Heicon Service GmbH + Co KG
03222 Lübbenau/Spreewald, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
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Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Bernburg Beteiligung GmbH + Co KGBernburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022B. WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS Wir haben zu dem Konzernabschluss und dem Konzernlagebericht der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG, Bernburg (Saale), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 in den diesem Bericht als Anlage I (Konzernabschluss) und Anlage II (Konzernlagebericht) beigefügten Fassungen den am 2. Mai 2023 in Dortmund unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt: " BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG, Bernburg (Saale) PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG, Bernburg (Saale), und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. G. SCHLUSSBEMERKUNG UND UNTERZEICHNUNG DES PRÜFUNGSBERICHTS Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG, Bernburg (Saale), haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf (IDW PS 450 n.F. (10.2021)), erstattet. Der von uns erteilte Bestätigungsvermerk ist in Abschnitt B. dieses Prüfungsberichts wiedergegeben.
Dortmund, 2. Mai 2023 BDO
AG
Schwalvenberg, Wirtschaftsprüfer Fritz, Wirtschaftsprüfer KonzernbilanzAKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
KonzernanhangI. Allgemeine Erläuterungen zum Konzernabschluss Der Konzernabschluss der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG, Bernburg (Saale), (Amtsgericht Stendal, HR A 1771) wurde entsprechend den Vorschriften des HGB (insbesondere §§ 290 ff. HGB) sowie den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Bilanz ist bei den Verbindlichkeiten um den Posten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zur Übersichtlichkeit erweitert worden. Der Konsolidierungskreis hat sich zum Vorjahr nicht verändert. Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG, der auch dem Stichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht, aufgestellt. II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden In den Konzernabschluss der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG werden grundsätzlich alle Unternehmen einbezogen, für die der Gesellschaft gemäß § 290 Abs. 2 HGB die Möglichkeit der Beherrschung zusteht. Die Beherrschungsmöglichkeit ergibt sich aus der Befugnis der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG die Finanz- und Geschäftspolitik des Konzerns zu bestimmen. Bei der Bernburg-Gruppe handelt es sich um einen zweistufigen Konzern mit Tochtergesellschaften in Deutschland. Zum Konzern gehören folgende Gesellschaften:
Der Konzernabschluss hat dabei gem. § 264b Nr. 3 HGB befreiende Wirkung für die nachfolgenden Gesellschaften:
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte für die vor dem 1. Januar 2010 bereits in den Konzern einbezogenen Unternehmen in Ausübung des Wahlrechts des Artikels 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB weiterhin nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Für Erwerbsvorgänge nach dem 31. Dezember 2009 erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode. Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Umsätze, Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden verrechnet. Ergebnisse, die aus Lieferungen und Leistungen der Unternehmen des Konsolidierungskreises untereinander entstanden sind, ohne dass die Lieferungen und Leistungen den Konsolidierungskreis verlassen haben, gelten im Allgemeinen für Zwecke des Konzernabschusses als nicht realisiert. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beruhen auf den Bestimmungen der §§ 246 ff. HGB. Die Bewertungsansätze der Einzelbilanzen wurden unverändert in die Konzernbilanz übernommen. Die Darstellung einer steuerlichen Überleitungsrechnung nach DRS 18 Rz. 67 ist zu den latenten Steuern nicht angewandt worden. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über (gruppeneinheitliche) Nutzungsdauern von 2 bis 5 Jahren vorgenommen. Der aus der Kapitalkonsolidierung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Anschaffungskosten und dem Wert der einzelnen Vermögensgegenstände des Unternehmens, abzüglich der Schulden zum Zeitpunkt der Übernahme, und wird planmäßig linear innerhalb von 10 Jahren abgeschrieben. Aufgrund der vielfältigen und heterogenen Einflussfaktoren auf die Nutzung des aktivierten, entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes war es uns nicht möglich, seine Nutzungsdauer verlässlich zu schätzen. Daher haben wir dafür den gesetzlich vorgesehenen Höchstzeitraum von 10 Jahren zugrunde gelegt. Der Firmenwert ist aus der Übernahme der Heicon Gesellschaften im Konzern entstanden. Wesentliche Änderungen unterlag der Firmenwert im Berichtsjahr nicht. Im Falle einer voraussichtlich dauernden Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Bestehen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr, wird der niedrigere Wertansatz eines entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts beibehalten. Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung, angemessene Teile der Gemeinkosten und die fertigungsbedingten Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig oder pro-rata-temporis. Die Abgänge wurden zu Anschaffungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Abgangs ausgebucht. Geringwerte Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 1.000,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt. Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:
Umlaufvermögen Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Börsen- oder Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen die Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten der Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe werden nach der Last in First out (Lifo-)-Methode ermittelt. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Arbeiten erfolgte mit den Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Arbeiten veranlasst ist) gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Da der nach der retrograden Methode ermittelte beizulegende Wert niedriger war, kam dieser durchgehend zum Ansatz. Der beizulegende Wert wurde bei den unfertigen Arbeiten mittels eines Abschlags in Höhe von 10 %, bei den fertigen Arbeiten mittels eines Abschlages von 5 % des Vertragspreises unter Berücksichtigung des Fertigstellungsgrades berechnet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennwert angesetzt und von den Vorräten offen abgesetzt, soweit mit den Arbeiten begonnen wurde, und im Übrigen passiviert. Forderungen Die Forderungen wurden mit dem Nennwert bewertet. Dem speziellen Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Einzelwertberichtigungen und dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. 1 % der nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen. Sonstige Vermögensgegenstände und Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten Der Ansatz der sonstigen Vermögensgegenstände und des Kassenbestands sowie den Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zu Nennwerten. Latente Steuern Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen ermittelt. Verlust- und Zinsvorträge sind berücksichtigungsfähig, wenn eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb des gesetzlich festgelegten Zeitraums von 5 Jahren erwartet wird. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuern angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird von dem Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertrag-Steuersatzes des steuerlichen Organkreises der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG, Bernburg, von aktuell 16,07 %. Dieser setzt sich aus dem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz zusammen. Da die Verwaltungsgesellschaften Einheitsbilanzen aufstellen und keine Verlustvorträge aufweisen, werden in dem kombinierten Ertragsteuersatz keine Körperschaftsteuer und kein Solidaritätszuschlag berücksichtigt. Abweichungen ergeben sich aus den Pensionsrückstellungen. Aufgrund des ausgeübten Wahlrechtes in den Einzelabschlüssen auf den Ansatz dieser aktiven latenten Steuern zu verzichten, wurde zum 31. Dezember 2022 auch in dem Konzernabschluss kein Bilanzposten angesetzt. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus dem beiliegenden Eigenkapitalspiegel. Rückstellungen Die aufgrund des schriftlichen Pensionsvertrags vom 10. Oktober 2012 zu bildende Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" der Heubeck AG in der Fassung vom Oktober 2018 (Heubeck Richttafeln 2018 G) ermittelt. Erwartete Rentensteigerungen werden mit 2,0 % p.a. (Vorjahr: 1,5 %) berücksichtigt. Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, verwendet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren (1,78 %, Vorjahr: 1,87 %) und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren (1,44 %, Vorjahr: 1,35 %) beträgt zum Abschlussstichtag EUR 9.828,00 (Vorjahr: EUR 15.840,00). Der Altersversorgungsaufwand setzt sich aus der Zinskomponente von EUR 7.628,67, die im Finanzergebnis innerhalb des Postens "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" und dem Dienstzeitaufwand von EUR 20.229,33, der im Personalaufwand ausgewiesen wird, zusammen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge passiviert. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssatz werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Bilanzierungsgrundsätze zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Konzernabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind. IV. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Konzernbilanz Anlagevermögen Zur Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf das dem Konzernanhang als Anlage beigefügten Anlagengitter. Zinsen für Fremdkapital werden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 1.304 (Vorjahr TEUR 2.187) und eine Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von TEUR 1.365 (Vorjahr TEUR 1.695). Konzern-Bilanzgewinn Der Konzern-Bilanzgewinn setzt sich aus dem Konzern-Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 4.300 abzüglich der Gutschrift auf Verbindlichkeitenkonten in Höhe von TEUR 953 und zuzüglich des Gewinnvortrags in Höhe von TEUR 201 zusammen. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen betreffen die Gewerbesteuer und die Körperschaftsteuer für die Jahre 2020 und 2021. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für noch auszuführende Arbeiten (TEUR 6.435), ausstehende Rechnungen (TEUR 4.631) sowie Personal (TEUR 2.059) Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gliedern sich - nach Restlaufzeiten aufgeteilt - wie folgt:
1) Sicherungsübereignung (Maschinen)
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen - wie im Vorjahr - Darlehensverbindlichkeiten sowie deren Verzinsung. V. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Gesamtkostenverfahren Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aufteilung der Umsatzerlöse Die Aufteilung nach Tätigkeitsbereichen und nach geographisch bestimmten Märkten unterbleibt, da diese sich untereinander nicht erheblich unterscheiden (§ 314 Abs. 1 Nr. 3 HGB). Periodenfremde Erträge Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 1.178) ausgewiesen. Diese setzen sich aus Anlagenverkäufen TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 215), aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 633), aus der Auflösung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 325) sowie aus der Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 5) zusammen. Periodenfremde Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von insgesamt TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 250) ausgewiesen. Diese setzen sich aus Anlagenabgängen in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 250) zusammen. VI. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Gesamtschuldnerische Haftungen sowie Rückbürgschaften des Konzerns bestanden gegenüber Versicherungen für deren Gewährleistungs-, Aval-, Kautions- und Bankbürgschaften in Höhe von TEUR 17.881. Gründe für die Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen sind nicht ersichtlich, wir schließen dies aus den jahrelang bestehenden Verhältnissen ohne Inanspruchnahme. Sonstige finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember 2022, die nicht in der Konzernbilanz erscheinen, bestehen in Form von Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 684. VII. Sonstige Angaben Geschäftsführer der beherrschenden Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte die Geschäftsführung der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG durch die Geschäftsführer der Komplementärin BBG Verwaltungsgesellschaft mbH, Sitz Dortmund, Stammkapital EUR 30.000,00. Die Geschäftsführung der persönlich haftenden Komplementär-GmbH besteht aus: Dipl.-Ing. Johann Jaeger (Geschäftsführer) Dipl.-Ing. Holger Disselhoff (techn. Geschäftsführer) Dipl.-Kfm. Guido Hoffmann (kfm. Geschäftsführer) Karen Reimann (seit dem 27. Juli 2022) Anja Hilmer (seit dem 27. Juli 2022) Auf die Angaben der Gesamtbezüge des Geschäftsjahres gem. § 314 Abs. 1 Nr. 6 a) und b) HGB wurde nach § 314 Abs 3 HGB i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Geschäfte mit nahestehenden Personen Mit nahestehenden Personen und Unternehmen sind Geschäfte nur zu marktüblichen Konditionen zustande gekommen. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin im Berichtsjahr 2022 war die BBG Verwaltungsgesellschaft mbH mit Sitz in Dortmund. Das gezeichnete Kapital der BBG Verwaltungsgesellschaft mbH beträgt EUR 30.000,00. Befreiender Konzernabschluss Der Konzernabschluss wird an den Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht und von diesem bekannt-gemacht. Konzernmuttergesellschaft ist die Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG, die auch den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufstellt. Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten lässt sich wie folgt gliedern:
Abschlussprüferhonorar Als berechnetes Abschlussprüferhonorar für das Geschäftsjahr 2022 ergibt sich gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB ein Gesamthonorar von TEUR 69. Aufgegliedert ergibt sich ein Honorar für die Abschlussprüfungsleistung in Höhe von TEUR 49 und ein Honorar für die Steuerberatungsleistung in Höhe von TEUR 20. Ergebnisverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDie Geschäftsführung der BBG Verwaltungsgesellschaft mbH - persönlich haftende Gesellschafterin des Mutterunternehmens - schlägt der Gesellschafterversammlung Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 3.380 gemäß Gesellschaftsvertrag auf das jeweilige Gesellschafterdarlehenskonto zu buchen. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.
Bernburg (Saale), 2. Mai 2023 Für die Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG Die geschäftsführende Komplementärin BBG Verwaltungsgesellschaft mbH Geschäftsführer Dipl.-Ing. Johann Jaeger Dipl.-Ing. Holger Disselhoff Dipl.-Kfm. Guido Hoffmann Karen Reinmann Anja Hilmer Entwicklung des Anlagevermögens
Konzerneigenkapitalspiegel
Der Betrag, der am Bilanzstichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung steht, entspricht dem Konzern-Jahresüberschuss
Der Betrag, der am Bilanzstichtag zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung steht, entspricht dem Konzen-Jahresüberschuss. Konzernkapitalflussrechnung
Definition des Finanzmittelfonds:
KonzernlageberichtI. GRUNDLAGE DES KONZERNS a. Geschäftsmodell des Konzerns Der Konzern (nachfolgend Jaeger Bernburg) ist in Familienhand und führt mit seinen Tochterunternehmen Bauleistungen in den Bereichen Tief- und Rohrleitungsbau, Industriebau, Erdbau, Bahnbau und Ingenieurbau aus. Wesentliche Standorte der Unternehmung sind Bernburg in Sachsen-Anhalt sowie Lübbenau in Brandenburg. Die wesentlichen Beteiligungen sind:
b. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt im branchenüblichen Umfang Entwicklungen zur technischen Weiterentwicklung von vorhandenen Verfahren. Allerdings sind - branchenüblich - die meisten dieser Aktivitäten projektbedingt. Projektunabhängige F&E- Aktivitäten werden nicht durchgeführt. II. WIRTSCHAFTSBERICHT a. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Zur Bewertung der wirtschaftlichen Lage stützten wir uns auf die Kommunikation der Bauverbände, welche hier auf die relevante Branche öffentlicher Bau verkürzt, wiedergegeben wird 1. Ende des Jahres 2021 wurde sehr optimistisch auf die Baukonjunktur im Jahr 2022 geschaut. Für 2022 wurde ein reales Wachstum im Umsatz des Bauhauptgewerbes bei +1,5 % prognostiziert. Die Wiederingangsetzung der Lieferketten wurde jedoch jäh durch den Ukraine-Krieg und die daraufhin erfolgten Sanktionen gegen Russland unterbrochen. Schließlich setzte eine exorbitante Preissteigerung für Energiekosten ein, die die Lebenshaltungskosten, aber auch die Baukosten antreibt. Parallel dazu haben sich die Zinsen für Immobilienkredite seit Jahresbeginn vervierfacht. Zudem sind die Logistikkapazitäten im weltweiten Handel immer noch nicht auf Vor-Corona-Niveau verfügbar. Die Baustoffbeschaffung bleibt für Bauunternehmen insgesamt aufwendig. Es braucht immer noch deutlich mehr Vorlauf, um Materialien und Baustoffe zu organisieren, als wir es vor der Corona-Pandemie gewohnt waren, just in time beliefert zu werden. Die Materialkosten verharren weiter auf historischem Niveau und sind Treiber der Preisentwicklung für Bauleistungen. Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes lagen die Preise für Bauleistungen im August im Wohnungsbau um 16,5 % und für den Straßenbau um 18,5 % über den Vorjahreswerten. Die Preisentwicklung für Bauleistungen hat ihren Höhepunkt in den Sommermonaten 2022 erreicht. Für den gesamten Jahresverlauf 2022 wurde mit einer Preissteigerung für Bauleistungen von gut insgesamt 15 % gerechnet. Zum Jahresbeginn 2023 sind den Bauunternehmen neuerlich Preiserhöhungen für Baumaterial angekündigt worden. Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe erwartet für 2022 einen Umsatzrückgang (real) von 5,5 % und prognostiziert für 2023 noch einmal einen Rückgang um 7 %. Für das Jahr 2022 wird mit einem Umsatz im Bauhauptgewerbe von knapp 158 Mrd. € gerechnet, was einem nominalen Zuwachs um 9 % und einem realen Rückgang um 5,5 % entspricht. Der Mix aus steigenden Bau-, Finanzierungs- und Lebenshaltungskosten schlägt zunehmend auf die Nachfrage nach Bauleistungen zurück. Die Baukonjunktur verliert an Schwung. Die Rahmenbedingungen für die Bauwirtschaft haben sich markant verschlechtert und trüben die Aussichten für die Baukonjunktur im Jahr 2023 deutlich ein. Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im Jahr 2022 liegt bei 917.000 Beschäftigten. Derzeit wird für 2023 mit 910.000 Beschäftigten gerechnet. Hintergrund ist die rückläufige Entwicklung. Die Rahmenbedingungen für Bauinvestitionen müssen stabilisiert werden. Eine erfreuliche Entwicklung ist, dass das Baugewerbe weiter stark an der Ausbildung festhalten will, 60 % der Unternehmen wollen ihren Lehrlingsbestand halten und 26 % im Jahr 2023 mehr ausbilden. Für das Jahr 2023 rechnet der Verband mit einem Umsatz im Bauhauptgewerbe von knapp 155 Mrd. €, was einem nominalen Rückgang um 2 % und bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5% einem realen Rückgang um 7 % entspricht. Im Wirtschaftsbau wird für 2022 insgesamt mit einem Umsatz von 55,8 Mrd. Euro (+9,5 %) gerechnet, davon im Hochbau ca. 32 Mrd. € (+10,4 %) und im Tiefbau knapp 24 Mrd. € (+8,3 %). Die Investitionen im Wirtschaftsbau sind vor allem durch die Konjunkturaussichten der deutschen Volkswirtschaft, und damit durch die vorherrschende hohe Unsicherheit geprägt. Auch die Baukostenentwicklung wirkt bremsend auf die Nachfrage nach Gewerbebauten. Die rückläufige Orderentwicklung lässt in den nächsten Monaten eine rückläufige Umsatzentwicklung erwarten. Für 2023 geht man von einem realen Rückgang beim Umsatz im Wirtschaftsbau um 6 % aus, was bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5 % einem nominalen Rückgang um 1 % entspricht. Dabei steigen die Umsätze im Tiefbau um nominal 3 %. Im Hochbau gehen die Umsätze um 4 % zurück. Im öffentlichen Bau wurden bis zum dritten Quartal in den Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten ca. 24,3 Mrd. € umgesetzt; davon ca. 4,6 Mrd. € im Hochbau (+6,2 %) und 19,7 Mrd. € im Tiefbau (+10 %). Die Kommunen, als anteilsstärkster öffentlicher Auftraggeber, sehen in den kommenden Jahren einen starken Aufwuchs ihrer laufenden Sach- und Personalaufwendungen sowie Sozialausgaben, der nicht durch den Anstieg der prognostizierten Steuereinnahmen gedeckt ist. Es ist zu befürchten, dass die Kommunen vor diesem Hintergrund ihre Investitionen im Jahr 2023 nicht wie noch im Sommer von ihnen prognostiziert um 3,5 % ausweiten können. Von einem bestenfalls Halten der Investitionen im Jahr 2023 auf dem Niveau des Vorjahres wird ausgegangen. Die Investitionen des Bundes in die Infrastruktur haben im Jahr 2022 nicht die Zielvorgaben erreicht. Der avisierte Aufwuchs beim Brückensanierungsprogramm vermittelt sich in der Praxis nicht. Der Verband sieht die Gefahr, dass die geplanten Budgets nicht vollständig am Markt platziert werden. Der Hauptkunde Deutsche Bahn hat wiederum in den nächsten 10 Jahren gute Voraussetzungen für weitere Investitionen. Zum 1. Januar 2020 ist die LuFV III mit einer Laufzeit von zehn Jahren (2020 - 2029) in Kraft getreten. Im Rahmen dieser Vereinbarung hat vor allem der Bund seinen Beitrag stark erhöht. So sollen in den Jahren 2020 bis 2029 insgesamt 63,4 Mrd. € für Ersatzinvestitionen in das Bestandsnetz eingesetzt werden. 2 Für 2022 wird für den öffentlichen Bau insgesamt mit einem Umsatz von 41,4 Mrd. € (+7,7 %) gerechnet, davon im Tiefbau von ca. 33,3 Mrd. Euro (+8,3 %) und im Hochbau von gut 8 Mrd. € (+5,3 %). Real fallen die Umsätze im öffentlichen Bau damit um fast 7 % niedriger aus als im Jahr 2021. Für 2023 rechnet der Verband mit einem realen Rückgang beim Umsatz im öffentlichen Bau um 4,5 %, was bei der veranschlagten Preisentwicklung von 5,5 % einem nominalen Zuwachs um 1 % entspricht. Dabei halten die Umsätze im Tiefbau etwa das Vorjahresniveau. Im Hochbau steigen die Umsätze um ca. 2,5 %. b. Geschäftsverlauf Die Gesamtleistung des Konzerns ist im Jahr 2021 von 127,8 Mio. € auf 97,8 Mio. € im Jahr 2022, d.h. um 23,4 % gesunken. Der Konzern-Jahresüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr mit 4,3 Mio. € um 2,0 Mio. € verschlechtert.
2
https://www.eba.bund.de/DE/Themen/Finanzierung/LuFV/lufv_node.html,
Abruf 24. April 2021
Betriebsleistung und -ergebnis waren im Jahr 2021 durch ein zeitkritisches Großprojekt deutlich nach oben aus dem Zielkorridor ausgebrochen. Im Jahr 2022 standen kleinere und mittelgroße Projekte im Fokus der Geschäftstätigkeit. c. Lage Der Konzern hat sich im Jahr 2022 in allen Bereichen gut behauptet. Die Auslastung war in Ordnung, es konnten Aufträge in allen Gewerken gewonnen werden. Im Jahr 2022 standen kleinere und mittelgroße Projekte im Fokus der Geschäftstätigkeit. Langfristig halten wir den Fokus auf komplexe Sanierungsmaßnahmen für Bahnstrecken weiterhin für richtig. 1. Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen ist um 2,7 Mio. € auf 39,0 Mio. € gestiegen. Es wurde weiter in Maschinen insbesondere für die Oberleitungsmontage investiert, auch haben wir in Anlagen zur Verbesserung unserer Stahlbaukapazitäten investiert. Die Vorräte haben sich um 0,7 Mio. € auf 3,1 Mio. € erhöht. Die Position Vorräte wird durch fertige und unfertige Leistungen (134,9 Mio. €) sowie die aktivisch saldierten erhaltene Anzahlungen (- 134,4 Mio. €) dominiert, insgesamt ist die Position quasi unverändert. Die Kassenbestände liegen mit 16,5 Mio. € über dem Vorjahresbestand von 12,0 Mio. €. Gleichzeitig stiegen im Stichtagsvergleich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4,6 Mio. € auf 7,8 Mio. €, davon sind 6,0 Mio. € Geldmarktdarlehen mit Laufzeiten bis 24 Monate. Damit ist auch die Liquiditätssituation in einem labiler werdenden Zinsumfeld gesichert. Das Eigenkapital vor Konzern-Jahresüberschuss wurde im Wesentlichen durch Erhöhung der Kapitalrücklage um 2,0 Mio. € erhöht, die Eigenkapitalquote beträgt 25% ohne Einbeziehung des Konzern-Jahresüberschusses. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von 2,9 Mio. € auf 1,8 Mio. € gesunken. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen betragen 16,7 Mio. € (Vorjahr 12,4 Mio. €). Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungs- bzw. - wenn möglich - Skontofrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Bei den langfristigen Projekten werden A-Konto-Zahlungen und Zahlungspläne genutzt. 2. Ertragslage Die Gesamtleistung ist gegenüber dem Vorjahr von 127,8 Mio. € auf 97,8 Mio. € gesunken. Ein Großprojekt mit sehr kurzer Bauzeit hat im Jahr 2021 diese Leistungsspitze verursacht, die Leistung des Jahres 2022 entspricht der im Mittel geplanten Leistung. Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren betragen 41,1 % der Gesamtleistung und sind um 10,2 % gesunken. Ebenfalls deutlich sind die Aufwendungen für bezogene Leistungen gesunken: Ihr Anteil an der Gesamtleistung betrug 14,6 %, das entspricht einem Rückgang von 8,4% bezogen auf die Gesamtleistung, die Position selbst ist um 14,6 % gesunken. Die Personalaufwände betragen 35,3 % der Gesamtleistung und sind damit prozentual um 8,0 %-Punkte gestiegen (27,3 % im Vorjahr). Es musste aufgrund der gesunkenen Betriebsleistung weniger auf Nachunternehmer zurückgegriffen werden. Der Konzernjahresüberschuss ist absolut um 2,0 Mio. € auf 4,3 Mio. € (Vorjahr: 6,3 Mio. €) gesunken, die Leistungsrendite ist um 0,5% auf 4,4% gefallen. 3. Finanzielle Leistungsindikatoren Wir ziehen zur internen Konzernsteuerung die Kennzahlen Gesamtleistung und den Konzern- Jahresüberschuss heran. Die Gesamtleistung berechnen wir auf Basis der Umsatzerlöse und der Annahmen zur Bestandsveränderung. Der Konzern-Jahresüberschuss berechnet sich nach den Vorgaben des HGB. 4. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Wesentlicher Erfolgsfaktor der Jaeger Bernburg Gruppe ist ein Stamm von 465 gewerblichen und 121 angestellten Mitarbeitern. Um unsere Schlagkraft langfristig zu sichern, beschäftigen wir 65 Auszubildende. Alle angebotenen Gewerke können mit eigenem Personal erbracht werden; Leistungen werden lediglich aus Kapazitätsgründen fremd vergeben. Ebenso wichtig ist die Maschinenausstattung der Gesellschaft, mit dem wir die Abläufe unserer Baustellen sehr effizient gestalten können. Der Maschinenpark ist sowohl umfangreich als auch vielseitig. Dies sichert auch die für Bahnbaustellen notwendige Flexibilität. Wir bilden unsere Mitarbeiter durch interne und externe Schulungsmaßnahmen regelmäßig fort. Dabei berücksichtigen wir sowohl die Anforderungen der Jaeger Bernburg als auch die persönliche Entwicklung der Mitarbeiter. Die Fluktuation in der Jaeger Bernburg ist gering. Einen Investitionsschwerpunkt haben wir im Bereich Stahlbau gelegt und eigene Kapazitäten im Zuschnitt von Stahl aufgebaut. Wesentlich für diese Investitionsentscheidung ist hier insbesondere der Zugewinn an Flexibilität, welcher es uns ermöglicht, in den von den Auftraggebern gesetzten engen Zeitfenstern zu agieren. III. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Das Unternehmen ist spezialisiert auf Erd-, Tief und Bahnbau. Wir können für verschiedene öffentliche und private Auftraggeber tätig sein. Auch unser Maschinenpark ist flexibel einsetzbar, eine Abhängigkeit von der Deutsche Bahn AG besteht nur für die Heicon Gesellschaften. Die im Jahr 2019 intensiv geführte gesellschaftliche Debatte über den Klimawandel hat Investitionen in den Bahnverkehr begünstigt (LuFV III). 3 Auch aktuelle politische Diskussionen kündigen Investitionen in die Schiene an. Schwankende Rohstoffpreise versuchen wir durch verbindliche Angebote unserer wesentlichen Lieferanten sowie durch Rahmen- und Vorverträge zu minimieren. Zudem ist es unser Bestreben, bei langfristigen Projekten Preisgleitklauseln zu vereinbaren. Aufgrund der derzeitigen Situation lassen sich diese Risiken aber nicht vollständig beherrschen. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich der Konzern überwiegend aus erwirtschafteten Mitteln. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die mit Forderungsausfall verbundenen Risiken werden konsequent überwacht, für Ausfall und Bonitätsrisiken werden angemessene Rückstellungen gebildet. Da die öffentliche Hand überwiegender Auftraggeber ist, ist dieses Risiko gering. Für die weitere Entwicklung des Geschäfts sehen wir insbesondere in der Abwicklung von komplexen Großaufträgen gute, nutzbare Chancen. Unsere erweiterte und auch durch mehr Referenzen belegbare Kompetenz wird hier vermutlich die Ausgangsposition verbessern. Wir erwarten eine positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir keine Risiken, die unsere Entwicklung beeinträchtigen oder unseren Bestand gefährden. IV. PROGNOSEBERICHT Die Beschäftigung ist für die Jahre 2023 und 2024 durch zwei Großprojekte für die DB Netz AG gesichert. Wir erwarten für 2023 eine leicht steigende Gesamtleistung auf 100 Mio. € bei gleichbleibenden Konzern-Jahresüberschuss. Aufgrund weiterhin hoher Investitionen der DB Netz AG werden wir wahrscheinlich in unser Kompetenzportfolio auch zukünftig passende Projekte gewinnen können. Darüber hinaus werden Anfragen der Übertragungsnetzbetreiber kalkuliert. An den aus der Energiewende folgenden Investitionen in die Stromnetze wollen wir partizipieren. Hier ist ein hohes Investitionsvolumen absehbar. Wir werden auch künftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.
Bernburg, 2. Mai 2023 Für die Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG Die geschäftsführende Komplementärin BBG Verwaltungsgesellschaft mbH Geschäftsführer Dipl.-Ing. Johann Jaeger Dipl.-Ing. Holger Disselhoff Dipl.-Kfm. Guido Hoffmann Karen Reimann Anja Hilmer Rechtliche Verhältnisse Im Rahmen dieses Konzernabschlusses wird die Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG als Mutterunternehmen angesehen. Die Voraussetzungen des § 290 Abs. 1 HGB sind erfüllt. Im Folgenden werden die rechtlichen Verhältnisse sowohl der Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG (Konzernmutter) als auch der Komplementär-GmbH BBG Verwaltungsgesellschaft mbH dargestellt. Bernburg Beteiligung GmbH + Co KG Gegenstand des Unternehmens ist das Halten und die Verwaltung von Beteiligungsvermögen der Gesellschafter und sonstiger den Gesellschaftern gehörender Sachanlagen, ferner die Vornahme von Verwaltungsleistungen für andere Unternehmen. Das Kommanditkapital beträgt EUR 3.000.000,00. Kommanditisten sind Herr Dipl.-Ing. Johann Jaeger mit einer Einlage von EUR 2.340.000,00, Herr Dipl.-Kfm. Hans Jaeger mit einer Einlage von EUR 150.000,00, durch dessen Tode am 30. Juli 2021 ist die Erbengemeinschaft Rechtsnachfolger, diese hat die Anteile im Rahmen des Vermächtnisses im Jahre 2022 an Dipl.-Ing. Johann Jaeger übertragen, Herr Dipl.-Ing. Holger Disselhoff mit einer Einlage von EUR 210.000,00 sowie Herr Dipl.-Kfm. Guido Hoffmann, Frau Karen Reimann und Frau Anja Hilmer mit einer Einlage von jeweils EUR 150.000,00. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgt durch die Komplementärin BBG Verwaltungs-gesellschaft mbH mit Sitz in Dortmund. BBG Verwaltungsgesellschaft mbH Die BBG Verwaltungsgesellschaft mbH ist eine Kleinstkapitalgesellschaft i.S. § 267 a HGB und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Dortmund unter HRB 20204 eingetragen. Gesellschafter ist Herr Dipl.-Ing. Johann Jaeger mit einer Stammeinlage von EUR 30.000,00. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Geschäftsführung der Gesellschaft erfolgt durch Herrn Dipl.-Ing. Johann Jaeger, Herrn Dipl.-Ing. Holger Disselhoff, Herrn Dipl.-Kfm. Guido Hoffmann, Frau Karen Reimann und Frau Anja Hilmer. Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 13.06.2023.
Dortmund, den 13.06.2023 gez. Johann Jaeger gez. Guido Hoffmann |
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