Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 71450
Vorher
STG Dreihundertvierundzwanzigste Vermögensverwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH
Eingetragen
9.8.2010
Branche
Herstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit Motorantrieb
Gegenstand
die Forschung, Entwicklung und Beratung sowie die Herstellung und der Vertrieb im Bereich von Spezialarmaturen, Antriebsaggregaten und ähnlichen Produkten aller Art nebst der Einbringung von allen damit in Zusammenhang stehenden Planungen und Dienstleistungen aller Art.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ERIKS Holding Deutschland GmbH

Halle (Westf.)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.726.753 325.352
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.084.163 5.810.916 2.283.579 2.608.931
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.771.701 35.457.898
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.165.541 1.114.288
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.944.945 12.858.004
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 426.826 47.309.013 45.867 49.476.057
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 14.699 0
53.134.628 52.084.988
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.957.990 2.578.158
2. Unfertige Erzeugnisse 421.908 404.977
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 52.176.822 33.536.962
4. Geleistete Anzahlungen 1.092.825 56.649.545 212.731 36.732.828
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.458.520 13.668.554
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.819.197 168.097
3. Sonstige Vermögensgegenstände 2.005.771 30.283.488 1.178.438 15.015.089
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.333.716 10.838.968
88.266.749 62.586.885
C. Rechnungsabgrenzungsposten 591.694 491.830
D. Aktive latente Steuern 0 2.608
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 9.144 4.765
142.002.215 115.171.076

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.045.168 2.045.168
II. Kapitalrücklage 128.101.627 99.101.627
III. Verlustvortrag -85.857.263 -60.955.866
IV. Konzernjahresfehlbetrag -18.520.279 -24.901.397
25.769.253 15.289.532
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen nach Verrechnung mit Deckungsvermögen 3.109.167 1.322.196
2. Sonstige Rückstellungen 8.736.435 6.382.363
11.845.602 7.704.559
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.057.143 19.380.952
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 835.668 183.742
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.023.960 12.062.653
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 63.928.989 58.710.889
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1.143.997 1.836.141
- davon aus Steuern EUR 534.260,10 (i. Vj. EUR 683.226,23) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 5.351,12 (i. Vj. EUR 35.961,28) -
103.989.757 92.174.377
D. Passive latente Steuern 397.603 2.608
142.002.215 115.171.076

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 185.950.813 157.906.039
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -225.307 -14.918
3. Sonstige betriebliche Erträge 6.718.920 4.657.945
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 127.199.952 105.087.018
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 59.898 127.259.850 122.919 105.209.937
5. Konzern-Rohergebnis 65.184.576 57.339.129
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 37.212.787 36.988.309
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 6.755.809 43.968.596 6.693.239 43.681.548
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.666.351 3.849.916
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 33.711.899 32.753.755
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.341 251
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.219.370 1.820.074
- davon an verbundene Unternehmen EUR 1.187.809,62 (i. Vj. EUR 1.187.809,62) -
11. Konzernergebnis nach Steuern -18.375.299 -24.765.913
12. Sonstige Steuern 144.980 135.484
13. Konzernjahresfehlbetrag -18.520.279 -24.901.397

Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

2022 2021
T€ T€
Konzernjahresfehlbetrag -18.520 -24.901
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.666 3.850
+/- Zu-/Abnahme der Pensionsrückstellungen 48 53
-/+ Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen 5.585 6.197
+/- Zu-/Abnahme der sonstigen Rückstellungen 275 786
+/- Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlage- vermögens -3.500 -1.946
-/+ Abnahme der Vorräte -9.417 -5.080
-/+ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -3.126 -2.350
-/+ Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände und anderer Aktiva -3.752 144
+/- Zu- /Abnahme der Verbindlichkeiten und anderer Passiva 461 3.160
-/+ Zinserträge/Zinsaufwendungen 2.219 1.758
-/+ Ertragsteuerertrag/-aufwand 0 0
-/+ Ertragsteuerzahlungen 0 0
-/+ Sonstige 0 -65
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -26.061 -18.394
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlage- vermögens 5.793 2.330
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.291 -2.090
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -30 -126
- Einzahlungen aus dem Erwerb konsolidierter Unternehmen -11.555 60
- Auszahlungen im Zusammenhang mit Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung -5.585 -6.197
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -12.668 -6.022
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 29.000 25.000
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 10.000 0
- Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -4.524 -4.524
- Gezahlte Zinsen -2.219 -1.758
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 32.257 18.718
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -6.472 -5.698
- Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 757 0
+ Finanzmittelfonds am 01.01. -34.280 -28.583
= Finanzmittelfonds am 31.12. -39.995 -34.280

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.334 10.839
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (kurzfristige Finanzmittel) -41.329 -45.119
-39.995 -34.280

Die Kapitalflussrechnung wurde entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21) ermittelt.

Konzern-Eigenkapitalspiegel für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022

Eigenkapital des Mutterunternehmens
(Korrigiertes) Gezeichnetes Kapital
Gezeichnetes Kapital Eigene Anteile nicht eingeforderte ausstehende Einlage Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 2.045.168 0 0 2.045.168
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht
eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2021 2.045.168 0 0 2.045.168
Stand am 1. Januar 2022 2.045.168 0 0 2.045.168
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
... 0 0 0 0
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht
eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2022 2.045.168 0 0 2.045.168
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Kapitalrücklage Gewinnrücklage
nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-3 HGB nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Summe gesetzliche Rücklage
EUR EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 0 74.101.627 74.101.627 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht
eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 25.000.000 25.000.000 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2021 0 99.101.627 99.101.627 0
Stand am 1. Januar 2022 0 99.101.627 99.101.627 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
... 0 0 0 0
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht
eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 29.000.000 29.000.000 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2022 0 128.101.627 128.101.627 0
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklage
nach § 272 Abs. 4 HGB satzungsmäßige Rücklage andere Gewinnrücklagen Summe
EUR EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 0 0 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht
eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2021 0 0 0 0
Stand am 1. Januar 2022 0 0 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
... 0 0 0 0
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht
eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2022 0 0 0 0
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen
Gewinnrücklage
Summe Eigenkapitaldifferenz aus Währungs-
umrechnung
Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahres-
überschuss/-fehlbetrag,der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 74.101.627 0 -60.955.866 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht
eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 25.000.000 0 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 -24.901.397
Stand zum 31. Dezember 2021 99.101.627 0 -60.955.866 -24.901.397
Stand am 1. Januar 2022 99.101.627 0 -85.857.263 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Ausgabe von Anteilen 0 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0 0
... 0 0 0 0
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht
eingeforderter Einlagen 0 0 0 0
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 29.000.000 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 0 -18.520.279
Stand zum 31. Dezember 2022 128.101.627 0 -85.857.263 -18.520.279
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile
Summe Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapital-
differenz aus Währungs-
umrechnung und Jahresergebnis
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapital-
differenz aus Währungsumrechnung
EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 15.190.929 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht
eingeforderter Einlagen 0 0 0
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 25.000.000 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -24.901.397 0 0
Stand zum 31. Dezember 2021 15.289.532 0 0
Stand am 1. Januar 2022 15.289.532 0 0
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0
... 0 0 0
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht
eingeforderter Einlagen 0 0 0
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 29.000.000 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag -18.520.279 0 0
Stand zum 31. Dezember 2022 25.769.253 0 0
Nicht beherrschende Anteile Konzern-Eigenkapital
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste Summe Summe
EUR EUR EUR
Stand am 1. Januar 2021 0 0 15.190.929
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht
eingeforderter Einlagen 0 0 0
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 25.000.000
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 -24.901.397
Stand zum 31. Dezember 2021 0 0 15.289.532
Stand am 1. Januar 2022 0 0 15.289.532
Kapitalerhöhung/-herabsetzung
Ausgabe von Anteilen 0 0 0
Erwerb/Veräußerung eigener Anteile 0 0 0
Einziehung von Anteilen 0 0 0
Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 0 0 0
... 0 0 0
Einforderung/ Einzahlung bisher nicht
eingeforderter Einlagen 0 0 0
Einstellung in/Entnahmen aus Rücklagen 0 0 0
Ausschüttung 0 0 0
Währungsumrechnung 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 29.000.000
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0 -18.520.279
Stand zum 31. Dezember 2022 0 0 25.769.253

Der Konzernabschluss der ERIKS Holding Deutschland GmbH, Halle (Westf.), wurde in der Gesellschafterversammlung vom 13.12.2023 gebilligt.

