inexio Beteiligungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Gerhard Mack seit 20.5.2026 | Geschäftsführer |
Dietmar Pöltl seit 20.5.2026 | Geschäftsführer |
Thomas Engelbertz seit 8.5.2025 | Prokura |
Andreas Albert Pfisterer seit 17.11.2022 | Geschäftsführer |
Marco Reimann seit 17.2.2022 | Prokura |
Heiko Bernhard Hambückers seit 29.6.2021 | Prokura |
Uwe Markus Nickl seit 12.3.2021 | Geschäftsführer |
Christian van den Boom seit 12.3.2021 | Prokura |
Roman Schachtsiek seit 12.3.2021 | Geschäftsführer |
Joan Ferdinand Nieuwenhuis seit 12.3.2021 | Geschäftsführer |
Ruben Queimaño Alonso seit 12.3.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
inexio Breitband GmbHSaarlouisJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021I. Geschäft und Rahmenbedingungen Strategie und Unternehmensmodell Der Geschäftszweck der inexio Breitband GmbH, Saarlouis (nachfolgend kurz "inexio Breitband" oder "Gesellschaft"), umfasst die Erbringung von "Telekommunikationsdienstleistungen aller Art, den Betrieb und die Bereitstellung von breitbandigen Leitungen, Übertragungswegen und Netzen für Sprache und Daten sowie die Mehrwertdienste der Telekommunikation." Den Schwerpunkt der Tätigkeit bilden Internet- und Telefoniedienstleistungen für Privatkunden. Die Gesellschaft ist ein 100 %-iges Tochterunternehmen der inexio Informationstechnologie und Telekommunikation GmbH, Saarlouis (nachfolgend kurz "inexio IT" oder "Mutterunternehmen"). Diese betrieb bisher den wesentlichen Ausbau der Netzinfrastruktur, der die Grundlage für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bildet. Für die Betrachtung der Gesellschaft ist daher insbesondere auch die Entwicklung des Mutterunternehmens der inexio Breitband relevant. Die Gesellschaft sowie die weiteren Unternehmen der Deutsche Glasfaser/ inexio Gruppe sind bundesweit tätig. Das Glasfasernetz der inexio IT und inexio Breitband ist bis dato über 14.000 km lang und konnte in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert werden, was sich positiv auf die Gesellschaft ausgewirkt hat. Die Gesellschaften bieten mit Internet-, Daten- und festnetzbasierten Telefondiensten, bis hin zu komplexen Standortvernetzungen, ein auf den Kommunikationsbedarf von Geschäfts- und Privatkunden zugeschnittenes Portfolio, dabei wird das Privatkundengeschäft in der inexio Breitband gebündelt. Der Glasfaserausbau ist überwiegend durch das Mutterunternehmen erfolgt, sodass sich nur wenige Netze im Eigentum der Gesellschaft befinden.. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Fiber TopCo GmbH, Monheim am Rhein (im Folgenden auch "Fiber Konzern"), einbezogen. Durch die Eingliederung der inexio Gruppe in den Fiber Konzern, neben der inexio Gruppe bestehend aus der Deutsche Glasfaser Gruppe, erhofft sich die Gesellschaft weitere Synergiepotenziale und Know-How schaffen bzw. nutzen zu können, um weiteres Wachstum zu generieren. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Auch im Geschäftsjahr 2021 wurde die Wirtschaftsleistung durch die Coronavirus-Pandemie beeinflusst. Nach einer der schwersten Rezessionen der Nachkriegszeit in 2020 befindet sich die Weltwirtschaft mittlerweile auf dem Pfad der Erholung. Im Berichtsjahr konnte ein weltweiter Konjunkturanstieg von 5,9 % erzielt werden. Allerdings hat der Aufschwung der Weltwirtschaft nach der Jahresmitte 2021 an Fahrt verloren. In vielen Teilen der Welt bremste die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus die wirtschaftliche Aktivität und Lieferengpässe behinderten den Aufschwung der Industrieproduktion. Die Infektionswellen verlaufen jedoch immer weniger synchron. Auch sind die wirtschaftlichen Auswirkungen unterschiedlich; vor allem in den Ländern mit einer hohen Impfquote werden inzwischen auch höhere Inzidenzen toleriert, ohne dass Eindämmungsmaßnahmen ergriffen werden, die die Konjunktur stark dämpfen. Zusätzlich hat die Inflation im Verlauf des Jahres 2021 kräftig angezogen und war zum Jahresende so hoch wie seit mehreren Jahrzenten nicht mehr. Die Ursachen hierfür liegen in dem Anstieg der Rohstoff- und Energiepreise sowie den angebotsseitigen Engpässen. 1
1 Kieler Konjunkturberichte Weltwirtschaft
Winter 2021.
Entwicklung der Weltwirtschaft 2021 und 2020 (in %)
* Quelle: IMF World Economic Outlook Update
Januar 2022
Innerhalb Deutschlands kam es bedingt durch die Einschränkungen im Rahmen der dritten Pandemiewelle im ersten Quartal 2021 zu einem Rückgang des Bruttoinlandproduktes um 1,9 % im Vergleich zum vorherigen Quartal. Aufgrund der Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen im Verlauf des zweiten Quartals konnte das Bruttoinlandsprodukt um 2,0 % im Vergleich zum Vorquartal gesteigert werden, da das Vorjahr noch stark unter der ersten Corona-Welle und dem harten Lock-down gelitten hat. Auch das dritte Quartal verzeichnete einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 1,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Neue Beschränkungen wie 2G-Regelungen im Dezember hatten allerdings ein geschwächtes viertes Quartal zur Folge. Für das Gesamtjahr konnte ein Konjunkturanstieg von 2,7 % in Deutschland erzielt werden. 2 Auch in Deutschland führten kräftig gestiegene Energiepreise, Lieferengpässe sowie die Rücknahme der pandemiebedingten Umsatzsteuersenkung aus dem Vorjahr im Berichtsjahr zu einem Anstieg der Inflationsrate auf 3,1 %. Bezogen auf das Gesamtjahr handelt es sich hierbei um den höchsten Stand seit 1993. Im Dezember legten die Preise sogar um 5,3 % zu. Eine hohe Inflation schwächt am Ende die Kaufkraft von Verbrauchern. Der Arbeitsmarkt spiegelt hingegen eine leichte Erholung von der Pandemie wider, die Arbeitslosigkeit verringerte sich und auch die Kurzarbeit stieg nicht weiter an. 3 Die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage wird durch den Einmarsch russischer Streitkräfte in die souveräne Ukraine am 24. Februar 2022 verschärft. An den Güter- und Finanzmärkten waren die Reaktionen sofort spürbar, die demokratischen Staaten haben in großer Geschlossenheit scharfe Sanktionen gegen Russland verhängt. Deren Konsequenzen für Russland, aber auch für die verhängenden Staaten, zeigen sich bereits unmittelbar, werden aber voraussichtlich auch langfristig erhebliche Konsequenzen für die Weltwirtschaft haben. Der Konzern ist nicht in den von Krieg oder Sanktionen betroffenen Gebieten tätig, sodass sich keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschäft des Konzerns ergeben. Gleichwohl handelt es sich hierbei um ein zusätzliches Risiko für eine weitere Erhöhung der Rohstoffpreise und der Inflation, welches mittelbar Effekte auf den Konzern haben könnte. Wir verweisen auf die entsprechenden Ausführungen im Chancen- und Risikobericht sowie Prognosebericht.
2
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2021/11/PD21_532_811.html.
