Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Gasversorgung Greifswald GmbHLiquidiert
17489 Greifswald, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Thomas Prausse seit 18.6.2014 | Geschäftsführer |
Hans-Jürgen Blank seit 8.4.2008 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Gasversorgung Greifswald GmbHGreifswaldJahresabschluss zum 31. Dezember 2015Lagebericht 2015A. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Die Gasversorgung Greifswald GmbH (GVG) nimmt im Wesentlichen drei Geschäftsfelder wahr:
2. Ziele und Strategien Der Klimawandel ist eine gesellschaftliche Herausforderung. Erdgas macht die Reduzierung von CO 2-Emissionen durch bereits heute verfügbare, ausgereifte und innovative Technologien bezahlbar. Die CO 2-Einsparziele der Bundesregierung im Wärmemarkt können gerade durch den forcierten Einsatz hocheffizienter Gastechnik schneller und zu deutlich geringeren Kosten für die Verbraucher erreicht werden. Unser Anliegen ist es, dass bei den erforderlichen Maßnahmen frühzeitig insbesondere CO 2-Vermeidungskosten als Kriterium herangezogen werden, da ansonsten neben den Kosten für Strom auch die Kosten für Wärme für die Verbraucher unnötig steigen würden. Im Mobilitätsbereich stellen Bio-Erdgas CNG (Compressed Natural Gas) und Flüssiggas LPG (Liquified Petroleum Gas) eine effiziente Alternative zu den herkömmlichen Kraftstoffen dar und können entscheidend dazu beitragen, die CO 2-Emissionen zu senken. Mit stark schwankenden Treibstoffpreisen wird vom Konsumenten der Einsatz von Gas als Treibstoff als wirtschaftliche und umweltfreundliche Alternative wahrgenommen. Mit der Erdgas- und Flüssiggastankstelle "Groß Schönwalde" und der Erdgastankstelle "An der Jungfernwiese" bietet die GVG eine konkurrenzfähige Alternative zu konventionellen Kraftstoffen, um u.a. den gestiegenen Erwartungen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) hinsichtlich einer erdgasbetriebenen Antriebstechnik potentiell gerecht zu werden. In der Energieversorgung können Krisen und Versorgungsunterbrechungen schwerwiegende Konsequenzen für die Versorgungssicherheit haben. Während ein solides Krisenmanagement im Ernstfall zur schnellen Bewältigung und Gefahrenabwehr beiträgt, helfen Risikomanagementsysteme, unkalkulierbare Situationen zu antizipieren und Verluste zu minimieren. Die von der GVG verfolgte Strategie ist daher durch die vorgenannten Überlegungen determiniert. Die GVG bekundet ihr Interesse auf die Ausschreibung der Gaskonzession durch die Gemeinde Wackerow. Durch den geplanten Konzessionserwerb können in der Region die Effizienz gesteigert und operative Betriebskosten eingespart werden. Der gemeinsame Betrieb mit dem örtlichen Stromversorgungsnetz in der Gemeinde Wackerow gestattet die Hebung wertvoller Synergien. Durch einen verbesserten Einkauf von Erdgas im eigenem Gasportfolio und einer verstärkten Akquisition von Kunden im Umland und im Vertriebsgebiet Vorpommern Greifswald sollen profitable Umsatz- und Ertragssteigerungen erreicht werden. 3. Steuerungssystem Organe der Gesellschaft sind die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung. Wesentliche wirtschaftliche Belange sind Gegenstand der Berichterstattung und Überwachung innerhalb des Aufsichtsrates der Muttergesellschaft Stadtwerke Greifswald GmbH (SWG). Alle operativen Beteiligungsgesellschaften der SWG, somit auch die GVG, sind in das zentrale Interne Kontrollsystem (IKS) des Risikomanagements der Unternehmensgruppe eingebunden. Nach dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) sind bestehende und/ oder potentielle Risiken zu beurteilen und zu bewerten. Danach sollen alle den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Entwicklungen frühzeitig erkannt werden, um rechtzeitig notwendige Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zudem sollen mit diesem System regelmäßige und koordinierte Informationsflüsse zwischen den Unternehmensbereichen und der Geschäftsführung sichergestellt werden. Hauptsächliches Ziel des Risikomanagementsystems ist es, potenzielle Risiken der Vermögens‑, Finanz- und Ertragslage zu analysieren und Vorsorgemaßnahmen zu treffen. B. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Anders als in vielen vergleichbaren Ländern stagniert der Energieverbrauch in Deutschland seit Beginn der 90er Jahre trotz wirtschaftlichen Wachstums. Ursache der fortschreitenden Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch sind der technologische Fortschritt in der Energiewirtschaft, die sparsamere und rationellere Energienutzung und die Veränderung der Wirtschaftsstrukturen. Schwankungen des Energieverbrauchs waren in den vergangenen Jahren hauptsächlich auf den Einfluss der Witterungsbedingungen zurückzuführen: In einem kalten Winter erhöht sich der Heizwärmebedarf deutlich. Auf die Energiepreise wirken eine Vielzahl unterschiedlicher Einflussfaktoren: die Preisentwicklung auf den internationalen Rohstoffmärkten, die Entwicklung des Wechselkurses des Euro gegenüber dem Dollar, die Kostenentwicklung bei inländischen Produktionsfaktoren, staatliche Eingriffe und Auflagen und - nicht zuletzt - die jeweiligen Marktbedingungen. Hier haben sich in den letzten Jahren vor allem durch die Liberalisierung der Märkte im Bereich der leitungsgebundenen Energieversorgung die Rahmenbedingungen grundlegend verändert. Laut ersten Berechnungen des BDEW ist der Erdgasverbrauch in Deutschland um 5 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Hauptgrund war die Witterung: Nach einem sehr mildem Jahr 2014 entsprachen die Witterungsbedingungen im ersten Halbjahr 2015 mit deutlich kühleren Temperaturen dem für diese Jahreszeit üblichen Durchschnitt, was zu mehr Erdgasverbrauch in der Wärmeerzeugung führte. Im vierten Quartal dämpfte indes die sehr milde Witterung diesen Zuwachs wieder. Als Zeichen der Änderung ist der Anstieg der Gradtagszahlen um 5,5% anzusehen (Gradtage 2014: 3.413,2; Gradtage 2015: 3.601,2). Die Liquidität des Erdgasmarktes in Westeuropa wird mittelfristig als Ausgangspunkt für die Preisentwicklung gewahrt bleiben, wobei die LNG-Transporte sowie die Anbindung an die Northstream-Leitung hierfür sorgen werden bzw. bereits gesorgt haben. Der Wegfall der geplanten Southstream-Leitung erscheint hierbei unerheblich. Eine Gegenstrategie im Sinne der Bildung eines Preiskartells der Erzeugerländer sowie eine verstärkte Hinwendung auf den asiatischen Markt sind seitens der Russischen Föderation zu beobachten. Die deutschen Energieversorger agieren weiter in einem Umfeld, das durch regulatorische Eingriffe von Seiten des Gesetzgebers einerseits und durch einen dynamischen Wettbewerb andererseits gekennzeichnet ist.Dies führt zu einer zunehmenden Komplexität und Intransparenz. 2. Geschäftsverlauf Das Jahr 2015 war geprägt durch eine vergleichsweise warme Witterung. Die Gradtagszahl als Indikator lag zwar im Jahr 2015 (siehe oben) um 5,5% über der Gradtagszahl des Jahres 2014, das letztgenannte Jahr war jedoch das wärmste zwischen 1995-2015 (Deutscher Wetterdienst- DWD). Dennoch wurden im Netz der GVG im Jahr 2015 mit 705,8 GWh 4,3% mehr durchgeleitet, als noch im Jahr zuvor. Im Vertrieb der GVG lag der Absatz 2015 bei 846,1 GWh und damit um 6,7% über der Vorjahresmenge. Mit dem Neubau der Erdgastankstelle An der Jungfernwiese ist das betriebliche Versorgungskonzept zur Schaffung einer sicheren und effizienten Betankungsmöglichkeit abgeschlossen. Die Arbeiten konnten im