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Allgemeine Angaben

Die ERIKS Holding Deutschland GmbH (im Folgenden "ERIKS" oder "Gesellschaft"), mit Sitz in Halle (Westf.), ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Gütersloh unter der Nr. HRB 11853 eingetragen. Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie nach den Deutschen Rechnungslegungsstandards aufgestellt.

Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB zur Anwendung. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt. Bezüglich der Ereignisse und Gegebenheiten, die das Bestehen einer wesentlichen Unsicherheit bzgl. der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zeigen, wird auf den Lagebericht verwiesen (Abschnitt "V. Chancen- und Risikobericht" im Unterabschnitt "Finanzielle Chancen und Risiken").

Eingeschränkte Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahr

Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist durch die im Geschäftsjahr getätigten Erwerbe der Tochtergesellschaften GEMOTEG GmbH & Co. KG, Hechingen, sowie GEMOTEG Verwaltungs-GmbH, Hechingen, jeweils zum 22. November 2022 als auch Econosto International Holding (Deutschland) GmbH, Dortmund (im nachfolgenden EIHD) mit ihren Tochtergesellschaften Siekmann Econosto GmbH & Co. KG, Dortmund (im nachfolgenden SE), Siekmann Econosto Verwaltungs-GmbH, Dortmund, Siekmann Econosto Armaturen- und Dichtungstechnik GmbH, Amtsgericht Leipzig, jeweils zum 08. Dezember 2022 teilweise eingeschränkt.

Um die Vergleichbarkeit herzustellen, haben wir bei den wesentlichen Positionen entsprechende Anmerkungen im Anhang vorgenommen.

Zudem weisen wir darauf hin, dass im Anhang Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Abschlüsse der einzelnen Gesellschaften wurden nach den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Konzernobergesellschaft, die den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften entsprechen, aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, und, sofern abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Gebäude-Herstellungskosten werden die Fremdkapitalzinsen einbezogen, welche für die Finanzierung des sog. Central Distribution Centers (CDC) in Halle (Westfalen) anfallen (Bauzeitzinsen), soweit sie den Zeitraum der Herstellung betreffen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend ihren voraussichtlichen handelsrechtlichen Nutzungsdauern von 10 bis 15 Jahren linear abgeschrieben, da die Stabilität der Branche und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Nutzung über einen solchen Zeitraum erwarten lassen.

Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert zwischen € 250,00 und € 1.000,00 werden in einen sog. "Sammelposten" eingestellt und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Die Nutzungsdauern der wesentlichen Gruppen des Anlagevermögens sind folgender Tabelle zu entnehmen:

Jahre
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3-5
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25-35
Technische Anlagen und Maschinen 6-10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen und Anschaffungsnebenkosten bewertet. Bei verminderter Verwertbarkeit wurden angemessene Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Einzelkosten und angemessenen Teilen der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten bewertet. Bei verminderter Verwertbarkeit wurden angemessene Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Waren werden zu durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet. Bei verminderter Verwertbarkeit wurden angemessene Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Pensionsrückstellungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/PUC-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenentwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank der vergangenen zehn Jahre für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet. Der verwendete Zinssatz beträgt 1,78 % (per 31. Oktober 2022) (Vorjahr: 1,94 %). Der Erfüllungsbetrag, der sich zum 31. Dezember 2022 bei Diskontierung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt, führt zu einer um T€ 113 (davon T€ 66 Erweiterung des Konsolidierungskreises) (Vorjahr: T€ 65) höheren Rückstellung. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt.

Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtung finden die Heubeck-Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung.

Die wesentlichen versicherungsmathematischen Prozentsätze sind der nachstehenden Tabelle zu entnehmen:

31.12.2022 31.12.2021
% p.a. % p.a.
Rechnungszins 1,78 1,94
Rentenanpassungen 1,00 1,00
Lohn-/Gehaltstrend 2,00 0,00

Es bestehen Verpflichtungen aus Pensionszusagen an ehemalige Geschäftsführer der Gesellschaft (T€ 280; Vorjahr: T€ 279), die nach der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method/PUC-Methode) unter Berücksichtigung künftiger Gehalts- und Rentenentwicklungen sowie der Anwendung des pauschalen durchschnittlichen Marktzinssatzes der Deutschen Bundesbank der vergangenen zehn Jahre für Restlaufzeiten von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) bewertet werden. Der verwendete Zinssatz beträgt 1,79 % (prognostizierter Zinssatz zum Stichtag 31. Dezember 2022, Erstellung des Gutachtens am 16. November 2022). Der Erfüllungsbetrag, der sich zum 31. Dezember 2022 bei Diskontierung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre ergibt, führt zu einer um T€ 0 (Vorjahr: T€ 5) höheren Rückstellung. Dieser Betrag ist ausschüttungsgesperrt.

Bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen finden die Heubeck-Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Diese Verpflichtungen sind mit Rückdeckungsver-sicherungen abgesichert, die an die Versorgungsberechtigten verpfändet und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, und gelten daher als Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens entsprechen dem beizulegenden Zeitwert zum 31. Dezember 2022 in Höhe von insgesamt T€ 289, der auf Basis versicherungs-mathematischer Grundsätze gem. Gutachten ermittelt wurde. Der Zeitwert des Deckungsvermögens wurden mit dem Erfüllungsbetrag der Schulden in Höhe von T€ 280 verrechnet. Der Überhang in Höhe von T€ 9 ist als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung bilanziert. Erträge aus dem verrechneten Deckungsvermögen in Höhe von insgesamt T€ 6 (Vorjahr: T€ 5) wurden mit Aufwendungen aus den Pensionsverpflichtungen in gleicher Höhe saldiert.

Es bestehen weitere Verpflichtungen aus Pensionszusagen in Höhe von T€ 3.109 (Vorjahr: T€ 1.322), zu denen keine Rückdeckungsversicherungen vorliegen und somit keine weitere Saldierung vorgenommen wurde.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen in Höhe der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbeträge. Künftige Preis- und Kostensteigerungen wurden bei der Entwicklung der Rückstellungen berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem fristenkongruenten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Als wesentliche Posten in den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Projektrisiken (Erweiterung des Konsolidierungskreises), Restrukturierung, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, für Tantieme, eine pauschale Rückstellung für Gewährleistungen, welche sich aus einem festgelegten Prozentsatz auf die externen Umsatzerlöse ermittelt, Rückstellungen für Resturlaub, für Altersteilzeit sowie für Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen enthalten.

Im handelsrechtlichen Konzernabschluss der ERIKS Holding Deutschland GmbH erfolgt der Ansatz aktiver und passiver latenter Steuern. Die passiven latenten Steuern resultieren aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Die aktiven latenten Steuern (ausschüttungsgesperrt gem. § 268 Abs. 8 S. 2 HGB) resultieren aus temporären Differenzen zwischen Handelsbilanz- und Steuerbilanzansatz von Geschäfts- und Firmenwerten, Rückstellungen für Pensionen und Altersteilzeit, Rückstellung für Restrukturierung, für am Bilanzstichtag noch ausstehenden Urlaub, für die Aufbewahrung sowie aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten.

Zur Ermittlung der latenten Steuern ist ein Steuersatz von 32 % herangezogen worden. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 S. 2 HGB, aktive latente Steuern nicht zu bilanzieren, ist Gebrauch gemacht worden.

Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand zu Beginn des Gj Veränderung Stand zu Ende des Gj
T€ T€ T€
Aktive leerte Steuern 3 -3 0
Passive latente Steuern -3 -395 - 398

Die passiven latenten Steuern i.H.v. T€ 398 ergeben sind auf die aus der Purchase Price Allocation der GEMOTEG GmbH Co. KG zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst.

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Bei Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden gem. § 256a Satz 2 HGB das Anschaffungskostenprinzip und das Realisationsprinzip nicht angewendet.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 sind neben der Obergesellschaft zehn (im Vorjahr: vier) inländische Tochterunternehmen auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen worden, an denen ERIKS unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht.

Änderungen im Konsolidierungskreis ergaben sich im Geschäftsjahr durch die Erwerbe der Tochtergesellschaften GEMOTEG GmbH & Co. KG, Hechingen, sowie GEMOTEG Verwaltungs-GmbH, Hechingen, jeweils zum 22. November 2022 als auch Econosto International Holding (Deutschland) GmbH, Dortmund (im nachfolgenden EIHD) ) mit ihren Tochtergesellschaften Siekmann Econosto GmbH & Co. KG, Dortmund (im nachfolgenden SE), Siekmann Econosto Verwaltungs-GmbH, Dortmund, Siekmann Econosto Armaturen- und Dichtungstechnik GmbH, Amtsgericht Leipzig, jeweils zum 08. Dezember 2022.

Der Vergleich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres mit denen des Vorjahres ist teilweise durch die im Geschäftsjahr getätigten Erwerbe eingeschränkt

In den Konzernabschluss der ERIKS Holding Deutschland GmbH wurden folgende inländische Gesellschaften einbezogen:

ERIKS Deutschland GmbH, Halle (Westf.) 100
AMG Pesch GmbH, Köln 100
ERIKS Immobilien & Service GmbH, Halle (Westf.) 100
ERIKS Transportation GmbH, Köln 100
GEMOTEG GmbH & Co. KG, Hechingen 100
GEMOTEG Verwaltungs-GmbH, Hechingen 100
International Holding (Deutschland) GmbH, Dortmund 100
Siekmann Econosto GmbH & Co. KG, Dortmund 100
Siekmann Econosto Verwaltungs-GmbH, Dortmund 100
Siekmann Econosto Armaturen- und Dichtungstechnik GmbH, Leipzig 100

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses von ERIKS, den 31. Dezember, aufgestellt, der dem Stichtag aller einbezogenen Gesellschaften entspricht.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei Zugängen bis 2009 im Wesentlichen nach der Buchwertmethode durch Aufrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs der jeweiligen Anteile. Seit 2010 kommt die Neubewertungsmethode zur Anwendung.

Stille Reserven auf Gebäude wurden aktiviert und entsprechend der Restnutzungsdauer der Gebäude abgeschrieben. Vororganschaftliche Gewinn- und Verlustvorträge bei Konzernunternehmen wurden im Ergebnisvortrag des Konzerns verrechnet. Aktivische Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte erfasst und entsprechend ihren voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern von 10 bis 15 Jahren linear erfolgswirksam abgeschrieben.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie finanzielle Verpflichtungen u. Ä. zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden aufgerechnet. Zwischenergebnisse aus dem laufenden konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr waren für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung und wurden nicht erfolgswirksam bereinigt.

Konzerninterne Umsatzerlöse, Zinserträge und andere konzerninterne Erträge sowie die entsprechenden Aufwendungen wurden eliminiert.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Aktiva

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagenspiegel als Anlage zum Konzernanhang beigefügt.

Von den Geschäfts- oder Firmenwerten aus den Einzelabschlüssen (T€ 2.432) werden Zugänge nach 2010 über 10 Jahre und Zugänge vor 2010 über eine ursprüngliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden entsprechend ihren voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauern von 10 bis 15 Jahren linear erfolgswirksam abgeschrieben.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren überwiegend -wie im Vorjahr- aus Lieferungen und Leistungen.

Passiva

Das gezeichnete Kapital (T€ 2.045) wird von der ERIKS N.V., Utrecht/Niederlande, gehalten.

Die Gesellschafterversammlung hat mit Gesellschafterbeschluss vom 19. August 2022 beschlossen, T€ 15.000 vollumfänglich als andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB einzustellen sowie mit Gesellschafterbeschluss vom 15. November 2022 beschlossen, T€ 14.000 vollumfänglich als andere Zuzahlung in die Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB einzustellen. Die Leistungen der Bareinlagen erfolgten am 26. August 2022 und am 17. November 2022.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Gesamt- Mit einer Restlaufzeit
Betrag bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahren mehr als 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.057 2.057 (Vj: 4.524) 5.571 (Vj:7429) 7.429 (Vj: 7.428)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 836 836 (Vj: 183) 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23.024 23.024 (Vj: 12.513) 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 63.929 43.929 (Vj: 48.260) 20.000 (Vj: 10.000) 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.144 1.144 (Vj: 1.836) 0 0
(davon aus Steuern) 534 534 (Vj: 683) 0 0
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 5 5 (Vj: 36) 0 0
103.990 70.990 (Vj: 67.317) 25.571 (Vj: 17.429) 7.429 (Vj: 7.428)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen zwei Darlehen (T€ 14.857 zur Finanzierung des CDC in Halle (Westfalen) und T€ 200 als Rahmen-Kreditvertrag (Erweiterung des Konsolidierungskreises). Als Sicherheit dienen der Bank für das Finanzierungsdarlehn des CDC eine erstrangige Grundschuld in Höhe von T€ 26.000 sowie eine Sicherungsübereignung der mobilen Anlagegegenstände innerhalb des zu errichtenden CDC in Halle (Westfalen). Für das weitere Darlehn dient der Bank als Sicherheit ein Aval auf erstes Anfordern einer weiteren Bank (besichernde Bank).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit T€ 61.329 (Vj: T€ 55.119) aus dem Finanz- und Verrechnungsverkehr und mit T€ 2.600 (Vj: T€ 3.141) aus Lieferungen und Leistungen.

Sicherheiten bestehen für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im geschäftsüblichen Umfang.

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.333 10.839
Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (kurzfristige Finanzmittel) -41.329 -45.119
-39.996 -34.280

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB resultieren aus Verpflichtungen aus Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten von einbezogenen Tochterunternehmen in Höhe von insgesamt T€ 21.142 (Vj. T€ 26.349). Für die Absicherung von Darlehensverbindlichkeiten einer Tochtergesellschaft liegen jeweils gesamtschuldnerische Mithaftungen im Wege eines Schuldbeitritts sowie einer Haftung als Gesamtschuldner gemäß § 421 BGB von der Gesellschaft zugrunde. Als Sicherheit für die Mietverbindlichkeiten einer Tochtergesellschaft gegenüber dem Vermieter wurde im Rahmen einer Patronatserklärung ein Schuldbeitritt von der Gesellschaft abgegeben. Als Sicherheit für Zuschüsse aus dem regionalen Wirtschaftsprogramm des Freistaates Sachsen gilt die Mithaftung einer im Geschäftsjahr erworbenen Tochtergesellschaft. Eine Inanspruchnahme halten wir aus aktueller Sicht für unwahrscheinlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen bestehen im folgenden Geschäftsjahr in Höhe von T€ 3.423 im zweiten bis fünften Folgejahr in Höhe von T€ 6.917 sowie ab dem sechsten Jahr bis zum Jahr 2033 in Höhe von T€ 2.834. Die Dauer der Mietverträge für Immobilien liegt zwischen ein und zehn Jahren. Die Dauer der Leasingverträge für Kraftfahrzeuge beträgt ein bis fünf Jahre. Ein wesentlicher Vorteil ist die geringere Kapitalbindung. Demgegenüber besteht das Risiko, künftig angemietete Flächen oder Vermögensgegenstände nicht mehr selbst zu benötigen.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse teilen sich nach geographischen Regionen wie folgt auf:

2022 2021
T€ T€
Ausland 152.927 143.612
Inland 33.024 14.294
185.951 157.906

Es handelt sich im Wesentlichen um Handelsumsätze. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2022 T€ 166 Erlöse aus Vermietung und Verpachtung sowie aus Schrottverkäufen in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt auf:

Kernaktivität 31.12.2022 31.12.2D21
T€ T€
Schlauchtechnik 78.214 66.700
Antriebstechnik und Verbindungstechnik 47.758 40.504
Dichtungstechnik 41.019 36.298
Arbeitsschutz und Betriebsunterhalt 11.260 7.357
Kunststofftechnik 6.717 5.698
Sonstige 984 1.348
185.951 157.906

Im Geschäftsjahr 2022 sind folgende wesentliche periodenfremde bzw. außergewöhnliche Erträge und Aufwendungen angefallen:

GuV-Posten Wert lt. GuV (T€) Davon: Periodenfremde Erträge / Aufwendungen Davon: außergewöhnliche Erträge / Aufwendungen nach § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB
nach § 314 Abs. 1 Nr. 24 HGB nicht periodenfremd nach Nr. 24 periodenfremd nach Nr. 24
Umsatzerlöse 185.951
Sonstige betriebliche Erträge 6.719 1.224 3.548
Sonstige betriebliche Aufwendungen 33.712 107 4.462

Die in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthaltenen Währungskursgewinne betragen T€ 120 (Vj: T€ 128).

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung von T€ 138 (Vj: T€ 126) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind T€ 133 (Vj: T€ 90) aus Währungsverlusten enthalten. Die außergewöhnlichen Aufwendungen resultieren aus Aufwendungen für Reorganisation (T€ 738; i. Vj T€ 2.747), Einführung von SAP (T€ 3.400; i. Vj T€ 2.172) sowie Umsetzung der Transformations-Strategie (T€ 324; i. Vj T€ 935).

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind T€ 0 (Vj: T€ 56) aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen enthalten.

Sonstige Angaben

Der Geschäftsführung der ERIKS Holding Deutschland GmbH gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Ulf Loesenbeck, Managing Director

Herr Jeroen van Dijck, Finance Director (seit dem 01. August 2022)

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 314 Abs. 3 HGB verzichtet.

Mitarbeiterentwicklung:

Mitarbeiter zum Jahresende (in HC) 2022 2021
Vertrieb/Verwaltung 576 488
Lager/Produktion und Montage 247 160
823 648
Auszubildende 11 6
834 654

Der Anstieg der Mitarbeiterzahl ist insbesondere auf die Erweiterung des Konsolidierungskreises zurückzuführen ( +102 HC).

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (FTE) 2022 2021
Vertrieb/Verwaltung 513 478
Lager/Produktion und Montage 224 171
737 649
Auszubildende 4 2
741 651

Der Anstieg der Mitarbeiterzahl ist insbesondere auf die Erweiterung des Konsolidierungskreises zurückzuführen ( +93 FTE).

Das Honorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf:

Abschlussprüfungsleistungen (T€) 164

Nachtragsbericht

Per 12. Januar 2023 wurde per Gesellschafterversammlung die Verschmelzung der Siekmann Econosto Armaturen- und Dichtungstechnik GmbH, Leipzig (HRB 12680) sowie der Siekmann Econosto Verwaltungs GmbH, Dortmund (HRB 13865) zur Aufnahme durch die Econosto International Holding Deutschland GmbH, Dortmund (HRB 13993) beschlossen.

Mit der Verschmelzung löst sich die Siekmann Econosto GmbH & Co. KG (HRA 13824) mit dem Wegfall der Siekmann Econosto Verwaltungs GmbH, als einzige Komplementärin, automatisch auf. Damit geht das Vermögen und weitere Beteiligungen der Siekmann Econosto GmbH & Co. KG auf die Econosto International Holding Deutschland GmbH über.

Des Weiteren erfolgte per Beschluss vom 12. Januar 2023 eine Umfirmierung der Econosto International Holding Deutschland GmbH in die Siekmann Econosto GmbH, weiterhin geführt unter HRB 13993.

Konzernverhältnisse

Die SHV Holdings N.V., Utrecht/Niederlande, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis einzubeziehender Unternehmen auf, der im Handelsregister der dortigen Handelskammer (Chamber of Commerce) offengelegt wird. Die Abschlüsse von ERIKS und den einbezogenen Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der ERIKS N.V., Utrecht/Niederlande, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird im Handelsregister der dortigen Handelskammer (Chamber of Commerce) offengelegt. ERIKS stellt nach § 290 HGB den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Alle einbezogenen Kapitalgesellschaften haben die Befreiungen von der Aufstellung, Offenlegung und Prüfung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Die Befreiung der Aufstellung und Prüfung gemäß § 264b HGB haben alle einbezogenen Personengesellschaften in Anspruch genommen.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag des Mutterunternehmens in Höhe von EUR 18.397.095,24 zusammen mit dem verbliebenen Verlustvortrag aus den Vorjahren von EUR 78.669.250,02 auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Im März 2023 wurde von der niederländischen Muttergesellschaft SHV Holdings N.V., Utrecht/ Niederlande, bekanntgegeben, dass die SHV-Gruppe die gesamte ERIKS N.V. - Gruppe, inklusive der deutschen Tochtergesellschaften, an die Lone Star Investmentgesellschaft, Dallas/ USA, verkaufen wird. Es wird erwartet, dass die Unternehmenstransaktion im ersten Halbjahr von Jahr 2024 abgeschlossen wird. Bis zum Abschluss der Transaktion bleibt die Unternehmensstruktur unverändert.

 

Halle (Westfalen), 31. Mai 2023

ERIKS Holding Deutschland GmbH

Geschäftsführung

gez. Ulf Loesenbeck

gez. Jeroen van Dijck

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2022 Zugänge wegen Veränderung des Konsolidierungskreises Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.258.452 1.882.818 29.530 208.345 0 7.962.455
2. Geschäfts- oder Firmenwert 29.869.855 2.111.690 0 0 0 31.981.545
36.128.307,00 3.994.509,00 29.530,00 208.345,00 0,00 39.944.000,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 40.993.642 2.204.469 7.558 4.837.025 0 38.368.644
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.002.974 849.574 311.500 345.304 -38.823 4.779.921
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 24.943.026 1.201.259 544.917 2.128.197 54.490 24.615.495
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 45.867 0 426.826 30.200 -15.667 426.826
69.985.509,00 4.255.302,00 1.290.801,00 7.340.726,00 0,00 68.190.886,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 14.699,00 0,00 0,00 0,00 14.699,00
106.113.816,00 8.264.510,00 1.320.331,00 7.549.071,00 0,00 108.149.585,00
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2022 Zugänge wegen Veränderung des Konsolidierungskreises Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.933.100 314.079 196.834 208.311 0 6.235.702
2. Geschäfts- oder Firmenwert 27.586.275 0 311.106 0 0 27.897.381
33.519.375,00 314.079,00 507.940,00 208.311,00 0,00 34.133.083,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.535.743 632.983 1.074.498 2.651.404 5.122 4.596.942
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.888.686 806.809 301.157 345.276 -36.996 3.614.380
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.085.022 821.927 1.782.756 2.051.029 31.874 12.670.550
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
20.509.451,00 2.261.719,00 3.158.411,00 5.047.709,00 0,00 20.881.872,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
54.028.826,00 2.575.798,00 3.666.351,00 5.256.020,00 0,00 55.014.955,00
Buchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.726.753 325.352
2. Geschäfts- oder Firmenwert 4.084.163 2.283.580
5.810.916,00 2.608.932,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 33.771.701 35.457.898
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.165.541 1.114.288
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.944.945 12.858.003
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 426.826 45.867
47.309.013,00 49.476.056,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 14.699,00 0,00
53.134.628,00 52.084.988,00

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022

I. Grundlagen des Konzerns

Die ERIKS Holding Deutschland GmbH ist Teil der niederländischen ERIKS-Gruppe ("ERIKS"). Deren Obergesellschaft, die ERIKS N.V., Utrecht, Niederlande, existiert bereits seit rund 80 Jahren. Die ERIKS-Unternehmensgruppe umfasst derzeit Niederlassungen in 15 Ländern. Im Schwerpunkt ist sie in Westeuropa vertreten, sowie mit einer Präsenz in Asien. ERIKS ist Teil der SHV Holdings N.V., Utrecht, Niederlande, ein multinationales Unternehmen in Familienbesitz, das aus acht Konzerngesellschaften besteht.

ERIKS ist ein spezialisierter Industriedienstleister, der eine breite Palette an technischen Produkten, maßgeschneiderten Lösungen, Co-Engineering und kundenspezifischen Lösungen sowie damit verbundene zugehörige Services anbietet. Die Produktpalette umfasst ein Sortiment mit mehr als 900.000 Teilen. Weltweit betreuen 6.500 qualifizierte Mitarbeiter:innen Kunden in der Erstausrüstungsherstellung (OEM) und im Bereich der Wartung, Reparatur und Instandhaltung (MRO). Bei Bedarf integriert ERIKS seine Leistungen direkt im Unternehmen des Kunden, um eine noch engere und reaktionsschnellere Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Das technische Know-how mit tiefgreifenden Kenntnissen in den Bereichen Dichtungen und Polymere, Industriekunststoffe, Messtechnik, Ventile, Industrie- und Hydraulikschläuche, Flachdichtungen, Antriebstechnik sowie Werkzeuge, Arbeitsschutz und Betriebsunterhalt zählt zu den wichtigsten Stärken der Unternehmensgruppe. Ein starker Fokus auf Digitalisierung und Datenerkenntnisse ermöglicht es, neue Dienstleistungen zu entwickeln und Prozesse für Kunden zu verbessern.

In Deutschland ist ERIKS über den Konzern der ERIKS Holding Deutschland GmbH mit ihren zehn (im Vorjahr: fünf) inländischen Tochterunternehmen vertreten an 19 Standorten (im Vorjahr: 17) mit sieben (im Vorjahr: sieben) spezialisierte Business Units vertreten, welche die Kunden standort- und regionsunabhängig bundesweit betreuen.

Die sieben Business Units sind wie folgt aufgestellt:

Industrieschlauchtechnik

Fluid Power

Industriedichtungen

Dichtungs- und Polymertechnik

Industriearmaturen und Regeltechnik

Wälzlager/mechanische und elektrische Antriebstechnik

Arbeitsschutz und Betriebsunterhalt

Im Geschäftsjahr wurden durch die ERIKS Holding Deutschland GmbH zwei Akquisitionen durchgeführt.

Mit Übernahme der Econosto International Holding GmbH, ein Schwesterunternehmen der ERIKS Holding Deutschland GmbH, ist ein international anerkannter Anbieter von hochwertigen Industriearmaturen mit Hauptsitz in Dortmund, in die ERIKS Holding Deutschland GmbH eingegliedert worden, welches zu einer Stärkung der bereits vorhandenen Business Unit "Industriearmaturen und Regeltechnik" beitragen wird.

Die Akquisition der GEMOTEG GmbH & Co. KG mit Sitz in Hechingen, einem zuverlässigen Partner für zahlreiche Industriebranchen, wie dem Maschinen- und Anlagenbau, der Lebensmittelindustrie, chemischen Industrie und der Verpackungs- und Verfahrenstechnik, erweitert die ERIKS Holding Deutschland GmbH anorganisch Ihrer Expertise im Bereich der mechanischen und elektrischen Antriebstechnik.

Die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ist durch die im Geschäftsjahr getätigten Erwerbe der Econosto International Holding GmbH, Dortmund, zum 08. Dezember 2022 sowie der GEMOTEG GmbH & Co. KG, Hechingen, zum 22. November 2022 teilweise eingeschränkt.

Zudem weisen wir darauf hin, dass im Lagebericht Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können.

Ziele und Strategien

ERIKS hat das Ziel, als spezialisierter Industriedienstleister seinen Kunden eine breite Palette an technischen Produkten, maßgeschneiderten Lösungen sowie Co-Engineering und zugehörige Services anbieten zu können. ERIKS unterstützt Kunden in verschiedenen Industriesegmenten dabei, die Leistung ihrer Produkte zu verbessern und die Gesamtbetriebskosten zu senken. Technisches Know-how in sämtlichen Industriesegmenten bildet hierbei die Grundlage für eine kundenorientierte Spezialisierung. Gemeinsam mit seinen Kunden möchte ERIKS die Abläufe in der Industrie verbessern und setzt dafür seine technologischen Fertigkeiten, Fachkenntnisse und spezialisierte Lösungen nach den ERIKS-Erfolgsprinzipien - Leidenschaft, Expertise und Innovation - ein.

Zur Stärkung dieser Strategie und Belieferung unserer europaweiten Kunden ist das Central Distribution Center ("CDC") in Halle (Westfalen) seit 2020 die neue Hauptverwaltung der deutschen ERIKS-Gesellschaften und bündelt die Zentralfunktionen der ERIKS Deutschland GmbH, das Regional Center Bielefeld, die Business Units und europaweite Logistik an einem Standort.

Nachhaltigkeit ist für ERIKS zu einem immer wichtigeren Thema geworden, daher beabsichtigt ERIKS schädliche Auswirkungen auf die Gesellschaft und unsere Umwelt zu minimieren. Durch den weltweit industriellen Kundenstamm sowie das breite Sortiment an Produkten und Dienstleistungen, wird es ERIKS ermöglicht, einen großen Beitrag zur Gestaltung einer nachhaltigeren Industrie zu leisten.

Steuerungssystem

Das konzerninterne Steuerungssystem besteht aus verschiedenen Gremien und Maßnahmen: Von der Geschäftsführung werden jährlich kurz- bis mittelfristige Strategien entwickelt und Budgets freigegeben. Daraus leiten die Management-Teams dann operative Maßnahmen zur Umsetzung der Strategie ab. In den Management-Meetings werden die Geschäftsentwicklung sowie der Fortgang der o.g. Maßnahmen überwacht. Wichtige interne Ziel- und Steuerungsgrößen sind Auftragseingang, Auftragsbestand, Umsatz, Ergebnis vor Abschreibung auf immaterielles Anlagevermögen, Steuern und Zinsen (EBITA), Free Cashflow sowie Investitionen.

Die für die Steuerung bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind Umsatz und das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern). Die Gesellschaft verwendet keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren, die für das Verständnis von Geschäftsverlauf oder Lage von Bedeutung sein könnten.

Darüber hinaus ist ein konzernweites Reporting-System installiert, zu dem monatliche Auswertungen und Analysen von Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie definierte Steuerungskennzahlen gehören. Die Berichterstattung erfolgt sowohl konzernintern als auch gegenüber der Muttergesellschaft, der ERIKS N.V. in den Niederlanden.

Forschung und Entwicklung

Es gibt keine wesentlichen eigenen Forschungs- & Entwicklungsaktivitäten, sondern Co-Engineering durch die spezialisierten Business Units. Gemeinsam mit dem Kunden werden dabei Lösungskonzepte für die jeweilige Anwendung entwickelt.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltwirtschaft wurde 2022 vom Krieg in der Ukraine überschattet. Die in Folge: signifikant gestiegenen Energiekosten, hohe Inflationsraten, deutliche Preissteigerungen für Rohstoffe, Transport, Logistik und wieder zunehmende Lieferengpässe. Die geopolitischen Unsicherheiten und die strikte Null-Covid-Politik Chinas beeinträchtigten die weltweite Konjunktur im Laufe des Jahres zudem erheblich. Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) an der Universität Kiel wuchs die Weltwirtschaft nur noch um +3,4% (Vorjahr: 5,7%) gegenüber 2021.

Deutschland verzeichnete laut IfW beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Wachstum von +1,9% (Vorjahr: 2,7%) und stand zum Jahresende vor einer Rezession. Im Euroraum wuchs die Wirtschaft um 3,5% (Vorjahr: 5,0%). Signifikant steigende Preise, hohe Zinsen und die negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine schwächten die Konjunktur im Jahresverlauf deutlich.

Für den Technischen Handel setzte sich 2022 die positive Entwicklung des Vorjahres fort. Die Teilnehmer des VTH-Umsatzvergleiches schlossen das erste Quartal 2022 mit einem durchschnittlichen Umsatzzuwachs von 9,6% (Vorjahr: 2,2%) ab. Zum Halbjahr verringerte sich das eingefahrene Plus auf 6,3% (Vorjahr: 10,4%). Im dritten Quartal wuchs es leicht auf 7,5% (Vorjahr: 12,8%) an. Das letzte Quartal verkleinerte die Umsatzsteigerung für das Geschäftsjahr 2022, und so wies der monatliche Umsatzvergleich des Technischen Handels für den Zeitraum Januar bis Dezember 2022 einen Zuwachs von 6,2% (Vorjahr: 11,9%) gegenüber dem Vorjahr aus. Große Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Technischen Handels haben die Rohstoffkrise und die damit einhergehenden Lieferengpässe.

Geschäftsverlauf und Lage

Der Vergleich der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Berichtsjahres mit denen des Vorjahres ist bei den Zahlen der Gewinn- und Verlustverrechnung durch den im Geschäftsjahr getätigten Erwerb der ERIKS GEMOTEG GmbH & Co. KG (im nachfolgenden GEMOTEG) sowie der Siekmann Econosto GmbH & CO.KG (im nachfolgenden S&E) eingeschränkt.

Die Unternehmen der ERIKS Holding Deutschland GmbH verzeichneten im Jahr 2022 insgesamt einen Anstieg in der Geschäftsentwicklung. Die Konzern-Umsatzerlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich von T€ 157.906 um T€ 28.045 auf T€ 185.951. Von diesem Anstieg entfielen im Wesentlichen T€ 17.976 auf konzerninterne Umsätze aus unserem zentralen Distributionscenter als europäischer Lieferant der ERIKS NV Gruppe.

Die externe Umsatzentwicklung der Einzelgesellschaften zeigt ein einheitliches Bild, was sich auch in der Entwicklung der Kernaktivitäten widerspiegelt. So wuchs der Umsatz in den Produktgruppen Kunststofftechnik (17,9%), Antriebstechnik und Verbindungstechnik (17,9%), Dichtungstechnik (13,0%) sowie Schlauchtechnik (17,3%).

Die neu getätigten Akquisitionen trugen mit einem der ERIKS Holding Deutschland GmbH zuzurechnenden Umsatz iHv. T€ 2.423 bei.

Investitionen im Rahmen des Sachanlagevermögens wurden im Geschäftsjahr 2022 für den Logistikbetrieb des CDC, der benötigten Hardware für SAP, sowie im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit getätigt. Dabei wurden im Wesentlichen Investitionen im Rahmen des Anlagevermögens für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (T€ 545), geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau (T€ 426) sowie technische Anlagen und Maschinen (T€ 312) getätigt. Ebenfalls erfolgten Investitionen auf Grund des vollständigen Erwerbes aller Anteile an der GEMOTEG sowie S&E.

Der Personalbestand zum 31. Dezember 2022 liegt bei 834 (Vorjahr 654) Mitarbeitern nach Köpfen und 741 FTEs (Vorjahr 651 FTEs). Die Erhöhung der Mitarbeiterzahlen ist durch den organischen Aufbau im Rahmen der Lager / Produktion und Montage (+77) sowie auf die Unternehmensakquisitionen (+102) zurückzuführen. Der Personalaufwand im Berichtsjahr belief sich auf insgesamt T€ 43.969 (Vorjahr T€ 43.682).

Ertragslage

Die ERIKS Holding Deutschland GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Konzernumsatz von T€ 185.950 (VJ: T€ 157.906). Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzgl./zzgl. Bestandsveränderungen und abzgl. Materialaufwand) wuchs von T€ 52.681 um T€ 5.784 auf T€ 58.466. Die Rohertragsmarge (Rohertrag zu Umsatzerlösen) liegt bei 31,4% (VJ: 33,4%).

Der Anteil der Betriebsaufwendungen (Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen) ist auf Grund des überproportional gestiegenen Umsatzes von 50,8% um 7,1% auf 43,7% leicht gesunken.

Insgesamt wurde das Geschäftsjahr 2022 mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von T€ -16.162 beendet (VJ: T€ -22.946). Der Konzernjahresfehlbetrag liegt bei T€ 18.520 (VJ: T€ 24.901) und resultiert insbesondere aus den Aufwendungen für die Restrukturierung und Transformation des Geschäftsbetriebes, die Standardisierung der IT- Systeme, der Einführung von SAP sowie den Marktauswirkungen mit Auswirkungen auf den Umsatz wie beispielsweise Lieferengpässe und Materialknappheit einzelner Komponenten und Artikel.

Wie im Vorjahr prognostiziert, ist der Umsatz im Geschäftsjahr gestiegen, und ebenso das interne Wachstum fiel aus wie erwartet. Die Markterholung setze sich im Gj. 2022 fort und konnte trotz der Ukraine Kriese im Vergleich zu den vorherigen Geschäftsjahren ausgebaut werden.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entwickelte sich aufgrund der positiven allgemeinen Marktentwicklung, das gestiegene europäische Handelsvolumen innerhalb der ERIKS Gruppe und trotz der laufenden Optimierungs- und Transformationsprojekte im Vergleich zum Vorjahr positiv und stieg um T€ 6.784. Der Ergebnisbeitrag (EBIT) der Unternehmenserwerbe beläuft sich für das Gj. 2022 unkonsolidiert auf T€ -199.

Vermögens- und Finanzlage

Finanziell ist die ERIKS Holding Deutschland GmbH in den Konzern der SHV Holdings N.V., Utrecht, einbezogen. Die Finanzierung wird, mit Ausnahme des im Vorjahr fertiggestellten Baus des CDC, auch in den Folgejahren konzernintern erfolgen.

Unter betriebswirtschaftlichen Aspekten stellt sich die finanzielle Position zum Jahresende 2022 (mit Vergleich zum Vorjahr) wie folgt dar.

Betriebskapital 31.12.2022 31.12.2021
T€ T€
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 5.826 2.609
Sachanlagen 47.309 53.135 49.476 52.085
Umlaufvermögen / kurzfr. Verbindlichkeiten
Vorräte 56.650 36.733
Forderungen LuL 24.459 13.669
Forderungen vU 3.819 168
Verbindlichkeiten LuL 23.024 - 12.063
Verbindlichkeiten vU 2.600 - 3.591
so. krzfr. Aktiva 2.607 1.678
so. krzfr. Passiva - 2.377 59.533 - 2.022 34.571
Liquide Mittel 1.334 10.839
Betriebskapital 114.001 97.494
finanziert durch:
Darlehen der Gesellschafterin 61.329 55.119
Darlehen von verbundenen Unternehmen - -
Darlehen von Kreditinstitut 15.057 19.381
Rückstellungen und sonstige langfristige Passiva 11.846 7.705
Eigenkapital 25.769 15.290
Gesamtes investiertes Kapital 114.001 97.494

Das Betriebskapital stieg um T€ 16.507 an. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Umlaufvermögens (T€ 24.962) sowie der sonstigen kurzfristigen Aktiva (T€ 929). Gestiegen ist ebenfalls das netto Anlagevermögen um (T€ 1.050). Die Entwicklung ist auf die Verringerung durch die betriebsgewöhnliche Abschreibung (T€ 3.666), auf Investitionen (T€ 1.320) und De-Investitionen von Grund und Gebäuden (T€ 2.293), der durch die Akquisition geschaffenen Goodwills und immateriellen VG (T€ 3.502) sowie der Übernahme des Anlagevermögens der neu hinzugekommenen Tochterunternehmen (T€ 2.179) zurückzuführen.

Die Darlehen der Gesellschafterin beinhalten die kurzfristigen Verbindlichkeiten (T€ 42.431) aus dem Finanz- und Verrechnungsverkehr sowie eine langfristige Verbindlichkeit (T€ 20.000) gegenüber der Gesellschafterin.

Wie im Vorjahr angekündigt, wurden zur finanziellen Unterstützung der laufenden Projekte im Geschäftsjahr 2022 weitere Einzahlungen in die Kapitalrücklage von insgesamt T€ 29.000, davon T€ 15.000 im zweiten Quartal sowie T€ 14.000 im letzten Quartal, durch die Gesellschafterin geleistet und es wurde somit eine Stärkung der Eigenkapitalausstattung durchgeführt.

Die Kapitalflussrechnung zeigt einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von T€ -26.061. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit von T€ -12.668 beinhaltet zwei wesentliche Bestandteile. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der zwei Unternehmungen gab es Auszahlungen von insgesamt T€ 11.555 für Aufwendungen für Restrukturierung, Harmonisierung der IT-Struktur. Für die SAP-Einführung gab es Auszahlungen von insgesamt T€ 5.585. Die Veränderungen des immateriellen Anlagevermögens und Sachanlagevermögens betragen T€ +30 exklusive der mit dem Erwerb in Zusammenhang stehenden neu geschaffenen immat. Vermögensgegenständen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von T€ 32.257 enthält den Mittelzufluss aus den Einzahlungen in die Kapitalrücklage von insgesamt T€ 29.000 durch die Gesellschafterin. Dem gegenüber stehen im Wesentlichen die Tilgungs- und Zinszahlungen aus der Baufinanzierung des Logistikzentrums.

Die zahlungswirksamen Veränderungen des Finanzmittelfonds betrugen T€ -6.472, die im Wesentlichen aus den Unternehmenserwerben, der andauernden Transformation und für das Unternehmen bedeutenden SAP Implementierung resultieren sowie der Finanzierung des operativen Verlusts.

Die Eigenkapitalausstattung ist mit 18,1 % der Bilanzsumme aus unserer Sicht weiterhin zufriedenstellend.

Gesamtaussage

Die Entwicklung im Jahr 2022 zeigte Fortschritte in vielen verschiedenen Bereichen. Wir haben im Vergleich zu 2021 ein deutliches Umsatz- und Margenwachstum erzielt, trotz eines weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds mit dem Krieg in der Ukraine, hoher Inflation und Unsicherheit auf dem Markt. Dies zeigt, dass wir für unsere Kunden in den MRO- und OEM-Märkten weiterhin ein vertrauenswürdiger Industriedienstleister sind.

Durch verschiedene Aktivitäten im Rahmen eines Transformationsprozesses legt die ERIKS Holding Deutschland GmbH einen Grundstein, auf dem sie in den kommenden Jahren aufbauen kann. Diese Aktivitäten haben sich auch im Jahr 2022 weiterhin auf die Kostenstruktur ausgewirkt. Eine ERP-Implementierung als einer der wichtigen Bausteine der Transformation wurde jedoch verschoben und wirkte sich weiterhin auf die Kosten für das gesamte Jahr 2022 aus. Der voraussichtliche Abschluss dieser Implementierung im Jahr ist für das Jahr 2023 avisiert.

Das Jahr 2023 wird es uns ermöglichen, unser Serviceniveau für unsere Kunden weiter zu verbessern und dabei die interne Effizienz zu steigern.

III. Zweigniederlassungsbericht

Im Geschäftsjahr bestehen über den Konzern der ERIKS Holding Deutschland GmbH in Deutschland 19 Niederlassungen in Dietzenbach, Dortmund, Esslingen, Fürth, Garbsen, Gladbeck, Glinde, Göppingen, Gottmadingen, Halle (Westfalen), Hechingen, Herzebrock-Clarholz, Köln, Maisach, Mannheim, Neuss, Obertraubling, Stuttgart und Zwenkau. Die Standorte erbringen in unterschiedlichster Gewichtung ihren Teil zu den Produktgruppen. Zwei Standorte wurden im Geschäftsjahr aufgegeben (Schwarzenbeck / Bielefeld). Zwei Standorte sind auf Grund der Änderungen im Konsolidierungskreis hinzugekommen (Dortmund / Hechingen).

IV. Prognosebericht

Das Kieler Institut für Wirtschaft (IfW) prognostiziert im Konjunkturbericht vom Dezember 2022 für das Geschäftsjahr 2023 ein Wachstum der Weltwirtschaft von +2,8 %. Eine Vielzahl von negativen Faktoren trüben den weltweiten Konjunkturausblick. Allem voran der Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Energiekrise in Europa, aber auch die hohe Inflation, steigende Zinsen sowie stark erhöhte Corona-Infektionszahlen in China deuten auf eine verhaltene weltwirtschaftliche Entwicklung hin.

In Europa trüben sich die Aussichten weiter ein. Die hohen Energiepreise und die fehlende Dynamik aus dem weltwirtschaftlichen Umfeld lassen eine konjunkturelle Schwächephase erwarten. Deutschland soll mit einem BIP von +0,5 % im Jahr 2023 nahezu stagnieren. Für den Euroraum wird ein Wachstum des BIP von lediglich +1,1% prognostiziert.

Sicher ist, dass das laufende Geschäftsjahr weiterhin auch für ERIKS anspruchsvoll bleiben wird. Die Unsicherheiten im Markt sind weltweit unverändert hoch. Die Unsicherheiten am Beschaffungsmarkt und starke Preissteigerungen in nahezu allen Produktbereich sorgen für andauernde Herausforderungen. Positiv stimmt uns weiterhin unser aktueller Auftragsbestand, welcher sich auf einem Langzeithoch befindet. Ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor sind die Folgen des Ukraine-Krieges, der daraus resultierenden Energie-Krise und inflationären Entwicklungen. Sowohl die Herausforderung selbst, auf die Preisentwicklung zu reagieren, als auch das Risiko, dass sich die Geschäftsgrundlage unserer Kunden (insbesondere in energieintensiven Branchen) verändert, ist offensichtlich. Für das Geschäftsjahr rechnen wir mit einem externen Umsatzwachstum (ohne Umsätze mit der ERIKS NV Gruppe sowie bereinigt um Veränderungen im Konsolidierungskreis) von ca. 7,0 % und prognostizieren Umsatzerlöse in Höhe von EUR 179 Mio.

Das erwartete Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird stark von den laufenden Optimierungs- und Transformationsprojekten geprägt sein und hängt davon ab, wie schnell die Effizienzsteigerungsmaßnahmen zu Effekten bei den Marktaktivitäten führen werden. Zusätzlich wird der SAP-Rollout in den Zentralfunktionen der ERIKS Holding Deutschland GmbH zu entsprechendem Aufwand führen.

Wir gehen daher für das Geschäftsjahr 2023 von einem weiterhin negativen EBIT mit deutlicher Verbesserung gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 aus. Im laufenden Geschäftsjahr 2023 ist eine weitere Kapitalerhöhung durch die Gesellschafterin und somit eine weitere Stärkung der Eigenkapitalausstattung geplant.

Zahlreiche Risikofaktoren verstärken Prognoseunsicherheit

Wie sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 wegen der Unsicherheit auf dem Beschaffungsmarkt und steigende Inflation weiterentwickeln wird, versuchen die Regierungen, internationale Organisationen und Wirtschaftsforscher regelmäßig unter Beachtung der konjunkturellen Entwicklung anhand verschiedener Annahmen zu schätzen. Prognosen bilden dabei unter anderem die Grundlage für die Steuerschätzung und die Haushaltsplanung des Staates. Die Vorhersagen für das Wirtschaftswachstum schwanken teilweise sehr stark und werden im Laufe eines Jahres regelmäßig nach oben oder unten korrigiert.

V. Chancen- und Risikobericht

Allgemeines

Die ERIKS Holding Deutschland GmbH ist als Anbieter von technischen Dienstleistungen und Produkten im Umfeld der Investitionsgüterindustrie und der industriellen Endverbraucher in die allgemeine konjunkturelle Entwicklung eingebunden. In diesem Umfeld können vor allem die Unternehmen erfolgreich bestehen, die sich mit einer klaren Strategie, guter Investitionskraft, gut ausgebildeten und kundenorientierten Mitarbeitern auf allen Ebenen, Innovationsstärke und Flexibilität auf das sich ständig ändernde Marktumfeld einstellen können. Chancen und Risiken der ERIKS Holding Deutschland GmbH werden mit einem internen Kontrollsystem (ERIKS Business Support Framework = EBSF) erfasst, analysiert und bewertet. Im Rahmen dieses EBSF werden zweimal im Jahr interne Audits durchgeführt, aus denen zeitnah geeignete Maßnahmen abgeleitet werden. Die Reihenfolge der Chancen und Risiken erfolgte absteigend sortiert nach Bedeutung für das Unternehmen.

Marktchancen und -risiken

Marktrisiken für den Konzern werden durch die breitgefächerte Kunden- und Lieferantenstruktur sowie durch die vorhandenen Produkt-Markt-Kombinationen minimiert. Wesentliche Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten, Kunden oder Branchengegebenheiten bestehen nicht.

Der breite Marktauftritt, das komplette Spektrum an aufeinander abgestimmten Kernaktivitäten und Hauptproduktgruppen sowie die differenzierten Kontakte zu den unterschiedlichsten Arten von Abnehmern sind Gründe für eine breitgefächerte Umsatzaufteilung auf verschiedenste Branchen und Einsatzzwecke. Ein bedeutender Teil der Umsatzerlöse wird sowohl auf dem Wartungsmarkt als auch auf dem Erstausrüstermarkt erzielt. Dadurch ist das Unternehmen relativ unabhängig und macht es nur in begrenztem Umfang für normale konjunkturelle Schwankungen anfällig. ERIKS ist zudem in der Lage, insbesondere größeren Bedarfsträgern neben hochwertigen Beratungsleistungen auch kundenspezifisch abgestimmte Logistik- und Dienstleistungskonzepte zu bieten und somit wesentliche Kernbereiche der Supply Chain zu besetzen. Diese Diversifikation in Produkten, Dienstleistungen und Zielgruppen bietet dem Unternehmen weiterhin gute Wachstumschancen. Durch zum Teil deutliche Preissteigerungen bei Produkten und Dienstleistungen ergibt sich ein gewisses Risiko in der Geschwindigkeit der Umsetzung von Preiserhöhungen bei unseren Kunden, ebenso wird es schwieriger Fachkräfte zu rekrutieren, da der Wettbewerb um Fachkräfte zunimmt. In Summe sind die die wesentlichen Risiken jedoch bei potenziellen Nachfragerückgängen in unseren Zielindustrien sowohl im Wartungs- als auch im Erstausrüstermarkt zu sehen.

Finanzielle Chancen und Risiken

Die finanziellen Risiken für das Unternehmen werden aufgrund der Zugehörigkeit zur ERIKS-Unternehmensgruppe bzw. der SHV Holdings N.V., Utrecht, Niederlande, eng überwacht und bei Bedarf rechtzeitige Gegenmaßnahmen reduziert. Die Finanzierung der Investitionen in das neue zentrale Logistikzentrum in Halle (Westfalen) ist langfristig gesichert und beinhaltet lediglich die nach Ablauf der langfristigen Zinsbindung entstehenden Zinsänderungsrisiken.

Die Fortführung der deutschen ERIKS-Gruppe ist abhängig von der Liquiditätsversorgung durch die ERIKS-Unternehmensgruppe bzw. der SHV Holdings N.V., Utrecht, Niederlande. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation mit anhaltend negativen Jahresergebnissen in der Vergangenheit sowie der prognostizierten negativen Jahresergebnisse der kommenden Jahre, geht die Gesellschaft von einer liquiditätsmäßigen Unterdeckung aus, die durch die mittelbaren oder unmittelbaren Gesellschafter im Wege der Bereitstellung von Liquidität geschlossen werden muss. Die Obergesellschaft ERIKS N.V. hat daraufhin am 30. Oktober 2023 eine bis 31. Dezember 2024 befristete betraglich unbeschränkte Patronatserklärung erteilt. Sofern die zugesicherte und gelebte Unterstützung durch die Konzern-Obergesellschaft(en) nicht mehr gegeben sein sollte, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Gleichwohl stehen den Unsicherheiten vielfältige Anstrengungen und Investitionstätigkeiten gegenüber, sodass die deutsche ERIKS-Gruppe, unseren Erwartungen nach, ihre finanziellen Verpflichtungen mittelfristig wieder aus eigener Kraft erfüllen kann. Bis dahin erwarten wir aufgrund der oben beschriebenen fortwährenden Unterstützung durch die Konzern-Obergesellschaft(en) in den Niederlanden, dass die Gesellschaft jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Die verbleibenden finanziellen Risiken sind als gering einzustufen.

Wesentliche Risiken in Bezug auf die Verwendung von Forderungen und anderen Finanzinstrumenten, die für die Beurteilung der Lage oder der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft von Bedeutung sind, sind nicht ersichtlich.

IT-Chancen und -Risiken

Die IT-Infrastruktur ist gekennzeichnet durch den Einsatz von zwei ERP-Systemen. Zur Schaffung einer ausbaufähigen und professionellen Basis für das weitere Unternehmenswachstum wird der Konzern in wesentlichen Zentralfunktionen auf die SAP-Software wechseln. Diese Einführung von SAP hat aktuell Priorität in der Umsetzung, um einen zeitnahen Switch von proAlpha auf SAP vollzogen zu haben.

IT-Risiken wurden durch die Verlagerung der nahezu kompletten Hardware- und WAN-Umgebung auf ein externes Rechenzentrum gemindert, mit dem umfangreiche Service- und Wartungsverträge inklusive Notfallkonzepte bestehen. Darüber hinaus unterstützt uns ERIKS Digital, eine Konzernschwester, als zentraler Ansprechpartner in Sachen Digitalisierung und der Umsetzung von neuen IT-Konzepten. Die verbleibenden IT-Risiken sind ebenfalls als gering einzustufen.

Zusammenfassung

Im Jahr 2022 hat sich die Gesamtsituation an Chancen und Risiken nicht wesentlich verändert. Entscheidend für ERIKS sind die allgemeine konjunkturelle Entwicklung sowie die Marktresonanz der harmonisierten Geschäfts- und Vertriebsstrukturen. Trotz einer leichten Eintrübung der konjunkturellen Lage, insbesondere in Folge des Kriegs in der Ukraine und der Corona-Krise, sehen wir weiterhin gute interne und externe Rahmenbedingungen für das von ERIKS angestrebte mittelfristige Wachstum.

 

Halle (Westfalen), 31. Mai 2023

ERIKS Holding Deutschland GmbH

Geschäftsführung

gez. Ulf Loesenbeck

gez. Jeroen van Dijck

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ERIKS Holding Deutschland GmbH, Halle (Westfalen)

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ERIKS Holding Deutschland GmbH, Halle (Westfalen), und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ERIKS Holding Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angabe "Allgemeine Angaben" im Konzernanhang sowie die Angaben in Abschnitt "V. Chancen- und Risikobericht", Unterabschnitt "Finanzielle Chancen und Risiken" des Konzernlageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Fortführung der deutschen ERIKS-Gruppe von der Liquiditätsversorgung durch die ERIKS-Unternehmensgruppe bzw. der SHV Holding N.V., Utrecht/Niederlande, abhängig ist. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation mit anhaltend negativen Jahresergebnissen in der Vergangenheit sowie der prognostizierten negativen Jahresergebnisse der kommenden Jahre, geht die Gesellschaft von einer liquiditätsmäßigen Unterdeckung aus, die durch die mittelbaren oder unmittelbaren Gesellschafter im Wege der Bereitstellung von Liquidität geschlossen werden muss. Die Obergesellschaft ERIKS N.V. hat daraufhin am 30. Oktober 2023 eine bis 31. Dezember 2024 befristete betraglich unbeschränkte Patronatserklärung erteilt. Wie in den "Allgemeine Angaben" im Konzernanhang sowie in Abschnitt "V. Chancen- und Risikobericht", Unterabschnitt "Finanzielle Chancen und Risiken" des Konzernlageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 9. November 2023

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