Adolf Schnorr Verwaltungsgesellschaft mbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Dr. Karl seit 14.10.2020 | Geschäftsführer |
Dennis Nico Schmieder seit 25.6.2020 | Prokura |
Steffen Hofmann seit 13.4.2016 | Prokura |
Helge Stephan Stellmacher seit 29.7.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Schnorr GmbHSindelfingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang Geschäftsjahr 2023Schnorr GmbHSindelfingenRegistergericht: Amtsgericht StuttgartHandelsregisternummer: HRB 737166I. Allgemeines Der Jahresabschluss 2023 der Schnorr GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes in der jeweils geltenden Fassung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB. Die Bilanz entspricht der Gliederung nach § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, ausschließlich im Anhang aufgeführt. II. Konzernverhältnis Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der SHG Beteiligungs GmbH & Co. KG, Sindelfingen, einbezogen, der im Unternehmensregister unter der Handelsregisternummer HRA 727097 offengelegt wird. Die SHG Beteiligungs GmbH & Co. KG stellt als oberste Konzerngesellschaft den Konzernabschluss für den kleinsten und gleichzeitig größten Kreis auf. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen mit den handelsrechtlichen Bestimmungen überein und sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Das Anlagevermögen besteht im Geschäftsjahr 2023 ausschließlich aus den Sammelposten für geringwertige Anlagegüter der vergangenen Jahre. Die geringwertigen Anlagegüter wurden von den Besitzgesellschaften Adolf Schnorr GmbH & Co. KG und Hugo Bauer Nachf. GmbH erworben und der Schnorr GmbH zur Nutzung entgeltlich zur Verfügung gestellt. Die Bilanzierung erfolgt zu Anschaffungskosten und es wird planmäßig linear über 5 Jahre abgeschrieben. Anschaffungen bis EUR 250,00 wurden von der Schnorr GmbH erworben und direkt aufwandswirksam erfasst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren werden zum gleitenden Durchschnittspreis bewertet. Die Wertansätze der fertigen und unfertigen Erzeugnisse erfolgten zu Herstellungskosten und umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Kosten der allgemeinen Verwaltung, Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, freiwillige soziale Leistungen und betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen, die aus der Finanzierung der Herstellung der Erzeugnisse resultieren, werden nicht einbezogen. Für fertige Erzeugnisse erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Herstellungskosten und dem retrograd ermittelten durchschnittlichen beizulegenden Zeitwert des abgelaufenen Geschäftsjahres. Zudem werden Bestandsrisiken infolge verminderter Verwertbarkeit oder Veralterung durch Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert unter Berücksichtigung erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert, die sich am tatsächlichen Ausfallrisiko orientieren. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch einen pauschalen Abschlag berücksichtigt. Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände lauten auf EUR. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwendungen erst für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt. Das Stammkapital in Höhe von EUR 100.000,00 wurde voll einbezahlt und wird zu 100 % von der SHG Schnorr Holding GmbH, Sindelfingen, gehalten. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen laufzeitadäquaten Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags nicht berücksichtigt. Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden pauschal in Höhe von 0,31 % der gewährleistungspflichtigen Umsätze der letzten 3 Jahre gebildet. Ferner werden Rückstellungen für im Geschäftsjahr unterlasse Aufwendungen für Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt werden, gebildet. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert und lauten ausschließlich auf EUR. Aufgrund des Wahlrechts in § 274 HGB wird vom Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz abgesehen. IV. Erläuterungen zu Einzelposten der Bilanz Anlagevermögen Das Anlagevermögen hat sich gemäß § 284 Abs. 3 HGB für die Sammelposten für geringwerte Anlagegüter wie folgt entwickelt:
Der Buchwert zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 0 (VJ: EUR 431). Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023:
Für die Verbindlichkeiten i. H. v. TEUR 1.714 (VJ: TEUR 1.743) bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Konzernverbund durch Grundschulden besichert und werden mit einem festen Zinssatz von 0,75 % verzinst. V. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Intercompany-Umlage von insgesamt TEUR 245 (VJ: 212) enthalten. Personalaufwand Der Posten "soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" beträgt TEUR 2.803 (VJ: TEUR 2.689), darin enthalten sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 0 (VJ: TEUR 0). Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Der Posten enthält Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2,8 (VJ: TEUR 1,7). Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten enthält Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 36 (VJ: TEUR 37) sowie Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 0,6 (VJ: TEUR 0,3). VI. Sonstige Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das Bestellobligo zum 31. Dezember 2023 betrug TEUR 8.838. Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 232 Arbeitnehmer im Sinne von § 267 Abs. 5 HGB zuzüglich 10 Auszubildende beschäftigt.
Angaben zu den Mitgliedern der Unternehmensorgane Als Geschäftsführer ist bestellt: Herr Dr. Alexander Karl, Heilbronn Bezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Angaben zu den Mitgliedern des Beirats Die Schnorr GmbH hat gemäß des Gesellschaftsvertrags einen Beirat, der aus 3 Mitgliedern besteht:
Die Angabe der Bezüge der Beiratsmitglieder unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. Mutterunternehmen der Gesellschaft Die SHG Schnorr Holding GmbH, Sindelfingen, besitzt 100 % der Anteile an der Gesellschaft. Abschlussprüfungshonorar Das Honorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss der SHG Beteiligungs GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr 2023 angegeben. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 11.519.334,60, bestehend aus dem Gewinnvortrag von EUR 9.429.710,16 und dem Jahresüberschusses von EUR 2.089.624,44, auf neue Rechnung vorzutragen.
Sindelfingen, den 13. Juni 2024 Dr. Alexander Karl, Geschäftsführer Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 erfolgte durch Gesellschafterbeschluss vom 04.07.2024. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft 1. Geschäftsmodell Mit dem Anspruch, überall die erste Wahl zu sein, wo Metall durch Kraft und Form anspruchsvolle Funktionen zum Bewegen - Federn - Sichern erfüllt, stellen wir Tellerfedern, Schraubensicherungen sowie Stanz- und Formteile her. Hohe Flexibilität und Leistungsbereitschaft machen uns, insbesondere im Maschinenbau- und Automotive-Segment, zu einem weltweit gefragten Entwicklungspartner. Das Engagement, das Können und die Leidenschaft unserer Mitarbeiter/-innen bildet dabei die Basis unseres konstanten weltweiten Wachstums. 2. Forschung und Entwicklung Die Produkt- und Sortimentspolitik sieht weiterhin eine Ausweitung von auftragsbezogenen Sonderprodukten vor. Diese mit und für Kunden individuell entwickelten Anwendungen haben sich als wesentlicher Bestandteil der Geschäftstätigkeit etabliert. Um den Kunden neue Produkte anbieten zu können, betreibt das Unternehmen eine eigene Entwicklungs- und Versuchsabteilung, die auch in den kommenden Jahren ausgebaut werden soll. Zudem investiert man vermehrt in Eigenprodukte wie beispielsweise neue Sicherungsscheiben und Tellerfedern. II. Wirtschaftsbericht 1. Weltwirtschaftliches Umfeld Die Weltwirtschaft entwickelte sich im Kalenderjahr 2023 mit einem Wachstum von 3,1 Prozent etwas besser als noch vor einem Jahr prognostiziert. Historisch betrachtet war das Jahr 2023 jedoch - die Rezessionsjahre ausgenommen - eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte. Nur im Jahr 2019 war der Zuwachs mit +2,8 Prozent geringer. In den USA (+2,5 Prozent) sowie in mehreren großen Schwellen- und Entwicklungsländern fiel das Bruttoinlandsprodukt 2023 höher aus als zunächst erwartet. Im Falle der USA trug die Dynamik des Konsums entscheidend dazu bei. Im Euro-Raum hingegen verhielten sich die Verbraucher angesichts hoher Inflationsraten und Energiekosten weiterhin zurückhaltend. Zudem litten der private Konsum und die Unternehmensinvestitionen unter den deutlich gestiegenen Finanzierungskosten. Das Wachstum im Euro-Raum war zusammen mit dem im Vereinigten Königreich mit jeweils +0,5 Prozent das schwächste unter den großen entwickelten Volkswirtschaften. Die direkten und indirekten negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind in Europa nach wie vor am deutlichsten zu spüren. Während sich das Wachstumstempo in den entwickelten Volkswirtschaften - mit Ausnahme der USA - im abgelaufenen Berichtsjahr gegenüber 2022 deutlich verlangsamte, konnte die Gruppe der Schwellen- und Entwicklungsländer ihre Dynamik mit +4,1 Prozent beibehalten. Überraschend robust zeigte sich die russische Wirtschaft trotz der Sanktionen (+3 Prozent). In China belasteten der Immobiliensektor, geopolitische Verstimmungen mit den USA und der EU sowie schwache Industrieinvestitionen die konjunkturelle Erholung. Das gesamtwirtschaftliche Wachstum lag laut Internationalem Währungsfonds (IWF) bei +3,1 Prozent. Tabelle: Bruttoinlandsprodukt zum Vorjahr in Prozent
*) Indonesien, Malaysia, Philippinen, Thailand,
Vietnam.
Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, für 2021: IMF October 2023 Database. Die pandemiebedingten Störungen der Wertschöpfungsketten nahmen im Verlauf des Jahres 2023 sukzessive ab. Die Nationalbanken hielten weitgehend an ihrer restriktiven Geldpolitik fest, wodurch sich die Kreditkosten in mehreren Ländern im Laufe des Berichtsjahres weiter erhöhten. Die Inflationsraten gingen im Jahresverlauf in den meisten Ländern zwar zurück, lagen aber zumeist noch deutlich über dem Zielniveau. Die globale Inflationsrate lag bei geschätzt +6,8 Prozent. Der globale Warenhandel wuchs im Gesamtjahr 2023 nur um geschätzte +0,4 Prozent. Und auch die Industrieproduktion entwickelte sich 2023 mit real +0,9 Prozent sehr schwach. In den entwickelten Volkswirtschaften ging sie um -1,2 Prozent zurück. Nur in den USA konnte ein Rückgang der Industrieproduktion vermieden werden. Die Schwellen- und Entwicklungsländer erreichten dagegen einen Zuwachs von +2,8 Prozent, wobei China (+4,4 Prozent) und die osteuropäischen Länder einschließlich der GUS (+3,5 Prozent) überdurchschnittlich zulegten. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024, cpb World Trade Monitor, Dezember 2023 Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 2. Globaler Maschinenbau Angesichts des anhaltend unsicheren politischen und wirtschaftlichen Umfelds sowie der gestiegenen Finanzierungskosten, fiel die Nachfrage nach Investitionsgütern schwächer aus als im Vorjahr. Trotz rückläufiger Auftragseingänge entwickelten sich die Umsätze im stark zyklischen Maschinenbau im Jahr 2023 dennoch teilweise robust, da die Auftragsbestände zu Jahresbeginn vielerorts noch überdurchschnittlich hoch waren und somit die Produktion und den Umsatz pufferten. In der zweiten Jahreshälfte ließ die Unterstützung durch die Auftragspolster jedoch nach, so dass die Umsatzentwicklung preisbereinigt meist negativ ausfiel. Auf Jahressicht stagnierte der Maschinenumsatz preisbereinigt nach Schätzung der VDMA-Volkswirte im Jahr 2023 weltweit. Nur in wenigen Ländern verlief die Entwicklung besser. Mit Blick auf die TOP-10-Maschinenbaustandorte sind hier Indien (+10 Prozent), das Vereinigte Königreich (+5 Prozent) und China (+2 Prozent) zu nennen. Trotz Investitionsförderprogrammen war die Umsatzentwicklung in den USA und im Euro-Raum mit real -3 bzw. - 1 Prozent rückläufig. Noch stärker ist der Umsatzrückgang in Süd-Korea (-5 Prozent) und Japan (-6 Prozent) ausgefallen. Quelle: Nationale Statistikämter, VDMA (Originaltext), "Maschinenbau Konjunktur international", Dezember 2023 Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 3. Deutsche Konjunktur Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im nach wie vor krisengeprägten Umfeld, ins Stocken. Zudem dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstigere Finanzierungsbedingungen aufgrund der gestiegenen Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 1,8 Prozent zurück. Entscheidend dafür war eine signifikant niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,3 Prozent). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders negativ auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten so die Wirtschaft im vergangenen Jahr. Der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,5 Prozent). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona- Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 Prozent). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde. Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,4 Prozent) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -2,2 Prozent). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht (+0,7 Prozent). Im vierten Quartal 2023 wurde dabei mit durchschnittlich 46,2 Millionen Erwerbstätigen ein neuer Höchststand erreicht. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Quelle: Statistisches Bundesamt Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374 4. Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland ist nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vergleich zum Vorjahr im Jahr 2023 um real 0,6 Prozent gesunken. Die Materialengpässe haben sich weitgehend aufgelöst. Während die Produktion im ersten Halbjahr noch von hohen Auftragsbeständen abgepuffert wurde, brach diese Stütze im weiteren Jahresverlauf Stück für Stück weg, denn der Auftragseingang zeigte das gesamte Jahr über eine schwache Dynamik. Bereits zum Jahresbeginn kam es zu zweistelligen realen Minusraten und auch im Jahresverlauf war keine Trendwende in Sicht. Ein herausforderndes wirtschaftliches Umfeld geprägt von hoher Unsicherheit führte zu einer spürbaren Zurückhaltung bei den Bestellungen. Der Bestelleingang verfehlte sein Vorjahresniveau im Gesamtjahr 2023 preisbereinigt um 12 Prozent. Die Auftragsreichweite lag zum Jahresende mit 10,2 Monaten zwar immer noch ungewöhnlich hoch, doch hat die Reichweite inzwischen spürbar an Länge eingebüßt. Der Höchststand lag im Juli und August 2022 bei 12,2 Monaten. Zudem darf der immer noch ungewöhnliche, Zweifel hegende Durchschnittswert nicht über eine sehr unterschiedliche Verteilung innerhalb der Maschinenbaubranche hinwegtäuschen. Nach Ergebnissen der 20. VDMA-Blitzumfrage von Ende Oktober 2023 lag die Auftragsreichweite in 60 Prozent der Unternehmen bereits unter ihrem jeweiligen langjährigen Durchschnitt. Und 34 Prozent der Maschinenbauer berichteten laut ifo-Konjunkturtest im Oktober von Produktionsbehinderungen aufgrund von Auftragsmangel. Den ersten Produktionsstätten sind demnach die Puffer fürs Produzieren abhandengekommen. Dies hatte zur Folge, dass laut ifo die Kapazitätsauslastung im Maschinenbau von Juli (88,8 Prozent) auf Oktober (85,9 Prozent) deutlich absank. Die konjunkturelle Abkühlung wirkt sich auch mehr und mehr am Arbeitsmarkt aus. Die Einstellungsabsichten der Unternehmen haben sich reduziert und die Kurzarbeit steigt auf einem niedrigen Niveau an. Nach Schätzungen der Bundesanstalt für Arbeit waren im November etwa 20.000 Beschäftigte im Maschinenbau in Kurzarbeit. Unter dem Strich konnte die Beschäftigtenzahl in den Betrieben mit mindestens 50 Mitarbeitern im Jahresverlauf jedoch trotz der Engpässe am Arbeitsmarkt um 1,3 Prozent zulegen. Insgesamt wurden ca. 13.600 Stellen aufgebaut. Der Arbeitskräftemangel bleibt aber nicht zuletzt aufgrund der demografischen Entwicklung akut. In Folge der gestiegenen durchschnittlichen Preise für Maschinenbauprodukte nahm der Umsatz ausweislich der Ergebnisse der VDMA Auftragseingangs- und Umsatzstatistik um nominal +7 Prozent zu. Die Produktion erreichte zum Jahresende ein Niveau von geschätzt 254 Mrd. Euro, der Umsatz von 264 Mrd. Euro. Quelle: Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, ifo Institut, VDMA Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374 5. Automobilmarkt Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte, die zu einem Basiseffekt geführt haben. Dieser hatte jedoch zuletzt immer weniger unterstützende Wirkung auf die Wachstumsraten. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Im Monat Dezember wurden mit gut 1,0 Mio. Einheiten 4 Prozent weniger Neufahrzeuge registriert als noch im Vorjahresmonat. Maßgeblich für den Rückgang ist der schwache deutsche Markt, auf dem infolge eines Ende 2022 wirksamen Sondereffektes (Änderungen bei der Förderung von E-Autos) im Elektrosegment im Dezember 2023 insgesamt deutlich weniger Neufahrzeuge zugelassen wurden. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im abgelaufenen Monat wie folgt: Frankreich (+15 Prozent), Spanien (+11 Prozent), Vereinigtes Königreich (+10 Prozent), Italien (+6 Prozent), Deutschland (-23 Prozent). Quelle: VDA, 18.01.2024 (https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240118_PM_Internationale-Pkw-M-rkte-im-Jahr-2023-mit-kr-ftigem-Wachstum) 6. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Wie in den vergangenen Jahren wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr von Seiten des Managements umfangreiche Managementprojekte gestartet und Maßnahmen beschlossen, um auf diverse Risiken, wie die anhaltenden Auswirkungen des Ukraine-Konflikts, zu reagieren und auf der anderen Seite mögliche Chancen zu nutzen. Einige Projekte wie bspw. die Reduzierung der Lieferzeiten durch stabilere Prozesse und die Transformation in der Automobilindustrie wurden fortgesetzt. Ebenfalls stark beschäftigt haben die Mitarbeiter des Unternehmens der anhaltende Ukraine-Konflikt und die damit einhergehenden Auswirkungen. Erfreulicherweise war die Abhängigkeit von Russland sowohl auf Kunden- als auch Lieferantenseite sehr gering. Alle Kundenlieferungen wurden verstärkt von unserer Exportabteilung kontrolliert und auch Anfragen über Drittländer entsprechend überprüft. Der Einfluss auf unseren Geschäftsbetrieb war vernachlässigbar. Des Weiteren wurden diverse Corporate Governance-Maßnahmen zur Reduzierung der unternehmerischen Risiken fortgesetzt. Dies beinhaltete u.a. Maßnahmen gegen Cyber- Kriminalität, zum Ausbau unserer Nachhaltigkeitsstrategie und Projekte zur Weiterentwicklung der Mitarbeiter und Führungskräfte. Bezüglich der finanzwirtschaftlichen Maßnahmen verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Punkt 9. Finanzlage. Das Jahr 2023 startete im 1. Quartal sowohl im Umsatz (+5,5 % zu Plan) als auch Auftragseingang (+1,1 % gegenüber Plan) ordentlich. In den darauffolgenden Quartalen zeigte sich für Umsatz und Auftragseingang ein unterschiedliches Bild. Während die Umsätze im 2. und 3. Quartal jeweils circa 10% über Plan gut abgeschlossen werden konnten, zeichnete sich im Auftragseingang ein deutlicher Rückgang ab (-11,5 % im 2. Quartal und -0,1% im 3. Quartal). Besonders gegenüber dem Vorjahr zeigte sich ein deutlicher Rückgang im AE (-17,7 % im 2. Quartal und -11,0% im 3. Quartal), was zu einer Reduzierung des Auftragsbestandes führte. Im Schlussquartal änderte sich das Bild und der Umsatz blieb mit -8,3% deutlich unter Plan und Vorjahr (-5,7%). Der Auftragseingang fing sich wieder etwas und blieb mit -1,3% nur leicht unter Plan und deutlich über Vorjahr (+6,9%). Kumuliert schloss der Umsatz über alle drei Geschäftsfelder mit einem Rückgang von 1,7 % gegenüber dem Vorjahr, aber 4,7 % über unserer Planung. Der Rückgang im Auftragseingang fiel mit 8,2 % gegenüber dem Vorjahr und 2,8 % unter unserer Planung deutlicher ins Gewicht. Die Rückstände aus dem Jahr 2022 konnten sukzessive abgebaut werden. Der Blick auf die strategischen Geschäftsfelder offenbart folgendes Bild. Sehr positiv war im Jahr 2023 das Geschäftsfeld "Automotiv" zu bewerten. Alle vier Quartale schlossen sowohl im Umsatz als auch Auftragseingang über Plan ab. Das Umsatzplus gegenüber dem Vorjahr betrug 9,6 % und gegenüber Plan sogar 13,7%. Die Lieferungen in diesem Segment betreffen unterschiedliche Länder und Kunden. Der Verlauf entsprach somit dem starken Aufholeffekt des Automobilmarktes, nach den zeitlichen Verzögerungen aufgrund des Chipmangels in 2022. Sehr differenziert in Umsatz und Auftragseingang zeigte sich das Segment "Industrie Sonder". Kumuliert lag der Auftragseingang am Jahresende 10 % unter dem sehr guten Vorjahr. Insbesondere die ersten beiden Quartale schlugen mit -10,5% und -28,4% sehr negativ zu Buche. Nur das vierte Quartal bildete mit +9,3 % eine Ausnahme. Wie erwähnt zeigt sich im Umsatz ein ganz anderes Bild. Hier schoss man mit kumuliert -1,5% nur leicht unter Vorjahr und sogar über Plan ab (+1,1%). Insbesondere die ersten drei Quartale waren deutlich über Plan und in etwa auf Vorjahresniveau. Dieses differenzierte Bild ist dadurch zu erklären, dass sich die Lieferzeiten deutlich verbessert hatten und keine langfristigen Aufträge platziert wurden. Ebenfalls sehr stark schwankend war das Segment "Katalog". Zum Jahresende 2023 schloss der Auftragseingang mit -16,8 % und der Umsatz mit -10 % im Vergleich zum Vorjahr ab. Beim Umsatz zeigte sich ein sehr unterschiedliches Bild. Während die ersten beiden Quartale mit +0,8% und +3,3% noch positiv ausfielen, sind die Quartale 3 und 4 mit im Schnitt -23% sehr negativ zu bewerten. Hier kamen zwei Faktoren zusammen, nämlich zum einen eine erhöhte Bevorratung unserer Kunden und zum anderen eine nachlassende Nachfrage. Dies zeigte sich dann auch wie erwähnt an der nachlassenden Auslastung unseres Werkes in Welschingen, in dem die Katalogware produziert wird. Unsere Investitionstätigkeiten in den deutschen Besitzgesellschaften lagen 2023 in etwa TEUR 2.500 über dem Niveau des Jahres 2022. Neben Ersatzinvestitionen für alte Maschinen standen Investitionen im Fokus, die im Zusammenhang mit Produktsegmentierung oder Automatisierungsprojekten stehen. Zudem wurden weitere Investitionen für Digitalisierungsprojekte getätigt. Ebenso wurde in den Ausbau der Photovoltaikanlage am Standort Sindelfingen investiert. Die Planungen für 2024 sehen einen ähnlichen Umfang vor, welcher sich auf weitere Produktivitäts- und Qualitätsverbesserungen konzentrieren wird. Im Jahr 2023 fand keine Arbeitsniederlegung statt. 7. Ertragslage