2. Telekommunikationsmarkt und wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Digitalisierung ermöglicht Unternehmen in Deutschland stetig neue Chancen und stellt einen wichtigen Faktor im globalen Wettbewerb dar. Die flächendeckende Versorgung mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und der Aufbau von Hochleistungsnetzen werden gemäß der aktuellen Breitbandförderung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr mit Pressemitteilung vom 16. Dezember 2021 als essentielle Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum, mehr Beschäftigung und steigenden Wohlstand gesehen. Die Infrastruktur muss weiter auch den steigenden Anforderungen wie z.B. im Homeoffice, beim Homeschooling, usw. gerecht werden. 4 Die Corona-Krise hat unterschiedliche Auswirkungen auf die verschiedenen Branchen. Im Telekommunikationssektor hat sich das Geschäftsklima zuletzt verbessert: Der Bitkom-ifo-Digitalindex, welcher auf der monatlichen ifo Konjunkturumfrage basiert und sich aus dem geometrischen Mittel der Beurteilung der Geschäftslage sowie -erwartungen berechnet, erreichte im Juni 2021 sein Allzeithoch. Die ITK (Informationstechnik und Telekommunikation) -Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage insgesamt als sehr gut. Dies zeigt sich auch in den Umsatzzahlen: Die ITK-Unternehmen verzeichneten ins 2021 einen Umsatzanstieg von 3,9 %. 5 Stabiles Wachstum von Umsatz und Beschäftigung Umsatz mit Produkten und Diensten und Arbeitsplätze in der ITK (in Deutschland)*
Quelle: Bitkom IDC, Bundesagentur für Arbeit, BNetzA Die Anzahl der vertraglich gebuchten Breitbandanschlüsse in Deutschland stieg bis zum Ende des ersten Halbjahres 2021 auf insgesamt rund 36,5 Mio. Anschlüsse. Somit verfügten zu diesem Zeitpunkt rund 90 % der Haushalte in Deutschland über einen Breitbandanschluss. 6 Der Telekommunikationsmarkt in Deutschland unterliegt einem starken Wettbewerb. Die Verbraucher profitieren von einer breiten Angebotsauswahl. Die hauptsächlich auf ländliche Regionen fokussierte Unternehmensgruppe steht insbesondere in direktem Wettbewerb mit Breitbandanbietern von Technologien wie Kabel/DOCSIS und VDSL Vectoring. Dabei bietet keine der konkurrierenden Technologien eine vergleichbare Übertragungsgeschwindigkeit der Glasfasertechnologie. Mit bis zu 10.000 Mbit/s, sowohl im Down- als auch im Upload, wird die technische Überlegenheit der Glasfasertechnologie gegenüber Kabel/DOCSIS (Down-/Upload bis zu 1.000/50 Mbit/s) und VDSL Vectoring (Down-/Upload bis zu 250/100 Mbit/s) deutlich. Diese Art der Infrastruktur ist die zukunftssicherste Technologie, da nur mittels Glasfasertechnologie langfristig Bandbreiten im Terabit-Bereich möglich werden. Einmal verbaut haben die Nutzer ob Privathaushalte oder Unternehmen somit aus heutiger Sicht über Jahrzehnte ohne Nachrüstung ihres Anschlusses ausgesorgt. Zudem bietet die FttH-Glasfaser neben dem technologischem Vorsprung auch Vorteile im Hinblick auf die Nachhaltigkeit.
4
https://www.bmvi.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandfoerderung/breitbandfoerderung.html.
Kupferbasierte Netze verbrauchen nach einer Studie der Technischen Hochschule Mittelhessen drei bis siebzehnfach mehr Strom als reine Glasfasernetze. 7 Der Markt für Glasfaser entwickelt sich weiter und neue Anbieter entstehen, auch weil private Investoren den deutschen Markt weiter für attraktiv halten. Die Wettbewerber der Deutschen Glasfaser Gruppe im Ausbau von Glasfaser und dem Sichern von Ausbaugebieten unterscheiden sich regional sehr, da der Glasfasermarkt, anders als der DSL und HFC-Markt, infrastruktur-technisch sehr fragmentiert ist. Historisch waren die Hauptwettbewerber des Fiber Konzerns und somit der Deutschen Glasfaser Gruppe und der inexio Gruppe regionale Carrier und Stadtwerke oder aber regionale Anbieter. Zum Beispiel durch das Joint Venture der Allianz mit der Telefonica-Gruppe in 2020 wurde die Unsere Grüne Glasfaser (UGG) mit dem Ziel gegründet, im ländlichen Raum zu investieren. Auch die Deutsche Telekom, die bislang primär auf urbane und suburbane Regionen hinsichtlich des Glasfaserausbaus fokussiert war, hat im November 2021 ein Joint Venture mit IFM gegründet (Glasfaser Plus), um im ländlichen Raum Glasfaser zu bauen. Die von den Anbietern veröffentlichten Ausbauziele sind wie folgt: Deutsche Telekom möchte bis 2025 10 Mio. Haushalte mit Glasfaser versorgen und auf eine jährliche Ausbau-run-Rate von 2,5 Mio. kommen (von ca. 1,2 Mio. in 2021). Das JV Glasfaser Plus hat sich zum Ziel gesetzt, 4 Mio. Haushalte bis 2028 im ländlichen Raum zu erschließen, während die Ausbau-Ziele der UGG 2 Mio. Haushalte im ländlichen Raum sind und das Ausbauziel der Deutschen GigaNetz 1 Mio. Haushalte. Darüber hinaus gibt es mehrere kleine Anbieter. Der Fiber Konzern hat das erklärte Ausbauziel, etwa 4 Mio. Haushalte bis Ende 2025 zu erschließen und langfristig 6 Mio. Haushalte zu erreichen. Letzteres entspricht etwa 14 % aller deutschen Privathaushalte.
Quelle:https://www.breitband-monitor.de/marktbeobachtung/grafiken Mit dem Telekommunikationsmodernisierungsgesetz (TKMoG) ist der am 20. Dezember 2018 in Kraft getretene Europäische Kodex für die elektronische Kommunikation (EU-Richtlinie 2018/1972) zum 1. Dezember 2021 umgesetzt worden. Durch das TKMoG werden die Weichen für einen modernisierten Telekommunikationsrechtsrahmen in zahlreichen zentralen Themenbereichen für die nächsten Jahre gestellt, wie z.B. in der Marktregulierung, der Frequenzpolitik, beim Schutz der Endnutzerinnen und Endnutzer, bei dem institutionellen Gefüge und dem Recht auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten. Mit der umfassenden Novelle des Telekommunikationsgesetzes ist ein Ordnungsrahmen geschaffen worden, der die technische Entwicklung im Telekommunikationssektor etwa mit Blick auf sog. OTT-Dienste, wie Messengerdienste, abbildet und wichtige Impulse für einen schnelleren und flächendeckenden Ausbau von Gigabitnetzen setzt. Dabei geht es darum, gezielte Anreize für Investitionen und Innovationen zu setzen sowie den marktgetriebenen Ausbau der digitalen Infrastruktur durch Flexibilisierung der Regulierungsvorgaben und neue Regulierungsinstrumente voranzubringen. Die tatsächliche Realisierung von Baumaßnahmen für den Ausbau von Gigabitnetzen wird insbesondere durch neue Informations- und Planungsinstrumente, Vereinfachungen bei den Genehmigungsverfahren, aber auch Regelungen zur Verlegung von Netzinfrastrukturen und Mitnutzung im öffentlichen Raum beschleunigt. Gleichzeitig werden durch das TKMoG die Kunden- und Verbraucherrechte, etwa mit Blick auf versäumte Technikertermine, im Fall von Minderleistungen oder durch Streichung des sog. Nebenkostenprivilegs, gestärkt. Außerdem können Verbraucherinnen und Verbraucher zukünftig ihre Verträge mit Anbietern von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit jederzeit mit Frist von einem Monat kündigen. Zur Absicherung der wirtschaftlichen und sozialen Teilhabe wird außerdem für alle Bürgerinnen und Bürger ein rechtlich abgesicherter Anspruch auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten geschaffen. Eine weitere Säule aus dem TKMoG bezieht sich auf die Qualität der Leistung. Zum einen steigen für die Unternehmen die Informations- und Dokumentationspflichten bei Störungen und zum anderen erhalten die Kunden eine Entschädigung bei Totalausfall ab dem dritten Tag oder bei einem versäumten Kundentermin. 3. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Die wesentlichen, für die Steuerung der Gesellschaft maßgeblichen finanziellen Leistungsindikatoren sind die Umsatzerlöse sowie das EBITDA. Das EBITDA ermittelt sich aus dem Jahresergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung zuzüglich des Finanzergebnisses, der Steuern und der Abschreibungen. Die wesentlichen für die Steuerung maßgeblichen nicht-finanziellen Leistungsindikatoren sind Homes Passed (HP) und aktive Kunden. Homes Passed beinhaltet alle Wohneinheiten, die an das Netz der ienxio Gruppe unter Berücksichtigung vorgegebener technischer Rahmenbedingungen an einem funktionstüchtigen Hauptkabel anschließbar sind. Als anschließbare Haushalte (="Homes Passed") werden alle Wohneinheiten auf einem Grundstück gewertet, an dem ein betriebsbereites Hauptkabel vorbeiführt oder bereits ein betriebsbereiter Hausübergabepunkt (HÜP) existiert (inkl. Mitversorgung). Das Potential "Homes Passed" berücksichtigt somit bereits angeschlossene und noch nicht betriebsbereite Übergabepunkte. Die kleinste Basis für die Ermittlung einzelner Potentiale ist die Wohneinheit. a) Finanzielle Leistungsindikatoren Im Zusammenhang mit den finanziellen Leistungsindiktoren verweisen wir auf die Ausführungen unter 4. Geschäftsverlauf. b) Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Entwicklung der Glasfaseranschlüsse
