Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Scherer Feinbau GmbHLiquidiert
Marie-Curie-Straße 25, 63755 Alzenau, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Guido Dr. Ing. Hegener seit 28.5.2021 | Geschäftsführer |
Jochen Staudenmayer seit 28.12.2020 | Prokura |
Jonas Woern seit 27.11.2020 | Prokura |
Stefan Rüsges seit 21.2.2018 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Scherer Feinbau GmbHAlzenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014Bilanz zum 31. Dezember 2014Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Anhang für das Geschäftsjahr 20141. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der Scherer Feinbau GmbH, Mömbris, ist gemäß §§ 264 ff. HGB erstellt worden. Die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes werden angewandt. Bei der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Der Jahresabschluss der Scherer Feinbau GmbH, Mömbris, zum 31. Dezember 2014 baut auf dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2013 auf, der geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen wurde. 2. Angaben zu Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Im Einzelnen wurden die Vermögens- und Schuldposten wie folgt bewertet: Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände, im Wesentlichen Software, werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig über ihre voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von 3 - 5 Jahren abgeschrieben. Sachanlagevermögen Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 150,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und mit Anschaffungskosten bis zu EUR 1.000,00 gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten erfasst, der über fünf Jahre abgeschrieben wird. Erforderlichenfalls werden außerplanmäßige Abschreibungen wegen dauernder Wertminderung vorgenommen. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Unfertige Erzeugnisse werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert unter Berücksichtigung angemessener Abschläge für alle erkennbaren Einzelrisiken bewertet. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden stets, Gewinne nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Flüssige Mittel Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Anwendung eines Zinssatzes gemäß § 253 Abs. 2 HGB von 4,53 % p. a. (31. Dezember 2013 4,88 % p. a.) auf der Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens vom 9. Januar 2015 unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen auf Basis der Richttafeln Heubeck 2005 G und eines Rententrends von 1 % p.a. Steuerrückstellungen Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerzahlungen gebildet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Personalbezogene Rückstellungen werden auf Grundlage der anfallenden Personalaufwendungen kalkuliert. Gewährleistungsrückstellungen werden anhand einer Einzelbetrachtung der in Gewährleistung befindlichen Maschinen sowie auf Grundlage des erfahrungsgemäß durchschnittlich anfallenden Gewährleistungsaufwandes bewertet. Alle sonstigen Rückstellungen werden in Höhe der vermutlichen Inanspruchnahme dotiert. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen werden stets, Gewinne nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. Umsatzrealisierung Die Umsatzerlöse werden zu dem Zeitpunkt gebucht, zu dem die Erzeugnisse geliefert bzw. die Leistungen erbracht worden sind. Für nach diesem Zeitpunkt zu erbringende Restlieferungen bzw. Leistungen werden angemessene Rückstellungen gebildet. 3. Angaben zur BilanzAnlagevermögen Die Gesamtentwicklung des Anlagevermögens 2014 ist gemäß § 268 Abs. 2 HGB gesondert im Anlagespiegel wiedergegeben (Seite 7 des Anhangs). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsverpflichtungen sind durch die Abtretung von Rückdeckungsansprüchen gesichert worden. Das Deckungsvermögen von TEUR 92 wurde demzufolge nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den ihnen zugrunde liegenden Verpflichtungen in gleicher Höhe zu einem Saldo von TEUR 0 verrechnet. Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung der Rückstellung und aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen in Höhe von jeweils TEUR 5 wurden ebenfalls verrechnet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen Gewährleistungen (TEUR 1.758), Drohverluste (TEUR 675), Provisionen (TEUR 543), Nachbesserungen (TEUR 205), Konventionalstrafen (TEUR 515), Gutschriften (TEUR 151), ausstehende Rechnungen (TEUR 41) sowie Verpflichtungen für und gegenüber Mitarbeitern (TEUR 742). Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten und die von der Gesellschaft gestellten Sicherheiten sind im Verbindlichkeitenspiegel wiedergegeben (Seite 8 des Anhangs). Latente Steuern Bei den latenten Steuern aufgrund von unterschiedlichen Bilanzansätzen in Handels- und Steuerbilanz zum 31. Dezember 2014 bei sonstigen Rückstellungen ergibt sich bei Anwendung eines Steuersatzes von 27,4% ein Aktivüberhang von TEUR 195, der in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert wird. 4. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Aufgliederung nach Inland und Export:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von TEUR 222. Materialaufwand Die Vorjahresbeträge wurden angepasst. Fremdleistungen Produktion in Höhe von TEUR 919 wurden aus den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in die Aufwendungen für bezogene Leistungen umgegliedert. 5. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen und befristeten Mietverträgen für das Jahr 2015 in Höhe von TEUR 1.075 sowie TEUR 2.681 für Geschäftsjahre bis 2025. Die Verträge haben Restlaufzeiten von bis zu 120 Monaten. Arbeitnehmer Ohne Geschäftsführer und Auszubildende wurden im Jahresdurchschnitt 162 (i. V. 170) Mitarbeiter beschäftigt. Geschäftsführung Zu Geschäftsführern waren bestellt:
Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführungsorgane unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Name und Sitz des Mutterunternehmens Der Jahresabschluss der Scherer Feinbau GmbH, Mömbris, wird in den Konzernabschluss der Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf, einbezogen, der beim elektronischer Bundesanzeiger eingereicht wird. Abschlussprüferhonorar Auf die Angabe der Abschlussprüferhonorare nach § 285 Nr. 17 HGB wurde verzichtet, da beabsichtigt ist, die Angabe in den Konzernabschluss der Hoberg & Driesch GmbH für das Geschäftsjahr 2014 aufzunehmen. Gewinnverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2014 in Höhe von EUR 5.802.590,28 auf neue Rechnung vorzutragen.
Mömbris, den 31. März 2015 Die Geschäftsführung Frank Scherer Dennis Thiesen Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014
Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2014
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014der Scherer Feinbau GmbH, Mömbris1. Grundlagen des Unternehmens1.1 Geschäftsmodell, Ziele und Strategien Scherer Feinbau ist darauf spezialisiert, auf das Produkt maßgeschneiderte, pfiffige Prozesslösungen (Drehen, Messen, Handling, Verzahnen, Bohren) anzubieten, mit welchen der Kunde eine hohe Produktivität und Wirtschaftlichkeit erzielen kann. Das Unternehmen hat eine sehr gute Marktposition. Vertikale Drehautomaten werden auf dem europäischen Markt, auf welchem Scherer Feinbau aktiv ist, von namhaften deutschen Wettbewerbern angeboten. Aus den Umsätzen und der Anzahl der Wettbewerber lässt sich ableiten, dass der Markt für Vertikaldrehautomaten von sehr vielen namhaften Anbietern bedient wird und Scherer Feinbau vom Volumen her nur ein spezielles Segment von Produkten anbieten kann. Scherer Feinbau bietet am Markt 10 unterschiedliche Typen von Vertikaldrehautomaten an:
Mit diesem Maschinenprogramm können Werkstücke von ~Ø 10 mm bis ~ Ø 636 mm bearbeitet werden. Die Gesellschaft produzierte im Geschäftsjahr an folgenden Produktionsstätten: Werk 1 Frankenstraße 8, Mömbris mit Verwaltung Werk 2 Frankenstraße 14, Mömbris Werk 3 Frankenstraße 7, Mömbris Werk 4 Frankenstraße 3, Mömbris Werk 5 Bruchtannenstrasse 7, Kleinostheim Im März 2015 wurde die neue angemietete Produktionsstätte mit Verwaltung in Alzenau bezogen. Betriebsstätten unterhält die Gesellschaft keine. 1.2 Forschung und Entwicklung Schwerpunkte der Forschung und Entwicklung liegen in der Verbesserung der Fertigungsmethoden sowie der unter 4.3. dargestellten Neuentwicklung einer in die Drehmaschinen integrierten Schleiftechnologie, Frästechnik und Verzahntechnik. Hinsichtlich Produktstandardisierung ist eine allgemeine Standardisierung bereits erfolgt. Es werden z. B. bestimmte Bauteile in verschiedenen Baugruppen der Maschine eingesetzt bzw. verbaut. Eine weitere Standardisierung im Bereich Werkstückhandling, Automatisierung und Messtechnik ist allerdings erforderlich. Die zu bearbeitenden Toleranzen werden immer kleiner, die Anforderungen an die zu erzielenden Oberflächen steigen, daher wird einer der nächsten Schritte sein, eine in die Maschine integrierte Schleiftechnologie, sowie Verzahn- und Frästechnik zu entwickeln und anzubieten. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr stand weiterhin unter dem nicht überwundenen Einfluss der Euro-Krise. In dem für uns wichtigen Absatzmarkt Deutschland war weitgehend eine stabile Entwicklung in der für uns relevanten Automobilindustrie zu verzeichnen. Der Inlandsanteil war mit 63,7% (2013: 79,8%) weiterhin sehr stabil. Das Exportgeschäft entwickelte sich in den für uns relevanten Ländern, insbesondere China und Slowakische Republik, positiv. 2.2. Geschäftsverlauf 2.2.1 Auftragsbestand und Umsatzentwicklung Im Jahr 2014 war ein Anstieg beim Auftragseingang zu verzeichnen, der sich auf 42,2 Mio. EUR belief. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2014 betrug 44,3 Mio. EUR (2013: 49,9 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse entwickelten sich in der Vergangenheit wie folgt: 2011 30 Mio. € 2012 48 Mio. € 2013 42 Mio. € 2014 48 Mio. € Der Export in 2014 macht 36,3 % des Umsatzes aus (2013: 20,2 %) und geht vor allem nach China, in die Slowakische Republik und teilweise nach Tschechien, Ungarn, Spanien und Russland. 2.2.2 Beschaffung Die Gesellschaft fertigt nach Kundenauftrag. Es werden daher keine größeren Vorratsläger gehalten. Zur Qualitätssicherung von Einsatzgütern wurde im Rahmen der Zertifizierung eine Lieferantenbewertung eingeführt. 2.2.3 Personalbereich Im Unternehmen sind durchweg Facharbeiter mit abgeschlossener Berufsausbildung beschäftigt. Die Vergütung erfolgt durch Festlohn bzw. Gehalt. Die Facharbeiter werden kontinuierlich weitergebildet und geschult. Ende 2014 beträgt die Anzahl der Mitarbeiter (inklusive Geschäftsführer und Auszubildende) 180. Zurzeit wird im Einschichtbetrieb an 5 Tagen pro Woche gearbeitet. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Bedingt durch die positive Auftragsentwicklung in 2014 gegenüber 2013 erhöhte sich die Gesamtleistung gegenüber 2013 um 16,8 % auf 48,9 Mio. EUR. Aufgrund des unterproportionalen Anstiegs der Materialaufwendungen um 6,9 % und der um 1,7 Mio. EUR gestiegenen betrieblichen Aufwendungen (Personalaufwand +TEUR 292, Abschreibungen +TEUR 37, sonstige betriebliche Aufwendungen +TEUR 1.330), stieg das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 4,7 Mio. EUR (2013: 1,8 Mio. EUR). Nach Berücksichtigung der Steuern betrug der Jahresüberschuss 3,4 Mio. EUR (2013: 1,2 Mio. EUR). 2.3.2 Finanzlage Der operative Cash Flow belief sich auf -3,9 Mio. EUR in 2014 (2013: 1,6 Mio. EUR). Die Investitionen ins Anlagevermögen beliefen sich in 2014 auf TEUR 1.372. Davon entfielen für den Neubau TEUR 670. Die übrigen Investitionen betrugen TEUR 702. Den Investitionen stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 397 gegenüber. 2.3.3 Vermögenslage Die Bilanzsumme ist um 1,06 %, auf 48,6 Mio. EUR gestiegen. Erhöht haben sich auf der Aktivseite im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2.045 TEUR, das Anlagevermögen um 681 TEUR bei um 1.771 TEUR gesunkenen Forderungen gegen Gesellschafter sowie verringerten liquiden Mitteln. Auf der Passivseite war im Wesentlichen eine Erhöhung der Rückstellungen um 795 TEUR und der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um 1.661 TEUR bei um 4.315 TEUR verringerten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen und um 1.417 TEUR verringerten sonstigen Verbindlichkeiten, zu verzeichnen. Die Eigenkapitalquote hat sich von 16,0 % auf 22,9 % erhöht. Das Unternehmen hat sich überwiegend aus dem laufenden Geschäft der Chiron-Gruppe finanziert. 