Die benannten Kennzahlen stellen unsere wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren dar. Die Umsatzerlöse sanken leicht unter den Vorjahreswert, liegen jedoch deutlich über dem Plan. Die Rohertragsquote stieg im Vergleich zum Vorjahr etwas an. Dennoch konnten wir die kontinuierlich gestiegenen Rohmaterialpreise beispielsweise für Nickel-Legierungen nicht immer zeitgleich an unsere Kunden weitergeben, was sich wiederum negativ auf das EBIT auswirkt hat. Aufgrund der Energiesparmaßnahmen und der Energiepreisbremse sanken die Kosten für Strom und Gas im Vergleich zum Vorjahr, was sich positiv auf die gestiegene Rohertragsquote ausgewirkt hat. Die bezogenen Leistungen sanken ebenfalls leicht im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Einige Leistungen konnten wie im Vorjahr weiter reduziert werden, da Auslagerungen an Fremdlieferanten vermehrt weiterhin zurückgefahren wurden. Der Personalaufwand stieg in 2023 um TEUR 410 an. Die Personalkostenquote (Personalaufwand zur Gesamtleistung) stieg ebenfalls auf 36,9 % (Vorjahr 35,0 %) an. Die Tariferhöhung und sowie die Inflationsausgleichsprämie waren hier die Haupteinflussfaktoren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken leicht im Vergleich zum Vorjahr um ca. TEUR 62. Das EBIT schließt damit bei TEUR 3.003. 8. Vermögenslage Auf der Aktivseite steht umsatzbedingt, wie auch durch ein nachhaltig umgesetztes Forderungsmanagement eine Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten um TEUR -729. Die sonstigen Vermögensgegenstände stiegen im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 347 an. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich zum Vorjahr mit TEUR 1.714 weitestgehend identisch. Die Vorräte wurden gegenüber dem Vorjahr stichtagsbezogen um TEUR 569 aufgebaut. Der größte Aufbau fand im Bereich der unfertigen Erzeugnisse statt, was unter anderem aus den Kapazitätsengpässen heraus resultiert. Die Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden hatte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte Priorität und konnte zu jederzeit sichergestellt werden. Das Working Capital definiert als Umlaufvermögen abzüglich der kurzfristigen Verbindlichkeiten ist von TEUR 21.057 um TEUR 1.787 auf TEUR 22.844 gestiegen. Die Eigenkapitalquote stieg im Wesentlichen ergebnisbedingt im Vergleich zum Vorjahr von 46,94 % auf 52,51 % um 5,57 Prozentpunkte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden von TEUR 937 durch planmäßige Tilgungen auf TEUR 562 reduziert. Die Verbindlichkeiten entfallen zu 73 % auf verbundene Unternehmen und Gesellschafter und zu 6 % auf Kreditinstitute, mit 18 % auf Lieferanten und 3 % auf Steuern und sonstige Dritte. 9. Finanzlage Die erfolgreiche Umsetzung neuer Projekte bietet künftig die Möglichkeit, neue Absatzfelder aufzubauen und eine bessere Ressourcenauslastung zu erreichen. Hierzu dienen auch eine konsequente Analyse des Produktionsflusses und der konsequente Exit bei Artikeln mit negativem Deckungsbeitrag. Weiterhin wurden keine Entwicklungskosten aktiviert. 2021 begann der starke Anstieg der Rohmaterialpreise, welcher sich in 2022 auf Grund der Energiekrise weiter fortsetzte. Im Geschäftsjahr 2023 hat sich nur bedingt eine Stagnation der Rohmaterialpreisentwicklung eingestellt. Bei vielen Materialien setzte sich der Anstieg der Preise fort. Der Cashflow I, im engeren Sinne definiert als Jahresüberschuss plus Abschreibungen, ist von TEUR 2.811 auf TEUR 2.090 gesunken. Zur Sicherung der Liquidität und der damit verbundenen Lieferfähigkeit des Unternehmens, wurde die Vorratsdisposition laufend aktualisiert, um die Bestände wie im vergangenen Jahr weiter stabil zu halten. Um die starken Absatzzuwächse insbesondere im Geschäftsfeld Automotive zu bewältigen, wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder auf Leiharbeitskräfte zugegriffen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kosten für Leiharbeitskräfte jedoch in Folge des niedrigeren Volumens moderat gesunken. Durch ein aktives Forderungsmanagement konnten Zahlungsausfälle verhindert und die offenen Rechnungen von unseren Kunden fristgerecht ausgeglichen werden. Zum Bilanzstichtag weist die Schnorr GmbH unter Berücksichtigung des Bestands an flüssigen Mitteln sowie der nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien eine Liquiditätsreserve von TEUR 5.590 auf, was im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von TEUR 737 darstellt. Die Schnorr GmbH verfügt damit über einen soliden finanziellen Handlungsspielraum. Den Bankverbindlichkeiten liegen angemessene und übliche Konditionen zugrunde. 10. Fazit Das Jahr 2023 konnte nach den sehr guten Vorjahren ebenfalls sehr zufriedenstellend abgeschlossen werden. Trotz der großen Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft und der daraus resultierenden spürbaren Zurückhaltung vieler Kunden endete das Ergebnis über Planniveau. Insbesondere die guten Automotive-Umsätze konnten den Rückgang im Industriebereich kompensieren. Ebenso konnte man, trotz hoher Inflation, die Kostenseite auf Planniveau halten. Die Planung in Bezug auf den Rohertrag und das EBIT wurde wiederum übertroffen. Anhand des schwierigen Umfelds ist die Geschäftsführung mit der finanziellen Entwicklung insgesamt zufrieden und sieht sich gut aufgestellt für die kommenden Jahre. 11. Nicht Finanzielle Leistungsindikatoren Unser Qualitätsmanagementsystem IATF 16949 wurde 2023 im Rahmen eines Überwachungsaudits wiederum erfolgreich bestätigt. Wir konnten das sehr gute Vorjahresresultat bestätigen und erhielten keine Hauptabweichung und nur zwei Nebenabweichungen. Mit diesem Ergebnis wurde uns eine positive Entwicklung bestätigt. Die Zertifizierung nach EMAS Umweltmanagementsystem und ISO 45001 Arbeitssicherheit wurden im Jahr 2023 ebenfalls wieder bestätigt. Im Rahmen des Managementsystems verfolgt das Unternehmen neben ökonomischen, auch nachhaltige und ökologische Ziele wie die Reduzierung von Ressourceneinsatz und eine kontinuierliche Verbesserung des Energie- und Umweltmanagements. Diese wurden insgesamt als Teil der Top-5-Unternehmensziele intensiv weiterverfolgt. Unter anderem haben wir im Jahr 2023 für die "Sustainable Development Goals" der UN Einzelmaßnahmen durchgeführt. Im Vorfeld wurde hierzu eine interne Wesentlichkeitsanalyse vorgenommen. Für die GmbH wurden die letzten Monate diverse Projekte in den Prioritätsthemen "Energie", "Bildung", "Klimaschutz", "Innovation und Industrie" und "Gesundheit und Wohlergehen" angestoßen und umgesetzt. Als Erfolg konnten wir eine Nominierung für den Wirtschaftspreis der Stadt Sindelfingen im Bereich Nachhaltigkeit verbuchen. In den kommenden Jahren werden wir für die weiteren Nachhaltigkeitsziele Maßnahmen beschließen. Die Anzahl der Auszubildenden betrug 10, was einer Steigerung von 2 Auszubildenden gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Ausbildung ist weiterhin ein Bestandteil zur nachhaltigen Fachkräftesicherung, insbesondere vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und der sich weiter verengenden