Beteiligungsgesellschaften
Stadtwerke Mühlacker GmbH
Danziger Straße 17, 75417 Mühlacker, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Axel Detmer seit 11.1.2021 | Prokura |
Roland Jans seit 25.9.2017 | Geschäftsführer |
Frederik Trockel seit 20.7.2017 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
Stadt Mühlacker | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 16.67% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Mühlacker GmbHMühlackerJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 20231. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Der vormalige Eigenbetrieb Stadtwerke Mühlacker wurde 1975 in eine Kapitalgesellschaft in Form einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung umgewandelt. Gegenstand des Unternehmens sind die Erzeugung, der Bezug, der Transport und die Verteilung von Strom, Erdgas, Wärme und Trinkwasser sowie die Durchführung sonstiger der Versorgung der Bevölkerung, der Industrie und des Gewerbes dienender Aufgaben wie die Breitbandversorgung, der öffentliche Personennahverkehr, der Betrieb des Hallenbads und die Betriebsführung des städtischen Freibads. Die Gesellschaftsanteile an der Stadtwerke Mühlacker GmbH werden ausschließlich von der Stadt Mühlacker gehalten. Dementsprechend setzt sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus Mitgliedern als Vertreter der kommunalen Verwaltung und Arbeitnehmervertretern zusammen. Gemäß den Vorschriften des buchhalterischen Unbundlings nach § 6b EnWG wurde für die Tätigkeitsbereiche Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und den Messstellenbetrieb ein Spartenabschluss erstellt. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen [1] Die globale Wirtschaft zeigte im Jahr 2023 gemischte Signale, mit einer allmählichen Erholung in einigen Regionen, während andere weiterhin mit den Nachwirkungen der jüngsten Krisen zu kämpfen haben. Die Fortschritte bei der Bewältigung der Energiepreisvolatilität und der Lieferkettenprobleme gaben Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Dennoch blieben geopolitische Spannungen und die Unsicherheit über den Weg der wirtschaftlichen Erholung in Schlüsselmärkten wie China und den USA bestehen. Die Erholung in Europa schreitet voran, wenn auch in den einzelnen Ländern mit unterschiedlichem Tempo, was die Bedeutung diversifizierter und widerstandsfähiger Wirtschaftsstrukturen unterstreicht. Die deutsche Wirtschaft hat das Jahr 2023 mit einer negativen Wachstumsrate abgeschlossen. Im vierten Quartal 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal und um 0,2 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Dies bestätigt das vorläufige Ergebnis der Schnellmeldung vom Januar 2024. Gebremst wurde das Schlussquartal laut Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, insbesondere durch den Rückgang der Investitionen, während der Konsum leicht zulegte. Die privaten Konsumausgaben erholten sich im Jahresverlauf 2023 leicht und stiegen im vierten Quartal um 0,2 %. Die Konsumausgaben des Staates stiegen im gleichen Zeitraum um 0,3 %. Deutliche Rückgänge gab es hingegen bei den Investitionen: Die Bauinvestitionen sanken um 1,7 %, die Ausrüstungsinvestitionen um 3,5 %, die Exporte um 1,6 % und die Importe um 1,7 %, was die anhaltenden geopolitischen Spannungen und die hohen Energiepreise widerspiegelt. Die Bruttowertschöpfung sank im 4. Quartal 2023 um 0,4%, wobei die stärksten Rückgänge im Baugewerbe (-2,6 %) und im Verarbeitenden Gewerbe (-1,4 %) zu verzeichnen waren. Während einige Branchen, wie die Automobilindustrie, Zuwächse verzeichneten, mussten andere, wie der Maschinenbau und die chemische Industrie, Einbußen hinnehmen. Im Dienstleistungssektor gab es leichte Zuwächse, insbesondere bei den unternehmensbezogenen Dienstleistern und im Bereich der öffentlichen Dienstleistungen, Erziehung und Gesundheit. Trotz der konjunkturellen Rückgänge erreichte die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland im vierten Quartal 2023 mit rund 46,2 Millionen Personen einen neuen Höchststand, was einem Zuwachs von 0,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität sank jedoch im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,4 %. Im internationalen Vergleich kühlte sich die Konjunktur in den großen EU-Mitgliedstaaten und im Euroraum im vierten Quartal 2023 ab. Während Spanien und Italien noch Zuwächse verzeichneten, stagnierte das BIP in Frankreich und im Euroraum insgesamt. Die USA hingegen wuchsen stärker als die meisten europäischen Länder. Deutschland blieb mit einem preis-, saison- und kalenderbereinigten Rückgang von insgesamt 0,2 % deutlich hinter der Entwicklung der EU. 2.2. Geschäftsverlauf Das Jahr 2023 war für die SWM GmbH durch weiterhin volatile Energiemärkte und die Insolvenz der bmp greengas GmbH geprägt. Trotz dieser Schwierigkeiten war der operative Geschäftsverlauf im Jahr 2023 erfolgreich, sodass im Berichtsjahr ein Jahresüberschuss von 1.634 T€ erzielt werden konnte. Das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 ist trotz der volatilen Energiemärkte positiv verlaufen. In Summe stiegen die Umsatzerlöse um 28,43 % auf 71.139 T€ (VJ 55.390 T€). Es wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.056 T€ geplant, dem gegenüber steht ein Jahresüberschuss in Höhe von 1.634 T€. Die Abweichung zum Wirtschaftsplan resultiert hauptsächlich auf der einen Seite aus den Sparten Stadtbus, moderne/intelligente Messung, Strom Vertrieb, Strom Netz, Straßenbeleuchtung und den sonstigen Aktivitäten. Im Bereich sonstige Aktivitäten konnte ein um 1.080 T€ höheres Ergebnis erzielt werden. Im Strom Netz haben höhere Umsatzerlöse und geringere Personalaufwendungen zu einer positiven Abweichung i. H. v. 964 T€ geführt. Dasselbe zeigt sich im Strom Vertrieb mit einem um 754 T€ besseren Ergebnis. Im Bereich moderne/intelligente Messung konnte aufgrund höherer Umsatzerlöse und niedrigerer sonstiger betrieblichen Aufwendungen ein um 59 T€ besseres Ergebnis erzielt werden. Bei der Straßenbeleuchtung waren es hauptsächlich die deutlich höheren Umsatzerlöse, welche zu einer positiven Abweichung i. H. v. 28 T€ geführt haben. Im Bereich Stadtbus konnte ein um 3 T€ besseres Ergebnis erzielt werden. Dem gegenüber stehen auf der anderen Seite die Sparten Strom Erzeugung, Wärme, Gas Vertrieb, Wasser Hallenbad, Gas Netz, Breitbandversorgung und Elektromobilität. In den Bereichen Strom Erzeugung und Wasser fielen die Ergebnisse aufgrund geringerer Umsatzerlöse um 939 T€ bzw. 226 T€ geringer aus. Im Bereich Wärme fiel das Ergebnis um 564 T€ schlechter als geplant aus, da die Umsatzerlöse deutlich geringer ausgefallen sind. Im Bereich Gas Vertrieb ist das Ergebnis aufgrund der Drohverlustrückstellungen um 308 T€ geringer als geplant. Der Bereich Hallenbad weist 117 T€ mehr Verlust aus, da die Materialaufwendungen höher als geplant waren. Im Gas Netz hingegen fiel das Ergebnis aufgrund höherer sonstiger betrieblicher Aufwendungen um 77 T€ schlechter aus. In der Breitbandversorgung fiel der Verlust, aufgrund höherer Personalaufwendungen als geplant, um 63 T€ höher aus. Bei der Elektromobilität haben höhere Materialaufwendungen und Abschreibungen zu einem um 17 T€ geringeren Ergebnis geführt. Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr um 21,34 % auf 9.631 T€ (VJ 7.937 T€) gestiegen. Diese Steigerung ist überwiegend auf hohe Tarifsteigerungen und erforderliche Neueinstellungen zurückzuführen, um den stetig wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden. Ebenso sind die Materialaufwendungen um 29,70 % auf 53.060 T€ (VJ 40.909 T€) gestiegen, was vordergründig auf gestiegene Bezugskosten zurückzuführen ist. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen in Höhe von 6.442 T€ (VJ 7.565 T€) durchgeführt. Strom- und Gasversorgung Vertrieb: Das Jahr 2023 war im Großhandel weiterhin durch die Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine geprägt. Vor allem im Bereich Gas bestand im Markt weiterhin Verunsicherung, die sich auf die anderen Märkte Strom und CO 2 übertragen hat. Insgesamt sind die Preise im Jahr 2023 von den Höchstständen in 2022 deutlich gefallen. Trotz der gesunkenen Gaspreise lag das Marktpreisniveau immer noch doppelt so hoch wie vor der Krise, und die Preisspanne von 40 bis 60 €/MWh wies weiterhin eine extreme Volatilität auf. Die rollierende Beschaffung führt zu einer Glättung der Beschaffungskosten, wodurch die SWM GmbH nicht die teuersten, aber auch nicht die billigsten Anbieter sein werden. "Billiganbieter" kaufen oft kurzfristig ein und zeigen dadurch ein marktnahes Preisniveau. Bei dieser Strategie bedeuten fallende Preise einen Nachteil gegenüber "Billiganbietern", weshalb die SWM GmbH Anfang 2023 die rollierende Beschaffung ausgesetzt und gegengesteuert hat. Der Vertrieb wurde wieder auf alle Kundengruppen ausgeweitet und die Preise wurden deutlich gesenkt. Allen Bestandskunden wurde darüber hinaus im Oktober eine vorzeitige Vertragsverlängerung bis Ende 2024 angeboten. Preisentwicklung am Großhandelsmarkt: Bereits Ende 2022 sanken die Terminmarktpreise im Gas wieder deutlich und pendelten sich im Laufe des Jahres 2023 zwischen 40 und 60 €/MWh ein. Die Preise fielen von ihren Höchstständen bei über 300 €/MWh im August 2022 auf 80 €/MWh Ende Dezember 2022. Grund waren die ausgezeichneten Füllstände der Speicher und die gute Versorgungslage mit LNG. Die Infrastruktur war dafür vor dem Winter 2022 in einem Kraftakt aus dem Boden gestampft worden. Während die Terminpreise für Strom Base 2023 in 2022 bei 303 €/MWh lagen, sind sie in 2023 für 2024 auf 137 €/MWh um 54,79 % gefallen. Im Gas lagen die Preise für das Kalenderjahr 2023 in 2022 bei 124,74 €/MWh und in 2023 für das Kalenderjahr 2024 bei 53,58 €/MWh und sind damit um 57,05 % gesunken. Vertriebspreise: Die Vertriebspreise 2023 waren durch die Strom- und Gaspreisbremse geprägt und waren nahezu in ganz Deutschland identisch. Im Bereich der Industriekunden zeigt sich, dass diese aufgrund der Energiepreisbremsenregelung (70 % des prognostizierten Vorjahresverbrauchs) ihre Energie effizienter eingesetzt haben und der Verbrauch gesunken ist. Ab Oktober 2023 konnte die SWM GmbH ihren Kunden aus eigener Kraft wieder günstigere Preise anbieten. Die Preise für Vertragskunden wurden im Bereich Strom um 26,67 % und im Gas um 47,27 % gesenkt. Durch deutlich gestiegene Netzentgelte, den Wegfall der Mehrwertsteuersenkung in 2024 und die Erhöhung der Gasspeicherumlage zeichneten sich Ende 2023 aber wieder höhere Preise für 2024 ab. Strom- und Gasversorgung Netz: Im Bereich Strom wurde unsere Prozesskostengemeinschaft gegen den generellen sektoralen Produktivitätsfaktor für die 3. Regulierungsperiode beendet. Die Bundesnetzagentur hat das Urteil des Oberlandgericht Düsseldorf, welches sie dazu verpflichtet hatte, die Festlegung unter Beachtung der Rechtsauffassung des Gerichts neu zu erlassen, erfolgreich vor dem Bundesgerichtshof angegriffen. Aufgrund geringer Erfolgsaussichten haben wir unsere Beschwerde deshalb zurückgezogen. Im Oktober 2021 hat die zuständige Beschlusskammer der Bundesnetzagentur die Eigenkapitalzinssätze für die 4. Regulierungsperiode festgelegt. Somit dürfen 5,07 % für Neuanlagen und 3,51 % für Altanlagen angesetzt werden. In der 3. Regulierungsperiode betrugen die Eigenkapitalzinssätze noch 6,91 % bzw. 5,12 % (9,05 % bzw. 7,14 % in der 2. Regulierungsperiode). Zusammen mit anderen betroffenen Stadtwerken ist die SWM GmbH im November 2021 der von unserer Anwaltskanzlei Becker Büttner Held im Rahmen des AK REGTP gegründeten Prozesskostengemeinschaft beigetreten. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat Ende August 2023 das Vorgehen der Bundenetzagentur als rechtswidrig eingestuft. Dagegen hat die Bundenetzagentur Beschwerde eingelegt. Ein Termin zur mündlichen Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof wurde für den 17.12.2024 festgesetzt. Gegen die Festlegung von kalkulatorischen Nutzungsdauern von Erdgasleitungsinfrastrukturen ("KANU") durch die Bundesnetzagentur vom 08.11.2022 haben wir uns der Beschwerde beim Oberlandgericht Düsseldorf angeschlossen. Im August 2023 hat die Bundesnetzagentur die Ermittlung des Fremdkapitalzinssatzes im Kapitalkostenaufschlag bestimmt. Dieser soll künftig jährlich berechnet werden, anstatt einheitlich für die ganze Regulierungsperiode zu gelten. Zudem soll er nur für Neuinvestitionen ab 2024 gelten. Zusammen mit anderen betroffenen Stadtwerken ist die SWM GmbH im September 2023 der von unserer Anwaltskanzlei Becker Büttner Held, im Rahmen des AK REGTP, gegründeten Prozesskostengemeinschaft beigetreten. Die Umsatzerlöse im Stromnetz sind um 10,42 % auf 14.707 T€, inklusive interner Umsatzerlöse i. H. v. 6.801 T€ (VJ 13.319 T€, inklusive interner Umsatzerlöse i. H. v. 6.305 T€), gestiegen. Grund hierfür sind vordergründig gestiegene Netznutzungsentgelte. Im Gasnetz sind die Umsatzerlöse um 4,55 % auf 5.909 T€, inklusive interner Umsatzerlöse i. H. v. 2.719 T€ (VJ 5.652 T€, inklusive interner Umsatzerlöse i. H. v. 2.182 T€), gestiegen, was hauptsächlich auf gestiegene Netznutzungsentgelte zurückzuführen ist. Die Investitionen im Stromnetz beliefen sich auf 1.464 T€ (VJ 1.236 T€), was einem Zuwachs von 18,45 % entspricht. Die größte Investition in diesem Bereich war die Trafostation in der Turmstraße mit 134 T€. Die Investitionen im Gasnetz hingegen sind um 16,23 % auf 955 T€ (VJ 1.140 T€) gesunken. Die größte Investition im Gasnetz fiel mit 168 T€ auf das Hochdrucknetz in der Vetterstraße zur Anbindung einer zukünftigen Heizzentrale auf der Ziegelhöhe. Durch die stetigen Investitionen und Instandhaltungsmaßnahmen will die SWM GmbH weiterhin eine sichere Versorgung gewährleisten. Wasserversorgung: Der Absatz im Bereich Wasser ist leicht auf bei 1,33 Mio. m 3 (VJ 1,34 Mio. m 3 ) gesunken. Der Umsatz hingegen stieg um 7,29 % auf 4.231 T€, inklusive interner Umsatzerlöse i. H. v. 80 T€ (VJ 3.944 T€, inklusive interner Umsatzerlöse i. H. v. 74 T€), da die Preise zum Jahresbeginn um 9,23 % erhöht wurden. Die größte Investition im Wassernetz i. H. v. 204 T€ war eine Versorgungsleitung in der Schumannstraße. In Summe wurden 2.112 T€ (VJ 1.861 T€) investiert und somit 13,49 % mehr als im Vorjahr. Diese Investitionen tragen ebenfalls zu einer sicheren Versorgung bei. Wärmeversorgung: Im Bereich Wärme fiel der Absatz um 3,79 % auf 8,89 GWh (VJ 9,24 GWh). Der Umsatz hingegen stieg um 6,49 % auf 2.398 T€, inklusive interner Umsatzerlöse i. H. v. 709 T€ (VJ 2.252 T€, inklusive interner Umsatzerlöse i. H. v. 1.064 T€). Der Wärmepreis wird durch Preisformeln ermittelt, die an verschiedene Indizes gekoppelt sind. Im Berichtsjahr wurden die Preise um durchschnittlich 99,94 % erhöht. Die Investitionen im Bereich Wärme beliefen sich auf 265 T€ (VJ 335 T€) und sind somit um 20,90 % gesunken. Diese resultieren vordergründig aus der Planung einer zukünftigen Wärmeversorgung auf der Ziegelhöhe mit 82 T€. Stadtbus: Der Geschäftsbereich Stadtbus Mühlacker verzeichnete im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr eine rückläufige Entwicklung der Einnahmen. Erheblichen Einfluss auf die Attraktivität und Zuverlässigkeit des Stadtbus Mühlacker hatten, wie schon im Vorjahr, die monatelangen Baumaßnahmen an der Herrenwaagbrücke über die Enz, die immer wieder wechselnde Linienführungen für die drei wichtigen Stadtbuslinien 101/102 nach Lomersheim/Großglattbach und 103 nach Dürrmenz mit sich brachten. Die Bundesregierung hat die Einführung eines Deutschlandticket zum Preis von 49 €/Monat beschlossen. Die sich daraus ergebenden Einnahmeausfälle werden jeweils zu 50 % vom Bund und den Bundesländern ausgeglichen. Die Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Stadtbus sind um 3,35 % auf 549 T€ (VJ 568 T€) gesunken und führen zu einem Verlust in Höhe von -760 T€ (VJ -534 T€). Für das Jahr 2024 wird eine Verbesserung der Einnahmen erwartet, nachdem die Dauerbaustelle Herrenwaagbrücke beendet ist. Der Gemeinderat der Stadt Mühlacker und der Aufsichtsrat der Stadtwerke Mühlacker haben eine bis Ende 2026 befristete Ausweitung des Fahrangebots um eine Stunde, abends an Werktagen, beschlossen. Die Mehrkosten in Höhe von ca. 15 T€ pro Jahr übernimmt die Stadt Mühlacker. Alternative ÖPNV-Konzepte, insbesondere so genannte On-Demand Verkehre, werden geprüft und sollen möglichst zeitnah umgesetzt werden. Hallenbad: Die Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr um 64,58 % auf 999 T€ (VJ 607 T€) gestiegen und führen zu einem Verlust i. H. v. -844 T€ (VJ -877 T€). Grund für die gesteigerten Umsatzerlöse ist eine weitere Betriebsführung eines Freibads einer Nachbargemeinde. Die Eintrittspreise für das Hallenbad blieben im Jahr 2023 konstant. 2.3. Verbundene Unternehmen und Beteiligungen Biomethananlage Mühlacker GmbH & Co. KG - (Verbundenes Unternehmen in Höhe von 74,3 %) Das 17. Betriebsjahr der Biomethananlage, In den Waldäckern, war operativ sehr zufriedenstellend. Das avisierte Erzeugungsniveau von rd. 46,0 GWh für die Einspeisung ins Erdgasnetz und das installierte BHKW konnte im Berichtsjahr erreicht werden. Um den Kraftstoffmarkt beliefern zu können, wurde auch im Jahr 2023 verstärkt auf den Einsatz von Festmist und Rindergülle gesetzt und die Anlagentechnik entsprechend umgerüstet. Dadurch entsteht der BMM GmbH & Co. KG ein deutlich höherer Ertrag je produzierte Einheit, die Gärproduktion hingegen sinkt aufgrund einer geringeren Energiedichte. Mit insgesamt rd. 40,4 GWh, die direkt in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist, und rd. 7,4 GWh, die als Brennstoff für das BHKW geliefert wurden, konnte ein gutes Erzeugungsniveau erzielt werden, denn in Summe wurden 47,8 GWh Biogas erzeugt. Das zu Bio-Erdgas aufbereitete Biomethan und der regenerativ erzeugte Strom wurden vollumfänglich in das Erdgas- bzw. Stromnetz der SWM GmbH eingespeist. Aus regulatorischer Sicht konnten alle für den Betrieb erforderlichen Prüfungen und Gutachten - wie etwa das EEG-Umweltgutachten oder das Gutachten zur Bestätigung von eingespeistem Biomethan im Biogasregister (dena) - erfolgreich durchgeführt werden. Auf der Vermarktungsseite des Bio-Erdgases wurden die bestehenden Verträge vom 06.08.2022 angepasst. Da die Übernahme der bmp greengas GmbH durch die VNG Handel & Vertrieb GmbH nun getätigt wurde, haben wir uns aus strategischer Sicht die Selbstbelieferung an die SWM GmbH sowie die Vermarktungsmengen je Qualitätsanforderung vertraglich angepasst und einen eigenen Bilanzkreis aufgebaut. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 1.035 T€ (VJ 574 T€). Südwestdeutsche Stromhandels GmbH (SüdWestStrom) (direkte Beteiligung der SWM GmbH < 5 %) Die SüdWestStrom, 1999 als eines der ersten Kooperationsunternehmen unabhängiger Stadtwerke gegründet, bietet seinen Gesellschaftern und Kunden energiewirtschaftliche Dienstleistungen an. Seitdem hat sich die Gesellschaft stetig weiterentwickelt und bietet neben dem Bilanzkreis- und Portfoliomanagement im Bereich Strom und Gas, Dienstleistungen wie Energiedatenmanagement, Erzeugungs- und Lastmanagement für kommunale Anlagen und ein Dienstleistungsportfolio für den intelligenten Messstellenbetrieb an. Seit 2019 hat die Gesellschaft die Online-Plattform SWS-Connect ins Leben gerufen, um den Stadtwerken ein digitales Werkzeug für die zentralen energiewirtschaftlichen Prozesse anzubieten. Insgesamt bedienen sich über 200 Energieversorger an den Dienstleistungen der SüdWestStrom. Die Anzahl der Gesellschafter beträgt 60 Stadtwerke und Versorgungsunternehmen mit einem gesamten Stammkapital von 16,9 Mio. €. Der Anteil der SWM GmbH beträgt 4,01 % zum 31.12.2023. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 11.382 T€ (VJ 12.076 T€). Die SWM GmbH konnte im Berichtsjahr Erträge in Höhe von 47 T€ (VJ 23 T€) verbuchen. SüdWest-Metering GmbH (direkte Beteiligung der SWM GmbH < 5 %) Das kommunale Gemeinschaftsunternehmen für den intelligenten Messstellenbetrieb erleichtert Stadtwerken den Einstieg in den intelligenten Messstellenbetrieb erheblich. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 32 T€ (VJ 15 T€). Erträge aus dieser Beteiligung konnte die SWM GmbH nicht verbuchen. HSW Windpark Kladrum GmbH & Co. KG (direkte Beteiligung der SWM GmbH < 5 %) Der Windpark Kladrum liegt in der Nähe von Schwerin, knapp 50 Kilometer von der Ostseeküste entfernt. Die Gesamtleistung der vier Windräder beträgt rund 8,65 MW. Davon übernahm die SWM GmbH von der Eigentümergesellschaft Hellenstein-SolarWind (ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Heidenheim) einen Anteil von rund 432 KW. Das entspricht einer Beteiligung an der Betreibergesellschaft in Höhe von 4,99 %. Die Windkraftanlagen sind bereits seit längerer Zeit in Betrieb und befinden sich an einem besonders ertragreichen Standort mit überdurchschnittlich intensiven Windverhältnissen, wodurch regenerative Energie erzeugt wird. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 1.238 T€ (VJ 937 T€). Die SWM GmbH konnte Erträge in Höhe von 47 T€ (VJ 15 T€) verbuchen. EnergiePartner GmbH (direkte Beteiligung der SWM GmbH < 17 %) Sechs Stadtwerke, darunter die SWM GmbH, haben im Jahr 2000 die EnergiePartner als Dienstleistungs- und Vertriebsplattform für die Stadtwerkebranche gegründet. Geschäftsfelder sind die StadtwerkeAkademie, die StadtwerkeVersicherung und das StadtwerkeInkasso. Durch die Inanspruchnahme und Bereitstellung dieser Dienstleistungen ergibt sich für die SWM GmbH ein hoher energiewirtschaftlicher Nutzen. Der Anteil der SWM GmbH zum 31.12.2023 ist mit 16,67 % zu beziffern. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 76 T€ (VJ 125 T€). Erträge aus der Beteiligung konnte die SWM GmbH im Berichtsjahr nicht verbuchen. KommunalPartner Beteiligungsgesellschaft mbH & Co KG (direkte Beteiligung der SWM GmbH < 17 %) Sechs baden-württembergische Stadtwerke - aus Bietigheim-Bissingen, Friedrichshafen, Göppingen, Mühlacker, Schwäbisch Hall und Tübingen - haben gemeinsam die KommunalPartner Beteiligungsgesellschaft mbH & Co KG gegründet. Zwei der wesentlichen Betätigungsfelder der KommunalPartner sind die Betreuung der bestehenden Beteiligungen an den Stadtwerken MüllheimStaufen und den Stadtwerken Ditzingen sowie die Entwicklung und der Betrieb von Windkraftanlagen. Zum Jahresende beträgt die Beteiligungsquote der SWM GmbH 16,67 %. Die Gesellschaft plant mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 303 T€ (VJ 2.344 T€). Erträge aus der Beteiligung konnte die SWM GmbH im Berichtsjahr nicht verbuchen. ASEW Energie und Umwelt Service GmbH (direkte Beteiligung der SWM GmbH < 8 %) Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) ist ein Effizienz-Netzwerk für Stadtwerke. Erneuerbare Energien und Energieeffizienz prägen die Energiewirtschaft nachhaltig. Als Mitglied in der im Verband kommunaler Unternehmen (VKU) gegründeten ASEW sieht sich die SWM GmbH auch auf diesem Themenfeld bestens aufgestellt. Die SWM GmbH ist zu 7,2 % an der ASEW beteiligt und nutzt dieses Netzwerk regelmäßig zur Informationsbeschaffung und Weiterbildung. Die Gesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 56 T€ (VJ 49 T€). Ausschüttungen hingegen konnte die SWM GmbH nicht verzeichnen. UpCycling Plus GmbH & Co. KG (direkte Beteiligung der SWM GmbH < 25 %) Die UpCycling Plus GmbH & Co. KG wurde 2022 gegründet und ist für die Entwicklung einer Prototyp-Anlagentechnik zur Gewinnung eines hochwertigen Torfersatzproduktes aus Reststoffen unter vollständiger Nutzbarkeit aller Nebenprodukte verantwortlich. Hierbei werden die Reststoffe der Biomethananlage Mühlacker GmbH & Co. KG verwendet und die entstehenden Nebenprodukte der regionalen Landwirtschaft zurückgeführt. An dieser Gesellschaft sind zwei weitere Gesellschaften beteiligt. Die UpCycling Plus GmbH & Co. KG beendet das Geschäftsjahr 2023 voraussichtlich mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1.116 T€ (VJ 330 T€). 2.4. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Ertragslage In den einzelnen Versorgungssparten sind folgende Absatzveränderungen eingetreten:
Die Umsatzerlöse entwickelten sich wie folgt:
Die Nettoumsatzerlöse sind um 28,43 % auf 71.139 T€ (VJ 55.390 T€) gestiegen. Der Anstieg der Umsatzerlöse resultiert aus der Veränderung in den einzelnen Sparten; Hauptursache sind jedoch gestiegene Absatzpreise in Verbindung mit den volatilen Energiemärkten. Die anderen aktivierten Eigenleistungen sind aufgrund erhöhter Investitionstätigkeit in den einzelnen Sparten um 5,96 % auf 1.014 T€ (VJ 957 T€) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 15,99% auf 834 T€ (VJ 719 T€) gestiegen, was überwiegend auf erhöhte Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen zurückzuführen ist. Die Materialaufwendungen sind um 29,70 % auf 53.060 T€ (VJ 40.909 T€) gestiegen, was überwiegend auf gestiegene Bezugskosten zurückzuführen ist. Die Personalaufwendungen sind im Berichtsjahr um 21,34 % auf 9.631 T€ (VJ 7.937 T€) gestiegen. Diese Steigerung ist überwiegend auf hohe Tarifsteigerungen und erforderliche Neueinstellungen zurückzuführen, um den stetig wachsenden Herausforderungen gerecht zu werden. Die Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind um 6,90 % auf 3.130 T€ (VJ 2.928 T€) gestiegen. Diese Erhöhung ist das Resultat einer erhöhten Investitionsrate im Berichtsjahr und den Vorjahren. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 68,34 % auf 4.429 T€ (VJ 2.630 T€) gestiegen. Dies resultiert u.a. aus der Bildung von Drohverlustrückstellungen in den Bereichen Gas Vertrieb und Strom Vertrieb, sowie gestiegenen Softwarepflege- und Wartungsaufwendungen. Die Erträge aus Beteiligungen sind um 2.115,79 % auf 842 T€ (VJ 38 T€) gestiegen. Dies resultiert aus insgesamt gestiegenen Jahresüberschüssen der Beteiligungen der SWM GmbH, vordergründig der BMM GmbH & Co. KG. Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge sind im Berichtsjahr um 7,76 % auf 125 T€ (VJ 116 T€) gestiegen, da der volatile Zinsmarkt im gesamten leicht angestiegen ist. Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind um 16,48 % auf 629 T€ (VJ 540 T€) gestiegen, da die Kreditneuaufnahmen von steigenden Zinssätzen betroffen sind. Aufgrund des Jahresüberschusses sind die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um 83,93 % auf 1.282 T€ (VJ 697 T€) angestiegen. Die sonstigen Steuern sind um 2,44 % auf 160 T€ (VJ 164 T€) gesunken, dies ist hauptsächlich auf den geringeren Aufwand aus Energiesteuer für den Eigenverbrauch zurückzuführen. Die an die Stadt Mühlacker zu entrichtenden Konzessionsabgaben in Höhe von 1.162 T€ (VJ 1.135 T€) sowie an die Gemeinde Illingen zu entrichtenden Konzessionsabgaben in Höhe von 13 T€ (VJ 14 T€) wurden vollständig erwirtschaftet und abgeführt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Ertragslage im Berichtsjahr noch immer durch die Turbulenzen am Energiemarkt geprägt war. Das Geschäftsjahr ist in Summe erfreulich und liegt deutlich über dem Planwert. Finanzlage Nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt die Herkunft und Verwendung der Geldströme in den Geschäftsjahren 2022 und 2023:
Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023 beträgt -30 T€ (VJ -3.620 T€) und setzt sich aus liquiden Mitteln in Höhe von 4 T€ (VJ 11 T€) und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mühlacker aus einer gemeinsamen Kontoverwaltung von -34 T€ (VJ -3.631 T€) zusammen. Aufgrund der Eigenkapitaleinlage und des wirtschaftlich guten Jahresergebnisses, haben sich die Finanzmittel positiv entwickelt. Seit 1. Januar 2002 hat die Gesellschaft mit der Stadt Mühlacker eine Vereinbarung über die Führung einer Einheitskasse getroffen; das Unternehmen verfügt somit im Berichtsjahr über eine ausreichende Ausstattung an Liquidität. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Sämtliche Bankverbindlichkeiten sind durch die Stadt Mühlacker verbürgt bzw. durch Grundschuldeintragungen besichert. Vermögenslage Für die interne Steuerung wird ein Wirtschaftsplan verwendet, der vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres vom Aufsichtsrat zu genehmigen ist; dieser enthält einen Erfolgs-, Vermögens- und einen fünfjährigen Finanzplan sowie eine Stellenübersicht. Zusätzlich werden seit dem Geschäftsjahr 2021 unterjährig Quartalsberichte erstellt. Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,12 % auf 71.706 T€ (VJ 66.942 T€) und enthält die unterjährigen Veränderungen innerhalb der einzelnen Bilanzpositionen. Das Anlagevermögen stieg um 6,14 % auf 56.853 T€ (VJ 53.563 T€), worin sich die starke Investitionstätigkeit widerspiegelt. Die Anlagenintensität ist mit 79,29 % gegenüber dem Vorjahr (80,01 %) gesunken. Auch der Lagerbestand ist um 11,69 % auf 1.204 T€ (VJ 1.078 T€) gestiegen. Grund hierfür sind die gleichbleibend hohen Lieferzeiten und Preissteigerungen. Just-in-Time-Belieferungen sind in der Versorgungsbranche nicht machbar, weshalb einige Materialien bereits im Vorjahr eingelagert werden müssen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um 3,74 % auf 11.808 T€ (VJ 12.267 T€) gesunken. Dies resultiert überwiegend aus geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund einer unterjährigen Preissenkung. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten liegen mit 1.836 T€ (VJ 23 T€) 7.882,61 % über dem Vorjahreswert, da die Gesellschaft aufgrund der Energiekrise Vorauszahlungen bei der Energiebeschaffung hat leisten müssen. Das Eigenkapital ist im Berichtsjahr aufgrund des Jahresüberschusses und der Eigenkapitaleinlage um 16,16 % auf 18.935 T€ (VJ 16.301 T€) gestiegen. Die Eigenkapitalquote stieg ebenfalls auf 26,4 % (VJ 24,4 %) an. Die Sonderposten für Investitionszuschüsse sind, analog zu den Vorjahren, um 10,00 % auf 18 T€ (VJ 20 T€) gefallen. Die Rückstellungen sind um 71,48 % auf 7.535 T€ (VJ 4.394 T€) deutlich gestiegen. Grund hierfür sind u.a. Steuerrückstellungen, Rückstellungen für drohende Verluste sowie erhöhte Zuführungen für die Altersteilzeit und den Gasnetzrückbau. Im Gesamten sind die Verbindlichkeiten um 2,18 % auf 45.218 T€ (VJ 46.227 T€) gesunken. In den einzelnen Bilanzunterpositionen sind jedoch deutliche Abweichungen ersichtlich. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind leicht um 3,20 % auf 35.260 T€ (VJ 34.166 T€) gestiegen, da die Neuaufnahme von Darlehen größer war als die Tilgung. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen hingegen sind um 16,33 % auf 2.592 T€ (VJ 3.098 T€) und die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sogar um 100,00 % auf 0 T€ (VJ 2.965 T€) gesunken. Der Grund für die deutlich geringeren Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern ist der gesunkene Stand der Einheitskasse im Vergleich zum Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind erstmalig mit 1.000 T€ (VJ 0 T€) in der Bilanz, da noch eine Eigenkapitaleinlage für die BMM GmbH & Co. KG ausstehend ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind aufgrund deutlich gestiegener offener Bezugsrechnungen um 1.620,00 % auf 344 T€ (VJ 20 T€) gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind aufgrund von Verbindlichkeiten aus der Gaspreisbremse leicht um 0,74 % auf 6.022 T€ (VJ 5.978 T€) gestiegen. 3. Prognosebericht Der nachfolgende Bericht gibt die Prognosen der Stadtwerke Mühlacker GmbH hinsichtlich des künftigen Geschäftsverlaufs wieder und ist angelehnt an die zu erwartende Entwicklung der maßgeblichen volkswirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen. Er entspricht dem Kenntnisstand der Geschäftsführung zum Zeitpunkt der Berichterstellung, wohl wissend, dass die tatsächliche Entwicklung aufgrund des Eintretens von Risiken und Chancen, positiv wie negativ wesentlich von den Prognosen abweichen kann. Die Folgen des Russland-Ukraine-Kriegs und der geopolitischen Spannungen werden auch zukünftig eine wichtige Rolle spielen und erhebliche Auswirkungen auf verschiedene Aspekte der Geschäftstätigkeit der SWM GmbH haben. Eine derartige außergewöhnliche Situation führt zu Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklungen im energiewirtschaftlichen Marktumfeld. Mögliche Faktoren, wie Änderungen in gesetzlichen Regelungen und Umlagen, Insolvenzen von Kunden, ein geändertes Verbrauchsverhalten und andere unvorhersehbare Ereignisse, können einen erheblichen Einfluss auf den Geschäftsverlauf haben. Die Entwicklung der Energiepreise und des CO 2 -Emissionshandels bleibt aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Für das Jahr 2024 wird ein von Unsicherheit geprägter Seitwärtstrend am Energiemarkt erwartet. Allerdings ist die Nachhaltigkeit der Auswirkungen der extremen Preise schwer vorherzusehen und hängt maßgeblich von der Entwicklung der Wirtschaft und der Witterungsbedingungen ab. Die allgemeinen Geschehnisse werden den Geschäftsverlauf der SWM GmbH maßgeblich beeinflussen, ohne dass zum jetzigen Zeitpunkt eine verlässliche Aussage zum Umfang gemacht werden kann. Nach derzeitigem Stand sind 2024 Investitionen in Höhe von rund 10,80 Mio. € vorgesehen, hiervon sind u.a. 3,34 Mio. € für die Wasserversorgung und 2,39 Mio. € für die Stromversorgung vorgesehen. Sie sollen durch eine Kreditaufnahme von 4,25 Mio. € finanziert werden. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2024 wird aus heutiger Sicht im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Preissenkungen fallen. Der Wirtschaftsplan 2024 geht von einem Jahresüberschuss von 1,78 Mio. € aus. Eine fundierte Aussage zum Jahresergebnis des kommenden Geschäftsjahres ist zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nicht möglich. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Gesellschaft leicht unter den Planwerten aus dem Wirtschaftsplan liegen wird. Der Lagebericht enthält Aussagen zu den zu erwartenden gesamtwirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen sowie zum zukünftigen Unternehmensverlauf. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung zur Verfügung stehenden Informationen getroffen werden. Eine verlässliche Prognose lässt sich aus heutiger Sicht aufgrund von Ungewissheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen, regulatorischen, technischen und wettbewerbsbezogenen Entwicklungen jedoch nicht abgeben. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder zusätzliche Risiken eintreten, kann der tatsächliche Geschäftsverlauf von den derzeitigen Erwartungen abweichen. 4. Chancen- und Risikobericht In der Energiewirtschaft vollzieht sich seit Jahren ein fundamentaler Wandel - nach wie vor bestehen für die Branche insgesamt und für die SWM GmbH zahlreiche Unsicherheiten. Die Gesellschaft ist dementsprechend durch ihre geschäftlichen Aktivitäten einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die stets Bestandteil unternehmerischen Handelns sind. Dazu zählen die Umfeld- und Branchenrisiken, strategische Risiken, operative Risiken, technische Risiken, IT-Risiken, Personal- und Finanzrisiken. Die gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement wurden umgesetzt. Im Berichtsjahr wurde das Risikomanagement grundlegend überarbeitet, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Deshalb gab es im Berichtsjahr eine detaillierte Neuaufnahme aller bestehenden Risiken. Eine Risikoinventur, -analyse und -bewertung wird i. d. R. einmal jährlich durchgeführt. Darüber hinaus werden in den 14-tägig stattfindenden Risikomanagementsitzungen laufend Risikoaspekte erörtert und bewertet. Bei wesentlichen Risiken werden gegebenenfalls in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat Risikobewältigungsmaßnahmen ergriffen. Bei der Nachfrage der Strom- und Gasabsatzmengen wird die künftige konjunkturelle Entwicklung prognostiziert. Größere Energiemengen werden grundsätzlich im sogenannten "Back-to-Back-Verfahren" beschafft. Die Beschaffung erfolgt in solchen Fällen zeitnah mit dem Abschluss der Energielieferungsverträge. Bei den aktuell volatilen Marktpreisen spielt die Prognoseabweichung der Kundenverbräuche eine noch wichtigere Rolle und erhöht das Beschaffungsrisiko erheblich. Die Prognoseabweichungen können innerhalb eines Monats oder zwischen den Monaten auftreten und betreffen dementsprechend das Strukturierungsrisiko oder sie können die absolute Höhe der Verbräuche betreffen. Zur Streuung dieser Risiken wird sukzessive über die Zeit verteilt Energie eingekauft. In Zeiten der sinkenden Preise besteht das Risiko, dass die Kunden von günstigeren Anbietern abgeworben werden - diesem Risiko versucht die SWM GmbH mit ihrem Service entgegenzuwirken. Das Aufrechterhalten der Versorgungssicherheit besitzt für die Gesellschaft höchsten Stellenwert. Hohe Sicherheitsstandards minimieren die genannten Risiken, von der innerbetrieblichen Unterweisung in Arbeitssicherheitsmaßnahmen bis hin zu qualitativ hochwertigen Betriebsmitteln. Im Zuge des Russland-Ukraine-Kriegs wird die Gassituation regelmäßig beobachtet, um frühzeitig reagieren zu können. Neben der Versorgungssicherheit ist auch die Cybersicherheit ein wesentliches Thema der Gesellschaft, welches hohe Risiken auch für die Versorgungssicherheit mit sich bringt. Hierbei ist die Gesellschaft bestrebt, durch aktuellen Stand der Technik und diverse Vorsorgemaßnahmen, das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren. Die Entscheidungen über Sach- und Beteiligungsinvestitionen sind aufgrund der Höhe und der langfristigen Bindung des Kapitals mit gewissen Risiken und Chancen verbunden. Wesentliche Investitionen werden auf ihre Wirtschaftlichkeit hin überprüft. Es ist dennoch nicht auszuschließen, dass die Prognosen nicht in der erwarteten Höhe eintreten, sodass die Phase der Wirtschaftlichkeit mit Verspätung eintreten kann. Weiterhin tragen die defizitären Sparten Hallenbad und Stadtbus mit über 1,6 Mio. € in diesem Jahr zum Eigenkapitalverzehr bei. Wie sich die zukünftige Belastung aus der Breitbandversorgung entwickeln wird, bleibt weiterhin abzuwarten. Hierbei sind wir weiterhin bestrebt die Eigenkapitalausstattung zu erhöhen und in intensivem Austausch mit der Stadt Mühlacker, um zukünftig auch städtische Projekte vorantreiben zu können. Im Bereich Personal bringt der demographische Wandel in dieser Dekade spürbare Veränderungen mit sich. Ein Großteil der Belegschaft erreicht das Renteneintrittsalter, hierunter auch einige Führungskräfte. Hierbei besteht ein nennenswertes Risiko, dass Know-how verloren geht. Um dieses Risiko zu minimieren, bildet die SWM GmbH selbst in allen relevanten Bereichen aus und zieht potenzielle Führungskräfte frühzeitig heran. In der Zwischenzeit ist der Großteil der Nachfolge geregelt, sodass die Gesellschaft bestmöglich für die Zukunft gewappnet ist. Aufgrund des Einsatzes alternativer Energieerzeugungsanlagen, wie beispielsweise Wärmepumpen, aber auch durch eine immer bessere Gebäudeisolierung, sind in den Neubaugebieten kaum noch Deckungsbeiträge für den klassischen Energieträger Erdgas zu erzielen. Im Bereich des Wärmecontractings werden weiterhin Wachstumspotenziale bei größeren Wohneinheiten oder auch bei Quartierslösungen gesehen. Der Bereich der energienahen Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung zeigt neue interessante Marktpotenziale. Ebenso gibt es andere Geschäftsfelder, wie bspw. kommunale Dienstleistungen in den Bereichen Wasser und Bäder, welche weiterhin ausgebaut werden und für die Zukunft Chancen bringen können. Weiterhin besteht das Risiko, dass zukünftig neue Pandemien auftreten könnten, was möglicherweise zu erneuten Einschränkungen und einer Verringerung der Ergebnisse führen würde. Weitere Risiken ergeben sich durch die Auswirkungen der Regulierungen, aufgrund der dauerhaft zu überwachenden Eigenkapitalausstattung in den jeweiligen Netzen und durch mögliche, jedoch immer wieder vorkommende Forderungsausfälle. Aus heutiger Sicht bestehen aus Sicht der Gesellschaft und zusammengefasst jedoch keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens im Berichtsjahr gefährdet haben oder in absehbarer Zukunft gefährden werden.
Mühlacker, 4. September 2024 STADTWERKE MÜHLACKER GmbH Herr Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik Roland Jans, Geschäftsführer [1] https://www.destatis.de/EN/Press/2024/01/PE24_019_811.html Schlaglichter der Wirtschaftspolitik März 2024 (bmwk.de) Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de) arbeitsmarktbericht-dezember-2023_ba046387.pdf (arbeitsagentur.de) Jahresrückblick: Die Entwicklung des Arbeitsmarktes in 2023 (bildungsspiegel.de) Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 - Statistisches Bundesamt (destatis.de) BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Stadtwerke Mühlacker GmbH hat ihren Sitz in Mühlacker. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 510151 eingetragen. 2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet. Für die Bilanz wurde das Gliederungsschema des § 266 Abs. 2 und 3 HGB verwendet. Um die Branchenbesonderheiten von Versorgungsunternehmen zu berücksichtigen, wurde die Gliederung der Bilanz ferner nach § 265 Abs. 5 HGB erweitert. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die anfallende Strom- bzw. Energiesteuer wird als branchentypische Verbrauchssteuer offen von den Umsatzerlösen abgegrenzt. 3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend: Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Auf die eigenen Leistungen wurden angemessene Lohn- und Materialgemeinkostenzuschläge berechnet. Anlagenzugänge wurden im Geschäftsjahr linear abgeschrieben. Zugänge an beweglichen Anlagegütern wurden zeitanteilig abgeschrieben. Von 2011 bis 2018 wurden umfassende Leitungserneuerungen ab 100 Meter Länge aktiviert, da diese Leitungen nach der Erneuerung dieselben Nutzungsdauern wie erstmalig neuverlegte Leitungen haben. Ab dem Jahr 2019 wurden Leitungserneuerungen ab dem ersten Meter Länge und Hausanschlusssanierungen aktiviert. Die seit dem Geschäftsjahr 2003 vereinnahmten Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskostenbeiträge wurden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten aktivisch abgesetzt. Seit dem Geschäftsjahr 2023 wurden alle Sachanlagen im Bereich Gas Netz mit einer maximalen Nutzungsdauer bis zum Jahr 2045 angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert zwischen € 250,00 und € 1.000,00 wurden in einem Sammelposten zusammengefasst und anschließend über fünf Jahre aufgelöst. Zugänge von Anlagegütern mit einem Wert von bis zu € 249,99 wurden sofort als Aufwand gebucht. Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert ausgewiesen. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Einstandspreisen bewertet worden. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Ausfallrisiken durch angemessene Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Das allgemeine Kreditrisiko und die zu erwartende Inanspruchnahme von Skonti wurden durch Bildung einer pauschalen Wertberichtigung von 1,0 v. H. berücksichtigt. Die Überzahlungen aus der Endabrechnung von Energie- und Wasserlieferungen an Kunden wurden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die liquiden Mittel wurden mit ihrem Nominalwert angesetzt. Für Ausgaben, welche Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, ist ein entsprechender Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz gebildet worden. Die sonstigen Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken sowie ungewissen Verpflichtungen Rechnung. Sie sind nach § 253 HGB mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Für die Abzinsung der Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde der laufzeitadäquate Marktzins nach Maßgabe des Einzelbewertungsgrundsatzes für jede einzelne Rückstellung ermittelt. Für Verpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen wurden Rückstellungen nach versicherungsmathematischen Berechnungen unter Anwendung eines Zinsfußes von 1,07 v. H. und unter Annahme einer jährlichen Gehaltsanpassung von 3,00 v. H. gebildet. Sofern biometrische Einflussfaktoren zu berücksichtigen waren, wurden die Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. 4. Erläuterungen zur Bilanz 4.1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im beigefügten Anlagespiegel dargestellt. Die Stadtwerke Mühlacker GmbH ist an folgenden Gesellschaften zu mindestens 20,0 v. H. beteiligt:
4.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. 4.3. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen wurden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen von 28,78 % im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Die Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts. 4.4. Eigenkapital Das Eigenkapital der Gesellschaft ist im Geschäftsjahr 2023 um 2.634 T€ bzw. 16,20 % auf 18.935 T€ angestiegen. Der Anstieg resultiert aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in Höhe von 1.634 T€ und einer Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von 1.000 T€. Gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 9. November 2023 wurde der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von T€ 1.414 auf neue Rechnung vorgetragen. 4.5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4.6. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht, wobei die Vergleichszahlen des Vorjahres in Klammern gesetzt sind:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind größtenteils durch Ausfallbürgschaften der Stadt Mühlacker gesichert. Darüber hinaus bestehen Grundschulden in Höhe von 7.460 T€ zu Lasten verschiedener Gewerbegrundstücke. Die aus den Darlehensvereinbarungen resultierenden Zins- und Tilgungsabgrenzungen betragen im Jahr 2023 insgesamt 814 T€ (VJ 725 T€). Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von 425 T€ (VJ 3.984 T€) wurden mit Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von 819 T€ (VJ 1.019 T€) aufgerechnet, so dass in der Bilanz lediglich ein Forderungssaldo ausgewiesen ist. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.7. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden entsprechend der Definition des § 277 Abs.1 HGB in der Fassung des BilRUG erfasst. Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Geschäftsfeldern wie folgt auf:
4.8. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 115 T€ (VJ 270 T€), Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen 110 T€ (VJ 0 T€) und Erträge aus Ausgleichszahlungen für das Deutschland-Ticket und Jugendticket im ÖPNV in Höhe von 174 T€ (VJ 92 T€). In den periodenfremden Erträgen in Höhe von 132 T€ (VJ 141 T€) ist die Energiesteuerentlastung für den Brennstoffeinsatz in den BHKWs für 2022 enthalten, sowie ein Zuschuss für Beraterleistungen aus dem Graue-Flecken-Förderprogramm. 4.9. Abschreibungen auf Sach- und Finanzanlagen Die Abschreibungen auf Sachanlagen beinhalten planmäßige Abschreibungen in Höhe von 3.002 T€ (VJ 2.928 T€). Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen fielen im Geschäftsjahr nicht an. 4.10. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a. uneinbringliche Forderungen in Höhe von 126 T€ (VJ 35 T€), Versicherungsbeiträge in Höhe von 263 T€ (VJ 240 T€), Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von 296 T€ (VJ 319 T€), Softwarepflege- und Wartung in Höhe von 632 T€ (VJ 448 T€), Dienst- und Fremdleistungsaufwendungen in Höhe von 214 T€ (VJ 221 T€), Aufwand aus der Bildung von Rückstellungen für drohende Verluste 960 T€ (VJ 0 T€) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 91 T€ (VJ 64 T€). 4.11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Bürgschaftsprovisionen an die Stadt Mühlacker in Höhe von T€ 88 (VJ T€ 87) enthalten. 5. Sonstige Angaben 5.1. Bilanzierung schwebender Energiebeschaffungs- und Energieabsatzmengen In Anlehnung an den IDW RS ÖFA 3 "Besonderheiten bei der Bilanzierung von Energiebeschaffungs- und Energieabsatzverträgen in handelsrechtlichen Abschlüssen von Energieversorgungsunternehmen" (Stand 24.08.2015) wurden die zum Bilanzstichtag kontrahierten Beschaffungsgeschäfte und die Absatzgeschäfte nicht nach dem Einzelbewertungsgrundsatz (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB) sondern vielmehr unter Anwendung des § 252 Abs. 2 HGB zusammengefasst bewertet. Hierbei sind die Verpflichtungen aus Strom- und Gasbeschaffungsgeschäften und den vereinbarten bzw. mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Strom- und Gasabsatzgeschäften an Tarifvertragskunden für das Jahr 2024 im Rahmen eines Portfolio-Hedge bewertet worden. Bei den Sondervertragskunden erfolgte grundsätzlich eine Back-to-Back Bewertung. Abgesichert wird hierdurch das aus Marktpreisschwankungen resultierende Preisänderungsrisiko. Das Gesamtvolumen (Nominalwert in T€) der Verkaufsgeschäfte der durch diese zusammenfassende Bewertung abgesicherten Risiken ist in der folgenden Tabelle dargestellt.
Dadurch werden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 9.943 T€ im Strom und 10.717 T€ im Gas abgesichert. Sollte der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte des Saldierungsbereichs zum Stichtag negativ sein, so wird eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Für die Geschäftsjahre 2024 ff. wurden zum 31.12.2023 Rückstellungen für den Bereich Strom in Höhe von T€ 131 (VJ T€ 0) und für den Bereich Gas in Höhe von T€ 829 (VJ T€ 0) gebildet. 5.2. Haftungsverhältnisse Die Altersversorgung für die Angestellten der Stadtwerke Mühlacker GmbH ist gemäß Tarifvertrag über die Versorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe (VersTV-G) vom 6. März 1967, i. d. F. vom 15. September 1998, geregelt. Der Arbeitgeber verpflichtet sich nach § 3 VersTV-G, die den Voraussetzungen der Versicherungspflicht nach § 4 VersTV-G unterliegenden Mitarbeiter bei der Zusatzversorgungskasse des kommunalen Versorgungsverbandes Baden-Württemberg (ZVK) zu versichern. Die Versorgungszusage ist entsprechend der Satzung der ZVK ausgestaltet. Nach Auffassung des Hauptfachausschusses (HFA) des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) sind die subsidiären Versorgungsverpflichtungen gegenüber den Angestellten und deren Hinterbliebenen sowohl im Falle bereits laufender Rentenzahlungen durch die Versorgungskasse als auch bei Versorgungszusagen seitens der Stadtwerke Mühlacker GmbH als öffentlichem Arbeitgeber zu bewerten. Demnach besteht unter den sonstigen Voraussetzungen eine Anhangsangabeverpflichtung nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB, da die Stadtwerke Mühlacker GmbH von dem Passivierungswahlrecht des Art. 28 Abs. 1 EGHGB nicht Gebrauch machen. Nachfolgende Betragsangaben dienen, in Anlehnung an die seitens des HFA geforderten Angaben, der Information über Art und Umfang der aus der Zusatzversorgung resultierenden mittelbaren Pensionsverpflichtungen im Zuge der Subsidiärhaftung. Die Versorgungsverpflichtungen der ZVK für aktive und ehemalige Mitarbeiter der Stadtwerke Mühlacker GmbH wurden nicht auf Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Die nachfolgenden Daten müssen bei der Berechnung der Versorgungsverpflichtungen berücksichtigt werden: Der seitens der ZVK angewandte Umlagesatz für 2023 betrug 6,30 v. H. Dieser teilt sich in einen Arbeitgeberanteil von 5,75 v. H. und einen Arbeitnehmeranteil von 0,55 v. H. Des Weiteren wird ein Sanierungsgeld in Höhe von 2,6 v. H. sowie ein Zusatzbeitrag in Höhe von 0,54 v. H. erhoben. Im Jahr 2023 betrugen die umlagepflichtigen Löhne und Gehälter T€ 5.987. Die Zahl der anspruchsberechtigten Arbeitnehmer beträgt insgesamt 142 Personen. Weitere Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht. 5.3. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind und zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. 5.4. Geschäftsführer Als Geschäftsführer ist Herr Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik Roland Jans, Mühlacker bestellt. Auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers nach § 285 S. 1 Nr. 9 b HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5.5. Mitglieder des Aufsichtsrats
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 23 (VJ T€ 23). 5.6. Belegschaft Der durchschnittliche Personalstand betrug 80 (VJ 69) Angestellte und 47 (VJ 43) Arbeiter. Zum 31. Dezember 2023 waren inklusive Geschäftsführer, Auszubildende und Teilzeitkräfte 127 (VJ 116) Mitarbeiter beschäftigt. 5.7. Honorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 beträgt T€ 70 (VJ T€ 85), davon entfallen auf: a. die Abschlussprüferleistungen T€ 42 (VJ T€ 40). b. andere Beratungsleistungen T€ 22 (VJ T€ 40). c. Steuerberatungsleistungen T€ 6 (VJ T€ 5). 5.8. Vorgänge von besonderer Bedeutung Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Lage der Gesellschaft für das Berichtsjahr haben, sind uns nicht bekannt. 5.9. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von € 1.633.846,06 in die Gewinnrücklage einzustellen.
Mühlacker, 04. September 2024 STADTWERKE MÜHLACKER GmbH Herr Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik Roland Jans, Geschäftsführer Entwicklung des Anlagevermögens im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Anschaffungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
Bilanz für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung zum 31.12.2023
Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Anlagevermögens für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Anschaffungskosten (1/2)
Anschaffungskosten (2/2)
Abschreibungen (1/2)
Abschreibungen (2/2)
Buchwerte
Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine AngabenDie Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des EnWG nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Die Bilanz wurde nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Ein Tätigkeitsabschluss für die Entwicklung, Verwaltung oder den Betrieb von Ladepunkten für Elektromobile gemäß § 6b Abs. 3 Satz 6 EnWG wurde nicht aufgestellt, da nach Auffassung der Gesellschaft der Adressat von § 7 c Abs.1 EnWG die Marktrolle Netzbetreiber und nicht das Unternehmen als Ganzes ist. Da die Aktivität nicht bei der Marktrolle Netzbetreiber zugeordnet ist, entfällt die buchhalterische Entflechtung und es muss kein Tätigkeitsabschluss aufgestellt werden. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung entsprechen den für den Jahresabschluss des Gesamtunternehmens angewandten Methoden. Daher verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang des Jahresabschlusses. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1. AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens der Tätigkeit Elektrizitätsverteilung ist in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 3.2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 1.341 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter wurden im Berichtsjahr mit den Forderungen saldiert. 3.3. Aktive RechnungsabgrenzungspostenIn den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von 0 T€ enthalten. 3.4. EigenkapitalDie durch die Aufteilung der Bilanzpositionen entstandenen Kapitalausgleichsposten sind dem Eigenkapital zugeordnet. 3.5. Empfangene ErtragszuschüsseDie ab 1. Januar 2003 zugegangenen Baukostenzuschüsse werden aktivisch von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Anlagengüter abgesetzt. 3.6. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 621 T€. Zudem wurde eine Rückstellung wegen Ausgleichsverpflichtungen aus den EEG-Einspeisevergütungen 2023 gegenüber der TransnetBW GmbH in Höhe von 15 T€ gebildet sowie eine Rückstellung für Mehr-Mindermengen in Höhe von 370 T€. Für das Regulierungskonto Strom zum Stand 2023 ist eine Rückstellung in Höhe von 268 T€ enthalten. 3.7. VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht, wobei die Vergleichszahlen des Vorjahres in Klammern gesetzt sind:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind größtenteils durch Ausfallbürgschaften der Stadt Mühlacker gesichert. 4. Angaben über die Zuordnungsregeln4.1. Interne Rechnungslegung und KontenführungIn unserer internen Rechnungslegung führen wir jeweils getrennte Konten für die nachfolgenden Tätigkeiten: Elektrizitätsverteilung, andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors, Gasverteilung, andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors und für die übrigen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Im Folgenden werden diese Tätigkeiten als Sparten bezeichnet. Neben den Sparten die nicht weiter anhand von Schlüsselungen umgelegt werden wie z. B. Elektrizitätsverteilung, sind folgende allgemeine Sparten vorhanden: • Verwaltung allgemein • Sektor Elektrizität allgemein • Sektor Gas allgemein Während der unterjährigen Bebuchung der Konten werden sämtliche Geschäftsvorfälle, die nicht direkt oder nur mit unvertretbarem Aufwand einer Sparte zugeordnet werden können, auf eine dieser allgemeinen Sparten gebucht. Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung werden dann die Salden der allgemeinen Sparten über eine zweistufige Schlüsselung verteilt. Dabei wurden folgende Schlüssel verwendet: • Anlagevermögen der Sparten, • Umsätze der Sparten, • Personalaufwand der Sparten, • Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen der Sparten und • allgemeiner GuV-Schlüssel. Grundlage der Schlüssel bilden die Beträge der bereits direkt zugeordneten Vermögensgegenstände und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres. Die 1. Schlüsselungsstufe verteilt die nicht direkt zuordenbaren Beträge auf die jeweiligen Sektoren. In der 2. Stufe werden dann die Sektoren Elektrizität und Gas nochmals in jeweils Verteilung und andere Tätigkeiten innerhalb des Sektors geschlüsselt. Der allgemeine GuV-Schlüssel stellt einen Mischschlüssel dar, in dem die Verteilverhältnisse von Anlagevermögen, Personalaufwand und Umsatzerlösen berücksichtigt werden. Wie im Vorjahr erfolgt die Schlüsselung der Bilanz über die jeweiligen Konten, während bei der Gewinn- und Verlustrechnung die Schlüssel auf die Kostenstellen angewendet werden. 4.2 Verwendung von Schlüsseln in der Bilanz In der Bilanz wurden insbesondere folgende Positionen mit Hilfe von Schlüsseln verteilt: • Allgemeines Anlagevermögen • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen • Forderungen gegen Gesellschafter • Forderungen gegen verbundene Unternehmen • Sonstige Vermögensgegenstände • Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten • Steuerrückstellungen • Sonstige Rückstellungen • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen • Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter • Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen • Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsergebnis besteht • Sonstige Verbindlichkeiten 4.3. Verwendung von Schlüsseln in der Gewinn- und Verlustrechnung Im Gegensatz zur Bilanz werden in der Gewinn- und Verlustrechnung die Schlüssel auf die Kostenstellen angewendet. Insbesondere wurden auf diese Weise folgende Kostenstellen verteilt: • Andere aktivierte Eigenleistungen • Kaufmännische Verwaltung • Controlling • Fuhrpark 4.4. Verwendung von Schlüsseln im Einzelnen Das Anlagevermögen und die Vorräte werden getrennt für die einzelnen Bereiche geführt und direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet. Soweit Vermögensgegenstände für gemeinsame Tätigkeiten genutzt werden, werden die Anlagen per Anlagenschlüssel aufgeteilt. Das Anlagevermögen verteilt sich größtenteils auf die Netze, wobei 32,53 v. H. auf das Stromnetz und 20,15 v. H. auf das Gasnetz entfällt. Die Forderungen werden soweit möglich direkt und ansonsten nach dem Umsatzerlösschlüssel aufgeteilt. Die Forderungen sind zu 18,68 v. H. dem Stromnetz und zu 7,34 v. H. dem Gasnetz zuzuordnen. Die Rückstellungen werden z. T. direkt, personenbezogene Rückstellungen werden nach dem Personalkostenschlüssel (34,59 v. H. auf das Stromnetz und 22,19 v. H. auf das Gasnetz) auf die Sparten verrechnet. Für die Zuordnung der anderen Verbindlichkeiten wird das Verhältnis der Umsatzerlöse bzw. Aufwendungen für Material und bezogene Leistung (16,84 v. H. auf das Stromnetz und 4,64 v. H. auf das Gasnetz) zugrunde gelegt. Die nicht direkt zuordenbaren Erträge und Aufwendungen werden anhand des allgemeinen GuV-Schlüssels (22,69 v. H. auf das Stromnetz und 12,11 v. H. auf das Gasnetz) verteilt. Die Zinsaufwendungen werden entsprechend der Zuordnung der einzelnen Darlehen verteilt. Die angefallenen Ertragssteuern und ggf. Steuerrückstellungen werden entsprechend dem Ergebnis vor Steuern auf die einzelnen Sparten verteilt. Die Geschäftsvorfälle des Tätigkeitsbereichs Messstellenbetrieb werden überwiegend direkt zugeordnet, der Anteil der geschlüsselten Positionen ist vernachlässigbar. 5. Sonstige Angaben 5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Zum Stichtag bestanden keine die Elektrizitätsverteilung betreffenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen. 5.2. Haftungsverhältnisse Hinsichtlich der Haftungsverhältnisse für Verpflichtungen aus Altersvorsorgevereinbarungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang für das Gesamtunternehmen. Weitere Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht. Bilanz für den Tätigkeitsbereich Gasverteilung zum 31.12.2023
Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Gasverteilung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Anlagevermögens für den Tätigkeitsbereich Gasverteilung im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Anschaffungskosten (1/2)
Anschaffungskosten (2/2)
Abschreibungen
Buchwerte
Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Gasverteilung für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine AngabenDie Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Gasverteilung wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des EnWG nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Die Bilanz wurde nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Gasverteilung entsprechen den für den Jahresabschluss des Gesamtunternehmens angewandten Methoden. Daher verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang des Jahresabschlusses. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1. AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens der Tätigkeit Gasverteilung ist in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 3.2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 1.571 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter wurden im Berichtsjahr mit den Forderungen saldiert. 3.3. Aktive RechnungsabgrenzungspostenIn den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Disagio von 0 T€ enthalten. 3.4. EigenkapitalDie durch die Aufteilung der Bilanzpositionen entstandenen Kapitalausgleichsposten sind dem Eigenkapital zugeordnet. 3.5. InvestitionszuschüsseDie Investitionszuschüsse für die Herstellung einer Hochdruckleitung für die Enzkreis-Kliniken wird entsprechend dem Abschreibungsverlauf aufgelöst. 3.6. Empfangene ErtragszuschüsseDie ab 1. Januar 2003 zugegangenen Baukostenzuschüsse werden aktivisch von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Anlagengüter abgesetzt. 3.7. Sonstige RückstellungenIn den sonstigen Rückstellungen sind 933 T€ für Mehr-/Mindermengenabrechnung und 664 T€ für Gasnetzrückbau enthalten. Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich betragen insgesamt 314 T€. Die Rückstellung für das Regulierungskonto Gas wurde in 2023 vollständig verbraucht. 3.8. VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind größtenteils durch Ausfallbürgschaften der Stadt Mühlacker gesichert. 4. Angaben über die ZuordnungsregelnHinsichtlich der Zuordnungsregeln verweisen wir auf unsere Ausführungen in der Anlage zum Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung. 5. Sonstige Angaben 5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Zum Stichtag bestanden keine die Gasverteilung betreffenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen. 5.2. Haftungsverhältnisse Hinsichtlich der Haftungsverhältnisse für Verpflichtungen aus Altersvorsorgevereinbarungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang für das Gesamtunternehmen. Weitere Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht. Bilanz für den Tätigkeitsbereich Messstellenbetrieb Strom zum 31. Dezember 2023
Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Messstellenbetrieb Strom für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Entwicklung des Anlagevermögens für den Tätigkeitsbereich Messstellenbetrieb Strom im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Anschaffungskosten (1/2)
Anschaffungskosten (2/2)
Abschreibungen (1/2)
Abschreibungen (2/2)
Buchwerte
Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Messstellenbetrieb Strom für das Geschäftsjahr 20231. Allgemeine AngabenDie Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Messstellenbetrieb Strom wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes sowie des EnWG nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Die Bilanz wurde nach dem Gliederungsschema des § 266 HGB erstellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 2. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung für den Tätigkeitsbereich Messstellenbetrieb Strom entsprechen den für den Jahresabschluss des Gesamtunternehmens angewandten Methoden. Daher verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang des Jahresabschlusses. 3. Erläuterungen zur Bilanz3.1. AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens der Tätigkeit Messstellenbetrieb Strom ist in dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt. 3.2. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf 6 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter wurden im Berichtsjahr mit den Forderungen saldiert. 3.3. Aktive RechnungsabgrenzungspostenIn den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten ist kein Disagio enthalten. 3.4. EigenkapitalDie durch die Aufteilung der Bilanzpositionen entstandenen Kapitalausgleichsposten sind dem Eigenkapital zugeordnet. 3.5. Sonstige RückstellungenEs bestehen sonstige Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 5 T€. 3.6. VerbindlichkeitenDie Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus der folgenden Übersicht:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie die langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind größtenteils durch Ausfallbürgschaften der Stadt Mühlacker gesichert. 4. Angaben über die ZuordnungsregelnHinsichtlich der Zuordnungsregeln verweisen wir auf unsere Ausführungen in der Anlage zum Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung. 5. Sonstige Angaben 5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Zum Stichtag bestanden keine den Messstellenbetrieb Strom betreffenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen. 5.2. Haftungsverhältnisse Hinsichtlich der Haftungsverhältnisse für Verpflichtungen aus Altersvorsorgevereinbarungen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Anhang für das Gesamtunternehmen. Weitere Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht. Feststellung des JahresabschlussesAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 06.11.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Stadtwerke Mühlacker GmbH, Mühlacker VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Mühlacker GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Mühlacker GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6B ABS. 3 ENWG UND § 3 ABS. 4 SATZ 2 MSBG Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und Messstellenbetrieb nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft. • Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten. • Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, • ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und • ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen. Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
München, 4. September 2024 BBH
AG
Dr. Martin Karl, Wirtschaftsprüfer Jürgen Gold, Wirtschaftsprüfer |
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