September 2015 fristgemäß und im Rahmen der geplanten Kosten abgeschlossen werden. Somit besteht zur im Jahr 2014 umgebauten Tankstelle "Groß Schönwalde" sowohl für die bioerdgasbetriebenen Busse der Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH als auch für die breite Öffentlichkeit eine Betankungsalternative. Das (Neu-)Konzessionsverfahren für das Gasversorgungsnetz in der Gemeinde Wackerow hat mit der Anzeige im Bundesgesetzblatt vom 09.03.2015 begonnen. Die Gasversorgung Greifswald GmbH beteiligt sich im Jahr 2016 in einem diskriminierungsfreien, transparenten Verfahren um den neuerlichen Erwerb dieser Konzession. Die Vergabekriterien sind dabei vorrangig an den Zielen des § 1 EnWG auszurichten. Sollte die GVG den Zuschlag für die Gaskonzession erhalten, wird diese mit der Gasversorgung Vorpommern GmbH als bisherigem Konzessionsträger auf einem eindeutigen rechtlichen Grundgerüst basierende Verhandlungen zur Gasnetzübernahme aufnehmen, um den Überlassungsanspruch durchzusetzen. Die bisherige Vertragsbeziehung, bezogen auf die Gaslieferung an die Energieerzeugungsgesellschaft Greifswald GmbH, wurde verlängert. 3. Ertragslage - Gesamtunternehmen Das Jahresergebnis der GVG ergibt sich aus dem Gasvertriebs- und aus dem Gasnetzergebnis. Im Vertriebsbereich der GVG nehmen die Absätze durch Intensivierung der Absatzbemühungen außerhalb der UHGW in einem wettbewerblichen Marktumfeld zu. Der Netzsektor wird weiterhin durch die Bundesnetzagentur über das Instrumentarium der Anreizregulierung staatlich reguliert. Die Umsatzerlöse betrugen im Jahr 2015 insgesamt € 31,7 Mio., was eine Reduzierung zum Vorjahr um € 0,3 Mio. bedeutet. Grund dafür sind die zurückgegangenen Umsätze aus dem Gasverkauf auf dem Spotmarkt. Der Materialaufwand hat einen Umfang von € 27,1 Mio., nach € 28,0 Mio. im Vorjahr. Die Personalaufwendungen sinken im Vorjahresvergleichdurch den Wechsel von zuvor an den Verkehrsbetrieb überlassenen Mitarbeitern in die VBG um T€ 98 auf T€ 718. Die Abschreibungen befinden sich mit T€ 722 knapp oberhalb des Vorjahresniveaus (T€ +52). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen T€ 1.712 und beinhalten im Wesentlichen die Konzessionsabgabe an die UHGW, die Aufwendungen für die kaufmännische Betriebsführung und sonstige Dienst- und Fremdleistungen. Das EBIT des Geschäftsjahres 2015 beläuft sich auf T€ 2.176 (Vorjahr T€ 1.654). Das negative Finanzergebnis beträgt im Jahr 2015 T€ -287 nach T€ -233 im Vorjahr. Nach Berücksichtigung der Steuern und die Einstellung in die Gewinnrücklage (T€ 350) beträgt die Gewinnabführung an die Muttergesellschaft SWG T€ 955. 4. Ertragslage - Gasverteilung (Netz) Das Jahresergebnis der Gasverteilung vor Ergebnisabführung weist mit T€ 105 einen Rückgang um T€ 214 zum Vorjahr auf. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt T€ 176 (im Vorjahr T€ 394). Dabei erhöhten sich die Umsatzerlöse um insgesamt T€ 52. Aufgrund von höheren vorgelagerten Netznutzungsentgelten steigt der Materialaufwand um T€ 181 an. Durch die um eine Stelle höhere Personalstärke erfährt der Personalaufwand einen Anstieg um T€ 38. Die Abschreibungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen leicht über dem Vorjahresniveau (T€ +37). 5. Finanz- und Vermögenslage - Gesamtunternehmen Der positive Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt € 3,4 Mio. Grund dafür ist der deutliche Abbau von Forderungen und sonstigen Aktiva (€ -1,9 Mio.). Unter Berücksichtigung des negativen Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit (€ 1,5 Mio.) sowie des negativen Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit (€ 1,2 Mio.), erhöhen sich die flüssigen Mittel im Stichtagsvergleich um € 0,7 Mio. Die Bilanzsumme reduziert sich zum Vorjahr um € 0,4 Mio. auf € 17,1 Mio. Das Sachanlagevermögen erhöht sich dabei um € 0,8 Mio., den Anlagenzugängen von € 1,6 Mio. stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 722 gegenüber. Die Investitionsquote betrug 2015 13,6 % gegenüber 10,4 % in 2014. Das Umlaufvermögen reduzierte sich zum Vorjahr um € 1,2 Mio., insbesondere durch den o.a. Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Aufgrund der Zugehörigkeit zum Cashpool der Muttergesellschaft SWG besitzt die GVG keinen eigenen Kontokorrentrahmen. Alle Zahlungsflüsse aus dem operativen Geschäft werden über Konten der SWG abgewickelt. Mittels täglichen Kontoclearings weisen diese am Ende des Tages ein Saldo von Null auf. Über- und Unterdeckungen werden von der SWG ausgeglichen. Aufgrund der verringerten Bilanzsumme bei einem gestiegenen Eigenkapital beträgt die Eigenkapitalquote zum 31.12.2015 30,8 %, nach 28,1 % zum Ende des Jahres 2014. Der Rückgang der Bilanzsumme zeigt sich auf der Passivseite insbesondere in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Reduzierung um € 0,6 Mio.), Rückstellungen (Reduzierung um € 0,6 Mio.), und den sonstigen Verbindlichkeiten (Reduzierung um € 0,3 Mio.). Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter und den Kreditinstituten nehmen dagegen um insgesamt € 0,8 Mio. zu. 6. Finanz- und Vermögenslage - Gasverteilung (Netz) Die Bilanzsumme der Gasverteilung erhöht sich zum Vorjahr um € 0,2 Mio. auf € 11,8 Mio. Dabei erhöhte sich auf der Aktivseite das Anlagevermögen um T€ 294. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verzeichnen dagegen einen Rückgang um T€ 25, was insbesondere aus dem Rückgang der Forderungen aus dem konzerninternen Liquiditätsausgleich begründet ist. Die Finanzmittel des Netzbetriebs betragen zum 31.12.2015 rd. T€ 32. Auf der Passivseite reduzieren sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 498, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nehmen um T€ 156 zu und die Gesellschafter-Verbindlichkeiten um T€ 41 ab. Die Eigenkapitalquote beträgt 36,1 %, nach 30,3 % im Vorjahr. Nach Auffassung der Geschäftsführung entwickelte sich die wirtschaftliche Situation der GVG im Geschäftsjahr entsprechend der Hochrechnung im erwarteten Rahmen. C. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach Ablauf des Geschäftsjahres nicht eingetreten. D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognose Die Prognose des Vorjahres für 2015 sah ein Betriebsergebnis in Höhe von T€ 1.952 vor. Das tatsächliche erreichte Betriebsergebnis (ohne Berücksichtigung neutraler Effekte) beträgt T€ 2.176 was für die Qualität der zugrunde liegenden Annahmen spricht. Eine Anpassung der Prognoseinstrumente ist somit nicht nötig. Die Prognose für 2016 sieht ein Betriebsergebnis in Höhe von T€ 1.844 vor, welches aufgrund geringerer Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen um rund € 0,3 Mio. niedriger ausfällt als noch im Vorjahr. Das geplante Investitionsvolumen für 2016 beläuft sich auf € 1,1 Mio., nach € 1,6 Mio. im Vorjahr. 2. Chancen Mit der stärkeren Fokussierung auf die Region Vorpommern-Greifswald als Vertriebsgebiet ist eine Absatzsteigerung erreichbar. Im Bereich des gasfachlichen Netzbetriebes stellt der für das Jahr 2016 avisierte Konzessionserwerb des Gasnetzes der Gemeinde Wackerow ein probates Mittel dar, um dem zunehmenden Druck durch die Anreizregulierung zu begegnen. So können durch Konzessionserwerb in der Region die Effizienz gesteigert und operative Betriebskosten eingespart werden. Der gemeinsame Betrieb mit dem örtlichen Stromversorgungsnetz in der Gemeinde Wackerow gestattet die Hebung wertvoller Synergien. Vor dem Hintergrund einer möglichen Eingemeindung