Barteroder Feinkost GmbHLiquidiert

An der Auschnippe 1, 37139 Adelebsen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Göttingen HRB 3890
Eingetragen
12.10.1998
Branche
Herstellung von Würzmitteln und SoßenHerstellung von FertiggerichtenHerstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Suppenspezialitäten und Fertiggerichten.

Historie

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Management

NameRolle
Thomas-Detlef Loibl
seit 12.4.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Thomas Loibl e.K.
Germany
292.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Barteroder Feinkost GmbH

Barterode

Jahresabschluss zum 31.12.2012

Lagebericht zum 31.12.2012

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Unternehmensstruktur, Geschäftstätigkeit

Die Barteroder Feinkost GmbH wurde am 12.05.1978 gegründet und hat ihren Sitz in Barterode im Landkreis Göttingen.

Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit liegt in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von Suppen- und Saucenspezialitäten sowie Fertiggerichten in der Konserve, im Glas oder als Tiefkühlkost an den deutschen und europäischen Lebensmittelhandel. Fundament des Markterfolges sind die Kreativität und Qualität der Produkte in zukunftsträchtigen Nischensegmenten.

Das Sortiment umfasste 2012 Produkte der Gourmet-Marken Indonesia, Teufels-Küche, NoWonder, Barteroder Feinkost & Witzigmann sowie Quadriga. Im ersten Quartal 2012 fand der Launch der Kindermarke "Löffelbande" und der Tiefkühl-Eintopfmarke "Heutaler" statt.

Ferner entwickeln und produzieren wir für den namhaften deutschen Lebensmittelhandel Premium Private Label Produkte in der Konserve oder im Glas.

Durch konsequentes Ausnutzen von Marktnischen verfügen wir über eine ausgewogene Produktstruktur, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht.

Ständige Kontroll- und Rationalisierungsmaßnahmen auf allen Fertigungsstufen sichern den hohen Qualitätsstandard, der eine wesentliche Grundlage für den Markterfolgt unserer Produkte bildet. Dieser Standard wird jährlich durch unabhängige Auditoren, vor allem im Rahmen der International Food Standard Zertifizierung, geprüft.

Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft

Die deutsche Wirtschaft ist 2012 um 0,9 gewachsen. Die Ausgaben der Konsumenten sind nur leicht gestiegen (Quelle: Statistisches Bundesamt). Insgesamt war 2012 für die Lebensmittelwirtschaft ein schwieriges Jahr. Der unvermindert harte Preiswettbewerb bei steigenden Rohstoffkosten setzte sich fort.

Entwicklung der Branche

Das für uns bedeutsame Marktsegment an Nass-Fertiggerichten (u.a. Nass-Suppen- und Eintöpfe in der Konserve) verzeichnete auch 2012 einen leichten Umsatz-Rückgang von 1,9%. (Quelle: Verband kulinarischer Hersteller) Gründe liegen unter anderem in Käuferwanderungen von Konservenprodukten zu gekühlter Frische sowie die insgesamt sinkende Nachfrage aufgrund starker Konkurrenz von "Außer-Haus-Snacking".

Einschätzung der Unternehmensleitung

2012 war für die Barteroder Feinkost wieder ein Jahr mit großen Herausforderungen. Die Geschäftsentwicklung der Barteroder Feinkost GmbH war insgesamt nicht zufriedenstellend.

Umso nachdrücklicher haben wir in Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern daran gearbeitet, Kosten zu senken, Produktionsbereiche zu erweitern, innovative Produkte zu entwickeln, interne Abläufe effizienter zu gestalten und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Trotz dieser Anstrengungen konnten die eigenen Ziele nicht erreicht werden.

Positiv dagegen entwickelten sich unsere Marken Barteroder Feinkost und die Traditionsmarke Indonesia. Die Zuwachsraten bei beiden Premiummarken in einem rückläufigen Absatzmarkt bestätigen erneut unsere Kernkompetenz in der Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Premium-Spezialitäten.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr mit einem Jahresfehlbetrag von T€ 756. Grund hierfür sind unter anderem nicht realisierten Umsatzerlöse, sowie aufgrund der Expansionsstrategie Kosten für Werbung, externe Arbeiten und Personal.

Finanzlage

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr ausreichend, um die fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen. Hierzu stehen Kreditlinien zur Verfügung.

Wir rechnen damit, auch künftig unsere finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können.

Vermögenslage

Das Eigenkapital erhöhte sich um T€ 394 (49,6 %) auf T€ 791 (Vj: T€ 397). Daraus ergibt sich eine EK Quote von 10,23 % (Vj: 5,02 %). Die Erhöhung des Eigenkapitals basiert trotz des Jahresverlustes auf dem Zugang von stillem Kapital, dass nachrangig und langfristig zugeflossen ist.

Zum Bilanzstichtag belief sich die Bilanzsumme der Barteroder Feinkost GmbH auf T€ 7.736 und bleibt nahezu auf dem Vorjahresstand von T€ 7.904. Von der Bilanzsumme entfallen 59,35 % auf das Anlagevermögen. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahr von 18,33 % Punkte. Weitere 20,52 % der Bilanzsumme entfallen auf Vorräte.

C. Prognosebericht

Voraussichtliche Entwicklung mit ihren Chancen und Risiken

Unvorhersehbare, nicht vom Unternehmen zu beeinflussende, Entwicklungen und Risiken erschweren jede Prognose. Aus heutiger Sicht erscheint folgende Prognose als realistisch:

Die Geschäftsleitung rechnet im Zuge der Unternehmensfortführung in den kommenden zwei Jahren mit einer deutlichen Umsatz- und Ertragssteigerung. Die Steigerungsraten werden durch die Gewinnung neuer Kunden, dem Ausbau der Distribution, der Etablierung neuer in 2012 entwickelter Produkte sowie der konsequenten Fortführung der Maßnahmen zur Effizienzsteigerung erzielt werden.

Diverse Fleischskandale haben den Fertiggerichte Herstellern negative Schlagzeilen und einen großen Imageverlust beschert. Durch die konsequente Anwendung des International Food Standard und der Weiterentwicklung unseres Qualitätsmanagementsystemes auf dem Niveau "Higher Level" gewährleisten wir eine hohe Produktqualität und sichern uns damit das Vertrauen von Abnehmern und Verwendern.

D. Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Die Barteroder Feinkost GmbH hat für das Erkennen wesentlicher Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage haben könnte, ein qualifiziertes Kontrollmanagement im Rahmen der Unternehmensplanung implementiert.

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderungsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Für die wesentlichen Rohstoffe werden Kontrakte abgeschlossen, um diese Risiken abzumildern.

Durch die Einstellung zusätzlicher Mitarbeiter an exponierten Positionen sowie Investitionen in neue Produktionstechnik werden mögliche Ausfallrisiken reduziert.

Konzentration auf der Abnehmerseite

Branchenbedingt bestehen Konzentrationen auf der Abnehmerseite. Diesen begegnen wir durch die Erschließung neuer Absatzkanäle.

Personalrisiken

Die Barteroder Feinkost GmbH ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen. Um diesem Risiko entgegenzuwirken werden unsere Mitarbeiter andauernd geschult und weitergebildet um die fachliche Kompetenz zu sichern.

E. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind wie folgt eingetreten:

Erweiterung der Produktionslinie

Weitere Bauabschnitte für neue Produktionslinien konnten in Betrieb genommen werden.

Erhöhung der liquiden Mittel zur Finanzierung der Umsatzsteigerung

Für die Finanzierung der zu erwartenden Umsatzsteigerungen wurde von den Banken ausreichende Linien zur Verfügung gestellt. Im Zuge unserer Expansionsstrategie und den damit verbundenen stark steigenden Umsätzen hat das Unternehmen zur Steigerung der Liquidität eine Landesbürgschaft erhalten.

Steigende Umsatz und Ertragsprognose

Für das Jahr 2013 erwarten wir auf Basis der erfolgreich umgesetzten Neuentwicklungen einen starken Anstieg des Umsatzes und des Ertrags.

 

Barterode, 28. August 2013

gez. Thomas Loibl

(verkürzte) Bilanz zum 31.12.2012

Aktiva

    Geschäftsjahr   Vorjahr
  Euro Euro Euro Euro
A. Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände   71.049,50   95.164,50
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke und Bauten 1.697.877,50   1.801.758,50  
2. Technische Anlagen und Maschinen 861.973,00   969.782,00  
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 336.624,50   365.239,50  
4. geleistete anzahlungen und Anlagen im Bau 140.596,58 3.037.071,58 17.725,21 3.154.505,21
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 7.669,38   7.669,38  
2. sonstige Ausleihungen 1.475.146,66   550.000,00  
davon an Gesellschafter EUR 1.475.146,66 (EUR 550.000,00)        
3. Genossenschaftsanteile 800,00 1.483.616,04 800,00 558.469,38
    4.591.737,12   3.808.139,09
B. Umlaufvermögen        
I. Vorräte   1.587.394,81   1.868.129,49
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände   823.335,85   868.285,98
davon gegen Gesellschafter EUR 692.363,55 (EUR 676.842,27)        
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten   681.857,98   1.307.985,98
    3.092.588,64   4.044.401,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten   12.729,49   20.956,87
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung   38.842,06   30.386,26
Summe   7.735.897,31   7.903.883,67

Passiva

       
  Euro Geschäftsjahr
Euro
  Vorjahr
Euro
A. Eigenkapital        
I. Gezeichnetes Kapital 292.000,00   292.000,00  
nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -6.435,41   -6.435,41  
II. Kapital des atypisch stillen Gesellschafters 1.150.000,00   0,00  
III. Gewinnrücklagen 0,00   18.725,84  
IV. Bilanzverlust / Bilanzgewinn -645.041,85 790.522,74 92.349,10 396.639,53
B. Rückstellungen   642.801,63   479.361,79
C. Verbindlichkeiten        
1. Einlagen stiller Gesellschafter 1.450.000,00   850.000,00  
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.006.480,28   4.312.841,17  
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.333.227,44   1.174.091,29  
4. Sonstige Verbindlichkeiten 512.865,22 6.302.572,94 690.949,89 7.027.882,35
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 58.850,76 (EUR 0,00)        
nahestehende Personen EUR 398.897,26 (EUR 425.437,50)        
nahe stehende Personen m. Nachrangabrede EUR 0,00 (EUR 176.750,00)        
- davon aus Steuern EUR 15.984,94 (EUR 18.433,38)        
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 2,28 (EUR 641,83)        
Summe   7.735.897,31   7.903.883,67

(verkürzte) Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2012

  2012 2011
  Euro Euro Euro Euro
1. Rohergebnis nach § 276 HGB   7.690.026,68   7.871.664,72
2. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 2.029.909,13   2.063.771,14  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 409.955,47 2.439.864,60 390.567,74 2.454.338,88
- davon für Altersversorgung EUR 15.349,84 (EUR 15.340,30)        
3. Abschreibungen auf immatrielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   297.630,85   219.880,79
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen   5.176.259,14   4.675.071,00
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   77.786,86   65.421,88
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   609.558,64   512.968,62
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -755.499,69   74.827,31
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag   15,69   30,64
9. Sonstige Steuern   601,41   963,54
10. Jahresfehlbetrag (-)/ -überschuss   -756.116,79   73.833,13
11. Gewinnvortrag   92.349,10   18.515,97
12. Entnahme aus Gewinnrücklagen   18.725,84   0,00
13. Bilanzgewinn   -645.041,85   92.349,10

(verkürzter) Anhang zum 31.12.2012

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der generellen Ansatz- und Bewertungsvorschriften der §§ 246 ff. und §§ 252 ff. HGB sowie unter Berücksichtigung der für Kapitalgesellschaften darüber hinaus geltenden Sondervorschriften (§§ 264 ff. HGB) erstellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind teilweise im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Verbindlichkeiten gegenüber stillen Gesellschaftern wurden in einem gesonderten Posten erfasst.

2. ANGABEN ZU BILANZIERUNG UND BEWERTUNG

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Bewertung des Anlagevermögens liegen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zugrunde.

Bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, wurden die Anschaffungs-/Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer gemindert. Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern wurden die Abschreibungen über einen Zeitraum von 5 Jahren vorgenommen.

Die Vorräte wurden mit Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden zunächst Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungen wurden auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Von dem Beibehaltungswahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde Gebrauch gemacht. Die Rückstellungen für Pensionen wurden sodann mit Ansprüchen aus der Rückdeckungsversicherung saldiert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in ausreichender Höhe bemessen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

2.2 Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

3. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

3.1 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

In dem Posten Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sind Forderungen gegenüber einem Faktor in Höhe von 680.104,65 EUR (Vj: 1.297.208,85 EUR) enthalten.

3.2 Angaben zum Eigenkapital

Zur Stärkung der Eigenkapitalbasis wurde in 2012 eine atypisch stille Gesellschaft gegründet. Die atypisch stille Beteilungen ist hinsichtlich des Haftungsumfangs wie Stammkapital ausgestaltet. Das Kapital wurde daher unter dem Posten "Kapital des atypisch stillen Gesellschafters" dem Eigenkapital zugeordnet.

Die atypisch stille Gesellschaft wurde zum 30.12.2012 gegründet. Die atypisch stille Gesellschafter ist am Ergebnis, Vermögen und an den stillen Reserven beteiligt. Eine feste Verzinsung ist nicht vereinbart, die Verlustbeteiligung ist auf die Höhe der Einlage beschränkt. Die Gesellschaft kann erstmals mit einer Frist von 12 Monaten zum 31.12.2017 gekündigt werden. Die Gesellschafterin kann die Rückzahlung jedoch nur aus künftigen Überschüssen bzw. aus einem Liquidationsüberschuss verlangen.

3.3 Bruttoanlagenspiegel

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel zu entnehmen.

  Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2012 Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Um-
buchungen
EUR
kumulierte Abschrei-
bungen
EUR
Abschrei-
bungen 31.12.2012
EUR
Zuschrei-
bungen
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände              
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 244.559,04 0,00 0 0,00 173.509,54 24.115,00 0
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 244.559,04 0,00 0,00 0,00 173.509,54 24.115,00 0,00
II. Sachanlagen              
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.837.677,93 0,00 12.484,21 0,00 127.316,22 91.396,79 0
2. technische Anlagen und Maschinen 1.454.952,13 20.256,74 0,00 0,00 613.235,87 128.065,74 0
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 752.466,77 17.395,02 0,00 0,00 433.237,29 46.010,02 0
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 17.725,21 122.915,27 43,90 0,00 0 0 0
Summe Sachanlagen 4.062.822,04 160.567,03 12.528,11 0,00 1.173.789,38 265.472,55 0,00
III. Finanzanlagen              
1. Beteiligungen 7.669,38 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 550.000,00 925.146,66 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 800,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 558.469,38 925.146,66 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevemögen 4.865.850,46 1.085.713,69 12.528,11 0,00 1.347.298,92 289.587,55 0,00
  Buchwert 31.12.2012
EUR
Buchwert 31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 71.049,50 95.164,50
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 71.049,50 95.164,50
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.697.877,50 1.801.758,50
2. technische Anlagen und Maschinen 861.973,00 969.782,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 336.624,50 365.239,50
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 140.596,58 17.725,21
Summe Sachanlagen 3.037.071,58 3.154.505,21
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 7.669,38 7.669,38
2. sonstige Ausleihungen 1.475.146,66 550.000,00
3. Genossenschaftsanteile 800,00 800,00
Summe Finanzanlagen 1.483.616,04 558.469,38
Summe Anlagevemögen 4.591.737,12 3.808.139,09

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Ausleihungen, sind Ausleihungen an den Gesellschafter.

In Höhe von 925.146,66 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) sind die Ausleihungen mit einer Nachrangabrede ausgestattet.

3.4 Aktivierte Disagiobeträge

In den Rechnungsabgrenzungsposten wurde ein Disagiobetrag in Höhe von 7.559,84 EUR (Vj: 9.033,20 EUR) eingestellt.

3.5 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

In dem Posten "sonstige Rückstellungen" sind Rückstellungen für Rabatte und Boni enthalten.

Die Rückstellungen für Pensionen wurden mit Ansprüchen aus der Rückdeckungsversicherung saldiert.

Zur Bestimmung des Erfüllungsbetrags nach § 253 Abs. 1 HGB wurde die PUC-Methode angewandt. Der zugrunde liegende Rechnungszins beträgt 5,04 % p.a. Weiterhin wurden die Richttafeln der Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln als biometrische Annahmen zugrunde gelegt.

Der Erfüllungsbetrag beträgt 26.373EUR, der Zeitwert des Deckungsvermögens 68.164,06 EUR. Der Anschaffungsbetrag des Deckungsvermögens betrug 68.164,06 EUR.

3.6 Gliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten und der Sicherungsrechte

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit Sicherung Ver-
31.12.2012 31.12.2012
EUR
kleiner 1 J.
EUR
1 bis 5 J.
EUR
größer 5 J.
EUR
Betrag
EUR
merk
gegenüber stillen Gesellschaftern 1.450.000,00     1.450.000,00   3
  (850.000,00)     (850.000,00)    
gegenüber Kreditinstituten 3.006.480,28 1.852.857,71 128.893,78 1.024.728,79 3.006.480,28 1; 2; 3
  (4.312.841,17) (2.508.630,01) (595.118,78) (1.209.092,38) (4.312.828,29) 1; 2; 3
aus Lieferungen und Leistungen 1.333.227,44 1.333.227,44        
  (1.174.091,29) (1.174.091,29)        
sonstige Verbindlichkeiten 512.865,22 79.014,46   433.850,76    
  (690.949,89) (139.199,89)   (551.750,00)    
Summe 6.302.572,94 3.265.099,61 128.893,78 2.908.579,55 3.006.480,28  
  (7.027.882,35) (3.821.921,19) (595.118,78) (2.610.842,38) (4.312.828,29)  

Vorjahreswerte in Klammern

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Sicherungsübereignung Vorräte

3 = Bürgschaften

3.7 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Bestehen für

· Miet- und Pachtverträge von jährlich 240 TEUR; der Vertrag kann mit einer Frist von 6 Monaten zum Ende des Kalenderjahres gekündigt werden.

· Mietverträge von beweglichen Wirtschaftsgütern von jährlich 70 TEUR, die Verträge haben eine Ursprungslaufzeit von 5 Jahren und verlängern sich jeweils um 1 Jahr, wenn nicht 6 Monate vor Ablauf gekündigt wird. Die Raten mit einer festen Vertraglaufzeit von 4 Jahren betragen 276 TEUR und einer Restlaufzeit von 3 Jahren 17 TEUR.

· Leasingraten mit einer Laufzeit von bis zu 4 Jahren insgesamt in Höhe von 116 TEUR.

· Lizenzgebühren in Abhängigkeit vom Umsatz.

4. Sonstige Pflichtangaben

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 30.465,34 EUR (Vj: 32.92,00 EUR) ausgewiesen.

Auf die Angaben der Gesamtbezüge wurde im Hinblick auf die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

4.1 Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Thomas Loibl ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

4.2 Gewährte Vorschüsse und Kredite an Gesellschafter/Geschäftsführer

Zu den zu Gunsten des Gesellschafters/Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Kreditentwicklung Betrag
Stand bisheriger Kredite 1.223.992,27 EUR
Rückzahlungen im Berichtsjahr 593.500,84 EUR
Neuvergaben im Berichtsjahr 1.537.018,78 EUR
= neuer Kreditbestand 2.167.510,21 EUR

Die Kreditkonditionen betragen zwischen 1 % und 6 %. Sicherheiten wurden nicht gestellt. Restlaufzeiten betragen bis zu 3 Jahren.

Die Neuvergaben betreffen die an das Einzelunternehmen Thomas Loibl e.K. gewährten Kredite.

Die Forderungen in Höhe von 2.167.510,21EUR (Vj: 1.223.992,27) betreffen ebenso die Ausleihungen gegenüber Gesellschaftern.

4.3 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 52,75
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 60,25
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 113,00

4.4 Unterschrift der Geschäftsleitung

 

Barterode, 28. August 2013

gez. Thomas Loibl

Der Jahresabschluss wurde am 10.08.2013 von der Gesellschafterversammlung festgestellt.

Bestätigungsvermerk zum 31.12.2012

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den nachfolgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Barteroder Feinkost GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung, auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse, entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Göttingen, 13. August 2013

Advisus GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez.Harnald Henze, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss zum 31.12.2012

Die Angaben zur Ergebnisverwendung entfallen im Hinblick auf § 325 Abs. 1 S. 4 HGB.

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