Vfw GmbHLiquidiert

50678 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 60865
Eingetragen
19.7.2007
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenVermittlungstätigkeiten für die GüterbeförderungHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
1. Die Errichtung und der Betrieb von Rücknahmesystemen einschließlich Pfandsystemen zur Verwertung und Beseitigung von gebrauchten Produkten und deren Bestandteilen einschließlich Verpackung im Rahmen der Produktverantwortung von Herstellern und Vertreibern, weiterhin die Übernahme, Vermarktung und Verwertung von Abfällen, insbesondere zur Verwertung, wie z. B. von gebrauchten Transport- und Verkaufsverpackungen, gebrauchten Druckerzeugnissen. 2. Weiterhin die Tätigkeit eines Spediteurs, der es auf nationaler und internationaler Ebene übernimmt, Güter-, Kurier-, Expressund Paketsendungen gewerbsmäßig durch Frachtführer, im Selbsteintritt oder durch Verfrachter von Pkw, Lkw, Schiffen oder Flugzeugen für Rechnung eines anderen im eigenen Namen zu besorgen sowie die gewerbsmäßige Lagerung und Aufbewahrung von Gütern. 3. Weiterhin die Entwicklung, Errichtung und der Betrieb von elektronischen Systemen zur Geschäftsabwicklung, insbesondere dem Austausch von Informationen im Rahmen von Bestellungen und Retouren.

Historie

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Management

NameRolle
Henry Nawrath
seit 2.11.2012
Prokura
Geschäftsführer
Alexander Städtler
seit 18.6.2012
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

Vfw GmbH

Köln

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007

Vfw-Geschäfts- und Lagebericht
Rumpfgeschäftsjahr 1. Juni 2007 - 31. Dezember 2007

I. Darstellung des Geschäftsverlaufs

Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die Weltwirtschaft ist im Berichtsjahr um 3,7% gewachsen (Quelle: United Nations Information Service, Wien, UNIS/INF/255 vorn 8. Januar 2008). In den USA verdunkelten sich jedoch die Aussichten aufgrund der Subprimekrise. Rezessionssorgen trübten dort das Bild weiter ein. Das Wirtschaftswachstum in Europa entwickelte sich positiv, auch weil die Konjunktur in Deutschland weiter Tritt fassen konnte. Die Auswirkungen der Subprimekrise blieben für die Wirtschaft in Deutschland - soweit man vom Banken- und Finanzsektor absieht - im Jahr 2007 noch relativ gering.

Besonders hoch fielen die Zuwachsraten beim Wirtschaftswachstum wiederum in den osteuropäischen Staaten aus. Hintergrund dafür ist einerseits der immer noch immense Nachholbedarf bei Investition- und Konsumgütern aus der Zeit der Zugehörigkeit zum sowjetischen Macht- und Einflussbereich sowie die vergleichsweise geringen Personalkosten in diesen Ländern.

Von dieser insgesamt positiven Entwicklung profitierte auch Vfw GmbH.

Wichtige Themen im Rumpfgeschäftsjahr waren der geplante Markteintritt von Vfw als duales System. Vfw hat bis einschließlich September 2008 in allen 16 Bundesländern die sog. Feststellungserklärungen erhalten und somit die erforderlichen "Genehmigungen" zum flächendeckenden Betrieb von Vfw REPACK DS, dem Dualen System der Vfw, erhalten.

Der Gesetzgebungsprozess zur 5. Novelle der Verpackungsverordnung (VerpackV) wurde nach langwierigen und kontroversen Diskussionen auf politischer Ebene mit der Entscheidung des Bundesrates am 20.12.2007 weitgehend abgeschlossen. Die abschließende Veröffentlichung der 5. Novelle im Bundesgesetzblatt erfolgte am 4. April 2008. Die für Vfw wesentlichen Neuregelungen treten zum 1.1.2009 in Kraft. Die Formulierungen zu wichtigen Neuregelungen sind jedoch nicht präzis und bedürfen der Auslegung und Interpretation. Dieser Prozess, an dem sich Landes- und Bundesumweltministerien, Gutachter und Rechtsexperten beteiligen, dauert zum Berichtszeitpunkt noch an.

Diese angesprochene Branchenentwicklung bewog einige potenzielle Kunden im Bereich Vfw Selbstentsorgung zu einer weiterhin abwartenden Haltung, bis die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen endgültig geklärt werden können. Im Bereich der Dualen Systeme war die zweite Jahreshälfte durch einen äußerst harten Wettbewerb gekennzeichnet. Vfw konnte unter diesen Rahmenbedingungen deutlich weniger Kunden für Vfw REPACK DS gewinnen als geplant. Im Bereich Selbstentsorgung und Transportverpackungen führten Nachverhandlungen. mit Bestandskunden zu Preisnachlässen, die teilweise an Lieferanten aus der Entsorgungswirtschaft weitergegeben werden konnten.

Umsatz-, Mengen- und Ergebnisentwicklung

Die Vfw erzielte im Rumpfgeschäftsjahr einen Umsatz von 19,98 Mio. € in der Reverselogistik, der 3,3% über dein vergleichbaren Vorjahresumsatz der letzten sieben Monate in 2006 mit 19,34 Mio. € liegt.

Im folgenden wird bei Vorjahresvergleichen ebenfalls auf die letzten sieben Monate des Jahres 2006 Bezug genommen.

