Stammdaten

Register
Amtsgericht Montabaur HRB 22348
Eingetragen
2.11.2010
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen, insbesondere an der Nölken Hygiene Products GmbH sowie zu ihrer Gruppe gehörenden Unternehmen, und sonstiger Vermögensgegenstände einschließlich ihres Erwerbes und Verkaufes sowie die Übernahme von Geschäftsführungs- und Vertretungsfunktionen bei Beteiligungsgeschaften einschließlich sämtlicher mit vorgenannten Unternehmensgegenständen unmittelbar oder mittelbar zusammenhängender Neben- und verwandter Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ulrich Daniel Nölken
seit 2.11.2010
Geschäftsführer
Ernst Markus Nölken
seit 2.11.2010
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Ernst Markus Nölken
Orscheider Straße 4, 53604 Bad Honnef-Aegidienberg
50.000 €
50.00%
Ulrich Daniel Nölken
Hauptstraße 67, 53604 Bad Honnef
50.000 €
50.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

HyFin GmbH

Windhagen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 568.179,00 643.368,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.093.786,00 745.595,00
3. Geschäfts-oder Firmenwert 733.759,00 799.025,00
2.395.724,00 2.187.988,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.434.731,12 15.409.351,38
2. technische Anlagen und Maschinen 3.178.979,37 3.161.705,03
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.250.919,53 1.321.604,72
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.314.947,35 411.258,05
21.179.577,37 20.303.919,18
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.447.090,52 6.386.250,71
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.002.904,80 1.184.570,23
3. fertige Erzeugnisse und Waren 5.349.869,87 7.739.860,56
4. geleistete Anzahlungen -44.718,56 -406.657,89
11.755.146,63 14.904.023,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.247.461,17 1.237.405,50
2. sonstige Vermögensgegenstände 5.859.036,74 4.934.353,89
7.106.497,91 6.171.759,39
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 548.930,39 269.499,41
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 191.966,65 186.305,45
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 157.810,00 85.680,00
43.335.652,95 44.109.175,04

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 550.000,00 550.000,00
III. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 11.950,47 -7.569,72
IV. Gewinnvortrag 8.572.370,54 11.402.501,21
V. Konzerngewinn/-verlust 4.665.624,95 -1.830.130,67
VI. Nicht beherrschende Anteile -808.115,86 -544.870,67
13.091.830,10 9.669.930,15
B. UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG 28.708,16 28.708,16
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.152.607,52 1.501.961,44
2. Steuerrückstellungen 1.449.395,38 65.765,00
3. sonstige Rückstellungen 3.312.128,98 1.474.165,93
6.914.131,88 3.041.892,37
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.481.470,68 15.458.106,67
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.123.539,76 13.910.349,58
3. sonstige Verbindlichkeiten 3.695.972,37 2.000.188,11
davon aus Steuern 980.935,10 EUR (Vorjahr: EUR 345.668,91) 23.300.982,81 31.368.644,36
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 130.803,10 (Vorjahr: EUR 100.816,33)
43.335.652,95 44.109.175,04

Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 121.875.945,35 106.688.965,67
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.571.656,12 2.987.961,73
3. andere aktivierte Eigenleistungen 308.945,84 542.657,25
4. sonstige betriebliche Erträge 1.693.283,75 1.038.198,14
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 118.897,82 (Vorjahr: EUR 35.075,07)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 66.330.190,53 70.458.232,72
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.755.398,06 69.085.588,59 809.697,75
71.267.930,47
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 21.634.528,27 18.675.605,22
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.698.180,01 26.332.708,28 3.798.221,61
- davon für Altersversorgung: EUR 780.862,91 (Vorjahr: EUR 230.605,36) 22.473.826,83
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen 2.343.824,01 2.118.248,31
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 15.970.444,96 16.884.297,96
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 20.838,32 (Vorjahr: EUR 104.405,54)
- davon Aufwendungen nach Artikel 67 Absatz 1 und 2 EGHGB EUR 18.284,13 (Vorjahr: EUR 18.284,13)
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 322.077,33 90.670,57
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.408.452,51 810.096,81
- davon Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen: EUR 46.262,00 (Vorjahr: EUR 34.524,67)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.040.251,96 -98.075,66
- davon Erträge aus der Zuführung von latenten Steuern EUR 72.130,00 (Vorjahr: EUR 18.730,00)
12. Ergebnis nach Steuern 4.447.325,84 -2.107.871,36
13. sonstige Steuern 74.353,84 56.032,08
14. Ergebnis aus der Währungsumrechnung -26.887,17 -248,50
15. Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss 4.346.084,83 -2.164.151,94
16. auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne(+)/Verluste(-) -319.540,12 -334.021,27
17. Konzernverlust/-gewinn 4.665.624,95 -1.830.130,67

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben

I. Aufstellung des Konzernabschlusses und Konsolidierungskreis

Die HyFin GmbH mit Sitz in Windhagen ist im Registergericht Montabaur unter der HRB Nr. 22348 eingetragen.

Der Konzernabschluss der HyFin GmbH wurde gemäß den nach §§ 290 ff. HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Des Weiteren wurden nach § 342 HGB die Standards des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC) unter Berücksichtigung der nach dem Handelsgesetzbuch zulässigen Wahlrechte beachtet.

In den Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2023 werden gemäß § 290 HGB folgende Tochter- und Enkelunternehmen einbezogen:

HyFin GmbH, Windhagen, (Mutterunternehmen)

Nölken Hygiene Products GmbH, Windhagen, (100%iges Tochterunternehmen)

Noelken Sp. z o.o., Nowogrodziec/Polen, (100%iges Enkelunternehmen wegen 100% Anteilsbesitz durch die Nölken Hygiene Products GmbH).

NW-Chemie GmbH, Troisdorf, (75,1%iges Enkelunternehmen wegen 75,1% Anteilsbesitz durch die Nölken Hygiene Products GmbH)

Ebenfalls in den Konsolidierungskreis einbezogen wird die Zweckgesellschaft Ogiven Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz, an welcher die Nölken Hygiene Products GmbH 94% der Kommanditanteile hält und die Mehrheit der Chancen und Risiken der Zweckgesellschaft trägt.

Die Abschlüsse der HyFin GmbH und deren Tochter- bzw. Enkelunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern zu beachtenden Ansatz- und Bewertungsmethoden einbezogen. Die Tochter- und Enkelgesellschaften werden vollkonsolidiert. An die Stelle der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an den einbezogenen Unternehmen treten die Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten dieser Unternehmen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt.

II. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der Konsolidierungsgrundsätze der §§ 300 ff. HGB aufgestellt.

Kapitalkonsolidierung

Der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an dem in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet.

Die Kapitalkonsolidierung der Nölken Hygiene Products GmbH erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Tochterunternehmens mit dem unter Beachtung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien ermittelten konsolidierungspflichtigen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung (1. November 2010).

Aus der Erstkonsolidierung resultierte ein passivischer Unterschiedsbetrag gemäß § 309 HGB, der als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen wird und sich zum 1. November 2010 wie folgt zusammensetzt:

EUR
Beteiligungsbuchwert der HyFin GmbH 7.025.000,00
anteiliges bilanzielles Eigenkapital der Nölken Hygiene Products GmbH 11.153.910,48
passivischer Unterschiedsbetrag -4.128.910,48

Gemäß DRS 4.40 wurde der am 1. November 2010 gebildete passivische Unterschiedsbetrag in den Folgejahren in Höhe der angefallenen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem erworbenen Unternehmen (Abschreibungen auf stille Reserven) ergebniswirksam aufgelöst. Der passivische Unterschiedsbetrag ist vollständig aufgelöst.

Die Kapitalkonsolidierung der Noelken Sp.z o.o. wurde nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Die Vermögenswerte und Schulden der Noelken Sp.z o.o. wurden dabei mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Januar 2004. Der bei der Konsolidierung der Noelken Sp.z o.o. verbleibende aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 24 wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und entsprechend § 255 Abs. 4 S. 2 HGB a.F. linear über 4 Jahre abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist zum Bilanzstichtag vollständig abgeschrieben.

Die Kapitalkonsolidierung der Zweckgesellschaft erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 1. Januar 2013. Der bei der Konsolidierung der Ogiven Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG verbleibende aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 515,07 wurde als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und linear über 4 Jahre abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist zum Bilanzstichtag vollständig abgeschrieben. Aus der Kapitalkonsolidierung einer entkonsolidierten Zweckgesellschaft ergab sich aus anteiligen stillen Reserven in den Vermögenswerten ein passivischer Unterschiedsbetrag gemäß § 309 HGB in Höhe von TEUR 29, der als "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen wird. Gemäß § 309 Abs. 2 HGB erfolgte abweichend von DRS 4 keine Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags in Folgejahren. Aufgrund der Veräußerung der mit den stillen Reserven behafteten Vermögenswerte an die in den Konzernabschluss einbezogene Ogiven Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG ergab sich aus der Entkonsolidierung mangels Realisierung keine Auflösung des passivischen Unterschiedsbetrags.

Die Kapitalkonsolidierung der NW-Chemie GmbH wurde gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode vorgenommen (Vollkonsolidierung). Der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile an der Tochtergesellschaft erfolgte im Rahmen der Erstkonsolidierung zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile.

Schuldenkonsolidierung

Konzerninterne Kreditbeziehungen werden gemäß § 303 HGB eliminiert.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert.

Zwischenergebniseliminierung

Zwischengewinne und -verluste aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen von Vermögensgegenständen des Anlage- und Umlaufvermögens, die sich am Konzernbilanzstichtag noch innerhalb eines in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmens befinden, werden - soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind - gemäß § 304 Abs. 1 HGB eliminiert. Latente Steuerwirkungen werden gemäß § 306 HGB beachtet.

Währungsumrechnung

Die Noelken Sp.z o.o. ist weitgehend in die Geschäftstätigkeit der Nölken Hygiene Products GmbH integriert. Funktionale Währung ist daher der Euro. Der Abschluss der Noelken Sp. z o.o., der in der Landeswährung Polnische Zloty aufgestellt wurde, wurde nach der modifizierten Stichtagskursmethode gem. § 308a HGB umgerechnet.

Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung des Eigenkapitals zum historischen Kurs und zum Stichtagskurs ergibt, wird als erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 werden TEUR 12 (Vorjahr: TEUR -8) im Eigenkapital ausgewiesen. Hierzu wird auf die Zusammensetzung und Entwicklung des Postens "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" in Anlage 5 verwiesen.

In der Konzernbilanz werden die Vermögenswerte und Schulden der Noelken Sp.z o.o. von der Landeswährung in Euro mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Noelken Sp.z o.o. werden zu Durchschnittskursen (Mittel aus Monatsdurchschnittskursen) des Berichtszeitraums umgerechnet. Das Jahresergebnis wird als Saldo der umgerechneten Erträge und Aufwendungen unter Berücksichtigung der erfolgswirksam behandelten Veränderungen der Umrechnungsdifferenzen ermittelt.

Die Wechselkurse wurden wie folgt angesetzt:

1 EUR = Stichtagskurs
2023 2022
Polnische Zloty (PLN) 4,3395 4,6808
1 EUR = Durchschnittskurs
2023 2022
Polnische Zloty (PLN) 4,5420 4,6861

Offenlegung

Die Tochtergesellschaft Nölken Hygiene Products GmbH, Windhagen, nimmt das Wahlrecht des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch und verzichtet aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss des Mutterunternehmens auf die Offenlegung der in §§ 325 ff. HGB bezeichneten Jahresabschlussunterlagen für das Geschäftsjahr 2023.

B. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden basieren auf der Annahme der Unternehmensfortführung und wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige sowie ggfs. um außerplanmäßige Abschreibungen bewertet.

Es wird das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen, Aufwendungen für selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens zu aktivieren. Die als selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte aktivierten Rezepturen werden in einem Sammelposten ausgewiesen und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren abgeschrieben.

Der entgeltlich erworbene Geschäfts- und Firmenwert wird gemäß § 253 HGB planmäßig über die voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Die Schätzung orientiert sich dabei am Lebenszyklus der erworbenen Produktlinien und dem angenommenen Marktpotenzial. Sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebende Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben.

Auf die Zugänge an abnutzbaren Anlagegegenständen wird die lineare Abschreibungsmethode entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angewandt. Seit dem 1. Januar 2008 wird für geringwertige Anlagegüter ein jahresbezogener Sammelposten gebildet, der im Geschäftsjahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel aufwandswirksam aufgelöst wird. Ab dem Geschäftsjahr 2022 werden geringwertige Anlagegüter im Jahr der Anschaffung sofort ergebniswirksam als Aufwand erfasst.

Die Nutzungsdauern betragen:

Immaterielle Vermögensgegenstände: 3 bis 5 Jahre
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sowie Bauten auf fremden Grundstücken: 0 bis 33 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen: 5 bis 15 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 33 Jahre

Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasingverhältnis zugerechnet, der alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasinggegenstand verbunden sind. Die Bewertung des Leasinggegenstandes richtet sich nach den für den Leasinggegenstand einschlägigen Bilanzierungsvorschriften.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Deren Ermittlung erfolgt durch Ansatz des gleitenden Durchschnittspreises. Soweit notwendig werden Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen, der den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen am Abschlussstichtag beizulegen ist.

Bei den unfertigen Erzeugnissen handelt es sich um Halbfabrikate sowie um Sondereinzelkosten der Fertigung von Produkten. Als Sondereinzelkosten werden Werkzeug-, Patent-, Entwicklungs- sowie Druck- und Klischeekosten erfasst, welche über die voraussichtliche Vermarktungsdauer der Produkte abgeschrieben werden.

Fertige Erzeugnisse und Waren werden zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten angesetzt. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt mittels einer Herstellungskostenkalkulation mit Zuschlagssätzen. Vertriebs-, Entwicklungs- und Verwaltungskosten sowie Zinsen werden nicht aktiviert. Sofern am Bilanzstichtag ein niedrigerer Wert beizulegen war, wurde dieser angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Darüber hinaus werden Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß §§ 300 ff. HGB beruhen, berücksichtigt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des unternehmensindividuellen Steuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird unter dem Posten aktive latente Steuern ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen entsprechend den folgenden Bewertungsannahmen und Bewertungsmethoden gemäß § 249 Abs. 1 HGB i.V.m. § 253 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2 Satz 2 HGB n.F. gebildet:

31.12.2023
Angewandtes versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren Anwartschaftsbarwertverfahren
Abzinsungssatz gem. RückAbzinsV p.a. 1,82%
Erwartete Gehaltssteigerung p.a. 0,00%
Erwartete Rentensteigerung p.a. 1,00%

Die Pensionsrückstellungen werden gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst. Zur Erfüllung von Pensionsverpflichtungen wurden Rückdeckungsversicherungen bzw. eine Sofortrentenversicherung abgeschlossen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, dieser wird mit der zugrundeliegenden Pensionsverpflichtung verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Dabei werden alle bis zur Bilanzaufstellung bekannt gewordenen ungewissen Schulden, Verluste und Risiken, die das abgelaufene Geschäftsjahr oder frühere Geschäftsjahre betreffen, angemessen und ausreichend abgedeckt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden mit derivativen Finanzinstrumenten zur Absicherung von Zinsänderungs- und Kursrisiken gem. § 254 HGB zu bilanziellen Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

II. Angaben zu Posten der Konzernbilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres ergeben sich aus dem Konzernanlagenspiegel (Anlage 3/11).

Zum 31.12.2023 unterliegen aktivierte selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte in Höhe von TEUR 568 (Vorjahr: TEUR 643) der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB.

Die Gliederung des Eigenkapitals in der Bilanz erfolgt gemäß § 266 Abs. 2 HGB.

Die Rückstellungen für Pensionen betreffen im Wesentlichen Pensionszusagen an Geschäftsführer bzw. ehemalige Geschäftsführer der Nölken Hygiene Products GmbH und deren Angehörige bzw. Hinterbliebene. Die Tochtergesellschaft hat das Wahlrecht gemäß Artikel 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB, die erforderliche Zuführung zur Pensionsrückstellung auf maximal 15 Jahre zu verteilen, ausgeübt. Der Zuführungsbetrag des Geschäftsjahres beträgt TEUR 18 und wurde gesondert als davon-Vermerk bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als "Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB" ausgewiesen. Der bis zum 31.12.2024 zuzuführende Betrag gemäß Artikel 67 Abs. 2 EGHGB beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 37).

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung i.H.v. TEUR 2.153 (Vorjahr: TEUR 2.658) wurde gemäß § 246 Abs. 2, § 253 Abs. 1 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 1.022 (Vorjahr: TEUR 1.156) verrechnet. Die Aufwendungen aus Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und die Erträge aus der Veränderung des Überschussanteils der Rückdeckungsversicherung in Höhe von TEUR 16 wurden im Berichtsjahr, abweichend zum Vorjahr, mit dem Zinsaufwand aus der Pensionsrückstellung verrechnet. Der sich aus der Ausübung des Wahlrechts gemäß Art. 75 Abs. 7 EGHGB i.V.m. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB ergebende Unterschiedsbetrag zwischen der sieben- und zehnjährigen Durchschnittsbetrachtung beträgt im Geschäftsjahr 2023 TEUR 22 und unterliegt der Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB n.F.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Tantiemen 837 0
Bonusansprüche 595 326
Personalkosten 493 402
Ausstehende Rechnungen 397 531
Abschlusskosten 136 205
übrige 854 10
3.312 1.474

Die Gliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel zum 31. Dezember 2023 (in Klammern: 31. Dezember 2022):

Restlaufzeit bis zu 1 Jahr davon Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren Gesamt
EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.606.785,58 1.331.119,17 10.481.470,68
(11.156.477,03) (1.841.110,56) (15.458.106,67)
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (0,00) (0,00) 0,00
(0,00) (0,00) 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.123.539,76 0,00 9.123.539,76
(13.910.349,58) (0,00) (13.910.349,58)
sonstige Verbindlichkeiten 3.315.321,61 0,00 3.695.972,37
(1.478.380,42) (0,00) (2.000.188,11)
19.045.646,96 1.331.119,17 23.300.982,81
(26.545.207,03) (1.841.110,56) (31.368.644,36)

Die Verbindlichkeiten sind wie folgt besichert:

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 3.739 (Vorjahr: TEUR 4.180) durch Grundpfandrechte gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte gesichert.

Zum Bilanzstichtag bestehen passive latente Steuern aus Bewertungsunterschieden zwischen dem handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansatz von selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen Rechten und Werten. Diese wurde mit bestehenden aktiven latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden zwischen dem handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansatz von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie Urlaubsansprüche saldiert. Darüber hinaus resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen aktive latente Steuern gemäß §§ 304, 306 HGB. Insgesamt hat sich im Geschäftsjahr ein Aktivüberhang an latenten Steuern in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 86) ergeben, welcher der Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 Nr. 2 HGB unterliegt.

Die Bewertung der primären latenten Steuern erfolgte mit dem am Abschlussstichtag bestehenden unternehmensindividuellen Steuersatz von 28,6% (Mutter- und Tochterunternehmen) bzw. 19% (Enkelunternehmen). Sekundäre latente Steuern resultieren aus der Zwischenergebniseliminierung und wurden mit dem Steuersatz der Zweckgesellschaft bewertet, welche die Lieferung empfangen hat (15,4%).

Die latenten Steuersalden haben sich wie folgt entwickelt:

Stand 01.01.2023 Veränderung Stand 31.12.2023
TEUR TEUR TEUR
Aktive latente Steuern 326 50 376
Passive latente Steuern 240 -22 218

III. Angaben zu Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse lassen sich nach Produkten wie folgt aufteilen:

2023 2022
TEUR TEUR
Produktion Tuch 105.517 91.439
Produktion Abfüllung 9.721 8.477
Desinfektion/Medizinische Produkte 3.851 3.529
Lohnherstellung 2.214 3.052
Produktion Stilleinlagen 2.060 1.749
Produktion Mischung 257 307
Sonstiges 608 308
Erlösschmälerungen -2.804 -2.457
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten 121.424 106.405
sonstige Umsatzerlöse 452 284
Gesamt 121.876 106.689

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten des Tochterunternehmens gemäß § 314 Nr. 14 HGB beträgt im Geschäftsjahr TEUR 1.499 (Vorjahr: TEUR 1.012). Davon entfallen TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 543) auf die aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge von TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 201), in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 1.076) enthalten.

C. Sonstige Angaben

1. Außerbilanzielle Geschäfte

Es bestehen mehrjährige Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen für bewegliche Anlagegüter und Software. Der Gesamtbetrag der Verpflichtung beläuft sich auf TEUR 7.866 (Vorjahr: TEUR 7.678).

Die Nölken Hygiene Products GmbH hat mit der Allgemeine Kredit Coface Finanz GmbH, Mainz, (Factor) am 3. November 2003 einen Factoringvertrag geschlossen. Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag rd. 90% (TEUR 11.557; Vorjahr: rd. 87%, TEUR 8.635) ihrer Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen ihre im Inland und Ausland benannten Kunden, die in eine Warenkreditversicherung eingeschlossen sind, an den Factor verkauft. Die Höchstgrenze, bis zu welcher der Factor insgesamt Forderungen ankauft, betrug im Geschäftsjahr EUR 13,8 Mio. Das Risiko für die Zahlungsunfähigkeit der Schuldner geht auf den Factor über. Der Kaufpreis für verkaufte Forderungen ist bis auf einen Kaufpreiseinbehalt von 10% sofort fällig. Die Gesellschaft kann die aus der Bevorschussung gewonnene Liquidität zum Abbau von Bankverbindlichkeiten nutzen, wodurch sich insgesamt eine Bilanzverkürzung ergibt. Dies führt zu einer höheren Eigenkapitalquote.

Die Gesellschaft ist zur Zahlung einer Mindestfactoringgebühr in Höhe von TEUR 75 p.a. bis zum 31.12.2024 verpflichtet.

2. Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB im Jahr 2023 beträgt 465 (Vorjahr: 460). Davon entfallen auf Angestellte 119 (Vorjahr: 121) und auf gewerbliche Arbeitnehmer 346 (Vorjahr: 339).

3. Gesellschaftsorgane

Zu alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern sind bestellt:

 

Herr Ernst Markus Nölken, Kaufmann, Bad Honnef,

 

Herr Ulrich Daniel Nölken, Kaufmann, Bad Honnef.

Sie sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a) und 6b) HGB wird in analoger Anwendung des § 286 HGB verzichtet. Im Geschäftsjahr wurden Kredite an Geschäftsführer zu marktüblichen Konditionen in Höhe von TEUR 4.471 (Vorjahr: TEUR 3.113) gewährt. Die Kredite wurden mit 4% über dem Basiszinssatz p.a. verzinst. Eine Rückzahlung ist im Geschäftsjahr 2023 nicht erfolgt. Für frühere Organmitglieder und ihre Hinterbliebenen gebildete Pensionsrückstellungen betrugen am Abschlussstichtag TEUR 1.666 (Vorjahr: TEUR 1.327).

4. Abschlussprüferhonorar

Das vom Konzernabschlussprüfer dhpg Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte Steuerberater GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Berufsausübungsgesellschaft, Bornheim, berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr setzt sich getrennt nach Dienstleistungsarten wie folgt zusammen:

TEUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 92
b) andere Bestätigungsleistungen 6
c) Steuerberatungsleistungen 62
d) sonstige Leistungen 1
161

5. Derivative Finanzinstrumente

Zur Optimierung von Kreditkonditionen und Absicherung des Zinsänderungsrisikos von variabel verzinslichen Darlehen (Factoring-Finanzierung, Bankdarlehen) wurden Zinsswaps abgeschlossen. Die Basisverzinsung erfolgt auf Grundlage des 3-Monats-EURIBOR-Reuters. Der Festzinssatz liegt bei 0,9%. Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Geschäfte:

Sicherungsinstrument Laufzeit nom. Bezuaswert Marktwert
T€ T€
31.12.2023 31.12.2023
Zinsswap 29.06.2018 - 30.06.2025 6.000 181

Die zukünftigen Zahlungsströme wurden von den Kreditinstituten anhand von eigenentwickelten Modellen ermittelt.

6. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Konzerngewinn des Mutterunternehmens in Höhe von 4.665.624,95 € mit dem bestehenden Gewinnvortrag in Höhe von 8.572.370,54 € zu verrechnen und als Gewinnvortrag von 14.237.995,49 € auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Nachtragsberichterstattung

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, lagen nicht vor.

 

Windhagen, den 31. Oktober 2024

HyFin GmbH

gez. Ernst Markus Nölken

gez. Ulrich Daniel Nölken

Entwicklung des Konzernanlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Währungsumrechungsdifferenzen Zugänge
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.069.589,07 0,00 312.104,59
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.182.245,61 369,68 538.832,45
3. Geschäfts- oder Firmenwert 999.446,29 0,00 0,00
4.828.997,36 369,68 850.937,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 20.202.132,83 40.666,29 457.551,26
2. technische Anlagen und Maschinen 10.131.575,09 21.926,92 626.154,36
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.023.564,12 10.544,43 464.234,60
4. geleistete Anzahlungen und und Anlagen im Bau 412.161,88 1.422,68 1.153.829,36
34.723.826,80 74.560,32 2.701.769,58
39.552.824,16 74.930,00 3.552.706,62
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0,00 2.381.693,66
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 54.176,12 60.759,30 1.728.030,92
3. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00 999.446,29
54.176,12 60.759,30 5.109.170,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 8.434,75 59.559,38 20.751.475,01
2. technische Anlagen und Maschinen 1.202.245,26 65.552,00 9.642.963,11
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 716.670,17 65.245,50 3.846.918,48
4. geleistete Anzahlungen und und Anlagen im Bau 1.350,39 -251.116,18 1.314.947,35
1.928.700,57 -60.759,30 35.556.303,95
1.982.876,69 0,00 40.665.474,82
Abschreibungen
01.01.2023 Währungsumrechungsdifferenzen Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.426.221,07 0,00 387.293,59 0,00 1.813.514,66
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 436.650,61 369,68 242.414,43 45.189,80 634.244,92
3. Geschäfts- oder Firmenwert 200.421,29 0,00 65.266,00 0,00 265.687,29
2.641.009,36 369,68 694.974,02 45.189,80 2.713.446,87
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 4.586.741,14 41.082,37 697.355,13 8.434,75 5.316.743,89
2. technische Anlagen und Maschinen 6.899.695,24 17.813,40 595.284,98 1.048.809,88 6.463.983,74
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.723.609,99 9.909,54 356.209,87 493.730,45 2.595.998,95
4. geleistete Anzahlungen und und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
14.419.907,62 68.805,31 1.648.849,98 1.550.975,08 14.376.726,58
17.060.916,98 69.174,99 2.343.824,01 1.596.164,88 17.090.173,45
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 568.179,00 643.368,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.093.786,00 745.595,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 733.759,00 799.025,00
2.395.724,00 2.187.988,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 15.434.731,12 15.409.351,38
2. technische Anlagen und Maschinen 3.178.979,37 3.161.705,03
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.250.919,53 1.321.604,72
4. geleistete Anzahlungen und und Anlagen im Bau 1.314.947,35 411.258,05
21.179.577,37 20.303.919,18
23.575.301,37 22.491.907,18

Kapitalflussrechnung

Die Ursachen für die Veränderung des Zahlungsmittelbestandes werden aus nachfolgender Kapitalflussrechnung ersichtlich. Der Aufbau der Kapitalflussrechnung entspricht den Grundsätzen des Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21), wobei die Mittelzuflüsse und -abflüsse nach der indirekten Methode ermittelt werden. Der Finanzmittelfonds umfasst die flüssigen Mittel und die jederzeit fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
Flüssige Mittel 549 269
täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -1.595 -4.541
-1.046 -4.272
1. Konzerngewinn (+)/-verlust (-) 4.666 -1.830
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.344 2.118
3. +/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen 3.872 -418
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge 0 18
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.525 -582
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.702 2.436
7. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 13 -6
8. +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.086 719
9. +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 1.961 -98
10. -/+ Ertragsteuerzahlungen -392 -582
11. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 13.373 1.775
12. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -851 -859
13. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 357 48
14. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.702 -1.511
15. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.196 -2.322
16. - Auszahlungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.000 -1.000
17. + Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 1.703
18. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -4.991 -1.232
19. + Einzahlungen aus Darlehen Dritter 274 3
20. - Auszahlungen aus Darlehen Dritter 0 -619
21. - Gezahlte Zinsen -1.040 -684
22. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.757 -1.829
23. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus Zf. 11,15,22) 3.420 -2.376
24. Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -194 -308
25. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -4.272 -1.588
26. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode -1.046 -4.272

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
Stand am 31.12.2022 100.000,00 550.000,00 -7.569,72 11.402.501,21
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Umgliederung wegen Ergebnisverwendung 0,00 0,00 0,00 -1.830.130,67
Gewinnausschüttungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0,00 0,00 0,00 -1.000.000,00
Währungsumrechnung 0,00 0,00 19.520,19 0,00
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2023 100.000,00 550.000,00 11.950,47 8.572.370,54
Eigenkapital des Mutterunternehmens Nicht beherrschende Anteile Konzerneigenkapital
Konzernjahresüberschuss/fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist Summe
Stand am 31.12.2022 -1.830.130,67 10.214.800,82 -544.870,67 9.669.930,15
Änderungen des Konsolidierungskreises 0,00 0,00 0,00 0,00
Umgliederung wegen Ergebnisverwendung 1.830.130,67 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0,00 -1.000.000,00 0,00 -1.000.000,00
Währungsumrechnung 0,00 19.520,19 0,00 19.520,19
Übrige Veränderungen 0,00 0,00 54.225,00 54.225,00
Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss 4.665.624,94 4.665.624,94 -319.540,12 4.346.084,82
Stand am 31.12.2023 4.665.624,94 13.899.945,95 -808.115,86 13.091.830,09

Ergänzende Angaben:

 

Der zum 31.12.2023 zur Ausschüttung an die Gesellschafter des Mutterunternehmens zur Verfügung stehende Betrag beträgt 13.237.995,48 € (vorbehaltlich der gesetzlichen Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB) Zum 31.12.2023 unterliegt ein Betrag in Höhe von insgesamt 747.547,00 € der gesetzlichen Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB

Billigung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 der HyFin GmbH, Windhagen, wurde am 13. Dezember 2024 von der Gesellschafterversammlung gebilligt.

Beschluss über die Ergebnisverwendung zum Jahresabschluss zum 31.12.2023

Die Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens HyFin GmbH, Windhagen, hat am 13. Dezember 2024 beschlossen, den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 4.665.624,95 € auf neue Rechnung vorzutragen.

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Konzerns

Der Konzern umfasst neben der HyFin GmbH als Mutterunternehmen die Nölken Hygiene Products GmbH als 100%iges Tochterunternehmen, die Noelken Sp. z o.o., Nowogrodziec/Polen, als 100%iges Enkelunternehmen, die NW-Chemie GmbH, Troisdorf, als 75,1%iges Enkelunternehmen, sowie 94% der Anteile an der Ogiven Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz.

Das Mutterunternehmen selbst hat kein operatives Geschäft. Die operative Nölken Hygiene Products GmbH ist seit 1982 im Vertrieb von Baby-Produkten, Hygiene- und Kosmetik - Artikeln, Körper - und Klinikbedarfsartikeln tätig. 1987 ist eine eigene Produktion in diesem Bereich in Betrieb genommen worden. Das Unternehmen arbeitet im Drei- Schicht-Betrieb. Nachfragesteigerungen und Kostendruck haben uns 1993 dazu veranlasst, mehrere Produktionslinien für Vorprodukte bei unserer 100% Tochter Noelken Sp. z o. o. in Polen zu installieren. Im weiteren Verlauf 1997 wurde hier die Produktion ebenfalls auf Fertigprodukte umgestellt, um die Nachfrage speziell für preissensible Produkte und aus dem östlichen Europa abdecken zu können. In dieser Produktion werden ebenfalls bei Bedarf Kapazitätsengpässe der Produktion im Stammwerk ausgeglichen. Die Produktion erfolgt bei der polnischen Tochtergesellschaft im Wege der Produkt- bzw. Lohnveredelung. Die notwendigen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Produktionsanlagen werden dazu von der Nölken Hygiene Products GmbH und der NW-Chemie GmbH beigestellt.

Im Mai 2005 wurde die Stilleinlagenproduktion an den Standort Polen verlegt. Durch die Verlagerung dieser personalintensiven Produktion wurde Platz für einen neuen Geschäftszweig geschaffen. Im gleichen Jahr wurde mit der Abfüllung flüssiger Produkte begonnen, welche bis zu diesem Zeitpunkt als Handelsware zugekauft wurden. Im Jahr 2007 ist die Anlage zur Flüssigabfüllung in Betrieb gegangen, um auch hier autark zu sein und das komplette Knowhow im Hause zu haben. Die Flüssigentwicklung ist im Jahr 2006 installiert worden.

Im Juni 2015 haben wir das neue Gebäude für die Stilleinlagenfertigung in Windhagen fertiggestellt und zwei zusätzliche Fertigungslinien für Stilleinlagen in Betrieb genommen. In Polen wurde ebenfalls der Lagerneubau fertiggestellt.

Im Juli 2016 haben wir ein in unmittelbarer Nachbarschaft (Klarenplatz 4) gelegenes Grundstück mit einer Fläche von ca. 17.500 m 2 erworben. Wir konnten im Jahr 2017 weitere 10.000 m 2 in der Verlängerung (Klarenplatz 6) erwerben und verfügen damit über ausreichende Expansionsflächen. In 2018 sind darüber hinaus die Bautätigkeiten in den Bereichen Im Nassen 4 und Im Nassen 8 zum größten Teil fertiggestellt worden.

Im Jahr 2017 haben wir unseren Standort in Nowogrodziec selbstständiger und eigenständiger in der Außenwirkung gemacht. Hiermit wollten wir im Vertrieb Schwerpunkte gerade im Osteuropäischen Raum setzen.

Mit Erwerb des Geschäftsbetriebs der Wachendorff-Chemie GmbH, Troisdorf, im Rahmen eines asset deals und Gründung der NW-Chemie GmbH, Troisdorf, im April 2020, an welcher die Nölken Hygiene Products GmbH 75,1% der Anteile hält, wurde das Produktportfolio der Unternehmensgruppe um den Bereich der Desinfektionsmittel erweitert.

Die Nölken GmbH hat zum 1. Januar 2021 eine weitere Produktionshalle mit einer Nutzfläche von fast 7.800 m 2 in Neustadt (Wied) angemietet. Dieser Standort wird als weitere Produktionsstätte für den Bereich Tuch genutzt.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Geschäftsjahr 2023 ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 0,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Deutschland hat sich somit im abgelaufenen Jahr nicht positiv entwickelt, sondern die wirtschaftliche Entwicklung ist aufgrund eines krisengeprägten Umfelds massiv ins Stocken geraten. Insbesondere die Energiekrise und die geopolitische Situation verunsicherten die deutsche Wirtschaft nachhaltig. Die internationalen Spannungen beeinflussten den Welthandel und damit auch die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise sind im Jahr 2023 wieder gesunken, aber sie haben sich auf einem hohen Niveau konsolidiert und waren für weite Teile der deutschen Wirtschaft weiterhin ein negativer Faktor. Zusammen mit hohen Zinsen verschlechterten sich für Unternehmen auch die Rahmenbedingungen für Finanzierungen und damit für Investitionen.

In den einzelnen Wirtschaftsbereichen kam es in Deutschland dabei zu sehr unterschiedlichen Entwicklungen. Während es insbesondere im Produzierenden Gewerbe ohne Bau zu einer deutlichen Verschlechterung der Bruttowertschöpfung kam und auch die Bereiche Handel, Verkehr und Gastgewerbe sich negativ entwickelten, gestaltete sich demgegenüber die Situation in den Bereichen Information, Kommunikation, Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit positiv. Die privaten Konsumausgaben sind aufgrund der starken Verunsicherung der Verbraucher im Hinblick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 preisbedingt um 1,1% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Auch die staatlichen Konsumausgaben sind erstmals seit 20 Jahren wieder gesunken. Dies lag im Wesentlichen daran, dass der Staat im Vergleich zu den Vorjahren die Unterstützungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einsparen konnte.

Im Jahr 2023 haben sich unsere Produktbereiche mit Ausnahme der Desinfektionstücher gut entwickelt. Zu Beginn des Geschäftsjahres wurden aufgrund des Kostendrucks Preisanpassungen mit allen Kunden vereinbart. Im Laufe des Jahres kam es bei den Energiepreisen und insbesondere bei den Rohstoffpreisen zu einer Entspannung. Demgegenüber existiert nach wie vor ein Kostendruck in den Bereichen Fracht, Logistik und Lohnkosten. Die Desinfektionstücher und Desinfektionsmittel sind nach dem Absatzrückgang 2022 jedoch nicht wieder auf die ursprünglichen Umsätze der Jahre vor der Corona- Pandemie gestiegen. Ursächlich hierfür waren insbesondere die hohen Bestände, die sich bei vielen Verbrauchern in den ersten Jahren der Pandemie gebildet haben und somit die Nachfrage in diesem Bereich nachhaltig gedämpft haben. Zudem kam es zu Störungen der Lieferketten, die sich aus dem Kriegsgeschehen in der Ukraine und aus der Bedrohung der Schifffahrtswege durch Rebellen an der Küste des Jemens ergaben. Die Absätze im Tuchbereich, sowie bei Pflegeprodukten und Stilleinlagen haben sich trotz dieser schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage hingegen erhöht.

Der Fach- und Arbeitskräftemangel hat darüber hinaus die Produktionskapazitäten teils gestört zum Teil sogar begrenzt. Wir versuchen diese Entwicklung über eine stetig fortschreitende Automatisierung aufzufangen.

Der Bereich Medizinprodukte, Biozide und Kosmetik ist geprägt durch eine starke Regulierung. Der Aufwand zur Erfüllung der jeweiligen Marktzutrittsbedingungen ist hoch und wird auch in Zukunft weiter anwachsen. Die Geschäftsentwicklungsstrategie zielt darauf ab, in den Bereichen Produktion, Forschung/Entwicklung und Regulary Affairs komplett eigenständig zu werden und damit zu den wenigen verbleibenden Marktteilnehmern im Bereich medizinische Desinfektion zu gehören. Entsprechend hoch sind weiterhin die Investitionen und Kosten in diesen Bereichen.

2. Geschäftsverlauf

Das Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch deutliche Steigerung des Umsatzes und einem daraus resultierend positiven Jahresergebnis.

Der Umsatz wuchs um rd. 15,2 Mio. EUR auf rd. 121,9 Mio. EUR. Die Steigerung war über dem Planwert und somit setzt sich die positive Umsatzentwicklung der letzten Jahre nachhaltig fort. Die Gesamtentwicklung wurde zudem durch eine spürbare Entlastung auf der Beschaffungsseite für Rohstoffe geprägt. Dies führte dazu, dass die Materialaufwandsquote mit 57,8% deutlich unter Vorjahreswert und auch unter dem Planansatz von rund 64% lag. Damit hat die sich im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Inflation stabilisierend ausgewirkt und den massiven Preisdruck im Rohstoffbereich gedämpft. Dennoch befindet sich das Preisgefüge in vielen Bereichen nach wie vor auf hohem Niveau. Bei den anderen betrieblichen Aufwendungen gab es aber ebenfalls Kostenreduktionen, was insbesondere an den gesunken Energiekosten und den niedrigeren Leasingaufwendungen zurückzuführen war. Das Vorjahresergebnis war zudem belastet durch eine Einzelwertberichtigung in Höhe von 1,0 Mio. Euro. Demgegenüber steht in diesem Jahr eine Aufwandsbelastung in Höhe von 0,8 Mio. Euro für eine Rückstellung für Prozesskosten und Schadensersatz. Durch den insgesamt sehr positiven Geschäftsverlauf konnte das Planergebnis von 2,9 Mio. Euro deutlich übertroffen werden. Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Gewinn nach Steuern von 4,7 Mio. Euro.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden zudem weitere Investitionen getätigt. Hervorzuheben ist dabei insbesondere der weitere Ausbau unseres Produktionsstandorts in Neustadt (Wied). Insgesamt sollen der Service und auch die Kapazitäten weiter erhöht werden.