Im Bereich FttH/FttC haben die inexio IT und die inexio Breitband zum Geschäftsjahresende 373.390 private Haushalte mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet (Vorjahr 358.842). Die Gesamtzahl der Glasfaseranschlüsse konnte somit weiter gesteigert werden. In diesem Zusammenhang weisen wir daraufhin, dass der oben aufgeführte Kundenbestand alle aktiven Privatkunden (FttC und FttH) der Gesellschaft, welche auf eigenen und auf Netzen des Mutterunternehmens angeschlossen sind, beinhaltet. Die Kennzahl Homes Passed wird auf Ebene der Gesellschaft hautpsächlich dazu genutzt, um das Kundenpotenzial zu analysieren und die Kosten aus Netzüberlassung durch das Mutterunternehmen zu planen. Mitarbeiter Personalstrategie Der Erfolg der inexio beruht zu einem bedeutenden Teil auf den Fähigkeiten sowie der Einsatzbereitschaft seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Personalstrategie hat zum einen das Ziel die internen Prozesse zu optimieren und effizienter zu gestalten. Dabei wird auf die Skalierbarkeit der Prozesse an den strategischen und schnellen Wachstumskurs des Fiber Konzerns und somit auch der Gesellschaft geachtet. Zum anderen verfolgt die Gesellschaft weiterhin das Ziel hochqualifizierte und kompetente Mitarbeiter mit attraktiven Leistungsversprechen zu werben und die Wachstumsziele damit erfüllen zu können. Die Gesellschaft will auf allen betrieblichen Ebenen eine jederzeit hinreichende Zahl qualifizierter und engagierter Mitarbeiter beschäftigen und ihnen attraktive Arbeitsbedingungen und Perspektiven in einem schnell wachsenden Unternehmen bieten. Damit begegnet das Unternehmen zugleich den Herausforderungen des demografischen Wandels. Entwicklung der Belegschaft Zum Bilanzstichtag beschäftigte die Gesellschaft insgesamt 53 Mitarbeiter. Dies sind vier Mitarbeiter weniger als im Vorjahr. Forschung und Entwicklung Der Fiber Konzern und somit auch die Einzelgesellschaften haben im Berichtsjahr Optimierungen der internen Prozesse und Weiterentwicklungen der Produkte vorgenommen. Zur Prozessoptimierung wurde insbesondere die IT-Systemlandschaft weiterentwickelt. Zum Beispiel wurde die SAP Einführung für alle inexio Gesellschaften im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen. Auf Konzernebene wurde in 2021 in ein neues Customer Relationship Management (CRM) System investiert. Ziel ist es, eine massenmarktfähige CRM-Lösung für den End to End Prozess vorzuhalten. Die neue CRM-Software soll eine skalierbare und performante Lösung bereitstellen, mit der sich eine Kundenanzahl auch im Millionenbereich und damit einhergehend erhöhte Transaktionszahlen bewältigen lassen. Dies entspricht den Anforderungen an die künftigen Kundenstämme auf dem Wachstumskurs des Fiber Konzerns, was perspektivisch ebenfalls die inexio Gruppe miteinschließt. Für die Zielerreichung ist es notwendig, dass die CRM-Software umfassend auf das Geschäftsfeld sowie die spezifischen Prozesse und Produkte ausgerichtet wird. Im Rahmen der Umsetzung werden größtenteils die Leistungen Dritter in Anspruch genommen. 4. Geschäftsverlauf a) Ertragslage Die Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres beinhaltet den Zeitraum des Rumpfgeschäftsjahres vom 1. Mai 2020 bis zum 31. Dezember 2020. Folglich ist ein direkter Vergleich zwischen dem Berichtsjahr und dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 62.455 (Vorjahr TEUR 39.675) erzielt. Die Umsätze umfassen ausschließlich Erlöse mit Privatkunden. Des Weiteren hat die Gesellschaft ein EBITDA von TEUR 1.525 erzielt, was um TEUR 811 unter dem des Vorjahres liegt. Dies ist im Wesentlichen auf die Umstellung der Umsatzbilanzierung im Vorjahr zurückzuführen, im Zuge derer Rabatte und Einmalentgelte erstmalig über die Vertragslaufzeit abgegrenzt wurden. Netto ergab sich daraus ein positiver Effekt auf die Umsatzerlöse des Vorjahres in Höher von TEUR 1.609, wohingegen im Berichtsjahr nur die Veränderung der Abgrenzungen aus dem laufenden Geschäftsjahr bzw. zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 43 erlösmindernd erfasst wurde. Die Materialaufwandsquote ist vor diesem Hintergrund von 86,5 % auf 91,0 % gestiegen. Der Kundenbestand im B2C Bereich konnte von 120.860 zum Geschäftsjahresbeginn auf 130.556 Kunden zum Geschäftsjahresende erhöht werden (+9.696; +8,0 %), was den Anstieg der Umsatzerlöse, neben dem Effekt, dass das Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr 12 Monate umfasst, widerspiegelt. Der Materialaufwand des Berichtsjahres beträgt TEUR 56.819 (Vorjahr TEUR 34.305) und setzt sich fast ausschließlich aus Kosten im Rahmen der Netzüberlassung durch das Mutterunternehmen zusammen. Diese korrespondieren zu den angeschlossenen Kunden auf Netzen des Mutterunternehmens und werden über einen entsprechenden Kostenfaktor vom Mutterunternehmen an die Gesellschaft weiterbelastet. Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR 3.028, die Personalaufwandsquote beträgt somit 4,8 % (Vorjahr 4,3 %) und liegt im Vergleich zum Vorjahr auf einem ähnlichen Niveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr rückläufig entwickelt, was im Wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass im Vorjahr aufwandswirksame Sondereffekte im Zusammenhang mit der Umstellung der Zuschussbilanzierung enthalten sind. Die Lage unterhalb des EBITDA hat sich insbesondere im Zusammenhang mit der planmäßigen Abschreibung eines gesamten Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahr sowie einer entsprechenden Erhöhung der Abschreibung durch die Inbetriebnahme von Netzen negativ entwickelt. Hinzu kamen außerplanmäßige Abschreibungen auf geleistete Anzahlungen in Höhe von TEUR 220. Als leicht gegenläufiger Effekt können Steuererstattungen aus Vorjahren genannt werden. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung beträgt TEUR 1.035 (Vorjahr TEUR 2.090) und ist somit nach wie vor deutlich positiv. b) Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug am Geschäftsjahresende TEUR 31.083 und hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 375 verringert. Dies ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf den Rückgang des Anlagevermögens im Hinblick auf die vorgenommenen planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen zurückzuführen. Auf der Passivseite ist der Rückgang im Wesentlichen auf die Änderung des Ausweises im Hinblick auf die Umsatzabgrenzung pro Kundenvertrag im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Diese werden im Berichtsjahr saldiert ausgewiesen, woraus sich neben der üblichen Auflösung des passiven Rechnungsabgrenzungsposten ein verminderter Ausweis von sonstigen Vermögensgegenständen und passiven Rechnungsabgrenzungsposten ergibt. Im Vorjahr waren TEUR 1.141 gegenläufige Abgrenzungen auf Einzelvertragsebene unsaldiert ausgewiesen worden. Diesem Effekt stehen gestiegene Rückstellungen und Verbindlichkeiten aufgrund des höheren Umsatzniveaus gegenüber. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 6.039 auf TEUR 6.893 im Berichtsjahr um TEUR 854 erhöht, was im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückgeführt werden kann. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.082 haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 480 verringert. Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass der Netzausbau durch die inexio IT erfolgt und somit das Mutterunternehmen die von der Gesellschaft mit den Kommunen vereinbarten Zuschüsse, vereinnahmt hatte. In diesem Zusammenhang wurden die Forderungen aus Investitionszuschüssen in Höhe von TEUR 1.806 in die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umgegliedert. Gegenläufig wurde der Ausweis antizipativer Forderungen im Zusammenhang mit Kundenverträgen, insbesondere aus der Rabattabgrenzung, im Vergleich zum Vorjahr geändert (TEUR 1.689 innerhalb der sonstigen Vermögensgegenstände; Vorjahr TEUR 2.914 Aktive Rechnungsabgrenzungsposten). Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen Einnahmen für Abgrenzungen aus Freimonaten sowie Nutzungsentgeltvorauszahlungen für Internetdienste. Der Rückgang resultiert größtenteils aus der im Anhang beschriebenen Ausweisänderung, dass zum 31. Dezember 2021 die Vertragssalden auf Einzelvertragsebene saldiert ausgewiesen wurden (Vorjahr TEUR 1.141 unsaldiert als aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten). Das Eigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert TEUR 3.455. Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit dem Mutterunternehmen.Der Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen hat sich entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände und dem entsprechendem Abschreibungsverlauf plangemäß entwickelt. Die langfrsitigen Investitionen in die Netzinfrastrukru der Gesellschaft sind somit durch Eigenkapital und Investitionszuschüsse ebenfalls langfristig finanziert. Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 425 (Vorjahr TEUR 188) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten in Höhe von TEUR 169 sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Verbindlichkeiten haben sich weitestgehend entsprechend des Geschäftsverlaufs entwickelt. Die Gesellschaft ist einem ihrer Konten in den Cashpool des Mutterunternehmens eingebunden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 5.580 haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.338 erhöht. Ebenso haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 20.165 im Vorjahr auf TEUR 21.164 im Berichtsjahr erhöht. Diese Erhöhung auf der Aktivseite ist im Wesentlichen auf die zuvor dargestellte Umgliederung zurückzuführen. Die Erhöhung auf der Passivseite resultiert aus dem geänderten Ausweis von Umsatzsteuerverbindlichkeiten innerhalb der Organschaft als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 1.254 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen; i. Vj. TEUR 715 sonstige Verbindlichkeiten) sowie gestiegenen Verbindlichkeiten aus Ergebnisabführung. Gegenläufig haben sich niedrigere Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewirkt. c) Finanzlage Zum Stichtag betrugen die liquiden Mittel rd. TEUR 8.838 (Vorjahr TEUR 8.315). Im Geschäftsjahr standen jederzeit ausreichende liquide Mittel zur Verfügung. Die wesentlichen, laufenden Verbindlichkeiten der Gesellschaft bestehen gegenüber der Muttergesellschaft und bemessen sich anhand der Anzahl der bedienten Kunden, woraus sich grundsätzlich ein positiver Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ergibt. Durch die Möglichkeit der Aufnahme von Intercompany-Darlehen bestand und besteht jederzeit die Möglichkeit kurzfristige Liquiditätsengpässe, etwa aufgrund von Forderungsausfällen oder Zahlungsverzögerungen, zu überbrücken. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Ausführungen in Abschnitt III. Chancen- und Risikobericht des Lageberichts. Fällige Lieferantenverbindlichkeiten wurden im Wesentlichen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele bezahlt. Liquiditätsengpässe sind nicht aufgetreten. Forderungen werden in der Regel innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele vereinnahmt beziehungsweise im Rahmen überwiegend gegebener Lastschriftmandate bei den Kunden der Gesellschaft abgebucht. Die Finanzierung von Investitionen erfolgte bisher durch vorhandene liquide Mittel, Investitionszuschüsse, teilweise durch den Cashflow aus operativer Tätigkeit sowie durch die Gewährung von Darlehen des Mutterunternehmens bzw. weiterer Konzernunternehmen. Im Zuge der Integration in den Fiber Konzern soll in Zukunft der Infrastrukturausbau schwerpunktmäßig über die Deutsche Glasfaser Gruppe erfolgen. Innerhalb des Fiber Konzern bestand für die inexio Gruppe bislang im Wesentlichen eine Kreditfazilität von bis zu Mio. EUR 1.000 bei einem Banken-Konsortium, wovon Mio. EUR 650 der unmittelbaren Muttergesellschaft inexio IT zustanden, die zum 31. Dezember 2021 voll im Rahmen von Wachstumsinvestitionen ausgeschöpft wurden. Am 13. Dezember 2021 hat der Fiber Konzern eine Refinanzierung mit bis zu Mrd. EUR 5,75 abgeschlossen. Das Closing der Transaktion erfolgt am 11. Januar 2022. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2029 und während der Laufzeit sind ab 2027 bestimmte Financial Covenants, welche sich auf das Verhältnis bestimmter betrieblicher Kennzahlen zur Verschuldung beziehen, einzuhalten. 5. Gesamtbeurteilung der wirtschaftlichen Lage Der Fiber Konzern und auch die Gesellschaft befinden sich weiterhin in einer Expansions- und Investitionsphase. Dazu wurden im Geschäftsjahr weitere Investitionen in den Ausbau von Glasfasernetzen getätigt. Diese Investitionen haben auch mittelbare Effekte für die Gesellschaft, indem weitere Kunden gewonnen werden können und somit der Kundenbestand und entsprechend auch die Umsätze gesteigert werden können. Das EBITDA als wesentliche finanzielle Steuerungsgröße betrug im Geschäftsjahr 2021 TEUR 1.525 und ist somit deutlich positiv. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das EBITDA jedoch verringert, was im Wesentlichen auf die oben aufgeführten Punkte zurückzuführen ist. Die Gesellschaft konnte im Berichtsjahr ein positives Jahresergebnis (vor Ergebnisabführung) in Höhe von TEUR 1.035 erzielen. Im Hinblick auf den Anstieg in den Kundenbestellungen, die positive Entwicklung der Umsatzerlöse, den weiter deutlich gestiegenen Netzausbau in 2021 auf Gruppen- bzw. Konzernebene sowie die geschaffenen Voraussetzungen auf Konzernebene für weiteres Wachstum, u. a. mit der vorgenommenen Refinanzierung, stellte 2021 insgesamt ein erfolgreiches Geschäftsjahr für die Unternehmensgruppe dar, wozu die Gesellschaft einen zufriedenstellenden Beitrag leisten konnte. III. Chancen- und Risikobericht Die nachfolgenden Darstellungen veranschaulichen die zum Bilanzstichtag relevanten und für die Entwicklung der Gesellschaft bedeutsamen Risiken und Chancen. Die Beurteilung von Risiken und Chancen erfolgt dabei nach dem folgenden Schema: Risikoanalyse: Matrix zu der Einstufung der Chancen und Risiken