Im Geschäftsbereich Vfw REMEDICA wurde der anteilige Vorjahresumsatz von 4,957 Mio. € aufgrund höherer lizenzierter Mengen erneut deutlich übertroffen und stieg um 753 T€ auf 5,710 Mio. €, Vfw RESERVICE konnte trotz des schwierigen Marktumfeldes aufgrund der bevorstehenden 5. Novelle der Verpackungsverordnung von höheren Mengenmeldungen profitieren und liegt bei den Umsätzen bei einem stabilen Kundenstamm mit einem Umsatz von 5,860 Mio. € um 284 T€ über dem Vorjahreszeitraum. Auch bei Vfw RETURN liegt der Umsatz in Höhe von 3,140 Mio. € aufgrund der hohen Zahl gezählter Gebinde mit 853T€ um 37% über dem des Vergleichszeitraumes. Bei Vfw REBAT sind die Umsätze durch niedrigere Mengenmeldungen mit 654 T€ deutlich geringer als gegenüber dem Vorjahreszeitraum (829 T€). Die Umsätze im Bereich Vfw REWEEE (1,968 Mio. €) liegen ebenfalls unter denen im Vergleichszeitraum des Vorjahres (3,262 Mio. €), da die Zahl der Aufträge sank. Der Bereich Transportverpackungen liegt dagegen auf geringfügig höherem Niveau als im Vorjahrjahreszeitraum.

Die sonstigen betrieblichen Erlöse sind aufgrund der geringeren periodenfremden Erträge niedriger als im Vorjahr.

Die lizenzierten Mengen über alle Fraktionen sind von 106.002 to im Jahr 2006 auf 115.620 to im Jahr 2007 gestiegen. Bei den lizenzierten Mengen handelt es sich um die eines Mengenstromjahres, das dem Kalenderjahr entspricht. Der Verlauf der direkten Rücknahme- und Verwertungskosten in der Reverselogistik geht einher mit dem des oben beschriebenen Umsatzes. Die Vertragsabwicklungskosten liegen deutlich über dem Vorjahreszeitraum. Grund hierfür sind die hohen Anlauf- und Entwicklungskosten für das duale System der Vfw, die nicht durch die Senkung der Vertragsabwicklungskosten in den übrigen Bereichen kompensiert wurden. Die Personalkosten sanken durch die Ausgliederung des Geschäftsbereiches Kontraktlogistik mit den zugehörigen Mitarbeitern in eine eigenständige Gesellschaft zum 1. Juni 2007. Durch die stabile Mitarbeiterzahl im verbleibenden Bereich der Reverselogistik blieben die Personalkosten auf vergleichbarem Niveau. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Zahl der temporär eingesetzten Mitarbeiter stark verringert werden, wodurch die sonstigen Aufwendungen für Personal sanken. Die übrigen Gemeinkosten wurden erhöht durch die Weiterbelastung von Verwaltungskosten durch den Gesellschafter Reverse Logistics GmbH, bewegten sich im Übrigen aber im normalen Rahmen.

In Summe konnte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 2,570 Mio. € zu dem des vergleichbaren Vorjahres in Höhe von 2,799 Mio. € nicht übertroffen werden. Es ist jedoch nur eingeschränkt vergleichbar, da sich in vorhergehenden Zeiträumen noch der Bereich der Kontraktlogistik bei der Vfw befand. Nach wie vor erreicht die Vfw bezogen auf das Kalenderjahr, welches dem Vertragsjahr mit den Kunden entspricht, ein positives Ergebnis - mit Ausnahme von Vfw RETURN - in allen Geschäftsbereichen.

Die abschließende Zertifizierung des Mengenstroms für 2007 ist für das Selbstentsorgersystem der Vfw und für Vfw RETURN am 31.03.2008 durch die DEKRA Certification GmbH, Stuttgart, beides ohne Einschränkungen, erfolgt.

Investition und Finanzierung

Investition und Desinvestition:

Im Berichtszeitraum wurden materielle und immaterielle Anlagegüter im Wert von 506 T€ gekauft. Die Zugänge betreffen im Wesentlichen Anzahlungen für immaterielle Vermögensgegenstände, insbesondere der Entwicklung neuer Software und der Migration in ein neues ERP-System, ferner diverse PC-Hardware, hauptsächlich zum Ersatz bestehender Hardware. Die Klimaanlage zur Klimatisierung der EDV-Server wurde erweitert. In geringem Umfang wurden Büromöbel erworben. Die Abgänge betreffen hauptsächlich vier Flaschenzählmaschinen mit einem Restbuchwert von 531 T€ und die RETURN-Internetplattform. Ferner wurden 2 Pkws mit einem Restbuchwert von 0,5 T€ verkauft sowie mehrere Monitore/PCs verschrottet, die bereits abgeschrieben waren.

Finanzierung:

Von den beiden an die REMEDICA Verwaltungsgesellschaft mbH gegebenen Darlehen wurde eines vorzeitig in voller Höhe der Restschuld über 7,5 T€ und das zweite planmäßig im Berichtszeitraum getilgt. Desweiteren wurde der Vfw Health Care Logistics GmbH (HCL) ein langfristiges Darlehen in Höhe von 90 T€ gegeben, welches ebenfalls planmäßig getilgt wird.

Neben der bestehenden Bürgschaft gegenüber der Stadt Köln, den Straßenbau Max-Planck-Straße betreffend, wurden weitere Bürgschaften im Zusammenhang mit dem Aufbau des Dualen Systems an die Bundesländer Bayern, Saarland, Bremen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Berlin in Höhe von 981 T€ gegeben.

Die Vfw verfügte zum 31.12.2007 über liquide Mittel in Höhe von 6.898 T€. Liquide Mittel in Höhe von 3.051 T€ sind gebunden, da diese hauptsächlich für Dritte verwaltete Pfandgelder darstellen.

Personal

Zum 31.12.2007 waren bei der Vfw AG insgesamt 72 Mitarbeiter (ohne Mitgliedern der Geschäftsführung und Auszubildende) beschäftigt. Dies sind 20 Mitarbeiter weniger als am Ende des vorherigen Rumpfgeschäftsjahres zum 31.05.2007 im Wesentlichen wegen der Ausgliederung des Geschäftsbereiches Kontraktlogistik in eine eigenständige Gesellschaft. Von den 72 Mitarbeitern sind fünf teilzeitbeschäftigt. Im Durchschnitt beschäftigte die Vfw GmbH exklusive Geschäftsführern und Auszubildende für den Zeitraum vom 1. Juni bis 31. Dezember 2007 73 Mitarbeiter. Die Vfw GmbH wird von drei Geschäftsführern geleitet. Des Weiteren werden sieben Auszubildende (Vorjahr: 7) beschäftigt.

Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Änderung des Geschäftsjahres

In der außerordentlichen Gesellschafterversammlung vom 29. November 2007 wurde der Gesellschaftsvertrag der Vfw GmbH geändert. Es wurde beschlossen, das Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umzustellen. Daher wurde ein Rumpfgeschäftsjahr fair den Zeitraum vom 01.06.2007 bis zum 31.12.2007 gebildet. Einer Zustimmung des Finanzamts bedurfte diese Änderung nicht, die Änderung des Geschäftsjahres wurde aber mit Schreiben vom 12.12.2007 vom Finanzamt Köln-West zu Kenntnis genommen.

Neubesetzung der Geschäftsführung und Aufsichtsrat

Mit Wirkung zum 19.10.2007 schied Herr Clemens Reif aus der Geschäftsführung der Vfw aus. Herr Uwe Helmerking wurde mit Wirkung zum 11.10.2007 und Herr Achim Winter mit Wirkung zum 25.10.2007 als Geschäftsführer bestellt. Die Eintragungen in das Handelsregister erfolgten am 15.11.2007.

Herr Prof. Dr. Schaffer und Herr Prof. Dr. Riesenhuber haben ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Vfw GmbH zum 31.12.2007 niedergelegt. Eine Neubesetzung ist bis zum Berichtszeitpunkt nicht erfolgt.

Feststellung als duales System

Die Vfw GmbH hat am 10. September 2007 die letzte Feststellung als duales System, für das Bundesland Baden-Württemberg erhalten. Die vollumfängliche Feststellung aller Bundesländer und das Ziel der Flächendeckung wurde somit nach insgesamt 22 Monaten Vorbereitungszeit erreicht.

5. Novellierung der Verpackungsverordnung

Kernpunkt der Novelle ist, dass Verkaufsverpackungen für private Haushalte bei einem dualen System lizenziert werden müssen; Verkaufsverpackungen für gleichgestellte gewerbliche Anfallstellen werden in Zukunft bei einem dualen System oder alternativ bei einem Selbstentsorgersystem (Branchenlösung) lizenziert. Verkaufsverpackungen für großgewerbliche und industrielle Anfallstellen werden wie Transportverpackungen behandelt. Die verordnungskonforme Einrichtung von Branchenlösungen ist zukünftig von einem unabhängigen Sachverständigen zu bestätigen und in den einzelnen Bundesländern anzeigepflichtig. Einzelhändler, die Verkaufsverpackungen an der Verkaufsstelle vom privaten Endverbraucher zurücknehmen (Eigenrücknahme), haben zukünftig die Möglichkeit für diese Verpackungen entrichtete Lizenzentgelte von den Betreibern dualer Systeme zurückzufordern. Von den Erstinverkehrbringern von Verpackungen (Hersteller oder Handelsunternehmen) wird zukünftig jährlich eine Vollständigkeitserklärung (mit Testatpflicht) gefordert. Die Kennzeichnungspflicht für Verpackungen gem. VerpackV entfällt mit Inkrafttreten der 5. Novelle.

Die wesentlichen Neuregelungen treten zum 1.1.2009 in Kraft; die Regelungen zur Vollständigkeitserklärung treten bereits zum 1.4.2008 in Kraft.

Die Formulierungen zu wichtige Neuregelungen sind jedoch nicht präzis und bedürfen der Auslegung und Interpretation. Dieser Prozess, an dem sich Landes- und Bundesumweltministerien, Gutachter und Rechtsexperten beteiligen dauert zum Berichtszeitpunkt noch an.

Gemeinsame Stelle

Mit Gesellschaftsvertrag vom 9. August 2007 wurde eine "Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschland GmbH" mit Sitz in Köln gegründet. Die Vfw beteiligte sich an dem Stammkapital von 25 T€ mit 6,25 T€. Weitere Gesellschafter sind der Grüne Punkt - Duales System Deutschland GmbH, Köln, Interseroh Dienstleistungs- GmbH, Köln, Landbell Aktiengesellschaft für Rückholsysteme, Mainz, mit jeweils 6,25 T€ Stammeinlage. Die Einrichtung einer gemeinsamen Stelle ist in der Novelle zur Verpackungsverordnung vorgesehen. Gegenstand der Gesellschaft ist die Wahrnehmung der Aufgaben einer gemeinsamen Stelle gemäß Verpackungsverordnung, insbesondere die Ermittlung der anteilig zuzuordnenden Verpackungsmengen mehrerer Systembetreiber im Gebiet eines öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgers, die Aufteilung der abgestimmten Nebenentgelte sowie die wettbewerbsneutrale Koordination der Ausschreibungen. Die gemeinsame Stelle ist offen für den Beitritt weiterer Systembetreiber.

Die Abstimmungen mit dem Bundeskartellamt und die Beitrittsverhandlungen mit den weiteren, derzeit 5 Systembetreibern sind zum Berichtszeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Die Eintragung in das Handelsregister wurde noch nichtbeantragt.

Pfandclearing und Vfw RETURN

Wie am 23. März 2007 mit der CCR Tochtergesellschaft C Clearing GmbH vereinbart, wurden die Clearing Aktivitäten der Vfw an die C Clearing zum 1. August 2007 übergeben. C Clearing wurde als Subunternehmer der Vfw beauftragt, die Leistungen Forderungssteller, Forderungsstellerdienstleister und Pfandkontodienstleister durchzuführen. Weiterhin wurden C Clearing die übrigen Vfw RETURN Aktivitäten, insbesondere Logistik und Koordination des Betriebs der Zählzentren zum 31.12.2007/1.1.2008 übertragen

Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag sowie Dienstleistungsvertrag

Mit Datum vom 16.05.2007 hat die Vfw einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag unterzeichnet. Danach unterstellt die Vfw die Leitung Ihrer Gesellschaft der Reverse Logistics GmbH (RLG), München, und verpflichtet sich, den nach handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gewinn an die RLG abzufahren.

Mit Datum vom 14.05.2007 wurde weiterhin ein Dienstleistungsvertrag zwischen der Vfw und der RLG unterzeichnet. Danach übernimmt die RLG Dienstleistungen wie insbesondere die Leitung und die strategische Ausrichtung des Gesamtkonzerns.

EUGH -Entscheidung zur Teilmengenlizenzierung

Der europäische Gerichtshof hat am 24. Mai 2007 in erster Instanz beide seit 2001 anhängige Klagen des Dualen Systems Deutschland (DSD) gegen die EU-Kommission vor dem Europäischen Gerichtshof abgewiesen. Im Einzelnen handelt es sich um die Nutzung des Grünen Punktes im Rahmen der sogenannten Teiltmengenlizenzierung, zum Anderen um die Mitbenutzung der haushaltsbezogenen Sammelsysteme durch Wettbewerber des DSD. Letzteres hat mittlerweile Rechtsmittel gegen das Urteil im Bereich der Teilmengenlizenzierung eingelegt. Vfw ist weiterhin Streithelfer auf der Seite der Europäischen Kommission und hat im Herbst 2008 einen schriftlichen Vortag vor dem Europäischen Gerichtshof in der zweiten Instanz geleistet. Die mündliche Verhandlung vor dem EUGH war zum Berichtszeitpunkt noch nicht terminiert; sie wird von Vfw für die zweite Jahreshälfte 2008 oder die erste Jahreshälfte 2009 erwartet.

II. Darstellung der Lage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme lag im Berichtszeitraum bei 30.992 T€. Die immateriellen Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Software. Das RETURN Geschäft wurde von der Vfw im Ganzen an die C Clearing GmbH, München, zum Jahreswechsel veräußert. In diesem Zusammenhang wurde bei der nicht veräußerbaren RETURN Internetplattform eine Sonderabschreibung in Höhe von 665 TE durchgeführt. Sachanlagen wurden in Höhe von 9.530 T€ gehalten, davon 9.044 T€ für Grundstücke und Gebäude. Der Buchwert der Betriebs- und Geschäftsausstattung reduzierte sich durch planmäßige Abschreibungen. Darin enthalten sind Pkws, LKWs für den Carbogal-Service der Vfw Health Care Logistics GmbH, Köln, Transportmittel, Büromöbel und Lagerausstattung sowie Büromaschinen.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind unverändert. Ausleihungen an verbundene Unternehmen betreffen eine Ausleihung an die REMEDICA Verwaltungsgesellschaft mbH und eine an die Vfw Health Care Logistics GmbH. Zudem wurde in dem Rumpfgeschäftsjahr eine weitere Ausleihung an die REMEDICA Verwaltungsgesellschaft mbH vorzeitig vollständig getilgt. Die verbleibenden zwei Ausleihungen werden planmäßig zurückgezahlt. Die Beteiligungsbuchwerte sind unverändert.

Die Position Vorräte betrifft den Bestand an Behältern, Sammelsäcken und Kabelbindern, überwiegend für Vfw REMEDICA und Vfw RESERVICE und noch in geringem Umfang für Vfw RETURN, der notwendig ist zur Abwicklung von verbliebenen Aufträgen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich von 9.424 T€ auf 7.871 T€ vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf die Übertragung des Geschäftsbereichs Kontraktlogistik an die Vfw HCL zurückzuführen. Die darin enthaltenen Pauschalwertberichtigungen konnten um 10 T€ zurückgeführt werden. Die Einzelwertberichtigungen konnten ebenfalls um 49 T€ verringert werden.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen über 4.080 T€ beinhalten hauptsächlich Forderungen aus Lieferung und Leistung über 1.070 T€ (im Wesentlichen gegen C Clearing GmbH), Darlehen an RLG über 2.160 T€ sowie ein Darlehen an HCL über 800 T€ und dazugehörige Zinsforderungen über 13 T€. Im Vorjahr bestanden keine derartigen Forderungen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände über insgesamt 1.238 T€ (Vorjahr: 2.140 T€) betrafen im Wesentlichen Umsatzsteuer in Höhe von 486 T€ (Vorjahr: 416 T€) und Pfandforderungen in Höhe von 706 T€ (Vorjahr: 858 T€).

Das Barvermögen (Schecks, Kasse, Bankguthaben) konnte gesteigert werden und betrug 6.898 T€ zum Abschlussstichtag gegenüber 5.431 T€ zum 31.05.2007.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Versicherungszahlungen, für laufende Dienstleistungsverträge, Markenschutz und Sonstiges gebildet.

Auf der Passivseite blieb das Eigenkapital durch Abführung des Bilanzgewinns unverändert bei 14.820 T€. Gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklage und Gewinnrücklagen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Damit betrug das Eigenkapital 48% der Bilanzsumme. Das Eigenkapital stieg auf 156% des Anlagevermögens nach 124% zum 31.05.2007.

Bei den Rückstellungen konnten insbesondere die Rückstellungen für Pfandzahlungen um 1.219 T€ reduziert werden, während die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen um 160 T€ stiegen. Durch die steuerliche Organschaft mit der Reverse Logistics GmbH, München, mussten für das abgelaufene Geschäftsjahr keine Steuerrückstellungen gebildet werden. Die verbliebenen Steuerrückstellungen über 28 T€ betreffen Gewerbesteuer für das vorangegangene Geschäftsjahr. Insgesamt sanken die Rückstellungen auf 5.604 T€.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von 4.634 T€ zum 31.05.2007 zum Bilanzstichtag 31.12.2007 auf 3.933 T€. Die Verminderung ist auf die Ausgliederung des Geschäftsbereiches Kontraktlogistik zurückzuführen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten im Wesentlichen die Verbindlichkeit gegenüber dem Gesellschafter aus dem Gewinnabführungsvertrag über den Jahresüberschuss in Höhe von 2.515 T€. Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich überwiegend durch gestiegene Pfandverbindlichkeiten. Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind unverändert.

Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit sichergestellt. Im Übrigen wird auf die Ausführungen im Kapitel Finanzierung verwiesen.

Ertragslage

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 2.570 T€ liegt, bedingt durch den intensiven Wettbewerbsdruck und die strukturell andere Kostenstruktur bei den neuen Geschäftsbereichen Vfw REWEEE und Vfw RETURN (DPG) sowie den Anlaufkosten für das Vfw REPACK DS, unter dem Vergleichszeitraum Juni bis Dezember des Vorjahres. Der Jahresüberschuss in Höhe von 2.515 T€ enthält keine Steuern vom Einkommen und Ertrag aufgrund der steuerlichen Organschaft mit der Reverse Logistics GmbH.

III. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Risiken im Sinne von § 91 Abs. 2 AktG sind nicht zu erkennen.

Chancen ergeben sich für die Vfw GmbH auf den traditionellen Arbeitsgebieten und zusätzlich mit den neuen Dienstleistungsangeboten als Duales System.

Da die Vfw sowohl als Selbstentsorgersystem als auch als duales System allen potenziellen Interessenten ein umfassendes und rechtlich sicheres Angebot machen kann, sieht die Vfw erhebliche Wachstumschancen in beiden Feldern. Auch bisher nicht erschlossene Marktsegmente ("Trittbrettfahrer") können nach der erfolgten Verabschiedung der 5. Novelle der Verpackungsverordnung als Kunden geworben werden.

Durch die Neuregelungen der 5. Novelle der Verpackungsverordnung wird in Bezug auf die heutigen Kunden der Vfw die Tätigkeit im Rahmen der Selbstentsorgung ab 2009 deutlich eingeschränkt. Durch die erforderliche und geplante, teilweise Migration der Bestandskunden in das duale System der Vfw ist für den Zeitraum ab 2009 mit deutlich erhöhten Umsätzen verbunden mit ebenso deutlich reduzierten Margen zu rechnen. Die Migrationsquote der Bestandskunden und die Neukundengewinnung für 2009 werden wesentlich vom Erfolg der laufenden Restrukturierung des Vertriebs bestimmt; die Ergebnisentwicklung für 2009 steht zusätzlich in direktem Zusammenhang mit der Wettbewerbsintensität insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2008. Die Vfw erwartet, wie im abgelaufenen Geschäftsjahr, weiterhin hohen Wettbewerbsdruck mit tendenziell sinkenden Margen für die Marktteilnehmer, d. h. auch für Vfw.

IV. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Abschluss des Geschäftsjahres

Neuordnung Vertrieb

Nach mehreren Kündigungen wird die Abteilung Vertrieb derzeit neu aufgebaut. Ziel ist es, einen qualitativ und quantitativ starken Vertrieb aufzubauen, der in der Lage ist, dem verstärkten Wettbewerbsdruck entgegen zu wirken und vor allem die Vfw Strategie im Hinblick auf Migration der Bestandskunden und der Gewinnung von Neukunden Rechnung zu tragen. Ein weiteres Ziel ist es, die Cross-Selling-Potentiale mit den Schwestergesellschaften CCR und Cycleon innerhalb der RLG-Unternehmensgruppe verstärkt zu nutzen.

Zusammenarbeit mit CCR im Bereich IT

Durch enge Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen CCR und Vfw im Bereich IT sollen zum einen Synergiepotentiale auf der Kostenseite realisiert werden und zum anderen die Zusammenarbeit im Bereich des Cross-Selling erleichtert werden.

Strategische Neuausrichtung der Vfw

Vfw wird sich zukünftig auf den Themenbereich Verpackungen konzentrieren. Im Zuge dieser Neuausrichtung werden die Geschäftsfelder Vfw-REBAT (Rücknahmesystem für Altbatterien) und Vfw-REWEE (Rücknahmesystem für Elektroaltgeräte) im Verlauf des Jahres 2008 auf CCR übertragen. Die Mitarbeiterzahl wurde im Wesentlichen durch die Beendigung von Zeitarbeitsverhältnissen bereits angepasst.

Vfw untersucht im Rahmen einer Machbarkeitsstudie derzeit die Möglichkeiten Rücknahmesysteme für Verpackungen auch im europäischen Ausland anzubieten und umzusetzen.

Darüber hinaus wird Vfw in Verbindung mit der Verpackungsrücknahme insbesondere Handelskunden auch eine strukturierte Filialentsorgung anbieten.

Verkauf von Lagerhalle und Grundstück

Mit notarieller Beurkundung vom 19.03.2008 wurden die Lagerhalle mit zugehörigem Grundstück, sowie ein unbebautes Grundstück veräußert. Dabei entstand ein Buchverlust in Höhe von 769 T€.

V. Voraussichtliche Entwicklung

Für das Jahr 2008 geht die Geschäftsführung der Vfw GmbH bezogen auf den Bereich Verpackungen von einer stabilen Umsatz- und Ertragsentwicklung aus.

Für den Zeitraum ab 2009 rechnet die Geschäftsführung der Vfw GmbH mit einem deutlichen Umsatzwachstum im Bereich Verpackungen, insbesondere durch die teilweise Migration von Bestandskunden und neue Kunden im Bereich von Vfw REPACK DS; dies allerdings bei insgesamt deutlich reduzierten Margen.

VI. Schlusserklärung der Geschäftsführung

Der Lagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Vfw beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller uns zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den erwarteten Ergebnissen abweichen.

 

Köln, den 4. April 2008

Vfw GmbH

Die Geschäftsleitung

Bilanz zum 31. Dezember 2007

AKTIVA

  EUR EUR 31.05.2007
TEUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.592,00   1.023
2. Geleistete Anzahlungen 99.552.50   8
    278.144,50 1.031
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.044.396,62   9.174
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00   391
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 485.257,00   555
    9.529.653,62 10.120
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.902,53   8
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 148.750,00   08
3. Beteiligungen 93.169,62   89
4. Rückdeckungsversicherungsanspruch aus Lebensversicherung 673.340,27   609
    923.162,42 794
    10.730.960,34 11.945
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Vorräte      
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe   83.963,00 218
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.870.681,15   9.424
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.080.436,68   0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.509.933.75   2.139
    13.461.051,58 11.563
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   6.898.095,88 5.431
    20.443.110,46 17.212
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   89.514,00 259
    31.263.585,00 29.416
PASSIVA      
  EUR EUR 31.05.2007
TEUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital/Stammkapital   7.200.000,00 7.200
II. Kapitalrücklage   280.000,00 280
III. Gewinnrücklagen      
Gesetzliche Rücklage   440.000,00 440
IV. Bilanzgewinn   6.899.724,67 6.900
    14.819.724,67 14.820
B. RÜCKSTELLUNGEN      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 793.289,00   774
2. Steuerrückstellungen 28.100,00   480
3. Sonstige Rückstellungen 4.782.700,00   5.593
    5.604.089,00 6.847
C. VERBINDLICHKEITEN      
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00   8
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.933.313,43   4.634
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.017.806,92   31
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.882.993.33   3.070
    10.834.113,68 7.743
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   5.657,65 6
    31.263.585.00 29.416

Gewinn- und Verlustrechnung
für den Zeitraum vom 1. Juni bis zum 31. Dezember 2007

  EUR EUR 01.01. bis 31.05.2007
TEUR
1. Umsatzerlöse 19.976.479,37   17.901
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.271306,02   1.946
       
    21.247.785,39 19.847
3. Materialaufwand      
Aufwendungen für bezogene Leistungen 11.175.718,23   11.262
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 2.808.110,04   2.447
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 428.501,36   410
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.159.145,47   359
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.283.244,06   3.275
    18.854.719,16 17.753
7. Erträge aus Beteiligungen 25.000,00   0
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 163.627,54   66
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.120,97   8
    176.506,57 58
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   2.569.572,80 2.152
II. Steuern vorn Einkommen und vom Ertrag 22.983,03   862
12. Sonstige Steuern 31.808,65   23
    54.791,68 885
13. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinne   2.514.781,12 0
14. Jahresüberschuss   0,00 1.267
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr   6.899.724,67 5.633
16. Bilanzgewinn   6.899.724,67 6.900

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr
vom 01. Juni 2007 bis zum 31. Dezember 2007

A. ALLGEMEINE ANGABEN

Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der Vfw GmbH, Köln, sind im Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Juni 2007 bis zum 31. Dezember 2007 nach den Vorschriften der §§ 238 ff. HGB unter besonderer Beachtung der §§ 264 ff. HGB sowie den Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Vorjahreszahlen sind als Vergleich beigefügt. Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr ist jedoch eingeschränkt, da es sich bei dem vorherigen Geschäftsjahr ebenfalls um ein Rumpfgeschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Mai 2007 handelt.

Die Vfw wurde entsprechend des Beschlusses der Hauptversammlung vom 28. Juni 2007 von einer Aktiengesellschaft in eine GmbH umgewandelt. Die Eintragung der Umwandlung in das Handelsregister ist am 19. Juli 2007 erfolgt. Die Vfw GmbH ist die Rechtsnachfolgerin der Vfw Aktiengesellschaft.

Die Vfw GmbH, Köln, ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 3 HGB.

Einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Im Interesse einer größeren Klarheit und Übersichtlichkeit haben wir auch die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke sowie die Angaben und Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, insgesamt im Anhang aufgeführt.

B. WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Bei der Bewertung der einzelnen Positionen werden die folgenden Grundsätze angewendet:

1.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer bilanziert, sofern keine außerplanmäßigen Abschreibungen wegen voraussichtlich dauerhafter Wertminderung notwendig sind. Die Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis. Die Nutzungsdauer beträgt zwischen 3 und 25 Jahren. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten € 410,00 nicht übersteigen, werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

2.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten (Nominalwerten) angesetzt. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Rückdeckungsversicherungen werden mit den Aktivwerten gemäß den gültigen Einkommensteuerrichtlinien bewertet.

3.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Nominalwert bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

4.

Für die von der Gesellschaft gegebenen Pensionszusagen werden Pensionsrückstellungen nach § 6a EStG mit dem versicherungsmathematischen Teilwert gebildet. Den Berechnungen sind die Richttafeln 2005G von Dr. Klaus Heubeck mit einem Rechnungszinssatz von 6% zugrunde gelegt.

5.

Die sonstigen Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Sie werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Betrag angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken.

6.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt.

C. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

I. Erläuterungen der Bilanz

1.

Anlagevermögen

Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind auf der folgenden Seite dargestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Juni bis zum 31. Dezember 2007

  Anschaffungs- und Herstellungskosten
  1.6.2007
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbu-
chungen
EUR
31.12.2007
EUR
I. immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.714.701,71 32.682,15 1.285.847,46 0,00 1.461.536,40
2. Geleistete Anzahlungen 8.000,00 91.552,50 0,00 0,00 99.552,50
  2.722.701,71 124.234,65 1.285.847,46 0,00 1.561.088,90
II. Sachanlagen          
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.095.678,21 0,00 0,00 0,00 11.095.678,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 448.677,00 172.508,00 621.177,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.914.746,91 49.425,32 121.820,49 0,00 1.842.351,74
  13.459.102,12 221.925,22 742.997,49 0,00 12.938.029,95
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.902,53 0,00 0,00 0,00 7.902,53
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 87.500,00 50.000,00 28.750,00 0,00 148.750,00
3. Beteiligungen 89.469,62 6.350,00 3.550,00 0,00 93.169,62
4. Rückdeckungsversicherungsanspruch aus Lebensversicherungen 609.372,51 63.967,76 0,00 0,00 673.340,27
  794.244,66 160.217,76 31.300,00 0,00 923.162,42
  16.976.048,49 506.377,73 2.060.144,95 0,00 15.422.281,27
  Kumulierte Abschreibungen
  1.6.2007
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbu-
chungen
EUR
31.12.2007
EUR
I. immaterielle Vermögensgegenstände          
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.692.102,71 866.198,15 1.275.356,46 0,00 1.282.944,40
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.692.102,71 866.198,15 1.275.356,46 0,00 1.282.944,40
II. Sachanlagen          
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.921.475,59 129.806,00 0,00 0,00 2.051.281,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 58.131,00 49.673,00 107.804,00 0,00 0,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.359.402,91 113.468,32 115.776,49 0,00 1.357.094,74
  3.339.009,50 292.947,32 223.580,49 0,00 3.408.376,33
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Rückdeckungsversicherungsanspruch aus Lebensversicherungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
  5.031.112,21 1.159.145,47 1.498.936,95 0,00 4.691.320,73
  Buchwerte
  31.12.2007
EUR
31.05.2007
TEUR
I. immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178.592,00 1.023
2. Geleistete Anzahlungen 99.552,50 8
  278.144,50 1.031
II. Sachanlagen    
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.044.396,62 9.174
2. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 391
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 485.257,00 555
  9.529.653,62 10.120
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.902,53 8
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 148.750,00 88
3. Beteiligungen 93.169,62 89
4. Rückdeckungsversicherungsanspruch aus Lebensversicherungen 673.340,27 609
  923.162,42 794
  10.730.960,54 11.945
2.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferung und Leistungen in Höhe von T€ 1.064 (Vorjahr: T€ 0).

Es bestehen keine Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuern in Höhe von T€ 506 enthalten, die erst in der Folgeperiode abziehbar sind.

Ferner wurden Darlehen an den Gesellschafter RLG gewährt über T€ 2.160 (Vorjahr: T€ 0), daraus resultiert eine Zinsforderung in Höhe von T€ 13 (Vorjahr: T€ 0).

3.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel sind in Höhe von TEUR 3.051 (Vorjahr: 2.567) gebunden, da sie für Dritte verwaltete Pfandgelder darstellen.

4.

Eigenkapital

Das Stammkapital betrug per 31. Dezember 2007 € 7.200.000,00.

In die Kapitalrücklage ist ausschließlich das Agio gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB eingestellt (Ausgabeaufschlag), das aus der Zeit vor der Umwandlung der Gesellschaft von einer Aktiengesellschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung resultiert. Einstellungen in die Kapitalrücklage oder Entnahmen aus der Kapitalrücklage sind im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr nicht erfolgt.

Der Bilanzgewinn entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

  T€
Stand 1. Juni 2007 6.899.724,67
Jahresüberschuss 2007 2.514.781,12
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -2.514.781,12
Stand 31. Dezember 2007 6.899.724,67
5.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen, Aufwendungen für im Geschäftsjahr in Verkehr gebrachte, aber noch nicht erfassten und einer Verwertung zugeführten Verkaufsverpackungen, Pfandzahlungen, Sonderzahlungen an Mitarbeiter, Abschluss und Prüfungskosten, Urlaubsverpflichtungen sowie zu erteilende Gutschriften.

6.

Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit Art der
Sicherheit
Verbindlichkeiten 31.12.2007
T€
< 1 Jahr
T€
1 - 5 Jahre
T€
> 5 Jahre
T€
1. Aus Lieferungen und Leistungen 3.933 3.933 0 0  
2. Gegenüber verbundenen Unternehmen 3.018 3.018 0 0  
3. Sonstige 3.883 3.883 0 0  
Summe Verbindlichkeiten 10.834 10.834 0 0  

In den Verbindlichkeiten gegen verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung in Höhe von T€ 205 (Vorjahr: T€ 0) enthalten, davon T€ 157 gegenüber dem Gesellschafter, der Reverse Logistics GmbH (Vorjahr: T€ 0). Ferner sind T€ 2.515 aus dem Gewinnabführungsvertrag und TEUR 271 aus der umsatzsteuerlichen Organschaft gegenüber dem Gesellschafter enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 101 (Vorjahr: T€ 407) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 3) enthalten.

II. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1.

Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

  01.06.-31.12.2007 01.01.-31.05.2007
Rücknahmelogistik T€ 19.841 T€ 13.519
Kontraktlogistik T€ 0 T€ 4.285
Sonstige T€ 136 T€ 97
Gesamt T€ 19.977 T€ 17.901

Die Kontraktlogistik wurde zum 1. Juni 2007 in eine separate Gesellschaft, die Vfw Health Care Logistics GmbH, Köln, ausgegliedert.

Die Umsatzerlöse wurden in Höhe von T€ 19.965 (Vorjahr: T€ 17.633) im Inland und in Höhe von T€ 12 (Vorjahr: T€ 268) im Gebiet der Europäischen Union erzielt.

2.

Die Aufwendungen Zu- Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr T€ 97 (Vorjahr: T€ 69).

3.

In der Position Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von T€ 1.159 (Vorjahr: T€ 360) sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 665 (Vorjahr: T€ 0) für die nicht mehr genutzte RETURN Internetplattform enthalten.

4.

Die periodenfremden Aufwendungen betrugen im Geschäftsjahr T€ 145 (Vorjahr: T€ 1.002). Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um an den Handel weiterzuleitenden Pfandüberhang aus dem vorhergehenden Rumpfgeschäftsjahr.

5.

Die periodenfremden Erträge betrugen im Geschäftsjahr T€ 201 (Vorjahr: T€ 1.635), Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Gutschriften für Leistungen, die das vorhergehende Rumpfgeschäftsjahr betreffen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betrugen T€ 129 (Vorjahr: T€ 120).

6.

ln der Position "Erträge aus Beteiligungen" sind solche aus Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 25 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. Diese stammen aus der Beteiligung an der RESY GmbH.

7.

Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr T€ 61 (Vorjahr: T€ 2).

8.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von T€ 23 (Vorjahr: T€ 862) belasten das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

III. Ergänzende Angaben

1.

Organe der Gesellschaft

Im Rumpfgeschäftsjahr für den Zeitraum vom 01. Juni bis zum 31. Dezember 2007 waren zur Geschäftsführung bestellt:

Herr Clemens Reif, Speditionskaufmann, Austritt am 19. Oktober 2007, Eintragung ins Handelsregister am 15. November 2007

Herr Dr. Rainer M. Dehm, MBA

Herr Achim Winter, Kaufmann, Bestellung vom 25. Oktober 2007, Eintragung ins Handelsregister am 15. November 2007

Herr Uwe Helmerking, Diplom-Kaufmann, Bestellung vom 11. Oktober 2007, Eintragung ins Handelsregister am 15. November 2007

Herr Clemens Reif übte hauptberuflich die Geschäftsführung der Vfw GmbH aus.

Herr Dr. Rainer M. Dehm übt unverändert hauptberuflich die Geschäftsführung der Vfw GmbH aus.

Herr Achim Winter und Herr Uwe Helmerking sind hauptberuflich als Geschäftsführer der Reverse Logistics GmbH, München, tätig.

Die Bezüge der Geschäftsführung betrugen 722.630 EUR.

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Rumpfgeschäftsjahr 2007:

Herr Prof. Dr. Werner Schaffer, Steuerberater, Urbar (Vorsitzender), em. Lehrstuhlinhaber an der European Business School, Oestrich-Winkel, bis zum 31. Dezember 2007

Herr Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, Frankfurt am Main (stellvertretrnder Vorsitzender), Chemiker, bis zum 31. Dezember 2007

Herr Peter S. Laino, Küsnacht/Schweiz, Geschäftsführender Gesellschafter der Monitor Clipper Partners LLC

Herr William L. Young, Lexington/USA, Geschäftsführender Gesellschafter der Monitor Clipper Partners LLC

Herr Oliver Markl, London/Großbritannien, Geschäftführer der Reverse Logistics GmbH

Herr Dr. Herbert Wörner, Grünwald, Unternehmensberater

Die gewährten Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich auf T€ 51 (Vorjahr: T€ 43).

2.

Arbeitnehmerzahl

Im Jahresdurchschnitt waren beschäftigt:

  01.06.- 31.12.2007 01.01.- 31.05.2007
Leitende Angestellte 9 8
Angestellte mit Stabsfunktion 5 5
Gewerbliche Angestellte 1 9
Sonstige Angestellte 58 70
Summe 73 92
3.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

  31.12.2007
T€
Selbstschuldnerische Rückbürgschaften 981
Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 676
4.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Anteilsbesitz Anteil
in %
Eigenkapital
31.12.2007
T€
Jahresergebnis
2007
T€
1. REMEDICA Verwaltungsgesellschaft mbH, Herborn 100,00 13 4
2. RESY Organisation für Wertstoffentsorgung GmbH, Darmstadt 33,33 - *)
(Vorjahr: 490)
- *)
(Vorjahr: 134)
3. Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH i.G., Köln 25,00 - *)
(Gründung: 2007)
- *)
(Gründung: 2007)

*) Werte lagen bis zum Ende der Abschlussprüfung noch nicht vor.

Da von der RESY GmbH noch keine Angaben bis zum Ende der Erstellung des Jahresabschlusses vorlagen, wurden die Vorjahreswerte zum 31.12.2006 angegeben. Die Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands GmbH wurde erst im Jahre 2007 gegründet. Hier können keine Vorjahreswerte angegeben werden.

5.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Reverse Logistics GmbH (RLG), München, einbezogen. Die RLG ist ein (mittelbares) Tochterunternehmen von Monitor Clipper Partners, Cambridge, Zürich, London. Mit Vertrag vom 22. Dezember 2006 wurden sämtliche Aktien der Vfw Aktiengesellschaft rückwirkend zum 1. Januar 2006 an die Reverse Logistics GmbH, München, verkauft.

Am 29. September 2006 erwarb die Vfw Aktiengesellschaft 100% der Anteile an der IP Janssen GmbH, Düsseldorf. Daraufhin wurde eine Umarmierung in REMEDICA Verwaltungsgesellschaft mbH und eine Sitzverlegung nach Herborn vorgenommen. Die Vfw GmbH verzichtet i. S. d. § 296 Abs. 2 HGB auf die Einbeziehung und stellt daher zum 31. Dezember 2007 keinen Konzernabschluss auf.

6.

Gewinnverwendung

Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages mit der Reverse Logistics GmbH, München, wird der Jahresüberschuss abgeführt.

 

Köln, 4. April 2008

Vfw GmbH

Die Geschäftsleitung

BESTÄTIGUNGSVERMERK

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Vfw GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Juni 2007 bis 31. Dezember 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen, Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfling werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 4. April 2008

Ernst & Young AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Lützeler, Wirtschaftsprüfer

Pferdmenges, Wirtschaftsprüfer

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