, mit einbezogen. Die BEWI ASA umfasst die fünf Geschäftsbereiche RAW (Beads), INSULATION & CONSTRUCTION, PACKAGING, AUTOMOTIVE sowie CIRCULAR (Recycling).

Innerhalb der Konzernorganisation ist die BEWI RAW GmbH dem Geschäftsbereich RAW zugeordnet. Der Geschäftsbereich RAW umfasst neben der BEWI RAW GmbH zwei weitere Werke mit Sitz in Ettenleur/Niederlande und Porvoo/Finnland. Die Geschäftsbereichsleitung RAW hat Ihren Sitz am Werk in Etten-Leur/Niederlande.

Die BEWI RAW GmbH produziert Polystyrol (kurz: EPS) in Wismar. Die Kernmärkte der Gesellschaft befinden sich in Europa und Skandinavien und beinhalten Wärmedämm- und Verpackungsprodukte. Die BEWI RAW GmbH besitzt als vorrangige Aufgabe, die Rohstoffversorgung der Gruppengesellschaften zu sichern.

Bereich Forschung und Entwicklung

Die Weiterentwicklung einer effizienten Produktionstechnologie steht neben der Erforschung innovativer Materialien und Eigenschaftsverbesserungen im Mittelpunkt der Tätigkeiten. Diese Ziele sichern die langfristige Wettbewerbsfähigkeit durch gleichzeitige Optimierung der Kosten und werden in enger Abstimmung mit den Schwestergesellschaften des Geschäftsbereichs RAW realisiert.

Im Bereich Forschung und Entwicklung besteht der Schwerpunkt in der Optimierung der Verarbeitungseigenschaften des Polymers. Diese Punkte werden durch die R&D-Abteilung der RAW-Division in Etten-Leur/NL bearbeitet.

Investitionen

Die Investitionssumme in die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Jahres 2023 belief sich insgesamt auf TEUR 252 und konnte aus dem laufenden Cash-Flow finanziert werden. Für 2024 sind Investitionen in höherem Umfang vorgesehen worden. Neben der Sicherstellung sowohl der Anlagenverfügbarkeit wie auch der gleichbleibend hohen Produktqualität steht hier weiterhin der endgültige Abschluss des Ausbaus und der Modernisierung der Sozialräume für die Belegschaft im Mittelpunkt der Investitionsaktivitäten.

2. Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Der im Laufe des Jahres 2022 durch die starke Zinserhöhung der EZB ausgelöste Einbruch in der Baukonjunktur hat sich auch im Jahre 2023 unvermindert fortgesetzt. Der damit einhergegangene Rückgang der Absatzmengen und die Unterauslastung in der Produktion, die schon im Laufe des Jahres 2022 eingesetzt hatten, haben auch im gesamten Geschäftsjahr 2023 angehalten. In Zahlen bedeutet dies einen Rückgang bei den Absatzmengen von 56 kt im Jahr 2022 auf nur noch 44 kt im Jahr 2023.

Die durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022 noch dramatisch angestiegenen Energiepreise haben sich im Laufe 2023 wieder rückläufig entwickelt, wenn auch das Vorkriegsniveau nicht wieder erreicht wurde. Die ursprünglichen Befürchtungen über Versorgungsengpässe in den Wintermonaten 2022/2023 haben sich nicht realisiert, konnten durch gesamtwirtschaftliche Einsparungen im Gasverbrauch und die Erschließung alternativer Bezugsquellen aufgefangen werden. Für die BEWI RAW GmbH ist daher es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keinen Störungen in der Energieversorgung gekommen.

Neben den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen war das Geschäftsjahr auch durch die kontinuierliche Integration in Strukturen, Prozesse und Systeme der BEWI Gruppe, insbesondere in die der BEWI RAW Division gekennzeichnet.