Situation am Arbeitsmarkt. Von den 10 Auszubildenden sind 2 in der Verwaltung und 8 im gewerblichen Bereich tätig. Der Schulungsbedarf der Mitarbeiter wird jährlich ermittelt und die Durchführung der Fortbildungen wird überwacht. Weiterhin sehr erfolgreich genutzt wird unser digitales Bewertungs- und Schulungssystem, das in verschiedenen Bereichen erweitert wurde. Möglich ist es bspw. die ganzen Onboarding-Formulare abzurufen und diese digital verfügbar zu haben. Zudem ist die Nachverfolgung der Aktivitäten und der Ablauf der Bewertungsgespräche deutlich erleichtert. Das Thema "Digitalisierungsstrategie" war im Jahr 2023 auch ein Schwerpunktthema unserer Organisation. Wir betrachten dies als wichtigen Baustein zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Unterweisung in den Unfallschutz erfolgt regelmäßig und wird auch ständig angepasst. Die Anzahl der unfallbedingten Ausfalltage hat sich im Berichtsjahr 2023 sehr erfreulich reduziert (von 199 Ausfalltagen in 2022 auf 115 in 2023). Hier zeigte sich der Erfolg diverser Sensibilisierungen und Maßnahmen hauptsächlich im Produktionsbereich. Zum Stichtag waren 242 Mitarbeiter bei der Schnorr GmbH beschäftigt, was einer Steigerung von 6 Personen entspricht. III. Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung für die Gesellschaft 1. Geschäftsrisiken Weiterhin ist der Angriffskrieg von Russland ein bedeutender Risikofaktor, da das Ende des Krieges in der Ukraine leider noch nicht abzusehen ist. Eine weitere Eskalation dieses Konfliktes ist weiterhin möglich. Damit verbunden ist ein hoher Aufwand für unsere Ex- bzw. der Importkontrolle. Der Bezug von Gütern aus den Konfliktgebieten ist meist nur zu einem deutlich höheren Preis machbar (z.B. Nickel). Erfreulich ist in den ersten fünf Monaten des Jahres 2024 jedoch die Entwicklung der Strom- und Gaspreise aufgrund diverser politischer Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von Russland. Hierin sehen wir eine Chance, dass der im Vergleich zu den Wettbewerbsländern immer noch hohe Strom- und Gaspreis, in den nächsten Jahren weiter sinken wird. Weiterhin sehr aufwändig ist die Exportkontrolle, da viele russische Interessenten auch über Drittländer anfragen. Neben dem Ukrainekonflikt sind weitere internationale Spannungen als größtes Risiko für einen planbaren Geschäftsbetrieb in der GmbH zu erwähnen. Dies wäre zum einen der schwelende Konflikt zwischen Taiwan und China und zum anderen Gefechte zwischen Israel und Gazastadt bzw. weiteren Akteuren wie dem Iran. Sollte ein Angriff von China auf Taiwan stattfinden, könnte es zu einer ähnlichen Konstellation kommen wie derzeit in der Ukraine. Allerdings hätte ein Embargo mit China deutlich größere Auswirkungen als die Einschränkungen mit Russland. Sowohl auf Kunden- als auch Lieferantenseite wäre eine entsprechende Alternative zu China kaum kurzfristig auszumachen und hätte erhebliche Auswirkung auf die Automobilbranche. Ebenso würde ein Krieg zwischen Israel und dem Iran für eine hohe Unsicherheit an den Märkten sorgen. Ein immer noch vorhandenes, aber weniger hohes Risiko als im Jahr 2022, sind die immer noch spürbaren Lieferengpässe im Automobilsektor. Der Chipmangel führt zu Einschränkungen bei den OEMs, was aufgrund des Preisdrucks bei den Herstellern direkt weitergereicht wird. Zudem unterliegen die Planzahlen sehr großen Schwankungen und werden beinahe täglich angepasst. Dies macht eine harmonisierte Fertigung kaum möglich. Die Transformationsgeschwindigkeit im Automobilsektor hat hingegen etwas abgenommen. Viele OEMs ruderten in den letzten Monaten wieder etwas zurück mit Ihrer Aussage, zeitnah keine Verbrenner mehr herstellen zu wollen. Dies hängt u.a. damit zusammen, dass der Absatz mit den Elektrofahrzeugen hinter den Erwartungen bleibt und auch die Margen geringer sind. Dies gibt uns voraussichtlich die Möglichkeit, unsere Teile, die ausschließlich im Verbrenner-Motor zum Einsatz kommen, noch etwas länger zu verkaufen. Ein Ausbau der Geschäftstätigkeit im Bereich der kundenspezifischen Sonderprodukte und die Gewinnung neuer Kunden in vielfältigen Anwendungsfeldern stehen auch in den kommenden Jahren im Fokus. Die Transformation im Automotive Sektor hat zwar einen teilweisen Wegfall einiger Kundenanwendungen zur Folge, in Summe rechnen wir trotzdem nur mit einem kleinen bis mittleren Risiko für unser Unternehmen, da zum einen unsere spezifischen Produkte für den Verbrenner noch einige Jahre benötigt werden, was eine gewisse Berechenbarkeit zur Folge hat, und zum anderen es auch diverse Absatzmöglichkeiten in Hybrid- und Elektrofahrzeugen gibt. Viele unserer Automotive-Artikel gehen bspw. in Teilegruppen wie Interior oder Sitzkomponenten ein. Das Unternehmen ist zudem sehr stark im industriellen Segment aufgestellt und die Anwendungsbereiche in diesem Segment sind nicht nur auf den Antriebsstrang des Verbrennungsmotors beschränkt. Wie auch in den letzten beiden Jahren liegt der Fokus unserer Vertriebsaktivitäten darin, Anwendungen mit alternativen Antriebstechniken auszumachen. Die Kundensegmente "Clean Energy" und "E-Mobility" werden weiterhin forciert und dies wird auch bei unseren ausländischen Töchtern und Handelspartnern intensiv angesprochen. Gerade im Wasserstoff-Bereich gibt es durchaus große Potentiale für unsere Produkte. Unser Bereich Musterbau ist weiterhin gut ausgelastet, da es uns gelingt, interessante Prototypen-Aufträge zu gewinnen und uns für anlaufende Serien in Position zu bringen. Da im Industriesegment weiterhin sehr viele Kundenbranchen bedient werden und zudem viele Kleinserien produziert werden, herrscht eine hohe Komplexität vor. Eine Konzentration auf spezielle Fertigungssegmente ist daher kaum möglich, wird jedoch zunehmend forciert. Da in den letzten Jahren immer mehr Großprojekte gewonnen wurden, wird versucht, eine stärkere Produktionssegmentierung zu erreichen. Dies wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt und es werden vor allem Investitionen forciert, die einen möglichst hohen Automatisierungsgrad aufweisen. Sehr stark beschäftigt hat uns auch im Jahr 2023 das Thema Exportkontrolle. Aufgrund immer strenger werdender Vorgaben rechnen wir bei diesem Punkt auch in den kommenden Monaten mit keiner Entspannung im Hinblick auf die internen Aufwände. Im Jahr 2023 konnten wir jedoch auch hier starke Fortschritte erzielen und begegnen den Risiken mit einem Corporate-Governance-Projekt. Da das Marktsegment "Rüstungsindustrie" auch für unsere Produkte zunehmend interessant wird, wollen wir den Risiken durch Vorbeugung und Absicherung begegnen. Immer höher ist zudem das Risiko bezüglich Cyberkriminalität. Die Angriffe auf Unternehmen aller Größen nehmen stark zu und bergen eine große Gefahr. Neben einer möglichen Verschlüsselung von Daten wäre ein Produktionsstopp bei uns mit sehr hohen Kosten verbunden. Aufgrund dieser Bedrohung wurden wiederum diverse Vorkehrungen getroffen, um sich zum einen bestmöglich vor Angriffen zu schützen und zum anderen auf ein geordnetes Eskalationsmanagement im Schadensfall zurückgreifen zu können. Zu den durchgeführten Maßnahmen gehören bspw. die Abschaltung veralteter Serversysteme und eine abteilungsübergreifende Schutzbedarfsfeststellung der Geschäftsprozesse. Wie auch in den letzten Jahren ist die Unsicherheit bezüglich verschiedener Entwicklungen als hoch einzustufen. 