Alle Tränkflüssigkeiten und Bulks werden bei uns im Haus selbst entwickelt und produziert. Nur alkoholische Tränkflüssigkeiten beziehen wir über unsere Tochtergesellschaft NW-Chemie GmbH. Wir versuchen weiter die vorhandenen Synergien zwischen beiden Unternehmungen sinnvoll zu nutzen und die Harmonisierung voranzutreiben, auch um neue gemeinsame Projekte anzugehen und zu entwickeln.

Die Produktionskapazitäten der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023 entsprechend dem Bedarf ausgelastet.

Der Bereich Desinfektion/Medizinprodukte ist weiter geprägt durch hohe Kosten und Investitionen aufgrund des nach wie vor notwendigen Transformationsprozesses. Diese Investitionen und Kosten wirken sich deutlich auf die Ergebnissituation in diesem Geschäftsbereich aus. Im Geschäftsjahr konnten insbesondere im Personalbereich Einsparungen erzielt werden.

Durch die hohe Produktionsleistung im Geschäftsjahr mussten neben der Erhöhung der Stammbelegschaft, ebenfalls Zeitarbeiter eingesetzt werden (durchschnittlich 465 Festpersonal, 10 Leasingkräfte).

3. Ertragslage

Der Konzernumsatz hat sich in 2023 gegenüber 2022 um 14,2% auf TEUR 121.876 erhöht.

Die Steigerung resultiert zum einem aus einer Absatzsteigerung und zum anderen wurden zu Beginn des Geschäftsjahres die Absatzpreise angepasst. Der Bereich der Tuchproduktion hat sich um 15,4% im Vergleich zum Vorjahr steigern können. Auch im Bereich Produktion Stilleinlagen war ein Anstieg um 17,8%, im Bereich Produktion Abfüllung um 14,7% und im Bereich Desinfektion/medizinische Produkte um 9,1% zu verzeichnen. In den Bereichen Lohnherstellung und Produktion Mischung war hingegen die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023 rückläufig.

Der Umsatz der einzelnen Produktgruppen hat sich wie folgt entwickelt:

2023 2022
Inland EU Drittland Gesamt Gesamt Veränderung
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR %
Produktion Tuch 77.774 22.574 5.168 105.517 91.439 15,4
Produktion Stilleinlagen 901 1.025 135 2.060 1.749 17,8
Produktion Abfüllung 6.980 2.617 125 9.721 8.477 14,7
Desinfektion/ medizinische Produkte 3.851 0 0 3.851 3.529 9,1
Lohnherstellung 2.214 0 0 2.214 3.052 -27,5
Produktion Mischung 257 0 0 257 307 -16,2
Sonstiges 517 90 1 608 308 97,3
Erlösschmälerungen - 2.804 0 0 -2.804 -2.457 14,1
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Produkten 89.489 26.306 5.429 121.424 106.405 14,3
Sonstige Umsatzerlöse 452 284 59,2
121.876 106.689 14,2

Die Exportquote betrug 26,0% nach 25,4% im Vorjahr.

Die Ertragslage des Konzerns stellte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Ertragslage Konzern

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Umsatzerlöse 121.876 106.689 15.187 14,2%
+/- Bestandsveränderung -2.572 2.988 -5.560 -186,1%
+ andere aktivierte Eigenleistungen 309 543 -234 -43,1%
= Betriebsleistung 119.613 110.220 9.393 8,5%
+ andere betriebliche Erträge 1.693 1.038 655 63,1%
- Materialaufwand 69.085 71.268 -2.183 -3,1%
- Personalaufwand 26.333 22.474 3.859 17,2%
- andere betriebliche Aufwendungen 15.997 16.884 -887 -5,3%
= EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen) 9.891 632 9.259 1465,0%
- Abschreibungen 2.344 2.118 226 10,7%
= EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) 7.547 -1.486 9.033 607,9%
+/- Finanzergebnis -1.086 -720 -366 50,8%
+/- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.040 -98 2.138 -2181,6%
- sonstige Steuern 74 56 18 32,1%
= Konzernjahresfehlbetrag/überschuss 4.347 -2.164 6.511 300,9%
- auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn (+)/Verlust (-) -319 -334 15 -4,5%
= Konzerngewinn/-verlust 4.666 -1.830 6.496 355,0%

Die Rohertragsquote hat sich mit 42,2% der Betriebsleistung gegenüber dem Vorjahr (35,3% der Betriebsleistung) deutlich verbessert und nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2022 wieder das Niveau der Vorjahre erreicht. Wesentliche Ursachen sind das Umsatzwachstum und die gesunkenen Rohstoffpreise.

Der Personalaufwand hat sich neben der allgemeinen Lohn- und Gehaltserhöhung und erfolgsabhängiger Zahlungen im Wesentlichen aufgrund der Erhöhung der Stammbelegschaft um TEUR 3.859 erhöht.

Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um TEUR 887 resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren Kosten für Strom, Leasing und Beratungskosten.

Die Abschreibungen sind leicht über dem Vorjahresniveau und spiegeln auch die im Geschäftsjahr 2023 vorgenommenen Investitionen in unsere Produktionsstandorte wider.

Insgesamt hat sich der EBIT gegenüber dem Vorjahr von TEUR -1.486 auf TEUR 7.547 deutlich verbessert.

Das Finanzergebnis hat sich im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der gestiegenen Zinsen um TEUR 366 verschlechtert. Nach Finanzergebnis und Steuern verbleibt ein Konzerngewinn von TEUR 4.666, welcher aufgrund der dargestellten positiven Entwicklungen im Geschäftsjahr deutlich über dem geplanten Wert von TEUR 2.900 liegt.

4. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verringerte sich von TEUR 44.109 um TEUR 773 auf TEUR 43.336. Die Reduzierung betrifft auf der Aktivseite im Wesentlichen einen Abbau der Vorräte um TEUR 3.149. Demgegenüber haben sich das Anlagenvermögen, die sonstigen Aktiva und die flüssigen Mittel erhöht.

Das Anlagevermögen hat sich um TEUR 1.084 erhöht. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen in 2023 TEUR 2.702 und betrafen im Wesentlichen Produktions- und automatisierte Verpackungsmaschinen sowie Mietereinbauten für unseren neuen Produktionsstandort in Neustadt (Wied). Die Finanzierung erfolgte über Kontokorrent- und Darlehenskonten. Darüber hinaus wurden Sachinvestitionen in Höhe von TEUR 1.188 über Leasing finanziert.

Die sonstigen kurzfristigen Aktiva haben sich um TEUR 930 erhöht. Der Anstieg resultiert unter anderem aufgrund von noch nicht abgerechneten Kosten mit Leasinggesellschaften und kurzfristigen Darlehen. Die flüssigen Mittel stiegen aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung um TEUR 280.

Demgegenüber haben sich die Vorräte um TEUR 3.149 reduziert. Die Abnahme der Vorräte spiegelt auch die gesunkenen Rohstoff- und Produktionskosten wider und betrifft sowohl den Rohstoffbestand als auch den Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen.

Insgesamt liegt die Konzernanlagenintensität bei 54,4%.

