Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 15146
Eingetragen
30.12.2003
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und TelekommunikationSpeichern von Gas zu VersorgungszweckenWärme- und Kältehandel
Gegenstand
die Versorgung mit Gas, Elektrizität, Wasser, Wärme, Kälte und die Abwasserentsorgung, die Bereitstellung von Energiedienstleistungen sowie allgemeinen Dienstleistungen, die Übernahme von Betriebsführungen und die Errichtung, der Erwerb und der Betrieb der hierzu erforderlichen Anlagen. Die Energiedienstleistungen werden durch eine Kombination von Technik, rationeller Nutzung und Know-how bereitgestellt. Hierzu dienen vornehmlich die Lieferung von Gas und Strom, die Erzeugung und die Lieferung von Wärme, die Erzeugung von Strom, insbesondere aus regenerativen Energiequellen (auch aus Wasserkraftwerken) und der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mit dem Ziel der Verringerung des Energiebedarfs. Gegenstand des Unternehmens ist zudem die Planung und Durchführung der Errichtung sowie des Ausbaus von Telekommunikationsinfrastruktur, insbesondere Telekommunikations- und Datennetzen, der Betrieb und/oder die Vermietung dieser Netze, das Anbieten von Netz(abschluss)einrichtungen zur Dienstebereitstellung sowie die Erbringung oder Vermittlung von Telekommunikationsdienstleistungen im Stadtgebiet Mülheim an der Ruhr. Der Gegenstand des Unternehmens umfasst nicht den Vertrieb und/oder die Installation von Endgeräten von Telekommunikationsanlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulf Dr. Schwane
seit 6.8.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Stadt Mülheim an der Ruhr
61.00%
39.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Beteiligungs-holding Mülheim an der Ruhr GmbH
Germany
8.103.850 €
61.00%
Westenergie AG
Germany
5.181.150 €
39.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

medl GmbH

Mülheim an der Ruhr

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz 2023

AKTIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 72.306,00 59.925,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschliesslich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.058.795,00 3.470.877,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 55.205.844,69 53.062.862,69
3. Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 835.798,00 881.906,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.608.147,00 1.625.924,00
68.708.584,69 59.041.569,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.776.532,35 5.941.984,35
2. Beteiligungen 334.166,00 334.166,00
3. Sonstige Ausleihungen 115.488,34 103.344,63
6.226.186,69 6.379.494,98
75.007.077,38 65.480.989,67
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.051.529,98 773.218,65
2. Waren 214.251,31 187.559,31
3. CO 2 -Zertifikate 1.635.320,29 1.176.079,09
2.901.101,58 2.136.857,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20.167.307,14 16.317.760,32
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 14.192.022,32 1.277.606,18
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 330.000,00 330.000,00
4. Forderungen gegen die Stadt Mülheim 2.941.330,65 5.585.183,47
5. Sonstige Vermögensgegenstände 9.979.726,66 9.320.792,47
47.610.386,77 32.831.342,44
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 528.981,40 1.305.949,07
51.040.469,75 36.274.148,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 395.307,73 455.321,33
Bilanzsumme AKTIVA 126.442.854,86 102.210.459,56

PASSIVA

31. Dezember 2023 31. Dezember 2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 13.285.000,00 13.285.000,00
II. Kapitalrücklage 6.070.947,63 6.070.947,63
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 9.425.058,59 8.425.058,59
28.781.006,22 27.781.006,22
B. Sonderposten
Sonderposten für Zuschüsse 15.487.117,41 11.353.198,16
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.942.945,12 1.865.367,12
2. Steuerrückstellungen 60.000,00 60.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 22.586.620,87 18.022.366,79
24.589.565,99 19.947.733,91
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.779.722,18 7.669.298,08
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.680.652,46 12.670.820,50
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.591.787,69 10.336.744,60
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.570.994,73 1.757.984,69
5. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mülheim 0,00 186.081,17
6. Sonstige Verbindlichkeiten 6.962.008,18 10.507.592,23
57.585.165,24 43.128.521,27
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00
Bilanzsumme PASSIVA 126.442.854,86 102.210.459,56

Gewinn- und Verlustrechnung 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 195.431.826,18 147.350.493,21
2. Aktivierte Eigenleistungen 2.389.111,00 445.783,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.357.071,63 6.364.466,51
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 140.795.401,77 96.770.028,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 17.609.698,63 17.049.858,04
158.405.100,40 113.819.886,04
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.847.253,75 9.179.003,95
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 2.655.098,55 2.502.574,47
- davon für Altersversorgung: EUR 800.686,80 (Vorjahr EUR 769.589,33) 12.502.352,30 11.681.578,42
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.331.592,00 5.548.409,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.515.668,37 7.130.669,36
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 834.080,20 342.003,16
9. Erträge aus Beteiligungen 448.130,70 316.531,60
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 97.021,55 4.098,93
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 89.842,77 (Vorjahr EUR 1.636,37)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 165.452,00 67.970,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 482.424,61 240.810,47
- davon an verbundene Unternehmen EUR 245.900,76 (Vorjahr EUR 138.632,81)
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 650.130,03 444.543,82
14. Ergebnis nach Steuern 15.504.521,55 15.889.509,30
15. Sonstige Steuern 66.891,35 57.927,20
16. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführte Gewinne 10.945.616,98 9.443.827,00
17. Ausgleichszahlung 3.492.013,22 2.387.755,10
18. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 1.000.000,00 4.000.000,00
19. Einstellungen in die Gewinnrücklagen 1.000.000,00 4.000.000,00
20. Bilanzgewinn / -verlust 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeines

Der Jahresabschluss 2023 wurde nach den für große Kapitalgesellschaften maßgeblichen Vorschriften des HGB, des GmbHG, des Gesellschaftsvertrages und des EnWG aufgestellt.

Soweit Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfüllt werden können, wurden überwiegend die Angaben in den Anhang aufgenommen.

Besonderheiten der Versorgungswirtschaft wurden berücksichtigt. Das Gliederungsschema der Bilanz wurde aus Übersichtlichkeitsgründen um Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mülheim an der Ruhr ergänzt. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Duisburg unter HRB 15146 geführt.

Der Abschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Beteiligungsholding Mülheim an der Ruhr GmbH, Mülheim an der Ruhr, (BHM GmbH) geführt beim Amtsgericht Duisburg unter HRB 16322, einbezogen und ist Tochterunternehmen i.S. von § 290 HGB. Die BHM GmbH ist kleinster und zugleich größter Konsolidierungskreis.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Zur Verbesserung des Einblicks in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage werden Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nicht saldiert ausgewiesen.

Die Bewertung von entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abnutzbare Vermögensgegenstände werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear und für Anlagen, die vor der Einführung von BilMoG angeschafft wurden, gemäß Wahlrecht degressiv abgeschrieben und betragen für:

• Immaterielle Wirtschaftsgüter: 3-20 Jahre
• Gebäude: 25-50 Jahre
• Maschinen und maschinelle Anlagen: 10-20 Jahre
• Leitungsnetzanlagen: 15-30 Jahre
• Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3-10 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter (zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR) werden jährlich zu einem Sammelposten zusammengefasst und pauschal über 5 Jahre abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Der Ansatz von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, der Waren und der CO 2 Zertifikate erfolgt zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Unentgeltlich erworbene CO 2 Zertifikate werden mit dem Erinnerungswert angesetzt.

Die Bewertung von Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen berücksichtigt erkennbare Ausfallrisiken. Abgegrenzte Energieforderungen werden um erhaltene Anzahlungen gemindert. Der Verbrauch der nicht monatlich abgerechneten Kunden wird einmal jährlich ermittelt und unter Anrechnung der unterjährig vereinnahmten Abschlagszahlungen abgerechnet. Durch dieses Verfahren ist die Durchführung der Jahresverbrauchsabgrenzung notwendig, die zum Bilanzstichtag auf Grundlage der aktuellen Tarife und eines angenommenen Verbrauchsverhaltens die Verbrauchsabgrenzung einzelkundenbezogen berechnet.