2. Einkaufsrisiken Der Energiemarkt gehört, spätestens seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine, zu dem Bereich, der die Unternehmen am stärksten belastet. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erwartet einen dauerhaft hohen Strompreis. Auch die Folgen des Konflikts im Nahen Osten werden über Monate oder gar Jahre auf dem Energiemarkt zu spüren sein. Durch den weiteren Ausbau der Photovoltaikanlage sind wir jedoch auf einem guten Wege, sowohl unsere Abhängigkeit als auch unsere Stromkosten zu reduzieren. Durch den anstehenden Wechsel unseres Energieberaters versprechen wir uns, sowohl beim Energieeinkauf als auch bei der Energieeffizienz weitere Einsparungen zu realisieren. Die Monopolmacht einiger Lieferanten macht es uns immer wieder nicht leicht. Abhängigkeiten gilt es zu vermeiden. Wo möglich, sollte eine Second-Source aufgebaut werden. Gerade bei PPAP-Material ist dies jedoch keine einfache Aufgabe. Auch die geforderten Mindestmengen bei einigen Materialien / Lieferanten stellen sich oftmals problematisch dar. Hier ist es das Ziel des Einkaufs, mögliche Kooperationspartner für eine gemeinsame Beschaffung zu finden. Das Kartellrecht sollte dabei jedoch nicht aus dem Auge gelassen werden. Die Inflation in Deutschland hat sich im Geschäftsjahr 2023 und bis Ende April 2024 rückläufig entwickelt. Im April 2024 ist sie mit 2,2 % auf dem niedrigsten Stand seit fast drei Jahren. Die sprunghaften Preisanstiege, wie zuletzt in 2022 und 2023, gibt es aktuell nicht mehr. Gemäß der Prognose des Internationales Währungsfonds (IWF) wird für 2024 mit einer Inflationsrate von 2,4 % in Deutschland gerechnet. Auch im Einkauf macht sich die stabilere Preisentwicklung insbesondere an der längeren Gültigkeit von Angeboten bemerkbar. Der Nickelpreis bewegt sich aktuell bei ca. 19.600 USD. Dies sind gute 10.000 USD pro Tonne unter seinem Wert von Ende 2022 / Anfang 2023. Auf Grund dieser Tatsache konnten wir bei einigen unserer A-Lieferanten Preisreduzierungen erreichen. Für das zweite 2024 Halbjahr werden weitere Nachlässe in Aussicht gestellt. Veränderung des Verbraucherpreisindexes
Veränderung des Nickelpreises
3. Auslastungsrisiken Die Auslastungssituation in der Produktion war im Jahre 2023 größeren Schwankungen unterworfen. Zu Beginn des Jahres 2023 war die Nachfrage sehr hoch, ließ dann aber im Jahresverlauf spürbar nach. Größere Kundenrückstände gab es daher hauptsächlich im 1. Quartal. Diese wurden im Laufe des Jahres immer besser abgebaut. Zudem sorgte der Aufbau von Sicherheitsbeständen für Katalogware in den letzten Monaten für eine deutliche Entspannung. Die Liefertreue als auch Lieferfähigkeit werden nach wie vor wöchentlich in der GL-Sitzung durchgesprochen. Mögliche Anpassungen in der Produktion werden dort auf Bedürfnisse von Kunden und Marktveränderungen festgelegt und beschlossen. Projekte wie die Nivellierung von Auslastungsspitzen sorgen zudem für eine Gleichverteilung der Auslastung in der Produktion, was wiederum zu einer Entspannung der Kapazitäten führt. Flexible Arbeitszeitmodelle und Mitarbeitereinsätze durch den Einsatz von Leiharbeitskräften sind bei Auslastungsspitzen ebenfalls sehr hilfreich. Aufgrund besserer Materialverfügbarkeit gehen wir von einer relativ konstanten Auslastung im Jahr 2024 aus. Schwierig einschätzbar sind weiterhin die Automotive-Bedarfe, die unterjährig oftmals mehrfach angepasst werden. 4. Finanzwirtschaftliche Risiken Die letzten Jahre weisen konstant gute Gewinne auf. Nach den sehr zufriedenstellenden Ergebnissen 2021 und 2022 lag auch das Ergebnis im Jahr 2023 deutlich über den Erwartungen. Allerdings ist auch die Erwartungshaltung zu Beginn des Jahres 2024 wiederum eher zurückhaltend. Hauptgrund hierfür ist vor allem die schlechte Inlandsstimmung in Deutschland und die geringe Wachstumsprognose, die sich dann hauptsächlich auf unser strategisches Geschäftsfeld "Industrie Sonder" niederschlägt. Mehrere Forschungsinstitute sehen das Wachstum von Deutschland sehr kritisch. Dahingehend ist auch mit geringeren Investitionen vieler unserer Endkunden zu rechnen. Die Maßnahmen zur Ergebnis- und Liquiditätssicherung werden weiter fortgesetzt. Hierzu gehören eine ständige Anpassung der Vorräte und eine Überprüfung der Personal- und Produktionskapazitäten. Die Liquiditätssituation stellt sich weiterhin als sehr positiv dar. Eine mittelfristige Vorausschau der Liquiditätssituation für den Zeitraum von 12 Monaten, neben der rollierenden Feinplanung für die kommenden 12 Wochen, wird auch mit dem Beirat diskutiert und sorgt für große Transparenz. Investitionen wurden in den letzten beiden Jahren in erweitertem Maße durchgeführt, mit dem klaren Schwerpunkt der Effizienzsteigerung und Modernisierung. Währungsrisiken bestehen lediglich in geringem Umfang auf der Einkaufsseite. Geschäfte zur Wechselkurssicherung werden nicht vorgenommen. Die Kundenausfallversicherung über Allianz Trade (Euler Hermes) ist weiterhin aktiv und der Prozess wird ständig angepasst. Hierbei werden das Zahlungsverhalten und die Bonitätsentwicklung unserer Kunden laufend überwacht und es werden entsprechende Kreditlimits festgelegt. Es ist jedoch festzustellen, dass in den letzten Geschäftsjahren kein größerer Forderungsausfall zu verzeichnen war und trotz der schwierigen Umstände der letzten Monate bisher kein erhöhtes Ausfallrisiko zu beobachten ist. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Schnorr GmbH das schwierige Umfeld weiterhin gut bewältigt sowie die Gegenmaßnahmen ständig und kurzfristig über das interne Managementsystem anpasst. 