Das Konzerneigenkapital hat sich zum 31.12.2023 um TEUR 3.423 auf TEUR 13.092 erhöht. Die Eigenkapitalquote stieg von 21,9% auf 30,2% und erreichte damit wieder das Niveau vorheriger Jahre.

Die übrigen Rückstellungen sind um TEUR 1.838 auf TEUR 3.312 gestiegen. Die Erhöhung betrifft im Wesentlichen personalbedingte Rückstellungen sowie eine Rückstellung hinsichtlich eines Rechtsstreits und daraus resultierender möglicher Schadensersatzzahlungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich aufgrund der positiven Liquiditätslage um TEUR -4.976. Hier spiegelt sich auch der gute Geschäftsverlauf des Berichtsjahres wider. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt um TEUR -4.786 gesunken und korrespondieren zudem mit der Abnahme des Rohstoffbestands.

Demgegenüber sind die sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 1.836 gestiegen. Ursächlich sind im Wesentlichen ein Anstieg von Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, welche Mietkäufe von Software und Maschinen beinhaltet.

Der Finanzmittelfonds (flüssige Mittel + täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von TEUR -4.272 auf TEUR -1.046 verbessert. Dies ist im Wesentlichen bedingt durch eine deutliche Zunahme des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR 1.775 auf TEUR 13.373. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit hat sich infolge der Investitionstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um TEUR -874 auf TEUR -3.196 verringert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit hat sich von TEUR -1.829 auf TEUR -6.757 verändert, was im Wesentlichen auf die Rückführung von Fremdkapital bei Banken zurückzuführen ist.

5. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Nölken Hygiene Products GmbH nutzt zur Steuerung des Unternehmens unter anderem ausgewählte Ertrags- und Liquiditätskennzahlen. Die Kennzahlen stellen die Entwicklung in den letzten 12 Monaten da. Bei den Kennzahlen orientieren wir uns an durchschnittliche Branchengrößen, die in der Regel Unter- und Obergrenzen vorgeben. Bei Überschreiten kritischer Werte werden zudem zukünftig eine erhöhte Aufmerksamkeit bzw. festgelegte Aktionen damit verbunden.

6. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

a) Audits

Wir unterliegen hinsichtlich der von uns hergestellten Hygieneerzeugnisse den speziellen Anforderungen, insbesondere der Detergenzien-Verordnung und der EU- Kosmetik-Richtlinie. Die Einhaltung der Vorschriften und die Qualität der Produkte werden durch systematische Planung und Überwachung der Produktionsabläufe sowie durch den Einsatz von qualifiziertem Personal sichergestellt. Unser Qualitätsmanagement wurde für den Geltungsbereich "Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Pflege- und Hygieneprodukten" nach DIN EN ISO 9001:2020 und ISO 14001 zertifiziert. Unsere Produkte sind mit diversen Umwelt-Zertifizierungen wie das IFS HPC, DAAB, Vegan-Label, Nordic Ecolabel, FSC, PEFC und BDIH ausgestattet. Zudem wurden wir erneut im "Higher Level" IFS auditiert und somit unsere Qualität bestätigt.

b) Nachhaltigkeit

Die Nölken Hygiene Products GmbH erstellt bereits seit vielen Jahren einen Nachhaltigkeitsbericht. Das Unternehmen ist überzeugt, dass ein verantwortungsvolles Handeln ohne die Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Themen nicht möglich ist und richtet sein Handeln danach aus. Zugleich stellen wir damit sicher, dass unsere Produkte in Bezug auf Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz langfristig überzeugen.

Im Geschäftsjahr 2023 lagen unsere Schwerpunkte im Bereich Nachhaltigkeit unter anderem bei der Ressourceneffizienz und dem Ausbau der bestehenden Mechanismen zum Schutz der Menschenrechte und der Umwelt in unseren Lieferketten.

Im Jahr 2023 haben wir darüber hinaus den Aufbau eines systematischen Kennzahlenreportings umgesetzt, den wir in unserem Nachhaltigkeitsbericht erstmalig mit ausgewählten Kennzahlen nach den European Sustainability Reporting Standards (ESRS) ausweisen.

Für weitere Informationen zu unserem Engagement im Bereich Nachhaltigkeit verweisen wir auf unseren 13. Nachhaltigkeitsbericht, der im April erschienen ist und auf unserer Internetseite eingesehen werden kann.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

1. Chancen- und Risikobericht

Chancen und Risiken ergeben sich aus dem Marktgeschehen und den Marktpreisen. Diese Entwicklung gewinnt in den letzten Jahren immer mehr an Dynamik. Dies bedeutet für das Unternehmen, dass wir diese die neuen Gegebenheiten stets zeitnah analysieren müssen, um darauf entsprechend reagieren zu können.

Das Jahr 2023 war ähnlich volatil wie das Jahr 2022 und die Jahre zuvor. Die Folgen der Corona-Pandemie sind zwar weitgehend überwunden, aber der Ukrainekrieg geht unvermindert weiter. Dazu kommt der Krieg im Gazastreifen, der zu weiteren politischen und damit verbundenen wirtschaftlichen Spannungen führt und eine fortschreitende Spaltung der Welt nach sich zieht. Daraus ergeben sich geopolitische Unsicherheiten, die schwer kalkulierbar sind. Diese aber haben unter Umständen Einfluss auf die Lieferketten und somit letztlich auf unser Unternehmen. Eine Versorgung der Kundschaft ist aber zum jetzigen Zeitpunkt jederzeit gewährleistet und eine Unterbrechung ist zurzeit nicht in Sicht.

Die Unsicherheiten kann zudem Auswirkungen auf das Verhalten der Verbraucher haben, die unter Umständen zukünftig deutlich defensiver in ihrem Nachfrageverhalten werden.

Die Inflationsrate hat sich im Europäischen Raum auf hohem Niveau stabilisiert und auch in den USA ist nur ein verhaltenes Sinken der Inflation erkennbar.

Wir haben im Geschäftsjahr 2023 erstmalig unsere Vertriebsaktivitäten auf das Gebiet der USA ausgeweitet und uns dort neue Kundenkontakte erarbeitet. Der erste Container mit Ware ist versendet und wir sehen hier zukünftig große Chancen unser Vertriebsgebiet auszubauen und nachhaltig zu erweiterten.

Nach unserer Einschätzung ist ein Risko für das Geschäftsjahr 2024, dass es erneut zu einem Anstieg der Beschaffungspreise kommt und eine Weitergabe an die Kunden nicht zeitnah möglich ist. Auch aufgrund der politischen volatilen Situation ist dieses Risiko nicht auszuschließen. Zurzeit gehen wir aber davon aus, dass sich die Energie- und Transportpreise voraussichtlich nicht wesentlich ändern werden. Belastend wirkt sich aber der nach wie vor hohe Dieselpreis und die hohen Lohnabschlüsse aus, die zu einem entsprechenden Preisdruck führen.

Durch die gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten geraten Versorgungssicherheit und Qualität wieder verstärkt in den Fokus der Betrachtung und nicht mehr ausschließlich der Preis. Daraus ergeben sich Möglichkeiten für den Vertrieb mit entsprechenden Ausschreibungen neue Kunden zu gewinnen.

Wir legen zudem verstärkt den Fokus auf die Harmonisierung und die Zusammenarbeit aller Unternehmen innerhalb der Nölken-Gruppe, auch um damit noch kundenspezifischere Angebote zu ermöglichen.

Das Thema Nachhaltigkeit wird zudem immer wichtiger und nach unserer Einschätzung kann dies ein ausschlaggebendes Argument für potenzielle Kunden sein, mit uns zusammenzuarbeiten. Die sehr guten Ergebnisse in Audits und Nachhaltigkeitsanalysen sind daher weiterhin ein Ansporn für uns.

Hier sehen wir unsere Zukunft und haben die Weichen dafür gestellt.

Wir werden weiterhin in Innovationen investieren und sehen unseren Anspruch darin, unsere Kunden mit exklusiven Produkten zu beliefern. Dies kann auch bei neuen Kunden zu Lösungsansätzen führen, die uns dann neue Marktbereiche eröffnen.

Auch werden unsere Produktionsstätten weiter auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten, sodass wir für neue Marktbereiche gerüstet sind und die Chancen der Zukunft wahrnehmen können.

Zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos hat die Gesellschaft einen Zinsswap abgeschlossen.

Das Ausfallrisiko von Forderungen ist durch den Abschluss einer Kreditversicherung im Zusammenhang mit dem Factoring dieser Forderungen zu 100% abgedeckt. Die materiellen Vermögensgegenstände der Gesellschaft sind durch übliche Versicherungsverträge gedeckt, die jährlich zusammen mit einem großen Versicherungsmakler geprüft und angepasst werden.

Ein weiteres Risiko ist nach unserer Einschätzung der Fachkräftemangel. Diesem Risiko versuchen wir mit einer verstärkten Automatisierung unsere Produktionsanlagen entgegenzuwirken.

Im Bereich Desinfektion/Medizinprodukte ist der im Geschäftsjahr 2021 gestartete Transformationsprozess nach wie vor in der Umsetzung und dies wird noch bis Ende 2024 der Fall sein. Insbesondere schwierige regulatorische Prozesse, erst spät erteilte Baugenehmigungen sowie Markt-Veränderungen im Produkt- und Anbieterbereich sind die Hauptursachen für diese Verzögerungen.

Ziel ist weiterhin, dass die Produktion im Bereich Desinfektion/Medizinprodukte mit den notwendigen Kapazitäten auf modernstem Stand ausgerüstet wird, die Organisation der rechtlichen Situation angepasst und der Bereich für große Kunden weltweit neu aufgestellt wird. Dazu wurden zudem personelle Schlüsselpositionen neu besetzt und insbesondere wurden Synergien innerhalb des Konzerns genutzt. So werden unter anderem zukünftig Aufgaben im Bereich des strategischen Einkaufs zentral gesteuert. Dieser Prozess wird innerhalb des gesamten Unternehmensverbunds weiter vorangetrieben.

2. Risikomanagement

Ziele unseres Risikomanagementsystems sind die Früherkennung, Vermeidung und Minimierung von entwicklungsbeeinträchtigenden oder bestandsgefährdenden Risiken, die sich aus dem Geschäft ergeben können.

Die Gesellschaft betreibt dafür ein detailliertes Controlling-System, um mögliche Chancen und Risiken zeitnah und exakt zu bewerten. Durch ein monatliches Berichtswesen ist die Geschäftsführung umfassend über die Entwicklung des Unternehmens sowie die Markt- und Wettbewerbsveränderungen informiert. Durch Abweichungsanalysen (insbesondere Plan-Ist-Abweichungen) werden Risiken und Chancen frühzeitig erkannt.

3. Forschung und Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unserer Gesellschaft verfolgen das Ziel, unsere Wettbewerbsposition vor dem Hintergrund technologischer Herausforderungen zu stärken und auszubauen. Den Aufwand für Forschung und Entwicklung sehen wir als eine Investition in die Zukunft.

Im Geschäftsjahr haben wir insgesamt TEUR 1.499 für Entwicklungstätigkeiten aufgewendet (Vorjahr: TEUR 1.012), davon entfallen TEUR 309 auf aktivierte Rezepturen. Dies entspricht einer Aktivierungsquote von ca. 21% im Geschäftsjahr nach ca. 54% im Vorjahr. Die Abschreibungen auf aktivierte Forschungs- und Entwicklungskosten betragen TEUR 384. Die Entwicklung von Rezepturen erfolgt teilweise in Zusammenarbeit mit externen Partnern. In unserem Unternehmen waren insgesamt zehn Vollzeitmitarbeiter in diesem Bereich beschäftigt.

4. Prognosebericht

Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird auch im Jahr 2024 weiter stark geprägt sein, durch die geopolitischen Spannungen, insbesondere durch den russischen Angriffskrieg. So wurde erst im April 2024 durch den Internationalen Währungsfonds (IWF) die Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland auf 0,2% für 2024 abgesenkt. Das ist die schwächste Wachstumsprognose innerhalb der sieben führenden westlichen Industrienationen (G7). Es gibt zwar positive Entwicklungen, wie das Sinken der Kreditzinsen, das Absinken der Preise für Erdgas und Strom und auch die Inflationsrate wird auf 2,3% zurückgehen, aber demgegenüber gibt es zahlreiche Unsicherheiten, die die deutsche Wirtschaft belasten. So ist ein Mangel an Aufträgen bei deutschen Unternehmen zu verzeichnen und auch der anhaltend und außergewöhnlich hohe Krankstand belastet den Wirtschaftsstandort. Aufgrund dieser Rahmendaten wird auch mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zu 2023 gerechnet. Die sich jetzt schon abzeichnenden Unsicherheiten in der Wirtschafts- und Finanzpolitik hinsichtlich eines soliden und tragbaren Haushaltsplans der Bundesregierung für das nächste Jahr 2025 könnten zudem die Erholung der deutschen Wirtschaft weiter negativ beeinträchtigen.

Dennoch wird im zweiten Halbjahr 2024 mit einer Erholung der gesamtwirtschaftlichen Situation in Deutschland gerechnet. Zudem dürfte dann auch die erwartete geldpolitische Wende der Europäischen Zentralbank (EZB) die Nachfrage in Deutschland aber auch auf dem europäischen Absatzmarkt positiv beeinflussen.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Nölken Hygiene Products GmbH einen Umsatz von rund 125 Mio. Euro (nach Erlösschmälerungen). Das bedeutet eine Steigerung um 2,5% gegenüber dem Vorjahr. Im Vorjahr hatten wir einen Umsatz von rund 120 Mio. Euro erwartet und haben diesen mit rund 122 Mio. Euro dann übertroffen. Im Bereich der Rohstoffpreise zeigt sich in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2024 eine stabile Lage. Im zweiten Halbjahr ist es jedoch zu Preiserhöhungen im Rohstoffbereich gekommen. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 eine Materialaufwandquote von rund 57%. Diese Quote ist leicht unter der Materialaufwandsquote für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023. Sie ist zudem unterhalb der im Vorjahr geplanten Materialaufwandquote von rund 64%.

Für den Bereich Desinfektion erwarten wir weiterhin einen hohen Investitionsbedarf aufgrund des andauernden Transformationsprozesses, der sich entsprechend im Konzernergebnis widerspiegeln wird. Der Prozess der Besetzung von Schlüsselpositionen wird Anfang 2024 erst einmal abgeschlossen sein. Weiter im Fokus steht im Geschäftsjahr 2024 die verstärke Nutzung von Synergien innerhalb der Konzerngruppe. Dieser Prozess wird innerhalb der Gruppe in nahezu allen Bereichen weiter intensiviert.

Die Lohnkosten werden im Geschäftsjahr 2024 aufgrund von Lohnanpassungen und des weiterhin bestehenden Personalbedarfs ansteigen.

Wir erwarten gemäß der Jahresplanung 2024 ein positives Vorsteuerergebnis in Höhe von rd. 5,6 Euro Mio. Das geplante Ergebnis für 2024 ist damit deutlich über der Ergebnisprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 in Höhe von rund 2,9 Mio. Euro, das im Wesentlichen aufgrund der positiven Entwicklung im Bereich Materialaufwand deutlich übertroffen wurde.

Im Geschäftsjahr 2024 planen wir Sachinvestitionen von Euro 5,1 Mio., davon werden Euro 4,0 Mio. über Leasing finanziert. Wichtigste Elemente werden die Investitionen in neue Produktionsmaschinen, Verpackungslinien und in die Standortinfrastruktur in Windhagen und Neustadt (Wied) sein.

 

Windhagen, den 31. Oktober 2024

HyFin GmbH

Ernst Markus Nölken

Ulrich Daniel Nölken

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die HyFin GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der HyFin GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023 und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der HyFin GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bornheim, den 11. Dezember 2024

dhpg Wirtschaftsprüfer Rechtsanwälte
Steuerberater GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Berufsausübungsgesellschaft

gez. Klaus Altendorf, Wirtschaftsprüfer

gez. Daniel Ziech, Wirtschaftsprüfer

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