Wackerows in die Stadt Greifswald stellt die Vergabe der Gaskonzession an die GVG und die Integration des Gasversorgungsnetzes in das der GVG eine sinnvolle Lösung dar. Das Tankstellennetz ist durch den Umbau der Erdgastankstelle "Groß Schönwalde" und dem Neubau der Erdgastankstelle "An der Jungfernwiese" insbesondere zugunsten der Betankung von Erdgasbussen der Greifswalder Verkehrsbetriebe qualitativ und quantitativ stark ausgebaut worden. Bis zum 30.09.2015 kam die börsennahe "Moderne Vollversorgung" durch die E.ON Energy Sales GmbH zum Tragen. Danach erfolgt eine marktpreisorientierte Beschaffung an den Energiebörsen, wobei langfristige Termingeschäfte durch kurzfristige Spotmarktgeschäfte ergänzt werden. Durch diesen Paradigmenwechsel in der Beschaffung können die spezifischen Beschaffungskosten gesenkt werden. Ferner wird auf Basis der Gasnetzentgeltverordnung (GasNEV) Ende Juni 2016 ein Antrag auf Anhebung der Erlösobergrenze (Erweiterungsfaktor) gestellt. Damit könnte der gesetzlich vorgesehene Abschmelzungspfad der Erlösobergrenze kompensiert werden. Die am 19.12.2013 beim Oberlandesgericht Rostock eingelegte Beschwerde gegen die von der BNetzA getroffene Festsetzung der Erlösobergrenze hat berechtigte Chancen, zumindest teilweise Erfolg zu haben. Ein Urteil des BGH vom 10.11.2015 in ähnlicher Angelegenheit begründet diese Annahme. 3. Risiken Ziele, Methoden und organisatorische Verankerung Im Rahmen der Geschäftstätigkeit als regionales Energieversorgungsunternehmen ist die GVG einer Reihe unterschiedlicher Risiken ausgesetzt. Der künftige Erfolg des unternehmerischen Handelns hängt entscheidend vom adäquaten Umgang mit den Risiken ab. Die Gesellschaft hat auf Basis geltender Richtlinien mit entsprechenden Dokumentations- und Meldepflichten ein Risikomanagementsystem eingerichtet. Der Risikomanagement-Regelkreis, bestehend aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung sowie Risikosteuerung und Risikoüberwachung, ist in die Aufbau- und Ablauforganisation der Unternehmensgruppe eingebettet. Das Risikomanagement wird als kontinuierlicher Prozess im Unternehmen verstanden und gelebt. Die Geschäftsführung informiert sich kontinuierlich über die Risikolage. Sie informiert den Gesellschafter regelmäßig im Rahmen der Risikoberichterstattung und wenn notwendig auch ad hoc. Aktuelle Risikosituation Bestandsgefährdende Entwicklungen, welche in der Lage sind die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der GVG wesentlich zu beeinträchtigen, sind derzeit nicht erkennbar. Gleiches gilt für den Prognosezeitraum. Nennenswerte Risiken, denen wir entweder mit Risikokompensation, -reduzierung bzw. -vermeidung oder aber mit vertretbarer Risikoakzeptanz begegnen, stellen sich in folgender Rangfolge dar: Technologische Risiken Der Einsatz komplexer technischer Anlagen kann zu Betriebsstörungen bzw. Sicherheitsrisiken führen, die die Ertragslage beeinträchtigen können. Diesem Umstand wird durch detaillierte Arbeits- und Verfahrensanweisungen, Weiterentwicklung von Technologien, regelmäßige Wartung unserer Anlagen, flächenorientierte Betriebsstrukturen sowie Schulungs- und Weiterbildungsprogramme Rechnung getragen. Soweit betriebswirtschaftlich sinnvoll, bestehen geeignete Versicherungen. Unter den technologischen Risiken sind ferner Umweltrisiken zu fassen. Regulatorische und politische Risiken Die zunehmende Regulierung des Gasmarktes erhöht den Kostendruck und schmälert die Erlöse. Diesem Risiko begegnet die GVG durch eine Beschwerde beim OLG Rostock hinsichtlich der Festsetzung der kalenderjährlichen Erlösobergrenze durch die Bundesnetzagentur. Neueste Rechtsprechungen durch den Bundesgerichtshof lassen den technischen Netzbetrieb sogar unter das Produkthaftungsgesetz fallen. Finanzrisiken Es bestehen Zahlungsausfallrisiken aus den Endkundenbeziehungen. Hohe Gaspreise erhöhen zudem das Ausfallrisiko bei den Forderungen gegenüber Endkunden. Zur Minderung des Finanzrisikos trägt u.a. ein EDV-gestütztes Forderungsmanagement der SWG als kaufmännischer Betriebsführer bei, das die wesentlichen Ausfallrisiken rechtzeitig erkennt. Die Risiken im Bereich der Forderungen haben bisher das übliche Maß nicht überschritten. Weitere Risiken bestehen dem Grunde nach aus aktuellen Rechtsprechungen zu Preisanpassungsklauseln. Diesen Risiken begegnete die GVG durch Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Marktrisiken Zur Risikominderung sowie für die Kostenvermeidung bezogen auf die Regel- und Ausgleichsenergieumlage ab Oktober 2014 wurde die Bilanzkreisführung und die Spotmarktglattstellung von derzeit 75 % der Gasmengen an einen Dienstleister übertragen. Ab dem 01.10.2015 erhöhte sich dieser Stand auf 100%. Damit einhergehend werden die Gasmengen in einem Pool zusammengeführt, um sowohl Skalen- und Spreadvorteile zu generieren, als auch das Risiko zu hoher Schwankungen in den Bilanzkreisen zu verringern und damit Ausgleichsenergiekosten zu senken. Weitere Risiken bestehen in der netzseitigen Allokationsgüte im Rahmen des bilanziellen Energiedatenmanagements (Mehr-/Mindermengenabrechnung, Netzkontoabrechnung) sowie in der Veränderung der jeweiligen Netzentgelte und Sondernetzentgelte (ugs. "Bypassentgelte") der vorgelagerten Netzbetreiber. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass im Berichtszeitraum keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestanden haben. Gleiches gilt für den Prognosezeitraum.
Greifswald, den 25. April 2016 Gasversorgung Greifswald GmbH Thomas Prauße, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2015Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
Anhang für das Geschäftsjahr 20151. Allgemeine Angaben und Erläuterungen Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 ist gemäß dem Gesellschaftsvertrag, der sich auf den § 73 der Kommunalverfassung bezieht, nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften sowie den relevanten Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu erläutern, grundsätzlich Gebrauch gemacht. 2. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung 2.1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu fortgeschriebenen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Bei den Gegenständen des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Den Abschreibungen liegen Nutzungsdauern zu Grunde, zu deren Ermittlung die steuerrechtlichen Abschreibungstabellen herangezogen werden, soweit die dort genannten Nutzungsdauern innerhalb der Bandbreite handelsrechtlich zulässiger Nutzungsdauern liegen. Die Abschreibungen werden linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten von über € 150 bis maximal € 1.000 werden in einem Sammelposten eingestellt und über 5 Jahre abgeschrieben. Die Bilanzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu fortgeschriebenen Durchschnittspreisen. Sofern ein niedrigerer Marktpreis am Abschlussstichtag vorliegt, wird dieser Wert berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bewertet. Innerhalb der Forderungen aus Gaslieferungen sind erhaltene Abschlagszahlungen auf den abgegrenzten, noch nicht abgelesenen Verbrauch unserer Kunden verrechnet. Die Ermittlung der abgegrenzten Forderungen erfolgt kundenindividuell. Zur Deckung des Ausfallrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden eine angemessene Pauschalwertberichtigung sowie Einzelwertberichtigungen gebildet. Die Restlaufzeiten betragen sämtlich unter einem Jahr. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Die Sonderposten für Investitionszuschüsse enthalten gewährte öffentliche Zuschüsse für Investitionen ins Anlagevermögen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt parallel zur handelsrechtlichen Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände. Seit dem 1. Januar 2010 werden die empfangenen Ertragszuschüsse des laufenden Geschäftsjahres im Zuge der erstmaligen Anwendung des BilMoG sowie des Wegfalls der umgekehrten Maßgeblichkeit auf der Passivseite unter den "Empfangenen Ertragszuschüssen" ausgewiesen und über die Umsatzerlöse aufgelöst. Die Verbindlichkeiten wurden zu ihrem Erfüllungsbetrag und Rückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung von zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Auswirkungen aus Änderungen des Abzinsungszinssatzes oder der Schätzung der Restlaufzeit werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Hinsichtlich eines teilweisen Verbrauchs der Rückstellung vor Ablauf der Restlaufzeit wurde die Annahme getroffen, dass dieser Verbrauch in der Mitte der Periode erfolgt. Daher wird der verwendende Zinssatz durch lineare Interpolation ausgehend von Zinssätzen der nächstkürzeren und nächstlängeren ganzjährigen Restlaufzeit ermittelt. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung für das Regulierungskonto wurde anhand der durch die Regulierungsbehörde vorgegebenen Zinssätze ermittelt. 2.2. Angaben zu Posten der Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt. Forderungen gegen Gesellschafter Die Forderungen gegen Gesellschafter (verbundenes Unternehmen) beziehen sich auf die Stadtwerke Greifswald GmbH und resultieren aus dem positiven Saldo im Rahmen des Cashpooling (T€ 747), aus sonstigen Liefer- und Leistungsbeziehungen (T€ 186) sowie einem Vorsteuererstattungsanspruch (T€ 140). Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren ausschließlich aus Lieferungen und Leistungen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Drohverluste mit T€ 310, Verpflichtungen aus dem Regulierungskonto mit T€ 144, die strukturierte Beschaffung mit T€ 102, die Netznutzung in fremden Netzen mit T€ 73 sowie ausstehende Rechnungen mit T€ 23. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber der Stadtwerke Greifswald GmbH in Höhe von T€ 557. Die Verbindlichkeit betreffen im Wesentlichen eine Verpflichtung aus Umsatzsteuerverbindlichkeit in Höhe von T€ 235, die Gewinnabführung in Höhe von T€ 155, die Steuerumlage in Höhe von T€ 143 sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 25. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen ausschließlich Lieferungen und Leistungsbeziehungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten aus Erdgassteuer mit T€ 521, Verbindlichkeiten aus Kundenüberzahlungen mit T€ 422 sowie Verbindlichkeiten aus Netznutzung mit T€ 12. 2.3. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung Die ausschließlich im Inland erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöskorrekturen der Vorjahre in Höhe von T€ 146 enthalten. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 406 sowie aus ausgebuchten Forderungen mit T€ 9 enthalten. Die Zinsaufwendungen betreffen u.a. Zinsen aus der Aufzinsung der Rückstellung für das Regulierungskonto in Höhe von T€ 5 (Vorjahr T€ 7). 3. Ergänzende Angaben 3.1. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Die durchschnittliche Zahl der während des gesamten Geschäftsjahres 2015 beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
