Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 340308
Eingetragen
6.10.1977
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenGroßhandel mit Werkzeugmaschinen
Gegenstand
die Führung einer Maschinen- und Metallwarenfabrik einschließlich Produktion und Handel mit Maschinen und Metallwaren.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcel Hoffmann
seit 16.2.2021
Prokura
Sebastian Maier
seit 20.2.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
52.24%
47.76%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Sebastian Maier
Ziegelgasse 13, 74889 Sinsheim
350.000 DM
52.24%
Norbert Maier
Schillerstraße 15, 74889 Sinsheim
320.000 DM
47.76%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Karl Maier GmbH

Sinsheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Firma Karl Maier GmbH ist ein mittelständisches Unternehmen. Die Geschäftstätigkeit umfasst Leistungen im Bereich der Blech- und Metallverarbeitung, Schweiß-, Fräs- und Oberflächentechnik sowie die Veredelung und Montage. Die Kunden der Karl Maier GmbH haben Ihren Sitz überwiegend im Rhein-Neckar-Kreis.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach ersten Berechnungen des statistischen Bundesamtes verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt einen Anstieg in 2022 um 1,8%. Nach der Corona-Krise und dem wirtschaftlichen Einbruch im Jahr 2020 erhoffte sich die deutsche Wirtschaft eine Regeneration in den Folgejahren. Durch den Krieg in der Ukraine den steigenden Energiepreisen und der Rekordinflation fiel die ökonomische Regeneration im Jahr 2022 jedoch geringer aus.

Mit Blick auf die Vergangenheit lässt sich festhalten, dass die Umsätze der deutschen Metallindustrie jährlich sehr stark schwanken. Gegenüber dem Vorjahr 2021 war wieder eine Steigerung in der deutschen Metallindustrie von rd. 22,3% zu verzeichnen.

Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/237217/umfrage/umsatz-der-metallindustrie-in-deutschland/

2.2. Geschäftsverlauf

Die Gesamtleistung der Karl Maier GmbH lag in 2022 bei TEUR14.111 gegenüber TEUR 11.861 in 2021.

Der Jahresüberschuss beträgt TEUR 1.009 (Vorjahr: TEUR 660). Die Planerwartungen wurden damit übertroffen.

Hauptumsatzträger sind neben der Blechverarbeitung die klassischen Stahlkonstruktionen sowie die Komplettierung von Greiferschaufeln für einen namhaften Baggerhersteller.

Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir mit dieser Entwicklung zufrieden. Unser Hauptaugenmerk liegt nach wie vor auf einem qualitativen Wachstum.

2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1. Ertragslage

2022 2021
TEUR % TEUR %
Gesamtleistung 14.111 100,0 11.862 100,0
Materialaufwand -7.732 -54,8 -6.551 -55,2
Rohertrag 6.379 45,2 5.311 44,8
Personalaufwand -3.198 -22,7 -2.997 -25,3
Deckungsbeitrag 3.181 22,5 2.314 19,5
Jahresergebnis 1.009 7,2 660 5,6

2.3.2. Vermögens- und Finanzlage

2022 2021
TEUR % TEUR %
Bilanzsumme 9.046 100,0 7.460 100,0
Eigenkapital 5.778 63,9 4.769 63,9
Rückstellungen 866 9,6 667 8,9
Anlagevermögen 3.861 42,7 2502 33,5
Vorräte 1.928 21,3 1.500 20,1

Das Eigenkapital der Gesellschaft hat sich um den Jahresüberschuss 2022 (TEUR1.009) auf TEUR 5.778 erhöht. Eine Gewinnausschüttung erfolgte nicht. Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 weist die Gesellschaft damit eine Eigenkapitalquote von 60,9% (Vorjahr: 60,3 %) aus.

Die Verbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2022 von TEUR 1.175 um TEUR551 auf TEUR 1.726 erhöht; dies entspricht 19,0% der Bilanzsumme.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Geschäftsjahr 2022 von TEUR 849 um TEUR 173 auf TEUR 676 vermindert; dies entspricht 7,5 % der Bilanzsumme.

Der Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beläuft sich im Geschäftsjahr 2022 auf TEUR 1.350 (Vorjahr: TEUR 1.006).

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2022 wurden Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Gesamtumfang von TEUR 1.640 getätigt.

Liquidität

Das operative Geschäft wird überwiegend eigenfinanziert. Die Liquidität der Gesellschaft war im Berichtszeitraum sehr gut. Zum Bilanzstichtag belaufen sich die Liquiden Mittel auf TEUR 1.590 (Vorjahr: TEUR 1.047).

2.3.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind der erzielte Rohertrag, der Deckungsbeitrag und die EBIT-Rendite.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1. Prognosebericht

Unternehmen in der Metallindustrie stehen aufgrund verschiedener Kostenbelastungen unter Druck. Obwohl sich die Situation an den Strommärkten entspannt hat, empfinden viele Unternehmen die Strompreise immer noch als zu hoch. Darüber hinaus betrachten etwa 59% der Unternehmen die Energiekosten als Risiko für ihre wirtschaftliche Entwicklung. Ein weiterer Kostenfaktor sind die hohen Arbeitskosten, die von 62 % der Unternehmen als Geschäftsrisiko eingestuft werden. Infolgedessen erreicht die Ertragslage der Unternehmen derzeit einen Tiefpunkt, wobei jedes dritte Unternehmen eine schlechte Ertragslage meldet.

Quelle: https://www.ihk.de/stuttgart/serviceleiste/konjunktur/branchen/industrie-4667670

Im Geschäftsjahr 2023 hat die Gesellschaft Umsatzerlöse in Höhe von EUR 11,5 Mio. und ein vorläufiges positives Jahresergebnis von über einer Million EUR realisiert. Im laufenden Jahr 2024 wird bei einem Umsatz von EUR 9,0 Mio. nur noch mit einem leicht positiven Ergebnis gerechnet.

3.2. Risiko- und Chancenbericht

Für die internen und externen Geschäftsrisiken hat die Gesellschaft - soweit diese Risiken durch Präventivmaßnahmen gesteuert werden können - in angemessenem Umfang Vorsorgemaßnahmen (Versicherungsschutz, bilanzielle Risikovorsorgen, interne Qualitätssicherungsmaßnahmen und Kontrollsysteme) getroffen.

Das interne Berichtswesen ermöglicht es der Geschäftsführung durch die Überwachung wesentlicher externer, marktbezogener Kennzahlen sowie interner, unternehmensbezogener Auswertungen (Auftragsdaten, Kosten- und Qualitätskontrollen, monatliche Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz,) zeitnah über die Unternehmensentwicklung informiert zu sein.

Der Kostendruck ist nach wie vor sehr hoch. Die kostenoptimierte Finanzierung des Projektgeschäftes hat deshalb unverändert höchste Priorität.

Wie bereits in den Vorjahren steht daneben die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter als ein weiteres wichtiges Thema im Fokus der Geschäftsleitung.

Allen erkennbaren Risiken wurde in ausreichendem Maße durch die Bildung von entsprechenden Rückstellungen Rechnung getragen.

 

Sinsheim, 24.09.2024

Karl Maier GmbH

Die Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 3.861.179,38 2.501.666,95
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 78.704,00 50.681,00
1. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 78.704,00 50.681,00
II. Sachanlagen 3.074.205,00 1.844.919,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 251,00 458,00
2. technische Anlagen und Maschinen 2.523.376,00 1.678.519,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 283.278,00 165.942,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 267.300,00 0,00
III. Finanzanlagen 708.270,38 606.066,95
1. Sonstige Finanzanlagen 708.270,38 606.066,95
B. Umlaufvermögen 5.113.301,96 4.795.512,78
I. Vorräte 1.928.041,35 1.499.984,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.595.408,84 2.248.579,37
1. sonstige Vermögensgegenstände 1.595.408,84 2.248.579,37
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 19.398,32 24.202,91
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.589.851,77 1.046.948,71
C. Rechnungsabgrenzungsposten 34.572,29 16.640,11
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 36.922,51 146.459,30
Summe Aktiva 9.045.976,14 7.460.279,14

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Gezeichnetes Kapital 178.952,16 178.952,16
B. Bilanzgewinn 5.598.910,06 4.589.940,04
C. Rückstellungen 866.351,03 666.545,03
D. Verbindlichkeiten 2.401.762,89 2.024.841,91
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 676.273,00 849.393,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.725.489,89 1.175.448,91
davon aus Steuern 60.556,69 192.408,67
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.656,71 23.544,01
Summe Passiva 9.045.976,14 7.460.279,14

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Rohergebnis 6.547.733,33 5.463.117,37
2. Personalaufwand 3.198.442,99 2.997.156,78
a) Löhne und Gehälter 2.628.916,15 2.442.206,55
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 569.526,84 554.950,23
davon Aufwendungen für Altersversorgung -1.658,67 11.044,90
3. Abschreibungen 340.533,07 345.914,98
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 340.533,07 345.914,98
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.553.543,97 1.177.568,01
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6.584,98 58,20
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 372,52 446,89
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.631,57 18.995,76
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 423.028,30 252.773,27
9. Ergebnis nach Steuern 1.020.510,93 671.213,66
10. sonstige Steuern 11.540,91 10.809,70
Jahresüberschuss 1.008.970,02 660.403,96

Ergebnisverwendung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.589.940,04 3.929.536,08
2. Bilanzgewinn 5.598.910,06 4.589.940,04

Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die Karl Maier GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter HRB 340308 eingetragen und hat ihren Firmensitz Am Leitzelbach 2 in 74889 Sinsheim.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH Gesetzes beachtet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) und bei der Offenlegung (§ 326 HGB bzw. § 327 HGB) des Jahresabschlusses werden in Anspruch genommen.

I. Gliederungsgrundsätze / Darstellungsstetigkeit

Von der Darstellungsstetigkeit wurde gegenüber dem Vorjahr aus folgenden Gründen abgewichen:

Einordnung des Unternehmens in eine andere Größenklasse

II. Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen, Grundstücksrechte nicht mit Grundstückslasten verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals, sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet. Haftungsverhältnisse i.S. von § 251 HGB sind ggf. nachfolgend gesondert angegeben.

III. Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Einzelne Positionen wurden wie folgt bewertet:

1. Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

2. Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes.

Bei Gebäuden wurden die Abschreibungen nach steuerrechtlichen Vorschriften vorgenommen.

Die Abschreibungen wurden beim beweglichen Anlagevermögen gemäß §7Abs.1EStG nach der linearen Methode vorgenommen.

3. Finanzanlagen

Beteiligungen wurden zu den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden zu den Anschaffungskosten angesetzt.

4. Vorräte

Die Vorräte wurden zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und sofern ein entsprechender Sachverhalt vorlag, auf den niedrigeren Börsen- und Marktpreis am Abschlussstichtag abgeschrieben. Soweit ein Börsen- oder Marktpreis nicht feststellbar war, wurden sie auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

5. Ford. aus Lieferungen u. Leistungen u. sonst. Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

6. Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die bis zum Bilanzstichtag noch nicht veranlagten Steuern.

7. Pensionsrückstellungen

Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischer Methode nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf Basis eines Zinsfußes von 6% bilanziert. Ein versicherungsmathematisches Gutachten liegt vor.

8. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, wurden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

9. Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß § 274 HGB nach dem bilanzorientierten temporary-Konzept ermittelt. Aktive latente Steuern werden mit passiven latenten Steuern verrechnet. Bei nach Verrechnung verbleibenden aktiven latenten Steuern wird vom Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern (§ 274 Abs. 1 Satz 2 HGB) kein Gebrauch gemacht. Die Bewertung latenter Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz (zum 31.12.2023: rd. 29 %).

B. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

I. Aktivposten

Die Entwicklung und Gliederung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind aus dem Anlagenspiegel ersichtlich; ebenso die Abschreibungen des Geschäftsjahres.

Bei der Ermittlung der Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen berücksichtigt.

In die Herstellungskosten von Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens wurden keine Fremdkapitalzinsen einbezogen.

II. Rückstellungen

Pensionsverpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischer Methode nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt.

Zur Ermittlung der Verpflichtungen werden die Sterbetafeln nach Prof. Dr. Klaus Heubeck (Richttafeln 2018 G) zugrunde gelegt. Die Rückstellungen werden pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz von 1,78 % abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 10 Jahren ergibt und der von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird.

Für sämtliche Pensionsverpflichtungen sind Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die an die Berechtigten verpfändet sind. Die Pensionsverpflichtungen wurden deshalb mit dem Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB verrechnet und in der Bilanz gesondert als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt die in der Bilanz verrechneten Beträge:

EUR
Zeitwerte Rückdeckungsversicherungen 467.550,51
Pensionsrückstellungen -430.628,00
Differenz 36.922,51

Der ermittelte Unterschiedsbetrag zwischen der Bewertung der Penionsverpflichtung nach § 253 (2) HGB und der Bewertung nach § 253 (6) HGB stellt sich wie folgt dar:

Erfüllungsbetrag 10-Jahresdurchschnitt 430.628,00 Euro
Erfüllungsbetrag 7-Jahresdurchschnitt 443.196,00 Euro
Unterschiedsbetrag § 253 (6) HGB 12.568,00 Euro

Die Differenz zu dem auf Basis des 10-Jahres-Durchschnittszinssatzes ermittelten Erfüllungsbetrag in Höhe von EUR 12.568,00 bleibt ausschüttungsgesperrt.

Das Deckungsvermögen (Rückdeckungsversicherungen) ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB.

Der Zinsanteil aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 8 wird unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen.

II. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betragen EUR 0,00.

III. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse i.S. des §251HGB.

C. Ergänzende Angaben

Der Jahresbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, beläuft sich auf EUR 212.520,00.

I. Angaben über Mitglieder der Unternehmensorgane

Geschäftsführer

Familienname Vorname Funktion Vertretungsbefugnis
Maier Sebastian Geschäftsführer Einzelvertretung

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

II. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 54 Arbeitnehmer beschäftigt.

D. Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, das Ergebnis

Gewinnvortrag EUR 4.589.940,04
Jahresüberschuss EUR 1.008.970,02
Bilanzgewinn EUR 5.598.910,06

wie folgt zu verwenden:

Vortrag auf neue Rechnungen EUR 5.598.910,06

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung der von der Geschäftsführung vorgeschlagenen Gewinnverwendung aufgestellt.

Haftungsverhältnisse

Am Abschlussstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse i.S. des §251HGB.

F. Anlagenspiegel

Karl Maier GmbH, Sinsheim

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022

Anschaffungs-/ Herstellungskosten
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 382.482,22 44.399,88 0,00 426.882,10
382.482,22 44.399,88 0,00 426.882,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 12.263,96 0,00 0,00 12.263,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.172.021,17 1.087.941,79 888,89 6.259.074,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 981.430,16 240.818,32 64.459,12 1.157.789,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 267.300,00 0,00 267.300,00
6.165.715,29 1.596.060,11 65.348,01 7.429.127,39
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 605.078,95 200.001,00 97.797,57 707.282,38
2. Genossenschaftsanteile 988,00 0,00 0,00 988,00
606.066,95 200.001,00 97.797,57 708.270,38
7.154.264,46 1.840.460,99 163.145,58 8.564.279,87
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022
EUR
Abschreibungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 331.801,22 16.376,88 0,00 348.178,10
331.801,22 16.376,88 0,00 348.178,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.805,96 207,00 0,00 12.012,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.493.502,17 242.195,90 0,00 3.735.698,07
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 815.488,16 81.753,29 22.730,09 874.511,36
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
4.320.796,29 324.156,19 22.730,09 4.622.222,39
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
4.652.597,51 340.533,07 22.730,09 4.970.400,49
Buchwerte
31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 78.704,00 50.681,00
78.704,00 50.681,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 251,00 458,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.523.376,00 1.678.519,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 283.278,00 165.942,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 267.300,00 0,00
3.074.205,00 1.844.919,00
III. Finanzanlagen
1. Wertpapiere des Anlagevermögens 707.282,38 605.078,95
2. Genossenschaftsanteile 988,00 988,00
708.270,38 606.066,95
3.861.179,38 2.501.666,95

sonstige Berichtsbestandteile

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 02.10.2024 wird der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 genehmigt und festgestellt. Den Geschäftsführern wurde Entlastung erteilt.

 

Sinsheim, den 02.10.2024

gez. Sebastian Maier, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Karl Maier GmbH, Sinsheim

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der Karl Maier GmbH, Sinsheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Karl Maier GmbH, Sinsheim, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht

Das Vorhandensein der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von TEUR 1.928 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir an der durchgeführten Inventur der Vorratsbestände zum Bilanzstichtag aufgrund einer späteren Auftragserteilung nicht beobachtend teilnehmen und auch durch alternative Prüfungshandlungen keine ausreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen konnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, 24.09.2024

MENOLD BEZLER GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 2.10.2024.

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