3. NachtragsberichtDie Gesellschaft hat im März 2015 die neue angemietete Produktionsstätte mit Verwaltung in Alzenau bezogen. Weitere wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Abschlussstichtag nicht eingetreten. 4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht4.1 Prognosebericht Für das Jahr 2015 ist ein Umsatz in Höhe von 56 Mio. EUR, eine Gesamtleistung von 50 Mio. EUR sowie ein Betriebsergebnis von ca. 3,0 Mio. EUR geplant. Der geplante Auftragseingang 2015 beträgt 44,0 Mio. EUR. 4.2 Risikobericht Im Maschinenbau mit seiner starken Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung besteht generell ein gesamtwirtschaftliches Risiko. Aufgrund der inzwischen gesenkten Konjunkturprognosen werden Umsatzsteigerungen wie in den vergangenen Jahren in den nächsten Jahren nicht möglich sein. Durch den inzwischen weltweiten Vertrieb wird das Marktrisiko in einzelnen Regionen als gering eingestuft. Weitere Risiken ergeben sich bei der Einhaltung von Lieferzeiten sowie bei der Beschaffung von qualifiziertem Personal. Derzeit sieht sich die Gesellschaft den Risiken vor allem auch durch die Einbindung in die Konzernstruktur der Chiron-Gruppe gewappnet. Zusätzlich ist eine Erweiterung unseres Lieferprogramms geplant. 4.3 Chancenbericht Chancen werden in den ausländischen Märkten durch Ausweitung der Vertriebsaktivitäten gesehen. Durch die Einbindung in die Chiron-Gruppe geht die Geschäftsleitung davon aus, dass im Ausland neue Märkte erschlossen werden können. Daneben sieht die Gesellschaft durch die Neu- und Weiterentwicklung von Maschinen Potential für die Zukunft. 1. Marktchancen der angebotenen Produktpaletten VDZ 100 Zur Zeit kleinster doppelspindliger vertikaler Drehautomat, schließt eine Marktlücke im Bereich Nachbearbeitung kleiner Bauteile. Marktchancen: sehr gut Wettbewerb: gering bisheriger Kundenkreis:
VDZ 220 und VDZ 220 DS Sehr kompakter, leistungsstarker Doppelspindler, der sich in der Automobilindustrie und bei deren Zulieferbetrieben einen Namen gemacht hat. Marktchancen: sehr gut Wettbewerb: stark Neu VDZ 320 und VDZ 320 DS Die multifunktionell einsetzbare Fertigungszelle zum Drehen, Bohren, Fräsen, Verzahnen und Schleifen von Bauteilen. Zur Bearbeitung von folgenden Werkstücken:
Marktchancen: gut Wettbewerb: gering VDZ 420 und VDZ 420 DS Größte Baureihe von Scherer Feinbau, die auf Anhieb bei namhaften Kunden platziert werden konnte. Damit werden z.B. folgende spezifische Werkstücke bearbeitet:
Marktchance: sehr gut Wettbewerb: gering Wellenmaschine WDZ 250 - Wellendrehzentrum Die Wellenmaschine ist eine sehr wichtige und interessante Produkterweiterung, welche neue Anwendungsfälle und neue Kunden erschließt, die mit dem bisherigen VDZ-Programm nicht abgedeckt werden konnten. Mit der Maschine können Wellen bis ~ 1000 mm Länge bearbeitet werden. Damit verbunden ist eine wirtschaftliche Technologieerweiterung wie z. B.
Die Maschine wurde auf dem Markt sehr gut angenommen. Markchance: sehr gut Wellenmaschine WDZ 350 - Wellendrehzentrum Wellendrehzentrum mit integrierter Abwälzfrästechnik. Markchance: sehr gut Neuentwicklung der Wellenmaschine WDZ 160 - Wellendrehzentrum Ende 2015 ist geplant diese Neuentwicklung auf dem Markt zu bringen.
Mömbris, den 31. März 2015 Die Geschäftsführung Frank Scherer Dennis Thiesen Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Scherer Feinbau GmbH, Mömbris, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Scherer Feinbau GmbH, Mömbris, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Düsseldorf, den 31. März 2015 Warth
& Klein Grant Thornton AG
Dipl.-Kfm. Wolfgang Pätzold, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. Dirk Bauer, Wirtschaftsprüfer |
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