3.2. Finanzinstrumente Der Wert der Commodity-Derivate (Warenterminkontrakte), die die Basis der strukturierten Gasbeschaffung sind, hängt unmittelbar von den Marktpreisen für Gas ab. Die Beschaffungsstrategie der GVG ist in erster Linie auf die risikominimierte Eindeckung der zur Versorgung von Kunden der GVG benötigten Energiemengen ausgelegt. Eine Beschaffung von Energiemengen zu Spekulationszwecken ist nicht vorgesehen. Die abgeschlossenen Beschaffungspositionen sind bereits vertriebsseitig in voller Höhe durch Verkaufskontrakte bzw. Vertriebsprognosen gedeckt und können vertriebsseitig mit einer Gewinnmarge verkauft werden. Die Gesellschaft bildet gem. § 254 HGB eine Bewertungseinheit auf Basis eines microhedges bzw. eines portfolio-hedges und verzichtet auf eine Bilanzierung der Beschaffungspositionen zum aktuellen Marktpreis am Bilanzstichtag. Die zum Bilanzstichtag offenen Beschaffungsverträge, die in eine Bewertungseinheit auf Basis eines portfolio-hedges einbezogen wurden, haben ein Nominalvolumen von EUR 21 Mio. und eine Laufzeit bis zum Jahr 2018. Diese Verträge dienen der Absicherung von Preisänderungsrisiken beim Einkauf von Gas für an Kunden auf Basis bestehender Kundenverträge bzw. erwarteter Verkaufsmengen in der Zukunft. 3.3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt T€ 20.546 und resultiert aus Gasbezugslieferverträgen mit T€ 20.529 sowie Leasingverpflichtungen mit T€ 17. Die GVG ist Mitglied der Zusatzversorgungskasse Mecklenburg-Vorpommern (ZMV). Im Geschäftsjahr 2015 betrug der Umlagesatz 1,30 % und der Zusatzbeitrag 4,00 % des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts (Bemessungsgrundlage), wobei der AN-Beitrag am Umlagesatz ganzjährig 0,00 % sowie am Zusatzbeitrag 2,00 % betrug. Die Gesamtaufwendungen für die Zusatzversorgung betragen im Geschäftsjahr 2015 T€ 23. Gemäß § 1 Abs. 1 S. 3 BetrAVG steht die GVG für die Erfüllung der zugesagten Leistungen ein (Subsidiärhaftung im Rahmen einer mittelbaren Versorgungsverpflichtung). 3.4. Organe der Gesellschaft Dies sind die Gesellschafterversammlung und die Geschäftsführung. Gesellschafter Stadtwerke Greifswald GmbH, Greifswald (Anteil 100 %) Geschäftsführung Thomas Prauße Stadtwerke Greifswald GmbH Dipl.- Ing. (FH) Instandhaltung industrieller Ausrüstungen Herr Prauße erhielt von der Gesellschaft keine Vergütung für seine Tätigkeit. 3.5. Latente Steuern Die latenten Steuern werden bei dem Organträger SWG ausgewiesen. 3.6. Angaben nach § 6b Abs. 2 EnWG Im Geschäftsjahr 2015 wurden Geschäfte größeren Umfangs mit der Energieerzeugung Greifswald GmbH über Gaslieferungen mit einem Betrag von T€ 13.017 (Vorjahr T€ 12.202) sowie den Grimmener Stadtwerken GmbH T€ 434 getätigt. Darüber hinaus hat die Stadtwerke Greifswald GmbH für die kaufmännische Betriebsführung T€ 973 (Vorjahr T€ 851)abgerechnet. 3.7. Konzernverhältnisse Die Gasversorgung Greifswald GmbH wird in den Konzernabschluss der Stadtwerke Greifswald GmbH, Greifswald, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Stadtwerke Greifswald GmbH ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. 3.8. Sonstige Angaben Mit der Stadtwerke Greifswald GmbH besteht seit dem 01. Januar 2013 ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag, der in 2014 der steuerrechtlichen Gesetzgebung entsprechend angepasst wurde. Die Angaben des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB für den Jahresabschluss der Gesellschaft ist im Konzernabschluss der Stadtwerke Greifswald GmbH enthalten.
Greifswald, den 25. April 2016 Gasversorgung Greifswald GmbH Thomas Prauße, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Gasversorgung Greifswald GmbH, Greifswald, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Hamburg, den 22. Juni 2016 KPMG
AG
Boger, Wirtschaftsprüfer Müllensiefen, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde am 22. Juli 2016 festgestellt. |
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