mbw Rheinmünster GmbH
Selbe AdresseBearbeitung und Veredlung von Kunststoffwaren
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Vanessa Schmidt seit 27.2.2015 | Geschäftsführer |
Alexander Pereira Da Silva seit 3.6.2008 | Geschäftsführer |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
mbw GmbH metallveredelungRheinmünsterJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht zum 31.12.20221. Grundlagen des Unternehmens Die mbw GmbH metallveredelung ist heute einer der führenden Anbieter im Bereich der Oberflächenbeschichtung. Seit über 30 Jahren ist mbw als zuverlässiger Partner für nationale und internationale renommierte Kunden aus der Automobilbranche, der Bau- und Beschlagsindustrie, Maschinenbau, Elektroindustrie, Windkraft sowie zahlreichen anderen Industriebranchen, tätig. Die Automobilindustrie ist weiterhin der größte Abnehmermarkt mit mehr als 50 % des Umsatzes der mbw GmbH metallveredelung. Dennoch konnten erfolgreich neue Abnehmer in anderen Industriezweigen gewonnen werden. Verschiedene strategische Beschichtungssysteme stellen die Kernkompetenz in der wichtigen Schlüsseltechnologie industrieller Wertschöpfung dar, welche permanent weiterentwickelt werden und damit auch zum Klimaschutz, zur Energiewende und zur Mobilitätswende beitragen. Einer Vielzahl von langjährigen Kunden bietet die mbw GmbH metallveredelung ein Dienstleistungsmodell mit höchster Qualität an, welches komplexe Bedürfnisse in der Oberflächenbeschichtung von Metallen jeder Art und Druckguss Bauteilen abdeckt. Denn die Zusammenführung eines optimalen Verhältnisses der oftmals schwer vereinbarenden Anforderungen an Optik, Korrosionsschutz, Funktionalität und Service stellt die Kernkompetenz dar. Für alle Verfahren steht eine vollautomatisierte Anlagentechnik bereit, die eine konstante, präzise und hohe Fertigungsqualität gewährleistet. Ein Qualitäts-, Energie- und Umweltmanagement gehört seit vielen Jahren zu den wichtigen Themen der Firmenphilosophie, welches regelmäßig von außenstehenden Institutionen bestätigt wird. Zur Sicherstellung der hohen Qualitätsansprüche unserer Abnehmer sind wir in allen Betriebsstätten nach DIN EN ISO 9001:2015 und nach DIN EN ISO 14001:2015, sowie nach DIN EN ISO 50001: 2018, dem Energiemanagement, zertifiziert. Verbesserungen der qualitäts- und umweltrelevanten Prozesse sowie Energieeinsparungsmaßnahmen setzen diese Zertifizierungen voraus. Strategisch langjährige Partnerschaften mit unseren Lieferanten, Standortverteilung, Havariekonzepte und qualitativ hochwertige Produktionsverfahren bilden das Fundament der mbw, die mittlerweile über 5 Standorte in Deutschland verfügt, was bestmögliche Kundennähe, schnelle und flexible Reaktionszeiten, sowie eine hohe Lieferperformance weltweit bedeutet. Die Zukunftsentwicklung sieht eine weitere Stärkung der Marktposition, insbesondere in den strategischen Verfahren, vor. Dies setzt die Erschließung neuer Marktsegmente, Entwicklung neuer Technologien und Investitionen in Anlagen und Ausrüstung voraus, womit die mbw GmbH metallveredelung einen Beitrag zur Energiewende, Klima- und Umweltschutz leisten wird. Darüber hinaus steht die Sicherung der inländischen Arbeitsplätze weiterhin im Fokus der Unternehmensstrategie. 2. Wirtschaftsbericht Allgemein Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hatte sich im vergangenen Jahr angesichts einer ganzen Reihe von Krisen als widerstandsfähig erwiesen. Das Jahr 2022 konnte trotz Ukraine-Krieg und seine Auswirkungen, wie Lieferkettenengpässe, Energiekrise, Preissteigerungen leicht wachsen. Dies ist zurückzuführen auf Nachholeffekte nach der Corona Pandemie. Für das Gesamtjahr 2022 konnte das BIP um 1,8 Prozent wachsen. Wachstumsimpulse kamen dabei vor allem vom privaten Konsum und den Investitionen, welche perspektivisch durch die ankommenden hohen Preissteigerungen bei den Verbraucher:innen in Deutschland für eine Zurückhaltung sorgen wird. Die deutsche Wirtschaft wurde durch die Folgen des Krieges in der Ukraine besonders stark getroffen und ließ die Inflation auf Rekordhöhen schießen, was zu einer raschen Straffung der Geldpolitik führte. Dies wirkt sich zunehmend auf die Bauindustrie aus, auch wenn die Auftragslage im Jahr 2022 noch wuchs, wird die Branche sich zunächst weiter abkühlen. Die Industrieproduktion und die Produktion im verarbeitenden Gewerbe waren geprägt von hohen Auftragseingängen, sodass die Produktionsleistung minimal gestiegen ist. Trotzdem stellen die immer noch hohen Kosten für Energie und Rohstoffe sowie Lohnforderungen einen Margendruck bei den Unternehmen dar. Die hohen Investitionsbedarfe aufgrund der Klimaziele stellen die Unternehmen vor Herausforderungen - der Industriestandort Deutschland ist unter Druck. Die Anzahl der offenen Arbeitsstellen lag zum Jahresende 2022 auf einem Rekordniveau. Angesichts der Arbeits- und Fachkräfteengpässe in vielen Bereichen fällt es den Unternehmen zunehmend schwer offene Stellen zu besetzen. Verschiedenste aufgeführte Einflüsse werden den Strukturwandel in Deutschland beeinflussen und transformieren. Insgesamt wird 2023 ein weiteres herausforderndes Jahr für die deutsche Gesamtwirtschaft. Die IKB erwartet für Deutschland im Jahr 2023 eine Schrumpfung des BIP um 0,5 %. Trotz positivem Start im ersten Quartal 2023 ist eine Konjunktureintrübung unausweichlich. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes wirken verschiedene Kräfte auf die deutsche Industrie: Anhaltend hohe Energiekosten, strukturelle Anpassungen, Personalmangel und erforderliche Investitionen zur Erreichung der Klimaziele. Andere Faktoren, wie Lieferengpässe und hohe Rohstoffpreise, welche die vergangenen Jahre prägten, sollten sich im Jahr 2023 entspannen. Dennoch bleibt zu differenzieren, ob die deutsche Industrie von strukturellen Faktoren bestimmt ist und nicht den konjunkturellen Themen. Die Unsicherheit über die Energieversorgung ist gesunken und führt zu einem Rückgang der Großhandelspreise. Dies stand im Einklang mit den Prognosen der meisten Experten. Die Branche Oberflächenveredelung und Wärmebehandlung erholte sich im Jahr 2022, nachdem es erhebliche Beeinträchtigungen aufgrund der Corona-Pandemie, Lieferengpässe bei Vorleistungsgütern und Produktionsunterbrechungen in den zwei vorangegangenen Jahren hinnehmen musste. Produktionsrückgänge in wichtigen Abnehmerbranchen sind inzwischen überwunden und erste Kennzahlen des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes e.V. deuten auf eine weitere Stabilisierung hin. Angesichts der hohen Beschaffungspreise, Personalmangel und wachsende Kundenanforderungen hin zu klimaneutralen Produkten ist die weitere Entwicklung jedoch schwer vorhersehbar, da dadurch die Unternehmen der deutschen Galvanotechnik vor großen Herausforderungen stehen, welche sich auf die Rendite auswirken. Die Oberflächenveredelung zählt zu den wichtigsten Schlüsseltechnologien industrieller Wertschöpfungsketten und ist maßgeblich am Innovationsgrad vieler Branchen beteiligt. Damit prägt die Branche Galvano- und Oberflächentechnik eine Vielzahl von Produkten mit Funktion und Erscheinungsbild. Unternehmen Das Geschäftsjahr 2022 erfüllte bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine, wie Energiekrise und explodierende Beschaffungspreise die Erwartungen nicht. Das Unternehmen ist weiter im Markt etabliert und forcierte wichtige strategische Verfahren, um neuen Technologien am nationalen und internationalen Markt als kompetenter Oberflächenbeschichter mit einer guten Lieferperformance und Qualität zu begegnen. Das gesamte Jahr 2022 stellte das Unternehmen vor erhebliche Herausforderungen insbesondere wegen der Versorgungslage im Bereich Energie und Rohstoffverfügbarkeit sowie damit verbunden explodierende Kostensteigerungen. Zusätzliche Auswirkung auf die Profitabilität hatte der gesetzliche Mindestlohn, welcher sich im Oktober 2022 erheblich erhöhte. Für die energieintensive Unternehmen, wie die mbw GmbH metallveredelung, wurde das Energiekostendämpfungsprogramm (EKDP) von der Regierung geschaffen. Eine Beantragung fand fristgerecht statt. Optimistisch stimmte das Unternehmen die erfolgreich durchgeführten Preisverhandlungen mit den Abnehmern und eine sehr gute Auftragslage. Es konnten flexible Preisanpassungen zeitversetzt weitergegeben werden, wenn auch dies nicht immer in vollem Umfang möglich war. Im Jahr 2022 wurde ein negatives Betriebsergebnis erwirtschaftet. Zunehmend betroffen ist das Unternehmen von gestiegenen gesetzlichen Anforderungen, immer strengeren Umweltauflagen, stark erhöhten Rohstoff- und Energiepreisen durch den Krieg in der Ukraine, sowie die stetig steigenden Lohnkosten. Diese Faktoren beeinflussten die Profitabilität, welche durch kontinuierlich optimierte Produktionsprozesse in dem Betrachtungszeitraum nicht vollständig kompensiert werden konnte. Die Fokussierung der strategischen Maßnahmen zeigt ein positives Bild. Dennoch beläuft sich der Jahresfehlbetrag 2022 auf 1.167 TEUR. Das Rohergebnis betrug im Geschäftsjahr 2022 13.710 TEUR (Vorjahr: TEUR 15.874). Mit 4.146 TEUR Eigenkapital beträgt die Eigenkapitalquote 32,90 % (Vorjahr: 37,30 %). Die Investitionen in das Anlagevermögen betrugen im Geschäftsjahr 765 TEUR. Schwerpunkte waren Investitionen in die Verbesserung der Prozesstechnik sowie Energieeffizienz Maßnahmen. Das Unternehmen verfügt über eine stabile Liquiditätssituation. Ausreichende Banklinien stellen die strategischen Hausbanken zur Verfügung. 3. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung über die zu berichten wäre und nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor. 4. Prognosebericht Das Unternehmen blickte nach einem Geschäftsjahr geprägt von vielen Krisen vorsichtig optimistisch in das Jahr 2023. Die hohen Nachfragen der strategischen Zukunftsverfahren, in die das Unternehmen weiter investiert, stimmen positiv. Auflösende Lieferengpässe, ein Abschwächen der Beschaffungspreise, Entlastung der Unternehmen durch die Energiepreisbremse sowie Verfügbarkeit der Rohstoffe und eine hohe Auslastung zum Jahresanfang 2023 bestätigten den Ausblick. Dennoch wird für das Geschäftsjahr 2023 bedingt durch anhaltenden Lohndruck, Personalmangel und bezahlbare Energieversorgung ein Produktionsrückgang unausweichlich sein. Hinzu kommen stetig wachsende Kunden- und Umweltanforderungen zu nachhaltigen, klimaneutralen Produkten. Eine belastbare Prognose ist aufgrund enormer Unsicherheiten und politischer Rahmenbedingungen schwierig. Die Situation hat auch Auswirkungen auf das Unternehmen aufgrund der konjunkturellen Abhängigkeit und der energieintensiven Produktionsprozesse. Die Unsicherheiten hinsichtlich der Energieversorgung entspannen sich durch gut gefüllte Speicherstände, dennoch ist die Energiekrise noch nicht überstanden und die Energiepreise dürften dauerhaft über dem Niveau der Jahre 2019 und 2020 bleiben. Das verarbeitende Gewerbe zeigt sich robust, wenn auch die Auftragseingänge zurück gegangen sind. Die hohe Inflationsrate belastet die Konsum- und Baukonjunktur durch eine sinkende Kaufkraft und erheblich gestiegenen Finanzierungskosten, wenn auch die Inflationsrate ihren Höhepunkt mittlerweile erreicht haben dürfte. Die Industrieproduktion startete erfolgreich ins Jahr auch durch die Entspannung der Lieferketten. Der weiterhin wichtigste Abnehmermarkt der Branche, die Automobilindustrie, steuerte mit einem Plus dazu bei. Dennoch wird sich die Konjunktur infolge der getätigten geldpolitischen Straffung eintrüben. Die konjunkturelle Abkühlung ist notwendig, um den Inflationsdruck und damit verbunden die Lohnentwicklungen in den Griff zu bekommen. Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiter sehr stabil. Die größte Herausforderung im unternehmerischen Alltag ist der Personal- und Fachkräftemangel, der das Wachstumspotenzial sowie durch höhere Löhne die Profitabilität des Unternehmens belastet. Die Nachfrage nach Produkten der Branche Oberflächenbeschichtung und Wärmebehandlung ist von einer Vielzahl von Alltagsgegenständen geprägt und nimmt damit weiterhin eine wichtige wirtschaftliche Rolle ein. Oberflächentechnologien haben klare Vorteile, indem sie Produkte langlebiger machen und somit maßgeblich zu der Nachhaltigkeitsstrategie beitragen. Technologische Innovationen eröffnen permanent neue Anwendungsfelder, wie beispielsweise bei der Elektromobilität und Energiewende. Da die Eigenschaften von Bauteilen wesentlich durch ihre Oberfläche bestimmt sind, wird die Bedeutung der Galvano- und Oberflächentechnik als Schlüsseltechnologie in nahezu allen Wirtschaftsbereichen bestehen bleiben. Sie leistet einen wichtigen Beitrag zur Herstellung technologischer Spitzenerzeugnisse und treibt neue Oberflächentechnologien in Deutschland voran. Renditebelastend sind die anhaltend hohen Transport-, Energie-, Personal-, Rohstoffpreise, ständig wachsenden und komplexeren Kundenanforderungen und kontinuierlich strengeren Umweltauflagen, die permanente Anpassungsmaßnahmen und Investitionen erfordern. Eine weitere Herausforderung stellt die klimaneutrale Aufstellung des Unternehmens dar. Schon heute haben Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei den Abnehmern einen hohen Stellenwert. Die Zielsetzung des Unternehmens ist die Ausarbeitung einer Nachhaltigkeitsstrategie sowie eine CO 2 -Bilanz. Die Unternehmensplanung sieht für das laufende Jahr eine Verbesserung der Erlös-/Ertragssituation vor. Dies erwarten wir aufgrund der aktuellen Wirtschaftsprognosen und der Beauftragungen für neue Projekte des Unternehmens. Dennoch bleibt der Blick in die nahe Zukunft sorgenvoll, da der Personalmangel die Produktion zunehmend beeinträchtigt und die politischen Rahmenbedingungen große Herausforderungen mit sich bringen. Daher ist eine präzise Prognose nicht möglich. Ein wichtiges geschäftspolitisches Ziel bleibt unverändert die Stärkung des Eigenkapitals, bei gleichzeitig angemessenem Abbau der Verbindlichkeiten durch Regeltilgung, sowie die strikte Einhaltung der Umweltauflagen. Mit der Erstellung eines Transformationskonzeptes mit Blick auf die Nachhaltigkeitsstrategie und Emissionsreduktion, leistet das Unternehmen einen Beitrag zur Energiewende. Die Zukunftsausrichtung der mbw GmbH metallveredelung sieht Investitionen in den Maschinenpark bei strategisch wichtigen Zukunftsverfahren sowie bei Energieeffizienz vor. Diese sind durch die Unternehmensstrategie höher als die Abschreibungen. 5. Risikobericht Das Risikomanagement der Gesellschaft zielt darauf ab, alle Faktoren, die das Ergebnis belasten, zeitnah durch entsprechende stringente Maßnahmen zur Risikosenkung zu optimieren. Durch den ständigen Einsatz unserer Controlling Instrumente kann das Unternehmen gut auf die aktuelle Situation reagieren. Die Energie- und Rohstoffversorgung sowie die konjunkturelle Eintrübung werden ständig beobachtet und mit den Kunden als auch Lieferanten besprochen, um notwendige Maßnahmen umsetzen zu können. Zudem hat das Unternehmen weiterhin die Risikostreuung wichtiger Marksegmente und Zukunftstechnologien im Blick. Mittels Liquiditätsplan werden Zahlungsströme vorausschauend in verschiedenen Szenarien abgebildet. Für die interne Unternehmenssteuerung werden Kennzahlen herangezogen. Ausreichend Bankguthaben und langfristig zugesagte Kreditlinien federn Schwankungen ab. Aufgrund der langjährigen positiven Erfahrung hält die Gesellschaft an der Zusammenarbeit mit der Factoringbank fest. Dadurch konnte das Debitorenmanagement verbessert, sowie das Ausfallrisiko minimiert werden. Dennoch wird durch die hohen Beschaffungspreise und einer sich eintrübenden Konjunktur mit veränderten Zahlungsverhalten der Kunden geplant. Um das Beschaffungsrisiko im Bereich Material zu reduzieren, hält das Unternehmen an der drei Lieferantenstrategie fest. Die Risiken auf dem Beschaffungsmarkt konnten im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden. Trotzdem wird das Unternehmen die Versorgungssituation weiter stringent beobachten. Die immer noch hohen Energiepreise und die Klimaneutralität belasten die energieintensive Branche. Neben den Arbeitspreisen sind hier auch die CO 2 Steuer und die hohen Netzentgelte zu nennen. Das derzeit immer noch hohe Niveau in der Materialbeschaffung führt weiterhin zu massiven Kostensteigerungen, die renditebelastend sind und an die Abnehmer nur teilweise weitergegeben werden können. Immer neue Umweltauflagen und verschärfte Regelungen auf EU-Ebene stellen nicht nur einen globalen Wettbewerbsnachteil dar, sondern erhebliche Investitionskosten in neue technologische Verfahren, die gleichzeitig neue Marktsegmente bieten. Die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe stellt die Branche vor eine Herausforderung und bindet Ressourcen. Die Erfüllung der gesetzlichen und öffentlichen Rahmenbedingungen vor allem in der umweltrelevanten Rechtsprechung (z.B. REACH) wird weiterhin eine große Herausforderung sein und beeinflusst die Branche stark. Die klimaneutrale Aufstellung und eine Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens stellen eine weitere Herausforderung dar. 6. Chancenbericht Das Unternehmen gehört zu den großen Unternehmen im Bereich der Lohnbeschichtung. Das Unternehmen ist optimistisch, diese erreichte Marktposition im Jahr 2023 und in den Folgejahren durch strategische Investitionen weiter ausbauen zu können. Die bewährten und neuen Verfahren, wie auch die strikte Verfolgung der Unternehmensstrategie werden dazu beitragen. Dank intensiver Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen, verbunden mit dem Erfahrungspotenzial von nun mehr als 30 Jahren, konnte das Unternehmen unterschiedliche Produktionsverfahren und Dienstleistungen etablieren und ausbauen, die zu qualitativ herausragenden Ergebnissen führen. Strategische Partnerschaften mit Lieferanten, langjährige Kundenbindung, Standortverteilung, ein kompetentes Team und qualitativ hochwertige Verfahren bilden das Fundament. Das Unternehmen verfügt mittlerweile über fünf Standorte, was bestmögliche Kundennähe, Zuverlässigkeit, Flexibilität und hohe Lieferperformance bedeutet. Die Kernkompetenzen des Unternehmens beinhalten den individuell lösungsorientierten Ansatz für problematische Bauteile mit komplexen Anforderungen, was von den langjährigen nationalen und internationalen renommierten Kunden geschätzt wird. Zusätzlich stellt sich das Unternehmen den Herausforderungen in der Branche, wie z.B. der EU-Chemikalienverordnung, Nachhaltigkeitsstrategie sowie CO 2 Bilanz, Umweltauflagen, neuen Oberflächentechnologien, Veränderungen in der Wirtschaft und Gesellschaft - der "neuen Normalität" - und der Implementierung von Industrie 4.0. Jede Krise bringt nachhaltige Veränderungen. Sie ist nicht nur ein Katalysator für die zunehmende Digitalisierung, sondern auch für die Entwicklung des gesellschaftlichen Lebens und der Nachhaltigkeit zur langfristigen Verbesserung der Ressourcenproduktivität. Schließlich macht die Branche verschiedenste Bauteile langlebiger und kreislauffähiger. Die mbw GmbH metallveredelung beschäftigt sich intensiv mit den nachhaltigen Veränderungen und der Ausrichtung. Auch in Zukunft möchte das Unternehmen durch die Standortverteilung, Havariekonzepten, kundenspezifischen Lösungen - auch in der Wertschöpfungskette - sowie neuen technologischen Verfahren am Markt mit seiner Qualität überzeugen und einen Beitrag zur Energiewende leisten, indem Maßnahmen zur Energieeffizienz wie auch Beschichtungen im Bereich Offshore eine bedeutende Rolle spielen. 7. Forschung und Entwicklung Im Bereich Forschung und Entwicklung arbeitet die mbw weiterhin eng mit namhaften Chemielieferanten zusammen. Anpassungen von Verfahren werden unter Laborbedingungen getestet und durch die mbw im Rahmen der industriellen Anwendung zur Serienreife gebracht. 8. Zweigniederlassungen Die Gesellschaft unterhält neben dem Stammhaus in Rheinmünster, Niederlassungen in Einbeck, Lichtenau, Mühlhausen und Sömmerda.
Rheinmünster, den 31.07.2023 mbw GmbH metallveredelung Vanessa Schmidt, Geschäftsführerin Bilanz zum 31.12.2022AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2022
Anhang zum 31.12.2022
A. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) i. d. F. des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt und nach der für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß §§ 266 und 275 HGB vorgeschriebenen Form gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt; es ist der Struktur des Unternehmens angemessen. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertungsmethoden wurden grundsätzlich gegenüber dem Vorjahr beibehalten. Die Bewertung der Vermögens- und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Leistungsbedingter Werteverzehr wird durch planmäßige Abschreibungen erfasst, die auf der Grundlage steuerlich anerkannter Sätze unter Zugrundelegung der linearen Methode ermittelt werden. Die Zugänge des beweglichen Sachanlagevermögens werden pro rata temporis abgeschrieben. Für angeschaffte Anlagegüter im Einzelwert über EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten wird ein Sammelposten gebildet. Der Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den darauf folgenden 4 Jahren jeweils mit 20 % abgeschrieben. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Diese umfassen die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Einzelkosten und die aktivierungspflichtigen und aktivierungsfähigen Gemeinkosten. Ist der beizulegende Wert niedriger, wird dieser angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Abwertungen angesetzt; dem Ausfall-, Kredit- und Zinsrisiko wurde in Form eines 1%igen pauschalen Abschlages Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen berücksichtigt alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. C. Erläuterungen zur Bilanz1. Anlagevermögen Die gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten, die Zugänge, Abgänge, Umbuchungen, Abschreibungen und Zuschreibungen des Geschäftsjahres sowie die kumulierten Abschreibungen je einzelnem Posten des Anlagevermögens ergeben sich aus nachstehendem Anlagengitter. Ein Anlagespiegel ist auf gesondertem Blatt beigefügt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen sind TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 2.704 (Vj.: TEUR 5.659) enthalten. 3. Aktive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aufgrund von steuerlichen Verlustvorträgen bei der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer. Die steuerlichen Verlustvorträge können mit hoher Wahrscheinlichkeit in voller Höhe innerhalb der nächsten fünf Geschäftsjahre verrechnet werden. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt mit dem Unternehmenssteuersatz von 28,9 %. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die aktiven latenten Steuern von TEUR 0 auf TEUR 491 erhöht. 4. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Resturlaubsansprüche, Gewährleistungen, interne und externe Jahresabschlusskosten, Aufbewahrungskosten und Berufsgenossenschaft. 5. Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten bestehen in üblichem Umfang branchenübliche bzw. kraft Gesetzes entstehende Sicherheiten. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 4.330 (Vorjahr: TEUR 3.465). TEUR 3.575 (Vorjahr: TEUR 4.881) haben eine Restlaufzeit von einem bis fünf Jahren. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren bestehen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Sicherheiten bestehen in Höhe von TEUR 4.975, dabei handelt es sich um Sicherungsübereignung technischer Anlagen sowie um eine gesamtschuldnerische Haftung der Unternehmen der mbw Gruppe. 6. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB Zum Bilanzstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von TEUR 767 (Vorjahr: TEUR 1.024). Es handelt sich um Darlehen der mbw Gruppe (verbundene Unternehmen). Da diese Gesellschaften bisher alle Verpflichtungen gegenüber Gläubigern erfüllt haben und nichts Abweichendes erkennbar ist, ist davon auszugehen, dass eine Inanspruchnahme aus der Haftung nicht erfolgt. Außerdem hat die mbw GmbH metallveredelung gegenüber der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Baden-Württemberg GmbH (MBG) durch Übernahme einer selbstständigen Verpflichtung garantiert, dass die mbw Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG ihren Zahlungsverpflichtungen gegenüber der MBG aus Beteiligungserträgen über eine stille Gesellschaft zwischen der MBG und der mbw Vermögensverwaltung GmbH & Co. KG (das sind Rückzahlung der Einlage sowie die Bezahlung von Festvergütungen und Gewinnbeteiligungen, eines evtl. Aufgeldes und evtl. Verzugszinsen) spätestens zum Zeitpunkt der Auflösung der stillen Gesellschaft oder, wenn eine Verbindlichkeiten erst danach fällig wird, zu diesem Fälligkeitszeitpunkt vollständig und fristgerecht nachkommt. Diese Zahlungsverpflichtungen (Einlage, Vergütungen) betragen per 31.12.2022 TEUR 2.000. 7. sonstige finanzielle Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB zum 31. Dezember 2022 ergibt sich wie folgt:
Davon betragen die Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen für 2023 TEUR 575 und für 2024 bis 2027 TEUR 4.606. Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. 8. Angaben nach § 285 Nr. 15 a HGB Besserungsschein Es wurden 165 Besserungsscheine an Mitarbeiter in einer Höhe von insgesamt TEUR 389 ausgegeben. Die Besserungsscheine betreffen den Verzicht auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld für das Jahr 2020. Sollte eine Besserung der wirtschaftlichen Lage eintreten, so werden Zahlungen bis zu 100 % des Betrages fällig, auf den die Mitarbeiter verzichtet haben. Die Besserungsscheine orientieren sich hierbei am Gesamtertrag des Unternehmens unter Berücksichtigung der zu tilgenden Bankverbindlichkeiten und Investitionen sowie an dem Ergebnisbeitrag der jeweiligen Niederlassung. Die ausstehenden Besserungsscheine belaufen sich per 31.12.2022 auf TEUR 188. D. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Gewinn- und Verlustrechnung wird gem. § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gefertigt. In den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind Erträge aus latenten Steuern in Höhe von TEUR 491 (Vorjahr: Erträge TEUR 177) enthalten. E. Sonstige Angaben1. Anzahl der Arbeitnehmer Im Jahresdurchschnitt 2022 wurden gemäß § 267 Abs. 5 HGB (ohne Auszubildende) 227 (Vorjahr: 219) Arbeitnehmer beschäftigt. Davon entfallen auf:
2. Stammkapital Das Stammkapital beträgt EUR 1.000.000,00. 3. Geschäftsführung Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft geführt von: Frau Vanessa Schmidt Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. 4. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2022 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten. 5. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 auf neue Rechnung vorzutragen.
Rheinmünster, den 31.07.2023 Vanessa Schmidt Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 18.08.2023 festgestellt. Anlagespiegel
Fortsetzung Anlagespiegel
BestätigungsvermerkAn die mbw GmbH metallveredelung Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der mbw GmbH metallveredelung - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der mbw GmbH metallveredelung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse ● entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022 und ● vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus ● identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. ● gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. ● beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. ● ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. ● beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. ● beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. ● führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Baden-Baden, den 04. August 2023 JU-GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Huber, Wirtschaftsprüfer Neu, Wirtschaftsprüfer Hinweis: Bei der Veröffentlichung des Jahresabschlusses wurden Offenlegungserleichterungen in Anspruch genommen. Der oben genannte Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und nicht auf dieses Exemplar für Offenlegungszwecke. |
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