Chancen und Risiken aus dem Markt Kunden Zu den wesentlichen Marktrisiken zählen sinkende Preisniveaus bei Sprach- und Datendiensten, denen die Gesellschaft künftig ausgesetzt sein könnte. Als Ursachen können hierfür in erster Linie der harte Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche, etwaige Kannibalisierungseffekte durch neue Produkte und Dienstleistungen, der technologische Fortschritt sowie Auswirkungen aus der Regulierung des Telekommunikationsmarktes gesehen werden. Darüber hinaus bestehen wesentliche Risiken in Bezug auf den Überbau der eigenen FttC-Netze durch konzernfremde Wettbewerber mit FttH. Aus Konzernsicht wird dieses Risiko abgemildert, da in Regionen mit hohem Wettbewerb gezielt weitere FttH-Netze in bestehenden FttC-Gebieten errichtet und betrieben werden. Zusätzlich könnte sich aus dem Ukraine Konflikt und der erhöhten Inflation ein Preisrisiko ergeben. Analysen des Buchungsverhaltens durch die Gesellschaft haben gezeigt, dass die Kunden auch weiterhin mit hohen Abschlussquoten die Premium-Produkte im Portfolio wählen. Bei höherer Preissensitivität wäre ein Wechsel auf einen günstigeren Tarif möglich, wofür es aktuell keinerlei Anzeichen gibt. Kundenrisiken aus den aktuellen Entwicklungen des wirtschaftlichen Umfelds werden insgesamt als moderat eingestuft. Ein weiteres Risiko liegt in der Kundenabwanderung (Churn) bzw. in der Kundenzufriedenheit. Sollten Kunden in größerem Ausmaß kündigen und es der Gesellschaft nicht gelingen, den damit verbundenen Kundenrückgang zu limitieren, könnte sich dies negativ auf die Geschäftstätigkeit und die Finanzergebnisse auswirken. Daneben könnten sich negative Auswirkungen auf zukünftige Umsätze, Margen und Cashflows ergeben, wenn die Gesellschaft nicht in der Lage ist, bereits etablierte Produkte weiterzubetreiben oder neue, verbesserte Produkte und Dienstleistungen erfolgreich im Markt einzuführen. Ein als gut oder sehr gut empfundenes Kundenerlebnis wiederum würde die Kundenabwanderungsrate weiter reduzieren, was die Werthaltigkeit der durchschnittlichen Kundenbeziehung und damit den Wert pro Kunde erhöhen würde. Das Risiko aus der Kundenabwanderung beziffert die Gesellschaft perspektivisch als moderat. Wettbewerb Der Markt für FttH/B2B hat sich weiterentwickelt und neue Anbieter entstehen, auch weil private Investoren den deutschen Markt zunehmend für attraktiv halten. Wie im Abschnitt Telekommunikationsmarkt umschrieben, ist der Wettbewerb in den Jahren 2020 und 2021 stetig gewachsen und neue Anbieter sind in den Markt eingetreten, sei es als neue Player mit Mitteln aus dem Private Equity Umfeld, oder sei es durch Joint Ventures wie das der Deutschen Telekom für den ländlichen Raum (Glasfaser Plus). Folglich leitet sich hieraus ein potenzielles Risiko ab, dass die Wachstumsziele der Gruppe nicht vollständig erreicht werden können, da sie um die gleichen Ausbauprojekte mit anderen Anbietern konkurriert. Dieses gilt zum einen für die Sicherung von Gemeinden für den privatwirtschaftlichen Ausbau, als auch die Sicherung der entsprechenden Baukapazitäten, was dementsprechend auch eine Ausführung auf die Gesellschaft hätte. In 2021 wurden mit der neuen Refinanzierung auf Konzernebene , aber auch der Sicherung von Bau-Rahmenverträgen für die nächsten Jahre mit neuen und bestehenden Baupartnern wichtige Weichenstellungen getroffen, um diesem Risiko gewachsen zu sein. Daher kann das Risiko als moderat eingestuft werden. Operative Chancen und Risiken Kunden Ein operatives Risiko liegt in den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Die Wirtschaftsleistung war in Deutschland in 2020 stark eingebrochen, konnte sich aber in 2021 wieder erholen. Im derzeitigen Ausblick ist jedoch davon auszugehen, dass der Ukraine Konflikt zu einem weiteren Anstieg der Energiepreise und der Inflation führen wird. Es besteht ein Risiko, dass eine erhöhte Anzahl an Kunden ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnte. In Anbetracht der geringen Zahlungsausfälle der Kunden im Berichtsjahr lässt sich dieses Risiko aber als eher gering einstufen. Auf der anderen Seite kann allerdings in der COVID-19 Pandemie auch eine Chance gesehen werden, denn unter Berücksichtigung von Faktoren wie Homeschooling und Home-Office hat die Pandemie gezeigt, wie wichtig eine schnelle und funktionierende Telekommunikationsinfrastruktur ist. Die Chancen im Absatz von Hochleistungs-Breitband-Produkten und zusätzlicher Breitband-Penetration in den Ausbaugebieten können daher als moderat bis hoch eingestuft werden. Technologie Die Geschäftstätigkeit der Unternehmensgruppe und somit auch der Gesellschaft unterliegt einem technologischen Wandel, auf den rechtzeitig reagiert werden muss, um negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit zu verhindern. Daneben muss die Gruppe in der Lage sein, das vorhandene Glasfasernetz zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln, da dies ansonsten negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnte. Die Leistungsfähigkeit des Glasfasernetzes lässt sich durch Erneuerung der aktiven Komponenten, wann immer erforderlich, verbessern und anpassen. Das Glasfasernetz ist in der Regel kein geteiltes Medium, wie zum Beispiel die DSL-Technik oder eine Funklösung (4G/5G). Das bedeutet, dass grundsätzlich jedem angeschlossenen Kunden immer und zu jeder Zeit die volle Leistungsfähigkeit des Glasfasernetzes zur Verfügung steht. Ferner werden bereits heute symmetrische Übertragungsraten von 1.000 Mbit/s und mehr in Glasfasernetzen realisiert und angeboten, was vor dem Hintergrund der durchgehend bis in jede Wohn- und Gewerbeeinheit gebauten Glasfaseranschlüsse als Garantie für die umfassende Nutzung des gesamten, zukünftigen Telekommunikationsangebots angesehen werden kann. Das Risiko wird daher zurzeit als sehr gering eingestuft. Eine Säule aus dem TKMoG bezieht sich auf die Qualität der Leistung. Zum einen steigen für die Unternehmen die Informations- und Dokumentationspflichten bei Störungen und zum anderen erhalten die Kunden eine Entschädigung bei Totalausfall ab dem dritten Tag oder bei einem versäumten Kundentermin. Zusätzlich haben Kunden zukünftig die Möglichkeit, Entschädigungen bei Störungen und Leistungsabweichungen geltend zu machen. Allerdings ist hierfür ein Mess-Tool der Bundesnetzagentur erforderlich. Hieraus leitet sich das Risiko ab, dass zukünftig vermehrt Preisnachlässe an die Kunden gezahlt werden müssen. Dieses Risiko kann jedoch als gering eingestuft werden, da unser Netz über eine hohe Stabilität verfügt. Personal Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann durch eine nicht adäquate Ausstattung mit Führungs- und Fachkräften negativ beeinflusst werden. Ferner besteht die Möglichkeit, dass sich Personalrisiken aus einer hohen Fluktuationsrate von Leistungsträgern und einem unzureichenden Ausbildungsstand der Mitarbeiter ergeben könnten. Die Gesellschaft bzw. der Fiber Konzern versucht diesen Risiken zu begegnen, indem sie sich als attraktiver Arbeitgeber positioniert, um im Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter bestehen zu können. Durch Zugang zu Weiterbildungsmaßnahmen und attraktive Vergütungsstrukturen sollen die Chancen erhöht werden, qualifizierte Mitarbeiter langfristig an die Gesellschaft zu binden. Das Risiko wird daher als gering beurteilt. Informationstechnologie Eine komplexe und leistungsfähige Informationstechnologie hat einen entscheidenden Einfluss auf die Steuerung operativer und strategischer Geschäftsprozesse. Daneben stellt der Umgang mit sensiblen Kundendaten einen wichtigen Teil des Tagesgeschäfts dar. Das unberechtigte Weitergeben solcher Daten könnte gegen Gesetze und Vorschriften verstoßen, wodurch Strafen, Reputations- und Kundenverluste eintreten könnten, was wiederum negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit hätte. Letzteres ist mit der neuen TKG-Novelle noch einmal verschärft worden. Es sind technische und organisatorische Vorkehrungen getroffen, um Risiken im Zusammenhang mit der Integrität, Verfügbarkeit und Vertraulichkeit der in den Informationssystemen gespeicherten Daten zu reduzieren. Gleichzeitig wird durch diese Informationssysteme eine effiziente Informationsverarbeitung angestrebt. Daneben sind sämtliche Steuerungssysteme und Datenspeicherungen nach branchentypischen Standards gesichert und haben Zertifizierungen gemäß ISO 27001 und 9001 durchlaufen. Der Fiber Konzern und somit auch die Gesellschaft sieht sich insbesondere als KRITIS-Unternehmen 8 der Bedrohung durch Cyber-Angriffe im Wesentlichen durch Phishing Mails ausgesetzt. Das Bewusstsein hat sich durch den Ukraine-Konflikt noch weiter erhöht. Allerdings wurde auf Konzernebene ein Security Operations Center eingerichtet, welches im Fall von Bedrohungen entsprechend Gegenmaßnahmen einleitet, sodass keine unbefugten Zugriffe und Datenverluste auftreten. Zusätzlich wurde ein Risikomanagementsystem eingerichtet, welches auch dokumentiert wird. Als KRITIS-Unternehmen verfügt der Konzern bzw. die Gesellschaft auch über ein SIEM-System (Security Information and Event Management). Dieses stellt eine Sicherheitssystem dar, das zentral alle Logs mit allen relevanten Informationen und Meldungen überwacht, auswertet, in Echtzeit über Angriffe informiert und so den Sicherheitsstandard erhöht. Zum Schutz des ausschließlich autorisierten Systemzugriffs, werden alle Dienste über eine "Active Directory" gesteuert. Abschließend kümmert sich der Bereich Datenschutz um die Pflege sowie das Bewusstsein für personenbezogenen Datenschutz und wird in sämtliche Prozesse integriert, die personenbezogene Daten verarbeiten. Das Risiko wird daher als gering beurteilt. Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen Die Gesellschaft überwacht und steuert seine finanziellen Risiken. Dabei ist das vorrangige Ziel die Bestandssicherung des Unternehmens durch die Gewährleistung der jederzeitigen Zahlungs- und Finanzierungsfähigkeit. Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken können entstehen, wenn die Gesellschaft die notwendigen Finanzmittel nicht beschaffen könnte, um seine fälligen Verpflichtungen fristgerecht und uneingeschränkt zu begleichen. Ein konzerninterner Finanzausgleich zum einen durch Intercompany-Darlehen und zum anderen durch den Ausgleich konzerninterner Verrechnungen ermöglicht die Steuerung des Finanzierungsbedarfs je Konzerngesellschaft. Aus dem stabilen und weitgehend konjunkturunabhängigen Geschäftsmodell werden planbare Umsätze und Cashflows erwartet, die so finanzielle Spielräume eröffnen, um den Glasfaserausbau voranzutreiben und Maßnahmen zur Erhöhung der Penetration durchzuführen. Der Fiber Konzern hat am 13. Dezember 2021 eine neue Refinanzierung in Höhe von bis zu Mio. EUR 5.750,0 abgeschlossen, wovon die erste Teil-Tranche von Mio. EUR 3.000,0 mit Closing am 11. Januar 2022 eingegangen ist. Hiervon hat der Konzern Mio. EUR 2.549,0 zur Tilgung der bestehenden drei Kreditfaziliäten und Bezahlung der Transaktionskosten der Refinanzierung verwendet. Die Konditionen der Refinanzierung sind aus Sicht des Konzerns attraktiv und haben ESG-bezogene Elemente bezüglich der Bemessung der Verzinsung im Zeitablauf. Vor dem Hintergrund der attraktiven Ausgestaltung des neuen Kreditvertrages geht die Konzernleitung davon aus, dass die jederzeitige Zahlungsfähigkeit bis zum Geschäftsjahr 2025 gesichert ist. Mit der Refinanzierung wurde ein starkes Fundament für weiteres Wachstum auf Konzernebene, aber auch auf Ebene der Einzelgesellschaften geschaffen. Der Fiber Konzern hat seine Fremdkapital-Ziehungsvolumina von Mio. EUR 3.025 auf bis zu Mio. EUR 5.750. ausgebaut. Die Hauptkomponente stellt ein Darlehen (Term Facility) von bis zu Mrd. EUR 3 dar, wie zuvor beschrieben. Zudem beinhaltet die Transaktion eine Investitionsfazilität (Capex Facility) über bis zu Mrd. EUR 2,5 sowie eine revolvierende Kreditlinie von Mio. EUR 250. Außerdem stellen die Darlehensgeber eine zusätzliche Kreditlinie (uncomitted Accordion Facility) in Höhe von Mrd. EUR 1,5 in Aussicht. Darüber hinaus werden Bürgschaften und Kautionsversicherungen, um Sicherheitsleistungen für Vertragserfüllung und Gewährleistungen an Gemeinden und Kommunen zu garantieren genutzt. Aufgrund der zu erwartenden zunehmenden Baukapazität und der neuen TKG-Novelle ist davon auszugehen, dass die Sicherheitsleistungen, die von Kommunen eingefordert werden können, künftig steigen werden. Der Fiber Konzern hat sich entsprechende Linien mit Banken und Versicherungen genehmigt und verfügt über hinreichende Obligos. Vor diesem Hintergrund beurteilen wir das Risiko als moderat. Ausfallrisiken Ausfallrisiken können sich ergeben, wenn ein Kunde seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann. Diesen Risiken begegnet die inexio, indem sie Außenstände fortlaufend durch das Debitorenmanagement überwacht und beitreibt. Dennoch können in Ausnahmefällen trotz getroffener Vorsorgemaßnahmen finanzielle Belastungen aus Forderungsausfällen nicht ausgeschlossen werden. Die Corona Pandemie hatte bislang nur leichte Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden. Zurzeit beurteilen wir das Risiko als gering. Risiken aus Rechtsstreitigkeiten Die Gesellschaft ist rechtlichen Risiken in Form von Schadensersatzforderungen und Rechtsstreitigkeiten ausgesetzt und Partei einiger weniger gerichtlicher und außergerichtlicher Verfahren mit Kunden. Erkennbare Risiken werden durch Versicherer gedeckt beziehungsweise sofern entsprechende Voraussetzungen vorliegen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zurzeit beurteilen wir das Risiko daher als gering. Zusammenfassende Darstellung der Risiko- und Chancenlage Die Gesellschaft kontrolliert und steuert fortlaufend die Einflüsse der beschriebenen Risiken und Chancen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Aus derzeitiger Sicht ergibt sich aus den bekannten Risiken keine Bestandsgefährdung der Gesellschaft. Prognosebericht Nach dem weltweiten Konjunkturanstieg von 5,9 % im Jahr 2021 prognostizierte der Internationale Währungsfonds im IMF World Economic Outlook mit Stand vom 25. Januar 2022 eine Abkühlung auf 4,4 % Wachstum in 2022. In der am 19. April 2022 herausgegebenen Prognose des Internationalen Währungsfonds wird sich das globale Wachstum voraussichtlich auf 3,6 Prozent in den Jahren 2022 und 2023 abschwächen. Das sind 0,8 bzw. 0,2 Prozentpunkte weniger für 2022 und 2023 als im Januar prognostiziert. Aktuelle Prognosen der OECD zeigen weiter rückläufige Wachstumserwartungen von nur noch 3,0 bzw. 2,8 % in 2022 und 2023. Im Hinblick auf die Entwicklung der COVID-19-Situation verbleibt das Risiko erneuter Mobilitätsbeschränkungen aufgrund neuer Varianten oder Ausbreitung des Virus. Steigende Energiepreise und Versorgungsunterbrechungen in den internationalen Lieferketten sorgen zusätzlich für eine höhere und breiter angelegte Inflation als erwartet. Der Ukraine-Konflikt stellt ein zusätzliches Risiko für eine weitere Erhöhung der Inflation dar. Russland ist weltweit einer der führenden Öl- und Erdgasproduzenten. Deutschland bezieht mehr als die Hälfte seines Erdgases aus Russland. Neben der Lieferung von Energie, könnte auch die Lieferung von Grundnahrungsmitteln an Westeuropa durch die Krise gefährdet werden. Die Belegung Russlands mit Sanktionen sowie die Genehmigung des Betriebes der Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 unter Vorbehalt zu stellen, dürfte einen weiteren Anstieg der Energiepreise verursachen. Die Unternehmensplanung einschließlich der Pläne zum Glasfaserausbau beruhen nicht auf Materialien und/ oder Prozessen, die aus Russland oder der Ukraine bezogen werden. Außerdem stammt die große Mehrheit der Arbeitskräfte unserer Baupartner für den Netzausbau aus EU-Ländern, da die Hürden für die Erteilung von Arbeitsgenehmigungen für Arbeitnehmer aus Nicht-EU-Ländern wesentlich höher sind. Der Konzern geht insofern davon aus, dass der Konflikt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat. Durch den Konzern wurden für den Netzausbau feste Preise vereinbart, was in der kurz- und mittelfristigen Sicht zu gesicherten Preisen führt. Auf der Erlösseite gibt es bisher keine Änderungen. Sollten sich Kostensteigerungen im Laufe des Geschäftsjahres bemerkbar machen, kann sich dies auch auf Preiserhöhungen in den Tarifen widerspiegeln. Der Zugang zu Impfstoffen spaltet nach Einschätzung des Internationale Währungsfonds (IWF) die globale Erholung in zwei Blöcke. Auf der einen Seite stehen viele Industrieländer, die sich dank Impffortschritten auf eine Normalisierung freuen können. Auf der anderen Seite stehen viele Entwicklungs- und Schwellenländer, die immer noch gegen hohe Infektions- und Todeszahlen ankämpfen. Entsprechend senkte der Fonds seine Konjunkturprognose für etliche Entwicklungs- und Schwellenländer, während für viele Industrieländer die Aussichten aufgrund der Impffortschritte und staatlichen Mehrausgaben heraufgesetzt wurde. Entwicklung der Weltwirtschaft: Prognose 2022 bis 2023 (in %)
* Quelle: IMF World Economic Outlook Update
April 2022
Für Deutschland war erwartet worden, dass ab dem Frühjahr 2022 die Pandemie wieder soweit zurückgehen werde, dass es, auf Basis von sich weiter verbessernden Arbeitsmarktbedingen und sinkender Unsicherheit, zu einer Stärkung der privaten Konsumnachfrage kommen würde. 9 Die Auswirkungen des Ukraine-Konflikts und deutlichen Inflationstendenzen schlagen sich jedoch in den aktuellen Prognosen der OECD für Deutschland in wiederum niedrigeren Wachstumserwatungen von 1,9 bzw. 1,7 % für die Jahre 2022 und 2023 nieder. Die digitale Wirtschaft in Deutschland wächst bislang als Folge der Corona-Pandemie. Wie Berechnungen und Erhebungen des Branchenverbandes Bitkom und des Ifo-Instituts zeigten, wurde bereits im ersten Halbjahr 2021 ein Bitkom-Ifo-Digitalindex von 40,5 Punkten erreicht. Dieser Wert stellt ein Allzeithoch dar. Für das Geschäftsjahr 2022 prognostiziert der Branchenverband Bitkom, dass sich das Marktvolumen des ITK-Gesamtmarktes auf Mrd. € 184,9 steigern wird, was einer Wachstumsrate von 3,6 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit wird für die Branche ein stabiles Wachstum in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld erwartet. Insbesondere wird der Bereich der Informationstechnik dazu beitragen (+5,9 %), doch auch im Bereich der Telekommunikation wird mit einem Wachstum des Marktvolumens auf Mrd. € 67,3 (+0,9 %) gerechnet. Das Wachstum resultiert dabei aus den Teilmärkten der TK-Infrastruktur und der Telekommunikationsdienste, für TK-Endgeräte wird ein leichter Rückgang erwartet. 10 Des Weiteren wurde das 2015 gestartete und 2018 aktualisierte Breitbandförderprogramm des Bundes erneut überarbeitet. Während das bisherige Förderprogramm auf unversorgte Gebiete (Übertragungsrate unter 30 Mbit/s) beschränkt war, sind nun auch Gebiete mit einer Versorgung unter 100 Mbit/s förderfähig. Die Aufgriffsschwelle soll Ende des Jahres 2022 dann gänzlich entfallen (sogenannte "Graue Flecken"), zumindest dort, wo keine Gigabit-fähige Infrastruktur vorliegt. Die geplanten Anpassungen der Breitbandförderung lassen erwarten, dass sich die Anzahl der förderungsfähigen Gebiete vervielfachen wird. Allerdings wird der Breitbandausbau in Deutschland weiterhin von den privatwirtschaftlichen Ausbauplänen der Breitbandbetreiber getragen. Der FttH-Ausbau wird zusätzlich durch den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung beflügelt. In Kapitel 2, das mit "Moderner Staat, digitaler Aufbruch und Innovation" betitelt ist, haben die Parteien formuliert: "Für die vor uns liegenden Aufgaben braucht es Tempo beim Infrastrukturausbau. Die Verfahren, Entscheidungen und Umsetzungen müssen deutlich schneller werden." Weiterhin wird konkretisiert: "Unser Ziel ist es, die Verfahrensdauer mindestens zu halbieren." Diese Aussage macht deutlich, dass sich die neue Regierung ambitionierte Ziele gesetzt hat. Auch bezogen auf das Geschäftsmodell der Deutschen Glasfaser Gruppe gibt es vielversprechende Aussagen und ein klares Bekenntnis dazu, dass der eigenwirtschaftliche Ausbau Vorrang hat, es eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaser (FttH) geben soll, für Tempo beim Infrastrukturausbau durch schlanke digitale Antrags- und Genehmigungsverfahren gesorgt werden sowie alternative Verlegetechniken normiert werden sollen. Vielversprechend ist auch der FDP-geführte, neue Zuschnitt des Verkehrsministeriums, der mit dem Bereich Digitale Infrastruktur verbunden sein wird und einen privatwirtschaftlich-liberalen Kurs verspricht. Mit dem Koalitionsvertrag wird deutlich, welch wichtigen Beitrag Infrastrukturdienstleister künftig haben; er bietet eine gute Indikation dafür, dass Wirtschaft und Politik in der kommenden Legislaturperiode den Glasfaserausbau in Deutschland tatsächlich maßgeblich voranbringen können. Die Ressourcen der Netzbetreiber sind durch den privatwirtschaftlichen Netzausbau weitestgehend ausgelastet. Das gilt sowohl für die zur Verfügung stehenden Investitionsmittel als auch für die personellen Ressourcen zur Ausbauplanung und die Baukapazitäten. Die Netzbetreiber stehen daher im Hinblick auf die zur Verfügung stehenden Kapazitäten vor großen Herausforderungen. Das Breitbandförderungsprogramm des Bundes sieht mit dem Graue-Flecken-Förderprogramm vor, Gebiete zu unterstützen in denen der Ausbau nicht lohnenswert ist. Dazu sollen rund Mrd. € 12 zur Verfügung gestellt werden. Ob die zusätzlichen öffentlichen Fördermittel der Bundesregierung dazu beitragen, die Versorgungslücken schließen zu können, oder ob der privatwirtschaftliche Ausbau dadurch eher an Dynamik verliert, bleibt abzuwarten. 11
9 Vgl. Sachverständigenrat: Jahresgutachten
2021/2022.
Alle Prognosen sind angesichts der Pandemie, der Zunahme der Infektionen Anfang 2022 in vielen Industriestaaten sowie dem Ukraine-Konflikt weiter mit Unsicherheit verbunden. Die Gesellschaft war nur in geringem Umfang von Zahlungsausfällen aufgrund der Pandemie betroffen. Die wesentlichen Herausforderungen lagen für die Gesellschaft zum einem im Glasfaserausbau, da die Gesellschaft mit 3G und zusätzlichen Hygienekosten entsprechende Vorkehrungen treffen musste. Zum anderen musste die Gesellschaft die Nachfragebündelung teilweise über Online-Informationsveranstaltungen durchführen bzw. durchführen lassen. Auf der anderen Seite kann auch in der Pandemie eine Chance für die Gesellschaft gesehen werden, denn unter Berücksichtigung von Faktoren wie Homeschooling und Home-Office hat die Pandemie gezeigt, wie wichtig eine schnelle und funktionierende Telekommunikationsinfrastruktur ist. Im Hinblick auf den Ukraine Konflikt geht das Management davon aus, dass sich keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit ergeben. Der Fiber Konzern und somit auch die Gesellschaft haben sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten beiden Jahren weiter zu wachsen und den Ausbau hochleistungsfähiger Glasfasernetze in Deutschland voranzutreiben. Dazu sollen weitere Glasfasernetze gebaut und Privathaushalte sowie Gewerbebetriebe an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Für die Gesellschaft bedeutet das als Ziel, dass sie ihre gute Stellung gegenüber dem Wettbewerb zu behaupten und auszubauen, neue Kunden zu gewinnen und die Penetration auf den bestehenden Netzen weiter zu erhöhen plant. Wo es der intensive Wettbewerb fordert, sollen FttC-Netze durch den Konzern mit FttH-Netzen ersetzt werden. Insofern wird die Gesellschaft perspektivisch Vermarktungspotential der FttC-Netze und somit Umsatz verlieren, was sich negativ auf das EBITDA auswirken wird. Dieser Verlust soll jedoch teilweise durch angestrebte höhere Penetrationen und damit einhergehende höhere Umsätze auf den bestehenden FttC-Netzen kompensiert werden. Es wird für 2022 für die Gesellschaft mit einem deutlichen Anstieg der HP, einem moderaten Anstieg des Kundenbestands und einer im wesentlichen konstanten Penetrationsrate gerechnet, bei einem moderaten Umsatz- und EBITDA-Wachstum für die Gesellschaft.
Saarlouis, 30. Juni 2022 inexio Breitband GmbH Geschäftsführung Thorsten Dirks Ruben Queimano Jens Müller Roman Schachtsiek Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021inexio Breitband GmbH, Saarlouis1 Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die inexio Breitband GmbH hat ihren Sitz in Saarlouis. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Saarbrücken unter HRB 19783 eingetragen. 2 Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB auf. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 der inexio Breitband GmbH, Saarlouis (im Folgenden kurz "inexio Breitband"), ist nach den einschlägigen Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt worden. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke ebenfalls teilweise an dieser Stelle gemacht. Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres im Vorjahr (1. Mai bis 31. Dezember 2020), sind die Zahlen des Berichtsjahres mit denen des Vorjahres nur eingeschränkt vergleichbar. Die dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 zugrunde liegenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr beibehalten worden bzw. werden Anpassungen im Nachgang an den relevanten Stellen erläutert. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind gem. § 266 Abs. 2 und 3 HGB bzw. § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) gegliedert. 3 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer (längstens 5 Jahre) planmäßig abgeschrieben. Die Geschäfts- oder Firmenwerte resultieren aus durchgeführten Verschmelzungen und wurden über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vorgenommen (3-30 Jahre). Die Nutzungsdauern der technischen Anlagen und Maschinen gliedern sich wie folgt:
Sie werden linear, Zugänge des Berichtsjahres pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben; solche mit Anschaffungskosten bis EUR 250 werden mit der Anschaffung als Aufwand erfasst. Abgänge erfolgen zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen. Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen werden zu Nominalwerten angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie solche gegen verbundene Unternehmen werden zu Nominalwerten abzüglich erforderlicher Einzel- und Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Der Posten umfasst antizipative Forderungen aus Kundenverträgen, soweit die zum Abschlussstichtag abrechenbaren Entgelte den Wert unterschreiten, der sich bei einer wirtschaftlich verursachungsgerechten Verteilung von Rabatten und Einmalzahlungen auf die Mindestvertragslaufzeit je Kundenvertrag ergibt. Der Ansatz der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zu Nominalwerten. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Stichtag berücksichtigt, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. Das Stammkapital beträgt EUR 1.800.000,00 und wird - wie die übrigen Posten des Eigenkapitals - zu Nominalwerten angesetzt. Im Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden Zuschüsse für den Netzausbau ausgewiesen, über deren Gewährung rechtskräftig beschieden wurde. Der Zugang wird erfolgsneutral bilanziert. Die Auflösung der gewährten Zuschüsse wird linear entsprechend der Nutzungsdauern der jeweils bezuschussten Telekommunikationsnetze vorgenommen und erfolgswirksam innerhalb des Postens sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung abgezinst. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite erhaltene Entgelte ausgewiesen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen. 4 Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens wird gesondert in einem Anlagenspiegel (letzte Seite des Anhangs) dargestellt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe sonstige Forderungen gegen Gesellschafter. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Abweichend vom Ausweis im Vorjahr wurden Forderungen gegen die Gesellschafterin aus Fördergeldern in Höhe von TEUR 934 innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen (i. Vj. Sonstige Vermögensgegenstände). Sonstige Vermögensgegenstände Abweichend vom Ausweis im Vorjahr wurden antizipative Forderungen aus Kundenverträgen in Höhe von TEUR 1.689 (i. Vj. TEUR 2.914) innerhalb des Postens sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen (i. Vj. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten). Rechnungsabgrenzungsposten Abweichend vom Ausweis im Vorjahr wurden die zuvor beschriebenen sonstigen Forderungen und passiven Rechnungsabgrenzungsposten auf Einzelvertragsebene saldiert ausgewiesen. Im Vorjahr waren abweichend davon gegenläufige Vertragssalden in Höhe von TEUR 1.141 unsaldiert als aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (TEUR 169) und Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 156). Sonstige Verbindlichkeiten Abweichend vom Ausweis im Vorjahr wurden aufgrund der bestehenden umsatzsteuerlichen Organschaft im Berichtsjahr TEUR 1.254 (i. Vj. TEUR 715) Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer als Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch übliche Eigentumsvorbehalte besichert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von insgesamt TEUR 21.164 (Vorjahr TEUR 19.450) entfallen in Höhe von TEUR 14.676 (Vorjahr TEUR 15.271) auf solche aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 6.488 (Vorjahr TEUR 4.178) auf sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betragen TEUR 15.010 (Vorjahr TEUR 12.882). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen nachfolgend aufgeführte finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Wartungs- und Leasingverträgen:
Wesentliche finanzielle Verpflichtungen resultieren aus Mietverträgen für betriebsnotwendige Gebäude (Büro- und Lagerflächen) und Mieten von Glasfaserstrecken zum Betrieb der Kommunikationsnetze ("Backbone") sowie über Leasing finanzierte Neuanschaffungen für Kraftfahrzeuge. Die Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betreffen ausschließlich Mietverträge, bei denen die Gesellschaft nach HGB Vorschriften nicht der wirtschaftliche Eigentümer der gemieteten Vermögensgegenstände ist (Operating Leasing). Die Verträge haben Laufzeiten von zwei bis zu zwanzig Jahren und beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen. Darüber hinaus besteht mit dem Mutterunternehmen eine Vereinbarung im Rahmen der Netzüberlassung mit unbestimmter Laufzeit, welche sich an der Kundenanzahl orientiert. Pro Kunde leistet die Gesellschaft einen Betrag von EUR 38,37 an das Mutterunternehmen. Unter Zugrundelegung des Kundenstands zum 31. Dezember 2021 in Höhe von 126.766, beläuft sich der monatliche Betrag für die Netzüberlassung auf TEUR 4.864. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse umfassen ausschließlich Erlöse mit Privatkunden aus Telekommunikationsleistungen (Telefonie und Internet) in Deutschland. Im Vorjahr wurde der Umsatz durch einen Sondereffekt aus der Umstellung der Umsatzrealisation (erstmalige Abgrenzung von Rabatten und Einmalentgelten über die Vertragslaufzeit) netto in Höhe von TEUR 1.609 erhöht. Im Berichtsjahr wurde hingegen nur die Veränderung der Abgrenzungen aufgrund der Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr bzw. zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 43 erlösmindernd erfasst. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Zuschüssen in Höhe von TEUR 186 enthalten. Materialaufwand Im Materialaufwand sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Netzüberlassung durch die inexio Informationstechnologie und Telekommunikation GmbH, Saarlouis (Mutterunternehmen), enthalten. Abschreibungen Die Abschreibungen des Geschäftsjahres umfassten außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 220 (i. Vj. TEUR 0). 5 Sonstige Angaben Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung der Gesellschaft gehörte im Geschäftsjahr an:
Angabe der Bezüge des Geschäftsführungsorgans Die Geschäftsführer üben hauptberuflich die Geschäftsführung dieser Gesellschaft sowie anderer Gesellschaften der Deutsche Glasfaser und inexio Unternehmensgruppe aus. Sie erhielten für die Tätigkeit bei der inexio Breitband kein Entgelt von der Gesellschaft. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die Angaben zu den Honoraren und Dienstleistungen des Abschlussprüfers erfolgt mit befreiender Wirkung im Konzernabschluss der Fiber TopCo GmbH, Monheim am Rhein. Angaben über Zahl der Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 58. Davon 28 männliche Angestellte und 30 weibliche Angestellte. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von verbundenen Unternehmen aufstellt, in die die Gesellschaft einbezogen wird, ist die Fiber TopCo GmbH, Monheim am Rhein. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Mit Vertragsabschluss am 13. Dezember 2021 hat die Deutsche Glasfaser Gruppe mit einem Kreditoren-Konsortium eine neue Finanzierung in Höhe von EUR 5,75 Mrd. abgeschlossen. Das Closing des Kreditvertrages erfolgte am 11. Januar 2022. Die Hauptkomponente stellt ein Darlehen von EUR 3 Mrd. dar. Die Finanzierung löst damit bestehende Darlehen ab. Im Hinblick auf den Ukraine Konflikt ist die Deutsche Glasfaser und inexio Gruppe nicht in den von Krieg und Sanktionen betroffenen Gebieten tätig und bezieht auch von dort keine Materialien, sodass sich keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschäft der Gruppe und der inexio Breitband ergeben. Gleichwohl handelt es sich hierbei um ein zusätzliches Risiko für eine weitere Erhöhung der Rohstoffpreise und der Inflation, welches mittelbar Effekte auf die Gruppe hat. ErgebnisverwendungsvorschlagAuf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags wird der Gewinn an die inexio Informationstechnologie und Telekommunikation GmbH, Saarlouis, abgeführt.
Saarlouis, den 30. Juni 2022 Thorsten Dirks, Geschäftsführer Jens Müller, Geschäftsführer Ruben Queimano, Geschäftsführer Roman Schachtsiek, Geschäftsführer Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am: 5. Juli 2022 Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die inexio Breitband GmbH, Saarlouis Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der inexio Breitband GmbH, Saarlouis, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der inexio Breitband GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 30. Juni 2022 KPMG
AG
Nölgen, Wirtschaftsprüfer Grittern, Wirtschaftsprüfer |
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