5. Chancen der zukünftigen Entwicklung Aufgrund der guten Entwicklung der letzten Jahre und vieler umgesetzter Projekte schauen wir insgesamt optimistisch in die Zukunft. Auf der Umsatzseite hatten wir die letzten Monate sehr konstante Ergebnisse und auch die ersten Monate im Jahr 2024 schlossen über Planniveau. Zudem wurde die Kostenseite in den letzten Jahren stark optimiert und ins Bewusstsein gerückt. Der Budgetierungsprozess läuft seitdem deutlich strukturierter ab und Überschreitungen sind seltener der Fall als in der Vergangenheit. Zudem konnte beispielsweise die Personalkostenquote in den letzten 5 Jahren um 4-5 Prozentpunkte gesenkt werden. Eine weitere Chance bietet sich im Hinblick auf die Prozessstabilität. Viele Prozesse wurden neu aufgesetzt und laufen stabiler, was anhand der sehr guten Auditergebnisse bestätigt wurde. Neuprojekte verursachen weniger Startschwierigkeiten und ein konsequentes Shopfloormanagement unterstützt zunehmend beim Abstellen von Wiederholungsfehlern. Eine sehr große Chance bietet darüber hinaus der rigorose Weg der Portfoliobereinigung. Wie auch in den beiden Vorjahren werden Artikel herausgesucht, die nicht reibungslos laufen und von der ursprünglichen Kalkulation abweichen. Wenn interne Verbesserungen ausgereizt sind, wird das intensive Gespräch mit dem Kunden gesucht. Auf Marktseite macht sich die Verschiebung der Umsätze in den Segmenten bemerkbar. Nachdem in den beiden Vorjahren insbesondere die Segmente Industrie und Katalog herausgeragt sind, stach im Jahr 2023 das Automotivesegment hervor. So können Schwankungen in einzelnen Segmenten gut aufgefangen werden. Weiterhin sehr positiv ist außerdem die Internationalisierung des Unternehmens zu bewerten. So wurde im Jahr 2023 wiederum mehr Umsatz außerhalb Deutschlands getätigt. Vom Wachstum einzelner Länder konnten wir somit profitieren. Besonders erwähnenswert ist hierbei die neu gegründete Auslandsgesellschaft in Österreich, die die Umsatzerwartung deutlich übertraf. Die Internationalisierungsstrategie soll daher auch weiter vorangetrieben werden. IV. Allgemeiner Prognosebericht 1. Weltwirtschaft Konjunktur Für das Gesamtjahr 2024 prognostiziert der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Weltwirtschaftswachstum von +3,1 Prozent. Dies entspricht dem vergleichbar schwachen Wachstum im Jahr 2023. Zwar äußerte sich der IWF zu Jahresbeginn 2024 auch für 2024 optimistischer als noch im Herbst 2023. Allerdings wird für die entwickelten Volkswirtschaften mit einem leichten Dynamikverlust von 0,1 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr gerechnet, da sowohl die US-amerikanische als auch die japanische Wirtschaft mit vermindertem Tempo wachsen dürften. Für den Euro-Raum wird ein Anstieg des BIP um 0,9 Prozent prognostiziert. Die deutsche Wirtschaft dürfte sich mit +0,5 Prozent erneut unterdurchschnittlich entwickeln. In den Schwellen- und Entwicklungsländern wird das Wachstumstempo wie in den beiden Vorjahren auf 4,1 Prozent geschätzt. China (+4,6 Prozent) und Indien (+6,5 Prozent) werden voraussichtlich etwas schwächer wachsen als im Jahr 2023. Gleiches gilt für Lateinamerika (+1,9 Prozent). Mehr Dynamik erwartet der IWF hingegen in den Regionen Mittlerer Osten/Zentralasien (+2,9 Prozent) sowie Subsahara-Afrika (+3,8 Prozent). Abwärtsrisiken für die Prognose liegen in geopolitischen Themen, insbesondere in der Eskalation des Nahostkonflikts und dem anhaltenden Krieg in der Ukraine, sowie in witterungsbedingten Schocks, einem anhaltenden Anstieg der Kerninflation und einer Wachstumsverlangsamung in China. Auf der anderen Seite könnte es auch zu einer schnelleren wirtschaftlichen Erholung in China mit positiven grenzüberschreitenden Wachstumsimpulsen kommen. Ein stärkerer Aufschwung wäre auch zu erwarten, wenn die Inflation schneller als erwartet zurückgeht und die Zentralbanken die Zinsen rascher lockern. Quelle: IMF World Economic Outlook Update January 2024 Ansprechpartner: Anke Uhlig, anke.uhlig(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1388 2. Deutsche Konjunktur Nach Ansicht der Bundesregierung nimmt die Wirtschaftsleistung mit einem erwarteten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um +0,2 Prozent im Jahr 2024 nur geringfügig zu. Geopolitische Krisen sowie geldpolitische Straffungen belasten die erwartete Erholung. Mit einer von der Bundesregierung erwarteten Inflationsrate von 2,8 Prozent für 2024 liegt das Preisniveau weiterhin über dem mittelfristigen Inflationsziel von 2 Prozent der EZB. Die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte dürften im gleichen Zeitraum jedoch um 3,8 Prozent zulegen. In Folge geringerer Inflationsraten steigen dadurch die Reallöhne, wovon im Verein mit einer robusten Arbeitsmarktentwicklung im Jahresverlauf die Konjunktur profitieren und eine zaghafte binnenwirtschaftliche Erholung eingeleitet werden kann. Auch die Exporte dürften wieder mit 0,6 Prozent leicht zulegen. Insgesamt bleibt der Wirtschaftsstandort Deutschland aber weiter unter Druck. Dieser aktuellen Schwächephase will die Bundesregierung mit umfassenden und zielgerichteten Maßnahmen begegnen. Das Ziel ist es, den Wirtschaftsstandort zu stärken, etwa durch das Wachstumschancengesetz, das Entlastungen für die deutsche Wirtschaft in Aussicht stellt. Durch die Entlastungen soll die Investitionsdynamik verstärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert werden. Um Innovationsanreize zu setzen, soll die Forschungszulage erhöht werden. Überbordende Bürokratie - beispielsweise bei der Fachkräftegewinnung aus dem Ausland - soll reduziert werden. Quelle: Bundesregierung (Jahreswirtschaftsbericht) Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon: 069 6603 1374 3. Deutscher Maschinen- und Anlagenbau Für den Maschinenbau in Deutschland wird 2024 abermals ein herausforderndes Jahr. Die VDMA-Volkswirte rechnen mit einem Rückgang der realen Produktion in Höhe von 4 Prozent. Diese Prognose ist mit hohen Unsicherheiten behaftet, denn die weitere wirtschaftliche Entwicklung hängt von vielen Faktoren ab, die aktuell nur schwer abschätzbar sind. Die Weltkonjunktur steckt nach wie vor in der Flaute. Und die Stimmung in den Unternehmen im Maschinenbau bleibt bestenfalls verhalten, wie ein Blick auf das ifo-Geschäftsklima verrät. Insbesondere die Erwartungen sind aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen pessimistisch. Der Auftragseingang im Januar 2024 (-10 Prozent real zum Vorjahr) knüpft nahtlos an die schwachen Monate des Jahresendes 2023 an. Allein für Teile des Auslandsgeschäfts bleibt die Hoffnung auf eine Bodenbildung intakt. Doch können diese ersten Anzeichen für eine Bodenbildung bei Teilen der Auslandsnachfrage keinesfalls als Trendwende interpretiert werden. Die Belastungen und Herausforderungen sind im Wesentlichen dieselben wie schon zu Jahresbeginn 2023. Und mit dem Krieg im Nahen Osten sowie der von der Politik verursachten Verunsicherung sind weitere negative Einflussfaktoren hinzugekommen. Das schlägt sich auch in der Beschäftigung nieder: Viele Unternehmen haben ihre Einstellungsabsichten derzeit zurückgefahren. Der