Liquide Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Der Ausweis der seit dem 01.01.2003 empfangenen Ertragszuschüsse erfolgt brutto durch Bildung eines Sonderpostens, der parallel zum Abschreibungsverlauf der entsprechenden Versorgungsanlagen erfolgswirksam seit 2016 zugunsten der "Umsatzerlöse" aufgelöst wird.

Die Rückstellungen decken alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten ab und sind mit dem Betrag der wahrscheinlichen Inanspruchnahme angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Bankzinssatz abgezinst.

Aufgrund der bestehenden mittelbaren Verpflichtungen über Pensionsrückstellungen liegt zum Bilanzstichtag ein aktuelles Gutachten vor. Das Gutachten zum 31.12.2023 wurde nach der Projected Unit Credit Method (PUCM) bewertet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck verwendet. Der Gehaltstrend wurde mit 2,75%, der jährliche Anstieg der Pensionen mit 1% berücksichtigt.

Der Gesetzgeber hat im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie beschlossen, für Pensionsrückstellungen ab 2016 einen von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre zugrunde zu legen, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 1,82% (Vorjahr 1,78%). Auf Basis eines 7-Jahresdurchschnittszinssatzes in Höhe von 1,74% (Vorjahr 1,44%) ergibt sich ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 313 TEUR (Vorjahr 1.315 TEUR).

Die Bewertung der sonstigen Personalrückstellungen (Gleitzeitguthaben, nicht genommene Urlaubstage, flexible Arbeitszeitregelung für ältere Beschäftigte) erfolgte mit dem durchschnittlichen Stundensatz zuzüglich der Sozialabgaben und der betrieblichen Altersversorgung.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt.

2. Anteilsbesitz

Quote
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis
TEUR
Stadtentwässerung Mülheim an der Ruhr GmbH 1+2 74,9 414 999
Energiepark Styrumer Ruhrbogen GmbH 1 50,1 1.383 53
eMHergie GmbH 1 33,3 70 29
SWB-Service-Wohnungsvermietungs- und baugesellschaft mbH 1 27,9 73.000 5.088
SE Sauber Energie GmbH & Co KG 3+4 16,7 5.842 780

1 jeweils Mülheim an der Ruhr

2 Vor Ergebnisübernahme auf Grund Ergebnisabführungsvertrag bzw. Ausgleichszahlung

3 Köln

4 vorläufiges Jahresergebnis

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen sind wie im Vorjahr binnen eines Jahres fällig.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 47.610 TEUR unterteilen sich in:

• Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 20.167 TEUR
• Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 14.192 TEUR
- davon aus Lieferungen und Leistungen 1.035 TEUR
- davon aus Umsatzsteuer 235 TEUR
- davon Finanzforderungen 12.922 TEUR
• Forderungen gegen die Stadt Mülheim an der Ruhr in Höhe von 2.941 TEUR
- davon aus Lieferungen und Leistungen: 2.941 TEUR
• Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 330 TEUR
- davon aus Finanzforderungen 330 TEUR

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR
Verbrauchsabgrenzung 26.135
Erhaltene Abschläge -26.135
Summe 0
Netzkundenabgrenzung 3.208
./. abzüglich erhaltener Anzahlungen -3.338
Summe -130
Abgerechnete Forderungen 20.417
./. abzüglich Pauschalwertberichtigung -120
Summe 20.167

• Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 9.980 TEUR sind binnen eines Jahres fällig. Sie enthalten im Wesentlichen Forderungen aus Abschlägen Strom, aus der Überzahlung von Energie und Stromsteuer sowie aus noch nicht empfangenen EEG

Vergütungen.

• Bezüglich der unentgeltlich zugeteilten Emissionszertifikate (3.448 Stück) wurde von dem Wahlrecht der Bilanzierung zum Erinnerungswert von 0 EUR Gebrauch gemacht.

4. Latente Steuern

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein konzerneinheitlicher Steuersatz von 36,13 % zugrunde. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus dem handels- und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansatz der Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen. Grundsätzlich sind die latenten Steuern innerhalb der Organschaft bei der Organträgerin BHM GmbH zu berücksichtigen.

5. Eigenkapital

Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus:

• dem Stammkapital 13.285 TEUR
• der Kapitalrücklage 6.071 TEUR
sowie
• den Gewinnrücklagen
- Vororganschaftlich 2.473 TEUR
- Andere Gewinnrücklagen 6.952 TEUR

6. Sonderposten für Zuschüsse

Der Posten wird über die Nutzungsdauer des Anlagegutes ergebniswirksam aufgelöst.

7. Pensionsrückstellungen

Die Position beinhaltet mittelbare Verpflichtungen gegenüber der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK).

8. Sonstige Rückstellungen

2023
TEUR
2022
TEUR
Drohverluste aus Gasbeschaffung 11.806 8.099
Personalverpflichtungen 3.369 3.425
Drohverluste aus der Strombeschaffung 2.700 2.568
Abrechnungsverpflichtung 1.472 1.586
Drohverlust aus Restlastdeckung 657 657
ausstehende Eingangsrechnungen 373 20
übrige 2.210 1.667
Summe 22.587 18.022

9. Bewertungseinheiten

Bei den Grundgeschäften der Bewertungseinheiten handelt es sich um quasisichere Absatzgeschäfte, die isoliert betrachtet zum Entstehen von Risikopositionen im Commodity-Bereich führen können. In der Kundenstruktur der medl GmbH wird hauptsächlich zwischen Standardlastprofilkunden (SLP) sowie Kunden mit registrierender Leistungsmessung (RLM) unterschieden. Als mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen werden die Standardlastprofilkunden ausgewiesen, deren Verbrauchsmengen weitgehend konjunkturunabhängig sind und daher nahezu homogenen Verbrauchsstrukturen unterliegen. Die geplanten Absatzmengen können als quasisicher angesehen werden. Als schwebende Geschäfte werden Kunden mit registrierender Leistungsmessung, die bei Vertragsabschluss back-to-back beschafft werden, ausgewiesen.

Zur Bestimmung und Beurteilung der Positionen aus derartigen Geschäften ist ein geeignetes Risikomanagement in der Gesellschaft eingerichtet. Die Risikopositionen werden im Rahmen des Risikomanagements regelmäßig bestimmt. Aktuell sind Zeiträume bis zum Lieferjahr 2026 betroffen. Die Bewertungseinheiten bestehen aufgrund der rollierenden Durchführung der Sicherungstransaktionen für einen unbegrenzten Zeitraum.

Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode angewendet. Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt anhand der qualitativen Critical-Terms-Match-Methode.

Bewertungseinheiten Grundgeschäft Sicherungsgeschäft Nettoposition Buchwert
TEUR TEUR TEUR Aktiva
TEUR
Passiva
TEUR
Strom
- schwebende Geschäfte (B2B) 36.052 36.052
- mit hoher Wahrscheinlichkeit
erwartete Transaktionen (SLP) 1)
Gas
- schwebende Geschäfte (B2B) 12.783 12.783
- mit hoher Wahrscheinlichkeit
erwartete Transaktionen (SLP) 1)
Summe 48.835 48.835 0

1) Angabe gesetzlich ausgeschlossen

Aufgrund der negativen Korrelation von Grund- und Sicherungsgeschäft wird es künftig zu gegenläufigen, sich ausgleichenden Marktwertentwicklungen kommen. Sollte der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte einer Bewertungseinheit zum Stichtag negativ sein, so wäre grundsätzlich imparitätisch für die entsprechende Jahresscheibe eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Weitergehende Verlustüberhänge können nicht entstehen.

Drohverlustrückstellung

Im Bereich der Gassondervertragskunden, die keiner back-to-back Beschaffung unterliegen, sondern Standardlastprofilkunden (SLP) sind, ist die Preissensibilität und die Wechselbereitschaft besonders hoch. Die Voraussetzungen für die Bildung einer Bewertungseinheit sind hier nicht gegeben.

Aufgrund des derzeit stark schwankenden Marktpreises wurde eine Drohverlustrückstellung im Gassegment in Höhe von 11.806 TEUR und im Stromsegement in Höhe von 2.700 TEUR gebildet.

10. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten Gesamt
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
davon größer 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.780 1.016 8.764 4.512
Vorjahreswerte 7.669 812 7.669 4.328
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.681 26.681 0 0
Vorjahreswerte 12.671 12.671 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.591 11.591 0 0
davon Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.946 10.946 0 0
Vorjahreswerte 10.337 10.337 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.571 2.571 0 0
Vorjahreswerte 1.758 1.758 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber
Stadt Mülheim 0 0 0 0
Vorjahreswerte 186 186 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 6.962 6.962 0 0
davon aus Steuern 0 0 0 0
Vorjahreswerte 10.508 10.508 0 0
davon aus Steuern 1.010 1.010 0 0
Gesamt 57.585 48.821 8.764 4.512

• Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:

- Offene Abtretung der Rechte aus dem 2. Grundpreis gem. Vertrag zwischen der medl und der SWB Service- Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH (verbundenes Unternehmen),

- Sicherungsübereignung von zwei Blockheizkraftwerken,

- change-of-ownership-Vereinbarungen vom 07./27.08.2018, vom 26.11.2019 bzw. 28.11.2019 sowie vom 19.12.2022

- Verpfändung des Renditekontos.

• Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von 646 TEUR um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 10.946 TEUR um Finanzverbindlichkeiten.

• Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind Finanzverbindlichkeiten.

. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:

TEUR
Erhaltene Anzahlungen 34.762
Abgrenzung aus der Verbrauchsabrechnung -29.343
Rückzahlungsverpflichtung 5.419
Sonstige 1.543
Summe 6.962

Die Rückzahlungsverpflichtung entsteht rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

11. Umsatzerlöse

Aufteilung der Umsatzerlöse 2023
TEUR
2022
TEUR
Gasversorgung 97.380 66.860
./. abzügl. Energiesteuer -3.815 -4.026
Wärmeversorgung 24.030 18.437
Stromversorgung 55.592 38.450
./. abzügl. Stromsteuer -3.264 -3.032
Stromerzeugung 9.786 14.320
Übrige 15.723 16.341
Summe 195.432 147.350

12. Sonstige betriebliche Erträge

2023
TEUR
2022
TEUR
Auflösung von Rückstellungen 1.582 4.746
Aperiodische Erträge 1.422 1.302
Auflösung von Sonderposten 252 263
vereinnahmte Fördergelder 36 0
Anlagenabgang 18 11
Versicherungsentschädigung 37 27
Übrige 10 15
Summe 3.357 6.364

13. Materialaufwand

2023
TEUR
2022
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe: 140.795 96.771
Bezugskosten Gas inkl. Konzessions- und CO 2 Abgabe 65.127 45.641
Bezugskosten Wärme 18.020 9.625
Bezugskosten Stromvertrieb 50.333 35.425
Bezugskosten Stromerzeugung 7.243 5.859
Materialverbrauch 72 221
Aufwendungen fürbezogene Leistungen: 17.610 17.049
Kanalbaumaßnahmen 9.287 9.577
Übrige 8.323 7.472
Summe Materialaufwand 158.405 113.820

14. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023
TEUR
2022
TEUR
EDV Kosten 1.456 1.316
Mitarbeiterüberlassung sem 1.199 1.094
Aperiodische Aufwendungen 1.186 257
Betriebsberatung 1.165 787
Werbeaufwendungen 529 423
KFZ-Kosten 274 233
Portokosten 118 188
Weiterbildungskosten 102 147
Buchverluste 41 11
Übrige 3.446 2.675
Summe 9.516 7.131

Die aperiodischen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus der Auflösung der bilanziellen Abgrenzung 2022 in Höhe von 599 TEUR, der Auflösung der technischen Buchungen Strom und Gas aus 2022 in Höhe von 274 TEUR und einer Baumassnahme aus 2022 nach Klärung mit dem Lieferanten in Höhe von 156 TEUR.

15. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Der Posten enthält das, aufgrund des geschlossenen Gewinnabführungsvertrages (GAV) mit der sem GmbH, an die medl GmbH abzuführende Jahresergebnis 2023 (834 TEUR).

16. Erträge aus Beteiligungen

Diese Position beinhaltet die Gewinnausschüttungen der SE Sauber Energie GmbH & Co. KG (100 TEUR) und der ESR GmbH (69 TEUR), sowie das von der SWB GmbH an die medl GmbH ausgeschüttete Jahresergebnis 2022 (279 TEUR).

17. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

In dieser Position wird die Abschreibung auf die Beteiligung an der sem GmbH abgebildet.

18. Zinsaufwendungen

Diese Position beinhaltet im Wesentlichen Zinszahlungen für aufgenommene Darlehen (211 TEUR), Zinszahlungen aus Cashpooling (245 TEUR) sowie Aufzinsungen von Rückstellungen (26 TEUR).

Sonstige Angaben

Angaben zur Belegschaft

Durchschnittliche Zahl der Beschäftigten, getrennt nach Mitarbeitergruppen:

2023 2022
Angestellte 116 109
Gewerbliche Arbeitnehmer 32 31
Summe 148 140
Auszubildende 4 4
Gesamtsumme 152 144

Prüferhonorar

Das Honorar für die Prüfung des Jahresabschlusses 2023 beläuft sich auf 30 TEUR.

Vergütungen

Die Aufsichtsratsvergütung betrug für die Zeit vom 01.01.2023 - 31.12.2023 insgesamt 13 TEUR.

Herr Dr. Dönnebrink hat keinen Anstellungsvertrag bei der medl GmbH und wurde im Rahmen seiner Beschäftigung bei der Beteiligungsholding Mülheim an der Ruhr GmbH, Mülheim an der Ruhr, vergütet. Herr Dr. Weck hat keinen Anstellungsvertrag bei der medl GmbH.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aufgrund einer möglichen Unterdeckung der Versorgungsverpflichtung aus der Rheinischen Zusatzversorgungskasse weist die Gesellschaft eine Pensionsrückstellung aus. Der Differenzbetrag zum aktuellen Gutachten vom 31.12.2023 (15.544 TEUR) beträgt 13.601 TEUR.

Es bestehen Verpflichtungen aus der Anmietung von Räumen in Höhe von jährlich 7 TEUR (bis 2032) und aus der Anmietung von Büromitteln in Höhe von jährlich 28 TEUR (bis 2023). Des Weiteren bestehen Leasingverpflichtungen für Fahrzeuge für die Jahre 2023-2025 in Höhe von derzeit insgesamt 70 TEUR.

Insgesamt bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 13.832 TEUR.

Konzernzugehörigkeit

Die medl GmbH ist von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit. Der Abschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Beteiligungsholding Mülheim an der Ruhr GmbH, Mülheim an der Ruhr, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht.

Gewinnabführungsvertrag

Aufgrund eines geschlossenen Gewinnabführungsvertrages (GAV) ist die Gesellschaft verpflichtet, ihr Jahresergebnis an die Beteiligungsholding Mülheim an der Ruhr GmbH, Mülheim an der Ruhr, abzuführen. Zur Sicherung des außenstehenden Gesellschafters erfolgt gem. § 3 des GAV eine Ausgleichszahlung an die Westenergie, Essen.

Die nach wie vor aktuelle gesellschaftliche und politische Diskussion um die Dekarbonisierung der Energie- und Wärmeversorgung in Deutschland führt auch im Jahr 2023 dazu, dass die medl Investitionen in den Umbau und Ausbau der Wärme- und Energieversorgung vornehmen muss. Aus diesem Grund wird ein Teil des Ergebnisses (1.000 TEUR) thesauriert.

Angaben nach dem § 6 b EnWG

Die Tätigkeiten der Gesellschaft umfassen die Gasverteilung sowie sonstige Aktivitäten innerhalb (Betrieb, Wartung und Ausbau von Versorgungsnetzen, insbesondere Gasnetzen) und außerhalb des Gassektors (energienahe Dienstleistungen, Stromvertrieb).

Sämtliche Buchungen des Unternehmens werden mit tätigkeitsbezogenen Zusatzkontierungen, wie Kostenstellen und Arbeitsauftragsnummern versehen, die eine Kontentrennung und damit die Erstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach dem Energiewirtschaftsgesetz ermöglichen.

Für den Großteil der Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt damit eine direkte Zuordnung der Beträge zu den betreffenden Tätigkeiten.

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

1. Oliver Linsel Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Energiesysteme und Energiewirtschaft der Ruhr-Universität Bochum Aufsichtsratsvorsitzender, Stadtverordneter
2. Katherina Reiche Vorstandsvorsitzende Westenergie AG, Essen stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende
3. Dr. Franz-Josef Schultebis 30.09.2023 Geschäftsführer RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr Vertreter der Mülheimer Wirtschaft
4. Marc Buchholz Sozialmanager MA OberbürgermeisterStadt Mülheim an der Ruhr
5. Holger Gerstel Geschäftsführer Gerstel GmbH & Co KG, Mülheim an der Ruhr Vertreter der Mülheimer Wirtschaft
6. Simone Ehlen Geschäftsführerin RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr Vertreterin der Mülheimer Wirtschaft
7. Filip Fischer Student Stadtverordneter
8. Markus Püll Bürgermeister Stadt Mülheim an der Ruhr Stadtverordneter
9. Dominic Fiedlerbis 28.02.2023 Volljurist / Ass. Jur. Stadtverordneter
10. Michael Schmidt Industriekaufmann, Kfm. Angestellter medl GmbH Arbeitnehmervertreter ver.di
11. Jörg Linkenbis 31.05.2023 Industriekaufmann, Kfm. Angestellter medl GmbH Arbeitnehmervertreter
12. Mandy Braunab 21.09.2023 Industriekauffrau, Kfm. Angestellte medl GmbH Arbeitnehmervertreterin
13. Tobias Laueab 02.03.2023 Geschäftsführer Laue Group GmbH Stadtverordneter
14. Christian Hemmersbachab 01.10.2023 Rechtsanwalt, Leiter kommunales Partnermanagement, Westenergie AG Stadtverordneter

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Preise im Gas und Stromhandel sind nach dem 31.12.2023 stark gesunken. Internetanbieter, die Ihre Mengen kurzfristig am Spotmarkt einkaufen, können Neukunden deutlich günstigere Energiepreise anbieten. Es besteht das Risiko, dass Kunden ihre Verträge kündigen. Zudem besteht das Risiko, zuviel eingekaufte Mengen (durch zu warmes Wetter und / oder Kundenabgänge) zu einem deutlich niedrigeren Preis wieder am Markt verkaufen zu müssen.

Geschäftsführer

Dr. Hendrik Dönnebrink, kaufmännischer Geschäftsführer

Dr. Hans Jürgen Weck, technischer Geschäftsführer bis 31.03.2024

Dr. Franz-Josef Schulte, technischer Geschäftsführer ab 01.04.2024

 

Mülheim an der Ruhr, 13. Mai 2024

medl GmbH

Dr. Hendrik Dönnebrink, Geschäftsführer

Dr. Franz-Josef Schulte, Geschäftsführer

Der Jahresabschluß wurde am 02.07.2024 durch den Aufsichtsrat festgestellt.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen des Unternehmens

Als lokaler Energiedienstleister in Mülheim an der Ruhr versorgt die medl GmbH Haushalte und Unternehmen mit Gas, Wärme, Strom und Kälte. Ebenfalls ist die Gesellschaft im Bereich von Ladeinfrastruktur für Elektromobilität und von Photovoltaikanlagen tätig. Im Geschäftsjahres 2022 ist die medl darüber hinaus auch in das Geschäftsfeld "Glasfaser / Breitband" eingestiegen und hat mit dem Ausbau eines Glasfasernetzes in Mülheim an der Ruhr begonnen. Mit ihrer Tochtergesellschaft Stadtentwässerung Mülheim an der Ruhr GmbH (sem) erbringt die medl GmbH vielfältige Dienstleistungen für die Abwasserentsorgung in Mülheim an der Ruhr. Zur Erzeugung regenerativer Energie sind die medl GmbH und die GELSENWASSER AG Gesellschafter der Energiepark Styrumer Ruhrbogen GmbH (ESR), die im Styrumer Ruhrbogen eine Windenergieanlage errichtet hat und betreibt. Durch die vorgenannten Tätigkeiten wird dem öffentlichen Zweck des Unternehmens Rechnung getragen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank im Vergleich zum Vorjahr um 0,3% (Statistisches Bundesamt). Auch das globale Wirtschaftswachstum (ca. 3,1%, Vorjahr 3,4%) und das Wirtschaftswachstum in der Eurozone (0,5%, Vorjahr 3,4%) sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Der immer noch anhaltende Krieg in der Ukraine, steigende Zinsen und eine hohe Inflation sind die Hauptfaktoren hierfür.

Die Witterung spielt für die Energienachfrage und für die Erzeugung regenerativer Energie eine wesentliche Rolle. Das vergangene Jahr war mit einer Durchschnittstemperatur in NRW von 11,2°C gemeinsam mit 2022 das wärmste Jahr seit Messbeginn. Trotz geringerer Sonnenstunden als im Vorjahr (NRW 2023 1.645 Stunden, 2022 1.984 Stunden) war die Verfügbarkeit von aus Photovoltaikanlagen erzeugter Energie stabil. Das Windaufkommen war in 2023 erneut höher als im Vorjahr und sorgte für gestiegene Energieerzeugung aus Windkraftanlagen.

Die medl GmbH bewegt sich mit ihrem Produktportfolio in einem sehr dynamischen Energiemarkt. Der Wettbewerb ist intensiv, die politischen sowie regulatorischen Vorgaben sehr komplex.

Entwicklung des Geschäftsjahres

Ertragslage

Das Betriebsergebnis der medl GmbH für das Geschäftsjahr 2023 setzt sich wie folgt zusammen:

Betriebsergebnis
in Mio. €
2023 2022
Umsatzerlöse Gasverkauf inkl. Netzbetrieb 93,6 62,8
Umsatzerlöse Wärmeverkauf 24,0 18,5
Umsatzerlöse Stromverkauf 52,3 35,4
Umsatzerlöse Stromerzeugung 9,8 14,3
Umsatzerlöse Betriebsführung Abwasser (Kanalbau) 10,3 11,3
Sonstige Umsätze Dienstleistungen (ohne Kanalbau) 5,4 5,0
Sonstige Erträge 5,7 6,8
Energiebezugskosten 140,8 96,8
Aufwendungen für bezogene Leistungen 17,6 17,0
Personalaufwand 12,5 11,7
Abschreibungen 5,3 5,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9,5 7,1
Betriebsergebnis 15,4 16,0

Das Betriebsergebnis der medl GmbH liegt mit 15,4 Mio. € unter Vorjahresniveau.

Den Umsatzerlösen liegen dabei folgende Absatzmengen zugrunde:

Absatzmengen
in GWh
2023 2022
Netzbetrieb 1.232 1.346
Gasvertrieb 715 731
Wärmevertrieb 120 123
Stromvertrieb 179 159
Stromerzeugung 61 68

Im Geschäftsbereich Gasvertrieb sind die Umsatzerlöse trotz gesunkener Menge deutlich höher als im Vorjahr. Grund sind Preisanpassungen aufgrund gestiegener Bezugskosten. Auch im Fernwärmebereich sind trotz gesunkener Mengen die Umsatzerlöse erhöht. Hier wirkt sich der in dem Zeitraum geltende Gasindex (324) positiv auf die Umsatzerlöse aus. Auch der Dienstleistungsbereich, vor allem der Bereich der Photovoltaikanlagen, hat zur Steigerung der Umsatzerlöse beigetragen. Der Stromvertrieb entwickelte sich weiterhin positiv. Die Steigerung der Absatzmenge aufgrund deutlich gestiegener Kundenzahlen im Bereich der Sondervertragskunden spiegelt sich in den Umsatzerlösen wider. Die Umsätze aus Stromerzeugung sind sowohl aufgrund von geringeren Einspeisevergütungen als auch aufgrund von geringeren Produktionsmengen wegen Stillstandzeiten der Blockheizkraftwerke zurückgegangen. Die Umsatzerlöse aus der Betriebsführung Abwasser (Kanalbau) lagen in 2023 auftragsbedingt unter dem Vorjahreswert.

Die Energiebezugskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr aufgrund der hohen Preise auf dem Beschaffungsmarkt. Die Steigerung der Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere der höheren Mitarbeiteranzahl geschuldet (152 zu 144 Vorjahr). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen unter anderem aufgrund von Beratungskosten Breitbandausbau (0,5 Mio.€), Pönale Breitband (0,7 Mio. €), Personalsuche (0,2 Mio.€) über Vorjahresniveau.

Nach Finanzergebnis und Steuern schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis vor Verwendung in Höhe von 15,4 Mio. € (Vorjahr: 15,8 Mio. €) ab. Auf Grundlage eines zwischen der Beteiligungsholding Mülheim an der Ruhr GmbH, Mülheim an der Ruhr (BHM) als Organträger sowie der medl GmbH als Organgesellschaft abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages ist das Ergebnis unter Berücksichtigung einer vereinbarten Ausgleichszahlung an den außenstehenden Gesellschafter (Westenergie AG, Essen) an die BHM abzuführen. Die gesellschaftliche und politische Diskussion um die Dekarbonisierung der Energie- und Wärmeversorgung in Deutschland führt dazu, dass die medl Investitionen in den Umbau und Ausbau der Wärme- und Energieversorgung vornehmen muss. Aus diesem Grund wird ein Teil des Ergebnisses (1,0 Mio. €) thesauriert.

Die Gesellschaft hatte für das Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von rd. 11,8 Mio. € geplant. Das tatsächliche Ergebnis i.H.v. 16,2 Mio. € ist gegenüber der Planung um 4,4 Mio. € besser ausgefallen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ist wie in den Vorjahren solide. Die Investitionen liegen deutlich über Abschreibungsniveau. Hauptsächlich handelt es sich um Investitionen in den Breitbandausbau (Anlagen im Bau 4,6 Mio.€) in das Wärmenetz (3,1 Mio. €), in die Strom- und Wärmeerzeugung (0,6 Mio. €) und in das Gasnetz (1,5 Mio. €). Die Eigenkapitalquote liegt bei 22,8% (Vorjahr 27,2%). Die Liquiditätsausstattung ist solide. Zum Stichtag bestehen Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €), zudem ist die medl GmbH in das Cash-Pooling der Beteiligungsholding Mülheim an der Ruhr GmbH einbezogen. Fällige Verbindlichkeiten konnten zu jeder Zeit bedient werden.

Die Rückstellungen stiegen um 4,7 Mio. € auf 24,6 Mio. € (Vorjahr 19,9 Mio. €). Im Einzelnen stiegen die Drohverlustrückstellungen um 3,8 Mio. €, die Rückstellung für Pönale aus dem Breitbandausbau (0,7 Mio. €), für die Methan Direktive (0,3 Mio. €) sowie für ausstehende Eingangsrechnungen (0,4 Mio. €). Dagegen sank die Rückstellung für Abrechnungsverpflichtung (-0,1 Mio. €).

Die Kennzahlen zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage stellen sich wie folgt dar:

2023 2022
Umsatzerlöse Mio. € 195,4 147,3
Betriebsergebnis Mio. € 15,4 16,0
Finanzergebnis Mio. € 0,7 0,3
Bilanzsumme Mio. € 126,4 102,2
Eigenkapital Mio. € 28,8 27,8
Eigenkapitalquote % 22,8 27,2
Investitionen Mio. € 15,1 6,9
Abschreibungen Mio. € 5,3 5,5
Anlagevermögen Mio. € 75,0 65,5

Beteiligungsgeschäft

Stadtentwässerung Mülheim an der Ruhr GmbH (sem), Mülheim an der Ruhr

Die sem ist auf Grundlage eines zum 01.01.2005 mit der Stadt Mülheim an der Ruhr abgeschlossenen Betriebsführungsvertrages für die technische und kaufmännische Betriebsführung des städtischen Abwasserkanalnetzes verantwortlich.

Das Betriebsergebnis der sem ist im Vergleich zum Vorjahr um 589 T€ auf 999 T€ gestiegen. Das ist im Wesentlichen auf gestiegene Umsatzerlöse (+1.030 TEUR) zurückzuführen. Dagegen laufen die gestiegenen Personalaufwendungen (+125 TEUR) sowie gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen (+469 TEUR). Nach Finanzergebnis und Steuern schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2023 mit einem Ergebnis in Höhe von 999 T€ ab. Auf Grundlage des mit der medl GmbH abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages ist der Gewinn unter Berücksichtigung der Ausgleichszahlung an den Minderheitsgesellschafter (Stadt Mülheim an der Ruhr) an die medl GmbH abzuführen.

SWB-Service-Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH (SWB), Mülheim an der Ruhr

Die medl GmbH ist mit 27,9 % an der SWB beteiligt. Gegenstand der Gesellschaft ist die Errichtung, Betreuung, Bewirtschaftung und Verwaltung von Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen. Darüber hinaus können alle im Bereich der Wohnungswirtschaft, des Städtebaus und der Infrastruktur anfallenden Aufgaben übernommen sowie Gemeinschaftsanlagen und Folgeeinrichtungen, Läden und Gewerbebauten, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Einrichtungen und Dienstleistungen bereitgestellt werden.

Die Vermögens- und Ertragslage des SWB ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 erneut gestiegen. Der Bilanzgewinn 2023 wird mit 4.339 T€ um 647 T€ über Vorjahresniveau (3.692 T€) liegen. Auch im Geschäftsjahr 2023 hat die SWB einen Teil ihres Gewinns ausgeschüttet. Auf die medl entfiel hierbei ein Ausschüttungsbetrag in Höhe von 278,5 T€.

Energiepark Styrumer Ruhrbogen GmbH (ESR), Mülheim an der Ruhr

Gesellschafter der ESR sind die medl GmbH (50,1%) und die GELSENWASSER AG (49,9%). Der Gesellschaftszweck ist die Errichtung und der Betrieb von Windenergie- und Photovoltaikanlagen im Styrumer Ruhrbogen. Aus dem Betrieb des Windrades speist die ESR Windenergie in das regionale Stromnetz ein und erzielt daraus eine EEG-Vergütung.

Das Jahresergebnis der ESR zeigt einen Überschuss nach Steuern in Höhe von 53 T€. Trotz erheblicher Steigerung des Windaufkommens konnte das Ergebnis des Vorjahres nicht erreicht werden. Grund hierfür sind die deutlich gefallenen Marktpreise.

SE Sauber Energie GmbH & Co. KG (SE), Köln

Die medl GmbH hält seit dem Geschäftsjahr 2011 einen Kommanditanteil in Höhe von 330 T€ (16,67 %) an der SE. Die SE betätigte sich im Berichtsjahr im Wesentlichen auf dem Gebiet der Lieferung von Gas und Strom, wobei der Vertrieb ausschließlich über das Internet erfolgt. Die geschäftliche Entwicklung der SE war in 2023 positiv. Im Jahr 2023 erfolgte eine Teilausschüttung des Jahresüberschusses 2022 (2.471 T€) in Höhe von jeweils 100 TEUR an die Gesellschafter.

eMHergie GmbH, Mülheim an der Ruhr

Gesellschafter der in 2021 gegründeten eMHergie GmbH sind zu gleichen Teilen die Mülheimer Wohnungsbau eG (MWB), die SWB-Service-Wohnungsvermietungs- und -baugesellschaft mbH (SWB) und die medl GmbH. Der Gesellschaftszweck ist unter anderem mittels Photovoltaikanlagen oder Blockheizkraftwerken selbst erzeugten Strom in von Mietern bewohnten Immobilien selbst zu verbrauchen, sogenannte "Mieterstromprojekte". Das Geschäftsjahr 2023 endete mit einem Jahresergebnis von 29 TEUR.

Rechnungslegung nach § 6 b Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)

Die medl GmbH ist gemäß § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen. Dies resultiert aus der Tatsache, dass die Gesellschaft im Gasbereich tätig ist und gleichzeitig die Funktionen bzw. Tätigkeiten der Gasverteilung und des Gasvertriebs wahrnimmt.

Die Tätigkeit der Gasverteilung ist gemäß § 6 b Abs. 3 EnWG in der internen Rechnungslegung wie ein rechtlich selbstständiges Unternehmen zu führen. Über die Buchung der für den vorgenannten regulierten Tätigkeitsbereich des Gassektors definierten getrennten Konten und Kostenstellen hat die medl GmbH eine eigene Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine eigene Bilanz für die Gasverteilung erstellt.

Für die sonstigen Tätigkeitsbereiche, wie zum Beispiel die Sparte Wärme, sind im Rechnungswesen ebenfalls getrennte Konten und Kostenstellen eingerichtet. Auch hierfür wurden eine eigene Gewinn- und Verlustrechnung sowie eine eigene Bilanz aufgestellt. Die Positionen der Aktiva und Passiva sowie die Erträge und Aufwendungen werden entweder direkt oder über sachgerechte Schlüsselungen, zum Beispiel der Shared-Service-Bereiche, den jeweiligen Tätigkeitsbereichen zugeordnet.

Anzahl der Mitarbeiter

Die medl GmbH beschäftigte am Ende des Berichtsjahres inkl. Geschäftsführung und Auszubildender 152 Mitarbeiter (Vorjahr: 144).

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten nutzt die Geschäftsführung der medl GmbH im Wesentlichen die finanziellen Kennzahlen Rohertrag und das Betriebsergebnis. Zur Verfolgung dieser Kennzahlen werden unterjährig Monats- und Quartalsabschlüsse erstellt.

Darüber hinaus dokumentiert ein wöchentlicher Liquiditätsbericht die Finanzkennzahl CashFlow. Mit Hilfe dieses Berichtes wird die Geschäftsführung in die Lage versetzt, die aktuelle und zukünftige Entwicklung sämtlicher Ein- und Auszahlungen sowie den Stand des Finanzmittelfonds kontinuierlich zu überwachen.

Im nicht-finanziellen Bereich steuert die Geschäftsführung das Energiegeschäft in erster Linie anhand der Veränderungen von Zählpunkten und der damit in Zusammenhang stehenden Anzahl von Absatzverträgen.

Risiko- und Chancenbericht

Risikofrüherkennungssystem

Im Zuge ihrer geschäftlichen Aktivitäten ist die medl GmbH einer Reihe von wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Die Gesellschaft begegnet diesen Risiken zur Sicherung bestehender und zukünftiger Ertragspotenziale mit einem Risikomanagementsystem für eine nachhaltige Unternehmenssteuerung und -entwicklung. Die Gesellschaft ist darüber hinaus in das Risikomanagementsystem der BHM eingebunden.

Alle Risiken werden bei der medl GmbH regelmäßig erfasst und systematisch analysiert und dokumentiert. Bei unvorhergesehenen wesentlichen Veränderungen der Risikosituation erfolgt eine Berichterstattung in Form von Ad-hoc-Meldungen.

Der inhaltliche Schwerpunkt des gesamten Prozesses liegt dabei auf der Früherkennung von Risiken. Insofern ist das System auf die Zukunft gerichtet und betrachtet analog zur Wirtschaftsplanung die kommenden fünf Geschäftsjahre. Die erkannten Risiken werden nach einheitlichen Kriterien bewertet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt sich aus der Häufigkeit eines möglichen Schadens bzw. der Wahrscheinlichkeit des Eintretens einmaliger Ereignisse.

Die Schadenshöhe resultiert aus den möglichen monetären Folgen für die Gesellschaft in den kommenden fünf Geschäftsjahren. In Verbindung mit der Eintrittswahrscheinlichkeit ergibt sich nach Durchführung risikobegrenzender Steuerungsmaßnahmen eine gewichtete Nettoschadenssumme je zukünftigem Wirtschaftsjahr bzw. kumuliert für den mittelfristigen Planungsprozess. Bei der Klassifizierung der Schadenshöhe orientiert sich das Unternehmen an der Steuerungsgröße Betriebsergebnis (EBIT).

Risikobericht

Die medl bewegt sich in einem für Energieversorger typischen Risikoumfeld. Dieses Risikoumfeld ist geprägt durch regulatorische, rechtliche, wettbewerbliche und gesellschaftliche Gegebenheiten, die überwiegend nicht direkt durch die medl beeinflusst werden können.

Konkret handelt es sich bei den für die medl erwähnenswerten Risiken um Risiken, die zu einem Rückgang des Rohertrags führen können. Ein großes Risiko liegt nach wie vor in der Beschaffung von Erdgas. Durch die Lieferung von LNG kann das Gasangebot erweitert werden und der Preis am Markt sinkt kontinuierlich. Es bieten wieder mehr Lieferanten Gas günstiger am Handelsmarkt an. Das kann zur Folge haben, dass Gaskunden kündigen. Zudem werden durch den fortschreitenden Klimawandel überschüssige Gasmengen zu Spotmarktpreisen am Handelsmarkt zurückgegeben, wodurch sich ein Margenverlust ergeben könnte.

Als weitere Risikoposition ist das neue Gebäudeenergiegesetz zu nennen. Ab dem 01.01.2024 müssen neu eingebaute Heizungen zu 65% mit Erneuerbaren Energien betrieben werden. Das hat zur Folge, dass alte Öl- und Gasheizungen getauscht werden müssen, ab 2045 dürfen Heizungen nicht mehr mit fossilem Erdgas oder Heizöl betrieben werden.

Chancenbericht

Die medl GmbH besitzt nach wie vor eine gute Position, um dem steigenden Wettbewerb in der Energiebranche langfristig erfolgreich begegnen zu können.

Chancen für die Gesellschaft bietet der Ausbau und die Verdichtung der Fernwärmenetze. Auch besteht im weiteren Ausbau des Geschäftsfeldes PV-Anlagen die Möglichkeit, Verbundeffekte im Strom- und Gasbereich zu erzielen und so zur positiven Unternehmensentwicklung beizutragen. Geplante Großprojekte wie die Geothermie oder die Flusswärmepumpe werden zur Dekarbonisierung der Stadt Mülheim an der Ruhr einen wesentlichen Beitrag leisten.

Um weiter - auch über Mülheims Grenzen hinaus - Kunden generieren zu können, müssen die Vertriebsprozesse kontinuierlich ausgebaut und digitalisiert werden.

Zudem wird intensiv an der Erschließung und systematischen Bearbeitung von größeren Abnehmern, u. a. über Zwischenhändler (Hausverwaltung, große Immobilienbestände, Gewerbekunden), gearbeitet.

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2024 ist ein Rohertrag in Höhe von rd. 38,6 Mio. € und ein Ergebnis vor Erttragssteuern i.H.v.rd. 11,4 Mio. € geplant. In der Planung sind tarifbedingte Aufwandssteigerungen im Personalbereich sowie erhöhte Abschreibungen durch Investitionen berücksichtigt.

Zu Beginn des Jahres 2024 sind die Preise im Gas und Stromhandel stark gesunken. Es besteht ein erhöhtes Wechselrisiko der Kunden. Zudem waren die Monate Februar und März 2024 deutlich zu warm, was zum einen zu Mindererlösen durch Rückverkäufe der Gasmengen führt, zum anderen Margenrückgänge zur Folge hat.

Weitere Sondereinflüsse, welche die wirtschaftliche Lage nach dem Prognosezeitraum (ab dem Jahr 2025) beeinflussen könnten, sind derzeit nicht absehbar.

 

Mülheim an der Ruhr, den 13.Mai 2024

medl GmbH

Dr. Hendrik Dönnebrink, Geschäftsführer

Dr. Franz-Josef Schulte, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die medl GmbH, Mülheim an der Ruhr:

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der medl GmbH, Mülheim an der Ruhr, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der medl GmbH, Mülheim an der Ruhr, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft.

In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab.

Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung fir das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses - geprüft.

- Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

- Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und des Tätigkeitsabschlusses in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung des Tätigkeitsabschlusses nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Tätigkeitsabschluss entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

• ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

• ob der Tätigkeitsabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entspricht.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung des Tätigkeitsabschlusses entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Essen, den 13. Mai 2024

gkw:treuadvisa GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Torsten Wippermann, Wirtschaftsprüfer

Christian Evers, Wirtschaftsprüfer

Tätigkeitsabschlüsse und Angaben nach § 6 b Abs. 3 Satz 7 EnWG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

AKTIVA

Bilanz 2023 nach Tätigkeiten Gasverteilungsnetz
EUR
31. Dezember 2023 Andere Tätigkeiten
EUR
Gesamt
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 33.918,77 38.387,23 72.306,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.297.474,48 2.761.320,52 4.058.795,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.192.110,00 31.013.734,69 55.205.844,69
3. Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 367.767,59 468.030,41 835.798,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 284.689,47 8.323.457,53 8.608.147,00
26.142.041,54 42.566.543,15 68.708.584,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 5.776.532,35 5.776.532,35
2. Beteiligungen 0,00 334.166,00 334.166,00
3. Sonstige Ausleihungen 55.284,27 60.204,07 115.488,34
55.284,27 6.170.902,42 6.226.186,69
26.231.244,58 48.775.832,80 75.007.077,38
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 245.203,45 806.326,53 1.051.529,98
2. Waren 0,00 214.251,31 214.251,31
3. CO 2 -Zertifikate 0,00 1.635.320,29 1.635.320,29
245.203,45 2.655.898,13 2.901.101,58
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.355.799,49 17.811.507,65 20.167.307,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 380.943,24 13.811.079,08 14.192.022,32
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 330.000,00 330.000,00
4. Forderungen gegen die Stadt Mülheim 0,00 2.941.330,65 2.941.330,65
5. Sonstige Vermögensgegenstände 82.213,01 9.897.513,65 9.979.726,66
2.818.955,74 44.791.431,03 47.610.386,77
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 201.939,25 327.042,15 528.981,40
3.266.098,44 47.774.371,31 51.040.469,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 33.053,03 362.254,70 395.307,73
D. Kapitalverrechnungsposten 0,00 0,00
Bilanzsumme AKTIVA 29.530.396,05 96.912.458,81 126.442.854,86

Passiva

Gasverteilungsnetz
EUR
31. Dezember 2023 Andere Tätigkeiten
EUR
Gesamt
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.820.619,86 6.464.380,14 13.285.000,00
II. Kapitalrücklage 3.116.870,60 2.954.077,03 6.070.947,63
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.269.547,58 8.155.511,01 9.425.058,59
11.207.038,04 17.573.968,18 28.781.006,22
B. Sonderposten
Sonderposten für Zuschüsse 7.360.413,11 8.126.704,30 15.487.117,41
7.360.413,11 8.126.704,30 15.487.117,41
C. Rückstellungen
1. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 777.176,95 1.165.768,17 1.942.945,12
2. Steuerrückstellungen 13.260,00 46.740,00 60.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.894.635,19 19.691.985,68 22.586.620,87
3.685.072,14 20.904.493,85 24.589.565,99
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 9.779.722,18 9.779.722,18
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 26.680.652,46 26.680.652,46
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mülheim 0,00 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 82.462,45 2.488.532,28 2.570.994,73
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 353.327,48 11.238.460,21 11.591.787,69
6. Sonstige Verbindlichkeiten 257.700,40 6.704.307,78 6.962.008,18
693.490,33 56.891.674,91 57.585.165,24
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00 0,00
F. Kapitalverrechnungsposten 6.584.382,43 -6.584.382,43 0,00
Bilanzsumme PASSIVA 29.530.396,05 96.912.458,81 126.442.854,86
Bilanz 2023 nach Tätigkeiten Gasverteilungsnetz
EUR
31. Dezember 2022 Andere Tätigkeiten
EUR
Gesamt
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Rechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 52.448,07 7.476,93 59.925,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.038.310,86 2.432.566,14 3.470.877,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 24.190.186,38 28.872.676,31 53.062.862,69
3. Andere Anlagen Betriebs- und Geschäftsausstattung 374.081,53 507.824,47 881.906,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 257.992,47 1.367.931,53 1.625.924,00
25.860.571,24 33.180.998,45 59.041.569,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 5.941.984,35 5.941.984,35
2. Beteiligungen 0,00 334.166,00 334.166,00
3. Sonstige Ausleihungen 55.796,50 47.548,13 103.344,63
55.796,50 6.323.698,48 6.379.494,98
25.968.815,81 39.512.173,86 65.480.989,67
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 459.254,84 313.963,81 773.218,65
2. Waren 0,00 187.559,31 187.559,31
3. CO 2 -Zertifikate 0,00 1.176.079,09 1.176.079,09
2.818.111,67 13.499.648,65 16.317.760,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 148.563,76 1.129.042,42 1.277.606,18
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 330.000,00 330.000,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 5.585.183,47 5.585.183,47
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 244.731,17 9.076.061,30 9.320.792,47
4. Forderungen gegen die Stadt Mülheim 3.211.406,60 29.619.935,84 32.831.342,44
5. Sonstige Vermögensgegenstände 621.807,70 684.141,37 1.305.949,07
4.292.469,14 31.981.679,42 36.274.148,56
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 56.043,33 399.278,00 455.321,33
0,00 0,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 30.317.328,28 71.893.131,28 102.210.459,56
D. Kapitalverrechnungsposten
Bilanzsumme AKTIVA

Passiva

Gasverteilungsnetz
EUR
31. Dezember 2022 Andere Tätigkeiten
EUR
Gesamt
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.820.619,86 6.464.380,14 13.285.000,00
II. Kapitalrücklage 3.116.870,60 2.954.077,03 6.070.947,63
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.269.547,58 7.155.511,01 8.425.058,59
11.207.038,04 16.573.968,18 27.781.006,22
B. Sonderposten
Sonderposten für Zuschüsse 7.621.473,53 3.731.724,63 11.353.198,16
7.621.473,53 3.731.724,63 11.353.198,16
C. Rückstellungen
1. Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 746.146,30 1.119.220,82 1.865.367,12
2. Steuerrückstellungen 13.260,00 46.740,00 60.000,00
3. Sonstige Rückstellungen 2.814.513,71 15.207.853,08 18.022.366,79
3.573.920,01 16.373.813,90 19.947.733,91
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 7.669.298,08 7.669.298,08
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 12.670.820,50 12.670.820,50
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mülheim 0,00 186.081,17 186.081,17
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 388.514,62 1.369.470,07 1.757.984,69
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.087.085,77 8.249.658,83 10.336.744,60
6. Sonstige Verbindlichkeiten 268.648,64 10.238.943,59 10.507.592,23
2.744.249,03 40.384.272,24 43.128.521,27
E. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00 0,00
F. Kapitalverrechnungsposten 5.170.647,67 -5.170.647,68 0,00
Bilanzsumme PASSIVA 30.317.328,28 71.893.131,28 102.210.459,56

Tätigkeitsabschlüsse und Angaben nach § 6 b Abs. 3 Satz 7 EnWG für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Gasverteilungsnetz
EUR
31. Dezember 2023 Andere Tätigkeiten
EUR
Gesamt
EUR
1. Umsatzerlöse 13.626.146,30 181.805.679,88 195.431.826,18
2. Aktivierte Eigenleistungen 167.681,33 2.221.429,67 2.389.111,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 179.101,61 3.177.970,02 3.357.071,63
4. Materialaufwand 5.748.429,47 152.656.670,93 158.405.100,40
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 319.518,64 136.459.839,68 136.779.358,32
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.428.910,83 12.405.836,08 17.834.746,91
5. Personalaufwand 4.040.793,43 8.461.558,87 12.502.352,30
a) Löhne und Gehälter 3.210.372,92 6.636.880,83 9.847.253,75
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 830.420,51 1.824.678,04 2.655.098,55
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.799.106,55 3.532.485,45 5.331.592,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.752.913,23 7.762.755,14 9.515.668,37
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 834.080,20 834.080,20
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 448.130,70 448.130,70
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 60.580,34 36.441,21 97.021,55
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 165.452,00 165.452,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 172.033,62 310.390,99 482.424,61
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20.827,41 629.302,62 650.130,03
14. Ergebnis nach Steuern 499.405,87 15.005.115,68 15.504.521,55
15. Sonstige Steuern 23.584,77 43.306,58 66.891,35
16. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführter Gewinn 475.821,10 13.961.809,10 14.437.630,20
17. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 0,00 1.000.000,00 1.000.000,00
18. Einstellungen in die Gewinnrücklagen 0,00 1.000.000,00 1.000.000,00
19. Bilanzgewinn / -verlust 0,00 0,00 0,00
Gasverteilungsnetz
EUR
31. Dezember 2022 Andere Tätigkeiten
EUR
Gesamt
EUR
1. Umsatzerlöse 14.741.836,68 132.608.656,53 147.350.493,21
2. Aktivierte Eigenleistungen 182.094,00 263.689,00 445.783,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 509.290,74 5.855.175,77 6.364.466,51
4. Materialaufwand 4.018.841,89 109.801.044,15 113.819.886,04
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 301.723,05 96.468.304,95 96.770.028,00
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.717.118,84 13.332.739,20 17.049.858,04
5. Personalaufwand 4.201.542,81 7.480.035,61 11.681.578,42
a) Löhne und Gehälter 3.317.435,32 5.861.568,63 9.179.003,95
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 884.107,49 1.618.466,98 2.502.574,47
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.752.247,51 3.796.161,49 5.548.409,00
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.748.987,97 5.381.681,39 7.130.669,36
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 342.003,16 342.003,16
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 316.531,60 316.531,60
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.606,90 1.492,03 4.098,93
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 67.970,00 67.970,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 104.501,89 136.308,58 240.810,47
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 98.239,61 346.304,21 444.543,82
14. Ergebnis nach Steuern 3.511.466,64 12.378.042,66 15.889.509,30
15. Sonstige Steuern 23.803,23 34.123,97 57.927,20
16. Aufgrund von Gewinnabführungsverträgen abgeführter Gewinn 3.487.663,41 8.343.918,69 11.831.582,10
17. Jahresüberschuss / -fehlbetrag 0,00 4.000.000,00 4.000.000,00
18. Einstellungen in die Gewinnrücklagen 0,00 4.000.000,00 4.000.000,00
19. Bilanzgewinn / -verlust 0,00 0,00 0,00

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss der Gasverteilung

Allgemeines

Gem. § 6 b Abs. 3 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen, die gleichzeitig die Funktionen bzw. Tätigkeiten "Gasverteilung" und "Gasvertrieb" wahrnehmen, die Tätigkeit "Gasverteilung" in der Rechnungslegung wie ein rechtlich selbständiges Unternehmen zu führen. Für alle anderen Tätigkeiten innerhalb und außerhalb des Gassektors kann zusammengefasst ein eigener Tätigkeitsabschluss erstellt werden. Die Vorgehensweise bei der medl GmbH wird nachfolgend erläutert.

Die medl GmbH hat in der Rechnungslegung für die Tätigkeit "Gasverteilung" getrennte Konten und Kostenstellen eingerichtet. Alle anderen Tätigkeiten (Gasvertrieb, Sonstige Aktivitäten Gas, Stromvertrieb, Stromerzeugung, Sonstige Aktivitäten Strom, Sonstige Aktivitäten außerhalb von Strom und Gas) sind ebenfalls über getrennte Konten und Kostenstellen zu den sonstigen Tätigkeiten zusammengefasst. Mit der Erstellung des Jahresabschlusses zum Stichtag 31.12.2023 ist für die nachfolgenden Tätigkeitsbereiche eine nach § 6 b Abs. 3 EnWG entsprechende Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt worden:

• Gasverteilung

• Andere Tätigkeiten

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Gegenstände des Aktiv- und Passivvermögens der Tätigkeits-Bilanzen sowie Erträge und Aufwendungen der Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnungen wurden entweder direkt zugeordnet oder über sachgerechte Schlüsselungen, z.B. der Shared Service Bereiche, auf die Tätigkeitsbereiche verteilt. Hierbei wurden im Rahmen der Umlagenzurechnung im Wesentlichen der Umsatz-, Personal- und Anlagevermögenschlüssel angewandt. Die in Höhe der nach diesen Zuordnungen innerhalb der Tätigkeits-Bilanzen verbliebenen Differenzen wurden über einen Kapitalverrechnungsposten ausgeglichen.

Weitere Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind dem Anhang zu entnehmen.

Angaben zur Bilanz

1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr binnen eines Jahres fällig.

Die Forderungen unterteilen sich in:

1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: 20.167 TEUR
• Gasverteilung 2.356 TEUR
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen: 14.192 TEUR
• Forderungen aus L+L Gasverteilung 0 TEUR
• Finanzforderungen Gasverteilung 380 TEUR
3. Sonstige Vermögensgegenstände: 9.980 TEUR
• Gasverteilung 82 TEUR

2. Eigenkapital

Es erfolgte eine Verringerung der Gewinnrücklage 2022 in Höhe von 1.623 TEUR zu Gunsten der restlichen Sparten, da dieser Wert nicht dem Gasnetz zuzuordnen ist. Hieraus folgt eine Erhöhung des Kapitalverrechnungspostens in gleicher Höhe.

3. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellung beinhaltet mittelbare Verpflichtungen gegenüber der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK). Auf das Gasnetz entfallen 777 TEUR (Vorjahr 746 TEUR).

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Abrechnungsverpflichtungen (Gasnetz 399 TEUR), Erneuerung Gaszähler gem. Eichgesetz (Gasnetz 684 TEUR) und Personalrückstellungen (Gasnetz 1.641 TEUR).

4. Verbindlichkeiten

Restlaufzeiten Gesamt
TEUR
bis zu 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
davon größer 5 Jahre
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.780 1.016 8.764 4.512
davon Gasverteilung 0 0 0 0
Vorjahreswerte 7.669 817 6.852 3.529
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.681 26.681 0 0
davon Gasverteilung 0 0
Vorjahreswerte 12.671 12.671 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.591 11.591 0 0
davon Gasverteilung 353 353
Vorjahreswerte 10.337 10.337 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 2.571 2.571 0 0
davon Gasverteilung 82 82
Vorjahreswerte 1.758 1.758 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Stadt Mülheim 0 0 0 0
davon Gasverteilung 0 0
Vorjahreswerte 186 186 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 6.962 6.962 0 0
davon Gasverteilung 258 258 0 0
Vorjahreswerte 10.508 10.508 0 0
Gesamt 57.586 48.825 8.764 4.512
davon Gasverteilung 693 693 0 0

1. Kapitalverrechnungsposten

Der Kapitalverrechnungsposten wird offen auf der Passivseite ausgewiesen

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

2. Umsatzerlöse

Aufteilung der Umsatzerlöse 2023
TEUR
2022
TEUR
Gasverteilung 13.626 14.742
-davon assoziierter Vertrieb 7.104 8.881
Andere Tätigkeiten 181.806 132.608
Summe 195.432 147.350

1. Sonstige betriebliche Erträge

Der Anteil der Gasverteilung an den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 3.357 TEUR beträgt 179 TEUR. Es handelt sich überwiegend um geschlüsselte Werte.

2. Materialaufwand

Im Materialaufwand des Gasverteilungsnetzes (5.748 TEUR) werden im Wesentlichen Netznutzungsentgelte des vorgelagerten Netzes abgebildet.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Anteil der Gasverteilung an den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 9.516 TEUR beträgt 1.753 TEUR. Es handelt sich überwiegend um geschlüsselte Werte.

4. Zinserträge

Der Anteil der Gasverteilung an den Zinserträgen in Höhe von 97 TEUR beträgt 61 TEUR. Es handelt sich überwiegend um geschlüsselte Werte.

5. Zinsaufwendungen

Der Anteil der Gasverteilung an den Zinsaufwendungen in Höhe von 482 TEUR beträgt 172 TEUR. Es handelt sich überwiegend um geschlüsselte Werte.

Sonstige Angaben

Gewinnabführungsvertrag

Das Ergebnis des Tätigkeitsbereiches "Gasverteilung" wird auf Grundlage eines Gewinnabführungsvertrages an die Gesellschafter der medl GmbH abgeführt.

Geschäftsführer

Dr. Hendrik Dönnebrink, kaufmännischer Geschäftsführer

Dr. Hans-Jürgen Weck, technischer Geschäftsführer bis 31.03.2024

Dr. Franz-Josef Schulte, technischer Geschäftsführer ab 01.04.2024

 

Mülheim an der Ruhr, 13. Mai 2024

medl GmbH

Dr. Hendrik Dönnebrink, Geschäftsführer

Dr. Franz-Josef Schulte, Geschäftsführer

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