Im Juni 2023 erfolgte die erfolgreiche Ablösung des bisherigen ERP-Systems AX 4.0 durch das das BEWI ERP-System Microsoft Dynamics D365. Durch eine gut vorbereitete und strukturiert durchgeführte Projektumsetzung verlief die Umstellung reibungslos, es kam auch in der Übergangsphase zu keinen Beeinträchtigungen im operativen Geschäftsbetrieb.

Mit der Umstellung auf das ERP System Dynamics D365 ging auch eine Umstellung des Vertriebsprozesses bei der BEWI RAW GmbH einher. Wie schon für die Schwesterwerke in Porvoo und Etten-Leur erfolgt der Absatz der Produkte nun ausschließlich über den zentralen Divisionsvertrieb, der in Etten-Leur angesiedelt ist. Die BEWI RAW GmbH liefert die Ware zwar weiterhin von Wismar an die Endkunden aus, fakturiert aber ausschließlich Intercompany an den Divisionsvertrieb in Etten-Leur.

Durch die Umstellung des ERP-Systems und die Umstellung des Vertriebsprozesses entfallenen Arbeitsplätze konnten durch Fluktuation und die Zuweisung anderer Aufgaben aufgefangen werden.

Die Ertragslage stellt sich wie folgt dar:

2023 2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 74.605 105,1 125.568 99,1 -50.963 -40,3
Bestandsveränderung -3.597 -5,1 1.176 0,9 -4.773 -405,9
Gesamtleistung 71.008 100,0 126.744 100,0 -55.736 -44,0
Materialaufwand -50.085 -70,5 -93.245 -73,6 -43.160 -46,3
Personalaufwand -4.951 -7,0 -4.713 -3,7 238 5,0
Abschreibungen -991 -1,4 -748 -0,6 243 3,2
Sonstiger Betriebsaufwand -8.435 -11,9 -10.954 -8,6 -2.518 -23,0
./. übrige betriebliche Erträge 0 0,0 203 0,2 -203 -100,0
Steuern (ohne Ertragsteuern) 0 0,0 -222 -0,2 222 100,0
Betrieblicher Aufwand -64.462 -90,8 -109.678 -86,5 -45.216 -41,2
Betriebsergebnis 6.546 9,2 17.066 13,5 -10.520 -61,6
Finanzergebnis 4 -1 5 500,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 6.550 17.065 -10.515 -61,6
Ertragsteuern -2.070 -5.385 -3.315 -61,6
Jahresergebnis 4.480 11.680 -7.200 -61,6

Der starke Rückgang der Umsatzerlöse auf 74.605 TEUR (Vorjahr 125.568 TEUR) ist neben dem oben schon beschriebenen Rückgang der Verkaufsmengen (-21 %) auch zu einem sehr großen Teil auf den gleichzeitigen Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise (-25 %) im Jahresvergleich zurückzuführen.

Das im Laufe 2022 erreichte sehr hohe Preisniveau war schon im 2. Halbjahr 2022 rückläufig, dies hat sich mit leichten Schwankungen im Jahresverlauf 2023 kontinuierlich fortgesetzt, sodass die Preise zum Jahresende 2023 um -16 % unter den Preisen zum Jahresbeginn 2023 lagen.

Der Rückgang der Verkaufspreise verlief dabei - wie in der Branche allgemein üblich - überwiegend im Einklang einem entsprechenden Rückgang der Rohstoffpreise, was die gegenüber 2022 ebenfalls deutlich reduzierten Materialaufwendungen auf 50.085 TEUR (Vorjahr 93.245 TEUR) erklärt, die im gleichen Maße auf Rückgängen bei den Bezugsmengen und den Einkaufspreisen zurückzuführen sind. Wobei der Rückgang der Verkaufspreise aufgrund der schwierigen Marktbedingungen überproportional im Vergleich zum Rückgang der Materialaufwendungen verlief.

Auch der Rückgang der Bestände um -3.597 TEUR (Vorjahr +1.176 TEUR) ist zu gleichen Teilen auf den Rückgang der Bestandsmengen in Anpassung an die rückläufigen Verkaufsmengen als auch auf die niedrigere Bewertung in Folge der gesunkenen Materialkosten zurückzuführen.

Der betriebliche Aufwand beläuft sich auf TEUR 64.462 und hat sich somit um TEUR 45.217 vermindert. Die Reduzierung betrifft i.W. wie oben beschrieben, die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Aber auch die Energiepreise, haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 909 TEUR auf 2.889 TEUR vermindert.

Die Personalaufwendungen sind um TEUR 238 und die Abschreibungssumme ist um TEUR 243 gestiegen. Bei den Kostenpositionen hervorzuheben ist der deutliche Rückgang beim sonstigen Betriebsaufwand um -2.518 TEUR (-23 %) auf 8.435 TEUR (Vorjahr 10.953 TEUR). Dies ist im Wesentlichen auf rückläufige Kosten für Versicherungen zurückzuführen, bei denen die Prämien nach ihrem historischen Höchststand im Jahr 2022, im Rahmen der Integration in die Konditionen der BEWI Gruppe wieder auf ein deutlich niedrigeres Niveau und sogar mit einer Verbesserung der Deckungszusagen zurückgeführt werden konnten. Die angefallenen Versicherungsprämien haben sich daher um 1.716 TEUR auf 709 TEUR vermindert.

Das Betriebsergebnis hat sich damit deutlich um TEUR -10.520 auf TEUR 6.546 vermindert. Neben den insgesamt rückläufigen Margen ist dies auch zu einem großen Teil auf den Rückgang der Produktionsmengen und die schlechte Kapazitätsauslastung zurückzuführen, die aufgrund der Struktur der Unternehmensprozesse nur in kleinen Teilen in Aufwendungen außerhalb des Materialaufwandes aufgefangen werden konnte.

Die Ertragssteuern sinken gegenüber dem Vorjahr entsprechend auf TEUR 2.070 (Vorjahr TEUR 5.385). Die Steuerquote liegt damit unverändert wie im Vorjahr bei 31,6 %.

Der Cash-Flow (Periodenergebnis + Abschreibungen) war im Geschäftsjahr 2023 positiv mit TEUR 5.471 (Vorjahr TEUR 12.428).

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass auch zukünftig finanzielle Verpflichtungen jederzeit fristgerecht erfüllt werden können.

Die Vermögenslage stellt sich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
TEUR % TEUR % TEUR %
Vermögen
Anlagevermögen ohne Finanzanlagen 6.581 15,4 7.320 19,9 -739 -10,1
Vorräte 4.245 10,0 10.112 27,5 -5.867 -58,0
Kurzfristige Forderungen 10.646 24,9 12.746 34,7 -2.100 -16,5
Flüssige Mittel 21.176 49,7 6.519 17,8 14.657 224,8
Übrige Aktiva 4 0,0 29 0,1 -25 86,2
42.653 100,0 36.726 100,0 5.926 16,1
Kapital
Eigenkapital 35.040 82,3 30.560 83,2 4.480 14,7
Rückstellungen 2.084 4,8 2.085 5,7 -1 0,0
Kurzfristige Verbindlichkeiten 5.528 12,9 4.081 11,1 1.447 35,5
42.653 100,0 36.726 100,0 5.926 16,1

Das langfristig gebundene Vermögen beträgt zum Bilanzstichtag 15,4 % der Bilanzsumme nach 19,9 % im Vorjahr.

Die kurzfristigen Forderungen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 10.317; Vorjahr TEUR 7.708). Infolge der Umstellung der Vertriebsprozesse nach erfolgreicher Einführung des BEWI ERP-Systems Microsoft Dynamics D365 und der Integration in die BEWI-Konzern Strukturen im Laufe des Geschäftsjahres sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Dritte (Vorjahr TEUR 4.728) und gegen verbundene Unternehmen im Rahmen des Cash-Pool (Vorjahr TEUR 3.651) nicht mehr in den kurzfristigen Forderungen enthalten.

Der deutliche Anstieg der liquiden Mittel auf 21.176 TEUR (Vorjahr 6.519 TEUR) ist wesentlich auf den positiven Cash-Flow aus der Auflösung des Cash-Pool (Vorjahr: 3.652 TEUR) den Rückgang der Vorräte (4.245 TEUR; Vorjahr 10.112 TEUR) und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (5.093 TEUR; Vorjahr 3.799 TEUR) und dem weiterhin positiven Jahresüberschuss (4.480 TEUR; Vorjahr 11.680 TEUR) zurückzuführen.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist positiv. Bei einer Bilanzsumme von TEUR 42.653 (Vorjahr TEUR 36.726) wird eine Eigenkapitalquote von 82,2 % (Vorjahr 83,2 %) ausgewiesen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten von TEUR 5.529 (Vorjahr TEUR 4.081) haben sich im Wesentlichen aufgrund der Steigerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zur Jahreswende erhöht.

Am 31. Dezember 2023 wurden 74 Arbeitnehmer, davon 2 Auszubildende beschäftigt.

3. Nachtragsbericht

Nach dem Stichtag der Aufstellung des Jahresabschlusses ergaben sich bis zum heutigen Tag keine Ereignisse oder Entwicklungen, die zu einer wesentlichen Änderung des Ausweises oder des Wertansatzes der einzelnen Vermögensgegenstände und Schuldposten zum 31. Dezember 2023 geführt hätten oder über die zu berichten wäre.

4. Prognose-, Chancen-, und Risikobericht

Prognose

Die deutliche Anhebung der Leitzinsen seitens der EZB im Verlaufe 2022 hat für die Hauptabsatzmärkte der Polymerindustrie schon Im Laufe des 2. Halbjahres 2022 zu deutlichen Absatzrückgängen geführt, die auch im Laufe des gesamten Jahres 2023 angehalten haben. Wenn es auch in der Vergangenheit schon zu deutlichen Absatzrückgängen gekommen ist, so ist doch die nunmehr so langanhaltende Nachfrageschwäche für die Polymerindustrie eher ungewöhnlich.

Maßgeblich verantwortlich sind resultierenden mittel- bis langfristigen Auswirkungen für die wichtigsten Absatzbereiche Bau-, Automobil und Konsumgüterindustrie. Die Bauindustrie ist weiterhin durch die Im Jahresverlauf 2023 sogar noch weiter gestiegen Zinsen belastet. Die Neubautätigkeit insbesondere im Wohnungsbau ist in vielen Märkten nahezu zum Erliegen gekommen. Die Automobilindustrie kämpft ebenfalls mit rückläufigen Absatzzahlen infolge der notwendigen strategischen Neuausrichtung zur E-Mobilität und dem zunehmen stärkeren Konkurrenzdruck aus China. Auch die Konsumgüterindustrie kämpft weiterhin mit inflationsbedingtem Rückgang des Konsums und der vielfachen Fokussierung der Konsumenten auf die Dinge des täglichen Bedarfs.

Ein nachhaltiger Rückgang von Inflation und Zinsen war erst im Jahresverlauf 2024 zu erwarten und wird in eine Seitwärtsbewegung für 2025 münden. Insofern wird davon ausgegangen, dass die aktuelle Nachfrageschwäche auch noch deutlich über das Jahr 2024 in das Jahr 2025 anhalten wird.

Vor diesem Hintergrund lag die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2024 nur leicht über dem Niveau des Vorjahres, was maßgeblich einer angestrebten Steigerung der Absatzmengen im Jahresverlauf 2024 zuzuschreiben war. Vor dem Hintergrund der tatsächlichen Entwicklung der Absatzmengen im Jahresverlauf ist für das Geschäftsjahr 2025 sogar von niedrigeren Absatzmengen und Umsatzerlösen gegenüber der Erwartung für 2024 auszugehen. Für das Geschäftsjahr 2024 sahen die Planungen einen gegenüber dem Vorjahr weiterhin leicht rückläufigen Cash-Flow mit einem EBITDA zwischen TEUR 8.000 und TEUR 9.000 vor. Für das Geschäftsjahr 2025 wird nun von einem weiterhin leicht rückläufigen Cash-Flow mit einem EBITDA zwischen TEUR 4.500 und TEUR 5.500 ausgegangen.

Aufgrund der weiterhin anhaltenden deutlichen eintrübenden Marktsituation in den verschiedenen Abnehmer-Branchen unserer Produkte wird aller Voraussicht nach das Jahr 2024 aber auch das Jahr 2025 erneut sehr herausfordernd verlaufen.

Aufgrund der weiterhin anhaltenden deutlichen eintrübenden Marktsituation in den verschiedenen Abnehmer-Branchen unserer Produkte wird aller Voraussicht nach das Jahr 2024 erneut sehr herausfordernd verlaufen.

Daher ist die weiterhin sehr gute finanzielle Situation des Unternehmens in dieser schwierigen Zeit von besonderer Bedeutung. Wir sind überzeugt, dass wir auch unter den gegebenen Umständen allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen können und sehen daher keine Existenzgefährdung für das Unternehmen.

Die Prognosegenauigkeit des Vorjahres wird in folgender Übersicht dargestellt:

2023 Prognose 2023 Ist
Umsatz < 120 Mio. € 74,6 Mio. €
Cash-Flow Rückläufig Rückläufig
Ergebnis (EBITDA) 10.500 - 11.500 T€ 7.538 T€

Die deutliche Abweichung der Prognosen für Umsatz und insbesondere Ergebnis für das abgeschlossene Geschäftsjahr ergab sich aus der so nicht prognostizierbaren und für die Jackon GmbH deutlichen negativen Entwicklung der Verkaufsmengen und Verkaufserlöse. Ausgelöst durch schon im 2. Halbjahr einsetzende und unverändert für 2023 anhaltende deutliche Marktschwäche.

Risiko- und Chancenberichterstattung

Die Integration in die BEWI-RAW Division, insbesondere in Verbindung mit dem im Laufe des Jahres 2023 erfolgreich eingeführten gemeinsamen ERP-System ermöglicht die Realisierung von Synergien in diversen Bereichen entlang der Supply Chain.

Daneben werden folgende Risiken bzw. Chancen gesehen:

Das Finanzmanagement der Gesellschaft ist nach der Integration in die BEWI-Gruppe lediglich noch in den virtuellen Cash-Pool der BEWI ASA Gruppe integriert, bei dem Liquiditätsüberschüsse der Einzelgesellschaften auf der Ebene der BEWI ASA lediglich konsolidiert werden. Die Anforderungen an die Informations- und Exit-Systeme zur Begrenzung und Beherrschung des Liquiditätsrisikos im Krisenfall des Cash-Pools konnten daher entsprechend reduziert werden. Vor dem Hintergrund der durch das Finanzministerium verhängten Kapitalabflusssperre durch Verweigerung der Erneuerung von Freistellungsbescheinigungen ist die Liquiditätssituation der Gesellschaft zurzeit außerordentlich gut.

Die Jackon GmbH ist naturgemäß auf beiden Marktseiten Risiken ausgesetzt.

Auf der Beschaffungsseite ist die Preisvolatilität unserer Hauptrohstoffe basierend unmittelbar auf den Schwankungen der Basisrohstoffe Ethylen und Benzene welche zu einem großen Teil direkt durch den Crude-Oil Preis getrieben sind, ein Risiko. Darüber hinaus erfolgt die Preisbildung für das Styrene Monomer auf USD-Basis, wodurch sich durch Veränderungen in der Kurs-Relation von EUR und USD weitere Schwankungen aus Wechselkurseinflüssen ergeben können.

Nach der Umstellung des Vertriebsprozesses mit einer zentralen Abwicklung über den Divisións- Vertrieb in Etten-Leur erfolgen die Zahlungsströme nahezu ausschließlich in EUR. Eine Absicherung des Wechselkurs-Risikos von Fremdwährungen durch entsprechende Sicherungsmechanismen ist daher nicht mehr Bestandteil von Risikoplanungen.

Auch für das Adress-Ausfallrisiko ist nach der Umstellung des Vertriebsprozesses eine Risikoabsicherung nicht mehr erforderlich.

Als mittelständisches Unternehmen mit modernen, komplexen Produktionsanlagen stellen für uns Betriebsstörungen ein Gefährdungspotenzial dar. Durch stetige Schulungs- und Qualifikationsmaßnahmen der Belegschaft treten wir diesem Risiko entgegen. Außerdem besteht für potenzielle Schadensfälle eine wirtschaftlich angemessene Versicherung.

 

Wismar, den 30. September 2024

gez. Dr. Claus Tank, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.581.105,62 7.319.628,76
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 11.885,30
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.885,30
II. Sachanlagen 6.569.220,32 7.319.628,76
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.221.621,57 2.285.182,00
2. technische Anlagen und Maschinen 616.255,25 4.359.433,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.252.348,33 322.505,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 478.995,17 352.508,76
B. Umlaufvermögen 36.067.067,21 29.377.117,66
I. Vorräte 4.245.315,16 10.111.536,20
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.135.560,51 4.599.667,36
2. fertige Erzeugnisse und Waren 3.109.754,65 5.511.868,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.645.615,55 12.746.160,42
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 4.727.956,27
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.317.030,92 7.708.095,87
3. sonstige Vermögensgegenstände 328.584,63 310.108,28
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 177.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 21.176.136,50 6.519.421,04
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.350,15 28.896,84
Aktiva 42.652.522,98 36.725.643,26

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 35.039.835,87 30.560.330,87
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Bilanzgewinn 32.539.835,87 28.060.330,87
davon Gewinnvortrag 28.060.330,87 16.380.587,02
B. Rückstellungen 2.083.947,35 2.084.570,00
1. Steuerrückstellungen 978.000,00 774.500,00
2. sonstige Rückstellungen 1.105.947,35 1.310.070,00
C. Verbindlichkeiten 5.528.739,76 4.080.742,39
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.092.500,85 3.798.970,39
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 5.092.500,85 3.798.970,39
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 368.613,78
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 368.613,78
3. sonstige Verbindlichkeiten 67.625,13 281.772,00
davon aus Steuern 0,00 46.709,64
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 0,00 20.584,53
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 67.625,13 261.187,47
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 20.584,53
Passiva 42.652.522,98 36.725.643,26

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 74.605.004,91 125.568.265,90
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2.402.114,19 -1.175.682,97
3. sonstige betriebliche Erträge 203.333,99
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 28.142,28
4. Materialaufwand 51.280.368,07 93.244.512,25
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 48.665.069,22 93.244.512,25
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.615.298,85
5. Personalaufwand 4.950.735,42 4.712.754,10
a) Löhne und Gehälter 4.247.136,12 3.979.868,50
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 703.599,30 732.885,60
6. Abschreibungen 990.992,82 748.435,93
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 990.992,82 748.435,93
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.435.009,91 10.953.564,26
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 5.115,30 138.110,37
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.079,50 2.737,82
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.180,52
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.070.359,00 5.385.148,02
11. Ergebnis nach Steuern 4.479.505,00 11.901.425,60
12. sonstige Steuern 221.681,75
13. Jahresüberschuss 4.479.505,00 11.679.743,85
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 28.060.330,87 16.380.587,02
15. Bilanzgewinn 32.539.835,87 28.060.330,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

BEWI RAW GmbH, Wismar

(bis zum 02.07.2024: Jackon GmbH, Wismar)

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

(1) Die BEWI RAW GmbH, Wismar, ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft in Sinne des § 267 Abs. 3 HGB.

(2) Der Jahresabschluss der BEWI RAW GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

(3) Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens aufgestellt.

Angabe zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

(4) Firma: BEWI RAW GmbH
(bis zum 02.07.2024: Jackon GmbH)
Firmensitz: Wismar
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Schwerin
Register-Nummer: HRB 6898

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(5) Die dem Jahresabschluss zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich unverändert zum Vorjahr beibehalten.

(6) Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu den handelsrechtlichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und pro rata temporis vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 250,00 EUR nicht aber EUR 1.000,00 übersteigen, wird ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Im Berichtsjahr wurde aufgrund einer Anlageninventur sowie einer durchgeführten Migration eine Umgliederung zwischen den Bilanzposten "Technische Anlagen und Maschinen" und "Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung" vorgenommen. Die Nutzungsdauern sind in der folgenden Tabelle dargestellt.

Anlagenposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
in Jahren
Software linear 4
Gebäude und andere Bauten linear 33 bis 99
Außenanlagen linear 10 bis 15
Technische Anlagen und Maschinen linear 5 bis 10
Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 1 bis 10

(7) Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu den Anschaffungskosten oder, soweit erforderlich, mit dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Die Ermittlung erfolgt auf der Grundlage von Durchschnittspreisen. Das strenge Niederstwertprinzip wurde beachtet.

(8) Die fertigen Erzeugnisse werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, oder soweit erforderlich, dem niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. In die Herstellungskosten werden neben den direkten Fertigungs- und Materialkosten auch anteilige Fertigungs- und Materialgemeinkosten, durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen und angemessene Teile der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus langer Lagerreichweite bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird entsprechend dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung Rechnung getragen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht mit in die Herstellungskosten einbezogen.

(9) Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich ausschließlich um Forderungen mit verbundenen Unternehmen. Auf eine Pauschalwertberichtigung wird daher verzichtet. Darüber hinaus gehende erkennbare Einzelrisiken bestehen zum Stichtag nicht.

(10) Die Bewertung der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

(11) Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um sämtliche zum Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten zu erfassen.

(12) Die Forderungen und Verbindlichkeiten, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden mit dem Devisenkassakurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB bewertet.

(13) Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

(14) Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

(15) Die BEWI ASA, Trondheim/Norwegen, stellt als oberstes Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf, in den die BEWI RAW GmbH einbezogen wird. Als verbundene Unternehmen werden alle Unternehmen bezeichnet, die in den Konzernabschluss der BEWI ASA, Trondheim/Norwegen, einbezogen werden. Dieser Konzernabschluss wird entsprechend den Vorschriften des § 325 HGB der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister übermittelt und ist zusätzlich auf der Webseite www.bewi.com/investors/reports-presentations einsehbar.

Angaben zur Bilanz

(16) Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagenspiegel.

(17) Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(18) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen solche aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 10.313; im Vorjahr TEUR 4.053) als auch Forderungen an den Cash-Pool der Jackon Gruppe (TEUR 4; im Vorjahr TEUR 3.651). Sie entfallen in Höhe von TEUR 0 auf die Gesellschafterin Jackon AS, Fredrikstad/Norwegen (im Vorjahr TEUR 1.831). Im Vorjahr betrafen die Forderungen gegen den Gesellschafter Lieferungen und Leistungen.

(19) Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
TEUR
2022
TEUR
Ausstehende Rechnungen 452 515
Rückstellungen im Personalbereich 140 171
Boni und Rabatte 70 125
Jahresabschluss 70 51
Gewährleistungen 23 23
Übrige 351 220
Gesamt 1.106 1.105

(20) Die Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

(21) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrafen, wie im Vorjahr, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Bereich ICT und weiterer zentraler Dienstleistungen.

(22) Die sonstigen Verbindlichkeiten von insgesamt TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 282) betreffen Lohn- und Gehaltszahlungen sowie Steuern.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(23) Die Umsatzerlöse teilen sich wie folgt auf:

2023
TEUR
2022
TEUR
Inland 2.807 16.953
Europäische Union 70.203 72.085
Drittland 2.217 37.256
abzüglich Erlösschmälerungen -622 -366
Gesamt 74.605 125.568

Die deutliche Veränderung in der Struktur der Umsatzerlöse folgt einer Systemumstellung im Mai 2023, nach der ausschließlich Intercompany Umsätze an ein verbundenes Unternehmen in der EU fakturiert werden.

(24) In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 138) und Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3) enthalten.

(25) Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit TEUR 2.070 das zu versteuernde Jahresergebnis 2023.

Sonstige Angaben

(26) Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, bestehen aus Miet- und Leasingverträgen:

TEUR
fällig in 2023 107
fällig in 2024 107
fällig in 2025 100
fällig in 2026 82
fällig in 2027 54

Es besteht weiterhin eine jährliche Erbbauzinsverpflichtung in Höhe von TEUR 72.

(27) Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar beträgt für die Abschlussprüfungsleistungen TEUR 93.

(28) Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich wie folgt beschäftigt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 54 53
Angestellte 20 20
Gesamt 74 73

(29) Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Dr. Claus Tank, Chemiker

Herr Dr. Tank vertritt die Gesellschaft zusammen mit einem weiteren Geschäftsführer oder gemeinsam mit einem Prokuristen. Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt dieser die Gesellschaft allein.

(30) Auf die Darstellung der Gesamtbezüge des Geschäftsführers wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

(35) Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, eingetreten.

 

Wismar, den 30. September 2024

gez. Dr. Claus Tank, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 132.464,64 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.285.011,16 3.289,99 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.417.475,80 3.289,99 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.346.269,20 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 37.997.449,65 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.175.150,28 27.447,07 0,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 352.508,76 221.732,62 0,00
Summe Sachanlagen 49.871.377,89 249.179,69 0,00
Summe Anlagevermögen 51.288.853,69 252.469,68 0,00
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 132.464,64
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.934,89 1.297.236,04
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 8.934,89 1.429.700,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 640.855,65 10.987.124,85
2. Technische Anlagen und Maschinen -5.501.145,38 32.496.304,27
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.946.601,05 6.149.198,40
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -95.246,21 478.995,17
Summe Sachanlagen -8.934,89 50.111.622,69
Summe Anlagevermögen 0,00 51.541.323,37
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2023
EUR
Buchwert 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 132.464,64 0,00 0,00 132.464,64 0,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.285.011,16 339,58 0,00 1.285.350,74 11.885,30 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.417.475,80 339,58 0,00 1.417.815,38 11.885,30 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.061.087,20 399.759,18 304.656,90 8.765.503,28 2.221.621,57 2.285.182,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 33.638.016,65 137.023,00 -1.894.990,63 31.880.049,02 616.255,25 4.359.433,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 852.645,28 453.871,06 1.590.333,73 2.896.850,07 3.252.348,33 322.505,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 478.995,17 352.508,76
Summe Sachanlagen 42.551.749,13 990.653,24 0,00 43.542.402,37 6.569.220,32 7.319.628,76
Summe Anlagevermögen 43.969.224,93 990.992,82 0,00 44.960.217,75 6.581.105,62 7.319.628,76

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 20.12.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BEWI RAW GmbH (vormals Jackon GmbH), Wismar

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BEWI RAW GmbH (vormals Jackon GmbH), Wismar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BEWI RAW GmbH (vormals Jackon GmbH) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 20. Dezember 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Marko Schipper, Wirtschaftsprüfer

gez. Martin Zucker, Wirtschaftsprüfer

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