Fachkräftemangel ist und bleibt aber eine große Herausforderung für die Unternehmen, nicht zuletzt aufgrund des demografischen Wandels. Daher werden die Unternehmen versuchen, trotz schwieriger Rahmenbedingungen an ihrem Stammpersonal festzuhalten. Kurzarbeit, die in den nächsten Monaten ansteigen dürfte, hat sich in der Vergangenheit bereits mehrfach als probates Mittel zur Überbrückung konjunktureller Schwächephasen bewiesen. Quelle: VDMA (Originaltext) Ansprechpartner: Florian Scholl, florian.scholl(at)vdma.org, Telefon 069 6603 1374 4. Automobilkonjunktur Die internationalen Automobilmärkte haben in der Mehrzahl ein positives erstes Quartal 2024 erlebt. In Europa (EU, EFTA & UK) legten die Neuzulassungen insgesamt zu, allerdings nahm die Dynamik zuletzt deutlich ab. In den USA profitiert der Light-Vehicle-Markt von einer nach wie vor soliden Wirtschaftsentwicklung und einem robusten Arbeitsmarkt. Der chinesische Pkw-Markt entwickelt sich im ersten Quartal äußerst dynamisch. Nichtsdestotrotz bestehen in China weiterhin gesamtwirtschaftliche Unsicherheiten, die insbesondere den Arbeits- und Immobilienmarkt betreffen. Der schwache private Konsum hält das Deflationsrisiko aufrecht, was sich mittelfristig limitierend auf den Pkw-Absatz auswirken könnte. Eine Ausnahme in Bezug auf die internationale automobile Marktentwicklung bildet der japanische Pkw-Markt. Dort ist es im ersten Quartal 2024 nicht gelungen, an das Wachstumsjahr 2023 anzuknüpfen. Auf dem europäischen Pkw-Markt wurden im ersten Quartal des aktuellen Jahres 3,4 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen. Das sind knapp 5 Prozent mehr als im ersten Quartal 2023. Allerdings besteht gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorkrisenjahres 2019 weiterhin eine Absatzlücke von 18 Prozent. Die fünf größten Einzelmärkte entwickelten sich, äquivalent zum Gesamtmarkt, positiv: Das dynamischste Wachstum verzeichnete in Q1 das Vereinigte Königreich (+10 Prozent). Dort allerdings liegt man mit -22 Prozent gegenüber dem Vorkrisenniveau aber auch noch besonders weit zurück. Dahinter folgen Frankreich und Italien (jeweils +6 Prozent), Deutschland (+4 Prozent) und Spanien (+3 Prozent). Im März drehte der europäische Gesamtmarkt allerdings ins Minus: Neuzulassungen in Höhe von knapp 1,4 Mio. Einheiten bedeuten ein Minus von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In China schlägt sich die gesamtwirtschaftlich herausfordernde Situation bis dato noch nicht negativ auf den Pkw-Absatz nieder: Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden im ersten Quartal 2024 4,8 Mio. Neufahrzeuge verkauft, 13 Prozent mehr als im Vorjahr. Im März wurden knapp 1,7 Mio. Einheiten abgesetzt, 7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. In den Vereinigten Staaten sind die Light-Vehicle-Verkäufe (Pkw und Light Trucks) im ersten Quartal um 5 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden gut 3,7 Mio. Fahrzeuge abgesetzt. Das Light-Truck-Segment (+6 Prozent) und das Pkw-Segment (+3 Prozent) entwickelten sich dabei mit unterschiedlicher Dynamik. Das beliebte Light-Truck-Segment macht aktuell gut 80 Prozent des Gesamtmarktes aus. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau von 2019 liegt der US- Markt nach dem ersten Quartal noch um 6 Prozent zurück. Im März stand mit 1,4 Mio. verkauften fabrikneuen Light Vehicle ein Wachstum von 5 Prozent zu Buche. Quelle: https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240425_PM_Internationale-Pkw-Maerkte-nachdem-ersten-Quartal-2024-mehrheitlich-im-Plus, Berlin, 25. April 2024 5. Unternehmensprognose Das Jahr 2024 begann für die Schnorr GmbH sehr zufriedenstellend und die Prognose für das Gesamtjahr wurde bereits angehoben. Die Auftragseingänge lagen ungefähr auf Planniveau, wenn auch sehr unterschiedlich zwischen den Segmenten verteilt. Während die Automotive-Kunden weiterhin sehr große Bestellungen auslösen, sind die Auftragseingänge im Katalog- und Industriebereich eher zurückhaltend. Der Umsatz lag im ersten Quartal 2024, den negativen Konjunkturberichten zum Trotz, über dem Plan- und sogar über dem Vorjahreswert. Insbesondere die Automotive-Kunden liegen im Umsatz bisher über den Erwartungen. Da wir zudem einige Neuprojekte gewinnen konnten, rechnen wir auch mit einem guten 2. Halbjahr. Der Auftragsbestand war in den ersten vier Monaten in 2024 stark abnehmend, hat sich inzwischen aber relativ konstant bei ca. 13.0 Mio. € eingependelt. Im Vertrieb und Auftragszentrum arbeitet man derzeit an vielen sehr interessanten Neuanfragen, die weitere Möglichkeiten bieten. Im 1. Quartal konnte man bereits viele Aufträge gewinnen, die sich erst mittelfristig auswirken werden. Ebenfalls positiv wirkt sich die in 2023 gegründete Schnorr- Vertriebsgesellschaft in Österreich aus. Auch im Jahr 2024 gab es eine Neugründung im Ausland, nämlich in Thailand. Hier sollten wir die ersten spürbaren Umsätze im 3. und 4. Quartal registrieren. Die Kostenseite ist im Gegensatz zum intransparenten Vorjahr bisher gut einzuplanen. Die hohen Inflationsraten des Vorjahrs haben etwas abgenommen und auch die Verträge für die Strompreise sind für das laufende Jahr bereits abgeschlossen und somit gut einzuschätzen. Neben den Energie- sind auch die Materialpreise nach unserem derzeitigen Kenntnisstand als relativ stabil einzustufen. Durch den verhältnismäßig kleinen Materialanteil unserer Produkte am Verkaufspreis und die Möglichkeit der unterjährigen Preisanpassung haben wir die Möglichkeit ansteigende Kosten kurz- bis mittelfristig weiterzugeben. Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir aufgrund des guten Jahresstarts und der leicht verbesserten Konjunkturdaten in 2024 von einem ähnlichen Umsatz aus wie im letzten Jahr. Auch bei der Rohertragsquote erwarten wir keine großen Veränderungen. Größere Kostensteigerungen sind ausgehend von der derzeitigen Einschätzung der Lage ebenfalls nicht zu erwarten. Wir gehen daher von einem vergleichbaren EBIT aus wie im Jahr 2023.
Sindelfingen, den 13. Juni 2024 Schnorr GmbH Dr. Alexander Karl Die vorstehend zur Veröffentlichung bestimmten Unterlagen entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schnorr GmbH, Sindelfingen PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Schnorr GmbH, Sindelfingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schnorr GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES BEIRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 13. Juni 2024 BDO
AG
gez. Künkele, Wirtschaftsprüfer gez. Müller, Wirtschaftsprüfer |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
5 nahegelegene Organisationen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen